1887 Samstag den 15 October Ar. 210. Amts- und Anzcigebtatt für den Kreis Gießen Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Oureaur Schulstraße 7. Gießen, am 12. October 1887. eine uttciinyv ’n» • • Besürchtung der Möglichkeit Veranlassung, vatz der Anschauung, daß versewe m oer versticbem Gebiete noch ver- i s ä» »«*"« ** hör ODfaHAtat Nt-ranlafiung, oasi OieieiüK mr-iS vierteliabrlick 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. und dann eine Entzündung der tiefer liegenden Gewebe unter den mucosen Membranen (feuchten Schleimhäuten) eintreten könnte, welche zu strukturellen Veränderungen der tiefer liegenden Gewebe unter den Schleimhäuten Anlaß geben könnte. Die Hauptaufgabe der Aerzte ist nun die Verhütung einer abermaligen Entzündung der Luftröhre, wozu vor Allem warmes Klima und Enthaltung vom Sprechen nothwendig find. Wahrscheinlich wird .^Kronprinz stch in Kurzem nach San Remo oder Nervi begeben. Augenblicklich besteht dii Krankheit in chronischem Kehlkops.Katanh, aber von ziemlich hartnäckigem Cbarakter. Die Aerzte zweifeln nicht, daß dieser durch den Aufenthalt im warmen Klima und durch Schonung im Sprechen beseitigt werden kann. Viel zur Hoffnung aus baldige Genesung trägt dar vorzügliche Allgemeinbefinden und L 76 Ifthnlidie vortreffliche gute Laune des Kronprinzen bei. — Immer guten - w^^Aiche Ausfpruch lautet. Sowohl Dr. Schrader wie Dr Novell die beiden Aerzte, welche den Kronprinzen begleiten, find tüchtige Plötzlich vorkommendem Falle zweifellos Tüchtiges lststenDünnen. Petersburg und Moskau M bemüben Rußland zu einem selndsellgen Vorgehen gegen Deutsch, ucy vemuyen, nrttn .mrutrefienden Auffafiunc lne, Mc n C « ondenten der „Köln. Ztg." aus dem Bestreben, die Unzu- sriedenheil mit den nneren Zuständen aus dar Ausland abzulenken und durch Ken Kriea ,u Reformen im Innern zu gelangen. Der Unwille gegen die innere Volittk Äs Grafen Tolstoi ist im Wachsen, die Mißstände der inneren Vermal. 7\ immer mehr um fich und finden in immer weiteren Kreisen Ver- ständniß und Widerspruch. ®'e innere Politik ist nicht recht in der Lage, eine 111 erttnaen ste sucht deshalb mit allen Mitteln eine solche von stch «Aalten Ao kommt es, daß die an der inneren Politik beteiligten Kreise lleLelinBewegungsetzen, um das russische Volk mit der auswärtigen MtiUu beschäftigen - ein Kunstgriff, welcher übrigen« weder neu, noch aus die Dauer wirksam ist. Wer mit russischen Dingen vertraut ist, der muß in der deutschseinblichen Bewegung in Rußland nur den Ausdruck der Kampse» zwischen der Politik im Innern und im Aeußern sehen. Dl- Pariser russtsche Botschaft läßt jetzt durch die „Agence Savas" bett kekannttn sranzv ensreunbllchen Toast de, Großfürsten Nicolau« aus dem Damoser Uruguay" al« eine burleske, phantastische Erfindung dementlren ttn Dmentt welche» gegenüber den bestimmten Versicherungen von Wort, und Augenzeugen als höchst zweifelhaft erscheint Die Eraebniffe der Neuwahlen zur bulgarischen ^obranie SntiA „nr Es find 258 RegierungS-Candidaten gewählt, denen nur 2pDDD0RtbnelIe mdR Anhänger Zankosss, gegenüberstehen; 20 Mandate bleiben blMur nächsten Sobranje unbesetzt, da es sich hierbei um Doppelwahlen hnnhpu unh Nachwahlen nach der bulgarischen Versaffung nicht gestattet find. gezählt Eden^d7ch"da«^lst^bü fättiae« Die Hauptsache für die Regierung de» Fürsten Ferdinand ist. daß sie I Angelegenheiten wohl oder übel Rechnung tragen müffen. Nach in London aus Teheran eingegangenen Mittheilungen scheint es um I ... -st»-.«»» »!->-- *> SK* *’ ....14. ..«.Aöfnmttipn fei. nacv an- 21. Februar. . .rx.,. «rnnvrinzen meldet.man dem Hebet das Befinden des deutsch ^^ckenzie aus Baveno „Berl Tagbl." au» London. Soeben D r M bQ| Allgemeinbefinden London zurückgekehrt. Nachdeinen .v 9 t üorjügli4i roa8 der Kronprinzen erfreulich, fein Appeni u ' Wucherung feit Monaten »>«>»-»«wi- im »-«- m>h«»dw E<1» -» » .11 unbegrlWl nungen Raum zu Bejorgmffen, welche uq v' v {önnm Der chro- Heraurstellen büßten, ble doch nickt er »9^^ Luftröhren-Sntzünbung, nilche Kehlkops.Katarrh zeigt näm ich Neig g Kronprinz während der und an dieser, begleitet von starkem 5ie ’ utt$)Uie Luftröhren > Entzündung würbe wvhl°DanN°f°rUg"r I gegangen genommen «n m ^"^^H'ün.S'efoimen'Tei,' nach an der Aufenthalt irn ,üblicheren Klima berei s von $ allein | ber Anschauung, daß derselbe in der^Wüste ^veret» @eblcte noch ver Mung verschwand und der, unmittelbar frühere Schleimhäute, glebt zur ' 1 Betreffend: Den Termin zur Einsendung der Gemeinderechnungen pro 1886/87. Das Großherzogltche Kretsamt Gießen -n »u-Z «w iÄ*.— Diejenigen von Ihnen, welche unserer Auflage vom 4. Ium l. I. - Anzetger Nr. noch gnng mit Frist von 3 Tagen erinnert. pr, Boekmann-------------------------- Politische Ueberficht. Gieß«», 13. October », ,.,(..,«..11«. SÄ SeWlMllW™ Ä 'S „e, 4„,WW«u.M>«»l.«»«« 'ist' aber über die größeren Se'etzgeb nschen Arbeiten oon ben geschäftigen so ’enin^kt^is/isÄ-Verficherunas*Gesetze für die Arbeiter rü4t auf tritt, ber WM iwibe mWjewnw genannten Entwürfe bc l«? .£ «TSS“ ..Köln Ria." aus dem Bestreben, die Unzu- Seinen noch gar keine Geleg nh it haben, st-9 « °Dringlichkeit desselben gewiß schüstigen zu können was bei d« Wichset und M.X .. mll SÄ— 3..WW u«. ff! s ä» fssa zwischen den Conservatlven und Natlona freifinnige Partei kommt bemottaten auf der andern Seite bringen. Me ^nmg^v , ^^r weniger in Betracht- Die Soclaldemokr , bieima[ aae» aufbieten, um in ber zweiten sächsischen Kammer besaßen, Niederlage bei den Reich«, diese Zahl zu vermehren und hierd"rch bj schw r amtlichen Reichrtag«. tagrwahlen vom 21. .^ruarwelcheder roett JU machen. Mandate im Königreiche Sachsen loftete, memgn @ n $ur Theilnahme Der niedrige Steuercensu« von> 3 welchl birecter Charakter an ben Landtagrwahlen berechtigt, sowie °er g 9 Agitation, geben ben Socialdemokratm manche Chancen und y u b,e fich freilich wehr irn ei ,itb W >m w*.», d.d M. MM« ' 3' “ - $ W« U st- ™ -- «» •* 6* ’1' 100 k6 SM1 •* 6'22' .1.,.., XI* "iA aus, daß das nächste Mal wieder günstiger klingende Berichte über Ejuo Khan eingehen. Telegraphische Depeschen. Kolff'S tetegr. Eorrefponderrz-Bttre^rr. ,,r Berkin, 13. October. Der Bundesrath überwies die Vorlage, betr. den Holl- anschlub von C^eeitemunbe und Lehe, an die Ausschüsse für Zoll- und Steuerwesen Handel, Verkehr und Rechnungswesen. nreuerwesen, ...Ä», SÄftl'Ä»”3 ÄtoÄ. “te.krt,«11*™" b“ ■*“•««» k> i-)dremen, 13. Cctober. Die Rettungsstation Rügenwaldermünde telegraphtrt: D™obi- ihn rechtfertigen gegen ihn gerichtet sei. Diese Ausfälle ^utersuchung thatsächlich nur werden gleichfalls scharf °7n^^d-r^ energisches Vorgehen gegen den Genial fordert ) * ^-,1- getadelt, welche offen ein B°ul-nf°7in' Fvl^leine« ML'1k«en^^er6ie[l G-n-ral nach Paris zurück. ' 4iraf,bent Gr-vY kehrt vorausstchllich Samstag Lokale«. und d-sstn'Eh1fra^S°p°hi-', g^rem"Pfa°mmüll in M ,St6ter Römer nächsten Angehörigen ihre goldene Loch.. Kreise ihrer verschiedenen Beziehungen gesegnet wie es nickt n% Leben hat Gott in Lehrer Römer feierte bereits im Jahre 1881 unter mannktf^eife ^^hren. ung-n sein Svjähriges Dicnstjubiläum und tra^ er» hn undsünszigjShriger Dienstzeit, von welcher er 53 na7 fa'‘ '°nf- schulen wirkte, in den wohlverdienten Rubestand RKibp ?n ben hiesigen W Alters noch geistiger' Frische ^und^ ^ich-?^MS welche sie herangezogen, leben noch alle unh S S ?ie sieben Kinder, Möge ^m Ehepaar noch ein langher friedlicher L°b°nsab^d"beschstd'-n"se^m '^?D zuweilen -we^-wiff?Ma^^^ einigermaßen beeinträchtigt. Wie ballen SMller's ^ung der Charactere derartige Portrögc w7niggeeianet^ und ist IW’011 Orleans" für Ausgabe für die Recitation,^indem d"" vielsei,iae^smndl7>na"i -ine undankbare Geltung kommen kann und durch ßßn‘ ? keinem Falle richtig zur nothig sind, wesentlich einbüßt. Was^verr stack Jpfnnh.rs 1Er ®orleflln8 unbedingt Geltung bracht-, das waren di- Chartere des V**!?"1 ünb f»ön J« ferner die Sterbescene Talbots und ebenso di- der -go^annn ^unois und des Königs, der Jungfrau zeugten von feinster AusarbeitungDer nö»st^ b,clben Monologe Mittwoch den 26. d. M. statt und bring eine -nm^ bia- D ^ ^det am mannes Adolph Mitzenius, deren Titel Johanns" ’ unseres Lands- SS.**“ * r Sieben, 14. October. Der blühende t. ! U'cht viele Annehmlichkeiten gebracht, denn bei f°rtwäh?cnder°Kält^ *? biflem Jahr- | und sogar zuweilen Schnee dauerte es bis in ben & a-K? unb °>-leui ^„1 Jahreszeit bemerkbar machte. Nun hätten wir doch als °h° sich die Matenzeit au, einige schöne September- und Octob-r?äa?böst^^usg futbie Dtrlorm w'r in dm Herbst -ing-tretm, so scheint es, als^Zwolle'^sichM elb-^7 Qb,r ,a“^t um dem bösen Winter Thur und Thor zu öffnen Mit °"°blchiebe„ -s schon einig- Zeit zu Ende; überraschend srüh hat jck Sr-i-u ist Gelb und Roth verwandelt, Regen und Nachtfröste stellen b.rt Blätter ch Wmde fegen in Massen das Laub von den Bäumen stwar^7,U5b bie rauhe- marmenben ®tra6knjcitwcBiB auf die herbstliche Erde hemb im ih7 I-doch bereits eine solch unangenehme Temperatur, daß man 'um st» totld; zu bewahren, wärmere Klcidüng hervorzuholcn a-nötbia, ist' m” ' S Dor Erkältung^ Herbstes konnte in diesem Jahre keine Rede ,ein - di° wmigm"sL^"^ bald vorüber und der Winter mit seinen Leiden und Freuden $a8e warm lange auf sich warten lassen. orcuoen wird nun nicht wehe Dänemarks Lehrlingswesen. (Nachdruck verboten.) Gegmwärlig widmet man dem Lehrlingswefcn im t Staaten eine ernste Aufmerksamkeit und daher möge es Mattet b in ““'n Hn *C3 8,gcn®irt*8 bcn S'-ichen Verhältnissen in Deutschlanb ein Bild dessen zu geben, was man schon seit einer lanacn LS!. «\8tl°at wird, Weg- d-r Sclbsthilse in Dänemark zu Stande gebracht bat fahren auf den Auch dort lagen, gleichwie bei uns, die Lehrlings-ustände bei * <. a eJr ^r9cn- Auch dort machte sich das Freiheitsaefübl dt-r ^udwerker- welches sie berechtigte, die Lehre zu verlassen, sobald der Meister sich ntdjfnS^^0™' benahm, geltend, und es wußte heute manchmal ein Meister nicht $inne LMi»Or8Ctn.iU ^=rfü8m hab'n mütbe. So kam es. baß inLebr ina b"^? vier Meistern seine Lehrzeit verbrachte. Es ist mobl klar hn6 fnr*» o u 5 btx drei und selbst keine ordentlichen Meister werden konnten Ab-r°^nKLbLÄ7'''i''r ' Da trate n1!"? f° bIkben.b 6 M-lst-r auf Selbsthilfe knVieU Un- Kopenhagens in ber Absich?^usLmmen,^e?n7"gründliche R^vist^ rää* d-spr-chnng wtissÄ sasss l-d-r Mitglied verpflichteten sich, keinen Lehrling anTuÄ^X^Tn „"m $ ?(n X“ Lehrvertrag zu benutzen. 3u^)iber^anbIun0en mürben^^mit^ffleIhf♦rL(8t^A^le^’e^eI, hatten die vollständige Ausschließung des betreffenben 91rhe\tnphora • m delegt oder -°?r di- Aufnahm- -in-s L-^lings"oerbot-n, welcher"s-?nm KLH-ren 9-b?b maßigerwerse verlassen hatte. ncn '^uyeren Lehrherrn unrecht- fcÄÄftSSÄäatfr«'»’ rnth°lt-n: 1) daß d-r Lehrling während der L-Hrzei°^^ d°-^^Egst-ns^ün^°""“,8 mu6 L'hrlmg ober besten Eltern unb Vormund sich bei Disieren.eL s? V% ■autb btT »!!«» — 'ÄwK’JÄ,“ “HiS” i“Ä“ ‘”S durch das Schiedsgericht geschlichtet worden. Zuftiedenheit der Betheüigten des VeZns"wiederzüge"en- so°"l"'steh?'abe°r s-ä^daß Unb G-f-b-sparagraphm und Maßregeln enthaltensind welck. Organisation Lehre lehrlingswesens die beste Abhilfe versprechen Ein b^^^dalinrssen des Handwerks- Ä/MXÄ--1«',S nur ßu?c Hand Werks m Mer' ^h a b e^n weiß, wird auch sehr bald goldenen Boden haben bann rotrb auch das Handwerk selbst wieder - Ego« W. 7705 Da ich die Schirme selbst Friedbergrrflr. 7695 S c 3d »o üig LZ !!! Stickereien HI Unterzeichneter empfiehlt alle Arten Munt- und Weiß^ickereien, sowie sämmtliche in dieses Fach einschlagenden Artikel in großer Auswahl und zu billigsten Preisen. Durch geschulte Kräfte genügend unterstützt, bin ich im Stande, allen Anforderungen in Stick-, Strick- und Häkelarbeiten entsprechen zu können. 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Dittmar zu Giehen als letzter Inhaber der Partialobligationen der Actien-Gesellschaft „Eisenwerke Buderus" de dato Main-Weser- Lütte bei Lollar 20. April 1884 Lit. A Nr. 3298 zu 1000 JL „ B „ 1184 „ 500 „ „ B „ 3216 „ 500 „ simmtlich verzinslich zu S°/o jährlich und lautend auf die Mitteldeutsche Kreditbank als Gläubigerin und von letzterer mit Blanko-Indossement weiter begeben unter der Angabe, daß diese Werthpapiere ihm abhanden gekommen, das Aufgebotsverfahren beantragt. Der Inhaber dieser Werthpapiere wird daher aufgefordert, spätestens im Auf- gebotstennine Mittwoch d. 21. Derembrr 1887, Großh. Amtsgericht Gießen. Gebhardt. 7709 iiiintoiivms in allen Qualitäten mit Firmmdruck empfichlt zu billigen Preisen Briihl’sche Druckerei. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die Forst- und Feldstrafen der IV. Periode werden vom 1. bis 25. d. Mts. (mit Ausnahme des 12., 13. und 14.) an den Zahltagen: Dienstag, Donnerstag und Samstag erhoben. Großherzogliche Districts-Einnehmerei Gießen I. 1 7694 Ein braves Dienstmädchen für Kuchen- und Hausarbeit gesucht. Seltersweg 1. ,awll.a. man muß ihn aber mit in den Kauf nehmen, und allzu lange wird er I rnebr dauern. Wenn erst die Stürme kommen, wird sich das Laub rasch auch n.cy ,ä c um kurze Zeit darauf herabzusinken auf den feuchten Boden. Zu ßknug 0 aemüthlichsten und wenn auch nicht um des Herds geseU'ge Flamme, puulk i . ^Uben Schein der Lampe sammelt sich die Familie zu trauter Gemeinst doch , Familienleben in seiner schönsten Gestalt entwickelt sich erst, wenn die tnner Wo um den großen Tisch Eltern und Kinder in fröhlichem Geplauder 7? mfihreni) selbstverständlich auch die Hände der weiblichen Familienmitglieder nicht W1' h ighlt der Eintretende gleich sich heimisch, weit mehr als im glänzenden Ä?« der den Zusammenschluß lockert, die Bildung kleinerer Gruppen begünstigt E?ker'bat die Entwickelung unserer Zeitverhältnisse dahin geführt, daß das wahre und ?,ckte Familienleben weit seltener angetroffen wird als z. B. vor 25 Jahren. DaS Ärtbsdaus spielt eine größere Rolle. Es wäre falsch,,wollten wir sagen die Männer nur in's Wirthshaus des Trinkens, des Vergnügens meßen. Mit der erhöhten Kt nahme des Einzelnen am öffentlichen Leben wächst das Bedurfniß des Mettmngs- ausches, und wo wäre dies leichter und bequemer zu betnebtgen als im Wtrths- E Man hat, und oft nicht mit Unrecht, die Kannegießeret am Biertisch verspottet, der verständige Mann nimmt auch von da manche Anregung heim, beim Gersten- ?nst lernt man die Menschen kennen. Der verständige Mann wird aber gleichwohl r eine beschränkte Zeit dem Wirthshausbesuche widmen und nie vergessen, daß die Stren Wurzeln seiner Freuden und seines Glückes nur in der Fannlre ruhen können. Mr wünschen wohl, daß die Zahl solcher verständiger Männer mehr und mehr zu- Sne un^M wir mit vollem Recht sagen konnten, was de Sylva zu Uriel Acosta saat- Tief wurzelt in unserem Volke der Zauber der Familie. 130 _ sDer höchste Grad der Unvergetzltchkeit.] Em biederer Landmann aus der Umgegend von Liegnitz war am letzten Markttage mit „Muttern" nach der Stadt gefahren um Einkäufe zu besorgen. Hier wurde das Pferd eingesteü und Jed r ging seinen Geschäften nach. Der Herr Gemahl stärkte sich an einigen Seideln und fpannU Nachmittags sein „Brändl" ein, um nach Hause zu fahren. Schon hatte er den Halden Weg nach dem Heimathsdorse zurückgelegt, als ihm einfallt, dav er ^ne Frau ^ Liegnitz vergessen hatte. Schnell machte er Kehrt und fuhr nach dem Gasthause, wo itm^die liebende Gattin mit einem vernichtenden Blick und den inhaltsschweren Worten ,mpfing: „Na woart ock, August, wenn ber heem kumm'n Extra-Anfertigung von Schirmen genau nach Wunsch, ohne höhere Berechnung, in kürzester Zeit. Das Repariren und Ueberziehen der Schirme wird sofort mit ! größter Sorgfalt und billigst erledigt. 7675 i Giessener Schirmfabrik R. Levi, Seltersweg &•» Fianinws u. Tafelklaviere in gr. neue zu 450, 500 bis .1200 »re«1»leite zu 50 bi*» h y JL 5jähr. Garantie, günstigste Zahlungsbedingungen, Stimmung " ersten Jahres frei. Alle Sorten Musikinstrumente. Preisverzeichnisse gratis. Wilh. Rudolph, Giessen. Orenstein & Koppel, Feldbabnfabrik. Cöln, Comödienstr. 113. Dortmund, Märkische Ztr. 59. Für Bauunternehmer, Ziegeleien. Landwirthschaft, Steinbrüche re. Stahlschienen, transportable Geleise, LowrieS Locowotioen rc. re. billigst. Prospekte und Kostenanschläge gratis und franko. Größeres Lager stets vorräthig bei: Julius RoMcnan, Frankfurt a. M., Landwirthsckaftliche Nachrichten. (Nachdruck verboten.) ^ Einrichtung der Selleriebcete.s Zu den Arbeiten, die in jedem Garten im Herbst vorgenommen werden sollten, gehört die Vorbereitung der ^ellertebeete. Diese Pfl-nz- braucht bekanntlich einen stark salzhaltigen Boden ,u ihrem Fortkommen uul> 7696 Heute (Freitag) Abend und folgende Tage wieder frische Zufubren von ja. Schellfischen, Cavliau, Zander, Seezungen, Steinbutl u. franz. Geflügel bei C. G. Kleinhenn. Täglich: frische Franks. Würstel, Kieler Bücklinge und ger. Lachs.________________ Als Ersatz für gebrannten Kaffee empfiehlt: Korn Kaffee, angefangen und mustersertiq. Schöne Auswahl feiner Korbwaaren, Holzschnitzereien, Plüsch- und Leberwaaren mit Stickereieinrichlung. Haussegen und sämmtliche Silber- stramin'Gegenstände, kleinere Arbeiten für Kinder geeignet. 7710 ......... ; Stick- und Strickseide, Terueaux-, Castor-, Orient-, Goblin- rc. Wolle und die Urkunden vorzulegen, widrigen- ‘ in allen Farben und Schattirungen. Perlen rc. falls die Krastloserklärung erfolgen i Zeichnungen aus Plüsch, Atlas und Stoffe werden pünktlichst ausgeführt, würde. Stick-, Strick- u. Häkelmuster stehen in großer Auswahl zur Verfügung. ®*ä10«mSt188’- 25. Sonnrnlr. J. H. Fuhr, Smn-Br. 25, vielfach wird deshalb im Sommer mit einer Salzlösung gegossen. Das ist ledoch nicht rationell, denn leicht wird hierbei des Guten zuviel gethan und damit Schaden an- gerichtet. Das wird vermieden, wenn das Beet schon im Herbst und zwar in folgender Weise hcrgerichtet wird. Das für den Sellerieanbau bestimmte Land wird grob um» gestochen und dann mit einer dünnen Schicht Viehsalz bestreut. Eine weitere Behandlung ist nicht nöthig. Die Nässe des Winters löst das Salz auf und fuhrt es in den Boden, der dann im Frühjahr gerade den nöthigen Salzgehalt besitzt. Vor der Bepflanzung wird der Boden durch Hacken gelockert und glatt geharkt, worauf man die Pflanzen in bekannter Weise auspflanzt. Kirchliche Anzeigen der Gtndt Wietzen. Evangelischr Gemeinde. Gottesdienst. 19. Sonntag nach Trinitatis, 16. Oktober. Vormittags 91 /2 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Nachmittags 21/» Uhr, Candidat Pabst aus Friedberg. Kinderkirche, Vormittags 11 Uhr, Pfarrer Schlosser. .... Montag, den 17. Oktober, Abends 8 Uhr, Bibelftunde in der Kletnkinder- schule, Markus Kap. 10, von Vers 23 an, der schwere Kampf zum Seligwerden; Vergeltung der selbstverleugnenden Nachfolge; Leidensverkündigung; Pfarrer Dr. Naumann. . , Von Sonntag, den 23. Oktober an beginnt der Nachmittagsgottesdtenst um 5 Uhr. An diesem Sonntag wird Beichte und heiliges Abendmahl verbunden miteinander im Abendgottesdienst gefeiert werden. m , Die Pfarrgeschäfte in der Woche vom 16. bis 22. Oktober besorgt Pfarrer Dingeldey. Katholische Gemeinde. 20. Sonntag nach Pfingsten. Don 6 Uhr an Beichte. Um 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. „ ValO Uhr: Hochamt und Predigt. „ 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 5 Uhr, Samstag Morgen 83° Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 6 Uhr. Gebhardt. 7683 ---- Bekanntmachung. \M f WU Kaufmann August Kröll zu shfs. I s°° ^rikant^n-rkaufe, Äen SiZfcSVota Einzelnen billiger alr alle Conc^renz M °«en, dem^nttpre'chend echeilt.. Eintrag im Firmenregister habe jetzt bi» W- hnacht-n d-- P--.se «bu i . . ■ Taschenbuch des 8 Deutschen Rechts enthaltend sämmtliche Keichs- und Keichsjustirgesehe (im Nachträge die neue Gewerbeordnung. die «rankenverficher- «ng der Arbeiter und das litt* fallverficherungSgefetz nebst einem erklär«nd«n Wörterbuch-. Frei« eleg. geb. 2 Mk 50 Pf. C. A. Koch’s Verlagshandlung, Leipzig 7684 Der Vorstand Äug. IVIontanus 7678 Wiener Hof. '/2u/0 do. 5% Buderus Oblig. 4o/o Preußische Confols oVzO/o do. 40/0 Nassauer Oblig. 4°/o Bayerische Oblig. 40/o Badische Oblig. 4% Hessische Oblig. 4% Franks. Hypothbk.-Pfandbr. »nrf und Verlag ber Pietsch) in Gießens--------------------------- brotige ».immer -nthält 1 Blatt ». 1 Beilage. Frauenarbcitfchulc zu Gießen, Kl. GsrtenKraße. Unterricht im und WTafcfotnennäben Oktober wird der schon lange geplante Bügel ■ Cursus h?« «iw« fTen mC’n? ^uheren Schülerinnen, welche darauf reflectirten 9enJe beieit- n4me jederzeit Anmeldungen entqeaen yy* w«iu Ä „ Telegraphischer Coursbericht vom 14. Oktober 1887. Oesterr. Creditactien 9901/ WA Staatsbabn-Actien r fi l?/80 4/° Bussen Oblig. 79 59 4% unif. Egypter Oblig. y ö° ftepung dieses Gerüchtes gegeben habe, vielmehr das Geqentheil^stets nnn ' ® Ä Gießen, den 14. Oktober 1887. 768Q H Diesener, Architekt, WitnBatl 3“m,6chühenhos. CinöenQof. ß Gänfekegeln. im Löwen. 7476] Exportsä»^ i> 40 und 50 H 3U haben bei Emil Noll, Löwengasse 23. Morgen Sawßtaa Abend N Metzel- JM suppe. AM Bo» 9 Uhr Bor- mittag ab Wellfleisch mit Sauerkraut. AiJ7fnr A^Munde junge Amme sucht auf sogleich Stelle. Lahnstraße 14. Zkermietyungm. I 7681] Elegante Wohnung, 2 Zimmer I und Kabinet, im Vorderhaus per Noo. zu I vermiethen. P. Jmmel, Neuen Baue 17. 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