Zweites Blatt. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Kureanr Schulstraße 7. t .y i i L R Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. H err Katkow, der bekanntePanslavistenführer, über deffen Erkrankung jüngst verschiedene Mittheilungen durch die Presse gingen, soll nicht von einem Schlagflusse betroffen worden sein, sondern an Geisteszerrüttung leiden. Er beftndet sich auf seinem Landgute Snamenskoje bei Moskau in sorgsältigster Behandlung. Die langen Debatten der englischen Parlaments über die irische Strafrechtsbill sind zwar mit Annahme der letzteren zum Abschluß gelangt, aber die Hauptschwierigkeit bleibt noch bestehen, die Bill nämlich nun auch praktisch durchzuführen. Das wird freilich ein hartes Stück Arbeit werden, denn die Parnelliten sollen ein wohldurchdachter System zur Vereitelung der Anwendung der Strafrechtsbill vorbereiten, was wahrscheinlich zur Folg- Haben wird, daß der Kampf zwischen der Staatsgewalt uud der parnellitischen Rationalparter in dem unglücklichen Irland mit all' seinen entsetzlichen Auswüchsen wieder voll entbrennen wird. Von der französischen Deputirtenkammer sind die Ferron- schen Militärvorlagen, welche sich auf die Bildung von vier neuen Cavallerie- Regimentern und achtzehn fogenannten RegionabJnfanterie-Regimentern beziehen, nach einem sehr abgekürzten Berathungsverfahren am Mittwoch angenommen worden. Es bleibt von Vorlagen nur noch der Entwurf über die directen Steuern zur Diskussion übrig und wird nach deffen Erledigung der Schluß der Session erfolgen. In der Weiterentwickelung der bulgarischen Frage ist nach der Wahl des Prinzen Ferdinand von Coburg zum Fürsten von Bulgarien wiederum ein vorläufiger Stillstand eingetreten. Zunächst ist noch gar nicht bekannt, ob die Deputation des Bulgarenvolkes, welche dem Prinzen Ferdinand die osficielle Nachricht von seiner Wahl nach Schloß Ebenthal überbrachte, von dem neuesten Erkürten der Bulgaren eine bestimmte Zusage erhalten hat; bis dahin werden auf all' die über angebliche Erklärungen des „Coburgers umlaufenden Gerüchte mit großer Vorsicht auszunehmen sein. Dann aber liegt auch eine osficiöse Petersburger Kundgebung vor,, welche em abermalrges Versuchsstadium der bulgarischen Angelegenheit in Aussicht stellt. Das „Journ. de St Petersb" bezeichnet tue Wahl des „Coburgers" als unfruchtbaren Act der im Sterben begriffenen Regentfchast. Wenn derselbe die Lösung der bulgarischen Schwierigkeiten nicht herbeiführe, fei doch zu hoffen, daß er auch nicht weit-ve Complicationen unter den Mächten veranlaffe. Rußland werde aus seiner alten Verhaltungslinie bleiben. - Da werden sich also die Bul- garen auch weiter noch allein helfen müssen. Wochen«Ueberflcht. i Gießen, 16. Juli. gewohnter Weise hat Kaiser Wilhelm auch diesmal auf der Wei- non §ms nach Gastein, nachdem er noch seiner erlauchten Gemahlin in £? Sommer-Residenz Koblenz einen Besuch abgestattet, auf Mainau Eon «-macht. Im besten Wohlsein und anscheinend durch die lange Eisen- ^.Nachtfahrt von Koblenz nach Constanz nicht im Geringsten angegriffen, L-t der Hohe Reisende am Donnerstag Vormittag auf Mainau, lenem rdyllr- Deckchen Erde im Bodensee, ein, um hier im trauten Kreise der Großh. oLiL Familie wahrscheinlich bis zum Montag zu weilen. An letzterem e aesadite der Kaiser die Weiterreise Über Lindau sorlzusetzen und sollte in »em genannten bayerischen Bodensee-Städtchen die Begegnung mit dem Prinz- »menten Luitpold erfolgen. 6 M England wird die am Mittwoch erfolgte Ueberstedelung de» neulichen Kronprinzen nach der Insel Whigt gemelvet, woselbst die krön- Minzlichen Herrschaften auf Schloß Rorrir, dem Herzog von Bedford gehörig, m dem Flecken Ost. Tower Wohnung genommen haben. Die u-berfahrt von Loitsmoulh nach Whigt, welche auf der königlichen Dacht „Victoria and Albert «r sich ging, war von einem kleinen Unfall begleitet, indem die „Victoria and Ulbert" in Folge einer mißverstandenen Signals mit dem Transport-Dampfer Soules" zufammenstieß; trotz der hierbei erlittenen Befchüdigungen vermochte :!ie Yacht jedoch die Reife fortzufetzen. „ ... Die „stille Jahreszeit" ist nunmehr im vollen Umfange in die nnere Politik eingezogen und nur selten noch entquillt dem politischen Neuigkeit s quell auf diesem Gebiete eine einigermaßen bemeikenSwerthe Nachricht. Wr diesmal ist als solche nur die signalistrte Abgabe des preußischen Handels- Miuisteriums seitens des Fürsten Bismarck zu verzeichnen, die an und für ssch allerdings als ein gerade nicht unerwartetes Ereigniß kommt. Denn Fürst Sirmarck ist in den letztcn Jabren durch bte umfassenden Geschäfte als Reichs- lkanzler und preußischer Miniftirprästdent dermaßen in Anspruch genommen norben, daß er sich der Leitung des Handels-Ministeriums immer weniger widmen konnte; thatlächlich sührte auch Herr v. Bötticher, der Staatssecretär iim Reichsamte des Innern, schon seit längerer Zeit die meisten Geschäfte des rpreußischen Handels-Mimsteriurns. Dieser Umstand mag wohl mit zu dem Gerüchte Veranlassung gegeben haben, Herr v. Bötticher werde dlfinitiv das Handels« Ministenum übernehmen, was aber schwerlich der Fall sein dürfte, denn er hat mit seinem Posten als Vorsitzender des Bundesrathes und namentlich als «Chef des schwierigen Reichsamtes des Innern ohnehin schon genug Arbeitslast. !Das Wahrscheinlichste ist, daß eine frische Kraft zur selbstständigen Führung des .Handels«Ministeriums berufen weiden wird, nur dürfte die Personenfrage noch nicht sogleich Erledigung finden; denn gerade jetzt fleht mit dem abzuschließenden deutsch - österreichischen Handelsverträge ein Gegenstand von hoher handelspolitischer Bedeulurg auf der Tagesordnung. Der Vertrag wüd aber von entscheidender Wichtigkeit für die Gestaltung unserer handelspolitischen Beziehungen zu verschiedenen anderen Ländern sein und hieraus erhellt, wie bedeutungsvoll die Wahl einer geeigneten Persönlichkeit für das Ressort des preußischen Handels« MinlstenumS unter den angedeuteten Umständen ist. Aus militärischen Kreisen verdient die Commando-Riederlegung des Prinzen Heinrich von Hessen, Commandeurs der hessischen Division, erwähnt zu werden. Zum Nachfolger des Prinzen, welcher die Führung der hessischen Division seit 1879 hatte, ist bekanntlich General-Major v. Wißm ann, Commandeur der 1. Garde-Jnfankerie-Brigade, ernannt worden. Der an Stelle Rhangabe'S zum Gesandten Griechenlands am Berliner Hofe ernannte frühere Deputirte Vlacho's ist in Berlin zur Uebernahme feines Postens ein getroffen. Im Gegensätze zu den innerpolitisch en Angelegenheiten will sich der Hochsommer mit seiner herkömmlichen Ereignißlosigkeit noch immer nicht in der hohen Politik zeigen. Ja, gerade jetzt beginnt sich der euro- päische Horizont wieder zu bedecken, und zwar sowohl hinsichtlich der orientalischen Krisis, welche durch die Vorgänge in Sofia aufs Neue „aufgefrischt" worden ist, als auch bezüglich des deutsch«französischen Verhältnisses. Das letztere nimmt sich sogar ernster aus, als die Dinge auf der Balkan-Halbinsel uni) die Sprache, welche die Berliner Osficiösen gegen Frankreich führen, giebt sehr, sehr viel zu denken. Eist dieser Tage wieder beschäftigte sich ein hoch- Wciöser Artikel der „Berl. Polit. Nachr." mit der jenseits der Vogesen zum förmlichen System herausgebildeten Deutschenhetze und ließ durchblicken, daß diese fortgesetzten Herausforderungen Deutschlands seitens seines westlichen Nachbarn Mu führen würden, daß man in Berlin schließlich alle und jede Rücksicht bei $"te setzen werde. Der erwähnte Artikel der „Berl. Polit. Nachr/ berührt auch die deutsch-russischen Beziehungen und bemerkt, daß die Polemik über die Werthanlagen beweise, wie man deutscherseits sest entschlossen sei, den von Rußland ongebotenen Kamps auf handelspolüischem Gebiete aufzunehmen und aus der bisherigen Defensive zum Angriff überzugehen. Diese Sprache eröffnet eben* >aus merkwürdige Perspectiven, zumal man rusfischerseits mit den Chikanen Ren da» Deutschthum sortfährt. Unter diesen Verhältnissen erregt der von tor deutschen Regierung gegen die „Nowoje Wremja" wegen Beleidigung de» Militärbevollmächtigten v. Villaume eingeleitete Preßproceß ungewöhnliches Interesse und sein Verlaus wird vielleicht die auch im Czarenreiche gegen Deutsch- wnb herrschende Stimmung in charakteristischer Weise widerspiegeln. Heidelbeerweine. Die Noth die alte Lehrmeisterin des Menschengeschlechts, hat wieder einmal einen Fortschritt der Technik hervorgetrieben, der nicht blos eine reiche Quelle des Genußes bietet, sondern auch den ärmsten Bevolkerungsschichten lohnenden Erwerb verschaffen und dem Branntweingenusse allmälig das Feld streitig machen kann. Schon sehr lange hat man bekanntlich aus Aepfeln, anderem Obst und den verschiedensten Beeren ein mehr oder ^1^^erJ^^madbaftc§ n)etncirttgc§ ©etranf feitet. Einige dieser Flüssigkeiten, vor Allem der Aepselwem (Eider), haben sich auch wohl in den Großhandel eingeführt, sind jedoch nirgends in den eigentlichen Massen verbrauch vorgedrungen. Dazu im höchsten Maße befähigt ist allem Anscheine nach,d^ Heidelbeere (auch Schwarz-, Taub-, Blaubeere, Besinge genannt; Vaccimum MyrbUus). © e stellt sich in diesem Betracht als die vornehmste aller Beeren dar, eben weil sie die mindest vornehme ist, in den unfruchtbarsten, ärmsten Gel irgs- und Waldgegenden in gewaltigen Massen wächst, keiner Cultur von Menschenhänden bedarf und von Kindern, Gebrechlichen und zu anderer Arbeit Unfähigen gesammelt werden kann. Wohl Hunderttausende von Flaschen „Bordeaux" sind in Deutschland getrunken worden, we cher wesentlich oder ganz aus Heidelbeeren, z. Th. aus Deutschland bezogenen, bereitet wurde. Belag: Die amtliche Statistik weist nach, daß die Production von Traubenwe n Frankreichs seit II Jahren durch die Verwüstungen der Reblaus von rund 83 aus 20 Millionen Hectoliter gesunken ist, dennoch ist sowohl der ^ländische D^ehr w e Ä C SÄ MÄKVKÄ& Dr. B. Lepsius, ist es jedoch nunmehr gelungen, aus der so Getränk herzustellen, welches dem Bordeaux sehr ähnlich fchmeckt, ersrischenb und belebend wirkt und überdies, gehörig ausgegohren und abgelagert, der Gesundheit zuträglich ist, auch als Mittel gegen Dyssenterte, Magen- und Darmcatarrb, Brechdurchfall dient. So hat denn der Heidelbeerwein bereits begonnen, in staatlichen und städtischen Krankenhäusern Verwendung zu finden, wird auch als Genußmittel, B. in der Kaiserlichen Marine, in Militär-Restaurants und anderen Anstalten benU%er größt-, -°n ben obengenannten Autoritäten empfohlene, mehreren Aus- stellunaen vreisgekrönte Producent ist zur Zeit I. Fromm in Frankfurt a. M. größe/die Ausbreitung und der Consum dieser Weine wird und k mehr diese reinen deutschen Beerweine überall sich Eingang verschaffen, um so billiger werden dieselben bQnn bSftwüÄmeTt»ä"e Ä, daß überhaupt die Pr°duett°nvon Obst- und Beerenweinen immer mehr bei uns in Aufnahme käme, damit den elender, „Kuns - weinen" und den schweren, schädlichen Gettanken das Feld' Der Erfolg hängt natürlich ab oon richtiger Sortenwahl, sowie von gefchtmer iea> und kaufmännischer Behandlung. _ — Vermischte». „ q„ ,ufoIoe - sHohes Arzt - £>onotar.] Dr Morell Mackenzie hat^^^ Guineen dem Kronprinzen für die beiden ®efuc6e, die er in, »et Rücksicht auf (52,500 JL) in Rechnung gestellt- Rach englischen B-gristen M d rotnt8. des Patienten hohe Stellung nicht gerade zu viel, aber freu,« auu, jljf 163 ^werres SvNNtag den 17. Juli 1387, Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Als vor einem Jahre der Director des städtischen Krankenhauses in Berlin, Dr. Hahn, herüberbestellt wurde, um dem Rechtsanwalt Montagne Williams den kranken Kehlkopf auszuschnetden, bezeichneten hiesige Blätter als oas für die übrigens wunderbar glücklich vollzogene Operation geforderte Honorar die Summe von 1000 L. (20,000 X); indessen soll er in Wirklichkeit nur 250 L. (5000 JL) erhalten haben, obschon er von seinem Assistenten begleitet war. Für die fernere Kur wird wohl Dr. Morell Mackenzie dieselbe Summe noch einmal verlangen; Bescheidenheit in Honorarfragen gehört eben nicht zu seinen Schwächen. - Ein eigenartiges Jubiläumsgeschenk hat die Königin Victoria von einem Herrn Lewis erhalten. Der loyale Unterthan sendete ihr ^eine Photographie, auf deren Rückseite sich die Widmungszeile befindet, daß das Original des Bildes der schwerste und dickste Bürger ist, der sich im Königreich Großbritannien befindet. Der Spender ist 40 Jahre alt und wiegt die Kleinigkeit von 280 Kilo oder 560 Pfund. Das ist wohl der beste Beweis, daß es sich unter der Königin Scepler gut leben läßt. — Es liegt oft tiefer Sinn im kind'schen Spiel! — Wer denkt daran, wenn er jetzt im Freien und Grünen die Kleinen umhertummeln sieht, wie wichtig und wie alt das Spiel der Kinder ist? Vieles hat gewechselt im Laufe der Zeiten und Begebenheiten, doch nicht das Kinderspiel von Einst und Jetzt, das keiner Mode jemals unterworfen war. Wie und was das Kind im Alterthum schon gespielt, — es hat sich bis zum heutigen Tag erhalten, wie ein heiliges Erbe fortgepflanzt von Generation zu Generation, ob alles Andere sich auch änderte. Das Kinderlied, der Kindheit Spiele, ihr Haupt- und Lieblings-Spielgeräth ist ja fast so alt schon als die Menschheit selber und wie ein Zauber spann und spinnt sich's weiter, als bildeten die Menschen in dieser einen Hinsicht Alle eine einzige große Nation. Manch' ernster Mund verzieht sich wohl zu einem unbewußten Lächeln, manch' halbvergessenes Bild taucht plötzlich sarbensrisch aufs Neu' empor, das des Lebens Schattenspiel schon längst verwischte, und der ewige Sonnenschimmer von Kindessinn und Kindesspiel verjüngt dann selbst das Greisenantlitz wieder — beim Anblick froher Kinderspiele. — Das ist der gleiche Boden ja für Alle, Alt und Jung, Vornehm und Gering, Reich und Arm, denn Tradition und Erinnerung wehen mit unvergänglich-warmem Hauch durch diese frohen Jugendspiele und machen welke Herzen wiederum erglühen im Rosenschein der Kinderfreude. Haben doch sogar die größten Männer aller Zeiten es nicht verschmäht, am Kinderspiel mir Vorliebe sich zu betheiligen und kein Band, das den Menschen an den Menschen aller Zonen, aller Jahrhunderte sympathisch fesselt, ist wohl so stark, als das tief-innige, frohsinnige unserer gemeinsamen, uralten, geheiligten, unvergeßlichen Kinderspiele! — Zum letzten Male veranstaltet in diesem Jahre die Großh. Kreisstadt Baden- Baden eine Lotterie zum Besten der weltberühmten Iffezheimer Rennen. Von dem früheren System der Elassen-Etntheilung ist man abgegangen und werden jetzt sämmt- liche 5000 Gewinne im Gesammtwerth von JL 250000 in einer Ziehung gezogen. Die Preise sind vorzüglichster Qualität und mit ganz besonderer Sorgfalt hergestellt, insbesondere zeichnet sich der Hauptpreis durch seine ebenso einfache wie großartige Herstellung aus. Derselbe besteht aus einer Riviere, Brosche, Armband und Ohrringe in Brillanten im Gesammtwerth von JL 50 000. Auch der 3. Hauptpreis besteht aus einem Brillantschmuck, während für den 2. Preis eine Silberausstattung im Werthe von JL 25 000 gewählt wurde. Aber auch für sämmtliche übrigen Preise ist nur das Beste gewählt und die reichen Silber- und Goldsachen, Uhren rc. rc. werden bei den glücklichen Gewinnern ungeteilten Beifall finden. Der diesjährige billige Preis der Loose 2.10 per Stück, 10 Stück JL 20, wird nicht verfehlen, seine Anziehungskraft auszuüben. Da die Loose in dm meisten deutschen Staaten zugelassen sind, kann man dieselben bei sämmtlichen Collecteuren und Loose-Geschäften erhalten. Wo solche nicht vorhanden, ist der General-Unternehmer der Lotterie, Herr Moritz Hetmerdinger in Wiesbaden bereit, solche auf Verlangen zu übersenden. — Beim Buttern in der jetzigen heißen Jahreszeit kann gehalten werden, daß die Temperatur eine richtige ist. Dieselben ! ,0enuß batar über 15 (Sr. R. hinausg-h-n. Ader selbst wenn beim Blginn des «u! n° tige Temperatur vorhanden war, ist dieselbe nach eini^r Reit°ni*t bi< ttu eine Erwärmung ein. Diese Erwärmung, die in der^etziaen $tl0' c3 tm deutend ist, führt leicht eine Ueberbutterung herbei, welche Mcht allein ^mlich 'ehr erschwert, sondern auch di- Butter ,-hr weich ^ach, und ihr - n sehen gibt. Um dies zu verhindern, setzt man in manchen Gegenden Ais sobald sich sichtbare Butterkügelchen bilden und buttert dann lanasampn Wasser w theilhafter ist es hingegen, kalte abgerahmte Milch htnzuzufitzen sobald ÄV Butterkugelchm zeigen, und wir können unseren Lesern nur ratben bkabie anzuwendm. Sie vermeiden dadurch nicht allein das Ueberbu'ttern n Tage. des Bremen na- Llmerika Bremen von nach i e ii Australien Südamerika verkaufen, als seither. 748 Neuenweg 33. 5299 Dienstag bei Scharmann 5185 Redacüon: A. Scheyda. Druck und Verlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. S3 SF Mit den neuen Schnelldampfern Norddeutschen «-Lloyd kann man die Reise von Näheres bei dem General-Agenten M« Abraham. machen. Ferner fahren Dampfer des Morddeutschen ^Lloyd Mainz, oder dessen Agenten r 3660 Einen Lehrling sucht Fr. Weinhardt, Schreinermeister in 9 Tagen Conr. Jos. Keller, Wetzsteingaffe ZIS im Hause des Herrn Dr. Meder Durch Uebernahme eines großen Postens Atlasbänder Fahnenweihe wozu ergebenst einlabet letzte Lotterie der Stadt Baden-Baden. Ziehung am 27. December und folgende Tage. Hauptgewinne i. W. v. Mk. 50,000, 20,000, 10,000 u. s. w. Gesammtwertki der Gewinne Mk. 25 0,000. 6L $Kr^u a 2.10, 10 Stück zu enkel Kasp. Bötz II. Jost Becker V. Kasp. Vogel V. Schäfer III. lbe Gustav Kammer Joh. Georg Hahn 9 Hartmann III. Hofmann VII. 'Hch. Bommersheim Wittwe IJoh. Hch. Stark ibe 'lbe Pachter Kammer Johs. Müller V. mpf II. elbe Backhaus Johs. Klingelhöfer Christian Braun Zames. Logclsb. 1 2 Berner 1 Bastard Vogelsb. 3 Berner 21/ Bastard Vogelsb. 3 >, 3 Schweiz. 2 Kreuzung Vogelsb. 5 Berner 2 Bastard Vogelsb. 5 H - Berner 3 „ i; Berner l1 Kreuzung Berner 21 Bastard H *■ ", \ Vogelsb. 2 Berner t Bastard ii Vogelsb. 21 „ 2; " 3* : 4 Vogelsb. I1 Bastard sehr gut Richt tauglich gut 2 H tauglich gut sehr gut 4 « * „ gut /2 brauchbar /r gut /r sehr gut /r « gut /z w /z n 3: Zu jung und ift| abzuschaffen. 3 Sehr schlecht gehalten. . ! Zu klein für sein 3 Alter. 3 3 Abzuschaffen. Abzuschaffen wegen Alter. Sehr gut gehalten. 1 Haltung sehr gut 3 Abschaffung em- ; pfohlen. Haltung sehr gut. 3 Haltung gut. 1 Desgl. ’ Haltung sehr gut. Haltung gut. Sehr gut ge- 1 gehalten. Wäre durch einen jüngeren zu ersetzen. 2 Hungen 3 Inheiden 4 Kesselbach 5 Klein-Linden 6 Langd 7 Lang-Göns 6 Langsdorf 9 Lauter 0 Leihgestern & Lich L2 Lindensttuth 3 Lollar * Pachter Dersel Derse Derse Aemeinde Aemeinde Phil. Le Derse Aemeinde Gemein Diesel Diese Diese Gemeinde Heinrick Gemeinde Philipp Ders Ders Ders Johs. Gemeinde Berth Diese Heinric Gemeinde Peter j Gemeinde Gottha Ders Gemeinde (Der abgeschaff nicht erfo Gemeind Kaspar Ders Gemeind Pachte: Karl 1 Der Andrec Wilhel Gemeind Peter Ludwst PH. B Gemeind Christc Der Gemeind Heinri Heinri Gemeind Heinri Der Christ von Oven be be be Fr. Ludw. K. Raab Philipp Köhler Wilh. Becker nz I. lbe Gg. Konr. Walther Wilh. Walther I. oe be be lbe Heinr. Köhler XIII. Heinrich Weller Heinrich Roth VII. Männche Kasp. Langsdorf Peter Faber Georg Dern Zimmermann llbe :lbe :lbe Menz Chr. Fuchs II. Friedr. Ringel Johs. Schwarz rnd Landhelm lben ) Hedderich ! Christoph Findt sDaniel Becker Heß II. Gilbert Koch Johs. Kutt cd Burk elbe sHch. Metzger II. weite Fasselochs war t und Reuanschaffung lgt.) Konrad Block II. Georg Ruppel VI. Schäfer elbe Heinrich Müller VI I. Gg. Düringer I. Klotz kinzebach elbe :s Hainz I. m Heßler I. e'Konrad Koch Schmidt Launspach VIII. elfer VI. e Konr. H. Reinhardt ^Wilh. Misar pH Schwalb 'elbe elGeora Meckel IV. ch Kraft ch Koch IV. ejLudwig Körber I ch Schepp V. elbe tgn Schultheiß Berner Berner Bastard Vogelsb. Bastard Vogelsb. Bastard Vogelsb. Berner Berner Bastard Berner Berner Bastard do. Vogelsb. Berner Bastard Berner Vogelsb. Berner Bastard Berner Bastard Vogelsb. Vogelsb. Bastard Berner Windh. Kreuzg. Vogelsb. Vogelsb. Bastard Berner Bastard dto. dto. Vogelsb. Bastard Bastard Berner Bastard Bastard Berner Bastard Vogelsb. Berner Bastard dto. Windh. Kreuzg. Berner Bastard Vogelsb. Bastard Vogelsb. Bastard Berner Bastard Vogelsb. Bastard Vogelsb. Vogelsb. Kreuzg- Vogelsb. 3 r'/r 2 2 2 2 2 ?Va LV» 2 4 3 3 l3/. 4 3Va 2Va IVa 3 3 4 13/a 3V- IVa 2 2 IVa IVa 4 3 3 ziemlich j gut ziemlich gut irauchbar gut ziemlich gut sehr gut gut sehr gut sehr" gut gut sehr'gut tauglich sehr gut brauchbar gut sehr'gut gut sehr gut gut gut ziemlich gut gut sehr gut gut tauglich brauchba: gut sehr gut gut ziemlich sehr gut gut ziemlich sehr gut gut it sehr gut gut brauchbar seht" gut Haltung gut. Haltung ziemlich. Haltung gut. Haltung ziemlich. Haltung gut- Ab- chaffung empfoh- en und dürfte in Hinsicht des Vieh- tandes ein Drit- er anzuschaffen ein. Haltung gut. Ausgezeichnete ffl $berftabt -t i . V Ettingshausen. vU c.f. L) Garbenteich N Geilshausen X> i ^Gießen jjC 22 Göbelnrod । W Großen-Buseck tu 11 "^24 Großen-Linden "T- '25 Grünberg *26@tüningen il jjf Harbach Hattenrod •tyj - Hausen vull Heuchelheim । Holzheim £ Gilbert Gemeinde Christ. Joh. C Johs. Ders Karl (5 Johs. Philips Ders Johanr Caspai Der' Johan: Ders Georg Johs. Gemeind Herma Der Der Der Wilhel Heinri Heinri Der Johs. Konra Heinr Johan Phili; Ludwi W. H Joh. Peter Wilh« Sames IV. Rechner Görlach Metzger Görlach Schomber rann Schmidt elbe )reb Hillgärtner Schwan elbe :es Schultheiß Schmidt elbe res Harbach elbe Weis III. Keßler VII. ejH. Velten III. nn Christ elbe elbe selbe m Bender II. ch Euler ch Scheid II. selbe Roth IT. d Rau ch Dippel nes Lenz rp Volkmann II. g Römer IV. ofmann I. Schmand Zeitz lm Grieb II. dto. I3 Berner 2 Bastard dto. 1 Vogelsb. Bastard Berner Bastard Vogelsb. 2 „ 2 Berner 1 Bastard Vogelsb. Berner 1 Bastard Vogelsb. Kreuzung dto. dto. dto. dto. Vogelsb. " 2 Windh. Kreuzung Vogelsb. Wtndh. Kreuzung Berner 1 Bastard Vogelsb. 1 Bastard Lerner Bastard Vogelsb. Vogelsb. Bastart Berner Bastard dto. 2 Vogelsb. M U II , Berner Bastard dto. Vogelsb. BsistStd 14 ft sehr gut /z — gut ) /a tauglich k u l gut Va brauchbar 2 sehr gut Vz 2 gut 3 sehr gut 2 gut 3 sehr gut 2 gut 4 '/r sehr gut Va h 2 brauchba: 2 gut 2 Va brauchbar Va tauglich 2 sehr gut 3 gut 2 brauchbar 2 sehr gut 2 tauglich Va gut 4 r# 3 sehr gut 3 gut 4 „ IVi 4 sehr gut -3/a gut Zur Zeit nicht ganz gut. ■ Londorf 15 Lumda 16 Mainzlar 47 Münster 48 Muschenheim 49 Rieder-Bessingen 50 Ronnenroth 51 Obbornhofen 52 Ober-Bessingen 53 Ober-Hörgern 54 Odenhausen 55 Oppenrod 56 Queckborn 57 Rabertshausen 58 Reinhardshain 59 Reiskirchen 60 Rodheim 61 Rödgen 62 Röthges 63 Rüddingshausen 64 Ruttershausen 65 Saasen W'SLangenrod 2 2 4 3Va 3 3 2 3 2 2 3 2 2Va 2 4 2 2 2Vi IV« 3 2 2 3 2 2 Vs 3 2 Vs 2 Vs 3V 2 V' 2 2 2 3 2 3 Haltung. i'Sehr gut ge- i halten Haltung gut. Haltung ziemlich. Haltung gut. do. do- Bessere Haltung anzuempfehlen. Gute Pflege und Haltung. Haltung ziemlich- Ausgezeichnete Haltung. Haltung gut. Haltung ziemlich. Haltung gut. Ausgez. Haltung- s____E«am-N_____ÄS X Z Nam - n L der der “S der Bemerkungen. - . der _ . . 6 —». SR A ** ÖÄ 1$ «L». $S. «&. #£ *-**- ———j—j--- -----— 67 Staufenberg Gemeinde!Heinrich Grolz IV. Vogelsb. 3Vr gut >76 Watzenborn mit —> * 68 8«».* »»,'S"" *' »j, ÖSM »• ... . _ Derstlb- Ä. IV. ufert ®“g‘» 17' «1» «S^temhe.m G-meend- L PH. Hoffmann Bastard 3 gut Haltung gut. Balth. Wallbott Bastard 3'/. aut 70 Stockhausen Heinrich Bre^ng N. Vogelsb. 2 brauchbar b‘°' 78 OttoXkßX $Oflet86' 2 brauchbar '* 71 Trais-Horloff Gemeinde Johs. Bocher II. Bastard 3 gut bto. ;^e««^atn »"o Theiß II. „ 3 sehr gut # 72 Treis a. d. Lda. Heinrich Will VII. Wwe. Berner 79Wiescck Batth. Weller II. " 3"“?' jM 7,T . Dieselbe Wb. U " ! 3®Äfcr " 2*Z‘ " ff ?? n?C Christoph Schmidt Berner 3 sehr gut i Derselbe Berner 3 " ^Uthpe Achter Füllberth Bastard 2 gut Haltung gut. | ’ Bastard 2 S 75 Villingen GemÄe Johs. Wolf Berner " bt°' ^Winnerod Zimmer'sche Gutsverwaltung Holländer2'/- sehr gut Bastard 3 „ dto. ||| S I i, Fr. Wilh. Leidner Bastard | 2 j ziemlich dto. rii IlO Ergebniß der Besichtigung der Gemeinde-Zuchteber in 1887. 4-------—a m e n------d-Zucht-btt X Z_______Namen_______T P Js der *er der Lh bcr Bemerkungen. . der der" iQ. l. 1 | @emcinbe"- Wmer. £°ltcr- i”aCC- SA Mission. [q Gemeinden. Halter. Nace. ^om-, T I -3kit kein ! -12 Lindenstruth Konrad Krug Landrace 1 sehr aut 2 Mendorf a. Lahn Johannes Viehmann ka1tr7r°°^°" °^j!44 Londorf Wilbelm «?1fbKt IV‘ " 1 »»t | 3 Mendorf a.Lda. Chr. Zinßer Bastard 1'/. gut «tottborf Wilhelm Becker. 8«r fr*« Heinrich Schäfer Landrace 1 „ 'rieben, bottem 5 Alten-Buseck Jakob Rau „ iy4 b. Bürgemkis^ -- 6 Annerod L- Schäfer Hl. „ iy4 tauglich 1 keineKenntntz^ & sldkS Johannks Schäfer II. " LL HEung gut. 45 Lumda Heinrich Hopp Landrace 1 sehr gut NW 3'- 9 Bersrod Johannes Herzberger 1 auf Lz» qnn;nirnr aurth & r- K.ei 8»* Mr** 8&IS - * ss—t, ......... • * - »„* v* ffrrfP*§feIbEtI Henrich stumpf II- Bastard 1 tauglich b'°' 48 Muschenheim Ahz^Kut'P Bastard 1 „ Sunggut*6 KT “tiit« |ÄT£rL Landrace 1 ° Krank. 49 9tiMeffinßen Ärt-Burf \ Mr" ut to' 16 Dorf-Gill Balth. Sames HI. Bastard V« ßUt 5?Obbornlmsb ä^annef Roth „ 1 gut dt°. - * Wt W Z1 " ^r Zeit kein ß8b-r°Äsingm Dunnes Losc^horn Landrace'/- „ bto. 18 Ettingshausen Heinrich Keil V. „ % Eber vorhanden. Zfe. « 19 Garbenteich Johannes Wallbott VII. i/2 f6f.r aut !?? rn cnA^ . Desgl. 20 Geilshausen Heinrich Petry Landrace V- aut ^^^r Klotz Bastard V2 „ 21 Gießen ^unorace '2 «ut c - . ?5 Oppenrod Heinrich Schä er II. Landrace IV. ,e B Wird kern Eber 56 Oueckborn Johs. Knöß mal Bast 1 " 11 22j®SbeInrob 57 Rabertshausen ° " ^irb kein K-i ' 23 Großen Buseck Ph. Müller Landrace 1% auf -o O1.c . , gehalten. 24 Großen-Linden Heinrich Weigand Bastard 3A 6 50 Si"?iÖr£ Q n Landrace 1 untaugl. Georg Weiß lll. Land?°ce 1'/. " ?ui'8er kostrirt I! 25 Grünberg Hermann Christ Bastard 1 " U R°dhemi § Schmidt"'"' Bastard 1 gut Haltung gut. " 26Grü— Lust Fey Englisch-/- 62 Nötiges L-?Meckel IV. " " bto 27 yarbüd’ Kein Eber 63 Rüddingshausen Heinrich Seip V. " f fe6r" ,J 28 Hattenrod August Petri Bastard 1 aut Dor$an cn* 04 Ershausen ^^indelHeinrich Moos Landrace 1 „ 29 Hausen Hrch. Müller V2 feB? aut K Krug Bastard 1 „ htafa 30 Heuchelheim Philipp Pepler ' iy2 au? ^7 ^ter Bock Landrace 1 Krank- Wilh Hofmann " i ßUt Ludwig Bogel IV. . li/2 gut 31 Holzheim Jacob Jung XI. Englisch 1»,4 " Bastard IV2 sehr gut 32Hungen » 4'/- Ziemlich Haltung gut. 79St°ckh-üf-n Chrtst.an Htrzmger „ 1 gut MtungM^ 34Z-ss-ibach ®Ä0n?ao^ufEr n1nCibEtI- 8an^ace ‘t fe6gru8ut ®ut 71 Trais-Horloff Hch. Wilh. Bocher Wwe. Landrace 1 giemli« ÄnXe«^ "® 35 Klein-Linden Ludwig Waigel VII. c 1 eut Treis a. d. Lda. Hch. Will III. Wwe. „ 1 gut « ” b..*!«..»™1"“ «■>„!?■K 1 37 Lang-Gons Anton Wenzel Landrace 1'/« Anschaff, nicht erf. 74 Utphe Pachter Fnllberth Bastard 1 gut Haltung gut. 1 Wilh. Weil 11/ " „ Derselbe. i/2 " bto. „ 1 -8-...« ... SlSeT ! sr"5 6‘""‘“rt i «.»«. ,«$.«, *aa."1 »äs, Äffifo,» Ä’Mk. w- IÄ ' 7' - IW Wvn. ZVV - 1 41 Lich H. Lotz III. Englisch Va sehr gut 80 2$mncrob Wird kein gehalten. Die Commiffions,nitglieder: 53oppz Faulstich, Georgi, Gros, Güngcrich, Köhler, Rehe, Schillinger, j Velten, Wolf, Zimmer. [1h 'iu hi l ’ ■ äJ3M| --------------------------- \ Y M*ed‘,el * ••••*«- - » l.« »er *ra6lK».n ®n.efnrt («.. II,. v-t,ch> In «tatai 1 11 l, I 1. Beilage ;u Nr. 163 des „Gießener Anzeiger u Beste weisse Der Vormund: August Schlessinger. * Erfrischend, wohlschmeckend, Kun!end. ÄP: mit 3868 422-) 170 empfiehlt 4870 zu sehr billigen Preisen. 5308 ff tf C. 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