Nr. 61. Erstes Matt. Somstag beu 13. März 1887. iehener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Burenrrr Schulst raße 7. Reichssteuer ist nur denkbar und durchführenswerth, wenn die Einzelstaaten auf ihre directen Steuern verzichten, eine völlig ausgeschlossene Eventualität. Eine Reichseinkommensteuer würde verwirrend in die Steuersysteme der Einzelstaaten eingreifen, während eine Reform innerhalb der letzteren durchführbar ist. Gern haben wir vernommen, daß der Abg. Rickert eine Reform der Branntwein- und Zuckersteuer nicht ablehnt. Wir halten es für dringend wünfchenswerlh, daß das Reich auf eigene Einnahmen gestellt und daß die drückenden Matrikularbeiträge abgeschafst werden. Es sind Utopien, so beträchtliche Reichseinnahmen zu erhoffen, daß vom Ueberfchuß noch die Einzelstaaten genährt werden können. Ich beantrage im Sinne meiner Ausführungen Namens meiner Partei die mottvirte Tagesordnung. Abg. Dr. Meyer (dfr.): So viel ist sicher, daß neue indirecte Steuern nicht aufgelegt werden dürfen, ohne eine Reform der directen Steuern, vor Allem müssen die steuerfreien Mediatisirten herangezogen werden. Zu bedauern sei, daß gerade der Abg. Miquel das Reich hinter die Einzelstaateu zurücksetzt, denn das Umgekehrte öare ^Abg^v. Helldorff (cons.) wendet sich in längeren Ausführungen gegen die freisinnige Resolution. ., m . Die weitere Debatte gestaltete sich zu einem sehr hitzigen und erregten Wortgefecht, in dem die verschiedenen Ansichten aufeinanderplatzten und aller Grimm der entgegenstehenden Parteien, der bisher mit Rücksicht aus ein ungesiortes Zustandekommen der Militärvorlage zurückgehalten worden war, zum Ausbruch kam. Abg v Kar dorff spottete über die Coalition Grillenberger, Wmdthorst, Richter, die heute.schon in's Schwanken gekommen sei und mußte sich von dem Abg. v. Huene (Etr.) sagen lassen, daß es eine „obiectiveUnwahrheit fei, von einer solchen Coalition zu sprechen; es lä^e doch weit naher für ihn, über die that- sächliche Verbrüderung der Conservativen und Natlonallrheralen zu sprechen. , . Aba v Köller (ksv.), der von der Erbärmlichkeit der freisinnigen Parier tin Lande sprach und diesen Ausdruck, trotz der Ermahnung des Präsidenten, wiederholte, wurde ^"r^u^ Ordnung ^hiett'gleichfalls einen Ordnungsruf für die Aeußerung, daß man den Abg. v. Köller nicht ernsthaft nehmen könne, Abg Dr Bamberger (dfr.) verwahrt dre Partei dagegen, daß man sie nicht für ebenso 'national halte, wie die Kartellparteien sich halten. Die Tagesordnung der nationalliberalen Partei wurde mit allen Stimmen gegen die der Nationaüiberalen, die Resolution der deutsch-freisinnigen Partei mit allen Stimmen gegen die der Deutsch-Freisinnigen und Socialdemokraten abgelehnt. Nächste Sitzung Montag de» 14. März. Reichstag. E. R. Berlin, 11. März 1887. Die dritte Lesung der Militärvorlage wurde ohne Debatte erledigt. Das Resultat der Abstimmung ist die definitive Annahme des Gesetzes mit 2-7 gegen 31 Stimmen, 84 enthalten sich der Abstimmung. m - 2, Es folgt die Berathung der freisinnigen Resolution auf Einführung einer Reichs- Einkommens rechtfertigt die Resolution unter Wiederholung der bereits mehrfach geltend gemachten Gründe; verschiedene Mitglieder der nationalliberalen Partei hätten sich für eine derartige Reichseinkommensteuer ausgesprochen. Dieser Gedanke sei namentlich auf dem bekannten Eongreß in Eisenach «n Jahre 1874 von Mitgliedern aller Parteien vertreten worden. Von einem socialistrschen Experimente könne bei dem vorgeschlagenen Procentsatze nicht gesprochen werden; die Besteuerung des Massenconsums wirkt, wie durch die Wissenschaft festgestellt ^i, progressiv nach unten und was solle dem gegenüber die kleine Summe bedeuten, die diese Steuer ausbringen sollte. Das Ziel, dem seine Partei nachstrebe, sei eine Befreiung der nothwendigen Lebensmittel von den Steuern ; das sei eine Aufgabe der Zukunf, eine Forderung der Gerichtigkeit. Lehnen Sie Heu e den Antrag ab, so werden wir im Jahre gen die Resolution, Abg. CmtIAbg6Dr.C MGegenüber dem Abg. Rickert, der sich, auf Mich berufen, mutz ich erklären, daß ich mich auch heute noch freuen wurde, wenn em- Otrecte Reichssteuer möglich wäre. In der Resolution tadle ich runachst, daß dreselbe entgegen üblichen Steuergrund,ätzen ein- Steuer für bestimmte Verwendungszweer- »erlangt. Ein Wahlmanöoer mag die Resolution nicht fein, «bei.Herr Rickert wu i S ' daü -leit und Umstände danach angethan waren, diesen Verdacht heroorzurufen. (Zustimmung rechts.) Es fehlt auch der Nachweis, daß das Verhältmß der Belastung von indirecten und directen Steuern bis in's Unerüägliche hmem "berschr Wenn resormirt werden soll, erscheint es mir, abweichend von den Freisinnigen, immer noch besser, daß in den Einzelstaaten, als tm Reich angefangen wird. Eine directe Jeutschland. Darmstadt, 10. März. Se. Königs. Hoheit der Grobherzog haben Allergnädigst geruht. bie Stadtverordneten-Versammlung zu Gießen erfolatm Wiederwahl des bisherigen Beigeordneten, Buchdruckereibefitzers Wil- hrlin Keller, zum Bürgermeisterei-Beigeordneten der Provinzial«Hauptstadt Gießen di- Bestätigung zu erlheilen. Darmstadt, 11. März. (Zweite Kammer der Stände.) Abg. Arnow erstattete Namens des zweiien Ausschusses Bericht über einen Protest und eine Mitlheilung unter Bezugnahme aus Art. 84 der Hessisch-N ®e^Q'^n94“t^nbe; Der Ausschuß beantragt; Großh. Regierung zu ersuchen, ein Gesetz den ©Wn den vorzuiegen, durch welcher die Immunitäten der Abgeordneten, von welchen der Art 84 der Versassungsurkunde redet, neu geregelt werden. Berlin, 11. März. Der Kaiser nahm heute Vormittag die Vortrags der Graien Stolberg und Hochberg entgegen, empfing alsdann den Herzog von Anhalt und eri heilte Nachmittag» dem Oberhosprediger Dr. Kägel Audienz, um 2 Uhr machte der Kaiser eine Aursahrt. E — -Las Abgeordnetenhaus nahm den Gesetzentwurs über dar Verehren bei Verthellung der Jmmobtliarpreise int Geltungsbereiche der rheinischen Rechts en bloc an, überwies ferner die auf die Stellung der Lehrer an den landwirth- schaftlich-n Schulen, sowie aus die Gleichstellung der Lehrer an den nichtstaatlichen höheren Lehranstalten mit solchen an den Staatsanstalten bezüglichen Petitionen an die Regierung als Material bei Regelung dreier Verhältnisse und erledigte eine Reihe anderer Petitionen vorwiegend localen Interesses nach den Lornmisfions-Anträgen. Dienstag zweite Lesung der Eisenbahn-Vorlage. England. London, 11. März. J-n Unterhaus erklärt der Unterstaatssecretär Feraussvn aus Anfragen, die Agenten in Bulgarien hätten keine Instruction, sich bei den Regenten in die Ausübung ihrer Pflichten zu mischen; die Regierung erhielt von Rußland keine Mittheilung über die Hinrichtung der G-fangenen >n Bulgarien. Den Inhalt und Charakter der Unterhandlungeni Wo.ff« mit der Pforte werde die Regierung dem Parlamente mittherlen, sobald es den Staats Interessen dienlich sei. Hamilton erklärt, das Staats-Interesse erheische noch Schweigen über die Person, welche vom Zeichner Terry rn Chatham geheime Admiralitätspläne erworben habe, aber gegen bie amerikanische Gesandtschaft liege keine "Amtsblatt publicirt den am 24. November v. I«. abgeschlossenen und am 2. Februar d. Js. ratificirlen russisch-englischen Aurlieserungs- Das „Bureau Reuter" hört gerüchtweise, im Cabinet beständen Mei- nungs-Verschiedenhsiten bezüglich des sür Irland zu erlassenden Agrargesetzes, dessen B-ftimmungen angeblich den Anschauungen Gaschens nicht entsprechen. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Eorrcspondcn; = Vurcau. Berlin N. März. Die „Nordd. Allg. Ztg." melbet: Der russifche Kaiser verlieh anläßlich seines gestrigen Geburtstages dem Staalssecretar Grasen Bismarck den Eeiß^^Adlerorden Abstimmung über die von Crisvi beantragte Tagesordnung, >7°rin die Haltung der Minister in der letzten Kris.s als d-n parlamentarischen Gebräuchen ruwiderlaufend getadelt wird, durfte erst morgen stattfinden. Di? Ovinione" hebt wiederholt hervor, das Einvernehmen Italiens mit Deutschland undOesterreich involvire keinerlei aggressivenEharacter gegen irgend einen anderenSt^t Maurizio wurde heute Nachmittag kurz nach 3 Uhr abermals von einem Erdbeben h-imgesucht; gleichzeitig wurde em heftiger wellen- förmiger Erdstoß in Ventimiglia verspürt. Die Bevölkerung verließ die noch bewohn- baren Säuse.^uni^ flüchtete in B°racken Belfort melden: Tie Explosion entstand^in Folge von Ueberhitzung des zur Füllung eines Geschosses verwendeten 90. G-bmMag- duck General Earneiro einen in Portugal gearberte.en Degen überreichem btn Passagieren, welch- sich auf dem inzwischen wieder^lM^wordenen Z?ampfer „Rhein" befanden, wurden 75 in R-wportn-ws und 60 in Norfolk aclandet . Gefunden: 1 Schild mit der Aufschrift: „Cigarren", 2 Taschentücher, 1 Cigarren-Etui, 1 Spielzeug (Hündchen von Wolle), 1 Kinderkragen, 1 evql. Gesangbuch, 1 Ubrkelle, 1 Paar Socken, 1 Hacke, 1 Schippe. Gießen, am 12. März 1887. Großherzogltches Poltzetamt Gießen. M Fres enrus flqaüWMimWM—------------------- Rechenunterricht in den Schulen, unter Weg all der alteren, m on unb bekannten gefunden. Dieselbe muß langer . t vorhanden waren. Der lich nur noch die Knochen und zwar diese nur noch über dem Fund- Kopf, bezw. Schädel, welcher noch mit einer Mütze beoear , r . Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme des Msntags. Durch die Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. irrte an einem Bäumchen und scheint es hiernach, als habe ein Lebensmüder seinem Leben durch Erhängen ein Ende gemacht. Wer hier den Tod gefunden hat, hat bis jetzt noch nicht ermittelt werden können. So viel darf aber als feststehend angenommen werden, daß man es mit den Resten der Leiche eines Mannes zu thun hat, welcher, nach dem zum Theil noch gut erhaltenen, schon ziemlich ergrauten Kopfhaare zu urtheilen in einem Alter von etwa 50 bis 60 Jahren gestanden haben mag. Behufs etwaiger späterer Feststellung der Identität hat das hiesige Gericht den Thatbestand festgestellt -und die noch vorhanden gewesenen Kleidungsstücke, von denen nur noch die Schuhe, sogen. Laschenschuhe, gut erhalten sind, in Gewahrsam genommen. — Mit Beginn des Sommerfahrplanes soll, wie uns aus guter Quelle versichert wird, einem hier lange gefühlten Bedürfniß entsprochen werden. Die Schnellzüge 303 und 304 sollen nämlich von genanntem Zeitpunktt ab versuchsweise auf, der Station Butzbach anhalten. △ Mainz, 11. März. Unter dem Vorsitz des Herrn Carl Racks hielt gestern Abend oer hiesige Verein der nationalliberalen Partei eine sehr zahlreich besuchte Ver- lammlung ab, hauptsächlich zu dem Zwecke einberufen, um zu der in Rheinhessen schwebenden Tagesfrage, der projectirten Besteuerung der Weineinlagen bei Privaten, Stellung zu nehmen. Der Präsident der hiesigen Handelskammer beleuchtete in einem einstündigen Vortrag die zahlreichen Gründe, die es dringend geboten erscheinen lassen, gegen die Gesetzesvorlage direct Stellung zu ergreifen. Wie schon in einer diesbezüglichen Petition der Handelskammer niedergelegt ist, bezeichnete der Vortragende, Com- mercienrath St. C. Michel, als wesentlichste Gründe dieser Haltung: Die ungerechte Dertheilung der Steuerlast auf nur einen Theil der Bevölkerung, die vielfachen Vexationen der Weinconsumenten, die Erschwerung des Handelsverkehrs, der Rückgang des Zwischenhandels und des Weinconsums, der muthmaßlich geringe Ertrag der Steuer und die Gefahr, daß in Folge der Steuer größere Weinhandlungen aus dem Großherzogthum wegzlehen würden. Mit Rücksicht darauf, daß der Finanzausschuß der zweiten Kammer heute die- definitive Beschlußfassung über die beregte Gesetzvorlage beabsichtigt, wird auf Antrag des Herrn St. C. Michel beschlossen, ein Telegramm an den Kammerausschuß abgehen zu lassen, des Inhalts, daß eine sehr zahlreich besuchte nationalliberale Parteioersammlung sich entschieden gegen die Vorlage ausgesprochen, bedauert, daß der Ausschuß für die Annahme des Gesetzentwurfs sei, und erwarte, daß die desiuitioe Beschlußfassung bis nach Eingang der diesbezüglichen Petitionen der .Handelskammer und Stadtoerordneten-Versammlung vertagt werde. A Aus Rheinhessen, 11. März. Mit dem Anbau von Zuckerrüben scheint cs in bieicm Jahre in unserer Provinz nicht viel werden zu wollen. Der Preis von 70 bis 85 den Centner, welchen die Accordanten bieten, erschein! den meisten Land- wirthen zu gering und den von einigen Zuckerfabriken vorgefchlagenen Anordmodus, die Rüben nach Maßgabe des Zuckergehaltes zu bezahlen, sieht man ziemlich allgemein, als noch nicht erprobt, mit sehr mißtrauischen Augen an. - Der wegen Unregelmäßigkeiten im Dienste suspendirte Postverwalter von Qdernheirn hat heimlich das Weite gesucht. Die Kassenoisitation hat ein Deficit von mehreren tausend Mark ergeben. — In Bingen wurde heute Vormittag ein noch blutjunges Dienstmädchen — das zweite innerhalb weniger Wochen — unter dem Verdacht des Kindermordes in Untersuchungshaft genommen. — Jüngst machte durch die rheinhessischen und rheinischen Blätter die sensationelle Mittbeilung die Runde, daß der bekannte Hamburger Lotteriecollecteur Cohn wegen Fälschung von Lotterielisten zu 2 Jahren Gefängnitz verurtheilt worden sei. Diese Mittheilung hat sich als eine böswillige Erfindung herausgestellt. Weimar, 7. März. sUnschuldig verurtheilt.j Gegen eine in der Nähe des weimarischen Städtchens Magdala wohnhafte Bäuerin und deren Knecht war vor etwa zwei Jahren die Todesstrafe ausgesprochen worden, weil dieselbe trotz ihres Leugnens für überführt erachtet wurden, den Mann der Bäuerin ermordet zu haben. Die Frau wurde auf ihr Gesuch zu lebenslänglicher Zuchthausstrafe begnadigt, während der Knecht sich entschieden weigerte, um Gnade zu bitten, „da er lieber unschuldig sterben wolle". Das Urtheil wurde indessen nicht vollstreckt. Jetzt sind nun Thatsachen er- mitielt worden, welche es in hohem Grade wahrscheinlich machen, daß die Verurlheilten wirkt'.ch unschuldig sind. Rach Vornahme eingehender Erhebungen an Ort und Stelle bat, wie die „K.Ztg." meldet, das Oberlandesgericht zu Jena die Wiederaufnahme des Verehrens verfügt und die Sache zur anderweiten Aburtheilung an den Schwurgerichtshof zu Gera verwiesen. - P Aus den Reichslanden, 8. März. Das „Zaberner Wochenbl." meldet, daß Das Rheinische Jagerbataillon Nr. 8, welches seit fast 10 Jahren in Zabern in Besatzung liegt,_ vom 1. April d. I. ab aus dem Verbände des 8. Armeecorps scheiden und dem lo. zugethetlt werden wird. Zu dem Ende finde die Ueberführung der Bestände an Uniformen, Waffen und anderen Ausrüstungsstücken aus der Bataillons- Montirungskammer von Coblenz nach Zabern statt. Handel und Verkehr Gießen, 12. März. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.82—0.85, Hühnereier per St. 4—5 Enteneier St. 5—0 H, Kiffe vr. St. 4—10 Ä Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 17 H, Linsen 28 Tauben per Paar 70 bis 1,00 Hühner per Stück X 0.85—1.00, Hahnen pr. Stück X 0.70—1.30, Enten per Stück X 1.40—1.80, Gänse per Pfund 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 64 Kuh- und Rindfleisch 54—56 ^, Schweinefleisch 56—60 Hammelfleisch 50 bis 66 H, Kalbfleisch 40-46 H, Kartoffeln per 100 Kilo 4 50-4.80, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner X 7.00—0.00. Auszug aus br.t StMdeSamtsr?MerN drk Swrrdesams Girtzr«. (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) Aufgebote. Februar: Anton Jacob Veite von Lang-Göns, Schneider dahier, mit Elisabeth Bertha Katharine Helene Wißner dahier. März: 5. Karl Lingelbach von Grünberg Buchhalter dahier, mit Katharine Helene Einhausen dahier. 9. Wilhelm Hubert Heyder' Procurist zu Hamburg,' mit Marie Franziska Johanna Mathilde Richter zu Brauweiler. 9. Johannes Konrad Ludwig Paul Glaser zu Nidda mit Katharine Uhl von Ober-Schmitten. 11. Heinrich Julius Hoch, Weißbinder von hier mit'Luise Caroline Dophie Auguste Petri von hier. GhefHttrtzirnge«. März: 9. Alexander Bereck, Slations-Diätar babier, mit Emilie Philippine Martha Friederike Amoene Roloff von hier. 11. Friedrich Haltenhauer oon Nordhausen Kautabakspinner dahier mit Anna Elisabetha Wilhelmine Henriette Margarethe Caroline Burkhardt dahier. Geborene. März: 1. Dem Händler Johann Bernhard Westbrock ein Sohn, Heinrich Bernhard. 3. Dem Schneider Johannes Eidmann ein Sohn. 4. Dem Sergeanten Philipp Schul eine Tochter, Marie. 6. Dem Kaufmann Alexander Salomon eine Tochter, Meta. 6. Dem Handelsmann Eduard Battenberg eine Tochter, Luise Lina Emma Marie. 6. Dem Schreiner Friedrich Rosenbaum eine Tochter, Pauline Emilie. 7. Dem Mechaniker Carl Heyer eine Tochter. 8. Dem Sergeanten Johannes Schädel eine Tochter. Gestorbene. m , ^a$:r 4* Ernst Christian August Rudolf Kirch, 1 Jahr alt, Sohn von Bahnhofs-Restaurateur Jean Kirch dahier. 6. Karl Friedrich Euler, 9 Monate alL Sohn von Schuhmacher Friedrich Euler dahier. 6. Friedrich Berndt, 42 Jahre alL Eisenbahnarbeiter von Hilchenbach, Kreis Siegen. 7. Melchior Josef Franz, 65 Jahre alt, Taglöhner von Wickstadt. 8. Paul Nelke, 2 Monate alt, Sohn von Gerber Karl Nelke babier. 10 Georg Hermann Georgi, 17 Jahre alt, Sohn von Fabrikant Karl Hermann Jakob Ludwig Georgi dahier. 10. Elise Klinkcl, geb. Schäfer, 42 Jahre alt» Ehefrau von Schmelzmeister Friedrich Klinke! dahier. II IMIIIIIIIIIIIIIIIHMI III IBIIH II ....... III ■Ulli Hl | || rillll—HIHlllllliiiiiiifihHl Auszug aus dm Kirchenbüchern brr Stabt Metzen. Evangelische Gemeinde. Getraute. h- Den 9. März. Alexander Berck, Eisenbahn-Stations-Diätar zu Gießen, unb- Emilie Philippme Martha Friederike Amöne Nolosf, Tochter des verstorbenen ^ctroi- Erhebers Theodor Roloff zu Gießen. _ Den 11. März. Friedrich Hattenhauer, Kautabakspinner zu Gießen und Anna Elisabethe Wilhelmme Henriette Margarethe Caroline Burkhardt, Tocb^r des Dfen- putzers Christian Burkhardt zu Gießen. . Getaufte. * r 0. Marz. Dem Steindrucker Theodor Damm eine Tochter, Georgine Johanna Caroline, geboren den 28. Januar. b 20 Dcttmb?1886 Sut’$er ^stian Burk eine Tochter, Marie, geboren den o. Denselben. Dem Eisenbahn-Schaffner Georg Semmler eine Tochter, Emma Lum Elisabeth, geboren den 6. December 1886. , Denselben. Dem Hausdiener Blasius Grond ein Sohn, Carl Heinrich Gusta», geboren den 27. Januar. ' Denselben. Dem Schreiner Heinrich Haas ein Sohn, Otto Heinrich Philipp, geboren den 13. Januar. v Allgemeiner Anzeiger. inger.Stutliprb Wtz v 9 '/f W Hermann Marx detaii En gros. > zu 1882 Ph* Groester Vorzügliche gute Garten Crde Ein Grschüstshaus in der besten Geschäftslage der Stadt, ist zu verkaufen. Vermittler verbeten. Näheres bei der Exp. d. Bl. 1838 Anfertigung nach Mast, Garantie für guten Sitz. Hochachtungsvoll Hermann Marx _________ Marktplatz Ur. 9. 1889] Gewandtes braves Mädchen , für Küche und Hausarbeit gesucht. Sonnenstraße 10. Marktplatz Nr. 9. Billigste Bezugsquelle für Herren- u. Knaden-Garderobe. Aus. Frühjahrs- und Sommerfaifon 1887 habe mein Lager in großer Auswahl sortirt und kann ich, was Gediegenheit sowie Neuheit der Stoffe anbelanat memer werthen Kundschaft vollständig Genüge leisten. 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Heß. cm if if ir 38-51 41-52 Reisig rm 296 252 2 Buche Eiche Scheiter rm 151 2 Stöcke 52 35 Knüppel 112 44 Durch Bekanntmachung des Herrn Reichskanzlers vom 17. o. Mts. sind anderweite Bestimmungen über die Beförderung der unter Nr XXXU der Anlage D ju ° *° " Bekanntmachung. Die Holzversteigerung vom 2. März d. I. im Daubringer Gemeindewald ist mcht genehmigt und kommt sämmt- liches nachverzeichnete Holz Donnerstag den IT März I. I. noch- direkt an sie oder an Th. Vogt in \ Z___X-? Gießen Löwengasse 15 wenden. [1846 erbscn bei Phil. Schwan, Neustadt 43. Nadel-Stämme m. 19,91 Festm., Nadel - Derbstangen mit 13,20 Festmeter, Nadel-Reisstangen m. 3,63 Festm. 1839] Kapitalien auf 1. Hypothek bis zu 7000 Ji. auszuleihen. Näheres bei der Exoed, d- Bl. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr beim Haidengipfel am Stangenholz. Daubringen, am 11. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Daubringen. Walter. 1902 Am 20. April d I. bin ich Mistens, meine Mühle mit Oeco- nomie-Gebäuden u. 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Hvlzversteigerung in der Freiherrlichen Oberförfterei Rabenau Um vor Eintreffen der Frühjahrssendungen gänzlich zu räumen, gebe sämmtliche vorräthigen Gardinen in reicher Auswahl, schwarze Cachemirs und couleurte Kleiderstoffe zum Ginkaufspreise ab. Auch die Preise aller anderen Artikel sind billigst gestellt. 1836 Herrn. Aug. Müller, Nadelholz — Zusammenkunft Vormittags wald 9a. Bekanntmachung. Hochgezüchtete Sämereien Di-nStaa den 15. Märr, I für Garten- und Feldbau. — Kulturan- mS 2 u' “w'n 30 S««f» Ä‘- ’ ■ * Ausputzreiser von den Schoorbäumen 1 sowie einige Lindenstämme versteigert werden. Zusammenkunft am Neuen- wegerthor. 1887 Gießen, den 12. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 84 69 380 Piamno’s, Clavierstimmen u Reparaturen werden solid und billigst ausgesührt. 1052 G. D. &ebauer. Ästerweg 47. - Ederftraße 8. 1891] Haferstroh (Handdrusch) u. 100 Ctr. Dickwurz verkauft Karl Euler, Hammstraße 5. 1842 Erne alte Wirthschafts-Theke teht billig zu verkaufen. 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Es^wird dies mit dem Anfügen öffentlich bekannt gemacht und dem genannten Gewählten besonders verkündigt, daß während drei Tagen, nämlich den 14. März, den 15. März und den 16. März 1887 das Wahlprotokoll mit allen Anlagen auf Großh. Bürgermeisterei offengelegt sein wird, und daß während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage jeder stimmberechtigte Trense sowie jedes Mitglied des Gemeinderaths, beziehungsweise jeder Gewählte von dem Wahlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und auch Einwendungen gegen die Wahl oder gegen den Gewählten, beziehungsweise auch eine Ablehnung der Wahl, bei Vermeidung des Ausschlusses, bei Groß- herzoglichem Kreisamt Gießen vorbringen kann. 1873 Gießen, am 11. März 1887. Die Wahlcommission: Keller, Beigeordneter. Vogt, Stadtverordneter. Simon, Stadtverordneter. ft Buchen-Stämme Kiefern- „ Eichen-Stämme von 25—43 17—24 CtrSbers, Prov. Sachsen. [1849 Zur Frühjahrsaussaat versende franco in bester Qualität, vorzügl. 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Bürgermeisterei Watzenborn- Jeilgebotenes. la Schellfische, Zander, Cabliau, Soles, Backfische, Bratbückinge/ächte, süße, Kieler Bücklinge und Sprotten, diverses Gefiügel, Wurst- und Fleisch- waaren, div. Käse, sft. Würstel, Wests. Pumpernikel, Eonserven und Südfrüchte täglich frische Sendungen bei 1895______C G Kleinhenn Das Beste zum Schwieren von Lederzeug sowie Wagen ist Pferdefett. Zu haben bei [1897 M« KessPer.» Pferdemetzger. Ein Garten am Rodberg wegzugshalber zu verpachten oder zu verkaufen. Näheres Westanlage 15 bei Postschaffner Müller. 1881 Wer durch Einführung der neuen Wasserleitung Pumpen avschafft, wolle sich behufs möglichst guter Verwerthung baldigst mit mir schriftlich ins Benehmen setzen. Louis Hothenberger, Vorzügliches Hackerbräu. 1878 Ein tüchtiger Comptoirist auf Stunden gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 1899 Einen Lehrling sucht __________Carl Schwan, Graveur. 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I., jedesmal Morgens 8V2 Uhr anfangend, werden die nachstehenden, sämmtlich noch gut erhaltenen Mobiliargegenstände, dem Bernhard Schäfer». dahier gehörig, in dessen Behausungen, Karls- und Fürstenstraße, öffentlich meist- dieiend versteigert, nämlich: 2 Plüschgarnituren mit je 2 Sesseln und 6 Stühlen, 3 do. mit je einem Sessel und 3 Stühlen, 12 Sophas, 2 Chaiselongues, verschiedene Kissen und Plümeau, 1 Schaukelsessel, 30 Betten, 24 Kleiderschränke, 6 Kommoden, 8 do. mit Marmorplatten, 10 Waschtische, 12 Nachtschränkchen, 1 großer Küchenglasschrank, 1 Büffet, 1 Nachtschränkchen, 9 runde Tische, 12 verschiedene kleine Tische, 2 do., mit Marmorplatten, 1 Küchentijch, 60 Rohrstühle, 2 Secretäre, 17 Spiegel mit und 7 do. ohne Console, verschiedene Teppiche, 4 Hängelampen, diverse Gärtenmöbel und Fässer, sowie noch viele andere Gegenstände. Bad Nauheim, den 8. März 1887. , 1850 Grobherzogliches Ortsgericht Bad Nauheim. W ö r n e r. ___________ für Metzger ober Bäcker geeignet, billig zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 1905 1845] Setzkartoffeln (frühe Rosen) zu verkaufen. Frankfurterstraße 69. 1875 Ein Kinderfitzwagen (2sitzig), fast neu, billig abzugeben. __________Kaplansgasse 5, Nebenhaus. 1881] Ganze u. halbe Champagner» flaschen zu verkaufen. Cafö Leiv. Es werden versteigert: Donnerstag den IT März 1881 aus bett Districtcn Sichwaid 11b, 9a und 12 sowie KrebSkopf 1: Durchmesser und 4—19 m Länge, „ 3—13 Heute Morgen 10 Uhr entschlief sanft nach kurzem Leiden unsere innigst geliebte Mutter Die Beerdigung findet Sonntag Nachmittags 41/4 Uhr statt. 1885 im fast vollendetem 73. Lebensjahre. Tief betrübt zeigen dies Freunden und Bekannten zugleich im Namen der übrigen Hinterbliebenen statt besonderer Meldung hierdurch an. Lina Weber Wilhelm Weber, Kammerrath. Giessen und Laubacli, 11. März 1887. Frau Gelieimerath Louise Weber geb. Wortmann, zu vermiethen- Neuenweg 7. 1886 Die glückliche Geburt eines t x gesunden n a Redaction: A. Scheyda. u o o a 9 Vermischte Anzeigen. 1888] Tüchtige Maurer und Hand» tanger sucht I. Wagner, Hommstr. 4. vi, Reftaurarion Jeutzen Kanzleiberg Nr. 5 Montag d. 14. d.M. Metzelsuppe. Morgens >/-« ttbr 1847] Reinliche Lanffra« oder Mäd- _«!)«« g-sucht. Bismarcksiraüe 7, pari. Mädchens zeigen an 1868 Job. Deuker und Frau, geb. Ruckstuhl. Giessen, 11. März 1887. Gesucht für April von einem Beamten 2—3 gut möblirte Zimmer in bester Lage. Adr. bis zum 18. Mürz an die Expedition ds. Bltts. einzu- reichen. ___________________1854 Sehön^ÄuWcht^ Sonntag den 13. Mürz: COJVCERT Die humoristischen Coneerte ^der Concert-Zanger-Gesellschaft Kud. Schad finden statt: ItN ($UtttbtiUU£K Samstag den 12 März, 8 Uhr Abends. Zur Ltadt Marburg: eon,,Urt Im Wiener Hof: Sonntag den 13. März, 8 Uhr Abends. Es ladet ergebenst ein 1974 ___Die Direction. Statt besonderer Anzeige. Freunden und Bekannten die traurige Mittheilunq, daß unser lieber Gatte, Vater, Bruder und Schwager Philipp Debus naä) längerem Leiden plötzlich heute Abend 6’/a Uhr sanft entschlafen ist. Gießen, den 11. März 1887. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet Montag, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehause, Lahnstraße 28, aus statt. . 1862 OOPCOCODO ausgeführt von einem Theil der hiesigen Uegimentsmiisik. ______2 Anfang 4 Uhr. 1904 ootxxxxxümöaQQQöo 1^/9 Eine zuverlässige ^rau wird zur Verrichtung einer kleinen Arbeit für Morgens früh gesucht. Neuenweg 60. 1893 Gesucht für die Tagesstunden für zwei kleinere Kinder ein zuverlässiges feineres Mädchen, welches auch kleine häusliche Arbeit übernimmt. ___________Asterweg 39 I. 188(» Ein ordentliches Mädchen kann das Kochen erlernen. Wo? sagt die Exped. d. Bl | Für Schneider. Zwei tüchtige Arbeiter sucht Decker, Bahnhofstraße 8. 1835 Für ein hiesiges Fabrikgeschält wird ein Lehrling mit guter Schulbildung für das Cornvtoir gesucht. Selbstgeschriebene Offerten unter Chiffre O. 100 an die Exped. d. Bl- Am 10. März d-J. wurde auf der Orts- J ffraße zu Treis a. L- ein wollener Pferdeteppich gefunden- Der Eigenthümer kann ihn gegen Erstattung der Jnseratgebühren bei Maurermeister Konrad Kehr zu Treis a- L in Empfang nehmen. 1871 Freiwillige Gail'fihe Feuerwehr. Montag den 21. März, Abends 8’/2 Uhr: DrdcAtliehe General-Versammlung in der Restauration Schnell. Tagesordnung: Jahresbericht. — Rechnungsablage. — Vorstandswahl. — Sonstige Corpsangelegenheiten. 1855 Än Uniform. _____________Der Dorstaud. Sonnlag den 13. Mär;: CONCER T im Saale des Cafe Leib. Anfang 8 Uhr Entrse 30 Pfg Mitglieder haben freien Zutritt. 1883 Der Vorstand. o B 228 Montag: Sony. Meruüethungen. 1892 Ein kleines Logis zu vermiethen. ______Karl Euler, Hammstraße 5. 1857 Ein kleines möblirtes Stübchen ®ruct uu^ dbrlag der Brühl'schen Druckerei (Fr. Chr. PietschUiUGießen. heutige Nnwwer enthält 2 Blätter u 1 Beilage 1841 Ein Stübchen mit Bett zu vermiethen_______________Schützenstraße 9. 1844 Der mittlere Stock, 6 Zimmer mit Zubehör, per 15. Mai zu vermiethen- ___________Ostanlage 9- 1859 Ein möbl. Zimmer, am liebsten an einen Schüler, mit oder ohne Kost, zu vermiethen. Herrn. Vogl, Bäckermeister. 1724 Em schönes Familienlogis, best. aus 3 Zimmern, Küche, Keller pr. 1. Mai zu vermiethen _ Wilh. Plank, Bahnhofstraße^18. 1867^Familienlogis vermiethet __ F* Dickorö, Grünbergerftraße- 1900] Mittlerer Stock meines Hauses mit Zubehör und Gartenantheil zu vermiethen. _ _ I» Bamberger, Südanlage^20. _ 1870 Die Belletage m. Hauses, Südanlage 4, 8 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, ist zu vermiethen und am 1. Juli l I zu beziehm. I. Alker. 1898 Ein Logis zu vermiethen- Schützenstraße 17.