Nr. 9. Mittwoch den 12. Januar 1887 ilntdni’r Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vrtrearrr Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierlkljährUck 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. ienex nicht zur Musterung gestellt haben, oder welche hinsichtlich ihrer Verpflichtung zum Eintritt oder ihrer Befreiura vom Militärdienste noch keine definitive Entscheidung erhalten, und entweder im Kreise Gießen ihren dauernden Aufenthalt haben oder in demselben ura menfthntm"SWmge Lehranstalten, oder als Haus- und Wirthschastsbeamte, Handlungsdiener, Lehrlinge,' Handwerksgesellen Lebrburschen' Dienstboten, Fabnkarbeiter oder m ähnlicher Eigenschaft stch anfhalten, hiermit auf, sich behufs Eintragung ihrer Namen in die Stammrolle in der zeit £5'?x“[U0nb?J A“m ,L Februar l. I bei der Bürgermeisterei ihres Wohnortes, beziehungsweise ihres Aufenthaltsortes, zu melden und dabei "orzulegen " bW 9eboten fbtb' Geburtsschein und wenn sie sich bereits bei einer früheren Musterung gestellt haben, ihren Loosungs-Schein qn ,®tr zugleich darauf aufmerksam, daß Diejenigen, welche die Anmeldung Unterlasten, zu gewärtigen haben, baß sie mit einer Strafe bi« m 3“ 9‘' V0" bet ^n'hme an der Loosung ausgeschlossen und ihre? etwaigen Ansprüche !auf ZEstLung £ Anmeldun^e^9°e?pflichte? Mllitärpflichtigen, welche zur Zeit abwesend find, sind deren Eltern, Vormünder, Lehr-, Brod- und Fabrikherrn zu diesen bekannt i?achen^zu^affe°/^°" Bürgermeistereien des Kreises werden beauftragt, Vorstehendes in ihren Gemeinden noch besonders auf ortsübliche Weife Politische Ueberfkcht. Gießen, 11. Januar. Der Kaiser erwiderte in seinem Dankschreiben auf das Neujahrsschreiben des Vereins zum Rothen Kreuz: Er lebe der Hoffnung, daß die Bemühungen, welche dem deutschen Volke die Segnungen des Friedens erhalten sollen, nicht vergeblich sein werden. Mit dieser von so hoher Seite aus geäußerten Friedens-Zuversicht stehen in jüngster Zeit aufgetauchte Gerüchte im Änklang, welche bestimmt wissen wollen, daß die zwischen Berlin und Petersburg eine Zeit lang tatsächlich bestandene Spannung nunmehr vollständig gehoben, sei. Außerdem schreiben diese Gerüchte aber dem russtschen Kaiser die Absicht zu, zum bevorstehenden 90. Geburtstage Kaiser Wilhelms nach Berlin zu kommen. — Der Besuch des Czaren am Berliner Hose wäre gewiß als ein eminentes Friedenszeichen zu betrachten, aber es muß vorläufig bezweifelt werden, ob Alexander III. wirklich eine derartige Absicht hegt, schon deshalb, well ein solcher Besuch bei der kleinen, aber gerade gegenwärtig sehr einflußreichen altrussischen Partei, als deren Haupt der bekannte Herausgeber der ,,Moskauer Zeitung", Katkow, anzusehen ist, einen ungünstigen Eindruck machen würde. Selten ist wohl dem Ausgange der Reichstags-Verhandlungen über eine RegterungS.Vorlage allseitig mit so viel Spannung entgegengesehen worden, als es jetzt bezüglich der Militär-Vorlage der Fall ist. Nachdem auch die so gut wie ergebnißlos verlaufene zweite Lesung des Septennatr-Sesetzes in der Commission keinerlei Entscheidung gebracht hat, hängt Alles von dem Ausfalls der weiteren Plenar-Berathungen über die Militär-Vorlage ab. Nach den bis jetzt getroffenen Dispositionen soll die zweite Plenarlesung an diesem Dienstag beginnen und hofft man, daß die dritte Lesung und mit ihr die entscheidende Endabstimmung sich vielleicht noch am nächsten Samstag werde ermöglichen lassen. Zu diesen Verhandlungen steht man auch der Theilnahme des Reichskanzlers entgegen. Es ist höchst wahrscheinlich, daß sich bei den bevorstehenden Verhandlungen des Plenums die Erörterungen und Gegensätze von dem technischmilitärischen Theile der Frage der Heeres-Verstärkung mehr nach dem politisch- constitutionellen Gebiete hinüberspielen werden und um so mehr werden die ferneren Entscheidungen von den Entschließungen des leitenden Staatsmannes selber abhängen. Nach wie vor herrscht in den parlamentarischen Kreisen die Anschauung vor, daß die Regierung in keinem principiellen Punkte nachgeben werde, zumal sich ja auch der preußische Kriegsminister in seiner Antwort auf ein aus Nordhausen etngegangenes Zustimmungs-Telegramm dahin geäußert hat, daß die verbündeten Regierungen unbedingt an der ursprünglichen Militär-Vorlage fefthalten werden. Die Mtlitär-Commisston hielt am Freitag ihre Schlußsitzung ab, in welcher Referent v. Huene den sehr umfangreichen Bericht verlas. Vorher hatte Abg. Dr. Buhl Bericht über die eingegangenen Petitionen zur Mtlitär-Vorlage erstattet, von denen sich 16 gegen und 170 für die Regie- rungs-Vorlage aussprechen; zwei Drittel der letzteren sind allein aus Württem- berg eingegangen. Es wurde beschlossen, dem Plenum vorzuschlagen, die Petitionen durch die Besprechung in der Commission als erledigt zu erklären. Der Reichstag setzte am Freitag nach zweitägiger Pause die Special- berathung des Etats bei Cap. 13 (Patentamt) des Etat» des Reichsamtes des Innern fort. In der sich hierüber entwickelnden Debatte wurde neben der in Angriff genommenen Revision des Patentgesetzes auch eine solche des Markenschutzes von verschiedenen Rednern als nothwendig dargelegt. Nachdem Staats- secretär v. Bötticher erklärt, daß im Bundesrathe die Mängel des Markenschutz- gesetzes zur Zeit bereits einer Prüfung unterzogen würden, wurde das Capitel unverändert genehmigt. Bei Cap. 13a (Reichsoersicherungsamt) wurden vom Abg. Dr. Baumbach verschiedene Wünsche hinsichtlich der Vereinfachungen der Verwaltung der Berufs-Genossenschaften, der Aenderung des schiedsrichterlichen Verfahrens u. f. w. ausgesprochen und befürwortete er überhaupt eine Revision de« UnfalloerficherungSwesen«, während Staatrsecretär v. Bötticher dem aeaen. über bezweifelte, daß sich schon jetzt eine solche Revision nothwendig mache «eiteren verlause der Dircussion wurden von verschiedenen Seiten noch eine R-ihe anderer Wünsche und zum Theil auch Beschwerden in der Frage der Uniallversicherung vorgebracht, zugleich fehlte es aber nicht an Anerkennungen de. Thätigkett der Reichsversicherungsamtes. Cap. 13a wurde schließlich eben« fall» unverändert genehmigt. — Vom socialisiischen Abg. Kayser find zum Etat des auswärtigen Amtes verschiedene Abstriche beantragt worden und zwar sollen 118,800 JC. für Besoldungen der Beamten in den Schutzgebieten und 85 000 JC. al» Zuschuß zu den Verwaltungskosten in Togo, Kamerun u. s. w. aestricken werden. Dieser Antrag ist jedoch abgelehnt worden. Der frühere Staatssecretär im ReichSschatzamte, Dr. Burchardt ist zum Präsidenten der Seehandlung ernannt worden. Die Wiederbesetzung de« Postens des russischen Militär« Attachä» in Wien wird mit als ein Symptom der entschiedenen Besserung der politischen Lage betrachtet. In Wiener diplomatischen Kreisen will mau wissen, oaß sich in Petersburg gewichtige Einflüsse, namentlich von panslavisti« scher Seite her, in dem Sinne geltend gemacht hätten, diesen durch den Weggang Kaulbars' erledigten Posten noch länger offen zu lassen. Wenn nun trotzdem die Wiederbesetzung des Postens — bekanntlich wurde Oberstlieulenant siouleff hierzu ausersehen — nach verhältnißmäßig sehr kurzer Zeit erfolgt ist, so schließt man hieraus, daß in der Umgebung des Czaren die einer versöhnlichen und ruhigen Entwickelung der Dinge geeigneten Elemente über die entgegengesetzten, Einflüsse doch noch gesiegt haben- Hoffentlich bewahrheitet sich diese hoffnungs« volle Auffassung der Stimmung am Czarenhofe. In Dänemark macht sich wieder einmal der alte Verfassung?« Conflict in voller Schärfe geltend. In der Freitagssitzung der Folkethings erstattete die Finanzkommission Bericht. Die radikal gesinnte Mehrheit lehnt hiernach die provisorischen Maßregeln ab, darunter die Verfügung über Verstärkung des Gens'darmerie - Corps; ebenso lehnt die Mehrheit 8 Millionen von den für außerordentliche militärische Zwecke und Befestigungsanlagen geforderten 9Vs Millionen Kronen ab. Deutschland. Darmstadt, 8. Januar. Mit Genehmigung Sr. König!. Hoheit des Großherzog« ist der Zweiten Kammer der Stände ein Gesetzentwurf, die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewässer betr., zugegangen. — Mit Genehmigung Sr. König!. Hoheit des Großherzogs ist der Zweiten Kammer der Stände ein Gesetzentwurf über die Landeskultur-Genossenschaften zugegangen. Darmstadt, 8. Januar. Heule ist der Zweiten Kammer der Stände ein Gesetzentwurf mit Motiven, betr. die Besteuerung des Weins, zugegangen. Berlin, 10. Januar. Der Kaiser arbeitete Vormittags mit dem Chef des Civilkabinets Geh. Rath v. Wilmowrki und empfängt Nachmittags 4 Uhr den Reichskanzler Fürsten Bismarck zum Vortrage. — Die Commission zur Berathung der Grundzüge für ein einheitliches Tonnensystem an den deutschen Küsten beendete heule ihre Berathungen. Die Vertreter der Admiralität, welche den Berathungen beiwohnten, stimmten durchweg einstimmig den gefaßten Beschlüssen zu. — Heute Nachmittag sand eine abermalige', Sitzung des Staatrministe- riums statt. Stuttgart, 10. Januar. Ministerpräsident v. Mittnacht ist heute Erbtheil der Königin Katharina, etwa 300,000 vH. nebst einem von Oldenburg 2 Millionen JL wurden mit zus. 1,200,000 JL "ach Berlin abgereist, um an den Verhandlungen des Bundesraths theil- zunehmen. Lokales. , 11. Januar. Gestern Abend gegen W Uhr gerieth das in der am A^bse^rweg gelegenen Felvscheuer eines hiesigen Oeconomen befindliche Stroh in ^and. Da Hilfe mcht sogleich zur Hand war, gewann das Feuer solche Ausdehnung ^^^oschungsversuche Zwecklos gewesen wären und ließ man deshalb Stroh und mnr^fintCiTn^rfn2.en' pF!! ber Brandstiftung verdächtiger Soldat der 10. Compagnie wurde in Untersuchungshaft genommen. F B r— Die verstorbene Prinzesstn Marie von Württemberg hat dem Prinzen Wilhelm von Württemberg ihr Palais sammt einer Million vH., der Prinzessin Charlotte einen sehr werthvollen Schmuck, ein ~ ' ' " ' ~~ * “ ' serner der Famllie des Prinzen von Weimar zwetten Schmuck und dem Herzog Alexander vermacht. Verschiedene wohlthättge Anstalten bedacht. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. Qr, . Breslau, 10. Januar. Die „Brest. Ztg." meldet aus Zabrze: Der gestern Abend emgetroffene Personenzug stieß mit einem Rangirzug zusammen, dessen Maschine und drei Wagen entgleisten. Der Locomotivführer und Heizer des Rangirzuges wurden schwer, jedoch nicht lebensgefährlich verletzt. Kein Passagier des Personenzugs wurde verletzt. 00 Paris, 10. Januar. Goblet empfing den Besuch der bulgarischen Delegirten nichtamtlich und erklärte, er habe den Ausführungen Flourens nichts hinzuzufüaen Frankreich habe Sympathie für die Freiheit der Nationen, müsse aber vor Allem seine eigenm Interessen in Rechnung ziehen, es habe kein besonderes Interesse, wodurch eine Intervention Frankreichs bei den bulgarischen Angelegenheiten erklärbar würde. Frankreich durfte die Bande nicht außer Acht lassen, welche Bulgarien mit Mächten verknüpfe, zu denen Frankreich in freundschaftlichen Beziehungen stehe. Er könne nur eine .chnelle und günstige Lösung der Situation wünschen, welche gegenwärtig für ganz Europa die Ursache von Störungen und Beunruhigungen sei. Die Delegirten verweilten nur sehr kurze Zeit bei Goblet. b Paris, 10. Januar. Die Einnahmen des Staatsschatzes betruaen im Jahre 1886 32 Millionen weniger als 1885 und blieben um 71 Millionen hinter dem Voranschlag zuruck. ’ , ~ "Journal des Debats" schreibt: Das bulgarische Volk gleiche nicht einem unterdrückten Volke; es sei so unabhängig, daß es sogar formelle Verpflichtungen verletze durch Nichtlerstung des türkischen Tributes und Nichtschleifung der Donaufestungen. Es habe den Frieden im Orient stören, den Berliner Vertrag zerreißen Rumelren annektiren dürfen. Auch jetzt trotze es dem Willen Europas, indem es Philrppopel als einfachen Prooinzialhauptort behandle. Die bulgarische Regierung fei revolutionär. Die bulgarische Demokratie befinde sich in den Händen einiger Emporkömmlinge und Ehrgeiziger. Die Bulgaren seien unfähig, ihr Schicksal selbst zu bestimmen. Rußland, dem sie ihre Befreiung verdankten, habe recht, eine Art Vormund! schäft auszuuben. Die Türkei, deren Vasallen sie seien, habe recht, in den bulgarischen Angelegenheiten zu interoeniren. Da Rußland und die Türkei sich im Einvernehmen befanden, so fei es unersichtlich, aus welchem Grunde sie und andere Staaten die in mrd erhattttl^sollen"^ $)ktatouu unb Störenfrieden bestehende Regierung unterstützen . m Bombay 10. Januar. Seine König!. Hoheit Prinz Friedrich Leopold ist halttnwttd C n0Ctroffen' mo er M als Gast des Maharajahs einige Zeit auf- eine Jur Alcazar von Toledo brach in der vergangenen Nacht ~ Januar. sPrtvatdepesche.^ Das hiesige Stadttheater ist heute Nacht 12 Uhr vollständig niedergebrannt. Kein Menschenoerlust. ’ Kossand. Haag, 10. Januar. Der Caffationshof bestätigte das Strafurtheil, welches die Socialisten Domela und Nieuwenhuis wegen Beleidigung de» König» zu einjähriger Haft verurtheilt. Reichstag. nr r w r E. R. Berlin, 10. Januar 1887. Auf Antrag der Geschaftsordnungscommission beschloß das Haus, das Mandat des Abg. G amp durch seine Ernennung zum Geheimen Ober-Regierungsrath für nickt erloschen zu betrachten und ferner die Ermächtigung zur strafrechtlichen Verfolgung des verantwortlichen Redactcurs der „Darmstädter Freien Presse" wegen Beleidigung des Reichstags nicht zu ertheilen, nachdem Abg. Dr. Meyer (Halle) ausgeführt, daß die betreffenden Artikel den Ent- rmstungsresolutionen und Entrüstungsadressen sehr nahe standen, welche auch in der Regierungspresse Eingang gefunden und daß man auch nicht entfernt daran denke, eine Bestrafung derselben für wünschenswerth zu erachten! Darauf wurde ohne Discussion der Etat des Reichsschatzamts bewilligt, womit nach ganz kurzer Dauer der Sitzung die Tagesordnung erledigt war. Nächste Sitzung Dienstag. Tagesordnung: Zweite Berathung der Militär- Vorlage^ ___________ Vermischtes. 10- Jaguar. Gestern wurde wieder eine goldene Hochzeit hie dritte seit Februar v. J. — in hiesiger Gemeinde gefeiert. Das noch rüstige und gesunde Jubelpaar, Johannes Becker III. und Maria Margaretha 8 S” House m Gegenwart der nächsten Angehörigen eingesegnet ' v f dutzbach Januar. Die vorgestern zu einer gemeinschaftlichen Sitzung berufenen Mitglieder des Gemernderaths, des Kirchen- und Schulvorstandes beschlossen einstimmig dre Errichtung einer Realschule am hiesigen Platze zu Ostern d. ohne Belagerungszustand erfolgen konnte, unh h 4 VI als ben Vorläufer von weiteren Maßregeln gegen die Mainzer unb hessischen Socialdemokraten betrachtet. Wie weit dies richtig, wirb bie Zukunft Uren- Thatsache ist indeß, baß in ber letzten Zeit bie hiesigen Polizeiorgane ben t^wokraten ein scharfes Auge roibmen unb in ben von Socialisten hauptsäch- ^^ntlrten Wirthschaften häufig als nicht gern gesehene Gäste erscheinen. Auch nr!s bf^kfratCI?4 ?CE Umgegenb von Mainz wirb große Aufmerksamkeit ge- f?^tAUnb Ja*VbcrL §nde der verflossenen Woche in Mörstadt wieder mehre Haus- bmb"I^ veranlaßt, daß bei einzelnen in Frankfurt verhafteten WHVÄTr Bapiere vorgefunden wurden, bie auf einen engeren Verkehr mit Worstadter Gesinnungsgenossen hmdeuten sollen. 2*onuar- Die wegen ber unter den Kindern herrschenden Diphteritrs seither geschlossenen Volksschulen, wurden, nachdem bie Krankheit fast voll- flanorg erloschen, auf Verfügung bes Kreisgesundheitsamtes heute wieder geöffnet NpbP^^^-^p^fen, 10. Januar. In dem Kreise Alzey wird lebhaft über das bc8f,f®^,ar^>.iIi!1^9iau6roiIi,e§ aeflagt. In unmittelbarer Nähe von m!hr.r? zahlreiche Wildschweine sehen lassen und wurden deren auch schon mehrere geichoffen. Von dem Donnersberg wird berichtet, daß sich die Wölfe aus den Ardennen und Vogesen sehr weit in's deutsche Land wagen. ben ar’n-®ei ein,er ®eute ftatt0efuni>enen Kammcrrevision in Den Scafemen erschoß sich in ber Dragonerkaserne ber Quartiermeister Peter. (F. Z.) interessantes Unterhaltungsblatt zu sein, SVr-i. *2«; O0® mit jedem andern tllustr. Familien-^ournal erfolgreich coticurrircn kann. Bestellungen nehmen alle Ruch- u WufiFh P°stanst°iten u. deren Bricsttagcr an. VerlagJ. Tonger.Ä Wöchentliche Zlebersicht der Todesfälle in der ZtM Gießen. 1. Woche. Vom 2. Januar bis 8. Januar 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 24,6 »/w. Kinder 'Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Altersschwäche 1 1 — - —— Darmverschlingung 1 (1) 1 (1) — — ■ ■■ Lungenentzündung 1 1 -- -- Krebs des Magens 1 1 — » — . Asthma 1 1 -- — Hirnschlagfluß Organischer Herzkrankheit 1 1 1 1 —— _ Lungenschwindsucht 1 1 — -, Stimmritzenkrampf ______ 1 — — 1 Summa: 9 8 — i Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. LoefluncL’s Kindenxdlch. aus Alpenmilch und Weizen- Extrakt, gtebt nur mit Wasser verdünnt die kräftigste und leichtverdaulichste Nahrung, bei der die Kinder von der Geburt an sehr gut gedeihen; bei Darmcatarrh besonders zu empfehlen. Zu JL 1.20 per Büchse bei Emil Fischbach. 301 Repertoir der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt a. M Opernhaus. greift.miltn,0C5 bC" 12-3“nuar' Nachmittags 3'/-Uhr: Sneewittchen. Ermäßigte Donnerstag den 13. Januar: Freischütz. Große Preise. Freitag den 14. Januar geschlossen. P,» «"W TU»?;3S"h?.,4Sa5,SUh: ®“'"‘ Schauspielhaus Mittwoch den 12. Januar: Gasparone. Donnerstag den 13. Januar geschlossen. Freitag den 14. Januar: Freund Fritz. Große Preise. Große Preise. Anfang 7 Uhr. Hierauf: Monsieur Herkules. Samstag den 15. Januar: Di-Sternschnuppe. Große Preise. Anfang 7 Sonntag den 16. Januar: Ein Tropfen Gift. Große Preise. Anfang ®ro8C $rdk.9 bm 17‘ 3anUar: ““ Cinftubirt: Der Richter von Zalamia. Allgemeiner Anzeiger. Holz - Versteigerung im Gießener Stadtwalde. Montag den 17. Zanuar 1887, Vormittags 9 Uhr, Holl bei Wirth Loth auf der Germania nachverzeichnetes Holz aus dem District Tanne II versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 4 Eichenstämme mit 0,66 Festm., 306 Kiefern- und Fichtenstämme mit 40,92 Festm., 275 Fichtenstangen mit 21,98 Festm. B. Brennholz. Scheith. Knüppelh Stockh. Reish. Rmtr. Rmtt. Rmtr. Wellen Eichen — 2 — — Madel 104 208 72,9 7070 Vorzeigung des zur Versteigerung kommenden Holzes erfolgt in dem 'Termine vor Beginn der Versteigerung durch den Forstwarten Brück in Rödgen. Gießen, den 8. Januar 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ___A. Bramm.______251 Am 14. Januar 1887, Vormittags 10 Uhr, soll die Abnahme der im Lazareth- haushalt in der Zeit vom 1. April 1887 bis ult. März 1888 gewonnenen Küchenabfälle, Knochen und Brotreste in öffentlicher Submission an Hen Meistbietenden vergeben werden. Die bezüglichen Bedingungen liegen im Bureau des Garnison-Lazareths auf und sind vor Abgabe von Offerten zu lesen und zu unterschreiben. Die Offerten, welche den Bedingungen genau entsprechen müssen, sind bis spätestens am 14. Januar 1887, Vormittags 10 Uhr, im Bureau des Garnison-Lazareths kostenfrei abzu- !geben. 130 Gießen, den 4. Januar 1887. Grobherzogliches Garnison-Lazareth. ’ Bekanntmachung. Zur Empfangnahme bezw. Beischreibung der Zinsen, welche von den bei der hiesigen Spar- und Leihkasse angelegten Capitalien, am Ende d. I. fällig werden, sind nachstehende Geschäststage festgesetzt, und zwar: Mittwoch den 12. Januar 1887 Donnerstag „ 13. Samstag „ 15. Die Einleger werden daher aufgefordert, Ihre Schuldscheine vorzulegen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. Novemoer 1886. Der Rechner der Spar- und Leihkasse. Kehr. Mittwoch d. 9. Februar 1887, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dahiesigem Ortsgericht die Hof- rarthe des Wilhelm Brück Flur 1/1 76 Meter Hofraithe in der Mühlgasse meistbietend versteigert werden. Gießen, den 28. December 1886. nnc Großh- Ortsgericht. 295 Mütter. Gknerslftchtschule Lahr, Verband Gießen. Sonntag den 23. Januar II. VersammiiiBg der mittel- rheio. Verbandsvereiaiguag in Stein’a G-arten. Programm: Von 8 Uhr Morgens an Empfang der Gäste am Bahnhof. Um 11 Uhr öffentliche Ausschuß- sitzung in Stein's Saal- Um 2 Uhr gemeinschaftliches Mittagsessen, Abends 7V3 Uhr Ball daselbst. Eintrittskarten zum Ball im Vorverkauf i 1 j. bei den Herren Friseur Gerhardt, Lindenplatz, und N. Weiler, Schulstraße. Abends an der Kaffe: 1,20 J€. NB. Freitag den 14. Januar, Abends 8 Uhr Monatsversammlung im „Postkeller". Tagesordnung: Kassierwahl. Die geehrten Herren Fechtmeister werden ersucht, bez- der Karten von 1886 mit unserem Kassier (Asterweg 10) gefl. abrechnen, resp. die Karlen pro 1887 dort in Empfang nehmen zu wollen. 305 Der DorSand. Zitherverein Alpenröschen. (Dirigent: Herr K. Fischer.) 302 Samstag den 22. Januar, Abends 8 Ahr, im Cafe Leib: VL Stiftungsfest verbunden mit Concert und Ball. Ratten sind bei den Herren Friseur Conrad (Mäusburg) und Friseur Stier (Schulstraße), sowie an der Kasse zu haben. 0sr Vorland. Krieger-Verein Meßen. SamStag den 13. Januar 1887, Abends 7'/, Uhr: Stiftungsfest im Saale des Cafe Leib. Theatralische flu|,üfjruiig unö Tanz. Vom Vorstand geladene Gäste und Vereinsmitglieder nur mit ihren Angehörigen haben Zutritt. Vereinsabzeichen sind anzulegen.315 - 10 bis 15,000 Mark gegen hypothekarische Sicherheit auszuleihen. Zu erfragen bei der Exp. d. Bl. 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