Ar 116 Samstag den 21. Mai 1887. (Hießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ■ —" " ’ ’ „ _ , s. p « Preis vierteljährllch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Dnrearrr Schnlstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2Mark 50 Pf. Amtlicher Ayeit. Betreffend: Statistische Nachweisungen über das Bolksschulwesen im Kreise Gießen. Gießen, am 16. Mai 1887. Die Großherzogliche Krris-Schul-Commission Gießen an die Schulvorstände des Kreises. 1887/88: Zahl der Fortbildungsschulen: a. einklassig, b. zweiklassig, c. dreiklassig rc. 1. Stand der einfachen Volksschule nach Beginn des Schuljahres a. ohne Schulgeld, b. mit Schulgeld. Zahl der Schulkinder. Wir sehen Ihren Berichten in rubr. Betreff innerhalb 8 Lagen entgegen über: II. Stand der Fortbildungsschulen nach Beginn der Schulperiode 1886/87> nach dem Geschlecht: a. im Ganzen, b. Knaben, c. Mädchen. Nach dem Bekenntniß: a. evangelische, b. römisch-katholische, c. israelitische, d. anderer Consesfion. Die Berichte sind genau nach vorstehendem Schema Zahl der Schüler nach dem Bekenntniß: a. evangelische, b. römisch-katholische, c. israelitische, d. anderer Consesfion, e. im Ganzen. III. Stand der erweiterten Volksschulen nach Beginn des Schuljahres 1887/88. Wo sich erweiterte Volksschulen befinden, ist ganz nach Schema I über I dieselben zu berichten. unter Beibehaltung derselben Bezeichnungen abzufaffen. Dr. Boekmann. Bekanntmachung. Kommenden Sonntag den 22. I. M. werden folgende landwirthfchaftliche Borträge gehalten werden: 1) Zu Hungen im dortigen landwirthschaftlichen Localverein unter dem Vorsitze des Herrn v. Oven Nachmittags 2Vz Uhr im Gasthause „Zur Traube" über die Frage: „Worin besteht die Kunst de- Sparen- in der Landwirthfchaft?" von General- secretär Müller aus Wiesbaden. m ~ . 2) Zu Lana-GönS im dortigen landwirthschaftlichen Localvereine unter dem Vorsitze des Herrn Verwalters Schuchard vom Neuhofe Nachmittags 3 Uhr bei Gastwirth Weil in Lang-Göns über die Vortheile der Entwässerung der Aecker und W lese«, sowie über da- einzufchlagende Berfahren, von dem landwirthschaftlichen Provinzialwresenbaumerster Greb aus Friedberg. . Alle Landwirthe und Freunde der Landwirthfchaft werden zum Besuche dieser Vorträge hiermit emgeladen. Gießen am 16 Mai 1887 Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. Nover. Deutschland. Berlin, 18. Mai. Der Kaiser empfing heute Vormittag den General- Quartiermeister Grafen Waldersee und nahm Mittags den Vortrag Wilmowski's entgegen. Die Besichtigung der Truppen aus dem Tempelhofer Felde unterblieb wegen der strömenden Regens. — Die Branntweinsteuer-Commisfion nahm in fortgesetzter Berathung die Absätze 3 und 4 der 8 2 an mit einem vom Finanzminister gebilligten Amendement Helldorf-Hüne, wonach bei der Neubemeffung der Jahresmenge des Branntweins die Vertheilung derselben nach Maßgabe der in den letzten drei Jahren durchschnittlich zum niedrigen Steuersatz hergestellten Jahresmenge erfolgen soll. Die inzwischen neu entstandenen Brennereien sollen dabei außer nach dem Umfange der Betriebsanlagen auch mit Rücksicht aus die wirthschastl. Verhältnisse nach Begutachtung durch Sachverständige berücksichtigt werden; ihre Betheiligung an dem zum niedrigen Satz herzustellenden Branntwein soll nach Maßgabe des Verhällniffes ersolgen, nach welchem die bisher bestandenen Brennereien an dem zum niedrigen Abgabesatz herzustellenden Quantum im Vsrhältniß zur Maisch- fteuer betheiligt waren. Der ganze § 2 wurde sodann mit 20 gegen 2 (deutschsreisinnige) Stimmen angenommen. Die Commission nahm sodann den § 3 (Seit des Eintritts der Abgabepflicht und die Person, welche zur Entrichtung der Abgabe verpflichtet) nut einem Amendement Mirbach an, wonach die Abgabe gegen Sicherheit gestundet wird, für eine Frist von 3 Monaten aber auch ohne Sicherheit gestundet werden kann, falls kein Grund vorhanden ist, den Eingang der Abgabe gefährdet zu sehen. München, 18. Mai. Heute ist die Großjährigkeits-Erklärung der Prinzen Rupprecht, ältesten Sohnes des Prinzen Ludwig, durch den Prinz- Regenten im Beiseln des ganzen königlichen Hauses, sowie der Hoswürdenträger, des Ministeriums und der Generalität vollzogen worden. Magdeburg, 18. Mai. Gestern Nacht 11 Uhr wurde da» Erkennt- niß in dem Socialistenproceffe, welcher schon seit Monaten hier schwebt, gefällt. 31 Angeklagte wurden wegen Vergehens gegen das Socialiftengefetz zu Strafen von 9 Monaten bis 2 Wochen Gefängniß verurtheilt; die übrigen Angeklagten, darunter auch der frühere Reichstags-Abgeordnete Heine, wurden freigesprochen. Bremen, 18. Mai. Wie au» New-Iork telegraphirt wird, ist der Dampfer des Norddeutschen Lloyd, „Fulda", am 16. d. Mts. bei Long-Jrland auf den Grund gerathen. Man beabsichtigt, die Ladung zu löschen, und hofft, Lei hohem Waffer da» Schiff wieder abzubringen. Irankreich. Pari-, 18. Mai. Die Majorität der Kammer, welche gegen die Regierung stimmte, besteht aus 164 Mitgliedern der Rechten, 86 Opportunisten und 25 Mitgliedern der äußersten Linken. Im Allgemeinen gilt Freycinet als der Präsident des zukünftigen Ministeriums, wenn auch das „Journal des D6bats" meint, Clemenceau würde sich dem Wiedereintritt Freycinet'- widersetzen. Die intransigenten Blätter fordern Clemenceau aus, die Leitung der Geschäfte zu übernehmen. In opportunistischen Kreisen ist man entschieden gegen die Herüber- nähme Boulanger's in das neue Cabinet. Die Schwierigkeiten der Situation laffen annehmen, daß die Ministerkrisis keine unmittelbare Erledigung finden dürfte. — Der Präsident Grövy wird heute Nachmittag mit den Präsidenten de» Senats und der Kammer und alsdann wahrscheinlich noch mit mehreren anderen hervorragenden Mitgliedern der Kammer conseriren. — Der Senior der medicinischen Fakultät, Vulpian, ist gestorben. Aelgien. Brüssel, 18. Mai. In dem Kohlenbecken von Charleroi und in dem Bassin du Centre dauert die Strikebewegung zwar fort, die vergangene Nacht ist aber nach den bis jetzt vorliegenden Meldungen ruhia verlaufen. Die Regierung fahrt fort, Truppen nach den von den Strikenden bedrohten Orten abzufenden, von hier sind gestern Abend 2 Schwadronen Guiden abgegangen. . _.w — Von den Gruben des Bassins von Charleroi ist bis fetzt nur in Hilly ein Strike ausgebrochen; in den übrigen Gruben wird die Arbeit fortgesetzt. In Namur und Tournai sind 3 Eskadrons Lanciers eingettoffen, von denen eine nach Hllly ab- gegangen ist. — Dagegen hat die Strikebewegung im Bassin du Centre, wie aus Mons gemeldet wird, im Laufe des Vormittags einen gröberen Umfang angenommen, in Maurage, Braquegnies, Lalouviere, Bois du Duc, Sars-Longchamps, Houssu, Haine, St. Pierre haben die Arbeiter zum größten Theile die Arbeit niedergelegt, in Francobelge feiern drei Viertel der Arbeiter. In Marioment wird die Arbeit fortgesetzt. Wußland. Nowo>Tscherka«t, 18. Mai. Die feierliche Einführung des Srotzfürsten-Thron- folgers als oberster Hetman der Kosaken fand heute statt. Nach dem Gottes ^saken- einer Versammlung der Kosaken ein kaiserlicher Gnadenbrief an das . für Heer verlesen; hierauf sprach der Kaiser dem Heere für seme treu. den den herzlichen Empfang seinen Dank aus und händigte dem Boulevard Hetmansstab ein. Die Stadt ist auf das Festlichste. 6/N".^stages der kaiserlichen sind zwei große Triumphbogen errichtet. Am Abend ^>es An unsrs g Don statt. Familie sand eine Illumination der Stadt und ein Feuerwerk Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspon-enz-Brrreau. n9Z Mai. Nach einem Telegramm aus Newyork ist der Damvser L.'W?8LNLSL,'ALL «•••*■«* - *•« Greog TetoUb'en9, ™“L 5rt9dntt *fl auf 6eutt ^mittag 3 Uhr zum Präsidenten „ London, 19. Mai. Bei der gestrigen Ersatzwahl in St Anstpll «mrS# Stelle des suruckgetretenen Gladstonianers Borlase Mr. Mac Arthur welcker "Ä“?" ist 2°- m“L lPrivatdepesche.) Der berühmte Operateur Professor Billroth 8 o f « l r <. q. „ Hetzen, 20. Mai. Die theologische Conferenz zu Gießen wird der Darmst Ztg." zufolge", Donnerstag den 9. Juni ds. Js. von Moment Cas« Leib ihre Jahresversammlung halten. Nach einem Vortrags des forrafc fefforä Dr. Herrman n (Marburg): „lieber den Begriff der Offenbarung nd nach Im Ganzen 96 767.14 . . 3679.52 v4t 3) 5) an das Militär JL !bleibt Reineinkommen 82 736.64 JL daher in 1886/87 mehr als in 1885/86 . . - - 4 014.58 ** JL 6.86 472.31 9 052.31 2 41175 2 087.27 3.25 647.18 8 470.18 2 458.06 2116.77 s*L 100 446.66 JC 96 767.14 „ Die Versammlung der Kosaken, in welcher der Großfürst-Thronfolger als deren oberster Hetman eingesetzt wurde, verlief äußerst glänzend. Sämmtliche Regalien, Fahnen, Kleinodien und kaiserlichen Gnadenbrtefe des Kosakenheeres waren in derselben ausgestellt. Nach der Feierlichkeit nahm der Kaiser die Truppenschau ab, an welcher außer einem Kosakenregiment und einer Kosakenreseroe-Batterie noch die Zöglinge der Militäranstalten, ein Regiment noch unetngerethter Kosaken und zwei Regimenter Kosakenknaben thetlnahmen. Zum Schluß legten Kalmücken Proben ihrer Reiterkünste ab, nach deren Beendigung sie dem Thronfolger ein schönes cremefarbenes Pferd zum Geschenk darbrachten. Abends fand ein Ball im Adelsklub statt. Afrika. Zanzibar, 18. Mai. Dr. Carl Peters ist mit seiner Expedition gestern hier eingetroffen. daher in 1886/87 mehr als in 1885/86 Die Octroirückoergütungen betrugen 1) für Schlachtvieh...... 2) „ Brennmaterialien . . . . " „ Backwaare, Mehl und Hafer 4) „ Getränke....... Im Ganzen 14 030.50 daher in 1886/87 weniger als in 1885/86 . . Abschluß. Von dem Einkommen 96 767.14 die Rückvergütungen ab mit 14 030.50 Reichstag. P. Berlin, 18. Mai 1887. (31. Sitzung.) Eine Reihe von Petitionen, welche als zur Erörterung im Plenum nicht für geeignet erachtet worden, sind zur Einsicht im Bureau niedergelegt. Abg. v. Goldfus berichtet Namens der Petittonscommission über eine Petition des Verbandes der Thierschutzvereine des Deutschen Reiches, worin reichsgesetzliche Vorschriften dahingehend verlangt werden, 1. daß Schlachtthtere nur nach vorausgegangener Betäubung durch Blutentziehung getödtet und 2. daß das Schlachten überhaupt durch geprüfte ltzmsirte Personen und in allgemeinen Schlachthäusern nur durch angestellte Schlächter ausgeführt werden dürfe. Außerdem liegen zu derselben Frage Eingaben von 2025 jüdischen Gemeinden vor, worin gebeten wird, über die Petition der Thier- schutzvereine zur Tagesordnung überzugehen oder doch bei Beschlußfassung über dieselbe die Gewissensfreiheit der Bekenner des jüdischen Glaubens zu schützen. Die Commission beantragt: die Petitionen dem Reichskanzler zur Erwägung zu überweisen, ob und auf welche Weise, insbesondere durch Abänderung des Reichsstrafgesetzbuches den in den Petitionen geltend gemachten Mißständen entgegenzutreten ist. Abg. Dr. Wtndthorst hält es für bedenklich, in althergebrachte Gebräuche ohne Noth einzugreifen und beantragt demgemäß, über die Petitionen, soweit sie das zudtsche Schächten betreffen, zur Tagesordnung überzugehen, im Uebrtgen dem Com- missionsbeschlusfe zuzuftimmen. Für den Fall der Annahme des Commissionsbeschlusses beantragt er, hinter die Worte „des Reichsstrafgesetzbuches" die Worte einzuschieben „unter thunlichster Schonung ritueller Gebräuche". _ _Abg. Dr. Broemel (freis.) befürwortet den Principalantrag des Abgeordneten ^mothorst. Bei dem rituellen Schächten derThiere könne von einer Thierquälerei keine Rede sein, wie die in Sachsen angestellten bezüglichen Erhebungen ergeben haben. Abg. Dr. Miquel bittet den Abg. Dr. Windhorst, das Wort „thunlich" in seinem Eventualantrage zu streichen. Die Commission habe nicht beabsichtigt, die rituellen Gebrauche außer Augen zu lassen, als sie ihren Antrag stellte. Die Petition der Thierschutzvereine sei begründet, insbesondere halte er es wohl für durchführbar, daß die Thiere vor dem Schlachten betäubt werden. r Dr* ■ (Hntifemit): Für ihn seien die Juden eine Rasse, er bekämpfe sie nicht aus confessionellen Gründen. Das Schächten sei ein orientalischer Gebrauch- die ^Zuden Deutsche sein, so müßten sie sich deutschen Gebräuchen fügen' bMe er, die Petitionen der Regierung zur Erwägung zu überweisen. Es sei höchste Zeit, daß endlich einmal eine Untersuchung Seitens der Regierung darüber angestellt werde, ob das Schächten mit unseren Humanitären Anschauungen vereinbar ist oder nicht. Ser dres der Fall, dann mögen die Juden weiter schächten. Abg. Dr Wrndthorst will dem Staate unter keinen Umständen das Recht zugeftehen, in religiöse Gebräuche einzugreifen. m .... ^g. vr. Brornel kann dem Abg. Miquel darin nicht beistimmen, daß die Petition der Thierschutzvereine begründet sei. Dr. Böckel sollte seine humane Gesinnung mcht nur den Thieren, sondern auch seinen Mitbürgern gegenüber bethätigen. Redner verurteilt in längerer Ausführung die antisemitische Bewegung und wird schließlich vom Präsidenten ersucht, sich auf die vorliegende Frage zu beschränken. , , Abg. Dr. Miquel constatirt, daß ihn der Vorredner ganz falsch verstanden ? r b?be ausdrücklich das rituelle Schächten ausgenommen. Die Thierquälerei beim Schlachten bestehe wovon sich Jeder, selbst in großen Städten überzeugen könne, treten lasten ^ra0C &e§ rituellen Schächtens nicht die Hauptfrage zurück- Bundescommissar Geh. Regierungsrath Wermuth will nur der Meinung ent- gegentretcn, als ob bisher überhaupt noch nichts in der in Rede stehenden Angelegenheit geschehen wäre. Fast überall seien von den zuständigen Behörden Verordnungen erlassen, welche den Ausschluß der Thierquälerei beim Schlachten bezwecken. Der Principalantrag Wtndthorst wird mit großer Mehrheit angenommen und demgemäß über die Petitionen, soweit sie das rituelle Schächten betreffen, zur Tagesordnung ubergegangen, während sie im Uebrigen dem Reichskanzler zur Erwägung überwiesen werden. 0 b c m Jaöerianb ©^^M^erinnunacn bittet, daß durch gesetzliche Bestimmung ^rA^v^vvn Schlüsseln, das Einpassen derselben und das Oeffnen von Schlössern ausschließlich in die Hand von Schlossern gelegt werde, welche durch Zugehörigkeit zu einer Innung Gewähr gegen Mißbrauch bieten. Eventuell wird gebeten, die Strafbestimmung des S 369 des Reichsstrafgesetzbuchs, welche z. Z. nur Schlosser bedroht, zu verallgemeinern. ’' 3 Commission (Referent Abg. Kulemann) beantragt, die Petition dem Reichskanzler zur Kenntnißnahme zu überweisen. ^cntr'l "^“^f^tlgung. In den Zuchthäusern wurden jetzt auch Schlosser ausgebildet, die, wenn sie frei würden, in jedem Eisen- Schlussel kaufen konnten, die sie sich dann zurechtfeilten und zu ihrem Handwerk Abg. Hermann (cons.) schließt sich diesem Anträge an, insoweit es sich um den Eventualantrag der Pttition handelt. Der Uebelstand sei vorhanden; durch An- bCK Antrags auf Berücksichtigung werde die Regierung veranlaßt, auf Beseitigung des Uebclstandes Bedacht zu nehmen. ' k ^ordneten Struckmann (natl.) und Lüders (frs.) sprechen sich gegen machm" wolle^b^^ au5' "^cher damit wieder einen Schritt zur Zwangstnnung Bei ver Abstimmung ergibt sich, daß das Haus nicht beschlußfähig ist Freitag: Militärrelictengesetz, Kunstbuttergesetz. 9 ‘ Univerfitäts«Chronik. alt, grswrben.' 19‘ Bcrü6mk Sinolo0e August Pfizmai-r ist, 79 Jahre a" itr d-r"n.r Unio-rsi.-t ist Professor Engl-r- B-rli^ b-r hpgt-nischen Institute, Geh. M-dicinalrath Dr. Koch in ~cr Auftrag ertherlt worden, an der dortigen Universität von ifM nh st» ^tudrrenden der Medicin Unterweisung in der Jmpftechnik iu neben bedienen nnd^'^^ t,er^eIbe beim Jmpfunterricht der Hilfe'eines Assistenten bedienen und durch denselben vertreten lassen kann. Hierzu ist der toh-ertnr hpr LS S4u ifbefaK "Nb polizeiliche St-dtphysikus Dr. Matthias getragen haben, in der That für eine Stadt von 64,000 Einwohnern ebenso betrübend -in.« "Ä K SSS?'." »äse »•'.Ä'y ä tt 5tlbc ml‘ I.I-..M Iato.nm.l!AiU : ^mmen lasten und deßhalb einen Verweis erhalten batte Am an^ner VavvÄ am & Ä ^r zu: der Fuhrwerksbesitz7r Kl e« Fackelteich und eine Frau sprang am Hellen Mittag beim Justiz- sich dni6iebfiflerU®etoäftäml?nnnMtrf08 ^^^1'uugsvkrsuche und gestern Abeich ließ sahrem D-^K-r^^ard ienn°fmt ÄOTl§auC DOn elnem E"°nb-Hnzuge über- Mm ^LbdfeÄ8SnC8lnan ftld Kösert^ ^ Gesandte in Berlin Gräf o. Lerchen- Teiu Moienng, oer zachflfche Gesandte in Berlin Graf von Hobentbal und • ein kleines Röllchen^tru?' ^Dotan"be^ =ll*= ©»»olbe -ing-f-ngen, welch- am Halse Ausschrist: „Ärif “9- Fmu L-hr " P°"t-rstr°ifch-„ mst der sm-r,5lS$? BL1“ M-IM.»« u» m.i«a1#lSaS... äffÄftÄ1 aU& di- Thier- di- H-rbstz-itlos- sowohl ff^V.-hrnnn^pi I; nc^a^ 9 verschmähen, gelangen doch jene Pflanzentheile leicht ffilTehpnU1TfiibpC hbv Heu- und Grasfütterung und es sind gewiß die Vergiftungs- n hr- U-lach ann m kS^1 --wohnlich glaub?, zumal dl-w-nMn APfHhritA»» ir S crr,a_nnt werden. Man sollte nun denken, daß die Vertilgung dieses Platz Ä di/ aut?n Krö?er ®je,en °n8eftrcbl würde, um einersetts den QpihV&L.A ?utcn ru gewinnen, andererseits um ein giftfreies Heu zu ernten. 13 695.44 JL 14 030.50 „ . 335.06 100 446.66 JL 13 695.44 „ 86 751.22 82 736.64 „ anschließenden Bdprechung wird Herr Professor Dr. Müller WnftÄ”“ Stand der Forschung aus dem Gebiete der . a 20- Mai. Nach dem Jahresberichte des Octrotinsvectors Jo» BetrS.. da0 Octrotetnkommm der Stadt Gießen oom 1. April 1886 bis 31. März 1887 1 fur Sch achtmeh .... 28839.22 * 30254.51 Jä Ä „ Fleisch und Wildpret... 2162.46 „ 2 538.31 3 " Brennmaterialien .... 21262.26 „ 21413.98 " 4) „ Backwaare, Mehl und Hafer 22 232.- „ 22 627 34 " 5) „ Getränke....... 22 271.20 „ 23 612 52 ’ △ Aus Rheinhessen, 19. Mai. Da die von der Zweiten Kammer mit wenigen Stimmen abgelehnte Weinsteuervorlage wahrscheinlich von der Regierung der ersten Kammer vorgelegt wird, regt sich bei uns schon wieder eine erneuerte Agitation gegen die Vorlage, die sich in zahlreichen Gegenpetitionen an die erste Kammer bemerkbar macht. Damit diese Petitionen recht zahlreiche Unterschriften erhalten, haben in mehreren Gemeinden schon Versammlungen stattgefunden. — Mit großem Interesse verfolgt man in den weinbautreibenden Districten die am vorletzten Montag auf der landwirthschaftlichen Conferenz in Wiesbaden zur Diskussion gestellte Frage: „Wie ist es zu fördern, daß die kleineren Winzer für ihr Wachsthum Absatz und entsprechende Preise erlangen, unter besonderer Berücksichtigung des von den Winzern gestellten Antrages auf Erweiterung der Bestimmung über die Straußwirthschaften" und befürwortet man allgemein die Annahme des auf gedachter Conferenz von dem Gutsbesitzer Feudel in Lorch gestellten Antrags, den Winzern^mindestens drei Monate nach der Lese und drei Monate günstige Zeit im Sommer Schankfreiheit zu gewähren. Man verspricht sich von einer solchen Concession sehr viel zum Vortheil der kleinen Winzer, unter welchen gar Viele, denen eine so verlängerte Schankzeit oftmals zum Absatz einer ganzen Erescenz genügt. A Vom Rhein, 19. Mai. Die der Schifffahrt bei nur Halbwegs kleinerem Wasserstand so außerordentlich hinderlichen Felsen am Moselausfluß im sogenannten Gänsefürthchen sollen jetzt beseitigt werden. Die Strombauverwaltung wird demnächst daselbst wie auch in dem etwas weiter aufwärts gelegenen „Weißer-Lager" Sprengungen vornehmen lassen, wozu ihr eine beträchtliche Summe zur Verfügung gestellt wurde. — Peinliches Aufsehen erregt in Breslau folgender Fall: Gustav Josef, Doctor der Medicin und der Philosophie, Privatdocent an der Universität, angesehener Arzt, medicinischer Autor, berühmter Briefmarkensammler, angeklagt wegen Diebstahls seltener Marken, wurde nach achtstündiger Verhandlung auf von ihm gebilligten Antrag seines Verteidigers der Irrenanstalt zu Leubus zur Beobachtung überwiesen. — Eine gelungene Entlobungsanzeige findet sich in Nr. 35 des „Weichselboten", sie lautet: „Meine Verlobung mit Fräulein Paula, Tochter des Herrn Abdecker Karl Krafft, Fischerei Neuburg, Westpr., ist aufgehoben. Da die Verlobung im Versehen von mir geschehen ist. Weil Fräulein Paula Neigung zu einem Schneider-Lehrling zeigte und ich dieserhalb Abstand nahm. W. Weiske, Haltestellen-Vorsteheraspirant." — In Konstantinopel überfielen fünf Hörer des dortigen muhamedantschen- theologischen Seminars ihren Professor Ali-Effendi, auf den sie schlecht zu sprechen waren, in seinem Studirzimmer und erstachen ihn und seinen Diener, der seinem Gebieter zu Hilfe geeilt war. Drei davon sind zum Tode durch den Strang oerurtheilt worden, zwei kamen mit schweren Gefängnißstrafen davon. — Der Rechenschaftsbericht der Lebensoersicherungs- und Ersparnißbank in Stuttgart weist für das Jahr 1886 wieder äußerst günstige Ergebnisse auf. Die Jahreseinnahme stieg von JL 10,724,083 auf JL. 11,607,391, die Extra-Reserve von - .* 9,926,274 auf JL 11,932,632 und der Bankfonds von JL 53,937,478 auf JL 60,422 444. Als Ueberschuß ergeben sich JL 2,847,177, eine Summe, welche bis jetzt nicht erreicht wurde und die nach Plan AII der Gesellschaft einer Dividende von 44 pCt. der Prämie entspricht. Die Ueberschüsse der letzten 5 Jahre beziffern sich auf 10,849,200 und kommen in den Jahren 1887—91 an die Versicherten zur Rückvergütung; deren Prämien- letstungen werden dadurch auf das möglichst niedrigste Maß vermindert. In den neuen Versicherungsbedingungen der Bank sind alle Klauseln, welche die Versicherung in Frage stellen könnten, entfernt und wird den Versicherten die möglichste Freiheit gewährt. ♦an&t! rrrrL Limburg, 18. Mai. Rother Weizen «4L 16.45, weißer Weizen JL 16.10, Korn v4L 10 55, Gerste JL 8.75, Hafer JL 5.60, Kartoffeln ä 100 Pfund JL 0.00, Erbsen ä 100 Pfund JC 00.00. Plättwäsche ! Ein Schrecken für jede Hausfrau! ?U!1? und Sorgfiltl eine gewisse Sicherheit, indeß am sichersten ist der d ’aÄ 3q6™’ ^Probten Amerikanisch«« Glan,.Stärke von Seitz «et. diesem xraktischpen Stättemittel ist ein Mißlingen der ganz unmöglich und ist bass damit erzielte Resultat ein höchst vollkommenes. ä Packet 20 Pfg. Ueberall vorräthlg. Achtung auf meine Firma Frist Schulz jun., Leipzig, und Schutzmarke „Globus" 8 11 Kirchliche Anzeigen der Stadt Gieste» Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Exaudi, den 22. Mai. m m _ Vormittags 9V- Uhr: Pfarrer Schlosser. Nachmittags 2 Uhr: Vorstellung und Prüfung der zu confirmirenden e- k ». .r Mädchen, Pfarrer Dingeldey. Die Kinderkirche fallt aus. ilbr^^^re wr die Gymnasiasten und Stadtschüler. Vormittags Uhr m der Kleinkinderschule, Pfarrer Dr. Naumann. ... ^lechismuslehre für die Realgymnasiasten und Realschüler, Vormittags 11 Uhr in der Friedhofskapelle, Pfarrer Schlosser. Mai, wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte für die hessische Luther st iftung erhoben werden. .. .A?* Pfingstmontag, 30. Mai, findet die Confirmation der Mädchen fi?" und rn Verbindung mit derselben die Feier deS heiligen Abendmahls- die Beichte am Samstag ruoor, Nachmittags 2 Uhr. Am Pfingstmontag wird nach beiden Gottesdiensten eine Kollekte für die Armen der Gemeinde erhoben werden. $f ^D' in der Woche vom 22. bis 28. Mai besorgt Katholische Gemeinde. 6. Sonntag nach Ostern. (Exaudi.) Von 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austhetlung der hl. Communion. „ V2IO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Maigebet. Am Mittwoch und Freitag um 6 Uhr Maigebet. Am Samstag ist Vigilfasten. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7>s Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr Samstag Abend 840 Uhr. Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschaft. Freitag Abend 710 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Samstag Nachmittags Uhr, Samstag Abend 8*0 Uhr. AltKathotischer Gottesdienst. Sonntag den 22. Mai wird in der hiesigen Stadtkirche, um 11 Uhr, von »errn Pfarrer Demmel aus Bonn allkatholischer Gottesdienst abgehalten werden- Zugleich wird Gelegenheit gegeben zum Empfang des heiligen Abendmahls. Allgemeiner Anzeiger. j 4°lo Kubische Thsr. 100 Serienfoofe am 1. Juni 1887 »Ziehung von 2050 Loosen, denen 2050 Gewinne zufallen müssen, wobei 32 höhere »Gewinne von Mark 120,000 rc. rc. Loose hierzu (ganze und getheilte) billigst. »Pläne und Auskunft gratis im 3948 Bankgeschäft von Moriz Stiebet Söhne in Frankfurt a M. Brennholz- Versteigerung in der Königlichen Bbersörsterei Brandoberndorf Schutzbezirk Cleeberg Freitag den 27. Mai l. I«, Vormittags 9 Uhr, Distrikte Bombergerstein und Ackerheck 32, 33 c und 37. Zusammenkunft im Bombergerstein. 9 rm Eichen-Scheit und Knüppel, 160 „ Buchen-Knüppel, 68,00 Hdt. Eichen-Wellen IV. Cl., 79,00 Hdt. Buchen-Wellen II. Cl. Brandoberndorf, den 17. Mai 1887. Der Königliche Oberförster. 3949 Bender. Alle Sorten IriihgemiisepssanM, piquirten Sellerie und Jauch extra stark, empfiehlt Gottfried Helfenbein, 3961 Marburgerstraße 82. ß Ladenkassen mit Amerik. Patent-Verschluß und Glockensignal, um Unberufene von der Kasse fern zu halten, bieten die beste Sicherheit für Tageskassen. Zu beziehen durch Nie. 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Der Vorsitzende des Auffichtsrathes: 3901 __________________I. Haustein.__________ Bie Mainzer Schirmfabrik von Geschwister Lorsch empfiehlt die größte Auswahl in Sonnenschirmen füt Damen, Herren und Kinder in soliden Stoffen, 6 j eleganten Stöcken zu den billigsten Preisen. Alle Reparaturen werden schnellsten» und billigst besorgt. ______________________________________________3649 Schwarze und farbige Cachemirs, Crepes, Fontes, Etamines u. f. w. in allen Preislagen und vorzüglich schönen Qualüäten empfehlen 2973 Wleyerhoff & Goslar. Heute Morgen 9 Uhr entschlief sanft unser geliebter Gatte, Vater und Schwager der Realgymnasiallehrer i. P Professor Dr. Theodor Tasche Die trauernden Hinterbliebenen Giessen, den 19. Mai 1887. Die Beerdigung findet Samstag den 21. Mai, Nachmittags 3Vr Uhr vom Sterbehause, Alicestrasse 26, aus statt. 3952 in seinem siebzigsten Lebensjahre. 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Gegen Bürgschein Zahlungstermin Vermischte Anzeigen. 3951 Ein kräftiger Arbeiter wird gesucht- Bewerber wollen ihre Adresse in der Exped. d- Bl. angeben. 3972 Ein Bund Schlüssel verloren- Abzugeben, im Hotel Victoria. von Frühjahrs- und Sommer- Der Bankfonds stieg von 53,937,478 auf JL 60,422,444. Darunter Extra Reserve 11,932,632. Der Ueberschutz pro 1886 beträgt JC. 2,847,177 und entspricht auf die einfache Prämie einer Dividende nach Plan II von 44%. Als Ueberschüsse der letzten 5 Jahre kommen von 1887—91 10,849,206 an die Versicherten zur Rückvergütung. Die Versicherungsbedingungen sind äußerst liberal, die Kosten der Versicherung beschränken sich auf das möglich niedrigste Maß, und Klauseln, welche die Versicherung in Frage stellen könnten, sind ausgeschlossen- Zahresfest des Oberhess. Vereins für innere Mission am 8. Juni 1887 in der Stadtkirche zu Giessen, le Festgottesdienst: Vormittags 10 Uhr. Festpredigt: Professor Dr. Köstlin aus Friedberg. Referent: Dekan Dr. Stromberger aus Zwingenberg. Jahresbericht: Pfarrer Schlosser. II. Verhandlungen um ll,/2 Uhr: 1) Ueber die Fürsorge für die Epileptischen im Großherzogthum Hessen. 2) Ueber den Stand der Naturalverpflegungsstationen' in Oberhessen. III- Borstandswahl. Um 3 Uhr gemeinschaftliches Mittagessen im Hotel zum Einhorn (trocken Couvert 2 «X). 3974 Der geschsflsführende Ausschuß: Ur. Gottschick G. Kauffmann. Schlosser. Stamm. portofrei zugesandt von Ph. Freudenberg, Elberfeld. Der reichausgestattete Saison-Catalog steht gratis und franco zu Diensten. IT Die Firma versendet nur Waaren bester Qualität. Umtausch gestattet Waaren, welche nicht gefallen, werden zurückgenommen. Bcrstcherungsstand 52,950 Policen mit........... Aufnahmen in den letzten 5 Jahren........... Der Rechenschaftsbericht pro 1886 wird derzeit versandt. Die Ergebnisse sind wiederum äußerst günstig. Arbeiten Maurerarbeit, veranschl. zu 28 Anfertigung des Leitungsgrabens, Rohrlegung rc., veranschlagt zu 329 Die vor Ende Juni Beitretenden haben Antheil an der diesjährigen Dividende. Au weiterer Auskunft sind erbötig: HL Flick, Westanlage '^8, und 13. Fischbach. Seltersweg. Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schen Druden ,s L- ($. br. Pietsch) in Gießen. Di« heutig« Nummer enthält 1 Blatt u. 1 Beilage. 3964 Ein gutes braves Dienstmädchen, welches selbstständig kochen kann, wird in eine kleine Haushaltung, aus nur einer Frau bestehend, in ein kleines Landstädtchen nächster Nähe gesucht- Lohn sehr gut. Nähere Mittheilungen sind in dem Laden Marktplatz 20 zu erfahren. 3968 Eine alleinstehende Dame sucht eine freundliche Wohnung, 2 bis 3 Zimmer, Küche und Zubehör. Offerten nebst Preisangabe nimmt die Exped- d. Bl- entgegen.___________ 3960 Ein tüchtiges ordentl. Mädchen will ich nächsten Mittwoch den 25. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, in meinem Wirthschastslocale dahier wenigstneymend öffentlich versteigern lassen. Kirchberg b. Lollar, 19. Mai 1887. 3955______Ludwig Geißler. 3973 Ich nehme hiermit die Beleidigung gegen Herrn Georg Lampus zurück PH. Schwan. Aermiethungen. 3962 In meinem Eckhause, Ostanlage, ist die Parterre-Wohnung zu vermiethen. _________________I. Bernhardt. 3956] Gut möbl. Zimmer billigst ___Marktstraße 3, II. Stock. 3966] 7 Zimmer mit Zubehör, Wasserleitung, Garten u. s- w-, zu vermiethen. ____________Gefchw. Gaguoin.^ 3965] Kl- Familienlogis zu vermiethen. __Lindenplatz 10. 3971 Ein möbl- Zimmer, mit schöner Aussicht, an einen Herrn zu vermiethen. Bahnhofstraße 45, II. Etage. Muster Henkelten in wollenen u. halbwollenen Kleiderstoffen d. Meter von 35 Pf. bis M. 6.—, in soliden Waschstoffen das Meter von 40 Pf. bis M. 1.65. in Seidenstoffen für Roben das ■■■■■i Meter von M. 1.90 bis M. 11.50 werden auf Wunsch Lmdenplah 5. 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