Nr. aso Donnerstag der- 9 Juni 1887. LA K Bureau: Sch nlstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. reis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit 'urch die Post bezogen vierteljährlich 2 Bringerlohn. Mark 50 Pf. Darmstadt, 7. Juni. Die Berichte der Ausschüsse der Ersten Kammer über die von der Zweiten Kammer erledigten Gegenstände sind zur Aus« gäbe gelangt. Danach wird in den meisten Fällen entweder Beitritt zu den Beschlüssen des anderen Hauses beantragt, oder die Meinungsverschiedenheiten sind von der Art , daß sie wenigstens die wichtigen Vorlagen nicht gefährden. Zu dem Gesetze über das Dammbauwesen und das Wafferrecht in den Gebieten des Rhein, Main, Neckar und des schiffbaren Theils btr Lahn verzichtet der Ausschuß im Jntereffe des Zustandekommens des Gesetzes aus jede Aenderung; die AdänderungS-Anträge zum Gesetz über die Bäche und die nicht ständig fließenden Gewäffer, zum Feldbereinigungs-Gesetz und zum Gesetz über die Lan- deSku'tur-Genoffenschasten werden zweifellos in der einen oder anderen Weise zum Ausgleich kommen, und bei der Vorlage wegen Erbauung einer Zellenstraf- Anstal! pflichtet Ausschuß dem von der Zweiten Kammer beschlossenen Abstrich von 400,000 eX und den sonst gefaßten Beschlüffen ohne Weiteres bei. Eine bemerkenswerthe Meinungsverschiedenheit liegt allerdings und zwar zum Antrag Ohly und G'noffen auf Ermöglichung der Feuerbestattung vor. Der vom Prälaten Dr. Habicht erstattete Bericht erklärt sich gegen die Feuerbestattung und verneint die Bedürfnißfrage im Allgemeinen und besonders für Darmstadt. (F. I.) Darmstadt, 7. Juni. ^Hessischer Landtags Die erste Kammer der Stände trat heute zu einer dreitägigen Sitzung unter dem Vorsitze Sr. Großh. Hoheit des Prinzen Alexander von Hessen zusammen, um über die verschiedenen aus dem Plenum der zweiten Kammer hervorgegangenen Gesetzes-Entwürfe zu berathen. Hauptsächlich sind es das Dammbaugesetz und das Feldbereinigungsgesetz, mit welchem sich oas hohe Haus eingehend beschäftigt. Zum Feldbereinigungsgesetz ergreift Graf Solms-Lich das Wort, um in einer längeren Rede auszuführen, daß das Inkrafttreten dieses Gesetzes ein wahrer Segen für unsere Landwirthschaft sei, indem hierdurch ein großer Theil unserer Klein-Grundbesitzer vor dem Ruin bewahrt werde. Die von den Gegnern des Gesetzes aufgestellten Behauptungen, als habe der Großgrundbesitzer nur Nutzen, entsprächen einfach nicht der Wahrheit und seien nur Mittel zur Agitation, um die Unzufriedenbeit unter den einzelnen Klassen zu fördern. Er empfiehlt einstimmige Annahme desselben und schließt sich die Kammer einstimmig diesem Anträge an. Die übrigen Punkte erledigte die Kammer mit der gewohnten Raschheit, indem sie zu fast sämmtlichen Punkten der Tagesordnung Beitritt zu den Beschlüssen der zweiten Kammer beschließt. Morgen 9 Uhr Sitzung. Darmstadt, 7. Juni. Am 4. Juni wurde der Gerichtsaffeffor Ferdinand Eber wein in Gießen zur Rechtsanwaltschaft bei dem Amtsgericht Nidda mgelaffen. Darmstadt, 7. Juni. Eine Einberufung der Zweiten Kammer ist für Dienstag den 15. d. Mts. zwecks Erledigung der kirchenpolitischen Vorlage und der Rückäußerungen der Ersten Kammer in Aussicht genommen. Es folgt dann noch eine Tagung der Ersten Kammer und Alles ist zum formellen Schluß des Landtags bereit. Meinungsverschiedenheiten zwischen den Häusern, die dann noch übrig geblieben, pflegen in kurzen Sitzungen vor dem Landtagsschluß noch zur Erledigung gebracht zu werden. Nach der Absicht der Großh. Regierung sollen die Wahlen für die zur Hälfte austretenden Abgeordneten bereits in der ersten Hälfte des Juli statifinden. 2)ie Einberufung des neuen Landtags dürste dann im October zu gewärtigen sein, damit der Hauptstaatsvoranschlag für 1. April 1888/91 rechtzeitig abgeschloffen werden kann. Mainz, 5. Jüni. Man erinnert sich der in Zweiter Kammer über den sog. Mainzer Universitäts-Fonds gepflogenen Verhandlungen, wobei in einzelnen Richtungen Meinungsverschiedenheiten zwischen dem genannten Hause und der Großh. Regierung hervortraten. Aus dem soeben ausgegebenen Bericht des ersten Ausschuffes der Ersten Kammer über den fraglichen Gegenstand, erstattet von Geh. Rath Schleiermacher, Exc., ist ersichtlich, daß dieser Ausschuß die Auf- faffung der Großh. Regierung theilt und deshalb den Beitritt zu den damals beanstandeten Beschlüßen der Zweiten Kammer zu versagen vorschlägt. (F. I.) Berlin, 7. Juni. Der Kaiser schlief in der letzten Nacht im Ganzen gut. Eine leichte katarrhalische Reizung der Augen hat sich eingestellt. Der Kronprinz besuchte Vormittags den Kaiser. — Der Kronprinz fuhr heute Früh per Eisenbahn von Potsdam nach Wansee. dann mit Vierspänner durch den Grunerwald nach Charlottenburg, besuchte da das Mausoleum und begab sich alsdann nach Berlin, woselbst er mit der Kronprinzessin und der Prinzessin Victoria im Königlichen Palais -usammenttaf. — Der „National-Zeitung" zufolge gedenkt Reichskanzler Fürst Bismarck heute oder morgen nach einer Unterredung mit dem Kaiser sich nach Friedrichsruhe zu begeben. Reichstag. P. Benin, 7. Juni 1887. (37. Sitzung.) Eingegangen: Denkschrift betr. die Verlängerung des kleinen Belagerungszustandes über Spremberg, Uebersicht über die Ergebnisse des Heeresergänzungsgeschäfts im Jahr 1886. Die Novelle zum Nahrungsmittelgesetz wird debattelos in zweiter Lesung angenommen. Ebenso fand der Gesetzentwurf betr. die Unfallversicherung der bei Bauten be- fchäftigten Personen in dritter Lesung fast debattelos Annahme. Es folgt die erste Berathung der Novelle zum Poftdampfergesetz. Abg. Grad (Els.) spricht den Wunsch aus, daß der Suezkanal bald neutralisirt werde und befürwortet die Einrichtung einer Zwetglinie Suez-Aden-Zanzibar. Abg. Rintelen (Centr.) ist damit einverstanden, daß die Zwetglinie Triest- Brindisi-Alexandrien dahin geändert werde, daß die Schiffe direct nach Port Said £^en, anstatt nach Alexandrien. Dagegen soll Triest als Ausgangspunkt bleiben. Der Norodeuliche Lloyd babe nur sein eigenes pecuniärcs Interesse im Auge. Es sei unerhört, daß sich der Leiter des Norddeutschen Lloyd s. Z. als Abgeordneter in die Postdampfercommlsfion und sogar in die von dieser niedergesetzte Subcommiffion habe wählen lassen. Den Zumuthungen des Norddeutschen Lloyd müsse entschieden ent- gegengetreten werden. Er beantrage die Verweisung der Vorlage an eine Commission von 21 ^Mitgliedern. ....Staatssecretär v. Bötticher spricht sein Erstaunen über die Summe der Jrrthumer aus, welche der Vorredner, der doch an der Berathung der Dampfervorlage einen so erheblichen Antheil genommen, vorgebracht. Der Vorredner gehe davon aus daß die Mittelmeerlinie wegfallen solle; davon sei aber gar keine Rede. Noch erstaunlicher und mit dem deutschen Billigkeitsgefühl unvereinbar seien die Angriffe des Vorredners auf ein früheres Mitglied des Hauses, auf einen Abwesenden, dem er eigennützige Absichten zugeschrieben. Der Abgeordnete Meyer habe nur seine Pflicht als Abgeordneter gethan. Er konnte damals noch gar nicht wissen, daß der Lloyd die Limen übertragen erhalten würde (links: Na, na!). Bis auf den letzten Augenblick ser es zweifelhaft gewesen, ob nicht eine Hamburger Firma die Subvention erhalten werde. Die Regierung sei Niemand zu Liebe und Niemand zum Leid verfahren. Was nun diese Vorlage angehe, so machten die häufigen Quarantänemaßregeln es erforderlich, daß die Regierung, wenn es nothwendig sei, eine Aenderung der Linien vornehmen könne. Von Triest aus hätten die Schiffe nur wenig Passagiere und einen ßanj geringen Güterverkehr. Auch in den Kreisen des Handels wird das Anlaufen von Genua dringend befürwortet. „ . Abg. Gebhardt (natl.) weist die Angriffe Rintelen's auf das angeblich eigennützige Verhalten Meyer's zurück und verwendet sich eingehend für die Vorlage, bei der sich die Interessen des Lloyd mit denen des Reiches durchaus deckten. Rintelen hätte höchstens Anstoß daran nehmen können, daß anstatt Alexandrien Port Said angelaufen werde, denn hierdurch entstehe eine Verzögerung der Poft. Abg. Dr. Bamberger (frf.) ist der vorfchlagenen Abänderung nicht abgeneigt. Für eine Commissionsverweisung sehe er eigentlich keinen Grund, werde sich aber nicht dagegen aussprechen, wenn eine große Partei des Hauses dieselbe wünsche. Er könne nur wünschen, daß der Lloyd ein gutes Geschäft mache; bisher fei das nicht der Fall gewesen. Uebrigens sei nicht alles so glänzend, wie man es hinstelle; so sei es nicht richtig, daß die deutschen Schiffe die französischen und englischen im Durchschnitt aus- gestochen haben. Das Ausland stelle den größten Antheil zu dem Maaren- und Paffagierverkehr dieser Subventionsdampfer und es bestätige sich somit, daß der deutsche Steuerzahler ein gut Stück Geld bezahle, damit das Ausland seine Maaren und Passagiere billiger befördern könne. Redner beantragt die Annahme einer Resolution, in welcher statistische Nachweise über den Maaren- und Passagierverkehr der Subventionsdampfer verlangt werden. Von der Anfangs mit so großer Begeisterung empfohlenen Korea-Linie fei es ganz still geworden. Man werde es ihm künftig wohl nicht mehr verübeln, wenn er einmal Wasser in das Feuer gieße. Redner wendet sich schließlich gegen die vom Abg. Grad vorgejchlagene Zweiglinie nach Zanzibar, mit der man sich dem Verdacht aussetzen werde, als ob das Reich zu viel Geld habe, mit dem man absolut nichts Besseres anzufangen wisse. Staatssekretär v. Bötticher erklärt, daß eine Statistik, wie sie der Vorredner wünsche, in die Wege geleitet sei. Die deutschen Linien ständen in Bezug auf die Schnelligkeit der Fahrt hinter den französischen und englischen nicht zurück, sondern überträfen dieselben. Die Korealinie sei nicht aufgegeben, es schwebten nur Verhandlungen über den Anlaufshafen, worüber bis jetzt eine Verständigung nicht zu erzielen war. Abg. Woermann (natl.) befürwortet die Vorlage und bemerkt, daß wenn Genua gleich als Anlaufshafen gestattet worden wäre, fein Haus die Linie mit 200,000 JL unter dem vom Reiche ausgesetzten Subventionsbetrage hätte übernehmen können. Trotzdem würde er eine Kürzung der Subvention nicht für richtig halten. Der Lloyd habe Alles gethan, was man von ihm erwarten konnte. Abg. Dr. Windthorst (Centr.): Es sei peinlich, daß schon jetzt etwas über den Haufen gestoßen werden solle, worüber sich doch Regierung und Reichstag erst vor Kurzem geeinigt hätten. Es zeige das, wie bedenklich eine solche Compromißgesetz- gebung sei, was am Vorabend der Branntwein- und Zuckersteuergesetzgebung zu beachten nützlich sei. Er wünsche commissarische Vorberathung der Vorlage. In der Commission müsse auch erörtert werden, welchen Eindruck die Umgehung Triest's in Oesterreich machen werde. Staatssecretär v. Bötticher: Die Vorlage solle den deutschen wirthschaftlichen Interessen dienen, nicht denen eines anderen Landes. Abg. Bulle (frf.) bezeichnet die ganze Dampfersubvention als eine ungesunde Einrichtung. Der Lloyd habe keinen Vortheil davon, er gebe weniger Dividende wie früher und hätte ohne die Subventionslinie wohl auch den Verlust eines großen Dampfers nicht zu beklagen. Abg. Rintelen bestreitet, die Loyalität des Herrn Meyer angegriffen zu haben. Er zieht seinen Antrag auf Commissionsverweifung zurück. Die erste Berathung wird geschlossen, die zweite Berathung findet demnächst im Plenum statt. Morgen 1 Uhr: Arbeiterschutzgesetz, Petitionen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondcnr-Bureau. Berlin, 7. Juni. Die Branntweinsteuer-Commission des Reichstags genehmigte heute einstimmig den Bericht des Referenten, welcher die zur Vorlage eingegangenen Petitionen als durch die gefaßten Beschlüsse erledigt zu erklären beantragt. Zu der morgen voraussichtlich letzten Sitzung steht die Nachsteuer, ferner der Termin für das Inkrafttreten des Gesetzes, sowie die Abstimmung über die ganze Vorlage zur Verhandlung. Budapest, 7. Juni. Landesvertheidigungsminister Fejeroary, der vor feinen Wählern einen Rechenschaftsbericht erstattete, verwies auf die auch vom Monarchen anerkannte Opferwilligkeit, welcher zum nicht geringen Theile die Erhaltung des Friedens zu verdanken war. Der Minister unterscheidet zwischen Ideen, welche verwirkiichr werden können und augenfälligen handgreiflichen Uebertrcibungen, die zu keinem Ziele ühren können, weil die politische Raison ihre Verwirklichung vermehre. Er werve stcy im Bewußtsein seiner Verantwortung und in seiner Ueberzeugung durch nichts wankeno machen lassen, obgleich er für die ungarischen Interessen ein ebenso warmes Herz habe als irgend Jemand. Paris, 7. Juni. Di- letzten aus Tongking bei der Regierung eingegangenen Nachrichten lassen die Situation als gebessert erscheinen, insbesondere laste das See- in einem handlichen Taschenformat in ^w°nd gLundm (1 Ä erschien. -rauberunwesen nach. Die über dm Gesundheitszustand Bihourd's verbreiteten un- dunstigen dtachrichtm seien unbegründet. Bordeaux, 7. Juni. Auf der Eisenbahn zwischen hier und Graves wurde gegen den Dtrector der Marine-Stahlwerke, Montgolfier, ein Mordversuch gemacht. Er erhielt 21 Schläge mit dem Todtschläger; sein Zustand ist bedenklich. Der Mörder ist verhaftet. London, 7. Juni. Unterhaus. Gorst erklärt, es sei bis jetzt noch kein Plan gefaßt worden, die Pischinthalbahn über das Anramgebirge zu führen. Smith erklärte, er hoffe binnen wenigen Tagen die Schriftstücke, betreffend die Convention bezüglich Egyptens, vorlegen zu können. Betreffs der Neuen Hebriden dauerten die Unterhandlungen noch fort, daher sei eine Vorlage des Schriftwechsels unthunlich. Balfour erklärt, die Regierung werde nicht zögern, alles aufzubieten, um den Gesetzen in Irland Achtung zu verschaffen. Bei Berathung des dritten Artikels der irischen Straf- rechtsblll spricht Harcourt, unterstützt von Parnell, sich dahin aus, die Debatte auf die wesentlichen Amendements zu beschränken. . London, 7. Juni. Das Unterhaus nahm nach kurzer Debatte die Bills, betr. das Einnahmebudget und die Staatsschuld, in zweiter Lesung an. Lokale-. »mm & Literarische-. /50 o L^ner's statistische Tafel ist soeben für den Jahrgang 1887 erschienen- (50 ^). Dme ungemein praktische, wegen ihres reichen Inhalts, ihrer Gründlichkeit UmarTeituw Tabelle hat wiederum eine sehr bebeutaibe Umarbeitung er fahren. Sie gibt nach streng amtlichen Mittheilungen über tausenderlei leW' «nMÄB"Ä,be Ding- Auskunft Die Tafel ist dLh« jedem ZeitunK ??ben dieser Plaka,-Ausgabe ist das Merkchen auch Wohlstand von Mainz beizutragen und so ihren Dank zu beweisen. Mö-en an. ms. SÄSiwai ?s*‘ Eingesandt. Sicherem Vernehmen nach feiert der durch seine Mrln'Somm"-"f'-stc uns Ä'BiHwdub (Wohlthätigkeitsoerein) auch wied7r in diesem nächster Zeit ’ "2B'ener 5°f m,t reichhaltigem Programm und zwar schon in Wie bei den vorhergehenden Festen, wird auch dieses Mal ein ornfceS XnneSCn- U™bt,mirb "NH hoffentlich dasselbe, da das Entrse ein so werden^ ‘' b Sefud) ln Anbetracht des wohlthätigen Zweckes ein recht groß» . „R^bige Seidenstoffe v Mk. 1.33 bis 12.33 p. Met. rJ nersch. Färb. u. Dess.f Atlasse, Faille Francalse, „Monopol“, Fon- Fahnpn.tnff^n”8’ merv' Damaste, Brocatelle, Steppdecken- und in«B6m?Rfhef>’8R«SS: nersendet roben- und stückweise zollfrei rn-i.h b ^enbcnfa6nI:®?p8t Henneberg (K. u. K. Hoflieferant) »ürleb. Muster umgehend. Briefe kosten 20 Pf. Porto. 155 Die Iestfahrt auf dem Rhein. „Mein Herz ist am Rhein, im heimischen Land! $ Mein Herz ist am Rhein, wo die Wiege mir stand, Wo die Jugend mir liegt, wo die Freunde mir blühn, Wo die Liebste mein denket mit wonnigem Glüh'n, O, wie ich geschwelgt in Liedern und Wein: Wo ich bin, wo ich gehe, mein Herz ist am Rhein!" Diese Verse des rheinischen Poeten Wolfgang Müller von Königswinter schwirrten mir wahrend der gestrigen Rheinfahrt unaufhörlich durch den Sinn und es mag wohl Manchem so ergangen sein von der Schaar der Auserwählten, denen es vergönnt war den gestrigen Silberblick des Rheines zu genießen. Der „Vater Rhein", der herrliche Strom, zeigte sich von seiner schönsten Seite, er hatte gleichsam ein Festgewand angelegt und zwar ein Gewand von grünem glänzendsten Stoffe, wie er es nur bei ganz außergewöhnlichen Gelegenheiten zu tragen Megt, und ferne Busenfreundin, Frau Sonne, vergoldete das Gewand mit ihren funkelndsten Strahlen, so daß es in eite! Pracht und Herrlichkeit getaucht war Wer gestern den Rhein,trom sah, in aller seiner Schönheit und Lieblichkeit, — der begriff den Rath des Dichters: ' „An den Rhein, an den Rhein, zieh nicht an den Rhein, Mein Sohn ich rathe Dir gut: Da geht Dir das Leben zu lieblich ein, Da blüht Dir zu freudig der Muth." /ürwahr, da geht das Leben zu lieblich ein und es wird schwer, sich wieder SL. s * a n nachdem man die ganze Poesie unvergleichlicher Stunden in vollen Zugen tn sich ausgenommen hat. Wer von den Fefttheilnehmern wird den Augenblick vergessen, in welchem auf dem glanzenden,Wasserspiegel zwischen den beiden Brücken die ganze Festflotille aus a ' 0roß-cren und kleineren prächtig geschmückten, theilweise sogar, wie der Doch sche Dampfer, mit lebenden Decorationen ausgestatteten Schiffen bestehend und ohne Ausnahme viele Tausende fröhliche Menschen enthaltend, vorbeipassirte, — auf Lebhafteste begrüßt von einer unabsehbaren, gleich freudigen, wenn auch weniger bevorzugten Menschenmenge. ' B Durch die Liebenswürdigkeit des ersten Beigeordneten Herrn Dr. Gaßner • mUAn der Presse auf dem Salonboot „Niederwald", das die Großherzogliche Familie und den größeren Theil der Ehrengäste trug, Plätze eingeräumt. io ?-?Pn6en ?er£ und dröhnenden Böllerschüssen verließ genanntes p/acts 12 Uhr den Hafen, ihm folgte das Salonboot „Hansa" mit dem Rest der Gaste und hieran schlossen sich, nachdem die beiden Boote vorbeigefahren die weiteren Dampfer in kurzen Abständen. 1 v ' c b e J8“111 Passiren des „Niederwald" salutirten sämmtliche Schiffe und es entstand dadurch eine Kanonade, die einer kleinen Seeschlacht vergleichbar war. .. Oberhalb der Eisenbahnbrücke drehte „Niederwald" und übernahm wiederum ?/Utrm0 ^?^!?bschwaders das alsbald seinen Cours bis Walluf fortsetzte und um Va3 Uhr wieder hierher zurückkehrte. 1 9 o Ueberall — in Biebrich, Budenheim, Walluf - hatten sich die Bewohner der an den Ufern gesammelt und aufgestellt und begrüßten die Festschiffe mit Jubel und Salutschüßen die von den Schiffen ebenso lebhaft erwidert wurden. ,r Tucherschwenken nahm gar kein Ende und manchem der Festgenossen wird a5ftrefns^n^e ^^eit der Arm etwas schwerer geworden sein, manchem jJS1' ?cnn raar auch für die nothwendige innere Erwärmung auf s Ausgiebigste gesorgt. — Den vortrefflichen Weinen wurde auf den Dampfern a mand)e ^cellenz schien sich eingehend von der Excellenz der Producte des Rheins überzeugen zu wollen. Auch das im Salon hergerichtete kalte Büffet hatte sich nicht wegen Zurücksetzung zu beklagen, es war fortwährend umlagert und sorgten eine Anzahl Stadtverordneter mit bllssbereiter Liebenswürdigkeit für die leibliche!? Bedürfnisse ihrer Gäste Für den Großherzog selbst war in der Mitte des Schiffes ein Pavillon errichtet Milbe mnnh ^rbgroßherzog, den Prinzessinnen Irene und Alix, den Prinzen ?em Großfürsten Sergius nebst Gemahlin, sowie einigen Mit- dm^Lunch ei^ahm ' Bürgermeister und Beigeordneten und den Damen derselben Der Verkehr auf dem Schiff war ein außerordentlich ungezwungener Die SfimftinU9?pfnntnJtCn ^.err^Qften verkehrten so cordial mit einander, als ob 'sie die ^timsten Bekannten waren; Herren mit einem Dutzend strahlender Sterne auf der «.-«15 »’SÄSÄöi" brr Finanzcommission vorgestellt"wurd^^sewm^ Wom^TbaU ted,t toÖn' «b- non den Schulden sei ga?nichN-L Ferner warm anwesende Siaatsrath E. Finger, Hosmarsckall v der m-utz.,ch- Gesandte Le Matstre, Regierungsvräsidm^vWurmb-cNvn Regrcrungsrathen, Directoren, Bürgermeistern, höheren TOilitärcbaroen „ f ° « förmlich; es ist uns nicht möglich, die Namen der ca 900 tUnffrpn m ' sonlichkeücn alle einzeln zu notniniren lUuftrcn Per- »ÄÄ Ä Ä qia« k „'>a,jcnon ist das Leben, das Leben am Rhein!" ZDWMMWWZ g^Lb,'"auf°Z-1"- Könkglich7'H7h-it7oasti?tc^°^" Großh?rz°gttchen FaL komme^e7Ansprache^ b°" ^ndesfürst mit folgender, von dem Herzen Häuser einen neuen B-w-k^-sV-^WW'vvn E.chsicht'und Ge" "7 ber 2s«er: Mr°u Vertretern gebührt bnfiir aa"Snnnng uÄn" bTn w" V6™' freche. Handel, Industrie und Verkehr bilden in unserm Tagen est m 7tn7Lau5= ,rattor tm Leben der Völker und haben einen solchen Aufschwung genommen d7b9^ der Anspannung aller Kraste bedarf, um den Wettkampf der Nationen Sri» 3-J können. Dem Handel und Gewerbestand sind durch die 32®$xJ?Fte&en bie Mittel dargeboten, durch erhöhte Umsicht und Thatttasl für das Blühm und"dm ~ ,®*e nächste totale Sonnenftnsterniß, welche am 19. August d. staitstndet St,bmir7he6^r?le-fem,. 3a6rbunbert, deren Kernschattm Central - Europa durchsiebt' § i wird dcßhalb em besonders hervorragendes Interesse für sich in Anspruch nehmen Di- elbe ist im ganzen östlichen Europa, in Asien mit Ausnahme der üblichen fialh- mseln und in dm Rordpolarländern sichtbar. Die Zone der Totalität nimmt ntrifli* non Nordhaufen ihren Anfang und erstreckt sich in einer Breite von 25 Mrilm durck dos östliche Deut chland, Rußland, Sibirien, China, Japan in den Stillen Orean h ncm woselbst st- westlich von dm Sandwtchsinseln ihr Ende findet Nah-b-^ Nordhausm findet bk total- V-rfinst-rung bei Sonnen-Aufgang, in ber Nfibe ber Sanbwichsinseln bei Sonnm-Untergang statt. Im östlichen Deutfchland wird hi,rnn* Me Sonne im Auamblicke der Verfinsterung noch recht tief am H° izonst st-hm Ä ® ‘ » wird der Iknfang ber Totalität kurz nach 5 Uhr Morgens beobachtet w-rdm können. Die Dauer der totalen Verfinsterung ist je nach ber Lage ber betragen8“'“""16" ^°nE "^schieben, sie wird für Deutschland höchstens 2'/. ^inu e Aus Württemberg, 4.Juni. jGottesSegm bei Cohn.) In d-m TOnnftr.- procefte, welchen Herr Emil, in Firma L. S. Cohn in Hamburg gegen eine Maste von Zeitungen wegen Verbreitung einer falschen Notiz über feine angeblich- Verurtbestu.a angestrengt hat, find bereits verschiedene gerichtliche Erkenntnisse gefaßt worden mit rin 7"„Dem Antrag auf Buße hat indessen, so viel bttann" nur em Gericht (manksurt) entsprochen. Dagegen haben manche Zeitunasverleoer vor- st im ?n en TA?“wui hu Abfindungssummen zur Zurücknahme seiner Klage^ zu be- stimnen. Die Hohe dieser Summe ist unterschiedlich; neuestens haben sich rwei h ah?r tn nSen le 12r (einschließlich der Anwaltskosten Cohn's) abae- funden nachdem der Klager zuerst 52, bezw. 35 JL verlangt hatte. - Der Ur spri.ua ber ^00^ ist immer noch in mysteriöses Dunkel gehüllt; daß sie zuerst in Münckm früher^brachten. indem norddeutsche Blätter sie schon acht bis vierzehn Tage ~ Die Schwindsucht nicht erblich.j In dem in Wiesbaden stattgefundenen Mednin hielt Professor Rühle aus Bonn einen Vortrag über d e Frage der Erblichkeit der Schwind ucht, wobei Professor Rühle zu dem Schluffe aelanat, daß die Schwindsucht durchaus nicht erblich fei? M Pc W nm äußerer Berührungen übertrage, also auch durch strenge Vorsicht verhüten lasse. Dlan sei heute noch wert entfernt von einer Uebertragung der Resultate der im Jahre 18to kurz vor Beginn des ersten Congresses und auf letzterem selbst veröffentlichten^ < artigen Koch schen Arbeiten in die Praxis, in das tägliche ärztliche Leben Cs nr- zweifelhaft daß die Tuberkulose nur dadurch, daß wirkliches Tuberkelgift'in den Körper ^!»uge, entstehen könne. So lange über Tuberkulose gesprochen werde, gelte die Erbt- !^kett als einer der Wege der Fortpflanzung. Für eine akute Ansiedelung bedürfe L @ und des dafür empfänglichen Bodens. Auf welche Wen kow- d nn nun, ftagt Redner, durch die Heredität das Gift in den Menschen ^ « u r- -e? aud) ^on von Kindern tuberkulöser Personen zur Welt aebrachr. werde! Am häufigsten erfolge die Erkrankung an Tuberkulosi dadurch,^^daß ein gesuE Mensch von en.em kranken Menschen das Gift beziehe und zwar durch dessen Speichel oder auch durch Drusen, Hautabsonderungen oder wie sonst das Giftmaterial des dA Oberfläche erscheine und durch allerlei Transporte (Taschentücher, Lasche rc.) verbreitet werden könne. Er (Redner) sei überzeugt, daß die Mittheilung ^kranken Memchen an gewnde nicht durch die Luft erfolge; letzteres sei auch eine ^lemand bewiesen habe. „Wenn das wäre, könnte kein Mensch sich des Lebens freuen, sondern jeber müßte befürchten, daß er durch einen unglücklichen Athemzug der Schwindsucht verfalle. Die Thatsache, daß die Wärter in den Krankenhäusern, welche mit schwindsüchtigen verkehren, selbst selten an der Tuberkulose ?a$rt fort, daß nicht die Luft es ist, durch welche das w"d//"Elrn,ehr x^bt sich aus dieserThatsache, daß es ein bestimmter ^frnnf,nftHnhtehn Tdamilienglieder eines an der Tuberkulose Kranken ebenfalls Munden w.mh 1 * aut ^n. Speichel, auf das Küssen, auf den Verkehr von Mund zu Mund. -Wenn man von diefem Gesichtspunkte aus in den Familien forscht w.rd man hausig ^hatsachen sinden, durch welche Kinder durch die Eltern 2c tuberkulös werden von dem einen Insassen des Wohnraumes geht hier die Tuberk^ S? kp?^v Uber, thasiachlich bringt hier ein Mensch den anderen zur Erkrankung Nur der Hausarzt kann hier mit seinen Warnungen eintreten; ich möchte daher die han?e1m"^0" bcr ^ra£t5 auffordern, sich an diese Position zu halten und hiernach zis 3Um Eigarrenhäudler: „Haben Sie die Sorte „Germania auf Lagers Ist sie zu empfehlen?" — Händler (diensteifrig): Vor- zugliche Qualität — pretswerth. Ausgezeichnete Ernte dieses Jahr." — öerr' k>er Fabrikant; Sie schreiben mir, die Qualität sei miserabel' ch ^bu^mich, von ^hnen zu Horen, daß Sie sich geirrt haben. Empfehle mich!" n M lOnkLl. Stephanie, Sie kennen dock die drei göttlichen Tugenden .......* - « * *" “«■ - Wöchentliche Neberficht der Todesfälle in der Statt Gießen. 22. Woche. Vom 29. Mat bis 4. Juni 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (hui. 1600 Mann Militär). Sterblichkeitsziffer: 27,3°/«. Es starben an: Zusammen: Erwachsene: im ^vom 1. Lebensjahr: 2.—15. Jahr: Krebs 2(2) 2(2) - 9 Tuberkulose des Bauchfells 1 (1) 1 (1) — Organischer Herzkrankheit 11 — — Altersschwäche 11 — Blasenleiden 11 — Rippenfellentzündung 1 1 — Lungenschwindsucht 2 2 — Darmverschlingung 1 1 — Summa: 10 1Ö — H Anm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankbett auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. . „ Wärmegrade der Lahn unUUuft nach Jieaumur gemessen am 8 Juni, Mittags zwischen II und 12 Uhr: Wasser 15 Grad, Lust 18 Grad. ----L. Ehr. Rübsamen. Sckiffs- Bewegung der Poftdamosschiffc der Homburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschast. Hamburg nach" N-w^^3i '6a?6ur8 ""gekommen; „Lessing", von sä: «KrLWis&tÄ -r öää =tss ä esSSMS» Xi** ............. ■» Allgemeiner Anzeiger. Arbeitsversteigerung. Freitag den 10. I. Mts., Vormittags 9 Uhr, sollen im alten Rathhause versteigert werden: Maurerarbeit, veranschl. zu 1734.— Steinhauerarbeit, „ „ 600.— Schlosserarbeit, „ „ 808.50 Weißbinderarbeit, „ „ 508.92 Tapezierarbeit, „ „ 105.— Gießen, den 6. Juni 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. I. V.: 4332 Keller, Beigeordneter. Bekanntmachung. Donnerstag den 16. Juni, Vormittags 10 Uhr, soll zu Gonterskirchen ein der Gemeinde gehörender Fasselochsc, 8 Centner schwer, öffentlich versteigert werden. Gonterskirchen, am 7. Juni 1887. Gr. Bürgermeisterei Gonterskirchen. ___Lind.__4374 Auf dem heutigen Markt ist ein Kalb zurückgeblieben. Der Eigen- thümer kann dasselbe gegen Erstattung der Kosten dahier in Empfang nehmen. Lang-Göns, den 7. Juni 1887. Gr. Bürgermeisterei Lang-Göns. Brückel. 4390 Jeilgeöotenes. Von Schlechtendal & Haitiers Flora von Deutschland sind 153 Lieferungen, durchweg gut erhalten, meistentheils unaufge- schnilten, billig abzugeben. 4372 Wo? sagt die Exped. d. Bl. 4399] Dtckmilch verkauft Frau Pfaff, Tiefenweg. Prof. Dr. Jäger’s Normal-Hemden, Hosen u. Jacken in leichter Sommerqualität, empfehle zu Fabrikpreisen, sowie sämmtliche Arten Sommer-Unterjacken u. Hosen äußerst billig. 4388 Julius Schulze. Frische Butter bei Abnahme von 10 Pfund ä 70 Pf. pr Pfund empfiehlt 4397 Fr. Seibel. • 4.3,9al Vorzügliche Speisekartoffeln 'N kleinen Quantitäten abzugeben bei G«. Unverzagt, Kaptansgasse 5. Neu! „Mikado64 Neu! feinstes, lieblichstes, bisher unübertroffenes Parfüm. Depot bei 4071 Ph. Stier, Friseur. Bekanntmachung. Diejenigen Steigerer, welche am 6. und 13. Dezember v. I., 17., 24. und 31. Januar, 7., 14. und 28. Februar, 7. und 21. März d. I. im Gießener Stadtwalde in den Districten Tanne, Sandberg, Stolzenmoraen Ursulum, Haingesboden, Oberhag, Brauhof, Bruderwinter, Strangswiese,' Wanne, Ameisenkopf, Bannwald, Mühlberg, Hochwart, Atersbrunnen und Waldshute Holz gesteigert haben, werden aufgefordert, dasselbe bis längstens den 23. Juni d. I. abzufahren, widrigenfalls gegen die Säumigen Anzeige erhoben wird. Gießen, den 4. Juni 1887. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. Keller, Beigeordneter. 4305 Versteigerungen von Heu- und. Grummetgras auf Gräflichen Wiesen: I. Im Reviere Freienfeen (größtentheils vorgezeigt) auf 160 Morgen b Duni d. I. nach Zusammenkunft um 10 Uhr Vormittags bei der Glashütte (Freienseen); ii. im Reviere Gonterskirchen auf 450 Morgen Freitag den 17. Juni d. I. und zwar am Vormittage, mit Beginn um 9'/ä Uhr in der Aepfelsbach, vorgezeigt auf Wiesen in der Heeg- brücke, um den Ruttershäuserteich und auf der Herrnwiese; an demselben Tage auf dem Jägerhaus Nachmittags von 1 Uhr an u n vor gezeigt auf Wiesen im Wetterauergrund, Hahl- garten, Hauxtheilen, in der Mulsau zc-; HL d-S Fl-nsunger Hofgutes auf ca. 28 Morgen ebenfalls Freitag den 17. Juni d. I. und zwar von Morgens 9 Uhr der Gastnnrth Reitz zu Flensungen; IV- in der Gemarkung Wetterfeld Samstag den 18. Juni d I" Nachmittags 5 Uhr, auf ca. 15 Morgen bei Gastwirth MH zu Wetterfeld; V. im Reviere Ruppertsburg auf 25 Morgen Wiesen, sowie auf Waldwegen Dienstag den 21. Juni d. I. von Vormittags 9 Uhr in der Fmk'schen Wirthschast zur Friedrichshütte; vi. im Thiergarten (vorgezeigt) auf 59 Morgen (einschließlich Thiergärtnerteichwiese) an demselben Tage mit Beginn nm 3 Uhr Nachmittags in der Hirtenbach; vn. in der Gemarkung Laubach auf den Schellenberger, Ziegel- hütterteich- und den dem Johann-Friedrich-Stift gehörigen Wiesen Mittwoch den 22 d. I. nach Zusammenkunft Vormittags 9 Nhr bei den Schellenberger Wiesen. Die Wiesen sind durch mit Nummern versehene Pflöcke kenntlich gemacht, und sind außerdem der Wiesenwärter Silß dahier, sowie die Gräf- lichm Forstwarte angewiesen, dieselben den Steigliebhabern auf deren Verlangen vor dem Termine vorzuzeigen. Laubach, den 31. Mai 1887. 4378 Gräflich SolmS-Laubach'sche Rentkammer. Wer zweckmässig annonciren will, d. h. seine Anzeigen in effcctvoller Form durch die für den jeweiligen Zweck erfolgreichsten Blätter zu verbreiten beabsichtigt, wende sich an die allgemein bekannte, leistungsfähigste Annoncen- Expedition von 18,11 di Frankfurt a/M., Rossmarkt 3. Dieses ® Institut steht mit allen Zeitungen und Fachzeitschriften in intimem Geschäftsverkehr und ist vermöge seiner grossen Umsätze mit den Zeitungen in der Lage, die günstigsten Konditionen grat«eWahreD‘ ~ Zeitungs-Cataioge, sowie Kosten-Anschläge Vertreter in Giessen: Julius Wallach. 105 SphwpiVDP Qfinl/ornion Ausführung, ohne Appret, Handarbeit ÜLHWülZül UlICKBlBlül! vollständig ersetzend, habe ich von einem der , c c. f , letstungsfahigsten Fabrikanten in Commission und verkaufe dieselben in Stücken von 4,20 Meter zu Fabrikpreisen. Sias eJ. Kaan Jun., Kreryplatz 10. 4398] Preiselbeeren mit 75 % Raf- ftnabe eingek., sämmtl. 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Jagdrennen 5 Ein großes Zimmer für 2 an- v ständige Herren zu vermietben; daselbst ♦ auch ein Streich-Baß billig zu oer- I kaufen. Verl. Flügelsgusse. Stiiikrath. vermischte Anzeigen. 4376] Tüchtige Ausputzer finden bei hohem Lohn dauernde Beschäftigung. Eichbaum & Co., Schuhfabrik in Mainz. 4361] Wöchentlich noch 2 Sud Traber preise II. Championship von Deutschland III. Trabreiten d. Land- wirthe IV. Hürdenrennen Das Directorium ♦ des Vereins zur Hebung der Pferdezucht ♦ (Trabrenn-Verein). ♦ „ 1500 „ 500 „ 3500 „ 700 n 600 Preis uMa 4000 Sonntag den 12. Juni 1887, Mittags Zi/r Uhr. I. Zweispännig-Herrenfahren Ehren- Hof Sonntag den 12. Juni: - Donnerstag den 9. Juni r I. Abonnements -Concert Anfang 7 Uhr. — Entree 50 Pfg. liegt noch an der Kaffe zum Abonnement aus. ♦ nebst Hürden- u. Jagdrennen ♦ auf der Rennbabu am Forst Haus. Einern ^qceWtenl^tibnfuni von Sießen üntTTlhv 6bgend bte ergebene Mittheilung, daß ich die Mrthsihast im Rlostcr Arnsburg übernommen habe und wird es mein Bestreben sein meinen werthen Gasten mit guten Speisen und Getränken zu mäßigen Prelsen aufzuwarten. r' ^odes-Anzeige. Gestern Abend >/-7 Uhr verschied nach langem Leiden Susanne Bärrn nm Sfr«'W&“fl\nic ?reunben und Bekannten mit der Bitte um stwes Berlerd hiermit anzeigen. Gießen, den 8. Juni 1887. Louis Repp uud Kinder. Die Beerdigung findet Donnerstag Nachmittag 6 U6r van der Großen Mühlgasse 18 aus statt. 9 9 439? Warnung! wald^ndD.L.Ä ^terer Zeit mehrfach im Philofophen- Rekki!.».» .?»s^Etolz-nmvrgen frei uwhcrlaufende Hunde riEyr'Hchen und junge Hasen todtgebiffen haben, sieht sich veranlaßt, da» Publikum wiederholt darauf !-g.n solche^Su"ndkE"ä.^ fÜ"?ie W rücksichtslos HCflcn fvicye flpunor, welche nrcht an der Leine dcführt r-m^Md"daf-Ib»^R ^rieten eingeschritten wird. Außer- aekatunbS^ r«r Vertilgung d-S Raubzeugs §ie Sund. anb.-V;* ^vn auS diesem Grunde empfehlen, sie d?uuoe an der Leine zu führen. 4393 ▲ V. Gr. Distanz-Trabreiten VI. Verkaufsrennen J VII. Jagdrennen 3441 Ein Kaufmann, beOereüS cvx Vr I d Jahre in einem hiesigen En-gros-Ge- Achtungsvoll H § Reisender I mt, x— 1k/ 0 7 fu*t/ S^tützt au gute Zeug- Tnomer. ni ^r,an^r,roeiil8e8,E(fn«a6tm£«t. __B 1 Näheres in der Exped. b. Bl. I Carl Schulze, Fahnenfabrik. 4389 Ein Mädchen oder Frau zur Aus- hülfe m emen Laden für einige Wochen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. "4396 Ein ordeütl. Häusb^fchH gutem Lohn gesucht von Carl Bieler, Kreuzplatz 6. Gesuch?äuf Mitte Juli ein braves Dienstmädchen gesetzten Alters von Frau Auguste Hahn, Wiesenftraße 1, 4379 Zum Verzinnen aller Artikel von Kupfer, Weißblech, Pferdege. empWt wfid) bei billigsten Preisen Jcan Dupuy. Stand am Selterstbor. Nur kurze Zeit hier anwesend. « t?81 BurschiTHrÄckerbau vcr- steht, gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. MM-enaMche ~y 1 I ' Seltersweg 39. Krieger , Turn- und .fin v . Gesangvereinen ” 500 ♦ rur gefl. Notiz, daß in den nächsten Tagen " mehrere fertige Vereinsfahnen zur " 800 ♦ 6?tdt fte6en und lade ich zu gefl. 7, övu । Besuche ein. 4307 ——-------M vergeben. Gebr. Röhrte. - Druck und Verlag der BrühllcheuAckere. ilt 0itßen_---- heutige Rümmer enthält 1 Blatt u, 1 »cilrtfl». Totalisator-Karten Jt 5. und Nieder^ 80nati8cn Kennen “ der Station Louisa ♦ K«t«r Plakat - Fahrplan ofler in Gießen ankommenden und abgehenden Eisenbahnzüae in der Exped,t,on des „Gießener Anzeiger", sowie beiden Zeitungstragern zu haben. Preis 20 Pfg._________ u. Sterbekasse der Tischler u. a. g. Arbeiter (E. G.) tm^^ontag den 13. Juni l. J„ Abends 8% Uhr: allgemeine Mitgliederversammlung im Saale der Restauration Bramm (Neustadt 1 o Abrechnung, 2. Bericht von der Generalversammlung, ö. Neuwahl der Ortsoerwaltung, 4. Verschiedenes. a Um zahlreiches Erscheinen der Mitglieder ersucht Ortsverwaltuna. WWKVWVGWWWWWWWVVWWWWMWWWM 5 ™ , 3n der heute Donnerstag den 9. d. M. stattfindenden • • läraeIiti^er Vorstandsmitglieder schlagen wir vor M ab uit yerren • Hathan Stamm ® 5 Joseph Stern. • M (Letzterer nimmt die Wahl wieder an). J • 4394 Viele Wähler. 2 Dermiethungen. ^^75 Ein Logis, Küche und 2 Zimmer, per 1. Juli ober früher zu vermieden. . Neustadt 11, 43&O Die Mansarden - Wohnung in memem Hause, bestehend in 3 Zimmern, Küche und Zubehör, ist per 1. Juli c. zu vermiethen. S. Katzenstein, Wilhelmstraße 1. ,4392 Ein kleines Familienlogis zu ver- miethen. Schloßgasse 9 im Hinterhaus. ♦ Samstag den II. Juni 1887. + Mittags 21/2 Uhr. I. Begrüssungsrennen fHerrenfahren) ♦ TT Ehrenpreise. ♦ ttt ^ulingskahrsn Preist 800 III. Internationales Han- dioap IV. Hürdenrennen 4334 Ein ordentliches Monatmädchen auf sofort gesucht. Brandgasse 8. ®jn Schuhmachergeselle öesucht. H. 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