Nr, 16 Zweites Blatt Donnerstag dm 20. Januar 1887 Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. I M Buteatu Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Ihcil. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz dem Ortsvorstand zu Biebesheim fcje Erlaubniß ertheilt hat, gelegentlich des daselbst am 1. März d. I. stattfindenden Fasset-, Zuchtvieh- und Schweinemarktes eine Verloosung von Zuchtvieh zu veranstalten und zwar unter der Bedingung, daß nicht mehr als 5000 Loose ä 1 jl ausgegeben werden und mindestens 80% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Loose im Großherzogthum ist gestattet. Gießen, am 16. Januar 1887. Großherzogtiches Kreisamt Gießen. vr. Boekmann.__________________________________________________ Betau ntmachung. Herr Landwirthschastslehrer Leithiger von Alsfeld wird kommenden Sonntag den 23. L M., Nachmittags 3 Uhr, zu Grüuberg im Saale des Gasthauses „Zum Rappen" in einer Sitzung des landwirthschaftlichen Lokalvereins einen Dortrag über Düngung halten. Alle Landwirthe und Freunde der Landwirthschaft werden hiermit zur Theilnahme eingeladen. Gießen, den 17. Januar 1887. Der Director des landwirthschaftlichen Bezirksvereins Gießen. __Nover.___________________________ Gießen, am 17. Januar 1887. Der Director des landwirthschaftlichen Besirksvereins Gießen an die Herren Bürgermeister de- Kreises in der Umgebung von Grüuberg. Ich ersuche Sie, vorstehende Bekanntmachung in geeigneter Weise zu verbreiten und sich nach Möglichkeit zu bemühen, daß diese wichtige Versammlung riecht zahlreich besucht wird. __________________________Nover.__________________________ Bekanntmachung. Betreffend: Allgemeine Ausstellung von Lehrlings-Arbeiten aus dem Großherzogthum Hessen. Im Monat Juli l. I. findet in Darmstadt eine allgemeine Ausstellung von Lehrlings-Arbeiten auS dem Großherzogthum Hessen statt. — Dieselbe wird in Verbindung mit einer „Ausstellung von Zeichnungen und Schülerarbeiten aus den inländischen Handwerker- und Kunst- Gewerbe-Schulen" veranstaltet. Das Programm für diese Ausstellung ist in Nr. 2 des Gewerbeblatts v. l. I. abgedruckt. Exemplare desselben können von den Local-Comitö's und von der unterzeichneten Stelle bezogen werden. Die Vorstände der Localgewerbvereine, der Handwerkerschulen, der Innungen, und an Nebenorten Mitglieder des Landesgewerbvereins, fungiren als Local-Comitös. Anmeldungen zur Betheiligung an der Ausstellung werden von den bemerkten Local-Comitös entgegengenommen. Lehrlinge, welche an Orten Wohnen, in welchen, oder in deren Nähe, sich Local-Comitös nicht befinden, können sich auch direct bei der unterzeichneten Stelle anmelden. Jeder Lehrling, welcher sich an der Ausstellung betheiligen will, hat ein einfaches, seinem Gewerbe und seiner Lehrzeit entsprechendes Arbeitsstück, nach gestellter Aufgabe, zu fertigen. Die Anmeldestellen bezeichnen den Lehrlingen die zu fertigenden Arbeiten. — Die Ausstellungsgegenstände werden demnächst durch eine besondere Commission von Sachverständigen geprüft und hervorragende Leistungen werden prämiirt. Die Kosten des Transports der Ausstellungsgegenstände nach Darmstadt und zurück, die Kosten des Arrangements der Ausstellung, sowie der Prämiirung, bestreitet der Landesgewerbverein. Die Ausstellung von Lehrlings-Arbeiten soll Gelegenheit zur Vergleichung der Einzelleistungen der Lehrlinge der verschiedenen Gewerbe und zur Be- lkehrung über den allgemeinen Stand des Lehrlingswesens im Großherzogthum geben, sowie den Wetteifer in technischer Ausblldung unter den Lehrlingen siördern. — Wir gestatten uns an die Herren Lehrmeister und Eltern der Lehrlinge das Ersuchen zu richten, Ihrer Seits das Unternehmen unterstützen und zm recht zahlreicher Betheiligung anregen zu wollen. Darmstadt, den 10. Januar 1887. Großherzogliche Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. vr. H e s s e. Berlin, 15. Januar. Die großen Ausgaben, welche einzelnen Berufs- Nenossenschaften aus den Kostenrechnungen für oie Delegirtew Versammlungen erwachsen, haben das Reichsversicherungsamt bewogen, die Angelegenheit durch folgenden Erlaß einheitlich zu regeln: Seitens mehrerer Berussgenoffenschasten sind dem ReichSverstcherungSamte w Laufe des Jahres 1886 Beschlüsse der GenossenschaftS-Versammlungen zur Genehmigung gemäß § 20 Absatz 4 des Unfallversicherungsgesetzes unterbreitet roorden, welche die statutarische Bewilligung von Reisekosten und Tagegeldern für die Deiegirten zu den Genossenschafts-Versammlungen zum Gegenstände hatten. Das gleichzeitige Auftreten vieler Anträge in diesem Sinne und inSbe- s andere der Umstand, daß die bezüglichen Statutänderungen von „Delegirten"- Aersammlungen beschlossen waren, während die ersten constituirenden Genossenschafts-Versammlungen in den betr. BerusSgenossenschasten den Delegirten keine Diäten bewilligt hatten, veranlaßten das Reichsversicherungsamt, in eine generelle Prüfung der angeregten Frage einzutreten. Dabei wurde anerkannt, daß für die Gewährung von Reisekosten und Tagegeldern an die Delegirten manche Gründe sprechen. Diese Gründe konnten aber nur dann als durchschlagend «rächtet werden, wenn die Zahl der Delegirten und der Betrag der Reisekosten umb Diäten auf das nothwendige Maß beschränkt waren. Eine solche Be- sjchränkung auf das Nothwendige war in den hier zur Vorlage gekommenen Statutbestimmungen nicht immer zu finden. Nach ven von einer Genossenschafts- Aersammlung beschlossenen Aenderungen des Statuts im Zusammenhang mit üessen bisherigen Bestimmungen sollte z. B. aus je 500 verstcherungSpflichtige Arbeiter ein Delegirter gewählt werden; Tagegelder sollten im Betrage von ü5 JL gewährt werden. Da in der fraglichen Berussgenoffenschast rund -48,000 Personen versichert waren, so ergab sich die Zahl von nicht weniger als 96 Delegirten, welche — neben der Entschädigung für Reisekosten im Be- Urage von 8 für den Kilometer Eisenbahn und 10 H für den Kilometer Postsahrt bezw. Erstattung der Kosten für nothwendige Landfuhren — bei jeder Genossenschasts-Versammlung täglich, die Anwesenheit aller Delegirten vorausgesetzt, allein an Diäten 1440 Jl. beansprucht haben würden. Einer solchen verhältnißmäßig hohen Belastung der Genoffenschaftskaffe vermochte das Reichsversicherungsamt seine Genehmigung nicht — zum wenigsten nicht in vollem Maße — zu ertheilen. Daffelbe hat vielmehr den auf die Diätenbewilligung an Delegirte bezüglichen Aenderungsvorschlägen seine Zustimmung nur in solchen Fällen ertheilt, in denen nach den maßgebenden statutarischen Bestimmungen: 1) auf nicht weniger als 2000 (bezw. bei großen Arbeiterzahlen 3000) versicherte Arbeiter ein Delegirter zu wählen war; 2) der Betrag der den Delegirten zu gewährenden Tagegelder 12 JL nicht überstieg und 3) an Fahrkosten nur die baaren Auslagen (bei Eisenbahnfahrten Retourbillette zweiter Klaffe) erstattet werden sollten. Dabei wurde davon ausgegangen, daß die ersten constituirenden GenoffenschastS-Versammlungen, welche eine große Anzahl von Delegirten, die weder Reisekosten noch Diäten erhalten sollten, beschlossen hatten, diese große Anzahl keineswegs festgehalten haben würden, wenn die Delegirten in vollem Maße und selbst darüber hinaus für die Theilnahme an den Genossenschafts-Versammlungen entschädigt werden sollten. Uebrigens entspricht, was die Verminderung der Zahl der Delegirten anlangt, eine große Zahl von Delegirten dem Begriff und Zweck der „Delegirten-Versammlung" ohnedies nicht. Würde seitens der einen oder her andern Berussgenoffenschast Werth darauf gelegt werden, daß an diesen Versammlungen weitere Kreise der Genoffenschafts-Mitglieder theilnehmen, so würde eventuell die Bestimmung in das Statut ausgenommen werden können, daß neben den Delegirten die übrigen Genoffenschasts- Mitglieder zur Theilnahme an den in Rede stehenden Versammlungen mit • berathender Stimme berechtigt seien. Durch die Einführung eines 12 eX nicht übersteigenden Diätensatzes für die Delegirten würde nach Lage ^nzelner , Genoffenschafts'Statuten eine Differenz zwischen den Sätzen für Vorstands-Mit- fieber, Vertrauensmänner u. f. w. und jenen für Delegirte geschaffen werden, »as Reichsversicherungsamt bemerkte in solchen Fällen, daß eine derartige litt« i-rscheidung zwar an sich sachlich nicht als unzulässig zu bezeichnen sein würde, da dte bisher schon mit Reisekosten und Tagegeldern bedachten Inhabern von Ehrenämtern eine ständiger- und regelmäßig anstrengendere Thätigkeit im Ge« noffenschafts-Jnteresss zu entwickeln haben als di- Delegirlen. Im Hinblick auf den ehrenamtlichen Charakter der genoffenschaftlichen Aemter stellte das Reichs« versicherungsamt indessen in solchen Fällen regelmäßig den betr. Berufsgenossen« schäften anheim, auch die Herabsetzung des Taq-g-ld-Ersatzes für Vorstands« Mitglieder u. s. w. auf 12 in s Auge zu fassen. Gleiches gilt von der Be'chrärkung der Entschädigung für Reisekosten auf den Betrag d«r baaren Auslagen (Retourbillet zweiter Klasses. Indem das Reichsversicherunqramt Vorstehendes zur Kenntniß der BerusSgsnossenschast bringt, deren Genoffenschasts« Versammlungen au« Delegirlen bestehen, ersucht dasselbe die Vorstände erglbenst die vorstehenden Ausführungen gefälligst in Rechnung zu ziehen, sofern sich dazu dort in Zukunft etwa eine Veranlassung bieten sollte. ’ .Weiße Seidenstoffe v Mk.i.28 bis 18.20 p Met ca« 120 oerfd). Qual.) Atlasse, Faille , Moiree SKmtiAfha* Grenadines, Ottoman, „Tlonotool*, Sutah Slipfc, Taffete re. - vers. rob^imb Wroeif? iTnfrH ini' Haus das Seidenfabrik Depöt 6. Henneberg (K. u K ßofl) Zürieh umgehend. Briefe kosten 20 H Porto. ZuNch' _ _________ 4/b 0« Januar. In der Geographischen Gesellschaft berichtete gestern Herr Huber über den Plan der Durchstechung des Simplon. Der Tunnel soll 16 Km m>nS Än'?eA0jetzt bestehende, und die Alpen 825 Meter über der Meeresflache durchbohren, doch soll diese Höhe, um übermäßige Hitze im Innern des Tunnels zu vermeiden, etwas nach der Mitte runebmen ctm» sn(,rtt,nrrinnern r°st°S-nd-n Sllpentunnefg gestatten b-nSchluß' V^e®nut®Sf . , . . Das Gericht in Pest hat sich geweigert, dem Testament Liszt entsprechend. ct” ^bi der dortrgen Staatshauptkasse niedergelegtes Sparkassenbuch an die Unioersal- ^bin Fürstin Sayn-Wittgenstein, herauszugeben. Es behauptet, Liszt sei Ungar und Professor der Pester Mustkakademie gewesen, er habe seinen ständigen Wohnsitz dort *3 f a^° /?,u$ dortige Gericht dte zuständige Verlassenschaftsbehörde Diese aber dürfe vorläufig nichts im kurzen Wege ausfolgen, ohne die Kinder oder' @CCbü6renMe^tftcmaiu h7b-n Un0atifd,en 5iSfu8 bcr V-rlass-nschasts- um ihn zu begrüßen. Er sprach seine Meinung über die beste ^^e die Expe ition zum Entsätze Emin Pascha's zu nehmen hätte, nicht offen sus. meinte vielmehr, daß dieses von den der Expedition zu Gebote stehenden Mitteln abyrngen wurde Außerdem wisse er nicht viel über die in Europa gegenwärtig herrschenden Ansichten. Seine letzten Nachrichten aus Europa seien in einem Packet Mär??^^nthalten gewesen welches ihm Dr Mackey, ein Missionär in Uganda, im Marz 188s gesandt habe. Damals habe er den Fall Khartums und den Tod Gor- don s erfahren. Die Organisation der Expedition müsse umsichtig betrieben werden tm r?u0?nblidfe eine Meinung kundgeben. Dessenungeachtet glaubte »rk-A^te, welche sein Freund, vr. Felkin, vorgeschlagen habe, mit einigen Bänderungen die beste sein wurde, vr. Junker meinte, man solle im Ganzen ™»0 Zuschlägen, den er gekommen sei, die Küste bei Bagamao, etwa 7 Grad süd- Aequator, erreichen und von da über den Victoria Nyanza beim Beatrice- n ?« ?rüDlr-1l ?min eindrtngen. Emin Pascha und seine tapferen Anhänger befinden sich in großer Gefahr. Nach Dr. Junker's Ansicht mu8 die Expedition unverzüglich abgesandt werden, wenn sie einen Zweck haben oll und -war muß [te bedeutend besser als die bisherigen, nach Central-Afrika übaefanbtrn g* ^in. Die Leute müssen sehr sorgfältig ausglwähltunbburSÄ labig sein. 6tn: SOQtfeerfolg wurde die Niedermetzelung aller Missionäre zur Folge I haben. Die größte Schwierigkeit bestände darin, die passenden Leute ausfindig ru machen, und cs gäbe keme besseren als Stanley, Dr. Felkin und Thompson Ein anV gebildeter europäischer Soldat ist nach Dr. Junker's Ansicht Dutzenden von" geborenen von Zar^ibar vorzuztehen, welche im Vergleich zu den übrigen Völker- schaften Afrikas noch die besten sind. Dr. Junker siebt abaeiebrt unh /rn.ühpf m.a' ©ivben ^ahre hat er in der Einsamkeit in dem dunklen Erdtheil zugebracht. C^° ; SQmiar. dem Brande des Alcazar, welcher als General- M^llai-Akademie bmutzt wurde, sollen viele Menschen in den Flammen ihren Tod gefunden Haben. Das abgebrannte Gebäude war der prächtigste der vier Alcazars welche Toledo schmucken, er erhob sich auf einem der sieben Hügel und beherrschte mit mächtigen Mafien die Stadt Zweimal wurde das Gebäude von 9eSünften "lhC zuprft im Jahre l<10 bei der Besetzung Toledos durch portugiesische Gruppe” un£ dann im Anfang unseres Jahrhunderts wahrscheinlich unter der Franrosen- herrschaft. Ursprünglich als einfaches maurisches Schloß erbaut, wurde der Alcazar e« Tste Schauseiten waren von Alfonso Covarrubia und Juan Herrera, dem größten Baumeister Spaniens, ausgeführt. Namentlich die von Juan Sra zeichnete sich durch großartige künstlerische Schönheit aus^und u Cin Hauptwerk der spanischen Renaissancekunst. Die von Covarrubia erbaute erbau/ ^m?lcher"rmE^"^enthumlichen sogenannten Plateresken- oder Silberschmiedstyl erbaut, welcher zwischen dem maurischen und dem Renaisfancestyl in Spanien ae- w!isi restaurirt. $CntUra ^obri0UC3 ^at ba§ Gebäude im vorigen Jahrhundert thett- I 4 Km. die des Gotthardtunnels übersteigen und nur auf 2 Km. 40 Grad erreichen attWÄäÄSMC S'S« S”»ÄS “ "ul 6 3,i" I nm Der berühmte Professor der Pathologie, Peter, machte I Mittwoch der medicimschen Akademie in Paris folgende Mittheilung: Am I 36 ^Dfunaen e?m Qnh dem Tode eines Mannes in Kenntniß, welcher nach I ahiaSnpÄ im ßfl6oratodum be3 Herrn Pasteur der Hundswuth erlegen war I biner Untersuchung, welche ich anstellte, ergab sich Folgendes: Der zwanzigjährioe I ^udrmann Reveillac wurde gegen Ende November von dem Hunde seines Meisters I SF. ^nem Fmger gebissen. Der Thierarzt erklärte den Hund für toll. Achtundvierzia S -den nach dem Biß ließ sich Reveillac nach dem Laboratorium der Nue Vauquelin fuhren, wo er zwölf Tage nacheinander dreimal täglich geimpft wurde. Bis rum I 12, December ging alles gut. Nun aber verspürte Reveillac heftige Schmerzen nicht Er lüt Ä”f° ^«ebifsen wordm war, sondern an den S bS I ebr ernatte seine Schwester, an den Punkten, wo die Einspritzungen Mund/ Wochen nach dem Biß starb tr mit sckäumcuäm ftx ü-A feinem Tode hatte man be ihm Kehlkrämpfe und eine voll- Püssigk-it-n zu schlucken, wahrgenommem Convulsionen umHn6 bef bD/m rnhClnh' m>°^^Erscheinungen der Lähmung. Mau kann Erstli^ bnL b-hl Xobc dleses Mannes von zwei Thatsachen überrascht zu sein: I ' c?« bie Schmerzen, welche der Krankheit vorangingeu. sich nicht an dem I pudern an den Jmpfpunkten einstellen; zweitens, daß die Symp- so^dern^^s^ gewöhnlichen Tollwuth mit Bellen, Convulsionen u. s. w. waren, !^?Ern sich, abgesl hen von den Schlundkrämpfen, als paralytische bekundeten, „wie dies bei der Tollwuth vorkommt, die in Folge der Experimente an Thieren in dem iirtbeil^iiber ^ofessor Peter hatte sich bisher jedes maßgebenden Urtheils über die Methode Pasteur s enthalten. Seine eben erwähnte Mittheiluna läßt erh/bem darüber, daß sie ihm nicht für stichhaltig gilt und M ^er sH" besonders beschäftigt, den Tod nicht dem Biß des 5)undes welcher vielleicht gar nicht toll war, sondern dem Einimpfen des Marks an Läbmuna verende er Kaninchen zuschreibt. - Der Staatsrath $at^0efternfdnen JiwSiSfu?iÄ?ÄÜ«" •“'l,"ü«»'s “**« -»d >» -»• tÄ? M ®abe bIr oierundzwanzigjährigen Königin Ranaoalo S bcS 0a.n’en H°fcs und bet Minister b-twobnen durfte. üde 2 V“!"* sroßem Gepränge in Tananarioa statt. Der franzö: ■ 1 baktc n?n Ehrenplatz auf einem Tabouret der Königin gegenüber Auch n L « BenJremtbernil8t'n,e:l und Consuln wohnten der Feier bei, mußten aber eimm alten Brauche zufolge, au, der Erde sitzen. Nach dem Bade kate bk jtöniain ben ^fd>kfMmf°k Unb SoEaatn °u- den ihr bet Präsident bet französischen Republik bi?KLnigch^^ g°bkbe"hatt-^be!p/°Et ai,n,Efc"ben mil b->" Masset, in dem . "7 J?om . auf ^den Hund gekommen.) In einer kleinen franrösischen Ausschris^^Schaubude, wenn man dem mächtigen Schilde mit der llsrikamscher Lowe" glauben wollte, ein „Wüstenkönig" gezeigt und die biederen Provinzler liefen denn auch schaarcnweise hinein! Ein Oberst aus Paris ^„dl ^^ ^bscPafte in die kleine Stadt führten, suchte eine langweilige Viertelstunde dadurch zu vertreiben, daß er ebenfalls in die Schaubude eintrat.^Der^^wund rbare frikanstche Löwe" befand sich in einem dunklen Käfig, in dem der Bändiger" P^)duc1ion begann, indem er den in sichtlich gedrückter Stimmuna ^sich hinein Knüppel auf das Nachdrücklichste bearbeitet?. Der Leu lieg diese entwürdigende Operation ruhig über sich ergehen und waate e« aU? nl? burck ein Knurren „zu unterbrechen. Der Oberst betraS nun aufmerklamei. und als der Bändiger abermals begann' Dies ist der aroße n infth ' slbnitt er demselben die Rede mit Ätien iade« ab*0 O tlt ^brbaupt kein Lowe, sondern mein im vorigen Jahre mir gestohlener Neufundländer. lind sofort rief der Oberst: öecior mein fSertnrUnh HoTa» bet „Cöroe" sptang ftcubcsttahlenb in bie Höhe unb' bcgtüßte schweifwcbelnb seinen i6rt felner Mähne entledig welche aus einem pon ongeTr^t wan " et[tanbE,ltn alten ~ Fußteppich bestand unb mit gtoßem Geschick I (, Lceflund^S Kindermilch aus Alpenmilch und Weizen- I l nut mit Masset vetbünnt bie kräftiaste und besonb-ts^z'u empfebkn.j?3uer^°r.2o'rpeTgur^^fenbei1)6w^^ Fischbach? ®armcata”6 Emen 5ft wni#»« d ... T.i _ - +|a.v5 in Grnerslstchtschule Lahr, Verband Gießen. Sonntag den 23. Januar II. VersammluBg der mittel- rhein. Verbands Vereinigung in Stein's G-arten. Programm: Von 8 Uhr Morgens an Empfang der Gäste am Bahnhof. Um 1t Uhr öffentliche Ansschuß- fttzung in Stein's Saal. Um 2 Uhr gemeinschaft« l'ches Mittagseffcn, Abends 7°- x-ch lr6.il« hi." cinir Bäiill-Saisoii nttpfdjlt: ®pi|cn Volant - Spitzen Rüschen S"tin Federfacher Bänder Spltzenslosfe in allen Farben, no cm breit, von 95 Pfg. fllt, Perlbesätze in weiß, creme, blau, rosa re. re. Tüllspitzeoreste. HplSER VICTORIÄ-QUELLE = rB Äo für Fen^u™ i^euöie^„bhedBeUten?en Gehalt“ Kohlensäure aus - $=»(! mit vorzüglichem Erfoloe oeoeF e^Pfehlenswerth - und wird igt,Rachens, Magens u. a. ®. an®®wendet. catarrhallschen beiden des Kehlkopfes iskannten Mineralwasser-Handlange^*,d'Tpothe l^J*0**1 ZU beziehcn'.durch die Komg Wilhelm’s-Felsenquellen in Bad-Ems. .3551 Arische Butter, das Pfund 80 Pfennige. Neustadt 51. Ich bringe meinen PheSniiicin von 35 bis 70 H per % Liter, in empfehlende Erinnerung, für dessen Reinheit ich garantire. Fh.. 23au©r II, 135 Bahnhofstraße 57 » 3.. Streich-Quartett in D-moll (op. posth.) von Allegro. — Andante con moto. Scherzo, Allegro molto. — Presto. L Streich-Quartett in C-dur von Adagio, Allegro. — Andante cantabile. Menuetto, Allegretto. — Allegro molto. 2 . Streich-Quartett in G-moll (op. 14) von Allegro con spirito. — Andante. Scherzo, Allegro molto. — Andantino, Allegro energico. Viertes Coneert (im 95. Vereinsjahr) am Sonntag den S». Januar 188V, Abends präcis 5 Uhr7 tm großen Saale des Gesellschaftsvereins unter gütiger Mitwirkung 3er Herren Brodsky (I. Violine), Becker (II. Violine), Sitt (Viola) und Klengel (Violoncello) aus Leipzig. I" W,lh' R«d»lph m,„ „eis. » 2,SO (Sperrsil. , zz») " zu haben. ? Ballblumen, Rüschen, Spitzen, Tülle, Neglige-Häubchen in reicher Auswahl, zu billigsten Preisen, ■JitftlÖ in allen Farben öon Mk. 1,40 an per Meter empfehlen 284 Geschw. Peth. Bei Unterzeichnetem sind 200 Mr Buchknscheitholr I. Classe ä 8 je. zu verkaufen und kann nach lleberemkunft nach Station Stockheim ber Oberh. 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Mit den unabhängigen Parteien welche die Forderungen der Regierung bezüglich der Heerespräsenzstärke bis auf den letzten Mann und den letzten Pfennig auf drei XL bewilligten, weiwr aber ohne Verletzung der Interessen ihrer Wähler nicht nachgeben konnten, wollte die Regierung nicht mehr arbeiten Sie will eine Volksvertretung die allen ihren Wünschen unbedingt sich fügt. Die Deutsche freisinnige Partei ist der Regierung entgegengekommen soweit ihre Gruildsätze es zuließen - nur eines kleinen Schrittes Seitens der Regierung hätte es bedurft um den Conflict zu vermeiden. Daß man dem Willen der Volksvertretung, in drei Jahren sie wieder prüfen zu lassen ob die Nation die schweren auf ihr ruhenden Lasten in ihrem vollen U.nfange weiter tragen soll, nicht' gerecht wurde, daß man behage auf dem taÄS1 Xs TqX ^?ung der Heerespräsenzstärke gerade auf 7 Jahre, daß man nicht einmal abwartete, welches Votum der Reichstag m der 3. Lesung endgültig abgeben werde - dies Alles zeigt, daß man den Conflict haben wollte um jeden Preis' Nicht wegen der drei oder der sieben Jahre! Nein, weil der letzte Reichstag gegen die Monopol- und Steuerpläne der Regierung und ihrer «chleppträger mit Erfolg Front gemacht weil er üw tut« ,»4.^ * "™uT' vt b,r kt's°-^-.ung ä* insbesondere längere Legislatur- und Budgetpertoden einzuführen. / . ® . ®"l|ler! ®inc R-ich«-«smchrh-It, mit »i, Regierung ft- erstrebt, würde dem D-Ntl >md Fi»»»zp°litik würde weiter sortMchMenTrdm auf dem der d- -dent-t: Schonung der Woftlftab-ud-u, Belastung der R-rm-r-n! Ist d°ch d-, de» b« h™ ™"”t" c,mcI R-ich--i»I»mmc»st-»-r, des Ansgleichm, der Laste» des Reiche» »»d des Arme» bezweckt' auf den heftigen Widerstaiid der Konservativen und Nationalliberalen gestoßen' ' ' hi>a m „Wähler, es sind Tage ernster Entscheidung für Alle gekommen, die ein Herz haben für die Wohlfahrt drs Volkes, ein Herz für die freiheitliche Entwicklung unseres geliebten Vaterlandes! , Ter unterzeichnete Verein hat in seiner heutigen Generalversammlung seine volle Uebereinstimmuna mit der Art imh sm»«, ickundet tote die freisinnige Fraction des Reichstags die Forderungen der Regierung geprüft und wie sie abqestimmt ßat Es ent uns---- iuu-rs.-u Uebcrj-uguug d-r d-,u,-ud- Wunsch, das uuse- Wah kte» u wie s-üb« durch «hu« fr- ftnu g-u Manu v-rw-t-n sei, »ich, wi- biq-r d»-ch -m-» i» blind-- Srg,6»„g d°» «am d" R-ch"n»° b*” ""b Th°di. als Vertreter de- »ah,kreist- bi- z „ h^-»XÄS m®ir ““ bi- Mittag -im- K°»did-,-n ,,„d Uber di. Wahlagitatid» mi, alle» d-r ft-isi»»ia.» Sache «. halbem :Zwng?/b:rl,Z, $Cr,",C a"9*ri3en 9 und «a»d zu berailst» mch3 stchtek des- Sonntag den 23. lfd. Monats, Wachmiltags $3 Mr, im Stein scheu Saale zu Gießen stattfindenden Besprechung sich einzufinden. Gietzen, den 17. Januar 1887. A" Mrrfin dn fcnrtfte» fmlinnigni Jlartti ;n ftfa ngen. Eb-n. 11 I ' 33lcic^fttct§c 9, parterre. I kAiokssich itnS _____r.... Dermietyungen parterre. miethen. Alicestraße 11. 413 Gummiwaaren 'SÄ versendet E. Kröning, Magdeburg. Katalog gegen Porto gratis. 154 54 i Redaktion: A. Schah da. — Druck imb Verlag ta Vrühl'schm Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gietzen., Einem verehrlichen Publikum von Gießen und Umgehend die ergebene Anzeige, daß ich Wallthorstraße 53 rm Hinterhause eine 148^j Colporteure gegen hohe Pro- vision gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Wermischte Anzeigen. 462 Ein Mädchen für Küche u. Haus- halt gesucht.__Marktstraßc 23. Ruferei errichtet habe. 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