2^. Hz Freitag dm 18. Mürz 1887. Gießener Anzeiger Amts- unb Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag-. eroeeta an UNS Die Preis vierteljährlich 2 Mart 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Mnrea« r Schul st raße 7. ------- Gießen, am 15. März 1887. Setreffenb- Ausfuhruna de« KrankenverflcherungSgesetzes, hier die von den Gemeindekrankenversicherungen und den Krankenkaffen zu liefernden Uebersichlen und Rechnungsabschlüffe. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen di- Vorstände der G-w-ivd-krank-nv-rfich-rungSkaff-«, d-, Fabrik-(»-trieb«-) «ra»k-»kaff-n und der -ing-schrieb,».» rt„f „nf,r AusiLreihen vom 4 Februar l. I. — Anzeiger Nr. 37 — machen wir Sie wiederholt darauf aufmerksam, daß die an länqstens bks Mn lApriil. I in doppelter Ausfkrtigung einzureichenden Nachweise von den V-rtr-t-rn der Kaff, zu unterz.ichn.n stnd. bis^tzt ohne Unterschriften einqelaufenen Nachweise »erden wir Ihnen zur Nachholung des Versäumten k. H. zurücksenden. K v ' Dr. öo et mann. _____ Betreffend: Die Bestellung der Taxatoren in Wildschadensangelegenheiten. (Sieben, am 14. Marz 1887. Das Großhcrzogliche Kreisamt Gießen an die Sr-tzherz-glichen Bürgermeisterei-« des Kreises. Nach § 15 des Ges. vom 6- August 1810 und § 3 des Reglement« vom 14. Juli 1854 über das bei Wlldfchadensklagen einzuhaltende Verfahren chaben bie DtUDO^tanbe einen Ersatzmann desselben für die Gemeinde, als den zum Wlldschadeusersatz pflichtigen^ Theil unb 2) einen weiteren Taxator nebst einem Ersatzmann deffelben sür di« Gruodbefitzer, welche einen solchen nicht selbst bestellt haben, zu ernennen .. im yaar 1874 unb 1879 gewählt worden und Verschiedene derselben gestorben oder aus sonstigen Gründen nicht mehr im __L , M,ar»übi>n io kalten wir eine Neuwahl der Taxatoren und deren Ersatzmänner für geboten. Stande frA lhre Ain^ ^^inderath diese Wahlen vornehmen zu lassen und die Wahlprotokolle binnen 14 Tagen einzusenden. Die seitherigen Taxatoren und deren Ersatzmänner sind wieder wählbar. yocfmann Bekanntmachung. EL roirb hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Geflügelzuchtverein zu Worms beabsichtigt, im Monat April d. I. eine Geflügel- Ankstklliina abmbalten und hiermit eine Verloosung von Geflügel und der Geflügelzucht dienenden Geräthen rc. zu verbinden. GroßberroalicheS Ministerium des Innern und der Justiz hat die nachgesuchte Erlaubniß zur VeranstÄtung dieser Verloosung unter der Bedingung ertheilt, daß nicht mehr als 6000 Loose ä 30 Pfennig ausgegeben werden dürfen und mindestens 60% des Bruttoerlöses aus dem Verkauf der Loose zum Ankauf von Gewinngegenständen zu verwenden sind. Der Vertrieb der Loose im Oroßherzogthurn ist gestattet worden. Gießen, am 14. März 1887. Großherzoglrches Krersamt Greßen. M Dr. So et mann.... Frankreich. Pari-, 16. März. Die Blätter sprechen ihre Mißbilligung darüber au», daß der Kriegsminister General Boulanger einen Bries an die Militär- Commission, worin er die Aushebung der Polytechnischen Schule als Militärschule fordert, veröffentlichte, ohne ihn vorher den übrigen Ministern mitrutheilen. — Die chinesische Regierung stimmte dem Anschluffe de» anammschen Telegraphen-Netze» an das chinesische zu. — LessepS stattete gestern Grövy und .Flourens Besuche ab. Italien. Rom, 16. März. Der General Genö zeigte der Regierung an, daß er die in Muffauah beschlagnahmten Gewehre Rar Allulas demselben aussolgen ließ, um die Freilassung der Expedition Salimbeni's zu erwirken. „Fansulla erklärt sich sür ermächtigt, mirzutheilen, daß die Regierung das Vorgehen Genö's mißbillige. Rußland. Petersburg, 16?März. Die sechs verhafteten Studenten waren, al» deren Verhaftung erfolgte, in drei Gruppen die Straße entlang vertheilt. Bei jeder Gruppe fand man eine Bombe. Anzeichen für eine größere Verbreitung de» Complots liegen bisher nicht vor. Der Kaiser und die Kaiserin kamen gestern Vormittag aus Gatschina nach Petersburg, nahmen an einem Rout beim Großfürsten Wladimir Theil und kehrten am Abend nach Gatschina zurück. — Der unlängst aus der Krim hier eingetroffene GroMM Konstantin Nikolajewitsch ist gestern dorthin zurückgereist. . — Der „Regier.-Anzeiger" bringt folgende MittMMg: Am 13. ds. gegen 11 Uhr Vormittag- wurden auf der Newski-Perspective drei Studenten dec Petersburger Universität verhaftet, bei welchen Sr engstoffe gesunden wurden. Die Verhafteten gestanden zu, einer geheimen ve üecherischen Verbindung anzugehöcen. Die ihnen abgenommenen Geschosse erwies cn sich bei der Prüfung der Sachverständigen als mit Dynamit und Bleikugeln. geladen, welche mit Strychnin gefüllt waren.____ Reichstag. E. R. »erlitt, 16. März 1887. Zur Verhandlung standen die Anträge der Abgg. Hitze (Ctr.) und Lohr en (Reichspartet), die Ergänzung der Gewerbeordnung betreffend. Die Antragsteller motiviren ihre bekannten Vorschläge bezüglich Sonntagsarbeit, Kinder- und Frauenarbeit. Abg. Harm (Socdem.): Die Antragsteller seien nur auf halbem Wege flehen geblieben, das Volk glaube nicht an den Ernst der Socialreform des Reichstags und der Regierungen. £ ~ _ Geh. Ober-Regierungsrath Lohmann wendet sich gegen die Behauptung des Abg Lohren, daß von der Regierung ein Gesetz über die Sonntagsruhe versprochen sei; das sei nicht der Fall; die Enquete sei lediglich zur Information des Reichskanzlers veranlaßt worden.^ (natlfb.) erkennt dankbar die den Arbeiterstand und seine Interessen fördernde Tendenz der Anträge an, erhofft aber von den Verhandlungen der Eommission die Beseitigung mannigfacher Bedenken gegen die erhobenen Forde- rungen^b Dr Raumbach (dfr.): Die Antragsteller proclamiren wohl große Princivien, überlassen es aber dem Bundesrath, sie ins Prakliscbe zu übersetzen; auch seinerseits wünsche er eine Beschränkung der Frauen- und Kinderarbeit in Fabriken, aber man dürfe diesen Arbeiterkategorien nicht jede Möglichkeit redlichen Erwerbes entziehen; die Beseitigung des Socialistengcsetzes sei vor Allem nothig. Abg. Dr. Hartmann (cons.): Die Arbeiterschutzgesetzgebung sei des Ausbaues bedürftig, aber auch die Industrie müsse in gewisser Weise geschont werden. Em größerer Schutz sei für Kinder und Frauen in den Fabriken nöthig, dürfe dann auch nicht in der Hausindustrie übersehen werden. Die angestellte Enquete hat bewiesen, daß es mit der Sonntagsruhe nicht so schlimm bestellt sei, wie bisher angenommen werden mußte.e^elhäu^r (natlib.) erachtet die Regelung eines Maximalarbeitstages , auf gesetzgeberischem Wege wohl für möglich; den einzelnen Industrien müße das Riecht auf Ueberstunden etngeräumt werden. , ,. „ Rach kurzen Schlußworten der Abg. Hitze und Lohren werden die Anträge zur Vorberathung an eine Eommission von 28 Mitgliedern überwiesen. Nächste Sitzung Donnerstag. (Servistarife; Versicherung der Seeleute.) TelegraPhische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenr-Bztroart. Berlin, 16. März. Der „Reichsanzeiger" publicirt die von der internationalen Berner Eonferenz zwischen Deutschland. Frankreich, Italien, Oesterreich-Nngurn und der Schweiz vereinbarten einheitlichen Vorschriften über zollsichere Einrichtung der Eisenbahnwagen im internationalen Verkehr, welche am 1. April m Kraft treten. ... Berlin, 16. März. Seine Majestät der Kaiser nahm Vormittags nnlltanfche Meldungen und den Vortrag "Wilmowski's entgegen und empfing daraus mehrere Generäle. P^Mrinr und der Senioren-Conoent des ReiLswgs beschlosse^ b^e, die Geburtstagsglückwünsche des Reichstags dem Kaiser rn Reichs- welche dem Kaiser am Geburtstage übersendet werden soll, •Ae,a,J tages begeben di- Geburtstagsseier dur-i-ein Festbankett. em Ka Berlin Wien, 16. März. Kronprinz Rudolf von Oesterreich Jiaai n i'aCi®6rün, 16. März. Der Kronprinz von O-st-rretch ist Nachmittags 3 Uhe Vortrag. SÄ** ber «* b-s 1801. Ähres unb damit ÄW« ! bis S » Gottesdienst der isrselilischen ReligionsarseUschstt Kreit™ WfonS R49 11^ ä______ m. ... _ y v r r 956 S i Gemisch Getrocknete *nif dem Anhalter Bahnhaf hier eingetrosfen und von dem Prinzen Wilhelm und den zum Ehrendienst Commandtrten am Perron empfangen und im Krisersalon von dem Kronprinzenpaare begrüßt worden. Hierauf traten die Herrschaften die Fahrt nach dem Palais des Kaisers an, wo der hohe Gast das kaiserliche Paar begrüßte und dann im königlichen Schlosse abstieg. Um 5 Uhr findet das Diner bei den kaiserl. Majestäten statt, woran außer dem Kronprinzen Rudolf noch Prinz Wilhelm und die badischen Herrschaften theilnehmen. — Um 4 Uhr erschien der Reichskanzler beim Kaiser zum Handel und Berke hx. Z«m Einkaufspreise ad. ouleurte Kleiderstoffe 3lu$ die Preise aller anderen Artikel sind billigst gestellt. 1836 Herrn, ^kug„ Müller, JF' 4 Pfd. 20, 28, 35 und 40 Säfte«l^1 nui.be2e? Qualitäten ä Pfd. 50 birnen ^tpfelriuge, Bohräpf.l Edel empfiehlt alles zu billigsten Preisen^ “* fränF‘ Brüncllen Urebes, Marktplatz 21. dieselbe Aufstehung der Liegenschaften des Schudt. R-ch mehrmaliger Versteiaeruna derselben im Jahre 1883 erhielt Heinrich Mörschel von Dorheim, welcher ebenfalls an Georg Schudt VI eine Forderung aus Bürgschaft zu bilden hatte, den Zuschlag für die Sunirne von 5300 JL Da die Familie Schudt in dem Wohngebäude mehrfache Beschädigungen vornahm, so beantrag,- Mörschel die Exmission und übernahm er i» Folge d-ff-n das Schudt'sche Anwesen. Noch vor der letzten Versteigerung brannte Schcuer und Stall des Schudt ab; nachdem Mörschel Agenthümer der Lieaenschasken geworden, wurden in einer Nacht auf einem der ersteigerten Grundstücke eine Menge Obstbaum- abgebrochen und fiel der Verdacht der Thätcrschast aus die Familie Schicht insbesondere auch aus dm jetzigen Ang.klaglen; die diesbezüglichen Untersuchungen führten zedoch zu keinem Ergcbnitz. Mö.schcl und Schudt lebten nun 3cbi / bindnr-b in offener Fcindichaft Am Abend des 28. October i>. I. befand sich Mörschel mst seinem Fuhrwerk aus der Landstraße zwischen Dorheim und Friedberg, um naw Frankfurt zu fahren. Es begegneten ihm drei Personen, von welchen er, da er an dm Seite seines Pferdes ging, die eine dicht an ihm vorüberkommende als den Conrad Schudt 1, erkannt Haven will. Als die drei Personen an dem Wagen vor über waren fie em Schuß, das Pferd schreckte und Mörschel svrang auf den Wagen, während dem bereits-ein zweiter Schutz von welchem der Zeuge di- Kugel an sich vorbcisausen horte. Morsche! sah sich nach dem ersten Schutz nach dem Thäter um und bemerkte bei dem Schein seiner Wagenlaterne, wie Conrad Schudt IL, einer der Vorüber- gcgangenen, mit einer Schietzwaffc auf ihn anlegte und sofort losschotz. Nach diesem Vorgesallerwn ” "" feinem Fuhrwerk nach Friedberg und machte Anzeige von dem rJtcIllL in ^7 heutigen Derhaudlung in Abrede, die beiden Schüsse aus Mörschel abgegeben zu haben; er will überhaupt nie eine Schußwaffe mit Rmolmr Nttt"stch'führtt.^ ’e“ M cr ftel§ einen f*arf geladenen Die Geschworenen bejahten die ihnen vorgelegte, auf Versuch he« Tnhtr*Trtrta * Schuldfrage unter Ablehnung mildernder Urständ- woraus Schudt ?eink Zuchthausstrafe von 2 Jahren 6 Monate verurtheilt wurde unter Aberkennuna ber burger rchcn Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren. Von dererli^ lichcn Untersuchungshaft weiden ihm 2 Monate ausgerechnet. * n n 4m0na1' »ieben, 17. März. sSchwurgericht.f Unter großem Andrang des Publikum« rÄl«'"? das Schwurgericht gegen die der Kindstödkung an geklagte ledige Katharine Hämmerle von Staufenberg. «ngttiagie Die Angeklaglc ist geständig, am 30. lliovcmber v. I. in ihrer elterlick,, Wohnung ein Kind geboren zu haben, welches lebte. Nach der Geburt umwickelte fie den Kopf und besonders den Mund des Kindes mit einem Halstuch, um dasselbe >u die Re?tiade s''®E8te'.J*1110 c§ m,(|rtnal§ mit dem Kopfe gegen die BeEde, wodurch der Tod hcrbcigefuhrt wurde. Die Leiche verbarg die Anaeklaate anfänglich unter dem Strohfack ihres Bettes; später steckte sie dieselbe in ein SäckL-n und legte dieses auf einen m der Ob-rstube stehenden Kleiderschrank. Am 3 DecenUier v. I. vergrub die Angeklagte unter Beihülfe ihres Bruders das Säckchen mst J-chalt in einem in der Nah« des Dorfes gelegenen Garten ihrer Eltern “ Das Urheil laufet- aus 3 Jahre Gcfänanitz. Vermischtes. grr, . Aus Nh-inh-fsen, 16. März. Auf d-m Wege nach Eppelsheim tbei S‘f ern Morgen einen wohlgekleideten Mann erfroren. - Dfi v->- stoffene Nacht Herr chte mit von der größten Kälte bc5 aainen WinterL s!4' »rü* in Mainz angebrachte Thermometer z-igi?um°7^hr^ur"Morkek8°Grad ^0. März. Der freche Pferdedieb Bastian, welcher vor einigen Monaten dem H-uhändl-r Hamburger von Langenselbold Wagen und zwei P;->ck>- wurde gestein von der königlichen Strafkammer zu 2>/, Jahren Zuchthaus 5 Ebrverlust lind Stellung unter polizcilicbe Ausficht verurtbeilt 6 5 3“&te“ 1 r-üb- 40-70 ^WelLe^ä-Ol^ ** ^-00-3.00, Gans Psun?50-7^° Mons, 16. Marz. Megen des Strikes der Steinbrucharbkiter in Soignies ist beute ein Bataillon Jäger dorthin ausgebrochen; die übrigen hier garnisonirenden Truppen sind konsignirt.^ Belgrad, 16. März. General Horoatovich überbringt dem Kaiser Wilhelm ein e!genb-"nd?ges Glückwunschschreiben des Königs Milan. Temesvare, 16. März. Die Flüsse Temes und Bega sind im raschen (Steinen es sind Vorsichtsmaßregeln gegen die Wasserschäden getroffen. Kalkutta, 16. März. Meldung des Reuter'schen Bureaus.j Angesichts möglicher Verwickelungen in Afghanistan nahm die indische Regierung die Aufstellung von Ob-ervationstruppen an der Pishin-Grenze in Aussicht. Afghanisches Gebiet zu betreten wird nicht beabsichtigt, die Anwesenheit der Truppen an der Grenze soll dem Emir nur «ine moralische Stütze gewähren. Lokale-, «Ueßerr, 17. März. Aus dem Leserkreis unseres Blattes wird bei uns an- gefragt, ob es sich nicht ermöglichen ließe, am Vorabend zu Kaisers Geburtstaa also am Montag Ab-nd, eine allgemeine Illumination zu vevanstaltcn. Wir g-b-u dieser Jd-e recht gern- öffentlichen Ausdruck und möchten sie auch unterstützen Diel' keicht lmrd auch von anderer b-rus-nerSeite diese Angelegenheit gefördert. Im bma&'= barttn fflet, ar feat d-rStadt°orstand 200^ zu einem Fackelzug an diesem Ab-nd bewilligt. Die Illumination der Gebäude wird dort als selbstverständlich angesehen Desal-iL-n wird fich auch Marburg ,-stltch m Lichterglanz stecken, sogar soll das Schloß am Montag Abend zwei Stunden lang -lectrisch beleuchtet werden. Was als. unsere Schw-stecstadl- können, wird man wohl von unserer Stadt auch erwarten dürfen -rrt fa eine 90jährige G-burtss-i-r an sich schon -in Ereigniß, wie viel mehr bei einem Furlten, wie unser allgelicbter Heldenkaiser Wilhelm. Sollten sich einige Herren ve? anlaßt finden, -inComitö zu obigem Zweck- zu bilden, so sind wir gerne b-r-it unter- stutzend mitzuwirken. ' 1 H - Mit Bezug auf unsere gestrige Mittheilung, betreffend di- Fci-r von Kaisers Geburtstag am Samstag Abend in Sietn's Garten, wollen wir nM verscblcn, auch davon Kenntniß zu geben, daß am Montag Ab-nd in demselben Lokal em Festessen zu Ehren des hohen Gedenktages ftattfinben wird. Es circuli t eben »u diesem Zwecke -m-Liste tn der Stadt und wird auch Herr Stein Anmclduugm ZUM Festesten enlgkgennehmen. »»i^uunycn Ausverkauf Wegen Theilung meines Ladens habe den 2030 fiusverkauf meines ganzen Schuhwaarenlagers ' K- Elsoffer. ,LsBvrdcaux.Pflaumcn 1 » Pfd- 60 und 70 ÄJ Türk. Pflaumen Gießen, 16. März. Wann fängt das zwanzigste Jahrhundert an? Am 1. Januar 1900 oder am 1. Januar 1901? Diese Frage war illngst in einem bi-sia-n £ota!e der Gegenstand lebhafter Erörterung. Von geschätzter und compeienter Seite geh! uns darüber eine Antwort ZU, die wir ihres allgemeinen Interesses wegen an dieser Stelle rcproductrcn. Ste lautet: Die vorgelegte Frag- scheint von Alters der eine streitige gewesen zu (ein. Als der Drucker d-s Diario Komano im Jahre 17M mtgegeben hatte, es sei dies das erste Jahr int 18. Säculo, dcsavoutrte ihu die römische ni C«X,v*q ,t,qj.i\ ta*-av- t 2 ztj f wenn man anfangen wurde, KOI zu schreiben. Schillers berühmtes Gedicht bei dem Antritt eines neuen Jahrhunderts ist gleichfalls erst im Jahr- 1801 versaßt. nCUen s. t ®e.ute rechnet man allgemein so den Beginn d-s neuen Jahrhunderts, doch batte d-cs- Zahlung auch ihre Gegner, und es ist eine ganze Literatur Über dies- Streit- stagc vorhanden. Viele blieben dabei, daß, wenn man zu dem Jahre 1801 für die Sacularferer kommen wolle, man em Jahr 0,ann-hm-n müsse (wie di-S allerdings b-lelts der berühmte Chronolog Petartus in seiner doctrina temporum, Paris 1627 getbun Hai), was doch em Unsinn fei, da noch kein Regent geschrieben habe im Oten Jahre unserer Ai-gierung. Mit der Geburt Christi, d-r-n Datum der 25 December ia auch fast das ganze Mittelalter hindurch zugleich den Anfang drs Jahres g Md-t habe, begmne dte chrtstltche Zeitrechnung, und speciell das erste Jahr derselbe^ M m°n 3a<,r 1 «u Treiben angefangen, habe man thai- ' sächlich das 2. Jahr begonnen. Ganz analog habe dann das 18. Jahrhundert mit l dem Ausgange des 1799. Jahres sein Ende gefunden und der'erste Taa d^ ^^- j 1800 sei thaffnAIirh hrr prffp Tnn 1RB1 ....s. k__... , . , ? . a GießLN, 16. Marz ^Schwurgericht.^ Der 33 Jahre alte schon öfters nnr- bestrafte Händler Conra d Schudt II von Dorheim ist des Versuchs des Todttchlaas augellagt. Die heutige Verhandlung ergibt das Folgende: iu)lags Der Angeklagte lebte mit seinem Vater Georg Schudt VI. und feinem OnFff km'h? vr^U^ L In ^"^^p^^bnretnschaft. Die Vermögensverhäliniste des Georg Schudt Vl. waren gerade nicht die besten und da eine Gläubigerin auf anderem Wea? c r v--- — ————■ n<^?i■■ ।^ant^gte 1 3 Uhr.Uamsta^Abend'^Ub^^^88 58°rmitta8 ^"uhr, Samstlg^Nachmittag Gesucht Mädchen für gute Stellen, für auch ein Kinder« ; Edchen kann Stelle bekommen bei ' w-ö Frau Müller, Löwengasse. 1978 Ein Schüler von auswärts S weldjer eine hiesige Lehranstalt besucht' r^nlV "ir ^^^ändigen kleinen bürger- lichen Familie gegen billige Veroütnn^ Kost und Mohnuna erhalten. 9 9 Näheres in der Exped. d. Bl. Allgemeiner Anzeiger. Engi. Tiil to (| inen und Itou ?enn v ss <« ■" ««”« -« Au-w°bl zu auffov.nd b-Mg.u V„if„ --s„ ------Epnst Blfldner, BaistihoMrstsil- 12 Das an|ta(ratioii8flefd)fl|t oon H. Sc£iaffMpfiehlt sich zur Anlage von 7atd^^rleitung^n, Bade- und Closet-Einrichtun= --------------------Ausführung. Billige Pr-is«. Koster.ans-h,äa7^..« UnZK MnhMt liWim. Die unbekannten Eigentümer der im Jahre 1886 auf der Bahn, in den Wagen und Warieräumen gefundenen Gegenstände werden aufgefordert, dieselben bei der unterzeichneten Dienststelle abzunehmen, widrigenfalls anders über dieselben verfügt werden wird. 2013 Gießen, den 16. Marz 1887. Die Großh. Magazinsverwaltung. Hoiz-Berftcigknlng im Gießener TtadtwaLSe. Montag den 21. März 1887, von Vormittags 9 Uhr an, soll im Gießener Stadtwald in dem Distrikt Waloshute nach verzeichnetes Holz versteigert werben: A. Bau-, Werk« und Nutzholz. 4 Birkenstämme mit 1,13 Festm. 288 Fichtenstämme mit 83,37 „ (von 7—36 Ctm. Durchm ), 1491 Fichtenstangen mit 72,33 Festm. B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. Neish. Rmtr. Rmtr. Rmtr. Wellen. Nadel 166 468,5 172,1 6130 Die Zusammenkunft ist an der Licherstraße, 1. Schneise. Die Großh. Bürgermeistereien der benachbarten Orte werden ersucht, Vorstehendes im Interesse ihrer Ortsangehörigen bekannt machen zu lassen. Gießen, den 12. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1908 Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 7. ds. Ms. in dem Gräfl. Revier Feldheim ist genehmigt, mit Ausnahme des Eichenstammholzes, welches Mvntag den 21. d. Mts. abermals versteigert werden soll: 45 Stämme von 6—10 Mtr. Länge und 15—64 Ctm. Durchm. — 52,7 Cbm. Die Versteigerung beginnt des Morgens präcis 10 Uhr im Distr. Scheibel mit Der Holznummer 1. Arnsburg, den 15. März 1887. 2029 ________Henckel. Holzversteigerung. Freitag den 2S März L I., Vormittags 10 Uhr an fangend, sollen im Roßbacher Gemeindewald, Distrikte Kirschberg, Kriegwald und Hainbergsborn, öffentlich versteigert werden: 47 Eichen-Nutzholzstämme von 3—8 Mtr. Länge und 10—50 Ctm. Durchmesser, zus. 17,69 Festm., darunter befinden sich 2 Stämme, (Grimmlinge), welche sich für Müller eignen, das übrige eignet sich zu Wagner- und Grubenholz, 51 Fichtenstämmchen von 5—7 Mtr. Länge und 13—18 Ctm. Durchmesser, zus. 5,39 Festm., 92 Rm. Buchen-Scheit, 28 Rm. Buchen-Knüppel, 12 Rm. Eichen-Scheit. Der Anfang, sowie die Zusammenkunft ist im Distrikt Kirschberg Nr. 7 um die bestimmte Stunde. Roßbach, am 15. März 1887. 2022 Frink, Bürgermeister. Fkkitsg den 18. d. Mts. sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: a- Vormittags ValO Uhr auf meinem Bureau: 1 silberne Taschenuhr mit goldener Kette, b. Vormittags V,ll Uhr in dem Hause Bismarckstraße 16 dahier: 1 Parthie Kohlen, Briquets, Holz, Bohnenstangen, Flaschen, Garten- geräthschaften, 1 Regenfaß, 1 Vogel mit Käfig u. s. w. Beide Versteigerungen bestimmt. Gießen, den 15. März 1887.' 2003 Großh. Gerichtsvollzieher. 1903] Schöner Saathafer u. Saaterbsen bei Phil. Schwan, Neustadt 43. B U. JL B VIII. 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März, Nachmittags 5 Uhr, aaS»t« Salvator -Bioros aus der Zacherl'fchen Brauerei München, und dauert der Ausschank nur circa 8 Tage. Obiges Bier offerire in Gebinden sowie in Flaschen zu äußerst billigem Preis. Das ächte, aus der Zacherl'schen Brauerei bezogene Salvator-Bier hält sich längere Zeit auf Flaschen, ist ein vorzügliches Tafel-Bier und insbesondere auch Reconvalescenten bestens zu empfehlen. Niederlage in Flaschen befindet sich außer mir noch bei C. Schutze II., Schillerstraße 7. Hochachtungsvoll 1931 Louis Hermann. 8 10 H 2019 Zu obigen Festlichkeiten laden wir unsere activen und passiven Mitglieder sowie reichen. 1854 n » if Theater und Zithereoneertre. Gleiberg. Eventuell Fortsetzung der Berathungen. Das Fayvnniren. Waschen und Färben der Strohdüte nach neuesten Formen besorgt bestens 1JO5__ A. Fangmann. 2038 Ein Pferdeknecht gesucht. Christian Haubach. 91/2 1 2 SarrrStag den 19. März Uhr Abends: Gesellige Zusammenkunft (musik. Bier-Commers) im Ca ss Bavaria (obere Räume). Sonntag den 20. März. Uhr Vorm.: Eröffnung des Rudertags im großen Saale des Stein's eingeladene Gäste nochmals freundlichst ein und bitten um recht große Betheiligung. Der Borstand. Tagesordnung: Jahresbericht. — Nechnungsablaze. — Vorstandswahl. — Sonstige Corpsangelegenheiten. 1855 In Uniform. Der Vorstand. 2 16] Möblirtes Zimmer in ruhiger Lage auf 1. April zu mielhen gesucht. Offerten sub A. Z. an die Exp. d. Bl. erbeten. !v ausgeführt vom Dießener Zitherclub M (Wohlthätigkeitsverein). Gießener Kuder-Gesellschaft. III. orilenllidierleiiclier Ruderla^ Leere Kindermehlbüchfen u. Cacaobüchfen kauft 1976 Dtto Schaaf, Seltersweg 39. o 2009 Ein möblirtes Zimmer mit 2 Betten von einem Ehepaar für die Reit vom 1. April bis 1. ev. 15. Mai gesucht. Off, mit Prelsang. an^die Exp. d. Bl. Garten. Mittags: Pause (Frühstück, trock. Couverts 1.50) Stein's Garten. Rachm : Fortsetzung der Berathungen. Abends: Festbankett (trockenes Couvert JL 3) Stein's Garten. „ Concert und geselliges Zusammensein. Montag den 21. März. Vorm.: Fortsetzung der Berathungen. Mittags: Pause. Rachm.: Gemeinsamer Ausflug zu Wagen nach der Burgruine 1 2 8V2 4 l Dürgermeister von Tippelskirchen^. Schwank in 1 Akt von Edmund Braune. 2 Ein in «edanken stehen gebliebener Regenschirm. Schwank in 1 Akt von Arnold Schröder. 0 Entree 30 Pf. — Programm an der Kasse. — Bier Im Glas . Mitglieder haben freien Zutritt. 2015 Der Borstand. Freiwillige Gail'sche Feuerwehr. Montag den 21. März, Abends 8>/2 Uhr: Ordentliche General-Versammlung in der Restauration Schnell. 2017 Ein ordentliches Dienstmädchen findet sofort Stelle. Adr. in der Exped. d. Bl. zu erfragen. _____ 1412 Ein erfahrenes Mädchen für Küche und Hausarbeit auf Ostern gesucht. _______Frau Professor Birnbanm. Gesucht für April von einem Be- amten 2-3 gut möblirte Zimmer in bester Lage. Adr. bis zum 18. März an die Expedition ds. BlttS. einzu- Mitgliedskarten berechtigen zum Eintritt in den Zuhörerraum der Berathungen des Rudertags. Einzeichnungslisten zu den Festlichkeiten (Sonntag und Montag) liegen bis Samstag Abend bei Herrn Ernst Balser (Mäusburg) offen. Sonntag den 20. März, Abends 8 Uhr, im Saale des Cafe Leib: Redaction r A. Scheyda. — Druck und Verlag der B rühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. 1798 In einem anständigem Hause, in Flunder freier Lage, nahe der Realschule und Gymnasium, finden einige Schüler '^^vdl. Aufnahme bei guter Verpflegung. Näheres in der Exped. d. Bl. 1925 Ein 15—17 Jahre alter Bursche vom Lande erhält in einem hiesigen Geschäft bei gutem Lohn dauernde Stellung Näheres bei der Exped. d. Bl. . Für eine größere Cigarren- Fabrik tn Gießen wird zum baldigen Eintritt ein Lehrling mit guten Schul- tenntniffen gesucht. Schriftliche Offerten unter Nr. 1781 an die Exped. d. Bl. 2035] Größte Auswahl Prima Geflügel, und See Fiscbe, Sämmtl Dekicateffen tagt frische Zufuhren zu billigsten Preisen. C. Gr. Kleinherm.. 1844 Der mittlere Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, per 15. Mai zu oermietben. Ostanlage 9. 1635] Gut möblirte Zimmer zu vermiethen. Gartenfiraße 29. 1720 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Lustadt31. 1950] Möbl. Stübchen mit Kost zu verrniethen. Lindenplatz 7. 1054] Schönes möbl. Zimmer zu oer- miethen. Marktplatz 2. 1606] Möbl. freunbl. Zimmer mit Eabinet zu verrniethen. Sonnenstraße <5 274 Der I. und il. Stock meines neuen Hauses (Bleichstraße) ist zu ver- miethen. H. Adami. 149 Die 3. Etage meines Hauses, Nordanlage 29 zu vermiethen. W. Seuliug. 1963 An ruhige Leute ein kl. freunbl. Logis zu Perm Selterswea 31. 1942 (£in kleines Familrenlogis an eine ruhige Familie per sofort zu Den Ehen. , Kreuzplatz 9. 1867] Familienlogis vermiethet F» Dickorö, Grünbergerstraße. 1563 Ein möbl. schönes Zimmer zu v:rnuethen. Marktftratze 32. vermischte Anzeigen. 1929 Gesucht von einer kleinen ruhigen Familie ein Familieulogts von 3 Zim- mern^K. in anständigem Hause, außerhalb der Stadt. Offerten unter L. M. an die Exped. d. Bl. 1462] Schüler finden gute Pension. Bleichstraße 4. Ein ordentliches Mädchen kann da- Kochen erlernen. Wo? sagt die Exped^951 1968 Ein braves Dienstmädchen gesucht^ Schulstraße 2 II, 1979 Ein gutes Gandstück ist unter günstigen Bedingungen zu verkaufen, eoent. zu verpachten. ^Näheres bei der Exped. d. Bl. "1944 Ich suche 2 Schreiner, die selb st - ständig zu arbeiten verstehen,gegen guten Lohn auf dauernde Beschäftigung. H» Werner, Bismarckstraße 6—8. Aermietyungen. 2014] Schlafstelle für anst. Arbeiter Neuen Bäue 17, pari- 2025 Ein Logis, bestehend aus vier Zimmern nebst Zubehör, ist an eine ruhige Familie per 15. April ober 1. Mai zu vermiethen bei A. Markus, Bahnhofstraße 15. 2027 Ein Logis zu vermiethen.