Nr. 89. Freitag den 11. Mörz -Levo ♦ i 0 ft Ott OY 0 i rti'f Anrts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vurcanr Schul st raße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme deS MoNLagK. Nachstehende Polizeiverordnung wird wiederholt zur öffentlichen Kenntniß gebracht. Gießen, den 8. März 1887. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmanu. PrelS vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlolm. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Polizeiverorbnuug, den Gebrauch des Doppeljochs bei Zugthieren im Kreise Gießen betreffend. Auf Grund des Art. 78 der Kreisordnung wird unter Bezugnahme auf § 360, pos. 13 des Reichsstrafgefebbuchs mit Zustimmung des Kreisausfchuffes und mit Genehmigung des Großherzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 7. October 1885 zu Nr. M. I. 15132 für den Umfang des Kreises Gießen nachstehende Polizeiverordnung erlassen: § 1. Der Gebrauch des Doppeljgchs bei Zugthieren ist im Kreise Gießen verboten. § 2. Zuwiderhandlungen werden nach § 360, pos. 13 des ReiH-strafgesetzbuchs mit Geldstrafe bis zu 150 Mark oder mit Haft bestraft- $ 3. Gegenwärtige Polizeiverordnung tritt am 1. April 1887 in Kraft. Gießen, am 27. October 1885. Großherzogliche» Krei-arat Gießen. _________________________________________________ Dr. Boekmann.___________________________________ Lehrer-Corrferenz des Conferenz-Bezirks Gießen: Mittwoch den 16. März, Vormittags 10% Uhr, in Gießen. — Lieder 6. 216. Gießen, den 9. März 1887. Büchner, Schulrath. Politische Ueberfkcht. Gießen, 10. März. Unter den für die bevorstehende Geburtstagsfeier des Kaisers in Berlin angemeldeten fürstlichen Gästen befinden sich auch der König und die Königin von Rumänien. Die letzte der Stichwahlen, diejenige in Forchheim-Culmbach, ist endlich auch bekannt geworden. Sie fiel zu Gunsten des Centrums-Candi- baten Pezold aus, welcher mit etwa 840 Stimmen Mehrheit über seinen nationalliberalen Gegner Schauß siegte und ist hiermit die Mitgliederzahl der Centrums-Fraktion auf 100 gestiegen. In der Montags-Sitzung der zweiten niederländischen Kammer ist eine für Holland hochwichtige Verfassung-fr age zur Entscheidung gelangt. Da bisher keine directen Nachkommen des Königs Wilhelm vorhanden sind, so macht sich eine Abänderung der bezüglichen Verfassungs-Bestimmungen über die Thronfolge nöthig und der betr. Gesetzentwurf beschäftigte die zweite Kammer schon längere Zeit. In der erwähnten Sitzung ist er endlich definitiv mit 43 gegen 28 Stimmen angenommen worden und soll hiernach in erster Linie die Großherzogin Sophie von Sachsen-Weimar-Eisenach nebst deren Nachkommen zur Thronfolge in Holland berechtigt fein. An zweiter Stelle erscheinen die Nachkommen drr verstorbenen Prinzessin Marianne, dann diejenigen der verstorbenen Prinzessin Louise von Schweden und endlich die Nachkommen der Fürstin Marte zu Wied als zur Thronfolge berechtigt. Die außerordentliche Session der österreichisch-ungarischen Delegationen ist am Montag formell geschloffen worden, nachdem schon vorher der Ausrüstungs-Credit von beiden Delegationen einhellig bewilligt worden war. In den politischen Kreisen Wiens und Pesths verspricht man sich von dieser patriotischen Kundgebung eine bedeutende moralische Wirkung und bei der lebig* 114 defensiven Natur der geplanten militärischen Maßregeln zugleich einen förderlichen Einfluß auf die Kräftigung der Friedensbestrebungen. Die so lang andauernde Minifterkrisis in Italien hat mit dem definitiven Verbleid des Mmisteriums Depretis-Robilant auf feinem Posten den natürlichsten Abschluß gefunden. Man wird sich jenseits her Alpen selber mit dieser Lösung der Krisis um so eher zufrieden geben, als anscheinend die Lage am Rothen Meer sich für die Italiener wieder günstiger gestaltet hat und die Vorgänge von Saati bildeten ja die birecte Ursache für ben Rücktritt des Cabt- nets Depretis. Jetzt hat dasselbe nun Gelegenheit, bie Fehler, welche es unleugbar in feiner Colonialpolitik begangen, roieber gut zu machen unb hauptsächlich eine zweite Ueberrumpelung der italienischen Stellungen durch die Abyssinier unmöglich zu machen. Der jüngsten bulgarischen Militär-Revolte ist die blutige Sübne aus dem Fuße nachgefolgt, indem die zum Tode verurtheilten aufständischen Osficiere bereits am Sonntag Früh in Rustschuk erschossen worden sind. Die bulgarische Regentschaft hat durch die rasche Ausführung des kriegsgerichtlichen Urtheils zu erkennen gegeben, daß sie entschlossen ist, ndltch einmal bie volle Strenge M Gesetzes gegenüber den Teilnehmern an bufen fortwährenden militärischen Putschen, die das Land ewig in Unruhe erhalten, anzuwenden, aber es erscheint fast mehr als zwetfelhast, ob die Hinrichtung der Hauptschuldigen aus die weit ittzweigte Partei der bulgarischen Verschwörer Eindruck gemacht hat. In Rustschuk und dem benachbarten Turtukai sind zahlreiche Verhaftungen vorgenommen worden, da hier ein neuer Aufstand befürchtet wird und in Burgas unb PlMppopel haben sich ebenfalls Verhaftungen, namentlich von Officieren, nothwendig gemacht unb in der Hauptstadt Sofia mußten die Milizen wegen ihrer verdächtigen Haltung entwaffnet werden. Von Petersburg liegt noch keine Aeußerung zu ben in Rustschuk statt- gefunbenen Hinrichtungen vor, es wird aber gewiß nicht an Protesten gegen dieselben fehlen. Hat doch der deutsche Generalconsul in Rustschuk bie Mehr- zahl der zum Tobe verurteilten Osficiere als russische Unterthanen reclamirt, was sie freilich nicht rettete; nur ein einziger, Capitän Belmann, wurde bem deutschen Generalconsul überliefert, da bie bulgarische Regierung bie russische Staatsangehörigkeit Belmann's anerkannte. Vielleicht wird man nun russischer- feit» nach „bekanntem Muster" in Sofia Genugthuung für diese „Vergewaltigung russischer Untertanen" fordern unb dann wäre ja für Rußland die ge- wünschte Gelegenheit da, sich ungenirter al» bisher in die bulgarischen Angelegenheiten milchen zu können. Darmstadt, 9. März. Se. Königl. Hoheit der Großherzog empfingen heute den Generalmajor Frhrn. Röder v. Diersburg, Commandant der Residenz, den Premierlieutenant v. Kornatzky vom Infanterie-Regiment Nr. 30, die Bürgermeister Bramm von Gießen und Fischer von Raibach, den Professor Lepsius von der technischen Hochschule, den Herrn Friedrich Schön von Worms; zum Vortrag ben Staatsminister Finger, den Ministerialpräsidenten Weber, den Gc- heimerath Dr. Becker. Darmstadt, 7. März. Schluß des Inhalts Großh. Regierungsblattes (Beilage Nr. 4) : 10. Dienstnachrichten: Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 12. Novbr. 1886 den evang. Pfarramtscandldaten Oscar Holzmaun zu Groß- Gerau zum Dirigenten und ersten Lehrer an der höheren Bürgerschule zu Groß- Gerau; am 16. Januar den von Sr. Durchl. dem Herrn Fürsten von Isenburg- Büdingen auf die zweite evang. Pfarrstelle zu Büdingen präsenlirttn dritten evang. Pfarrer Ernst Widmann zu Büdingen für diese Stelle zu bestätigen; am 21. Decbr. 1886 wurden dem Schullehrer Heinrich Wrtzel zu Lampenheim, sowie dem Schulamtsaspiranten Heinrich Gruber aus Gau-Bickelheim und Heinrich Emil Geil aus Queck Lehrerstellen an der Volksschule zu Worms, am 29. Decbr. wurde dem Schullehrer Peter Ant. Pfuhl zu Neuhausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Kostheim übertragen; am 15. Januar wurde her Schulverwalter Heinrich Roth zu Bessungen zum zweiten Lehrer an der Anstalt für Blödsinnige „Alicestift" bei Darmstadt und der Schulverwalter Wilhelm May zu Bessungen zum dritten Lehrer an der genannten Anstalt, beide mit ben Rechten der Volksschullehrer; am 20. Januar wurden die Hilssbremser Heinrich Roth aus Brauerschwend und Johs. Sänger aus Angersbach zu Bremsern bei den Oberhessischen Bahnen ernannt; am 21. Januar wurde der von dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Birsteln auf die erledigte zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Urberach präsentirte Schulamtsaspirant Heinr. ©enger aus Frei - Laubersheim für diese Stelle bestätigt; am 29. Januar wurde dem Schulamtsaspiranten Gottfried Leidig aus Grüningen die zweite Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Langsdorf, an dems. Tage wurde dem Schulamtsaspi- ranten Leonhard Falter aus Ober'Schönmattenwag die Lchrerstelle an der @e- meindeschule zu Lauerbach übertragen; am 1. Februar wurden bie Bahnwärter bei der Main-Neckar-Eisenbahn Adam Draudt, Karl Kramm, Philipp Katzen' mager, Ludwig Weidner, Adam Schuster, Johs. Kaufmann, Georg Ewalo, Georg Rüster, Philipp Klein, Georg Ludwig Schönberger, Georg Wirth, Johs. Stroh, Peter Küchler, Heinrich Rockel, Johann Heinrich Schneider, Joh. Jacob Herbert, Georg Friedrich Löser und der Ersatzbahnwärter bei der Main-Neckar- Eisenbahn Wilhelm Seibert zu Weichenwärtern und der Ersatzbahnwärter bei der Main-Neckar-Etsenbahn Wilhelm Stork zum Bahnwärter bei dieser Bahn ernannt; am 2. Februar wurde dem Schullehrer Karl Stumpf zu Harperts- Zausen eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Griesheim, am 4. Februar wurde dem Schulamtsaspiranten Johs. Maser aus Fränkisch'Crumbach die Leh- -rerstelle an der Gemeindeschule zu Ltchtenberg'Obernhausen übertragen. 11. Concurrenzeröffnungen: Erledigt sind: Die dritte evang. Pfarrstelle zu Büdingen mit Herrnhag. Die Präsentation steht dem Herrn Fürsten zu Isenburg-Büdingen zu. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende LehrersteUe an der Gemeindeschule zu Dirlammen mit einem Gehalt von 900 A Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Ge- meindeschule zu Köngernheim mit einem Gehalt von 900 A Mit der Stelle ist Organistendienst verbunden. Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Leh- verstelle an der Gemeindeschule zu Schlierbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemetndeschule zu Büdesheim mit einem Gehalt von 900 A Die mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gras-Ellenbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem evang. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Freienseen mit einem Gehalt von 900 A. Eine Lehrerstelle an der evang. Schule zu Hofheim mit einem Gehalt von 950 A. An der Gemeindeschule zu Weisenau drei Lehrerstellen, von denen zwei mit kath. Lehrern zu besetzen sind und eine mit einem evang. Lehrer zu besetzen ist, mir einem nßrfi dem Dienstalter der betr. Lehrer sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1600 A, sowie zwei Lehrerinnenstellen, welche mit katholischen Lehrerinnen zu besetzen sind, mit einem nach dem Dienstalter der Betreffenden sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1200 A Die mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Erbach mit einem Gehalt von 900 A Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle (erste Mädchenschulftelle) an der Gemeindeschule zu Heppenheim mit einem Anfangsgehalt von 1000 A Dem Großh. Kreisrath, dem kath. Pfarrer und dem Stadtvorstande zu Heppen- beim steht das Präsentationsrecht zu dieser Stelle zu. Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerftelle an der Gemeindeschule zu Nieder-Ingelheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1000 bis 1400 A Eine mit einem kath. Lehrer zu besetzende Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Gau-Algesheim mit einem nach dem Dienstalter des betr. Lehrers sich bemessenden Gehalt von 1200 bis 1500 A Reichstag. E. R. Berlin, 9. März 1887. Der erste Gegenstand der Tagesordnung ist die zweite Lesung der Militär- vorlage. Abg. Rickert (dfr.) erklärt, daß er, um die Annahme der Vorlage nicht zu verzögern, das Haus bitte, die von ihm beantragte Resolution (wegen der Reichseinkommensteuer) erst nach vollständiger Erledigung der Militärvorlage zur Berathung zu stellen. (Beifall.) Abg. Frhr. v. Franckenstein (Ctr.) erklärt, daß er und die Mehrzahl seiner politischen Freunde noch auf demselben Standpunkte stehen, den sie im vorigen Reichstage eingenommen. Da sie aber einer geschlossenen Mehrheit gegenüberstehen und ihren Standpunkt daher nicht zum Ausdruck bringen könnten, so bleibe ihnen nichts weiter übrig, als sich an der formellen Abstimmung nicht zu betheiligen. Abg. Dr. Bamberger (dfr.) befürwortet das neuerdings eingebrachte Amendement auf dreijährige Bewilligung; er und seine Freunde glauben auch heute noch, über drei Jahre nicht hinausgehen zu dürfen. Abg. Dr. Reichensperger (Ctr.) erklärt Namens eines Theils des Centrums, M ste rbren bisherigen Standpunkt nicht aufrecht erhalten, sondern für die unveränderte Annahme der Vorlage stimmen werden. (Beifall.) Abg. v. Helldorff (cons.) betont noch einmal, daß das Volk bei den Wahlen seine Entscheidung dahin getroffen habe, daß es ein kaiserliches und kein Parlamentsheer wolle und daß die Majorität des Reichstages auf diesem Standpunkte stehe. Fürst Bismarck ist im Hause erschienen. Abg. Richter (dfr.) erwidert, daß auch seine Partei bei der Bewilligung des Trummus auf dem Boden der Verfassung ständen. Die Frage, ob Kaiserliches oder Parlamentsheer sei bei den Wahlen vollständig in den Hintergrund getreten. Das Volk sei durch die Behauptung getäuscht worden, es handle sich um Krieg oder Frieden. D" gegenwärtige Majorität des Reichstags sei ein Angstproduct der Wählerschaft. (Großer Lärm rechts.) Tie Discussion wird geschlossen. Der Antrag Bamberger wird in namentlicher Abstimmung mit 232 gegen 23 Stimmen abgelehnt, 88 (Centrum) enthielten sich der Abstimmung. •x "ÄS1 der Regierungsvorlage, ebenfalls in namentlicher Abstimmung, mrt 223 gegen 40 Stimmen angenommen; 83 enthalten sich der Abstimmung. Eine kleine Minderheit des Centrums von ungefähr 12 Stimmen war für die Vorlage Die namentliche Abstimmung über $ 2 (Neuformationen) ergibt eine Majorität von 247 gegen 20; 83 Centrumsmitglieder enthielten sich der Abstimmung Die erste Lesung des Gesetzes, betreffend einige Abänderungen des Pensions- gefetzes bei der Marine, wird nach einigen einleitenden Bemerkungen des Chefs der Admkralttat, v. Caprrvi, debattelos erledigt. M Der Entwurf eines Gesetzes betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waisen von Angehörigen des Reichsheeres und der Marine wird nach einigen Bemerkungen des Kriegsministers v. Schellendorf, sowie der Abgg. Pfafferotb lCtr 1 v- ?crnuth (natlib.), Richter (dfr.) und v. Manteuffel (cons.) an eineCom- Mlfflon zur Vorberathung überwiesen. Nächste Sitzung Donnerstag. (Etat.) _ , Univerfität».Chronik. "»3™a 1,1 •"» ™>- -in., H. AU' Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz - Bureau. . Berlin, 9. März. Dem Bürgermeister Duncker brachte anläßlich seines fünstia- lahrrgen DlensyubitäumS der Oberbürgermeister v. Forckenbeck an der Svitze einer D-pu,°.wn des und der Stadtverordneten die Mlllckwü sch? Lunt 1 Überreichung einer Adresse, sowie des dem Jubilar vom Kaiser verliehenen rXn Adlerordens 2. Classe mit Eichenlaub. Die Beamten des Maaistrats Batfm Mm» vorher Glückwunschdeputationen an den Jubilar entsandt. Nachmittags finbet*in rjefimabl im Festsaale des Rathhauses statt, woran auch der Minister 33uttfomrr ier frühere Minister Hobrecht iheiinebmen werden. ' -Hutttamer und - , r^4*^**’ 9- März. Seine Majestät der Kaiser empfing Vormittags den Fürsten Hohenlohe^angenburg nahm sodann militärische Meldungen und den Vortrag W l mowskt's entgegen und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. Um 3«/, Uhr erscheint her eultu§minifter und um 4 Uhr der St.atssecreiär Bismarck zum Vortrag Abends . , , - Lothringen bestehenden Vereinen sind dem Vernebmen worbet b RrC16: “nb P°li,eidirection gegen 200 als antideutsch bezeichnet h^en eTnonnt W®C W Dr" @tüM- wurde zum Conful in Kopen- Bremen, 9. März. Der Lloyddampser „Rhein", Capitän Jahns am 23 von Bremen nach Baltimore abgegangen, ist nördlich ber CheaSpeakbay ^au?G^°! Serathen. Ern Dampter wurde zur Hilfeleistung abgesandt. 9 U ®runb Petersburg, 9. März. Das Journal de St. Petersbourg" sagt bezüglich der Hinrrchrungen m Bulgarien: Diese Handlungen empörender Brutalität batten enhlirh btc offenttrche Meinung über den Werth der vermeintlichen Vertheidiger der Ordnung Friedberg, 9. März. Heute früh flatterte vom Adolfstburme in der Burg, dessen Zugang gewaltsam erbrochen war, eine große rotb-weise Flagge mit der Jn- jchnft: „Wählt Hinze!" Dieselbe wurde sofort herabgeholt. ., Darmstadt, 7. März. Die Besserung im Befinden des Fürsten Alexander schrecket m erfreulicher Weise fort, so daß die völlige Genesung in baldiger Aussicht steht. Die letztere ist bereits soweit vorgeschritten, daß der Patient aeftcui das Bett verlassen konnte. Mainz, 9. März. Das hiesige städtische Gaswerk wird von dem 1. Aprrl an den Gaspreis von 22’/io Pfg. auf 20 Pfg. pr. Cubikmeter reducrren. „ „ — Nächster Tage wird für den Bau einer neuen katholischen Kirche in der Neustadt hier em Concurrenz-Ausschreiben für die Baupläne erlassen werden. Ntit dem Fundamentausheben für diesen Kirchenbau soll schon mit dem Eintritt der Bau- sarson begonnen werden. c , . — Aus Anlaß der Wahl des Centrumscandidaten N. Rack6 in den Reichstag ftndet am kommenden Sonntag 9iachmtttag im „Frankfurter Hof" hier eine Festwerden^ roo^u Buhler aus Stadt und Land eben durch die Blätter etngelaöen ^us der Landstraße zwischen Esselborn und m"E^uchttam verflossenen Sonntag Nachmittag ein junger Bursche aus Oberflorsheim ein Mädchen aus Kettenheim,. seine ehemalige Geliebte mck einem Reoolvep zu erschießen. Zum Glück gingen die abgegebenen Schüsse aber fehl und kam das Mädchen mit dem bloßen Schrecken davon. Lüftern hier abgehaltenen Ausschußsitzung des Mlttelrhelnischen Turnkreffes wurde der Tag, an welchem das diesjährige Mittel- rheinische Turnfest dahrer gefeiert werden soll, auf Sonntag den 7. August festgesetzt- Verlauf der Verhandlung wurde ein neuer Turngau unter dem Diamen Lahn-Wetter-Gau gegründet; während der neu gebildete Rhein-Taunus-Gau wegen Mangel der nothlgen Anzahl Mitglieder — wenigstens 1000 Turner — statutarisch ausgenommen werden konnte. Der Mittelrheinkreis zählt jetzt 26 000 Turner in LÄS' W£runtcr Rhernhessen der stärkste mck 5000 Turnern Neben einer Reihe geschäftlich^ Fragen trat der Ausschuß namentlich der Organisation des Fechtens in fp$h*n^mprrf1p?chllnh n?^Cr ua"b t.oU ein in Wiesbaden stattfindendes Preis- und Schau- MnrnP trugen Vereine zu arrangiren übernommen haben, die praktfichen Erfolge des neugesammelten Materials vercufichaulichen Berüalicb einer w-gen Nichtausnahrn- in^d-n Gau NbUnhefsin wttd dal Vorgehen des Gauausschusses gebilligt und werden demselben weitere Entscheidungen ^/"?egeben Für das Mcktelrhein-Fest wurde bestimmt, daß sich die Höhe der Fes karten auf 2 und h^r Tageskarten auf 1 JL belaufen dürfen. ? u$ der Vrovinz Rheinhessen, 7. März. Nach beendeter Vorschau sind ^hlere b^i^^t^^H ^.^llung^der"deulschen^^^ si.« aufgeklärt. Die Pforte habe auf Ansuchen des russischen Botschafters, welcher durch- den deutschen Botschafter unterstützt wurde, Riza Bey beauftragt, die Gefangenkn zu besuchen, um wenigstens den Grausamkeiten Einhalt zu thun, welchen der Vertreter des Sultans nicht hätte gleichgiltig zusehen können, ohne die suzeräne Autorität zu compromittiren und die Usurpatoren zu ermuthigen. Man dürfe hoffen, diese Ausschreitungen würden endlich die Ueberzeugung herbeiführen, daß es geboten sei, dem Martyrium des armen Volkes, welches durch Rllßlands Hingebung in's Leben gerufen, aber durch die übergroße Toleranz Europas der Anarchie überliefert worden, ein Ende zu machen. Auch die Geduld habe ihre Grenzen; diese seien aber bereits überschritten. Rom, 9. März. Aus Massauah wird gemeldet, Salimbeni sei am 1. März nach Asmara abgereist. Die Situation sei unverändert; eine Operation gegen Massauah scheint ausgeschlossen. — Die Fürstin Wittgenstein, die Vollstreckerin des Liszt'schen Testaments, ist heute hier gestorben. London, 9. März. Nach einer im Arsenal von Chatham veröffentlichten amtlichen Ntittheilung ist der oberste Zeichner des Arsenals, Namens Terry, weil er von. Informationen, die ihm in seiner amtlichen Eigenschaft zugegangen waren, an dritte Personen gegen Entgelt Gebrauch gemacht hat, seines Postens entsetzt worden. Wie es heißt, hätte Terry zahlreiche Zeichnungen von Torpedos und Marinemaschinen an einen. Vertreter der nordamerikanischen Gesandtschaft verkauft. Lissabon, 9. März. In dem Grenzstreit mit Zanzibar wies die portugiesische Regierung in Folge freundschaftlicher Vermittelung Deutschlands den portugiesischen Gouverneur von Mozambique an, die Feindseligkeiten gegen Zanzibar einzustellen, nachdem der Sultan von Zanzibar, den ursprünglichen Forderungen Portugals entsprechend, einen Commissar zur Regelung der streitigen Grenzfrage ernannt hatte. Newyork, 9. März. Ein in Boston aufgegebenes, an den Prinzen von Wales adressirtes Packet wurde, weil es nicht frankirt war, aus dem Postamte in Washington zurückgehalten und geöffnet. Dasselbe enthielt eine in Watte gehüllte Glasröhre mit einer weißen Flüssigkeit, durch welche zwei Drähte hindurchliefen. Der Inhalt der Röhre wird gegenwärtig durch Sachverständige analysirt. Bukarest, 9. März. Die Abreise des Königs und der Königin nach Berlin wurde auf den 18. d. M. festgesetzt. __ Belgrad, 9. März. Der türkische Gesandte Zia Bey überreichte dem König ein (schreiben des Sultans als Antwort auf das gelegentlich der Akkreditirung des serbischen Gesandten Nooakooie von demselben überreichte Schreiben des Königs. Sofia, 9. März. Das Gerücht von dem demnächstigen Zusammentritt der Nationalversammlung wird als unbegründet bezeichnet. L p f a i t t Gießen, 10. März. sRealschul-Jubiläum.j Die gestern Abend auf dem Lenz'schen Felsenkeller anberaumte Versammlung war sehr zahlreich besucht. Es wurde nach Eröffnung der Versammlung sofort die Constituirung eines erweiterten Comit Ein unmöblirtes Zimmer zu ver- Ml'-Hen._______________Flüdelsaasse 9. _____________W. Stuling. 1799 Eine kleine Familienwohnung an nur ruhige Leute zu vermiethen. Näheres in der Exped. d. Bl- Bürger - Gesellschaft. Sonntag i>rn 13. Marz: 1790 Abendunterhaltung mit Concert in „Stein’s G-arten“. Anfang 8 Uhr. D«r Vorstand. Gambrinus. 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