Ar, 220 Zweites Blatt. Donnerstag den 22 September 1887. Aichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. -— --- B . - Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. vnreanr S ch n l ft r a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. < Lurch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gießen, am 17. September 1887. Betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1887/1888. und Feiertagen, tnrl. Pfg.; für auswärtige erfolgt, den Anzeiger Der der Beilage Der Abonnenten, Den 00Haavtxgt ®r iV""ar"’uf aufmerksam, daß den Abonnenten des Anzeigers die „Verwaltun^sblätter" zum ermäßigten Preise von 50 pro Quartal geliefert werden. (»rpeOltron^ „Gießener Anzeiger" erscheint, wie gewobnt, täglich, mit Ausnahme der Tage nach Sonn. „Gießener Familienblatter", welche dreimal wöchentlich dem Anzeiger beigelegt werden. Abonnementspreis für den Anzeiger, frei in'S Haus geliefert, beträgt 2 Mark 20 welche nur bei der Post abonnircn können, 2 Mark ercl. Postgebühr. seitherigen Abonnenten in der Stadt Gießen werden wir, wenn vorher keine ausdrückliche Abbestellung Av Quartal 1887 zusenden und den Abonnementsbetrag durch Quittung erheben lassen. Wir bitten die neuen Abonnenten, namentlich auswärtige, ihre Bestellungen baldgcfälltgst aufgeben zu wollen, damit wir Winlerlmrsus an der Ackerbauschule des laudw. Vereins für die Pronin! »berheffen M Iriedderg pro 1887—1888. hie&ntaliae Winterkursus biesiaer Ackerbauschule beginnt Mittwoch den 2. November und dauert bis gegen Ende März r. I. Der Unterricht «rüreckt fi4 auf allaemeine Schulfächer, Naturkunde und Landwirthschastrlehre. Er wird von zwei Landwirthschaftslehrern, einem seminaristisch^ gebildeten Cimintrphrpr lind Niedreren aeeianeten Lülfslehrern ertfieilt- Die nöthige Anschauung gewähren die reichen Lehrmittel der Anstalt IM Verein Mit ^tturiwnen. Nnsnndnnädbia^^Ille^unbescboltenen siinaen L^ute welche die Volksschule mit gutem Erfolg absolvirt haben und einige Kenntniß von dem praktischen Land. mÄA?ch^ttEwiüte^b^ben^3^r Lehrplan^hiestaer Ackerbauschule ist auf zwei Winter berechnet, weshalb der Unterricht in zwei vollständig getrennten Klaffen ertbell? wird °in die obere derselben ^werden nur solche Schüler ausgenommen, welche die untere bereits durchgemacht, oder sich anderweitig die m derselben ru^/rme^enden Kenntniffe^anaeeianet^h^ben. Das Schulgeld beträgt für den Besuch der unteren Klaffe X 40, für den der oberen X 20. Anmeldungen nimmt schriftlich oder mündlich der Anstalts'dirigent, Landwirthschaftslehrer vr. Tobisch, entgegen, welcher auch anderwellige bezügliche Auskunft ertheüt. Die Neuangemeldeten haben ein Zeugniß ihrer Bürgermeisterei über unbescholtenen Lebenswandel beizubrmgen. -kriebbera im Seotember 1887. Dar Kuratorium der Ackerbauschule zu Friedberg: Friedberg, im Septembers Kreisrath. vr. Wallau, Amtmann- Schmidt, Schulrath, vr. Tobisch, Landwirthschaftslehrer. Einladung zum Abonnement auf den Gießener Anzeiger, flmts= unÖ Lnzeigeblatl für Öen Kreis fließen. Das Gtoßherzogliche Kreisamt Gießen an dis Grotzhsrzoglichsn Dürg-rmsist-rsisn des Kr-is-S. Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Kuratoriums der Ackerbauschille zu Friedberg empfehlen wir Ihnen, sich dafür zu bemühen, daß die Ackerbauschule durch recht viele junge, der Landwirthschast sich widmende Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. Wir bemerken zugleich hierbei, daß für wenig Bemittelte Unterstützungen vom landwirthfchastlichen Bezirkrvereine gewährt werden können, und wir es nicht zu beanstanden finden, roemt auch von Gemeinden, aus welchen junge Leute die Schrlle besuchen, Unterstützungen verwmigt werden- vr. Boekmann. Mas lesen unsere Kinder? Die Schätze eines uns befreundeten Leihbtbliothekars und Buchhändlers fesseln uns oft Stunden lang an dessen Geschäftslokal: aber lehrreicher als die aufgestapelten unzähligen Bände waren für uns so manche Erfahrungen, die wir als stille Beobachter dort machen konnten. Den wirklichen literarischen Geschmack des Publikums kann man vielleicht in einer gut besuchten Leihbibliothek am besten kennen lernen, ebcnfo, daß in dem lesehungrigen Publikum derselben die Kind er weit ganz erheblich vertreten ist. Mit zahlreichen Kinderschriften sind nun unsere deutschen Leihbibliotheken keineswegs überreich ausgestattet. Ein Mangel, der von unseren schulpflichtigen Backfischen und angehenden Tertianern jedoch am allerwenigsten empfunden wird, denn ihre literarischen Gelüste sind vielfach nicht auf gute Jugendschriften, die sie in den Schulbtbliotheken bequem haben könnten, sondern zum Theil auf Werke gerichtet, die zum Mindesten völlig ungeeignet sind und verwirrend auf das kindliche Gemüth wirken müssen. Mehr als ein Anderer ist vielleicht der Leihbtbliothekar in der Lage, sich oft den bekannten Satz „Es gibt keim Kinder mehr", wiederholen zu müssen. Hieraus ergibt sich ein Rückschluß, der für manche Eltern nicht schmeichelhaft ist. Mit der steigenden literarischen Produktion scheint auch die früher in guten bürgerlichen und selbst in ärmeren Familien oft geübte strenge Lesezucht mehr und mehr verschwunden zu sein. Wir meinen damit, daß jene Familien recht spärlich geworden zu sein scheinen, in die nicht der erstbeste fettfleckige Leihbibltotheksroman ohne Weiteres Einlaß sindet, in denen er nicht aus der Hand der alternden Tochter in die des jüngsten Backfisches gelangt und wo der hoffnungsvolle Gymnasiast oder Realschüler nicht anstandslos in seinen Musestunden die ganze buntkolorirte Jndianer- literatur und oft noch schädlichere Dinge geistig verschlingen darf Mit zärtlicher Sorge achtet eine gute Mutter darauf, daß ihrem Kinde nicht unpassende Speisen den Magen verderben, aber ihre Nachsicht und Unkenntniß laßt es oft zu, daß unbekümmert das unendlich zartere Gemüth des Kindes sein reines, na ves Seelenleben den Einwirkungen einer ungesunden Lektüre ausgesetzt wird. Die Mutter ist der wahre Seelenarzt des Kindes, daher soll sie auch auf dem Gebiete der zwang- losen Lektüre die sorgsame Beratherin desselben sein — aber hier berühren wir einen Punkt, der uns zur modernen Erziehung unserer Frauen führt, die meist selbst auf jenem Gebiete eines kundigen Berathers dringend bedürfen. Und leider hat man sich bisher von berufener pädagogischer Seite viel zu wenig um das zwanglose Bücherlesen der Kinder im Haufe gekümmert. Ein unpassendes Buch erschüttert bei kindlichen Lesern oft eine jahrelange sorgfältige Erziehung. Eltern und Lehrer haben also auch hier gemeinsame Arbeit und daher glauben wir, wird das Vorgehen des großen „Berliner Lehrervereins" segensreich werden, der eine Jugendschrtften-Commission einsetzte. Diese soll alljährlich an die Eltern sämmt- licher Berliner Gemeindeschüler vor Weihnachten, eine Zeit, in der bekanntlich die meisten Jugendschriften gekauft werden, ein Flugblatt senden, das auf die Wichtigkeit einer passend gewählten Kinderlektüre aufmerksam macht und den Eltern durch Auszählung empfehlenswerther Werke praktisch zur Seite steht. Diese dankenswerthe Eintichtung ist allerdings zunächst nur für Berlin getroffen, aber es läßt sich wohl annehmen, daß noch zahlreiche andere Lehrervereine den zeitgemäßen Gedanken aufgreifen und auch in ihrem Wirkungskreise auszuführen suchen. Die Anerkennung zahlreicher Eltern und all' Derer, denen das geistige und seelische Wohl der Kinder am Herzen liegt, würde für die neu übernommene Arbeit entschädigen. ___________________________________________ — Ein Vater mehrerer Kinder in Frankfurt a. M. verlor sein Jüngstes an der Diphtheritis. Er war untröstlich und konnte sich gar nicht trennen von dem aufs gebahrten Kinde. Noch im Tode herzte und küßte er es. Da erfaßte auch ihn die tückische Krankheit und zwei Tage später folgte er seinem Lieblinge in's Grab. — Unter den Büchern und Papieren eines vor Monaten verstorbenen hiesigen Kaufmannes fand sich auch ein Büchlein, das die Aufschrift „Geheimbuch" trug. In diesem Buche fand sich unter dem Datum 18. Juli 1869 ein Poften von 5000 Gulden. Dabei stand die Bemerkung: „Abfindungssumme von Herrn Theobald K. für meine entführte Gattin." Die Erben des Verstorbenen hatten bis dahin keine Ahnung davon gehabt, daß derselbe jemals verheirathet gewesen. . - Ein gutes Mittel, die Arrestlokale nicht mit Betrunkenen anzufullen und die Angehörigen der Angst zu entheben, daß ein Mitglied die ganze Nacht ausbleibt, hat die dänische Regierung erfunden. Der Gesetzesartikel lautet: „In «wroen völlig Betrunkene mit einem Wagen nach ihrer Wohnung gebracht. Die Kosten hat empfiehlt: Tafelbier 1111 bei Emil Elschbach« M n Königs-Reisstärke Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche 6965 Drei Stoßrapiere (Fleurets) und zwei ftechtsLbel, noch neu, billig abzugeben. Wo? sagt die Expeb- d- Bl Jeikgeöotenes. Wegen Aufgabe des Specerei-Geschäfts verkaufe von heute ab unter Einkaufspreis. 6833 Au«. Lang, Neustadt 27. V aselin-Theerseife, von Carl John L Co., Köln a. Rh. erweicht durch ihre Milde alle unter der Haut entstehenden Ablagerungen, entfernt Hautausschläge und selbst veraltete Ge- sichtsflecken. ä Stück 50 A. 6306 Fr. Telpel. Die Biere sind aus der Exporibrauerei von Fr. Textor a/Hardt sind nur aus feinstem Malz und bestem Hopfen gebraut, gut abgelagert rein und bekommen ausgezeichnet. a a 5569 derjenige GetrankeverkLufer zu bestreiten, bei welchen der Betrunkene dm letzten Schluck getrunken." — Lebensoersicherungsbank für Deutschland zu Gotha. Stand: Anfang September 1887. Versichert waren 69 280 Personen mit 522 300 000 JC. Neu beantragt wurdm im vorigen Monat 408 Versicherungen über 2 810 000 JC und zum Abschluß gelangten 351 Versicherungen über 2 573 900 JL Die Zahl der angemeldeten Sterbe- sälle betrug 106 mit 831 200 JL Versicherungssumme. Im Ganzen wurden seit Beginn dieses Jahres 3261 Versicherungen über 24 235 500 JL Summe beantragt und 2825 neue Versicherungen über 21138 000 JL abgeschlossen. Sterbefälle wurden in dem gleichen Zeitraum 906 mit 6 524 500 Versicherungssumme angemeldet. Die seit dem Bestehen der Anstalt ausgezahlten Versicherungssummen beziffern sich aus zusammen ca. 181 500 000 JL Der Bankfonds beträgt jetzt ca. 140 000 000 JL Die Ueberschüsse werden voll und unverkürzt an die Versicherten als Dtoidende zurückgewährt. In diesem Jahre wird nach dem alten System eine Dtoidende von 43pCt. der JahreS- prämie und nach dem neuen „gemischten" System eine Prämiendividende von 33vCt. und eine Reseroedivtdende von 2,4 pEt. vertheilt. In Procent der Jahresprämie ausgedrückt, berechnet sich im laufenden Jahre nach dem letzteren System die Gesammt- dividende sür die jüngsten dioidendenbercchtigten Versicherungen auf 34pEt., für die ältesten schon auf 125 pEt. Zahnpasta von C. H. Oehmig-Weidlich, Zeitz Parfümerie-Fabrik. Bestes und vollkommenstes Mittel zuj Erfrischung und Befestigung des Zahn fleisches und zur Erhaltung von weisse i schönen Zähnen. Ein Versuch mit diese.' Pasta lässt die Vorzüglichkeit derselbe sofort erkennen. Zu haben bei Ph. stier, Coiffeur, Fr. Weicker, Coiffeur Mehrere gebrauchte, noch gut erhaltene 6714 Cassas(Me billig abzugeben bei Fr- Krogmann, WetzsteingÄffe 33. Schiffs- Bewegung der Poftdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschg^ „Rugta", von Hamburg nach Newyork, am 9. September Dover „Rhaetia", von Newyork, am 13. September in Hamburg angekommen- n ‘k* von Hamburg nach Newyork, am 13. September von Havre wehrraeaan^ ' „Teutonia", am 13. September von St. Thomas nach Hamburg abaeaan?^' „Polynesia" am 14. September von Hamburg nach Newyork abgegangen; .Thuri«»^' von St. Thomas, am 14. September in Hamburg eingetroffen; „Bohemia« « ' Newyork nach Hamburg, am 15. September in Santander etngetroffen- «.irj am 15. September von Newyork nach Hamburg abgegangen; „Gothta", vonNewn'?V am 16. September in Stettin angekommen; „Borussia", am 16. September vn Aguadtlla nach Hamburg abgegangen; „Francta", von Hamburg, am 17. Septems in St. Thomas angekommen; „Rhenania", von St. Thomas, am 17. September in Hamburg angekommen; „Rhaetia", am 18. September von Hamburg nach Newn^ abgegangen. M „Australia", von Hamburg, am 12. September in Newyork Angekommen- „Hammonia", von Hamburg, am 15. September in Newyork angekommen; „Amalfi"' von Hamburg, am 16. September in Newyork angekommen; „Slaoonia", von Stettin am 17. September in Newyork angekommen. Speciafität: Corsetten! flefit m eS£ne aUätDa^ in ben einfai^en bis zu den elegantesten Sorten Streng reelle Bedienung. Billige Preise. Hochachtend Anna Roth, geb. Herbert, Neuenweg 30. Landwirthschaftliche Nachrichten. — sSenfbirnen.) In Norddeutschland sind Birnen mit Senf ruberrit-t r ebenso verbreitetes und beliebtes Compot, wie sie in anderen Gegenden unbekannt c-.? Da sie indeß ein sehr billiges, schmackhaftes und gesundes Compot abgeben aeb!n^^ hier das Recept und wünschen nur, daß jede Hausfrau einen Versuch bana* möge. Welche Art Birnen man dazu nimmt, ist im Allgemeinen ziemlich aleick^g^ am besten eignen sich große nicht zu saftige Früchte zur Conservirung, in icbem^-m sollte man darauf sehen, daß die Früchte um das Kernhaus nicht zu steinig sind sm Birnen sind zu schälen, durchzuschneiden und das Kernhaus ist zu entfernen av c werden sie mit einer reichlichen Menge Wasser halbweich gekocht. In Hannover die Hausfrauen die Birnen so lange, bis sie sie mit einem Strohhalm stechen kon Danach sind die Birnen herauszunehmen und abzukühlen, währmd in dem Snft, zweite Portion gekocht werden kann. Nach dem Abkühlen sind die Birnen in oder Fässer zu legen und zwischen den einzelnen Lagern ist gemahlener Senf°P C streuen und zwar nimmt man auf 50 Birnen ein halb Pfund Senf. Sodann ist abgekühlte Saft darüber zu gießen, ei» leinen Tuch auf die Birnen zu legen und öer noch eine Portion gemahlenen Senf auf diefes Tuch, etwa einen Zentimeter nu? zuschütten. Nun werden die Ränder des Tuches über den Senf gedeckt ein ? akuL5 Brett aufgelegt und dasselbe mit einem Stein beschwert. Zu achten ist darauf alle Birnen im Safte liegen, daß der letztere jedoch nicht über den aufaeieotpn ™ ?aB hinaussteht. In drei bis vier Wochen haben die Birnen einen sehr pikanten : 01 Geschmack. ' °ur,igm pr. Nasche 20 Pfg. 23 „ 23 „ 7 junge englische Boxer 6 Wochen alt, 1 junger Spitz, 1 Jahr alt, reine Rasse, zu verkaufen. 6838 M. Keßler, Neuenweg 33. Zue Haarpflege! Bon unübertroffener Wirkung ist das vom königl. Staatsministerium u. Ober, mediciualausschuß geprüfte u. genehmigte, sowie von allen Autoritäten begutachtete Haarwasser v. Retter, München, 1939 welches statt Oel od- Pomade täglich gebraucht, das Haar bis in's höchste Alter glSn- zend, geschmeidig und Scheitel haltend macht, die Kopfhaut von allen Unreinigkeiten Schuppen rc., befreit und dadurch die Thätigkeit der Kypfhaut und Haarwurzeln erhöbt' Zu haben um 40 H und JL 1,10 bei I. H. Führ, Sonnenstraße, Gießen. Literarische-. — Die nahende Herbstsaison trifft die großen Mode- und Frauen-Zeitungen, wie cs scheint, von langer Hand vorbereitet und gerüstet, den auf neueste und beste Produktionen im weiten Bereiche der Mode und Handarbeit gerichteten Wünschen der Damenwelt allseitig Genüge zu leisten. Wir sahen die ersten Herbstnummern des »Bazar"' — unseres Erachtens der erste und vornehmste Herold der Königin Mode — und waren von Neuem überrascht, mit wie souveräner Beherrschung des vielgestalteten Materials, mit wie feiner Distinktion in der Auswahl, mit wie sicherem Geschmack in der Hervorhebung des Schönen, Kleidsamen und Praktischen die Leitung des großen Blattes auch diesmal ihre Informationen der Dammwelt spendet — ein fast untrüglicher Führer auf ben schwierigen und vielverschlungenen Pfaden modischer (Kulturarbeit. Die mit prachtvollen Illustrationen geschmückte literarische Nummer des „Bazar" gewährt das Beste aus den Gebieten des Nützlichen und Schonen, des Belehrenden und Unterhaltenden. Redigirt von Dr. Ludwig Ziemssen, erhält sie sich auf der Höhe ihres wohlerworbenen Rufes. — Zur Gute« Stunde. Jllustrirte deutsche Zeitschrift. (Berlin, Deutsches Verlagshautz, Emil Dominik.) Das erste Heft dieser neuen illustrirten Zeitschrift ist soeben erschienm. In der Eigenart seiner Ausstattung und der trefflichen Auswahl des Textes liegt die Berechtigung seiner Existenz. „Zur Guten Stunde" will nicht die Zahl der illustrirten Familienblätter vermehren, welche mit mehr oder weniger Geschick nach ein und derselben Schablone zurechtgeschnitten werden, sondern wendet sich an die Hunderttausende von Lesern, welche auf gute Lektüre Gewicht legen und mit Interesse die geistige Entwickelung Deutschlands verfolaen. Die textliche Seite ist demgemäß von ganz besonderer Bedeutung, und der Reoaction des neuen Blattes ist es gelungen, die große Mehrzahl unserer hervorragendsten deutschm Autoren an sich zu fesseln. Der Preis für „Zur guten Stunde" ist in Anbetracht des Gebotenen ein äußerst geringer. Die Quartalsausgabe (13 Nummern im Vierteljahr) kostet 2,50 das vierzehntägig erscheinende Heft 40 und das alle vier Wochen zur Ausgabe gelangende Vollheft 80 Bestellungen auf das recht empfehlenswerthe Blatt nehmen alle Buchhandlungen und Postanstalten (Postzeitungsliste 13, Nachtrag Nr. 6406a) an, durch welche auch Probenummern bezogen werden können. Zur Jag-saiso« empfiehlt: L«fa«cheux- I _ Centralfeuer- j Doppelflinten ferner: Patronen, Hülsen, 5778 la. Jagdschrote, Filj' und Fettstlzpfropfen, Schlußscheibchen re. •A-. Dickord, Bahnhofstr. 15. belles Exportbier (Pilsener) „ dunkles „ (Münchener) bei jedem Quantum frei tn’s Haus geliefert. Allgemeiner Anzeiger. Steinkohlenbergwerk Victoria empfiehlt als Specialität: Anthracit-Preßnußkohle, D. R. p. Stücke von 55 mm, billigstes und reinlichstes Heizmaterial für Heerde, Stuben- und Fullöfen, Luftheizungen, Mälzereien rc. 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Marburg, den 18. September 1887. Der Direktor der Entbindungs- und Hebammenlehranstalt. __________gez. Ahlfeld. 6971 Freitag den 23. September, Nachmittags 2 Uhr, soll auf bem hiesigen Ortsgericht bte den Erben bes LouiS Pimper n. gehörige Hofraithe Flur I Nr. 1005 — 62 Mtr. Hofraithe in ber Flügelsgafse öffentlich meistbietenb versteigert werben. Gießen, 15. September 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. 6891 lusverkiuif wegen In» (les Mw. Um mit meinem Lager rascher zu räumen, verkaufe den Vorrath meiner Waaren zu jedem annehmdaren Preis. 4704 F. Holberg Kirchenplatz. rOOOOGGGGOGGGGGOOOGOOGOOOGGOOOGGOOOGOOGGGGGGGGOGGG Bahnbofstr. 24. H. Schaffstaedt. 24 Bahnbofstr. | Gas-, Wasser- und Canalisations-Anlagen. $ I UW KWW UW IHM VWr/A 10 Ltr. incl. Flasche M. 3y Flasche retoer M. 1. 5 Ltr. mcl. 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