Nr. S« Samstag den 12. Februar 1667 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Amtlicher HHeil. Bekanntmachung. Betr.: Die Reichstag-Wahlen. Nachdem der Unterzeichnete für die bevorstehenden Reichstagswahlen zum Wahlkommissär des ersten Wahlkreises des GroßherzogthumS, bestehend au»: 1. Kreis Gießen. 2. Aus dem Kreise Al-feld die Gemarkungen: 1. Atzenhain, 2. BernsfeLd, 3. Ermenrod, 4. Flensungen, 5. Ilsdorf, 6. Kirschgarten, 7. Lehnheim, 8. Merlau, S- Nieder- Ohmen, 10. Ober-Ohmen, 11. Ruppertenrod, 12. Wettsaasen, 13. Zeilbach. 3. Aus dem Kreise Schotten die Gemarkungen: 1. Eichelsdorf, 2. Gedern, 3. Glashütten, 4. Groß-Eichen, 5. Klein-Eichen, 6. Mittel-Seemen, 7. Nieder-Seemen, 8. Ober-Lais, V. Ober-Seemen, 10. Ober-Schmitten, 11. Steinberg, 12. Unter-Seipertenrod, 13. Volkartshain. 4. Aus dem Kreise Büdingen die Gemarkungen: 1. Bellmuth, 2. Bergheim, 3. Berstadt, 4. Bingenheim, 5. Bisses, 6. Berstädter-Markwald, 7. Bleichenbach, 8. Blofeld, 9. Reichelsheimer Antheil an Bingenheimer Mark, 10. Babenhausen 1., 11. Borsdorf, 12. Dauernheim, 13. Dauernheimer Hof, 14. Schleifeld, 15 Echzell, 16. Echzeller Markwald, 17. Eckardsborn, 18. Effolderbach, 19. Fauerbach, 20. Geis-Nidda, 21./22. Gelnhaar (Jsenb. u. Doman.), 23. Gettenau, 24. Heuchelheim, 25. Hirzenhain, 26. Kohden, 27. Harbwald, 28. Leidhecken, 29. Lißberg, 30. Michelnau, 31. Nidda, 32. Ober-Widdersheim, 33. Ortenberg, 34. Ranstadt, 35. Schwickartshausen, 36. Selters, 37. Conradsdorf, 38. Unter-Schmitten, 39. Unter-Widdersheim, 40. Grund-Schwalheim, 41. Usenborn, 42. Wallernhausen, 43. Wippenbach. ernannt worden ist, bringt derselbe hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß Freitag den 23. Februar 1S87, Vormittags 11 Uhr in dem Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu Gießen die Protokolle über die Wahlen in den einzelnen Wahlbezirken durchgesehen und die Resultate der Wahlen zusammengestellt werden sollen- Das Ergebniß wird sodann verkündigt werden. Der Zutritt zu dem Local steht jebem Wähler frei. Gießen, den 10. Februar 1887. Der Wahlcommissär: ______________________________________________________Dr. Boekmann, Provinzialdirector.__ Bekanntmachung. Unter Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 3. l. Mts. (Anzeiger Nr. 31) bringen wir hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß dem 2. Wahlbezirk der Stadt Gießen noch die Bewohner der Sonnenstraße zugetheilt worden sind. Gießen, den 11. Februar 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. vr. B o e k m a n n. —M ■X.V,..!. MSm—BM m !■! Illliniin nimm Illi IIMHW»—BH—■Hirn—ruBM—m Politische Ueberstcht. Gießen, 11. Februar. Die Ergebnisse der am 21. d. Mts. stattfindenden Neuwahlen zum deutschen Reichstage «erden von Den Wahlcommissaren in der bei frühern gleichen Anlässen beobachteten Weise dem Relchsamte Des Innern telegraphisch gemeldet werden. Sowohl für die Annahme der abzusendenden Telegramme, als auch für die Niederschrift der angekommenen Telegramme kommt das vom Reichspostamt gegebene Muster zur Anwendung. Letzteres hat an und für sich gegen früher eine Abänderung nur insofern erfahren, als demselben eine zweite Bemerkung hinzugefügt worden ist, welche sich aus Fälle bezieht, in welchen die erste Wahl zu keinem endgiltigen Ergebnisse geführt hat. Sämmtliche Telegraphenanstalten, welche bei der Beförderung von Wahl-Telegrammen betheiligt sind, müssen sowohl am Tage der Wahlen als auch am Tage der Ermittelung des endgiltigen Wahlergebnisses bis 10 Uhr Abends, beziehentlich bis zur erfolgten Abtelegraphirung der Wahltelegramme im Dienst bleiben. Die ertheil- ten Bestimmungen gelten auch für die Beförderung der bei etwaigen Nachwahlen zur Aufgabe gelangenden Wahltelegramme. Das preußische Abgeordnetenhaus erledigte in seiner Dienstags- sitzung den ganzen Etat de» Ministeriums des Innern in der Specialberathung. Die Einnahmen wurden überhaupt debattelos genehmigt, dagegen kam es bei Tit. 1 der dauernden Ausgaben (Ministergehalt) über die feiner Zeit vielbesprochene Glocken - Affaire in Rheinbrohl zu einer ausgedehnten Discusston, wobei namentlich das Verhalten des Bürgermeister» Conrad und de» Landrath» v. Runkel erörtert wurde. Die höchst unfruchtbare Debatte hierüber beschäftigte das Haus fast zwei Stunden lang, worauf noch eine ebenso unfruchtbare Auseinandersetzung zwischen dem CentrumS-Abgeordneten Rintelen und mehreren nationalliberalen und conservativen Abgeordneten über die früheren liberalen Grundsätze des genannten Herrn folgte. Im weiteren Fortgänge der Verhandlungen gelangten noch eine ganze Reihe von Beschwerden und Wünschen von den verschiedensten Seiten des Hauses zur Sprache, während die einzelnen Positionen selbst durchgehends Genehmigung fanden. Am Mittwoch hielt da» Haus wieder einen „Schwerinstag" ab. lieber den Wiederzusammentritt des Herrenhauses verlautet noch immer nicht» Bestimmter und nur so viel soll gewiß sein, daß die neue kirchenpolitische Vorlage da» Herrenhaus zunächst noch nicht beschäftigen wird. Die belgische Regierung hat nun doch die Vorlage über Bewilligung eines außerordentlichen Credits in der Deputirtenkammer eingebracht; die Brüsseler Privat-Meldungen, denen zufolge die Regierung wegen beruhigender | Versicherungen fetten» Deutschland» von der Einbringung der genannten Vorlage vorläufig wieder Abstand genommen haben sollte, find demnach unzutreffend ge- } wesen. In dem Entwürfe werden die außerordentlichen Ausgaben für da» laufende Jahr auf 50 Mill. Frcs. festgestellt, wovon 20 Millionen allein auf das Kriegsministerium, die übrigen 30 Millionen auf die andern Ministerien entfallen. Nach den Erklärungen des Minister-Präsidenten und Finanzminister» Bernaert soll der außerordentliche Credit mit zur Erneuerung der Infanterie- Waffen und zum Umbau, resp. zur Erweiterung der Befestigungen von Lüttich und Namur verwendet werden. Doch will die Regierung für dieses Jahr nur den dritten Theil des Credit» bewilligt haben und versicherte schließlich der Minister, daß die belgischen Staatsfinanzen es gestatteten, diese schweren Lasten aus sich zu nehmen. Die Motive sollen der Kammer demnächst dargelegt werden. Die französische Deputirtenkammer hat am Dienstag ohne jede Debatte den außerordentlichen, von der Regierung für Zwecke de» Heere» und der Marine geforderten Credit von 116 Mill. Frc». einstimmig bewilligt. Bon den 116 Millionen entfallen 86 auf das Krieg-Ministerium und 30 auf das Marineministerium und die Herren Boulanger und Aube können sich gratn- liren, daß ihnen diese bedeutenden Mehrforderungen so ganz unbeanstandet bewilligt worden sind; ihren Minister-Collegen wird e» bei der Weiterberathung de» Etat» wohl nicht so gut werden! Die Adreßberathung im englischen Unterhause spinnt sich von einem Tag zum andern fort, ohne daß ein Ende dieser langathmigen Erörterungen abzusehen wäre. Am Montag wurde die Eintönigkeit der Verhandlungen in etwas unterbrochen, indem Parnell sein Amendement zur Adresse ein* brachte, welches Reformen in Irland im Sinne der Landliga verlangt. In der Debatte hierüber erklärte der Regierungs-Vertreter, daß die Regierung zuerst Gesetz und Ordnung in Irland wieder zur Geltung bringen und dann erst mit den von ihr für nöthig erachteten Reformen vorgehen werde, während Parnell erklärte, daß nur Selbstverwaltung die irische Bevölkerung befriedigen würde. Das Londoner Cabinet veröffentlicht ein Blaubuch über die Verschwörung gegen den Fürsten Alexander von Bulgarien, welches indessen über diese Vorgänge nicht» wesentlich Neues enthält. Es sind zwischen London und Petersburg gewechselte Noten über die bulgarische Affaire, in denen die beiderseitigen Regierungen ihre friedlichen Absichten hinsichtlich der Lösung der Krisis befeuern. Das europäische Rüstungssieber hat jetzt sogar die nordamerikanische Union erfaßt. Wie au» Washington berichtet wird, nahm der Senat zwei Bill» an, welche Der Regierung einen Credit von 21 Mill. Dollar» behuf» Unterstützung der Stahlsabrication für Zwecke der militärischen Ausrüstung der Kriegsmarine und der Küstenvertheidigung bewilligen. Die Niederlage Der Italiener durch Die aoyfsinijchen Waffen hat nun doch den Rücktritt de» Ministerium» Depreti« nachgezogen. welches angeblich wegen der „parlamentarischen Situation" seine Entlassung ein- retchte. In Wahrheit ist aber dieser Schritt durch die tiefgehende Erregung der italienischen Nation gegen das Cabinet Depretis hervorgerusen worden, dem letzteren ist es nicht gelungen, sich wegen seiner Schuld an der italienischen Nie- derlage bet Saati zu rechtfertigen und dieses Gefühl dictirte offenbar das Ent« lassungrgesuch. Depretis erntet jetzt nur den Lohn für feine überhastet einge- leitete Colonialpolitik und im Speciellen für seine Vertrauensseligkeit gegenüber dem Freundschaft heuchelnden Negus von Abyssinien und es ist nur zu bedauern, daß die armen italienischen Soldaten diese kurzsichtige Politik bei Saati mit ihrem Leben einbüßen mußten. Deutschland. Darmstadt, 9. Februar. Der Finanzausschuß der zweiten Kammer hat wieder zwei Berichte erstattet. Zunächst über die Vorlage des Finanzmini« steriums wegen Bewilligung von 8400 zur Herstellung der Vorrichtungen für Reinigung und Desinsection der Viehwagen nach den Vorschriften des Vun- desraths und der damit in Verbindung zu bringenden Erbauung von Waschküchen auf den Stationen der Oberhessischen Bahnen. Der Ausschuß beantragt laut „Fr. Journ." Verwilligung zu Lasten der Ueberschüsse der laufenden Finanzperiode. Ferner über die Vorlage desselben Ministeriums wegen Bewilligung der Mittel für die Beschaffung einer Locomottve für den Dienst auf der Oberhessischen Bahn mit 20,500 JC. Hierzu beantragt der Ausschuß einstimmig, die angesonnene Bewilligung abzulehnen. Hierzu veranlassen ihn weniger die geforderten Anschaffungskosten einer weiteren Personenzugs-Maschine selbst, als die Höhe der durch die geplante Aenderung bedingten Mehrkosten des Betriebs, welche in der Vorlage mit 8000 jährlich angegeben sind. Beide Berichte sind von Abg. Wolfskehl erstattet. Ein weiterer Bericht, erstattet von dem Abg. Ellenberger, bezieht sich auf den Gesetzentwurf, die Abänderung der Bestimmung des Art. 84 des Volksschulgesetzes, vom 16. Juni 1874, über die Ausbringung der Reisekosten und Tagesgebühren der Mitglieder der Kreisschulcommission betreffend. Der Ausschuß beantragt einstimmig die Annahme, wonach — indessen erst vom 1. April 1888 — die Transportkosten und Tagegebühren der Schulinspectoren und der Vorsitzenden der Kreisschulcommissionen von der Staatskasse, also nicht mehr von der Kreiskaffe, getragen werden. Hierdurch wird indirect eine wesentliche Minderbelastung ärmerer Gemeinden herbeigesührt. Berli», 10. Februar. Der Bundesrath hat in seiner heutigen Sitzung auf Antrag der hessischen Regierung den Kleinen Belagerungszustand über Offenbach und Umgegend verhängt. Die Maßregel ist erfolgt im Anschluß an die Vorgänge in Frankfurt. lieber eine Verhängung de» Belagerungszustandes über Stettin verlautet im Bundesrath noch nichts. Der Bundcsrath nahm ferner ein Gesetz zum Schutze submariner Kabel an, sowie zwei elsaß-lothringische Gesetze, betr. die Pensionirung erkrankter Richter und Bestrafung von Zuwiderhandlungen gegen Anordnungen der Feldpolizei. Einem Gesuch des Darmstädter Künstlervereins um Nachlaß der Stempelsteuer für Loose einer Privat-Lotterie wurde aus Billigkeitsgründen stattgegeben. (Fr. Ztg.) Berlin, 10. Februar. Der Kaiser nahm Mittags längere Vorträge der Kriegsministers und des Chefs des Militär-Cabinets entgegen, empfing Nachmittags den Besuch des Herzogs und der Herzogin Max Emanuel von Bayern, welche Gäste des Kronprinzenpaares sind und machte hierauf eine Spazierfahrt. Um 4 Uhr erscheint Fürst Bismarck zum Vortrage. Frankreich. Paris, 10. Februar. Der Ministerrath beschloß heute, sich dahin zu erklären, daß, falls nach Beendigung der Budgetberathung der Antrag gestellt werde, der Berathung der Militär-Vorlage die Priorität einzuräumen, die Be- rathung der Getreidezölle die Priorität haben solle. Telegraphische Depeschen. Wolff*S telegr. Correspondenr - Brrreau. Berlin, 10. Februar. Die „Nordd. Allgem. Ztg." weist die Behauptung der „Germania", die Jacobini'sche Depesche sei von preußischer Seite veröffentlicht worden, als grobe Lüge zurück. Weimar, 10. Februar. Das Ministerium erließ eine öffentlich anzuschlageude Bekanntmachung, die es für gänzlich irrthümlich erklärt, daß die Annahme des Sep- tennats die Herbeiführung einer siebenjährigen acttven Dienstzeit der Militärpflichtigen bedeute. Straßburg, 10. Februar. Der Hauptpassus der Rede dcS Statthalters Fürsten Hohenlohe lautet: „Je mehr in mir daS Gefühl der Anhänglichkeit an dieses Land erstarkt, um so inniger ist mein Wunsch, daß Gott dasselbe bewahren möge vor jeglicher Trübsal, insbesondere vor schrecklichem blutigem Kriege. Wenn ich heute das verhängnißvolle Wort ausspreche, geschieht es nicht, weil ich den Krieg als nahe bevorstehend ansehe, aber darüber dürfen wir unS keiner Täuschung hingeben: Die Gefahr besteht und wird so lange bestehen, als sich die westlichen Nachbarn nicht an den Gedanken gewöhnen können, daß der durch den Friedensvertrag geschaffene Rechtszustand rin dauernder ist. Die Gefahr wird sofort uns gegenübertreten, wenn es einer unruhigen Minderheit gelingen sollte, daS sonst so friedliche arbeitsame Volk Frankreichs zu Entschlüssen forlzureißcn, die uns nöthigen würden, für unser Siecht mit aller Energie und der ganzen Macht des Reiches in die Schranken zu treten. Ist dem so, dann gewinnt jede öffentliche Kundgebung diesseits der Vogesen, besonders die Wahlen erhöhte Bedeutung, da sie Elsaß - Lothringen die Gelegenheit bieten, seine friedliche Gesinnung zu bethätigen, mitzuarbeiten am Werke der Erhaltung deS Friedens. Nichts wäre geeigneter, die Kampflust der erwähnten Minderheit anzufachen, alS die Wahl von Männern, welche den Zweifel an der Dauer unseres Rechtszustandes theilen oder von Männern, welche sich weigern, dem deutschen Reiche die Mittel zur dauernden Erhaltung eines starken Heeres zu gewähren. London, 10. Februar. Unterhaus. Tyler fragt an, ob die Gerüchte über die Vorschläge Drummond Wolff's bezüglich Egyptens wahr seien. Ferguffon erklärte, die Regierung halte fest an ihren früheren Erklärungen bezüglich der Politik in Egypten. Ueber die schwebenden Unterhandlungen könne er keine Mittheilungcn machen. Die Darstellungen der Zeitungen über die beabsichtigten Ziele seien indeß ungenau. Fer- gusfon fügt hinzu, Frankreich sei jetzt unter gewissen Bedingungen bereit, den Dekreten deS Khedioe's über die Aufhebung des Frohndienstes seine Zustimmung zu ertheilen. Wenn der Abschluß deS Arrangements in den nächsten Tagen gelingen sollte, werde es noch möglich sein, den thatsächlichen Beginn der Frohnarbeiten zu verhindern. Northcote erklärt, der Eontract über Lieferung einer halben Million Patronen für Queensland sei im Wege deS Zuschlags mit der Firma abgeschlossen, deren Gebot erheblich niedriger fei, alS daS anderer Offerenten. Die Firma, obschon sie die Patronen nach deutschem Patente anfertige, sei eine englische, welche die Hülsen in Birmingham, die Füllung in einer Fabrik zu Millwall anfertige. Auf die Anfrage Hanbury'S, ob die Firma nicht Agent des Fabrikhauses Lorenz in Karlsruhe sei und ob sie Arbeiter in London beschäftige, erklärte Northcote, darüber nicht informirt zu sein, er werde sich erkundigen. London, 10. Februar. Bei dem gestrigen Jahresbankett der vereinigten Handelskammern in London hielt der UnterstaatSsecretär des Auswärtigen, Fergusson, eine Rede, in welcher er feierlich versicherte, daß die Bemühungen der englischen Regierung ernstlich auf die Erhaltung des Friedens gerichtet seien. Niemand wünsche den Frieden sehnlicher alS die Königin selbst. Eine Kriegsgefahr sei allerdings vorhanden, aber die Souveräne Europas seien ohne Ausnahme von dem lebhaften Wunsche beseelt, den Frieden zu erhalten. Alle Minister der europäischen Mächte hätten den Wunsch nach Aufrechterhaltung deS Friedens bekundet. Seit den letzten Erklärungen Lord SaliSbury's und Smith's im Parlamente hätte das Ministerium keine Information erhalten, daß ein Krieg wahrscheinlich sei, eS sei vielmehr der ausgesprochene Wunsch vorhanden, die Ursachen der Streitigkeiten zu beseitigen und die europäischen Fragen in billiger und aufrichtiger Weise zu behandeln; es sei weder eine besondere Ursache für einen Krieg vorhanden, noch ein solcher Zustand der Erbitterung und Spannung, welcher einen Krieg entweder unvermeidlich oder selbst wahrscheinlich machen würde. Konstantinopel, 10. Februar. Meldung der „Agence Havas".) Bezüglich Egyptens soll England Folgendes vorgeschlagen haben: Autonomie EgyptenS, daS außerdem neutrales Land werden soll; Freiheit des Verkehrs auf dem Suezcanal. Im Falle von Ruhestörungen in Egypten steht England daS Recht zu, daS Land wieder zu besetzen; englische Truppen sollen ferner daS Recht des DurchzugeS durch Egypten haben, sowohl zu Land wie auf dem Canal; die Mehrheit der Ofsiciere der egyptischen Armee muß auS Engländern bestehen. San Francisco, 10. Februar. Während des gestrigen Eoncerts im Opernhause schleuderte ein Irrsinniger eine Bombe gegen Adeline Patti. Die Bombe platzte zu früh und verletzte den Irrsinnigen. Kapstadt, 10. Februar. Meldung des „Reuter'schen Bureaus".^ AuS dem Innern des Kaplandes eingetroffene Kaufleute bringen das von Eingeborenen verbreitete Gerücht, wonach der Afrikaforscher Holub nebst seiner Gattin und Begleitung ermordet worden ist. H r a h l Gießen, 10. Februar. Bei der heutigen Wahl von acht KreiSt ags- abgeordneten haben von den 50 Höchstbesteuerten deS Kreises 36 Theil genommen. Gewählt wurden im ersten Wahlgang: Georg BuderuS in Lollar mit 36 Stimmen (wiedergew.), Carl Schlenke auf dem Hardthof mit 34 Stimmen (neugew.), Adolf v. Rabenau in Friedclhausen mit 31 Stimmen (wiedergew.), August Heß in Gießen mit 31 Stimmen (wiedergew.), Rechtsanwalt Hirschhorn in Gießen mit 29 Stimmen (wiedergew.), Rechtsanwalt Dr. Di ttmar in Gießen mit 28 Stimmen (neugew.), im zweiten Wahlgang (26 Abstimmende): Forstmeister Th al er in Gießen mit 19 Stimmen (neugew.), Prof. Dr. Streng in Gießen mit 12 Stimmen (neugew.). _ Gießen, 11. Februar. Sicherem Vernehmen nach hat in der gestrigen Sitzung der Stadtverordneten die Wahl eines Beigeordneten für die Stadt Gießen stattgefunden; dieselbe ergab die einstimmige Wiederwahl des seitherigen Beigeordneten Herrn Wilhelm Keller. Gießen, 11. Februar. Die Schwurgerichtssitzungen des 1. Quartals 1887 beginnen Montag den 14. März. Den Vorsitz führt Herr Landgerichtsrath Wer le. Gießen, 10. Februar. [(Soncert.J Das gestrige Kirchenconcert brachte uns „Elias", Oratorium von F. Mendelssohn-Bartholdy. Die Aufführung dieses edlen TonwerkeS hatte sich einer großen Theilnahme seitens des hiesigen wie auswärtigen Publikums zu erfreuen. Diese Thatsache widerlegt, wie uns scheint, wohl am schlagendsten die in den letzten Jahren öfter laut gewordene Ansicht, daS Publikum habe keinen Sinn mehr für Kirchenmusik, diese gehe mit raschen- Schritten ihrem Verfalle entgegen. Allerdings! Was segelt heutzutage nicht Alles unter der Flagge des „Kirchengeiangs"! Auch die an sich so erfreulichen Reformbestrebungen auf dem Gebiete der Kirchenmusik gehen vielfach zu weit und bieten dem Publikum zuweilen Leistungen, die, weit entfernt den religiösen Sinn zu heben, vielmehr geeignet scheinen, die Kirchenmusik in Mißcrcdit zu bringen. Allein trotzalledem ist jene Meinung eine oberflächliche und vollends ganz haltlos, wo es sich um die großen Vocal- und Jnftrumentalschöpfungen kirchlichen CharacterS handelt, welche die Altmeister der Musik unS geschenkt. Diese werden, in gediegener Vorführung, stets ein dankbares Publikum finden! Ist es doch für gar Manchen auch eine Art Gottesdienst, ihren weihevollen Klängen zu lauschen und dem Zauber sich zu überlassen, welchen sie stets von Neuem ausüben, und der um so frischer und unwiderstehlicher ist, je seltener sie zu Gehör gebracht werden. Zu diesen Werken zählen wir auch „Elias". Die Meinungen über den musikalischen Werth dieses Oratoriums, namentlich im Vergleich zu seinem Vorgänger „Paulus", gehen ja sehr auseinander. Der eine fühlt sich mehr ergriffen von der erhabenen Schönheit deS in sich geschlossenen verklärten Lebensbildes des Apostels, auf den anderen übt der gereiftere, kraftvolle „Elias" mit seiner bunter bewegten, oft zu opernhaft dramatischem Leben sich ausschwingenden Handlung größere Anziehungskraft aus. Alle aber müssen gestehen, daß „Elias", wie „PauluS", unvergängliche Blüthen edlen Gesanges birgt. Was nun die gestrige Aufführung angeht, so müssen wir bekennen, daß wir uns in unseren Erwartungen nicht getäuscht sahen. Den Löwenantheil an dem Erfolge derselben hatten natürlich die Solisten. Frau Sophie Haase aus Rotterdam, die durch ihre treffliche Wiedergabe der Sopranpartie in Schumann's „Paradies und Peri" bei uns noch in bestem Andenken stand, entzückte wieder durch sinnig edle Auffassung und die leidenschaftliche Hingabe an den Gegenstand. Nur schade, daß eine allzu stark vethätigte Neigung zum Tremolliren die Wirkung ihrer prächtigen Stimme etwas beeinträchtigte. Auf der Bühne lassen sich damit ja ganz schöne Wirkungen erzielen, in der getragenen GesangSweise deS Oratoriums ziehen wir aber den ruhig dahinfluthenden Ton vor. Auch Fräulein Marie Langsdorfs von hier leistete Treffliches. Entbehrt auch ihr mächtiges, wohlklingendes Organ in der tieferen Lage der Klangfülle, so fesselt sie doch durch lebensvollen, von warmer Empfindung beseelten Vortrag. Wir erinnern hier nur an die Arie: „Set stille dem Herrn." Welch tief empfundenen, schlichten und zu Herzen gehenden Ausdruck wußte sie ihr zu leihen! In Herrn Siegmund Krauß aus Darmstadt lernten wir einen reich talentirten Tenoristen kennen, der mit seiner phänomenalen Stimme noch mehr ausrichten dürfte, wenn sie bei fortgesetzter Schulung erst eine noch größere Ausgleichung und Abrundung erfahren hat. Herr Adolf Müller «uS Frankfurt verdient ebenfalls volle Anerkennung.. Besonders bewunderten wir die maßvolle Beherrschung seiner reichen Stimmmittel, | deren sympathischer Schmelz in der Arie: „Es ist genug" zur vollen Geltung kam. Die Chöre stellte der Akademische Gesangverein, dem wir namentlich zu dem ■ herrlichen Frauenchor gratulircn. Die vorgetragenen Chöre, die theilweise große An-1 forderungen an die Sänger stellen, verriethen gründliches Studium und sorgfältige l Ausfeilung und zeichneten sich durchweg durch tadellose Reinheit und Präcision aus. j DaS Orchester entledigte sich seiner Aufgabe mit hingehendem Eifer und ge-? wohntem Geschick. Nur hätte nach unserer Ansicht die Begleitung zu manchen Chören und Sologesängen etwas diskreter gehalten sein dürfen, es wäre daS der glänzenderen Entfaltung der Singstimmen sehr zu gute gekommen. Wirksam unterstützt ward Chor und Orchester von der Orgelpartie, welche in den Händen deS Herrn Gel haar aus Frankfurt lag. Der Eindruck, den das ganze Werk in dieser wohlgelungenen Vorführung hinterließ, war ein tiefer. Wir zweifeln nicht daran, daß jeder Zuhörer die Kirche verließ mit dem Gefühl der inneren Befriedigung und religiösen Erbauung. Unseren Dank drum für den erhebenden Genuß dem Concertverein und vor Allem dem Dirigenten des Vereins, dessen kundiger Hanv die Leitung der Aufführung anvertraut war! H. D. Vermischte*. A Mainz, 10. Februar. Nach einer Kälte von 7 Grad in verflosfiner Nacht ist heute früh wiederum ziemlich heftiger Schneeiall eingetreten, der indeß in Folge steigender Temperatur nicht lange anhielt. Die Schifffahrt aus dem Rhein ist wieder vollständig eingestellt. Die wenigen Schiffe, die den Hafen bereits verlassen, haben sich auf die Nachricht hin, daß der Cbermatn viel EiS bringe, schleunigst wieder dahin zurückgezogen. — In Deutz starb am Samstag der Eisenbahn - Betriebsinspector Eduard Polko, der Gemahl der bekannten Schriftstellerin Elise Polko, der Schwester des im Dienste der Wissenschaft umgekommenen Afrtkaretsenden Eduard Vogel. Biedenkopf, 7. Februar. Auf der nahen Ludmigshütt^ hätte in dem Hammerwerk des Herrn L. Lettermnnn am Samstag leicht ein größeres Unglück passiren können. Ein daselbst erst einige Tage vorher neu eingesetzter großer Schleifstein (im Hewicht von ca. 50 Centner), welcher wahrscheinlich vorher schon ein Sprung gehabt hat, sprang, während derselbe im Gange war, mit einem furchtbaren Klach in eine Anzahl Stücke auseinander. Glücklicher Weise ist der Schleifer, welcher von seinem Sitze mit Gewalt hcruntergeschlendert morden war und bewußtlos vom Platze getragen wurde, nur mit einigen Hautabschürfungen davongekommen. Welches Unglück hätte da noch vorkommen können, wenn die Stücke von 15 bis 20 Centner auf ganz in der Nähe arbeitende Personen gefallen wären. Univerfitetts - Chronik. Berlin, 8. Februar. Geh. Medicinalrath Prof. Schröder, Director der Frauenklinik, ist gestorben._____________________________________________ Handel und Verkehr. Limburg, 9. Februar. Rother Wetzen, aL 14.85, weißer Weizen 14.65, Korn X 1040, Gerste JL 8.40, Hafer 5.8), Kartoffeln ä 100 Pfund 0.00, Erbsen ä 100 Pfund 00.00. Die Unlust mancher KinderM IHufib« 'Arbcitsüberbürdung, nicht an oder TalrutlosigkeU. Suchen wieder Jugend das schwere Studium der Tonkunst leicht ».interessant zu machen. Es heißt: .klavierarbeiten' ,vio!inschwi!)cn". Die k muß ein lieber Spielkamerad werden, mit den? inan sich gerne bie Zeit das Hauptstreben der musiKalischenIugendpost. Preis nebst vielen Musikstücken I Mark. Bestellungen nehmen alle Buch- u. Musikalienhandlungen, sowie sämtliche Postanftalten und deren Briefträger entgegen. Berlag von p. A. Tonger,KStn. forflunb’ä echtes Malr-ErtraKt i?hebL tt mit Eisen wird bet Bleichsucht und Blutarmuth, das mit Kalk bei engltscyen Krankheiun, das mit Leberthran für n zustehende Wald und Feldjagd anderweit auf 6 Jahre verpachtet ! werden. Bemerkt wird, daß bei annehmbarem Gebot dem Letztbietenden die f Genehmigung sogleich ertheilt werden soll, und daß die Gemarkung Bersrod zwei Kilometer von der Bahnstation Reiskirchen entfernt ist. Bersrod, den 8. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Bersrod, i Bocher. 1013 • Holzverstcigerung im Ji Gemeindewald Nonnenroth. Freitag den IS. Februar, Vormittags 10 Uhr anfangend, •r werden versteigert: ■fl 11 Eichenstämme von 19—36 Ctm. Durchm., u. 6—11 Mtr. Länge, * 240 Fichten- und Kiefernstämme von 15—34 Ctm. Durchm. und 10 te bis 22 Mtr. Länge, fc 42 Fichten-Derbstangen, zu Wagnerholz und Sparren geeignet. Die Zusammenkunft ist am Langs- $ Dörfer Weg. Nonnenroth, den 9. Februar 1887. ju Großh. Bürgermeisterei Nonnenroth. r;. __Jacob._________1037 * Bekanntmachung. - Brennhol^verstkigerung '* im Licher Gemeindrwzsd. Donnerstag den 17. Februar |,L werden im Distrikt Großhäuserberg versteigert: z: 294 Rmtr. Buchen-Knüppel, 74 „ Eichen-Knüppel, & 6700 Buchen-DurchforstungSwellen, L 2230 Eichen- )(1' 104 Rmtr. Vuchen-Stöcke, 4 „ Eichen-Stöcke. it‘ Die Zusammenkunft ist am Nonnen- röderweg. Der Anfang ist im Wur- 5 zelschlag an der Streiteck-Schneise D Vormittags 9 Uhr. < Lich, den Ä. Februar 1887. 5 Großh. Bürgermeisterei Lich. _______Walz.________994 1043 Ein Tenorhorn u. eine Ziehhar- $ rronika zu verk. Wo? sagt die Exp. d- Bl. $ Holzversteigerung. Donnerstag den 17. d. M., Vormittags 10 Uhr, sollen in dein Albacher Gemeindewald, Distrikte Kreuzholz und Eisernhand, nachverzeichnete Holzsortimente versteigert werden: 2 Bachenstämme von 35—56 Ctm. Durchm, 3—5 Mtr. Länge, enthaltend 1,22 Festm., 126 Eichenstämme von 14—55 Ctm. Durchm., 4—11 Mtr. Länge — 63 Festm., 331 Fichtenstämme von 14—49 Ctm. Durchm., 5—23 Mtr. Länge, = 106 Festm., 260 Derbstangen von 7—13 Ctm. Durchm., 5—40 Mtr. Länge — 18 Festm., 195 Neisigstange« von 3—6 Ctm. Durchm-, 3—6 Mtr. Länge — 2 Festm. Bemerkt wird noch, daß ein Theil der Fichten zu Schnittholz, sowie ein Theil der Eichen zu Glaserholz u. dgl., die übrigen Eichen größtentheils zu Schwellenholz sich eignen. Freitag den IS. d. MtS., Vormittags 10 Uhr, Brennhölzer steigerung. 88 Rm. Buchen- u. Eichenscheitholz, 86 „ „ „ „ Knüppel, 51 „ „ „ „ Stock, 20 „ „ „ Nadel-Stock, 1800 Buchen- u. Eichen-Astwellen, 2220 Weichholzwellen erster Durchforstung. Die Zusammenkunft ist an beiden Tagen im District Kreuzholz, am Hattenröder Vicinalweg. Albach, den 9. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Albach. Balser. 1041 cSamötag den 12. ^Februar, Mittags 2 Uhr, werden in der FlettischenHofraithe dahier Kleider- und Küchenschränke, Kommoden, Sopha's, Nähmaschinen und sonstige Mobiliargegenstande, sowie eine Parthie Bauholz öffentlich meistbietend gegen Baarzahlung versteigert. I- V.: Seipel, 1044 Gerichtsoollz.-Aspirant. Dorzttgl. Mastgkflügel billigst bei 1049 A Kock Nackf.. Hamb. Fisch- u. Delicatessenhandlung. Holzversteigerung in der Freiheitlichen Oberförsterei Rabenau. Es werden versteigert Mittwoch den 16-Februar ISST aus dem District Rabenhäpschen 17, Forstwartei Kesselbach: Scheiter Knüppel Reisig Stöcke rm rm Buche 234 94 Birke 6 - Eiche 6 16 Nadelholz 53 36 rm 366 8 52 120 Die Zusammenkunft findet mittags 729 Uhr an Ort und statt. rm 48 8 90 Vor- Stelle Kesselbach, den 10. Februar 1887. Freiherrliche Oberförsterei Rabenau. Trost. 1045 Holzverkauf. Dienstag den 13. ftebtuar, von Morgens 10 Uhr an, sollen im Jntressentenwald zu Oberwalgern 37 Eichenstämme von 2—9 Meter Länge und 28—60 Ctm. Durchmesser, sowie 26 Kiefernstämme von 5—11 Meter Länge und 20—44 Ctm. Durchmesser verkauft werden. Das Holz lagert an der Fronhausen—Gladenbacher Straße. Zusammenkunft beim Wirth Brüder dahier. Oberwalgern, 10 Februar 1887. Der Bürgermeister. 1035 Schlund. Ieilgeliotenes. Frischen Zander, frischen Hecht, frische Schellfische, ger. Fifchwaaren, diverses Geflügel heute wieder Sendung bei 1040 C» <*• lilelnhenn. 1047 Ein schwerer Wagen (Doppelspäuner) ist billig zu verkaufen. Näheres bei Gg. Schieferstein, Schmied in Lich. 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Der Plan über die von der Stadtverordneten-Versammlung festgestellten Baufluchtlinien für den Seltersweg liegt 14 Tage auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen, während welcher Zeit Einwendungen bei Vermeidung des Ausschlusses bei der unterzeichneten Behörde vorzubringen sind. Gießen, den 11. Februar 1887. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 1048 Mondamin Eingetragene Schutzmarke. zu allerlei Puddings Milchspeisen Fruchtgelees Sandtorten etc. Für Kinder und Kranke mit Milch gekocht speciell geeignet; erhöht die Verdaulichkeit der Milch. Auch zur Verdickung von Suppen, Cacao re. vortrefflich. Mondamin ist ein entöltes Maisproduct. Fabrik Brown & Polson, f. e. Hofl., London und Berlin C. In Colonial-, Delicatessen- und Droguen-Hdl. ä 60 Pfy. pro engl. Pfd. [264 Gänzlicher Ausverkauf wegen Ausgabe des Uhren-, Gold- ck Silberwaareo-Geschäftes des verstorbenen Uhrmachers Herrn Theodor Geismar soll das reichhaltige Lager aller Arten Uhren, Ketten, Ringe, Brechen, Ohrringe & Silberwaaren, um rasch zu räumen, zu und unter Fabrikpreis abgegeben werden. Die Uhren sind ausschließlich gutes Fabrikat und unter Garantie mit besten Werken versehen. Das Haus ist zu verkaufen eventuell der Laden mit Wohnung sofort zu Vermietyen. 618 Geisma^Wwe., Gießen, Wsllthorgr. 18. RiiHBleehe Mischlin* per Pfd. 3.50. 'S M Englische Mischung „ „ 2 80, E ** Er bei ® Pfd. france 1166 Ed. Messmer, lh Baden-Baden u. Frankfurt a. M. Hoflieferant 8. M. des deutschen Kaisers. Preiscourante und Proben stehen zu Diensten. 37ß Jllrtaffarfiriter - LeillrallironkeickäM Samstag de« 12. Februar, Abends 8 Uhr, im Saale des „Cafe Leib" 12 Stiftungsfest verbunden mit Concert und Tanz. Entrse für Nichtmitglieder 70 Pfg. Bier iw Glas. [979] Das Comits. Die Beerdigung unseres verstorbenen Kameraden Herrn Kissler findet den 12. Februar 1887, Nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus (Wolkengasse 26) aus statt. 1046 Zusammenkunft um V23 Uhr in der Restauration Stein, Seltersweg. Chaussee ■ Haus. 2l. Richter. Anfang Nachmittags r 3V2 Uhr, Abends r 8 Uhr Sonntag den 13. Februar r 1034 2 grofte Coneerte, au«gefübrt von^der «ieb«n«r MaslMtotte 613 in schöner großer Auswahl zu verleihen bei Gustav Gerhardt. sowie Dominos traurige von de 1636 Verwandten und Freunden ht nach langem Leiden sanft entschlafen ist. ßen, den 10. Februar 1887. Die trauernden Hinter Beerdigung findet Samstag Nachmittag (Katharinengasse 13) aus statt. Junge Doggen ju kaufen Neuenweg 33 939 Hiisciiiiihiir 111 Alicestraße 13 eine große Wohnung vom 1. April ab zu vermielhen.__________\ 964 Eine Wohnung von 7 Zimmern per 1. April zu vermiethen. Alicestraße 11. 525 Ein großes und kleines möblirtes Zimmer in freier Lage zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. 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