1887 Dienstag den 19 Juli Mr. 16* Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. L V K i i k !- ; r i J fi I U j ä I» 2 __ • * 1 1 " ~~ . 7 Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn, Sckulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Ps. Amtlicher Hheit. / Nr. 25 der Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 14. b. M., enthält: ' sNr 1735) Gesetz, betreffend die Unfallversicherung der bei'Bauten beschäftigten Personen. Vom 11. Juli 1887. Gießen, den 16. JE 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. SjTueffeub: ~ , S.n'ä.®»»., «m 16. IE 1S87 Das Großherzogliche evangelische Dekanat Gießen an sämmtliche Kirchenvorstände. Sie wollen die Rechenschaftsberichte für die Dekanatrsynode lLngstens^bis^um nächsten Botengang einsenden. Pfarr - Conferenz. Mittwoch den 20. Juli, Vormittags 10 Uhr: Pfarr-Confereuz. Lang-Göns, den 10. Juli 1887. Finger. z°M-n Siegels. Windsor Castle, am 5. Juli 1887. (L, 8.) Ludwig. Knaben-Seminare und andere, als die im Absatz 1 erwähnten Convittbleiben untersagt. , , , r c _ Artikel 8. Neben den im Art. 5, 6 und 7 enthaltenen besonderen Vorschriften bleibt in Ansehung der kirchlichen Lehr- und Erziehungs-Anstallen da» allgemeine Aufsichlsrecht, welches dem Staate bezüglich aller Blldungs-Anstalten zusteht, in Wirksamkeit. ~ , Artikel 9. Die obere kirchliche Behörde ist verpflichtet, die Person, welcher ein kirchliches Amt dauernd übertragen werden soll, Unserem Ministerium des Innern und der Justiz unter Bezeichnung der Stelle, für welche ste aurersehen ist. anzuzeigen. Das Gleiche gilt bei Versetzung eines Geistlichen in ein anderes kirchliche» Amt oder bet Umwandlung einer widerruflichen Anstellung in eine b6Uer Unfer Ministerium der Innern und der Justiz ist berechtigt, innerhalb 4 Wochen nach der Anzeige gegen die beabsichtigte Anstellung Einspruch zu erheben wenn der Anzustellende aus einem auf Thatfachen beruhenden Grund?, welcher dem bürgerlichen oder staatsbürgerlichen Gebiet angehört, für die Stelle nicht welche den Einspruch begründen, sind anzugeben. Uebersteigt die Dauer der Verwesung einer Ktrchenamtr die Frist von 6 Monaten, so hat die obere kirchliche Behörde sich mit Unserem Ministerium der Innern und der Justiz in Betreff etwaiger Anstände gegen die Person d.s Verwesers in Benehmen zu setzen. Artikel 10 Die provisorische oder definitive Errichtung neuer Pfarrstellen. sowie die Aenderung bestehender Psarrbezirke darf nur mit Genehmigung der Staatrregierung erfolgen. , , Artikel 11. Soweit die Mitwirkung der Staats bei Besetzung kirchlicher Aemter aus Grund des Patronats oder besonderer Rechtrtitel anderweit geteg.it ist, behält er dabei sein Bewenden. . „ Dergleichen werden die bestehenden Rechte her Staat, bezüglich der An- stellung von Geistlichen beim Militär und an öffentlichen Anstalten durch da« vorliegende Gesetz nicht berührt. Artikel 12 Die Uebertragung der Functionen einer kirchlichen Amts, welche unter Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen erfolgt, gilt als nicht geschehen und es ist daher die Jnterkalarverwaltung der betr. Psründe anzuordnen, oder, wenn solche bereits angeordnet ist, fortzusetzen. Der Geistliche, welcher die Functionen eines kirchlichen Amts, die ihm unter Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen übertragen worden find, oder vier, ohne daß den gesetzlichen Erforderniffen genügt ist, übernommen hat, öffeut- lich ausübt, wird mit Geldstrafe bis zu 300 Jt. bestraft. Der kirchliche Obere, welcher einem Geistlichen mit Verletzung der gesetzlichen Bestimmungen ein Kirchenamt oder die Functionen eines kirchlichen Amts überträgt, wird mit Geldstrafe von 300 bi« Jt. beflratt. Artikel 13. Die Verurtheilung eines Geistlichen zu Zuchthausstrafe, die. Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte und der Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Aemter hat die Unfähigkeit zur Ausübung des kirchlichen Amt» und den Verlust des Amtreinkommens zur Folge. Dem Geistlichen, gegen welchen eine der in diesem Artikel bezeichneten E-.t scheidungen ergangen ist, ist jede öffentliche Ausübung der Functionen einer kirchlichen Amt» untersagt. Zuwiderhandlungen gegen diese Vorschrift werden mit Geldstrafe bis zu 300 «M. bestraft. , „ r , Artikel 14. Die vorübergehende Ausübung einzelner kirchlicher oandli n- gen unterliegt den Strafbestimmungen dieser Gesetzes nicht. Artikel 15. Das gegenwärtige Gesetz tritt mit seinem Erscheinen m Regiemngrblatt m Rraft.^ Se(e(J über die Vorbildung - nd Anstellung der Geistlichen vom 23. April 1875 außer Wirksamkeit. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und be,gedrückten Großer- Darmstadt, 16. Juli. Dar Großherzogliche Regierungrblatt Nr. 22 ^^Das Gesetz, die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen betreffend. Daffelbe lautet: ,, , , Ludwig IV. von Gotter Gnaden Großherzog von Htffen und bei Wir haben Uns bewogen gesunden, mit Zustimmung Unserer getreuen > Stände zu verordnen und verordnen hiermit, wie folgt: Artikel 1 Ein Kirchenamt, welcher mit einem Geistlichen zu besetzen ,st, darf in einer der christlichen Kirchen nur einem Deutschen übertragen werden, welcher seine wiffentchaftliche Vorbildung nach den Vorschriften der Gesetzes dargelhan hat und gegen dessen Anstellung kein Einspruch von L-etten der L-taatS- regierung erhoben worden ift. (Artikel 9.) lieber die Form, in welcher der Besitz der vorerwähnten Ergenschaften darzuthuir ist, wird, soweit nicht dieses Gesetz darüber Vorschriften enthält, Unser Ministerium des Innern und der Justiz das Erforderliche bestimmen. Artikel 2. Ter Geistliche, welchem ein Kirchenamt übertragen wird, tlt verbunden, vor Üebernahme desselben den Vsrfaffungseid zu leisten, sosern er dies nicht schon srüher gelhan hat. Artikel 3. Die Vorschriften über das Erforderns der deutschen Staats- anKhörrgkeit und über die wissenschaftliche Vorbildung der Geistlichen kommen zur Anwendung ohne Unterschied, ob das Amt dauernd oder widerruflich übertragen worden, oder nur eine Stellvertretung oder Hilfeleistung in demselben stattfinden soll. Artikel 4. Zum Nachweis de? wissenschaftlichen Vorbildung wird die Vorlage von Zeugnissen über das Bestehen der Reifeprüfung aus einem deutschen Gymnasium, sowie über die Zurücklegung eines dreijährigen theologischen Studiums an einer deutschen Staats-Untversität erfordert. Unser Ministerium des Innern und der Justiz ist ermächtigt, aus besonderen Gründen von dem Erfordernisse des dreijährigen Studiums an einer deutschen Staats-Universität ganz oder theilweise zu dirpensiren; insbesondere soll demselben diese Ermächtigung in betreff solcher Candidaten oder Priester zustehen, welche seit dem Gesetze vom 23. April 1875 über die Vorbildung und Anstellung der Geistlichen eine andere wissenschastliche Vorbildung genoffen haben. Artikel 5. Das theologische Studium kann auch, statt an einer deutschen SiaatS'Universität, an einem innerhalb des GroßherzogthumS errichteten, von Unserem Ministerium des Innern und der Justiz zur wissenschaftlichen Vorbildung der Geistlichen geeignet erklärten kirchlichen Seminar zurückgelegt werden. Voraussetzungen der Zulassung und Fortführung einer solchen Anstalt sind: . 1) daß Unserem Ministerium des Innern und der Justiz die Statuten und der Lehrplan eingereicht uno die Namen der Leiter und Lehrer, welche Deutsche sein müssen, mitgetheilt werden; 2) daß der Lehrplan dem Lehrplan deutscher Staats-Universitäten glerch- artig gestaltet ist; 3) daß die an dem Seminar anzustellenden Lehrer die wissenschastliche Befähigung besitzen, an einer deutschen Staats-Universität in der Dis- ciplin zu lehren, für welche die Anstellung erfolgt. Artikel 6. Die Kirchen sind befugt, Anstalten zur theologisch - praktischen Vorbildung der künftigen Geistlichen zu unterhalten. m Unserem Ministerium der Innern und der Justiz find die Statuten dieser »"stallen und die für dieselben geltende Hausordnung einzureichen, sowte die Namen der Lehrer und Leiter, welche Deutsche sein muffen, mitzutheilen. , Artikel 7. Die kirchlichen Oberen sind befugt, Alumnate oder Pensionale (Gonoicte) für Zöglinge, welche Gymnasien oder das kirchliche Seminar besuchen, zu eirichten und zu unterhalten. „ , m Unserem Ministerium des Innern und der Justiz sind die für solche Anstalten geltenden Statuten und die auf die Hausordnung bezüglichen Vorschriften «inzureichen, sowie die Namen der Leiter und Erzieher, welche Deutsche fern Wen, mitzutheilen. " Telegraphische Depeschen. Wolff s telegr. Correspon-errz-Brrreau« 9Zad)nL Der Kaiser wohnte Vormittags dem Inder Schloßkapelle abgehaltenen Gottesdienste bei und wird an dem Nachmittags statt- findenden Farniliendmer theilnehmen. ,, r. daris, 17. Juli. Präsident Greoy empfing gestern einen Besuch des Bot- scmrfters Grafen Munster, der fich dem Vernehmen nach demnächst in Urlaub begeben rotro. — Mit Ausnahme der intransigenten Blätter sprechen sich sämmtliche Morgen- zeitungen über den an den Deputirten Laur gerichteten Brief des Generals Boulanger Lyon, 17. Juli. Der Unterrichlsminisi-r Spuller hielt bei einem ihm zu ? Mte‘ °in-R°d-, in welcher er sich auf das politische Programm stutzte «nd di- angestrcbten Reformen als zur Ausführung reif und prak- lisch bezeichnete; die jetzige Regierung sei nicht eine Regierung des Kampfes, sondern eine nationale, den Frieden erstrebende. Keutschlaud. Mainau, 16. Juli. Seine Majestät der Kaiser wird heute Nachmittag gegen s Uhr den Besuch des Königs von Württemberg empfangen. Heute, Abend findet im hiesigen Schlosse eine Theatervorstellung durch das Personal des Karlsruher Hoftheaters statt. — Der Prinz Ludwig von Baden ist gestern Abend hier ein- getroffen. Berlin, 16. Juli. Der „Nationalzeitung" zufolge verhaftete die Polizei in vergangener Nacht ein aus 7 Personen bestehendes hiesiges Centralcomit^, welches die Spitze einer geheimen Organisation der Socialdemokratie bildete. _ .. E- c- Weimar, 16. Juli. Zuverlässigen Informationen zufolge war Prinz Ferdinand von Coburg in strengstem Zncognito in Oberhof, um mit Fürst Alexander von Battenberg zu conseriren. Oberhof ist bekanntlich das Jagdschloß des Herzogs son Coburg-Gotha. Arankreich. Paris, 16. Juli. Der Conseilpräsident Rouvier empfing heute Vormittag den Gouverneur und die Regenten der Bank von Frankreich, welche auf die Unzuträglich- rette^ des Artikels des Entwurfes zur versuchsweisen Mobilisirung eines Armee- l»,orps hinwiesen, nach welchem der Lieferungstermtn für Handelseffekten in der- lenlgen Gegend, in welcher die Mobilisirung stattfindet, um einen Monat verlängert werden soll. ~ General Boulanger hat ein Dankschreiben an den Deputirten Laur ge- rtchtet, in welchem er sagt, es genüge ihm, mit denjenigen vereint zu bleiben, welche tfranfreid) geachtet wissen wollten und welche das Vaterland über Parteiintriguen und über Ginzelinteressen stellten. Er habe nur das eine Ziel, den Franzosen zuzurufen, datz sie den Kopf hochhalten könnten und müßten, das sei die einzige Haltung, die nnem Volke wie dem französischen zukomme. - a 2 Präsident Greoy wird sich, wie die Abendblätter melden, noch vor Ende des Monats nach seiner Besitzung in Mont-sous-Vaudrey begeben. Lokales. 18. Juli. Sßon den vielen Gießener Turnern, welche sich vorgestern ‘"p1111’* Garten -infandcn, ahnte wohl Keiner, daß eine Feier b-vorstehe wie st- h-rrliL-r, gemuthltchcr und patriotischer selten vorkommen mag und sie wird Jedem einen fur's Leben bleibenden Eindruck hinterlassen haben nicht »um ä,PPCt und August B-ck inmitten ..Das Banket wurde gegen 9 Uhr durch Herrn Prof. Dr. Buchner Namens des ?rtT^fHi,Ch°nnCfrUnb Director Bergen das Präsidium übertragen. Nachdem hp D£rfIun0£n' erhielt das Wort zur Festrede Herr $rof. Dr. Buchner dk- ^H'/rn Herm Haustein herzlichst in der Hetmath willkommen und schil- xC«^ur?cDrer?^nt?e £er 6Pcr 2«hre und die turnerischen Leistungen Hanstein's sowie dessen Erlebnisse in Frankreich und Amerika, in welchem letzteren Lande H sich' 6 Ct Insten Kämpfen eme gesicherte Existenz errungen habe; er schloß mit einem H-iUthund"" der im fremden Lande die Liebe zur Eeisall begrüßt, antwortete dieser etwa Folgendes: Stonbruber und Freunde!. Daß sich mir in der geliebten Vaterstadt @ie§en so manche Freundeshand entgegenstrecken, daß manches treue Herz mir entgegen- KrnÄ wohl gehofft und gewünscht, daß mir aber ° VZ Liebe und solche Ehren beschreden waren, das hätte ich mir nicht träumen lassen Sä.**“ 3in“ “ wr»»"- aber sehr leichtem Beutel in das gelobte Land Unserer Taae ? Kerzen, Amerika, um den Kampf mit dem Leben aufzunehm n den Kam'vf MWWUZMÄE- LZ »«»ä ääöBS sSBSJ䮓« im fremden Welttheile endliä/die rechte Stellan/nSp? \i te a:öc.ln un§ Deutschen trotz der Mühe, die wir uns gabenfrühernickt erlichwir trotz Men Fleißes, für diese echt deutsche Gesinnungsweise und bitte (Sie$ ein nnn^’ * b^^^hnen »tÄÄÄÄHIf-•; Sm ’ÄwSffiiÄ erkennung für des Gastes turnerische Thätigkeit und toaftet auf die De^is^ Un£ Auslände die Turnerei verbreiteten und verbreiten, insbesonder! auf HansMn' bC m Herr Stadtverordneter I. Haustein feiert feinen Namensne^"!»« . @efil,Un0 "Nd d°u.sch° Gesinnung nach Amerika Ebrach? un°d Herr Kaufmann Karl Wenzel bringt das Wob! des arotien tr.i m aus, worauf das echt patriotisch empfundene Lied l,,$euttoe Oorte h5?MlteTlQnb,s t gesungen wurde. 'u>orie *>or ich wieder : Einer von der „alten Garde", Herr K. Braubach der frfmn „ . 55 Jahren turnte, weist an sich und durch sich nach, welche Vortheile : sich bringe; heute fühle er an Körper und Geist sich o S 7nb l^\rnen Junger; die Jüngeren möchten es ihm nachthun. Sobann feiert er bpnW?Unb roic«^ Gi-b-n allein verdanke, daß das Turnen innerhalb fchm TOauTrn roeldto schlagen und empor gediehen sei, den bewährten Christoph Rübiam!^ äBuritl ®= Herr Badeanstaltbesitzer und Turnlehrer Ehr. Rübsamen erchh>7 nach Gretzen als Turnlehrer gekommen; sein Streben sei stets aeroe Tct 18^ Tumerstnn zu pflegen; möge der immer hoch gehalten werden ' öcn i Nun folgen Trinksprüche auf die schon genannten anderen beihp« Amerckaner, auf die „alte Garde", auf die jüngeren Turner, aus die Turns^utsch auj ^en 6°er Wen, auf Carl Zentgraf (jetzt in Newyork, welcher mit H. Hanstern um den ersten Preis loofte, ebenfalls ein Gießener ^Onb®x Hb/m. Wagner („einer meiner tüchtigsten Vorturner", sagte Rübsampn^k^ auf die Stadt Gießen. Dazwischen erklangen die Lieder: „Ein Ruf ist erfK ' /fow it „Strömt herbei". • ' "ungen" unü Zündend waren die dann folgenden Reden der Herren Dr. med Herm. Hanstein. Ersterer sagte ungefähr: Aus seinem Leben mürben X -UJl0 tief setnem Gedachtmß eingeprägt bletben zwei besonders lichte Ereignisse fest von 1859 und die deutsche Erhebung von 1870/71; bei ersterem fei hf, beim letzteren die politische Einheit Deutschlands glänzend zu Tage getreten ®T0t' erinnert an die Worte, welche er als II. Sprecher des Turnvereins bei ber Win * der ^--chillereiche gesprochen, beleuchtet die Entwickelung, die Deutschland nommen, und schließt mit warmen Worten für die deutschen ©d)merienaKCm 6& Jahre 1887, für die deutschen Herzen, die außerhalb der deutschen 00111 lands Wohlergehen und Größe glühen. Anknüpfend an diises Rebner?Ena?" ^1^11^0ermann ^annein, wie ganz anders jetzt die Stellung der DeuL^ Auslande sei; 1866 habe er in Paris, vor 1870 in Amerika hören und N anhoren müssen, die deutsche Nation verdiene Verachtung und Untergang oas mcht mehr zu hören; die Amerikaner dächten ganz anders Deutschland und bekundeten eine hohe Achtung vor den Deutschen. 191 ÖOn Und was die Deutschen drüben selbst anlange, so sei ganz wibetdireibli* Freude und der Stolz, die sich ihrer bei jeder Siegesbotschaft bemächtigt bäN welcher Berei Willigkeit habe sich Herz und Hand geöffnet, um dem großen L d' W durch den Krieg über die Hetmath gekommen, steuern zu helfen. Damals Ä'Z! eKnnt, welchen Werth das erstarkte Vaterland für den Deutschen in der Fremd 27 „®ir haben das gleiche Interesse an der Große und Macht unseres Vaterlandes DCrft^-e wenn der Tag kommen sollte, da Deutschland Do Ob oder Westen angegriffen wird so werden wir Alle auch unsere Kinder herÜbeMck? daß sie ihr Vaterland vertheidigen helfen!" r,a,iatn'- , .. Welch^ ein Jubel diese schonen Worte begleitete, vermag die Feder nickt mir- zudrucken. Von großartiger Begeisterung gelragen ertönte der deutsche Sana land, Deutschland, über Alles". In herzlichen Worten dankt- darauf Herr H ßanft t nochmals für die zahlreiche Bethciligung und den h-rrlichen Abend/ 6m er „i, M-n und von dem er die Kunde hinüber in seine neu- H-imath bringen Alsdann wurde gegen 2 Uhr der officielle Theil der Feier geschlossen । a Der ntchtosstcielle Theil war natürlich nicht weniger gcmüthltch: LiedenEie nln qUarle“8s ynb Brummlieder ließen die letzten Theiln-hmer erf „ grauendem Vlorgen auseinandergehen. Im Lauf- des Abends war der SBorfdta « Ma»' worden am Sonntag Nachmittag einen Ausflug nach dem Gl-ibera u unta- bcnn au? gestern. War die Belheiligung auch etwas geringer b%6?e6t/n4«6en®§™Ä8 n°4 erb°6t' freubia n,utbe vergangener Zeiten, irenbig so sch°k°v-Aauf-n-nF-st-^ d-'uch d-r h-rrl.ch-n Ruine den würdigen Schloß q. ,>lutt. Der hiesige Radfahrverein fuhr gestern eine seiner aröferen Lauba» Abfahrt um 5 Uhr früh konnte bereits um l>'> Uhr in fuubuch das Frühstück eingenommen werden, die Ankunft in Schotten emlgte um lOUHr und da di- Strecke Scho,ten-Ridda in 40 Minuten zurückaelegt 2e,7» lirb^Miesübü.^"' Salzhausen-Berstadt. Um 8 Uhr trafen Sämmt- betaifll5 ffiilometa'"" Bercinslokale ein. Die ganze zurückgelegte Streif Wirf,,™S ?°-E"Sr°ßcn Hitz- der letzten Tage, deren erschlafsenb, Wirkung allerwarts stcht- und fühlbar war, folgten gestern erfrischende Regengüsse und ebr IUM Sn f »’s bei bedecktem Himmel auch heute fortdau-rl-and dahier >inanä?u?PÄ.!°. . n n beutige Sonntag lockte denn auch die Mensche» all-n^hor-n strömten die Spaziergänger den nahen und ferm» J k b er~man beute wenigstens erreichen konnte, ohne durch den Slitü fi* ram nLibä ?Onne ZEschmort zu werden. Schon gegen 2 Ubr Mittags bewegte sich vom Oswaldsgarten aus durch verschiedene Straßen der Stadt der Müug be Cie.nhtl&tnt!enf Krankenkassen, welche ihr auf den vorigen Sonntag festgesetzte! Vorantntt? r^sen ungünstiger Witterung auf heute verlegt hattenf ante, Mnm.a nrtVk.rn ^usikcorps zog die stattliche Kinderfchaar mit wehenden Fahnei Treiben cntsalt^e^ Mnnni^ ^D??raß', woselbst sich gar bald ein fröhlich-! 7,^'ben entfaltete. Mannichsal >ge Spiele, die zur Belustigung von Jung und AI b ^atoke “nb ®efan8§D()tträBC, gute Bewirtung und vor Allm am Abends « Spalte en das Fest zu einem recht gemüthttchcn, so daß Manch« e, ?cr *^U(^3U0 zur Stabt zu früh bünfte. — Die biefiae Seclion bes Lahrs iCH ihr alljährliches Sommersest aus der schönen Aussicht ad iitii ?i/^ ®errtrnfrrlun? batte eine stattliche Menschenmenge angezogen. Man M- ™ der Schaubuden aus einen Jahrmarkt versetzt und (4« mflrhlnM?!! mtderstchen, den Einladungen der Besitzer Folge zu leisten, sich die Seh-»^ ä8kiKn» uuzu chauen. Gegen Abend erhob sich ein anaenelmer Wind, welcher Tämchen für d^-^D.er/<^/1^stens rühmtenx^^S^/^ empfohlen. Dieselben sind in allen Apotheken ä Py/ei) Pf.pr.Schachtel erhältlich. Neue holl. Vollliäringe empfiehlt 4990 Emil Elschbach 5304 Zwei Morgen sehr schöner Hafer am Schäferbrunnen ist auf dem Halm zu verkaufen- (Gegen Hagelschlag Der jubeit) Näheres im Frankfurter Hof. Prof. Dr. Jäger’s Normal-Hemden, Hosen u. 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Bezahlung der Rüben nach Zuckergehalt. 4. Wahl der Revisions-Commission für das Geschäftsjahr 1887/88. Die Bilanz liegt zur Einsicht im Geschäftslocal der Fabrik offen. Einlaßkarten sind vom 25. bis 28. d. Mts., 12 Uhr Mittags, gegen Vorzeigung der Actien im Bureau der Fabrik in Empfang zu nehmen- Stockheim, den 12. Juli 1887. Aufsichtsrath drr Actien-Iuckerfabrik Büdingen in Stockheim. Der Vorsitzende 4993 Die zwei von Herrn Dr. Noack bewohnten Zimmer sind wieder ander- weitlg zu oermiethen und können vom 15. August an, event. auch etwas früher bezogen werden. Alicestraße 25 III, * 5239] Möblirtes Zimmer zu oermiethen Weidengasse 10. 5317] Laden und Wohnung zu ver- mrethen.Seltersweg 22. Oswalds Garten. Heute Montag 8 Uhr tlroiee tic 50 Jahren in einer Kreisstadt lBahr station) mit bestem Erfolg betrieben, i wegen Unwohlsein preiswerth zu oe: kaufen durch I. 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