Mr. 18S Mittwoch den 17. August Dirreairr Schulftraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Kreis vierteljährlich 2Mark 20 Pf. mit Bringerlolm. ..................................... ... Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Es wird HKrdmch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz unterm 9. d. Mts. dem Vorstand der Kolonie für Epileptische „Bethel bei Bielefeld (Pastor von Bodelschwingh) die Erlaubniß ertheilt hat, während der Monate September Oktober und November l. I. eine Hauscollecte zum Besten der genannten Anstalt innerhalb des Großherzogthums zu veranstalten. Gießen, am 16. August 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. _____________________________________________________ Dr. Boekmann. Betreffend: Die Sonntagsfeier. ~ Gießen, am 6. August 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Großherzogliche« Bürgermeistereien des Kreises. Der Großherzogliche Ober-Amtsrichler Muhl zu Groß-Gerau hat unter dem Titel „die Störung des Gottesdienstes und die Störung der Feier der Sonn- und Fest-Tage nach Reichs- und Großh. Heff. Partikular-Recht" eine Zusammenstellung der Vorschriften über die Sonntagsfeier ausgearbeitet Da Lie genaue Kenntniß dieser Vorschriften sowohl für Sie als auch für das Polizei-Aufsichtsperfonal von Wichtigkeit ist, so empfehlen wir Ihnen das erwäbnte Schriftchen für Ihre Bibliothek anzuschaffen. * _______________________________Dr. Boekmann. Bekanntm achung. Wegen Vornahme von Arbeiten an der Wafferleitung für den Kliniksneubau ist von Dienstag den 16. l. Mts. an der Verkehr für Wagen und Steller auf dem Wege von der Schiffenbergerstraße bis zu dem Uebergange der Oberhessischen Eisenbahn (Linie Gießen-Gelnhausen) nächst dem Bahnwärter- Ms Nr. 1 am Riegelpfad, bis auf Weiteres gesperrt. Gießen, am 15. August 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ___ Fresenius. Politische Uebersicht. Gießen, 16. August. Der Jahrestag des letzten gewaltigen Kampfe» in der Reihe jener DcbeutunggtMÜen Schlachten um Metz, welche die Einschließung der französischen Rheinarmee in diese Festung zur Folge hatten, der Tag von St. Privat un-d ©melotte, steht mit dem 18. August wiederum vor der Thür. Die Feier ldieser Ruhmestages für die deutsche Armee, an welcher man besonders in den urretsen der alten Krieger sesthält, wird diesmal durch die Weihe von 70 (?) "euer, Armeesahnen ein speciell hervorragendes Moment erhalten. Rur ßcheint die Zahl 70 zu hoch gegriffen zu sein, denn da es heißt, daß die neuen Zahnen, welche gegenwärtig in Berlin angesertigt werden, lediglich für die am ?: d- 3s. neu errichteten Truppentheile bestimmt seien, so würde hierzu M Hälfte der genannten Zahl von Fahnen genügen. Es kämen demnach in «ettacht die vier neuen preußischen Infanterie-Regimenter Nr. 135, 136, 137, EM zusammen 12 Bataillonen und demnach 12 Fahnen, das neuformkte sächsische Infanterie - Regiment Nr. 139, mit .3 Bataillonen und demgemäß ^Fahnen, die zwölf vierten Bataillone preußischer und die drei vierten Bataillone badischer Regimenter mit zusammen 15 Fahnen und endlich die beiden a^cne Eisenbahn-Regiments mit 2 Fahnen. Es würde dies also k a?&e.r 70 Fahnen ergeben; der Train führt bekanntlich keine Fahnen »no Der Artillerie werden seit einigen Jahren keine mehr verliehen. Jedenfalls wird man nunmehr etwas Bestimmtes in dieser Angelegenheit erfahren. — Zu rwaynen ist übrigens, daß die Wiederkehr des Jahrestages von Gravelotte rc. esmal ca. 1800 Kämpfer von 1870 in Metz vereinigen wird, die sich in zwei L der eine von Hamburg, der andere von Reichenbach i. V. abgc- uii.n, nach den Reichslanden begeben haben. iDtrniJl.» Ergebnisse der diesjährigen FuldaerBischofs-Conferenz vern mmt man zunächst nur das Eine, daß eine Adresse des preußischen Epis- k 'Papst festgestellt und eine Verständigung über die anzustrebende Regelung der Präsentationsfrage erzielt worden ist. Sh-nfci; Schloße des Ministeriums für Elfaß-Lothringen sind, rger Privatberichten zufolge, Zwistigkeiten zwischen den Unterstaats. iöeihrJJnm“L89ebro*en- ist einerseits davon die Rede, daß zur Verhütung unb r ^bwungen die Stelle des Staatssecretärs wiederum besetzt werden solle, filmt, QTI bem dieselbe provisorisch versehenden Unterstaatssecretär v. Putt- «uA ki r,eit4 ^ibt es, der Unterstaatssecretär Lack, welcher interimistisch ? ?,^elle des Bürgermeister» von Straßburg versieht, werde letzteren SJL P endgiltig übernehmen und daher wieder aus dem Ministerium scheiden. — ran^s x ^bldeten Vorgängen erhellt zum Mindesten das Eine, daß die Per- irvm , gerungen in den obersten Verwaltungs-Posien der Reichslande noch ©rnprimoHH rum Abschluß gelangt sind und daß demnach das bedenkliche -Nübebk in der Regierungs-Methode Elsaß-Lothringens immer von Neuem aetinMf i« kiäre wirklich dringend zu wünschen, daß einmal Ruhe und pEsche Verwaltung des Landes käme, denn wie kann sich ;«-ihltch meitetentmiSn ,$erfona['®etänbetunBen in ben maßgebenden Stellen Waldbrand im Hertogenwald, an der deutsch- W ' sicher für Belgien schon zu einer Landes-Calamität zu wer- vroyte, ist noch immer nicht ganz gelöscht- Indessen hat sich das Feuer wenigstens nicht weiter ausgedehnt und namentlich scheint die Gefahr für den stark bedrohten bekannten Badeort Spaa geschwunden zu sein. Bis zum völligen Erlöschen des Brandes werden, wenn nicht Regengüsse eintreten, noch immer einige Tage vergehen, da jetzt die Torfmoore den Hauptseuerheerd bilden. D'r angerichtete Schaden beläuft sich aus Millionen von Francs und läßt sich zur Zett noch gar nicht näher taxiren. Am Hofe zu Kopenhagen werden demnächst die Tage fürstlichen Familienlebens wieder beginnen. Bereits seit einiger Zeit ist daselbst die griechische Königsfamtlie vollständig versammelt und in allernächster Zett steht man in Kopenhagen auch dem Eintreffen des russischen Kaiserpaares und des Groß- sürsteN' Thronfolgers entgegen. Ob auch, wie in den beiden letzten Jahren, wiederum Mitglieder des englischen Königshauses auf dem fürstlichen Familien- tage von Kopenhagen erscheinen werden, ist zur Zeit noch nicht bekannt. Wenn man nach dem äußeren Scheine urthellen wollte, so stellte sich jetzt die allgemeine Lage in recht günstigem Lichte dar. Die bekannte Friede n s - B a n k e t r e d e S a l i s b u r y's, wie das freundliche Echo, welches dieselbe an der Newa gefunden hat, würden auf eine Platz greifende friedlichere Con- stellation hindeuten; indessen, das „Journal de St. Pötersbourg" will nur „gerne hoffen", daß die Friedens-Verstcherungen vollkommen durch die Ereignisse gerechtfertigt werden mögen und das klingt noch refervirt genug. Eher könnte man aus der Antwort des Petersburger Blattes auf die Auslassungen des englischen Premiers auf eine sich markirende Annäherung zwischen England und Rußland schließen, als deren Ausgangspunkt man den Vergleich in dem afghanischen Grenzhandel betrachten könnte. Von dieser Annäherung ist schon seit dem Abschlüsse des afghanischen Grenzvertrages die Rede und würde sie, wenn sie wirklich greifbare Gestalt annähme, dem europäischen Schachbrett abermals einen veränderten Anblick geben; sür's Erste scheint indessen die englisch-russische Freundschaft noch in den Windeln zu liegen. Deutschland. Mainz, 13. August. Das bischöfliche Klerikal - Seminar wird am 25. October l. Js. in den bisher hierzu verwendeten Räumen des ehemaligen Augusttnerklosters aufs Neue eröffnet werden. Als Regen» desselben ist wiederholt Herr Domkapitular Dr. Mousang in Aussicht genommen. Auch die früheren Professoren, Herr Domkapitular Dr. Holzamer, sowie die Herren Dr. Brück und Hundhausen, werden wieder thätig werden, der von dem tnmittelst zum Bischof consecrirten Herrn Dr. Haffner inne gehabte Lehrstuhl der Philosophie dagegen wird neu zu besetzen fein. Angemeldet sind bis daher über 40 Alumnen, davon etwa 20 der Dtöcese Mainz, die übrigen Süddeutschland und der Schweiz angehören. Zur Zeit des Bischofs v. Ketteler betrug die Durchschnittszahl der vier Jahre den Studien und praktischen Ausbildung in der Seelsorge im Seminar obliegenden Zöglinge zwischen 70 und 80, und man glaubt, daß nach Wiedereröffnung de» Alumnats die Zahl der Zuhörer bald die gleiche sein werde, um so gewisser, al» die Bibliothek des Seminars inmittelst vielleicht die reichhaltigste ähnlicher Anstalten in Deutschland geworden ist. Durch verschiedene größere und höchst werthvolle Schenkungen und Vermächtnisse, unter welchen da» Ver- mächtniß des zu Heidelberg verstorbenen Prioatgelehrten Johann Friedr. Heinr. Schlosser 70,000 Bände aufweist, darunter die werthvollsten Polyglotten, Inkunabeln rc., beziffert sich nämlich der derzeitige Bestand der Bibliothek auf 160,000 Bände, welche alle Zweige de» Wlffens uud selbst der schönen Literatur umfassen. Die Neuordnung der Büchersammlung hat volle ’5 Jahre eines eigens hierzu verwendeten, rastlos thätigen und um die Sache gewiß höchst verdienten Bibliothekars, des Herrn Kaplan Stillbauer, in Anspruch genommen und ist noch nicht vollständig beendet. Während noch vor anderthalb Jahrzehnten die Gesammtbibliothek des bischöflichen Seminars stch auf einen einzigen großen Saal beschränkte, umfaßt dieser mit einem schönen Deckengemälde gezierte Saal heute nur die Prosangeschtchte. Die übrige Bibliothek ist in zwei übereinander laufenden und miteinander verbundenen, die ganze Ostseite des Kreuzganges umfassenden gewaltigen Räumen mit Dutzenden von durch zahllose bis z-rr Decke reichenden Repositorien gebildeten, ineinandergehenden Einzelgelassen untergebracht. [(gi. Journ.) Bulgarien. Tirnowa, 14. August. Vormittags fand in der Kathedrale ein Tedeum und danach die Eidesleistung des Prinzen auf die Verfassung statt. Der Prinz begab sich mit den Regenten und Ministern und einem zahlreichen Gefolge, unterwegs von enthusiastischen Kundgebungen der Bevölkerung begrüßt, nach der Kirche und nahm aus dem Fürstenstuhl Platz. Der Kleru» hatte in der Nähe des Prinzen vor einer Tafel, worauf die heiligen Bücher lagen, Ausstellung genommen. Nach dem Tedeum fuhr der Prinz, gefolgt von der Leibgarde aus Sofia, nach der Sobranje. Beim Eintritt wurde derselbe von stürmischen Hurrahs begrüßt. Er nahm auf der Estrade Platz, zu seiner Rechten standen Stambulow und Stoilow, links die Osficiere und anderen Regierungsmitglieder. Das Gefolge des Prinzen bildete Spalier. Der Exarch, mit dem Kreuze in der Hand, richtete eine Ansprache an den Prinzen, worin er denselben beglückwünschte, daß er den Wünschen der Sobranje gefolgt sei. Darauf sprach ein Pope mehrere Gebete und verlas die aus die Eidesleistung bezüglichen Bestimmungen der Verfassung. Der Prinz hatte inzwischen den Handschuh von der rechten Hand gezogen und ein Schriftstück in die Linke genommen, wovon er die Antworten aus die Fragen des Exarchen bulgarisch vorlas. Hierauf küßte der Prinz das vom Popen dargereichte Kreuz, trat an den Tisch, wo sich die Textesworte des Eides auf die Verfassung befanden und unterzeichnete dieselben, woraus Stambulow gegenzeichnete. Nachdem der Prinz auf dem Sessel wieder Platz genommen, verlas Stoilow eine an die Versammlung gerichtete Proklamation, welche die Versammlung mit begeisterten Zurufen aufnahm. Der Prinz erhob stch und ries: „Es lebe die bulgarische Nation!" Hieraus verließ der Prinz die Versammlung unter unausgesetzten Hurrahrufen der Deputirten. Abends sand ein großes Festbanket statt. Dem Vernehmen nach wird morgen das neue Cabinet gebildet und übermorgen soll der Prinz nach Philippopel abreisen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz - Bureau. . m Babelsberg, 15. August. Se. Majestät der Kaiser empfing heute Vormittag den Grasen Perponcher und den Geh. Oberregierungsrath Anders zum Vortrag, ßum Dmer sind die in Berlin weilenden activen Generale, sowie die Kommandeure der Potsdamer Regimenter geladen. Gestern machte Se. Majestät eine Spazierfahrt durch den Park, nahm später einen Vortrag des Grafen Berchem entgegen und erschien sodann beim Familiendiner. Homburg v. d. Höhe, 15. August. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute Morgen 9V2 Uhr mittelst L-onderzuges bei bestem Wohlsein von hier abgereist. . T Der Prinz von Wales traf gestern Abend 7 Uhr zur Kur hier ein. Später machte derselbe Ihrer Maiestät der Kaiserin einen Besuch. , August. Ihre Majestät die Kaiserin ist heute Nachmittag kurz nach 2i/a Uhr hier etngetrossen und hat sich alsbald mit dem Großherzog, der bis nach Bebra entgegengefahren war, nach Schloß Wilhelmsthal begeben. Ihre Majestät wurde von dem Publikum, das sich am Bahnhose und in den Straßen in großer Menge angesammelt hatte, mit brausenden Hochrufen begrüßt. .f. t .Leipzig, ^-August. Die Hauptversammlung des Vereins deutscher Ingenieure rst heute un Krystallpalaste durch den Vorsitzenden Commerzienrath Wolf aus Magde- ^6,erostnet worden. Die zahlreich besuchte Versammlung wurde Namens der sachinchen Staatsregrerung durch den Geheimrath Gumbrecht, Namens der Stadt durch den Bürgermeister Trondlin, Namens des Ministeriums des Innern durch den Re- gurungsrath M^z, Namens des sächsischen Ingenieur- und Archttectenvercins durch den Ingenieur Bach begrüßt. Der Vorsitzende dankte für die freundliche Bewillkommnung und knüpfte daran einen übersichtlichen Rückblick auf das letzte Vereinsjahr, ??rder Vortrag des Geschäftsberichts durch den Generalsecretär Peters Ichtotz. Nachdem die Versammlung das Andenken an den verstorbenen Geh. Com- merzienrath Krupp durch Erheben von den Sitzen geehrt hatte, begannen die Vorträge. i cft&ff' 1?' August. Professor Adolf Pantsch, Prorector der hiesigen Universität LNim ftieta'^°rdp°l-Exp-dition in 1869, ertrank gestern bei einer Segel- . -London, 15. August. Bei der Parlaments-Nachwahl in Northwich (Cheshire) siegte der Gladttonianer Brunner mit 5112 Stimmen. Der liberale Unionist Lord PaUamentssttz? nUt 3983 Die Unionisten verlieren sonach einen Tk"151 August. Die in Cowes verhaftete Französin wurde heute bei e len ?duren vor dem Polizeigerichte verhört, die Angelegenheit sodann aus sna(lC r.veJtü0t* Inzwischen sollen die vorgefundenen Stoffe untersucht werden CtC nann?M Mathilde Drouin, Gouoernannte, und bezog sich auf Per- ®n ®e6eim$Otiiift wurde dorthin abUond?, Ä August. Die Auflösung der beiden Kammern ist auf den 17 Auaust inr9prftpn Neuwahlen zur zweiten Kammer finden am 1. September und dteieniaen am S-m-mb-r 8-@eptcmbct ftatL Die Eröffnung der neuen Kammern erfolgt erinnerte an das Auftreten Breydel's und Coninc's. welche, mächtig durch Mutb^ und Vertrauen, den Herzen der Mitbürger h-idenmüihigen Geist einflü^eu, welcher sie ,eU>er der surchtbarftcn der seiiidlichen Anstürme trotzen, den Sieg errinaen und dadurch die Unabhaugtgkei uud Freiheit Flanderns reiten ließ. Bringen wir" sagte der König, den bürgerlichen kriegerischen Tugenden dieser tapferen Boriabren unsere Huldigung dar. Indem die Flamländer die Thaten derselben v-rh-rrltch-n bezeugen sie laut, daß dieselben Ge uhle sie beleben, daß sie zu denselben Ä Mig s-in werden. D-n hestigen, aber sruchtbar-7^Mrm-n ds-^o°n s7^ wahrenden Kriegen heimgcsuchten Zeit sind Freiheit, Unabhängigkeit und ein tünhln- zähriger Friede gefolgt. Niemals hat Belgien eine Lag- gekannt, welche mit derien aen tu vergleichen ist deren sich das Land heute erfreut, aber ein langer Frieden bat auch Gefahren. Das Leben der Nation ist Kampf, di-Gefahren, wclch- sie eh-mals be- drohten, sind nicht alle verschwunden, die politischen Schwankungen der modernen qn»r* sind bedrohlicher in ihren Folgen, Kriege zermalmender; Diejenigen, welche ihnen überraschen lassen, sind verloren. Erinnern wir uns, daß der TlanbrifA, o- nicht schlafen darf. Alle Freiheit entsteht und vergeht mit der UnabhängigkeitKLr!a’e wir daher unsere Herzen zur Höhe dieser großen, von unseren Vorfahren uns'a^.» Beispiele und verpflichten uns Alle feierlich, vor keinem Opfer zurückzuschrecken n» m12 Rechte des Vaterlandes zu erhalten und ihm das Schicksal zu sichern, roelcheatL- ruhmreichen Vergangenheit würdig ist." ’0ner Zürich, 15. August. Der Fabrikant Sulzer von hier, ein geübter Bergstein strauchelle am Sanetsch - Paß und stürzte in einen Abgrund, wobei er den Tod fonk Der Unfall ereignete sich vor den Augen seines Begleiters, des Professors Ritt^ IT hiesigen Polytechnikum. cr Dont Sofia, 15. August. Natschowitsch, der Minister des Auswärtigen, ist M,r nn gekommen. M ans — Die Regenten und Minister gaben nunmehr ihre Entlassung. Die der hiesigen Garnison legten den Eid für den Prinzen in die Hände des Metroooli?^ ab. Die Staatsbeamten wurden in der Kathedrale vereidigt. v uen Konstantinopel, 15. August. Gestern Abend brannten in Skutari 1200 m-i» hölzerne Häuser nieder, auch die griechische und armenische Kirche wurden ein »Z.? der Flammen. Ein Verlust an Menschenleben ist nicht zu beklagen. aut? Konstantinopel, 15. August. Die Pforte richtete dem Vernehmen nack rin Rundschreiben an die Mächte, in welchem sie ausführt, daß sie sich nach der feiedithm Erklärung des Koburgers, nicht eher nach Bulgarien zu gehen, bis das Einoerstandnib der Pforte und der Mächte erfolgt sei, zwar jeglicher officiellen Beziehungen »um Prinzen enthalte, jedoch zu erfahren wünsche, welches die Ansichten der Mächte bin- sichtlich der Haltung des Prinzen seien, welche Instructionen dieselben ihren Agenten in Sofia erteilen würden, und welche Anschauungen sie bezüglich der Mittel zur Lölun» der Frage hegten. 1 H Lokales. Gießen, 16. August. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzuna am ' Donnerstag den 18. August 1887, Nachmittags 4 Uhr. 0 ™ 1. Entwurf eines Ortsbaustatuts zur allgemeinen Bauordnung. 2. Gesuch des Josef Haggenmüller um Erlaubniß zum Betrieb einer Zapfwirthschaft. 3. Die Feier des 2. September im Jahre 1887. 4. Umbau der alten Militärschießstände. 5. Gesuch des Konr. Atz buch wegen Sandförderung im Stadtwalde. 6. Erbauung eines Schlachthauses, hier Anschaffung einer Pumpe. 7. Die Quellwasserleitung, hier Ableitung des Wassers aus dem Brunnen am verlängerten Asterweg. 8. Baugesuch des Kaufmanns Johannes Hainbach. 9. Reparatur des städtischen Pflasters, hier Beschwerde des Friedricb Müller IV. um Herftellungsarbeiten in der Löwengasse. 10. Umpflasterung des Brandplatzes. 11- Gesuch des Bauunternehmers Heinr. Adami um Wasserabführung. 12. Gesuch des Gießener Eisvereins um Erlaubniß zum Einsehen einer eisernen Schleuse. 13. Den Fluthgraben in den Eichgärten. :- 14. Gesuch des Dr. Jett um Abhaltung des Regenwassers aus seinerHofraithe j an der Grunbergerstraße. 15. Die Straßenbeleuchtung, hier Gesuch um Aufstellung einer weiteren Laterne , in der Loberftraße. 16. Gesuch des Architecten I. Stein um Erlaubniß zur Wasserableituna nach der Bahnhofstraße. 17. Anschaffungen für die höhere Mädchenschule. । 18. Die periodische Untersuchung der Blitzableiter. E. Gießen, 16. August. Der in diesem Sommer von dem Gabelsberger Stenograph en-verein zu Gießen abgehaltene Unterrichtscursus in der Gabels- berger schen Stenographie wurde gestern Abend mit gutem Erfolg beendigt. Wie eifrige Junger der Kunst Gabelsbergers die Theilnehmer geworden sind, beweist der Umstand, daß sie sammtlich dem Verein als ordentliche Milglieder beitreten. . , 10- August. Wie wir bereits erwähnten, trifft der Circus Hagende ck mittelst Extrazug bestimmt Donnerstag den 18. früh hier ein, wo sofort die Aus- cr'0[ö* und der ganze Train nach Oswald's Garten transportirt und die Aufstellung des Circus, sowie des Singhalesen-Zeltes binnen 51/» Stunden vollendet fein wird, so daß Abends die Eröffnungsvorstellung zur bestimmten Zeit stattstndm c?nn’ tj ourfte für viele unserer Leser von Interesse fein, zu hören, daß der Henn Hagenbeck von der Staatsbahn-Verwaltung überlassene Extrazug ganz für die Dauer / 2 Slonaten zu feiner Verfügung steht, wofür er die Pauschalsumme von 80,000 bezahlt. Zu berichten wäre noch, daß in unserem Localbericht in Nr. 183 | Die Zahl der Pferde auf nur 5 angegeben ist, während dessen es 50 sind. Verwischte-. ci r. Ma. i" z, 15. August. Unseren gestrigen Mittheilungen über die Gutenbergs-- feier haben wir noch einige Worte über die am Abend an dem Gutenbergsmonumente t; £?a\on nachzutragen, die sich ohne besonderes Zuthun zu einer großartiger» - Kundgebung für den Erfinder der Buchdruckerkunst gestaltete. Bei Eintritt der Dunkel- 1 ™Cr°,pore Buchdrucker und Verleger nebst ihren Gehülfen im J r !un®-m nc^ ^^"fl^orps nach dem auf das Festlichste geschmückten und reich be- ' leuchteten ^Nbnument, wo sich bereits Tausende von Menschen eingefunden hatten. Hier |t wurde zunächst ein Choral gespielt und hierauf von Reallehrer Dr. Keller die Festrede k gehalten, letztere^ behandelte eingehend die Bedeutung der Buchdruckerkunst und specielll Die Verdienste, die sich Gutenberg durch deren Erfindung erworben. Dieser miti U brausendem Bestall aufgenommenen Rede folgte ein Liedervortrag durch Mitglieder de» -■ Typographia, dem sich noch zwei Musikoorlräge anreihten. 9kach Beendigung den Ovation an dem Monument begaben sich 200-300 Festgenossen nach dem „Casinc: -um Gutenberg", wo man sich der geselligen Freude hingab. ' I5* August. Die staatliche Reblaus-Commission hat verflossen« Woche auch die hiesigen Weinberge untersucht. Das Resultat war, daß unsere Gemeind« von dem gefährlichen Feind vollständig verschont ist. aJ* 14. August. Jüngster Tage sind wieder verschiedentlich Mist- theilungen durch die Presse gegangen, die sich mit dem Ankauf der hessischen Ludwigs« D bahn durch den preußstchen Staat befaßten. Diese sammtlich einer Quelle ent- ; stammenden Mittheilungen sind insoweit richtig, daß die Verwaltung der hessischem Ludwigsbahn vor einigen Wochen in einem von Minister Maybach unterzeichnetem Schreiben erinnert wurde, daß mit dem 3. Januar 1888 die preußisches Gebiet be-- ; rührende Strecke der Mainz-Frankfurter Linie — von Frankfurt bis Kelsterbach 7- 1,» concessronsgemaß in staatlichen Besitz überzugehen habe und dementsprechend die fun tiefen Sau ftrpulirten Vorbedingungen nunmehr in's Auge zu fassen seien. Von . einflußreicher Seite aus dem Verwaltungsrathe der Ludwigsbahn wird uns mitgetheiltt daß das Schreiben des Herrn v. Maybach weder überrascht noch im Geringsten bin Situation geändert habe und zwar sei der Zuschrift bei preußischen Regierung M wenig eine besondere Bedeutung beigelegt worden, daß bis jetzt eine Antwort darau.' t noch nicht einmal erfolgt sei und erst zur nächsten Verwaltungsrathssitzung, deren u Termin noch gar nicht fixirt ist, die Sache auf die Tagesordnung kommen soll. Im V mitten des Verwaltungsraths faßt man nach Lage der Verhältnisse die Angelegenye« , im ©ntfernteiten dahin auf, als ob Preußen die Gelegenheit zu einer Pressiov jum Ankauf der Ludwigsbahn benutzen wolle, und nur ganz vereinzelt ist in Bahr» v freifen die Ansicht aufgetaucht, daß hinter der etmaß frühzeitigen Miltheilun k 2 Preußens vielleicht die Absicht verborgen sein könne, wieder Erwerdsoerhandlungev g anzubahnen. ,1 Passau, 9. August. Ein gräßliches Brandunglück hat sich der „Pass. Ztg.' 1 zufolge in vergangener Nacht im benachbarten Auerbach ereignet. Zweifelsohne oov p ruchloser Hand war in dem Stadel des Gastwirths Stadler Feuer gelegt worden, dm; $ sich rasch über diesen, den Stall sowie das Wohnhaus verbreitete und alle 3 Gebauo^ in Asche legte. In dem Stadel hatte eine größere Anzahl von Eisenbahnardeiter» 11 9lachtquartier genommen; da aber die Flammen, welche in den eben emgebeiniiiem >üit -r "M Ittttl iiiii 3 2 3 er» lEfll f£093 be- 9 W i >z CQ E a 5770 In dem Hause Westanlage 1 ist eme Hühnerhosanlage I-uflich abzugeben. «. »U<8, Agent. Mittwoch den 17. ü. Mg Nachmittags 2 Uhr, werden auf meiner Amtsstube gegen Baar- zahlung versteiaert: Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, Tische, 1 Stoßkarren, 2 Pferde, 3 Schafe, 2 Wagen voll Heu, 20 Rmtr. Brennholz u. a. n* i °. r ö li Jeikgeöotenes. Preißelbeeren Hnb eingetroffen bei Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Neaumur gemessen am 16. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr- Wasser 14 Grad, Luft im Schatten 12 Grad. ______ L. Ehr. Rübsamen. ZiehimgG. September f jßnßP der Oppenheim Dombau- Lott, ä 2 Mk., 11 Loose 20 Mk, halbe ä 1 Mk, 11 halbe 10 Mk., Hauptgewinne: 12000, 5000, 3000, 1500 Mk. 1500 Gewinne: 43000 Mk. empfiehlt so lange Vorrath reicht die General-Agentur A. 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Der Zug fuhr von Bloomington am Mittwoch Abend ab. Die Brücke, welche er hinabstürzte, war eine gewöhnliche hölzerne Sparrenbrücke, welche über einen 10 Fuß tiefen und 15 Fuß breiten Einschnitt errichtet war. Als sich der Zug der Brücke näherte, entdeckte der Locomotivführer, daß sie brannte, konnte den Zug aber nicht mehr zum Stehen bringen. Die erste Locomotive gelangte hinüber, aber darauf stürzte die Brücke ein. Die zweite Locomotive und mehrere Waggons wurden zertrümmert, die letzten aber buchstäblich in Atome zerschellt. Die Schlafwagen blieben auf dem Geleise, befanden sich aber auch in großer Gefahr, da der Zug gleichfalls in Brand gerteth. 50 Passagiere suchten die Flammen zu löschen. Da kein Wasser in der Nähe war, so nahmen sie Erde, die sie vielfach mit ihren Händen auf das brennende Holzwerk schütteten. Schließlich gelang es ihnen, auf die Weise des Feuers Herr zu werden. Als der Morgen anbrach, verbreitete sich die Nachricht von dem Unglück und Schaaren von Leuten begaben sich nach dem Schauplatze desselben. Eine Menge von Aerzten zogen die lobten hervor und verbanden die Verwundeten. Äis jetzt ist keine vollständige Liste der Tobten unb Verwundeten vorhanden. Nach den bisherigen Schätzungen büßten 155 Personen sofort ihr Leben ein, ungerechnet diejenigen, welche später ihren Verwundungen erlagen. Die Zahl der Verletzten beträgt mindestens das Doppelte.^ Das Dorf Ehatsworth und die Stadt Piper, welche sich in der Nähe der Unglücksstätte befinden, bilden, wie Augenzeugen versichern, jetzt ein einziges Todten- Wus. In den Bahnhöfen, Locomotiohäusern und öffentlichen Gebäuden liegen die Tobten und in den Prtvathäusern die Verwundeten. Die Unglücksstätte lag mitten in riner Prairieenwüste, fern von jeder Hilfe; daher starben viele in Folge mangelnder Wege unb aus Wassermangel. Ein Familienvater, bessen Frau unb Ktnb uinkamen, erschoß sich neben ihren Leichen. Man hält es für wahrscheinlich, daß bie Brücke durch "inen von einer htnüberfahrenben Locomotive hcrrührenben Funken in Brand gerieth. Zn tfolße ber anhaltenben Dürre war bas Holz wie Zunder. Der Eisenbahn- mspector, welcher mit dem verunglückten Zug» fuhr, glaubt allerdings an eine absicht- W Brandstiftung fettens jener Leute, welche angeblich Hilfe leisteten, später aber die Leichen beraubten. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A.: Vogt. Die Gegenstände können Donnerstag von 9—11 Uhr Vormittags sichtigt werden. Louis Rothenberger, 6104 Auktionator. Möbel Versteigerung. Donnerstag den 18. August, Nachmittags 2 Uhr werden im Leib'fchen Saale (Gühlholz) Wallthorstraste nachbenannte Gegenstände wegzugSbalber versteigert: 2 vollständige Betten (hochfeine französische Bettstellen und Roßhaarmatratzen), 3 lackirte Bettstellen mit Sprungfedern und Seegrasmatratzen, 12 polirte Stühle, 1 Seffel, mehrere Sophas und 1 Causeuse, 2 Kleiderschränke, 1 Küchenschrank und Küchenmobiliar, Bettzeug, Hausgeräthe, Bilder, Spiegel u. s. w. Sämmtliche Gegenstände sind ein halbes Jahr in Gebrauch gewesen. — Ferner werden im Auftrag versteigert: 1 säst neuer Verticow, 1 Consolchen mit GlaSaufsatz, 1 runder Tisch, Bettstellen, Ledersopha, antiquer Kleiderschrank, großer Herrenschreibtisch, Nippsachen, Stickereien u. s. w. 81 i 1 i( ib i 5l t: i«? W Sächs. Tuchschuhe u. Cordschuhe tn. holigene«. feste» Tucheoblcn für Frauen Dute. IV M. Bei gröee. Ab- A fragilste frei, nehme bui. Ucf. G. Engelhardt, Zeitz. CO «u Vti ■> h Falzziegel billig abzugeben. Wo? sagt die Gxped. d. Bl. Letzte Lotterie der Stadt Baden-Baden. I Unterröcke, Schürzen, Corfetten empfiehlt zu billigen Preisen 5909 J". Ch. Retter. H. Klotz °LL?___Gemüsehandlung. 5 Paar edle Tauben billig ab- ReberL____________Wolfstraße 4. Ia> fischen Salm, Lachs unb Aander, gerauch. Lachs, neuen Caviar, S!wmeI* Oel'Sardinen, frische Pfir- Juanas zu Bowlen, prachtv. ?nbMahm,äJf' e6?mcr' Holländer, wno Rahmkäse empfiehlt — C» iileinhenn. - Agarren u. Tabakes . .. — fLebensoersicherungs- und Ersparniß-Bank in Stuttaart 1 Die NeiiiL •nin.s- b-dlngunp-n dieser Bank sind [aut der SrfÄnntaaäuna im Sn erakntbeU m*? nur' au6er|t liberal, sondern zeichnen sich insbesondere noch dadurch aus datz diese liberalen Besttmmungen sofort mit der ersten Prämienzahlung und nicht erst'nach 3 ober 5 üer- in^Kralt trelln'' ” ' M ^-rikanischen und anderen GeseUschaftm der Fallest' , ®,ic B°nk giebi alle Ueberschüsse ungeschmälert an ihre Bersicherten -uriick und bat infolge de,fett bereits über 17-/- Millionen Mar, an dieselben >urück»raüt-t Rückzahlung"" 87/91 f°mmen roc,,erc co' Mk. 10 850 000 an die Versicheren zur r m Die Ueberschußantheile können in verschiedenen Formen ie narfi bem bezogen werden. Bet ber einen Form werden die Prämien vom Betrags fortgesetzt vermindert- bei der anderen form f gen bie S)ipibenben alljährlich ber Art, baß der Versicherte nach ca 33 Satiren nicht nur vollständig prämienfrei wird, sondern von da ab alljäh' lich steigende RückÄ- ™ 6bwartigen hat, welche bei Erreichung eines hshen Alters mehr als die geleisteten Einlagen betragen können, so daß die Versicherung eigentlich nichts kostet - endlich kann der Ueberschußantheil auch für eine bestimmte Zahl von Jahren aimesammelt u nq^ bem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund 0 95-1.00, Hühnereier 2 St. 11-0^, Enteneier St. 0-0 Käse vr. St 4-8,3 m pr-AßoiterA7 ßfnfen 30 Tauben per Paar 50 bis np,- pfr Stück 0.80—0.90, Hahnen pr. Stück 0-50—1.10, Enten Kl pcr Pfund 00—00 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis fit t' 54-56 Schweinefleifch 54—60 Hammelfleisch 50 bis ?o ^«^^lsch 40—4d Kartoffeln per 100 Kilo JL 800—9.00, Milch per Liter 12—18cA BnHebeln per Zentner JL 7.00-7.50, Kirschen per Pfund 15—20 4. s/ l5- August. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL C0?)0~10050hfffln^T ^'00-18,50, Roggen eff. hies. Jt 13,00-00.00, fremder ^00-.00/)0 Gerste effectw hiesige und Wetterauer JL 15,00-17,00, fremde .X 00,00— 00,00, Hafer eff. htes. JL 12.25—13,25, fremder -X 00,00—00.00. Möchentliche Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Gießen , 32. Woche. Vom 7. August bis 13. August 1887. Einwohnerzahl: 19 327 (fad. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsztffer: 13,7 o/M. n-a r. , , Kinder starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom cm l A r o 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Magen- und Darmcatarrh 3, v Lungenfchwindsucht 2, Krebs 1, Lungenentzünd. 1, unbekannter Krankheit 1, 8 2d: tzrntevorrathen reiche Nahrung fanden, mit ganz unglaublicher Schnelligkeit um sich griffen, so konnten die unglücklichen Leute nicht mehr heraus, unb unter herzzerreißendem - Geschrei, das von den Umstehenden mit Entsetzen gehört wurde, fanden sie ihren Tod in dem Flammenmeer, da Niemand im Stande war, ihnen Hilfe zu bringen. Bis jetzt werden-10 Personen vermißt; ob dieselben alle umgekommen sind, ist noch nicht ermittelt, da es unmöglich ist, aus dem glühenden Trümmerhaufen etwas herauszu- ’r bringen. Auch der matenelle Schaden ist ein sehr bedeutender, da die ganze Ernte vernichtet ist. Von einem Nachbarhause aus wurde beobachtet, wie ein Mann sich außen am Stadel mit Feuer zu schaffen machte; er wurde zwar sofort verfolgt, doch gelang es ihm leider, zu entkommen. Die Löscharbeiten wurden dadurch sehr erschwert, baß an zwei Spritzen, welche das Wasser aus der Donau herbeischaffen sollten, von einem Scheusal die Schläuche abgeschnitten wurden. Das Vieh konnte, da die Stallungen gewölbt sind, gerettet werden; dagegen ist bie Mobiliarschaft im Wohnhause säst jimmtlid) verbrannt. Neue holl Dollbäriuge, ”™ Ruff Sardinen, ™ Sardellen re. re. empfiehlt 6126 Cltr. Ludw. Thomas, 10 Neuen Baue 10. 5000 Gewinne i. W. von 1.250,000 Hauptgewinne i W. v- Wk. 50,000,25,000,10,000 u. s. tu. Loose hierzu ä Mk. 2.10, 10 Stück Mk. 20, versendet das General-Debit von Moritz Helmerdinier in Wiesbaden und Baden-Baden. Für Porto unb Gewinnliste sind 25 Pfg. beizufügen Auch sind die Loose zu haben in Gießen bei Julius Wallach unb N. Weiler. 6123 . Cigarretten, . a Twist-Tabak fjoroie111 etnen Rachen ä 20 = Echten Braflt-Tabak, — ,Xkf°9- Schmälzler, Mehlt geneigter Abnahme 6125 Chr. Ludw. Thomas, Bäue 10. l5', bB 20' A»«»l> Ml m ihekene eichene Bohlen toiuJn Cm3Rarf,t Preiäroürbig ,u ver- ^ufen^Zu erfragen bei Völker. Sommer-Anzüge ^i?»ab-n verkaufe, um N°b.?k preis'"' “”tcr te°U1S>Bothe”berger, Neuenweg 22. I Oie Lebensversicherungs- und Ersparniss-Bank in Stuttgart übernimmt Versicherungen auf den Todesfall von Mk. 1000 bis 100,000 in lebenslänglicher oder abgekürzter ftorm. Die Policen der Bank sind (Betrugsfall, Verurteilung zu Zuchthaus oder Tod wegen gemeiner Verbrechen ausgenommen) von der ersten Prämienzahlung av — unanfechtbar. Tod durch Unglücksfälle incl. Duell werden als reguläre Sterbfälle behandelt, ebenso wird in Selbstmordsfällen die Versicherungssumme anstandslos bezahlt, wenn die That infolge geistiger Störung oder schwerer Krankheit veranlaßt wurde, zum mindesten aber werden beim Selbstmord die geleisteten Einzahlungen voll zurückgegeben. Beruf-änderung und Lebensweise bleibt auf die Versicherung ohne Einfluß. ftür Kriegsdienstpflichtige wird die Kriegsoefahr gegen mäßige Extra-Prämie übernommen. Der Aufenthalt ist in ganz Europa, am M/tellaudischen Meere und in Nordamerika gestattet Alle Ueberfchüffe stießen voll an die Versicherten zurück und werden dadurch die Prämien aufS möglich niedrigste Mast vermindert. In den Jahren 1887/91 kommen alS Ueberfchüffe Mk. 10,850,000 an die Versicherten zur Rückvergütung. BerstcherungSstand 267 Millionen. Bankfonds ca. 64 Millionen Mark. Anträge nehmen entgegen die Vertreter r in Gießen: K Flick, Rentier, und G. Fischbach. 6114 „ Wetzlar: Carl Martell. i druck'u La, i pumpe gesucht, mit oder ohne Mr ”? I Von wem? sagt die Exped. d A. Akademisches Hospital. 1 HauSburfche u. 1 Dienstmäd»^! für die Küche auf sofort gesucht^ AA 6129 Ein junger gewandter Keü«^ gesucht. Zu erfragen in der b 6121 Ein „ordentliches" LaufmH^ für einige Vormittagsstunden gesucht ------—--64. Wohnung gesucht!^ Von einer kinderlosen Familie -> Wohnung von 4 Zimmern nebst (mögl. in den mittl. Stadttbeile» Parterre oder eine Treppe hoch rotem Eingang, im September ober m fang Octoder zu beuchen, zu mietken sucht. Offerten mit W«an??e’ Nr. 6116 an die Exp. d. Bll^^r ! 6122 Eine gebrauchte Druchu^sll^ > Der Vorstand. 6055 | Herrenhemden nach Maaß. | 1 2 i)1 fällt auS ®CT heutigen Nummer liegt für unsere Abonnente« J d-r Po0auflage eine Karte, bete Cireu» Hagenbcck uni 1 Singhalesen-Caravane, bei. 6118 r la ä a tu CD A i ö v> -1 CD P 5441 Für Gymnasial- und Realschüler - empfiehlt sich ein Student zur Ertheilung - von Nachhülfe - Unterricht in allen Fächern, auch während der Herbstferien. Wer? -u erfragen in der Exped. d. Bl. 5 CD k» o a © •'S © M 3 Normalwäsche. | 5164 Reform Hemden, als Ersatz für Jäger'sche Normalhemden und bedeutend billiger als dieselben, sowie sämmtliche Uormalunterseuge empfiehlt billigst 6066 Kattrein, Ecke der Schul- und Sonnenstraße. Ziehung 6. September: Oppenheimer Dombauloose 5925 k 2.-, Ziehung 31. August Darmst. Silber' (Hassia) Loose Loose k 1.— zu haben bei L. ft. Ohnacker, Darmstadt und Julius Wallach, Gießen. !i MT Äur 8 Tage! TBME Donnerstag den 18. und ftreita^ Mti 19. August neben dem Circus rn dem eigens dazu eingerichteten Zelte auf dem Oswalds Garten r Carl Hagenbeck’s Singhalesen-Äusstellung! . 81. ^wonen (Eingeborene der Insel Ceylon!. barunter Teufelstänzer, Udakhtänzer, Stabtänzer, Zauberer, KornakS mit ihnn Arbeits-Clephanten, ^ebureiter, Singhalcsen. rwergpaar ^^d Z^ahre alt und 92 und 98 cm hoch, sowie * r v>, indische dressirte Elephanten. b/r Ankunft drei Vorstellungen, um 4, 5 und 7 Ubr An dem folgenden Tage vier Vorstellungen, Vormittags 11 Ufir . Nachmittags 4, 5 und 7 Uhr. 0 ' Entree für die SinghalesewAuSstellung 50 Pf., Kinder die Sältte Hochachtungsvoll blld Carl Ilagenbeck, Director. • ^ci)action: — Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Ehr. Pietsch) in Gießen. W 6124 Der Vorstand tu, Kriegerverein Gießen Zur Erinnerung an die Schlacht von Gravelotte findet Donnerstag den 18. August 1887, Abends von >/29 auf dem Felsenkeller ’61JJ Kameradschaftliches Zusammensein m. Die auf Mittwoch q den 17. August ftstt geletzte Uebun« ; Burger-Club. Mittwoch den 17. August, Abends 7 Uhr: Concert im riillosoplienwald Mermietßungen. 6117 Eine Familienwohnung, 2 3. u. Küche, zu vermiethen. Kaplaneigasse 9. 612/ Ein kleines Logis zu oermiethen und sofort zu beziehen bet Th. Bogt. 6111 Ein möbl. Zimmer per 1. October zu oermiethen. Wiener Hos,^Vorderhaus. 6120 Ein rl Familienlogis zu oer- miethem Schützenstratze 19. 6017 Die Parterre-Wohnung in meinem Hause, Marburgerstraße 10, ist per 1. October anderweit zu oermiethen. M. Hornberger. 5410 Eine Wobnung, 5 Zimmer nebft Zubehör und Wasserleitung, per October zu oermiethen. Bahnhofstraße 61. ^4343] Die seitherige Wohnung des Herrn Sack, Grünbergerstraße 4 11, vier Zimmer mit Zubehör, ist per 1. October zu vermieth-m^^äher^Auskunft daselbst. 0064 Eine freund!. Wohnung, 3 Z., abgeschl. Korr. u. allem Zubeb , an ruh Leute zum 1. Nov. zu Derrn.; desgl. ein mobl. Zimmer zum 1. Noo. oder früher. -----------Bleichstraße 7. ,6053] Logis, 3 Zimmer u. Zubeh., Der« miethet TH. Schmidt, Ederstraße6 6025 In meinein neu erbauten Hause in der Ludwigsstraße ist der mittl. Stock zu vermiethen. Zu erfragen Bleichstr. 7. L. Keller. 5621 Zwei Wohnungen, k 4 Zimmer u- Zubeh., zu verm. Wilhelmstr 3 II. Vermischte Anzeigen. 6119 20 tüchtige Arbeiter für Circus Hagenbeck werden ausgenommen bei Dienstmann Seng, Neuenweg 2. Zu melden bis längstens Mittwoch Abend. 6109] Ein junger gewandter Haus» bursche in ein hiesiges Hotel gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. __ 5970 Ein Schüler oder Schülerin finde« gute Pension. Wo? sagt die Exp. d 5998 Während der Ferien wird WH einem hiesigen Lehrer Nachhülfe in de" Elementarfachern ertheilt. Löwengasft^ 5969 Ein junges Mädchen, welches jj1 Winter die Alicenschule besuchen lvill, findet gute Pension. Wo r sagt die Exped. d. Bl. 5967 Ein tüchtiges Mädchen aus losort gesucht. Näheres in der Exp. b-JL >einen iun8S.n Mann wird ß">rste0e bei einem Mechaniker oder Kaufmann ßcfudit; Kost und Logis dabei gewünscht, et), gegen Vergütung. Näheres Kaplansgasse 19, PQrt pnie! Der Cirrus ist gegen alle Witlerungseinflüste gefchühl! I durch electrisches Licht erleuchtet und fasst ca. 3200 Personen IMS" Unwiderruflich nur 2 Tage Tgsg; Donnerstag den 18. und Ureitag den 19. August r Circus Hagenbcck auf dem Oswald'S Garten in Gießen. Donnerstag den 18. August, Abends präcis 8 Uhrr mMB Eröffnungs - Vorstellung. Freitag den 19. August: i Zwei AbuchietlN - Vorstellungen / I Anfang der ersten Vorstellung Nachmittags 4 Uhr, der zweiten Abends 8 Uhr. । \5ÄT In Jeder Voretellung: Auftreten fämmtl. Specialitäten, sowie des gesammten Künstler- I Personals, Reiten und Borführen bester Schul- u. ftreiheitSpferde, I u- Auftreten der südamerikanifchen Reiterin JVllle. Koala I dela Plata in ihren großartigen Leistungen als Jokey-Reiterin. | 3W Zum ernten Male in Deutsehland! I Plrouetts u. Salto mortale* auf ungesatteltrm Pferde I in Galopp und Trabtour von dem berühmten Amerikaner Mr. Frank I Melville. Pirouetten zu Pferde von der berühmten südamerikanifchen I Reiterin Mlle. DoMnda de la Plata, zum ersten Male in Deutsch- I land Hippologifches Tableau von 5 Trakehner Sengsten, in Frei- I hett dressirt und vorgeführt von Mr. West. Miss Ella in ihren groß- I artigen Leistungen auf dem Telephondraht. Hohe Schule (Parodie), geritten I von Tom Helling (genannt August) auf denc Pferde Kamerun. I Komisches Entree von Mr. Tom Felix. Die Stuhlpyramide, dar- I gestellt von dem berühmten Serogge-Trlo. Die hohe Schule, geriiien I auf dem Trakehner Rapphengste Plaek Eagle von Fräulein tileke. I Das steheude Reck, ausgeführt von Scrogg* Glceardo und Toni. I Grand steeple-ehase, geritten auf dem Springpferd »Lydia" von! Mr. Carston. Komische EntreeS von Gebe Seroggs, Gobert, I Leonhard, Tom Helling (gen. August), Tom Felix» Douany, I Chadwick, Tony. Bobb u. A. W In jeder Vorstellung: "WS Vorführung der 7 indischen Wunder-Elephanten! (Ron plus ultra!) durch den Ar. rikaner Mr. Eph. Thompson. I 1 mr den Circus: Nummertrter Sperrsitz 3 JL I 11 ^latz 2 ^L, 2 Platz 1 Jt, 3. Platz (erhöhter Stehplatz) 50 Kinder I unter 10 Jahren tn Begleitung Erwachsener, sowie Militär vom Feldwebel I abwärts zahlen m den dtachmittags-Vorstellungen auf allen Plätzen die Hälfte I tn den Abend-Vorstellungen den vollen Kassenpreis Vorverkauf von I Sperrsitz und f. Platz für jede Vorstellung von I «hm onUi.Afi » Die Kaff! I ifi von Mittags 3 Uhr ab ununterbrochen geöffnet! g Circus-Eröffnung: Utachmittags 3' z Uhr und Abends 7 Uhr I 6023 Dre erste Etage Nordanlaae 29 bestehend aus fünf Zimmern, Küche und Zubebor, neu hergerichtet, mit großem Gartenantheil, ist zu vermiethen und als bald zu beziehen. W. Leuling 5980 Der mittlere Stock meinesHL' Seltersweg 83, ist zu oermiethen und zum 10 November eo. auch früher zu beziehen. _______________________ Lender, ’OBo Ein kleines Logis für ei« einzelnes ftrauenzimmer oder kleine Familie hat zu vermiethen Chr. WallenfelS^Marktvlntz 17. 5458 Die Wohnung im 3. Stock meines Hauses, n Zunmer mit Zubehör, neben ^tnn s Garten, ift wegzugshalber zum 1. November oder früher zu vermiethen- __Ernst Moeser. 5331 Ein schönes möblirtes Zimmer zu vermiethen. Wittwe Appel, Liebia» straße l Riegelpfad) 41. 5808 Zwei ineinander gehende schön moburte Zimmer zu vermiethen. 2l. Wilker, Ludwigstraße 27. 5836 Ein auch zwei freunbl. moblirtt Zlmmer zu vermiethen. Schulstraßei. 5880] Schön möbl. Zimmer zu ver- miethen. Bahnhofstraße 50. 5916 Ein unmöbl. Zimmer an einzelne Dame zu vermiethen. __Schottstraße 7 (Garfield). 5924 Ein möbl. Zimmer zum 1. tember zu vermiethen. Lindengasfe 1- 6024 Ein schöner Pferdrftall für zwei Pferde, und Burfchenzimmer, zu ver- miethcn. Nordanlage 29. 5944 ftür efsictere! (5tn Pferdeftall für 5 Pferde, nebft Burschenstube, zum 1. October zu vermiethen. Näheres Licherstraße 5.