Nr. 293 Erstes Blatt. Freitag den 16. December 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für bcn Kreis Girßm. ISureaii: Schulstraße 7. .....illH—— Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mar7 20 Pf. r i< T- '„.ge.lolm. Durch die Post bezogen viertel a ^ich 2 Ma .'50 Pf. Deutschland. ][ Darmstadt, 14 Dccember. Heute, als am Todestage der leider so früh verschiedenen Großherzogin Alice, geb. Prinzessin von Großbritannien und Irland, war in den Vormittagsstunden das Mausoleum auf der Rosenhöhe, das bekanntlich die sterblichen Ueberreste der edlen Fürstin birgt, geöffnet. Se. Könlgl. Hoheit der Grobherzog, des Erbgroßherzogv Königl. Hoheit und die Prinzessinnen Irene und Alix, Großh. Hoheiten, besuchten die letzte Ruhestätte der theuren Tobten und legten prachtvolle Kranzspenden weder. Die gestern hier eingetroffenm Erbprinzlich Meintngen'schen Herrschaften haben ihren Aufenthalt hierseldst bis zum Freitag früh verlängert, wo die Weiterreise nach Freiburg i. Br. erfolgt. Die Herrschaften legen nämlich die Reise nach San Remo nicht in einer Tour zurück, sondern in mehreren Etappen, und er werden dieselben, außer in Freiburg, noch in Luzern eine kurze Rast halten. Berlin, 14. December. Die heute hier eingetroffenen Nachrichten über eine Verschlimmerung im Befinden des Kronprinzen, die ihren Ausdruck auch in der beschleunigten Abreise Mackenzie'- nach San Remo finden, habe« die in den letzten Tagen hoffnungsvoller gewordene Stimmung wieder stark beunruhigt. Dem „Berl. Tagebl." wird aus San Remo gemeldet: „Die günstigeren Symptome während der letzten Wochen scheinen trügerische gewesen zu sein, insofern sie zu der Annahme oder Hoffnurg Anlaß gaben, das Leiden des Kronprinzen könne doch etwas Anderes fein als der Krebs." Die gleichzeitige, offenbar von betheiligler ärztlicher Seite herrührende Meldung, daß plötzlich die Wucherung im Kehlkopf sehr rapide und beträchtlich zu wachsen begonnen Habs, spricht allerdings nicht gerade für den krebsartigen Charakter dieser Wucherung, denn der Krebs wächst nicht plötzlich und rapide. Wahrscheinlich handelt es sich wieder um das Auftreten eines neuen Oedems. Berlin, 14. December. Der Kaiser nahm den Vortrag des Wirklichen Geheimerath« v. Wilmowiki entgegen und machte im Laufe des Nachmittags Sine Spazierfahrt. , , „ — Der „Kreuz-Ztg." zufolge würde Graf Brühl, Mitglied des Herrenhauses, einen eigenhänoigen Brief Sr. Maj. des Kaisers, an den Papst zu beffen Priester-Jubiläum überbringen. Arankreich. Pari-, 14. December. Der Deputirte Lamarzells, odft der Rechten, will morgen in der Kammer wegen der Umtriebe des G^meinderathr während der Plästdentschaftskrise interpelliren. — Eine Versammlung der radikalen Linken und der äußersten Linken beschloß die provisorischen Budget-Zwölftel zu bewilligen, vorausgesetzt, daß die Regierung nicht die Vertrauensfrage stelle. Deutscher Reichstag: 11. Sitzung vom 14. December 1887. Die zweite Berathung des Gesetzentwurfs betr. die Erhöhung der landwirth- schaftltchen Zölle wird bet der Position Hafer fortgesetzt. Die Regierungsvorlage schlägt eine Erhöhung auf 3 X vor. Dre Commission hat sich nicht geeinigt. Abg. Frhr. v. Ow, sowie die Abgg. Dr. Delbrück und Schultz (Reichsp.) beantragen 5 X . , _ , Abg. Frhr. o. Ow führt zur Begründung einer Gleich,tellung des Haferzolls mit dem Roggen- und Wetzenzoll an, daß der Hafer namentlich auf ärmerem Boden gebaut und daß am Haferbau namentlich der kleine Bauer bethciligt sei. Es werde durch die Erhöhung des Haferzolls auf 5 X auch der Anschein vermieden, als sollten nur die Interessen des größeren Besitzes berücksichtigt werden. Die Pferdezucht werde durch diese Erhöhung nicht beeinträchtigt. , Abg. Rickert (freis.) bekämpft die Erhöhung des Haferzolls überhaupt. Im Norden müßten die Landwirthe vielfach noch Hafer zukaufen, so in Schleswig-Holstein. Es würde also gerade die Landwirthschaft durch diese Zollerhöhung getroffen werden. Minister Dr. Lucius bittet, es bei der Regierungsvorlage zu belassen. Die Regierung habe bet der Vorlage an den Grundsätzen festgehalten, die 1879 und 1884 vom Hause angenommen worden seien. Abg. o. We dell-Malchow (cons.) schlägt 4 X vor, einen Satz, den seine politischen Freunde für ausreichend erachteten, einen wirksamen Schutz zu gewähren. Abgg. v. Ow und Dr. Delbrück ziehen ihre Anträge zurück. 4 x werden mit 145 gegen 129 Stimmen abgelehnt, 3 X (Regierungsvorlage) mit großer Mehrheit angenommen. Für Buchweizen schlägt die Regierungsvorlage einen Zoll von 2 X vor. Abg. Frhr. v. Ow befürwortet 4 X Abg. Dr. Broemel (freis.) spricht gegen diese Zollerhöhung. Minister Dr. Lucius bittet, nicht über 2 X hinauszugehen. Abg Günther-Sachsen (Reichsp.) constatirt, entgegen irriger Zeitungs- rnittheilungen, daß er und andere seiner Fractionsgenossen, wie der Herzog von Ratibor, Dietz-Barby u. A. gestern für den Satz von 6 X für Roggen und Weizen gestimmt haben. , r 2 X werden, entsprechend der Regrerungsoorlage, mit großer Mehrheit angenommen. ^^^nftüchte empfiehlt die Regierungsvorlage einen Satz von 2 X Abg. Frhr. v. Ow beantragt 4, Abg. Graf zu Stolberg-Wernigerode 3 X 2 X werden angenommen. Für Gerste schlägt die Regierungsvorlage 2.25 X vor. Abg. Frhr. o. Ow, sowie Abgg. v. Hell darf u. Gen. beantragen 3 X Bayr. Bundesbeoollmächtigter Ministerialrath Frhr. v. Stengel wendet sich gegen diese Anträge im Interesse der Bierbrauerei, insbesondere der bayrischen Export- brauerei. Abg. Goldschmidt (freis.) ist gegen jede Erhöhung des Gerstenzolls, wodurch namentlich der kleinere Brauer empfindlich getroffen würde. Die Gerste werde in Deutschland nicht durchweg in der Qualität gebaut, in welcher sie von den Brauereien gebraucht werde. Die letzteren seien deshalb auf das Ausland zum Theil angewiesen. Die deutsche Brauerei habe keineswegs ein Monopol auf dem Weltmärkte, wie man vielfach annehme, sondern müsse scharf kämpfen, um sich gegen die Concurrenz zu behaupten; man möge ihr den Kampf nicht erschweren. Abg. v. Putlkamer-Plauth (cons) plaidirt für 3 X Sollte dieser Gerstenzoll wirklich einen Ausfall für das Brauereigewerbe zur Folge haben, so stehe derselbe immer noch in keinem Berhältniß zur Schädigung, welche der Brennerei durch die neue Branntweinbesteuerung erwachsen fei. Der Brauerei gehe es nicht schlecht, wie die Bierpaläste sowie die Dividenden der Brauereigesellschaften bewiesen. Minister Dr. Lucius tritt für die Regierungsvorlage ein. Abg. Dr. Meyer (freis.) befürchtet von einer Erhöhung des Gerstenzolls eher eine Verschlechterung als Vertheuerung des Bieres. Wenn bisher die jetzige Wirth- schaftspoiitik so ruhig ertragen wurde, so liege das mit daran, daß man erträgliche- Bier zu trinken hatte. Man möge diese Milch der frommen Denkungsart nicht in gährend Drachengift verwandeln. 2.25 X werden angenommen, weitergehende Anträge abgelehnt. Abg. Dr. Delbrück und Genossin beantragen: „Sobald an 60 Borsentagen im Laufe eines Jahres an der Berliner Getreidebörse die Preise für die Tonne Roggen mit wenigstens 180 X, für die Tonne Weizen mit wenigstens 220 X notirt worden ist, treten für die Positionen Weizen und Roggen und Mühlenfabrikate rc. die Sätze des Zolltarifs vom 24. Mai 1885 wieder in Straft. Der Tag der Veränderung wird durch den Reichskanzler festgestellt und bekannt gemacht." Abg. Dr. Delbrück (Reichsp.) begründet diesen Antrag. Er wolle den land- wirtbfchaftlichen Besitz, den großen wie den kleinen, erhalten und er wünsche nicht, daß die Güter in die Hände der Herren Cohn rc. übergehen. Deshalb stimme er für ausreichend hohe Zölle. Andererfeits fei aber auch den Interessen der Consumenten Rechnung zu tragen. Mit der Annahme von 5 X habe man sich zwischen zwei Stühle gesetzt. Dieser Satz genüge nicht zu einem wirksamen Schutz der Landwirthschaft und er schütze den Consumenten nicht vor einer Vertheuerung. Einen solchen Schutz würde sein Antrag gewähren, der demzufolge auch Beruhigung in die Bevölkerung tragen würde. Minister Dr. Lucius wendet sich gegen den Antrag, der das von der Volks- wirihschast verworfene Scalensystem einführen wolle. Wenn eine Mißernte und die Rothwendigkeit einer Herabsetzung der Getreidezölle eintreten sollte, so werde die Regierung ohne Weiteres das Erforderliche veranlafsen, ohne erst 60 Tage zu warten. Abg. Dr. Meyer (freis.) findet den Antrag weder für gut noch für klug. Er werde nur dazu führen, die Spekulation zu erweitern. Dankenswerth sei er insofern, als er das Anerlenntniß enthalte, daß die Zölle die Preise erhöhen. Abg. Dr. Delbrück zieht mit Rücksicht auf die Erklärung des Ministers seinen Antrag zurück. Für Raps und Rübsaat setzt die Regierungsvorlage 3, für Mohn, Sesam und sonstige Oelfrüche 2 X fest. Leinsaat, Baumwollenfamen, Ricinusfamen, Palmkerne und Koprah sollen frei bleiben. Abg. Frhr. v. Franckenstein (Centr.) erklärt, mit dem größeren Theil feiner Freunde gegen diese Erhöhungen zu stimmen. Abg. Schrader (freis.) ist gleichfalls gegen die Erhöhung, die nur von gan- geringem Nutzen für die Landwirthschaft fein könne. Abg. v. Heydebrand und der Lafa (cons.) bestreitet das. Der Napsbau fei für die Landwirthschaft von umso größerer Bedeutung, als seine Bestellung in ver- hältnißmäßig arbeitsfreie Zeit falle. Abg. v. Wed eil-Malchow befürwortet die Rapszollerhöhung. Abg. v. ft ar borff (Rchsp.) erklärt sich gegen den Rapszoll. Derselbe hätte vor 20 Jahren etwas nützen können, heute sei es zu spät; es sei damit wie mit der Wolle. Der Rapszoll wird abgelehnt. Die Regierungsvorlage sitzt für Mais und Dari 2 X an. Abg. Helldorff und Gen. beantragen 4 X, ebenso Abg. Dr. Delbrück und Schultz. Abg. Kimborn (Centr.) spricht sich namentlich mit Rücksicht auf die Interessen Rheinlands gegen die Erhöhung des Maiszolls aus. Abg. v. Schultz und o. Wedell plädiren für 4 X\ angenommen werden 2 X Für Malz (gemalzte Gerste und gemähter Hafer) sitzt die Vorlage 4 «X an. Abg. Helldorff u. Gen. beantragen 5 X Abg. Z eitz (natl.) hofft, daß dieser Antrag zurückgezogen werde, nachdem der Gerstenzoll auf X 2.25 festgesetzt worden. Eine weitere Erhöhung würde die Brauereiindustrie, namentlich die kleinere, schädigen. Der Antrag auf 5 X wird zurückgezogen, 4 X angenommen. Die Regierungsvorlage erhöht den Zoll für Strafimebl, Puder, Stärke, Stärkegummi, Kleber, Arrowroot, Sago, Sagosurrogate und Tapioka von 9 auf 14 X, für Nudeln und Maccaroni von 10 auf la X und für Mühlenfabrikate aus Getreide und Hülsenfrüchten (geschrotene und geschälte Körner, Graupe, Gries, Grütze, Mehl) und gewöhnliches Backwerk (Bäckerwaaren) von 7 X 50 Häuf 12 X Abg. Grad u. Gen. beantragen den Zoll für Mühlenfabrikate auf nur 10 X, außerdem einen Zoll von 1 X für Kleie, Malzkeime und Reisabfälle festzusetzen. Abg. v. Helldorff u. Gen. beantragen 1 X Zoll auf Kleie zu legen. Abg. DisfenS (natl.) beantragt den Zoll auf Hefe aller Art mit Ausnahme der Weinhefe auf 60 X festzusetzen. Abgg. Dr. Windtho rft und Frhr. v. Landsberg-Stelnfurt beantragen einen Hefezoll von 65 X . Abgg. Dr. Brömel und Dr. Meyer (freis.) verbreiten sich über dte Schädigung der Mühlenindustrie und der Stärkezuckerfabrikationen infolge der neuen Zoll- crhöhungen. Auf Antrag des Abg. v. Fischer (natl.) u. Gen. wurden die Sätze der Regierungsvorlage in Consequenz der beschlossenen Getreidezollsätze auf 12 X 50 13 X 50 4 und 10 X 50 4 ermäßigt. Angenommen wird ferner der Antrag auf Erhöhung des Hefezolls auf 65 X Der Antrag auf Einführung eines Zolls von 1 X auf Kleie wird bagegen abgelehnt. Abg. Woermann (natl.) beantragt die Aufnahme folgender Bestimmung: Den Inhabern von Malz-, Preßhefe-, Cakas- ober Biscuit- ober 2eigmaarenTabrifen wird für die Ausfuhr ihrer Fabrikate eine Erleichterung dahin gewahrt, baß ihnen der Ern- gangszoll für eine der Ausfuhr entsprechende Menge des van ihnen eingefuhrten ausländischen Getreides oder Mehles nachgelassen wird. - Der Ausfuhr steht dsiNieder- legung derselben in eine Zollniederlage unter amtlichen Verschluß gleich. - lieber da- hierbei in Rechnung zu stellende AusbeuteverhLltniß trifft der Bundesrath Bestimmung. Nachdem sich Bundescommifsar Krause und Aba. Gamp (Rchsp.) gegen den Antrag ausgesprochen, wird derselbe gegen die Stimmen der Freisinnigen und National- liberalen abgelehnt. Hieraus wird die Weiterberathung auf morgen vertagt. Außerdem stehen auf der Tagesoidnung: Handelsvertrag mit Oesterreich, Etat. Telegraphische Depeschen» Wolffs telegr. 6 Leipzig, 14. December. Proceß Eabannes. Die Beweisaufnahme wird fortgesetzt. Es gelangen zur Verlesung die Gutachien des preußischen Kriegsministeriums und des Ministeriums zu Straßburg über die vom Angeklagten an die französische Regierung gelieferten Derwaltungsberichte; ebenso werden hierüber vernommen als Sachverständige Oberst v. Goßler, Major List und Geheimrath Harff. Danach gewähren die Berichte ein authentisches Bild über den Stand der Ernte, den Stand von Handel und Industrie, über Gesundheitsoerbältnisse, Militäroerhältnisse, Rekruten- aushebung, Hochbauten, Wasserbauten, Siraßenbauten, Herstellung und Befestigung von Brücken, Canalbauten, Anlegung neuer Eisenbahnen und Straßenbahnen, Vermehrung der Geleise und öffentliche Stimmung der Bevölkerung. Ste verschafften der französischen Regierung werlhvolles Material für zukünftige Kriegsoorbereitungen, indem sie dadurch ein vorzügliches Orientirunasmittel über die gelammten in Elsaß- Lothringen vorhandenen Hilfsmittel erhielt. Die Berichte mußten deßhalb zum Wohle des deutschen Reiches geheim gehalten werden; auch ein Laie konnte darüber nicht in Zweifel sein. Der Sachverständige Hcnff betonte namentlich die absolute objektive Zuverlässigkeit der Berichte, die ihnen besonderen Werth verleihen. Der Angeklagte bemerkt, er habe auf die Berichte keinen Werth gelegt. — In der Nachmittags-Sitzung werden weitere Schriftstücke, die Angeklagter aus der Canzlei des Straßburger Bezirkspräsidiums entwendet und nach Frankreich gesandt hat, verlesen und darauf die Beweisaufnahme für geschlossen erklärt. In der nächsten Sitzung am Donnerstag finden die Schlußoorträge statt. Die Verkündigung des Urth-ils ist nicht vor Samstag zu erwarten. Wien, 14. December. Das „Fremdenblatt" führt aus, die optimistische Auffassung in der inländischen und auswärtigen Presse über das Verhältniß Oesterreich- Ungarns zu Rußland scheine auf einer vollständigen Verwechselung der militärischen und politischen S.tuation zu beruhen. Die diplomatischen Beziehungen zu Rußland seien andauernd durchaus freundlicher Natur. Was die militäriiche Situation anlange, so habe sich nichts geändert oder gebessert. Wenn auch in letzter Zeit nichts Erschwerendes hinzugekommen, so sei doch zweifellos, daß eine militärische Machtverschiebung an der Grenze im Zuge sei, welche schon jetzt die ernsteste Wachsamkeit herausfordere und, wenn fortgesetzt, eine allmälige Erhöhung der österreichisch-ungarischen Streitmacht zur Erhaltung des militärischen Gleichgewichts erheischen würde. Die Tendenzen der österreichischen Politik seien andauernd friedliebend. Die von französischer Seite verbreitete Nachricht, als ob die deutsche Negierung und die deutsche Presse durch den Kriegslärm die Militärvorlagen durchdringen wollten, sei eine ganz alberne Fabel. Am Schluffe beißt es: „Wir glauben, die Regierung handelt den Jntereffen der Monarchie am meisten entsprechend, wenn sie Alles aufbietet, um ein günstiges politisches Verhältniß zu Rußland zu erhalten, und Alles vermeidet, was eine friedliche und freundliche Auseinandersetzung hindern könnte, bauet jedoch stets sorgsamst darüber wacht, daß im Falle eines Scheiterns dieser Bemühungen die militärische Situation der Monarchie nicht von vornherein eine ungünstigere geworden. Die Aenßerunyen der Vertretungskörper berechtigen zu der Zuversicht, daß die gesammte Bevölkerung bei aller Friedensliebe und allem Friedensbedürfniß jederzeit bereit sei, für die Sicherheit des Reiches mit ganzer und voller Kraft einzuireten. Lokale-. Gießen, 15. December. ^Schwurgericht.) Die gestrige Verhandlung gegen Johannes Zöckler IV. von Köddingen, welcher beschuldigt war, am 23. September ds. Js. vor dem Schöffengericht zu Ulrichstein einen falschen Eid geleistet zu haben, währte bis zum Abend, konnte jedoch nicht zum Abschluß gebracht werden, da die Verbringung des Angeklagten in eine Irrenanstalt jur Beobachtung seines Geisteszustandes für erforderlich erachtet und ausgesprochen wurde. — sTheater.j Der große Erfolg, welchen die neueste Gesangsposse „Der Stabstrompeter" am vorigen Sonntag errungen, bat die Direction veranlaßt, das lustige Stück heute nochmals zur Aufführung zu bringen. Vermischte-. A Aus Rheinhessen, 14. December. Die Handelskammer in Bingen bat in ihrei letzten Sitzung beschlossen, die hessische Regierung um Veranstaltung einer Enquete zu ersuchen, ob und inwieweit die allgemein laut gewordenen Beschwerden über die häufig mißbräuchliche Führung und wucherischen Betriebe der sogenannten Abzahlungsgeschäfte unter Vorbehalt des Eigenthumsrechts auch innerhalb der Grenzen des Großherzoathums zu Tage getreten seien. Zugleich soll der Antrag gestellt werden, im Falle der Begründung zur Beseitigung und Verhütung der Ausschreitungen und Mißstände die geeigneten Maßregeln, wie Stellung dieser Anstalten unter behördliche Controle rc., zu treffen. A Mainz, 14. December. In dem jüngst erwähnten Strafproceß gegen die beiden untreuen Beamten der Firma Dörr u. Reinhard in Worms wurde heute von dem Landgericht das Urtheil publicirt. Buchhalter Hamm erhält 1 Jahr 9 Monate und Commis Balz 9 Monate Gesängniß. Ersterem wird 1 Monat und Letzterem 3 Monate Untersuchungshaft in Anrechnung gebracht. — In dem Rhein hier wurde gestern ein eigenthümlicher Fund gemacht. Von Uferarbeitern wurde nämlich der Unterkörper eines etwa 8 Jahre alten Knaben gelanbet. Die Beine trugen eine sehr gute Bekleidung, während der Körper selbst schon ganz in Fäulniß übergegangen war. Ob hier ein Verbrechen vorliegt oder ob die Verstümmelung des Körpers eine Folge der vorgeschrittenen Verwesung ist, wird sich schwer feststellen lassen. — Nächsten Sonntag findet im Museum hier mit einer entsprechenden Feia die Enthüllung einer Büste von dem unsterblichen Meister, Maler Philipp Veit, statt. Die Festrede wird Hofrath Dr. Schäfer von Darmstadt halten. — Während noch vor einigen Tagen von allen Seilen Klagen über den niederen Wasserstand des Rheines laut wurden, steigt der Strom eben derart, daß schon wieder Befürchtungen einer Ueberschwemmung auftauchen. In den letzten 24 Stunden ist das Wasser über einen halben Meter gestiegen. A Aus Rh ein Hessen, 14. December. Die Stationshalle der Secundärbahn in Wies-Oppenheim wurde vorverflossene Nacht von dem Winde zusammengerissen und deren Beslandtbeile in alle Winde vertheilt. — In Finthen wurde heute Morgen ein wohlhabender Mann aus genannter Gemarkung an einem Lattenzaun erhängt gefunden. Literarische-. Universum. Wir kommen mit jedem neu erscheinenden Heft dieser vortrefflichen Zeitschrift mehr zu der Ueberzeugung, daß das „Universum" als das entschieden, vollkommenste von allen ifluftrirten Journalen, welche überhaupt bleibenden Werth beanspruchen, bezeichnet werden muß Das „Universum" ist kein Blatt, welches auf die Lüsternheit und Frivolität des Publikums spekullrl; alles Sensationelle ist ihm fremd, dafür ist es aber ein echt deutsches FamiUenblaN ersten Ranges, an welchem unsere Frauen und Töchter einen reichen Schatz des Genusses finden werden. Aus dem auserlesenen und mannigfachen Inhalt des eben erschienenen 9. Hefte- seien nur hervorgehoben: Der spannende Fortgang des packenden Romans „Nero- von Ernst Eckstein, die interessanten Aussätze „Am Latzfonser Kreuz" von H. E. o. Berlepsch, „Ein Besuch bei Dr. Holub und seiner Gattin", „Kamerun - Vorti äge" von Dr. Max Buchner, der Anfang der fein geschriebenen preisgekrönten Novelle „Mein Stern" von (5. Lauckner und die reizend illustrirte und unser Gesellschaftslaben mit treffendem Witz streifende Plauderei „Zur Eröffnung unserer Salons". Glicht minder wird das Interesse gefesselt duich den reichen Inhalt der „Allgemeinen Rundschau" dieses Hestes, welche unter Anderem auch eine von der Künstlerhand H. Nestel'- nach der Natur gezeichnete Abbildung der Villa des deutschen Kronprinzen in San Remo bringt. Die Kunstoeilagen: „Adrian Brouwer und seine Modelle" von G. Papperitz ( u vhotozr. Druck), „Menuet" von R. Reinecke und „Was die Moorsrau braut" von E. Unger (m Holzschnitt, letzteres sogar zwcifarb g gedruckt) und in harmonischer Verbindung mit demselben auch die Textillustrationen zeichnen sich wieder durch die Eleganz und den Geichmack der Auswahl und Ausführung wie durch ihren hervorragenden künstlerischen Werth ganz besonders aus. - ----------- — Ein treffliches Unterrichtsmittel und für Viele zugleich eine sehr willkommene Festgabe ist die soeben im Verlage von I. I. Weber in Leipzig erschienene BolkS- Zeicherr-Echrrle. Em Großfoliohefr von 40 Tafeln, auf starkes, sestes Papier gedruckt, zunl Preise von nur 2 Jt. Handel und Verke hr. — sBei Postsendungen zu brachten.) Richtigkeit, Deutlichkeit unt> Vollständigkeit der Aufschrift bei Postsendungen sind unerläßliche Vorbedingungen für die ordnungsmäßige Beförderung und Bestellung dec Postsendungen. Zur Vollständigkeit der Aufschrift gehört bei Briesen rc. nach Städten die Angabe von Straße und Hausnummer. Das Fehlen dieser Angaben beeinträchtigt die ordnungsmäßige Abwickelung des Bestelldienstes zum Nachtheile der Briefempfänger, sowie der Absender sehr oft in empfindlicher Weise, denn es wird das Bestellungsgeschäft verlangsamt, weil die Vervollständigung der Adressen sehr viel Zeit und Mühe erfordert, die Erledigung von Aufträgen kann mehrfach nicht rechtzeitig erfolgen, in vielen Fällen werden die Sendungen unbestellbar. Eine gründliche Besserung würde nur bann eintreten, wenn bei dem gelammten Postverkehr bei der Angabe des Wohnorts sowohl im kaufmännischen wie im rein privaten Verkehr und ohne Rücksicht darauf, um welche Arten von Postsendungen es sich handelt, auch die Wohnung selbst (Straße und Hausnummer) angegeben würde. Namentlich empfiehlt es sich, in der Unterschrift ober im Vordruck am Kopfe der Geschäftsbriefe, Wechsel, Rechnungen, Ankündigungen, auf der Außenseite der Briese, auf den Abschnitten der Postpacketadressen und Postanweisungen u. s. w. der Firmabezeichnung eine Angabe über die Lage der Wohnung bezw. der Geschäftsräume des Absenders nach Straße und Hausnummer hinzuzusugen. Mit Rücksicht auf den in der bevorstehenden Welhnachts- und Neujahrszeit wesentlich gesteigerten Packet- und Briefverkehr wirb auf die Anwendung richtiger, deutlicher und vollständiger Aufschriften bei Postsendungen besonders aufmerksam gemacht. * Frankfurt, 14. December. Aus dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JL 5.00—5.50, das Gescheit» 12—15 Eier das Hundert JL 0.00—0.00, bad St- 6-8 Butter im Großen ./M 00.00—0000, im Detail das Pfund vtt 1.10 bis 1.30, Weißkraut per Stück 15-20 Rothkraut per Stück 25—30 Kohlrabi per Stück 3—4 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 35—60 A, Kalbfleisch 40—50 H, Schweinefleisch 65—75 H, Hammelfleisch 45—60 1 Haha vM 0.70—1.50, 1 Huhn JL 100—2 20, 1 Ente JL 1.50—3.00, Gans Pfund 55—65 A, 1 Taube 40-50 4, Welsche J6 12 00-00 00. Limburg, 14. December. Rother Weizen pro Malter X 1465, weißer Welze« 14.50, Korn v4L 1020, Gerste JL 9.45, Hafer 5.70, Erbsen JL 00.00, Kartoffeln JL 0.00. • Kirchliche Anzeigen der toangd. Gemeinde. Donnerstag, 15. Decbr, Abends 8 Uhr, Adventsandacht in der Siadtkirche, Pfarrer Dingeldey Gottesdienst der israelitischen Religionsgesellschast. Freitag Abend 3« UJr, Samstag Vormittag 8» Uhr, Predigt des Herrn Rabbiner Dr. Cahn aus Fulda 930 Uhr, Samstag Nachmittag 3* Uhr. Samstag Abend 4" Uhr Allgemeiner Anzeiger Marktstraße 4. 7590 in Friede Rüger, Kreuzplatz 4. Auch in diesem Jahre hat mir eine der größten Fabriken Deutschlands den Verkauf sämmtlicher Sorten JFils-Sch/uhuwawn übertragen und kann ich verehrt. Publikum bei reichster Auswahl staunend billige Preise stellen. Auf Wunsch Auswahlsendungen. 8498 S. Elsoffer. Kinderspielwaaren aller Art, sowie selbstgefertigten angekleideten Pvppen in allen Trachten, Pupperrgrst llcn. Köpfen und Täuflingen rc. zeige ergebenst an. 8996 Ten An- und Verkauf von STAATSPAPIEREN & LOOSEN besorgen billigst reell SCHULHOF & Co., Die Eröffnung meiner Weihnachts-Ausstellung Bekanntmachung. %vcitaß den 16. d Mts. und die folgenden Tage werden ! de» Nachmittags von 1—3 Uhr im städtischen Magazin am O-walds- garten Christbäumchen zu dem Preise von 10, 20, 40 ; und 60 H ausgegeben. Gießen, den 15. December 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. _____________________ A. Bramm. 9304 Bekanntmachung. Der Voranschlag über Einnahmen und Ausgaben unserer Gemeinde für das Etatsjahr 188R/89 nebst Beilagen und BerathungSprotokoll liegt zur Einsicht^aller Interessenten acht Tage lang auf dem Bureau des unterzeichneten Gießen, den 16. December 1887. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde Gießen. M. Hom berge r.9296 Fuhr Arbeiten. Die Anfuhr der Blendsteine für die klinischen Neubauten vom Bahnhof Gießen nach dem Bauplatz, soll im Submissionswege vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen in un'erem Bureau zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten bis zum 20. dieses Monats, Vormittags 10 Uhr, verschlossen und mit entsprechender Aufschrift versehen, einzureichen sind. Gießen, den 14. December 1887. Großh. Kreisbauamt Gießen. Walter. 9294 Dünslag den 20 Heccinder, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Aobanncs Schmitz Eheleuten gehörigen Immobilien: Flur 1 Nr. 77 — 44 Meter Grabgartcn aus die Bach, „ I Nr. 78 - 44 Mtr. Hofraithe das., „ 1 Nr. 79 — 25 Mtr. Hosrailhe das., „ 1 Nr. 80 — 19 Mtr- Grabgarten das, „ I Nr. 81 — 19 Mtr. Hosraum mit Werkstätte das., „ I Nr. 82 —19 Mtr. Grabgarten das., „ II Nr. lb — Bleichhaus am Wismarer Weg und an der Lahn. „ II Nr. 86 - 2112 Mtr Acker, Lap- gärten, stoßen aus die bleiche, Mtr. Acker das., * Wiese „ Acker „ Wiese „ „ Acker „ „ Wiese „ der Hohleiche gegen der Leimenkaute, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 8. December 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. 9145 „ II Nr. 87 — 2238 „ II Nr. 88 - 662 „ II Nr- 89 — 650 „ II Nr- 90 - 650 „ II Nr. 91 - 1283 „ II Nr 92 — 575 „ II Nr. 93 - 512 „ II Nr. 93a — 10a0 „ II Nr. 94 — 675 „ II Nr. 94a — 700 „ II Nr. 95 — 981 „ II Nr. 96 — 1962 „ II Nr. 99 - 550 Wachsstöike, WeihnächlsKerzen in großer Auswahl bei 9283 Emil Fischbach. Hamburger 9308 Zisch- u Deiicateffen-Hand!ung. A. Hoch Aachf. empfiehlt heute und die nächsten Tage eintreffend: Lebend frische Helgol. Schellfische, Ostender Seezungen, Sechte, Länder, Seezungenfilet, leb. Spiegelkarpfen, lebende Schleien, schönste vloldfische, Kieler Sprotten, Räucheraale, Bücklinge, Lachs, div. frische Delicateffen. Christ bä umchen [9305 zu haben auf der LievigShöhe. Denaturirter Spiritus billigst bei 9306 Earl Hoffmann Aeehte Malzextract-Bonbons aus der Medicinal-Drogarie Olle Schaaf, Giessen Selters weg 39 sind aas bestem Zucker und achtem Malzextract bereitet und enthalten letzteres in grösstmöglicher Beimischung. 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Jede Familie sollte auf die „Thier-Börse“ abonniren, roeldje in Berlin erscheint (Herausgeber Dr. Langmannl und neben vor- zügltchen Illustrationen und interessantem Text in ihrem Inseratcntheil ein ersmopfendcs Bild von dem gewaltigen Kauf-, Verkauf» und Tausckverkehr unter den Thterzüchtern und Thierliebhabern des In- und Auslandes gewährt. Der Abonnementspreis ist so billig, daß er gar nicht in Betracht kommt, nur 80 Pf daS ganze Vierteljahr, vom Briesträger in die Wohnung gebracht 65 Pf Man abonnirt nur bet der nächstgelegencn Postanstalt oder beim Briefträger. Bestellungen per Januar, Februar und März wolle man reckt bald bei der Post aufgeben, damit man Nr. 1 des neuen Jahres rechtzeitig erhält. Wer Thiere jeder Art kaufen, verkaufen oder tauschen oder Geschäfts- Anzetgen wirksam veröffentlichen will, annoncirt nur in der .Thier-Börse", die in einer Auflage von 20,000 den größten Leserkreis bat. Die Expedition der „Thier-Börse" Berlin S, sowie die Agenten der „Thier-Börse" und alle Annonccn-Expeditionen nehmen Inserate zum Originalpreise an- -lgenten werden an allen Orten Deutschlands, Oesterreichs und der Schweiz angestellt. Geeignete Bewerber wollen sich melden. Chnstbescheerung für arme Kinder. Der Unterzeichnete und seine Schulkinder haben auch in diesem Jahre wieder eine Weihnachtsbescheerung (achtunddreißigste) für arme Kinder veranstaltet. Wir haben uns zu diesem wohlthättgrn Zwecke abermals an die edlen Freundinnen und Freunde unserer Sache gewandt, und dieselben haben uns ferne Fehlbitten thun lassen, sondern sie haben uns wieder so überaus reichliche Unterstützungen zufließen lassen, daß wir in der sehr freudigen Lage waren, 156 armen Kindern eine Weihnachtssrevde bereiten zu können. Allen diesen wohlwollenden Geberinnen und Gebern sprechen wir hiermit öffentlich unseren innigsten Dank aus, und ganz besonders danken wir Fräulein Möser, Lehrerin der weiblichen Arbeiten, für die Zuwendung einer so sehr reichlichen Gabe. Zu unserer Bescheerung, die in unserem Schulhause (Schillerstraße) am kommenden Sonntag brn 18 Decemder, Nachmittags 4 Uhr, stattfinden wird, laden wir hiermit freundlichst ein. Die Gaben für die Kinder, welche im genannten Schulhause angebracht sind, können jedoch schon von Nachmittags 2 Uhr an in Augenschein genommen werden, und wir sind mit Vergnügen bereit, über bereit Verwendung und Verkeilung nähere Auskunft zu ertheilen. Curschmann, Lehrer. ■ez&i. (Stn-zet^en, /caiten etc. eto> seltneatiye^ertüpt ^ez/o&uH^:»- untd ^ezfrnä/i./ztntp - (Siizei^en in ofätief- u. rton^ot>n■ ■z unc/ (£t’tsötattiniy. sowie die dazu paßenden wrt und o/;'ne 97Zc»iog; ammo X Mliiung! PelzwiArai. | Ich verkauft von heute an selbstgefertigte 5 schöne ? schwarze Damenmuffen S per Stück 1 Mark 40 Pfg. § Dauerhafte schwarze Muffen von amerik. Oppossum, von 4 Mark an. / Z Ferdinand Schultheis, Ä Kürschner, "S 93Q3 cm Hotel Cinbovn Parfümerien und Toilettemittel, feinste Seifen, Blumendüfte etc., grosse Auswahl bei 9231 Otto Schaaf, Selters weg 39. • Xpecialiiai in Teppichen, Vorhängen n. Tischdecken. ® ^^k Zu Weihnachtsgeschenken besonders geeignet empfehle als sehr preiswürdig: ^^k Sopha und Zimmervorlagen in schönen neuen Mustern, 140x200 Ctm. groß, von Mk. 6.— an per Stück. ^B Tischdecken, CommoVe und 9tähtischdecken, per Stück von 70 Pf. an bis zu den feinsten Plüschvecken. ^B Bettvorlagen von 70 Pf. bis Mk. 10.— per Stück. Cngl. Neisedecken von Mk. 8.— an bis zu Mk. 35.— per Stück. Linoleum Teppiche und Vorlagen. Weiße und creme Gardinen, abgepaßt und im Stück, von Mk. 3.— an per Fenster. SSS Aeltere, zurückgesetzte Teppiche, Vorlagen und Tischdecken -1------ verkaufe, um damit zu räumen, zu jedem annehmbaren Preise. 9003 /^3k :d Ernst Blödner, MnhMrM 12. X Ausstellung. Die Ausstellung der Arbeiten meiner Schülerinnen findet Sonntag den 18., Montag den 19. und Dienstag den 20. December, von io—4 Uhr, in dem Schullokale statt. Die geehrten Eltern meiner Schülerinnen 1 sowie Freunde meiner Schule lade ich hierzu ergebenst ein. Achtungsvoll 9289 Lina Möser. Luthersestspikl ni Gießen. Freitag den 16. d. Mts-, Abends 81/» Uhr präzis: Leseprobe mit dem Registeur in dem großen Saale des Realgymnasiums. 9301 Das Comite. Wir laden hierdurch freundlichst ein zu der Meihnachts-Rejcheerung der Kleinkinder-Bewahranstalt die am nächsten Sonntag den 18. December, Nachmittags 5 Uhr, in der städtischen Turnhalle stattftnden soll. Eintrittsgeld zum Besten der Anstalt für den Saal unten 20 für die Gallerten 10 H. Eingang von der Südanlage aus. — Eintrittsgeld für die besonders abgeschlossenen nummerirten Plätze im Saal 50 Eingang vom Hof der Turnhalle aus; die Kartcn zu diesen Plätzen wolle man bei den Schwestern in der Kleinkinderschule oder bei dem Unterzeichneten abholen lasten, auch sind sie, soweit der Platz ausreicht, am Sonntag an der Kaste zu haben. Für die Angehörigen unserer Kinder werden gleichfalls besondere Plätze hergerichtet, Eingang vom Hof der Turnhalle aus. Die Turnhalle wird um 4 Uhr geöffnet. Gießen, den 12. December 1887. Der Vorstand der Kleinkinder-Bewahranstalt: Dr. Naumann, 1. Pfarrer. Jenseits abzurufen. 9310 Gießen, den 14. December 1887. Die trauernden Eltern und Geschwister. Die Beerdigung findet statt Freitag Nachmittag 2 Uhr vom Sterbehause Frankfurterstraße 103. Todes Anzeige. Verwandten, Freunden und Bekannten machen wir hiermit die traurige Mittheilung, daß es Gott dem Allmächtigen gefallen hat, unsere innigstgeliebte Tochter und Schwester Wilhelmine Reinachmidt nach langem schweren Leiden im 16. Lebensjahre in ein besseres 9302 Eine Frau zum Austragen von wollenen Artikeln sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl.__ 9297 Ein tücht j. HauSbursche gesucht durch Wittlich, Grünbergerstraße 15 9298 Ein tüchtiges Mädchen, mit guten Zeugnissen für Küche und Haushalt auf sogleich oder später gesucht. Monatlicher Lohn X 15.—. _____Fr. M. Keßler, Neuenweg 33. Milchkutscher | gesucht von Friede. Textor, Hardt. 9250 Es wird zum 1. Januar oder später ein tüchtiges, älteres Mädchen nach auswärts gesucht. Ost-Anlage 3t, II. Stock. Mk. 30,000 | sind auf eine gute und erste Hypothek, ■ getheilt, oder zusammen zu 4* 2 % I zu verleihen. Offerten unter L. 1514 ■ an die Exped. d. Bl. 9287 1 Wermietyungen. 9285] iMöblirtes Zimmer zu vermiethen. _______________Alicestraße 19, Nebenh. 9292 Ein kl für sich abgeschlossenes Logis, bestehend aus 3 Stuben, Küche u. s. w., im Hinterbau meines Hauses ist zu vermiethen. Karl Zimmermann, Neuen Bäue 15. 9089] Mehrere kleine Logis zu ver- miethen bei E. H. Müller, Schillerstr. 8520] Laden zu vermiethen Wallthorstraße 6. Vermischte Anzeigen. j 9288 Ein Kindermädchen wird gesucht^__Von wem? sagt die Exp. d. Bl, Gesucht. Ein braver Bursche, der auch ein Pferd bedienen kann, für mein Flaschenbier- Geschäft gesucht. Gute Zeugnisse erwünscht. 9293 H. Schmall, Hess. Hof. Samötag den 17. d. MtS., von 8 Uhr ab: Herrenabend bei Mitglied Denker, zum Stern. Gesucht auf 1. Januar 1888 zu zwei Kindern von 3 und 5 Jahren ein gediegenes älteres 1 Mädchen (oder Frau!, welches gut nähen \ und bügeln kann. 9290 , Näheres bei Frau Müller, Löwengasse. I Schlachtete heute ein 9299 junges dick fettes Pferd. Pferdemetzger Keßler, Neuenweg 33. Photographische Anstalt Franz Gerbode Giessen Kaplansgasse (nächst dem Kreui). Anfertigung von Photographien in jeder Art und Oröss?. 3929 Aufnahmen bei jeder Witterung. Neues Theater in Giessen. Cafe Leib. 9295 Freitag den 16. December 1887: Der Stabstrompeter. Gesangsposse in 4 Akten von W- Mannstädt. Personen: Otto Woisch. Schulze August Mampe, Conditor Eva, seine Frau Alwin Gittermann. Franziska Buisson- Max Heinrich. Max Hoofacker. Adolf Klein. Betty Heigl Hugo Fischer. Richard Kreißel. Stabstrompeter Valeska Fernbach Wuppe v Borowsky Wimmer Frau Wimmer Lehmann . . - Franz. Rottmeyer. Dorchen, s Schwester, Margarethe Bauer. Amalie, sein Mündel Selma Hesse. Moritz Werner, Laura i i-Mampe'sLina Heigl- Antonius! Diensten William Langley. Ein Dienstmädchen Bertha Winter. Ein Schusterjunge Ludwig Mantel. Ein Conditorlehrling Bertha Senger. Ansang ganz präciS 8 Uhr. Billets sind zu allen Plätzen vorher nur in der W. Ferber'schen Universitätsbuchhandlung zu haben. Coursbericht der frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3% 14. December 1887. Franks. Bank-Dtsconto 3°/ö 4% Preußische Consols 106 60 3V2% do- 100.40 40/0 Nassauer Oblig. 102.3" 4°/o Bayerische Oblig. 105.50 40/0 Badische Oblig. 104.70 4% Hessische Oblig. 105 00 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. alte 101 00, neue 102.20 3‘/2°/o do. 97.30 41/2°/o Franks. Landwsch. Creditbk.- Oblig. 102.60 4% Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. 102.00 W/o do. 9730 5% Buderus Oblig. 103.90 3