Nr. 6* Samstag den 8. Januar 1887 Meßmer Anzeiger Amts- und Anzcigcblatt für den Kreis Gießen. Bureau r Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. -। die -Pov hewncn vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. . Betreffend: Die Wahl der Vertreter der Forensen. Gießen, am 4. Januar 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Groß herzo glichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir erinnern Diejenigen von Ihnen, welche mit Erledigung unseres Ausschreibens vom 12. October v. I. — Anzeiger Nr. 239 — noch im Rückstände sind, an baldige Vorlage. ___Dr. Boekmann. Betreffend: Maßregeln zur Unterdrückung des Milzbrandes in der Wetteräm Gießen, am 4. Januar 1887. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen di- Großherzoglicheu Bürgermeistereien Allendorf a. d. Lahn, Bellersheim, Bettenhausen, Birklar, Dorf-Gill, Eber- stadt, Gropen Linden, Gruntngen, Holzheim. Hungen, Inheiden, Klein-Linden, Langd, Lang-GönS, Langsdorf, Leihgestern, Lich, Muschenheiw, Obbornhofen, Ober-Hörgern, Rabertshausen, Rodheim, Steinheim, Trais-Horloff und Utphe. Sie werden, insoweit Sie noch im Rückstände stnd, an baldige Einsendung der in unserem Ausschreiben vom 23. August 1880 — Anzeiger Nr. 201 — vorgeschrieoenen Tabelle nach dem unten abgedruckten Muster über die in dem letzten halben Jahre crepirten Thiere erinnert, wobei namentlich in der Spalte „Bemerkungen" die Angabe über die Krankheit des Thieres und die Art der Beseitigung des Cadavers nicht zu vergessen ist. Dr. Boekmann. Tabelle über die in der Gemeinde.......vom .... . 18 . . . bis ......18 . . . crepirten oder getödteten Thiere. Ord.- Nr. Monat Datum Namen der Besitzer Der crepirten oder getödteten Thiere Alter Zahl Gattung Jahre Bemerkungen über Krankheit, wenn solche durch den Thierarzt festgestellt ist, sowie über die Art der Beseitigung der Cadaver. Bekanntmachung. Betreffend: Die Reinhaltung der Straßen, Plätze und Kanäle in der Provinzialhauptstadt Gießen. Bei dem letzten Thauwetter sowohl, als bei früheren ähnlichen Gelegenheiten ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß das von den gepflasterten Trottoirs rc. entfernte Eis bezw. Schnee auf die nicht gepflasterte Fahrbahn, oder auf andere nicht gepflasterte Thelle der Straßen geworfen wird. Der § 5 des Reglements vom 10. November 1879, die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen rc. betreffend, setzt fest, daß bei eintretendem Thauwetter nach Aufforderung der Localpolizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentlichen Plätze und insbesondere Mohrinnen aufeisen, kehren und Schnee und GiS alsbald von den Straßen re. entfernen zu lassen find. Wir können diesen ordnungswidrigen Zustand nicht länger dulden und bringen deßhalb die gesetzlichen Bestimmungen vorstehend wiederholt mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß das Aufsichtspersonal strengstens angewiesen ist, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. Gießen, am 30. December 1886. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Nachdem der Vorstand des Eisvereins dahier die in § 3 des Localreglements vom 6. März 1877, betreffend die Regelung des Gewerbes der Dienst- und Lohnmänner vorgeschriebene Caution für das erforderliche Dienst- und Hülfspersonal bei uns gestellt hat, haben wir für das Kehren der Eisbahn der Lahn zwischen dem Wehr unterhalb der Badeanstalten und dem Felsen und für das Anschnallen der Schlittschuhe auf dieser Strecke den Eisverein dahier als alleinigen Unternehmer bestellt. Indem wir dieses zur öffentlichen Kenntniß bringen, lassen wir in Nachfolgendem die in Uebereinstimmung mit der Gemeindebehörde auf Grund des 8 76 der deutschen Gewerbeordnung s. Z. erlassenen und veröffentlichten Bestimmungen folgen: 1) Die Berechtigung bei enstandenem Eise daselbst zum An- und Abschnallen von Schlittschuhen, Kehren der Eisbahn rc., öffentlich seine Dienste anzubieten, steht nur demjenigen zu, welcher die in dem Polizei-Reglement vom 6. März 1877, die Regelung des Gewerbes derjenigen Personen, welche auf öffentlichen Straßen oder Plätzen ihre Dienste anbieten, insbesondere der Dienst- und Lohnmänner betreffend, vorgeschriebene polizeiliche Concession erhalten hat. Für das Kehren der Eisbahn werden jährlich ein oder mehrere Unternehmer je nach Bedürfniß concessionirt, welche sich für das nöthige Hülfspersonal zu sorgen haben. 2) Als Taxe dürfen verlangt werden: a) für* das An- und Abschnallen der Schlittschuhe pro Person 5 $ b) für das Bahnkehren: von jeder männlichen, die Bahn mit Schlittschuhen benutzenden Person..... 3 „ bei starkem Schneefall..........5 „ von jedem Schlitten............ 10 „ Kinder unter 14 Jahren und erwachsene Personen, welche das Eis ohne Schlittschuhe besuchen, zahlen nichts. 3) Für Begleitung auf dem Eise und für das Schieben von Schlitten gilt der Zeittarif für die Dienst- und Lohnmänner vom 6. März 1877, wonach für eine halbe Stunde oder weniger ...... 40 H für eine ganze Stunde........ ♦ . 60 „ zu zahlen sind. 4) Überschreitungen dieser Tarifsätze werden mit Geldstrafe bis zu 50 Thaler (150 «X) und im Unvermögensfalle mit Haft bis zu 4 Wochen bestraft. 5) Personen, welche ohne Concession sich zu Dienstleistungen gegen Vergütung anbieten, werden nach dem sub I erwähnten Reglement mit einer Geldstrafe von 1—8 Mark 57 Pfennige belegt. Bemerkt wird, daß durch die Bestellung des Eisvereins als alleiniger Unternehmer eine ausschließliche Benutzung der Eisbahn der Lahn durch die Mitglieder des Eisvereins nicht beabsichtigt ist, daß daher eine Versagung der Benutzung der Eisbahn durch Nichtmitglieder oder Nichtzahlende unter keinen Umständen stattfinden darf. Gießen, am 5. Januar 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Bekanntmachung. Betreffend: Vorkehrung gegen Unglücksfälle beim Gehen und Fahren auf dem Eis. Auf Grund des Art. 297 des Polizeistrafgesetzes wird das Betreten des Eises der Lahn bis auf Weiteres verboten. Zuwiderhandlungen unterliegen einer Strafe von 1 JL bis JL 8.57. Gießen, am 5. Januar 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Politische Ueberfkcht. Gießen, 7. Januar. Der Reichstag nahm am Dienstag seine durch die parlamentarische Weihnachtspause unterbrochenen Arbeiten bei nur mäßig besetzten Bänken mit der Fortsetzung der Specialberathung über den Etat des Reichsamtes des Innern wieder auf. Die Sitzung wurde durch die Discussion über Cap. 12, „Reichsgesundheitsamt", vollständig ausgesüllt und drehte sich die Debatte hauptsächlich um die (einer immer mehr in Aufnahme kommende „Weinfabrikation." Der pfälzische Abg. Grohs gab in Uebereinstimmung mit einem der rheinländischen Abgeordneten, Dr. Lingens, dem Wunsche nach Erlaß strengerer Bestimmungen gegen den Kunstwein und überhaupt eines allgemeinen Weingesetzes Ausdruck; dem gegenüber der Director des Gesundheitsamtes, Köhler, hervorhob, daß die Anschauungen über die Definition „Wein" weit auseinandergingen und selbst die richterlichen Entscheidungen in dieser Beziehung schwankten, von einer „Weinvorlage" versprach sich daher der Regierungs-Vertreter keinen sonderlichen Erfolg. Abg. Rickert zog den bekannten Danziger WeinfälschungS-Proceß in die Debatte und behauptete, daß das NahrungSmittel- gesetz sich aus das Weingeschäft nicht anwenden laste; die Durchführung strengerer Bestimmungen im Sinne des Dr. Lingens erklärte der freisinnige Redner als gleichbedeutend mit dem Ruin der deutschen Weinproduclion. Director Köhler erwiderte, daß der Danziger Weinproceß ja noch in der Schwebe sei und betonte im Uebrigen, daß das gegenwärtige Gesetz durchaus nicht besonders streng gehandhabt werde. Nationalliberalerseits befürwortete Abg. Dr. Buhl ebenfalls ein Reichsgesetz betreffs Verbots der Kunstweinsabrikation und verlangte, daß Weine, welche andere unschädliche Zusätze als Zucker enthalten, die Bezeichnung tragen sollen: „Verbefferte Weine." Der Abgeordnete für Mainz, Herr Racks, wollte den Weinproducenten gewisse Freiheiten beim Verschnitt der Weine gestattet wissen; von freisinniger Seite beleuchtete Abg. Dr. Bamberger das Weinthema in zum Theil humoristischer Weise, während sein Fraktions- genoffe Dr. Witte die baldige Einbringung einer Novelle zu § 10 des Nahrungsmittelgesetzes in Bezug auf die Weinproduction anregte. Nachdem schließlich noch der socialdemokratische Abg. Schumacher auf die Verunreinigung der Flüsse, speciell der Wupper, durch die Zuführung schädlicher Fabriksabfälle, hingewiesen, endete die Debatte unter Genehmigung von Cap. 12 mit einer Anzahl animir- ter persönlicher Bemerkungen, um vorläufig die „Weinsrage" noch beim Alten zu lassen. In der nächsten Sitzung am Freitag wurde die Specialberathung des Etats fortgesetzt. Der preußische Landtag ist laut königlicher Verordnung auf den 15. Januar einberufen worden und somit wird sich die parlamentarische Saison binnen Kurzem zu ihrem eigentlichen Höhepunkte entfalten. Hoffentlich w™ . e8m r Reichstage in dieser Zwischenzeit noch gelingen, wenigstens die Mtutär-Vorlage zu erledigen, damit diese wichtige Angelegenheit nicht unter der unvermeidlichen Concurrenz zwischen Reichstag und Landtag zu leiden hat und hierdurch noch eine weitere Verzögerung erfährt. Die parlamentarischen Dis- Positionen gestalten allerdings die Hoffnung, vaß stch bis zum 15. Januar die definitive Erledigung der Militärfrage durch den Reichstag ermöglichen lasten werde, denn da die Militär.Commisston am Mittwoch in die zweite Lesung der Septennatsgesetzes eingetreten ist, so könnte das Plenum im Lause der nächsten Woche sehr wohl das Endurtheil sprechen. Wie aber dasselbe lauten wird, läßt sich auch jetzt noch nicht mit Sicherheit voraussagen und man kann darum einstweilen nur die Hoffnung aussprechen, daß der Abschluß der parlamentari- fchen Verhandlungen über die Militärsrage ein der Ehre und Sicherheit der Vaterlandes entsprechender sein werde. V. « Die so viel erörterte „Affaire Villaume" wird nun doch auch die Gerichte beschäftigen. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat gegen die „Pots- damer Nachrichten" wegen Verbreitung des Gerüchtes über die angebliche Ver- wundung des Militär-Bevollmächtigten Villaume in Petersburg die Einleitung des Strafverfahrens beantragt und dürsten aus gleichem Anlasse auch noch andere Blätter dieses Vorgehen zu erwarten haben. , Prinzessin Marie von Württemberg, die älteste Schwester des Königs Karl, ist am Dienstag in Stuttgart verschieden. Deutschland hat stch durch einen in Lissabon unterzeichneten Vertrag nun auch mit Portugal wegen Abgrenzung der beiderseitigen Macht« schären in West« und Ostafrika friedlich auseinandergesetzt, wie dies schon vorher mit Frankreich und England geschehen ist. Zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxem« bürg soll, Brüsseler Privatnachrichten zufolge, ein „stiller Vertrag" betreffs gemeinsamen Vorgehens gegen Arbetterunruhen vereinbart worden sein. Die osficiösen Blätter der genannten Länder wissen allerdings nichts von einem solchen Vertrage, Der durch die Verhältnisse gewiß nur gerechtfertigt wäre und es kann darum die erwähnte Meldung nur mit allem Vorbehalte wiedergegeben werden. Im Kohlenbezirke von Mons fand eine Gruben-Exploston statt. Bis M find 6 Tobte und 4 Verwundete ermittelt, doch wird sich leider die Zahl der verunglückten Arbeiter noch erhöhen. , Die egyptifche Frage hat dem neuen französischen Cabinet Goblet zu einer abermaligen Aeußerung über seine Politik Veranlassung gegeben. Diese Aeußerung ist in dem bekannten Dementi des „Temps" enthalten, welches das Pariser Regierungsblatt den Meldungen englischer Blätter über die Neujahrs- Ansprache des diplomatischen Vertreters Frankreichs in Kairo, Grafen d'Aunay an feine dortigen Landsleute zu Theil werden läßt. Graf d'Aunay sollte geäußert haben, Frankreich werde eventuell zum Schutze seiner egyptischen Interessen besondere Maßregeln ergreifen. Der „Temps" constattrt nun, daß Graf d'Aunay einfach gesagt habe, das gegenwärtige französische Cabinet werde energisch bei der von Freycinet befolgten Politik verharren. Aber auch in dieser Fassung klingen die Worte des französischen Vertreters in Kairo wenigstens für englische Ohren noch bedenklich genug, denn Freycinet betonte ja noch kurz vor seinem Sturze, daß Frankreich in erster Reihe am Nil Lebens-Interessen zu verfechten habe und wenn nun Graf d'Aunay sagt, daß auch das Cabinet Goblet an dieser Politik „energisch" festhalten wolle, so klingt das doch nicht besonders beruhigend für England. Indessen dürste dieser kleine Zwischenfall schwerlich zu irgendwelchen Weiterungen führen. Die bulgarische Rundreise-Deputation ist durch den warmen Empfang, den |ie auf englischem Boden gesunden, zu einer scharfen Kundgebung gegen Rußland ermuthigt worden. Bei dem der Deputation zu Ehren im Londoner Stadthause veranstalteten Frühstücke hielt der Delegirte Kaltscheff eine Rede, in welcher er für die der Deputation in England zu Theil gewordene sympathische Aufnahme dankte und erklärte, Bulgarien werde den ihm ausge- zwungenen Kamps um seine Unabhängigkeit und seine nationale Individualität durchkämpsen, bis es hinreichende Garantien zur Sicherung dieses Zieles erlangt habe. Zur Verbesserung der Beziehungen zwischen Sofia und Petersburg wird Herr Kaltscheff durch seine Auslassungen wohl nicht gerade beigetragen haben. r .Das englische Cabinet ist in einem förmlichen Umhäutungsproceß begriffen. Zunächst hat der liberale Secessionist Goschen definitiv das Schatzkanzleramt an Stelle des grollenden Heißsporns Lord Churchill'« übernommen, womit Lord Salisbury bis aus Weiteres wenigstens der größten Verlegenheit entrückt ist. Weiter verlautet, daß Lord Jddesletgh, der Staatssecretär des Aeußern, ausscheiden und der Premier Salisbury dieses Portefeuille mit übernehmen werden; außerdem wird die Ersetzung des seitherigen Staatssecretärs für Indien, Croß, durch Lord Northbrook und die Uebernahme der Führung der conservativen Partei im Unterhause durch den bisherigen Kriegsminister Smlth angekündigt. Goschen wird, da er als Minister auch im Parlamente Sitz und Stimme haben muß, um einen erledigten Liverpooler Wahlkreis candidiren, wo fein Sieg durch das Zusammengehen der Conservativen und Unionisten gesichert ist. Eine weitere Londoner Depesche meldet, daß Smith die Führerschaft im Unterhause und zugleich den Sinecure-Posten als erster Lord des Schatzamtes angenommen habe; wer ihn im Kriegsministerium ersetzen soll, ist noch ungewiß. Jedenfalls werden diese umfassenden ministeriellen Veränderungen ihre Folgen in der inneren wie äußeren Politik Englands geltend machen. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Bureau. Berlin, 6. Januar. Das Dankschreiben des Kaisers an die hiesigen Stadtverordneten anläßlich der Reujahrs-Gratulations-Adresse schließt: „Die Fürsorge für das Wohl meiner Unterthanen ist die höchste Ausgabe meines Lebens. Ich werde in den Bestrebungen, sie zu erfüllen, nicht müde werden und hege das Vertrauen daß unter dem Schutze des Friedens, den Gott der deutschen Nation erhalten möge der Erfolg davon nicht ausbleiben werde." ' Berlin, 6. Januar. Der Kaiser nahm heute Vormittag militärische Meldungen entgegen und empfing daraus den Kriegsmintster, sowie den General Albedyll zu Vorträgen. Morgen findet zu Ehren des heute hier eintreffenden Herzogs von Coburg em größeres Diner bei den Majestäten statt, zu dem gegen dreißig Einladungen ergangen find. ö Hirschberg i. Schl., 6. Januar. In Folge heftiger Stürme und enormer Schneeverwehungen sind auf's Neue große Verkehrsstörungen nach allen Seiten bin eingetreten. Bei Riebnitz entgleisten 7 Wagen eines Güterzugs/ Der gestrige Berliner Abendzug ist erst beute früh angekommen. Der Verkehr in der Richtung Breslau ist gesperrt. Zwischen Janowitz und Schildau ist ein Zug stecken geblieben, da die Maschine entgleiste Bei Merzdorf ist die Strecke vollständig verweht. Die Richtung Schmiedeberg bei Zillcrthal ist gesperrt, so daß Zuge nicht verkehren. c, W*", 6. Januar. Dem heutigen Diner beim Kaiser wohnten die Botschafter Rußlands Md Frankreichs bei. ' 7 ' „ Paris, 6. Januar. Der deutsch- Botschafter, Graf Münster, wohnte gestern zum ersten Riale seit seinem llnwohlsein dem Empfange im auswärtigen Amte bei Er beabsichtigt stch heute auf einige Wochen nach Cannes zu begeben 8 C * , Der Marineminister ordnete den Abgang aller Torpedoboote erster Elaste nach Toulon an, um größere Uebungen vorzunehmen. der„Debats" aus Aden meldet, der französische Commandeur in Obok habe sich des Haupturbebers des Massacres in Ambadu bemächtigt „ - Nachrichten aus Philippopel zufolge führte die Steuererhebung 'an einigen Landorten zu Schwierigkeiten. Die Bauern flohen theilweise in die Berge, um sich der Steuerentrichtung zu entziehen. 1 „ „ London, 6. Januar. Der Staatssecretär der Colonien, Stanhope, nahm den Posten des Knegsministers an. F ’ Lissabon, 6. Januar. Die Deputirtenkammer ist heute aufgelöst worden. Die Sofia, 6. Januar. Das Gerücht, die Regierung würde den Vrinren «nn «närtbCrS eriUd,en' nad) Bulgarien zurückzukehren, wirst osftctell für unbegründet Lokales. Gießen, 7. Januar. Beim Wcgräumen der Kohlenbllhne an der Oberhessischen Bah» wurde gestern durch Arbeiter eine Menge menschlicher Knochen blosgelegt,welch- ledenfalls nach Lage der Knochen von einem Massengrabe berrührten. Die Knochen lagen durcheinander und waren mit emer Kalkschicht überdeckt, so daß anzunehmen ist die hier Beerdigten seien vielleicht an einer Seuche verstorben. Vielleicht St un§ eine berufenere Feder Auskunft über diesen Fund? 9 cüt unö Gießen, 7. Januar. Flurschütze Luh in Dudenhofen, welcher in Folge seines Berufes anerkennenswerth sich nebenbei auch bemüht, Wilddiebereien zu verhüttn batte einen beruchtlgten Wilddieb auf frischer That abgefaßt Z 0C ^aC^‘ neben einer namhaften Belohnung vom derzeitigen Jagdpächter ° $e P0U 50 ÖOln Allgemeinen deutschen Jagdschutzverein, Section Der Schneefall. t s. SCter, hriugt neue Meldungen über Opfer, welche der große Schneeiall geordert hat Man stnd-t letzt die Leichname vieler Personen, welche sich während des Schneetreibens unterwegs befandey und nicht an ihren Bestimmungsort gelangt Indern spurlos verschwunden waren. An einzelnen Stellen sind ganz ungeheure Schneemassen gefallen. Der einsam gelegene Bahnhof Oberhof bk Station der thüringischen Bahnlinien, war mit seinen Beamten und Arbeitern sowie "E Anzahl erngeschnetter Fahrgäste mehrere Tage vollständig von der Außenwelt abgeschmtten, sodaß mehrmals dringend telegraphisch um Zuführung von Lebensmitteln gebeten werden mußte. Unter außerordentlichen Anstrengungen gelang « eine Locomotlve mit Ledensrnittebi von Suhl über Zella bis in die Nähe der Station zu bringen, von welcher aus die Bedrängten einen schmalen Weg durch den meterhohen Schnee bis zur Locomotive bahnten und sich also mit Speise und Trank versehen tonnten. In den in Reuß gelegenen Dörfern Seibis und Schlegel verhinderten die Schneemassen Anfangs jeden Verkehr von Haus zu Haus, so daß in manchem Haus während der Feiertage Schmalhans Küchenmeister war. Schulkinder wurden von ihren Vätern auf dem Rücken in's Schulhaus getragen und aus demselben abgeholt. Schließlich ging aber auch das nicht mehr und der Unterricht mußte ausfallen. — Im Königreich Sachsen mußten während der vergangenen Woche über 150 Gerichtsverhandlungen ausgesetzt werden, da die Parteien, Zeugen ?c. durch die Verkehrsstockungen verhindert worden waren. — Eine einzige große Buchhandlung in Leipzig berechnet den ihr durch die lange andauernde Verkehrsstörung gewordenen Schaden auf muthmaßlich 75 000 «X, was vielleicht etwas zu hoch gegriffen ist, aber doch nicht .allzusehr über die Wirklichkeit hinausgehen mag. Der Leipziger Buchhandel besonders, wie auch, da Leipzig Hauptcommissionsort ist, der deutsche insgemein hat sicher durch Liese kurz vor Weihnachten eingetretene Betriebsstörung ganz empfindliche Verluste erlitten. Dem Personal der sächsischen Staatsbahnen hat die Generaldirection für die Hingebung, mit der daffelbe bei der durch Schneestürme verursachten Betriebsstörung nicht nur seine volle Schuldigkeit gethan, sondern oft weit darüber hinaus der Verwaltung und dem Publikum mit äußerster Selbstverleugnung die wesentlichsten Dienste geleistet hat, Dank und Anerkennung ausgesprochen. Diese Anerkennung ist eine wohlverdiente. Es sind Fälle bekannt geworden, in denen Beamte bis zu 50 Stunden ohne Unterbrechung auf Posten waren und mancher andere heroische Zug tritt uns aus dem Gesammtbilde dieser außergewöhnlichen Ereignisse entgegen. Bermischte-. * Ranstadt, 5. Januar. Ein sehr interessanter Fall ereignete sich gestern Abend in der Nähe der hiesigen Haltestelle. Als nach Abgang des letzten Zuges der Halteftelleaufseher M. in Begleitung seines Hundes den Bahnhof revidirte, eilte Plötzlich der Hund nach einem in der Nähe befindlichen tiefen Graben zu. Ein Sprung -in denselben und es entstand zwischen dem Hunde und einem sehr großen Fischreiher sein heftiger Kampf. Dem inzwischen herbeigeeilten Haltestelleaufseher gelang es, sich des "Reihers zu bemächtigen und denselben lebend in seine Wohnung zu verbringen. X Mainz, 6. Januar. Nach hier eingetroffenen Nachrichten hat der gestrige Schneefall wiederum in der Nheinpfalz verschiedene Verkehrsstörungen hervorgerufen. Die Linien Alzey—Kaiserslautern und Freinsheim—Grünstadt waren Beute früh gesperrt, ebenso ein Theil der Eisthalbahnlinie Worms-Offstein, zu deren Freimachung Militär von Worms requirirt wurde. Auch die Riedbahn ist theilweise gestört. — Die Militärconservenfabrik wird, nach heute von Berlin hier eingetroffener Nachricht, mit dem 20. d. M. in vollen Betrieb gesetzt werden. X Aus Rheinhessen, 6. Januar. Für zwei der gestern erwähnten flüchtigen Liebenden von Oppenheim hat die Sache einen unerwartet üblen Ausgang genommen. Der von der Flucht seiner Tochter nicht sehr erbaute Vater eines der beiden Mädchen Hat nämlich mit Rücksicht darauf, daß sein Töchterlein noch minderjährig ist, bei der Staatsanwaltschaft Anzeige erhoben, worauf die beiden Flüchtigen auf Requisition von Mainz von der Polizei in Hamburg verhaftet wurden. Unter polizeilicher Bedeckung befinden sich die beiden Liebenden auf der Reise nach Mainz. — In Sobberheim hat sich heute Morgen der Stationsgehülfe Schneider in feiner Wohnung erhängt. Noth und Armuth sollen den Unglücklichen zu dem Schritt Getrieben haben. Frankfurt a. M., 4. Januar. Der Reichstagsabgeordnete Sabor, der be- Fanntlich ausgewiesen ist, wird, wie der „Beob. a. M." meldet, nach Aschaffenburg Äbersiedeln. Er hat bereits eine größere Wohnung gemiethet und zwar in dem Hause, nn welchem der Commandeur des Aschaffenburger Jägerbataillons wohnt. Berlin. Ein in unseren Meergewässern äußerst seltener Raubfisch, der „Seeteufel" ist in der Nacht zum 19. December von Fischern an der schleswig-holsteinischen Küste bei Kiel gefangen und nach Berlin gebracht worden, wo er, mit Wickers- lbeimer'scher Flüssigkeit behandelt, Brüderstraße 20 ausgestellt ist. Die Heimath des Seeteufels (Lophius piscatoriue) ist das Mittelmeer, nur ganz vereinzelt ist er auch im Westlichen Theile der Ostsee vorgekommen. Er hat mit den Flossen eine Breite von 4 Fuß. Seine Gefräßigkeit hat feine Grenzen; nach der Angabe des Prof. Möbius in Kiel nimmt der Seeteufel täglich etwa 60 Pfund Nahrung zu sich. Dafür hat das Thier, das zur Zeit des Fangens 137 Pfund wog, auch einige Hunderte von Zähnen, Lie am Unterkiefer nach innen beweglich sind. — Die Verausgabung des neuen Magazingewehres für die Infanterie des Deutschen Heeres hat bereits einen solchen Umfang angenommen, daß die Geheimhaltung der Zusammensetzung desselben von den Behörden aufgegeben worden ist, iindem die Beschreibung desselben im Buchhandel käuflich zu haben ist. Das neue «Gewehr hat feinen eigentlichen Erfinder, es ist vielmehr aus der vereinten Thätigfeit Der Gewehr-Prüfungs-Commission der Schießschule und d Uhr, Samstag Mittag 3_ U^r, Samstag Abend 5™ Uhr. Allgemeiner Anzeiger. JL. 73,50 über: 191 195 167 Samstag den 8. Januar 1887 Dienstag Mittwoch w 2 203 Familie Pfeil. 104 Schulstraße 9. A Technicum Mittweida 1 — Sachsen. — 197 Lindenplatz. Ncdaction: A. Scheydcr. - Truck und Verlag d^hl^cheu Druckes Er. Chr. Pietsch) - 'M' - Donnerstag Samstag ii n ii ii 599,37 1488,75 376,50 150,00 Der Kreisingenieur: Gnauth. Vergebuog von Strassenbauarbeiten. Die Ausführung der nachstehenden, zum Neubau der Kreisstraße von Bettenhausen nach Bellersheim erforderlichen Leistungen soll Freitag den 14. d. Mt§., Vormittags lOVa Uhr, auf dem Gemeindehause in Bellersheim in mündlichem Abstreich vergeben werden: 1. Beifuhr von 700 cbm Chaussir- steinen, 2. Zerkleinern von 270 cbm Decksteinen. Gießen, am 5. Januar 1887. - io bis 15,000 Sark E hypothekarische Sicherheit auszus l. Zu erfragen bei der Exp. d- Bl. Großherzogliche Badedirection Bad Nauheim. Jäger. 192 Ein schön geräumiges Kneiv local ist abzugeben bei I. Stein, Restauration Busch, Seltersweg. Zum Bayrischen Hof (H. Thoma) Bahnhofstraße 43. Samstag den 8. Januar 1887 Concert der Familie Riest aus Böhmen Anfang 7 Uhr. 202 die Kaufmännischen Vereine ein Bedürfnis und was find alsdann ihre Aufgaben „Welche Thatsachen hemmen die Entwickelung der Kaufmännischen Vereine und was ift dagegen zu thun?" Sleiju sind außer unseren Mitgliedern alle Kaufleute und Interessenten' höflichst erngeladen.[200] Der Vorstand. a) Maschinen - Ingenieur-Schule b) Werkmeister-Schule. frei. Die Einleger werden daher aufgefordert, Ihre Schuldscheine vorzulegen. Die Herren Bürgermeister werden ersucht, dieses in ihren Gemeinden auf ortsübliche Weise bekannt machen zu lassen. Gießen, den 27. November 1886. Der Rechner der Spar- und Leihkusse. Kehr. Wohnungsgesuch. Auf 1. April wird eine Wohnung außerhalb der Stadt, von 5 Zimmern nebst den nothigen Nebenräumen gesucht, womöglich mit Antheil am Garten. Offerten mit Preisangabe beliebe man auf der Exped. d. Bl. unter A. D. abzugeben. f93 11. 12. 13. 15. Ser gkschästgführende Ausschuß: Dr. Gottschick. E. Kauffmann. Schlosser. Stamm. In Giessen in den Apotheken, en gros von Ed. Loeflund in Stuttgart (Miloh-Producten-Fabrik bei Harbatzhofen, bayr. Allgäu). Kaufmännischer Verein Gießen. Samstag den 8. er-, Abends 8Vr Uhr, im Saale des Postkeller: Vortrag des Herrn Wilh. Köser WWM. Verehrtem Publikum empfehle mein Flaschenbier aus der Aktien-Brauerei Gietzen: per Flasche Exportbier 23 Pf. Lagerbier 18 „ Gütige Bestellungen werden frei in die Wohnung geliefert. Daniel Meil, Danksagung. - — Für die vielen Beweise herzlicher Theilnabme bei unserem schweren Verluste, sowie für die reiche Blumenspende und die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Dr. Naumann sagt herzlichen „ 54,00 Grundarbeit beim Umlegen der Gasleitung sollen auf dem Submissionsweg- vergeben werden. Voranschlag und Bedingungen liegen vom 10. bis 24. d. Mts. zur Einsicht der Interessenten offen und schriftliche Angebote sind längstens bis zum 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, versiegelt, frankirt und mit der Aufschrift „Arbeitsangebot" versehen, dahier ernzureichen. Die Eröffnung der eingelaufenen Offerten findet im ^ermm m Gegenwart der erschienenen Submittenten statt. Bad Nauheim, den 5. Januar 1887. jjeröerge zur Heimath. Nachdem unser neues Herbergshaus vollendet und seinem Gebrauch, übergeben ist, sprechen wir allen Denen, welche uns mit Rath und That, vor- nehmlich auch durch Spendung von Gaben und Zeichnung von Darlehen bei dem Bau der Herberge unterstützt haben, unseren herzlichsten Dank aus Wir müssen damit aber zugleich eine neue Bitte verbinden. Seiner Zeit ist uns von verschiedenen Seiten die freundliche Aussicht eröffnet worden, daß man zu weiteren Schenkungen oder Vorschüssen bereit sein würde falls die vorhandenen Mittel nicht ausreichen sollten. Das Bedürfniß darnach hat sich nun thatmchlich herausgestellt. Wir haben zwar ca. 43000 eingenommen, 1500 M. an Geschenken, 41300 JL an Darlehen gegen Ausgabe dreiprocentlger Obligationen. Diese Summe reicht aber zur Deckung aller Verbindlichkeiten nicht hin. Die Kosten für Ankauf des Bauplatzes, Aufführung des Baues, Vervollständigung der inneren Einrichtung stellen sich auf über 2000 hoher. Ferner sind ältere Schulden im Belauf von 2000 abzutragen. Wir brauchen also im Ganzen etwa noch 3000 Mk Deshalb richten wir an unsere Mitbürger von neuem die Bitte, daß sie uns durch Zuwendung von einmaligen Gaben oder durch Abnahme von drei- procentigen Obligationen weiter helfen wollen. Solche Obligationen sind bei Herrn Bankier Heichelheim zu kaufen, einmalige Gaben nimmt jeder der Unterzeichneten entgegen. Bekanntmachung. Nachstehende Arbeiten bei dem neuen Kurhause dahier, als: Maurerarbeit, veranschlagt zu Randsteinlieferung, veranschlagt zu Jl. 240,00 74 Der mittlere Stock meines Hauses, 6 Zimmer und Zubehör, [per 1. April zu vermiethen. I. P. Sann, Bismarckftraße 10. 77 Erne Wohnung im HI. Stock, aus 6 geräumigen Zimmern u. bestehend, mit Wasserleitung versehen, am 1. April l. I. beziehbar, ift zu vermiethen. Ludwigsftraße 4. 182 Eine schöne Mansa, den-Wohnung, 3—4 Zimmer, an ruhige Leute zu vermiethen. Seltersweg 20, 1. Stock. " 3 Em junger Mann mit guter Handschrift und Kenntniß der einfachen Buchführung, sucht Beschäftigung. Näheres in der Exped- d. Bl-________ 164 Ein zuverlässiger Bursche vom Lande, van ca. 17 bis 20 Jahren gesucht. Näheres bei Georg Haust, Löwengasse 2. Werrnischle Anzeigen. 201 Ein Lehrling für ein Colonial- waaren-Geschäft wird gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. 198 Ein junges Mädchen von braven Eltern zu miethen gesucht. Wo? sagt die Exped. d. Bl. Mrmittyungen. 207 Ein eteg. möbl. Zimmer ver- miethet^Alv. Behrend, Marktftr. 32. HO] Hammstraße einige kleine nungen zu vermiethen. Lahnstraße 11. 204 In der stütze der Aula ein Par- terre-Zimmer zu vermiethen. Nachmittags einzusehen. Ludwig-straße 5, Südseite. 111 Älicestraße 13 eine große u. eine Mansarden-Wohnung vom 1. April ab zu vermiethen. 103] 3 neue Wohnungen, 8 Zimmer und Garten, auf Wunsch auch Pferdestall, alsbald zu vermiethen. Näheres in der Erped. d. Bl._________ 162 Das von Frau Apotheker Lcin- 6erger bewohnte Logis, erster Stock, ist auf 1. April zu vermiethen. F» Hoffmann, Seltersweg 33. 75 Grünbergerstraße 14 ift der mittlere Stock nebst allem Zubehör, zu vermiethen und am 2. April zu beziehen. Näheres im Hinterhaus 1. Stock. Bekanntmachung. Zur Empfangnahme bezw. Beischreibung der Zinsen, welche von den bei der hie- ftgen Spar- und Leihkasse angelegten Capitalien, am Ende d. I. fällig werden, sind nachstehende Geschäftstage festgesetzt, und zwar: Loefluud’s bygien. Milch-Producte. Ehren-Diplom und Medaille der Augsburger Ausstellung 1886. Reine Allgäuer Milch, (Rahm^Milch) ohne zucker condensirt, 4fach stark, durch hygienisches Verfahren von jedem thierischen Keim befreit; für Kranke und Kinder ein zuverlässiges Nährmittel, auch zur Aufbesserung gewöhnlicher Milch. 65 Pfg. per Büchse. Loeflund’a ZZindermilcb. aus Alpenmilch und Weizen-Extrakt, liefert durch einfaches Vermischen mit warmem Wasser die kräftigste und leichtverdaulichste Nahrung, bei der die Kinder von der Geburt an sehr gut gedeihen. Mk. 1.20 per Büchse. Loeflund^s Rahm-Conserve aus frischem Rahm und Maltose, die verdaulichste und wohlschmeckendste Fettnahrung, an Stelle des Leberthrans für zehrende Kranke, Magenleidende und schwächliche Kinder; auch auf Brod oder Zwieback zu geniessen. Mk. 2.— per Büchse. Concert Sonntag den 9. Januar er., im Chauhrrhaus Nachmittags 3