Nr. 117. Zweites Blatt. Sonntag den 22. Mai 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Butt Am Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». ^rrid Hertel jähr! ich 2 lUort 20 Pr mit Brmgerlod». ° Auift) btc Pott bi’ioqai viertellädlüch 2 Ittark 50 Pt. Wochen - Uebersicht. Gießen, 21. Mai. Der parlamentarische Schwerpunkt der Woche lag weniger im Reichstags-Plenum als vielmehr im Ausschüsse desselben für die Borberathung der Branntweinsteuer-Vorlage. Bis Mittwoch waren die drei ersten und grundlegenden Paragraphen derselben seitens der Commisston erledigt worden und zwar § 1, der die Steuer auf O.öO, resp. 0,70 J4 für den Liter Alkohol festsetzt, durchaus unverändert nach den Regierung- Vorschlägen, während § 2 (Zahresbemessung des nach dem niederen Steuersätze herzustellenden Bcannt- weiN'QuantumS) und § 3 (Eintritt der Abgabepflicht) mit einigen Abänderungen, welche den von agrarischer Seite geäußerten Wünschen entgegenkommen, genehmigt wurden. Die Verhandlungen erwiesen sich als sehr complicirt, da von verschiedenen Seiten zahlreiche Amendements eingebracht worden waren, von denen aber die große Mehrzahl schließlich theils abgelehnt, theilL wieder zurückgezogen wurde. Im Allgemeinen berechtigt der Verlauf der Commissions-Verhandlungen zu der Annahme, daß der Entwurf auf Grund eines Compromiffes zwischen den beiden conservativen Fraktionen und eines Theiles des Centrums, sowie der Nationalliberalen die Zustimmung de» Reichstages finden wird, nur ist es wieder ungewiß geworden, ob die Specialberathung der Vorlage im Plenum wirklich noch vor den Pfingstferien zur Erledigung gelangt, da sich die Commissions-Verhandlungen doch mehr in die Länge ziehen, als ursprünglich angenommen wurde. Hiervon dürste auch die parlamentarische Behandlung der Zuckersteuer-Vorlage beeinflußt werden, indem jetzt kaum noch Hoffnung vorhanden ist, dieselbe in erster Lesung noch bis Pfingsten erörtert zu sehen. Au» den übrigen noch versammelten Commissionen des Reichsparlaments sind die Beschlüsse der Commission für die Innungs-Vorlage hervorzuheben, durch welche die von nationalliberaler und freisinniger Seite gestellten mildernden Amendements abgelehnt und dafür die vom Abg. v. Kleist-Retzow vorgefchlagenen verschärfenden Bestimmungen angenommen werden; die letzteren laufen im Wesentlichen darauf hinaus, daß in gewissen Fällen die facultative Berechtigung der höheren Verwaltungs-Behörde zur Ueberweifung erweiterter Befugnisse an die Innungen obligatorisch gemacht wird. Die Plenar-Verhandlungen des Reichstages boten in dieser Woche im Allgemeinen nicht viel Bemerkenswerthes dar. Einestheils pausirte das Haus an zwei Tagen, anderntheils macht sich aber schon eine gewisse lieber* müdung geltend und wenn nicht gerade wichtige Gegenstände zur Debatte stehen, weist das Haus schon bedenkliche Lücken auf. Höchstens wäre aus der Mittwochssitzung die Debatte über das Schächten der Schlachtthiere zu erwähnen. Anlaß hierzu gab die Petition der deutschen Thierschutzvereine, das Schächten der Thiere zu verbieten, denen eine Massen-Petition jüdischer Gemeinden entgegengesetzten Sinnes gegenüberstand. Die ziemlich eingehende Discussion hierüber streifte selbstverständlich wiederum die Judenfrage und der sattsam bekannte antisemitische Abg. Böckel spielte in den Verhandlungen abermals eine recht groteske Rolle; die Debatte selbst endete mit Uebergang zur Tagesordnung über die auf das Schächten bezüglichen Petitionen. Der bayerische Landtag wurde aufgelöst; die Urwahlen finden am 21. Juni, die Abgeordnetenwahlen am 28. Juni statt. Die bayerischen Land- lagswahlen erregen diesmal ein besonderes Interesse, weil sich die National- liberalen und die Freisinnigen zu einem gemeinsamen Anstürme gegen die klerikale Mehrheit der bayerischen Abgeordnetenkammer verbunden haben. Der deutsche Colonialbesitz hat sich durch die Einfügung der ander Küste von Kamerun gelegenen Amasbay erweitert. Dieselbe war bislang im englischen Besitz, wurde aber am 2. d. Mts. in feierlicher Weise von England an das deutsche Reich abgetreten. Von deutscher Seite war al» Vertreter der Regierung der Kanzler für Kamerun, Herr v. Puttkamer, von englischer Seite Consul Hewett als Regierungs-Vertreter erschienen, außerdem wohnten dem Acte der Uebergabe ein englisches und ein deutsches Kanonenboot bei. Den Beschluß der Feier bildete ein Frühstück in der Woermann'schen Faktorei, zu welchem sowohl von deutscher, wie von englischer Seite zahlreiche Teilnehmer erschienen waren. Mit Besorgn.iß richten sich die Blicke, wie schon im vorigen Frühjahre, so auch Heuer wieder nach Belgien, wo abermals der Geist der Unzufriedenheit durch die Arbeiterschaft schreitet. Von den Agenten des Brüsseler Central - Stnke - Comitös ist ein allgemeiner Strike der Kohlengruben - Arbeiter des südöstlichen wie südwestlichen Belgiens organisirt worden, bei dem jedenfalls neben den wirthschaftlichen auch politische Motive mit unterlaufen, denn die socialiftischen Hintermänner des Comitös sollen beabstö tigen, durch den Strike eine Pression auf die Regierung zu Gunsten des allgemeinen Stimmrechtes auszuüben. Zu größeren Ausschreitungen seitens der Strikenden ist es bis jetzt nur in La Croyöre gekommen, wo sich ein energisches Eingreifen der Gensd'ar- merie gegen einen etwa 1000 Mann starken Haufen von Tumultuanten noth- wendig machte. Es kam zu einem blutigen Zusammenstoß zwischen der bewaffneten Macht und den Arbeitern, wobei von letzteren zwei getödtet und mehrere verwundet wurden. Die Regierung kargt allerdings nicht mit umfassenden mllitärischen Vorsichtsmaßregeln, aber die Situationsberichte aus Belgien lauten trotzdem noch ziemlich pefstmistifch und es läßt sich nicht verkennen, daß die Lage fortdauernd eine sehr kritische ist; vielleicht dürfte schließlich auch die Stellung de» Ministerium» Bernaert'r von der Strikebewegung beeinflußt werden. Dem Deutschthum in Oesterreich droht schon wieder eine Gefahr, die sehr ernst genommen werden muß. Wenn die Prager „Politik", das bekannte deutschgeschriebene Czechenblatt, recht berichtet ist, soll das Cabinet Taaffe endlich zu dem Entschlüsse gelangt sein, den mährischen Landtag aufzulösen. Auf demselben haben die Deutschen noch die Mehrheit und ganz augenscheinlich zielt die signalisirte Maßregel des Grafen Taaffe auf die Umwandlung der bisherigen deutschen Mchrheit in eine czechische Mehrheit, wie es seinerzeit in Böhmen gemacht wurde. Es bleibt noch abzuwarten, ob diese neueste Wendung der Taaffe'schen Versöhnungspolitik den gewünschten Erfolg haben wird, denn in Mähren gibt bei den Landtagswahlen der Großgrundbesitz den Ausschlag und jener befindet sich weit überwiegend in den Händen der Deutschen. Hoffentlich werden die deutschen Großgrundbesitzer tactsest bleiben, wenn von Seiten der Regierung versucht werden sollte, dieselben durch allerhand Versprechungen der deutschen Sache abspenstig zu machen. Im Czarenreiche zieht gegenwärtig die Reise der Kaiserfamilie nach Südrußland die Aufmerksamkeit auf sich. Am Dienstag ist das Kaiserpaar nebst dem Großfürst - Thronfolger und dem Großfürsten Georg in Nowo- Tfcherkask angekommen und ging die Reise ohne jeden Unfall von Statten. Nowo-Tscherkask ist die Hauptstadt des dänischen Kosakengebiets und hier ist der Großfürst - Thronfolger durch die feierliche Ueberreichung des Hetmansstabes zum Hetman ober Oberhaupt der dänischen Kosaken ernannt worden, wodurch man hofft, die Kosakenstämme des südlichen Rußlands noch enger an das russische Kaiserhaus zu fesseln. Die Kaiserreise ist indessen unter seltsamen Omen erfolgt: In Petersburg wurden fünf der zum Tode verurtheilten nihilistischen Verschwörer gegen das Leben des Czaren hingerichtet und in Astrachan ward der dortige Gouverneur, General v. Ceumern, von einem der Gouvernements-Beamten erschossen; doch soll es sich bei letzterem Vorgänge nur um einen Akt persönlicher Rache handeln. JJn die Berathung der irischen Zwangsbill im englischen Unte^aufe kommt jetzt ein etwas frischerer Zug. Am Dienstag wurde nach einer zehnstündigen Debatte der erste Paragraph der Bill unter Ablehnung sämmtlicher Amendements gegen die Stimmen der Gladstonianer und Par- nelliten angenommen und am Mittwoch wurde der zweite Paragraph, welcher die summarische Jurisdiktion auf gewisse Fälle ausdehnt, thellweise erledigt. Auch bei diesem Paragraphen mußten eine ganze Reihe von Amendements, welche die Opposition eingebracht hatte, um die eigentliche Debatte zu verschleppen, erst erörtert werden, doch wurden die Amendements in zum Theile ziemlich summarischer Weise erledigt, resp. abgelehnt; die ganze Vorlage dürste sonach noch vor Pfingsten in zweiter Lesung zur Annahme gäangen. Am Sonntag, den 22. Mai, findet in der Londoner St. Paulskirche ein parlamentarischer Dankgottesdienst anläßlich des bevorstehenden 50jährigen Regierungsjublläums der Königin Victoria statt. Die neuen Hafenanlagen in Main;. (Nachdruck verboten.) Mit Schluß des laufenden Monats wird in Mainz ein Bauwerk vollendet sein, von dem sich nicht nur die lebensfrohe Rheinstadt für ihren Handel große Vortheile verspricht, sondern welches unter Umständen für die merkantilen Verhältnisse von ganz Süd- und Mitteldeutschland bedeutungsvoll werden kann. Nachdem Mainz in Folge allzu engherziger und von einem falschen Sparsam- keitsprinctp geleiteten Verwaltung allmälig die Bedeutung verloren hatte, die ihm durch seine Lage an zwei großen Flüssen und inmitten des Knotenpunktes eines der wichtigsten Eisenbahnnetze Deutschlands naturgemäß zustand, gab zunächst die alsbald nach dem Kriege von 1870/71 begonnene Erweiterung des Festungsgürtels Veranlassung, Mittel und Wege in Betracht zu ziehen, um die Rückwärtsbewegung des Mainzer Handels zu hemmen. Um die Wurzel des Uebels zu finden, bedurfte es keiner großen Ueber- legung und man erkannte sofort, daß, wenn der Mainzer Handel wieder concurrenz- fähig werden sollte, in erster Linie die Einrichtungen zu schaffen seien, welche die Nachbarstädte zur Erleichterung des Handels in aller Stille getroffen hatten. Als solche Einrichtungen war in Mainz vor Allem eine innige Verbindung der Stadt mit der Bahn und mit der Schifffahrt, sowie ein großes Zolllager anzustreben. So rasch man die Fehler erkannt hatte, so groß waren auch die Schwierigkeiten, die sich einer Beseitigung derselben gegenüberstellten. Neben den nicht zu gering zu betrachtenden financiellen Bedenken bot zunächst die auf dem Nheinufer längst der Stadt ruhende Servitut des 1. Festungsrayons große Schwierigkeiten, indem das Rayongesetz innerhalb des 1. Rayons nur Bauten in ganz leicht zu beseitigenden Eonstructionen gestattet. Diese Vorschrift hinderte mithin die Erbauung von Kellern für ausländische Weine, von mehrstöckigen Lagerhäusern, Fruchl- speichern rc. in unmittelbarer Nähe des Stroines und ließ deren Errichtung nur hinter der cranelirten Festungsmauer zu, also an einer Stelle, die soweit von dem Ufer entfernt, daß der Transport zu und von den Lagerräumen manche Maaren gerade um so viel verteuert haben würden, daß der Handel mit denselben die Eoncurrenz besser situirter Plätze nicht hätte bestehen können. Die finanziellen Bedenken mußten schwinden in Rücksicht auf die gegebene Thatsache, daß die gedachten Einrichtungen unumgänglich nothwendig, wenn Mainz wieder in aussichtsvolle Eoncurrenz mit seinen vorangeeilten Schwesterstädten treten wolle; zur Beseitigung der technischen Schwierigkeiten bot die Beschaffenheit des Rhem- stromes Mittel und Wege, der unterhalb der Altstadt sich in drei mächtige Arme spalt . Nach langen Unterhandlungen zwischen der Stadt einerseits und den Regierungen Hessen und Preußen, dem Gouvernement und der Ludwigsbahn andererseits _ am 9. November 1880 zum ersten Male eine Commission, zusammengesetzt au; tretern der Stadt, der Steuerbehörde und den obengenannten tntereffnten zusammentreten. a . lxt. Der Commission, zu welcher Wasserbaudirector Franzlus au l - gezogen war, legte Stadtbaumeister Kreyssig sein Project vor,, »aSaJe 8 3 ' stimmung fand und welches zur Grundlage der heute geschaffenen Alltagen wuroe. Die wirkliche Ausführung der geplanten Bauten wurde mit der Wiedereröffnung des bisher geschlossenen mittleren Nheinarmes, des sich zwischen Ingelheimer und Rettbergs-Aue hinziehenden Wachsbleichenarms im Sommer 1881 begonnen. Im Herbste erfolgte die Absperrung des linksseitigen Armes durch die Erbauung eines das linke Ufer mit der Ingelheimer Au verbindenden Querdammes. Nachdem sodann noch die Spitze dieser Au durch einen Längsdamm mit dem Ufer verbunden, war die Terrainconfiguration geschaffen, auf welcher die Errichtung der projectirten Anlagen vor sich gehen konnte. Zunächst wurde der Wachsbleichenarm ausgebaut, bierauf der Floßhafen, welcher, begrenzt durch den unteren Theil des früheren linken Rheinarmes, mittelst des geschütteten Querdammes gebildet wurde. Die oberen Hafenanlagen wurden durch die mittelst einer Drehbrücke überbrückte Hafeneinfahrt in einen Sicherheits- und einen Zollhafen geschieden. Die durch diese Dispositionen für die Hafenanlagen gewonnene Wasserfläche beläuft sich insgesammt auf ca. 11 Hectaren. Der Querdamm nahm zunächst den Festungsabschluß auf, außerdem bietet er Raum zur Schüttung eines Eisenbahndammes, wenn die Ausführung des Projectes der directen Verbindung Mainz-Wiesbaden näher rücken sollte. Ein noch verbleibender Raum ist zur Anlage eines Petroleumlagers bestimmt. Längst der ganzen Hafenlinie können Maaren- und Getreidespeicher disponirt werden, welche mit Geleisen direct mit dem Eentralbahnhof in Verbindung stehen. Gegen den Strom ist die Stadt abgeschlossen durch eine niedere mit Stacketengeländer versehene Mauer, vor welcher sich eine in einer Länge von ca. 7 Kilometer vor dem ganzen Stadtgebiet ausdehnende Promenade mit zwei Baumreihen hinzieht. Als zuvörderst herzustellende Anlagen mußten in's Auge gefaßt werden eine Hauptniederlage für zollpflichtige Güter, im Verwaltungsgebäude für das Hauptsteuer- nnd Zollamt, eine Lagerhalle für specielle Zwecke der Eisenbahn, eine Revisionshalle und ein Wein- und Oelkeller. Das Hauptniederlagegebäude ist auf dem etwa 15 Dieter in den Hafen vorspringenden, von drei Seiten mit Wasser umspülten und mit auf 4- 6 m M. B. P. sich erhebenden stehendem Quai versehenen Zunge erbaut. Seine bebaute Fläche ist 2746 lUMeter und es gliedert sich aus einem Keller, einem Erd- und 3 Obergeschossen und Speicherräumen mit zusammen 14352 lüMeter benutzbarer Lagerfläche. Ein geräumiger Hof ermöglicht das Verladen der Güter und sind zunächst rechts und links in der Hofeinfahrt die Bureaus des Zollamts disponirt. Das Verwaltungsgebäude, gleich wie das Hauptniederlagegebäude in gefälligen Renaissanceformen ausgeführt, bietet in seinen oberen Geschossen Wohnräume für die leitenden Beamten, das Parterre ist wiederum für Bureaus reservirt. Die auf der Stadtseite des Quais erbaute Lagerhalle der Eisenbahn dient zur Zollabfertigung der mit der Bahn ankommenden oder von derselben dem Publikum zu übermittelnden Gegenstände, die Revisionshalle dient gleichen Zwecken im Allgemeinen. Ihr Keller, sowie der des Verwaltungs- und Hauptniederlagsgebäudcs gibt Raum zur Lagerung von etwa 7400 Oxhoft Wein. Ein separater Oelkeller hat 250 □Dltr. belegbaren Raum und gestattet die Lagerung von 2000 Gentner Oelen und Fetten. Die sämmtlichen Gebäude, theilweise von palastähnlichem Aeußeren in massivem Steinbau ausgeführt, wurden im Laufe der letzten zwei Jahre der Vollendung entgegen- gearbeitet. Es erübrigt nun noch, mit einigen Worten des Bewegungsmechanismus zu gedenken. Sämmtliche Krahnen, Aufzüge u. s. w. werden mittelst hydraulischer Kraftübertragung in Bewegung gesetzt. Zu diesem Behufe befindet sich am Eingänge der Hafenanlagen eine Eentralmaschine, die, mit einer Dampfspannung von 50 Atmosphären arbeitend, Wasser in den Akkumulator pumpt. Röhrenleitungen führen dasselbe von hier an die einzelnen Bewegungsmechanismen, wo es sich durch Cylinder in Arbeit umsetzt. Da eventuelle Störung der Eentralmaschine den ganzen Betrieb lahm legen würde, so sind deren einzelne Theile nicht nur mit besonderer Sorgfalt gearbeitet und mit reichen Sicherheitsvorrichtungen ausgestattet, sondern einzelne noch in doppelter Ausführung angefertigt. Zum Schluß sei noch erwähnt, daß die Stadt Mainz für oben beschriebenes Werk, das am kommenden 6. Juni mit einer großartigen Feier eröffnet und in Betrieb gesetzt wird, für die Ufererweiterung, Stromcorrection, Hafenarbeiten k. rc. insgesammt circa 6 Millionen JL aufgewendet hat, ein Betrag, der nur gering erscheint' wenn sich die großen Hoffnungen erfüllen, die man an die Wiederbelebung des Mainzer Handels durch die geschaffenen Anlagen knüpft. Landwirthschaftliches. Berlin, 19. Mai. Während Regierungen und Parlamente aus's Ernstlichste in Erwägung ziehen was staatlicherseits geschehen kann, der nothletdenden Landwirthschaft Hilfe und Stütze zu gewähren, zeigen die deutschen Landwirthe, daß sie nicht gewillt sind, sich darauf allein zu verlassen, sondern daß sie unausgesetzt den Betrieb ihres Gewerbes zu heben bestrebt sind. Die seit anderthalb Jahren begründete Deutsche Landwirthschafts-Gescll- schaft hat durch Vermittelung von Dünger- und ^aatgutbezug, durch Inangriffnahme der Förderung jedes landwirthschaftlichen Fortschritts, wie dies das kürzlich von dieser Gesellschaft herausgegebene erste Jahrbuch bezeugt, bereits gezeigt, daß sie auf das Ernstlichste die Förderung der Landwirthschaft in die Hand genommen hat. Zur Hebung der Viehzucht, zur Förderung der Entwickelung der landwirthschaftlichen Arbeitsmaschinen und endlich zur Sicherung der Leistung auf dem Gebiete der landwirthschaftlichen Produkte und Hilfsstoffe, beabsichtigt nun die Deutsche Landwirthschafts- Gesellschast eine Reihe von Ausstellungen zu veranstalten. Dieselben werden in einem Turnus von 12 Jahren das ganze Deutsche Reich berühren und man hofft auf diese Weise den Samen eines gesunden landwirthschaftlichen Fortschritts in ganz Deutschland auszustreuen. Die Gesellschaft will auf ihren jährlichen Wanderversammlungen nicht nur mit Worten wirken, sondern in den gleichzeitigen Ausstellungen auch mit der That zeigen, wie es anzufangen ist, um im Wettbewerb der Nationen in der Produktion von- Nahrungsmitteln vorn an zu bleiben. Der erste Versuch einer solchen Ausstellung wird in Frankfurt in den Tagen vom 9.-13. Jmtt d. I. gemacht werden. Der Gedanke, in der alten Kaiserstadt die wieder geeinten Stämme des Deutschen Reiches zu einer großen nationalen Ausstellung einzuladen, wurde von vornherein in Süd- und Mitteldeutschland mit Freude und Wohlwollen begrüßt.. Staatsregierungen, landwirthschaftliche Körperschaften und Vereine beeilten sich, der Gesellschaft zu den eigenen Mitteln größere Summen zu Preisen zur Verfügung zu stellen und mehr als das bemühten sich die landwirthschaftlichen Vereine, die Beschickung auch Seitens des dort vorwiegenden Kleinbesitzes zu ermöglichen. In vielen Theilen der Viehausstellung wird daher die Ausstellung geradezu als eine bäuerliche erscheinen, ein Eharakter, den die letzten großen deutschen landwrrthschafttichen Ausstellungen in den Hansestädten durchaus nicht hatten. Die Frankfurter Ausstellung wird überdies nach vielen Seiten hin Verbesserungen im Ausstellungsweskn einführen. Vor Allem ist schon durch das Programm dafür gesorgt, daß das oft gerügte Schleudern mit Prämien nicht eintreten kann, es werden bei der Prämiirung des Viehes strenge Anforderungen gestellt, so daß hier die Züchter gegenüber den Händlern eine größere Berücksichtigung erfahren werden als das sonst wohl der Fall gewesen ist. Von Maschinen werden nur diejenigen Preise erhalten, welche geprüft werden können und außerdem nur neue gute Erfindungen. In der Produktcn- abtheilung werden, da man unmöglich das ganze Gebiet prüfen kann, nur einzelne Theile zur Prämiirung zugelassen und nur unter strengen Bedingungen. öo versucht die Deutsche Landwirthschafts - Gesellschaft neue Wege im land- wirthschastlichen Ausstellungswesen einzuschlagen; die Ausstellung soll nicht ein eiteles Schaugepränge sein oder gar ein vergnügliches Fest, sondern eine ernste Leistungsprüfung, von der Aussteller und Besucher greifbaren Nutzen haben, auf der sie Kemu- nisse sammeln können, die ihnen im eigenen Betriebe zu Statten kommen. Trotz der Neuheit des Unternehmens für die Gesellschaft wie für die Aussteller und trotz der überaus kurz bemessenen Zeit der Vorbereitung ist eine sehr vollständige Beschickung der Ausstellung gesichert; die Vorbereitungen in Frankfurt sind fertig und es fehlt nur noch die Gunst der Witterung und der Bevölkerung, um das in hohem Grade gemeinnützige Werk zum Besten der Landwirthschaft und des Vaterlandes gelingen zu lassen. Keilgeiwienes. 3963 Zwei wohlerhaltene Kinder- Wägelchen sind billig zu verkaufen. __Gartenstraße 15. la. Aepfelwein (Speierling) empfiehlt 3627 O. I^elirmund, Neuenweg 36. la. Schweizerkäfe sowie Limburgerkäfe Ramadourkäfe Edamerkäse Holländerkäse Parmesankäfe empfiehlt in vorzüglichsten Qualitäten Ferd. Drehes. 3635 Marktplatz 21. 3954 Ein schwerer fetter FaffelochS, Zum Schlachten, zwei junge zuchttaugliche Eber hat zu verkaufen _________G. Bender, Krofdorf. Rasen-Mäher neueste verbesserte Construction. Vor- räthig bei 3450 A. Kröll. Das große Bettfedern-Lager William Lübeck in Altona versendet zollfrei gegen Nachnahme (nickt unter 10 Pfund) gute neue Bettfedern für 60 Pfg. d. Pfd. vorzüglich gute Sorte 1.25 „ Prima Halbdaunen 1.60 „ „ 2763 und 2 JL „ Bei Abnahme v. 50 Pfd.siv/g Rabatt. 2W Umtausch gestattet. Allgemeiner Anzeigeri Jean Denn & CoM Giessen, Westanlage 11, empfehlen billigst, als Alleinverkäufer, die sehr beliebten Cementwaaren aus der Fabrik v. Albrecht Stein, Wetzlar, als: Viehtröge, Schweinetröge, Rinnsteine, Treppenstufen, Spülsteine, Flur- und Trottoirplatten, ei- und kreisrunde Cementröhren zur Canalisation rc. Uebernehmen Aufträge von Bauwerkstücken aller Art aus Cewentbeton. Empfehlen ferner: la. Portland - Ceurent, la. Patent- und Puzelan-Cement, Thon- und gußeiserne Abtrittsröhre», Mosaikplatten in div. Mustern.__ 3869 Strohhüte für Damen und Mädchen garnirt und «ngarnirt, Herren- und Knabenhüte, Sonnen- und Regenschirme empfiehlt in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen 3906 A Fangmann _________________________ Kirchenplatz. Garnbehälter mit eingeeetxter ünterfadenrolle in verkleinertem Maeatab. ( 3877 Ein stud. theoi. ertheilt Privat- stunden. Näh. bei der Exped. d. Bl. 3960 Ein tüchtiges ordentl. Mädchen gesucht. Marktstraße 14. Patent. > bahnbrechende deutsche Erfindung, 4m Vollkommenste auf dem Gebiete der Nlhmaschinenindustrie, ist die rotirende Zweispulen-Maschine für Familien und Gewerbe, von Junker & Ruh, welche auch den Unterfaden direct von der überall käuflichen Garnrolle näht, spielend leicht su handhaben ist und den schönsten Doppelsteppstich bildet. Niederlage bei: Theodor Hfcubach, Nähmaschinen-Handlnng, Giessen. Tapeten X Wir versenden: Naturell-Tapeten von 10 H an ©lanvjapefcn „ 30 „ „ Gold-Tapeten „ 20 „ „ in den großartig schönsten neuen Mustern, nur schweren Papieren und gutem Druck. Gebrüder Ziegler in Lüneburg. Jedermann kann sich von der äußert gewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzeugen, da Musterkarten sranco auf Wunsch überallhin versenden._____________________1445 (^fedeS Hühnerauge, Hornhaut und HsWarze wird in kürzester Zeit durch ^bloßes Ueberpinseln mit dem rühm- lichst bekannten, allein echten Apotheker Radlauer'schen Hühneraugenmittel aus der Rothen Apotheke in Pose» sicher und schmerzlos beseitigt. Carton 60 Prämiirt drei Goldene Medaillen. Depöt in Gießen bei Kritz Flimm.________________1073 Für Wirthel Vorziigl. Aepfelwein empfiehlt 3472 Ph. Lenz, Wfermeister, _____________Klein-Linden.__ 3957 Ein Acker mit ewigem Klee zu verkaufen. Fr. ZÄlch Wwe., Selter sweg. Alle Sorten IrühgemiisepflanM, piquirten Sellerie und Jauch extra stark, empfiehlt Gottlieb Helfenbein, 3961 Marburgerstraße 82. 2648 re. rc. Mouffirendc Weine, gtum, Arrac, Cognac. C- Roth II. Wallthorftratze 5, WeinwirthschastMeinhandlung empfiehlt sein Lager in reingehaltenen Weißwein pr. Flasche 80 100,12(^ IDU, ZUU /v) Rothwein pr- Fl. 100, 120, 150, 200 Tokayer pr- Flasche 2 und 3 vH Malaga pr. Flusche 2 JL Sherry pr. Fl. 2 JL Samos pr. Fl. 1.50 JL Priorato pr. Fl. 1.40 JC. TZ Specialität: Kaffee)) esse 53 Sonnenschirme in großer Auswahl am billigsten zu laufen bei 2960 J. Zufall 30 Seltersweg 30. —Weißweine: Moselwein ä Liter 70 Pfg, Rheinweine a Liter 80, 100, 120, 130, 180 Pfg , Rothweine 2 Flasche 100, 120, ISO Pfg., lofferirt in bekannter guter Qualität. A. Saame, Frankfurter Straße 11. Im Faß entsprechend billiger. 2569 Herren- und Knaben- Strohhüte in größter Auswahl, zu den billigsten Preisen, empfiehlt J. Weitzenkorn, 3092 Schulstr. 9. DorMlichen Apfelwein empfiehlt Restauration Guter, 3938_____________Wallthorstraße 33. Vertagsübernahmer belletristisch, schönwissensch. u. pop. medicinischer Werke. Dissertationen, Brochüren rc. w. preisw. hergestellt u. ev. auch f. d. Vertrieb i. Buchhdl. übernommen. 3613 Oscar Parrlelue, BerlagSbuchh., Berlin NO, Postamt 18. empfiehlt 3189 C- Roth, W a llthorstraße 5. Gin Haus 2239 mit schönem Laden in frequenter Lage ist unter günstigen Bedingungen zu oer* kaufen. __ Näheres in der Exp. b, V Maschinen Treibriemen, Binderiemen etc. stets vorräthig bei 1648___Franz Senner. Vorzüglichen Aepffelweln Itaschmbier. Einem verehrlichen Publikum em. psehle mein Flaschenbier aus ver Actien-Brauerei Gießen Export- u. Lagerbier in Vi und Vi Flaschen. Gütige Aufträge werden bei jedem Quantum frei in's Haus geliefert. Helnr» Jentzen, 50 Kanzleiberg. Selbstgkftrligte ladurte Möbel aller Art stets vorräthig zu billigen Preisen Lei Carl Steller, Schillerstr. 9. [2130 Bekanntmachung. Die Jagdpächter des Distrikts „Schiffenberg und Herrenwald" haben uns mitgethellt, daß fie in genanntem Jagdbezirk zur Verhütung der Ueber- handnahme des Raubzeugs Fangeisen und Fangbrocken auszulegen beabsichtigen. Wir bringen dies hiermit zur öffentlichen Kenntniß mit dem Bemerken, daß es sich für Waldbesucher empfehlen dürste, etwa mitgenommene Hunde, um diese vor Schaden zu bewahren, innerhalb des Waldes stets an der Leine zu führen. Gießen, den 17. Mai 1887. Grobherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. Heyer. Schulstr. 5 N. Weiler Schulstr. 5 empfiehlt sein reich affortirtes Lager in CIG ABRBN, besonders vorzügliche Qualitäten in der Preislage von 8—12 Pfg. per Stück. Kein Havanna und Import-Cigarren 3882 bis zu 40 per Stück. Cigarretten^ türkische, russische, amerikanische und egyptische. Cigarrillos, CigarreUen- u. Rauch-Tabake. Herren- null talien-Innigen in freundliche Erinnerung. Cvnfirmauden - Anzüge von 12, 18, 18-30 Mk Anfertigung nach Maaß unter Garantie. 2974 Mcyerhoff Goslar« U 3W Billige Preise. Ä Hiermit bringe ich mein gut sortirtes Lager in fi " Oberhemden Handschuhen Ä £ Corsetts ? Z Kragen 5» Z Strümpfen 5 Schürzen > Shllpsen 5 £ Rüschen g 2 in empfehlende Erinnerung. 3324 -sr d Hochachtungsvoll U M. Student, MarKtstratze 34. jl I 3MF* Billige Preise *3»© R Alle Neuheiten in 1 En-lontos sind in meinem wirklich großartigen Lager aus's reichhaltigste enthalten und empfehle solche zu sehr billigen Preisen. 3093 J. Weitzenkorn, Schulstraß- 9. _________ H. Rübsamen, Mäusburg 16 empfiehlt Oberhemden, Kragen, Manschetten, Chemisetts, Taschentücher (in Seide und Leinen), Wildleder-, Glacä- und Sommer-Handschuhe, Hosenträger, Gamaschen, alle Arten Shlipse und Cravatten, Sonnen- und Regenschirme, Kragen-und Manschetten - Knöpfe, Hosenssrecker, alle Arten Mützen, Hut- und Arm-Flore, sowie Normal-Unterkleider für Damen und Herren (System Prof. Dr. Jäger) zu Original-Preisen, Resorm-Baumwoll-Hemden (System Prof. Dr. Lahmann), alle Arten wollene, seidene und baumwollene Unterkleider, .Filet- Jacken und -Hosen, wasserdichte Regenmäntel für Dam en, Herren, Mädchen und Knaben (auch können dieselben nach Wahl des Stoffes nach Maß angefertrgt werben). Anfertigung von Hemden nach Maß unter Garantie guten Sitzes und bester Stoffe. Sommerröcke. Alles in anerkannt guten Qualitäten, reicher Aus- wahl und soliden Preisen.__^555 3915 Von der rühmlichst bekannten Prima Getreide-Presshefe aus der Fabrik der Gesellschaft für Brauerei, Spiritus- und Preßhefe- Fabrikation vormals G. ©inner in Grünwinkel-Baden unterhält stets Lager in frischester Waare die Niederlage für Gießen und Umgegend: J. Klingelhöffer, Kirchenplatz 3. 3860 Ein williger Jungk für Aus- I »856 Ein Hausbursch- aus sofort ge- gänge und leichte Hausarbeiten wird ge- I sucht von Hermann Vogt, Backer, sucht von Philipp Uh». • S-lterswcg. Zur Saison empfehle in großer Auswahl zu billigste« Preisen: Gummibälle in allen Größen,t Sprungseile, Federbaüspiele, Reife z>im Wersen und Schlagen, Schmetterlings-Netze und Sammelkassen, Botaniflr- und Brotbüchsen, Pflanzenpressen, Gartengeräthe, Gietzkännchen u. Eimerchen, Croquets u. BocciaS, Armbrüste u. Jndtanerbogen, Schaukeln für's Zimmer u. Freie, Turn-Apparate, Hängematten, Ehoralmufik Kreisel, Schiebkarren und starke Leiter- und Sandwagen re. J. H. Fahr, 3389- Sonnenstraße 25. 3202] Gut erhaltene Fenster zu verkaufen____________Marburgerftraße 13. 3736 Eine A. ti. C Clarinette'billig zu verkaufen. Kaplansgasse 21. I Iür OttMcner. Uniformen, neu und getragen, zu ver- kausen.___________________ Neustadt 6 Polstermöbel Stühle, Spiegel, Bettvorlagen, Rouleaux, Wachs-Ledertuche empfiehlt 382 W. Kutzschrad, Tapezier, Kaplansgasse 27. Köüigs-Reisslärke Unübertroffenes Fabrikat zum Stärken der Wäsche bei 1111 Emil Fischbach« Graue doppelgereinigte Federn, Pfd.^L1.30 „ Gänsefedern A2.— „ Halbdaunen ä2.50 „ Daunen ä 3.50 Ger. westf. Schinken ä 80 pr. Psd. versende in Postkolli ä 10 Pfd. freo. gegen Nachnahme. Nicht convenirende Federn und Daunen nehme zurück. 1403 A. A. Urseü, Attendorn. Gardinen in weiß, creme, sowie in Jute- und Manila-Stoffen empfiehlt außer- gewöhnltch billig Carl Stüekrath, 2217 Möbelfabrik. Fussbodenanstrich. Oelfarben, fertig zum Anstrich, rasch und hart trocknend, Leinölssccativ, zum Einölen, Futzbodenlack - Oelfarbe, nach wenigen Stunden mit schönem Glanz trocknend, Weingeissfußbodenlack, mit und ohne Farbe, sofort trocknend, Wichse für Parquet- und gewöhnliche Fußböden, 1832 empfiehlt in besten Qualitäten Fmil Fischbach« Trockenes Buchenholz in 8 cm starken Dielen zu kaufen gesucht. 3707 Minerva-Mie in Haiger. Cichen-Hauspäne verkauft Emil Schwall, 3737 (Frankfurter Hof). Apfelwein in vorzüglicher Güte empfiehlt Restauration Heldman«^ 3852 Marktstraße 22. Siegels .Sühncraiigrntod 1665 Die Mitglieder der werden zu der des 3901 I. Haustein. das Vorzüglichste gegen H p t - D e p ö t: 2076 a u Wien, I Goldfchmiedgaffe Nr. 2. RfHcM; v, Gcheyd«. s Bruck rmd Verls- der VrLHl'fchen Druckerei (yr. Ehr. Pietsch) in Gieße», 3 Ä Gardinen in großer Auswahl. Sammetreste in schönen Farben und Qualität. Tages-Ordnung. 1) Erstattung des Geschäftsberichtes pro 1886: 2) Ausschluß einiger Mitglieder; 3) Ersatzwahl der ausscheidenden Mitglieder des Aufsichtsrathes; 4) Beschlußfassung über die Genehmigung der Jahres-Rechnung und über ote dem Vorstande und Aufsichtsrathe zu ertheilende Decharae- 5) Vertheilung des Reingewinnes und 6) Veräußerung von Grundeigenthum der Bank. Der Rechenschaftsbericht pro 1886 lag der Stadtauflage der Nummer 114 Gießener Anzeigers bei. Gießen, 17. Mai 1887. do. Butzbach Grünberg Lich Wetzlar €onr» Jos. Keller» MMemgasse 48, im Hause des Herrn Dr. Weder. Gewerbebank Gießen, eingetr. Genossenschaft Der Vorsitzende des Aufsichtsrathes: Gewerbebank zu Gießen eingrlrsgene Genossenschaft Geschäfts-Eröffnung. rx £4 ^nem und auswärtigen Publikum sowie verehrlicher Rachbar- c ^^ebene Mütheilung, daß ich am Heutigen Neustadt 27 im Hause des Herrn I. Retter ein Heinrich Wallach, Jacob Steinhäuser, Carl Haberkorn's Nachfolger Emil WillemS, H. Zimmer Vit, A. Löhr. 5 Samstag den 21. Mai l. I., Abends 8 Uhr, im großen Saale des Cafe Leib dahier abzuhaltenden 28. ordentlichen Generalversammlung ergebenst eingeladen. • Specerei- und Aaschenbiergeschäst eröffnet habe und halte mich stets mit guten Maaren bestens empfohlen. 38g9 Hochachtungsvoll Äug. Lang. Alle Neuheiten in Perlgarnituren, Knöpfen, Seide, Sammet, Peluche, Atlasband, Spitzen, Schnallen rc Für Confirmanden empfehle Taschentücher, Handschuhe, Krausen. Schweizer Stickerei und Stirkerek-Reste in weiß und farbig. Damenhandschuhe in Seide, fil de perse und fil d'Ecosse. alle Insecten, wirkt mit geradezu frappirender Kraft und rottet das vorhandene Ungeziefer schnell und sicher derart aus, daß gar keine Spur mehr davon übrig bleibt. Man beachte genau: Was in losem Papier ausgewogen wird, ist niemals eine Zacherl-Speeialität " Nur in Originalftaschen echt und billig zu beziehen in Gießen bei Herrn Carl Schwaab, 3876] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _________Asterweg 1. 3768] Zwei möblirte Stuben H7- miethen Hermann Bogt, Bäcker. 3392 Die von Herrn Dr. Klein seither innegehabte Stallung für 3 Pferde sowie 2 verschließbare Chaisenremifen' Stroh- u- Heuböden, sind per 1. Juni b. I' anderweitig zu vermiethen. Chr. Lony. 3287] Laden und Zimmer Wettergasse 3 zu vermiethen bei Jul. Buch. 3934 Für eine alte Pflegebedürftige anständige Frau wird ein gesucht. Verpflegung un» Beköstigung erwünscht. Näheres in der Exped. d. Bl. Gebrüder Müller, Photographische Anstalt, Gießen, Bahnbvfstraße 31, (früherer Weinsaal) empfehlen ihr komfortabel eingerichtetes Atelier angelegentlichst. Künstlerische Ausführung! Billigste Preise! rtür die Herren Studirenden 1 Dtzd. Vlstt-Photographien JL 6— 3425 !! Nur Momentaufnahmen !! 3715 Ein Logis zu vermiethen. ____Schützenstraße 17. 3888] Gr. freundl. möbl. Zimmer zu vermiethen. Bahnhofstraße 33, II. St. Ein emfach möbl. Zimmer zu vermiethen. Neuen Baue 12, III. Stock. _ 3663 Ein fein möblirtes Zimmer nebst Kabinet ist mit oder ohne Pension sofort zu vermiethen.__Seltersweg 2 II. 2982] Möbl Zimmer zu vermiethen. ________________________Marktstraße 34. 3826 Drei Zimmer mit Zubehör ver- miethet Theodor Schmidt^Ederstr^6. 3936] Arbeiter können Logis erhalten ________________________Wolkengasse 26. 3956] Gut möbl. Zimmer billigst _______________Marktstraße 3, II. Stock. 286 In meinem Hause, Seltersweg 71, ist der Eckladen mit Logis zu vermiethen A. Keller. Vermischte Anzeigen. 3539 In mein Mode-, Manufaktur, waaren- & Confections-Gcfchäft suche einen Lehrling und kann der Eintritt sogleich erfolgen. Aug. Montanus, Haar-Kettes» Brochen u. Bouquets in feinster Ausführung bei Fr. LehrBinind, 2822 Sonnenftraße 7. 3660 Einen Lehrling^such] Fr« Meinhardt, Schreinermeister. 3922 Ein braves Mädchen, welches selbstständig kochen kann und feinere Hausarbeit versteht, wird zu hohem Lohn nach auswärts gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. II! Zöpfe !!! werben für JL1.— angefertigt, Perrücken Toupes, Scheitel nach Maaß, Zöpfe aufgefarbt bei QQ~ Georg Perri Wwe., 227______ Seltersweg 43.__ Hiermit zur gefl. Nachricht, daß mir das Federreinigungs-Geschäft des Herrn Ph. Wagner, Asterweg 21, von demselben übergeben wurde und betreibe ich dasselbe unter meinem Namen weiter- Ich halte mich dem geehrten Publikum bei streng reeller und promptester Bedienung bestens empfohlen. OO4A Frau Ernst Franz, o610__Sandgasse 62.______ Meine Wohnung befindet sich vom 9. d. Mts. an 3726 Kaplansgafse 18, Hotel Rothenberger. Max Rühl, Metall-Graveur u. Wappenstecher. 3958] Angehender Commis per 1 Juni gesucht für ein Manufacturwaarengeschäft. Offerten unter J. A. 19 befördert die Exped. d. Bl. Ein tüchtiger nüchterner Bursche, welcher gut fahren kann, findet sofort oder in 14 Tagen Stelle bei 3898 Aug. Sclilesslnger. 3839 Unterzeichnete empfiehlt sich als Weichenwärterin. Frau Dürr, Wallthorftraße 13. Mermietßungen. 3822] Stube mit Küche per 1. Juni zu vermiethen.______Katharinengasse 19. 3846] Familien-Logis zu vermiethen _____ _ Steinstraße 43. 3965] Kl. Familienlogis zu vermiethen. __ _____Lindenplatz 10. 3923] Kleine Wohnung an ruhige Leute. Hinterhaus Alicenstraße 13. 3909 Der 2. u. d. Stock zu vermiethen- __P st Anlage 9, neben dem Juftizgebäude. 3908] Zwei Wohnungen, jede bestehend in Stube, Küche, Bodenkammer, Keller, zu vermiethen._____________Mühlgasse 21. 3665 Die Wohnung der Frau Steuerrath Schuster, Westanlage 1, ist vom 1. August l. I. ab anderweitig zu vermiethen. Näheres durch Herrn Agent Klees. ~ 3679 Im Hause Ludwigstraße 16 neben der Realschule, ist eine Wohnung mit 9 ev 5 Zimmern, Wasserleitung, Trockenboden und sonstigem Zubehör, ab 1. Juni zu vermiethen. __Näheres daselbst im 4. Stock. 3097 Süd-Änl. 18: Parterre zu vermiethen.__ 3264 Ein Familienlogis, 4 Zimmer rc^ itn Gartfeld Anfang Juli zu vermiethen. Friedrich Georg, Handelsgärtner. ~ 3316 , Der dritte Stock meines Border- hauses ist Ende Juli zu vermiethen- C. Seipp Wwe., Süd-Anlage 21. 3483 Ein Familienlogis, bestehend aus 4 Zimmern und Mansarden, nebst sämmt- lichem Zubehör, vermiethet ___Al. Marcus, Bahnhofstraße. 3542 Neuen Baue 2 ein Logis von 5 Zimmern nebst Zubehör, sowie eine Mansardenwohnung zu vermiethen. 3071 Der I- und II. Stock in meinem neuerbauten Hause in der Ludwigsftraße ist zu vermiethen. Wilh. Seipp, 2486 Eine Wohnung von 6—8 Zimmern nebst Zubehör, in Der Südanlage, ist per 1. Juli zu vermiethen. Näheres bei der Exped. d. Bl. 2229 Die Belletage m. Hauses, Süd- anlaae 4, 8 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, ist zu vermiethen und am 1. Juli l. I. zu beziehen. I, Alker. 2592 Die Belletage und der obere Stock meines Hanfes, z. Z. von Prof. Kaltenbach bewohnt, find zusammen oder getrennt pro 1. Auli zu vermiethen. Dr. A. Mettenhei m e r, _________FrankfurLerstraße 6. 'M' Logis, sowie einz. Zimmer, gl. beziehbar, zu verm. Neuen Bäue 20. ^??07 Der mittl. Stock, 7 Zimmer, Küche und sonst. Zubehör, nebst Garten- antheil, auf sofort zu vermiethen bei ___ Maurermeister M. Langsdorf. 3903 Schillerstraße 7 isHi^Bell-Etäg^, 5 Zimmer rc., anderweitig zu vermiethen. 3782 Das seither von Herrn Bau- melster Noack bewohnte Zimmer ist anderweitig zu vermiethen. __________Alicestraße 25, UI. St. y>