-'Zl in K M n# j!Ü| ?ilti j’fl? irrf c-f M n-t i;C8 -ch ÜL n'l- ret ü n ft k °L ch rick A rs; itio Nr. 6* Samstag den 13. August Igg? Kießenrr Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. » Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. ®re‘6 ?'«^i°hrllch 2 Mark 20 er 86 LrbctmaI« wunderbar gestärkt, da- schöne Alpenland an den Ufern Wen S6 un? diej-r Wunsch, daß es unserem greisen Kaiser auch im Mot mir? Dert9önnl sein werde, bte heilkrästigen Quellen Gastein« aufm- 'tut möite mnhr'l 'Ä006,. b.eu‘Sn 6er8en ein freudiges Echo finden. Freilich, Utl! ooraueä bek h-hen Alter des ehrwürdigen Herrschers mit Bestimmt- !ian die raln9in’ dieser Wunsch in Erfüllung gehen werde? Aber wenn Mättect fote Berichte Über da- Befinden Kaiser Wilhelm« nochmal« durch- Mat 'n Kn lebx e*n>e(ne- wie außerordentlich wohllhätig die gewohnte Mrchen Pi»*?.,™? diesmal auf da« Gesammtbefinden de« 91jährigen «enaben hervor unbk lrQl ,biel namentlich in den ausgedehnten Pro- Uns ssch ban.m' h 6e“lr,ber eitaucb,e Kurgast unternehmen konnte. Man ^r Thal auHnnnJ 'uv-rsichtlichen Hoffnung hingeben, daß Kaiser Wilhelm in soweit menlMi»o m"8 gestärkt cu« den Salzburger Bergen heimkehrt Erlang fegkS ^k Voraursicht reicht, kann man demnach wohl an der Er- liNnt et audbten ^-»nnh?m im kommenden Jahre da» Wiedersehen mit «wuchten Freunde und Verbündeten, dem Herrscher Oesterreich-Ungarn«, vergönnt ist. Vorerst aber begrüßt dar deutsche Volk seinen allgeliebten Kaiser 0kl der Rückkehr nach der Heimath mit srohbewegtem Herzen und ruft ihm beim Wtedereinzuge in sein trautes Sommerheim auf Babelsberg ein herzliche» Willkommen zu! ” ~ In den innerpolitischen Angelegenheiten waltet noch immer tiefe Stille vor, höchstens auf ktrchenpolittschem Gebiete wäre die am Mittwoch und Donnerstag stattgefundene Sommer-Conferenz des preußischen Episcopat» zu erwähnen, die, wie immer, in der alten Bischossstadt Fulda tagte. Derselben wohnten sämmtliche preußische Bischöfe und Erzbischöfe, mit Ausnahme des durch fein hohes Alter behinderten Bischofs von Paderborn, bet, letzterer ließ stch durch den Domherrn Dr. Schulte vertreten. Im Lause der Verhandlungen trafen auch der Erzbischof von Freiburg und der Bischof von Mainz in Fulda ein. Die Conserenz wurde Mittwoch Früh 8 Uhr mit einer kurzen Andacht in der Bonifacius-Gruft eröffnet; die Sitzungen sanden auch diesmal unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Der Beachtung in weiteren Kreisen hatte stch die Göttinger Univer- kitäts-Jubelfeier zu erfreuen, welche programmgemäß und ohne daß die Festlichkeiten durch einen Mißton gestört worden wären, verlaufen ist. Allgemeines Bedauern herrschte unter den Theilnehmern am Feste darüber, daß demselben der berühmteste ehemalige Bürger der Göttinger Georgia-Augusta, Fürst Bismarck, fern geblieben war. Der Kanzler schickte indessen ein Telegramm, als Antwort aus die Anzeige de» Göttinger Ober-Bürgermeisters, daß in der Rathhaus-Halle ttae Birmarck-Büfls aufgestellt worben fei, in welchem der Fürst seinen „®5t- ttnner Mitbürgern" für diese Auszeichnung dankt und von Neuem seinem tiefen Bedauern Ausdruck gtebt, daß e» ihm nicht vergönnt gewe,en sei, der denk- würdigen Feier beizuwohnen. Am Dienstag Vormittag sand der historische Festaus.ua der Studenten statt, am Abend war große, Festbanket unter dem persönlichen Präsidium der Prinz.Regenten von Braunschweigs Die Universität hat anläßlich der Jubelfeier zahlreiche Ehren-Promotionen vollzogen. Der Kopenhagener Familientag scheint auch in diesem Jahre zur Wirklichkeit werden zu wollen. Äußer dem griechischen KöntgSpaare und dem Kronprinzen Constantin, Herzog von Sparta, sind jetzt auch Prinz Nicolau», sowie die Prinzessinnen Alexandra und Maria von Griechenland in der däni> scheu Hauptstadt eingetroffen. Russische Blätter stgnalifiren für die zweite Auqusthälste die Ankunst der Czarenfamilie in Kopenhagen, doch liegt hierüber noch keine bestätigende Nachricht au» Petersburg vor; ebensowenig ist über die Theilnahme von Mitgliedern des englischen Königshauses an dem Kopenhagener Familientage bis jetzt etwas Näheres bekannt. Die wichtige Frage der Verfassung«.Revision ist nunmehr im holländischen Parlamente, den sog. „Generalstaaten , im Princlp entschieden worden. Gleich der Deputirtenkammer hat auch die erste Kammer am Dienrtaa wie schon vorher dem ersten Theile der Versaffungr-Revision, nun deren zweitem Theile, der provisorischen, die Ausdehnung der Wahlrechtes au», sprechenden, Wahlordnung, zugestimmt. Hiermit ist die erste Lesung der Ver« faffungs-Revision beendigt und erwartet man binnen einigen Tagen die Aus. lölung der Generalstaaten. Im ersten Theile der VersaffungS-Revtsion handelt es sich um die Regelung der Thronfolge in 6oQano und ist demnach in Ermangelung männlicher Nachkommen aus der Ehe König Wilhelms III. mit Emma von Waldeck die 7jährige Tochter de« Königs, die Prinzessin Wilhelmine, die Erbin de« Throne«; bei der stets zunehmenden Kränklichkeit des überdies 70jährigen holländischen Monarchen ist ein Thronwechsel keine sernliegende Mög- lichkett- In die holländische Thron-Angelegenheit spielt die luxemburgische Frage hinein. König Wilhelm Ul. ist zugleich Großherzog von Luxemburg, aber diese Personal-Union zwischen Holland und Luxemburg hört mit dem Ab. leben der Königs aus, denn da« salische Gesetz, welche« auch bte weibliche Linie zur Thronfolge zuläßt, gilt in Luxemburg nicht. Es käme alsdann Herzog Adolf von Nassau als nächster Vertreter der Erbansprüche des Hauses Dramen* Nassau für die Thronfolge in Luxemburg in Betracht und verstchert die „Europ. Corresp.", die Mächte hätten die Ansprüche des Herzogs und feine» Hauses bereits anerkannt. Nur will das Blatt wissen, Herzog Adolf gedenke d,e Thronbesteigung seinem Sohne, dem Erbprinzen Wilhelm, zu überlasten; die Richtig, feit dieser Meldungen der „Europ. Corresp." muß einstweilen noch dahingestellt bleiben. _ ___ Deutschland. Göttingen, 10. August. Die Universitäts-Jubelfeier fand mit einer heute Nachmittag in Mariaspring und mit einer heute Abend im Bursenne schen Garten veranstalteten Festlichkeit ihren Abschluß. Bei dem gestrigen Festcommers in der Festballe brachte Se. K. Hoheit der Prinz Albrecht einen Trmkspruch auf den Kaiser aus, der etwa also lautete: »Indem ich Sie, Kommilitonen der Georgia-Augusta, hier von ganzem Herzen willkommen heiße, drängt es mich, Ihnen Allen meinen Dank auszusprechen aus vollem Herzen, daß, nachdem Sie heute Morgen auf Se. Maiestät em Hoch ausgebracht, Sie auch für mich ein Hoch übrig hatten. Die Art und Weise, wie diese Klänge an mein Ohr gedrungen sind, ist so, daß dieselben unausloschl ch in meiner Erinnerung etngeprägt sind. Die hier so zahlreich versammelten Commilitonen sind ein beredtes Zeugniß, daß die Anhänglichkeit an die Alma mater Georgia Augusta lebendig ist, daß weder Zeit noch Raum die schönen Bande losen und Ihnen die Spannkraft nehmen kann, die in gemeinsamer Arbeit zwischen Lehrkörper und Studtrenden und unter den Studtrenden selber bestehen muß. Sie alle sind hier gewesen oder sind noch hier, um sich vorzubereiten zu einem Berufe, sei es zu einem ererbten, sei es zu einem selbsterwählten, nachdem Sie am Born der Wissenschaft geschöpft haben, um sie wieder zum Wohle, zum Besten der Wissenschaften zu verwenden oder um der Kirche und dem Staate zu dienen. Zum Berufe aber gehört die Pflichttreue und nun, meine Herren, wir haben, Gott sei gedankt, ein Beispiel von höchster Pflichttreue, das ist des Kaisers Majestät. Wir sind erfüllt von Dankes- gefühlen gegen Gott im Hinblick auf unfern mehr als 90jährigen Herrn; erheben wir unsere Gläser in dem Gefühle, daß, was auch kommen möge, in uns und, Gott gebe es in vielen Geschlechtern, die noch kommen mögen, dieses unerreichbare Beispiel fort und fort lebe. Lassen Sie uns rufen, Se. Majestät der Kaiser, unser allergnädigster König und Herr, der Schirmherr der Georgia Augusta, er lebe hoch!" — Der Trinkspruch wurde mit begeisterten Hochrufen ausgenommen. An denselben schloß sich ein Toast des Seniors des präsidirenden Corps „Hannooera" auf Se. K. Hoheit den Beotor magnifioentiaaimus, ein Toast des Professors Dove auf das Deutsche Reich, ein Toast des Cultusministers v. Goßler auf die Provinz Hannover, ein Toast des Landesdirectors v. Bennigsen auf die Universität Göttingen. Einem Trinkspruch auf die alten Herren folgte ein von Professor Weiland ausgebrachter, mit begeisterten Hochrufen aufgenommener Toast auf den Reichskanzler Fürsten v. Bismarck und ein Toast auf die Stadt Göttingen. Oberbürgermeister Merkel brachte in seinem Schlußtoaste ein Hoch aus auf die ganze deutsche studirende Jugend. Hefterreich. Salzburg. 11. August Der Kaiser ist heute Abend 5 Uhr im besten Wohlsein von hier nach Babelsberg abgereist, aus den Straßen und dem Bahn- Hofe wurde er von dem Publikum mit lebhaften Hochrusen begrüßt. Dänemark. Kopenhagen, 11. August. Die „Berling'sche Tidende" sagt gegenüber den Aeußerungen auswärtiger Blätter betreff» der Befestigungen Kopenhagens, daß diese letzteren sich aus solche beschränkten, die schon seit 15 Jahren allen ausländischen Regierungen bekannt seien, folglich nichts Aggressives invol- virten. Augenblicklich würden nur wenige Millionen kostende Feldbesestigungen angelegt. Die Rede des Kriegsministers sei von der Oppositionspreffe unrichtig wiedergegeben und commentirt worden. Die Aeußerungen desselben stimmten vollständig mit den vom Marineminister im Laufe des März im Folkething gemachten Erklärungen überein, dahin gehend, daß die Bestrebungen Dänemark» bei eventuellen Conflicten nur darauf gerichtet seien, eine allen Mächten gegenüber gleich freundliche unparteiische Neutralität zu behaupten. Frankreich. Pari», 11. August. Der Kriegsminister Ferron besuchte heute die Artwerieschule in Fontainebleau und richtete an die Zöglinge eine Ansprache, worin er bemerkte, daß die Regierung den Kammern eine Borlage, betr. Ber- beffenmg der Organisation de« ArtMerie-Seniecorp«, machen werde. Er hoffe, daß di« Kammern nicht» verweigern würden, um die Desmstokräste Frankreich» ,ur höchsten Vollendung zu bringen. Die» werde doch die beste Frieden«. Garantie sein- England. London, 11. August. Im Oberhause erklärt Salisbury anläßlich der Diskuifion über dar Unterhaus. Amendement zur irischen Bodengesetzbill, die Regierung hätte die ursprüngliche Fassung vorgezogen, aber er wäre versehlt gewesen, die Bill zurückzuziehen. Die RUckziehung hätte leicht srüher oder später zur Parlamentrlösung sühren und die loyalen Wähler Ulsters hätten sich aus >ie Seite stellen können, die die Regierung sür absolut staatsgesährlich Halle. — Lord Salisbury hielt gestern Abend eine Banketrede im Mansionhouse. Er betonte die Pflicht der Regierung, die ihr gewordene Ausgabe zu ersüllen und die von der Kammer bewilligten Mittel zur Erhaltung der Ordnung in Irland auf die ihr am geeignetsten erscheinende Art und Weise zu verwenden; >ie Regierung habe die Pflicht, da« Mandat der Volker, welche» verlange, daß die Einheit der Reicher aufrechterhalten werde, aurzusühren. Dar Arrangement n Betreff der asghantschen Frage sei ein durchaus billiger und mehr als man >abe wünschen dürfen; dabei fei keinerlei Opfer durch Rußland oder England gebracht worden, er fei Raum genug in Asien für beide Staaten; die Verstän- dtgung beweise, daß beide den Frieden wünschten. Trotz zahlreicher Vorschläge habe die Türkei er abgelehnt, die egyptische Convention zu ratificiren; die Pflicht der Regierung sei, jederzeit Egypten zu beschützen vor inneren und äußeren ®e< ahren; die Truppen müßten daher noch einige Zeit daselbst verbleiben. Die Gefahren für den Frieden Europar seien jetzt völlig verschwunden und er, Sali», bury, erwarte die Aufrechterhaltung einer tiefen Friedens. Türkei. Konstantinopel, 11. August. Einer Meldung de» „Bureau Reuter" zufolge ist der türkische Commissar Riza Bey von Sofia hierher zurückderusen worden. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau« Berlin, 11. August. Fürst Bismarck ist heute kurz nach 6 Uhr Abends hier elngetio^n. n August. Der „Staatsanzeiger" meldet, der König habe in Friedrichshafen in den letzten zwei Monaten zur Bekämpfung feiner neuralMen Schmerzen und der Bewegungsfchwäche seines linken Beines die Knetkur des vr. Roech- ling gebraucht. Der Erfolg sei günstig, die Schmerzen haben abgenommen, die Bc» weauna habe sich gebessert. „ Pari», 11. August. Der „Agence Havas" wird aus Orsowa gerüchtweise gemeldet, der Prinz von Coburg werde bei seiner Ankunft in Wtddin ein Circularschreiben an die Mächte erlassen, worin er ausführe, daß keine Macht gegen seme Person Einwendungen erhoben habe, sondern lediglich gegen die Existenzbedingungen der Sobranje; da der Prinz diese Frage als von geringerer Bedeutung ansehe, halte er sich sür berechtigt, dem Rufe Bulgariens Folge zu leisten. Orsowa, 11. August. Der Prinz von Coburg ist gestern Abend um 11 Uhr hier eingetroffen. Er reist noch in der Nacht nach Bulgarien weiter. — Der Prinz von Coburg wurde bet der Ankunft im hiesigen Bahnhofe von Natschewitsch empfangen und begab sich mit mehreren Personen seines Gefolges nach dem für ihn bereit gehaltenen Absteigequartier, wo er mehrere Stunden verweilte. Heute früh um 5 Uhr setzte der Prinz auf einem kleinen Schiffe die Reise nach einrnr in der Nähe des rumänischen Gebietes geankerten gemietheten Dampfer fon, welcher im Laufe des heutigen Tages mit der der bulgarischen Regierung gehörigen iW, au, welcher sich die Regenten und Minister befinden, zusammentreffen soll. t. Brüssel, 11. August. In vergangener stacht brach im Laboratorium der Industrieschule im Palais Medi eine Feuersbrunst aus, welche das Gebäude, worm sich die Schule befand, in einer Ausdehnung von etwa 60 Meter in Asche legte unr alle Geräthschaften und Apparate des Laboratoriums zerstörte. Auch das benachbarte städtische Laboratorium hat stark gelitten. Der Schaden ist beträchtlich. Niemand ist v^^^tzt Petersburg, 11. August. Das „Journal de St. Petersbourg" sagt anlMch der Nachricht, daß der Prinz von Coburg nach Bulgarien abgeretst sei: Wir yavn diese Reise bereits als Abenteuer bezeichnet, als davon erstmalig die Rede war; wr können die Bezeichnung nur wiederholen. Der Prinz definirte bei dem Empfange oe bulgarischen Deputation die unerläßlichen Bedingungen, unter denen allein letn« wählung stattgegeben werden könne, so vollkommen, daß es müßig wäre, dieselben z. wiederholen. Man könne nur erstaunen und es ist in erster Linie für den Prinz« selbst zu bedauern, daß er dieselben so schnell vergessen habe, sicherlich»kann sich unstr> Erachtens Rußland durch dieses Vergessen aller Bedingungen der Gesetzlichkeit, im- aller Rücksichten nicht veranlaßt fühlen, seine Anschauungen über die Wahl zu anoer^ die eine Versammlung vollzogen, deren Gesetzlichkeit Rußland stets bestritten hat. ä die anderen Großmächte und die Pforte angehe, so lägen die Ungesetzlichkeit um> i zukömmlichkeit der Entschließung des Prinzen gegenüber diesen Mächten so offen Tage, daß keine dieser Regierungen dieselbe billigen könne. GS scheint uns daher, o»s die soeben angetretene Reise des Prinzen einen bedauerlichen Zwischenfall bildet, weuwi allen denjenigen anzureihen ist, an denen die neuere Geschichte Bulgariens bereut reich ist. Derselbe bildet von keinem Gesichtspunkte aus eine Losung; ®®n 3® übrigens die Entwickelung der Ereignisse in diesem so sehr geprüften Lande abwa - Auch die übrigen hiesigen Blätter bezeichnen die Reise des Prinzen von Coburg Bulgarien als ein Abenteuer; sie werde demselben nur Unannehmlichkeiten uno - täuschungen bereiten. Die „Neue Zeit" meint, ein Eingreifen Rußlands werde n • eintreten, da der Aufenthalt des Coburger Usurpators in Bulgarien ohnehin lange dauern werde. Der „Graßdanin" äußert: Gottbewahre uns vor dem germgii- Schritte für oder gegen den Coburger Abenteurer. Ä n .. M,r Petersburg, 11. August. Der Botschafter Nelldoff ist aus Konstantinopel eingetroffen. Der hiesige französische Botschafter Laboulaye ist mit feiner Famtlt - Helsingfors nach Stockholm gereist und wird sich von da aus fpäter nach Kopeny w und Frankreich begeben. .. Hrrll, 11. August. Heute Nachmittag brach in der der Firma Lavenik u. daid gehörigen Sägemühle Feuer aus, das, sich schnell ausbreitend, sechsundz o angrenzende Wohnhäuser der Albert Street theils gänzlich zerstörte, thetls . ^'^etodtjohn, n. August. Aus bet Festung Daxholm wurden heute durch die Explosion einer Granate 19 Soldaten getöbtet, viele andere verwunde, letzteren auch drei Officiere. x sgi Athen, 11. August. In den Tannenwäldern am Pentellkon hat mehrere hindurch eine große Feuersbrunst gewüthet, deren Bewältigung erst gestern gelang. Wälder sind zerstört. „ m Newyork, 11. August. Unter der landwlrthschaftlichen Bevölkerung de und Weststaaten gab man sich in Folge der anhaltenden Drnre und des R tz der Futterkräuter großen Besorgnissen hin. In einigen Gegenden hat sich g endlich Regen eingestellt. Rewyork, 12. August. (Privatdepesche.), Durch einen Unfall, wel-hn £*» Eisenbahnzuge zustieß, als derselbe über den Niagara fuhr, fing die w w Der Zug stürzte in den Strom. Bisher sind 70 Leichen aufgefunden. Todten und Verwundeten wird als sehr erheblich angenommen. Universität- - Chronik. — Der bei Gelegenheit der Einweihung der neuen Universitätsgebäude in Straßburg von der rechts- und staatswissenschaftlichen Fakultät zum Ehrendoctor ernannte damalige Curator der Straßburger Universität, Herr Unterstaatssecretär Ledderhose, ist letzt gelegentlich seines Rücktritts auch von der philosophischen Fakultät derselben Universität zum Ehrendoctor kreirt worden. • i ! i Derwifchtr-. A Mainz, 11. August. Die über die Entstehung des am Montag hier aus- gebrochenen großen Feuers eingeleitete Untersuchung hat zu dem Resultat geführt, daß der Brand wahrscheinlich durch Kinder, die mit Feuerzeug gespielt haben, entstanden ist. Der Umstand, daß der Brand, obwohl am Hellen Tag ausgebrochen, so bedeutende Dimensionen annahm, gibt den Anlaß, daß hier vielfach die Feuerwehreinrichtungen (int sehr abfällige Kritik erfahren. Am meisten und zwar mit Recht wird getadelt, nicht besser für Herbeischaffung von Wasser gesorgt wird, was um so unbegreiflicher erscheint, als der Rhein nur wenige hundert Schritte von der Brandstätte entfernt ist. Einstimmig ist das Lob über die militärische Feuerwehr, ohne deren Eingreifen der Brand unzweifelhaft noch ganz andere Dimensionen angenommen hätte. — Die Luftschifferabtheilung der Pioniere hat gestern Mainz wieder verlassen, sowohl durch den Unfall, den Lieutenant v. Rettelbeck durch den Sturz aus dem Ballon erlitten, als durch das Resultat der Hebungen von der hiesigen Anwesenheit wenig befriedigt. A Mainz, 11. August. -Das Salonboot „Niederwald" erhielt gestern Nachmittag auf seiner Fahrt hierher unfern von dem Loreleyfelsen unter dem Radkasten durch Streifen einer Krippe eine ziemliche Leckage, in Folge dessen rasch Wasser in den Maschinenraum drang und eine Weiterfahrt unmöglich machte. Das Schiff steuerte St. Goar zu, wo die Passagiere ohne jeden Unfall ausgeschifft und von dem alsbald folgenden zweiten Salondampfer weiter befördert wurden. Die Leckage ist derart, daß man hofft, heute den „Niederwald" schon wieder in Dienst stellen zu können. A Vom Rhein, 11. August. In dem Bopparder Stadtwald wüthet feit gestern ein heftiger Brand. Zur Bewältigung des Feuers sind aus den umliegenden Ortschaften die Feuerwehren nach der Brandstätte geeilt. A Worms, 11. August. In der Nähe des Salzsteius hier wurde gestern Morgen ein Herren- und ein Damenhut, sowie ein unleserliches Schreiben aufgefunden. Unfern der Stelle wurde alsbald eine weibliche Leiche, die mit einem schwarzen seidenen Kleid bekleidet war, geländet! Es scheint, daß man es hier mit einem Doppelselbstmord zu thun hat. Weißenburg i.E., 8. August. Ein Akt der Rohheit wurde, wie die „Straßb. Post" mittheilt, gestern Abend zwischen 6 und 7 Uhr auf dem Wege nach Rott verübt. Ein IZjähriges Mädchen ging seinem Vater, der sich noch in der Stadt aufgehalten, voraus, als es plötzlich von vier Soldaten angegriffen wurde. Da gleich darauf der Vater kam, versetzte euier der Unmenschen dem Kinde einen Stich in den Rücken, der auf dem Schulterblatte abprallte. Nach schwerem Blutverlust wurde, nachdem ein Arzt herbeigeholt war, das Mädchen nach Rott verbracht. Da gestern das ganze Regiment consignirt war, so wird es hoffentlich leicht werden, die Thäter ausfindig zu machen und der verdienten Strafe zuzufuhren. Aus Schlesien, 6. August. Dem „Wanderer a. d. Eulengeb." berichtet man von einer unsinnigen Wette, der neulich beinahe zwei Menschenleben zum Opfer gefallen wären. Ein Herr aus Berlin prahlte in der Schneegrubenbaude, er würde mit Leichtigkeit die etwa 1000 Fuß hohen Wände in einer der Schneegruben hinabsteigen. Mehrere Herren gingen sofort die Wette ein, die bald zum Austrage kommen sollte. In Begleitung seines zwölfjährigen Sohnes machte fick der Tollkühne auf den Weg. Doch noch nicht lange war er gestiegen, so konnte er nicht mehr weiter. Sofort wollte er umkehren; aber auch das war ihm nicht mehr möglich. Die Zuschauer sahen seine Gefahr, aber Keiner konnte helfen. Einem beherzten Führer gelang es, nach anderthalb Stunden angestrengter Arbeit die beiden Wagehälse wieder heil nach oben zu bringen, wo sie sprachlos und kreidebleich anlangten. — [@in Meisterstück der modernen Technik.^ Man berichtet aus Philadelphia: Am 26. Juni ruckten 30 Mann die 1600 Tonnen schwere Etsenbahnbrucke der Pennsylvania-Bahn, welche bet Holmesburg-Junction über den Pennyhack-Fluß fuhrt, in TI1/» Minuten fünfzig Fuß weit zur Seite. Man bewegte die Brücke auf ßtöUcn'öd)ienennunb hatte sie auf einen starken Unterbau von Pfahlwerk gesetzt. Eine halbe Stunde später fuhr schon ein schwerer Bauzug darüber und gleich darauf der (rxpreßzug nach Philadelphia. — Die Bauernregeln haben doch eine recht angenehme Eigenschaft. Gleichviel, fft P ""treffen oder nicht, die Menschen freuen sich an denselben. Treffen sie ein, so m oie Freude erklärlich, denn jeder ist ein wenig eitel und stolz, etwas vorher, also früher als Andere, gewußt zu haben; schlägt die Prophezeihung aber fehl, so sind noch viel mehr Leute vergnügt, alle diejenigen nämlich, welche stets erklärt haben, „an das Dumme 3eug nicht zu glauben" und das ist „hinterher" immer die Majorität. Nach fo vorsichtiger Einleitung darf es wohl verrathen werden, daß der August, wie er sich „y®“. anla&t, auf Grund sämmtlicher Bauernregeln die kühnsten Erwartungen rechtfertigt. Hier einige Belege: Sind Lorenz und Barthel schön, o Ist guter Herbst vorauszusehn. ,, Lorenz haben wir hinter uns, den 10. August nämlich, aber Barthel soll noch orafeit* " tx trifft auf den 24. Vom 15. d. Mts. wird laut Bauernregel Hat unsre lieb' Frau gut Wetter, Wenn sie gen Himmel fahrt, Dann wird uns von ihr zum Danke Ein guter Wein bescheert. Der werthe Leser weiß, Logik ist die stärkste Seite dieser Poesie nicht, sonst hl 7nL wundern müssen, welchen Einfluß wir auf das Wetter an Mariä a^rt ^ben und womit also wir uns den Dank an edelstem Trünke verdient Wftrirt°-Cnn 3UDt 15' August nicht Bindfaden regnet. Endlich sei der Spruch Maienstaub und Augustkoth Die machen uns ein theures Brod. malten™ "^te da nicht in seliger Rückerinnerung an seine nassen Füße des dies- feuckt<.,>-^ouuemondes das Herz im Leibe! Matenstaub haben wir in dem heurigen nässe Lu ufF Maien wahrhaftig nicht gehabt und der Augustkoth, also die August- erfreu i*, m? ,0 erst gar, ergo haben wir ein billiges Brod zu erwarten. Dies die derer dt/ ^phette der Bauernregeln, mögen sie in Erfüllung gehen zu Schanden ftanbin ftnkia,ar °as dumme Zeug nie glauben", aber diesmal doch wohl sehr einoer- I^kn sind, wenn es zutrtfft. Telegraphischer Schiff»bericht m der „Red Star Line" Antwerpen. Ane" ^Ä'^ork, 9. August. .Der Postdampfer „Rhynland" der „Red-Star “Wommen üm 30* 3ult DOn Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier von 2 Von Um Von Um 6 7 Montag den 15. August. Mariä Himmelfahrt. Uhr an Beichte. li , Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Mädchen-Waisen-Anstalt zu Neu- tadt t. O. 11. Sonntag nach Pfingsten. 6 Uhr an Beichte. 7 Uhr: Frühmesse und Austheilung der h. Communion. VilO Uhr: Hochamt und Predigt- ~ Uhr: Andacht; nach derselben Beichte. Landwirthfchaftliche Nachrichten. Kartoffeln wird von manchen Landwirthen zu spät vor- ^onnnen, wer! die meisten die Wirkungsweise der Behäufelung nicht kennen Die 1 uamlrch nicht an und für sich Wurzeln, sondern Seiten^usläuiei- eigen licher Wurzeln so eine Art von ber ^-ffanzen theilweise mit Erde, so bilden sich in dieser angehäufelten Erde schnell neue Wurzeln und Seitenausläufer und bei den Knollengewächsen wie den Kartoffeln auch neue Knollen. Bei den Kartoffeln wird also durchsWufctaeine eck FäX bZ9nbHt^a9e^Cr3iC^- uW bie Ulanzen^nun recht L solche Aus- laufer bilden, ist es nothwendlg, daß fie zu einer Zeit gehäufelt werden in der fie Heber1 aa^niAt^fihnf1^1111^ ic)cr ?id)ti0e Zeitpunkt verpaßt, so soll man lieber gar nicht häufeln, weil dadurch nur erreicht wird, daß die Kartoffeln alle klein und zum großen Theil unbrauchbar bleiben. B «anoffem alle nein wrhim« £lrbSr®e,l,äfearten b?0e0en hat das Häuseln nur den Zweck, die Wurzel- S"? b,e„r ganzen zu vermehren, um so eine bessere Ernährung derselben und damit höheren Ertrag zu ermöglichen. Deshalb empfiehlt es sich, das Anhäufeln L 2Cl btwas später vorzunehmen, wenn die Pflanze im Wachsthum Cn lw' haß die alten Wurzeln nicht mehr die genügende Nahrung be- F»nhm a h°{nnetn* Außer den angeführten Vortheilen für die Knollen- und Wurzel- an.fLi* br n0VlUIib^ Behäufeln auch noch den Vorzug mit sich, daß dadurch eine Juflorferung t^s Bodens erzielt wird, die den Pflanzen sehr zuträglich ist Ganz abgesehen davon daß die Bewässerung der Pflanzen in aufgelockertem Boden mehr auch die Einwirkung nicht zu unterschätzen, die die im lockeren Boden reichlich vorhandene Luft auf die Pflanzen ausübt. Stachelbeeren.) Diese in conferöirtem Zustande sehr schmackhaften Fruchte erfordern beim Einlegen und Kochen Vorsicht. Um ein Platzen einern^sv tzen C? ftt£' jebc cin/idüe der Früchte an verschiedenen Stellen mit ^lzchen einzustechen. Sodann find sie in Büchsen zu legen und mit blFiu/S^^ (Kr^. Uund Zucker auf 1 Liter Wasfer, eingekocht L f ö.u begießen und die Dosen zu verlöthen. Ferner ist anzurathen, Dofen dann nicht tn heißes Wasser zu legen, sondern in kaltes und dieses dann Li?erdö?kn^höchst«?s^7^Minutcn^^^" foDen bann ganze Ltt-rbos-n 10, halbe Samstag den 13. August. Nachmittags 2 Uhr: Beichte, Pfarrer Schlosser. 10. Sonntag nach Trinitatis, 14. August. Vormittags 9Vr Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Feier des heiligen Abendmahls. Nachmittags 21/» Uhr: Pfarrer Schlosser. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die innere Mission. Ktnderkirche, Vormittags 11V« Uhr, Pfarrer Schlosser. Die Pfarrgeschäfte am Sonntag, den 14. August, besorgt Pfarrer Schlosser Montag den 15. bis Samstag den 20. August Pfarrer Or. Naumann. Katholische Gemeinde. Frankfurter Stadttheater. Frankfurter Opernhaus. Nachdem Sonntag den 7. August die Frankfurter ^. per wieder eröffnet worden ist, wird nunmehr währeild der ganzen Zeit des Fremden- durchzugs, also von letzt bis November, allabendlich gespielt werden. Die Beurlaubung der hnvorragenden Frankfurter Opernmitglieder ist so angeordnet worden, daß dieselben D°?^ beginn tber Herbstsalson an zur Verfügung stehen und dadurch den Fremden, welche Frankfurt berühren, das vollständige Ensemble der Frankfurter Oper vorgeführt werden kann. Bemerkenswerth ist es, daß das Repertoir des Frankfurter Opernhauses momentan neunundsiebzig vcrlchiebene musikaltlche Werke enthält, welche in fortwährender Abwechslung innerhalb der Zeit des Fremdenverkehrs im Spätsommer und derbst gegeben werden können In diesem Repertoir sind nahezu alle bedeutenden Werke der classischen Meister, fast alle Wagner-Opern und alle irgendwie nennenswerthen Schöpfungen moderner Tondichter enthalten. Als interessant dürfte ferner die That- fache Erwähnung finden, daß im Frankfurter Opernhause in letzter Zeit verschiedene neuere Werke zur Aufführung gelangten, welche an anderen deutschen Bühnen noch nicht gegeben worden sind. So z. B. Delibes' „Lakme", Bizet's „Die Perlenfischer". .„Heinrich VIII.", Jon?idres' „Johann von Lothringen", Massenet's „Herodias u. f. w. Im Augenblick wird Massenet's große Oper der „Eid" zur baldigen Auffahrung vorbereitet. Außerdem wird an der Neueinstudirung eines vollständigen Mozart-Cyclus, welcher noch im Herbste stattfinden soll, eifrig gearbeitet. Auch soll Goethe's „Faust-Tetralogie" (I. und II. Theil), in Emil Elaar's Ein- gehngen M ^orfcicr *u goethe's Geburtstag (28. August) zur nochmaligen Darstellung Das Frankfurter Schauspielhaus, welches seine Vorstellungen schon Ende Juli wieder ausgenommen hat, gibt von jetzt an gleichfalls fast allabendlich Vorstellungen und gelangen schon zu Beginn der Saison mehrere Novitäten und Neueinstudirungen zur Darstellung. Kirchliche Anzeigen der Gtadt Wietze». Svangelische Gemeinde. Gottesdienst. Uhr: Frühmeffe und Austheilung der hl. Communion. „ VilO Uhr: Hochamt und Festpredigt. „ 2 Uhr: Festandacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 7 Uhr, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr, Samstag Abend 8« Uhr.. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach ReaumurL gemessen am 12. August, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 13>/r Grad, Luft im Schatten 12 Grad. L. Ehr. Rübsarnen. ü I 4 Städtische Baugewerkschule beginnt Vorcursus 3. October. Wintersem. 2. Novbr. Auskunft und Pro- 5852 gramm kostenlos d. d. Direction. 30 empfiehlt Ü75Ä, Carl Schulze II,, Schillerstraße 7. rr fr heudenberg’scbes Cooservatorium für Kusik zu Wiesbaden (Rheinstrasse 50). Lehmr Ausbi,dun? kur ausübende Künstler sowie Musik- •"en Oreh..t.e.irernHen im Clavierspiel, Violine, Violoncello, Gesang, etc. Er,tA r l? L tr.rumejten’ Harmonielehre, Contrapunkt, Composltion durch in den ^inlntt am I. October nnd I. April. Alles Nähere den Musikalienhandlungen erhältliche Prospecte. 3783 500 wenig gebrauchte Fruchtsäcke, Neues Grünkorn, per Pfund 40 2 gute Decimalwaagen, 6 und 8 Ctr. la. Zwetschenhonig, Tragkraft, billig abzugeben bei 5913 L. Süß, Marktstr. 9. Zwangsversteigerung. Im Wege der Zwangsvollstreckung sollen die im Grundbuche von Salzböden Band VIII u. IX, Blatt 22 u. 26, Artikel 274 u- 314, auf den Namen der Eheleute Selig mann Kann und Rebekka geb. Sommer zu Ruttershausen eingetragenen in der Catastergemeinde Salzböden, belegenen Grundstücke: Fl. III Rr. 17, Fl. III Rr- 240, Fl. III Nr. 285, Fl. VI Nr. 119, Fl. VIII Nr. 83 Fl. VIII Nr. 110, Fl. 8 Nr. 142' Fl. IX Nr. 209, Fl. IX Nr. 256, Fl. XII Nr. 115, Fl. XII Nr- 116 (Wohnhaus mit Hofraum, Scheune u. Stall), Fl. XIII Nr. 235, Fl. XIII Nr. 262, Fl. XV Nr. 101, Fl. XV Nr. 104, Fl. XVI Nr- 98, Fl. XII Nr. 121, am 20. August ISST, Vormittags 9 Uhr, vor dem unterzeichneten Gericht zu Salzböden, in dem Wirthslokale des Christian Weißbrod daselbst versteigert werden. 5995 Wetzlar, den 23. Juni 1887. Königliches Amtsgericht, Abth. IV. Montag den 15. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Hause Wolkengaste 14 sehr gut erhaltene Möbel: 1 Sopha, 1 Kommode, 1 ovaler Tisch, 1 Kleiderschrank, 1 Nachttisch, 1 vollständiges Bett mit Sprungfedereinlage, 6 feine Rohrstühle, 1 Spiegel, Küchengeschirr, Porzellan u. a. gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung findet bestimmt statt- Geißler, 6011 Gerichtsvollzieher. Aeilgevotenes. 5996 Ein Blumentisch (Broncirt), mit Blumcn, und ein antikeS Schreibpult wegen Mangel an Raum zu verkaufen Zu erfragen in der Exped. d- Bl. Ein brauner Wallach, 8 Jahr alt, Mittelschlag, gutes Acker- und Wagenpferd, steht zu verkaufen bei H. Botzhammer in Stedebach 6003___________bet Fronhausen.__ 6004 Ein zweistöckiges neues Gartenhaus (Durchmesser 2,50 Mtr.) von Eisen mit Zinkdach (rund), im zweiten Stock ein äußerer Rundgang, steht wegen Umbau zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl.___________ 6009] la. Kornstroh empfiehlt Earl Malkomefius, Neuenweg 27. 6015 Caibol- Theerach wef el- Seif e, bedeutend wirksamer als Theerseife, vernichtet sie unbedingt alle Arten Hautunreinigkeiten und erzeugt in kürzester Frist eine reiue, blendendweisse Haut. Vor- räthig h Stück 50 H bei Carl Schwaah. Dan. Wirth’s Nacht. 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