1887. Sonntag den 13. März Zweites Blatt. Nr. 61 Amts- iiiib Anzeigeblatt für den Kreis Gießen Erscheint mit Slilönabine des Montags. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. _______Fresenius. .auf Straßen, verboten ist. Gießen, am 10. März 1887. Preis VierteljahrluD 2 Mart 20 Bi. nut Brrngerlodn. 'i uiu) die Pvn lv naru o erhunhi lid) 2 M"> k 50 'Vt., Wockzen • Ueberslcdt. Gießen, 12. März. Kaiser erfreut sich gegenwärtig wieder de» besten Wohlseins und Munbete er dies namentlich bet dem neulichen Empfangs de» R-ichrlagS-Präst- dtunis. Der erlauchte Monarch unterhielt stch, immer stehend, mit den Herren M^bl ein M-rt-lstündchen und führte er dis Unterhaltung, deren wesentlichsten Thsil ein- förmliche Ansprache des Kaijer» bezüglich der Eeptennats-Angelegen- beit bildete, nach dem Zeugniß der Herren mit erstaunlicher Frische und Leden- diekeit. Wie üblich, ist dar ReichrtagS-Prästdium auch von der Kaiserin und von den kronprinzlichen Herrschaften empsangen worden. An der Spitze der politischen Ereignisse der Woche steht die endgüllwe parlamentarische Entscheidung in der Septennatsfrage. Am Mittwoch hat der Reichstag in zweiter Lesung und nach ganz kurzer Debatte die Militär-Vorlage in der Regierungsfaffung im Einzelnen und unter Ablehnung des Antrages Bamberger — des früheren Antrages Staunenberg - mit grober Mehrheit angenommen und somit die Septennat« - Vorlage zum G°s°tz erhoben, denn die noch erforderliche dritte Lesung ist lediglich Formsache. W e sich die Dircusston in denkbar engsten Rahmen bewegte, so war auch die Abstimmung im Vergleiche zu dem complictrten Abstimmungs-Versahren de, denkwürdigen 14. Januar diesmal eine sehr vereinfachte. Zunächst lehnte der Reichstag drn schon erwähnten Antrag Bamberger mit 222 gegen 23 Stimmen fRreifinmgc) ab, woraus S 1 der Regierungs-Vorlage, welcher die Feststellung der Frkdenspräsenzstärke von 468,000 Mann aus 7 Jahre (bi* 81. März 1894 aussvricht mit 223 gegen 48 Stimmen (Freisinnige, Elsässer, L>ocialdemokraten) aenebmiat wurde. Alsdann sand auch § 2 (Eintheilung der Formationen) mit 247 acarn 20 Stimmen (Elsässer und Socialdemokraten) die Zustimmung des Lauses, wobei die Freisinnigen mit „Ja" stimmten; der Rest der Vorlage wurde ver Acclamation bewilligt. Die überwiegende Mehrheit des Centrums enthielt sich gemäß einer vorher abgegebenen Erklärung des Abg. v. Franckenstein , der Theilnabme an den Abstimmungen; 12 Centtums-Abgeordnete stimmten jedoch ausdrücklich für die RegierungS-Vorlage; die Polen verhielten sich ebenfalls neutral. Dieser Ausgang der entscheidenden Abstimmung über die Mik är- Vorlaae trägt zwar nach den Ergebnissen der Reichstagswahlen nichts lieber* raschendes mehr an sich, aber die überwältigende Mehrheit, mit welcher nunmehr das Septennai von den Vertretern des deutschen Volkes bewilligt worden ist, kann doch nur mit hoher Befriedigung registrirt werden. Die Abstimmung Dom 9 März beweist dem Auslande, daß die Speculation aus eine Zersplttte- runa der deutschen Stämme eine verfehlte sein würde und daß dieselben entschlossen sind, zur Stärkung der nationalen Wehrkraft die größten Opfer zu bringen und namentlich werden die chauvinistischen Kreise jenseits der Vogesen wie im Czarenreiche gut thun, diese Stimmung zu respectiren. Was im Uebr.- aen d!e Abstimmung in der Mittwochssitzung des Reichstags anbetrifft, so «st jedenfalls deren interessantestes Moment die Stimmenthaltung des Centrums, natürlich abgesehen von den septennatsfreundlichen Centrums-Mitgliedern. Herr Windthorst hat sich hierbei wieder einmal als geschickter Taktiker bewährt; die Parole zur Emschwenkung des Centrums zur Regierungs-Mehrheit mochte er denn doch nicht geben, anderseits mochte er aber auch nicht — angesichts der päpstlichen Kundgebungen — nochmals offen gegen das Septennat auftreten und so wählte er den Ausweg der Stimmenthaltung — auch hierdurch kommt der Umschwung, den die Reichstagsmahlen in der parlamentarischen Lage bewirkten, zum charakteristischen Ausdruck! — Am Mittwoch erledigte der Reichstag außerdem noch die ersten Lesungen der Novelle zum Militärpenstons- Gesetz und des Militär-RelictengesetzeS, so daß der Reichstag schon ein ganz hübsches Stück Arbeit hinter sich hat; seine nächste Zeit wird vorwiegend der Specialberathung des Etats gewidmet sein. Auf kirchenpolitischem Gebiete ist aus dieser Woche der Abschluß der Commissions-Verhandlungen des preußischen Serr Hauses über die neue Kirchenvorlage hervorzuheben. Dieselbe wurde mit unwesentlichen Änderungen in der Rcgierungssassung angenommen und sind sonach die Kopp'schen Anträge vorläufig abgelehnt. Wie es heißt, finden Verhandlungen zwischen der Regle- rung und dem Bischof Dr. Kopp über eine anderweitige Formulirnng feiner AlnendunentS statt. Das preußische Abgeordnetenhaus hielt am Mittwoch wieder eine Plenarsitzung ab, doch verdient nur die definitive Annahme des Gesetz- entwursts, betr. die Abgrenzung der Organisation der Berussgenoffenschaften für land- und sorstwirthschastliche Betriebe in Preußen, erwähnt zu werden. Gureanr Schulstvaße 7. Die Stadtverordnetenversammlung h°t in ihrer Sitzung am 3- l. Mts. d-n Platz zwischen dem Hohleichweg und dem neuen Schlachthaus als Schuttabladeft-lle^sü^ Pnvate bezeichnet.^^ britigell) bemerten wir, daß das Verbringen von Schutt -c. an andere öffentliche Platze, insbesondere Im Reichs lande ist die kaiserliche Regierung mit scharse» Maßregeln gegen die Vereine mit sranzöstrender Tendenz vorgegangen, da dieselben einen Houptheerd der protestlerischen Agitation bilden. Man kann dieser sehr zettge- mäßen Action nur den besten Erfolg für die deutsche Sache wünschen. In den Mauern der Reichrhauptstadt weilt gegenwärtig ein berühmter Gast: Ferdinand v. Lesseps, der Erbauer des Suez-Canalr, der Nestor der gelehrten Welt Frankreichs. Der berühmte Franzose traf am Mittwoch Morgen in Berlin ein, auf dem Bahnhose von dem französischen Bot- chafter, Herrn Herbette und etwa 20 Mitgliedern der französtschen Colorne empsangen. Herr v. Leffepr, welcher stch trotz feiner 82 Jahre eine fast fugend- iche Elasticität des Geistes und Körper» bewahrt hat, gedenkt bis Sonntag in Berlin zu weilen und vornehmlich deren wiffenschaftliche Institute und Sammlungen zu bestchtigen- Wir gehen kaum wärmeren Tagen entgegen und schon kommt au» dem Süden abermals die Kunde vom Aurbruch der Cholera. Diesmal ist die Stadt Catania aus ©teilten der Ausgangspunkt der Seuche, welche indeffen bi» Fkt poch ziemlich mild auftritt. Vorsichtshalber ist indeffen für die au» Stellten lammenden seuchenfreien Schiff- seitens der italienischen Regierung ein- sünf- tägige Beobachtung, im Falle aber an Bord Cholerafalle oder nur ver- dächtige Erkrankungen constatirt werden, eine 21tägige Quarantäne angeordnet ro°ltiegn den Wiener osficiellen Kreisen, speciell aber im Ministerium des Jn-ern, feierte man am Montag den zwanzigsten Jahrestag des Eintritts des jetzigen österreichischen Ministerpräsidenten Grafen Taaste in die Regierung. Am 7. Marz 1867 übernahm Graf Taaffe die Leitung des Ministeriums des Innern und gehörte von da an mit immer nur kurzen Unterbrechungen dem Cabinet an und zwar übernahm er stets wieder das Reffort des Innern. Am 12. August 1879 wurde er an die Spitze des GesammtcabinetS berufen und in welcher Weise Graf Taaffe bis heute der Träger des „österreichischen Staatsgedankens" gewesen ist, davon wissen die Deutsch-Oesterreicher ein Lied zu singen- Durch die Zustimmung der holländischen Deputirten- kammer zu dem die neue Thronfolgeordnung regelnden Gesetzentwürfe ist in den Niederlanden ein wichtiger Theil der V-rfassungsrevifton erledigt worden Der Gesetzentwurf stellt die Thronfolge für den Fall, daß au« der Ehe zwischen dem König Wilhelm und der Prinzessin Emma von Waldeck keine birecten männlichen Nachkommen entsprießen, in genauest^^eise fest, so daß auf die einzige Tochter des Königspaares Prinzessin Wilhelmine (geboren 31. August 1881) noch etwa 40 zur Thronfolge berechtigte fürstliche Persönlichkeiten folgen. , . Auch England sieht sich jetzt veranlaßt, dem Rustungsfieber der con- tinentalen Mächte Rechnung zu tragen. Dem Parlamente ist am Mittwoch das englische Armeebudget für das kommende Finanzjahr zugegangen, wonach sich die lausenden Ausgaben um 160,700 Pfd. Sterl. (3,214,000 JC) er» Höhen; das gesammte Ausgabe-Budget beläuft sich uberhaup auf circa 368 Millionen Mark. Eine Denkschrift des Kriegsmimsters Stanhope legt einen neuen Mobilisirungsplan dar, dem zufolge zwei starke englische Armeekorps in kürzester Frist in's Feld rücken können; nur ist zur Durchführung dieses Planes eine Vermehrung des Gem-korps und d-r Feldartilleri- noth- roCnblein an den Prinzen von Wales adr-ssirt-s, in Boston (Amerika) aufgegebene» Packet wurde, weil nicht franfirt, auf dem §auptpoftamte m Washington zurückgehalten und geöffnet. Als Inhalt ergab sich eine in Watte gewickelte Glasröhre, welche eine weißliche Flüssigkeit enthalt, durch die iwei Drähte laufen. Die von Sachverständigen sofort vorgenommene Unter- uckmng wird ergeben, ob es sich hi-r wirklich um -in versuchtes Attentat d-r irischen Fenier gegen den englischen Thronfolger handelte. ^n Rußland versucht man sich mit allerhand bedenklichen Ezperi- menten zur Besserung der mißlichen wirthschaftlichen Lage. Aus di- bereits angekündigte Erhöhung der Eingangszölle ans Eisen soll nunsogar bie Cm« sührung des Tabaksmonopols folgen; aber beides wird dem schlichten Stande des Rubelcourses nicht wieder in die Hohe helfen. D01t Die Feindseligkeiten Portugals gegen den Sultan von Zanzibar wegen der Tungibai sind in Folge der Vermittelung >• ) Eingestellt worden. Auch hat Portugal einen WW'en «Sär zur Sultans Bargasch 6en Said freigegeben, da letzterer e Regelung der Grenzfrage entsenden will. 28 132 3187 Freitag den 18. d. M.; 382 410 Nadel- und Buchen-Wellen. | £er, Anfang ist zur bestimmten Großh. Bürgermeisterei Oppenrod. 18 148 1778 670 8 79 180 38 102 77 6950 2300 39 64 4000 79 5115 1050 262 179 23300 Knüppel, Stöcke, Holz-Versteigerung. In den Waldungen der Gemeinde Staufenberg Distrikt Mark, Mai- strauch und Eichenheege kommen nachverzeichnete Holzsortimente zur Ver- steigerung und zwar: Donnerstag den 17. d. M.. Holzverfteigerung. Dienstag den 15. d. MtS. wird das nachverzeichnete Holz in hiesigem Gemeindewald versteigert: 15 Eichen-Stämme von 15 bis Dre Zusammenkunft ist Vormittags 9 Uhr bei der alten Sandkaute. Großen-Linden, 11. März 1887. Großh.Bürgermeisterei Großen-Linden. Leun. 1863 1,590 12 92 Stunde im Distrikt Seifenberg an der Straße nach Albach zu. Das Holz kann zu jeder Zeit abgefahren werden. Oppenrod, den 9. März 1887. BrersnhMz- verflteigerLimg in dem Ettingshauser Gkmeindkwald, Die Unionsregierung scheint auch ein bischen in der Welt herum- spioniren zu laffen. Der oberste Zeichner des Arsenals zu Chatam (England) ist entlaffen worden, da er angeblich wichtige Zeichnungen von neuen Torpedos u. s. w. einem Vertreter der nordamerikanischen Gesandtschaft in London käuflich überlassen hat. 111 25 33 414 4 86 14 73 7 102 14 Großen-Buseck, 11. März 1887. ®r. Bürgermeisterei Großen-Buseck. Stephan. 1851 Eichen-Stämme mit 8,74 Fm Fichten-Stämme „ 49,85 Fichten-Derbstangen mit 67,64 Fm. Fichten - Reisstangen mit 36,37 Fm. Rm. Nadel-Knüppel, « n Stöcke, Nadel-Wellen. Holzversteigerung. Dienstag den 15. März 1887, Vormittags um 9 Uhr anfangend, sollen im Oppenröder Gemeindewald in den Distrikten Seifenberg, Eichbusch und Wolfsgrube nachverzeichnete Holzsortimente meistbietend versteigert werden: 11 Stück Eichen, 14—29 Ctm. Durchm., UrriverfftätS - Ehronik. — An der Universität Greifswald wurde für das mit dem 1. Mai beginnende Umversttätsjahr der Professor der Chemie, Dr. Schwanert, rum Rector gewählt. — Der Prioatdocent Dr. med. Karl Johann Albert Huber ist »um autzerordentllchen Professor in der medicinischen Fakultät der Universität Leivria ernannt worden. 0 ö oo- ^em "^bntttchen Professor der Staatswissenschaft an der Universität in nk D1V?r-!n\ *V? ^te.dn, wurde aus Anlaß seines Uebertritts in den blerbenden Ruhestand für feine hervorragende Wirksamkeit auf dem Gebiete des Lebr- amts und der Wissenschaft die kaiserliche Anerkennung ausgesprochen. 7 .,Der bisherige Prioatdocent Dr. Georg Julius Hüffer in Münster ist zum ordentlichen Professor m der philosophischen Fakultät der Universität Breslau ernannt worden. u . ^7 An Dr. med. Leo Rückert, einen Enkel des Dichters, zur 8eit Assistenrarrt an der Untversitatsklinik in Erlangen, ist der ehrenvolle Ruf ergangen, dem berühmten Seste^zu stehen Augenarzt Herzog Karl Theodor in Bayern als Hilfsarzt zur 32 Ctm. Durchmesser, 7 Nadelstämme von 15 bis 31 Ctm. Durchmesser, Eichen- und Fichten - Derbstangen, Fichtenreisstangen, Rm. Eichen-Scheit, Rm. Eichen-Knüppel (hiervon 14 Rm. 2,5 Mir. lang), Rm- Nadel-Knüppel (hiervon 15 Rm. 3 Mtr. lang), Rm. Eichen- und Nadel-Stock, ----Eichen-Wellen, 10200 Nadel-Wellen. Buchen-Wellen, Eichen- 30 Fichtenstämme, 16—32 Ctm. Durchm., 10-18 Mtr. Länge, 120 Nadel- und Fichtenstämme, 12 bis 28 Ctm. Durchmesser, 7 bis 15 Mtr Länge, Fichten - Derbstangen, 5—15 Mtr. Länge, Fichten-Reisstangen, Rmtr. Buchen-Scheit, „ Nadel-Knüppel, Petri. 1767 Holzverfteigerung. Donnerstag den 17. März, von Vormittags 9 Uhr an, in hiesigem Gemeindewald, Dlstrrkt S ch l i e b e r g, versteigert werden: ö > "... n. M lUlj löö«. Bürgermeisterei Slaufenbera' ' Vogel. 1865 Holzverfteigerung. »«.iS. ÄffÄSSisÄ-g S B-unde 33a, 33b, Brauhofsberg 43: Buchen 88 rm Ser '803 rm Knüppel, 9920 Wellen, 147,8 rm Stocke" Eichen 1218 rrn Scheid 108,4 rm Knüppel, 3840 Wellen, 142,8 rm Stöcke; Nadel 10 rm Scheiter 23 rm Knüppel, 4480 Wellen, 33 rm Stöcke; Grlen und Asven 9 rm Scheiter, 6,8 rm Knüppel, 1340 Wellen, 2 rm Stick" Das Holz aus den Ablheilungen Schiffenberg 32, Beunde 33a und b und Brauhofsbera 43 ■ °US Schiffenberg 31 von Holznummer 810 bis 1092 wird finipninnf23 n161 «run9f, v°rgezetgt, dasselbe kommt gegen 11 Uhr im gmfop am Brauhosswecher zum Ausgebot. Nähere Auskunft ertheilt sorstwart Schlag zu Baumgarten. Zusammenkunft Vormittags 9 Uhr auf der KrelSstraße Gteßen-Hausen an der Knickschneise 9 f Gießen, den 11. März 1887. Großherzogliche Oberförsterei Schiffenberg. __ Heyer. Donnerstag den 17. und Freitag -en 18. März l werden in den Distrikten Gabriels- zmimerplatz, Bruch, Greuenborn, Riedstern und Hard, versteigert: ^78 Rmlr. Buchen-Scheitholz, 21 „ Stöcke, 7,410 Nadel- und Buchen-Wellen. Eichenstämme mit 36,82 Festm-, Buchenstamme „ 7,59 Kiefernstämme „ H 97 Rm. Buchen-Scheit, „ Eichen- „ „ Buchen-Knüppel, „ Eichen- u. Nadel-Knüppel Hundert Buchen-Reiserwellen, „ Eichen- Rm. Buchen-Stöcke, ,, Eichen- „ Der Anfang ist am Reiskirchener Weg. Lokales. Gießen, 12. März. Wir lassen nachstehend das Verzeichniß der Schwur- gerichtssitzungen vom 1. Quartal 1887, soweit dieselben bis jetzt anberaumt sind, folgen: Montag den 14. März, Vormittags 9 Uhr, Strafsache gegen Conrad Sann von Burg-Gemünden, weaen Versuchs der Tödtung. Anklage: Herr Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheibiger: Herr Rechtsanwalt Baist. Dienstag den 15. März, Vormittags SV« Uhr, gegen Georg Schneiders Ebes rau von Butzbach, wegen Kindestödtung. Anklage: Herr Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheibiger: Herr Rechtsanwalt Lauer. Mittwoch den 16. März, Vormittags 8VzUhr, gegen Conrad Schutt II. von Dorheim, wegen Todtschlagsoersuchs. Anklage: Herr Staatsanwalt Seeger. Ver- theidtger: Herr Rechtsanwalt Dr. Gutfleisch. Donnerstag den 17. März,Vormittags 8V2Uhr, gegen Katharine Hämmerle, ledig, von Staufenberg, wegen Kindestödtung. Anklage: Herr Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheibiger: Herr Rechtsanwalt Katz. Denselben, Nachmittags 3 Uhr, gegen Heinrich Bender von Friedberg wegen Brandstiftung. Anklage: Herr Gerichts-Afsesfor Theobald. Vertheidiger Herr Rechtsanwalt Barth. ~ Freitag den 18. März, Vormitags 8V2 Uhr, gegen Adam Klein von der Kroge, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Anklage: Herr Gerichtsassesfor Theobald. Vertheidiger: Herr Rechtsanwalt Weidig. Samstag den 19. März, Vormittags 9 Uhr, gegen Georg Schanz von Hain- Grundau, wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg. Anklage: Herr Erster Staatsanwalt Jöckel. Vertheidiger: Herr Rechtsanwalt Dr. Reatz. Rm. Buchen-Scheit, M Eichen-Scheit, „ Buchen-Knüppel, - Eichen-u.Nadel-Knüvvel Wellen Buchen-Reisholz, ' „ Eichen- „ Haufen Nadelreisholz, 85,o Rm. Buchen- u. Eichen-Stöcke. Der jedesmalige Anfang ist Vor- p? IT 9c U$r an der Straße nach Hachborn beim Pflanzgarten. ’ Staufenberg, am 11. März 1887. Die Zusammenkunft und der An« fang ist jedesmal Vormittags 9 Uhr am ersten Tag am Gabrielszimmer- Platze am zweiten Tag auf der Hard lCt 'S0? r . i- Es wird noch bemerkt, daß das Buchenholz meistens ?*n ersten Tag zur Versteigerung kommt, und sich unter den Nadelndem" Ca‘ 30 9imtr‘ Grubenholz Ettingshausen, 11. März 1887. ®roB9- Bürgermeisterei Ettingshausen. __.__Launsvach. izzz Al'beitsbersteigmmg. Montag brn 14 Mär, l. o-, r „ , des Mittags 1 Uhr, fE auf dem Rathhaus zu Garben« terch versteigert werden: Pflasterarbeit, veranschl. zu 447 JL, Maurerarbeit, „ „54 Garbenteich, am 10. Märr 1887 ®ro^- Bürgermeisterei Garbenteich. _ Schwarz. 1804 Preffetöeeren empfiehlt billigst 1508 Ferd. Drebes, Marktplatz 21. tSeibenftofie v Mk 123 bis 18 20 p. Met^ 2"lass° »eaille Kranvaise, Moiree, Foulards' 7 -Monopol«. Surat), Satin m-rv-ill-ux, l ?st§ete ic. — vers. robcn- und stückweise zollfrei in's u7gchend. * W Must-r Loeflunü s KinftermW aut gedeihen; bet Darmkatarrh besonders! zu emvfeblen 1 ?r den Apotheken, en gro8 oon Ed. ßoeflunbÄfört PCl in Literarischer. « -3U ,?Q^£L Wilhelm's 90. Geburtstage empfehlen wir das patriotische Buchlein: Kaiser Wilhelm und die Gründung des neuen Deutschen Reiches. Von Professor Dr. Gottlob Egelhaaf. 1.—20. Tausend. 13 Bogen mit Vor- tratt Preis geheftet JL 1.-, gebunden JL 1.50. Verlag von Carl Krabbe in Stuttgart. . Die Heldengestalt unseres deutschen Kaisers — wie mannigfach ist sie in Reim und Prosa schon seinem Pslke gezeichnet und geschildert worden. So sicher und fest so klar und anschaulich in allen verschiedenen Lebensepochen, so tief verstanden in chrem Zusammenhang mit der Geschichte des Volkes - namentlich such in solchen Perioden, dte immer noch „von der Parteien Haß und Streit bewegt" sich in wechselndem Lichte uns darstellen — und der Geschichte des Reiches, so pietooll und so obfectio in warm aus der Gegenwart heraus, und schon so historisch fern und gerecht - - wo bl noch nie. Sich frei zu halten von allem „Byzantinismus" bekennt der Verfasser in der Vorrede als sein redliches Wollen, und daß er dies vollständig vermocht und er- reicht hat rst eine Haupteigenschaft des Buches, eine Eigenschaft, die man ihm allerorten nachruhmen wird. Das Bild unseres Heldenkaisers — es braucht nur treu unh Har gezeichnet zu sei», um groß und herrlich zu erscheinen; und wie schlicht und ein- wch wird uns hier der Mann vorgeführt, wie tief und eingehend das Wirken deS pursten uns geschildert! Gewiß ist gerade dies Kaiserbuch dazu angethan tief ein- zuwurzeln in dem deutschen Volke und vor Allem die deutsche Jugend den deulschcn Kaiser verstehen zu lehren — verstehen heißt hier verehren. $ Schiffs - Bewegung der Post-Dampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetsahrt-Actien-Gescllschaft. „Rugia", 18. Februar von New-Aork, 3. März in Hamburo nnn,rnmm^ „siaoonia-, 3. März non Stettin nach New-York. „Rhaetia", 4. Märkoon New York nach Hamburg. „Morawa", 1. März non Hamburg nach 9iero-9)ort 4 " n„ Haor- weiter. Gellert", 6. März non Hamburg nach N?w-Yark Anstrich" auf ber Reise non Hamburg nach New-York, 6. März Dover passirt. „S.xon4 Märr non Hamburg nach Mexico, 6. März In Havre angekommen. „Francia" 11' SÄ non St. Sbomaä, 7 aiiarj in Hamburg angekommen. „Silesia", 17.'Februar non St. Thomas, 7. März in Hamburg angekommen. „Atbingia", 14 Februar non 7" m5,ri 111 H°">burg angekommen. „California", ab Hamburg 8 Mär» rommem9” ""^-kommen. „Suenia", ab Hamburg, 7. März in New-York Mge- Holz-Versteigerung. Mittwoch den 16. März von Vormittags 9 Uhr an, soll in dem Climbachrr Gemeindewald Distrikt Thal ur.d Langenbruch nachverzeichnetes .bolz versteigert werden: 90 Navelstämme von 15 bis 23 (Shn. Durchm. und 5 bis 13 Mtr. Länge, 30,73 Festmtr., 300 Derdstangen, 18 Festmtr. 700 Reisstangen, 12 Festmtr. 12 Rmtr. Buchcn-Knüppel, 4 „ Eichen- „ 30 „ Nadel- „ 5000 Buchen'Durchsorstnngs-Wellen, 3000 Nadel-Wellen. Die Zusammenkunft ist im Distrikt Thol. Climbach, am 11. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Climbach. Stein. 1872 Holzversteigerung. Mittwoch den 16. März l I., von Vormittags 9V2 Uhr an, sollen im Gemeindewald zu Bersrod, Distrikte Spitz, Luh und Waldwiese, versteigert werden: 9 Buchenstämme mit 16,45 Fm., 7 Eichenstämme „ 12,48 „ 57 Nadelstämme „ 13,58 „ 2 Eichen-Derbstangen 0,27 „ 986 Nadel „ 45,29 „ 775 „ Reisstangen 18,04 „ 202 Rmtr. Buchen-Scheitholz, 2 „ Eichen- „ 90 „ Buchen-Knüppelholz, 163 „ „ Stockholz, 2 „ Eichen- „ 6 „ Nadel- „ 3050 Wellen Buchen-Neisholz, 200 „ Eichen- „ 1700 „ Nadel- Der Anfang ist im Distrikt Luh, mit dem Bemerken, daß das Stamm- und Stangenholz gegen 12 Uhr zum Ausgebot kommt. Bersrod, am 11. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Bersrod. ___________Bocher._______1858 Montag den 14. März, Nachmittags 2 lll)r, werden im Auftrag des Herrn Michel Götz erbvertheilungshalber Möbel, als : Tische. StühLe, Schränke, SoybaS, Betten, Weißzeug, Küchengeräthe n- s. w. in dessen Wohnung, Postamt, Hinterhaus, versteigert. H o f s m a n n, Ortsgerichtsmann. 1763 Aeilgeöoienes. Einen ganz vorzüglichen garantirt reinen Tischwem a Liter 60 Pfennig, empfiehlt 1529 Ferd. Drehes, Marktplatz 21. Seliwalhehner IStiBliy-QueSle b. Bad-Nauheim. 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Die im District Kohlstrauch bei Bersrod befindlichen 29 Hundert Buchen- Durchsorstungs-Neiser kommen Vormittags im District Struth zum Ausgebot. Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr im District Struth, in der Nähe von Beuern. Treis a. d. Lda., den 9. März 1887. 1810 Amendt, Oberförster. Um wieder Raum zu gewinnen, beginne mit dem Ausverkauf Reste 1397 ( Naturells 12 H t elegante ] Gold 30 „ per Rolle. I Fond-Glanz 40 „ ) Ernst Blödner, 1830 Bahnhofstraße 12. (Sterne oSot, in tyoniGte, SlCa-ndef ®zange> (Sitzen, (SGocotade ist Ginnen 5 §ftcin. ßeztsu^tetten mit £Gg.&u99ing- 'putvaz, 9ez ^izGicfe ^IZanufactezy — cHGnwovez. Zu haben r. Drog-, Delicat- u. Colonialwaar-Geschäften. § Specialgeschäft in Haus und Küchengeräthen. MWWWWVW MÄlVlWW'HH Vollständige Küchen-Einrichiungen. Brüder Schmidt, 1485 Seltersweg Uo. 2. 1808 Ein Kindermädchen Tags über gesucht. Herr Tags über | 1789 Ein tüchtiger Schmiedegeselle Asterweg 13. ( gesucht. K. Walther, Neustadt 3. Brust- und Lungenkranke. 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