; 16S Mittwoch den 20 Juli 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Sareaur Schulstraße 7. Amtlicher Hheit. Nr. 26 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 15. d. M-, enthält: (Nr. 1736.) Gesetz, betreffend die Abänderung des Gesetzes, betreffend die Rechtsverhältniffe der deutschen Schutzgebiete, vom 17. April 1886 «chr-Sesetzbl. S. 75). Vom 7. Juli 1887. _ (Nr- 1737.) Gesetz, die Besteuerung des Zuckers betreffend. Vom 9. Jull 1887. Gießen, den 19. Juli 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _________________________Dr. Boekmann.____________________________________________________ Das Großhcrzogliche Steuer-Commiffariat Gießm LIN die Großherzoglichen Bürgermeistereien Alten-Buseck, Daubringen, Garbenteich, Klein-Linden, Lang-Güus, Lollar, Ruttershausen, Treis a. d. Lda. und Watzenborn-Steinberg. Wir ersuchen Sie um baldigste Einsendung des im Ausschreiben vom 6. l. M. (Anzeiger Nr. 153) gewünschten Verzeichniffes, eventuell um Regativ- Anzeige. Gießen, am 18. Juli 1887. Suffert. _____________________________________________________ Politische Aeberskeht. Gießen, 19. Juli. Die Zusammenkunft Kaiser Wilhelms mit Kaifer Franz Doses in Gastein soll in der ersten Augustwoche erfolgen; Prinz Wilhelm von Breu&en wird hierbei auch diesmal zugegen sein, um seinem kaiserlichen Groß' Miet einen Theil der Repräsentations-Pflichten abzunehmen. Dagegen findet he Gerücht, Fürst Bismarck werde bei der Begegnung beider Kaiser ebenfalls anwesend sein, in Berliner politischen Kreisen keinen Glauben. Der Reichskanzler hat seinem Sommer-Aufenthalt in Friedrichsruhe mnmehr eine sommerliche Siesta in Varzin folgen lassen und wahrscheinlich wird er bis in die letzte Juliwoche in seinem lauenburgijchen Tusculum weilen. Bekanntlich war Fürst Bismarck vor seiner Abreise nach Varzin mehrere Tage im Berlin anwesend und wenn er nach verhältnißmäßig nur kurzem Aufenthalte in der Reichrhauptstadt sich schon wieder in den Schatten der Buchen von Varzin MüLgezogen hat, so gestattet dies wohl den Schluß, daß eine unmittelbare Bedrohung des europäischen Friedens nicht vorliegt. Diese Annahme wird noch dadurch verstärkt, daß auch Graf Herbert Bismarck Berlin verlassen hat, um Kine Kur in dem Taunusbade Königstein zu gebrauchen und der Staatssecretär ' Les auswärtigen Amtes würde dem Mittelpunkte der politischen Geschäfte schwerlich den Rücken gewendet haben, falls die europäische Situation zu ernsten Be- C Horgniffen Anlaß gäbe. Inwiefern der vorübergehende Besuch des leitenden Staatsmannes in der Reichshauplstadt der Erledigung innerpolitischen Angele- Mnheiten und speciell der aufgetauchten Frage der Neubesetzung des preußischen chaadels-Ministeriums gegolten hat, läßt sich zur Zeit noch nicht ermessen. - Die Reichstags-Nachwahl im Wahlkreise Merseburg-Quer- ! !Iurt hat bereits im ersten Dahlgänge den Sieg des freisinnigen Candidaten, ^Gutsbesitzers Panse, ergeben. Die Merseburger Wahl bildete bei den letzten .allgemeinen Wahlen insofern ein Curiosum, als sich bei der nothwendig gewor- 1 'denen Stichwahl zwischen dem Candidaten der Freisinnigen, Panse, und dem- jjenigen der Cartellparteien, Neubarth, Stimmengleichheit ergab; das Loos r 'entschied dann zu Gunsten Neubarth's. Die Wahl desselben ward jedoch von r lügnerischer Seite angesochten und die Wahlprüsungs Commission des Reichstages erklärte jene schließlich auch für ungiltig. ? Der Preßfeldzug der Berliner Officiösen gegen die russischen Werthpapiere hat bis jetzt den Erfolg gehabt, daß an den Börsen ein allge- ? Einer Coursrückgang dieser Papiere eingetreten ist. Falls bie osficiöse Preß- _ pvtemik eine derartige Wirkung beabsichtigte, so entspricht das Ergebniß voll- i Sänbig dieser Absicht; jedenfalls ist Rußland für die Handels-Chikanen u. s. w., die es fortgesetzt Deutschland gegenüber ausübt, eine wohlverdiente Lection zu Theil geworden. Aber die Medaille hat auch ihre böse Kehrseite; als man in Berlin die Warnungen vor der Capitalsanlage in russischen Werthen erließ, da dachte man wohl nicht gleich daran, daß viele Millionen deutschen Geldes in j Eschen Papieren stecken und daß vorzugsweise die kleinen Capttalisten hierbei ldethstligt sind. Jetzt wird denselben nun aus einmal gerathen: „Verkauft ja 'chleunigft Eure „Russen", denn es steht unsicher mit ihnen", und wenn ein 9 Wer Rath von den der Regierung nahestehenden Organen ertheilt wird, so > 'M es aus der Hand, daß man ihy zu befolgen sucht. Aber das Bestreben, der russischen Werthe Hals über Kopf zu entledigen, ist für die kleine 9 Mche Capitalistenwelt mit Verlusten von Millionen verbunden, das kann man 1 'P schon sagen und die Verantwortung hierfür muß denen überlassen bleiben, Ne jetzt so unvermittelt das deutsche Publikum in Angst und Schrecken setzen. " Warnungen mögen bei dem Zustande der russischen Finanzen und der v* unsicheren allgemeinen Lage eine gewisse Berechtigung haben, sie hätten jedoch ) W früher kommen müssen; freilich mochte sich dies mit der angeblichen „thurm- Mn Freundschaft" zwischen Deutschland und Rußland nicht vertragen, aber in , wn leitenden Berliner Kreisen kennt man die eigentliche Stimmung in Peters- jmrg gegen Deutschland wohl nicht erst seit heute und gestern und eine frühere ^urnung vor der Capitals-Anlage in russischen Werthen wäre gewiß am Platze Niesen. Jetzt kommt man hiermit nachgehinkt — das ist sehr erbaulich! Alfred Krupp, der weltbekannte „Kanonenkönig", ist in Essen im Alter von 75 Jahren verschieden. Mit ihm hat die deutsche Großindustrie ihren her- ! vorragendsten Vertreter verloren, der durch seine Leistungen aus dem Gebiete der Gußstahl-Fabrikation und speciell der Geschütz-Fabrikatton nicht nur der deutschen Industrie, sondern auch der deutschen Armee und überhaupt der militärisch - technischen Entwickelung unseres Vaterlandes wesentliche Dienste geleistet hat. Wie Alfred Krupp aus industriellem Gebiete hervorragte, so war er auch als Mensch ausgezeichnet und durch seine weitgehende Fürsorge für die Tausende von Arbeitern, welche er beschäftigte und die mustergtltige Organisation seines RieseN'Etabliffements ist Krupp auch auf socialpolittschem Felde von nicht zu unterschätzender Bedeutung geworden. Die deutsche Nation wird das Andenken des Verstorbenen immerdar in Ehren halten. Die Angelegenheit der englisch-türkischen Convention wegen Egyptens gestaltet sich vollständig zum polüischen Sommer-Mythus. Sir Drummond Wolff, der außerordentliche Bevollmächtigte Englands in Konstantinopel, spielt dort jedenfalls eine ziemlich zweifelhafte Rolle, denn immer wieder schiebt ec seine Abreise auf, um die Ratification des Vertrages durch den Sultan zu tilangen und er müßte doch allmälig wissen, daß dies nur ein frommer Wunsch bleiben roir\ Die Abreise Wolff's sollte nun „unwiderruflich" am letzten Freitag oder Samstag erfolgen und ist wohl auch geschehen, da man in London plötzlich zu der Ueberzeugung gelangt ist, daß der egyptischen Convention keine allzugroße Wichtigkeit beizumeffen sei. „Wir haben unsere Pflicht zu erfüllen" — versicherte der Unterstaatssecretär Ferguffon im Unterhause — „mag die Convention ratistcirt werden oder nicht, die Räumung Egyptens wird dadurch weder beschleunigt noch verlängert." Wozu denn dann der ganze Lärm? Die irische Strafrechtsbtll ist nunmehr unter Dach und Fach gebracht worden, indem das Oberhaus in seiner Freitagssttzung die Bill bei der Etnzelberathuna in der Fassung des Unterhauses erledigte. Das russische Kaiserpaar ist in voriger Woche von dem Ausfluge nach den finnischen Scheeren wieder in der Sommer-Residenz Peterhos etnge- troffen. Darüber, ob die russischen Majestäten auch in diesem Sommer nach Kopenhagen zum Besuche des dänischen Hofes reisen werden, ist noch nichts Näheres bekannt. Aus Moskau wird von einer Verschlimmerung im Befinden Katkow's berichtet und sollen seine Kräfte fichtlich verfallen. Die russische Paßsteuer für solche Auslandspässe, welche aus 6 Monate lauten, ist von 5 aus 10 Credit-Rubel erhöht worden. Darmstadt, 18. Juli. Das Großh. Regierungsblatt (Bellage Nr. 20) enthält: 1. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Ergebnisse der Verwaltung der Wittwen- und Waisen-Kaffe der Volksschullehrer vom Jahre 1885/86 betreffend. 2. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Mainz, die für das Etatsjahr vom 1. April 1887 bis Ende März 1888 zur Bestreitung der Communal-Be- dürfniffe der Stadt Mainz zu erhebenden Umlagen betreffend. 3. Ordensverleihungen. 4. Namensveränderungen. 5. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Sprendlingen mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1300 Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Bessungen yrit einem Gehalt von 1200 JL Eine die (2.) mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Laubach mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 900 bis 1200 Mit der Stelle ist Organisiendienst verbunden. Dem Herrn Grafen zu Solms-Lau^ach steht das Präsentationsrecht zu derselben zu. Die mit einem kathol..Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Radheim mit einem Gehalt von 900 Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. An der VolkSichu.e zu Offenbach zwei Lehrerinnenstellen, von denen die eine mit einer evang. und die andere mit einer kath. Lehrerin zu besetzen ist, mit einem Anfangsgehalt von je 1200 X Dem Herrn Fürsten zu Ysenburg-Birstein steht das PräsentattcnS- °°n dem Amtsrichter Dr. Hohfkld die verantwortlichen Redacteure des S)fn iPtAPr“ itnn hör on11 kl« IX______ o-r rr-r.. . vy A ß 3 X Ei ü I des des den die am 2 7 l kl ;1 11. 12. 13. Ostanlage. Ludwigsstraße. Bleichstraße. Ü * der Nachricht angaben, verweigerten die beiden Gewährsmänner zu nennen. recht zu diesen Stellen zu. Eine Lehrerinnenstelle an der kath. Schule zu Bensheim mit einem Anfangsgehalt von 1000 Jt, von 5 zu 5 Jahren aussteigend um je 60 JL bis zu 1200 JL Querfurt, 18. Juli. Bei der Neuwahl eines Reichstags-Abgeordneten für den 7. Merseburger Wahlkreis wurde nach amtlicher Feststellung Gutsbesitzer Panse (dfrs.) mit 10,073 von 18515 abgegebenen Summen gewählt. Gutsbesitzer Neubarth (Reichspartet) erhielt 6336, Amtsrichter Pieschel (natl.) 1346 und Handelsmann Hoffmann (Socd.) 757 Stimmen. (Vergehen gegen den § 17 des Preßgesetzes) nach dem Ursprung bereater vernommen. Während die beiden Redacteure mit ------ u - - - Die Verwaltung des städtischen Wasserwerks. Bedarf an Brennmaterial für die Stadt pro 1887/88. Die Verwerfung der Grasnutzungen der Schoorgrabenböschungen. Erbauung einer Caserne. Neubau von Kliniken. 14. Die Stege über den Schoorgraben. 15. Die Quellwasserleitung. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspon-enr-Bnreau. Bregenz, 18. Juli. Kaiser Wilhelm traf hier Nachmittags um 3Va Uhr ein. Ter Prlnz^cgenl von Bayern begab sich auf das Dampfboot und begrüßte den Kaiser aufs Herzlichste, mit welchem er längere Zett allein im Gespräche verweilte. Dann begab der Kaiser sich mit dem Prinzregenten und dem Grobherzoglichen Paare zum Waggon, wo die Letzteren sich verabschiedeten. Auf dem Landungsplätze hatte sich eine sebr zahlreiche Menschenmenge etngefunden, welche den Kaiser jubelnd begrüßte. Rom, 18. Juli. In Catania, Lecce, Ischia, Livorno und Parma fanden gestern Erdbeben statt. Aus dem Aetna steigt ein dichter Dampf auf. Paris, 18. Juli. In dem Departement der unteren Loire ist der Conservative Lareinly zum Deputirten gewählt worden. Kopenhagen, 18. Juli. Für die Provenienzen aus Stcilien und die zwischen Cap Leuca unö Cap Spartioento liegenden Häfen wurde heute Quarantäne angeordnet. Petersburg, 18. Juli. Die Blätter wollen wissen, es ständen Maßregeln seitens der Regierung bevor, durch welche die Aufnahme von Studenten in die russischen Universitäten gewissen Beschränkungen unterworfen werden solle. Die betreffende, für die Petersburger Universität bereits ergangene Verordnung verlange von den neu zu immatrikulirenüen Sludenten eine Garantie ihrer politischen Zuverlässigkeit und setze als Norm für die Aufnahme jüdischer Studenten um drei Procent erhöhte Univer- sirätsgebühren fest und Erhöhung der Collegiengelder von 5 auf 25 Rubel für das Semester. Konstantinopel, 18. Juli. Gestern fanden auf Chios und in Smyrna leichte, auf RhoduS und Kreta heftige Erderschütterungen statt. In Canea wurden mehrere Hauser beschädtgr. ________________________ 16. 17. 18. 19. 20. 21. 22 23" 24. 25. 26. — Das „Journal des Debctts" äußert sich zustimmend zu den jüngsten Reden der Minister Rouoier und Spuller über das Programm der Regierung, die eine streng republikanische und entschlossen sei, das Land zu beruhigen, den unfruchtbaren Agitationen ein Ende zu machen, die Republik vor Chimären und Abenteurern zu schützen und Frieden nach innen und außen zu sichern. Hauses auf den beleidigenden Ausdruck, welchen Tanner am Freitag im Vorsaale Unterhauses gegen ihn gebraucht. Tanner hatte Long einen „verdammten Narren" genannt. Smith beantragte Suspension Tanner's auf einen Monat. Sexton beantragte, .die Debatte zu vertagen, weil Tanner nicht anwesend sei. Parnell unterstützt den Antrag. Smith sprach dagegen, weil Tanner nicht Worte der Entschuldigung geschrieben. Gladstone befürwortete den Antrag Sexton. Nachdem hierauf Smith em- gewilligt, wurde die Debatte auf Donnerstag vertagt. London, 18. Juli. Das Oberhaus nahm tn dritter Lesung die irische Straf- rechtsblll an. VU41 vvu» vi. .yvy|t.*u vit. uciUHlU)Oruiu)CJl c/iedacteure 0,8 cm , 1 Anzeiger" und der „Mainzer Nachrichten", die Herren Th. Winkler und M SailW < sowie die hier ansässigen Journalisten N. Grünewald und I. Becker als ( oem Ursprung bereiter Milten Zustimmung der Verfasser dieL? letztgenannten Angeschuldigten jA ? Paris, 18. Juli. Der Muntcipalrath verwarf die Tagesordnung, worin Bevölkerung beglückwünscht w.rd, den für die Republik gefährlichen Aufreizungen Nationalseste widerstanden zu haben. — Graf Münster schiffte sich heute in Boulogne nach London ein. London, 18. Juli. Unterhaus. Walter Long lenkte die Aufmerksamkeit Lokales. Gießen, 19. Juli. Amtmann Nover von hier hat Auftrag erhalten, den Kreisralh Dr. Wolf in Schotten während dessen Urlaubs zu vertreten. Gießen, 19. Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den 21. Juli 1887, Nachmittags 4 Uhr. 1. Das Feuerlöschwesen im Kreise Gießen. 2. Die Vertilgung der Blutlaus. 3. Die Ernennung von Taxatoren in Wildschadensangelegenheiten. 4. Gesuch des Kaufmanns Wilhelm Montanus umErlaubniß zum Verkauf von Branntwein. 5. Desgl. des Franz Gärtner zum Betrieb einer Zapfwirthschaft. 6. Emrichtung einer Badehalle für die städtischen Volksschulen. 7. Die Festsetzung der Richtungslaternen. 8. Trottotrpflasterung und Beleuchtung in der Löberstraße. 9. Reparatur des städtischen Pflasters. 10. Ausbau der Weserstratze. LandwirthschaftlLcheS. ,,, 7~ Bleichsucht der Obstbäume, auch Gelbsucht genannt, soll nach Berichten au, verschiedenen Agenden letzt sehr häufig auftreten, was wohl auf die in manch« Gegenden herrschende Trockenheit zurückzuführen ist. Besonders in bündigem schwer«- g-rr , Heute Nacht übte sich ein Studiosus im Abreißen von Trinkbechern an den Adreff/'bei^öcrrn""S^hutzmannspatrouille notirie sich die mif Trinft*,rn k berucksichtrgt, daß erst vor Kurzem sämmtliche Brunnen ™ ftu^eLwSrben' einige Tage später bereits 17 Stück derselben fehlten so bulste nm!^ernstliche Ahndung1 dieses Unfugs wohl am Platze sein. dem fgM ^bauten her «Untren wurden Bau und Unterhaltung der Kreisstraßen. Emsassung des Stadtbachs in eine Stetnsohle. Gesuch des Kaufmanns Johannes Heinbach um Bauerlaubniß. Verbefferung deS kleinen Schwarzlachwegs. Der Brand im Gießener Stadtwald am 3. Juli d. I. Zwangsanschaffungen auf Grund des Art. 26 des Volksschulaesetzes Gießen, 19. Juli. Auf dem Thierschaafest im Wetzlarer Stadtwalde'stahlen IUullK ^chlrngel von hier, nn Alter von 9 und 11 Jahren, am Donnerstag einem °on % Tages-Einnahme von ca. 75 Dieselben wurdm von Wetzlar hierhergebracht und haben dieselben ihr Vergehen eingestanden. Das Geld war bereits vernascht und aus sonstige Weise verludert. ~anscheinend geistesgestörte Frau von hier versuchte sich gestern Moraen m ihrer Wohnung durch einen Schnitt tn den Hals sowie an den Annen zu tödttn Lebenau b efdt,C bcr Aufnahme, doch hoffen die Aerzte, sie am A/VVvii 5u CI yuiitJL — Eine gestern auf dem Dampfschiff „Fürst von Bulgarien" hier nnn^ Gesellschaft Vergnügungszügler von Mannheim hatte sich Seitens der diesigen einer großen Aufmerksamkeit zu erfreuen und stand von ihrer Ankunft bta u. Abfahrt unter sicherer Bewachung. Anlaß zu der auffallenden Erscheinuna mir T? von Mannheim die Behörden hier telegraphisch benachrichtigt worden da» hi, ru schäft größtentheils Anhänger der socialdemokratischen Partei seien. ' c — Am Samstag unternahmen 4 Postbeamte von hier eine* Kahnfahrt i Rhein: an der Mainspitze schlug der Nachen um und die 4 Insassen fielen Wellen, aus welchen sie sich nur mit Noth retten konnten. n „ . ~ Der Stolze sche Stenographenverein zu Berlin, gegenwärtig mit 684 Mitgliedern der größte L-tenographenverein der Welt, versendet soeben über sein 7 und 8. Vereinsjahr einen umfangreichen Bericht, dem ein kurzer Ueberblick über die'Entwickelung der Kurzschrift in den beiden letzten Jahren vorangeht. Kenner und Freunde der Stolze'schen Kurzschrift können den Bericht kostenfrei beziehen durch den Vorsitzenden, Parlamentsstenographen Max Bäckler, Berlin SW., Blücherstr. 16. _ ~ sFranzösische Siegelet] Die Trinkgläser zweier Kurgäste in Enis, eines Deutschen und eines Franzosen, waren beim Verabreichen des Thermalwassers vertauscht worden, ohne daß es von diesen sofort bemerkt worden wäre. Als der Deutsche beim Holen des zweiten Glases am Brunnen den Jrrthum entdeckte, wollte es der Zu.all, daß der Franzose ebenfalls zum Brunnen kam, um sich eine neue Füllung ru erbitten. Kaum hörte er indessen vom bedienenden Personal, daß sein Glas in ben Händen eines Deutschen gewesen sei, so nahm er dasselbe und warf es mit solcher Wucht auf die Steinplatten der Halle, daß die Scherben weit umherflogen. - Mr fragen, was wäre wohl einem Deutschen begegnet, der sich in einem französischen Kurorte aus gleicher Ursache so benommen hätte? m 16.Juli, wird der „Nat.-Ztg." telegraphirf. Gestern Nachmittag 4 Uhr entlud sich längs des Hochgebirges ein wolkenbruchartiger Retzen S Gewitter. In kurzer Zett wurden die Gräben zu Flüssen, die das Wasser zu Thale fügten. Der Westflügel des Riesengebirges wurde besonders stark getroffen; Elbe, Zacken und Kochel waren schon Vormittags beim Gewitter gestiegen, Nachmittags waren die User voll. Die Schleuse beim Zackenfall zerbrach und das Wasser rann mit ungehemmter Kraft majestätisch nach der Tlese. Heute stütz lagen oberhalb der alten schlesischen Baude noch 10 Zentimeter hoch die Hagelkörner. Bei der Petersbaude wurden an der Telegraphenleitung Feuerkugeln während des Gewitters beobachtet, der Koppenplan erschien von Hagel weiß. Auf der Schneekoppe war der flegen derart daß der Hausflur unter Wasser war. Die Ortschaften Schlesiens und Böhmens erlrtten zahlreiche, oft zündende Blitzschläge; die Baudenwirthe versichern, daß seit 10 Jahren kein solches Gewitter dagewesen. m ri* stärkste Tanne ganz Thüringens, wahrscheinlich auch ganz Deutschlands, ist kürzlich gemessen worden: 7 Meter und 60 Cm. beträgt ihr Umfang. Sie gehört zu den 150 Riesentannen des Wurzelberges, die bis 50 Meter hoch, über 300 Jahre alt sein mögen und sorgsam geschont werden. Dieselben führen die Namen berühmter Forstmänner und Naturforscher: König, Cotta, Humboldt, Pfeil, Hartig, Burgdorfs Jeder dieser Riesen bäume wurde gefällt 22-24 Klafter Holz liefern. Auf dem Lindig, unweit des Wurzelberges, stand eine Tanne, die 52 Meter hoch war, 1849 aber vom Z^rh^^^5^urde. Sie gab 35 Klafter Holz. Der Stumpf, von einent Schindeldache bedeckt und mit einer Thur verschlossen, nimmt acht Personen in v Höhlung auf. unb feiern jetzt ihre Orgien; die ersteren auf unseren. Speisen, die letzteren - schrecklich aber wahr - von unserem Blute. Es ift tta ^ß sie all das kleine Geziefer und Ungeziefer aus- bautet, welches d e Luft durchschwirrt und durchsummt. Die Fliegen und die Mücken T«tu«r«n al Belästigung, die ersteren besorgen sie bei Tage, di« b?6en.uns bei Nacht. Respekttrt keine rechtschaffene Fliege irgend ein mensch- ÄLmU?1n??«» «e0i !lc vollkommener Verachtung aller Cholerabacillen aus Buttermilch, auf Pfefferkuchen oder Apfelmus, von ihren bLut-gout-Liebhabereien flanj iflihVÄ 0CIV la un£winzigere Mücklein noch rücksichtsloser an uni«« i'Tr b*.ek Z°^eszett eigentlich keines Menschen Freund, er fei d-M ' Nachdem jeher neue Sommer aus's Neue beftälißt, t>«6 fein ratioiielleres Mittel — nach dem Mückenstich — gibt als Salmiakgeist, wüßte -S ^ e.।' ™8„® a an8s.wurdige Ausgabe fein, 1. den Verbrauch dieses edlen Stoffes ®eilu«ß von Muckensttchen zu berechnen und 2. seftzustellen, welchen national«^' n 'r .^in^ENstich hat und 3. wie viel Mücken dazu gehören, "ttvn nC^L In ,rr°=P^9e1r>.t5ain.llE nvch Normalarbeitstag und Durchschnitt» i« Dolkswuthschastler und Rechner, ieht, Euch blühen immer neue unb S, w*Begutachtungen medicinischer Autoritäten, wie oitl bat ’ “ *Schropskops-Honorar jährlich spart, da die Mücken dies noch W» Dungwerth sie der Landwirthschast zusühren, schloffen Od passend und würdig an. Dir aber, lieber Leser, verehrte Leserin, laß es zum iroft "°"ichen, daß zwar noch Niemand die Fliegen und tWW« ut,8 R UR7 nnn?t,C wo6t i°«st nichts zu thun hatte, herausgerechnet h« Mge oder Mucke eines Durchschnittsfliegenjabres fügte einen! . Ilna-n "»Schaden zu. Wie beruhigt wirst Du nun Deine Bücket um ; Seulen ,^vagen und den kleinen Insekten, deren Leben so kurz ist — manche öciiufler- Hnp'n \Hntr\n rnT iTc. ben Krasttrunk aus Deinem Blute gönnen. Im Ue i spruch erhebt ” r Ege Ziffer in den Einern aus Genauigkeit keinen Aw Verwischte». S«nS:®5n8, 18. Juli. Das hier unter dem Vorsitze des Herrn Verwalters Schuchard von Neuhof in's Leben getretene landwirthfchaftliche Kränzchen entwickel eme rech, rührige und erfolgreiche Thätigkeit. Mehrere gebiegene $orlräa^ ->°n tuchttgcn Wanderlehrern, welche der landwirthschastliche Bezirksverein Gieden Wunsch bereitwilligst hierher sendet, sind bereits gehalten worden und weite ? Neben in Aussicht. Ein Beweis, wie in Folge dieser Thätigkeit sich bessere Etnsich in ländlichen Kreisen Bahn bricht, bürste bie Thatsache fein, baß in bem hiesigen Kränzchen kürzlich 1400 Zentner Thomasschlacke unb gegen 700'Beniner Ehtlesälveter bestes worben sind, abgesehen von weiteren gemeinschaftlichen Bezügen. 1 △ Mainz, 18. Juli. Anläßlich hier jüngst über den hier fcbroebenht»« Soctaltstenproceß durch die Blätter gegangenen Einzelheiten wurden heute Vormtttag A Mainz, 18. Juli. Der älteste Capitän der „Köln-Düsseldorier £ schifffahrtsgesellschaft", Herr I. B. Heim, ist heute hier im Atter von 84 gestorben. Der Verstorbene war ein trefflicher Charakter, der durch sein Iieben§mürS zuvorkommendes Wesen während seines langjährigen Dienstes hochgeschätzt murh, △ Aus Rheinhessen, 18. Juli. Bei dem unter der Anschuldiauna Brandstiftung in Untersuchung gezogenen, aber von dem Schwurgerichte freiaesvi-^- Hafner Görtz in Wörrstadt fand am Samstag wiederum eine Haussuchung oü!? ■ Nach Beendigung derselben wurde dessen Gehülfe verhaftet. 8 Würzburg, 13. Juli. Eine Lehrlingsschinderei ärgster Art fand vora?»-^ vor der Strafkammer ihre Sühne. Der Gärtner Seeser und sein Sohn hatte» 0 „ Lehrling M., der, von einem Mitlehrling des Diebstahls bezichtigt, über biefes 9?en gehen nichts auszusagen vermochte, in barbarischer Weise geprügelt. Aber trotzbkwlhT Lehrling nichts auszusagen vermochte, verfielen die beiden Seeser auf eine aernhp r niederträchtige Quälerei. Sie banden den armen Jungen mit Lampendraht an Ä Pfosten, legten ihm einen Strick um den Hals und schnürten ihm die Hände lütfmsw? worauf sie auf das wehrlos dastehende Opfer mit Stöcken einhieben und fast S i Stunden lang diese Marter fortsetzten, bis der Junge Alles, was man von ihm Melangen wollte, eingestand. Kaum aber wieder losgebunden widerrief er das ManhniV worauf ihn fein Lehrherr den Nachmittag in's Gewächshaus steckte, dessen Ttzüren vernagelte und ihn Abends in die Dachkammer einschloß, in welcher er den aamm folgenden Tag und den darauf folgenden Vormittag trotz der argen Kälte ausbalien mußte, bis ihn auf Verlangen seines Vaters die Polizei befreite. An ben Folaen C Mißhandlung, des ausgestandenen Schreckens und der Erkältung lag der Lehrlina über ein Vierteljahr krank; heute noch kann er nach einer überstandenen Hüftgelenk-Snt- zündung den linken Fuß nicht gebrauchen. Später suchte Seeser den Vater des Lehrlmgs durch ein Gebot von 400 und dann von 475 JL zum Vertuschen der Ea«de zu bewegen. Wegen Körperverletzung, Nöthiguna und Vergehens wider die periönlidi? Freiheit erhielten die beiden Reefer, Vater und Sohn, heute je 1 Jahr und 3 Monate Gefangnißstrafe zudictirt. Handel und Verkehr. Kiesten, 19. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund . 0W-0 85 Hühnereier pr. St. 5-6^, Enteneier St. 6-OH, Käic vr. St. 4-7 3>. pr. Liter 17 H, Linsen 28 H, Tauben per Paar 60 bis Hübner per Stück X 0.85—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.50—0.80, Enten J'M'tr.S j? 1.50—1.70, Gänse per Pfund 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 2 P jhib^unb Rindfleisch 54-56 Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 5O^rs « H Kalbfleisch 40-46 1 Kartoffeln per 100 Kilo X 7.OO-8.OO Milch per Liter 18 H Zwiebeln per Centner X 8.00—9.50, Kirschen per Pfund 14-20 H. . r)bßbäume bei trockenem Wetter leicht von dieser Krankheit befallen, Boden werden , ^Blätter ganz und gar gelb werden, ohne indctz abzufallen. sich dadurch z g, ie Krankheit beseitigt wird, so fallen meist die angesetzten Venn aber nacht Baumes ist verloren. Sobald sich die Anzeichen der Früchte ab uno oer reichliches Begießen der Bäume mit einem Gemisch von Arlbsiicht etnueu n, ober auch mit anderem flüssigen Dünger vorzunehmen. Äfi 6lt S bei dieser Gelegenheit, rings nm den Baum ca '/. Meter t.efe den Boden zu dohren und die Flüssigkei! in dieselben zu gießen, wie dieses Är,n bei Obstbäumen überhaupt zu empjehlen ist, da nur dadurch den feineren I hi, Sfiabrung bircct zugesührt wird. Ein grober Vortheil ist es, wenn man radier unten offene, an den Seiten möglichst durchlöcherte Thonröhren einsetzt, L ÄmÄÜng kann dann'immer aus diese rationelle Weise stattfinden Bei die,er ^ Bewa ur g erwähnt, daß bei Trockenhert em Begießen der Obstbaume mit Dünger lick nicht empfiehlt, wenn eben die Bäume nicht die Bleichsucht haben, onft nur mit reinem Wasser. Gesunde Bäume soll man mit flüssigem nur bin und wieder bei Regenwetter begießen. Th. Der erste weibliche Bürgermeister, den die Vereinigten Staaten gesehen haben, . her Cbic. Fr. Pr." zufolge, in dem Städtchen Argonia in Kansas. Er heißt k^Luianne Medora Salter. Die Frau Bürgermeister ist noch jung, Gattin eines der sie als Studentin an einer landwirthschaftlicken Schule kennen gelernt Ln, unb Mutter von vier Kindern. Sie wurde mit Hilfe der Frauenstimmen Man sagt, daß nur eine einzige Frauenstimme gegen |te abgegeben, die Be- siherin derselben aber dafür mit allgemeiner Verachtung beUraft wurde. Frankfurt, 18. Juli. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 406 Ochsen, ca. 23 Bullen, ca. 447 Kühe und Rinder, ca. 242 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. 58—60, 2. Qual. X 50—52, Kühe und Rinder 1. Qual. X 50—53, 2. Qual. X 44—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 45—50 H, 2. Qual. 40—45 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 18. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. biefiger u. Wetterauer X 19,00-19,25, fremder X 18,50-19,25, Roggen eff. hies. X 14,00-00.00, fremder X 12,75—13,25, Gerste effectio hiesige und Wetterauer X 15,00—17,00, fremde X 00,00-00,00, Hafer eff. hies. X 12,50—12,75, fremder X 00,00—00,00. Wöchentliche Ueberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen. 28. Woche. Vom 10. Juli bis 16. Juli 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (tuet 1600 Mann Militär). Sterblichkeitszisfer: 27,3®/». Kinder Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Lungenschwindsucht 2 2 — — Diarrhöe und Brechdurchfall 2 — 2 — Atrophie 2 — 2 — Diphtherie 2 (1) — — 2 (1) Eiterbrust 1 (1) — — 1 (1) Nierenentzündung ____________1__________—____________—____________1______ Summa: 10 2 4 4 Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 19. Juli, Mittags zwilchen 11 und 12 Uhr: Wasser 17 Grad, Luft im Schatten 17 Vi Grad. L. E b r. Rüb so m en. IM..............um MUH .......................................... Allgemeiner Anzeiger. Ernte- Berfteiaernng Die am 16. d. Mts. abgehaltene Versteigerung ist nicht genehmigt morden, es sollen daher Lamstag den 23 d. Mts., Nachmittags 3 Uhr, mchverteichnete Früchte des land- Mirthschastlichen Versuchsfeldes, näm- Kid): 2 Morgen Winterroggen, 1 Morgen Hafer, a rin Mheilungen von je einem Morgen, ian Ort und Stelle nochmals meist- ciu ! bietend versteigert werden. Außerdem kommt noch 1 Morgen " Kartoffeln zur Versteigerung. Gießen, den 19. Juli 1887. Großherzogl. Universitäts-Rentamt. i4 Schmitt. » 5448 | Bekanntmachung. Donnerstag den 21. d M., V-.£ NachmütagS 1 Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei ein i l der Gemeinde gehöriger 4 jähriger fetter » Fasselochs öffentlich versteigert werden. Beuern, den 18. Juli 1887. Großh. Bürgermeisterei Beuern ic 8* Otto. 5409 Monlsg den 25. Juli, Nachmittags 2 Uhr, toll auf dem hiesigen Ortsgericht die l dem August Schmidt und Kindern ge- (; meinschrstlich gehörige Scheuer Flur 1. Nr. 400 — 88 Meter in der 11 . . . . Judengasse freiwillig meistbietend versteigert werden- Gießen, den 19. Juli 1887. 3>'i Großh. Ortsgericht Gießen tj: I. A- ____Vogt-__________5434 MoMg ben 25. Juli, 3 Nachmittags 2 Uhr, wllcn auf dem hiesigen Ortsgericht die ■ den Erben der Frau Dr. Köhler ge- 1 a hörigen Immobilien Flur XXXX Nr. 222,9 — 256 Meter Grabgarten auf dem Gartfeld, , XXXX Nr. 223,55 - 104 Meter “ *V Grabgarten daselbst, n XXXX Nr. 227,3 — 200 Meter Hofraithe im Gartfeld, H „ XXXX Nr. 227,8 — 2350 Meter 1V Grubgarten daselbst, Eer sehr günstigen Bedingungen ver- steigert werden. << Gießen, den 19. Juli 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. t I. A. ___Vogt-__5412 1 Zu verkaufen Mib Ä S^ßer Posten frisch entleerter Wein- .d' M", von 50—300 Liter, Halbstück und Wempipen bei L. Mühlhausen. HiMiothkk Öf$ ^ffrfffrijaftsoerems. Alle aus der Bibliuthrk des Gesellschaftsvereins entliebencn Bücher find bis zum Donnerstag den 28. Juli zurück zu liefern. Die Entleiher von Büchern, welche bis zu diesem Tage nicht abgegeben sind, unterliegen der statutenmäßigen Strafe von 25 H für jedes Buch. Von Donnerstag den 21. Juli an bis Montag den 8. August werden keine Bücher ausgeliehen. Vom 8. August an bis zum 19. September ist die Bibliothek nur Montags von 2—3 Uhr geöffnet, und erst vom 19. September an auch Donnerstags und Samstags. 5433 Der Bibliothekar des Gesellschastsvereins: Dr. Fromme.______________ I Letzte Lotterie I der Stadt Baden-Baden. I Ziehung am 27. Deccmber und folgende Tage. Hauptgewinne i. W. v. Mk. 50,000, 20,000, 10,000 u. f. w. Gesammtwerth der Gewinne Mk. 250,000. ■ Loose hierzu ä x 2.10, 10 Stück zu X 20.— versendet das General-Debil B von Moritz HclmerdBiiKer, Wiesbaden und B^den-Baden, g Auch zu haben bei allen Lollerie-Collecteuren. Für Porto und Gewinnliste I Für W irthe Z Eins -er besten Biere Buyern's Bergbräu Fürth (Nürnberg), gebe ich von heute aus meiner Kellerei faßweise ab. 5231 J. Bartsch. Sonnenstraße 14. Särg-Magazin von />. Brandt in Wetstar empfiehlt fertige Sarge jeder Art. Niederlage Wetzsteingaffe 40, im Hause des Herrn Lehrer Rahn. Lieferung stets sofort; eigenes Fuhrwerk. 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Erste Beilage: Aus der Zeit — für die Zeit. Zweite Beilage: Frauen - Daheim. Mit Preisfrage. 5426 Ein einfaches, propres Mädchen für sofort gesucht. rr Zur Stadt Frankfurt, Schloßgasse 9. Mittwoch den 20. Juli, Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau verschiedene Mobiliargegenftände zwangsweise versteigert. _ Gießen, den 19. Juli 1887. Bühner, 5447 Großh. Gerichtsvollzieher. Mhveichechemng zu Romrost Mittwoch den 27. d. Mts», von Morgens 10 Uhr an, soll in Folge Ablebens des Viehhändlers Seligmann Steinberger von Romrod von dessen Nachlaß öffentlich versteigert werden: zwei 4jährige schwere braune Stutenpferde, ein 6jähriges schweres braunes Stutenpferd, ein 6jährigec Schimmel (Stute), ein I2jähriges braunes Stutenpferd, ein I Vrjähriges Fohlen (Stute), zwei trächtige Kühe, eine Kuh mit Kalb, ein 2jähriges Rind, ein circa 15 Monate alter rein Simmenthaler Bulle, sowie 15 Stück Schafe und Lämmer. Alsfeld, den 18. Juli 1887. 5446 Wolirab, (Jurator. Mittwoch d n 20 Juli d. J , Nachmittags 2 Uhr, werden auf meinem Bureau gegen Baarzahlung versteigert: Sopba's, Kommoden, kKleiderschränke, Küchenschränke mit Glasaufsätzen, Tische, Spiegel, Bilder, Wanduhren, 1 1‘iantno, 1 Ladentheke u- 1 Ladenschrank, 1 Stoßkarren, 2 Pferde, 1 Kuh u- a. m- Geißler, 5401 Gerichtsvollzieher. Jetlgeöotenes. Zwiebelkuchen Montag, Mittwoch u. Freitag Morgens 9 Uhr bei Fr. Hennings, 5420___________Seltersweg.________ 5411 Zwei schone blühende Oleander zu verkaufen- Krofdorferftraße^3^, 54211 Schöne Saaterbsen zu verkaufen bei PH. Schwan, Neustadt 43. 5449 Ein junger sprungfähiger Zucht'O^ber, norddeutscher «"«^^^^raufen^d 5427] Sehr schöne «ohlpftanzen ver- kauft Karl Gutbuv, Schuhmacher- Willi. Schomber 5435 1782 Herrenhemden nach Maaß. Neuenweg 48. Z. m. Zubeh, sofort zu Grunbergerstratze 31. 104 Schulftraße 9. Sommersprossen 3756 6. F. Conrad, Mäusburg. Mecttm: ». »cheytz«. Th. 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