Ar. its Zweites Blatt. Donnerstag d(K 19 Mai 1887. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Durcatt: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Aufnahme des MontagS. Preis vierteljährllch 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, 12. Mai. Dar Großh. Regierungsblatt (Beilage Nr. 13) rnthält: 1. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That: S- . KSnigl. Hoheit der Großherzog haben dem Dienstknecht Felix Jost zu Dilb'l in Anerkennung der von demselben am 24. Januar l. Js. mit Muth aint> Entschloffenbeit bewirkten Rettung de» 8jährigen Konrad Nürnberger vom Tode der Ertrinkens eine Geldprämie nu bewilligen oeruht. I 2. Bekanntmachung Großh. Ministeriums der Innern und der Justiz, die * Organisation der Unfallversicherung betreffend. 3. Bekanntmachung deffelben Ministeriums, die Ergebniffe der Verwaltung Les Fonds zur Gewährung von Beihilfen bei Ueberichwemmungen für die Zeit morn 1. November 1883 brs 31. März 1885 betreffend. Der Abschluß ist: Die Einnahme beträgt 86.445 X 23 H. Die Aus- * gäbe beträgt 86 322 X 68 H. Verglichen bleibt baarer Kasisvorrath 122 X .55 H. Die au-geliehenen Kapitalien betragen 83,300 X Daher Ende 1883/85 Kapitalvermögen 83,300 «X 4. Bekanntmachung Großh. Brandversicherungs - Commission , die Ausbringung der Bedürsniffes der Großh. Landes ■ Brandversicherungs > Anstalt für 1886 betreffend. Das Bedürsniß der Großh. Branbverstcherungskaffe aus dem Jahre 1886 berechnet sich an Brandentfchädigungen mit Abfchätzungrkosten, und zwar: in der Provinz Oberheffen 191,308 X 91 H (darunter 10,588 X 70 H vom Brand zu Herbstein am 11. Juni 1886, 12,643 X 30 vom Brand zu Vadenrod am 1. Juli 1886, 11,277 X vom Brand zu Meiches am 21. September 1886); in der Provinz Starkenburg 220,687 X 51 H (darunter 14,162 X 20 H vom Brand zu Tröfel am 25. März 1886); in der Provinz Rheinhessen 344,605 X 65 (darunter 14 051 X vom Brand zu Ober- Dlm am 31. Mär, 1886, 36,712 X 40 H vom Brand zu Bingen am 6. August 1886, 10,225 X 25 H vom Brand zu Ober.Jngelheim am 3. und 4. September 1886, 146,791 X 65 H vom Brand zu Main, am 13. October 1886); folglich an Entschädigungen und AbschätzungSkosten zusammen auf 756,602 X 7 , im Ganzen unter Zurechnung der weiteren Ausgaben auf 854,280 X 86 H. Gemäß Verfügung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz vom 20. April 1887, soll dieses Bedürsniß durch einen Ausschlag von 10 H aus je 100 X Branoversicherungs-Kapital, das am Schluffe des Jahres 1886 in der Prooin, Oberheffen 277,406,890 X, in der Provinz Starkenburg 409,281,910 X, in der Provinz Rheinhessen 353.613,790 X, demnach im Ganzen 1,040.302,590 X beträgt, gedeckt werden und die Erhebung dieser Beitrags in den ersten 25 Tagen des Monats Juli laufenden Jahres in einem Ziele erfolgen. 5. Ueberftcht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz für das Jahr 1887/88 zur Erhebung genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Communal-Bedürfnifle in den Gemeinden des Kreises Singen. 6. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz ‘ für das Jahr 1887/88 zur Bestreitung der Communal-Bedürfniffe der israelitischen ReligionS'Gemeinden des Kreises Offenbach genehmigten Umlagen. 7. Uebersicht der von Großh. Ministerium des Innern und der Justiz * genehmigten Umlagen zur Bestreitung der Bedürsniffe Der israelitischen iReli* gionS-Gemeinden des Kreises Ovvenbeim für 1887. i Verwischte-. — Der Verbandstag des Verbands mittelrheinischer Bildungsvereine findet am Sonntag den 12. Juni, Vormittags 11 Uhr, im Gasthaus „Zum Löwen" in Rüsselsheim statt. Auf der Tagesordnung steht: 1) Begrüßung der Versammlung durch den Vorsitzenden, 2) Bericht desselben über die Verhältnisse des Verbands im «bgelaufenen Jahre, 3) Kassenbericht und Rechnungsablage durch den Verbandsrechner, sowie Bericht der Rechnungsprüsungscommission, 4) Wahl des Ausschusses und der Revisoren, 5) Berichte und Anträge aus den Vereinen. — Die Generalversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung findet am 22. und 23. Mai d. I. in Koburg statt. (Der Generalversammlung geht am 22. Mai im „Gesellschaftshause" der Verbandstag des neubegründeten Mitteldeutschen Verbands der Gesellschaft und darauf eine Sitzung des Centralausschusses voran.) Das Programm der Generalversammlung ist rote folgt: Samstag, 21. Mai, Abends 8V, Uhr: Gesellige Vereinigung im „Gesellschaftshause" und Empfang der Gäste. Gesangsvorträge. Sonntag, 22. Mai, Morgens 8 Uhr: Besichtigung der Sehenswürdigkeiten der Stadt und eine Schul- Ausstellung in der städtlschen Mädchenschule. Sammlung auf dem Marktplatz. 10 Uhr: Erste Hauptversammlung im Saale des „Gesellschaftshauses". Die Verhandlungsgegenstände sind: 1) Thätigkeitsbericht, erstattet durch die Herren General- secretär Dr. Paul Wislicenus-Berlin und Redner der Gesellschaft Dr. Heinrich Fränkel- Berlin. 2) Rechnungsbericht über das Jahr 1886, erstattet vom Schatzmeister Herrn 1 Commerz- und Admiralitätsrath a. D. Wilh. Abegg-Berlin. 3) Wahl der Rechnungs- reoisionscommission. 4) „Studienstiftungen für entlassene Zöglinge der Volkschule'. Referent: Schuldtrector Oskar Pache-Leipzig (Lindenau). 5) „Die Einführung der Gesetzeskunde in den Unterricht der Volksschule". Referenten: Rechtsanwalt Dr. E. Friedmann-Berlin und Prediger Dr. Werner-Danzig. 6) „Der Werth dauernder gewerblicher Ausstellungen für die Ausbildungen im Gewerbe". Referenten: Landgerichtsrath Dr. Kupfer-Mosbach a. R. und Dr. H. Fränkel-Berlin. 7) „Die sittliche Erziehung der Frauen eine Bedingung des Volkswohls". Referentinnen: Fräillein Auguste Schmidt-Leipzig und Frau Prof. Math. Weber-Tübingen. 8) „Die Einführung der Volkswirthschaftslehre in den öffentlichen Unterricht". Nachmittags 3 Uhr: Festmahl. Abends 7 Uhr: Festaufführung im Herzoglichen Hoftheater. Montag, 23. Mai, Morgens 9 Uhr: Zweite Hauptversammlung. Fortsetzung und Schluß der Verhandlungen. Nachmittags 3 Uhr: Ausflug auf die Bergveste re., ebenso Dienstags Ausflüge. Den Besuchern steht eine größere Anzahl Freiquarttcre zur Verfügung. Berlin, 14. Mai. (B. B.-Cour.) Eine entsetzliche Katastrophe, der leider drei Menschenleben zum Opfer gefallen sind, spielte sich gestern Nachmittag gegen 3/44 Uhr in Weißensee ab. In dem hinter dem dortigen Schützenhause gelegenen Puloer-Laboratorium der Herren Feuerwerker Bock u. Sohn exolodirte unter donner- ähnlichem Knallen der Inhalt eines Arbeitsschuppens und eine Feuersäule stieg thurmhoch mm Himmel hinan. Nach einigen Secunden erfolgte eine zweite und gleich darauf eine drite Detonation. 9iad) einer Viertelstunde etwa wagten sich die ^ersten Bewohner Weißensees heran. Hier bot sich ein entsetzlicher Anblick. Die beiden «Löhne des genannten Feuerwerkers, sowie dessen Frau tagen verstümmelt und vollständig verkohlt da — hier ein Kopf, dort ein Arm und an dritter Stelle ein Bein. Ein ebenfalls daselbst beschäftigt gewesener Arbeiter war, obwohl durch den Luftdruck zwanzig Schritte abseits geschleudert, gänzlich unversehrt daoongekommen. Bald nach der dritten Explosion gelang es dem Kutscher des Schlächtermeisters Schleußner, in den brennenden Raum einzudringen. Er holte mit Lebensgefahr noch drei Säcke mit Pulver, sowie verschiedene Zündschnüre heraus. Fürwahr ein seltener Heroismus! — Lm 9. Mai gab es auf dem Jahrmärkte in Nordhausen einen Kampf zwischen Karaiben aus den kleinen Antillen und der Polizei. Unter den Schaubuden befand sich auch die anthropologische Ausstellung der Antillen-Neger-Karawane von Albert Usbach aus Magdeburg. Gegenüber der Usbach'schen Bude stand die Arhleten- bude von Paulzen aus Soest. Gegen Paulzen war ein Arrestschlag ausgebracht und vor 6 Uhr Abends ward die Bude gepfändet. Der Gerichtsvollzieher Mackensen bestellte die Gasschlosser Richter und Heimbusch als Aufpasser über die gepfändete Bude. Beide kamen mit Paulzen, dem Besitzer, in Streit, als sic die Bude betraten, was Paulzen nicht dulden wollte. Dabei soll Paulzen schon die Worte gebraucht haben: „Es wird heute Abend schon noch was geben!" Gegen 11 Uhr in der Nacht, nachdem Feierabend geboten war, ging der Tanz denn auch los. Die Paulzen'schen Leute griffen Richter und Heimbusch an und aus der gegenüber gelegenen Usbach'schen Bude stürzte ein Neger mit einer Keule hervor und schlug damit auf den Schlosser Lauprecht, welcher nebst anderen Nordhäuser Einwohnern hinzugesprungen war. Lauprecht ist am Kopfe schwer verletzt. Inzwischen eilten die in der Nahe befindlichen Polizeisergcanten Reichert und Schwieder herbei, aus der Usbach'schen Bude brachen aber weitere Neger mit Lanzen, Speeren, Keulen hervor, die Beamten mußten zurückweichen. Jetzt wurde die gesammte Nachtpolizei und ein Zug der Feuerwehr durch Signale, die in den Straßen ertönten, allarmirt. Mit Fackeln versehen, ging es in geschlossenem Zuge nach dem Kampfplatze zur Attake. Unter den Verletzten sind zu nennen Lauprecht, Richter, Beuth (Geschäftsführer bei Paulzen). Von den Negern ist auch einer verwundet. Ein Theil der Neger flüchtete in's angrenzende Feld, wurde aber spater ergriffen. Von den Verhafteten ist Usbach wieder freigelassen, Paulzen, Beuth, der Conditor Knorr und die Neger sind dem Landgerichts - Gefängnisse zugefuhrt worden. — Ein heiteres Abenteuer hat in diesen Tagen ein Braumeister aus der Gegend von München erlebt. Der Reisende, ein Herr F., kam am Samstag nach Berlin, nahm in einem Hotel in der Friedrichstraße seine Wohnung und telegraphirte sofort an seine Angehörigen: „Ich wohne in 3E. Hotel, Sendungen dorthin." Alsdann machte sich Herr F. auf den Weg, um die Sehenswürdigkeiten Der Metropole in Augenschein zu nehmen, am anderen Tage wollte er seinen Geschäften nachgehen, welche ihn nach Berlin gerufen hatten. Den Kopf etwas schwer, wohl weniger in Folge der gesammelten geistigen als der Biergenüsse, machte sich Herr F. gegen Mitternacht auf den Heimweg. Im Begriff, eine Droschke zu besteigen, wird es ihm unmöglich, sich des Hotels zu erinnern, in welchem er am Morgen abgestiegen. Er ist nicht einmal im Stande, die Straße anzugeben, in der es belegen. Die helle Verzweiflung packt ihn was soll er thun? Da kommt ihm ein glücklicher Gedanke: den Namen und Die Straße des Hotels hatte er ja seiner Frau telegraphirt, von ihr konnte er, also auf dem Umwege über München, nur Erlösung aus seiner kritischen Lage finden. Aber mitten in der Nacht eine Depesche aufgeben, das ging nicht an; er mußte bis zum Morgen warten. Die Zwischenzeit in mehreren Nachtcafä's verbringend, sandte er eine Depesche folgenden Inhalts an seine Gattin ab: „Minna, umgehend postlagernd Postamt Nr. . . . Drahtantwort, in welchem Hotel ich wohne und in welcher Straße belegen " Das Telegramm traf auch bald ein. Der Nachsatz, den es enthielt: „Komme nach Hause" — gab Herrn F. zu denken. Ja, wer eine Reise thut, der kann auch was erzählen. Herr F. vielleicht hinterher noch von einer schönen — Gardinenpredigt. — [(Sin zärtlicher Sohn.) In einer amerikanischen Familie herrschte fortwährend Streit und schließlich hatte der Vater das Unglück, seiner Frau einen so kräftigen Schlag bei einer der täglichen Schlägereien zu versetzen, daß sie leblos auf dem Platze blieb. Die Geschworenen erkannten auf Vorbedacht inio Ueberlegung und das Urtheil lautete auf Tod durch den Strang. So kam der Täg der Hinrichtung. Zwei Stunden vorher fanden sich die Kinder, um Abschied zu nehmen, ein, und es bedurfte ganz außerordentlicher Aufwendung von Ueberredung, um den 13jährigen Aeltesten zu bewegen, den Gefängnißhof zu verlassen. Aber wenige Stunden nach dem Tode des Vaters fand er sich wieder ein. Er bat sich eine „«Reliquie' aus, em Stuck von dem Strick, der eben seine schauerliche Aufgabe erfüllt, um sich daraus eine Uhr- kette machen zu lassen. — Treysa (Bezirk Cassel) und Wanfried, Postamt, >e Kündigung, 750 X Gehalt und 72, bezw. 60X — [Vacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.) Heppenheim (Bergstraße), Postamt, Postassistent, zunächst auf Kündigung, später auf Lebenszeit, 2,50 X Tagegeld, bei der Anstellung 1350 X Gehalt nebst Wohnungsgelds zuschuß; daselbst, Packetträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 750 X und 108 X Wohnungsgeldzuschuß. - Höchst (Main), Postamt, eine Stelle für Briefträger und Postschaffner im inneren Dienst, zunächst auf vierwöchentliche Kündigung, 800 X Gehalt und 72 X Wohnungsgeldzuschuß. - Hofgeismar, Postamt, Briefträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 750 X Gehalt und 108 X Wohnungsgeldzuschuß. - Marburg (Bezirk Cassel), Postamt, Postschaffner im inneren Dienst, auf vierwochent- liche Kündigung, 800 X Gehalt und 108 X Wohnunssgeldzuschuß. — Bad Nauheim, Postamt, Packetträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 750 behalt imo 108 X Wohnungsgeldzuschuß. — Treysa (Bezirk Cassel) und Wanfried, Postamts Packetträger, auf vierwöchentliche Kündigung, 750 X Gehalt und 72, Bea». 6° j* Wohnungsgeldzuschuß. — Wiesbaden, Postamt, zwei Stellen für Briefträger Postschaffner im inneren Dienst, zunächst auf vierwöchentliche Kündigung, K Gehalt und 180 X Wohnungsgeldzuschuß. ____ Altkathotischrr Gottesdienst. Sonntag den 22. Mat wird In der hiesigen Stadtkirche, um 11 Uhr von Herrn Pfarrer Demmel aus Bonn altkatholischer Gott-sd>-nst °b«-halt°n werde - Zugleich wird Gelegenheit gegeben zum Empfang des h-ilig-n Abendmah Wie wir hören, werden in verschiedenen Landestbeilen Vorbereitung besuch ber Frankfurter Ausstellung zu arrangiren " dies von Württemberg aus geschehen wo das '-^nterpfip für rtvintz. s, Zlluv toll LaudwirthschaftlicheS. Äi?Kiixs iSÄÄsasaÄae'KiS Ausstellung zu Frankfurt den umfassenden, allgemeinen deutschen Characker zu geben der ihren Zielen entspricht, so ist es doch natürlich und überdies vollständig berechtigt' daß auf derselben die Verhältnisse der näherlicgendcn Umgebung mehr als die b-r ferneren Distncte zur Geltung kommen. Auf diese Weise erhalten die Wander- Ausstellungen der Gesellschaft ihr verschiedenes Gepräge, das dieselben davor bewahrt eine einförmige und bald ermüdende Wiederholung ein und desselben Bildes ru gewahren. ö In vollkommener Uebereinstimmung mit den herrschenden landwirthschastlichen Bettrebungen der umliegenden Districtc wird demzufolge die Ausstellung von Pferden eine verhaltnißmaßlg schwächere sein. Hierzu wirkt wesentlich mit, daß die Gesell'chast als eine vor allen landwirthschaftliche auf die Ausstellung von Gebrauchs- und Luxuspferdcn weniger Werth legt und daß Händler, die gewöhnlichen Aussteller dieier Gattung von Pferden sich den strengeren Anmeldebedingungen der Gesellschaft unterwerfen" U"b tatsächlich selten in der Lage sind, sich denselben zu In den 27 Klassen, welche 13 der großen, zu diesem Hweck besonders mit Buchten ausgestatteten Ställe des hiesigen landwirthschastlichen Vereins füllen, werden wir von Zuchtpferden edler, warmblütiger Rassen in 6 Klassen über 70 Thiere finden Bedeutend weniger zahlreich sind die schweren kaltblütigen Schläge vertreten' In den hierfür ausgestellten 7 Klassen sind nur gegen 40 Thiere angemeldet. Genau ebenso viele Thiere concurriren tn den Klassen für Gesammtpreise und schließlich werden etwa 60 Gebrauchspferde ausgestellt werden. Die Gesammtzahl wäte weientlieh gewachsen, wenn nicht die während der Anmeldezeit herrschende Ausfuhr- sperre die beabsichtigte Beschickung von Oesterreich aus unmöglich gemacht hätte r, Es ift uicht zu leugnen daß bei 14 200 M in Preisen, welche die Gesellschaft sirr Pferde zu bieten m der Lage tft, die Beschickung der Pferdeabtheilung eine regere fct\burlc,n;, Andererseits bietet die zu erwartende außerordentlich zahlreiche Be- r^Sn0eJ tur Rindvieh einen für das landwirthschaftliche Jnteresfi mehr als hinlänglichen Ersatz m anderer Richtung. Mit Berückfichügimg der qe: gebenen Raumoerhaltnisse wäre es in der That nicht möglich gewesen, eine bessere Vertretung der Pferde zuzulassen, ohne die Rinderabtheilung gewaltsam zu beschränken I au* taten bcrcd)tT0ten ^igenthumlichkeit der süddeutschen Landwirthschaft zu nahe i Zur Haarpflege! ^^rtroffencr Wirkung ist das vom königl. Staatsministerium u. Ober- medicwalausschuß geprüfte u. genehmigte^sowie von allen Autoritäten begutachtete . .. _ ^"«rwaffer v. Retter, München, 1989 's. LsrpuuS'g rchlksMÄEttrM SäÄ « WS8Ä KÄ* schwächliche Kinder empfohlen. Das neue Mittel, Lorflund's Raym-Konserv- Krankheiten mit bestem Erfolge gebraucht. In allen Apotheken» wobei ausdrücklich zu verlangen: von Ed. Loeflund in Stuttgart. 792 , ^Farbige Seidenstoffe v Mk. 1.33 bis 12 53 r» Zürich. Muster umgehend' Briefe kost" M Pf ßorw H°N.-f-r°ntt Mrhes-lsche Eisenhühuen. Vergebung von u. Dtaurerarbeiten. Die behufs Herstellung eines Nebengeleises im Bahnhofe Gießen erforderlich werdenden Erd- und Maurerarbeiten, veranschlagt zu 1959 X,sollen im Submissionsweg vergeben werden. Voranschlag, Bedingungen und Zeichnungen sind im diesseitigen Verwaltungs - Gebäude, Zimmer V6’0 P Eröffnungstermin am 20- Mai l. I, Vormittags 10 Uhr, offen gelegt, wohin auch die Offerten, welche verschlossen eingereicht werden müssen, abgegeben werden können. Gießen, den 14. Mai 1887. 3&61 Roth, __ Großherzoglicher Eisenbahnbaumeister. Vergebung ooü Zauarbeiten. Die Ausführung nachstehender, im Orte Dorfgill vorkommenden Arbeiten sollen im Wege schristl. Sub- mission vergeben werden, und zwar- A. Maurerarbeiten veranschl. zu 611 90 70 30 62 09 «X n Anlage einer Grabenmauer Reparaturen an der Schule B Zimwerarbeiteu Anlage eines Längskanals im Orte an der Schule $3 C. Schmiedarbeiten " 25 D. ChausfirungSarbeiten Steinlieferung 22 Handarbeit 81 E. Pflasterarbeiten Steinlieferung „ 165 Sandlieferung 54 Handarbeit (Pflastern) 84 25 50 40 60 30 Summa tX 1260 34 Kostenvoranschläge und Bedingungen sind aus Gr. Bürgermeisterei Dorf- Mll enizusehen, wohin auch die betr. Offerten bis kommenden Samstag den 21. d. M., Mittags 1 Uhr, ein zusend en sind. Gießen, den 15. Mai 1887. oqxq m Rohrer, 0803 Bez.-Bauaufseber. 3« Maibowlen empfehle einen vorzüglichen Wein zu 53 Pfennig per Flasche und besten Äepseiwein. Ph. Bauer II , -3612 Bahnhofstraße 57. 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Näh, bei der Exped. d. Bl. Unkündbare und kündbare 3734 Darlehen "U |K£ofir^er Stuttgart MG Mage zu 5li. 115 fr es „ssichmk, Anzeiger". Politische Ueberstcht. Gießen, 18. Mai. Auch der Zuckersteuer-Entwurf wird nunmehr dem Reichstage in diesen Tagen zugehen, da sich seine Behandlung im Bundesrathe schwerlich in die Länge ziehen dürste. Der Entwurf stellt bekanntlich weniger eine Novelle zu dem jetzigen Zuckersteuergesetze, als vielmehr eine Codification der gesammten Materie dar und hat man es also mit einem ganz neuen Gesetze zu thun. Daffelbe zerfällt in zwei Theile mit im Ganzen 63 Paragraphen uno bezieht sich der erste Abschnitt auf den Eingangszoll von Zucker, der zweite behandelt die Zuckersteuer (allgemeine Bestimmungen, Steuercontrole u. s. ro.) selber. Um die grundlegenden Bestimmungen der Vorlage nochmals hervorzuheben, so beträgt der Eingangszoll für Syrup und Melasse 15 «X pro 100 Kilo, für jeden anderen Zucker 30 cX, beides vom 1. Aug. 1888 ab. Der inländ. Rübenzucker unterliegt einer Materialsteuer und Verbrauchsabgabe und beträgt erstere vom 1. Aug. 1888 ab 1 auf 100 Kilo rohe Rüben, die Verbrauchsabgabe wird vom gleichen Zeitpunkt ab mit 10 «X für 100 Kilo inländischen Rübenzucker erhoben; Syrup und Melasse als solche unterliegen keiner Verbrauchsabgabe. Die Matertalsteuer ist von dem Fabrikinhaber zu entrichten, während die Verbrauchrabgabe beim Uebergange des Zuckers aus der Steuercontrole in den freien Verkehr erhoben wird. Die Exportprämie beträgt für 100 Kilo Rohzucker, der eine Polarisation von mindestens 90 pCt. haben muß, und für dasselbe Quantum rasfinirten Zuckers vom 1. August 1888 ab 10 »X; für Kandis, Zucker in Würsel-Stengelsorm u. s. w. 1) vom 1. bis 31. August 1888 21,50 -X, 2) vom 1. September 1888 ab 12,50 .X; für allen übrigen Zucker 20,15