AK.190 3>t>eücg Blatt. Donnerstag den 18. August E7. Kießmer Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. vureaur Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. digung, monatlich 36 baar, volle Verpfleguug und Wohnung für seine Person, alle — sVacante Stellen für Militäranwarter im Bezirke des 11. Armee-CorpsJ Station Allmorschen, Eisenbahn-Betriebsamt Cassel (Dtrectionsbezirk Erfurt), Wetchen- ftelleraspirant, auf einmonatliche Kündigung, beim Dienstetntrttt 60 JL Monatsbesoldung, welche sich nach 6 Monaten auf 67 JL 50 $ erhöht. — Arolsen, Garni- sonoerwaltung, etatsmäßtger Kasernenwärter, auf 6wöchentliche Kündigung, 600 JL ®orp«, ein ministerielles Rundschreiben eingegangen, welches anordnet, dast bk Richter und Beamten, welche zum Bezirke der Gerichtshofes von Limoaer av Ööten, trotz der gegenwärtigen Gerichtrferien an ihren Amtssitzen sich auf«-. Hal en haben für ben Fall, daß da» 12. Armee-Corpr mobil gemacht werden sollte. Bislang hatte es immer geheißen, daß da» 10. Armee-Corp« welche, feinen General-Commandositz in Rennes hat, zum Mobilisirurgz,Versuch in Au», sicht genommen sei. Rach dem obigen ministeriellen Schreiben ist allerdinar mit einiger Sicherheit anzunehmen, daß das 12. Armee. Corps für dar Mobil, machungr- Experiment bestimmt ist und würde demnach dieses merkwürdias Schauspiel nicht im äußersten Westen, sondern mehr im Südwesten Frankreich« spielen, an ben Ufern der Charente und Vienne, und an den Hängen der Bern. Terrasse der Limousin. (Nachträglich wird noch gemeldet daß der sraal Erlasi de« sranzüsischen Justizministeriums in allen Departement» giltig ist und nickt für den Bezirk des Gerichtshofes zu Limoges allein. Red.) $ ®er @lntritt des Koburgers in Bulgarien hat sich, wa» die Hal- tung der Mächte anbelangt, unter gerade nicht sehr günstigen Auspicien voll- zogen und jetzt nimmt speciell Rußland gegen den neuen Herrscher der Bulaaren eine ausgesprochen feindselige Haltung ein. In Vertretung der nach Vetersbura abgereisten Botschasterr o. Nelidow machte der russische Geschäftsträger in Kon. stantinopel der Pforte Mitlheilung von einer Depesche des Herrn v Giers in welcher gegen die Wahl und da» Auftreten des Prinzen von Kobura in Bul. garien. Protest eingelegt wird. Gleichzeitig spricht Herr v. Giers die „Hoffnung" aus, daß sich die Pforte dem Proteste anfchließen werde und soll von der Depesche auch den übrigen Mächten Mittheilung gemacht werden Rußland hat demnach nur da« Auftauchen de, Koburgerr in Bulgarien abgewartet um seine diplomatischen Batterien gegen denselben zu demaskiren und schon jetzt tritt für den Erwählten der Sobranje die Rothwendigkeit ein, der Welt zu -einen welche Thalkraft er wirklich zu entfalten vermag. 8 M ' ~ - - - .... ----------------------, 's Freie. Eine hausigere Anwendung dieses Verfahrens wird das Reinigen von Oefen und ähnlich« Anlagen wesentlich beschränken. — sRußbtldung in Oefen rc. zu verhindern.) Als ein probates Mittel, der häufig so lästigen Nußbildung in den Oefen undHerden entgegenzutreten, hat sich das folgende, nicht allgemein bekannte Verfahren erwiesen. Man nehme eine Hand voll frischer Kartoffelschalen und werfe dieselben auf das im Ofen befindliche Feuer, wobei man jedoch die Thüren des Ofens sofort fest zuschließen muß. Die sich aus den brennenden Kartoffelschalen entwickelnden Dämpfe lösen den Ruß, welcher sich in den Vermischte-. — Aus Göttingen schreibt man: Einen hochinteressanten Fund hat Professor v. Konen, der Geologe und Mineraloge unserer Hochschule, geborgen und den Schätzen unseres Museums einverleibt. Von Arbeitern in den Sandstetnbrüchen des nahm Rhodethales bei Nörtern war ihm die Kunde zugegangen, daß man auf ein versteinertes Thier gestoßen sei. Sofort brach er mit seinen Assistenten auf, um den Fund einzuholen. In einer meterbreiten Spalte des Buntsandsteins fand man bedeutende Reste eines fossilen Knochengerüstes vom Rhinocerus antiquitatis, gut erhaltene Beinknochen und Rippen, sowie namentlich eine Reihe von gewaltigen Wirbeln und Zähnen, letztere noch mit Zahnschmelz überzogen. Politische Ueberstcht. ®i<8en, 17. August. 3" Potsdam findet am Donnerstag laut der vom Kaiser an ben Kriegs- micher Bronsart v. Schellenborff gerichteten Orbre bie feierliche Nagelung und die Weihe ber Fahnen statt, welche für bie am 1. April b. I«. neu errichteten deutschen Jnfanterie-Truppentheile bestimmt stnb. Da« Datum dieser Tage« ist ein für bie preußisch-deutsche Armee hochbebeutsame«, benn am 18. August war e«, daß vor nunmehr 17 Jahren bie blutigen Kämpfe um Metz mit den Ruhmeilagen von Gravelotte und St. Privat ihren Abschluß sanden, fomeit dieselben bie Einschließung der französischen Rheinarmee in bie Metzer Festungswerke bezweckten. Die Siege von Gravelotte unb St. Privat vor Mm, dann aber auch von Courcelle«, Vionville unb Mar«, la-Tour bilden trotz Sedan, Pari« und Belfort mit bie hervorragendsten Blätter im Ruhmes- lkranze der deutschen Armee au« jenem großen Kriege unb mit birecter Bezug- »ahme hieraus bestimmt eben bie kaiserliche Orbre ben 18. August zum Tage ber Fahnenweihe. Möge bie zuverfichtliche Erwartung be« allerhöchsten Kriegsherrn, daß bie neuen Truppentheile bie ihnen verliehenen Feldzeichen immerbar in Ehren halten und ruhmvoll führen werben, voll in Erfüllung gehen! Seit vorigen Samstag weilt nun Fürst Bismarck roieberutn in Bad Bilfingen, um hier bie gewohnte Trinkkur za gebrauchen. Der leitenbe , weiaicl qe„en me mao. unn Dg Staatsmann hat feine Kissinger Badereise Heuer im Vergleich mit früheren „arkn Protest eimeleat wirb Men ziemlich spät angetreten unb ist diese Verzögerung mit der drohenden * 9 - 4ir - - - 9 at mlmärtigen Lage in Verbindung gebracht worden. Wenn die» wirklich der ?»ll war — war sich ja schwer beurteilen mag — so beweist ber nunmehrige larausenihalt de» Kanzlers am Strande ber fränkischen Saale jebenfallr, baß me unmittelbare Bedrohung bei europäischen Frieden» nicht zu befürchten ist Md um so mehr mag man dem Kanzler bie ohnehin nur knapp bemessene srholuugrpause an ben Kissinger Quellen gönnen- Allgemeiner Annahme nach »Ä uoch im Laufe dieser Woche die Zusammenkunft de» Fürsten Bismarck mit fern Grasen Kalnoky statifinden unb wenn dem gegenüber bae Wiener „Frem- »Matt“ versichert, es sei weder Zeit noch Ort der Zusammenkunft schon be- Statt, so findet diese Versicherung in Berliner unterrichteten Kreisen keinen mchlen Glauben. Daß die bayerischen Minister v. Lutz und v. Crailsheim Uhren vorjährigen Besuch in Kifsingen beim Reichskanzler wiederholen werden, unterliegt ebenfalls kaum einem Zweifel mehr. Die Gerüchte, wonach eine außerordentliche Reichstagssession wegen der Jdenlitätsfrage bei den Getreidezöllen geplant fei, tauchen noch tarnet von Zeit zu Zeit wieder auf. Indessen glaubt man in parlamentarischen Krerfen nicht an eine derartige Absicht der Regierung und e» liegen auch taueriei Anzeichen vor, welche auf eine solche Anbeuten würden. Dagegen soll «nicht ausgeschlossen sein, baß dem Reichstage bei seiner kommenden Winter- IHIta eine Vorlage über eine abermalige Erhöhung der Getreidezölle gemacht m; nur fragt man sich vergeblich, welche dringenden Beweggründe die Regie- tanz zu einem derartigen Hinaufschrauben ber Getreidezölle veranlassen wür- 77. ein neues Sommer-Thema für bie politische Tagesbiscussion mientirt sich das jüngst ausgetauchte Ptojecl einer großen Koalition ber ^nnueinbrenner. Diese Vereinigung soll ben Zweck haben, bie den «wntwetnbrennern durch das neue Branntweinsteuergesetz gewährten Vortheile >c. möglichst günstiger Weise zu realiftren und soll die projectirte Vereinigung beabsichtigen, mit sämmtlichen contingentirten Rartoffelbrennereien Con- K^.^hus» Abkaufe» des von jenen hergestellten Rohspiritu» abzuschließen. SN werden schon ganz bestimmte Bedingungen genannt unb rechnet man auf n™ o J l, uOn Zehntel der contingentirten Kartoffelbrennereien, welche S.m« Ver gelammten deutschen Production repräfentiren. — Das „Bert. meLLS9?" bie,et Angelegenheit sogar schon erfahren haben, daß die E ., Regierung sich durch die Seehandels-Societät an der Realifirung des M°i etes betheiligen werde unb gilt es für bas „Berl. Tagebl." al« ausge- ? \u,n4 h'"durck> auf bem schönsten Wege zum Monopol befänden, itifen h-art nbe 1 ei "der nur um ein Projekt unb war von den Einzel- lischt zweifeln" m taet&eiIt rolrb' Iä6t an ber Durchführbarkeit des Plane» mit ieri.^eSWeibun0en über R-ibungen im elsaß-lothringischen Mini- I-Ädtt nNätt^ DOn bet “mtli$en »Eilaß-Lothr. LandeS-Zeitung" für unbe- UniverfitätS-Chronik. „ , Zena, 12. August. Professor Hertwig hat die Berufung an die Berliner Universität angenommen. Derselbe ist, wie die „D. Med. Wchschr." erfährt kürrlick auf Veranlassung des Ministeriums in Berlin gewesen, bei welcher Gelegenheit die näheren Bedingungen der Uebernahme der Professur für Entwickelungsgeschichte und ! vergleichende Anatomie durch Professor Hertwig festgesetzt worden ist. Professor Hertwia wrrd sein Lehramt an der Berliner Universität am 1. October 1888 antreten da er bis zur Vollendung eines eigenen, in der Nähe des neuen Thores zu erbauenden Instituts einstweilen das Institut des Zoologen Prof. Eilhard Schulze übernimmt welches aber erst im nächsten Jahre frei wird. ' in — Das neue orientalische Seminar an der Berliner Universität wird am 18. October eröffnet werden. Die vorläufige Leitung desselben ist dem auf dem Gebiete der orientalischen Sprachforschung rühmlichst bekannten Professor Sachau üdertraaen worden. In wissenschaftlichen Kreisen erwartet man einen starken Andrang zu diesem Seminar, das einem wirklichen Bedürfniß entsprechen wird. Der Unterricht umfaßt folgende Sprachen: Chinesisch, Japanisch, Hindustanisch, Arabisch, Persisch, Türkisch und Suahelisch. Mitglieder des Seminars können sowohl künftige Aspiranten für d« Dolmetscherdienst des auswärtigen Amtes als auch Angehörige sonstiger Berufsstände werden, sofern sie den erforderlichen Grad geistiger und sittlicher Reife besitzen Meldungen zum Eintritt sind unter Beifügung der Zeugnisse und eines Lebenslaufs an den commissarischen Director des Seminars Professor Dr. Sachau (Berlin W) zu richten. *z — Professor Mommsen in Berlin ist für das nächste Halbjahr beurlaubt worden und wird den ganzen Winter zum Zwecke umfassender Quellenstudien in Ena- land zubrtngen. ö — Professor Waldeyer hat sich von Berlin nach Kleinasien begeben, um dort anatomische Studien zu machen. — Der ordentliche Professor a. D., kaiserl. russische Wirkliche Staatsratb vr. Theodor Mtthoff in Göttingen ist zum ordentlichen Honorar-Professor in der philosophischen Fakultät der dortigen Universität ernannt worden. m ®ie ®inoni! der alpinen Unfälle ist heuer eine erschreckend reiche. 1 j vongen Sonntag verunglückten am Falkniß (Canton Graubünden) . fer cÄen durch Abstürzen tödtlich und hiermit erreicht die Zahl der heuer in । Nperiwelt verunglückten Touristen schon fast die 301 Fast in ür Ursache" d^a Überschätzung der eigenen Kräfte I brennenden Kartoffelschalen entwickelnden Dämpfe lösen den Ruß, meid Sdnt Verunglückung , die erschütternde Katastrophe aus der Jungfrau I Zügen festgesetzt hat und entführen denselben durch den Schornstein in'! demnach leider noch nicht genug Lehren ausgetheilt zu haben! ----- - — — lisilr^! und Gegend des viel erörterten sranzüsischen Modi- fcen $nunF?^Ur4e? ?crben W bestimmtere Mittheilungen laut. Was !Nuna so nennt das mit den Pariser leitenden Kreisen in N h»Äb «^0Urna ?c8 DsbalS" den 6. September als den wahrschein- lör-n» r9 Beginnens der Probemobilistrung und hinsichtlich des Armee- ■ ...r „ - —---------------------------- ---- WWWW ölaubt man, daß das 12 Armee-CorvS blerxu hpfinnirf m ! jährlich nebst freier Wohnung, Feuerungs- und Erleuchtungsmatertalten. — Betten- in Limoges , dem Sitte d« V ® r Hausen, Verwaltung des Landkrankenhauses, Maschinenhetzer, auf einmonatliche Kün- S , m Sitze des General-Commandos für das genannte 1 digung, monatlich 36 baar, volle Verpflegung und Wohnung für seine Person, alle zwei Jahre Dienstkleidung. — Cassel, Postamt, Postschaffner im inneren Dienst, auf ^wöchentliche Kündigung, 800 X Gehalt und 180 X Wohnungsgeldzuschuß. - Bahnhof Goldstein, Strecke Bischofsheim-Frankfurt (Main), Specialdirectton der Hess. Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft zu Mainz, Weichenwärter auf Posten Nr. 35 im Bahnhofe Goldstein, Gemarkung Sachsenhausen, auf etnmonatliche Kündigung, 650 X und Nachtstundengelder im ungefähren Betrage von NO X pro Jahr. — Großtabarz, Postamt, Landbriefträger, erst auf Kündigung, später auf Lebenszeit, 510 X Gehalt, 60 X Wohnungsgeldzuschuß und 30 X Zuschuß zur Beschaffung von D enstkle^ung. — Igstadt, Specialdirection der Hessischen Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft zu Mamz, Stationsdiener, vorerst auf lltägige und bei definitiver Anstellung auf einmonatliche Kündigung, zunächst 1,90 X pro Tag, bei Bewährung im Dienst und nachgewiescner Befähigung Aussicht auf definitive Anstellung mit 700 «X Jahresgehalt. — Neukirchen bei Ziegenhain, Amtsgericht, Canzleigehilfe, auf Kündigung, Copialien von 5—7 & pro Seite. — Saalfeld (Saale), Postamt, Briefträger mit 4wöchentltcher Kündigung, 800 X Gehalt und 72 X Wohnungsgeldzuschuß. — Bezirk der Großh. Hess (25.) Division. Darmstadt, Großh. Ministerium des Innern und der Justiz, Canzleiwärter im südlichen Collegienhause, auf Widerruf, 900 X jährlich und alle zwei Jahre einen Dienstrock. ____ Landwirthschaftliche Nachrichten. — Der Wachsschabenfalter tritt in diesem Jahre in einzelnm Gegenden um gemein häufig auf, was wohl auf eine Vernachlässigung und ein Aussterben zahlreicher Stöcke in den Vorjahren zurückzuführen ist. Auf diesen gefährlichen Feind der Bienen, dessen Raupen in den Waben leben und sich von dem Wachs nähren, sollte icder Bienenzüchter ein aufmerksames Auge haben, denn wenn die Raupen so zahlreich in den Körben sich etngenistet haben, daß die Bienen sich ihrer nicht mehr erwehren können, gebt oft der ganze Schwarm zu Grunde. Die Falter, deren Flugzeit jetzt ist, wird man vielfach außen an den Stöcken sitzend finden. Die Weibchen sind von graubrauner Körperfarbe, die Vorderflügel dunkelgrau, schwach purpurfarbig bestäubt, die Hinterflügel weißgrau. Ihre Flügel tragen sie dachförmig. Die Männchen sind etwas kleiner und lebhafter gefärbt. Man suche die Falter von den Stöcken ab, tobte sie und entferne sorgfältig die Raupen, welche etwa die Bienen auf das Untersatzbrett hinabwerfen. Denn wenn diese auch tobt scheinen, erholen sie sich oft wieber unb setzen bann ihr Zerstörungswerk fort. Namentlich aber beachte man sorgsam bie ausgestorbenen Korbe, bte sehr sorgfältig verwahrt werben müssen, wenn sie nicht Brutstätten des Wachsschabenfalters werben sollen. — Gegen Fliegenstiche bei Thieren läßt sich, wenn bk Stiche sehr schmerzhaft finb unb bk Stelle sehr anschwillt, bekanntlich mit Vortheil Salmiakgeist anwenben, van bem einige Tropfen auf bk Stelle aebracht, eine Schmerzlinberung herbeiführen. Da inbeß Salmiakgeist nicht immer bei der Hanb ist unb es boch oft nöthig scheint, den Thieren, namentlich unruhigen Pferden, eine Schmerzlinderung zu verschaffen, so empfehlen wir unseren Lesern in solchen Fällen den in vielen Gegenden Deutschlands allgemein angewendeten Tabakssaft zu gebrauchen. Dieser Saft ist immer vorhanden, wo eine Pfeife geraucht wird, und diesen braunen Saft aus der Pfeife schmiert man auf die gestochene Stelle. Die Wirkung ist eine sehr gute, da in dem Safte kohlensaures Ammoniak enthalten ist, welches das in die Stichwunde gerathene Jnsectengift (Ameisensäure) neutralisirt. ♦anbei unb Verkehr. — (Beförderung von Kindern auf der Eisenbahn.j Dem Herrn Eisenbahnminister Maybach ist die Bitte unterbreitet worden, für den Bereich der Preußischen Staatsbahnen das Maximal-Alter für die Beförderung van Kindern zum halben preise von 10 Jahren auf 14 ober boch auf 12 Jahre zu erhöhen. Dabet wird vorausgesetzt, baß im Genehmigungsfalle auch bk Verwaltungen der übrigen beutschen Babnen vielleicht auch alle zum Verein Deutscher Eisenbahnverwaltungen gehörigen Directionen bas Gleiche thun werben. Zu Gunsten bieses Antrages lassen sich in ber That manche Grünbe vorbringen, zumal, nachbem vor einigen Jahren beschlossen worden ist Kinder bis zu 4 Jahren ohne Beschränkung der Zahl ganz frei zu befördern. Es dürfte kaum ein genügender Anlaß dafür vorltegen, ein noch nicht confirmirtes Kind von 11 Jahren anders zu behandeln als ein solches von 10 Jahren. Das Alter von 10 Jahren erscheint überhaupt als keine geeignete Grenze für derartige Tarifvorschriften. Schüler und Schülerinnen im Alter von mehr als 14 Jahren machen heutzutage meistens in größerer Anzahl weitere Partien und genießen dabei sehr beträchtliche Fahrpreisermäßigungen, während die jüngeren gewöhnlich nur in Begleitung ihrer Angehörigen reisen und so das volle Fahrgeld erlegen müssen. Die angestrebte Erleichterung würde gewiß namentlich von denjenigen Eltern freudig begrüßt werden, welche ihre Kinder auswärtige Schulen besuchen lassen. Weiße Seidenstoffe v Mk.1.23 bis 18.20 p Met (ca. 120 versch. Qual.) Atlasse, Faill« ffran.ais«, MoirLe, Woulard,' GrenadineS, Ottornan, ^Monopol", Surah, Satt« merveilleirr, Damaste, Ripse, Taffete rc. — vers. roben-und stückweise zollfrei in's Haus das Seidenfabrik-Depöt 6. Henneberg (K. u. K. Hofl.) Zürich. Muster umgehend. Briese kosten 20 H Porto. 502 Notiz! Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haar- leiden nicht genug auf das bereits 19 Jahre sich bewährende, von Autoritäten empfohlene sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Haarwasser v. 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