Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 1887« Bureaur Schirlstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Amtlicher Hßeil. -reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. >urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. Bekanntmachung. Wegen Rohrlegung zur Wasserleitung ist für die Mäusburg von dem Kreuzplatz bis zum Marktplatz der Verkehr für Fuhrwerke, Reiter und Vieh- Transporte vom 16. l. Mts. an gesperrt. raut»« Gießen, am 13. Mai 1887. Großherzogllches Poüzeramt Gießen. Fresenius. Gefunden: 1 Münze, 1 Israel. Lesebuch, 1 Kämmchen, 1 Brosche, 1 Herrnsonnenschirm, 4 Waschpfähle, 1 Taschentuch, 1 Federmesser, mehrere Schlüssel und Hundeblechmarken. Suaeflofttn: 1 Canarienvogel. „ ^Gießen am 14. Mai 1887. Großherzogliches Polrzeramt Gießen. p Fresenrus. Kerchstaq. P. Berlin, 12. Mai 1887. (29. Sitzung.) Eingegangen: Novelle zum Nahrungsmittelgesetz. Auf der Tagesordnung steht zunächst: Zweite Berathung des Militärrelicten- gesetzes. (Referent: Abg. v. Manteuffel.) Abg. v. Benda (natl.) beantragt nachstehende Resolution: „Bei Annahme des Gesetzentwurfs die Eventualität auszusprechen, daß die verbündeten Regierungen im Laufe der nächsten Session eine Vorlage machen werden, nach welcher auch die Reichs- beamten des Civilstandes, sowie diejenigen Beamten des Reichsheeres und der kaiserlichen Marine, welche behufs Berheirathung ein bestimmtes Privateinkommen oder Vermögen nicht nachzuweisen haben, in einer den Bestimmungen des Gesetzentwurfs entsprechenden Weise entlastet werden." r.rr , Staatssecretär v. Bötticher erklärt Namens der preußischen Regierung, daß in derselben die Ueberzeugung obwaltet, daß die Relictenbeiträge der Ciotlbeamten enU weder ganz oder doch in dem Umfange abgeschafft werden müssen, in dem sie durch diese Vorlage für die Militärbeamten in Wegfall kommen. Die Verwirklichung dieses Gedankens hänge aber von der Entwickelung der Ftnanzfrage ab. Fallen erst die Relictenbeiträge für die Reichsbeamten weg, dann würden auch die übrigen Staaten nachfolgen müssen. Für nächste Session könne er eine entsprechende Vorlage noch nicht in sichere Aussicht stellen. p , „ ,r, ~ Abg. Dr. Baumbach (frs.) erklärt sich Namens semer politischen Freunde gegen jede einseitige Regelung der Relictenfürsorge. Sie hielten an diesem Principe fest und wollten lieber dieses Gesetz noch auf einige Zeit vertagen. Hätte die Regierung von vornherein den von den Freisinnigen empfohlenen Weg betreten, so würde die Regelung längst erfolgt sein. Die Erklärung des Staatssecretärs sei nur eine einfache Syrnpathie- bezeugung, die nicht bindend sei. r . Abg. Freiherr v. Ellrichshausen (Reichsp.) legt dem Hause die Annahme des Entwurfs besonders warm an's Herz. Abg. v. Massow (cons.) erklärt die freudige Zustimmung der dcutscycon- servativen Fraktion zur Vorlage. c M ©srier Abg. Hahn (cons.) begründet den von ihm mit den Abgeordneten v. Xol und Klemm eingebrachten Antrag, den Antrag Benda wie folgt zu s n • "CT>arIflfle Wartung auszusprechen, daß die verbündeten.N^ungen baldm gttcht ßIjd) machen werden, nach welcher die Wittwen- und Waisengeldbeitrag 1 Reichsheeres. R-ichsb-amt-n des Ciotlstandes als auch bezüglich der Ang-hongm des ^eupsyeercs., und der kaiserlichen Marine in Wegfall kommen." Darmstadt, 11. Mai. Das Großherzogliche Regierungsblatt Nr. 12 enthält: . . 1. Gesetz, die Heranziehung der im Großherzogthum garnisonirenden, tm Osficiersrang stebenden Militärpersonen des activen Dienststandes zu den Ge- meinde-Umlagen betreffend, m . 2. Bekanntmachung Großh. Staatsministermms, die Abänderung der Militär«Convention mit Preußen vom 13. Juni 1871 in Bezug auf die Heranziehung der im Großherzogthum garnisonirenden, im Osficiersrang stehenden.Mut« tärpersonen des activen Dienststandes zu den Gemeinde-Umlagen betreffend. 3. Bekanntmachung Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz, die Zutheilung der Gemeinde Meffenhausen zu dem Standesamtsbezrrk Ober- Roden betreffend. X Darmstadt, 13. Mai. sZweite Kammer der Landstände.) Bevor die Verhandlungen beginnen, giebt der Präsident dem Hause Kenntniß von einer Eingabe von Bewohnern Bessungens, worin sie bitten, die Kammer möge dem Anträge des Abg. Heinzerling, Großh. Regierung um Vorlage eines Gesetz-Entwurfes zu ersuchen, durch welchen der Fall der Abttennung eines Theils einer Gemeinde-Gemarkung und dessen Vereinigung mit der Nachbargemeinde geregelt wird, zustimmen. Hierauf setzt die Kammer die Berathungen fort über . . , .. , , 1) Antrag des Abg. Osann auf Uebernahme der durch die Dammbau- und Schleußenanlage den Gemeinden Trebur und Ostheim entstandenen Kosten sowie der Dammbau- und Schlenßenanlagen durch den Staat. Abg. Osann begrüßt es, daß diese Angelegenheit endlich einmal zum Abschluß gelange, welches im Interesse des Staates wie der beiden Gemeinden liege. Es sei bedauerlich, daß die Regierung diesen beiden Gemeinden, welche so oft von den Ueberfluthungen des Rheines zu leiden hatten, nicht früher sckion zu Hilfe gekommen sei, trotzdem sie sich hilfesuchend an dieselbe gewendet haben. Erst nach mehrmaliger Ueberfluthung der dortigen Gegend sei auf wiederholtes Ansuchen und unter Anbieten bedeutender pekuniärer Opfer Seitens der Gemeinden Trebur und Ostheim das Kreisbauamt Groß-Gerau endlich auf Prüfung der Angelegenheit eingegangen. Wiederholt sei Seitens der Oberbau - Direktion den beiden Gemeinden erklärt worden, die Anlage eines Sckleußenbaues sei in dortiger Gegend zum Schutz vor Ueberschwemmungen nutzlos und nicht ausführbar. Die Gemeinden haben sich dann entschlossen, die Schleuße auf ihre Kosten unter Aufsicht des Staates aussühren zu lassen und sind seitdem gegen eine momentane Ueber- ftuthung des Rheins geschützt. . .. _r Nachdem die beiden Gemeinden diese großen Opfer gebracht haben und die Anlage dieses Schleußenthores nicht nur einen örtlichen Nutzen in sich schließt, da auch eine Reihe westlich gelegener Orte und ihre Gemarkungen bis nach Groß - Gerau hin vor dem Andrang des Rheinwassers geschützt sind, sei es Pflicht der Regierung, diesen Gemeinden die Lasten abzunehmen. Geh. Oberbaurath Dr. Schäffer erklärt: Großh. Regierung sei bereit, die dortigen Schleußen- und Dammbauten in Unterhaltung und Ausführung zu nehmen. Es sei dieses für die Negierung keine kleine Last, da es sich hier doch nur um einen Sommerdamm und nicht um einen Landdamm handele. Zu weiteren Zugeständnissen könne sich die Regierung nicht entschließen. Abg. Haas spricht sich für den Antrag aus, indem er betont, wenn es irgend wo nöthig sei, daß der Staat helfend eingreife, so sei es hier, um in dieser Weise Fehler gut zu machen, welche in früheren Jahren gemacht wurden. Abgg. Tecklenburg und Schröder sprechen ebenfalls für den Ausschußantrag der Majorität. Abg. Ohly beleuchtet in drastischster Weise die Entstehungsgeschichte dieses Schleußenbaues und die Schrecken der Ueberschwemmungsgefohren, welche er als Anwalt der dortigen Gemeinden durchgemacht habe. Man habe ihm Seitens der Regierung nicht gestattet, mit dem als Experten von der Regierung zugezogenen Baurath Hobrecht nur zu verkehren und jede Mitwirkung Seitens der Gemeindevorstände und seiner Person wurden geradezu verboten. Nach erfolgter Abstimmung beschließt die Kammer einstimmig, 1) J)ie Uebernahme der von den Gemeinden Ostheim und Trebur errichteten Damm- und ^chleußenanlagen in die Unterhaltung und das freie Eigenthnm des Staates gut zu heißen, 2) dem Antrag der Majorität des Ausschusses gemäß die Großh. Regierung zu ermächtigen, den Gemeinden Trebur und Ostheim für den von denselben ausgeführten Damm- und Schleußenbau, wacher 251,053 Mark kostete, die Hälfte dieses Betrages, also JC 125,526.50 aus der Staatskasse zu überweisen, dagegen jedoch das jenen Gemeinden gewährte Darlehen oon 80,000 soweit es nicht bereits getilgt ist, zu compensiren und zu verrechnen, so daß dieses zu Gunsten der Gemeinden gewährte Darlehen aufhört, mit 23 gegen 10 Stimmen zuzustimmen. Bezüglich der Rückäußerung der ersten Kammer, Gesetz-Entwurf, die Anschaffung und Unterhaltung des Fasselviehes betreffend, beschließt das Haus, unter Beitritt zu den Beschlüssen der ersten Kammer zu Art. 4 und 8, einstimmig auf den früheren Beschlüssen zu beharren. Auch hinsichtlich der Rückäußerung erster Kammer über den Antrag des Abg. Muth auf Aufhebung oder Abänderung des §. 17 der Gebuhren- Ordnung für Gerichtsvollzieher, beschließt die Kammer einstimmig: Beharren auf dem Beschluß unter pos. I. mit der Modification: daß an Stelle des Wortes „baldmöglichst" „bei der nächsten sich ergelkbnden Gelegenheit" zu setzen ift Die Rückäußerung der ersten Kammer bezüglich des Antrages des Abg. Frech. Ion Nordeck zur Rabenau auf Revision der Bauordnung im Sinne größerer Berücksichtigung der ländlichen Verhältnisse, erledigt die Kammer dahin, daß sie einstimmig beschließt, dem Ersuchen der ersten Kammer nicht beizutreten. Hierbei dringt der Abg. v. Rabenau zur Sprache, daß seine Person wegen seiner Stellungnahme zu dieser Angelegenheit im Gießener Anzeiger durch ein Eingesandt angegriffen worden sei. Exemplare dieses Anzeigers seien auch den Herren Abgeordneten unter Kreuzband z'ugegangen. Er ersuche Großh. Regierung um Inschutznahme und um Untersuchung des Falles, da wie er sicher annehme, dieser Angriff seiner Person nur von einem Beamten herrühre. Er stellt demgemäß den Antrag, Großh. Regierung zu ersuchen, dieselbe möge den Verfasser des betr. Artikels ermitteln und im Falle es ein Beamter sei, denselben rectificiren. Der Antrag geht zunächst an den dritten Ausschuß. Es folgt nun noch zum Schluß der heutigen Verhandlungen Berathung über den Antrag der Abg. v. Rabenau und Schade, die Uebernahme der landwirth- schaftlichtn Winterschulen auf den Staat betreffend. Die Regierung glaubt die Uebernahme der landwirthschaftlichen Winterschulen als Staatsanstalten nicht als nothwendig und auch nicht als zweckmäßig zu erkennen, da diese niedere Fachschulen seien und nicht in den Rahmen der allgemeinen staatlichen Unterrichtsanstalten hineinpassen. Auch der Ausschuß theilt im Allgemeinen die Ansicht Grotzh. Regierung und beantragt daher, die Kammer möge beschließen, Großh. Regierung zu ersuchen 1) zum Hweck der Förderung des niederen landwirthschaftlichen Unterrichtswesens durch eine einheitliche Organisation dieses Zweiges, die Bedingungen des Zustandekommens und der Unterhaltung der landwirthschaftlichen Winterschulen, sowie der finanziellen Betheiligung des Staates regelnde Normativbestimmungen zu erlassen; 2) die landwirthschaftlichen Winterschulen unbeschadet ihres Eharakters als gemeinsame Anstalten der bei ihrer Begründung und Unterhaltung beteiligten Faktoren in technischer und ökonomischer Beziehung der verantwortlichen Leitung und Aufsicht der für die Verwaltung der landwirtbschaftlichen Angelegenheiten eingesetzten staatlichen Eentralbehörde zu unterstellen; . 3) die ausreichende Vermehrung der Zahl der landwirthschaftlichen Winterschulen anzuregen und zu unterstützen, sowie durch geeignete Maßnahmen den Besuch dieser Schulen zu fördern; 4) zu erwägen, ob nicht zur vollständigen Organisation des gefainmten landwirthschaftlichen Unterrichtswesens die Errichtung einer landwirthschaftlichen Mittelschule auf der Stufe der, eventuell in Verbindung mit einer der bestehenden Realschulen angezeigt ^en Antrag von Rabenau für erledigt zu erklären. Diesen Anträgen schließt sich die Kammer mit allen gegen 2 Stimmen an. Morgen voraussichtlich letzte Sitzung vor Pfingsten. Auf der Tages-Ordnung steht der Gesetzentwurf, die Landeskultur-Genossenschaften betreffend. Telegraphische Depeschen. ”• (®entr.) erklärt nach dem erfolgten Entgegenkommen seitens der Regrerung ferne Zustimmung zu der Vorlage. sTRittm,9168* «r flCßCn die Resolutionen aus. Der Wegfall der Wrttwen- und Waisengeldbeitrage bedeute eine schematische Aufbessernng aller Beamten- Sehalter um drer Procent. “ v v. Köller (cons.) widerspricht dem unter Hinweis auf den Wortlaut dzs Gesetzes. v. a. D" ^"^.i^sen (natl.): Die Erklärung des Herrn Staatssecretärs sei 2HrfMaiiVIar Uns ^nlnlt=0eil,C^n' rocnn Herrn Dr. Baumbach wirklich um das des Gesetzes zu thun gewesen wäre, so hätte er diese Erklärung nicht abschwachen, sondern die Regierung daran sesthalten müssen. ö fi,r . Gesetzentwurf wird mit großer Mehrheit angenommen. Die Abstimmung über die Resolutionen findet erst in fünfter Lesung statt. 0 folgen Berichte der Wahlprüfungs-Commission. k «, ^Ä11 ?er Abgeordneten Landes (2. Oberbayern), Fehling (Lübeck) uird ö. K l e r st - Retzow (2. Minden) werden für gilttg erklärt, zugleich aber Er- beanttagt ^öegangenen Wahlprotesten behauptete Unregelmäßigkeiten TUfUor9 ? v ASahl des Abg. Dr. Meyer-Halle rügt Abg. v. Köller, »1?mrn9hparro^e9fr k;rseItCrn<7-”C^ ^at6 gegeben habe, auf Stimmzetteln mit dem Gegenkandidaten Taglichsbeck dreien Ramen einfach auszustreichen und den seimgen dinzuschreibem Dadurch würden die Leute zum Lügen angehalten. hn6 h,5^?M9eo£»n!?tn ^uncfeI' Dr* Bamberger und Rickert (frs.) führen aus, G-h-imnif,e!7e?W°hVg-'wa7«^ biefCm Auskunf.smi.t-l zu greifen, um das ®.!e,^ßay. Abg. Dr. Meyer wird schließlich für giltig erklärt. hpnmfpn ^""6 Dienstag. Rachtragsetal, Rechtsverhältnisse der Colonial- deamten, Lrterarconoention, Wahlprüfungen. ^usjug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen. (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) ® ^t Katharma Hofem zu Frankfurt a. M. 10. Johann Hubert Fabry Weder R-gim-ntsfLd« d?h7-r°,'Schnüdt von Langsdorf ^lO^Anton Lhös-r ^7 S"Ys °d! .n Bayern, Sp-ngter dahier, mit AnnaLtharineMüll« °°n W Ma7ü?d- R-kZ'ö°n°Un.-rfuhl°°" W' *“»er basier, mit Sophie Magdalene m .. _ r «heschlie-un-e«. Frankfurt a. W. ®“tomon Ätebe' Kaufmann dahier, mit Friederike Buseck von »mäB&sS'S thpJLid V9. angeregt, verschiedene andere LebensoersicherungsanstEn^^'fo di- bonncrlrrende Lebensversicherungsbank Teutonia die Hannover 'M J Lebensversicherungs-Anstalt u. a., sich bereits zur Abänderung th'rer Le?sick/rnn^ leipziger ^Gese'llscbn^/^^^tt^Ec, U-eilmeife in gleichem Umfange wie die alte Leipziger Gesellschaft entschlossen haben, wonach es nicht zweifelhaft erscheint dab b,r Frag'7ur ' , 7 “5*2 bcut,^n G-s-llschaft-n tn"°S s° u"-raus'wich.igü weisen wird. $ einnehmm, sich mehr und mehr als ein unhaltbarer er- (4 b n,f (6 Pfd.) Schwarzbrot) 2. Sorte L-Keck, K. Haas, I. Lein, L. Schneider, F. W. Hartmann (6 1 2 1 2 1 2 1 2 1 2 3 1 2 3 48 21 42 4k . 27 . 54 Bro-preise vom 10. bis 29 Mai 1887. ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 - ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Gießen, den 14. Mai 1887^ der Brodverkäufer Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod H (4 „ )__„ . . Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. Mttwc? u t^LÜ-ie IßliK? M"' ^emlorttocr W.g-mm machermerster Ludwig Wiedmeyer eine Tochter, Mathilde Lina Marie Hernckne 2 Miller ein Sohn, Carl Hans Hermans 3 Dem Brämr.ibeMer Carl Weidig III. eine Tochter, Wilhelmine Lina Elsa. 4 Dem Weikbinder toni-r S|36ilipp Weiß ein Sohn, Ad7f. 5. Dem G-ora Fn-drlck^st EU,n ^er ?-.D°m Schlosser gvanJ Rathenow ein Sohn, 9 Dem TaoeÄr®^ S*loff'r Eduard Koplin ein Sohn, Eduard Albert. ßnH J ■ Wilhelm Böhling eine Tochter, Anna Elisabeth. 10. Dem Kaufmann CUsabf.h°Car°w.e^Lga!tthk^ 3°ba'ln 5ß“bctm *Wn« Tochter, er« . „ n . , SeAorbene. n-r;, , Tv-ar: 6. Ludwig Rohrsheim, 51 Jahre alt, Schneider zu Krofdorf 7 Luise dal)i7.° b8^Car/^ona r?616, 32J$.an6rc alt, Ehefrau von Schneider Heinrich Wagner oniin.v r V • r ^nns Hermann .0taller, 6 Tage alt, Sohn von Braunrerster s'~tic Sner A 60^^te pIt- Maurer von hier w Justus Magner, db Jahre alt, Bahnarbetter dahier. 10. Katharine Hetcbe aeb Käufer 25 Jahre alt ^bam Hetche dahier. lO. Hemrich Hoh?r.cyer^ . lg, Kaufmann dahier. 10. Hemrick Herbst. 25 Lafore alt kbin 11, ^0araaretbe örfiniiht apo , /tf r von Biskirchen' i\S0Tark 5 6eb. Damm, 63 Jahre alt, Ehefrau von Rentner Ludwia Schmidt I. dahier. 12. Friederike Wallenfels, geb. Ritter, 82 Jahre alt Witlwe von Kaufmann Ehrrstian Wallenfels dahier. 12. Emilie Lenz geb. Struth 25 Ja^re al Ehefrau von Schuhmacher Julius Lenz dahier. 9' 0 'sa?re Wolff s t-l-ar. Corr-spondcriz - Burca«. Berlin, 13. Mai. Der Kaiser empfing Vormittags 11'/, Uhr die hni e hier emgetroffene Großherzogin von Baden, nahm oarsuf militärische Meldungen entgegen und machte sodann eine Spazierfahrt. Nach der Rückk-dr empfing der Kaiser den Grafen Otto Stolberg und später den Minister v Nutt- kamer. Am Diner nahmen di- Prinzesfin Wilhelm, die Großherzogin von Baden und der Prinz und die Prinzesfin von Hohen,ollern Theil. D« Prinz sygft** *“w *e6w- ~ -,ÄÄTÄiÄÄk’S: präfunfl im Baufach, den Antrag Minnigerode an, über die Petitionen, soweit dieselbe» emseilig dl- Wiederzulaffung der Abiturienten der Ober-Realschulen zum Baufach verlangen, zur Tagesordnung überzugeben, soweit dieselben aber eine generelle Regelung der Frage beabfichtigen, solche der Regierung zur Be- Äe allgemeines W* ettebi9,e -«»- Reihe Petitionen Nächste Sitzung morgen: Petitionen. niirp irh®aLÖietten^us nahm den Gesetzentwurf, betr. bi- Kanton-Gesäng. ^"nprovmz, unverändert an und genehmigte den Antrag auf stra-iechtl^e Versorgung oer Freiherren v. Solemacher und v. Schorlemer ™ hbenr Verhandlung über die Anträge wegen strafrechtlicher Verfolgung ver< sch»! dener Zeitungen wurde die Oeff-ntlichkeit ausgeschlossen 9 Nächste Sitzung morgen: KreirtheilungSgesetz. «ondo», 13. Mat. Da» Unterhaus genehmigte mit 208 gegen 84 ./darnellitkn und Radikale) einen Specialkredit von 7000 Pfund für bie Jubiläumsfeier in der Westminster-Abtei. Dar Haus nahm ferner die Bill «aernßSür!nn " 4procenti9en indischen Staatsschuld in 3V,pr°centige^ ™ “■ wu,le in »Ä .5 KiÄ'Ä Äo£äS”» (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 (4 w ? ' der Bäcker a Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod ... 27 ii (4 Pfd.) Weißbrod . * ' * 54 " St Sex Schwarzbrod 1. Sorte 24 " ö Md.) Schwarzbrod 1. Sorte " >7 Schwarzbrod 2. Sorte „ (4 Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte Schiffs« achrichten Trave, eÄ’"AAob ®er P°stdampf-r Mv^g-n wvhlb-h-tt-n in^Newyork °^g-k°mm-m°^^"""°" °bg-g--'8kn''w°^ist°h-E Lebensversicherungsbank ^iir Deutschland lu Gotha. mr., , ""-Stand: Anfang Mai 1887. versichert waren 68 810 Personen mit 516 400 000 m-,, < . , c im vorigen Monat 367 Versicherunaen über 2 75Wi^x J U r(?0t wurden 338 Versicherungen über 2 543 300 *1 Tip QaM h Abschluß gelangten 136 mit 1 074 onn i m 1 dUU Dle Zahl der angemeldeten Sterbefälle hptnm Wx™ 1636 wurden seit B-'gmn Ls-s V-rfich-runaen über 10 493 4^ Vab unb 1413 neu- SIS: »«frTO'.Mwmw I entnehmen mir, daß die von derselben einaeiübrten M tur 1886 I JmrMt iOrer fünfjäh. igen ^oliceL)beeilleen^^m, a®eS?^fed,ts ! 3otfle gehabt haben. Di- neu beantragt- $erMCrun0§fum^n’belief Ä*6§r Jg I Lel-graphischer Schiffsbericht der „Red Star Line" Antwerpen. New-York, 11. Mai. Der Postdampfer „Belgenland" der „Red Star- Line", welcher am 30. April von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier angckommen. 70 Hühner rer Stfirf X 1 in 28 4 Tauben per Paar 50 bis ver Stück19 nS <$^nen or- ^tück 1.50-2.00, Enten 64 unS ™ Mlwd"O-W Ochsenfleisch per Pfund 62 dis ♦att&tl mutz VerVsbr Pnti * -'K ;«A, SS N X ■i o» ^r1-10^;50'. Hahnen pr. Stück JL 1.50-2.00, Enten Im Namen des Großher^ogs! In der Strafsache gegen den Georg Steinberger von Alsfeld wegen Körperverletzung und Beleidigung hat das Großherzogl. Schöffengericht zu Gießen in der Sitzung vom 17. Dezember 1886, an welcher Theil genommen haben: Gerichtsaffeffor Dornseiff als Vorsitzender, Johannes Deibel VI. von Wieseck, Reg -Rath Hofmann von Gießen als Schöffen, Gerichtsaffeffor Brill als Beamter der Staatsanwaltschaft, Gerichtsaccessist Schwarz als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Angeklagter wird wegen Vergehens gegen §. 223, 223a und 185, 201) Str.-G.-B. in eine Gesängnißstrafe von 2 Wochen und in eine Geldstrafe von 20 Jt verurtheilt, eventuell 4 Tage Haft und werden ihm die Kosten des Verfahrens zur Last gesetzt. TL Angeklagter wird zur Zahlung einer Buße von 100 Jl. an den Nebenkläger Moses Rosenthal und zum Ersatz der demselben erwachsenen nothwendigen Auslagen verurtheilt. HL Dem Moses Rosenthal wird das Recht zugesprochen, den entscheidenden Theil dieses Urtheils binnen einer von Zustellung einer Ausfertigung dieses Urtheils ab laufenden Frist von 14 Tagen auf Kosten des Angeklagten einmal im „Gießener Anzeiger" veröffentlichen zu lassen. gez. Dornseiff. Für die Abschrift: Glas sing, __Gerichtsschreiber. 3809 ^Bekanntmachung. Montag den 16. Mai 1887, Nachmittags 2 Uhr, soll, am Neuenwegerthor anfangend, die diesjährige Grasnutzung von den Böschungen der Wieseck , der Stadtringgräben und von den städtischen Wegen, sowie die Gras- und Kleenutzung von einem Stück Land am Wismarer Weg versteigert werden. Gießen, den 14. Mai 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 3848 Keller, Beigeordneter. -Ejsenlmhn-Direclions-Besirlr Hannover. Königliches Eisenliahn-Betriebs- Amt (M-M.-B) Bekanntmachung. Dienstag den 17. Mai 1887 1 läßt die Bahnverwaltung die Gräsereien an den Bahnböschungen zwischen Lollar und Gießen auf ein Jahr und einige kleine Parzellen aus mehrere Jahre \ öffentlich meistbietend verpachten. Zusammenkunft 8 % Uhr Vormittags am südlichen Ende des Bahn- Hoss Lollar. 3813 Königliche Bahnmeisterei 14. Allgemeiner A nzei g e r. Bekanntmachung. Der in der gestrigen Stadtverordneten > Sitzung festgesetzte Voranscklaa über Einnahme und Ausgabe der Stadt Gießen für das Etats ahr l 8^7/88 wird während 8 Tagen zur Einsicht jedes Betheiligten auf dem Bürgermeisterei- Bureau zur Erhebung etwaiger Einwendungen innerhalb dieser ftrift offen aeleat Gießen, den 15. Mai 1887. ü B a * Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 3849 Keller, Beigeordneter. Vergebung von Maurer-, Pflaster- und Straßenbau-Arbeiten. . Die Ausführung der nachstehenden, bei Unterhaltung der Kreisstraßen des Kreises Gießen erforderlichen außerordentlichen Arbeiten soll im Einzelnen Dienstag den 24 d. M, Vormittags 10 Uhr, auf dem Bureau des Unterzeichneten im Wege schriftlicher Submission vergeben werden: A. Maurer-Arbeiten Steinberg — Grüningen: Anlage eines Kanales mit Beichaussi^ung ............. 156,20 Jl. Grüningen — Holzheim: desgleichen 112,40 „ Garbenteich — Steinbach: desgleichen 74'18 n Hochelheim —Lang-Göns: desgleichen 277,60 '' Harbach — Staatsstraße: desgleichen .... 82,43 Trais-Horloff — Steinheim: desgleichen .... 306,51 " Kesselbach —Appenborn: desgleichen 94,35 " Wieseck—Alt en-Bus eck: desgleichen 365,— „ Alten-Buse ck — Daub rin gen: desgleichen .... 150,— Mainzlar — Treis a. d. Lda.: Herstellung von Böschungsmauern ................214,05 „ B. Pflaster-Arbeit. In Queckb0rn: Anlage von Mulden 96,— «X ^öbgen — Gr0ßen-Buseck: Gossenpflasterung . . . 345,60 „ ^buern — Geilshausen: Anlage einer Mulde und Umpflasterung von Gossen <17 — Mainzlar —Treis a. d. Lda.: desgleichen . . . . 333,50 ” 0 Straßenbau-Arbeiten. erpeim — ßartß^@ön<5: Reguliren von Banketten, Gräben u. Wandsteinen, sammt Beichaussirung u. Materiallieferung ................ 80