Sonntag den 9. Januar 1887 Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. 7. GrsteS Blatt. «ureau - S ch u I st r ° ß - 7. _________________Erscheint täglich nut Ausnahme des Montags. M »Km« ..................... .................................. W J —iMBaEBn1»!—-M———— Amtlicher Hheil. Gefunden: t Schlittschuh, 1 Filzhut, 1 zerbrochener Siegelring, 1 Päckchen Stickgarn, 1 weißes Taschentuch, 1 Pelzbeutel, Portemonnaie mit Inhalt. In den Stadtpostlocalitäten stehen geblieben: 3 Regenschirme, 1 Cigarrenbehälter. Gießen, am 8. Januar 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Deutschland. Darmstadt, 6. Januar. Das Großherzogliche Regierungsblatt (Beilage Nr. 1) enthält: 1. Summarische Uebersicht der Rechnung Großh. Landes-Waisenanstalt zu Darmstadt für 1885/86. 2. Bekanntmachung Großh. Kreisamts Darmstadt, Brandschäden in der -Gemeinde Eberstadt, Kreis Darmstadt, betreffend. Aus Veranlaffung der häufiger, in den letzten Jahren zu Eberstadt, Kreis Darmstadt, vorgekommenen Brände und in Berückstchtigung der dieselben begleitenden Umstände, welche die Vermuthung rechtfertigen, daß daselbst eine mit den Interessen der BrandverficherungS-Anstalt unverträgliche Fahrlässigkeit in Bezug •auf Feuersgefahr obwaltet, hat das Großh. Ministerium des Innern und der Justiz durch Entschließung vom 3. d. Mts. auf Grund des Art. 23 Pof. 1 und 2 des Gesetzes vom 6. Juni 1853 angeordnet, daß die vom Augenblick Lieser Bekanntmachung an in Eberstadt entstehenden Brandschäden nur nach dem Verhältniß des wahren Werthe«, welchen die abgebrannten oder beschädigten Gebäude unmittelbar vor dem Brand gehabt haben, vergütet werden sollen und Laß bei den jährlichen Ausschlägen die Versicherungs-Kapitalien der Gemeinde Eberstadt 5 Jahre lang in einem um ein Fünftel erhöhten Betrag in Rechnung gebracht werden sollen. 3. Ordensverleihungen. 4. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden. Se. Königl. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 40. December 1886 dem Cabinetsrath Menges zu Darmstadt die Erlaubniß ■jur Annahme und zum Tragen des ihm von Sr. Maj. dem König von Rumänien verliehenen Commandeur-Kreuzes des Ordens „Krone von Rumänien" und Les ihm von Sr. Maj. dem König von Italien verliehenen Commandeur- Kreuzes des Ordens „Krone von Italien" zu ertheilen. 5. Exequatur-Ertheilung. 6. Erhebung eines Marktfleckens zur Stadt. 7. Dienstnachrichten: Am 4. December 1886 wurde dem Schulverwalter Johs. Holl zu Fürth eine Lehrerstelle an der kath. Schule zu Fürth, am 15. September wurde dem Schulamtraspiranten Wilh. Kaffenberger aus Unter-Gerfprenz eine Lehrerstelle «an der Gemeindefchule zu Gundernhausen, am 17. December wurden dem Schul- amtsaspiranten Karl Muller aus Gießen eine Lehrerstells, und der SchulamtS- afpiranttn Louise Sophie Friedrich aus Zwingenberg eine Lehrerinnenstelle zu Gießen, am 18. December wurde der Schulamtsaspirantin Pauline Rautenbusch aus Gladenbach eine Lehrerinnenstelle an der Gemeindeschule zu Neu-Isenburg, an dems. Tage wurde dem Schullehrer Adam Michel zu Bobstadt eine Lehrerstelle an der Gemeindeschule zu Hausen, im Kreise Offenbach, übertragen. 8. Dienstentlassung. (Schluß folgt.) f Hesterreich. Wien, 7. Januar. Die Meldung, Prinz Alexander von Battenberg beabsichtige demnächst eine größere Reise anzutreten, um allen politischen Com- binationew> die sich an seine Person knüpfen, ein Ende zu machen, findet Bestätigung. (Fr. Ztg.) Dänemark. Kopenhagen, 7. Januar. Im Folkething legte die Finanzkommisston ihren Bericht vor. Die Majorität lehnte die provisorischen Maßregeln ab, darunter diejenige bezüglich der Gens'darmerie; etwa 8 Millionen sollen von den beantragten 9V3 Millionen für außerordentliche militärische Zwecke und Befesti- Mngsanlagen verwendet werden. Es circuliren Gerüchte über eine Auflösung des Folkething.__ Reichstag. E. R. Berlin, 7. Januar 1887. Die zweite Berathung des Etats des Reichsamts des Innern wurde beim Kapitel: Patentamt fortgesetzt. Abg. Dr. Hammacher (nat.-lib.) bedauert, daß bei der Patentenquete nicht auch das Marken- und Musterschutzwesen berücksichtigt sei, es sei sehr schwer, sich über bereits vorhandene Rechte zu insormiren. Staatssekretär v. Bötticher: Der Bundesrath prüfe diese Materie zur Zeit, er werde erwägen, wie weit eine Reform sich werde einleiten lassen, anerkennen Wolle er, daß es nicht zuträglich sei wenn wie jetzt, ein Markenschutz nur Denjenigen zu Theil werde, die ins Handelsregister eingetragen seien. Abg. Dr. Horwitz (dfr.) betonte neben der civilrechtlichen die strafrechtliche Seite der> Sache. Im Eivtlprozeß genüge es, daß das betreffende Muster im Reichs- «nzeiger veröffentlicht sei, der Strafrichter aber habe zu erwägen, ob in der That die Publikation im Reichsanzeiaer durchaus unzureichend sei. Abg. Kalle lnat.-lib.) forderte ebenfalls eine Revision des Markenschutzgesetzes, ie im Anschluß an die Patent-Enquete erfolgen könne. Es folgte das Kapitel: Reichsoersicherungsamt. Abg. Dr. Baumbach (dfr.) anerkennt die bisherige Rechtsprechung des Reichs- versicherungsamts. Der Schwerpunkt liege allerdings nicht in den Berufsgenossen- schasten, sondern im Reichsversicherungsamt. Redner sucht seine Behauptung von den durch die Berufsgenossenschaften verursachten hohen Verwaltungskosten durch Zahlenmaterial zu beweisen. Eine Revision des Verficherungsgesetzes sollte so bald wie möglich vorgenommen werden. Staatssekretär v. Bötticher: Die Höhe der Kosten der Berufsgenossenschaften lasse sich noch nicht übersehen; einige derselben hätten sich allerdings zu kostspielig eingerichtet; das lasse aber keinen Schluß auf das Gesammtresultat zu. Wo der Schwerpunkt des Versicherungswesens liege, sei gleichgiltig, wenn nur der verunglückte Arbeiter sein Recht bekommt. Für eine Revision des Gesetzes liege, da offene Mängel nicht zu Tage getreten seien, jetzt ein Bedürfniß nicht vor. Abg. Kroeber (Volkspartei): Eine Reform des Unfallversicherungsgesetzes ist unbedingt nothwendig. Die Wittwen und Waisen sind jetzt völlig dem Gutdünken der Vorstände anheimgegeben, sie können gegen deren Entscheidung zwar an das Schiedsgericht appelliren, aber es hat dies doch vielfache Uebelstände im Gefolge. Der Redner beweist aus Einzelfällen, daß das Gesetz bei theilweiser Invalidität der Arbeiter zu Ungunsten der Letzteren wirke. Abg. Wilbrandt (dfr.) bemängelt unlängst erlassene Entscheidungen des Reichsversicherungsamtes in Bezug auf die Arbeiter in Nebeneisenbahnbetrieben, die zwar im Bereiche eines landwirthschaftlichen Betriebes thätig sind, aber einer Eisenbahnverwaltung unterstehen. Staatssekretär v. Bötticher lehnt es ab, in eine Kritik einer Entscheidung des Reichsversicherungsamtes einzutreten, da er außer Stande sei, einer solchen rechtlichen Entscheidung gegenüber etwas auszurichten. Im Uebrigen werden alle Arbeiter, von denen der Vorredner gesprochen, nach Ausführung des Unfallversicherungsgesetzes für landwirthschaftliche Arbeiter, diesem Gesetze unterstellt werden. Abg. Kayser (Soz.-Dem.) verlangt eine Reform der Karenzzeit und Verbesserung des Rechtsschutzes der Arbeiter in Lohnftagen. Graf Hacke (Hospitant der dfr. Partei) beklagt die allzugroßen und kostspieligen Anforderungen an die Statistik. Abgg. Gamp (Reichspartei) und Dr. Buhl (nat.-lib.) halten die Einführung eines Anwaltszwangs für überflüssig; die hohen Kosten, über die geklagt worden, seien keine Schuld des Gesetzes, sondern der einzelnen Berufsgenossenschaften. Nächste Sitzung: Sonnabend. (Fortsetzung der Etatsberathung). Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 7. Januar. Der Kaiser empfing heute Vormittag uni 11 Uhr den Herzog von Eoburg, nahm darauf einen Vortrag des Finanzministers Scholz entgegen und machte Nachmittags eine Spazierfahrt. — An dem heutigen Diner nahmen der Herzog von Coburg, der Kronprinz, die Frau Kronprinzessin, Prinz Wilhelm, die Erbprinzessin von Meiningen, Fürst Salm Dyk, Fürst Blücher, sowie andere hervorragende Persönlichkeiten Theil. Berlin, 7. Januar. Dem hiesigen Magistrat ist auf die an Se. Majestät den Kaiser aus Anlaß des Neujahrstages gerichtete Glückwunschadresse folgende Antwort zugegangen: „Die erhebenden Worte, welche Mir der Magistrat in Seiner Adresse zum Neujahrsgruß gewidmet hat, haben Mich tief ergriffen. Aus ihnen entnehme Ich mit Wohlgefallen, was durch theilnehmendes Verhalten im Kleinen wie im Großen Mir im Laufe der Jahre bei den verschiedensten Gelegenheiten schon so oft bewiesen worden ist, daß Verehrung und Liebe zu Mir und Meinem Königlichen Hause im Herzen Meiner Residenzstadt feste und immer mehr erstarkende Wurzeln geschlagen hall In dieser frohen Erfahrung danke Ich dem Magistrat aufrichtig für seine Glückwünsche zu einem Tage, an welchem Ich mit dem Eintritt in das neue Jahr zugleich Mein achtzigjähriges Militärdlenst-Jubiläum feiern durfte, ein gewiß seltenes Ereigniß, welches im Gegensatz zu der trüben Zeit des Jahres 1807 Mich recht erkennen läßt, welchen Aufschwung ebensowohl die Ausbildung Meiner Armee wie die Wohlfahrt und die Machtstellung der Nation gewonnen hat. Mit lebhafter Befriedigung erfüllt Mich in Ihrer Adresse der Hinweis auf die großen Fortschritte, welche die Stadt im vergangenen Jahre gemacht hat. Ich werde Mich freuen, wenn Sie in ftiedlicher Arbeit auf der Bahn der Entwickelung auch fernerhin rüstig fortschreitet. Berlin, den 5. Januar 1887. gez. Wilhel m." Das Antwortschreiben Ihrer Majestät der Kaiserin auf die Glückwunschadresse des Magisttats lautet: „Dem Magistrat danke Ich herzlich für die Mir zum neuen Jahre dargebrachten .Gesinnungen. Dieselben entsprechen der besonderen Bedeutung des diesmaligen Neujahrsfestes, welches mit einer ehrwürdigen Feier verbunden zu einem Gedenktage wurde, den die Armee und mit ihr das Vaterland stolz und freudig beging. In dieser Gnade Gottes eine gute Vorbedeutung für die Zukunft erblicken zu dürfen, ist gewiß unser Aller Wunsch und Ich vertraue auf Seinen Schutz auch für das Gedeihen der für- sorgenden Thätigkeit des Magistrats, die Ich wie bisher mit unveränderlicher Thetl- nahme und voller Anerkennung im beginnenden Jahre begleiten werde. Berlin, den 2. Januar 1887. gez. Augusta." Se. K. u. K. Hoheit der Kronprinz antwortete auf das Glückwunschschreiben des Magistrats: „Dem Magistrat spreche ich Meinen aufrichtigen Dank aus für die freundliche Zuschrift, mit welcher Mich derselbe auch bei diesem Jahreswechsel begrüßt hat. Es gereicht Mir zu lebhafter Befriedigung, daß die Stadt in Meinen Bestrebungen für die Entwickelung ihrer kunstgewerblichen Thätigkeit eine wirksame Förderung derselben erblickt. Meiner herzlichen Erwiderung der wohlgemeinten Glückwünsche füge Ich gern die Versicherung hinzu, daß Meine rege Theilnahme und deren Bethätigung für die. der Bäcker :b. Kgr. (2 1. Sorte 48 63 Gießen, den 8. Januar 1886. Schwarzbrod 1. Sorte 24 Schwarzbrod 1. Sorte 48 b.‘ b/ b.‘ (4 (6 4 2 Weißbrob . Weißbrob . 1 2 1 2 3 1 2 3 der Brodverkäufer Pfb.) Weißbrob . Schwarzbrob 2. Sorte 21 Schwarzbrob 2. Sorte 42 -u—» 1. Sorte — Schwarzbrob 2. Sorte 21 Schwarzbrob 2. Sorte 42 Schwarzbrob 2. Sorte 6L Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. . 27 Brodpreife vom 9. bis 23. Januar 1887. » ) „ 54 „ ) Schwarzbrob 1. Sorte 24 . 27 . 54 raschenb waren auch die Halluzinationen, Sinnestäuschungen, zu welchen Hr. Böllert or ^?anß;- 6l°udten sich in einem schönen Garten, vermeinten bie rofflicysten Aepfel zu eilen und verzehren unter dem Ausdruck sichtlichen Wohlbehagens J *5*°% ?arTfn. a^r natürlich beim Erwachen die ekle Kost voll Unwillen Am Schluß zeigte Hr. Bollert einem Hypnotisirten einen schaukelnden Kahn, nnt Plötzlich schlagt der Kahn um und der Hypnotisirte stürzt uU1P C§c VF rcttcn: das Kind aber war ein Tuch, welches Böllert hatte fallen lassen, und statt in den Fluchen bewegte sich der ufchte auf dem Boden des Podiums. — Die hochinteressanten Versuche der Herren nnfcrpr Un\£L°ntai 2t5.cnb im 2elb fortgesetzt, worauf wir diejenigen unserer Leser, namentlich auch die Damen, aufmerksam machen möchten, welche bis heute noch keine Gelegenheit hatten, derartige wunderbare Dinge wahrzunehmen. Toöe8- Anzeige. Heute starb unsere unvergeßliche Tochter, Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwägerin und Schwester Christine Lang, geb. Köhler, ™*r Verwandten, Freunden und Bekannten mit der Bitte um stille Therlnahme tiefbetrüit mittheilen. Gießen, den 8. Januar 1887. Die trauernden Hinterbliebenen. , ,r Die Beerdigung findet Montag Mittag 2 Uhr vom Sterbe. Hause (Asterweg 17) aus statt. 258 c )rx u s^O b er Hessen, 29. December. Der Oberhessische Bienenzüchter-Vereinhat durch den Tod seines verdrenten Präsidenten, des Herrn Pfarrers De ich er t, der °ArC mit & bci? Vereine vorgestanden hat, einen großen Verlust erlitten und eine schwere Krisis auch insofern durchgemacht, als er auf der letzten General- M November vollständig neue, den Zeitverhältnissen und den roorben^ft^1111 eIer kvtsprcchenbe Statuten erhalten hat und neu constituirt ; 6ewiß für die Freunde der Bienenzucht nicht ohne Interesse, die ^achrtcht zu erhalten, baß Großh. Ministerium des Innern am 3. December ?c?l ^.c.relnc' no8nC$tcrr ^Burbigunß der von demselben verfolgten Ziele, eine Staatssubvention von 250 Jt gütigst gewährt hat und daß ferner 9 Abgeordnete aus den 3 Pro- "^n (Ellenberger, Schaum und Sturmfels aus Oberhessen, Arnold, Haas Starkenburg, Or. Schröder, Pitthan und Stephan aus bei der II. Kammer den Antrag eingebracht haben, die Großh. Regierung die Bienenzüchter-Vereine der 3 Provinzen im nächsten Budget durch eine Staatssuboentron um deßwillen zu unterstützen, weil die Bienenzucht ein nützlicher ker unb insofern auch mit derselben zusammen- re»; -r* B^ne nach den Entdeckungen des Herrn Prof. Leuckhardt sehr wesentlich Obstbaume beiträgt, alljährlich ansehnliche Summen für Honig XJ «Äa ond (aus Bremen wurden 1885 nach der Statistik vom October allein in hrVia rI^09r®mmemgesührt) gehen und auch die übrigen an der Ver- erhalter? nu^ ^er Kenntnisse verbreitenden Vereine ansehnliche Zuschüsse vom Staate 9ß 9*ad)bcin bcr Verein durch die erhaltenen (Staat 250 Jt, Creditkasse Ortenberg uanb. ru erwartenden Subventionen aus seiner finanziellen Bedrängnitz wenigstens einigermaßen befreit und in die Lage versetzt worden ist, den Zweigvereinen nach verschiedenen Richtungen hin helfend unter die Arme zu greifen, darf wohl mit P^^n, dag er durch lebhafte Betheiligung feiner alten und zahlreichen Beitritt neuer Mitglieder (er ist von 149 Mitgliedern in 1886 bereits auf über 500 gewachsen) erstarken und neues, frisches Leben erhalten wird. Wie hiesige Blätter wissen wollen, stände in Kurzem eine A^nde^ung m der Besetzung des hiesigen Gouverneurpostens bevor. Durch den x r-!?Cdi Bruders des jetzigen Gouverneurs, des Herrn Grafen v. Schlippenbach, soll anzutr?ten"ge?enke^^ ber ttei geworden sein, welches Herr v. Schlippenbach < b^f^e Polizeiamt warnt vor einem Schwindler Namens Heinrich Wagner, in Darmstadt, Worms, Oppenheim und Bingen e cinc ^ollecte für ein dem Hergenhahn untergegangenes Schiff veranstaltet. „ c^Uv nhessen, 7. Januar. In Oppenheim wird eben eine lebhafte Agitation fur^bie Anlage einer Nebenbahn Mörstadt - Oppenheim mit einem Anschluß PPFP’!tsnni<»'Ir^benji, Leebeim, Griesheim, Darmstadt getrieben. Die Wich- nach' ätabt‘SnS m,t 0r°6tm S?clnDtr,anb‘ °us bem ßreife Oppenheim /!? ^tzt herausstellt, haben nicht zwei, sondern nur ein Liebespaar die Die^eim^ unb ^U)ar ba^ Pärchen nicht von Oppenheim, sondern von — [Sin passender Druckfehlers Was gleicht wohl aus Erden dem Jagd- vergnügen? — Beim Schalle der Hörner im Grünen zu lügen! 6 mnt,r d« Dolksschule.s Lehrer: „Was für -in- Profession Hai denn Dein A,rr ~ : »I . . . i ... trau m'rs nct ,lagen. Lehrer. — Lehrer: Nur heraus damit, genire Dich nicht, Michel!" ~ Mchel (nach langem Zögern): „Mei Da,er is - das „bärtige Weib" im \5/tTCU5 ! Handel und Verkehr. H7R6 ntnn^-8k 3°.nuar- Ä^b^heutigen Markt kostete: Butter per Pfund sxc0'7^0-80, Hühnereier per St. 7—8 Enteneier St. 8—9 Käle vr. St. 5—8 A T0 jn pr,Atlcr 17 Linsen 28 Tauben per Paar 70 bi4 90 Hühner per Stuck 0.80—1.00, Hahnen pr. Stück 0 70 1 ‘20 6?^^iB^unb^nbfleifA5^ *58 50—65 Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 66 A bnn 5l“^6rÄ' Schweineflestch 56-60 Hammelfleisch 50 bis io qI6o y)—00 Kartoffeln per 100 Kilo JL 4.00—4.50, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Gentner 5.00-0.00. ' A,ucr ^Ermehrung und Veredlung ber geistigen Schätze der aufblühenden Hauptstadt nicht ermuven soll. Berlin, den 4. Januar 1887. gez. Friedrich Wilhelm, Kronprinz." , , .93°,’r ?hr-r K. u. K. Hoheit der Frau Kronprinzessin ging dem Magistrate folgendes Antwortschreiben zu: „Mit aufrichtigem Danke habe Ich die aus Anlaß des Jahreswechsels an Mich gerichtete Zuschrift des Magistrats empfangen. Gern erwidere Ich die Mir darin aus- gesprochenen Glückwünsche mit Meinen wärmsten Empfindungen für das fernere Wohl n? Hllb lemer Bewohner. Möge das neu beginnende Jahr der immer mächtiger fich entwickelnden Hauptstadt ein Jahr des Glücks und Segens werden. Berlin, den 5. Januar 1887. gez. Victoria, Kronprinzessin." m — In dem Dankschreiben des Kaisers an das Eentralcomitö der deutschen Rothe-Kreuz-Vereine für die Neujahrsglückwünsche heißt es: Wenn ich auch der Hoffnung lebe, daß die Bemühungen, dem deutschen Volke die Segnungen des Friedens ru erhalten, nicht vergeblich sein werden, kann ich doch meine volle Anerkennung über den Ernst und Eifer nicht zurückhalten, womit die Rothe-Kreuz-Vereine auch in ruhigen Zeiten der Erfüllung ihrer Aufgabe sich hingeben. M Bremen, 7. Januar. Die Rettungsstation Dorumertief telegraphin: Am 7. Januar von einer gestrandeten Fischerschaluppe vier Personen gerettet durch die Rettungsmannschaft der Station Dorumertief. ,-PariS, 7. Januar. Dem „Temps" zufolge ist die wiederholt aufgeschobene Abreise Brazza s nach dem Eongogebiete nunmehr auf den 20. ds. Mts. festgesetzt worben. B ° Lsndon, 7. Januar. Der „Stanbard" melbet, Glabstone sei geneigt, seine Home-Rule-Vorlage dahin zu ändern, daß das Reichsparlament bie Ausübung gewisser beschrankter, auf irische Angelegenheiten bezüglicher Gewalten auf ein Dubliner Parlament übertrage. London, 7. Januar. Die bulgarische Deputation ist beute nach Paris abgereist. ' * . Rom, 7. Januar. Der Kronprinz ist nach Livorno abgereist, um zu seiner Orientreise, zunächst nach Creta, sich einzufchiffen. ,. , 2tthen, 7. Januar. (Meldung der „Agence Havas".) Die Pforte richtete hierher eine Note, worin sie die Abberufung der ariechifchen Consuln in Ganea, r'Tr’I1110 und Heraklion verlangt, welche an den Kundgebungen anläßlich der Groß- lahrigkeitsfeier des griechischen Kronprinzen theilgenommen haben sollen. London, 8. Januar. Reuters Bureau wird aus Brisbane unterm 7. d M. gemeldet: Der deutsche Kreuzer „Adler" landete Matrsfen in Steu-Jrland, welche Au'e/.bu^chzogen wurde, wobei mehrere Dörfer in Brand gesteckt wurden als Strafe für die Ermordung deutscher Händler. Ein Eingeborener wurde getödtet. Lokales. a 8C I^uar.^ fStadtoerordnetensitzung vom 6. Januar, Nachmittags 4 Uhr.I Anwesend Herr Bürgermeister Bramm, die Herren Beigeordneten Keller und^Gnauth, von netten der Stadtverordneten die Herren Baist, Georgi Grüneberg, Dr. Gutfleisch, Haustein. Hoch, Homberaer ^unbarbf' SBa11e°nftB“9“^ctri' Dr‘ Schopbach, Simon, Vozl nnb Beginn des Jahres die verschiedenen Deputationen gewähir. Außer den bisher bestandenen wird eine neue gebildet und zwar eine Devu- «“£1 tY.. Derathung der Eoncessioncn für Wirthschasten und Schnaps-Ausschank. 3» bi-sclb- werden die Herren Simon, JugHardt, V-. Ploch und Georgi ,e- 3babfr b«?^ ®CJUC^ ^bs Wirths und Specereihändlers Carl Krom- wstsen ^ e d^ienige des Restaurateurs Franz Schray an diese Commission ver- Die Klage des Hch. Juderthal auf der Großmühle bei Alten-Buseck und Consorten gegeni dte Stabt G ießen, Beklagte, wegen Veränderung des Wasserlaufes und vermeintlicher Entziehung öffentlichen Wassers, wird ausgenommen T. . Auf em Gesuch der Frau Gg. Lony Wwe., Feststellung ber Bau'flucht- ous Anlaß des Umbaues resp. Neubau ihres Hauses Neuenweg 17, beantragt die Baudeputation an ihrem Beschlüsse vom Juli 1886 festzuhalten, womit sich .die Versammlung einverstanden erklärt. 1 Der Gewerbeoerein ersucht um Ueberlassung eines Schullocales für die erweiterte Handwerkerschule und wirb hierfür der untere Saal der alten Schule am Aster- weg widerruflich verwilligt; die Zahl der Sonntagsschüler beträgt 121, die ber erweiterten Handwerkerschule 197. ' * 1 a-f ? b" erlöschwesen betreffend, wird ein Gesuch des Commandos der Gießener freiwilligen H-euerwehr behufs Errichtung einer Gaslaterne im Spritzenhaus ßenebmtgt, rbenfo die Anfertigung von gackeln nach einem Berliner Muster. Eine entstandene Revaraturkssten-Rechnung wird ebenfalls genehmigt. OT Actien-Gesellschaft für Annoncen-Uhren in Hamburg ersucht um Erlaubniß P e? ncenuh r und Anweisung eines hierzu geeigneten Aufftellungbesstrnüstb cntfpro^cn unb ba§ nördliche Ende des Kreuzplatzes zur Das Gesuch des Herrn Hch. Adami wegen Wasserabführung wirb widerruflich nach Angabe durch den Stadtbaumeister genehmigt s^.^^^esserung des Hammweges werden die von d'er Vaudeputation ver- ^n^en lOO JL verwilligt und eine durch Einsturz eines Kanals auf dem Brand nothig gewordene schleunige Reparatur nachträglich genehmigt. Verschiedene Kosten- becreturen gutgeheißen. — Schluß der öffentlichen Sitzung 5 Uhr. . . . 8. Januar. sTurnerischesJ Der hiesige Turnverein (gegr. 18461 //ln ^^ivhriges Winterfest soviel uns bekannt am 5. Marz in Stein's Saal. JUr 992(11 blcrbei von der Aufführung eines Reigens abgesehen werden' und hierfür em Turnen am transportablen Reck, welches zu diesem Zweck in Stein's ^a?nMUTC a8Cn croeÄ m roL>ohn, Louis Heinrich. 5. Dem Kunstgärtner Gustav Lehmann ein Sohn, Gustav Paul. Gestorbene. December: 31. Peter Wallenfels, 50 Jahre alt, Taglöhner von Odenhausen. Januar: 1. Karl Becker, 1 Jahr alt, Sohn von Schreiner Ludwig Becker dahier. 1. Hermann Pfaff, 12 Jahre alt, Sohn von Hüttenarbeiter Christian Pfaff zu Bcllers- Lorf. 2. Heinrich Seng, 73 Jahre alt, Privatmann dahier. 2. Heinrich Hofmann, 31 Jabre alt, Maschinenputzer von Dudenhofen. 2. Theodor Geismar, 68 Jahre alt, Ahrmacher dahier. 3. Elsa Student, 1 Jahr alt, Tochter von Kaufmann Moses Mordchel Student dahier. 3. Mathilde Bose, geb. Stoib, 39 Jahre alt, Ehefrau von Professor Dr. Heinrich Bose dahier. 3. Wilhelm Pfeil, 66 Jahre alt, Schreinermeister dahier. 7. Heinrich Linker, 58 Jahre alt, Schlosser dahier. Auszug aus ben Kirchenbüchern der Stadt Sieben. Evangelische Gemeinde. Getraute. Getaufte. gebotenen 253ajZemb®Cm ßonrab 2°'^ Keller eine Tochter, Emilie, Zimm^k^ L ^ilberwaarenhändler Heinrich 6eboren^nn,£l2b4%o^mmbe^n9irCr 'ne To^Marie Elisabeth, den lÄmto ®Cm saurer Heinrich So,nmerlad ein Sohn, Carl Ludwig, geboren 8eb0re,®ten^8e3Z0D?m'?eri$aUfnmnn 'n- Tochter, Margarethe Luise, Johanna,£^boren ÄÄS" 3W 'nc Iod^- Anna Marie ^innÄm Ä Kristian 25. g?o®mberb£n' W‘ipp ®e‘«d cine T-ch'er, Lina, geboren den Helene,®geb°"d7n°23. JE 6'Imann Tochter, Elsa Johanna Beerdigte. Den 4. Januar. Heinrich Seng, Privatier, alt 73 Jahre, starb den 2 Ä* Ute«««« m» äSi, ... » » 8» ÄS'»" ** " "** ‘ 3. 3an?arn 6' 3anuar- Wilhelm Pseil, Schreinermeister, alt 66 Jahre, starb den Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Der Plan über die definitiv festgestellte Baufluchtlinie für die nördliche Seite des Neuenwegs liegt 14 Tage aus dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen, während welcher Zeit Einwendungen bei Vermeidung des Ausschluffes bei der unterzeichneten Behörde anzubringen sind. Gießen, den 7. Januar 1887. Grobherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 252 Holz-Versteigerung im Gießemer Stadtwalde. Montag den 17. Januar 1887, Vormittags 9 Uhr, soll bei Wirth Loth auf der Germania nachverzeichnetes Holz aus dem District Tanne II versteigert werden: A. Bau-, Werk- und Nutzholz. 4 Eichenstämme mit 0,66 Festm., 306 Kiefern- und Fichtenstämme mit 40,92 Festm., 275 Fichtenstangen mit 21,98 Festm. B. Brennholz. Schetth. Knüppelh Stockh. Reish. Nrntr. Rrntr. Rrntr. Wellen Eichen — 2 — — Nadel 104 208 72,9 7070 Vorzeigung des zur Versteigerung kommenden Holzes erfolgt in dem Termine vor Beginn der Versteigerung durch den Forstwarten Brück in Rödgen. Gießen, den 8. Januar 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 251 Irisches Schwarzwild tingetroffen bei 256 A Koch Nachf., Hamb. Fisch- u. Delicateffenhandlung. 213 Wegen Raummangel einige aut erhaltene Möbel zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Holz-Versteigcrung, in der Königlichen Kber- förfkrri Strupbach. (Kgl. Waldwärter Seibel zu Wilsbach). Montag bm 81. Januar ISST sollen am Tbalberg öffentlich versteigert werden: 111 Stuck zum Theil schwere Eichen- Stämme von 4—13 m Länge und 23—72 cm Durchmesser mit 73,19 fm. 6 Stück Nadelholz - Stämme von 6—14m Länge und 27—39 cm. Durchmesser mit 5,21 fm. 64 rm Eichen-Nutzholz-Scheite, 28 „ , „ Knüppel — zu Grubenholz geeignet —. 100,5 rm. Eichen-Scheite. 72 „ „ Knüppel. 26 Hunderte Eichen - Reiserwellen III. El. 57 rm. Eichen-Stockholz. 24 , Buchen-Scheite. 11 „ „ Knüppel. 61,50 Hunderte Buchen-Reiserwellen. 10 rm Nadelholz-Scheite und 1,75 Hundert Nadetholz-Reiserwellen. Zusammenkunft: Vorm. 9’/2 Uhr im Holzschlage Distr. Nr. 44. ForsthauS Strupbach, den 6. Januar 1887. Der Königliche Oberförster: 239 Baumann. WieneFHöf Sonntag, den 9. Januar, von Morgens 10 Uhr an G Zacherl-Bock-Bier G im Zapf. 257 li. Hormann. , , , fordlnrrtin Gießrn Mittwoch, den 12. Januar, Nachmittags 5 Uhr: Sitzung auf dem Lenz fchen Felfenkeller. 210 Der Vorstand. Der Unterricht in meiner Schule beginnt Montag den 17. Januar. Anmeldungen nehme in meiner Wohnung: Schiffenberger Wea entgegen. Achtungsvoll Lina Erlöser. ?£0_________________________ L-brerin._________ Harzer Kanarienvögel, Mauchen und Zuchtweibchen, ein großer Keckkorb, eine Parthie Sina- kästen mit Grmpelbauer sind verziehungshalber billig zu verkaufen. I-elllch, Schneidermeister, Marktstraße 7, 204_________________________Eingang von der Mäusburg. Äußer meinem so beliebten Zell - Würzburger Bier habe von heute ab ein ausgezeichnetes Bockbier mit im Zapf und in Flaschen. 253 Hochachtungsvoll ______________ L. Feidel. . Dieser Tage wurde in der neuen Kaserne dahier eine Uhr aufqestellt deren Vorzüge gegenüber an anderen öffentlichen Uhren hervorqehoben m werden verdienen und zwar um so mehr, als dieselbe aus einer Fabrik her. vorgegangen, welche für ihren Kunstfleiß bei verschiedenen größeren Aus- stellungen mit Auszeichnungen bedacht word n ist und daher veröffentlickt -u werden verdient. Diese Uhr geht, einmal ausgezogen, volle 8 Tage Hüber < Tage) hat einen Secunden - Pendel, besitzt Drahtselle und eiserne Rollen durchsichtiges Zifferblatt, der Mechanismus stellt sich von selbst ein (die andern derartigen Uhren haben Contre-Gesperr und muß mit Vorsicht eingeschoben werden), die Stellscheibe ist aus Material hergestellt, welches eine Veränderung derselben im Winter durch Feuchtigkeit gänzlich ausschließt. Genannte Uhr kann sich zum Mindesten an die Seite derjenigen aus den Fabriken von Mannhardt, Ungerei, Rochlitz, Zaghariä, Weiß und Fuchs stellen. Richt sehr veraltete Thurmuhren werden bei mäßigen Preisen umae- arbeitet, wie auch Preiscourante aus verschiedenen Fabriken an größere und kleinere Städte und Dörfer zur Verfügung stehen bei 232 H. Krug, Stadtubrmacher, Gießen. Gasthaus» WffMiM Thai. Verehrtes Publikum mache wiederholt auf mein großes Orcliestrion aufmerksam und sollte es Niemand versäumen, fich bald einmal von diesem allseitig anerkannten Prachtwerke zu überzeugen. 245 Hochachtungsvoll __Heinr. Schneider. 212 Zum sofortigen Eintritt ein Haus- I 150] Colporteure gegen hohe Pro- madchen gesucht, welches perfect seroiren I vision gesucht. und bügeln kann. Ludwigsplatz 5, 1 Et. I Wo? sagt die Exped. d. Bl. Eisverein. Der Vorstand benachrichtigt die Mitglieder des Eisvereins äJ von dem lauf Grund des § 7 der Statuten gefaßten Beschluß, wonach der § 3 der Eisordnung wie folgt lautet: Die Vereinsmitglieder haben auf der Eisbahn das Vereinszeichen sichtbar zu tragen. Für die Benutzung und das Betreten der Bahn ist von allen Nichtvereinsmitgliedern, mögen sie Schlittschuhe laufen oder nicht, Babngeld zu entrichten, und zwar von Gewachsenen 20 Pf, von Kindern unter 13 Jahren 10 Pf. für jeden Tag. Gegen Entrichtung dieses Steins Garten. Sonntag den 9. Januar: GROSSES (WERT ausgefuhrt von der Capelle des 2. Großh. Hesi. Jns.-Regts. Nr. 116 unter Leitung des Großh. Mustkdirektors Herrn C. Krautze. Anfang 5 Uhr. Entree 30 Pf. 250 Danksagung Gießen, 7. Januar 1887. 229 Or. Md. drore Vogt sagen wir unfern tiefgefühlten Dank. 208 Die trauernde Familie 230 Der Vornta>x