Nr. 86 Freitag b(ti 15. April 1887. icßcncr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Dureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. M—i i ■ mm ——■ —i■ Amtlicher Hheit. Nr. 12 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 7. d. M.,, enthält: (Nr. 1710.) Übereinkunft zwischen dem Deutschen Reich und dem Königreich Serbien, betreffend den gegenseitigen Schutz der gewerblichen Muster und Modells Vom 3. Ju^M. bie Unzulässigkeit der Pfändung von Eisenbahnsahrbetriebsmitteln Vom 17. März 1887. 1 J Nr. 13 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 12. d. M.. enthalt: (51t 1712 ) Verordnung betreffend die Einsuhr bewurzelter Gewächse aus den bei der internationalen ReblauSconventwn mcht betheürgten Staaten. Vom 7. April 1887. Gießen, den 13. April 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen - 14. April. Die Stille der Osterseiertage wirkt in der auswärtigen wie in der inneren Politik noch immer nach und namentlich ist aus jenem Gebiete das an neuen Nachrichten vorliegende Material noch ein recht dürftiges, jedenfalls kann man da einmal sagen: „Keine Nachrichten - gute Nachrichten und wenn die hohe Politik feiert, so ist dies nur ein günstiger Symptom für bie äugen- blickliche Weltlage. In der Thal schreitet die schon seit einiger Zeit etngetrdene Aufklärung des europäischen Horizonts, wenn auch nur zögernd, fort und felvst die modernste Sphinx für die europäische Diplomatie, die bulgarische Frage, scheint ihrer Lösung um ein Weniges näher gerückt zu fein. 3" dieser Beziehung sollen bestimmte Anzeichen vorliegen und heißt es, daß Rußland, auf welche Macht es bei der Weiterentwickeiung der bulgarischen Dinge ja Haupt» sächlich ankommt, sich mit einer bescheidenen Genugthuung für den Widerstand, den cs mit feinen Plänen bislang bei den Bulgaren gesunden, begnügen wolle. Welcher Art diese „Gmugthuunz" sein wird, darüber kann man kaum Ver- wuthunpen hegen, aber es ist doch immerhin schon etwas, wenn Rußland erklärt oder andeutet, von der von ihm in der bulgarischen Frage bislang befolgten politischen Richtung der absoluten Negation endlich abweichen zu wollen. Im Uebrigen dars schon aus der vierwöchentlichen Urlaubsreise, welche der deutsche Botschafter in Petersburg, Herr v. Schweinitz, angetreten hat und mit welcher er eins Cur m Wiesbaden verbindet, geschloffen werden, baß in den leitenden Petersburger Kreisen zur Zeit keinerlei beunruhigenden Dispositionen obwalten. Nächsten Dienstag, den 19. April, nehmen der Reichstag wie das preußische Abgeordnetenhaus gleichzeitig ihre Beralhungen wieder auf uno hiermit wird dann die österliche Ruhepause in der inneren Politik ihren natürlichen Ausgang erreicht haben. Bis dahin muß sich der Tages Berichterstatter mit dem Wenigen begnügen, was noch die letzten Tage vor Ostern gebracht haben und unter diesem war auch die interessanteste Mittheilung diejenige über die Berfügung des reichsländischen Ministeriums betreffs des Aufenthalts von Angehörigen der französischen Nation in Elsaß - Lothringen. Bislang hatten nur Personen, welche dem actioen französischen Heere angehörten oder zu demselben in Beziehungen standen, eine fpecielle Genehmigung zum Ausenchalte in den Reichslanden einzuholen. Nunmehr ist aber diese Bestimmung auf alle Franzosen, welche sich daselbst aufzuhalten gedenken, ausgedehnt worden und nur diejenigen französischen Unterthanen, die bereits in Eisaß- Lothringen wohnen, sind ausgenommen. Die gemeldete Maßregel wurde schon vor einiger Zeit signalisirt, doch glaubte man nicht, daß sie so rasch verwirklicht weroen würde; jedenfalls hat sie angesichts der Thatsache, daß zwischen den im Reichslande sich aushaltenden Franzosen und der Heimath stets die regsten Beziehungen gepflogen werden, ihre volle Berechtigung. Dem Metzer Gemeinderathe ist auf die Ergebenheits-Adresse, welche die genannte Corporation zum 22. März an den Kaiser gerichtet hatte, ein Dankschreiben aus dem Civil-Cabinet des Kaisers zugegangen. In dem» selben drückt der Monarch nochmals sein lebhaftes Bedauern darüber aus, daß er durch plötzlich eingetretenes Unwohlsein bei seiner vorjährigen Anwesenheit im Elsaß daran gehindert wurde, seinen Wunsch, Metz zu besuchen, auszusühren. Schließlich versichert das Schreiben, daß der Kaiser an der Wohlfahrt der ehrwürdigen Hauptstadt Lothringens warmes Interesse nehme und zuversichtlich hoffe, daß die Stadt einer fortschreitenden Entwickelung entgegengehen werde. Ja Straßburg sand am 9. April das Begräbniß des Reichstags« Abgeoroneten Kabl6 unter Teilnahme weiter Bevölkerungskrelse, jedoch ohne irgendwelche politische Demonstrationen statt. In der protestantischen Jung Sanct Pelerskirche und am Grabe hielten die Pfarrer Trauerreden, und zwar in deutscher Sprache; das Auftreten anderer Redner hatte die Regierung Untersaat. Die französische Regierung hat ihren seitherigen Consul in Mass au ah abberusen, was in Rom nur mit Befriedigung begrüßt werden dürste. Der betr. Herr stand nämlich schon längst in Verdacht, mit dem Negus Johannes von Abyssinien eine geheime Corresondenz zu pflegen, um die Anerkennung des Protectorats Frankreichs über gewisse Gebiete in der Umgegend Maffauahs durch den Negus zu erwirken. Es sollen für die Schuld des Con- suls directe Beweise vorliegen und scheint die französische Regierung von dem Treiben ihres Vertreters in Maflauah selbst keine Ahnung gehabt zu haben, wofür wenigstens die sofortige Abberufung desselben spricht. Ob der ConsulatS- Posten so bald wieder besetzt werden wird, erscheint noch fraglich. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenr-Brrreatt. Berlin, 13. April. Seine Majestät der Kaiser nahm Vormittags Vorträge Perponcher's und Wilmowski's entgegen, empfing später den Oberstallmeister Rauch und den General Stolberg und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. Morgen Abend findet bei den kaiserlichen Majestäten eine größere Soiree statt, zu der 120 Einladungen ergangen, firch^ ^^nprinz und die Kronprinzessin empfingen Mittags die hier anwesenden Minister. . ,, . . Berlin, 13. April. Die „Verl. Polit. Nachr." weisen darauf hin, daß der Nachtraas-Elat, welcher der Berathung des Bundesraths derzeit unterliegt, wenngleich vornehmlich die Forderungen für militärische Zwecke seine Einbringung nothwendig gemacht, keineswegs jene sensationelle Bedeutung habe, welche ihm von mancher eeite beigelegt wird. Es handle sich um Ausgaben auf Grund des neuen Mitttargesetzes, um strategische Bahnen, den Ausbau und Umbau von Festungen, wie es die neue Geschütz,Geschoß-Technik nöthig mache, endlich um die Ausrüstung mit dem neuen Gepäck, alles Ausgaben für Zwecke, die längst bekannt sind und die gewrtz schon detz- halb weil sie für längere Zeit beanspruchende Arbeiten gemacht werden, jeden Gedanken einer unmittelbaren Kriegsgefahr ausschließen. Was die Zeitungen bisher über die Höhe des Betrages gemeldet, ist unzutreffend. London, 13. April. Rach einer Lloyds-Depesche aus Dreppe fuhr der Raddampfer „Viktoria" aus Newhavcn beim Cap Ailly auf einen Felsen. Mehrere Paffa- giere sollen mit Rettungsgürteln über Bord gesprungen und von den Fluthen tn s Meer hinausgelrieben worden sein. Weitere Nachrichten fehlen noch — Nach einem Telegramm aus Newhaven ist bei dem Unfall des Dampfers „Viktoria" kein Menschenleben verloren gegangen. Amsterdam, 13. April. Der König empfing heute anläßlich der Feier fernes 70. Geburtstages im Palais die Spitzen der Militär- und Civilbehorden, sowre. die Bürgermeister von Amsterdam, welche ihre Glückwünsche darbrachten. Der Komg sprach seine volle Befriedigung und Dankbarkeit aus für die zahlreichen ihm und der königlichen Familie zu Theil gewordenen Beweise treuer Ergebenheit und Anhänglichkeit. Die Königin durchfuhr mit der Prinzessin Wilhelmine die Stadt, umdre Ausschmückung zu besichtigen und besuchte später die Garten, wo zur Feier des Tagetz Sviele für die Tugend der Hauptstadt veranstaltet wurden. Sodann begab ste sich mtt der Prinzessin^ Wilhelmine an Bord der festlich geschmückten „Galiote", um den Maskenzug zu Schiff an sich paffiren zu lassen welcher sich durch die banale der Stadt bewegte, und den Besuch des Prinzen Wilhelm des Ersten von Oranien und seines Gefolges bei der Geusenflotte in Zeland darftellte. — Der König empfing eine Deputation des Vereins für die Einführung des allgemeinen Stimmrechts. Dieselbe überreichte^ eine Petition zu Gunsten des Soc aliften- führers Nieuwenhuts, welcher wegen Majeftätsbeletdigung zu einem Jahr Eefangntß verurtheilt worden ist. Die Petition nimmt Bezug darauf, daß Nieuwcnhuis im Gefänauiß ernstlich erkrankt ist. ~ — X Gießen, 14. April. Die Zahl der Rechtsanwälte im Deutschen Reichs betrug am 1. Januar d. I. 4787 (gegen 4091 im Jahre 1880), wovon jff landesgerichtsbezirk Darmstadt 130 fallen (gegen 124 imtreten, so daß demnach in unserem Bezirk eine Vermehrung um 4,8 Procent emg 1 Rechtsanwalt auf 7359 Einwohner kommt. Die spanische Colonial-Politik nimmt jetzt an der Nordweftküste Afrikas einen neuen bemerkens merken Anlauf. Das ganze Küstengebiet vom Cap Blanco bis zum Cap Bojador, südlich von Marokko, wurde laut Proklamation des General-Kapitäns dex kanarischen Inseln den spanischen Colomal- Besitzungen einverleibt und wird das neue Gebiet wohl der Verwaltung des Gencral-Kapitanats der kanarischen Inseln mit unterstellt werden. Am wenigsten erfreut über diese Annexion wird der Sultan von Marokko sein, dem hierdurch die Spanier auch im Süden seines Reiches bedenklich auf den Hals rücken. In Gerona (Nordspanien) beschlagnahmte die Genrd'armerie drei mit Munition beladene Karren, welche eben die Grenze passirt hatten. Man glaubt, daß die Munition für die Carlisten bestimmt gewesen sei, so daß also dieselben roieDer einmal irgend etwas im Schilde führen würden. Die rumänische Deputirtenkammer ermächtigte dre Regierung, das provisorische Handels-Uebereinkommen mit Frankreich bis Ende 1887 zu verlängern und auch mit anderen Staaten provisorische Handels-Conventionen abzuschließen. Darmstadt, 13. Aprrl. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allcrgnädigst geruht: ... Am 2. April den Geheimen Obermedrcinalrath Dr. Hermann Pferfser zum Vorsitzenden dcr Centralstelle für die Landerstatistik zu ernennen. Darmstadt, 12. April. *Di- «reife ammSetMg’oor. regierung bewilligten Beitrag für die Frankfurter Ausste ö 9 u 5 4 10 24 50 100 250 2 4 8 18 4000 jl in Vereinbarung mit der deutschen Landwirthschafts-Gesellschaft ausgetheilt Werden, sollen folgende Verwendung finden: Für Pferde: ein Preis von 150 und fünf Preise von 100 «4L Für Rindvieh: Stmmeuthaler und ihre Kreuzungen: ein ZLk T ;10° ^nb ? ^eise von je 100 außerdem von dem landwinhschaftt Sj.?e"ine ber ^Ovinz Starkenburg 650 Jt ; Schwyzer: ein Preis von 150 Preise von 106 -vtt und 2 Preise von 75 M; Glanoieh: 2 Preise von 100 al- eI0SQ : von 100 und 4 Preise von 50 JL, ferner von einem Mtt- ?o i^ des Zuchwerems 2o0 Milchvieh: 2 Preise von 150 und 3 Preise von 100 vNk, Schafe. 2 Preise von 25 3L, und Schweine: 2 Preise von 100 al 90i8 Rheinhessen werden bei der Ausstellung etwa 70 Stück Vieh ausgestellt w^rdm.' 2 § O" Qf ^sOvmftadt, 9. April. (Schonzeit für Fisches Nach 8 4 des Gesetzes vom 2<. April 1881, die Ausübung und den Schutz der Fischerei im Großherzoathum 8s'(?mcy 10.* die Frühjahrsschonzeit für Fische; dieselbe dauert brs einschlleßlich den 9. „junt. Die Flüsse Rhein, Main, Neckar und Lahn mit ihren sammllichen Seitenarmen und Altwassern, soweit sie im Gebiet des Großherzogthums liegen, unterliegen dieser Schonzeit. ^^vvc^zvgryums Eingesandt. ■d,S.S, Mühle des Klosters bereits 4 Wimmer' redt h^'n^ in ber früheren Einrichtung eines größeren Saales und ^gerichtet hat rmd noch mit der bietet dem Publikum eine vorzüalicke Garlenwrrthschaft beschäftigt ist Preisen. vorzügliche Flasche Bier und gute Speisen bei soliden ~ __ X. Handel und Verkehr. — Korn Ht"10 65? Geiste ^^8.10^Hafer ^5^60^ Kartoff ^ißer Weizen 14.80, Erbsen ä 100 Pfund jl 00.00. ** r 5*60' Kartoffeln a 100 Pfund 0.00, Fahrpreis für Kinde? zu^enttichttn^ist ^^^Da ^“name \ rocId)er Eisenbahn- kommt, daß am Schalter eine entsprechende Amabl RmÄ"? bei regem Verkehr vor- °ls welch- man zu fahren beabsichtigen der MeinmE7°-°st^ — (Der General vom alten Schlaa.1 Ter alt? „ mandant von Spandau, ist von einem Possendickter mm fs?ihpn r ^Euialige Com- gemacht worden, di- demnächst an ttner B rttn-r Rüb^ ®erIiner P°s>- di-'-r G-leg-nbeit sei an eine hJ,«™ Äotm bkute erhallen haben, erinnert. Der alte Veikri mnr »;» nn V^terr, die sich bis seinem Könige mit Gut und Blut^ergeben ein echtes Soldos gottesfürchtiger beliebt und geachtet, aber - ein abgesagter Feind alleallgemein sie „verschuldeten" modernen Bildung. Mit seiner Frau-MnOprE^^. "r butd) auf gespanntem Fuß, ein treuer Nacheiferer des n n « 4 , r-Sprache lebte er stets ehrten Vater Blücher. Einst verabschiedete s?ch der ConTmorfhtenbr$ Beispiel oer- wit den Worten: ,Grenadiere! Unser König ist^ner Garnison lioßen Dienst; er ist aber auch 'n kleiner König denn er kenn^Ä fcnnt den Jrenadiere ihr seid ’n jlückliches Land. Lebt wohl Kfiide? ch r?l?^ Dienst. Wochen mit meine Frau im Bade" Als ein ' $ ^ise morgen auf vier Opfer bet dem damaligen heftigen Auftreten hpr^S ^uer Compagnie als erstes P-I-rt folg-nden fur17n8™d6ruf? UeTt nu b,r 'a 6jeIt i6m General 2tber das Volk frißt ja allens durcheinander. Ich bin fest übenenn?* " nu i)ü”0"! .ne™ Ul ble einc Hand ’ne Birne binhält und in die ander^Wn ?cnn tm<"‘ ko ireist nach di- Birne," Als König Friedrich Wilhelm III hürt,» 1 ®£oIera,;,bcr ÄerI her originelle General zu erfreuen hatte, das 300jährige ^ubilänm" bcr Reformation m der Mark Brandenburg baburdi iu 9fe^n ^?cr Anführung Jeinem ganzen Hofstaat in der Kirche zu Spandau ?«« cr mit Peteri, der einer alten katholischen Adelsfamilip nnn Et oenbma&I^ging, rüstete sich -unobmer,. Von seiner Gattin aufdiese llng-hörkk-tt aufm^klam Gom,Uuni?n °» «m« .S “’SS «x; portlrt weiden sollte. Der mniif» “Lc; k in Schwabach tiane- mächtig wurde und d-r Transportirte benutzte nu7ni^etmo°b/"r unterwegs obn- aunilige Gelegenheit zum Ausreißen, sondern begab fidj* n Mol °"b-r°rdentiich M ftd. "on einem anderen Gensdarmen nach Schwalch" rans^7°' iUtlirf unb Butzbach, 7, April, Aus dem letzten Delegirtentag der hessischen Feuerwcbren in Frankfurt a M wurde Butzbach bau, erwählt, in diesem Zähre das h-Mch- Feuerwehr est abzuhalten Di- Freiwillige Feuerwehr unserer Stadt nahm di- Wah als Ehrensache an und bestimmte das Fest für den 18. und 19. Juni Vor m>öi Jahren, am 18 und 19 Juli 1875, feierten di- hessischen Feuerwehren in unstren Mauern ebenfalls ihr Fest und sind die schönen Stunden, welche die damals in großer !!!ffie6ren be,ou"ä.PerIe6t bab-n^gewiß noch Manchem im G-dächtniß. ^n der seither vergangenen Zett ist man von Seiten der Feuerwehr bestrebt gewesen sich immer mehr zu vervollkommnen und das zu erreichen, was eine F-uerwchr e?n soll; man hat aber auch geleint, derartig-Feste praktischer und ang-nebm-r ,u aesta ten und so wird krc diesmal alles ausbteten, um di- Tag- d-s 18® und 19 Jun r-M lang- unseren Gasten >n angenehmer Erinnerung zu erhalten. Die Feuerwebrscstt bttttn l™ar totste ^ouschcn^n Vergnügungen, das liegt nicht im Zwecke dieser Feste oereiniat sich nicht mit dem Ernste der Männer, die ftciwillig di-Hand dazu bieten oft ml Gebens, dem Ikächsten in großer Nokh zur Wehr bcizusprinaen nein diese Feste ,ollen mehr im Austausch der Meinungen großer Massen gleichgesinnter Männer fein, die über ihren Beruf sich aussprechen Neues seben imh Ln/n L/ri” ;nJer unb 3,.u§bauer für di- Zukunft erhalten. Butzbach freut “id, bk hessischen Feuerwehren wieber begrüßen zu können und rüstet sich schon jetzt di-F-f tag- zu Ehren der Gaste zu recht schönen und würdigen zu mache,, 8 ' 1 < pü eU/ 0- In dem nahen Sickenhofen wurde dieser Taae von Ler hiesigen Gensdarmene em sog. „Schnorrer" arretirt und an Großh Amtsaerickt ?nttlp8cn^?fp über 12 Tausend Mark in feinem Rocf versteckt be7sich bestand zum größeren Theile aus Werthpapieren und ca 2500 JL in Gold-, Si ber- und Kupfermünzen. Das baare Geld war schön fortirt. L i» »Ä S‘„‘" “ w*«SÄK MMMMZZWW des dorttgm G-MgelL 4‘ @£flii«tr’ unb Vögelausstellung MKMZWZWM noch gemeldet: Von^Häusen! ^n^ölTbaebrann^11 ^3^11^ am Rhein &ÄJ KÄ-ffWa &”äi” richtung ist die Rettung der rom aen ^Snfpr iH n.rL » ^^.veränderten Wind- Six ~ •* - ‘"‘Txajte' ....... 3 Zweipfennigstücke Kupfer 10 ' 2 Funfpfennigstücke Nickel 5 " 1 Zehnpfennigstück Nickel 9 Zwanzigpfennigstücke Silber X o^nfzigpfennigstücke Silber 9 Ein-Markstücke Silber 9 Zwei-Markstücke Silber 9 Fünf-Markftücke Silber 1 Fünf-Markstück Gold 1 Zehn-Markstück Gold 1 Zwanzig-Markstück Gold 1 Silberthaler 1887 bet Hei?ri"Mercys. $°n ^ubo£p^ Freiherrn ProchLzka (Leon Elms.) Prag in i6nÄ^» «KÄ ba6 b-r Dichter unsere großen Lyriker, wie Heine Geibel unhP.-nm, b — cr nimmt sich der Kritik die Berechtigung geben, ihn für eimn Vorbild- - die aber doch Sieber, deren Form untadelhaft ist, lesen sich glatt un^lltt-b/nb 6aIfen- Die bie bcn Ie6tcn Th-U des Inhalts bild^n/sA^ucho?.n^?ks-r Wahrh?it bat sich^f-Fn^t"-l!ttg^be^dk''poÄLL.^us;k^ck gedacht?" M-ndelssobn reiche Musikfreunde seinen Liedern Un0fn 9ema^fi welche phantasie- solcher Erläuterungsverfuche W^te unlergeschoben haben. Betrafen zwei 8" dasielbe Lied, so wiederhole stck regAmäßig die Tbatkm^b"k Musik.Zcitung", Vorstellungen wiederspiegelten mus ifini Dtc Thatsache, daß sie ganz verschiedene sich bei diesen Liedern^ mriftos - “T L "g°tzlich-r dünken mußt als?r werthen Thatsache ausg-L «örKdk V'bie,t» b-m-rk7ns- einer sehr interessanten Abhandluna die nni’n« $»*• °be? aufgeworfene Frage in lauterungen an einem bestimmten ^eisvttl^ri. ^^ gewinnt durch eingehende Er- Phantasie-Impromptu in einer B-ilag enthalten ?,6opin’8 brillantes Musik-Zeitung zeichnet sich auch hiirrh kJ?0"?11« ^‘r .Dieselbe Nummer genannter Allem -in Artikel .Zur Erinneruna 0» k-ss-lnd-n Inhalt aus vor Asites, ber das Glück harte, dem Meiste?uähcr^äu^ fteben"0^ ““l-n" ®fen,oiren eines Auge aus benen Leben, heitere und traaikomiichp Äf?'- eine Fülle charakteristischer Kreisen nicht bekannt waren. Von weiteren.b? bisher in m iferen Siking's poetisches Märchen ®"km^ «„CT7,bn£n„hier noch : „Offenbachs Geigenkasten" — Bericht,»" iirX u flotte Humoreske "Othello", dazu noch'allerlei klech/ N tizen übe^KuM S? ««H’« kurzum eine erstaunlich- Reichhaltigkeit zumalwenn^ 11 Ä“nFT; Anekdote,, (80 Psg. vierteliährlich) in Betracht zieht" ben äußerst billigen Preis -■ - wwä mit Verordnungen, Reichsmilitärgesetz, Gesetz über hen 9nlfh,ffC ber„?''*äbeamlen s.s>............!p,bt «-riff-Aachri rhtÄ)"^ Aubcr^Ä?onnement°^^^"^ W nmä6i8ttn P"'s°n. Wilh-lm T-ll «ÄtallS Kleine» GchauspielyauS. Freitag den 15. April geschlossen. Samstag den 16. April: Der Hofnarr. Große Preise. Sonnwa den 17. Avril: Othello. Große Brette GaNtsdienst der iorselitischen NrligionsgeMchAl^ «Donnerstag Abend 6»« Uhr, Freitag Vormittag 8 Uhr, Freitag Abend 630 Uhr Samstag Vormittag 8 Uhr, Samstag Nachmittag 3 Uhr, Samstag Abend 73® Uhr.^ ' Allgemeiner Anzeiger. Betreffend: Die Anstellung der Kreis- straßenwarte. Die Stelle eines KreiS- straßeuwartes mit dem Sitz in Geilshausen soll auf 15. Mai d. Js. neu besetzt werden. Bewerber haben ihre Meldungen bis längstens 25. d. M. bei dem Bezirksbauaufseher M a r i n g e r in Grünberg schriftlich zu erstatten und dabei ihr Aller und ihre seitherige Beschäftigung unter Beilage etwaiger Zeugnisse über frühere Dienstleistungen ähnlicher Art anzugeben. Gießen, am 12. April 1837. Der Kreisausschuß des Kreises Gießen. Dr. Boekmann. 2872 GberheMk Eisenbahnen. Vom 1. Mai c. ab treten in den Tarifsätzen Gemünden —Gießen für Eilund Frachtstückgut, Specialtarif A? und UI geringe Erhöhungen ein, worüber die Güterexpedition Gießen jetzt schon Auskunft ertheilt. Gießen, den 9. April 1887. 2837 Großherzogliche Direktion. Holzversteigerung ix der Oberförsterei Krofdorf. Freitag, 22. April, 9 Uhr, bei Wirth Weißbrodt in Salzböden, Schutzbe- ztrk Salzböden, Distrikt Gehren 59 a, Buchen: 20 rm Scheit, 65 rm Stamm- knüppel, 864 rm Reiser; Weichholz r 5 rm Stammknüppel, 72 rm Reiser. Daselbst 59 b, Eichen: 4 rm Nutzholz, 2 rm Scheit, 2 rm Stammknüppel, 28 rm Reiser; Buchen: 1 rm Scheit, 3 rm Stammknüppel, 94 rm Reiser; Weichholz: 17 rm Reiser; Fichten: 2 Stämme mit 0,34 fm k. I., 89 Stück Stangen L, II. u. III. Classe, 82 rm Reiser. Dtstr. Alte- stall 64, Buchen: 3 rm Scheit, 54 rm Stammknüppel, 1459 rm Reiser; Weich- Holz: 2 rm Stammknüppel, 17 rm Reiser. Totalität, Distr. 60, Fichten: 11 Stämme und Stangen mit 0,94 fm k. I., 5 rm Reiser; Distr. 81, Buchen: 1 rm Knüppel, 10 rm Reiser. 2857 Krofdorf, den 13. April 1887. Müller, Königlicher Oberförster. Arbeitsversteigerung. Samstag den 16. l. Mts., Nachmittags 4 Uhr, sollen im Rathhause zu Grüningen folgende Arbeiten veraccordirt werden: Masterarbeit, veranschl. zu 90 JC. Maurerarbeit, „ „ 100 JL 20 Kubm. Steine zu zerschlagen ä 3.20 Grüningen, den 13. April 1887. Großh. Bürgermeisterei Grüningen. Gilbert. 2836 Montag den 18. und Dienstag den 19. April, Nachmittags 2 Uhr, werden im L. Bramm'schen Sälchen, Neustadt 55, die zur Joh. Lang'schen Konkursmaffe gehörigen Putz- und Modewaaren, als: Bänder, Blumen, Federn, Hüte, garnirt und ungarnirt, Fayons u. s. w. versteigert. F- Hoffmann, Konkursverwalter. Diese Versteigerung dürfte insbesondere auch für Modistinnen eine günstige Gelegenheit zur Anschaffung von Maaren bieten. 2819 Bekanntmachung. In den zum Landbestellbezirke der Kaiserlichen Postagentur in Rodheim (a. d. Bieber), gehörigen Orten Bieber, Crumbach, Frankenbach, Königsberg und Vetzberg werden am 15. April Posthülfftellen errichtet, deren Verwaltung den nachbezeichneten Personen übertragen worden ist: In Bieber dem „ Crumbach „ „ Frankenbach „ „ Königsberg „ „ Vetzberg Herrn Gastwirth Gottlieb Jung, n Bürgermeister Wagner, „ Gastwirth Th. Geller, „ Bürgermeister Scherer, „ Ortsvorsteher L. Schmidt. Darmstadt, den 6. April 1887. Der Kaiserliche Ober-Postdirector. Hagemann. Holz-Versteigerungen. In der Fürstlichen Oberförsterei Hohensolms soll nachverzeichnetes Gehölz an Ort und Stelle versteigert werden: I* Montag den 18 d. MtS. im Distrikt „Jselscheid": 125 rm Eichen-Stamm-Prügelholz, 109 „ „ Stockholz, 6900 Wellen Eichen-Reisholz, 123 Eichen-Stämme mit 20,80 fm, zu Bau-, Wagner- und Grubenholz geeignet- Der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 10 Uhr im Distrikt „Jselscheid" auf der Staatsstraße zunächst Fellingshausen. II« Donnerstag den 21 d. Mts. im Distrikt „Windelbach": 39 rm Buchen-Scheitholz, theilweise Felgenholz, 152 „ „ und Eichen-Prügelholz, 24 „ Erlen- und Aspen- „ 155 „ Buchen- und Eichen-Stockholz, 4970 Wellen dergl. Reisholz, 6400 DurchforstungSweUe« 1. und II. Classe, 42 Eichen-Schnittstämme I. u. II. Cl. mit 49,37 fm, 11 Eichen-Stämme III. Cl. mit 3,21 fm, 31 Lärchen- „ mit 18,79 fm und 10 geringe Kiefern-Stämme mit 1,65 fm. Der Anfang der Versteigerung ist Morgens präcis 10 Uhr in der Abtheilung Schwarzloch beim Dachsbau. Hohensolms, den 12. April 1887. Fürstliche Obersörsterei Hohensolms. D ö r m e r, Reviersörster. 2856 = Arbeiter- —— Röcke, Hosen, Westen, Kittel, Blousen, Hemden und Schürzen empfiehlt zu billigsten Preisen in bester solidester Arbeit 2S62 Kobert Stuhl, Neustadt 23. vereinsMneu. Nnner, "SST »ÄS; Dauerhaftigkeit wird schriftlich garantirt. Fahnen und Flaggen, Transparente, Lampions. Theaterdeeorationen, Vereins-Abzeichen. Schärpen. Zeichnungen, Beschreibungen, Preisverzeichnisse versenden wir franco und kostenfrei. , . 2876 Bonner Fahnenfabrik (Hof-Fabnensabrik) in Bonn a. Rhein. 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Bl. 2711 ^rür ein hiesiges Kabrik-Ge- zchäst wird ein wohlerzogener junger Mann in die Lehre gesucht, dem Ge- \ legenheit geboten wäre, etwas Tück- ' "g-s zu lernen. Bei entsprechender 5 Ostung angemessene Gratification. I Offerten wolle man an die Erped. > d^ Bl. unter X. 25 richten. V \ 2824 Ein williges braves^Mädchen ! am liebsten vom Lande, zum Spulen ge- $ Nordanlage 29. ' 2723 Der 2. Stock in meinem neuer- bauten Hauie zu vermiethen. M. Langsdors, Maurermeister, _____________Ludwigsstraße 57. 1017 Zu vermiethen eine Wöhnünm drei Biöcen mit Küche und Zubehör, auf sofort bei Helm, Bismarckstraße. 2727] Laden mit Logis und eirfkleines Logis im Hinterhaus zu vermiethen. Bahnhofstraße 32.