Nr. 66 Samstag dm 19. März 18-7. Weßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vnreanr Schulst raße 7. Politische Ueberfkcht. Gießen. 18. März. Der große nationale Festtag, dem ganz Deutschland frohbewegten Herzens entgegengeht, die Feier des 90. Geburtstages Kaiser Wilhelms, erhält schon äußerlich dadurch eine ungewöhnliche Bedeutung, daß an ihm ein großer und glänzender Kreis von Fürstlichkeiten in der Kaiserstadt an der Spree versammelt sein wird. Wie die „Nordd. Allg. Ztg." mitzutheilen weiß, wird der Kaiser an seinem kommenden Ehrentage von nicht weniger als 85 Mitgliedern souveräner Häuser umgeben sein, in welcher Zahl die preußische Königsfamilie mit inbegriffen ist; das gelammte Gefolge der ausländischen Herrschaften wird ungefähr 350 Personen zählen. Einzig, wie der theure Held — schreibt das officiöse Blatt — dem dieses so seltene Fest erblüht, einzig wie dieser Tag dasteht in der Geschichte aller Zeilen und Nationen, einzig wie die Erinnerung an ihn sortleben wird im Gedächtniffe des deutschen Volkes, ebenso einzig ist die Zahl fürstlicher Herren und Damen, welche aus Nord und Süd, aus Ost und West nach Berlin kommen, um dem Kaiser zum 90. Geburtstage zu huldigen. Viele, viele Jahre werden wähl dahinfließeu, ehe eine so zahlreiche fürstliche Gesellschaft sich wieder in der deutschen Hauptstadt zusammenfindet. An erster Stelle des Tages-Interesses stehm diesmal die Gerüchte über ein auf den Kaiser von Rußland versuchtes oder vielmehr geplantes Attentat. Es ist charakteristisch, daß das osficiöse und osficielle Rußland diese sensationelle Meldung entweder kaltblütig oementirt, wie es die ruff. Botschaft in London gethan hat, oder hierüber stillschweigend hinweggeht, wie es der rusfische „Regier.-Anz." gethan, welcher einfach die Ueberstedelung der Majestäten und des Thronfolgers nach dem ruhigen und sicheren Gatschina am Tage des verbrecherischen Unternehmens meldete. Indessen kann man sich schon aus den auf Umwegen — theils über London, theils über Wien und Berlin — eingelau- fenen privaten Berichten ein ungefähres Bild der mysteriösen Petersburger Vorgänge construiren. Es steht fest, daß sich an einem bestimmten Platze mit Sprengstoffen versehene Individuen versammelten und daß dieselben kurz zuvor verhaftet wurden, ehe der Czar die Stelle passirte, um den üblichen Todten- meffen am Jahrestage der Ermordung seines Vaters, Kaiser» Alexander II., in der Festungskirche beizuwohnen; nach einer Mittheilung des „Standard" sollen die Verhafteten Studenten sein. Daneben courfirt aber noch eine Meldung einer entdeckten Verschwörung hochgestellter russischer Adeliger, angeblich zu dem Zwecke, den Kaiser Alexander zur Einführung einer Verfassung zu zwingen. Die Richtigkeit dieser Meldung muß ebenso dahingestellt bleiben, wie die Frage, ob diese absonderliche Verschwörung eine Erscheinung für sich bildet, oder ob sie mit dem vereitelten Attentats-Versuche gegen den Czaren in einem Zusammenhangs steht. Da sich der osficielle Petersburger Telegraph über alle diese merkwürdigen Dinge ausschweigt, so wird man erst noch weitere Aufklärungen abzuwarten haben, aber unwahrscheinlich sind sie gerade nicht, denn in dem heiligen Rußland pflegt ja immer allerhand Seltsames zu passiren! Der durch den bevorstehenden Rücktritt des Herrn v. Hofmann zur Erledigung kommende Posten des Staatssecretärs für Elfaß-Lothringen soll durch den seitherigen Unter-Staatssecretär, Herrn v. Puttkamer, ersetzt werden. Herr v. Puttkamer ist ebenfalls schon lange im reichsländischen Dienste angestellt und hat er in dieser Zeit wohl genügende Erfahrungen über Land und Leute im Reichslande gesammelt, die ihn zur Bekleidung seines neuen schwierigen Postens befähigen. Zu den bedeutsameren Ereignissen der letzten Zeit gehört auch der mehrtägige Besuch, welchen Herr v. Lesseps der deutschen Reichs-Hauptstadt abgestattet hat. Die überaus ehrenvolle Aufnahme, welche dem berühmten Franzosen daselbst zu Theil geworden ist und die durch den auszeichnenden Empfang durch die kaiserlichen Majestäten ihre Krönung sand, hat auf Herrn v. Lesseps selbst den besten Eindruck gemacht und sprach er sich bei seiner Wiederankunst in Paris unumwunden in diesem Sinne aus. Herr v. Lesseps hat seinen Pariser Freunden die Versicherung ertheilt, daß nach seinen in Berlin gemachten Beobachtungen der Friede nunmehr als gesichert zu betrachten sei; welchen Eindruck er hiermit bei seinen chauvinistischen Landsleuten erzielen wird, läßt sich indessen denken! Dem König Karl von Württemberg, welcher bekanntlich schon seit geraumer Zeit in Nizza weilt, ist ein Telegramm de» Kaisers zugegangen, welches dessen hohe Befriedigung über den Ausfall der Reichstagswahlen in Württemberg ausspricht. Die Pariser Ultra-Radikalen und Anarchisten haben den Jahrestag der Ermordung Kaisers Alexander II. durch Volksversammlungen und Bankette „gefeiert." Selbstverständlich fehlte es hierbei nicht an Reden, in denen diese Schandthat als ein erlösendes Werk und als ein „Hochgericht der socialen Gerechtigkeit" gepriesen und in denen die russischen Nihilisten als die praktischsten Revolutionäre gefeiert wurden. Welchen Eindruck diese Tiraden in den leitenden Mersburger Kreisen machen werden, läßt sich leicht ermessen, aber auch in den Wtiser Regierungskreisen dürfte man von einem solchen Auftreten der Parteigänger der Commune nichts weniger als erbaut sein, denn in welchem Lichte muß angesichts dieser Verherrlichung des 13. März durch französische Zungen der Bund zwischen dem czartstischen Rußland und dem radikalen Frankreich erscheinen? Es scheint indessen, daß das Vorwiegen des Radikalismus in dem gegenwärtigen französischen Cabinet die französischen Freunde der Nihilisten mit immer neuem Muthe erfüllt! PreiS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtnqerlotnr. Durch bie Post betopen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Darmstadt, 17. März. Der Bericht des ersten Ausschuffes zweiter Kammer über den Antrag der Abgeordneten Theobald und Gmossen, 1) das Gymnasium und das Realgymnasium, bezw. die Realschule zu Mainz, sowie den Mainzer Universitätsfonds betr., 2) den Antrag des Abg. Racks, den Mainzer Universitätsfonds belr., ist soeben erschienen. Berichterstatter ist Herr Abg. Wolfs kehl. Der Ausschuß bean- lragt: Die Kammer wolle 1) mit der Verwendung der Erträgnisse des Mainzer Uni- versitatsfonds, wie sie nach den Mittheilungen der Großherzoglichen Regierung seither stattgefunden hat, sich einverstanden erklären; 2) den gesetzgebenden Faktoren ausdrücklich das Recht wahren, über diese Erträgnisse mittelst übereinstimmenden Willensaktes jederzeit und selbst zu nicht stiftungsgemäßen Zwecken frei zu verfügen; 3) für den in Pos. 2 bezeichneten Fall die Anerkennung eines Entschädigungsanspruchs Seitens- der Stadt Mainz oder der Provinz Rheinhessen ausdrücklich ablehnen; 4) die Großh. Regierung ersuchen, fortan sämmtliche Einnahmen und Ausgaben des Fonds in bte jeweiligen Hauptvoranschläge der Staats-Einnahmen und -Ausgaben zur verfassungsmäßigen Verwrlligung Seitens der Stände aufzunehmen, jedoch mit der Maßgabe, daß derjenige Betrag, welcher in den letzten zehn Jahren durchschnittlich an nichtstaatliche Anstalten und Vereine aus den Erträgnissen des Fonds geflossen ist, hiervon aus- geschieden und der Großh. Regierung als Dispositionsfonds überwiesen werde, vorbehaltlich jederzeitiger Auskunflsertheilung über die geschehene Verwendung, und für solange, als dieser Betrag nicht zu eigentlichen Stiftungszwecken erforderlich ist;, 5) die Großh. Regierung weiter ersuchen, sowohl die derzeitigen als die weiter hinzukommenden Ruhegehälter der Lehrer, Beamten und Bediensteten an den höheren Lehranstalten zu Mainz, sowie sämmtliche nicht durch eigene Einnahmen gedeckte Ausgaben der Entbindungsanstalt zu Mainz aus Mitteln des Fonds zu bestreiten; 6) damit die rubricirten Anträge der Abgeordneten Theobald und Genossen, sowie des Abgeordneten Nacks für erledigt erklären. — Ein Mitglied des Ausschusses (Abg. Schrpder) ist mit Pos. 3 vorstehender Anträge nicht einverstanden und behält sich die Begründung, seiner abweichenden Ansicht für die Plenarberathung vor. Der zweite Ausschuß erstattete (durch den Abg. Schack) Bericht über die Vorlage Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, betr. den Gesetzentwurf über die Anschaffung und Unterhaltung des Fasselviehs. Der Bericht schließt sich im Großen und Ganzen der Regierungsvorlage an und spricht sich in anerkennender Weise über die staatliche Fürsorge gegenüber einem volkswirthschaftlich so wichtigen Erwerbszweig aus. Auch der in dem Gesetzentwürfe vorgesehene Zwang zur Fasselhaltung wird gebilligt; das öffentliche Interesse rechtfertige diesen Zwang. Die vorgeschlagenen Aenberungen sind nicht von erheblicher Natur; nur werden drei Artikel hinzugefügt, welche (in dem Gesetzentwurf fehlende) Bestimmungen über eine Berufung gegen die Beschlüsse der Kreiskörkommission enthalten. Die Berufungsinstanz bildet eine in jeder Provinz gründende Oberkörkommission. nn. Darmstadt, 17. März. Die Budget-Commission bad Reichstag» hat die zur Bearbeitung eines Planes für eine neue Kavallerie-Kaserne hier angeforderte Summe von 10,000 JL gestrichen, da durch die Concentrirung der Garnisonen Butzbach und Babenhausen nach Darmstadt eine Ausgabe von mehr als 2 Mill. JL veranlaßt würde. Da indessen die Kaserne in Babenhausen sehr baufällig ist, so wurde der Betrag von 6000 «X für die Bearbeitung eines Entwurf» einer Kaserne für 3 Eskadrons in Darmstadt bewilligt. Butzbach behält demnach seine Garnison, während Babenhausen seine verliert. Berlin, 16. März. Militärisches. In Betreff der ferneren Infanterie- Ausrüstung lautet eine Allerhöchste Cabinets-Ordre folgendermaßen: Auf den Mir gehaltenen Vortrag genehmige Ich für künftige Neubeschaffungen die beifolgenden Proben von Ausrüstungsstücken für die Infanterie: 1) des Helms, unbeschadet der bezüglich der Beschläge und der Helmzier zur Zeit bestehenden Verschiedenheiten und mit der Maßgabe, daß die Garde- Infanterie und die Grenadier-Regimenter Nr. 1—12 bei Einführung der neuen Helmprobe den Metallbeschlag am Vorderschirm sowohl, als die Schuppenketten beibehalten; letztere sind bet einer Mobilmachung gegen einen schwarzen Lederriemen umzutauschen. Alle Offeriere der ganzen Armee behalten den bisherigen Helm bei; 2) des Kochgeschirrs; 3) der Patrontaschen. Die Proben zu 2 und 3 gelten auch für die Jäger und Schützen, diejenigen zu 1 und 2 für die Pioniere und das Eisenbahn-Regiment; aus letzteres, sowie das Garde-Pionier-Bataillon findet bezüglich des Metallbeschlags am Helm die Sonderbesttmmung zu 1 Anwendung. Zugleich bestimme Ich: 4) Die gesammte Infanterie, sowie die vorbezeichneten Truppen führen al» zweite Fußbekleidung ein Paar Schnürschuhe au» wasserdichtem Stoff mit Lederbesatz mit in's Feld. Der Brotbeutel besteht bei ihnen aus wasserdichtem Stoff, ist zweitheilig und mit einer Vorrichtung zur Befestigung am Leibriemen, sowie einem Ring zum Anhängen der Feldflasche versehen. Das Brotbeutelband ist verstellbar. 5) Bei der Infanterie und den Jägern (Schützen) tritt in Stelle des bisherigen Tornisters ein solcher von kleiner Form mit eingehängtem Tornisterbeutel — zur Aufnahme der eisernen Lebensmittel-Porttonen — und mit Tragegerüst. Letzteres besteht aus den Tragriemen mit Schnallvorrichtung, Hülfstrageriemen und dem Rückenstück. Mit Ausnahme der Grenadier-Bataillone, der Garde-Infanterie- und der Grenadier« Regimenter Nr. 1—12 erhält die ganze Infanterie schwarzes Lederzeug. Ferner gestatte Ich: 6) Daß die zu 5 gedachten Truppen das Schanzzeug und die Feldflasche unter Fortfall der bisherigen Trageriemen am Leibriemen bezw. am Brotbeutel tragen und daß die Säbeltasche nach der Mir vorgelegten Probe verschmälert wird. Die Aenberungen in der Ausrüstung der Fußlruppen gelangen zur Ausführung, sobald und soweit die Mittel hierzu verfügbar find und ohne zu irgeno einer Zeit die gewahrte Kriegsbereitschaft zu beeinträchtigen. Auch sind Die Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». Vermischte». nn. Zu demselben hatten sich die Spitzen der Stud. Sior brachte einen mit Universität» - Chronik. Amtliche Professor der philosophischen Fakultät der Universitär Gottmgen, vr Karl Klern, ist m gleicher Ergenschaft in die philosophische Fakultiu der Universität Berlin, d^ ordentliche Professor in der philosophischen Fakultät der frtlfCrtDtr‘ ^bisch, in gleicher Eigenschaft in die philo- sophlsche Fakultät der Universität Göttingen versetzt worden. Professor Lexis ist als ordentlicher Professor für Nattonaloknnomie an die Universität Göttingen berufen, wird sein Amt aber erst mit dem nächsten Wintersemester übernehmen ~ . Dom Jubiläum zu Heidelberg ist ein Ueberschuß von etwa 36,800 Jt übrig geblieben, wovon 4000 für das dortige Schesiel-Denkmal und 2000 jU mr Beschaffung eines Ehrenaeschenks für Professor Hoff in Karlsruhe, den L?stlAschen Veranstalter und Leiter des Festzugs, verwendet werden sollen, während der Rest dem Stlldtrath zur -instw-ll.g-n Verwaltung und bcreinstigen Verwendung zu geme n- nutzigen Zwecken nut Zustimmung des Bürgcrausschusses überwiesen werden soll Der Betrag von 10 soll als Grundstock für das 1000jährige Jublläum der Universität verzinslich angcleg werden. Derselbe wird bis dahin auf ungefähr 2 Millionen angewachsen sein - Mit oben erwähnter Zusendung von 4000 ist nunmehr der F°nds für das Heidelberger Scheffel-Denkmal aus 25,620 M angewachsen Er hat SmeTwÄ bk Ünne6men lä6t' ba6 di° Ausführungen ba d in Angriff Senheruttgen derart durchzufahren, daß die Infanterie-Bataillone für die Kriegsstärke jederzeit in sich gleichmäßig ausgerüstet sind. gez. Wilhelm. _________________ Bronsart v. Schellendorf. Reichstag. E. R. »erlitt, 17. März 1887. Der Präsident erbittet die Autorisation, Sr. Majestät dem Kaiser zu dessen Geburtstage die Glückwünsche des Reichstages in einer Adresse und event. mündlich darzubringcn. Die Autorisation wird erthetlt. Zur Berathung steht der Gesetzentwurf betreffend die Unfallversicherung der Seeleute. Abg. Schrader (dfr.) will trotz der schweren Bedenken gegen die Vorlage nicht zu deren Ablehnung kommen, sondern nur heroorheben, wie notywendig eine gründliche Berathung derselben und wie wünschenswert es sei, daß vor der endgültigen Beschluß- sassuna den Interessenten, Rhedern und Schiffsleuten noch Gelegenheit gegeben würde sich über die Vorlage zu äußern. Staatssecretär v. Bötticher widerlegt verschiedene Bedenken des Vorredners und wünscht, daß ein brauchbares Gesetz zu Stande kommen möge, indem er betont daß dasselbe kein politisches, sondern ein wirtschaftliches Interesse Hervorrufe, für welches alle Parteien ein Herz haben. . _ .. Abg. G e b h ar d t (natlib.) theilt den Wunsch, daß ein Gesetz zu Stande komme, bas die Interessen der Rhederei nicht schädige, den Seeleuten aber die Vorteile der UnfallveMcherung gewähre. (Zentrum) beantragt Ueberweisung der Vorlage an eine Commission von 28 Mitgliedern. ., .,, Abg. Wo ermann (natlib.) ist der Ansicht, daß den Seeleuten gegenüber nicht dieielben Principicn zur Anwendung gebracht werden dürfen, wie gegenüber den anderen Industriezweigen auf dem Lande; es hätten andere Prtnctpien zur Geltung gebracht werden muffen. _ Zu berücksichtigen sei, daß bei der Rhederei die Art des Betriebes Nch sehr schnell andere; die gedrückte Lage derselben beruhe auf den größeren Betriebs- koften bei den neueren Einrichtungen. Geh. Reg.-Rath v. Woedtkc tritt für die Richtigkeit der in der Vorlage an- gegebenen Zahlen ein. ö Nach einer zustimmenden Bemerkung des 9« ™aIXa6JI = ^iil6 lcons.) wird die Vorlage an eine Commission von 28 Mitgliedern zur Vorberathung verwiesen. ®auar6®HCiOt8t *** itfk ®cratbun8 beS Gesetzentwurfs über di- Unfallversicherung der .. . Abg. vr. Barth und vr Schrader (dfr.) bemängeln vornehmlich, daß nicht die betreffenden B-rufsg-noss-nschaften der Prämienhohe gemäß die Risiken festsetzcn, sondern dritte Personen. ' Staatssecretär v. Böttcher erläutert die Gründe der von der sonstigen Unfall- geietzgebung abweichenden Bestimmungen. Der Gesetzentwurf wird an die nämliche Commission verwiesen, der der Gesetzentwurf über die Unfallversicherung der Seeleute zugewiesen wurde. ö , . ^Aste Sitzung Freitag. (Abänderung des Reichsbeamtengesetzes; Gesetzentwurf betr. Ausschluß der Oeffentlichkeit bei Gerichtsverhandlungen.) §P’8 U*b»inb.ig' «ibt's Märzenstaub, ^rt fläppern, der ist nicht taub, Ist s Märzenbier stark, so wird sich's ieinen Daß viele Nebel im März auf teigen ?ind grad von Nordost, So bringen die vierzig Märtyrer Frost, Wenns an St. Gertrud fest gefriert, Zu große Hitze uns nicht genirt. ^iffche und tanzen die Mücken, „GreizeVTa^gdblatt"^mmi^9^dz^^^. b^^b-8 k8stliches^ Inserat besindet sich lm unbemittelten Frauen oder Männern'unevm.miL L-u."' " bcfannt- daß wir tir-ndc können sich am 14. ds. Mts Vormittöas^n^, t6,icrauf Reflec- H-rmann Schultz- u. Sohn, ZahnartisKn ta @?d$ ” 9 W Ubr' M un§ melbm- jungen Gräfin Ma?ia statt'^Dte Dam?ballm bie Bermählung der bestellt, darunter -in Brautkleid um Preise von "ir 12,000° Fr! Erdbeben eilte das reizende Mädcb-n 'Tot»/,*-« ?r" ^,u hie erfic Kunde von dem und übergab di- für ihre Toiletten widerrief die Bestellung weißen^BaftsM-id?zum SUtar.^ tincm °°»"ihr °s!lbstan"-f-rtigt-u^n?achen klingende ©e^id^te^^me^et^bi^Vu^'eine^g^rteber°@oe?ette 9feirf^ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondcnz - Bnreau. Berlin, 17 März Seine Majestät der Kaiser nahm Vormittags militärische Meldungen und hierauf die Vorträge Albedyll's und des Kriegsministers -ntaea-n Nachmittags -rthetlte Allcrhöchstderselbe dem Fürsten Fugg-r - Babenhausen Aud?-n,' unh empfing spater den Erbgroßh-rzog von Oldenburg. Abends findet im kais-r lichen Palais eine große eoirte statt, zu welcher 220 Einladungen ergangen sind . , Abg-ordnetenhaus genehmigte -ndgiltig und unverändert ben Gesetz- entrourf über die Sekunbarbahnen und sonstige Bauausführungen auf Staatsbahnen und ebenso das V-rstaatlichungsgesetz. Das Haus überwies schließlich den Gesetz- -ntwurf über di- Kantonge angnisse In der Rheinprovinz noch unerheblicher Debatte an di- Gemeind--Commission und genehmigte die Vorlage über st-bend-G-^ll, iv Schleswig-Holstein und durch Auseinanders-tzungsoerfahren begründete gemeinschaftliche Angelcg-nh-it-n m erster und zweiter Lesung unverändert. Samstag kleiner-Vorlage! und die Kreis- und Provmzralordnung für die Rheinlande. 0 pari«, 17. März. Di- meisten Morgenblätter betrachten das Verhalten Bou- langer's gegenüber der Armee-Commission als inkorrekt. Einig- sagen! di- Com- Erl-dtgung b e Wicht'gk-it d-s Zwischensalles und erschwere dadurch desftn —. Seit heute früh herrscht hier Schneefall; auch aus Toulouse Rimes Mont- pelller und Nordspanien wird Schneefall gemeldet. ' ^ont' Pari«, 17- März. Soulanger richtete an den Präsidenten der Armee-C»m- mission cm neuerliches Schreiben worin er sein- Achtung vor den Mitgliedern d!r Ä"?bftd,uAXbT\3niÄ «nn^er^e^einjir^nb^aein^fft^L^Ä^^ ieb^Wa5H6STn^%eWH8°eTtfr,W unterftüben unb W, dieses Schreiben »erbi fdjafterä”^e?6tett? roirb Vortnacl^8beme‘ntirt^°rfe^8e^°^^^ »h-rufung d-s Bot- „ , - Ti- heute gewählten Mitglieder der Senats-Commission für die Ercoli-n- Vorlage sind durchweg der Annahme der Kammerbeschlüssc zug-neigt ' L * _ — , D-r Schneefall dauert hier ununterbrochen fort. In Marseille s;. D-mps-r in Folge des Unwetters äußerst beschwerlich aus unb ein “ ‘ f b . . Petersburg, 17 Mär,. Beim Dienstagswut bei Wladimir si-l bi, n.n., Äschast-r? b°s K°is°rs aus. Letzterer unte.hielt sich lang-'"St XuWn Masiau?b"7u'rÜckIuLn. ^8^un» beschloß, ben General Gen« sofort von ÄÄft b-n Entwurf beute A^re". 0 1”?" bcr ® « b-r ,°°n Frt-bb-rg. Derfelbe" war früherWeM'cr r * * Zett bettelnd und landstreichend umher und wurdebrXih m.A ? ' •%längere Einmal hat Angeklagter auch mit dem Ächthause^^B kannts^ berelts oster bestraft, der Nähe von Butzbach einen dem Landwitth Iobanne/ffnÄs^^acht, weil er in Strohhaufen in Brand setzte und nach kaum verbüßtes °°o ba gehörigen fühlte er schon wieder das Bedürfnißin^ das Zuchthausstrafe 14. Februar d. I. zündete er abermals einen in der Gemarkung Ä^^'^hren. Am größeren Haufen Stroh (dem rc. Knabenschuh aebörial^aufgesetzten thüm-r refp. ber ’Jta dem Eig-n- Angeklagt- hat bie V-rübung ber That beim Betreten sofort cCrwucb§- Der tretet der Staatsanwaltschaft beantagte fleam benklhen ,^9oto^en- Der Ver- 3«/, Jahren; der Gerichtshof erkannte jedoch auf eine olche vonÄ?^ ^"^ 00,1 .W»!!tÄÄO.Ä'} ;.**■»... kirchen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg Die Ankl^°^ Ruhl- «-richtsasf-ssor Theobald; di- V-rth-idiLg füh78H-rr^R-cht7-Llt fnr ^.cr am Montag begonnenen Schwurgerichtssession sur die Provstrz Rheinhessen sind bereits zwei erwähnenswerthe Fälle zur Aburtbeiluna ^kommen Die erste Anklaae war gegen den 60jährigen Spezereihändler I Claus aus Osthofen gerichte der des betrügerischen Bankerotts angeschuldigt bisher '3 ä «MMW BBS der Ludwigsbahn"^i'n stin»°aellri?,7 b^- Direetion hat der Derwaltungsrath Gesammtbetrage von 100 000 beschlosicn^^ cJa ^^allsaufbesserungen bis zu dem säSssasg ßefperrt£unb®*mSain Folge^einesRmemu^h fEngenist feit gestern Abend wiederum Remorqueurs, wodurch das erst-?- in schräg» Ft8e^‘ffeS ünb eineS gefahren ist. 1 tn 'Präger Richtung im Binger Loch auf- Abend ^n$ Hülssb?emsir Veim” UefierWeUen ?-?^GeÄi"?^ 6°blImiJ,eridb 9eftcrn wurden ihm beide Arm- abge^br-n D» ,1" un,teF eJnc Maschin- und mädch-n P^ch?-' aui Rußdorkm b^L- ^d-das Illr/^jährige Schul- Kind hatte in fein™ Heim sorte in den Monate!? ungerath-ne feitä -db daß ihr Niemand Veran^asfung zum Hast!" g?b«7höb°e^°^ flBb‘tet’ regeln ausgestellt: P ,Ur ben aJionot mär8 folflenbe humoristifchen Wetter- Lautenfchläg^1raß!^°hnhaste' to^reidÄTg^ » uL"fL?Ä Seiet * 0^r?eteÄ”^Än^e^ S glänzenden Verlauf. Zu demselben hatten sich die Sitzen der Behörden, ^r Stadt - Commandant, sowie das Professoren-Collegium zahlreich ein- "Ä/u- Stud. Vowinkel führte das Präsidium. Stud. Sior brachte einen mit Katter'ZnMntnnir?me”6°Q?uf unseren Heldenkaiser, worauf die Musik die «n äm Ä^t mnenSe ”?n den Festtheilnehmern stehend mitgesungen wurde, n JsKtf l nifl 5,°*^ -u erwähnen der des Herrn Stadt - Commandanten säFe fleroiden^“rbem” ®cifteSftorun9 konnte mit ziemlicher Sicherheit eine Erblichkeit nach- Schis fSnachricvlen. transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfrr 5 ölan^nnn w'r ®eamersL' DD,n„ Norddeutschen Llopd in Bremen, welcher am ?• ? aQr\,yonaT1®remc)l und am 7. März von Southampton abgeaanaen war ist heute 8 Uhr Morgens wohlbehalten in Newyork angekommen. ' dort am Tag- vorher -in G-witt-r knilub. Höchst reto Ikhr * enbll* hTic Meldung von Hochfluth-N an d-r Nordküstc von Kran? ien?m ,^ermin D0°t 9- ds. nur von secundärer Bedeutung und jenem vom 23. Februar wert untergeordnet. In einer an die „N. Fr Pr aericktettn für bm^rhT 7n b‘ ka8’ matlrten,Zuschrift erklärte Falb, daß Jeb*e ernstere Gefahr ? 2 b epischen Beben in den kritischen Hochfluthtagen ausgeschlossen sei batte Äkb ^se Daten" schwache, sekundäre Stöße dort eintreten könnten. Ebenso österrettkis^^^i!^ in seinem zur Beruhigung der Bewohner der Riviera an den ofterrelchlsch.ungarischen Generalconsul Dr. Scherzer in Genua gerichteten Schreiben werden ?' ^dstöß- eintreten, dieselben doch nicht bedeutend >e n werden und m Genua kaum verspürt werden dürften — eine Vorbersaauna die Weise" die ^ru tfnhp' hM dleiüt nun abzuwarten, in welcher Weile die zu Ende dieses Monats aufemandersolgenden Faktoren — das Frühlings- roer&nWCtlUm 2°" b§‘ Unb bcr ^cumonb dtn 24- ds. - ihre Wirkung äußern Das Schiff hatte eine Bemannung von Negern und Port-au-Prince bereits seit mehreren Tagen verlassen, als. der Capttün und die Mannschaft zu ihrem Schrecken eine Unzahl Scorpione und Hundertfüßler an Bord entdeckten, deren Biß lebensgefährlich ist. Man brachte eilends siedendes Wasser herbei und tödtete durch das Ausgießen desielben bte thiere. Aber einige Stunden spater stürzte der Koch schreckensbleich aus dem Raum und meldete, daß sich daselbst Tausende der gefährlichen Thiere herumtummeln. In der That dauerte es nicht lange und das Schiff war überfüllt von denselben. Die Matrosen flüchteten sich in die Masten und waren nicht zu bewegen, dieselben zu verlassen. Während zweier Tage bedeckten die gefährlichen Thiere das Verdeck; ein Neufundländer, der einen Biß erhielt, verendete nach wenigen Minuten Nur der Capitän und der zweite Offizier hielten auf ihren Posten aus und versuchten, durch das Auffiellen von Gefäßen, die mit brennendem Schwefel gefüllt waren die Thiere zu ersticken. Hunderte fanden ihren Tod, aber es blieben noch Tausende übrig. Endlich am dritten Tag erhob sich ein furchtbarer Sturm, das Meer fegte das Verdeck reiu und bald war das letzte der gefährlichen Thiere verschwunden. Das Schiff hatte Bauholz und Cedernholz an Bord und man glaubt, daß die Hundertfüßler in dem Holz ihre Nester gehabt hatten. . “ Die Frühlingsdichter legen wohl mit schweren Seufzern Feder und Verse bei Seite. Man kann nicht duftige Lieder schreiben, in welchen man alles grünen und blühen, Hag und Gesträuch in vollem Blumenschmucke prangen, Käfer und bunte Schmetterlinge schwirren läßt, wenn uns noch einmal ein Schneefall mit allen unangenehmen winterlichen Schauern überrascht und uns zwingt, der Wintertoilette wieder sorgfältige Aufmerksamkeit zu widmen. Nachdem über dem Norden Europas in den letzten Tagen die Temperatur außerordentlich gesunken ist, stellte sich über ganz Europa eine lebhafte Luftzufuhr aus Norden ein, welche allgemein eine rapide Temperaturabnahme und ergiebige Niederschläge, meist in Form von Schnee, im Gefolge hatte. Der Witterungswechsel hat auch nicht vor dem Alpcnwalle Halt gemacht. Aus ganz Ober- und Mittel-Italien werden große Schneefälle*gemeldet. Auch Wien, München Zürich, Genf, Bregenz, Salzburg, Ischl, Hermannstadt melden ergiebiges Schneegestöber. Bei Triest und Pola herrscht stürmische Bora mit Regen, Nachts Schneefall. Wir wollen uns aber trotz der bösen Wetterzeichen der Hoffnung hingeben, daß der Kalender und auch der Dichter, welcher prophezeit, daß doch Frühling werden muß, Recht behalten und der 21. März einen lichtblauen Himmel und warme Sonnenstrahlen bringen wird. Für den 22. März bitten wir jedenfalls den Himmel um die Pracht des Hohenzollernwetters. . — sFalb über das neueste Erdbebens Die eingelaufenen Depeschen lehren, dav an der Riviera di Ponente, in dem Gebiete des Erdbebens vom 23. Februar, und zwar von Nizza bis Diano-Marina, am 11. ds. erneute Erdstöße erfolgt sind, die aber glücklicherweise nicht stark genug waren, um irgend einen Schaden anzurichten. Rudolf Falb's Theorie vom Zusammenhänge der Erdbeben mit den von der Stellung des Mondes abhängigen Hochfluthterminen hat durch diese Erneuerung der Erderschütterungen wieder eine bemerkenswerte Bekräftigung erhalten. Falb hatte von allem Ansang an die Tage um den 23. Februar, 9. März und 24. März als solche bezeichnet, m denen starke Storungen in der Atmosphäre oder im Erdinnern, also Wetterstürze, Sturme, Gewitter, Aufsteigen schlagender Wetter, Springfluten, vulkanische Ausbrüche oder Erdenchutterungen zu gewärtigen sind. Der starke Einfluß bei einer centralen Sonnenfinsterniß ist durch das Zuiammenfallen der Sonnensinsterniß vom 22. bis 23. »>tebruar mit dem Erdbeben an der Riviera und durch die darauf .folgende Explosionen schlagender Wetter in belgischen Kohlengruben auffallend bestätigt worben. Auch die letzte Erschütterung hängt mit jenen Faktoren, auf denen Falb's Theorie beruht, zusammen. Am 9. d. Mts., um 9 Uhr 40 Min. Abends, trat Vollmond ein, und wenige Stunden später, am 10. ds., um 1 Uhr Morgens, gelangte der Mond in die Erdnahe, also zur stärksten Wirkung seiner Anziehungskraft. Daß die Wirkung dieser Konstellation erst am nächsten Tage, am 11. ds., erfolgte, ändert nichts an der Rich- üflfeit der Thatsache, denn nach einer uns vorliegenden, von Eapitän Paul Mauser in Buccari auf Grund der Falb'schen Theorie verfaßten Tabelle für 1887 dauert das gegenwärtige Mond-Aequinoctium, das heißt der sechstägige Spielraum um den Acauator-Durchgang des Mondes, binnen welchem sich dessen Einfluß fühlbar macht, vom 9. bis 14. März. Zweifelsohne machte sich dieser Einflutz auch schon in dem letzten, von einem starken Schneefall begleiteten Wettersturz geltend. Ferner wurde Kirchliche Anzeigen der Stadt Giefter.« Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. Sonntag Lätare, 20. März. Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 6 Uhr: Pfarrer Schlosser. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr: Pfarrer Schlosser. rvX Montag, den 21. März, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder- n 7,cnDon $crS 24 an' bas kananäische Weib, Heilung des Taub- jtummen, Pfarrer Dr. Naumann. den 22. März, Vormittags 10 Uhr, Festg.ttesdienst zur Feier des 90 Geburtstags unseres Kaisers, Pfarrer Dr. Naumann. Schlotte"^ bCH 23‘ 2Rärg/ Abends 6 Uhr, 5. Passionsandacht, Pfarrer . Am Sonntag, den 27. März, wird Beichte und heiliges Abendmahl im Vormittagsgottesdienst gehalten werden. Die Pfarr g e sch äste in der Woche vom 20. bis 26. März besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 4. Fasten-Sonntag. (Laetare.) Von 7 Uhr an Beichte. ilm $ llfyr: Frühmesse und Austheilung der hl. Communion. • ValO Uhr: Hochamt und Predigt. » 2 Uhr: Fastenandacht. L Am Dienstag um V210 Uhr: Gottesdienst und Festrede zur Feier des Geburtstags Sr. Majestät des Kaisers. Arn Freitag um 6 Uhr: Fastenandacht und Predigt. Arn Samstag von 5 Uhr an: Beichte. Gottesdienst in der synagoge. Freitag Abend 6 Uhr, Samstag Morgen 8” Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, SamStag Abend Uhr. Dienstag Morgen 9 Uhr Festgottesdienst zu Kaisers 90. Geburtstag. Allgemeiner Anzeiger. Bürger-Club. Die auf der Karte für den 20. März vorgesehene Abendunter» Haltung ist wegen der an diesem Tage stattfindenden Festlichkeiten der Rudergesellschaft nunmehr auf Sonntag den 27. März in Stein'S Saalbau verlegt worden.______________[2055]______________Der Vorstand. Für Confirmanden empfehle ich schwarzen Cachemir Kammgarn in vorzüglichen Qualitäten zu billigen Preisen. 2058 Jlugusi Mendelsohn. Unser Geschäft befindet fich jetzt Schulstrasse 4 im Hause des Herrn Conditor Lind. 2063___________Gefehw. Peth. Mein Geschäft ist jeden Samstag geschlossen. 2059 j Jacob Grünewald. __Bankgeschäft, Giefteu. Meine Wohnung befindet sich seit heute , Marktstrasae Ur. 1 im Hause der Herrn C. A. Faber. 2045 Elis« Schmidt, Damen - Kleidermacherin. । Zqdi Schutze des Holzes, yl & leuclite Wände.l K. 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Scheyda. 10 II. 13III. 2 IV. III. IV. 373 11 1059 6 13 8 260 2080 w n I.-IV. Kl. und Kiefern-Nutzholz. 12 III. 5IV. Kiefernstämme: 35 6,72 fm, Kiefernstangen: 116 4,5 rm ,2062 Ein Mädchen, das kochen kann, für eine einzelne Dame, eins desgl. für eine kinderlose Familie und tücht- Hausmädchen gesucht durch Frau Hütten- berger, Westanlage 15. Holzverstcigerungcn am Samstag den 26. d M , a. Vorm. präeis von 9 Uhr ab im Gemeindewald von Hochelheim, Beginn im Distr. „Fuchslöcher 3 a", Zusammenkunft auf der Straße von hier nach Niederkleen. Eichenstämme: 3 II. Kl. — 5,10 fm, Eichen-Stämme, Schnitt- und Schwellenholz, von 29—71 Ctm. Durchmesser und 5—12 Meter Länge. Eichen-Stämme, Bau- und Werkholz, von 19 -43 Ctm. Durchmesser und 4—16 Meter Länge. Nadelholz-Stämme von 15—40 Ctm. Durchm. u. 5—20 Met. Länge. Birken-Stämme von 16—30 Ctm. Durchm. und 4—13 Meter Länge. Nadelholz-Derbstangen von 7—14 Ctm. Durchm. u. 4—15 Met. Länge. 20b7 Gesucht wird ein Mädchen für Küche und Hausarbeit, mit guten Zeug- mssen, zu einer kleinen Familie nach auswärts gegen hohen Lohn. Näheres bei Frau Müller, Vermiethungs - Bureau, Löwengasse. Eichenstämme: 2 1 7 7 u. 3 em junger Hotel- u. ein junger Restau- rattonskellner, desgl. eine Reftau- rationsköchin, sowie tüchtige Mädchen, welche in Küche und Hausarbeit gründlich erfahren sind. Stelle suchen: 2 ordentl. Mädchen v. außerh. u. 1 mili- tärfr. Bursche als Hausb. ob. bei Pferde durch Wittlich, Katharinengasse 10 Der Anfang ist jedesmal um 10 Uhr Vormittags. Zusammenkunft am ersten Tage im Distrikt Medersellbach am Fußpfad von Trers nach Gießen, am zweiten Tage im Distrikt Neue Wald bei Nr. 1 und am dritten Tage im Distrikt Buchwald, unmittelbar an der Straße von Trers a. d. Lda. nach Mainzlar. Treis a. d. Lda., den 18. März 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Treis a. d. Lda. b. Mittags präeis von 11 Uhr ab im Gemeindewald von Kleinrechtenbach, Beginn im Distrikt „Dicke Buchen" 6a.b. Eichenstämme: 1 I. Kl. — 2,82 fm, Borräthig in der *2041 g J. Ricker’fdjen Buchhdlg. | u. 5,5 rm E.-Nutzholz. Kiefernstämme: 17 IV. Kl. — 2,45 fm, Kiefernstangen: 151 I —IV. Kl. und 1,5 rm Kiefern-Nutzholz. c. Nachmittags präciS von 1 Uhr ab im Gemeindewald von Vollnkirchen, Beginn im Distr. „Michelsee'' 15a. Schlofferarbeit. Die Anfertigung eines schmiede eisernen Gitterthores an die Thor- durchfahrt zu Schiffenberg soll auf dem Submissionswege in Accord gegeben werden. Plan, Voranschlag und Bedingungen liegen bei unterzeichneter Stelle, Vormittags von 9- bis 12 Uhr, zur Einsicht offen, woselbst auch die in Procenten ausgedrückten Gebote bis zum 24. März. 1887, Vormittags 11 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. 2066 Gießen, den 18. März 1887. Großherzogl. Kreisbauamt Gießen. Walter. 2) Donnerstag den 24. März d. I. im Distrikt Neue Wald und Aspenstrauch: 202,4 Rmtr. Buchen-, 10 Rmtr. Eichen-Scheit, 56 « „ -Knüppel, 390 Rmtr. Buchen-Stamm- und 509 Rmtr. Buchen-Zopfreis. 3) Freitag den 23. März d. I. rm Distrikt Buchwald, Alteunner, Fortbachsecke, Heege und Todenberg: 57 Eichen-Stämme mit 23,38 Kbm. Inhalt, 2 Rmtr. Buchen-, 25 Rmtr. Eichen-Scheit, 3 Rmtr. Buchen-, 28 Rmtr. Eichen, 35 Rmtr. Nadel-Knüppel, 60 Rmtr. Buchen-, 120 Rmtr. Eichen- 290 Rmtr. Nadel-Stamm- und 90 Rmtr. Nadel-Zopfreis. 2056] 2 Schüler finden gute Pension. Südanlage 15 III. 2068 Einen zweiten Gehülfen"sucht Rechtsanwalt Barth, Liebigsstraße 9. Reclam’s Universal-Bibliothek 2250 Nos. ä 20 Pfg., sowie Billige Clasaiker- Ausgaben aebunden. Verzeichnisse gratis und franco. u. 10 rm Eichen-Nutzholz. d. Nachmittags präeis von 2 Uhr ab im Gemeindewald von Weid en - hausen, Beginn im Distrikt „Kir- bach" 1. 2053 Eine Wohnung zu ver- miethen. Krofdorferstraße 13. Holzes in demselben Gemeindew. noch: Eichen: 7,5 rm Sch., Kn., 4,5 rm Stöcke, 8,25 rm Reiser. Buchen: 2 rm Kn., 41 rm Reiser. Kiefern: 2 rm Reiser. Gemischt: 1 rm Knüppel. Die Waldungen liegen unmittelbar zusammen und endet die Versteigerung nahe bei Weidenhausen spätestens Nachmittags 3 Uhr. Großrechtenbach, 17. März 1887. 2050 Das Bürgermeisteramt. 2)riicf und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. Die heutige Nummer enthält 1 Blatt rr 1 Beilage. Holzversteigerung im Mtzellindener Markwald. Freitag den 38. ds. Mts., Vormittags 9 Uhr, Zusammenkunft an der „Sand- grübe": 1) a. Stämme, Eichen: 16 = 3,84 fm Nadel: 18 = 3,75 fm, b. Derb - Stangen, Nadel: 234 — 7,66 fm, e. Reis-Stangen, Nadel: 1895 = 6,32 fm; 2) Brennholz, Eichen: 14 rm Scheit, 30 rm Knüppel, darunter 20 rm je 2,5 m lang, 4 rm Stöcke, 850 Wellen. Nadel: 9 rm Scheit, 95 rm Knüppel, 50 rm. Stöcke und 13950 Wellen. NB. Zurr« wird das Stamm-, Stangen- und Nutzholz ausgeboten und die Versteigerung, wenn am 25. nicht alles Brennholz verkauft werden kann, am 26. fortgesetzt. 2051 Gr -Rechtenbach, 16. März 1887. Das Bürgermeister-Amt. Das Eichen-Bau- und Werkholz kommt am zweiten Tag zur Versteigerung. Alle übrigen Holzsortimente kommen an beiden Tagen zur Versteigerung. Der Anfang der Versteigerung ist jedesmal Vormittags 10 Uhr. Am ersten Tag in dem Distrikt Buchwald, am zweiten Tag auf der Staatsstraße von Hungen nach Nonnenroth am Eingang des Galgenwaldes. Hungen, am 17. März 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Hungen. Gießener Kuder-Gesellschaft. Durch diverse Anfragen veranlaßt benachrichtigen wir hierdurch diejenigen Mserer Mitglieder und eingeladenen Gäste, welche stch nicht an dem Sonntag Abend 7>/, Uhr in Stein'« Garten stattfindenden Festessen betheiligen können, daß das eigentliche Festbankett, Coneert re. erst um 8'/- Uhr beginnt und dieselben hierzu nochmals fteundlichst einqeladen werden. _____________________________ 2061 Holzversteigerung. In den Mitgebrauchswaldungen der Gemeinde Treis a. d. Lda. werden versteigert: —14,48 M = 9,96 , = 0,18 ,, = 1/1 „ 5,21 „ == 1'16 „ Turnhallebau-Verloosung am 31. Mai 1887. Gewinne im Werthe von 3000 Mark. Loose ä 50 sind zu beziehen durch Hrn. Rudolf Kaufmann in Schotten. Wiederverkäufer erhalten 10% Provision. Verkaufsstelle in Gießen bei den Herren: I- Wallach, Marktplatz, und Carl Lehrmund, Neuenweg 36. 20iO rm Eichen-Nutzholz. I 2064 Sodann nach Verkauf des Stamm- Holzversteigerung. Donnerstag den 24. und Freitag den 23. März 188*7 sollen in dem Stadtwald zu Hungen, in den Distrikten Buchwald, Galgenwald, Wellenhau, Langsdorfer Grenzwald und Herborn, nachstehende Holzsortimente versteigert werden: " j' 5 „ „ -Zopfreis, „ Eichen-Scheit, 100 Rmtr. Eichen-Zopfreis. Holzverkauf. Donnerstag den 24. d. M., von 9 Ubr ab, wird im Gem.-Hause zu Crof- dorf a. d. Distr. Steinbusch, Eickwald, Dickerhau, Wetterberg, Platt, Kopf und Bruch des Gem.-Waldes Erofdors-Glei- berg versteigert: I. Stammholz: 12 St. Nadelholz 3./4. Kl , mit 3,18 Fei'tm. II. Nutzholz: 3 Rm. Eichen- u. 91 Rm. Nadel-Rundholz, 2, 3 u. 4 Mtr. lang. III Brennholz: Rm.: a. Buchenr 64 Schtkpl., 2437 Reiser; b. Eichenr 9 Scheitkpl, 1105 Reiser; c. Nadelholz r 247 Schtkpl., 1223 Reiser; d. Weichholz r 9 Kpl. Crofdorf, den 17. März 1887. 2048 Das Bürgermeisteramt. Die Zusammenkunft ist oberhalb der Sandgrube, rechts am Heegwald. Wieseck," am 17. März 1887. Großherzogl. Bürgermeisterei Wieseck. So mm er lad. 2044 Restauration Wißner. Samstag Metzel suppe, Morgens 1) Mittwoch den 23. März d. I. rm Distrikt Hainstrauch, Aspenstrauch und Niederseilbach: 108 Eichen-Stämme mit 100,70 Kbm. Inhalt, 2 Buchen- „ „ 3,44 „ 44 Rmtr. Nadel-, 4 Rmtr. Buchen-Knüppel, Merhksßsche Eisenbahnen. Die Lieferung von 225 imprägnirten Telegraphenstangen und 75 dergl. Strebehölzern ist zu vergeben. Die Bedingungen können dahier bei unserer Magazinsverwaltung eingesehen werden. Angebote sind bis zum 26. dieses MonatS dahier einzureichen. Gießen, den 16. März 1887. 2047 Großherzogliche Direction. Elchenstämme: 2 I. Kl. = 5,22 fm, 8 II. „ - 14 III. „ 1 IV. „ Aeikgeöotenes. 2071] Schellfische, Cabliau, Zander, Seezungen, ächte Bratbückinge, Stockfische, Kieler Bücklinge, Kieler Sprotten, täglich frische Zufuhren. Welsche Hahnen, welsche Hühner, franz Enten, Eapaunen u. Pou- lards, zart und gut gemästet. Wurst- u. Fleischwaaren, diverse bessere Käse, Südfrüchte, Compotfrüchte und Gemüse-Con- serven. — Prima Waare, billigste Preise. E» G. Kleinhenu. Holzversteigerung in den Waldungen der Gemeinde Wieseck. Freitag den SS. März l. I., von Vormittags 9 Uhr an, soll in den hiesigen Gemeindewaldungen, Distrikte Schrei, Klaus, Essigpfad, Kornberg und Teufelspfütz, nachverzeichnetes Holz versteigert werden: I. Kl. = 7,71 fm, II. Wellfleisch. I F n vom Lande ge- I I „ =16,99 „ = 9 62 „ = 1,22 2052 Ein Logis zum 15. April zu vermieden. Lindengasse 1. o 2057 Hammstraße 12: Wohnung mit 3 Zimmern und Zubehör. 2042 Ein Familienlogis zu vermiethem Katharinengasse 10. 2070] Möbl. Zimmer mit CabinetH vermieden. Aliceftraße 19. , = 9,72 , n <= l|04 „ III/IV. Kl. = 646 In meinem Eckhause in der Ostanlage sind 2 große Wohnungen, mit Gartenantheil, zu verm. I, Bernhardt. 65 Die Belletage meines Hauses, Asterweg 29, 6 Zimmer mit Zubehör, ist zu vermiethen und am 1. April l. I. zu be- Siehen. Dr. Haupt. 1870 Die Belletage m. Hauses, Süd- anlaae 4 8 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, ist zu vermiethen und am 1. Juli l I. zu beziehen. I, Alker. A/icestraße 13 eine große Wohnung vom 1. April ab zu vermiethen. 1/048 Süd-Anlage 18 ist der unterste Stock, 7 Zrmmer u. Zubehör, pr. 1. Juli anderweit zu vermiethen. H. Adami. 286 In meinem Hause, Seltersweg 71, ist der Eckladen mit Logis per sofort zu vermiethen. A. Keller. 2046 Ein Mädchen vom i'anbe ge: sucht. Ludwigsstraße 14 II. 2072 Gesucht werden: Eichenstämme mit 96,65 Festm., darunter ein Stamm von über 6 Festm., Buchenstämme mit 5,74 Fstm., Nadelstämme „ 5,39 „ Eichen-Derbstangen, 0,47 „ Nadel- „ 10,92 „ Nadel-Reisstangen, 31,11 „