jkr. l67 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen I I 4 i 1 t Freitag den 22 Zuu 5 lü r,i kl 13 4 18' 5 iz 5c ff k >T n ij1 r guten«t Schulstraß- 7. Politische U-berficht. Gießen, 21. Juli. Seit Dimstaq weilt Kaiser Wilhelm wiederum in den herrlichen Salzburger Bergen, um hier, an den Quellen Gasteinr, die in Emrbcgonnme Kur zu vollenden. Seil langen Jahren ist Gastein dem greisen Herrscher sörm lich zum Jungbrunnen geworden und auch viermal steht zu hoffen, daß der G brauch der heilkräftigen Quellen dieser schönen Wildbades ^r S^ammergutcS wie überhaupt dessen kräftigende Alpenlust den ehrwürdigen Monarchen ur lerne:-n Erfüllung der schweren Pflichten seiner hohen Amte» stärken wird Hebet die Dauer der Gasteiner Nachkur sind noch gar kein-Bestmmungenge treffen und dasselbe gilt bezüglich de» Tage« und Orter der Zusammenkunst zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Josef. Die Reü-vonderJnftl Mainau, welche Kaiser Wilhelm, geleitet vom Grobherzog und der Grobherzogin von Baden, am Montag Mittag verließ, nach Gastein erfolgte in zwei Ab schnilien, da der hohe Reisende an dem genannten Tage nur dir Jnnrbrukr fuhr. In Bregenz betrat der Kaiser österreichischen Boden und hier wurde er vom Prinz.Regenten Luitpold von Bayern in sehr herzlicher Weise begrüßt. In Bregen, verabschiedeten stch die badischen Herrschaften vorn Kaiser um dann nach Mainau zurückzukehren. Der Prinz. Regent verabschiedete Ü4 aus dem Bahnhöfe von dem Kaiser, welcher um halb 5 Uhr nach Janick weiter reiße. Da« Aussehen der hohen Herrn wird ungeachtet dec Reise-Anst.engungen der ützlen Tage als sehr besriedigend geschildert. Hebet die Verhaftung der Mitglieder der Berliner socialistischen Central.Comitös wird noch nachträglich gemeldet, daß im Ganzen 8 Per fonen verhaftet wurden. Dieselben sollen die Delegirten der socialdemokratische Wähler der sechs Berliner Reichsiagiwahlkreise gewesen sein, von denen v>e Kreise IV. und VI. wegen ihrer großen Ausdehnung >e zwei D-legirte in vas Central-Comitö entsandten, dem, wie bekannt, die geheime Organisation der Ber liner Socialdemokratie alr Hauptaufgabe überwiesen war. Die Verhafteten haben in der Oeffentlichkeit nur wenig gewirkt, so daß ihre Gestnnungrgenossen annehmen durften, daß jene alr hervorragende Parteigänger ^r Soc a d mo ktatie der Polizei unbekannt seien. Die Aufhebung des socialistifchen Central C-mitös hat gezeigt, daß dies ein Jrrthum war. Die bevorstehende Ersatzwahl »um Reichstage in der Stadt Straßburg, für den verstorbenen Abg. Kablö hat zu ein» b dauerlich n Spaltung unter den dortigen Alldeutschen gesührt. Von einem Theile d rsAben iß im Vereine mit den gemäßigten Elsässern der eingeborene Rechtsanwalt Petri wiederum alr Candidat ausgestellt worden, welcher schon am ~1. Februar geg Kablö candidirte und die immerhin ansehnliche Minoerheit von ca. 6000 Stirn men erzielte. Ein anderer Theil der Altdeutschen Straßburg« will letzt aber von einer elsässischen Candidatur, selbst wenn der Betreffende der versöhnlichen Richtung angehört, wie Herr Petri, nichts mehr wissen und da man wahr- « W ... Mi MM M 7 «•* - IBM?. 22 ---Betreffend Drainirung in der Gemarkung Bettenhausen• h Diese Candidatur hat selbstverständlich keinerlei praktischen MS-SSS ■^«Bs-äESs «M»--- Uta »«« «*•»«. -‘»f'Ä’Si, szrÄtfÄ "-«* **. nachhaltig verhindern werden.________________ Deutschland. Darmstadt, 20. Juli. Es. Königl. Hoheit der Großherzog haben Sss.ämsbSsH vorgenommen werden, daß der Name (oder Firm ) Bestimmung, gegeben wird. Nach amtlicher Erläuterung ist der 8«w“e|“ deutlich die Aufschrift nicht irgendwie beeinträchtigen zu lass , on gh„ung,.Angabe zu erhalten. Das Vorhandensein einer kurzen Namen,- ------ ' —----- “ Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Gemäß dem Gesetz vom 2. Januar 1858, die ^»Mennige,00” w? n v. einer Anzahl Grundbesitzer von Bettenhausen Pläne über tVeneicknitz der Betheiligten, nähere Darlegung des Unternehmens und :Seitenbauten gelegenen Äugust°bis September^l. I. auf dem Bureau der Großherzoglichen Bürgermeisterei fflSufR Ächt der Betheil^ten offengelegt. K, UM ita ta ,. 3„ Sormi«.«« »on 10-12 M>-, - - SÄ’ä ‘ä* S ÄÄSSXÄ'Ä. »<•* °° Ä »w«. »->* feW.S'Ä.’Ä »il werden, oder welche, ohne im Plan und in der Stimm- ?» ä ä ä '“”ta ÄS fpttm'SZrWIlgun« «>.iW,ta. mtnW «6«»«- M-g-«« NW loren, während sie als nicht bestellbare Sendungen behandelt werden. - ,r Berlin, 20. Jul! Eine Begegnung des Kaisers Franz Josef mit dem Kaiser Wilhelm gelegentlich der Gasteiner Badekur gilt als zweifellos; ob eine solche in Gastein oder in Salzburg oder sonstwo statlfindet, ist noch nicht bestimmt und von den Wünschen des Kaisers Wilhelm abhängig gemacht. — Der russische Botschafter Graf Schuwalow ist von Remplin hierbei zurückgekehrt- ’ Oesterreich. Wien , 20. Juli. Dem „Fremdenblatt" zufolge könne es schon heute als ausgemacht gelten, daß der Versuch der bulgarischen Deputation, den Kobur- ger zur Abreise nach Bulgarien zu bewegen, an den bekannten bestimmtesten Erklärungen der Prinzen gescheitert sei. toi Mti t-A pkii Mt & fe rss bää anschlagt. ' Schaden wird auf mehr als eine Million Dollars ver- Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. geftorbefr^^^ 20* Der bekannte Schiffsmakler August Bolten ist in Fulka" nicht in L ftotL preußischen Bischöfe findet am 10. August Bad Gastein, 20. Juli. Der Kaiser nahm um 8 Uhr das erste Bad und machte um 10 Uhr eine Spazierfahrt nach Böckstein. , ., Wien, 20. Juli. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht den zwischen Oester- reich-Ungarn und Dänemark abgeschlossenen Handels- und Schifffahrts-Vertrag. ,, s r20- Juli. In der gestrigen Versammlung der conseroativen Mit- h -*rCrffbetl)Cr frfer fr Parlaments theilte Lord Salisbury mit, die Regierung habe um den liberalen Unionisten entgegenzukommen, in der irischen Boden- gesetzbrll ZuMandmffe zu machen, welche den Wegfall der Bankerottsklausel und eine provisorische Revision der gerichtlich festgesetzten Pachtzinse umfassen. , , ... Das Unterhaus nahm die Regierungsvorlage zur Förderung und Errichtung ?urlter £cfun0 ön- Hart Dyke wies bei Einbringung der Vor? läge auf dre ^lchtigkeit der Frage in Betreff eines besseren technischen Unterrichts bin zu^überflügelm^^ 9 at onen ermöglicht habe, England in einigen industriellen Zweigen c Paris, 20. Juli. Senat. In dem heute dem Senate vorgelegten Berichte "ber die Vorlage, betreffend die versuchsweise Mobilisirmig fn sfr1 v* e Commission nur die finanzielle Frage in Be^ zöge, sowurde sie dre Vorlage ablehnen; aber da die Ansicht der Militär-Com- nAhmP hfrfr Erläge eme günstige sei, wolle die Commission nicht gegen die An- nahme derselben em Die Berathung wurde auf morgen fortgesetzt " in Paris Deputirtenkammer berreth die Frage, betr. die Anlegung einer Stadtbahn daris, 20 Juli. Dem hiesigen päpstlichen Nuntius ging ein an die Nuntien gerichtetes Rundschreiben Rampolla's zu, welches die in der Presse und Im italienischen Vanste?^s ST" Äußerungen richtigstellt. Die Anerkennung der Anrechte des frfr ®ebin0iin0 der Versöhnun0 mit Italien ausdrücklich bean- Ngenthumsrechte des Papstes als weltlichen Herrschers könnten durch Nicht PtFlTTT17f rtnflPOT"iWprr mIxt m■ ,. - . i^CCbte genommenen Argumente mcn,0cr i^stört werden. Tic Unabhängigkeit und C9 v.tußen Stuhles konnten nur gesichert werden, wenn ihm allein eine wirk- I ^fr^urantie der territorialen Souveränetät gegeben würde. Der Papst welcher I b°? des souveränen Besitzes entkleidet sei würde nur eine 7elattve sfr 0Cmem?* Dieselbe würde immer verletzlich und illusorisch sein Der I 2lffinUt?V'T geistige Macht nicht so ausüben können, datz dieselbe gegen jede Ein- I ^den materiellen moralischen Druck geschützt wäre. Zum^ Schlüsse weist I v fr fr *deu darauf hm, daß die italienischen Minister durch die Erklärungen ! Ü n frC frfr5 fcin Bedürfniß einer Aussöhnung mit d^em | $nh «rr fr fr herrschenden Anschauungen im Widerspruche ständen Wenn I die italienische Regierung die väterliche Einladung des Papstes nicht an Sg"urMfaUen$eran,”Ortlid,felt fär bic[c Weigerung gou/auf bkttalienifche 20. Juli. Nach amtlichen Mittheilungen aus Saigon herrscht in Cam- I fcobga, entgegen anderen Nachrichten, vollständige Ruhe. Siootha von den Partei- I tdjeinli»ftanb San9erIt § fur 8cflott- °inc ärztliche Unterfuchung desselben ist wahr" Zn den Handelskammerberichten, HSSWMZS ßAMMSSM fitf nmgVies^u'im tÄ ®^?h7nt^^nÄLn„ir im« , der „Restauration zum Hahn" (in de? Spiegelgasse gelegen ' ,m@flQle 1. Begrüßung der erschienenen Delegirten und Gäste.' 2. Feststellung der Geschäftsordnung. 3. Definitive Festsetzung der Tagesordnung. J‘ des IV. deutschen Tischlertages. 9 q des Vorstandes über das Verbandsjahr 1886/87 «i- s«. 7. Das Verbands:Fachschulwesen. q über den Stand der Frage der Gefängnißarbeit. I?’ Gesellen-Legilimationswesen. w*” *“ anhall-n z^könnm "acL^l^b^ « Bunb°sinnung-v zur Erfüllung bcr PflW Dcl-girk zu beschicken/ b S 13 be5 ^unbesstaluls b-n beulschen Tifchlerlag durä Gießen, 21. Juli. sMilitär-Concert.^ Nächsten Samstaa und t anftaltet Me ^abeDfe be§ 1. Schlesischen Husaren-Regiments Nr. 4 im Ä8 Dtt: ^iener Hof zwei Concerte, auf welche wir schon heute aufmerksam mack-n ^ fb,^?blle erfteut sich eines ausgezeichneten Rufes und hat in aü ben selche sie bisher auf ihrer Concertreise berührte, höchste Anerkennuna nehm?1 Tnn?M"e:iltI0g.3ci.t ’™ Tivoli zu Hannover staligehablen Eoncerte sch/eibt das Tagebl. Dre beiden Gastspiet-Concerte der Kapelle des 1. Schlesischen Regrments Nr. 4 unter Leitung des Herrn Kapellmeisters Wallasch fanden DD^t rkichsten Wetter, statt. Das zahlreich erschienene Publikum zollte ben ^?^zeichveten Leistungen der Kapelle, unter denen namentlich auch verschleden-^?!^ ^esonders hervorgehoben zu werden verdienen, lang anhaltenden ? Kapelle sich rhrerserts durch Zugabe mehrerer effektvoller Erlrnn, bestens revanchirle. Das Gastspiel berselben stellte sich ben besten zur Scsk mtge^en.^°^""°E" bem fur nä*ften Sommer in Aussicht gestellen Sßiebethmm« cy verringert, so giebt es Lärm, Streit und schließlich bleibt d»« m früheren großen Entgegenkommens fort. Bietet aber ein nrn6,a§ Publikum tm Sk Zur Verfügung stehendes Kapital die Möglichkeit bie niebdaenUm dann tft doch der Gewinn so gering, baü ernff inm9?F.^CVc QUMt haltniß steht. Reelle Waare muß auch reellen Werth iLepJ11 in keinem heutigen Zeitverhältnissen wahrlich ni?drig genügt ift UÄ M sein Möglichstes, um einen Absatz zu erzielen aber ^chaftsmann thut wie ihn seine Geschäftsunkosten erfordern, zu' arbeiten bas kann^m^^ Ubiern ' ’u^u^n» bas barj auch Niemand tbun, wenn er bie e?gene PoMon S will. Das Unterbieten ber Preise führt nicht zu einer banprnhVJ untergrab " am Enbe zu einer Vertheuerung, benn nur eine wirkttch^^letstunaMb^^ vermag entsprechenbe Prei e zu halten. rei,lungssahige ^nbuftir» W . 9r VM __rx -jt .. t. _ 11148 . iJ & 3" w W' > • k' 1£ & Am allerschlimmsten stehen bie Geschäftsleute hn geringer Fachkenntniß übermäßig billig arbeUen we?^-^^ °us z, i" <-»-->-» .«b «- s".»fi*aa asÄÄiz,’z?äs? -4 in den Fingern haben. Mit ein paar hundert Thalern wird ein solches m.Ää^uhrt. Daher sehen wir auch, wie so mancher billige Producent Sfr uich Publikuur rühmt, er mache ein brillantes Geschäft, am Ende doch ge.wunop?? beschatt zu schließen. Das sollte eine Mahnung zur Vorsicht unb Sn9PnVft'fe5c ohne genaue Erwägung ber einschlagenben Verhältnisse unb ber eigefr^Ä!"/^ auch im kleinsten Geschäft kein Schritt gethan werben. Ö Ära^ foQrt EÜ5 rsri b:| fr*1 ;r.)fc LÜstli Ul * -" e * 1ÜI i r rfli . & tilg -JÜ*1 ug >g 'C.-^ -'s Id - \'^‘ ■ffl* Un^ ^Erdienste an höchster Stelle gebührend anerkannt worden sind. Für die Fortführung des großartigen Industrie-Unternehmens im Geiste seines Schöpfers bürgt neben der Person des jetzigen Eigentümers die außerordentlich glückliche Verfassung “n®,P“1®m”“ntoun8, die Alfred Krupp der Verwaltung des Werkes bei Zeiten gegeben hat.Lfodaß. Dank dieser Einrichtung, eine festgefügte Körperschaft von höchst befähtglen, ausgezeichneten Beamten, die zum Theil früher dem höheren Staatsdienst angehörten, ?nci Unternehmens steht. Das letztere besaß, obgleich im Privat besitz bestndllch, eine zeitlang auch für die Börse eine größere Bedeutung, da die Firma Friedrich Krupp im Jahre 1874 eine öffentliche Anleihe von 30 000 000 JL aufnahm, Me, Mit 5pEt. verzinslich und mit lOpCt. Zuschlag bis 1883 rückzahlbar, 1879 in eine Joldie mit längerer Tilgungsfrist umgewandelt wurde, seit 1. April 1886 aber ganjltd) getilgt ist. Dieses Anlehensgeschäft gibt einen gewissen Maßstab zur Beurteilung des Besitzes von Krupp, welcher einer der allergrößten Steuerzahler Preußens war.__ Handel und Verkehr. Limburg, 20. Juli. Rother Wetzen pro Malter JL 16.70, pro 100 Kilo 00.00, weißer Weizen pro Malter 00.00, pro 100 Kilo JL 00.00, Korn pro Malter JL 10.65, pro 100 Kilo 00.00, Gerste pro Malter JL 0.00, pro 100 Kilo JC. 00.00, Haier pro Malter 6.50, pro 100 Kilo JL 00.00, Kartoffeln d 100 Pfund 0.00, Erbsen ä 100 Pfund Jü 00.00 Frankfurt, 20. Juli. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JL 0.00—0.00, das Gescheid 6—10 4, Eier das Hundert JL 0 00—0.00, das St. 5—6 4, Butter im Großen JL 00.00—00.00, im Detail das Pfund JL. 0.90 bis 1.10, Weißkraut per Stück 25 -00 4, Rothkraut per Stück 00—00 4, Kohlrabi per Stück 5—6 4, Ochsenfletsch per Pfund 45—70 4, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 4, Kalbfleisch 40-55 4, Schweinefleisch 65-75 4, Hammelfleisch 50-65 4, 1 Hahn JL 0.70-1.60, 1 Huhn JL 1.00—2.50, 1 Ente JL 2.00—3.50, Gans Pfund 50—70 4, 1 Taube 40-60 4. Welsche .X 12.00- 00 00. WWHHEte die Festgenoffen und brachte das Hoch auf den Kaisc aus, worauf u 1QjflfinimlbDmne angesttmmt wurde. Der Rector, Prof. v. Ltßt, dnkte dann der d« Namen der Universität. Vicebürgermeister Siebert verlas daauf drei Tele- die an den Kaiser, den Kronprinzen und den Prinzen WilUrn abgesandt Landgerichtsrath Gleim stellte in launiger Rede den Tausendstn vor, einen ©tub der Theologie und Geschichte. Mit eintretender Dunkelhet wurden die » Siebenen Plätze in geschmackvollster Weise beleuchtet, worauf bann deiTanz begann, ?nt ficb die Jugenb bis nahe an Mitternacht hingab. Ein beraufsteigedes Gewitter teibann dem durch keinen Mißklang getrübten Feste ein Ende. T M __ r^ifreb Krupp.j Dem Andenken des am Donnerstag aus Km Leben ge- wiebenen Geh. Commerzienrath Alfred Krupp widmet auch die ,jt. Z." einen smaeren Nachruf, dem wir Folgendes entnehmen: In einem langen, arbeitsreichen Kn war es ihm beschicken, die denkbar größten Erfolge auf großgewerblchem Gebiete, „ mentlich in der Anfertigung von Stahl und Stahlerzeugnissen, zu erziien. Was in iiflbcreii Jahren Borsig in Berlin für die Maschinenindustrie, insbesomere für den Lomotiobau war, das wurde in einer den vorgeschrittenen Verhältnissen entsprechenden Säife Krupp für das Stahlgewerbe und in erster Linie für die Geschäzanfertigung. Kanonen-Krupp" ist in ganz Deutschland ein volkstümlicher Begüf, aber weit Lr die Grenzen des Heimathlandes, ja selbst über diejenigen der ciottfirten Welt beraub ging der Ruf seines Namens. Dieser Name verkörperte gewissermaßen die Lye gewaltige Entwickelung des neuzeitlichen Heerwesens, welches in den weit- Lj-enben leichten Feldkanonen und in den Kolossal-Geschützen für und gegen Be- ftfiiQiiiiaen und für Kriegsschiffe seinen überwältigendsten Ausdruck gefunden hat. So ifi ber A'ame des Verstorbenen auch mit unseren größten nationalen Ereignissen für atie Zeilen untrennbar verbunden, denn Krupp'sche Kanonen waren es, die in der «mtzm Zahl ber Schlackten bonnerten, welche zur Herstellung und Festigung »er Einheit Deutschlands in ben 60er und 70er Jahren geschlagen werden mußten. Krupp'sche Simonen bildeten auch noch jüngst den Gegenstand eines kaiserlichen Geschenkes, welches brr greise Siegesheld in der deutschen Reichshauptstabt dem Sultan von Sansibar nd)le. Fast bas ganze Europa, mit Ausnahme ber Großstaaten Frankreich und Lnglanb, besitzt Krupp'sche Geschütze und hat großenteils das System derselben zur (iTunhlafle für seine eigene Geschützanfertigung gemacht. Zu den treuesten Geschästtz- fmmben ber Firma Friedrich Krupp gehört auch die Türkei, für welche bis in die rrruefte Zeit von dem Werk ansehnliche Bestellungen ausgeführt wurdm. Die Kanonen- iWiflung umfaßte bis zum Jahre 1885 200 000 Geschütze des rersckiedenartigsten Alllibers, die an 34 verschiedene Staaten geliefert worden waren. In dem soeben Lrrblichenen hat der Staat einen seiner hervorragendsten Bürger veroren, 'dessen Be- Gottrsdienst brr israelitischen Nrligionsgescllschaft. Donnerstag Abend 7Vr Uhr, Freitag Morgen 6V2 Uhr. Wärmegrade der Ladn und der Luft nach Rcoumur aemessen am 21. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Ubr: Wasser 17 Grad, Luft im «Schatten 18 Grad. L. Ebr. Rübsamen. Allgemeiner Anzeiger. Ernte- Versteigerung. !Die am 16. d. MtS. abgehaltene Versteigerung ist nicht genehmigt werden, es sollen daher Lawstag den 23 d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, mhverzeichnete Früchte des land- NNhschaftlichen Versuchsfeldes, näm- °2 Morgen Winterroggen, :1 Morgen Hafer, ir Adtheilungen von je einem Morgen, au Ort und Stelle nochmals meist- bretenb versteigert werden. Außerdem kommt noch 1 Morgen tatoffdn zur Versteigerung. Gießen, den 19. Juli 1887. Wrohherzogl. Universitäts-Rentamt. Schmitt. 5448 Ausgebot. Die Lieferung des Bedarfs an Menagebedürfnissen für das untenge- mnnte Bataillon vom 1. October 1887 tis Ende October 1888 soll im Wege it-iS öffentlichen Ausgebots vergeben Trcrben. Angebote mit der Aufschrift »Angebot auf Lieferung von Menage- ^dürsnissen" sind verschloffen und portofrei bis spätestens den 29. Juli i'1 I, Vormittags 8 Uhr, an das tmtengenannte Bataillon einzureichen. Eröffnung findet an vorbemerktem Tage Vormittags 11 Uhr, durch die mterzeichnele Kommission statt. 5)ie Lieferungsbedingungen können dem Bataillons-Bureau — Lud- ^göstraße 30 — täglich während der Aureaustunden eingesehen und Abdriften gegen Erstattung der Schreib- ^zogen werden. 5454 GttveN' den 19 Juli 1887. u Menage-Kommission ^-U^E-taillonr 2. Gr. Hess. inf.-Regts. (Großherzog) Nr. 116. Bekanntmachung. Samstag den 23. d. Mts., W ® 3)!itta98 um 1 Uhr, w Jteparatur von Schreinerarsieit im u’F9 neuer Bänke und 1 Tisch ® oas Rathszimmer und Standes- netfh ■ au^ unterzeichneter Bürger- Wenigstnehmenden den 19. Juli 1887. Bürgermeisterei Albach Balser. 5483 Bekanntmachung. Die Abfuhr des in Licher Gemeindewald noch lagernden Brenn- und Bauholzes wird hiermit in Erinnerung gebracht. Lich, den 20. Juli 1387. Großho?zogliche Bürgermeisterei Lich. ___________________________Walz._______________________5489 Empfehle meinen werthen Kunden mein vorzügliches, genau nach Münchener Art eingebrauted „dunkles Expoilbier“. 5181 Fr. Textor, Hardt. Beste weisse Kernseifen, Schmierseifen, Z Nielsen - und Hoffmann'S - Stärke, Creme- und Mack S Doppel-Stärke, Soda, Waschblau, Fettlaugenmehl, Borax, Wach-, Stärkeglanz re, empfiehlt in nur besten Qualitäten und zu Migftat Preisen Ferd. Drebes, Marktplatz 21. Die mit 22 goldenen Medaillen und Ehren-Diplomen prämiirten Choeoladen und lösliche Caeaopalver, ebenso Baron Liebigs Malto-Leguminosen N^dr- und Gesundheitspräparate aus der altrenommirtcn Fabrik von Starker & Pobuda, Königl Hoflieferanten in Stuttgart, bringe hiermit nach ärztlichen Kundgebungen als anerkannt bestund reellste Fabrikate der Gegenwart in empfehlende Erinnerung. 3890 419 Die seither von €>errH~^T leerer Spamer bewohnte erste Gage ’ Vorderhaus-, 5 Zimmer, Küche un§ behor, per 1. October b. I. zu vermiß, __Restauration zum Wiener ‘ 43,29] Schöne Wohnung, 5 Zimms-- Gobinet und alle Bequemlichkeiten >» J" ^°n,__Bl-lchftra^ r 5155] Mansarde zu verm. Schnitz^ .5077 An eine ruh Familie^A^ nnt Zub. zu oermiethen. Seltersm^? , , /992 Das von Herrn Dr. Rotb^'i letzt bewohnte Zimmer ist wieder iu mlethen und kann vom 15. ^uli zogen werden. Alicestratze^b iri ~4235 Gartenstraße 27: bei Zimmer, 21: sieben Zimmer zu veTmi^ ' 3455 Der 2. Stock meines HaüsetziL mer rc.) zu verm. Dr. Dornseiff, 5444 Ein Neines Logis, per 157^l i' beziehbar, zu oermiethen. M. Kann, Marktftraik 5414] Logis, in schönster Zimmer mit Zubehör, per 1. Novell oder früher zu verm. Rodheimerftr 1L 52t2 Der ' Stock, 4 ZimHsA behor, per September zu oermiethen. t erfragen Asterweg 50, Hinterhaus, 4993 Die zwei von Herrn t-r. ftZ : bewohnten Zimmer sind wieder aair~ ' weitia zu oermiethen und können »- 15. August an, event. auch etwas früh bezogen werden. Alicestraße 25 iu 5331 Ein schönes möblirtes Zimce zu oermiethen. Wittwe Appel, r-i/fr., straße^Riegelpfad) 41. 4963 Ein möbltttes^Zimme?^?^ lvrethen. Sudanlage 7 iv, 5503 Eine Schreiner-Werkstätte oder sonstiger Parterreraum nebst -kleiner Familienwohnung zu miethen gesucht- —Offerten an die Exp. d- Bl. erbeten. 5511 Ein braves Dienstmädchen mit ! guten Zeugnissen gesucht. i Näheres in der Exped. d Bl. Guter bürgerlicher - Mittagstisch ä 40 Pfg. Restauration Taunus» 5425 Brandgaffe 8. 5423 Ein braves Mädchen auf sofort gesucht. Brandgasse 8. 5497] Ein gut empfohlener junger Mann, der in einer hiesigen Colonial- waaren-Handlung gelernt und in anderen Geschäften thätig war, sucht anderweitig Stellung als Versender oder sonstige Beschatt,gung auf einem Comptoir unter be- scheidenen Ansprüchen. Offerten unter R. 750 an die Exped. d. Bl._____________ Fumpensortirerinnen sowie mehrere Arbeiter sucht 4988 Hermann Hess, Bleichstraße 2. 5424 Ein schönes Vereinslocal abzugeben. Restauration Taunus, _________ __Brandgasse. 5236] Ein Eifen., Material- und ?nOlSWtaltt,^ar