Nr. 139 Drittes Blatt. Sonntag den 19. Juni 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzcigeblatt für dm Kreis Gießen. Bwrtatt: «chulsiraß« 7. Erscheint täglich mit »usnahme des Montags. Preis vierteljLhrlich 2 Mart 20 Ps. mtt SMugedcS«. _____________ Durch bte Post bergen vierte! iäbrlick 2 Mark 50 H Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Führung der Gemeinde-Jnventarien. Gießen, am 18. Juni 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzoglichen Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche unserer Verfügung vom 18. März l. I. — Amtsblatt Nr. 3 - noch nicht nachgekommen sind, werden an deren baldige Erledigung erinnert. __________________________________________Dr. Boek mann. Betreffend: Naturalverpflegung der Truppen im Frieden. Bekanntmachung. ES wird hierdurch zur Kenntniß der Interessenten gebracht, daß die Heu- und Roggenstroh-Ankäufe bei dem König!. Proviantamt in Bockenheim alsbald nach der Heu- und Roggenernte stattfinden werden. Das Königl. Proviantamt ist zu jeder schriftlichen und mündlichen Auskunft über Preis- und Qualitätsverhaltnisse stets bereit. Gießen, den 16. Juni 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Lokales» Gießen, 17. Juni. (Stadtverordnetensitzung vom 16. Juni, Nachmittags 4 Uhr.j Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herren Beigeordneten Keller und Gnauth, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Bai st, Grüneberg, Haustein, Hoch, Hornberger, Jughardt, Kauf, Ad. Noll, Petri, Dr. Ploch, Scheel, Schopbach, Simon und Wallenfels. Die vor Eintritt in die Tagesordnung zur Erledigung gebrachten Punkte betreffen erstens die Mittheilung über die Entscheidung des Provinzialausschusses in Bezug auf das zum Neubau von Kliniken zu erwerbende Gelände, welches auf dem Wege des Enteignungsverfahrens zu dem von der Localcommission gestellten Preise der Stadt zugeschlagen wurde; zweitens eine Zuschrift der Handelskammer in Betreff des seitens der Stadt gegen die geplante Verlegung des Güterbahnhofes erhobenen Protestes — die Handelskammer hat diesen Protist unterstützt; drittens die Verloosung von städtischen Obligationen, welche vom 1. Januar n. I. ab nicht mehr verzinst werden; es werden ausgcloost von Lit. A die Nummern 4, 11, 47, 27, 134, 150, von Lit. B die Nr. 190. — Die Erbauung einer Kreisstraße von Gießen nach Leihgestern betr. wird ein Schreiben Gr. Bürgermeisterei Leihgestern verlesen, in welchem dieselbe nach Darlegung der Beschaffenheit des jetzigen Weges und der Nothwendigkeit des Baues die Ansicht der Stadtverordnetenversammlung über diese Kreisstraße erbittet zwecks Gewinnung von Anhaltspunkten bei der demnächst ftattsindenden und sich mit dieser Angelegenheit beschäftigenden Sitzung des Kreistages; die Versammlung beschließt zu erklären, daß auch sie die Erbauung dieser Kreisstraße wünsche. — In der Sitzung vom 14. April wurde beschlossen, über die Entfernung oder das Bestehenlassen der über den Schoorgraben führenden §tege erst dann Beschluß zu fassen, wenn ein Ver- zeichniß dieser Stege vorliege. Das Verzeichniß ist inzwischen aufgestellt worden und führen dermalen über den Schoorgraben die Stege folgender Grundbesitzer: 1) Justus Müller Wwe. in der Nordanlage, 2) Otto Schmidt in der Südanlage, 3) Ludw. Huhn in der Nordanlage, 4) Karl Rahn in der Nordanlage, 5) Ehr. Lom) in der West- anlage, 6) L. Horrnann in der Südanlage, 7) Ehr. Busch (Restauration Stein) in der ^udanlage, ferner die Stege in der Wodestraße und hinter der Entbindungsanstalt. Die Baudeputatron bat nun beantragt, die auf Widerruf ertheilte Genehmigung zur Anlage von Stegen über den Schoorgraben bei Justus Müller Wwe. und Otto Schmidt zurückzuziehen, weil fragl. Stege lediglich privaten Interessen dienen, die unter 3 bis 7 aufgesuhrten Stege unter der Bedingung zu belassen, daß die Besitzer derselben sich verpflichtet elklaren, den allgemeinen Gebrauch des Durchgangs zu gestatten und an die Stadt )e eine jährliche Abgabe von 40 ^entrichten — bei diesen Stegen hat die Baudeputation angenommen, daß sich private mit öffentlichen Interessen verbinden; die an der 26odestraße und an der Entbindungsanstalt aber lediglich als öffent- Uchen Jnteressen dienend bestehen zu lassen. An der sich entwickelnden sehr lebhaften Debatte betheü.gen sich die sperren Schopbach, Batst, Kauf, Homberger, Haustein und Gnauth, welcher tn ferner Eigenschaft als Vorsitzender des Bauausschusses den durch die Stege den Anlagen und dem Graben entstehenden Schaden betont. Wolle man bei Anlage neuer Siege das Bedursruß prüfen, so sei es jedenfalls nicht ungerecht, dabei auf dre fett 1867 erlheilten Genehmigungen zurückzukommen und zu prüfen, ob diese Stege privaten oder allgemeinen Interessen dienen. Während Herr Schopbach seine Bedenken darüber geltend macht, daß man dem Einen gestatte, was man dem Andern verbiete und sich entweder für Bestehenlassen aller Stege oder Entfernen der- selben aussprlcht auch die Erhöhung der Abgaben für ganz nebensächlich hält, plaidirt Herr Bai t |ur Bestehenlassen der Stege und Gestatlung der Anlage von neuen da wo ..fie geplant wurden und die Anlage nicht schädigen; die Anlagen seien Jedermann zugänglich deshalb müsse man auch die Zugänge zu denselben möglichst erleichtern; was die Verunremigung des SchoorgrabenS infolge Bestehens der Stege betreffe, so jei dieselbe gerade da am krassesten, wo sich ferne Stege befinden, auch beeinträchtigten die nach dm Stegen angelegten Wege durch die Bosquette das Aussehen der Anlagen nicht; eine Erhöhung der Abgabe könne ia stat finden und auch bei Genehmigung zur Anlage von Stegen auf em schönes Aeußere hmgewirkt werden. Herr Homberger sprüht fich ebenfalls für Bestehenlassen der Stege und Gestattung neuer aus welche nach Vorschrift hergestellt würden und stellt einen diesbezüglichen Antrag Herr Batst bezeichnet es rm ferneren für eine Ungerechtigkeit, einzelne Stege zu entfernen, dagegen andere, z. B. solche, welche dm Zugang zu Wirtschaften so bequem machten, zu dulden. Der Schoorgraben sei doch nur ein Kanal zur Abführung von Abfällen und könne ganz gut überbrückt werden. Herr Kauf weist auf die Uebelstände hin, welche durch die Stege herbeigeführt weiden und ist für strengere Beaufsichtigung und Verbot des Ueberganges hinter der Kaserne, der fein Dasein nur der allzugroßen Rücksicht seitens der Ausfichtsbeamten gegenüber den ihn benutzenden Militärs verdanke. Hierzu bemerkt Herr Bürgermeister Bramm, daß er von dem Bestehen eines unbefugt herge- stelltm Ueberganges an dieser Stelle erst jetzt Kenntniß erhalte und dafür sorgen werde, daß dessen weitere Benutzung angezeigt und bestraft werde. Herr Gnauth vertritt ganz die Ansicht der Baudeputation und wendet sich namentlich gegen die Ausführungen des Herrn Baist. Obwohl die Anlagen dem öffentlichen Wohle dienten, habe noch keiner der Gesuchsteller geltend gemacht, daß man ihm nur deswegen die Anlage eines Steges gestatte, damit er rascher und bequemer Erholung in den Anlagen suchen könne, bei allen Gesuchen habe lediglich das Geschäftsinteresse der Gesuchsteller mitgesprochen. Die Anlagen würden verunstaltet, wenn alle 20 Schritte das an der Bachseite stehende Gebüsch durch einen Pfad unterbrochen würde; auch sei wohl schwerlich in Abrede zu stellen, daß die bcstehenden Stege mit Vorliebe von den Kindern benutzt würden, die ihre Spiele auf und unter denselben trieben und dadurch die Anlggen schädigten. Herr Gnauth wendet sich ferner gegen Herrn Baist wegen dessen Aeußerung über die Zugänge zu den Wirthshäusern; es scheine ihm, daß die Erleichterung für die Wirthshcmsbesucher dem Bau-Ausschusse unterzuschieben versucht werde. Nur die Rücksicht auf die Abkürzung verschiedener Wege (durch den Busch'schen Garten nach dem Seltersweg und durch dm Hormann'schen Garten nach dem Neuenweg) sei maßgebend für die Vorschläge der Baudeputation gewesen. Wolle man den Besuch der Anlage, welche doch lediglich für Spaziergänger da sei, die nichts versäumten, wenn sie einen Umweg von wenigen Minuten machten, zu sehr erleichtern, so führe dies zu allerlei Consequenzm. Nach einigen persönlichen Auseinandersetzungen zwischen Herrn Baist und Herrn Gnauth wird beschlossen, über die Belassung rcsp. Entfernung der einzelnen Stege abniftimmen (Herr Haustein ist für Abstimmung in geheimer Sitzung) und ergiebt die Abstimmung die Entfernung der Stege von Justus Müller Wwe. und Otto Schmidt, während betr. der übrigen Stege deren Belassung unter den von der Baudeputation aufgestellren Bedingungen, jedoch ohne Erhöhung der bisher gezahlten Abgaben beschlossen wird. — Herr Israel Klebe hat zum vierten Male das Gesuch um Erlaubniß zur Errichtung eines Steges über den Schoorgraben eingereicht und dasselbe neuerdings mit der gefährdeten Passage der alle gute Eigenschaften einer Sackgasse besitzenden Maigasse motivirt. Ferner zieht Herr Klebe die Nichtigkeit der Abstimmung über sein Gesuch in einer früheren Sitzung in Zweifel und fügt das Verlangen bei, die Herren Stadtv. Georgi und Wallenfels nochmals um Aeußerung ihrer Meinungen zu ersuchen. Der Antrag der Baudeputation, über das Gesuch zur Tagesordnung überzugehen, wird nach der Motivirung desselben durch Herrn Gnauth angenommen. — Ter Voranschlag über die Pflasterung und Chaussirung der Wegstrecke vom Viehmarkt nach dem Schlachthaus im Betrage von JL 16900 wird genehmigt. Zugleich wird mitgetheilt, daß der Vorschlag einiger Metzger, im Schlachthause einen anderen Bodenbelag herzustellen und eine zweite Thüre in die Schweinehalle zu brechen, sich nur in Bezug auf den letzteren Theil berücksichtigen lasse, da die zum ersteren erforderlichen Eementplatten bereitsbestellt seien. — Infolge Beschwerde über die Verunreinigungen am Steigthurme der Feuerwehren wird beschlossen, eine entsprechende Bedürf - nißanstalt dortselbst zu errichten. — Unter „Wasserleitung" kommen verschiedene Punkte zur Erledigung, u. A. die Bewilligung einer Entschädigung von 55 an Bahnwärter Henkel für die demselben durch die Arbeiten an der von ihm gepachteten Rödgener Pfarrwiese entstandenen Nachtheile; die Festsetzung des Termins zur Berechnung des Wasserzinses, wozu beantragt und beschlossen wird, den Wasserzins vom 1. desjenigen Monats an zu berechnen, welcher dem folgt, in welchem die Ausstellung des Wassermessers stattfand. — Dem in voriger Sitzung von Herrn Scheel gräußerten Wunsche, die Legung der Wasserröhren in der West-Anlage, zum Anschlüsse an die Leitung der Neustadt, gleich jetzt mit vorzunehmen, wird entsprochen und soll das 175 mm weite Rohr zwischen die Baumreihen gelegt werden. — Um in der ganzen Wasserleitung möglichst tobte Punkte zu vermeiden und ein geschlossenes Rohrnetz zu erhalten, wird beschlossen die Leitung des Seltersbergs mithlft Unterführung der Vieleck mit der Leitung der Alicestraße zu verbinden. — Auch sollen mit Ausdehnung des Rohrnetzes alle öffentlichen Pissoirs Berieselung erhalten. — Dem Gesuche der Herren W. Löber VI. und H. Becker um Ableitung des Wassers von ihren Wiesen in der verlängerten Asterwegstraße soll näher getreten werden, ohne daß die Verpflichtung der Stadt zu irgend welcher Entschädigung anerkannt wird. — Dem Gesuche der Herren W. Seipp und L. Keller um Erlaubniß zur Wasserabführung in einen städtischen Kanal soll entsprochen werden auf Widerruf und vorausgesetzt, daß die Ausführung nach den Angaben des Stadtbauamts erfolgt. — Gegen das Gesuch des Herrn Wilh. Noll (Pulvermühle) um Erlaubniß zur Anlegung eines Stegs über den Mühlbach hat die Versammlung nichts einzuwenden, es erfolgt Befürwortung auf Widerruf unter Festsetzung einer Abgabe von JL 1.— pro Jahr. — In Verhandlung der Beschwerde des Herrn Rosenbaum wegen Festsetzung der Baufluchtlinie in der Westanlage beschließt die Versammlung Herrn Rosenbaum für den von ihm mit erworbenen, aber nunmehr an die Straße fallenden Gelände- ftreifen von 20 Mir. Länge und ca. 1 Mtr. Breite JL 16 per lDKlftr. 3U off^iren; Herr Rosenbaum fordert indeß X 45, worauf nicht eingegangen, sondern auf bem früheren Gebote verharrt wurde. — Die Gasrohrleitung der Weftanlage tou auf die westliche Seite der Straße gelegt werden. — Zu dem Gesuch des Hrn. Georg Löhr um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein in den von dem Gerncw übernommenen ßoealitäten der Peter Hubeler Wwe. hat die Commlstlon o - fürroortung hinsichtlich der Bedürfnißfrage beantragt, mit Rücksicht daraus, ® f genannten ßoealitäten schon seither Branntwein-Ausschank - lung schließt sich dem Slntrage der Commission an. - Sei B-r°thung des Gesuches des Herrn Cbr. Bieker um Erlaubniß zum Ausschank von Branntwein wird eine Eingabe des Vereins der Gastwirthe von Gießen und Umgegend vorgelegt, welche dahin zielt, einestheils die Eoncurrenz der auswärtigen Großbrauer (hingewtesen wird hierbei auf die Absicht einer Nürnberger Brauerei, in dem Vogt'schen Hause in der Sonnenstraße eine Wirthschaft zu errichten) etnzuschränken, anderentheils die Ertheilung von weiteren Concessionen zum Wirthschaftsbetrieb in Anbetracht der verhältnißmäßig großen Anzahl bestehender Wirthschaften auf das möglichst niedrige Maß zu setzen. Die Versammlung beschließt zu dem Bieker'schen Gesuche Befürwortung desselben nur in Bezug auf den Verkauf von Branntwein über die Straße, nicht aber auf den Ausschank im Laden. — Das Gesuch des Herrn Jett um Aenderung des Kanaleinfalls an der Grünbergerstraße wird zurückgestellt, da erst eine Besichtigung erfolgen soll. * Gießen, 17. Juni. jKrauße Concerte.j Mit dem Einzuge der holden Blüthezeit haben die Abonnements-Concerte unserer Militär-Capelle wieder begonnen und zweimal hat bereits Stein's Garten mit seinen lauschigen Plätzen eine ansehnliche Zahl von Gästen versammelt, die nach des Tages erdrückender Schwüle dort Erholung suchten. Es träumt sich schön unter jenen laubfrischen Bäumen bei den Klängen ansprechender Musikstücke, die neben ihrer trefflichen Reihenfolge den Vorzug ungetrübter Klarheit im Vortrage haben und somit auch dem anspruchsvolleren Concertbesucher ein gewisses Interesse abgewinnen müssen. Auf der einen Seite erfreuen lustige Weisen das Ohr der heiteren Jugend, die sich im bunten anmuthigen Durcheinander tummelt, während auf der anderen Seite dem empfindsamen und ernsten Zuhörer durch schwerer wiegende musikalische Erzeugnisse Rechnung getragen wird. Auf diese Art verdient sich Herr Musikdirector Kr auße das Lob Aller und jeder trägt ihm nach eigener Ueberzeugung die wohlverdienten Lorbeeren entgegen, deren er sich nach harten Geduldsproben alsdann mit vollem Rechte freuen darf; geht doch sein eifrigstes Streben stets dahin, aus dem Born der ewig wechselnden, nie ruhenden Musikliteratur Neues zu schöpfen, es den älteren Werken gegenüber zu stellen und dann in würdigem Gewände vorzuführen, eine Aufgabe, die in ihrer ganzen Tragweite zu ermessen jedem denkenden Musikfreund überlassen bleiben und deren exacte Lösung alle Hörer zu größtem Danke verpflichten muß. Wir halten es deßhalb für unsere Pflicht, die ganze Aufmerksamkeit des Gießener Publikums auf die Donnerstags- Concerte in Stein's Garten zu lenken. — sKunstverein.s In der Reihenfolge der Ausstellungen wird nunmehr insofern eine Aenderung eintreten, als die Ausstellung der in hiesigem Privatbesitze befindlichen Oelgemälde auf Ende nächsten Monates verschoben werden muß. Nach soeben gewordener Mittheilung werden wir nämlich für die erste Hälfte des Monats Juli einen Theil der Turnus-Ausstellung des Rheinischen Kunstvereins (etwa 200 Bilder) in hiesiger Stadt erhalten, und erschien es daher angezeigt, jene Ausstellung, zu welcher indessen erfreulicher Weise schon bedeutende Anmeldungen erfolgt sind, noch etwas hintanzusetzen. — Das Nähere wird demnächst bekannt gemacht werden. Ber Wischte-. Hanau, ^nteressirt man sich für die bis jetzt beraeÜellte aröüte r mebr "als bMelbe^n^ angefertigte größte Stimmgabel interessiren, um so aÄ bK «16 e.uttrn Hanauer, Herrn Anton Apvun, für das physikalilcke Institut der Umoersitat Leipzig aiMfertigt und bereits abgeschickt wurde. Die Stimm- Sekunde ab al§ 27 ^amm und gibt 14 Doppelschwingungen in L Literarische-. et “ Ausgewählte Gleichnisse Jesu. Für den Schulgebrauch bearbeitet von Dr F. W. Sommer lad, Direktor der höheren Mädchenschule zu Offenbach a M Verlagsbuchhandlung von Emil Roth. Preis A/Fn schütt 8 - Meder einmal ein vorzügliches Merkchen auf religiös-pädagogischem Geblete Im Anschluß an den Lehrplan für die Volksschulen des Großherzoqthums werden 20 Glerchmffe Jesu von dem Verfasser besprochen und zwar in stehender Reibenfolae ?E^de1 wVeranlassung und Zweck und nach Deutung und Au?, egung des Glerchmffes Fern von allem Dogmatrstren und von jeder individuellen Ein- seltigkert weiß der Verfasser in meisterhafter Weise jedes Gleichniß zu „deuten" und dabei Land, Leute, politische und religiöse Zeltverhältnisse in der anschaulichsten Weise — soweit bnr+ TK erfordert - zu besprechen. Gerade darin hat der Verfasser vorzügliches geleistet. Die ganze Auslegung ist fern Stück- und Flickwerk mit erklärenden Noten und Zusätzen; keine Kathederarbeit, sondern sie ist, wie der Verfasser in der Vorrede sagt aus der Schulpraxis hervorgegangen", und er hätte hinzusetzen dürfen „von Herzen gekommen" ^n leicht verständlicher und dabei schöner Sprache läßt das Werkchen das erbauliche Ele-' ment in den Vordergrund treten, ohne dabei in Schlußbetrachtungen, Sprüchen und Liedern des Guten zu viel zu thun. — Wir können das Werkchen in erster Linie als Lehrbuch allen Lehrern nur dringend empfehlen, denn sie finden darin in schön geordneter Reibenfolae reichhaltigen Stoff für ihren Unterricht. Aber ebenso empfehlen wir es auch für den Schulgebrauch' als Lernbuch für die Oberclassen der Volksschulen und der höheren Lebe Anstalten. Das Buch wird aber auch in manchen christlichen Familien, abgesehen vom Schutgebrauche, zur eigenen Erbauung und Belehrung als willkommener Gast sich einüesspn — An. Werk zur Förderung des botanischen Lernens ist die inHeHicken Banden erscheinende »frlota von Deutschland, Oesterreich und der Schwei,« ln Wort und Bild für Schule und Haus, von Professor Oe. Thomä im Verlast von Kohler in Gera herausgegeben. Da sind auf 500-600 Tafeln in mustergültiaen colorirten Figuren die Hauptvertreter der deutschen und der schweizerischen Flora ab- gebtlbet. Wer beim Durchblättern dieser Bände nicht für unsere Pflanzen.' welt sympathisch erregt wird, an dem ist in botanischer Beziehung Hopfen und Malz verloren. Ich bedaure, daß dieses beispiellos billige und doch so gute Werk nicht zwanzia Iabre früher erschienen ist. Prof. Dr. Dodel-Port. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Freitag den 24. Juni d. I., Vormittag- 10 Ubr, wird die diesjährige Grassamenernte aus den Waldungen der Stadt Gießen in dem alten Realschulgebäude, Gartenstraße 2, versteigert. Gießen, den 16. Juni 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 4678 Lieferungs-Ausschreibung. Sämmtliche Bedürfnisse an frischem Fleisch, Wurst, Mehl, Kartoffeln, Gemüse, Hülsenfrüchten, Kaffee, Salz, Fleisch- und Gemüse-Conseroen rc. sollen für die Zeit vom 1. October dieses Jahres bis Ende September nächsten Jahres für die Unterofnzier- und Mannschafts-Küche des unterzeichneten Bataillons an einen oder mehrere Lieferanten zur Lieferung vergeben werden. Bedingungen sind auf dem Bureau des Bataillons — Neuenweger Thor- häuschen — einzusehen. Offerten, unter der Adresse des Bataillons und der Bezeichnung „Lieferungs-Offerte auf Menage-Bedürfnisse", sind bis 15. Juli cr. einzureichen. 4680 1. Bataillon Infanterie Regiments Ur. 116. Pferde- und Wagen- etc. Versteigerung. Donnerstag den 23. d. M., Vormittag- 10 Uhr, sollen im Großherzoglichen Hofmarstalle dahier vier Fahrpferde und vier verschiedene Wagen rc. versteigert werden. 4698 Darmstadt, den 17. Juni 1887. Großherzogliches Hofmarstall-Amt. Frhr. von Nordeck zur Rabenau. 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Juni soll das diesjährige Heugras der Gemeinde Königsberg von ca. 100 Morgen in dem Saale des Gastwirths August Geller dahier meistbietend versteigert werden. Königsberg, den 17. Juni 1887. Der Bürgermeister- 4700 Scherer. Iieitgeöotenes. Fritzlarer Pferdeloose, Ziehung am 13. Juli, bei 4685__Julius Wallach. Heugras von 21/2 Morgen zu verkaufen. 4693________Georg Philipp GaU. 4692 Das Heugras von 3 Wiesen zu verkaufen. Emil Möhl Wwe., Mühlg. 23. Das Installationsgeschäft von P. Walter, Kaptansgaste 23, empfiehlt fick zur Anfertigung von Wasserleitunqs-, Bade-, Closets- und Canalisations-Einrichtungen. Beste Ausführung nach Vorschrift und unter Garantie. Billigste Preise. soso Die Dampf-Kaffee-Brennerei von A. Zuntz sel.Wwe., bringt ihre Spezialitäten -X Berlin, 1837 Bonn, Gegr. 1837. Hoflieferant Gebr.Java-Kaffee’s • in empfehlende Erinnerung. la. Qualität ä Mk. 1,80 Pf. pr. Pfund, lla. „ „ „ 1,70 „ „ „ guter gebr. Haushalts-Kaffee ä Mk. 1,60 Pf. pr. Pfund. 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L , Unterrichtsstunden und Badezeit für die Schuljugend sind an den Wochentagen Vormittags von 10—12 Uhr und Nachmittags von 3—7 Uhr; an Sonn- und Feiertagen nur Vormittags von 6 — 12 Uhr. In diesen Stunden wird gute und strenge Aufsicht geführt, sodaß die verehrten Eltern in jeder Beziehung beruhigt sein können. . Die Badefrau ist angewiesen, wenn gewünscht, die Badewasche gegen eine festgesetzte Taxe zu trocknen und aufzubewahren. Ich lade zum Abonnement ergebenst ein und bemerke, daß. alles Nähere in der Anstalt, wo auch die Liste zur gefälligen Einzeichnung offen liegt, zu Glanz Tapeten „ 30 „ Gold-Tapeten „ 20 „ Südamerika 104 Schulstraßr 9. Machen • 8. Gcheydt. — Druck und Verlag der Brü»l1chen Druckerei