1887 Donnerstag bin 10 Februar Nr. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf- Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Duresrrr Schulstratze 7. Amts- und Anzcigcblatt für den Kreis Gießen ist im Sange. Der Kaiser hatte der Marineschule bereit« feinen Besuch juge- sagt; doch unterbleibt derselbe nunmehr. Vor einigen Tagen hat der deutsche Botschafter eme längere Audienz beim russischen Kaiser gehabt. -„Die Audienz de« deutschen Bot- sch-sler« be.m Kaiser wird in Petersburg allgemein im friedlichsten Sinne be« sprachen. - Am 6. d. M. ist der Befehl eingetroffen, daß der älteste Jahrgang der Sarde Mangfchaft.n der sonst Anfang« März zur Entlassung kommt, in vielem Jahre schon Mitte Februar entlasten werden soll. Stanley, der unermüdliche Afrika-Reisende, hat sich mbsi seinen Begleitern am Sonntag Nachmittag in Suez nach Zanzibar emgeschiffr, woselbst die Ankunft Ende dieser Woche erfolgen durfte. In Zanzibar gedenkt Stanley die Ausrüstung der Expedition zur Aussuchung Emm Pascha« möglichst zu beschleunigen und erwartet man, daß ihn hierbei die Regierung de» Sustan« Bargasch Ben Said nach Kräften unterstützen wird, lieber den Weg scheint Stanley noch nicht deffnitiv schlüssig zu sein und hingt er von den Nachrtchlen, die er in Zanzibar erhalten wird, ab, ob die Route über ^n Victoria- und Albert-Nyanza oder die Congo-Route gewählt werden wird. Jedensall« bedarf die Meldung, Stanley werde die letztere wählen, noch der Bestätigung. London, 8. Februar. Ein soeben veröffentlichte« Blaubuch über bie Verschwörung gegen den Bulgaren-Fürsten enthält Depeschen bU zum 17. De« cembet. Eine Depesche von Giers vom 11. November an Staat flieht Dem Botschafter die Anschauungen de« Kaiser« über die Sachlage bekannt und fügt blnsu Rußland wünsche nicht die bulgarische Unabhängigkeit anziigreisen, habe ober da« Recht und die Pflicht, die vebrückung be« Bulgaienvol e« durch eine Minorität von Agitatoren zu verhindern. Der Kaper fei bestrebt, diese Z ele nnf iriedlichem Wege zu erreichen, ohne von seinen vertragimäßigen ^erpflt^' Sflen abSS SU andere Mächte dieselben ebenfalls respectiren. In feiner Antwort erklärt Lord Jdbetleigh am 8. Decemder, die Eindrücke Ruß. land« betreffs der Ereigniffe in Bulgarien wichen zwar von denjenigen der Urttt^en Neuerung ab welche glaube, hierin wefentlich mit den anderen Hegte« rLm üb^rLüstimmen die britische Regierung wünsche indeffen gleich der russischen die Ausrechthaltung der Verträge, die Losung der Fragen auf fried. und die freie Ausübung der Autonomie Bulgarien,; sie werde n^9 an ’ Beratbungen der Signatarmüchte bei Berliner Vertrages zur Erreichung dieser Ziele theilnehmen. Diese Berathungen sollten jedem Beschlüsse, c . neuen Herrschers, vorangehen. D«e britische Regierung ziehe er vor, ihre Meinung hierüber sich vorzubehalten, bi« die Bedingungen für die bulgarisch- Union geprüft und geregelt feien. - Der Fackelzug durch die Hauptstraßen der Westend« womit die Soc.a. rm.n h„n b,u!iaen ->ahre«'ag der mit Ruhestörungen und Plünderungen verbundenen vorjährigen Kundgebung auf Trafalgar Square zu feiern beabsichtigten, t wurde von der Polizei verboten. . — Die ^Times" bezeichnet das Schreiben Jakobim» al» ein neue» Ele- k.r des Friedens. Das Schreiben werbe unzweifelhaft die s.i. M dm Ä.Äi«s2» i-id-, Ä'’Ä^“n“r« «mm SS LM sdsÄÄ»»-. der Ordnung. Die Debatte wurde hierauf vertagt. Telegraphische Depeschen. Wolff's telegr. Corresponbenr-Brrrean. Glockenangelegenheit zur Sprache. - 6 Angriffe gegen den Bürger- m-ist^und Lan^ waren; er habe den Bürgermeister angewiesen, bet weiteren Angriffen die der^wndungsttage zu Erheben insgesammt - Die emgegangene Vorlage für o e ^ecu^ Zg Z^ ooO für neue £eÄtti;ÄÄ*für-lü,900 und für Bahnhass- beUte" l4’Ä Jsenburg-Birstein °ngwst"datz'iüe Rechte beTReichstags b«*b^a4t®p’^Ument«if4eir^lS«b|nbluwn trächtigt würden, dagegen durch haustge Wiederleyr yar erzeugt werbe. Auch sr jsäS'ÄSS» »SS-. u * ».tato™®' «um «W. gestorben. Politisch- Ueberfkcht. Gießen, 9. Februar. Der »ReichS'Anzeiger" schreibt zur 90. Geburtstag,.Frier de« Sai,Lt‘ m.i.ftst dem Kaiser und König sind Anträge von Vereinen zuge. «angen dA welch'Utzterc die gute Absicht äußern, Allerhöchstbenfelben zur ^vorstehenden Feier der Vollendung des 90. Lebensjahre« ihre Gesinnung-treus mnv Ver-Hrung durch persönliche Huldigungen zu bethätigen. So woh.thuend gfie Kundaedung-nSe. Mai-stät berühren, so sehen Allerhöchstbiese den sich doch durch^ba« Bedürsniß der Ruhe und^Schonung zu Allerhöchst'>hreu> lebhaf en Bebauern genöthigt, auf derartige Beweise der Th-tlnahme zu ve.z chstw D recte und verfönliche Kundgebungen dieser, welche zum 22. März geplant werden sollten würden daher im Jntereste der Schonung der Kräfte Sr. Maz stät rurückr'ubalten sein. Um solchen wohlgemeinten Absichten zeitig vorzubeugen, haben^Se Majestät zu bestimmen geruht, daß Dllerhöchstchre Wlllen-memung durch die öffentlichen Blätter zur allgemeinen Kenntnrß gebracht werde. Berlin, den 6. Februar 1887. . . Der Reichskanzler und Präsident des Staatsanmstenums, v. B i L m a r ck. Bezüglich eines Anlaufbasen» süc die deutschen Post-Dampf- schiffe ist dem Bundeirathe eine Mittheilung wie folgt ^gegangen. Zn vom Bunde-rathe genehmigten $ampfer.Subüention«.$ertrage t)om 374. JuU 1885 sind al« »nlausstellen für die australische Hauptlin e zw schm »de» und Australien (Adelaide) die Tschago« - Inseln bestimmt Die b i den biSh-ngen Fahrten auf der Linie gemachten Erfahrungen haben lndessin ergeben, baß die Ergänzung bei Kohlenvorraths, welche zwischen Aden unb Adilarbe unter Um ständen erforderlich und auch der einzige Zweck de» Anlaufen» der T'chagos Inseln ist für Dampfer der hier in Rede stehenden Art unter wett gunsttgern Verhältnissen in Colombo (Ceylon) ersolgen kann. Durch da» ^laufen diese» letzten Hajens seitens der Dampser aus der australischen L'.me würde überdies eine 14lägige birecte Verbindung Deutschlands und Borber-Jnbienr h"S^llt werden, war für den Verkehr Deutschland« dorthin von nicht zu unterfchätzend m Werths fein würde. Der Bunderrath beschloß daher, dem von dem Norddeut scheu Lloyd geäußerten Wunsche gemäß, zu genehmigen, dah al« Anlaushasen der australischen Hauptlinie zwischen Aden und »delaibe an stelle br Tschg Inseln der Hasen von Colombo bestimmt werde. Der Bundesrath hatte be schloffen, dem Anträge zuzustimmen. , . Der vreubische Minister für Land»nthschaft hat ganz kürz lich den BezEks-Regierungen ein Rundschreiben ub-rsandt welche« dt-Förderung der Hagelversicherung zum Inhalte hat. Er har sich $ ..9 QU(fi sowohl, bei den Verhandlungen be« deutschen Lanow rthschasttrath» al« u-y anderwärts die Thatsache öffentlich beklagt wordenst.baßde Versichung ] aenen Hagelschaden gerade bei der bäuerlichen und kleinbäuerlichen «evoilerung Äg.mSn wenig SB.Mung Uj». ».. W«f “J'.ÄÄ Klaffen bei dem Eintritt einer bebeutenben Hagelschabenr nicht selten in ihr ErhallungSstanbe bedroht finb. Deshalb erscheine e, al« e ne A^gabe der StaaUbchörben, mit den ihnen zu Gebote l^henben Mitteln auf ! >gu g dieses den öffentlichen Jntereffen roiberftrebenben 3urwnM bm uetrten .^D somit werben die Regierungen veranlaßt, bie ländliche Bevölkerung fl - 3 ffleü'e auf die wirthschaftlichen Vortheite ber Hagelversicherung und bie ^tigei ügten darauf LuweHn, daß nach oer bestehenden Gefetzgebung im Falle be« Hag-lschadenr kein Erlaß der Grundsteuer eintntt Au« Tongking finb neue günstige Berichte in Par « infl gangen. Dieselben befugen, baß bie Trupp-nabthe,lungberin Thanhoaop-r rennen Oberst Briffaub am 2. d. Mr. bie stark befestigte Stellung ber »ui ständifch-n bei Hufanvuilou (?) befetzl habe und daß Makao vonben Chi ^f unb Annamiten geräumt worben fei. Ganz glatt ist e* 9 J , h , =n adgeganzen, denn bie Berichte melden daß der Widerstand e« F- nd-s^em ernster gewefen fei und daß bie französischen Truppen h ,r».stbenten gehabt hätten. Einigermaßen bebenklich au biefen, vom Gf ^.Residenten Bihourd in Hue eingefanbten Mittheilungen ist nur, daß dieselben wiederum von einer Teilnahme der Chinesen an den Kämpfen im nördlichen Tongking berichten. Es erhellt aus ber Depesche Bihaurd « nicht, ob e, sich hurvei u reguläre chinesische Soldaten ober nur um chinesische Banden hand-l , w lch Schwarzflaggen im Kampse gegen die Franzofen unterstützen. Er st ziemlich .gieichgiltig, denn ix jedem Falle steht fest, daß die auillän miten auch sttzt noch von China her Zuzug erhalten nnd da r^eint e» begreiflich, wenn die Franzofen mit dem räuberischen Gesinde im Nor h ostasiatifchen Co'.ontalbesitze» noch immer nicht fertig werden fön"en‘ Sa« griechische Cabinet Tricupi, fährt m erfreulicher Weife fort feine F^iedenrpolitik zu manifestiren. So meldet ein Athener Ti' g , nehmen russischen Namen», hat sich erschoflen. Eine umianenuc Kinder Es starben an: 1 1 (1) vom 2.-15. Jahr: im 1. Lebensjahr: Zusammen: 1 2 1 1 (1) Erwachsene: 1 2 Telegraphischer Schiffshericht . der „3?eb Star Linie" Antwerpen, »etopotf, 5. gebruar. Der Postdampfer „Noorbland" der Red Star9i»i," Antwerpen abging, "ist heute' «ohwehattm hier^ange-' , , Stettin, 8. Februar. Gestern Abend wurde eine in der Bockbrauerei Hierselbst aogehaltene socmldemokratische Wahlversammlung polizeilich aufgelöst. Da sich die Menge widersetzte, requirirte die Polizei die Hilfe des Militärs. Beim Einschreiten mit ausgepflanzlem Seitengewehr wurden mehrere Personen verwundet. Ein Mann soll den erhaltenen Wunden bereits erlegen fein. Die Vcrsammlungslbcale wurden durch Stetnwurfe demolrrt. * r,. R daris, 8. Februar. Der Ministerrath beschloß, sich dagegen zu erklären, daß die Beratung des für Armeezwecke verlangten Credtts von 86 Millionen, welcher zum Cytraorbtnarium des Budgets des Krtegsmintfteriums gehört, vertagt werde. Die Meputtrtenkammer müsse nach der Berathung des Einnahmebudgets voraussichtlich am ?onnersrag btefen Credit berathen; der zur Vervollkommnung der Bewaffnung der französischen Armee bestimmt von der Budget-Commission schon lange angenommen und von keiner Partei angefochten sei. ™ A Februar. Die Depesche Genö's aus Massauah vom 6. d. M. lautet: „Nachdem Rasalula eme Bewegung um Sasli gemacht und sich auf Ghinda zurückgezogen, setzte er von dort den Marsch gegen Asmara fort, in Ghinda nur das Ober- vaupt der Barambas, Tesamma und einige Soldaten zurücklassend. Das heldenmüthige Verhalten unserer Truppen wird allerseits, sogar non den Abessyniern, bewundert. Es ist unbekannt, ob Rasalula sich zurückzieht, um Verstärkungen abzuwarten, »der ob er a bcr Cr? mnein£^er U^e kinen Angriff Massauahs verzichtet. Major Piano oc ?r Cmni r00?1 und Rasalula ein. In dem von Macalle, ^b^rten Briefe des Negus heißt es: „Ihr nahmt Massauah, jetzt kamt Ä \UrVtne Ostung anzulcgen; welchen Zweck habt Ihr? Gehört kauet V m?umcI TS1" ßanL Kämet Ihr mit guten Absichten, warum S?nUfAr,.L?Srh • bringet Ihr Kanonen, Gewehre, Soldaten mit?" । $ bL o"$^r ^ld schuld am Geschehenen, ^eien wir Freunde wie früher. I 6an3e Land von Massauah bis hierher gehört dem fr hrtt, einen Bruder, mit Euch zu sprechen." Major Piano erklärte, » c freundschaftliche, sowie Handels-Beztehungen wieder herzustellen: derselbe kehrt morgen. mtt meiner Antwort nach Asmara zurück. Ich will dadurch r""^rr b«n Abfahrten helfen, ohne Verpflichtungen einzugehen. Es scheint, m-iMT Waffenruhe emgetreten, indem die Abesfynier ihre militärischen Operationen gegen uns einstweilen ernstellen. Ich telegraphiere dem Kriegsminister die Liste der ge- I fallenen und verwundeten Osficiere. I 8* Februar. Deputirtenkammer. Ministerpräsident Dcpretis theilte mit, I ^at?CJnr5Olr0' berc parlamentarischen Situation seine Entlassung ge- I fl.bcn. ^r König habe sich feine Entschließungen vorbehalten. ninhur* 8'- Bom Senate wurden zwei Bills angenommen, I ^er KwbE^bÄ^/""? -uon zusammen 21 Millionen behufs Unterstützung I unb ^e?^üftpnnlrtheihilf der Militärischen Ausrüstung der Kriegsmarine I uno der Kuftenvertheidlgung bewilligt wird. I erleichternd und lösend aus die Schleimsekretion tu Zweck der Heilmittel, welche von den ärztlichen Autoritäten den Pa enten verschrteben werden, die an mehr oder minder langXlgen — s^cklicherVorgang ereignete sich am Mittwoch Abend auf dem Grund- I stuck Naunynstraße 66 in Berlin. Dort wohnt auf dem Hofe, eine Treppe hoch der Kaufmann L., ein unverheiratheter Herr in den 30er Jahren. L hatte sich auf ei Petroleum-Kocher eine Tasse Kaffe gekocht und trank denselben,^^deV^ Kochmafchine den Ä\3U9^nbct' 2tt& allcr stcd Plötzlich von Hellen Flammen umringt sab Di I < burck die uach dem Flur führende Thür konnte er nicht nehmen, da dicht bei st^ das Bett befand und dieses ebenfalls hell loderte. Er riß da die ^b"ung einen anderen Ausweg nicht besaß, ein Fenster auf, um aus demselben au b Sich mit der rechten Hand an dem Fensterkreuz haltend wollte er sich hinunterlassen, wagte aber den Sprung nicht und hing nun so, entsetzliche Hilfe- \^yVlOf$Cnb' mt<£ C dlrme am Fensterkreuz, während die Flammen aus dem r UQCn‘ & uicht loslassend, blieb der Unglückliche so lange in dieser hil hrIJ?en ^°PT) b c ^uell requirirte Feuerwebr erschien, welche sich Eingang in ! l^"bQ -«Mnung erjroorg und von derselben aus mit Entschlossenheit und ^*bm bte Wohnung zog. Inzwischen war das Feuer gänzlich erstickt ?^^^^rverlehte, welcher erhebliche Brandwunden daoongetragen und dem das ^ffihr?iarh,ItiQrtDA0Uhdfnblfa ab8rC C^6 - rootbe.rl erhielt nun Hilfe und^ wurde aus feiner abhattcn 3 6K ” Unfet'r 6tabt am 13' unb 14- April feine Berakhimgen c - . W Februar. Ein Brünner Telegramm des „Fremdenblatt" meldet baß rn Leitomischl der Gastwirth Tichy mit Frau und Sohn verhafte? >wurde^ unter iu habenU b 8Un8, '* 3J1orbe an wohlhabenden Gästen, die bei ihm wohnten, begangen .8on^°„n'J-.^ruar. Ueber ein am 5. d. M. auf der über den White-Rioer'" fe(Je?b5n ®°^5Bru‘(c (®et- St., Sermont) anscheinend durch Brand stattgehabtes E. enbahnungluck werden folgende Einzelheiten gemeldet: Man fand verkohl e lieber- teste von Menschen in den Metallklumpen und glühender Asche Die Lrilie fnm vätet, denn die nächsten Häuser sind 10 Kilomettr ent ernt so daß v elk 'we ^ nach kän^.^bn''k'^''^ng durch dieWagenfenster nackt entkamen, in der bitteren Kälte starben. Unoerkennbare Ueberreste von 40 Leichen sind gesammelt Die ^abl hindurchbrechend^ hnUf5IuVeÄn.ab8ered,ne^ rotlc6e- durch die Eisdecke Summa: 5 3 y . S'C=B:S1 ta d-, W ÄSSW Ä’ÄÄ ÄÄÄ S-t'ofg. d&z Q^erie-n ;';'8'ein ^gemein intcrrssanlrs Jtntrrljaltminshlntt ® Willkommen in jeder Fanulie, bet olle» bebilderen, and) bi# *58 Ä1 Musikalisch sind. Tewi die'ist trockenes Fach orgar", sondern ein echt popnlö^es Blatt Ä billig (vr. c™ S Wauen u deren W«. H f a l ci Gießen, 9. Februar. Der Verwaltungsbericht der Großh. Bürgermeisterei Est uns Sugegangen. Wir entnehmen demselben nachstehendes: Zu Eingang des Berichts mit^bm^bnä b^b^ schmerzlichen Verlustes, welcher unser erlauchtes Herrscherhaus und Mit ihm da;- ganze Land durch das am 21. März 1885 erfolgte Ableben Ihrer Königlichen Hoheit der Frau Prinzessin Karl, der Mutter unseres alloerehrten Großherzogs betroffen Hatz Die vielen Werke charitativen Wirkens der edlen^ n*ffl%erluft la? mFrf.n h* ^efffnianbe wach erhalten. Einen schmerz- Lichen Verlust hat auch die Stadtoerordneten-Versammlung zu beklagen, indem am - V^c-ob-r 1885 Herr Stadtverordneter Georg Ferdinand Gail, welcher län»°« ne1-nrhnb?CtT feut,;ren Gemeinderath und seit Einführung der Städteordnung der Stadt- verordiieten.Versammlung angehort hatte, nach nur kurzem Krankenlager aus dem Leben ttchnttcke^ kenn Ntt e um.gennutziger Eifer im Dienste der Stadt, seine hervorragenden ’ die er in vielfachen Beziehungen zum stutzen der Stadt zu oer- werthen wußte, sichern ihm em bleibendes Andenken in unserer Stadt. Wenige Tage spater, am 28. October 1885, starb der Stadtkasierechner 5^err StadtreMmeister baftiakeit'undtzVÜ n«C$U 40 3“?re m,t 0an8 besonderer Treue, Gewissen- £a'l!k u PUllktlichkeit fein Amt verwaltet hatte, ^u ieinem Nachfolaer wurde ^?^b^brordneten-Befchluß vom 17. December 1885 sein N^e der Stadttafse- Hernrich Enders, ernannt und als solcher von her Aufsichtsbehörde bestell^' ©Dbannbirfn,n^C Qud) Rechner des Realgymnasiums und der Realschule vesteM. Sodann ist noch zu gedenken des am 5. August 1885 erfolgten Ablebens des I P• *ar^^iftian Bieber, eines durch seltene Pflichttreue und uncr" wurde^Her?n^Gär1ner^ Bediensteten der Stadt. Seine Stelle ^einrid) Vogt zum Mitgliede der Bau-Deputation, in welcher 5ierr I ^^o^neter Heß nunmehr den bis dahin von dem Bürgermeister geführten Vorstu BÄMRä » ä sä Augenschemseinnahmeii veranlaßt, die Finanz-Devutakion in isaZn ? «uratonum für die höhere und' erweLrte Edch n chule in 4 Schunaen 14 b» MsWMMZßM Das Geschaftsjournal für die Einläufe bei der Bürgermeisterei her «™,. I SSfÄS““1“ i«-«- 3-«... läWiÄg ®. auf dem Burgermeisterei-Burau 13300 Personen » d. aus dem Standesamt 5500 Personen ' i °- ÄmÄaeUrfofmnarmCn: Krankenpflege refp. bei dem Armenkasse- tt «LWKLMLNSLMN in^ent'tfKlÄte“LBOirb®eceInbe? 1880 -^Ä1?86"" 6em Bei^ oon 5 U°en e nSL e^tVon W81 Än'en. ” b°§ waren 330 Lnlich 307 wAdlich ®tbUr,en 73 «egen das Vorjahr. Hiervon storbenm°waren:Ännttch M2^weibttch^8L8?e7ia^30^°"°^' ^On b-" Der- I “*,,M1 (i“L ”•••mMt)- e-"‘-*w"r (Fortsetzung folgt.) ' /nfn ^fpchenbausonds wird Herr Professor I Entzündung der Bronchien liien Äo?te3bTe^ninb sw 7 \ßut^er§ Anschauung vom chr istl I Lungenschwindsucht 7 b7 0rn^cn ^uJa bcn angekundigten Vortrag halten Es I Blascnausschlag der Neu- ift bekannt welcher Eifer heute alle protestantifchen Kreise beseelt hpn u I aeborenen wurblg und schön auszugestallen. Eine Menge von Vorschlägen und Versuchet sind I Diphtherie schon gemacht worden, zum Theil mit glücklichstem Erfolg Eine der ersten n? 1 wichtigsten Fragen hierbei wird aber immer die bleiben: „Wie dachten die Reformator. b wie dachte besonders Luther über den Gottesdienst's- n-l^^°owlen die Reformatoren, Holz-Versteigerung 5m Gießener Ttadtwalde. Montag den 14 Februar 1887 von Vormittags 9 Uhr an, sioll im Gießener Stadtwald im Di- strict Wanne nachverzeichnetes Holz versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 597 Eichenstämme mit 190,01 Festm. (von 14 bis 35 Ctm. Durchm.), 4 Fichtenstämme mit 3,86 Festm., 5 Birkenstämme mit 0,99 Festm-, 105 Fichtenstangen mit 2,88 Festm., B. Brennholz. Scheith. ttnüppelh Stockh. Reish. Rmtr- Rmtr. Rmtr. Wellen. Buchen 110,8 51 54,5 2350 Lichen 104,3 146,2 133,1 4310 : Nadel - — 2 1155 Unter dem Nadelreisholz befinden l sich 1020 Dornwellen. Die Zusammenkunft ist auf der ' Licherstraße, 7. Schneise. ; Gießen, den 5. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. 21. Bramm. 934 i ________— ------— JagSvrrpachlung: i Samstag den 12 d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, \ soll die der Gemeinde Watzenborn- n Steinberg zustehende Jagd auf dem Rathhaus zu Watzenborn auf 6 Jahre verpachtet «erden. t Steinberg, den 7. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Watzenborn - Sternberg. i ______________Heß.___________976 -! "Jagd-Verpachtung. Samstag den 12. Februar, Nach- ? mittags 2 Uhr, soll die der hiesige« Gemeinde zustehende Jagd von ca. 4200 Morgen Feld und 1400 Morgen Wald auf hiesigem Rathhause verpachtet werden. !*i Der Wald ist ca 20 Minuten von der ic Station Butzbach und Lang-Göns entfernt. Gambach, den 2 Februar 1887. Grotzh. Bürgermeisterei Gambach- R e u h l- 901 ~ Bekanntmachung. Brennhol;versteigerung im Licher Gemeindewald. Donnerstag den 17. Februar werden im Distrikt Großhäuserberg |B versteigert: 294 Rmtr. Buchen-Knüppel, 74 „ Eichen-Knüppel, ■» 6700 Buchen-Durchforstungswellen, ,p 5230 Eichen- „ „ 104 Rmtr. Buchen-Stöcke, 4 „ Eichen-Stöcke. Die Zusammenkunft ist am Nonnen- a röderweg. Der Anfang ist im Wur- 1 zelschlag an der Streiteck-Schneise Vormittags 9 Uhr. Lich, den 8. Februar 1887. Großh. Bürgermeisterei Lich. Walz. 894 Donnerstag den 10. d. M., Vormittags 9 Uhr, in dem Hause Brandplatz Nr. 12 dahier, werden öffentlich gegen Baarzahlung ver- fteigert^bPf^m^h^e, i Kelter, 2 Secretäre, wovon der.eine antike, 3 Kleiderschränke, 1 Brandkistc, 1 Commode mit Glasaufsatz, 3 ditto ohne Aufsatz, I Consol, 3 ovale Tische, 1 viereckiger ditto, 2 Sopha's, 1 Lüster, 1 Glaskasten mit ausgestopften Vögeln, ein Musikwerk, Weißzeug, Spiegel, Bilder, Glas, Porzellan rc. rc. Die Versteigerung findet bestimmt statt- Gießen, den 7. Februar 1887. Engel, 982 Großh- Gerichtsvollzieher- I Guter Rattenfänger 1 zu verkaufen. Wo? fegt die Exp- d. Bl- Gefcdw. Gaquoin 888 Gänzlicher Ausverkauf wegen Aufgabe des Uhren-, Geld 4 Silberwaaren-Gtsdiäfies Akkgemeiner Anzeiger. Behufs ErbauSeinanderfttzung werden die Unterzeichneten ihre in der Gartenstraße dahier gelegenen Immobilien Montag den 28. Februar d. I., Nachm. 2 Uhr einer nur einmaligen Versteigerung bei Großh. OrtSgericht aussetzen. Das größere Haus mit Mansarde (Nr. 21) enthält in 3 Stockwerken je 7 Zimmer; das kleinere (Nr. 27) 6, 6 und 5 Zimmer und Zubebör. Beide haben Vor- und Hintergarten und je einen kleinen Hinterbau. Feuertaxe Nr. 21: at 47 770, Nr. 27: at 28980. Ortsgerichtl. Taxation: at 47 500 und au 30 000. Weiteres zu ers. bei Großh. Ortsgericht. Gießen und Darmstadt, den 8. Februar 1887. des verstorbenen Uhrmachers Herrn Theodor Geismar soll das reichhaltige Lager aller Arten Uhren, Ketten, Ringe, Brochen, Ohrringe & Silberwaaren, um rasch zu räumen, zu und unter Fabrikpreis abgegeben werden. Die Uhren sind ausschließlich gutes Fabrikat und unter Garantie mit besten Werken versehen. Das Haus ist zu verkaufen eventuell der Laden mit Wohnung sofort zu vermiethen. 618 Th. Geismar Wwe, (BkIkk, Wältthorstr. 18. Möbelfabrik und »Lager von €^rl Storkratb empfiehlt größte Auswahl in 849 Möbeln jeder Art easssrca j u auß e r g e w ö h n lich bi l l i g e n P reisen, Rein wogienen seBawarzeei Caclanaire das Beste, was zu den betr. Preisen zu liefern ist. 737 Qual. I, II, ui, IV, v, vi vn, viit, ix. per Meter JL 1.50, 1.90, 2.25, 2.5U, 2.70, 3.00, 3.40, “3 8u, 4.20. empfehlen GS-ebr. Stamm. MF.DAILLK Mein aufis Vollkommenste neu eingerichtetes Lager aller Wäsche- nsil Aussliillu^s-Ärlikel bringe hiermit zu den billigsten Preisen in empfehlende Erinnerung. Anfertigung von Herren- und Damen-WäsÄe etc. nach Maaß-Angabe liefere in kürzester Zeit. Großen Vorrath in Rester- leinen habe am Lager. M. Hann, 906______________________Marktstraße (früher Lindenplatz). Geschäfts - Eröffnung. Hiermit zur gefl. Kenntnißnahme, daß ich mit dem Heutigen Wall- thorstraße 6 ein Cigarren-Geschäft en gros & en detail, verbunden mit JFgaschenbäeir-ffSandttzntf errichtet habe. 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Februar eb von Mittags 12 bis 2 Uhr bei Herrn Höpfner, Lindenplatz 4, in Empfang genommen werden. Geheimkarten sowie Karten zur Gallerte für Nichtmitglieder sind bei demselben sowie an der Kasse L 20 H zu haben. NB. Nur Damen, welche im Besitz von Einladungskarten sind, haben die Berechtigung zum Balle. 626 Der Vorstand. Verwandten und Freunden statt jeder besonderen Anzeige hier- || durch die traurige Mittheilung, daß uns unsere theure Gattin und H Mutter Lina, grb. Ikibrr, I heute Nacht um 1 Uhr nach kurzem, aber schwerem Leiden durch einen I sanften Tod entrissen worden ist. Mit der Bitte um stille Theilnahme H Dr. Molly und Kinder. Gießen, den 9. Februar 1887. Die Beerdigung findet Freitag den 11. d. M-, Mittags 3 Uhr, von der Wohnung (Schillerstraße 11) aus statt- 901 Ein Lehrling mit guten Vorkenntnissen gesucht. 755 H. Kaesi Nachfolger, Manufacturwa a ren geschäft. Kuustverein. Nachdem in einer am 12. o. M. zu Darmstadt stattgehabten Versamm- lung der Kunstverein fül^ das Großherzogthum Hessen nunmehr gegründet worden ist, werden alle Diejenigen, welche ihren Beitritt zu genanntem Vereine bereits angemeldet haben, sowie alle Diejenigen, welche gesonnen sind, demselben noch beizutreten, eingeladen, sich Freitag den 11. I. M., Abends 8 Uhr, im Hotel Victoria zur Wahl eines Ausschusses für die hiesige Stadt und Entgegennahme verschiedener Mittheilungen gefälligst einfinden zu wollen. Gießen, den 7. Februar 1887. 11 Stock, 4 Zimmer, Küche und Zubehör zum 1. April zu vermiethen oder auch früher zu beziehen. j Frankfurterstraße 69. 951 Ein geräumiges Familienlogis, ganz oder auch getrennt, für sofort zu vermiethen. Schfffenbergerweg 63/ 947 Der zweite StockBahnhoffträße58 6 Zimmer mit Zubehör, zu vermiethen. 162 Das von Frau ApothekerUn- berger bewohnte Logis, erster Stock, ist auf 1. April zu vermiethen. A. Hoffmann, Seltersweg 33. 886 Ein Logis, 4 Zimmer nebst Zubehör, per 10. 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