1687 iel-ener nzerger Amts- und Anzcigcblatt für den Kreis Gießen. Nr. 7. Zweites Blatt Sonntag den 9. Januar Brrreanr Schulstraße 7. Erscheint tätlich mit Ausnahme des Montags. Betreffend: Die Nachsuchung der Berechtigung zum einjährig freiwilligen Dienst auf Grund von Schulzeugnissen. Diejenigen jungen Leute, welche auf Grund ihrer Schulzeugnisse die Berechtiqunq rum einiäbria freimiHinen Di-n» . KÄ«“< wSÄta »'S“8b" ®'Meb‘*b‘n »"w*1" »>«*•*« t6 1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüsungs-Cvmmiffion nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Grohherzogthum Heffeu gestellungspflichtig ist, d. h. seinen dauernden Aufenthaltsort hat. 2. Die Berechtigung zum einjährig fteiwilligen Dienst darf nicht vor vollendetem 17. Lebensjahr und muß spätestens bis zum 1. Februar des Zakrcs nachgesucht werden, in welchem der sich Meldende das 20. Lebensjahr vollendet. Der Nachweis der Berechtigung zum einjährigen Dienst ist bei Verlust des Anrechts spätestens bis zu« 1. April desselben Jahres zu erbringen. 3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein und ist hierzu ein Bogen in Actensormat (nicht Briespapier) zu verwenden. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adreffr angegeben wird. 4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. GeburtSzeuguiß; b. ein Einwilligungs-Attest des Vaters ober Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brtvgerlohn. ^E)^die^Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Im Uebrigen wird auf die Bestimmungen der 88, 89, SO, 93 und 94 der angeführten Ersatz-Ord. verwiesen. Großherzogliche Prufungs-Tommisston für einjährig Freiwillige. Der Vorsttzende: ___ Dr. Zeller. e. nn Unbescholtenhertszeugniß, welches für Zöglinge von höheren Schulen (Gymnasien, Realschulen, Progymnasien und höheren Bürgerschulen) durch den Director der Lehranstalt, für alle übrigen jungen Leute durch die Polizei-Obrigkeit ober ihre vorgesetzte Dienstbehörde auszustellen ist; 1 4. das Schulzeugniß. Sodann wird noch besonders bemerkt: Zu po«. b: daß in dem Einwilligungs-Attest die Erklärung des Vaters ober Vormunbes, in der Lage zu sein, den Freiwilligen wahrend des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf. Zu Pos. d: daß die Schulzeugnisse, mit Ausnahme der Reif^eugniffe für die Universität und die dersskben gleichgestellten Hochschulen und Reisezeugniffe für die Prima der Gymnasien und Realschulen I. Ord., sammtlich nach dem Schema 17 zur Ersgtz-Orduung (I. Theil d« Wehr-Ordnung vom 28. Septbr. 1875 — Reg.-Bl. Rr. 55 von 1875) ausgestellt sein muffen. Wochen - Ueberfkcht. _, Gießen, 8. Januar. Die erste Woche der neuen Jahres, die nun hinter uns liegt, wurde von den Strahlen jenes festlichen Ereigniffes erhellt, das für Deutschland den Uebergang aus dem alten Jahre in das neue Jahr bildete — der achtzigjährigen militärischen Dienstfeier des Kaisers. Dem schlichten Sinne des erlauchten Jubilars entsprechend, vollzog sich diese bedeutsame Erinnerungs- ferer am kaiserlichen Hose allerdings nur im allerersten militärischen Rahmen, aber der innigen Theilnahme, welche das ganze deutsche Volk seinem Heldenkaiser zu dessen Ehrentage entgegenbrachte, vermochte dieser Umstand keinen Abbruch zu thun und die bewegte Ansprache, welche der deutsche Thronfolger an seinen karserlichen Vater beim Empfange der deutschen Corpssührer richtete, hat in MMronen patriotischer Herzen ihren lauten Widerhall gesunden. Den Schluß- thell der Jubiläumsfeier bildete das den commandirenden Generälen und hohen Muitärs am Montag vom Kaiser gegebene Diner, welches seinerseits wiederum durch einen kurzen, aber inhaltsschweren Toast des allerhöchsten Kriegsherrn auf die Armee beschlossen wurde. In demselben sprach der Kaiser die Erwar- tung aus, daß das Heer auch ferner an den drei Grundsäulen seiner Tüchtigkeit festhalten werde, als welche er das Ehrgefühl, die Tapferkeit und den Gehorsam bezelchnete — mögen diese echt kaiserlichen Worte im Herzen eines jeden deutschen Soldaten ein freudiges Echo erwecken! Der „Reichs-Anzeiger^ veröffentlicht ein Schreiben des Kaisers an oen Kronprinren, welches den Dank des Kaisers für die ihm zu seinem Dlenstiubiläum dargebrachten Glückwünsche der Armee ausspricht. Das Schreiben nochmals einen kurzen Rückblick auf die Veränderungen und Ereignisse, welche die preußisch-deutsche Armee in den achtzig militärischen Dienstjahren des Kaisers erlebte und spricht am Schlüsse die volle Anerkennung des Monarchen erfüllung cm 21:11166 bewiesene volle Treue, Hingebung und Pflicht- s^s.,^^^^on"Nllndeur des russischen Infanterie-Regimenter £ cJ? hoher Chef unser Kaiser ist, hat derselbe aus die Glückwunsch. Depesche des Regiments ein in sehr herzlichen Ausdrücken gehaltenes Dank- Telegramm zugehen lassen. Das Kaluga-Regiment, welches in Simbirsk garni- wnirt, wurde bekanntlich dem damaligen Prinzen Wilhelm wegen seines muthtgen Verhalten- im Gefecht bei Bar-für-Aube (27. Februar 1814) vom Kaiser Alexander I. verliehen. . Der Wiederzusammentritt deslReichstages nach Ablauf der parlam^tarifchen Wechnachtspause bildete das hervorstechendste Ereigniß der rif mUL n,lerrp0 1 ^cm Gebiete. Mit dem Wiederbeginne der parlamenta- (frnfh* Verhandlungen ist die Milttärsrage im Reichstage nahe vor ihre endgtltig- Entjcheldung gerückt worden, wie aber dieselbe ausfallen wird, läßt sich auch La ft ," trotz der am Mittwoch begonnenen und vollendeten zweiten Lesung . _ ®eP^nnat«0efe6e« in der Commission mit Bestimmtheit sagen. Die bemer- enswerthesten Beschlüsse dieser -weiten Commissions-Lesung sind die Ablehnung lowohl de- neuen freisinnigen Antrages aus Bewilligung von 454,000 Mann । für drei Jahre, als auch des neuen Centrums-AntrageS, wonach die volle Friedens-Präsenzstärke auf ebenfalls drei Jahre bewilligt werden soll, und endlich die schließliche Ablehnung des gesummten § 1 der Vorlage. Es verbleibt demnach vorläufig bei den Beschlüssen erster Lesung, wonach die Friedens-Präsenzstärke für drei Jahre 441,200 Mann beträgt und aus ein Jahr auf 450,000 Mann erhöht werden kann. Dagegen genehmigte die Commission § 2 der Vorlage (Neuformationen) in der Fassung der ersten Lesung gegen die Stimmen der Conservativen und Nationalliberalen und ebenso die §§ 3 und 5, während § 4 — Antrag Huene aus Befreiung der Theologen vom Militärdienste —- abgelehnt wurde- — Die erwähnten neuen Anträge der Freisinnigen und der Centrumspartei bedeuten eine Annäherung der Oppositionsparteien an die Regierungs-Vorlage, aber da die Regierung augenscheinlich auf allen ihren principiellen Forderungen besteht, so kann die Ablehnung der erweiterten Anträge der Opposition den Absichten der Regierung nur entsprechen. Die zweite Lesung der Militär-Vorlage in der Commission hat demnach ebenso wie die erste Lesung ein zum Theil negatives Resultat zur Folge gehabt und es fragt sich nur noch, ob auch die Fraktionen der Oppositionsparteien die Beschlüsse ihrer Commissions- Vertreter billigen. Ist dies der Fall, dann muß auch die Ablehnung der Regierungs-Vorlage im Plenum als selbstverständlich erscheinen und es besteht kaum ein Zweifel, daß alsdann die Auflösung des Reichstages erfolgen wird. Aber noch darf man hoffen, daß die Regierung nicht nöthig haben wird, zu dieser ultima ratio zu greifen, denn wie schon früher bei wichtigen Entscheidungen im Reichstage ein Theil der oppositionellen Abgeordneten schließlich noch zur Regierung abgeschwenkt ist, so ist ein gleicher Vorgang auch diesmal nicht ausgeschlossen und kann man deshalb noch immer erwarten, daß die Mllitärfrage denjenigen Ausgang nimmt, den sicher die Mehrheit der Nation wünscht. Der preußische Landtag ist aus den 15. Januar einberufen worden. Zur Weltlage brachte die erste Woche des neuen Jahres durch die bekannten Neujahrs-Ansprachen des Präsidenten der französischen Republik und des ungarischen Ministerpräsidenten zwei erfreuliche Kundgebungen im Sinne der Erhaltung des Friedens und e» ist seitdem nichts geschehen, was den Werth dieser Auslassungen beeinträchtigen könnte. Der Charakter der internationalen Lage entwickelt sich demnach vertrauenswürdiger, als dies man noch vor Kurzem annehmen durste und somit ist es wohl gestattet, für die nächste Zukunst etwas optimistischeren Auffassungen Raum zu geben. Vielleicht ist in den Kreis der beruhigenden Kundgebungen zur europäischen Lage auch der Artikel einzubeziehen, der sich im „Journal de St. Petersbourg" anläßlich der Gerüchte über eine geplante Rückkehr des Fürsten Alexander nach Bulgarien vorfindet. Das Blatt wendet sich zunächst gegen die Versuche englischer Blätter, für diese Rückkehr Propaganda zu machen und erklärt, daß ein derartiges Ereigniß den europäischen Conflict nur verschärfen würde. Hoffentlich, meint das Regierungsorgan, würde es auch außerhalb Rußlands Niemand wagen, diesen gefährlichen Gedanten im Ernste aufzunehmen und wenn es am Schluffe des erwähnten Artikels die Ansicht ausspricht, daß es in gewissen rr 5 e ÖS Q S O © N ,3t. 3} 7 33 2 18 14 — 25- 4 50 75 92 Je V- Kilogramm kostet: >N d E . E N öS © c//4 /A ■X — 55 9 -65 27 — 15 a «3 «2 Eb 5-fcL d Q *ö «-> c^r -'S vö- KE -Sd ©- es «Z 3-t: einige Verwegene gäbe, welche zur Störung des Friedens entschlossen seren , so kann dies nur als eine ernste Drohung an die Adresse dreser Friedensstörer aufgefaßt werden. , . Die anfänglich officiöserseits bementirte Nachricht, daß zwischen Deutsch, m?» »^ankrelch, Belgien, Holland und Luxemburg ein internationales c r^S,en rof9en gemeinsamer Vorsichtsmaßregeln gegen Arbeiterunruhen abgeschlossen worden sei, bestätigt sich nun doch. Die bezüglichen Verband- tungen wurden in Luxemburg geführt und sollten allerdings geheim gehalten werden, aber in Folge einer bündigen Erklärung des luxemburgischen Justiz, "^rsters Eischen m der Kammer gelangte die Kunde von demselben in die Oeffentlichkert. Näheres über das Abkommen ist nicht bekannt, doch handelt es sich ledenfalls um einzelne Vorbeugungsmaßregeln, durch welche die Fort. Pflanzung von Arbeiterunruhen auf fremdes Gebiet verhindert werden soll und übeno^ung °Qr Um ^bgmseitige Verpflichtung zu einer strengen Grenz. •tx. ® V französische Parteiconjunctur wird durch die Annäherung znufchm den beiden Exministerpräsidenten de Freycinet und Ferrn beeinflußt. Freycmet ist das Haupt der gemäßigten Republikaner, Ferry dasjenige der Oppottumsten und beide Staatsmänner haben sich in einer jüngst bei Grevv stattgefundenen Zusammenkunft bereit erklärt, das Ihrige zu einer Einigung der liberalen Gruppen, also der Republikaner, beizutragen und hierdurch dem Cablnet Gablet eme sichere Basis zu gewähren. Gewiß wäre eine solche Annäherung zwischen den republikanischen Kammerfraktionen nur wünschens- wsrth, aber ob es zu einer dauernden Verständigung derselben kommen wird mochte dennoch zu bezweifeln sein- 3m Mittelpunkte der englischen Tagesangelegenheiten I stehen die Veränderungen im Cabinet Salisbury. Dieselben stellen sich folgendermaßen dar: An Stelle des zurückgetretenen Lord Churchill's hat Goschen von der unionistisch«liberalen Partei das Schatzkanzleramt übernommen; für Lord Jddesleigh hat der Premier Salisbury das Staatssecre» tanat des Aeußern übernommen und an Stelle des Staatssecretärs für Indien, Croß, ist Lord Nortsbrook zum Staatssecretär für dieses Departe- ment ernannt worden. Endlich wurde von dem bisherigen Kriegsminister I Smith dieses Portefeuille abgegeben und übernahm Smith dafür die Führung der conservativen Partei und die Vertretung der Regierung im Unterhaus^ o "twrtefeullle des Krieges wurde dem Gouverneur von Callada, Marquis v. Landsdowne, angeboten, doch steht eine Antwort desselben noch aus. Die Folge« dieser schwerwiegenden Personalveränderungen werden sich in der Gesammtpolitik des englischen Cabinets sicher noch fühlbar machen. . . Donnerstag sollte in London eine Conferenz zur Besprechung I der irischen Frage stattfinden. Dem Vernehmen nach wurden als Theilnehmer I an derselben Chamberlain, Morley, Trevelyan, Harcourt und Lord Herchell erwartet; von dieser Conferenz hängt möglicherweise die künftige Gestaltung der inneren englischen Politik ab. 9 I bcS "Echt trinken, auch darf er nachher nur wenig Getränk TriÄ^s enthalt«"' baf,d6c faßtn ®ifl- cr muß sich überhaupt möglichst des .„ „ _"T Eine lustige Geschichte, wie sie in ihrer Art wohl ciniia dastebcn dürite b.CIP blandcsamtsbczirk S. bei Dornum (Ostsrtesland) zu melden. Vor drei bfnbEn" h^mnra^bau be^rkOrti8‘n Standcsamte vier Paare gleichzeitig ' ehelich per- ck c - genügt und Jeder führte seine vermeintlich ihm angetraute Zeit ledoch nachdem der betreffende Standesbeamte inzwischen kn r uk?'Ä ds- '-nsalion-ll- Entdeckung, daß beim Einträgen V b § ErauungSregtfter eine arge Verwechselung vorgekommen sei u kb-n l°Übi-? 7.7 '7‘ a,nb”cn. Damen, als mit denen sie in rechtmäßiger Ebe mit einem ^räulein R ^ngetragen stehen.^ So ließ sich ein Herr E. vermeintlich STO trayen/ wurde aber irrtümlicher Weise als mit einem Fräulein Settaut eingetragen, und ein Herr M. glaubte mit Fräulein R. getraut ru sein steht aber tm Standesregrster mit Fräulein B., der damaligen Braut des Herrn (?' unb^iS* Ming es den übrigen Paaren. Um die Angelegenheit zu ordnen und richtig zu stellen, blieb nichts weiter übrig, als die bamaliae ^rauuXüruiiamia wart bTpnnlXnCUeADOrÄne?men- Dieses ist denn am ^7 v Mts!7n G?gen^ geschehen und nunmehr erst konnten sämmtliche Herren als chSä?M brei 3«6rcn zusammen gelebt hatten" $ei» 1886. ™ 6 0 ©attmnen hermfuhren. - So geschehen im Jahre des mH in ^rlin.) In dem Hause Ackerstraße 5 wohnt der Arbeiter Abt H1nnfCfpftrr^C rau oU??r6rbln ^inbcrn- Montag Morgen hat Abt, der seine Frau dak sie ^^ch.t behandelt, mit der Faust in das Gesicht geschlagen, so Li hpnOqTrt^ Dre geängstigten Kinder liefen aus der Stube und suchten kte^rau tXdes Hauses. Als die Thür wieder geöffnet wurde, lag I hip Ut "verstromt, auf der Erde, daneben eine Axt, mit der Abt I dle Unglückliche erschlagen. Der Mörder ist verhaftet worden. Der Streit entstand ““ be‘LX,”? Waschen beschäftigt war' Dem Lne wk der Frau wird rü kin^und de?^u-Bb!s gegeben nur scheinen beide äußerst streitlustig gewesen «dlich zum Morde Änrn*f‘ t§ bann Dhätlichkeiten u°nb jetzt I Wit Dampfs Aus Bologna wird geschrieben: Im Expreßzug L^Pn 9^PtfpbCsanbek fld) die Herren Dr. Bargnoni und Advokat Pizzos dn r $krkm nbn?n ^oIit‘r ru 'prechev, g-ri-th-n aber schon nach Lnpnipitfl1 t 1 Ästigen Streit, der damit endigte, daß die Herren einander I fettig ohrfeigten und dann die Karten überreichten. Als der Zug in Bologna I ^bgen sie aus, begaben sich in eine nahegelegene Kaserne, baten vier ^fficiere ?rst uu. ihren Beistand und traten in bk Reitschule welche ibn« vom afk*tmenb^’iäFtrC Cr berettuullig angewiesen wurde. Dort wurde das Duell aus- n Streit Ohrfeigen, Duell und - Amputation des rechten abgensicktttt D 8n°m' al1 bie8 $atte s'ch im Verlaufe von nicht ganz einer Stunde Weihnachtsheiligabend kam in London aus einer nabe= Station ein eleganter Korb an, dessen Frachtbrief die Worte zeigte: Heute noch abzullefern. Die Adresse lautete an einen hochangeschenen Herrn der seit Adresse' als man ibn hnrf nrfndurch einen Boten an seine man rh„ dort öffnete, fand man in demselben ein sorgsam in Watte und nirfitCiL0Cm’Cfh ^odchen tm Alter von etwa drei Wochen, das durch die Kälte nenitar Am?erklär7/"’s a“®" und ruhig schlummerte. Ein herbei- t ö Kmd, bevor man es in den Korb gelegt, einen t n Sfette?aISf bamBerrf,um r? 3ut,i8 verhalten. Auf dem Boden des Korbs tag km Zettel, auf welchem stand: „Mein Vater hat einen hoben Rana hoch bun6"reb"riße§ ®emutb; meine Mutter schickt mich zu ihm, damit ich nicht vertu 2In^r?mäÄ Ia2atm Intermezzo ereignete sich kürzlich im Comrnunaltheater ju Angers wahrend der Vorstellung des Verdl'schen „Rigoletto" ^n der arnfepn mnXe ^br?ttenr3iftS' a?1§ ®'lda ihrem Vate" das verhängnißvolle Geständniß macht, zeichneten sich die Vertreter beider Parteien durch charakteristisches überaus naturwahres Sprel aus, so daß das Publikum seinen erklärten Lieblingen entzückt und ^tnmprl/mn 0cfc^ Rigoletto Chatte eben beide uw das blonde Haupt seiner unglücklichen Tochter ge- nZnp£h r. ? bei stch unbemerkt ein Haken seines Wamsärmels in Gildas Locken fest- ?aLCmC Ldenn als er plötzlich im wilden Ausbruch seines Zornes mit iah em Rucke die Arme in die Hohe warf, da — o Graus! flog die schöne blond hip°^"C ^^ucke, welche sich Gilda aufzusetzen für gut befunden hatte, mit empor und 6ein?6enfaMnrnnfiaJent rte f‘* aufgewickeltem, äußerst spärlichen Kopfhaare und sah, Augenblicke^ starr^ ' brock, Ä® °ll-r aus. Das Publikum war im ersten ^ugenvlMe starr, brach aber dann in einen unmäßigen, nicht mehr zu zähmenden waate e°?nlqq btef.^°fte?.unS efn vorzeitiges Ende fand, denn die arme Sängerin n *6rer ä-neu erwachsenen" jugendlichen Lockenfülle zu zeigen fckb®“a”tearmil"rbete^k9en ber@tabt °°rsch«unden. Jh'renNamest °erjch?eig« cYrt1:r„ TZo/®“8,»011 Prophezeiungen zu halten ist, hat sich in dem nun abgelaufenen 2»bre 1886 gezeigt. Bor Beginn desselben wurde folgende Wahrsagung mitgethei t Mstehen soll: bC§ Regierungsbezirkes Trier, inOberemmel, ^aus^einer Stein- „Wird einst uns Ostern Markus bringen, Antonius das Lob der Pfingsten fingen, Johannes das Frohnleichnams-Rauchfaß schwingen, r^r. Welt von Wehgeschrei erklingen." -r: a!e\n 1886 auf den Markustag (25. April), Pfingsten auf den Taa dps Täuf^s?Äonius von Padua (13. Juni), Frohnleichnam auf den Tag Johannes des aber das ^ab? 1886 Unglucksjahr mit allgemeinem „Wehgeschrei" ist Erfüllung^gegang^em n^t 0CIüe|en- ^ener Spruch ist also nicht in 8 60 N 14 32 Z 24 50 , Frankfurt a. M., 3. Januar. Am gestrigen Ausflug des Taunusclubs auf den Feldberg, der zur Erinnerung an die Gründung des Elubs jährlich am ersten Sonntag des Jahres stattfindet, betheiligte sich die stattliche Anzahl von 61 Mrsonen barUßt-cr • !$er D.on Schmitten, Idstein und Arnoldshain. Der Aufstieg erfolgte von Komgstem über das Rothe Kreuz, bis wohin man Schlittenbahn vorfand. Von Feldberghaus war allerdings noch keine Bahn getreten, so daß man nur ?? Unt?vt^r^C 1 glücklich oben anlangte. Doch war von einer (Aefahr absolut Ameren Ausflügler hatten die Freude, bei Sonnenschein eine so schädig? wurdm bprrfrhtp^Uheh' ba6 für die Strapatzen hinreichend ent- hipf? a r ^ herrschte daher nur eine Stimme der Befriedigung über Se ungene Tour. Auch Mitglieder des befreundeten Kronberg- Elubs Fuchstanz.^n ^chen Ausflug, wählten jedoch den viel f^wUrtgeren S ben ~ , Hofgeismar, 2. Januar. Vor einiger Zeit wurde mitaetfieilt ha6 sich hpr mit biner Summe Geldes von dort angeblich fnpLn^P^nn/ UCbLnbeI'6c9et)en habe, seitdem aber verschwunden sei. Wie Pphfip Ppfcr bines Raubanfalles geworden. Seine r.fnrt ^^s^onnbrstag fand vor der Strafkammer in Bern bürg eine Verhand- statt, welche auf die Zuhörer einen erschütternden Eindruck machte. Tieiaebeuat führte ein Vater seinen jungen Sohn, einen Handlungsgehilfen, wegen Unterschlaouna angeklagt, vor die Schranken des Gerichts. Der Angeklagte lmtte noch V.nh Z45 JL unterschlagen. Als seine Untreue bei einer Kassenuntersuchung entdeckt wurde kam er auf den Gedanken, sich gewaltsam das Leben zu nehmen. Durch einen Scbuü Lteih^tC S r^0(^ k ne SXbfid^t nicht, wurde vielmehr wieder hergestellt. Er hat indeß bei dem ^lbstmordoersuch ein Auge verloren, auf dem zweiten ist die Sehkraft be- deutend geschwächt. Rach Vernehmung des Angeklagten, der seine ©cbulb reumfithtri eingestand, verzichtete die Staatsanwaltschaft auf d.e^^Vernehmung^^er^fldaLen ?euaeS hpn? nShini6 UIi£-Y ^u^l?i0ung mildernder Umstände und in Rücksicht darauf daß MT» SÄ r„ %u,ä ÄÄM&Ä 8 »§" 9 b'w“86' b<»» »“• “«»■« i--'-i« .u»L «<>»: । — sRaucht Kaiser WilhelmAuf diese gewiß weitere Kreise interefsirpnbp Ktoä X »Ä* 8eo8rapbie" gerietet worben ist. Durch Vermittelung bes gmanni n Vere ns b-r b w g-ographie gerichteten Schreiben seinen verbinblichsten Dank ab Dann Beifet fs Sro ’wW ÄftÄ Äftft ixte , „ — Gute eigentümliche Art bes Selbstmorbes wanbte ber Kunsiaärtn-^ 9ibnma noä), von dem Manne aber war nichts als ein paar Knochen übrig geblieben. I — r^HniuS und die Entfettungskur.^ In den letzten Jabren itt hip Hprtpr’.A» I aur Cntfettung (bei Tische und einige Zeit vorher, sowie nachher sich'jedes Getränkes I 4s! °pl P/?4en -un^ vielfach angewendet worden. Aber diese Kur I /Ü nichts -^eues. Da findet sich eine Stelle in der „Historia Naturalis" XXIV 41 I P mius, in ,der es wörtlich heißt: „Wer den Umfang seines Körpers vlrarößern wnb „sich ein Bäuchlein anmasten" will, dem ziemt es, während des Essens zu trinken- I wer aber seinen Umfang vermindern und seinen Bauch sich nicht runden lassen will," * 7 40 v4L 20- © « 6 2s| 2j75 2 53 *a" 26- Derzeichniß ber Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstänbe in ber Stabt Gießen __vom Monat December 1886. Je 50 Kilogramm kosten: 23 — 4 17 <§.5 50 1 45 12 1! 8 It- 63 8 Ai 2C 1950 B- 20 7Z ■x & — 80 M, Kann, Lindenplutz 46 Spanischen Sanitäts- und Dessert - Weinen. Heyer. 9241 Verkauf^tcllen r Conditor H Kinkel, Marktstr. 32. GP 51 7223 211 I ) 2 I Export- u. 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Januar 1887, Morgens 8 Uhr, versiegelt einzureichen sind, woselbst ihre Eröffnung Morgens 9 Uhr auf dem Bureau, Marburgerstraße Nr. 9, erfolgt. Gießen, den 27. December 1886. Großh. Oberförsterei Schiffenberg. 1964 1 Sattel, t Pflug, mehrere Wagen ' nder verkauft Frau Pfaff, Tlefenweg. Aeilgeöotenes. 3 Waggon Tannen-Brennholz 1 * Buchen- „ billig abzugeben. Wo? sagt die Exped. d. Bl. k r verschiedene Anfragen veranlassen mich zu der ergebenen Mittheiluna, daß ich die von meinem sel. Manne betriebene 15 - in Vi und l/z Flaschen. Gütige Aufträge werden bei jedem Quantum frei in'S Haus geliefert. Säeinr. Jentzess, Kanzleib e rg. Behr. Adami, Mäusburg 14. 1 Ferd. Drebes, Marktplatz 21. | 164 Em zuverlässiger Bursche vom Lande, von ca. 17 bis 20 Jahren gesucht. Näheres bei Georg Hautz, Löwengasse 2. 150 Eine junge Frau, in feiner Weiß- und Buntstickerei erfahren, bittet geehrtes Publikum um Beschäftigung. Näheres Ludwigsplatz 5, Hinterhaus- Friedrich Leo, Seilersweg 71. 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