Ar. 219. Mittwoch den 21. September 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Sckulftraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinflerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betr.: Lieferung der Fouragebedaifr für die Truppen im Frieden. Bekanntmachung. Wir bringen hierdurch zur Kenntniß der interessirten Kreisangehörigen, daß die Haferankäufe für das Königliche Magazin in Bockenheim in nächster Zeit beginnen werden. Der Ankauf fall möglichst direct bei den Producenten erfolgen; dar Königliche Proviantamt in Bockenheim ist auf Vor- läge bemusterter Offerten bereit, jede gewünscht werdende Auskunft über Qualitätsansprüche und die je nach den Handelsconjuncturen zu gewährenden Preise mündlich oder schriftlich zu ertheilen. . x , Gießen, am 19. September 1887. Großherzogliche» Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Gießen, am 17. September 1887. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen a« die GroßherzogUche» Bürgermeisterei«»» und Großherzoglich« Gendarmerie de» Kreise». Der Züchtling Goldarbeiter Johann Georg Weber aus Unterhaugstedt in Würtemberg, letzter Aufenthalt Frankfurt a. M., ist heute Abend 6 Uhr m der Feldarbeit auf der Domaine Schafhof entsprungen. , Wir beauftragen Sie hierdurch, auf denselben zu fahnden und denselben im Betretungsfalle an uns abzuliefern. . Sianalewent: Familienname: Weber, Vorname: Johann Georg, Geburtsort: Neipperg (Würtemberg), Heimathsort: Unterhaugsteiten, Aulentbaltsoit - Frankfurt a. M.. Alter: 26 Jahre (am 16. Mat 1861 geb.), Religion: evangelisch, Stand oder Gewerbe: Goldarbeiter, Größe: 1,75 Meter, Lame' blond,' Stirn: frei, Augenbrauen: blond, Augen: grau, Nase und Mund: gewöhnlich, Zähne.unvollständig, Kinn und Gesichtsbildung: oval, Bart: rasirt, Gesichtsfarbe: gesund, Statur: groß, Sprache: deutsch, besondere Kennzeichen: keine. - Bekleidung: 1 schwarze Tuchmütze, 1 weiß.blau «arirte» Halstuch, 1 weißes Hemd mit Nr. 240 und K.Sl.Z., 1 braune Jacke, 1 braune Hose, 1 Paar schwarz wollene Strümpfe, 1 Paar Lederschuhe ti.it Riemen, 1 braune Weste, 1 weiß'blaues Taschentuch, 1 grobe Leinwandschürze. Lehrer-Conferen; des Conferenz-Bezirks Lich-Hungen. Die aus Donnerstag den 22. d. M. in Lich anberaumte Conferenz kann eingetretenen Hindernisses wegen an diesem Tage nicht abgehalten Gießen, den 19. September 1887. Politische Ueberskcht. Gießen, 20. September. Die glanzvollen Fest- und Manövertage in Pommern stnd am Samstag mit den Feldmanövern bet Sparrenselde und einem Nachmittags im Stettiner Schlöffe beim Kaiser stattgefundenen Diner beendigt worden. Am Abend des genannten Tages kehrte der Ka.,'er von der pommerschen Hauptstadt nach Berlin zurück, begleitet vom Prinzen und der Prinzesstn Wilhelm, sowie dem Prinzen Friedrich Leopold. Die Kaiserin hatte stch bereits am vorhergegangenen Tage nach Berlin zurückbeg-ben und reiste am Samstag Vormittag nach Baden-Baden ab. Die Anstrengungen der Katsertage in Pommern haben erfreulicher Weise keinerlei nachtheil'ge Folgen sür den Kaiser zurückgelaffen, auch der leichte Ohnmachts-Anfall, welcher den hohen Herrn bei dem von den Stettiner Civilbehörden gegebenen Diner betraf, wurde von ihm bald überwunden. Die nächsten Tage wird der Kaiser noch in Berlin residiren, um dann gegen Ende der Woche ebenfalls nach Baden-Baden überzustedeln, wo die Majestäten, andauernd günstiges Wetter vorausgesetzt, bis Mitte October zu weilen gedenken. Unter den innerpolitischen Angelegenheiten stehen jetzt die Verhandlungen des bayerischen Landtages an erster Stelle, da ste eine Reihe von Fragen betreffen, die gerade nicht nur Bayern interessiren, speciell aber, weil stch der Landtag zunächst mit dem Eintritte Bayerns in die Branntwein- steuer«Gemeinschaft zu befassen hat. Entsprechend dem in der Thronrede des Prinz-Regenten geäußerten Wunsche, wird die parlamentarische Behandlung dieser Frage mit möglichster Raschheit vor sich gehen und überwies die Abgeordnetenkammer noch am Freitag die Branntweinsteuer-Vorlage aus Antrag Mar- quardsen's einem Specialausschub. Am gleichen Tage wählte die Kammer auch einen Adreßausschuß von 21 Mitgliedern. Bei der lebhaften Befürwortung des Anschlusses Bayerns an die Reichs - Branntweinsteuer - Gemeinschaft seitens der Regierung und da der Finanzminister in der Donnerstags-Abendsitzung der Abgeordnetenkammer die hieraus für Bayern erwachsenden Vortheile nochmals beleuchtete, dürfte die Annahme der betr. Vorlage durch den bayerischen Landtag, zumal in dem letzteren eine dem Anschlüsse Bayerns an das Retchs-Branntwein- steuergesetz entschieden günstige Stimmung vorherrscht, nicht zu bezweifeln sein. Die beiden Kammern des württembergtschen Landtages haben das Gesetz, betr. den Eintritt Württembergs in die Branntweinsteuer-Gemeinschast, bereits angenommen, die Abgeordnetenkammer mit großer Mehrheit, die Stände- krmmer einstimmig. Da sich kürzlich auch schon der Beitritt Badens zur Branntweinsteuer-Gemeinschast vollzogen hat, so wird das vom Reichstage beschlossene Branntweinsteuergesetz am 1- October für das ganze Reich in Kraft treten und hiermit ein neuer hochwichtiger Schritt zur wirthschastltchen Einigung Deutschlands gethan sein. Der Erbgraf von Neipperg hat zwar in der würt- tembergischen Ständekammer fein Bedauern darüber ausgesprochen, daß mit der Annahme der Branntweinsteuer-Vorlage ein weiterer Fortschritt der Reichs- Einheit verwirklicht werde, bei der Lebendigkeit des Reichsgedankens gerade in Eüddeutschland kann man aber getrost annehmen, daß die große Mehrheit der Süddeutschen diese greisenhafte politische Gesinnung des Herrn Erbgrasen von Neipperg entjchteoen nicht theilt. Die bayerische Retchsrathskammer hielt am Freitag eine Sitzung ab, in welcher zunächst Prinz Rupprecht, der älteste Sohn des Thronfolgers Prinz Ludwig, sowie sieben andere neu eintretenbe Mitglieder eingeführt wurden. Hieraus erfolgte die Wiederwahl der früheren Ausschüsse, alsdann beschloß die Kammer eine Dankadresse auf die Thronrede und schließlich ward das Brannt- wetnsteuergesetz dem vereinigten ersten und dritten Ausschüsse überwiesen. In Frankfurt a. M. tagte der Verein zur Wahrung der chemischen Industrie Deutschlands und in Darmstadt der Verein gegen den Mißbrauch geistiger Getränke. Die Frage der Einführung zweijähriger Budget- und fünfjähriger Legislatur-Perioden für das Reich ist in der Presse wieder aufgetaucht. Bekanntlich beschäftigte dieses Project den Reichstag in Folge der bezüglichen conservattven Anträge im vorigen Jahre, die damalige Mehrheit des Hauses verhielt sich aber ablehnend und auch die Regierung nahm eine sehr reservirte Stellung ein. Es heißt nun, die betr. Anträge sollen womöglich schon in her kommenden Session eingebracht werden und verlautet, die jetzige confer» vatio-nationalliberale Mehrheit würde denselben nicht unfreundlich gegenüberstehen, während die Regierung noch Schweigen beobachte. Es muß indessen vorläufig bezweifelt werden, ob sich wirklich eine Mehrheit fände, eines der wichtigsten Rechte des Reichstages, die alljährliche Prüfung des Etats, durch die Bewilligung zweijähriger Budget-Perioden aus der Hand zu geben, während der Vorschlag, die allgemeinen Wahlen anstatt alle drei Jahre, nur alle fünf Jahre stattfinden zu lassen, vielleicht eher Aussicht auf Verwirklichung hätte. Bei Doncaster stießen am Freitag zwei Eisenbahnzüge, von denen einer ein Vergnügungs-Extrazug war, zusammen. Nach den bisherigen Meldungen haben hierbei ca. 20 Personen das Leben eingebüßt, während gegen 70 verwundet wurden. Der Appell der zum Tode verurtheilten Chicagoer Anarchisten an den höchsten Gerichtshof der Union gegenüber dem bestätigenden Erkenntniß des Gerichtshofes von Illinois wird als fruchtlos betrachtet. Die Anarchisten von New« York und anderen Städten der Union sollen mit Wiedervergeltung drohen, falls das Urtheil an den „Genossen" vollstreckt werden sollte. Deutschland. Romrod, 18. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog wohnten mit dem Erbgroßherzog und dem Fürsten Alexander dem Gottesdienste bei, fuhren dann nach Eisenbach zum Besuch des Baron Riedesel und im Laufe de» Nachmittag« nach Schlitz zum Grasen Görtz, in dessen Schloß Allerhöchstdieselben Wohnung nahmen. r . Schlitz, 18. September. Se. Königl. Hoheit der Großherzog sind gestern nach 1 Uhr mit dem Fürsten Alexander in Schloß ^nbach eingetroffen, woselbst die Höchsten Herrschaften von Baron Riedesel und dessen Mutter, der Baronin Riedesel, empfangen wurden; anwesend dabei waren Oberst v. Kayser und die dort einquartirten Officiere der reitenden Batterie, welche auch zur Tafel geladen waren. Nach derselben wurde gegen 5 Uhr die Fahrt über Lauterbach nach Schlitz angetreten, welches festlich geschmückt war. Se. Königl. Hoheit wurden von der Bevölkerung empfangen, es war eine Ehrenpforte errichtet. Eine Ansprache hielt Oberpfarrer Dieffenbach, Bürgermeister Zinser brachte ein Hoch aus. Dann begab man fich in das Schloß zu Graf und Gräfin v. Görtz. Stettin, 19. September. Der Oberpräfident veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß, worin der Kaiser seine Freude aussprtcht, daß er bei seinen hohen Jahren die Provinz Pommern noch habe besuchen können, und daß er in dem ihm und seiner Gemahlin bereiteten warmen Empfang die alten Empfindungen treuer Anhänglichkeit und Ergebenheit wiedergesunden habe. Gleichzeitig habe er mit Befriedigung erfahren, daß die Truppen während der großen Hebungen durchweg eine gute Ausnahme gesunden hätten. Oesterreich. Toblach, 19. Sept. Der deutsche Kronprinz machte am Samstag einen achtstündigen Ausflug nach Platzwiesen, von wo er sehr befriedigt zurückkehrte. Abends brachte die Toblacher Kurkapelle im National-Kostüm ihm ein Ständchen dar, wofür der Kronprinz freundlichst dankte. Gestern unternahm der Kronprinz einen Ausflug nach Höhlenstein und Schluderbach. Er fühlt fich sehr wohl und dürste bis Anfang October hier bleiben. Das Wetter ist prachtvoll. Araukreich. Pari-, 18. Sept. General Boulanyer hielt in St. Galmier, wo er Truppenübungen abhielt, eine Ansprache an die Offtciere, in welcher er sagte, es sei mehr als je erforderlich, daß man für den Krieg sich in der Ausbildung der der französischen Armee eigenthümlichen Offensivtaktik übe. Die Stunde der Abrüstung habe für die Völker des alten Europa noch nicht geschlagen. Es sei eine Thorheit, das zu glauben, es sei ein Verbrechen, das zu sagen, denn es hieße das, daß der Frieden um jeden Preis das Ziel sei, nach welchem das Land strebe. Unsere Feinde, die uns oft besser als wir selbst kennen und verstehen, wissen recht wohl, daß dem nicht so ist. Mehr als je ist cs also nothwendig, zu arbeiten, es geschieht dies ja für Frankreich. Telegraphische Depeschen. Wolff- telegr. Correspondenz - Bureau. Berlin, 19. September. Se. Majestät der Kaiser wohnte gestern der Vorstellung im Schauspielhause bei, nahm heute Vormittag zuerst kürzere Vorträge entgegen und empfing alsdann den General Wartensleben, den Eontreadmtral Paschen, Albedyll und Geheimerath Anders. Um 21/« Uhr machte er eine Spazierfahrt. Nachmittags 3 Uhr empfängt der Kaiser das Erbgroßherzogspaar von Oldenburg und den neuernannten Theaterintendanten in Hannover, Lepel. Morgen Vormittag 9 Uhr beabsichtigt der Kaiser sich zu den Manöoern des Garde-Corps nach Gransee zu begeben und Nachmittags wieder hierher zurückzukehren. München, 19. September. Der Ausschuß zur Vorberathung der Branntwein- steueroorlage Hal das ganze Gesetz mit 17 gegen 4 Stimmen — Pfarrer Haus, Weiß, vr. Jäger und Wolfg. Wagner — angenommen. München, 19. September. In einer gestern Abend hier stattgehabten Sitzung des Vereins bayerischer Spiritus-Producenten wurde allseitig der Wunsch ausgesprochen, daß das Project einer Bank für Spiritusverwerthung baldmöglichst wieder ausgenommen werde. Zugleich wurde beschlossen, bis auf Weiteres den Gesammtverkauf von bayerischem Spiritus und Branntwein der hiesigen Firma Schnetzer & Schertel zu übertragen. Die Versammlung sprach sich ferner einstimmig für die Annahme des Reichs-Brannt- weinfteuergesetzes seitens der bayerischen Kammern aus. Dresden, 19. September. Kalnoky ist auf der Rückreise von Hamburg nach Wien Mittags hier etngetroffen. London, 19. September. In Folge einer Depesche der „Times" aus Japan wurde der Minister des Aeußern, Graf Jnony feines Postens enthoben und provisorisch durch den Grafen Ito ersetzt. Graf Kurado wurde zum Handelsminister ernannt. Die Krisis soll mit der Frage der Revision der Verträge mit den fremden Mächten Zusammenhängen. Kopenhagen, 19. September. Ein offener Brief des Königs beruft den Reichstag auf den 3. October ein. Paris, 19. September. Es verlautet, Rouoter werde die erste Gelegenheit ergreifen, um noch vor dem Wtederzusammentritt der Kammern eine politische Rede zu halten, die als Antwort auf das Manifest des Grafen von Paris dienen solle. — Verschiedene Abendblätter wollen wissen, mehrere den Intransigenten angehörigen Deputirte würden bei der Wiederaufnahme der Kammersitzungen die Initiative ergreifen für den Antrag, wodurch die Regierung aufgefordert wird, das Gesetz über die Ausweisung der Prinzen voll anzuwenden. Basly-Camelinat würde nach dieser Version den Antrag auf Einziehung der Güter der Prinzen wieder aufnehmen. London, 19. Sept. Der „Times" wird aus Paris von gestern gemeldet, England und Frankreich seien übereingekommen, die Ueberwachung des Suezkanals einer internationalen Kommission anzuvertrauen, welche aus den Generalkonsuln aller in Kairo vertretenen Mächte, unter dem Vorsitze des ältesten Generalkonsuls, bestehen und einmal im Jahre zusammentreten solle. Eine technische Kommission soll eine neutrale Zone festsetzen. Es verbliebe nunmehr noch, die Organisation des wahrscheinlich auf 2000 Mann zu normirenden Truppencorps zum Schutze der Neutralität des Suezkanals zu regeln. .Times" äußert sich lebhaft befriedigt über die herzliche Aufnahme der englischen Mrttelmeerflotte in Venedig und Triest und bemerkt, man könne sich leicht Eventualitäten denken, in denen eine Allianz zwischen Oesterreich und Italien von höchster Wichtigkeit für England sein würde. England wünsche nichts mehr, als freundschaftliche Beziehungen zu allen seinen Nachbarn aufrecht zu halten; allein das Wohlwollen Italiens und Oesterreichs für England könnte leichter gesichert und erhalten werden, als dasjenige etlicher ihrer Nachbarn, während dasselbe in gewissen Umständen von unendlicher Wichtigkeit für England sein dürfte. Univerfitäts-Chronik. “ Der Director der Sternwarte in Gotha, vr. Ernst Becker, ist zum ordent- 9Wf?prma°HCf\0r und naturwissenschaftlichen Facultät der Kaiser- Tvilhelms-Universitat Straßburg ernannt worden. Lokales. ii« September. Das hiesige Regiment wird Mittwoch Abend um keh^ren^ mitUt * ®Etra)U9 Oberhessischen Bahn aus den Manövern hierher zurück- . . Einige Abheilungen des Rhein. Drag.-Regts. Nr. 5 passirten heute Morgen auf dem Marsche nach Hofgeismar unsere Stadt P 9 morgen , .. .ließen, 20. September (Dramatische Vorträge von Oscar 8ack.l Auch in diesem Jahre wird in der Aula des Gymnasiums ein Cvclus dramatiscber Vorträge stattfinden und sind für denselben die Dramen „Jung rauvon Orleans" °°n ^,sü'Äer':"Uri^ ?c°lta" von Gutzkow und 'ein Idyll von unserem Lands- mann Adolf Mltzenius: „Johannes" m Aussicht genommen. Der erste Vortrag ist auf den 12. October d. I. festgesetzt. Wir wollen schon heute unsere geschätzten Leserinnen und Leser darauf aufmerksam machen. wb ö «er«Lfchtes. £änge gewachstn^^ ^ber in Echzell ist eine Schlangengurke von 170 Centimeter Aus dem Großherzogthum, 19. September. (Brände! bnru Tagen fanden im Großherzogthum wieder eine Anzahl Brände statt SohZt m 11. September in Hetzbach die Hofraithe des Landwirths H. nieder, am 12 das Armenhaus in Kürnbach, am 13. September die Hofraithe des Nikolaus Siedelsbrunn, am 15. September zwei Scheuern in Langenbergheim (Kreis srSL, x wobei auch der Kirchthurm zu brennen anfing und nur mit werden konnte. N »creuer △ Mainz, 19. September. Das „Kirchliche Amtsblatt" veröffentlicht für m. Diöcese Mainz folgende Personalveränderungen: Pfarrer Strauß in ßliibenfrfa m zum Pfarrer in Abenheim, Pfarrer Koch in Ober-Flörsheim zum Pfarrer in heim, Pfarrer vr. Geier in Seligenstadt zum Pfarrer in Bensheim, Pfarrnermll!^ Jöst in St. Quintin in Mainz zum Pfarrer in Budenheim, Domkaplan vr SrfXr in Mainz zum Pfarrer in Kastel, Pfarrer Jäger in Weisenau zum Pfarrer l? F bürg, Pfarrer Weber in Birkenau zum Pfarrer in Gabsheim, Pfarrer fttmmprt Osthofen zum Pfarrer in Gensingen, Pfarrer Hermann in Oppenheim »um £ m in Gernsheim, Pfarrer Vierling in Mörlenbach zum Pfarrer in Hofheim vr. Falk in Mombach zum Pfarrer in Klein-Winternheim, Pfarrer Ries tnsrorF Michelbach zum Pfarrer in Nieder-Morlen, Pfarrer Kempf in Kostheim »um qd;a in Nieder-Saulheim, Pfarrer Kuhn in Ober-Ingelheim zum Pfarrer in Bürstadt ? Kaplan Gödecker zum Dompfarrer in Mainz ernannt worden. aot *ntl △ Mainz, 19. September. Die Errichtung von Volksbädern für Main, schon seit Jahren eine stehende Rubrik der öffentlichen Discussion hier, das BedÄ nach solchen Bädern ist allgemein anerkannt, doch hat aus mancherlei Gründen d? Ausführung nur den einen Schritt vorwärts gemacht, daß ein Privatbadbalter in£rt?le Vereinbarung mit der städtischen Verwaltung seine Badeanstalt derart erweitert vergrößert hat, daß der Arme im Sommer für wenige Pfennige ein erfrisckend-s nehmen kann. Seit einigen Wochen ist nun auch von der städtischen Verwalt,lnrt Project zur Anlage eines Volksbades mit warmen Bädern ausgearbeitet Project indeß als nicht ausreichend nur wenige Anhänger hat. In einer am Samsma auf Anregung des Krankenvereins veranstalteten Versammlung bezeichnete tnäbefonh der Stadtverordnete vr. Masserell in einem längeren Vortrag letzteres Project als Bedürfnissen durchaus nicht entsprechend, worauf die Versammlung aus ihrer Mitt- eine Commission wählte, welche der Bürgermeisterei die Wünsche um Erricktuna mehrerer Volksbäder mit warmen Bädern an verschiedenen Punkten der Stadt unterbreiten soll. gcet0net A Aus Rheinhessen, 18. September. Unter dem Vorsitz des Staatsratbs vr. Knorr fand letzter Tage in der Reblausangelegenheit eine Conferenz von Sack- verständigen statt, in welcher man sich zu folgenden Beschlüssen einigte: 1) daß die in diesem Jahre stattfindenden Untersuchungen zunächst auf die Weingärten beschränkt werden sollen, da hauptsächlich bezüglich dieser die Gefahr einer Jnfection vorlieat auch sollen solche Weinberge alsbald in Betracht gezogen werden, welche nach Berichten der Lokalcommtssionen als verdächtig erscheinen; 2) die Untersuchungen sollen zunächst im Kreise Mainz fortgesetzt werden und sodann im Kreise Bingen begonnen werden - 3) wurde der Antrag, eine Anzahl geschulter Arbeiter aus Rheinpreußen für die Untersuchungsarbeiten zu engagiren und solche den Sachverständigen zur Verfügung zu stellen, mit der Modification angenommen, daß nur eine beschränkte Anzahl von auswärtigen Arbeitern und außerdem auch einheimische Arbeiter zu den Untersuchungen herangezogen werden sollen, welche letztere dann zu Hülfs-Sachverständigen heranzubilden sind. — Wir erfahren von autorisirter Seite, daß die Gesellschaft zu gegenseitiger Hagelschaden-Vergütung in Leipzig einen günstigen Geschäftsabschluß erzielt hat und der Einhebung eines Nachschusses nicht bedarf. Weinheim a. d. B., 16. September. Eine schauerliche Familientragödie hat sich, wie dem „Mannh. Anz." mttgetheilt wird, heute Vormittag zwischen 8 und 9 Uhr hier abgespielt. Ein von seiner Ehefrau getrennt lebender Mann suchte um die angegebene Zeit seine Frau bei seiner am „Berg" wohnenden Schwiegermutter auf, versetzte seiner Gattin mittels eines Taschenmessers einen tiefen Stich in die Seite und schlitzte seinem 16 Monate alten Kinde den Leib auf. Nachdem er seine Schwiegermutter ebenfalls verletzt hatte, legte der Unhold Hand an sich selbst und jagte sich eine Kugel durch den Kopf, die sofort tödlich wirkte. An dem Aufkommen des verletzten Kindes wird gezweifelt, während die Verletzungen der Frau des Mörders und ihrer Mutter glücklicher Weise keine lebensgefährlichen sein sollen. Mannheim, 14. September. Die alte Unvorsichtigkeit, welche so häufig mit dem Leben bezahlt wird, Petroleum in's Feuer zu gießen, hat gestern Abend in Neckarau wieder ein Opfer gefordert. Ein 12jähriges Mädchen war es, welches, Petroleum zum Anfachen des Feuers benützend, im Nu von den Flammen erfaßt wurde, welche ihren Körper über und über mit Brandwunden bedeckten, so daß man an dem Aufkommen der Unglücklichen zweifelt. — Die Hausfrauen, welche Spiritus zum Kochen oder Putzen, und die Handwerker, welche solchen für ihre Zwecke, z. B. Poliren rc. gebrauchen, seien darauf aufmerksam gemacht, daß sie bei fraglichen Bedarfseinkäufen denaturirten Spiritus» fordern müssen, welcher der am 1. October d. I. in Kraft tretenden Branntweinsteuer nicht unterliegt, also nicht theurer als bisher ist. Rom, 16. September. Geradezu trostlos sind die Nachrichten, die eben aus Messina über die in Folge der Cholera dort herrschenden Zustände einlaufen. Es scheint, als ob die Spitzen der Gesellschaft den Kopf verloren hätten. Sie flüchten eiligst, um der Krankheit zu entgehen, nach dem Festlande und sogar Aerzte verlaßen ihre Fahne. Die Blätter veröffentlichen die Namen von vier Professoren der Medicin an der Universität Messina, die geflohen sind. Ueberhaupt herrscht arger Aerztemangel, Man hebt von den obengenannten Helden des Hasenpaniers mit besonderem Nachdru«t hervor, daß es Söhne Messinas selber sind, die ihre Vaterstadt im Stich lasten. DK Cholera ist auch schon unter den Sträflingen in den Kerkern ausgebrochen. Die Freiwilligen vom „Goldenen Kreuz" verrichten Samaritanerdienste bei den Kranken, abei auch unter ihnen wurden bereits mehrere hingerafft. Es ist ein wahres Glück, dal das abergläubische Volk in diesen Wohlthätern keine Giftmischer sieht. Man verzeichnete in den letzten Tagen in Messina täglich über 150 Kranke und 50 Tobte. Jr Palermo kommen nur vereinzelte Fälle vor. Indessen ahndet Minister Crispi M Pflichtvergessenheit mit gewohnter Strenge. Er entsetzte den Sindaco von Troin« einem Städtchen der Provinz Catania, seiner Stelle, weil dieser während der Epidem i nicht mit Würde seines Amtes gewaltet. In Troina, Paterno und Aderno kommen aleichfalls noch vereinzelte Fälle vor, desgleichen in Calatabiano. In Catania erschein die Epidemie erloschen zu sein. Darum verlegt denn auch der königliche Commissä i Deputirter Finocchiaro-Aprile, seinen Sitz nach Messina, um den dortigen Behörde-' behilflich zu sein bei Veranstaltung der entsprechenden Maßregeln zur Unterdrückum der Krankheit. Catania ist voll von Flüchtlingen aus Messina. Auch die Sommeu frischler, die am schönen Golf von Neapel ihr ^elt aufgeschlagen, sind durch das Audi treten der Cholera dortselbst in ihrer Ruhe gestört. In Castellamare kamen gelter i 20 Krankheits- und 10 Todesfälle vor, auch Pozzuoli, Torre del Greco, Barra, (3rajj nano und Massalubrense leiden unter der Epidemie. m “ IHamburg-Amerikanische Schnelldampfer.l Die Hamburg-Amerikanisck Packetfahrt-Actien-Gesellschaft hat auf den 6. October eine außerordentliche Genercv Versammlung ihrer Actionäre berufen. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, bezwe.c' die von der Verwaltung beantragte Erhöhung des Grundkapitals die Beschaffung bt Geldmittel zum Bau von Schnelldampfern. Derselben wird auch ein Antrag auf (fc Höhung des Grundkapitals bis ,u 20 Millionen Mark zug-hen; dasselbe betragt ,n ^Eit lo Millionen. Der Schnelldampferdienst wird voraussichtlich eine neue Perio». des Gedeihens herbeiführen. Man könnte sagen, daß es schwer sein wird, wieder d--: Passagieraerkehr für die 1. Kajüte nach Hamburg zu ziehen. Wir sind keineswer». dieser Ansicht denn derselbe ist groß genug, um die Packetfahrt-Gesellschast ebenso W wie den Norddeutschen Lloyd zu alimentiren; es ist sogar mit Sicherheit anzunehmL. daß sehr viele Reisende es künftighin vorziehen werden, über Hamburg auszugehen uip anzukommen, weil, ohne Bremen zu nahe treten zu wollen, Hamburg für den eu~ ober mehrtägigen Aufenthalt entschieden mehr Anziehungskraft hat und den Paßaglerrc- an Geschäften und Zerstreuungen mehr bietet als die Nachbarstadt. Das wird am wichtiges Moment zu Gunsten Hamburgs sein — unter der Voraussetzung naturltt,, daß die Schnelldampfer der Packetsahrt ebenso gut und comfortabel, ja prach tg eng gerichtet sind, wie die Bremer Schnelldampfer und daß sie das Vorzüglichste in K-rn und Verpflegung leisten. Handel und Verkehr. 4 4^ ?tzen, 20. September. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 10—1.15 Hühnereier pr. St. 5—6^, Enteneier St. 0—0 X Käie vr. St. 4—8,3 Kasematte 3—O Erbsen pr. Liter 18 Linsen 28 Tauben per Paar 40 bis 5d per Stück JL 0.85—1.70, Hahnen pr. Stück JL 0.45—0.70, Enten K pceJ Plund 00-00 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis a-- 't' Rindfleisch 54-56 H, Schweinefleisch54—60Hammelfleisch 50bis % E>fleüch 40—4a Kartoffeln per 100 Kilo JL 6.00—8 00, Milch per Liter 1 / i M *4 uymIflGrtfw »am rc — ... j/ c t\i\ p aa — Wirklich praktische Erfindungen bahnen sich ihren Weg von selbst, dies sieht jnan auch bei den Earbonnatron-Heizöfen, welche heute ntctit nur in europäischen, sondern auch in überseeischen Ländern ein stark verbreiteter Bedarfsgegenstand geworden sind. r ± Wie bekannt brennt jener Ofen, mit präparirtem Materiale gefüllt, ohne Rauch und Geruch und braucht demnach keinen Rauchabzug, wodurch er für allerhand Räume ohne Schornstein von eminentem Werthe ist; man kann ihn ebenso gut im Zimmer als im Vorsaal, Garten rc. rc. benutzen, da er nach Belieben übertragbar ist. Die Handhabung ist einfach und reinlich und die Aufstellung ohne besondere Vorrichtungen gänzlich gefahrlos. Wenn wir auf dieses bereits von Königlichen Behörden, wie Eisenbahn, Marine rc., sowie auch von vielen Höfen eingeführte System zurückkommen, so wollen wir unsere geehrten Leser mit einer Neuerung daran bekannt machen. Es ist dies der Mrmespeicher, welcher statt des Deckels aufgesetzt wird und in welchem man überraschend bequem kochen, braten und wärmen kann; wenn gewünscht lätzt er sich nach Gebrauch wieder abnehmen. Der Ofen, bisher blos zum Heizen dienend, ist dadurch sehr vervollkommnet; nebenbei wird durch den Wärmespeicher eine fast doppelte Heiz- wirkung erzielt und wird die Neuerung unfehlbar dazu beitragen, dem System noch weitere Kreise zu erschließen. Wie alle Fabrikate der Earbonnatron-Heiz-Eie. A. Nieske, Dresden, so zeichnet sich auch der hier noch zu erwähnende Zugtödter durch einfache Anwendung und praktischen Werth aus. Die Idee stammt von dem bekannten Arzte Dr. med. Krüche, Berlin und wird von der Earbonnatron-Heiz-Eie. in der praktischen Form eines circa 50 Ctm. langen, 4Va Elm. breiten, elegant vernickelten Heizkörpers in den Handel gebracht, welcher einfach htneingesetzt ohne besondere Vorrichtung die Luftschicht zwischen dem Doppelfenster erwärmt. Ist nämlich dieser Zwischenraum nur um wenige Grade wärmer, jo strömt keine kalte Luft mehr in das Zimmer, sondern aus dem Zimmer in den Zwischenraum des Doppelfensters und von da in's Freie. Hierdurch wird aljo erzielt : 1. Vortreffliche Ventilation, indem die verdorbene Zimmerluft ausströmt. 2. Vermeidung der kalten Zugluft am Fenster. 3. Größere Ausnützung der Zimmerheizung, da die erwärmte Luftschicht zwischen den Doppelfenstern ein sehr schlechter Wärmeleiter ist. Die Wärme ist genau zu reguliren, nach Wunsch zieht man auch im Doppel- ____ ____,v_w , 1VU fenster die zartesten Treibhauspflanzen, welche bei der constanten Hitze gut gedeihen. — I 12—18 Zwiebeln per Ce'ntner Jl 5.00-6.00. m^-^^onnatron-Heiz-Eie. A. Nieske, Dresden, außer diesen gesagten Neuheiten auch Platteisen ihres Systems, Wärmflaschen mit Natronsalzfüllung rc. rc. verfertigt, M genug bekannt, als daß wir hier Erwähnung thun wollen; wer darüber fpecielle Auskunft wünscht, wird von obiger Firma gern Prospect erhalten. crrx. Geheimmittel, sondern ein Volksarzneimittel im besten Sinne des e । b c ctnt0er Zeit mit fo günstigem Erfolge eingeführten Sodener xer,r2 Bittet unter ärztlicher Aufsicht nach einem Verfahren, das an ^eckmaßigkeil sämmtliche bisher bekannten übertrifft, dürfen diese Pastillen that- sachltch als eine Concentrirung aller in den berühmten Sodener Mineralquellen ent; ??"enen Heilsubstanzen angesehen werden. Bei ihrer Herstellung ist zum ersten Male nL«JUn° 1 gelungen, jeder einzelnen Pastille ein wirklich genügendes vinhwfDneraU^cr Substanz - 0,1 gr. gegen 0,01 gr. bei den einst so gerühmten e‘La8t eli~ -uzusetzen, ohne daß dadurch ein Zerschmelzen herbeigeführt wird. x)tc Sodener Mineral-Pastillen haben daher nicht nur Anspruch auf die Bezeichnung Äsb? ri?6hen Heilmittels, sondern auch aus den Namen des einzigen, das sichere stellt in allen den Fällen, in denen der Gebrauch der Quellen selbst !^ctrt ift alsc> bei allen AthmungS- und BerdauungSorganen. Die Pastillen sind erhältlich in allen Apotheken, die Schachtel zu 85 6950 Hn Geburtshelfer, Special-Arzt für Gell^ IIVPri!IPn Hechts-, Haut- und Frauen-Krankheiten, Franc- Ul« Uiul iQulle f«rt a. M., Stiftstraße 22 I. Sprechft. tägl. von 10—1 1 und 3—5 Uhr. Nach ausw. w. a. brieflich. 6973 Carbolineum Giesen. 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I. an widerruflich ermäßigt ! worden ist, wie folgt: Der Preis des Gases für Beleuchtungszwecke wird von seither 2 5 Pfg. auf 22 Pfg. pro Kubikmeter und der Preis des Gases zum Betrieb von Gasmotoren — bei Aufstellung eines besonderen Gasmessers für dieselben — von 20 Pfg. auf 16 Pfg. pro Kubikmeter herabgesetzt. Gleichzeitig wurde beschlossen, den Preis des Gases für alle übrigen nicht der Beleuchtung dienenden Zwecke ebenfalls auf 16 Pfg. pro Kubik- meter zu ermäßigen, wenn auch hierfür ein besonderer Gasmesser aufgestellt und den weiteren besonderen Bedingungen entsprochen wird. Hinsichtlich der Gasmotoren wird an obige Preisermäßigung jedoch die ausdrückliche Bedingung geknüpft, daß alle Motoren, bei welchen dies nicht bereits geschehen, außer mit Gummiballons auch noch mit Druck- regulatoren zu versehen sind, welche das Zucken der Beleuchtungsflammen in der wirksamsten Weise verhindern. Gießen, den 20. September 1887. Aädlischrs Gss- und Wasserwerk Gießen: 6986_____________________Otto Bergen. Versteigerung eleganter Möbel. Montag den 26. und Donnerstag den 29. September Nachmittags 2 Uhr werden im Auftrag des Herrn Lach mann BiSmarckstraße 6 nachbenannte Gegenstände versteigert, nämlich: mehrere Silber- und Spiegel- schränke, ChiffonierS, Wasch- und Nähtische mit Marmorplatten, ovale und runde Tische, Kommoden, Sophas, Etagöre, Spiegel, Vorhangs-Galerien, Teppiche, Porzellan- und Glaswaaren, Lampen, verschiedene Lüster, Seeretär, 1 Garnitur hochfeiner Plüschmöbel (Chauseuse, 6 Stühle, 2 Seffel, Teppich, Tisch und 2 Schemel), mehrere hochfeine Betten mit Sprungfeder- und Roßhaarmatratzen, Gestndebetten, Waschbütten, Fäffer, Weißzeug, vollständige Kücheneinrichtung, Küchenschrank u. s. w. Sämmtliche Gegenstände sind nur kurze Zeit im Gebrauch, größtentheils \ wie neu. Die größeren Gegenstände kommen von 3>/r Uhr an zum Ausgebot. 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