I I Nr. 40* Donnerstag den 17. Februar 1*87 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Aufnahme des Montaas. 3?rei> vierteljährlich 2 Mari 20 Pf. mit Bringerloün. Durch die Polt bezogen vierteljährlich 2 Mari 50 Pf. Amtlicher Hhcil. Betreffend: Das Feldstrafgesetz und die Instruction für die Feldschützen. Gießen, am 15. Februar 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Srotzherzogliche« Bürgermeiftereie« des Kreises. Diejenigen v»n Ihnen, welche noch im Rückstände sind, werden an Erledigung unserer Verfügung vom 24. Januar 1887 — Anzeiger Nr 22 — binnen 8 Tagen erinnert. vr. Boekmann. Betreffend: Die Machildenstistung für Oberheffen. Gießen, am 14. Februar 1887. Bekanntmachung. In dem Voranschlag der MaLhildenstiftung für Oberheffen find für das Jahr 1886 900 vorgesehen, welche zu wohlchätiaen Zwecken verwendet und womit in erster Linie die in der Provinz bestehenden Kleinkinderschulen bedacht werden sollen. Es werden hiernach die Vorstände solcher Schulen, für welche eine Subvention gewünscht wird, aufgefordert, chre desfallstgen Gesuche, mit welchen eine möglichst ausführliche Mittheilung über Ausdehnung, Mittel und Bedürfnisse der betr. Anstalt zu verbinden ist, bis zum 30. 1. MtS. au den Unterzeichneten gelangen zu lassen. Gießen, am 14. Februar 1887. Der Vorstand der MaLhildenstiftung für Oberheffen. , __________________________________________________________________Dr. Boekmann.__________________ An die GroMrzoglichen Bürgermeistereien des Bezirks. Die Ihnen dieser Tage zuaehenden Patente wollen Sie ausfertigen, mit den beigeschlossenen Marken bekleben und letztere entwerthen. Die Patente find dann unterschrieben und nach den Nummern wieder gehörig geordnet bis längsten- 13. März hierher zurückzusenden. Die Verwendung von Streusand ist zu vermeiden. Gießen, am 15. Februar 1887. Großherzogliches Steuer-Commiffariat Gießen. Süffert. Deutschland. Darmstadt, 12. Februar. Die nachstehenden beiden Gesetzentwürfe nebst zugehörigen Motiven sind am 11. d. Mts. der zweiten Kammer der Stände zur verfassungsmäßigen Beralhung und Beschlußfassung mitgetheilt worden: Gesetzentwurf die Gemeindeumlagen betreffend. Ludwig IV. von Gottes Gnaden Großherzog von Hessen und bei Rhein rc. rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen I’ hiermit, wie folgt: r, Artikel 1. Die directen Gemeindesteuern (Gemeindeumlagen) werden auf Grund ü der für die indirecten Staatssteuern gebildeten Steuerkapttalten und nach Maßgabe 'der in diesem Gesetz enthaltenen besonderen Bestimmungen ausgeschlagen. Hiernach v werden die Grund- und Gewerbsteuerkapttalien am Ort der bclegenen Sache beziehungs- j weise des Gewerbebetriebs, die Kapitalrenten- und Einkommensteuerkapitalien am H Wohnort des Steuerpflichtigen besteuert. Hinsichtlich des Einkommensteuerkapitals inländischer Privateisenbahngesellschaften - findet eine Verkeilung auf die einzelnen betheiligten Gemeinden beziehungsweise Ge- j markungen im Verhältniß der Summen der am einzelnen Ort der Gesellschaft zur .Last gestellten Grund- und Gewerbesteuerkapitalien statt. Angehörige anderer deutscher Staaten oder Ausländer, welche nach Artikel 1 i Alinea 2c. und 3b. des Gesetzes vom 8. Juli 1884, die allgemeine Einkommensteuer * Ibetreffcnd, einkommensteuerpflichtig sind, werden an dem Ort oder den Orten, wo der 'Grundbesitz liegt, der Sitz des Gewerbebetriebs oder der Handelsanlage sich befindet, ' auch nach Maßgabe des ihnen aus diesen Quellen fließenden Einkommens zur Gemeinde- it desteuer ung herangezogen. Die Grund-, Gewerbe- und Kapitalrentensteuerkapitalien kommen in ihrem wollen Betrage, die Einkommensteuerkapitalien nur zur Hälfte ihres Betrages als 'Gemeindesteuerkapital in Ansatz. - Artikel 2. Wenn in einzelnen Fällen eine Verpflichtung zur Entrichtung von * Gemeindesteuer, aber nicht von Lrtaatssteuer besteht und infolge dessen ein Staats- '• fiteuerkapital zur Benutzung beim Ausschlag der Steuer nicht vorhanden ist, so wird rt, 2as Gemeindesteuerkapital nach den für die Veranlagung der Staatssteuern erlassenen bezüglichen Vorschriften besonders gebildet. Artikel 3. Die nach Artikel 35 des Gesetzes vom 8. Juli 1884, die allgemeine । 'Einkommensteuer betreffend, von der Staatssteuer befreiten Einkommen unter 500 JL bleiben wie bisher der Gemeindebesteuerung unterworfen. Es findet zu diesem Behufe Lie Einschätzung der betreffenden Pflichtigen in nachstehende Einkommens- und Steuerklassen statt: Klasse Einkommen Steuerkapital fl A. weniger als 300 5 JL • B. 300 bis weniger als 400 „ 10 „ J C. 400 „ „ „ 500 „ 20 ,. ✓ Die Einschätzung kann jedoch auch jtn die zunächst niedrigere Klasse erfolgen, iwenn andere, auf die Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen ungünstig einwirkende Verhältnisse zu besonderer Berücksichtigung Anlaß geben. Tritt dieser Fall bei einem ist Steuerpflichtigen der Klasse A ein, so kann er ganz freigegeben werden. rk Auch diese Steuerkapitalien kommen wie die in Artikel 1 genannten Einkommen- ti fteuerkapitalien nur mit der Hälfte ihres Betrags in Ansatz. Ü Artikel 4. Die Befreiungen, welche das Gesetz vom 8. Juli 1884, die allgemeine -Einkommensteuer betreffeiib, in Artikel 6 bestimmt, haben auch in Bezug auf die v »Gemeindesteuer, soweit dieselbe auf dem Einkommen beruht, Geltung. Die Bestimmungen im Artikel 3 des gegenwärtigen Gesetzes finden auf Gewerbs- • ^ehülfen und Dienstboten, welche von ihren Prinzipalen oder Dienstherren Wohnung nnb Kost empfangen, keine Anwendung. Artikel 5. In Bezug auf die Erhebung und Erledigung von Reclamationen . «egen die Bildung der Gemeindesteuerkapitalien nach Maßgabe der Bestimmungen in । »en Artikeln 2 und 3 dieses Gesetzes sind die bezüglich der Reclamationen gegen die 5 tzbtaatssteuer in den betreffenden Gesetzen ertheilten Vorschriften maßgebend. Artikel 6. Wohnt ein Einkommensteuerpflichtiger, beziehungsweise ein Kapitalrentensteuerpflichtiger abwechselnd im Laufe des Jahres an verschiedenen Orten des Großherzogthums, so wird er mit seinem ganzen in Betracht kommenden Einkommenbeziehungsweise Kapitalrentensteuerkapital an seinem Hauptwohnort zugezogen. lieber die Frage, welches der Hauptwohnort ist, entscheidet im Falle der Reclamation seitens des Steuerpflichtigen oder der betheiligten Gemeinden der Provinzialausschuß und, wenn die betheiligten Gemeinden verschiedenen Provinzen angehören, nach Anhörung der betreffenden Provmzialausschüsse das Ministerium des Innern und der Justiz endgültig. Artikel 7. Die Bestimmungen dieses Gesetzes treten, soweit sie sich auf die Erhebung der Gemeindeumlagen beziehen, mit dem 1. April 1888 in Wirksamkeit. Von demselben Zeitpunkte an sind die Gesetze vom 30. Juni 1827 (Reg.-Blatt Nr. 29 und vom 26. März 1872 (Reg.-Blatt Nr. 17), den Steuerfuß bei außerordentlichen Steuerausschlägen und Gemeindeumlagen betreffend, aufgehoben und werden, was die Gemeindeumlagen anlangt, soweit sich in anderen Gesetzen auf sie berufen wird, durch vorstehende Bestimmungen ersetzt. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedruckten Großherzoa- lichen Siegels. Darmstadt, den .... . Gesetzentwurf, die Heranziehung der im Großherzogthum garnisonirenden, im OffiziersranK stehenden MÜitärpersonen des activen Dienststandes zu den Gemeindeumlagen betreffend. Ludwig IV. rc. Wir haben mit Zustimmung Unserer getreuen Stände verordnet und verordnen hiermit, wie folgt: Artikel 1. Die im Großherzogthum garnisonirenden, im Offiziersrang stehenden Militärpersonen des activen Dienststandes dürfen 1) hinsichtlich ihres dienstlichen Einkommens, 2) insoweit sie vor dem 1. April 1887 in den Ehestand getreten sind und denjenigen Chargen angehören, welche bei Nachsuchung des Heirathsconsenses zur Führung des Nachweises eines bestimmten außerdienstlichen Einkommens verpflichtet find, hinsichtlich des vorschriftsmäßigen Satzes der letzteren zu den directen Gemeindesteuern (Gemeindeumlagen) nicht herangezogen werden. Dagegen unterliegen dieselben im Uebrigen den Bestimmungen des Gesetzes vom 13. Mai 1885, die Gemeindeumlagen betreffend, jedoch mit der Beschränkung, daß der hiernach auf das Kapitalrentensteuerkapital und der auf das halbe Einkommensteuerkapital, insoweit das Einkommen nicht aus Grundbesitz oder Gewerbebetrieb fließt, entfallende Steuerbetrag den von diesen Steuerkapitalien für je das betreffende Jahr zu entrichtenden Staatssteuerbetrag nicht überschreiten darf. Das Gemeindesteuerkapital wird, soweit erforderlich, nach den für die Veranlagung der Staatssteuern erlassenen bezüglichen Vorschriften besonders gebildet. Die Erhebung und Erledigung von Reclamationen gegen die Bildung dieses Gemeindesteuerkapitals richtet sich nach Artikel 5 des erwähnten Gesetzes. Artikel 2. Die Abgabepflicht bezüglich des Kapitalrentensteuerkapitals sowie bezüglich des Einkommensteuerkapitals ruht während der Zugehörigkeit zu einem in der Kriegsformation befindlichen Theile des Heeres oder der Marine vom ersten desjenigen Monats ab, in welchem die Zugehörigkeit begonnen hat, bis zum Ablauf des Monats, in welchem sie endet. Die Abgabepflicht ruht ferner während der Zugehörigkeit zur Besatzung eines zum auswärtigen Dienst bestimmten Schiffes oder Fahrzeugs der Kaiserlichen Marine und zwar vom ersten desjenigen Monats ab, in welchem die heimischen Gemäßer verlassen werden, bis zum Ablauf des Monats, in welchem die Rückkehr in dieselben erfolgt. Artikel 3. Dieses Gesetz tritt mit dem 1. April 1887 in Wirksamkeit. Urkundlich Unserer eigenhändigen Unterschrift und beigedrückten Grotzherzog- lichen Siegels. Darmstadt, den .... . Berlin, 15. Februar. Der Kaiser wohnte der gestrigen Vorstellung im Opernhause bei und empfing heute Vormittag den Ches de» MMär-Cabinet», General v. Albedyll, zu einstündigem Vortrag. — Die „Nordv. Allg. Ztg." erfährt, eine Proklamation de» Kaiser» anläßlich der Wahlen werde nicht erlassen werden, da der Kaiser über seine Wünsche bezüglich de» Septennat» und bezüglich der Wahlen fich gelegentlich de» Empfange» der Adreß-Deputation de» Herrenhäuser so deutlich au»ge- sprachen habe, daß auch in einer Proklamation über die Stellung de» Kaisers neue» Licht nicht verbreitet werden könnte. Die Wähler würden trotzdem wissen, wa» ihr Kaiser von ihnen erwartet. Staken. Ro«, 15. Februar. Die Zeitungen bestätigen, daß Depreti» mit der Cabinet»bildung betraut worden und den Auftrag im Einvernehmen mit Robi- lant erfüllen werde. „Popolo Romano" hofft, Robilant werde dem lebhaften Drängen seiner Freunde und der öffentlichen Meinung nachgeben und im Amte bleiben. Die „Optnione" sagt, Depreti» werde der erste sein, der ein Beispie der Selbstverleugnung gebe, indem er nöthigenfall» auf da» Portefeuille de» Innern verzichte und nur da» Präsidium behalte. Der „Italia" zufolge wer- den Depreti», Robilant und Magliani Stützen de» neuen Cabinet» sein. Der „Tribuna" zufolge soll das Kriegs-Portefeuille Cialdtni oder Bertoleriale anvertraut werden. — Cardinal Cattini, Erzbischof von Ravenua, ist gestorben. Portugal. Lissabon, 15. Februar, lieber die Differenzen de» Sultan» von Zanzibar mit dem Gouverneur von Mozambique verlautet hier, der Sultan habe sich geweigert, mit dem Gouverneur über den Befitz der Tungibai und der Grenze am Cap del Gado gemäß seinem im Vorjahr an den König von Portugal gerichteten Schreiben und seiner Depesche vom 18. Januar zu verhandeln. Der Gouverneur glaubte deshalb, eine letzte Frist stellen zu sollen, welche jetzt abgelaufen ist. Der Gouverneur habe fich daher nach Tungi begeben und die Portugiesen Zanzibar» dem Schutz de» deutschen Consuls unterstellt. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenr - Bureau. Berlin, 15. Februar. Eine gestrige Bekanntmachung des Staatsministeriums ordnet auf Grund des L>ocialistengesetzes für die Städte Stettin, Grabow und Altdam für die Amtsbezirke Bredow, Marsow, Scheune und Finkenwalde auf die Dauer eines Jahres den kleinen Belagerungszustand an. Versammlungen zur Berathung öffentlicher Angelegenheiten dürfen nur nach vorheriger schriftlicher Genehmigung der Ortspolizei stattfinden. Die Verbreitung von Druckschriften auf den Straßen ist verboten Personen, welche einer Gefährdung der öffentlichen Ordnung verdächtig sind, kann der Aufenthalt versagt werden. Das Waffentragen, die Einfuhr und der Verkauf von Sprenggeschossen ist mit gewissen Ausnahmen verboten. Die drei letzten Anordnungen treten sofort, die ersten am dritten Tage in Kraft. — Graf Fürstenberg-Stammheim und 36 Mitglieder des katholischen rheinischen Adels veröffentlichen in der „Kreuzzeitung" eine Erklärung, welche darauf hinweist, daß das Eentrum statt einer großen nationalen Politik eine Politik des kleinlichsten Nörgeln verfolgt und schließlich im offenen Bündniß mit dem demokratischen Fortschritt geendigt habe und zwar alles das ttotz dringlichster Mahnung des Papstes. Die Unterzeichner fordern ihre rheinischen Landsleute auf, treu und fest zum Kaiser zu stehen und mit ihnen zusammenzuwirken für eine katholisch-conservative Partei. Berlin, 15. Februar. Unter Hinweis aus einen Artikel der „France" vom 12. Februar, welcher die Friedfertigkeit Frankreichs betonte und, falls der Krieg dennoch ausbrechen sollte, Deutschland dafür die Verantwortlichkeit auferlegte, bemerkt die „Nordd. Allg. Ztg.": Es gehört die ganze Dreistigkeit des Revancheblattes dazu, derartige Verdrehungen aufzutischen. Die „Nordd. Allg. Ztg." citirt Artikel der „France" vom 17. October und 18. December 1886, worin die Kampfbereitschaft Frankreichs hervorgehoben, dte Entscheidungsstunde herbeigewünscht und die bestimmte Absicht Frankreichs betont wird, Elsaß - Lothringen zurückzunehmen, unter der Hinzufügung ein Krieg zwischen Frankreich und Deutschland sei unvermeidlich und werde heute oder morgen, sicherlich aber bei der ersten Gelegenheit ausbrechen. Köln, 15. Februar. Der Rhein ist eisfrei. Die Schifffahrt danieder begonnen. Pefth, 15- Februar. Das Amtsblatr publicirt die Enthebung Szaxaru's und die Betrauung Tisza's mit der Leitung des Finanzressorts. Minister Orczy bat die Leitung des Ressorts des Innern übernommen; ferner die Ernennung des Dtreetions- präses Lukae's als Staatsseeretär des Communieationsressorts. Madrid, 15. Februar. Die Kammer genehmigte gestern mit 175 gegen 70 Stimmen das Gesetz, betr. die Verpachtung der Tabakregie. 9 0 . ., London, 15. Februar Im Unterhause wurde gestern die Adreßdebatte fort« Befett. Das Amendement Eßlcmont, betrestend die Pachlcontraete der Landpächter in Schottland, wurde nach fünfstündiger Debatte mit 198 gegen 96 Stimmen verworfen ®arauf 6ettntra8te Kampbea ein Amendement zu Gunsten der Errichtung lokaler Körperschaften in Schottend und anderen Theilen Großbritanniens zur Behandlung lokaler Angelegenherten. Balfour bekämpfte das Amendement, welches schließlich -urück- gezogen wurde. Sodann erfolgte Vertagung der Adreßdebatte. 8 m , London, 15. Februar Unterhaus. Goist erklärt, daß die Regierung keine Nachricht habe, welche das Einrucken chinesischer Truppen in Ober-Birma bestätige Smith eonstatirt, daß bei dem gegenwärtigen Zustande der Unterhandlungen, betreffend Bulgarien, es zetzl unthunlich wäre, weitere Vorlagen von Schriftstücken zu macken Worms fuhrt aus, die Regierung habe bei den Continentalregierungen Schrttte gethan zum Zwecke einer internationalen Zuckerprämienconferenz; einige Antworten feien nicht J?etl ?er Adreßdebatte beantragt Cameron ein Amendement betreffs der schottischen Kleinbauern, welches besagt, daß die jüngsten Ereignisse auf Skye und Untersuchung erheiAn Justizverwaltung in den Hochlanden eine erschöpfende Vermischte». „ ,, >^°?berg, 14. Februar. Als gestern Abend Weichensteller Mohrhardt die f^ btn °iusubrenden Schnellzug gestellt hatte, bekam er einen 0(0100011^11, hi ^106 dessen er auf die Schienen fiel, worauf der Zug den braven und allzu pflichttreuen Mann überführ. Es wurde ihm Arm und Bein abgefahren heute früh verstarb er Er hinterläßt eine Frau und einen erwachsenen Sohm ' JL Darmstadt, 14. Februar. Als fich der 3ua 4 10 llbr Wnrhm Dampfstrabenbahn zwischen hier und Eberstadt aus freier Fahrt befand emambolir" derselbe mit einem von Eberstadt kommenden Fuhrwerk derart, daß die Pferde ziem ich bedeutend verletzt sind. Die Deichsel des Wagens drang in ein Coupösenster und stieß «,nem mitfahrenden Jungen unter dem rechten Auge ein bedeutendes Loch in den Kopf so daß ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden mußte. Die übrigen Passaaiere kamen mit dem Schrecken davon. b ^»imgiere t , Darmstadt, 11. Februar Die Neuen Hess. Volksbl." schreiben: Wir er- suhren heute das nachfolgend- heitere Geschichtcheu: In einer Garnison, deren nähere Sejeidjnuna wir unterlassen, dient als Unteroffizier ein fog. Talmi-Berliner, dessen Wiege nicht am grünen Strand der Spree oder der duftigen Pauke gestanden sondern mehr In der Nahe des großen Woogs. Dieser Sohn des Mars, welcher sich für einen «roßen Kunstfreund hält entdeckte kürzlich in feiner Corporalfchaft einen Soldaten der noch Ansicht des Unterofstziers ganz das Zeug zu einem hervorragenden Bildhauer I Satte. Seines Zeichens ist derselbe Stuckateur. Zur Entfaltung eines Talentes m nun eine Cnfcnicnftube nicht gerade der geeignete Ort, nichtsdestoweniger wollte unser Kunstfreund ihm Gelegenheit geben, dasselbe nach Möglichkeit zu betätigen. Darum cr eines schönen Tages zu feinem Untergebenen: „Hören Sie mal, Sie versteden Schichte, Sie konnten mich meinJeficht mal abfipfen.“ Selbstredend mc??_ t*«r r* ’tc öiisem ehrenvollen Auftrag Beglückte fofort dazu bereit und der nöthiac "2?? ““rbe sur so und so viel Retchspfennig ongefchafft. Der Teig ivird angerllh?t und das ,^Obzeet fehl sich Mittlerweile würdevoll in Positur. Andächtig steht die Corporalschast im Halbkreise um ihn herum. Klix, klax, fliegen die Gipspatzen in das Antlitz des Vorgesetzten und werden von der sachverständigen Hand des Kunstjüngers fphT(;b1h?riikhU1V vertheilt. Als dies soweit in Ordnung, wird das „Modell" Mnfilt 9f.c.n gelegt, um zu trocknen. Nachdem nun nach allgemeiner nothlge Harte erreicht hatte, sollte zur Abnahme geschritten werden aber o weh. da mußte irgend etwas nicht ui Ordnung fein. Sobald der Künstler an einer Seite die Maske losen wollte, stöhnte der „Gejipste" jämmerlich. Kurz und aut iderstand allen gütlichen Derfuchen. Sehr bald kam die ganze Gesellschaft r?ckr,^b,rÄ 5 ^n?^,?^encugimg, daß hier nur noch Gewalt helfen köizne. Mit ■ ta,nlfkr.r« ?urtleZI alle Schlag- und Klopfinstrumente herbeigeholt und rnk nÄ“’«6" I/stcht des verehrten Vorgesetzten bearbeitet, bis starre Rinde sich loste und das menschliche Antlitz wieder zur Geltung ?nH,rnt mnr n8i*t V ^."9^ f,0,U.,£ ßf;baucrt haben, bis das letzte Bröckchen Gips - eme erkleckliche Anzahl Haare mitzunehmen, so daß eine eni- ftnrmÄk bt§ ®e5t6t5 M't einem gerupften Huhn vorhanden gewefen sein des'komsschen Anblüks^zu^unterdrückem'" Brüche ihrer Heiterkeit ob bcr bayerischen Königsschlösser.l Wie man aus Bayern ^ibt, fängt man dort an für Unterkunft und Bequemlichkeit der Gäste, welche On ®e!ud)C der Königsschlösser kommen werden, Sorge zu l?£roa3 ber Besuch im Vorjahr ein kolossaler und im umgekehrten Transportmittel und Unterkunft. Es war einfach für öaare» @«11) nichts zu erhalten. Nun werden umfassende Vorkehrungen getrosten das^e^sÄnb K^°s,raerben crrenroort der Gast den gewöhnten Eomfort nicht vermissen wird. Auch zwischen 5,^borf und dem oftgenannten Murnau wird eine modernen Ansprüchen entsprechende Sl behufs billiger Verkehrsoermittelung zwischen den Lrchlostern Linderhof und Hohenschwangau. ®inTOh1un8 per Telephon.) Der „Gen.-Anz." für Hannover Wreibt. Wiedciholt haben wir schon dte Vorträge und Experimente Herrn Th. BöllerLs t des Hypnotismus einer eingehenden Besprechung unterzogen. Gestern Nachmittag waren wir nun Zeuge, rote Herr Böllert - ohne jede Vorbereitung natur« N "7ri„E,üC„äy-F9tpnot ™.uSJtart empsängliche Person sogar per Telephon hypnoti- I*’ t. ■^It $abJn früher erwähnt, daß ein Herr Pabst aus E» bei dem «rstm Versuch von Herrn Böllert als ganz besonders «mpfanglich befunden worden ist. Gestern sltachmittag nun befand sich Herr Bollert bei Herrn Eonsul Dr. Konigswarter in der Prinzenstraße und von hier V s0tIr ^crr P^bfi an das in unserer Expedition befindliche Telephon JEISka, bas nun von Herrn Böllert demselben durch's Telephon zugerufene * mudjtcn fich bei P. dieselben Symptome bemerkbar, wie wir sie ^b^ndlich in den Sitzungen des Herrn Böllert an den zu Hypnotisirenden beobachten b5r fe"ffen fieber P-, er mar durch den Ruf des Experimentators lArfta “ V J^“n f?nntcn wir die interessante Beobachtung machen, dte Herr Böllert fad) pnrJ£lnCn ^ortra0en erwähnt, wegen der Räumlichkeiten indem ^^ungssaale uns bisher aber an einem Experiment nicht vorführen konnte, nämlich h & ^§abc;m @^IafrLroteb.e/ zu erwecken, ohne bei derselben zu sein, also in ftrJiTÄ™ %SnLCr 3iemJ ? weiten Entfernung, und zwar von der in der Prinzen- ftraße belegenen Wohnung des Herrn Eonsul Königswarter aus, wo sich Herr Bollert befand. Der hypnotifirte P. der noch immer schlafend in unserer Expedition stand, ohne letzt mit dem Telephon Fühlung zu haben, erwachte plötzlich, und zwar war dies in demselben Moment als Herr Böllert in der Prinzenstraße sein ,,Wach!" aus- AR*ftn e*tr^ir ben Fall hier mitgetheilt, da derselbe auch unsere Leser aus's Höchste interesfiren durfte. o Eine Tragödie eigener Art hat sich in Berlins Umgebung abgespielt. Ein Landmann m Berge bei Nauen erhielt die Nachricht, seine in Berlin verhetrathele Towter sei mit ihrem neugeborenen Kinde gestorben. Die Mutter reiste zum Be- hpn dem Friedhöfe wurde sie und ein ebenfalls anwesender Sohn, der bei ' lranf Unb..5arÄc?Vfurie Ze" nachher. Inzwischen war eine £?rCirtrft»r bem zurückgebliebene Tochter am Typhus erkrankt und als der Erstere von dem Begrabniß seiner Frau aus Berlin hetmkehrte, starb auch diese Tochter. Das war für den alten Mann zu viel, er legte sich nieder, um nicht wieder aufzustehen. Eine dritte Tochter ist von der ganzen Familie allein noch übrig. nnn C^T 18. Februar her, seit Maria Stuart, Königin o.on Schottland, ihr Leben auf dem Schastot ließ. Die Enthauptung fand zu T^otbe- rmghai in Northamptvn statt. In einer Halle ging die Exekution vor sick.^ Der gon^e ^aum war mit schwarzem Tuch behangen, das Schastot mit schwarzem Sammet beschlagen. An 200 Personen hatten sich eingefunden, um dem traurigen Schauspiele beizuwohneit. Die Königin trat um 9 Uhr Morgens in den Saal. Sie setzte sich auf den für sie bestimmten Stuhl neben dem Schastot. Flatcher, Dechant zu Pcter- ShremKirn saßen die Grafen von Kent und Shrewsbm-y, zur Linken der Königin stand der Sheriff Andrews mit weißem Stabe. Vor der Königin stand der Scharfrichter und seine Gehilfen, durch den rothen Flor am linken kenntlich. Hinter Maria befanden sich ihre Diener. Rechts im ftanben Edelleute, Burger und Musketiere, zur Linken befand sich das Tribunal. ^fnfaf°hp?tqT^nLr8anit o1 ße!{etbtt ^bwand war mit Hermelin ein- der Mantel mit Zobel besetzt. Um den Hals trug sie ein Perlenband und ein auf die Brust herabfallendes Kreuz. An dem Gürtel hatte sie zwei Rosenkränze. So A br-n Jauern. Das Urtheil wurde verlesen, die Königin proteftirte. Dann fntete sie nieder vor dem Block. Der Scharfrichter trat hinzu, um sie zu entkleiden und den Schleier wegzunehmen. Sie wies ihn mit einer Geberde fort und zu dem Grafen gewendet, sprach sie: „Ich bin nicht gewohnt, so ibre Ärrin^ ^7 Äammerjttnßfern. Diese beide entkleideten t * s £ ;f I5. "Othig. Dann küßte die Königin das Erucifix dreimal und Dbine Hande befehle ich meinen Geist!" Dann legte sie ihr Haupt auf den Block und sprach Psalmenverse. Da traf sie das Beil des Denkers zuleben! ®in Zetter Hieb und M latte “ Die blaue Grotte auf Capri ist der Gegenstand eines Processes, der zu den eltsamsten gehört, die je geführt sind. Das „Echo" entnimmt der Reituna Napoletona" das Nachstehende: Seit einigen Jahren ist ein Amerikaner Besitzer des- a 8CtH?.nn^n UUter welchem sich die weltbekannte blaue Grotte befindet, und behauptet. ~a mir die Oberfläche des dortigen Grund und Bodens gehört, so gehört mir auch dasjenige, was darunter ist, nämlich die „blaue Grotte". Letztere befindet sich jetzt aber im Besitz des Städtleins Capri und erhebt die Verwaltung des letzteren eine Abgabe von allen, welche die Grotte besuchen, und kommt es der genannten Behörde nicht in den Sinn, ihr Eigenthurn gutwillig an ben Rankce ibzutreten. So Hot denn letzterer einen Proceß anhängig gemacht. Verliert er letzteren, b^^ h/auen Grotte einen argen Streich spielen und ein Loch von oben durch ne Wölbung bohren, wodurch der in der Grotte vorhandene prachtvolle Licktreflex ofort veischwinden wurde. In diesem Falle gehörte die Grotte azuria, welche jährlich "O?. ^fifi^nden besucht wird, zu den schönsten Erinnerungen. - - Ob der Vankee sich rechtzeitig eines Besseren besinnt, steht abzuwarten. J i m °um\ (5pät ^enug, aber doch nicht zu spät, wird ein italienischer Verbrecher einer Bestrafung zugefuhrt. Im Jahre 1865 wurde in Flaviana der Director der ^ccbe^cen ergaben, daß er der Sekte der Meuchelmörder, ft V'aJCC0/ deßhalb zum Opfer gefallen, weil er beim Vertheilen von Stellen steto Angehoiige seiner Familie bevorzugte. Einige der Mörder wurden damals ocr- ! 1 H t I i o i r 5 i i r Q i 1 e I! 0 I ti li S i 8 : I i i haftet, der Hauptattentäter jedoch entkam. Sr wurde in contumaciam zu lebenslänglicher 'Galeerenstrafe verurtheilt, ohne dah es den Behörden gelungen wäre, seiner habhaft zu werden. Luca Resta, dies der Name des Mörders, war in Turenza geboren, hatte sich im Jahre 1844 der „Internationale" angeschlossen und ward bald zum Chef Lcr Meuchelmörder", gleichzeitig ein bescheidenes Kaffeesiedergeschäft betreibend. Nach Lern "am Director Monghini begangenen Morde floh er nach Spanien, wanderte nach Amerika und wurde dort Director einer Kunstreitergesellschaft. Dieses Gewerbes müde, ward er Theaterdirector und erwarb sich mit seiner Operettengesellschaft einen guten Namen, bis er sie verließ, um nach Spanien zurückzukehren und in Madrid eine Lanz- zchule zu eröffnen und als Balletmeister zu wirken. Ein Jahr später siedelte er nach Paris über, eröffnete dort eine Barbierstube, gab Tanzstunden und besorgte im Carneval an Prioatzirkeln die Musik für die Tanzkränzchen. Die italienische Behörde machte jjedoch dieser Thätigkeit Resta's ein Ende, verlangte die Auslieferung des Mörders, und die Earabinieris werden ihn an der Grenze geziemend empfangen und in Sicherheit bringen. — [ßerftreut.] Lohndiener im Hotel, der Morgens die Kleider reinigen will: Sapperment, heute hat der Professor statt der Stiefel wieder den Cylinder vor die Thür gestellt!__ Literarisches. / Die Nr. 6 von Schor er s Familienblatt (Berlin) ist soeben erschienen und M ganz der Besprechung der Duell-Frage (mit reichen Illustrationen^ gewidntrt; Liese Nummer wird auch gesondert abgegeben. In ihr sind eine Anzahl Stimmen aus ijehr verschiedenen Heerlagern für, aber auch wider das Duell laut geworden mit Mrtheilen über die studentische Mensur und das ernstere und meist auch blutigere Duell unter Männern. Gerade das letztere fängt an mehr und mehr in Aufnahme zu lommen; und gegen dieses Duell wendet sich die Nr. 6 von Schorer mit besonderem Nachdruck, indem sie dabei auch auf andere Wege und Mittel, Schiedsgerichte u. dergl. aerroeift. Die Frage ist für Mele von höchster Bedeutsamkeit und darum empfiehlt inch jene Serie von Aufsätzen der ernstlichen Aufmerksamkeit der Männer und Jünglinge, 2uck der Studiosen unserer alma mater Ludovica. Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. „Silesia", 2. Februar von St. Thomas nach Puerto Plato: „Saxonia", 5. Februar von St. Thomas nach Hamburg; „Polynefia", auf der Reise von Hamburg nach Newyork, 6. Februar Lizard passirt; „Allemannia", 17. Januar von St. Thomas, 7. Februar in Hamburg angekommen; „Holsatia", 3. Februar von Hamburg nach Mexiko, 8. Februar von Havre weiter; „Sueoia", von Newyork Lammend, 8. Februar in Hamburg eingetroffen; „Moravia", 8. Februar von Newyork mach Hamburg; „Bohemia", 6. Februar von Hamburg nach Newyork, 9. Februar von Havre weiter; „Amalfi", 9. Februar von Hamburg nach Newyork; „Thuringia", 21, Januar von Hamburg nach Westindien, 9. Februar in St. Thomas angekommen; »Borussia", 6. Februar von Hamburg nach Westindien, 9. Februar von Havre weiter; „Wieland", 11. Februar von Newyork nach Hamburg; „Francia", 11. Februar von 06t. Thomas nach Hamburg; „Rhaetia", 13. Februar von Hamburg nach Newyork, 15. Februar in Havre angekommen; „Bavaria", 28. Januar von St. Thomas nach Hamburg, 15. Februar Lizard passirt. „Taormina", ab Hamburg, 3. Februar in Newyork angekommen; „Polaria", ,ab Hamburg, 11. Februar in Newyork angekommen; „Rugia", ab Hamburg, 14. Febr. ßn Newyork angekommen. Telegraphischer Schiffrbericht der „Red Star Linie" Antwerpen, ,, Newyork, k4. Februar. Der Postdampfer „Waesland" der „Red Star Linie", welcher am 28. Januar von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier angv- rommen. Schiffs Nachrichten. r- Bremen, 14. Februar. sPer transatlantischen Telegraph.) Der Postdampfer ?mri9nnnct ®apt* A- Kohlmann, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher Januar von Bremen abgegangen war, ist am 12. Februar wohlbehalten rn Baltimore angekommen. (Jms G™i«en'T?-^Cbr«ar- ^-r transatlantischen T-legraph.s Der Pastdampser ^Ms Eapitan Th. Jungst , vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am . Februar von Bremen und am 4. Februar von Southampton abgegangen war, rst am 1-. Februar, 6 Uhr Abends, wohlbehalten in New-Aork angekommen. , ~ Die süßen Brustbonbons stnd nicht Jedermanns Sache; keinesfalls aver rönnen fie sich an Heilkraft, wie an ärztlich controllirtcr Sorgfalt der Herstellung den Sodener Mineral-Pastillen messen, welche unter specieller Aufsicht des kömgl. Sanitätsraths Dr. Stöltzing aus den wirksamen Quellen des beliebten, heilkräftigen Taunusbades Soden durch Abdampfung gewonnen werden. Weit sicherer als aller Zucker übt der Kochsalzgehalt der Sodener Quellen eine Heilwirkung auf die von Katarrh ergriffenen Organe des Halses, der Brust und des Unterleibes, Ehlor- natrium, Ehlorkalium, kohlensaures Natron, kohlensaurer Kalk, kohlensaures Magnesia und Eisenoxydul, schwefelsaures Kali und Kieselsäure in feinster und wirksamster Zusammensetzung bilden die Bestandtheile dieser Pastillen, deren Stoffe die Natur selbst in ihrer geheimnißvollen Werkstätte für die Leidenden vorbereitet. In den Apotheken ä Schachtel 85 H erhältlich. 15g Möchentlichr Aeberficht der Todesfälle in der Stadt Sieken. 6. Woche. Vom 6. Februar bis 12. Februar 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffcr: 30*/*. Es starben an: Zusammen:^ Erwachsene: im vom Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. 1. Lebensjahr: 2.-15. Jahr: Gehirnschlagfluß 1 1 — Persortrendes Magengeschwür 1 1 — — Bauchfellentzündung 1 1 — — Altersschwäche Lebensschwäche in Folge vor- 4 4 — — zeitiger Geburt 2 (2) — 2 (2) _ Lungenschwindsucht 1 (1) • — 1 (1) Atrophie 1 — — 1 Summa: 11 7 2 2 Kirchliche Anzeigen der evangel. Gemeinde. Donnerstag, den 17. Februar, Abends 8 Uhr, Erbauungsstunde in der Kirche, Erlebnisse aus dem deutsch-französischen Kriege 1870/71, Pfarrer Dr. Naumann. 1 i GdtthesMe Eisenbahnen. Die Lieferung der Schreibmaterialien 6 und sonstigen Bureaubedürfnisse für das Jahr 1887/88 soll vergeben werden. Die ’ Bedingungen und das Verzeichniß sind bei unserer Magazinsverwaltung dahier ein: 1 zusehen, Lieferungsangebote versiegelt und 2 mit bezüglicher Aufschrift auf dem Brief- i umschlag versehen bis zum 25. l. Mts., it Vormittags 11 Uhr, an die unterzeichnete s Direction einzusenden. 1135 Gießen, den 12. Februar 1887. n Großherzogltche Direction. t Freitag den 18. ds. Ms., Nachmittags 2 Uhr, - werden im Saale des alten Rath- ' Hauses die an Grobherzogliches Poli- zeiamt Gießen abgeüeferten gefundenen, ke von den Verlierern binnen der gefetz- t lichen Frist nicht reclamirten Gegenstände, darunter goldene Brochen, r Medaillons, Ringe, Armbänder, Perlen- und Corallen - Halsketten, Uhrketten, n Cigarrenspitzen, seidene und wollene e Halstücher, Schirme, Stöcke u. s w-, zu Gunsten der Armenkaffe versteigert. Hiernach kommt noch eine Anzahl J Kleidungsstücke: Herren- und Frauenkleider, und einiges Hausgeräthe zur « Versteigerung. Gießen, am 14. Februar 1887. L Großherzogl. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1138 Donnerstag den 17. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, ' werden die zum Nachlasse der Jacob ' Weimar Eheleute gehörigen Haus- und J Küchen-Ger äthe, Tische, Stühle, Belten, Kisten, Schränke, Kleidungsstücke rc. rc. Schisfenberger Weg 56 meistbietend J gegen Baarzahlung versteigert 1134 Versteigerung. Donnerstag den 17. Februar, Nachmittags 2 Uhr, wird der Nachlaß der Frau Carl Lang ' Wwe., Asterweg 17, besteh, in Möbeln: Sopha, Commode mit Glasaufsatz, Eckschrank mit Glasauf atz, Consolchen, ferner ! Küchengerathe, Porzellan, Stoff zu einem [| neuen Kleioe, neues und altes Weiß zeug 1 rc. versteigert. 1108 Allgemeine Jagdverpächlung. Samstag den 19. Februar, Nachmittags 2 Uhr, soll auf hiesigem Gemeindehaus die Gemeindejagd anderweit auf 6 Jahre verpachtet werden. Die Verpachtung vom 10. d. Mts. ist nicht genehmigt. Bettenhausen, 13. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Bettenhausen. Rücket. 1096 Holzversteigerung in der Königlichen Oberförstern Krofdorf. Freitag den 25. Februar, 9 Uhr, bei Wirth Kahlert zu Krofdorf: Forstschutzbezirk Krofdorf. Distr- Buchwald 13. Eichen: 4 rm Knüppel; Buchen: 20 rm Klafternutzholz (Felgen u. Kammholz), 61 rm Scheit, 29 rm Knüppel, 174 rm Reiser; das. Distr. 15. Eichen: 21 Stamme mit 23,34 fm Inhalt (Glaser- Holz) ; 53 rm Klafternutzholz, 17 rm Scheit, 32 rm Knüppel, 240 rm Reiser; Buchen: 4 rm Scheit, 15 rm Reiser. Distr. Kübett 19 a. Eichen: 39 Stämme mit 18,65 fm Inhalt. 15 rm Scheit, 100 rm Reiser; daselbst, Distr. 22. Eichen: 56 Stämme mit 22,46 fm, 11 rm Nutzholz, 9 rm Scheit, 9 rm Knüppel, 332 rm Reiser. Buchen: 1 rm Knüppel, 319 rm Reiser. Nadelholz : 3 Stämme mit 0,49 fm, 1 rm Knüppel II. El, 29 rm Reiser; daselbst: Nadelholz: 455 Stangen I.—IV. El., 36 rm Reiser; daselbst, Distr. 25. Eichen: 47 Stämme mit 46,33 fm (Glaserholz), 15 rm Nutzholz,. 39 rm Scheit, 26 rrn Knüppel, 282 rm Reiser. Buchen: 1 rrn Klafternutzholz, 34 rm Scheit, 17 rm Knüppel, 207 rm Reiser. Totalität, Distr Kahleberg 9 ad. Eichen: 4 Stämme mit 2,75 fm Inhalt, 33 rm Reiser. Distr. Jungferannawald 6. Eichen: 5 Stämme mit 1,52 fm, 1 rm Klafternutzholz, 3,5 rrn Scheit, 5 rm Reiser; daselbst Distr. 5 a. Eichen: 1 rm Klafternutzholz, 1 rm Scheit, 2 rm Reiser. Buchen: 170 rm Reiser. Nadelholz: 235 rm Reiser. Distr. Buchwald 14. Buchen: 1 rm Scheit, 3 rm I Reiser. | Krofdorf, den 15. Februar 1887. 1141 Müller, Königlicher Oberförster. 1136 Eine Grube Pserdedünger zu verkaufen. Brandplatz 24. r Anzeiger. Holzversteigerung. Donnerstag den 24. d. M., von Vormittags 9 Uhr an, soll im Anneryder Gemeindewald, in den Distrikten Tempel, Altenberg u. s. w., nachverzeichnetes Holz versteigert werden: 159 Eichenstämme von 21—56 Ctm. Durchmesser und 2—12 Mtr. Länge, mit 97 Festm., 104 Fichtenstämme von 15—28 Ctm. Durchmesser und 6—18 Mtr. Länge, mit 41 Festm., 20 Kiefernstämme von 19—31 Ctm. Durchmesser und 6—13 Mtr. Länge, mit 8 Festm., 456 Fichten-Derbstangen von 8—14 Ctm. Durchmesser und 9—16 Mtr. Länge, mit 31 Festm., 2936 Reisstangen mit 40 Festm-, 4,6 Rmtr. Eichen-Nutzscheit. Freitag den 23. d Mts, von Vormittags 9 Uhr an, Brennholz: 71 Rmtr. Eichen-Scheitholz, 30 „ „ Knüppel, 59 „ , Stöcke, 24 „ Nadel'Scheitholz, 56 „ „ Knüppel, 28 „ „ Stöcke, 2150 Wellen Eichen-Reisholz, 10190 „ Radel- „ Die Zusammenkunft ist an jedem Tag am Tempel beim alten Pflanzgarten. Annerod, am 14. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Annerod. Engelhardt. 1139 Ballfchuhe in größter Auswahl und zu den billigsten Preisen empfiehlt 981 Marktstratze v. 1143] Haus- und Nüchenmädchen von Auswärts, mit guten Zeugnissen, suchen Stellen auf gleich u. den 25. März durch Frau Tränkner, Wolkengasse 13. Bekanntmachung. Brennhol^verfleigorung im Licher Gemoinörwald. Freitag den 23. Februar L I. werden im Distrikt Mönchköpfe versteigert : 80,8 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 312,5 „ „ Knüppel, 28 „ Eichen- „ 196,5 „ Buchen-Stöcke, 46 „ Eichen- „ 545 Eichen-Wellen. Der Anfang ist in den Mönchköpfen. Die Zusammenkunft ist am Vicinalweg von Lich nach Burkhardsfelden beim Floß Morgens 9 Uhr. Lich, den 15. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 1140 Aeikgeöolenes. la. Schweineschmalz neue Schlachtung, empfiehlt 1159 H. F. Naffauer. Junge Doggen )u kaufen. 939 Neuenweg 33. Buckskinhosen, Westens Säckchen, Joppen, Arbeiterhosen, Hemden, Blousen, Unterhosen, Metzgerkittel, blaue Hosen u. Kittel, Knaben-An- züge, 200 Buckskinwesten, schön gearbeitet, in la. Qualitäten, ä jü 2,25 u. s. w. bei LouiS Rothenberger, Neuenweg 22. B®- Getrag. Kleider, Schuhe re. halte wie seither ebenfalls bestens empfohlen_______ 995 1 Wasch-Console « Marmor, platte, ovaler Ausltcftttsch, 2 Ktei° Verschränke, sämmtl- volirt u. fast neu, zu verkaufen bei 6 Louis Rothenberger» Neuenweg 22. G* SKbenbö 8 Uhr in Steins Garten abgehalten werden. 1062 Der Vorstand. offerirt die 1125 483 Otto Schaaf» Exped. d- Bl. 1102 *3 <3 Drogerie von Otto Schaaf, Gießen, Seltersweg 39. 1152 Einen Lehrling sucht I» Hetz, Schmiedemftr-, Teufelslustg. . Der heutigen Nummer liegt eine Extrabeilage der Rrcker'schen Buchhandlung bei. 1161 vermischte Anzeigen. 1137 Ein solides Mädchen auf so, gleich gesucht. Ludwigsplatz 14, parterre. 1114 Ein Steinkohlenofen iKoch- osen) billig abzugeben. Gg. Unverzagt, Kaplansgasse 5. Glycerin, Vaselin, Cold Cream, Hirschtalg, Reispuder, Lippenpomade, Caeaobutter, Peru Balsam, Mandelöl Mandelkleiseife Mandelkleie, Baselinseise.. Zu haben bei Die Beerdigung unseres verstorbenen Kameraden Herrn Schutzmann Henn findet Donnerstag den 17. d. Ms, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus (Brandplatz 12) aus statt. 1145 Zusammenkunft um ya3 Uhr im Vereinslokal. Feinste Bourbon Banille 1155 Vor Weihnachten sind zwei Damastservietten m. Monogramm A.H., 30 und 31, verloren worden. Dem ehrlichen Finder eine gute Belohnung. Abzugeben in der Exped. d. Bl. Drogerie Gießen, Zeltcrsweg 39 Gegen aufgesprungene und wunde Haut sind die wirksamsten Mittel: L -r» «edactton. I. Sch-yda. Druck und V-rla, der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Di- heutige Stwwmet enthalt 1 Blatt «. 1 Beilage. Gesucht wird zu einem hiesigen En-gros;@efc6fift jin junger Mann, der schon mit Erfolg gereist hat. Offerten unter A. 1000 an die Erved. dieses Blattes. 115g Todes-Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten hiermit die traurige Mit- theuung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unseren inniast geliebten Gatten, Vater, Sohn und Bruder Johannes Henn, Schutzmann, "ach langem schwerem Leiden in ein besseres Jenseits abzurufen. Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 16. Februar 1887. Die Beerdigung findet am Donnerstag Nachmittag um 3 Uhr vom Sterbehaus (Brandplatz 12) aus statt. 1144 Salz von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhelm aus gradirter Soole dargestellt, ausgezeichnet durch seine Schärfe und Leichtlöslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz, EiSsalz, Mutterlauge, letztere in Salinenkannen, alles bester Qualität, wie allgemein anerkannt, ist stets vorräthig und zu den billigsten Preisen zu beziehen bei Herrn Kaufmann J. G. D. Hupet auf dem Markt in Gießen. Grossh. Salinen- und Bergamt 8 — Bad-Nauheim. Möbelfabrik und -Lager von Carl Stuckrath empfiehlt größte Auswahl in 849 W,1879 Möbeln jeder Art außergewöhnlich BUH gen Preise n. - h V beavjrchtlge, verkaufe den noch vorhandenen Lagerbestand darin tu A * eno5m billigen Preisen. Bei Abnahme von einigen Pfunden I X gewahre noch extra Rabatt, worauf ich di- Herren Händler T Y besonders aufmerksam mache. Wollwaaren werden ebenfalls ru ▼ ▼ Mm annehmbaren Preise ausverkauft. Hochachtungsvoll ♦ ♦ 1154 W. Student, Marktstraße 34. Bürger-Club. »rttaMÄwÄjeStta’’ 8“'U“ Samstag den 26. 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