M«. 132 Samstag den 11. Juni 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. !!„ ! MIIIIMNiI! ■IIIMIII IWK«BEI«* Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Bei der am 9. d. M- vorgenommenen Wahl sind zu Mitgliedern des Vorstandes der israelitischen Neligionsgemeinde dahier die Herren Joseph Stern und Nathan Stamm gewählt worden. Dies wird mit dem Ansügen bekannt gemacht, daß während drei Tagen, nämlich den 11., 13. und 14. d. M-, das Wahlprotokoll mit allen Anlagen auf dem Bureau des 1. Vorstehers, Herrn Meier Homberger dahier, offengelegt sein wird, und daß während der unerstrecklichen Frist dieser drei Tage die Stimmberechtigten, sowie die Gewählten von dem Wahlprotokoll und dessen Anlagen Einsicht nehmen und Einwendungen gegen die Wahl oder gegen die Gewählten, bezw. Ablehnungen der Wahl, bei Vermeidung des Ausschlusses bei Großherzoglichem Kreisamt Gießen vorbringen können. Gießen, am 10. Juni 1887. Der Wahl - Commiffär: __Römheld, Regierungs-Affeffor. ____ Politische Nebesfickt. Gießen, 10. Juni. Die Erkältung, von welcher der Kaiser anläßlich der Reise zu den Kieler Festlichkeiten befallen wurde, hat sich jetzt auf die Augen gelegt, welche eine leichte katarrhalische Reizung zeigen. Doch wird aus Berliner Hoskreisen versichert, daß dar Unwohlsein des greisen Monarchen einen normalen Verlaus nimmt und keinerlei Anlaß zu Besorgnissen giebt. Der Kaiser hat sich nur schwer und erst auf die dringenden Vorstellungen der Aerzte hin entschloffen, von der Theilnahme an der Liegr.itzer Jubelseier noch im letzten Augenblicke abzusehen, so daß das Känigs-Grenaüier-Regiment die Feier ohne die Anwesenheit des erlauchten Regiments-Chefs begehen mußte. Dies Fernbleiben des Kaisers war der einzige Schatten, welcher auf die Liegnitzer Festlichkeiten fiel und find dieselben im Uebrigen in denkbar glänzendster Weise verlausen. Der Londoner Specialarzt Dr. Mackenzie ist am Dienstag Abend wiederum in Berlin eingetroffen, um ein nochmaliges Gutachten über das Halsleiden des Kronprinzen abzugeben. Falls dar Gutachten, wie zu erhoffen steht, günstig aussällt, w'.rd Ende dieser Woche die Abreise des kronprinzlichen Paares zu den Londoner JubiläumS'Fchlichketten erfolgen. Von den beiden Steuer-Commissionen des Reichstages hat die Branntweinsteuer-Commission am Mittwoch mit der Beschlußfassung über die noch übrig gebliebene Frage der Nachbesteuerung ihre Arbeiten erledigt. Am Dienstag wurde der sehr umfangreiche Bericht sestgestellt und gelangten hierbei noch verschiedene Detailfragen zur Erledigung; die zur Vorlage eingegangenen 1259 Petitionen sind m Folge der Commissions-Beschlüffe als erledigt Zu betrachten. Die am Montag begonnenen Verhandlungen der Zuckersteuer- Commisfion werden nicht so glatt verlausen, als man wenigstens nach dem Gange der ersten Plenarlesung annehmen durste. Gleich die Montagssitzung der Commission hat eine Verschärfung der in der Zuckersteuerfrage vorhandenen Gegensätze gezeigt. Die Mitglieder der ReichSpartei plaidirten für die Einführung einer reinen Consumsteuer, zunächst mit Bemessung einer offenen Ausfuhrprämie, auch wurde von dieser Seite die Erhöhung der Verbrauchsabgabe beantragt. SonservativerseitS schlug Abg. Gras Stolberg eine Erhöhung der Exportver- gütung für alle drei Kategorien des Zuckers um je 25 vor; Abg. Dr. Meyer- Halle (frei).) stellte einen Antrag aus völlige Streichung der Materialiensteuer und der Aussuhroergütung und alleinige Einführung einer mäßigen Consum- fteuer; auch sonst noch wurden verschiedenene Wünsche laut. Gegenüber all' diesen Amendements verhielten sich die Regierungs-Vertreter, Finanzminister Scholz und Schatzsecretär Jacoby durchaus ablehnend, und erklärten sie wiederholt, daß die Regierung aus ihrem Entwürfe beharren müsse, auch ein Theil der Commissions-Mitglieder trat entschieden für die Regierungs-Vorlage ein. Trotz dieser Verschiedenheit der Anschauungen ist gegründete Aussicht aus einen ersprießlichen Abschluß der Commissions-Verhandlungen vorhanden, wenngleich sich dieselben eben etwas mehr in die Länge ziehen dürften, als man ursprünglich vielleicht angmommen halte. Die feil einiger Zeit umlausenden Gerüchte über die Neubesetzung des Breslauer fürstbischöflichen Stuhles durch den Bischof Dr. Kopp von Fulda sollen zum Mindesten verfrüht sein. Es wird versichert, daß der Papst dem Breslauer Domkapitel bis jetzt noch gar nicht angezeigt habe, daß er gesonnen sei, in der Bischofsfrage selbst zu entscheiden. Die außerordentliche Session des badischen Landtages ist am Dienstag mit einer Ansprache des Staatsministers Turban eröffnet worden. Die dem Landtage zugehenden Vorlagen beschränken si a nach den Mittheilungen Turban's auf die Staatsverträge mit dem Reiche w t;en des Baues der pro- jectlrten strategischen Bahnen und auf einen Nachtrag zum Etat behufs Bereitstellung der hierzu erforderlichen Mittel. Die officiellen Beziehungen zwischen Deutschland und Rußland präsentiren sich fortgesetzt in günstigem Lichte. Hierfür ist das Vorgehen der russischen Regierung gegen verschiedene bekannte Persönlichkeitey, die sich durch ein feindseliges Auftreten gegen Deutschland „ausgezeichnet" haben, ein neuer Beweis. Wie sich die „Köln. Ztg." aus Petersburg melden läßt, mußte der General Bogdanowitsch den Abschied nehmen und zwar ausdrücklich wegen seiner eigenmächtigen politischen Thätigkeit, die er in deutschfeindlichem Sinne während I seines Pariser Aufenthaltes ausübte. Weiter sollen der ehemalige russische Bot- | schaster in Berlin, v. Saburoff, und der frühere Attache bei der russischen Bot- schajt in Wien, v. Tatitscheff, wegen der gegen Deutschland gerichteten Veröffentlichung geheimer diplomatischer Actenstücke aus dem Staatsdienste scheiden. Endlich wird versichert, daß selbst dem allmächtigen Herrn Katkow ein strenger Verweis zu Theil geworden sei und er bei seiner letzten Anwesenheit in Gatschina vom Czaren nicht empfangen worden sei. Das wären eine ganze Reihe ecla- tanter Genugthuungen für Deutschland, welche beweisen, daß man in Petersburg die ernste Absicht hat, sich mit dem deutschen Nachbar wieder auf einen möglichst freundschaftlichen Fuß zu stellen. Den Schlüssel aber zu dieser neuen Wendung in der russischen Politik liefert die weitere Petersburger Meldung, daß die jüngste französische Krisis, welche die Haltlosigkeit der französischen Zustände wieder einmal so klar an's Licht brachte, in den russischen Regierungs- freifen den Übelsten Nachgeschmack hinterlassen habe. Außerdem wollen besonders Eingeweihte wissen, Rußland plane in Centralasien einen Handstreich gegen die Engländer und 'wünsche sich daher vorher die wohlwollende Neutralität Deutschlands zu sichern; einstweilen klingt diese Nachricht denn doch ein wenig abenteuerlich. Italien betreibt ganz ernstlich die Vorbereitungen zu dem Feldzuge gegen die Abyssinier, durch welchen die Scharte der italienischen Waffen bei Saati und Dogalt wieder ausgewetzt werden soll. Der italienische Oberst- Commandirende in Maffauah, General Saletta, soll beauftragt fein, dem Negus Johannes von Abyssinien eine förmliche Kriegserklärung zu übermitteln. Zwei vollständige Divisionen unter dem Oberbefehle des Generals Pallariwini find zu den Operationen bestimmt, unter ihm werden die Generäle Ricci und Popo- lini commandiren. General Saletta selbst würde in Maffauah bleiben; auch heißt es, der gemaßregelte General ©ende solle mit einem neuen Commanoo in Afrika betraut werden. Der Beginn der Operationen wild in baldige Aussicht gestellt, da der abysfinische Oberfeldherr Ras Alula seine Streitkräste immer enger um die vorgeschobene Stellung der Italiener bei Arkiko zusammenzieht. Trotzdem muß noch immer bezweifelt werden, daß die Operationen der Italiener gegen die Abyssinier demnächst beginnen werden, da schon die heiße Jahreszeit, die zur Zeit an der Küste von Maffauah eingetreten ist, die Beweglichkeit europäischer Truppen bedenklich erschwert, auch die Verpflegung größerer Trup- penmaffen erfordert in jenen sterilen Gegenden umfassendere Vorbereitungen. Die irische Frage scheint durch die Einmischung des Papstes in ein neues Stadium treten zu wollen. Wenigstens curRrt in der englischen Presse schon seit einiger Zeit das Gerücht, daß der in Rom weilende Herzog v. Norfolk beim Papste mehrere Audienzen wegen Wiederaufnahme der diplomatischen Verhandlungen und Beziehungen zwischen England und dem Vatikan gehabt habe. Die Nachricht wird trotz verschiedener Dementis von der aus Rom gewöhnlich gut bedienten „Irisch Times" in bestimmtester Form aufrecht erhalten. Allerdings meldet nun ein römisches Privat-Telegramm der „Germania", dcß die Errichtung einer englischen Gesandtschaft beim Vatikan erst nach Lösung öer irischen Frage möglich fei, aber es wird in jenem doch zugleich zugestanden, daß in Folge der Bemühungen des Herzogs von Norfolk bessere Beziehungen zwischen England und dem Vatikan herrschen werden; hieraus wird dann jedenfalls auch eine Rückwirkung auf die Angelegenheiten in Irland sich ergeben. Artikel 3 der irischen Strafrechts-Bill, welcher die Einsetzung besonderer Göschworenengerichte für gewisse Fälle vorsieht, wurde vom Unter» hause in der Nachtsitzung vom Dienstag zum Mittwoch mit großer Mehrheit angenommen. Sämmtliche Abänderungsanträge wurden verworfen. Darmstadt, 9. Juni. Zur Feier des 25jährigen Jubiläums Sr. Königl. Hoheit des Großherzogs als Chef des 1. Großh. Dragoner-Regiments (Garde-Dragoner-Regiments) Nr. 23 findet heute Abend 7 Uhr im Weißen Saale des Schlosses Tafel statt, zu welcher an das Osficier-Corps des Regiments und an solche Herren, welche früher demselben angehört haben, Emla- dungen ergangen sind.__ Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Correspondeuz- Bureau. Berlin, 9. Juni. Das allgemeine Befinden Seiner Majestät Kaisers ist unverändert. Die Reizung der Augen geht zurück. Der Kaiser ist heute nach ut;C ausgestanden. — Der Kronprinz besuchte Vormittags den Kaiser. 2. 4. Um , „ Wärmegrade derHhn^n^der Luft nach R-aulnur g-m-ss-n am Ium, Mittags zwischen 11 und 12 Ufr: Nasser 15 Grad, Luft 14 Grad. L. Chr. Rübsamen. E o k s i e s. . Gießen. Die IX. Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins sur innere Mlsuon, welche vorigen Mittwoch den 8. Juni in der hiesigen Stadl- kirche tagte, beschäftigte sich vornehmlich mit der Fürsorge für die Epileptischen in unserem Lande und mit dem Stand der Naturalverpflegungsstationen rn Ob er Hessen. ö ö 1 - .. t Gottesdienst in der Aynaaoae. Samst^ Afrnk sü ufr^^' @am§ta8 borgen 8 Ur, Samstag Mittag 4 Uhr, — Die Untersuchung des Kehlkopfleidens des Kronprinzen bei der gegenwärtiaen Anwesenheit Dr. Mackenzre's hat durchaus befriedigende Resultate ergeben Breslau, 9 Juni Der Mörder Aloys Thicm ist heute Mittag auf dem Auguftaplatze verhaftet worden, nachdem sich derselbe mit einem Revolver vertbeidiat und einen Schutzmann verwundet hatte. 0 Frankfurt a. M. 9. Juni Die erste deutsche landwirthschaftliche Wanderausstellung ist heute Vormittag 11 Uhr unter Anwesenheit der Spitzen der Behörden durch den Präsidenten Fürsten zu Wied eröffnet worden. Namens der Stadt hielt Oberbürgermeister vr. Miquel die Begrüßungsrede. * Pesth, 9. Juni. Meldungen aus Lasarhely vom 8. ds. M. zufolae mäht sich gegen bte erabt eine Wasserflutb heran, die stündlich an Terrain gewinnt Das Wasser durchbrach bereits den Proganyer Damm und überflutete die Besitzunaen zwischen ^zegedin und ^aPe. An der Fertigstellung des Rinndammes bei den fehlerhasten Poiganyer Schleusenanlagen wird auf's Angestrengteste gearbeitet. QUr Ab- Uitung des Binnenwassers soll der Damm neben dem tobten Theiß-Arm durchbrochen - , 77 ^us Vasarhely wird gemeldet, daß die Situation daselbst unverändert ist. Durch die rasttos fortgesetzten Arbeiten dürfte es gelingen, falls nicht heftige Winde erntreten, die Gebiete innerhalb des Dammes zu retten und die Stadt vor einer Heber- f$roemmung ju bewahren Der Minister des Innern wies 10,000 fl. zu Schutzarbeiten und 10,000 fl. zur Unterstützung der geschädigten kleineren Grundbesitzer an -r, 0. Juni. Die an der Rordgrenze gegen den Uebertritt strikender bel- Ll'cher Arbeiter getroffenen Maßnahmen sind wieder aufgehoben worden und die daselbst aufgestellten Truppen in ihre Garnisonen zurückgekehrt. r d^ris, 9. Juni. Die „Agence Havas" bezeichnet die Nachricht, Ferron beab- sichttge, den Plan in Betreff der versuchsweisen Mobilisirung eines Armeekorps fallen zu lassen, als unbegründet; der Kriegsminister werde vielmehr, sobald ein neuer Vor- Uhenoer der Budgeteommission ernannt sei, sich mit diesem wegen der Höhe des erforderlichen Credits in's Einvernehmen setzen. J ' Katholische Gemeinde. Von 6 Ufr an ®e^enn,a9 . SS: ÄÄÄ"*’" '■ * 2 Uhr: Andacht.^ schreckliche? Ungiiickfr'all' ber*im''frÄin® -r-igu-t- sich hi-r -in der ausströmenden Gase den Erstickunastob oefrnfru 8 fle 6attcn in W Dr‘ StoELerger aus Zwingenberg, der Vorsitzende des Lanbesaus- n^ 7s,lur muere Misston, ber in beiden Angelegenheiten sehr verdienstvoll gearbeitet hat, erstattete beidesmal einleitenden Bericht. In Betreff der Epilevtiscken leate er in beredter Welse die Noth dieser Armen und das dringende Bedürfnis Hilfe für sie zu VÄ.' L e dre dazu einzuschlagenden Wege dar. Rach seinen Ausführungen, welche sich lin Wesentlichen aus die nn Jahre 1880 aufgenommene ärztliche Statistik begründeten, befinden sich in unserem Lande 632 Epileptische, in Oberhessen 179 mDn fenT±Vine ^o6c d°pp°» unglücklich, wetl si- zugleichLmsind nämttch s auch mehr oder weniger arbeitsunfähig. Wenn man von Verheiratheten und Verwtttweten absieht und nur die Ledigen und die Kinder in's Auge saßk so waren der Aufnahme in eine Anstalt bedürftig etwa 80 männliche und 110 weibliche Personen ferner etwa 69 Kinder. Von diesen sind zur Zeit ettl" Anzahl ftnhbtH2nn^ren^-n< aIt "Hofheim, in der Jdiotenanstalt in Darmstadt und in ftadtttchen Siechenhausern untergebracht. Für andere mußte mit viel Mühe und Kosten Untelkunst in weit entsernten Anstalten, z. B. in Bielefeld, gesucht werden Für bie* Zohl fl* gar keine Fürsorge getroffen. Die größte Schwierigkeit sei die ?bthigen Pflegeperionals, ba die Epileptischenpflege die größte Sorgfalt und Hingabe erfordere. Für uns sei es daher das Gegebene, Anschluß an das Dlaconifsenhaus Elisabethenstift in Darmstadt zu suchen. Daraufhin erklärte Pfarrer ^^^r vom Elisabet enstift, daß das Haus willig sei, mit der Pflege von Frauen einen Anfang zu machen, wenn ihm die nöthiges Mittel zur Verfügung gestellt und zur Gewinnung von Schwestern kräftige Unterstützung geliehen würde Die Versammlung nahm daraufhin einstimmig nachstehende Resolution an: ^le ix. Jahresversammlung des Oberhessischen Vereins für innere Mlsfton erklärt es im Einklang mit ihren b B Eplleptischen tn Hessen Fürsorge getroffen werde. h®fr,r'8’? Laud-sauSschuß für innere Mission ihren Dank baut aus, baß er freie Angelegenheit in bi- Hanb genommen hat. unb oertinfrt “fiV* «nverstanben, baß zunächst klein begonnen werb- be? Landesausschuß in dem Wunsch, daß das Diaconiffenhaus in Darmftadt sich zur Errichtung einer Anstalt für epileptische ^bcr bereit finden lassen möchte unb ruft alle ihre Mitglieder vor atlemCbuF(ßrfflpm?n b'e|cS ni*t ..b-Ioä durch Geldgaben, fonbern Epileptischen auf. ° ^rsonltcher Kraft- zum Dienst an bie armen folgenfr Tfrsm°g-frM °°'pU-gungsstation-n hatte Dekan vr. Stromberger 1- Wirken der Arbeitercolonien ist es erforderlich, daß das I über3X roerfee" ' &en ' W VOn Naturaloerpflegungsstattonen , k°°r"L°^üfrrg7ga7g7n'^ mu6 a6=' System 3' 'i" Branntwein fern zu halten unb ist Kost unb Quartier des Arbeit. Die Einführung s «SÄ ^^«**»h**W» • Ä»enMmTe ©eiten der Herbergen zur Heimath und der etwa von Vereinen errichteten I ÄÄ&Ä i;,‘Sdiu«u“ >" ”•««"1 d« m». ‘«ÄÄXÄ'a» ° boch die gegenseitige Kenntnißnahme dieser Bestrebungen I K Vermischte s. ^=——» Schlüchtern, 5. Juni. Die schrecklichste Kindesmörderin bi- m ... but tn em er braven Familie in unserer Nähe in den letzten Wochen nnf t1.8"* ! Werse gehaust. Einem Bremser der Bebraer Bahn und beffen (ShpfrA 6^5 entsetzliche bcr .er^en sechs Jahre ihrer Verheiratung keine Kinder geboren UTm*bS ?^brend rUtmit sechs Kindern gesegnet. Diese Kinde? erfranften^ ^ee 1 ^cit sammtlich an der unheilvollen Krankheit, nur das älteste wurde aer-t^ uach und nach die anderen 5 Kinder im Alter von 13 bis zu einem JahrEm ^ittm!- ma^cnb jum Opfer sielen. Man kann sich die grenzenloseVerzweiflunader18Tagen | ?enfen; die größte Teilnahme wird denselben von allen Seiten" J ame auf so traurige Weise heimgesuchten Familie ist Leibold 0 ä U ’ $er gtofr^na“:p^o^^ne?°müö heutig- Sanctlssimum, welches während der Verwaisung des Rischcif^stufiis Das Honorattonen, Stadtverordnete, Professoren, einige höhere Milttär^ roäfrenb b-s ki?chenpfr"tisch7n°C7nflitt-sEv"n^ M« ssih 9 frühes Mamt7b-'LLgsbafr w^en B?r-uLä7?n gegen gestern Mittag von b-m Gericht bas Urtfrifroublicir?^ «urde Gefangnißstrafen unb zwar Gessert 2 3nfr/sVricbri* 10 ftMn a8 e&eStellen SBagea 7. Mensch 3 Mck-l 4 ünb S-llfrsin-? g Nnfr- S‘Em 16’ ^9, Hiller 10, Auf,rag erhalten,beine'milbedEPru?jtz Ez^"g;^888^^-zBa/.?^^?^iAbehörbe bereits Mutter hat am Samstag Abend in fr?Stafr"C°lne fr' Enal7nb"st°t7a1 eiflere bie bärtigen Einwohner in große Aufreauna neri-ür Ä"? stattg-funben und Z8SWKMS Mutter ihr- kleinen Opfer wie fr a n7?trick °°r, mit welchem bie M^ben Selbstmord Ä-äÄ,w;£a aaA‘Ä-Ät geringe V-rminb-rung, die thaLsich ^efraetr ? ,7ie? überflüssig mache. Die ungen bcr Arbeitercolonien^ bÄiaturafr^nfrann^kr r1'^8 ben ®erefr*en SBemüfr Honrath, b-r V-rwaltungsb-amten und ber ltt8 ban m'" »n Verbergen zur Bemühungen nicht tha,kräftig sorttabre fn mCTsL. Wenn man in diesen anwachsen. In Starkenburg und Rhelnhfr?n settnÄ ^schreckend nahezu durchgeführt. In Oberhessen das als Sfr der aralverpf,legungsstationen angewiesen sei, sei Station-no^pfl-gung nur fr frn Kreil Ü f’KT zunächst darauf frngerichtct, im Kreise Gießen in der VZrbereiluna f " 5tiebtw8 und Schotten d7-7?^^sammlung folgende Resolution an- stationen überzogen werde, 9 gerichteten Naturaloerpflegungs- durch Wahl"i7den VmLd'Lüfen®Uftaü W-nbecker b,frer efremgrofrneStöbkrfr“m£. SettäteugbES8e^““^i'^^er'aßäf Jahre von 2 Schuhmacherfamilien, resp Männern r?”1 iUnb tin diesem. Stabtgegenbcn, in Gärten und Häusern in' versch offenen und^ ” ™f , ... „ Sum Schluß: Grosses brillantes Feuerwerk und Bengalische Beleuchtuna des Luftballons- R«b«ctt»n H. »nick und Serin der »rühlfchn, Druckerei (Fr. $|r. Pi«,,ch) tn Sonntag den 12. Juni: 4426 Grosse Harmonie-Concerte ^ttfang 3V, und S'/r Uhr. sjj Richter. Heute und morgen Gebackene Fische in der Pulvermühle. 4448 ' 4455] Schreiner gesucht für Fvß^ boden zu legen in der neuen Kaserne, Gießen.______________ 4ö81 (Lin Bursche, der Ackerbau ver- steht, gesucht. Wo'f sagt die Exped. d. Bl. 1=110 Juni. Kr. Bansragk is Mermietßungen. 4435 Wolkengasse 26 ist ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen- 4423] Schlafstellen für anst. Arbeiter. __ Neuen Bäue 17, part. o-3?.2! Die Belletage nebst Zubehör Liebigstraße 46 ist per 15. Juli, ev früher zu vermiethen. „J1 uskunft erthellt^Rudolph Wolff. 4343]^ Die seitherige Wohnung des Herrn Sack, Grünbergerstraße 4 II, vier Zimmer mit Zubehör, ist per 1. October zu vermiethen. Nähere Auskunft daselbst. Eine Wohnung von 7 Zimmern 4 hör ist zu vermiethen und am l^Jul^zu beziehen. Wallthorstr. 46. 4012 Der zweite Stock meines Vorderhauses, mit Wasserleitung versehen, ist zu vermiethen.______Leopold Schlatter. 3910 Das von Frau Ebel'Wwe^sett längeren Jahren bewohnte Logis ist per 1. August, event- auch früher, zu vermiethen. Louis Petri I. Wwe., ____________ Neuenweg 39. 2229 Die Belle-Etage m. Hauses, Süd- anlaae 4 8 Zimmer mit Zubehör und Wasserleitung, ist zu vermiethen und am 1. Juli l. I. zu beziehen. I. Alker. 3415] Möbl. Zimmer zu vermiethen. .. ______ W^Katz, Marktplatz 1. 38-J6] Familien-Logis zu vermiethen. _____ Steinstraße 43 ,4207 Zwei ineinander gehende, sowie ein einzelnes Zimmer im Hinterhause zu vermiethen. Leopold^Schl^^. 4400] Scheuer zu vermiethen bei Dr. Weber, Wetzsteingasse 48. W arnung! ,itt lehterer Zeit mehrfach im Philosophen- Rehkiück.n'.?»»f^E°lz-nwoegcn frei umherlaufend« Hunde s - ke"?*nl> lUM8e Hasen todtgebiffen haben, fleht flch ^Eüdpachter veranlasst, das Publikum wiederholt daraA aufwerkfam zu machen, dass für die Folge rücksichtslos geg^n solche Hunde, welche nicht an der Lein« geführt Distrikten eingeschrittcn wird. Ausser- dem sind daselbst Brocken zur Vertilgung des Raubzeugs Ä* Ä7 Ä^’aÄ,e,‘” Bürger - Gesellschaft -Sonnkog den 12. Juni: 4433 Parthiu nach dem Ludwigsbrunnen. Gießener Jiciicnssich^er-llercin. Sonntag den 12. d. MtS., Nachmittag« 3 Uhr: Versammlung bei F. Kelsing, Nkücnweg. Tagesordnung: 1) Bezug von Bienenwohnungen und Mitttlwänden. 2) Statistische Aufnahmen. 3) Diskussion über Bienenrass en. Freiideßberg’sclics (lOBservalorhnn für Kiisik in Wiesbaden (Rheinstrasse 50). 1 phmr Ausbildung für ausübende Künstler sowie Musik- Li?h n u.nd Lehrerinnen lm Clavierspiel, Violine, Violoncello Gesano allen Orchesterinstrumenten, Harmonielehre, Contrapunkt, Comnosition ÄT6' Eintritt am '• October und April. AOeffi