M. 233 Freitag den 7. Oktober 1887. (y)ieß en et Anzeiger Aults- und Anzeigcblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstraßc 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Ueberficht. Gießen, 6. October. Die Friedrichrruher Reise de« italienischen Minister- mrisidenten Crispi beherrscht augenblicklich noch vollständig die politische Sesammtlage. Nur kurz ist der Ausenthalt de« italienischen Staatsmannes in dm lruenburgischen Sommerheim unsere» Reichskanzler» gewesen, im Gegensätze m dem vor wenigen Wochen vorangegangenen Besuche de« Grasen Kalnoky. Am Sonnabend Abend tras Crtrpi, von seinen Secretären begleitet, in Fried- lichsruhe etil und schon am Montag Morgen traten die italienischen Gäste die Rückreise nach ihrer sonnigen Heimath an, aber diese verhällntßmäßig nur kurze Dauer de» Besuche« Crirpir beim Fürsten Bismarck ändert an der hohen politischen Bedeutung dieser ziemlich überraschend gekommenen Ereignisse» nicht«. Fast einstimmig wird die Deutschlandsahrt de« römischen Cabinetches» in Deutsch, land, wie in Oesterreich und Italien al» eine neue, gewichtige Frtedenrbürgschast begrüßt und dieser Auffassung entspricht in der That der innige Anschluß Italien« an die deutsch-österreichische Allianz, wie solcher in der Friedrichrruher Reise der leitenden österreichischen Siaatrmanne» zum prägnanten Aurdruck gelangt ist, vollkommen. Da« Bündniß zwischen Deutschland, Oesterreich-Ungarn und Italien trägt einen ausgesprochenen Friedenscharacter und die Schlußwendung bti Artikel», welchen die „Risorma", da» Organ Crtrpi«, dem Friedrichrruher Besuche der letzteren widmet, bestätigt nur diese Anschauung, indem dar Blatt Meßt, daß Ertrpt zum Wohle der Vaterländer auf der Basis der Völkerrecht« imb der Verträge mitwirken und demnach den Frieden sichern, nicht aber den Stieg vorbereiten werde. Welche speciellen Fragen zwischen Birmarck und Crirpi zur Erörterung gelangt sind, läßt sich sür nicht Eingeweihte ebensowenig mit »estimmtheit beurtheilen, alr dier bei der neulichen Begegnung zwischen dem Kanzler und dem Grasen Kalnoky der Fall war, nur erfährt jetzt die zuerst ausgetauchte Annahme, die Reise Crirpir habe namentlich eine Vermittelung zwischen Italien und dem Vattcan durch Fürst Birmarck zum Zweck gehabt, entschiedenen Widerspruch. Wenn man irgendwo über den Besuch Crirpi» beim deutschen Kanzler nicht besondere entzückt ist, so hat die» von der französischen Presfe zu gelten, welche ihre Verstimmung über da» Ereigniß nur schwer verbergen kann, war sich freilich begreifen läßt, man wird sich indessen jenseitr der Bogesen wohl oder übel mit der Reise Crirpi» alr einem Factum abfinden müssen, an dessen Friedenrbedeutung nicht herumgenörgelt werden kann. Prinz Ludwig von Bayern, welcher bei den Herbstmanöoern der deutschen Flotte bekanntlich der Gast der Kaisers gewesen ist, tras am Dtenrtag in Baden-Baben ein und stattete dem Kaiser seinen Dank für seine Stellung L la suite der Seebataillon» ab. Zugleich stellte Prinz Ludwig den Kaiserlichen Majestäten seinen ältesten Sohn, den Prinzen Rupprecht, vor. klebrigen» ist als ein weiterer Nachklang au» der Zeit der Theilnahme der Prinzen Ludwig an bin Flottenübungen die Verleihung der Großkreuzes der bayerischen Militär- »erbienstordenr an den Ches der Admiralität, von Caprivi, zu verzeichnen. Der bayerische Cabinetrches, Herr v. Lutz, feierte am vorigen Sonn- abend sein 20jährige» Ministerjubiläum, war den bayerischen Blättern aller Parteirichtungen Anlaß zu eingehenden Besprechungen der ministeriellen Thätigkeit des Jubilars gegeben hat. Die liberale Presse hebt hierbei mit Mtmen Worten hervor, was Herr v. Lutz zuerst als Justiz-, später alr leitender Minister Bayerns für sein Heimathland wie für dar Reich geleistet hat und selbst Blätter, welche, wie dar Münchener „Fremdenblatt" und da« „Vaterland" de» Herrn Dr. Sigl, mehr ober weniger im Lager der politischen Gegner bei bayerischen Mintsterpräflbenten stehen, erkennen die Leistungen Herrn v. Lutz offen an. Jebenfallr ist Herr v. Lutz ein ebenso energischer wie aufrichtiger Träger bei Reichrgedankenr, ohne hierbei mit seinen Pflichten al» bayerischer Minister ln Conflict zu kommen und so schließt man sich auch im übrigen Deutschland bem Wunsche der bayerischen Presse an, daß Herrn v. Lutz noch eine lange Dhäügkeit in seinem Amte beschieden sein möge. 3m Thronsaale des Münchener Residenzschlosses vollzog sich am Montag in feierlicher Weise die Ueb er gäbe der von den beiden Häusern des bayerischen Reichsrathes als Antwort auf die Thronrede beschlossenen Adressen. Die Überreichung derselben an den Prinz-Regenten Luitpold geschah durch je eine Deputation des Reichsrathes wie der Abgeordnetenkammer und verlasen die beiderseitigen Präsidenten, v. Franckenstein und v. Ow, die Adressen. Dieselben 4aracteristren stch im Allgemeinen als eine Loyalität-- und Ergebenheits-Kundgebung beider Kammern, in welcher die Bereitwilligkeit der Reichsräthe und er Abgeordneten zur gewissenhaften gesetzgeberischen Weiterarbeit zum Ausdruck kommt. , Im äußersten Osten des Reiches, in der Stadt Memel, fand am Montag ^rine erhebende Erinnerungsfeier statt, welche dem vor 80 Jahren erfolgten Eintritt Kaiser Wilhelms in die Front der Armee galt. Die Feier 'vollzog stch vorwiegend im militärischen Rahmen, aber unter allgemeinster Theil- "ahme der Bevölkerung, die Stadt war durchgängig festlich geschmückt. Der Streithandel Deutschlands mit Malietoa, dem Be- errscher Samoas, hat jetzt eine sehr einfache Lösung gesunden, indem Malietoa, uer stch an die Deutschen ergeben hatte, aus das Kriegsschiff „Adler" geschafft W fortgeführt wurde. Die .Engländer und Amerikaner aus Samoa scheinen «M Verthetdigung ihres bisherigen Schützlings keine Hand gerührt zu haben, lvar jedoch weiter mit der braunen Majestät geschehen soll, ist noch unbekannt. Deutschland. Darmstadt, 5. October. Militärdienstnachrichten. Dr. Rabenau, Stabs- und Bats.-Arzt vom 2. Bat. 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Großherzog) Nr. 116, zum Ober-Stabsarzt 2. Kl. und Regts.-Arzt des 2. Großh. Mecklenburg. Drag.-Regts. Nr. 18, Dr. Proelß, Asfistenz-Arzt 1. Kl. vom 2. Garde Ulanen-Regt., zum Stabs- und Bats.-Arzt des 2. Bats. 2. Großh. Hess. Jnf.-Regts. (Großherzog) Nr. 116, Dr. Platz, Unterarzt der Res. vom 1. Bat. (Gießen) 2. Großh. Hess. Landw.-Regts. Nr. 116, zum Assistenz-Arzt 2. Kl. der Res. — befördert; Greifenhagen, Asststenz-Arzt 2- Kl. vom 2. Großh. Hess. Ins.-Regt. (Großherzog) Nr. 116, kommandirt bet der Marine, zur Marine versetzt. Berlin,^ 4. October. Reichskommissar und Unterstützung sür die Ausstellung in Melbourne. Dem Bundesrath ist folgende Mittheilung zugegangen: „Die Colonialregierung von Victoria hat beschlossen, im Jahre 1888 zur Feier des hundertsten Jahres der Gründung der ältesten Colonie Australiens Neu-Süd-Wales, eine internationale Ausstellung in Melbourne abzuhalten. Diese Ausstellung soll am 1. August 1888 eröffnet, am 31. Januar 1889 geschloffen werden und neben dem gesammten Gebiete der Industrie und der Landwirtschaft auch die bildenden Künste umfassen. Das Programm der Ausstellung, welches über das Unternehmen und namentlich über die Ausstellungsbedingungen nähere Auskunft gibt, ist den verbündeten Regierungen bereits mitgetheilt worden. Die Regierung von Victoria hat der Hoffnung Ausdruck gegeben, daß eine rege Betheiligung deutscher Aussteller stattfinden werde. Auch in den gewerblichen Kreisen Deutschlands wird der Ausstellung anscheinend ein lebhafteres Interesse entgegengebracht. Der Centralverein für Handels-Geographie und Förderung deutscher Interessen im Auslande hat in einer am 15. April d. I. abgehaltenen Hauptversammlung die Angelegenheit einer Erörterung unterzogen und dabei Resolutionen gefaßt, in welchen von der Annahme ausgehend, daß eine ausgewählte Betheiligung an der fraglichen Ausstellung im Interesse unseres Exporthandels geboten sei, dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, es möge eine wirksame materielle Unterstützung der deutschen Aussteller, sowie die Entsendung einer Ausstellung--Commiffars von Seiten des Reiches erfolgen. Diesen Resolutionen hat stch auf Anregung des Centralvereins, abgesehen von zahlreichen Gewerbetreibenden, auch ein Theil der Vertretungen des Handels- und Gewerbestandes angeschloffen. Zur Begründung wird daraus hingewiesen, daß durch die Ausstellungen zu Sidney und Melbourne in den Jahren 1879 und 1881 dem deutschen Gewerbe und Handel namhafte Vorlhetle erwachsen seien. Seitdem habe stch unser dortiges Absatzgebiet beständig erweitert. Bei den Anstrengungen, welche seitens anderer Nationen sür die nächstjährige Ausstellung in Melbourne gemacht werden, sei zu befürchten, daß ein Theil der seitherigen Errungenschaften verloren gehen werde, wenn die deutsche Industrie jetzt zurückstehe. Letzterer sei aber ein ihrer Bedeutung angemessenes Auftreten nur dann möglich, wenn ihr von Seiten des Reiches in ähnlicher Weise Unterstützung zu Theil werde, wie dies bei den früheren australischen Ausstellungen geschehen sei. Wenngleich ein stcherer Anhalt dafür, in welchem Umfange eine Betheiligung deutscher Aussteller zu erwarten ist, zur Zeit noch fehlt, so wird doch mit Rückficht darauf, daß der Termin zur Anmeldung für die Melbourner Ausstellung am 31. October d. I. abläust, schon jetzt eine Entscheidung darüber zu treffin sein, ob jener aus den betheiligten Kreisen hervorgegangenen Anregung Folge gegeben werden soll. Unter den Maßregeln, welche in dieser Beziehung von Seiten des Reichs ergriffen werden können, wird, wie bei früheren australischen Ausstellungen, in erster Linie die Vertretung des Reichs durch einen Commissar in Frage kommen, welchem die zweckmäßige Organisation der deutschen Betheiligung, die wirksame Vertretung der Rechte der Aussteller, sowie die Verwerthung der aus der Ausstellung stch darbietenden Wahrnehmungen obliegen würde. Außerdem wird zu erwägen sein, ob und in welchen Grenzen etwa eine materielle Unterstützung der Aussteller durch theilweise Uebernahme, sei es der Transport-, sei es der E:n- rtchtungs- oder Beaufstchtigungskosten, angezeigt erscheint. Der Bundesrath wird ersucht, über die obigen Fragen Beschluß fassen zu wollen. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. «Korrespondenz- Buren«. Berlin, 5. October. Die Strafkammer des Landgerichts verurtheilte den Stations-Assistenten Arnold wegen Gefährdung eines Eisenbahntransports durch Unterlassung pflichtmäßiger Sorgfalt, wodurch am 19. Juni die bekannte Katastrophe bei Wannsee herbeigeführt wurde, zu einjährigem Gefängniß. Berlin, 5. October. Heute Nachmittag 3 Uhr fand auf dem Matthaikirchhofe die Beisetzung Langenbeck's und seiner vor zwei Jahren ihm vorausgegangenen Gattin statt. Die Särge waren auf das Reichste mit Palmen und Kränzen geschmückt, darunter Kränze und Palmenwedel vom Kronprinzenpaar, den Adjutanten des Kaisers, dem badischen Gesandten von Btberstein, von der deutschen chirurgischen Gesellschaft, dem hiesigen ärztlichen Bezirksvereine, von Stabsärzten, Sanitätsofficieren in Metz unv Mainz. Das Osfictercorps des Rheinischen Ulanenregiments Nr. 7 hatte besonders schöne Kranze niedergelegt. Im Trauergesolge befanden stch außer den nächsten Angehörigen die sämmtlichen in Berlin und Potsdam anwesenden Adjütomten des Karsers und des Kronprinzen, zahlreiche Ofstciere aller Grade, darunter die Gmerale WrMen und Sasse, ferner die Minister Lucius und Goßler. Bon der chirurgischen waren die Professoren Volkmann, Bergmann und Bardeleben entsandt. Die berliner Universität war vertreten durch den Rektor Professor Vahlen, die Professoren Dubois- Schlenke, 7474 , Ä Lieferung von Speisekartoffeln beginnt mit dem iO. Oktober o- 9- Ss sind m bester Qualität vorräthig: Daber fche, en gl. Bisauit, gelbe Rosen, rother Mehlball, Salatkartoffeln (Frankfurter Mäuschen, weiß). Bestellungen bitte ich baldmöglichst an mich per Postkarte zu richten. Proben und Preise wie bisher bei Herrn Gemüsehändler Schäfer am Krrchenplatz. Gießen (Hardthof), den 6. Oktober 1887. unsere Leser heute schon darauf aufmerksam und sind überzeugt, baß mit h,™ mr k beginn dieser Vortrage ernenr allgemeinen Wunsche entsprochen wird M ° 9Blci)cr'' Gießen, 6. October. Die raffinirte Diebin, welche vor eininm qn«* , verschiedenen hiesigen Geschäftsleuten die Ladenkasse plünderre ”f° bitierVoo?in 9Tfb-' babtn DerbaftCt und hier eingeliesert worden. "Albe 6c'i6 mark Sluct Än schon häufig wegen Bcirug und Diebstahl bestraft worden sein nb foQ ~ Das hiesige Publikum zeigt für die neue Schlachihaus-Anlage großcs Täglich nehmen eine grobe Anzahl Besucher die Einrichtungen in Augenschein dl, Arbeiien gehen ihrer Beendigung entgegen und wenn nicht unvorhergesehenebindern«,! ^'r-kn w,rd der Eröffnung der Schlachterei an dem oorbestimmlen Termins 5 tzM wohl nichts im Wege stehen. v Die Mitglieder und sonstigen Freunde der Vereins zur Unterstübuna und Besserung der aus den Strafanstalten Entlassenen werden in Gemä8 des §. 21 der Statuten zur 2». Generalversammlung auf M Samstag den 29. Krtobrr I. J., Nachmittags 3 Uhr in dem Großherzoglkchen Regierungs-Gebäude,u Main, hierdurch eingeladen. * Darmstadt, den 3. October 1887. Grossherzogliche Centralbehörde des Vereins. Vermischte». ., . Darmstadt, 3. October. sPostperionalnachrtchten.s Versetzt ist der bittetot Schnrltspahn von Altena (Wests.) nach Worms 9 W Ruhestand dostdirector Lochmann in Worms tritt auf seinen Antrag in dm . mA ?,LaiInni[V5;4^toficrV Ue6fr di- gestern schon erwähnte G-neralversammluna I ntr Eörres-Gesellschast ist noch nachzutragen, daß in der Nachmittagssitzung Bischt ST;„€’a1!Lnec*«eine Jä"0ere Rede hielt, in welcher er sich eingehend über die , Frtthei d« Wissenschaft verbreitet. Am Ab-ni) sand im „Frankfurter Hof" zu Ehrend?rGen versammlung unter dem Präsidium des oand. phil. Schmitt aus Dürkheim ein "mmers der Studentenverbindung „Hasso-Rhenania" statt, bei welchem die Lerrm Rechtsanwalt vr.Frcnap von hier, Domkapitular Dr. Dtoufang, Reichs,agsabg-ordn-t^ I Lieber von Cambcrg, Reichslagsabgeordneter Bachem von Cöln u. A. Salamander ÄV - sand noch eine wissenschaftliche Sitzung statt, In welcher B-Acht übe! I die in ben Sectionöfi^ungen gepflogenen Verhandlungen erstattet wurde. Mainz, 5. October. .Gestern wurde hier ein Unbekannter aufgefunden der nu,r wU einem Hemd bekleidet war und Spuren von Irrsinn trug. In das Hos'vilal gebracht, normte sich derselbe Jerzen aus Kaiserslautern. Wie sich herausstellte, ist d?r Mann em Soldat des 92. Regiments, der einem Cornmanbo angehörte, das einen Truppentransport hierher gebracht hat. ' n hdw^blÄ 0atX?iet Cin 3trbe“er mit dncr 0ro6en Dosis Morphiumpulo-r . , A Mainz, 5. October. Mit der bekannten hiesigen Rhederfirma H. A Disck und dem Großindustriellen Friedrich Grillo in Essen in Gemeinschaft mit einigen der bebeufenbffcn Gruben bes Oberbergamtsbezirks Dortmunb würbe gestern in Cöln eine -ü110 0Caj5f°^cn' zu dem Zweck, einestheils ben betreffenben Zechen einen leichteren ! Sübbeutschlanb, ber Schweiz unb Italien zu verschaffen, anberersetts ber Rheberei eine weitere Ausbehnung zu geben, wozu der gröberen Dampfern bereits in Angriff genommen. Der Sitz ber Ge- Firrna Dffch^ ” Unb bic ßcitun9 derselben in ben bisherigen Händen ber — Aus Wiesbaden, 30 September, berichtet der „Mainzer Anzeiger": Es 0ro)cn Ast- und Ehrentrunke, welchen unsere Stadt den Mitgliedern der 60. Versammlung deutscher Naturforscher und Aerzte kredenzen ließ. Der „Stoss' .battc boch .ber stäbtische Magistrat burch eine Sachverständigenkommission einen jener ewig-iugendlichen, blumenduftigen „Rauenthaler" auswählen TuS»' Keller von A. Wilhelms einen Weltruf errungen haben. An einem xtJ$e saßen fünf Berliner Naturforscher zusammen; eine „Flasche Wilhelms" nach der wurde aufaetragen, die göttliche Bacchusgabe mundete immer besser und groher n6rr,i*Cr A^^en. Die Stimmung unserer Berliner hielt da- ?^dtt uud ward immer gemüthlicher; ein Witz jagte den andern; da- £nb n Sb9niT?Cr^ Hcnc JP* m en/ienIicbcr gesungen und die Zeit flog im Rausche Berliner den Tisch verlassen; man zählte die leeren - •--nW weniger bam 37— sage und schreibe siebenunbbreißig - Flaschen jenes Rheingolbes hatten bie wackeren trinkfesten fünf Spree-Athener l““'“' 7, Weich' eine Leistung! Weich' ein oolossaler Durst! Und was das Beste an der Sache ist, sie ist buchstäblich wahr, von angesehener Stelle verbürgt. Man Ä" ii-b bcnken, welchen Respekt unsere Berliner mlf dieser That am Rheine h-roor- ^lis sie des nächsten Morgens, frischer und frohlauniger als zuvor, aus dem Rheindampfer die Fahrt nach dem Nationaldenkmal auf dem Niederwalde mttmacht-n, «^./in iic mtt Bewunderung anschauender, im Trinken gerade auch nicht asketischer Naturforscher!""^“ ®'r iner rmb wirklich von „Natur forscher" als alle anderen -TOtntftZ: J*n schwerwiegendes Geschenk erhielt Fürst Bismarck zu seinem 25jährigen Ministeriubilaum von einem seiner Verehrer, Lord Ranelagh. Am Subeilage des deutschen Kanzlers wurde eine ungeheure Last herbeigebracht. Der Inhalt der Monstre- ^nh/rntPnUPa‘r » 8 em Schreibtisch, aber als ein Schreibtisch, der nicht aus Holz, rbkaf,f 8n Kanonenkugeln gearbeitet erscheint. Die einzelnen Läden des ^ch^ibti ches sind kunstvoll in das Innere der größten Kugeln eingelegt. Fürst Bis- ioil, °ls er das Geschenk empfing, gesagt haben: „Der Himmel füge es, daß au* fernerhin die Kugeln der Kanonen zu so friedlicher Verwendung gelangen." Gottrsdienst der israelitischen Religionsgesellschast. ©amst?" A^-nd °6 Uhr.^^' @am§taa vormittag 8 Uhr, Samstag Nachmittag 3-° Uhr. ,r 77, Der Trost der Mütter beim «euchhusten der Kinder. Wer kennt wohl nicht diese epidemische Krankheit, die mit katarrhalischen Affekttonen beginnt und pr«0m t nan l ten Krampfhusten ausartet, ber Erbrechungen unb Blutungen aus Nase unb Munb hervorruft? Der Keuchhusten ist ein Schrecken für die Mütter, eine Marter für bie Ktnber. Die Wissenschaft hat kein Heilmittel, wohl aber bie Natur =roar Jen Sodener Mineral-Pastillen, bie, in warmem Wasser aufgelöst unb öfters verabreicht, bas hetlenbe, bas beruhigenbe, bas linbernbe Mittel sind, das diese langwierige Krankheit, bie zuweilen Lungenentzünbung, selbst Schwinbsucht im Gefolge hat, in fester Zeit hebt. Bedarf es ber Weisung mehr für eine vorforgenbe Mutter , als baß biefe Pastillen pro 85 H bie Schachtel in allen Apotheken zu haben sind. 6950 Reymonb, Helmholtz, Küster, Henoch, Gurlt, Senator. Unter Anberen waren ferner anwesenb: Generalarzt Mehlhausen, Präsident Sybou, als Vertreter Berlins bie Stabt- räthe Eberty unb earre. Die Stubentenschaff war burch ben Ausschuß vertreten es hatten ferner Vertreter entsandt bie technische Hochschule, ber „Verein beutscher Studenten", bie „Reogcrmania" u. s. w. Oberhofprediger Kögel hielt bie Trauerrede. Der Gesang „Sei getreu bis in ben Tob" schloß bie Feier. Bremen, 5. October. Die Bürgerschaft lehnte mit großer Mehrheit ben Antrag bes Senats auf Errichtung einer gemeinsamen Zollbirekttvbehörbe für die drei Hansastädte ab und nahm ben Antrag, eine eigene Zollbehörbe in Bremen zu errichten, an. Breslau, 5. October. Die „Bresl. Ztg." meldet aus Zabrze: Heute Nacht erfolgte ein Durchbruch schwimmenber Gebirge auf ber Guibogrube im sogenannten ^Kurzen Werke". Zwanzig Leute sind verschüttet. Bisher ist ein Schwerverwunbeter herausgewgen worben. Wien, 5. October. Wie bie „Presse" melbet, hat bie italienische Regierung ihre Forberungen in Bezug auf ben abzuschließenben Tarif in schriftlichem Wege nach Wim gelangen lassen unb gleichzeitig bie Bitte ausgesprochen, baß auch Oesterreich seine Forderungen vor dem Beginn ber münblichen Verhandlungen schriftlich mittheile. Aus diesem Anlasse findet am 6. October eine Sitzung ber österreichisch-ungarischen Holl- Conferenz statt. Paris, 5. October. Heber ben Zwischenfall in Antananarivo (Madagaskar) rotrb aus Tamataoe gemeldet: Der französische Ministerresident Lemyre stellte dem madagassischen Premierminister das Gesuch des amerikanischen Residenten Campbell um Ertheilung des Exequatur zu, was auch ertheilt wurde. Dabei wurde namentlich auJ bas Schreiben Patrimonios an den Admiral Mtot Bezug genommen. Lemyre erhob hiergegen Einspruch, da dem gedachten Schreiben seitens Frankreichs niemals eine politische Bedeutung beigelegt worden sei. Als dessen Widerspruch erfolglos blieb, jog Lemyre seine Flagge ein und drohte anzugreifen. Den letzten Nachrichten zufolge M ein Ausgleich zu erwarten. Die Verbannung des madagassischen Ministers des Aeußeren steht in keinem Zusammenhang mtt ber Angelegenheit. ~ Der Marineminister erhielt ein Telegramm aus Mozambique, welches meldet, baß bie Beziehungen zwischen dem französischen Generalresibenten von Maba- , gaStar unb ber Howaregierung roieber ausgenommen seien. London, 5. October. Zufolge einer Melbung bes Bureau Reuter aus Tama- taoe vom 21. September traten zwischen ber Regierung von Madagaskar unb bem »chen Mtnisterresidenten gespannte Beziehungen ein; ber französische Minister- Teftoent hatte seine Flagge eingezogen unb Antananarivo verlassen, ber mabaga fische Minister bes Auswärtigen wäre verbannt. London, 5. October. Nach einem Reuter'schen Telegramm aus Cooktown von heute ist ber beutsche Kreuzer „Abler" mit Malictoa baselbst angekommen. Der Letztere würbe auf ben „Aladatros" gebischt, welcher, wie es heißt, nach Neu- Guinea fahrt. , . Dublin, 5. October. Der Gemeinberath nahm heute eine Resolution an, wo- I uam der Lordmayor sich zu der morgen gegen ihn unb O'Brien ftattfinbenben Gerichts- | Verhandlung in der Amtstracht begeben soll, begleitet von Stadträthen unb Gemeinbe- I beamten, letztere ebenfalls in voller Amtstracht. sm .. Denedig, 5. October. Der beutsche Kronprinz begibt sich morgen früh nach Mailand, sodann nach Baveno. I Athen, 5. October. Die Erberschütterungen bauern fort. Die Beschäbigungen sollen namentlich in ber Provinz Corinth erheblich fein. B Lokale-. Gießen, 6. October. Wie bereits gemelbet, würbe bie von bem Reichstaas- abgeorbneten Dr. Böckel aus Marburg am 11. v. M. in Lollar abgehaltene Volks- roamK; r^arbecn^ial§ Negierungskommissär anwesenben Regierungsassessor Romhelb aufgelöst. Auf bie von Dr. Bockel beshalb verfolgte Beschwerbe hat sicherem AbrnEhmen nach Großh. Ministerium entschieben, bie fragliche Versammlung sei mit Recht aufgelost worben, weil Dr. Böckel in seiner Rebe versucht habe, Klassenhaß, ins- befonbere Haß gegen bie israelitische Bevölkerung zu erregen. 7e' Gießen, 6. October. Zum Zwecke ber Vereinbarung bes Branntwein- nnm C9® inji QQ7faiiX«;?c m11?1 bur^ bic mtt dem 1. October infolge des Gesetzes ?döhte Besteuerung des Branntweins, fand gestern Abend in der Seidel eine Versammlung von Interessenten statt, in welcher ca. 30 Herren, der Mehrzahl nach Ladenbesitzer, theilnahmen. Die Versammelten einigten sich nach längerer Unterredung dahin, bie Preise, bem 30 Mark-Steuersatze entsprechens so fest- )Ä^?en, daß in Zukunft % Liter (sog. „Viertelchen") Orbinärer 8 Liqueure WrÄ oev r^iÜctiIlc5ueur rc-) 12 4 kostet. Im „Stanb", b. V wenn ber Crh?när7r %%ißofa e ?? Verkäufer getrunken wirb, kostet fortan bas Viertelchen Er 10,M,qoCiirx15 u'^d^nb bet Entnahme zum Consum außer dem Hause ber Schoppen ('/, Liter) gewöhnlicher Branntwein 30 H kosten soll. Der Preis für wurde auf 70 per V» Liter festgesetzt. Es wurde beschlossen, alle nicht EÄ n «rfaufclin ber Stadt sofort mittelst Circular von der Fest- einzuhatten^ ^cnntni6 JU fc^cn unb sie zu veranlassen, bie gleichen Preise plnpr ^nWieseck sinb bie bärtigen Wirthe und Specereihandler ebenfalls zu q jölanoLn’ci’J?rCije geschritten, so baß bie Wirthe 10 4, bie Specerei- foftebt 8 ß ler Orbinaren verlangen, bas gleiche Quantum Liqueur kostet ebenfalls 15 — (Sine gestern Abenb in Wieseck stattgehabte allgemeine Ber- i6«n ä"i8tritUu°8em $®elnnbUn8 dnCS 6oniumoertinä; «• 120 Personen erklärten c a dem vom Bunbesrathe erlassenen Regulativ betr. bie (Steuerfreiheit ^LSrainntrore;nS ru gewerblichen rc. Zwecken unterliegt ber Verkehr mit solchem "^er mit bem allgemeinen, aus zwei Theilen Holzgeist unb einem Theil Pyrtbinbalsam bestehenben Denaturirungsmittel benaturirt worden ist, keinerlei Be- Bezug solchen benaturirten Branntweins von ben Großhänblern i nb ber Vertrieb desselben im Kleinhandel bedürfen daher keiner steueramtlicken (5r- ^d die Beamten ber Steuerverwaltung berechtta^7berzeit bie- jentgen Geschäfts- unb Gewerbsraume, in welchen bie Laaeruna ober die des benaturirten Branntweins ffattfinbet, zu besuchen, bie Vorräthe ?rann^roI " zu.revibiren, auch Proben bavon zu entnehmen Die Be Tpffip0ten ^rnrr verpflichtet, bei ben Revisionen bie nötigen Hülfsbienste zu leisten ober leiften zu lassen unb auf Grforbern ben Bestand an denaturirtem Branntw n nack Anweisung der Steuerbehörde zu beflartren und vorzu eigen ebenso ist den über ben Gewerbs- ober Geschäftsbetrieb verlangte Auskunft ru ertheilen SKT'SÄ-"“ '«£ Ä' •anbei and Berkeh» bem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JL 4.50-5.50, das Kescheid 12-15 Eier das Hundert * 5.00-.600, das ** 00.00-00.00, im Detail das Pfund JL 1.00 b's LbO- Weißkraut per ©HW'10-15 H, Rothkraut per Stück 20-30 3>, Kohlrabi Ochsenfleisch per Pfund 45-70 Kuh- u. Rindfleisch 45-60 4, ^07n 41 ^^Einefleisch 65-75 5>, Hammelfleisch 50-65 H, 1 Haha Ä1-00^^00' 1 Ente JL 1.60-2.50, Gans Psund 50—70 A, 1 Taube 35—60 4, Welsche Ji, 10.00—12.00 ^öffentliche Aufforderung. Ansprüche an die unten mit Flur und Nummer bezeichneten, den bei* Merkten Namen in den Grundbüchern zugeschriebenen Liegenschaften, die theils veräußert, theils überschrieben werden sollen, sind so gewiß innerhalb sechs Wochen som Erscheinen in den Blättern gerechnet, dahier vorzubringen und zu begrünen, als sonst die vorliegenden Verträge bestätigt, die Beschränkungen gelöscht und die Einträge in die Mutationsverzeichnisse verfügt werden. 1) Gemarkung Allendorf a. d. Lumda r Vorm Namen Georg Schmehl, Lehrer, und Ehefrau Wllhelmine, geborne Meßner, XXVI/310. Vorm Namen Wilhelm Muhly und Ehefrau, geb- Wießner, XII/135. 134. 133. 132. 211a. 176. 2) Gemarkung Bersrod: Vorm Namen Heinrich Debus und Ehefrau, geb. Hainbach, ll/355. 3) Gemarkung Beuern: Vorm Namen Konrad Hahn und Frau, geb. Stein, X/56S. 4) Gemarkung Burkhardsfelden: Vorm Namen Friedrich Weiß II. VII/545. Vorm Namen Georg Rühl und Frau, geb. Albert, HI/146. Vorm Namen Konrad Albohn III. zu Hattenrod XIII/59. Vorm Namen Konrad Petri, wohnhaft zu Hattenrod, XIII/66. 67. VIII/304. 307. 309. Vorm Namen Gr. Reviersörster Launspach, wohnhaft zu Hattenrod, VIII/324. 5) Gemarkung Daubringen r Vorm Namen Christoph Hilberg und Frau IV/137. Vorm Namen Christoph Braun und Frau, geb. Walther, 11/237. 6) Gemarkung Gießen: Vorm Namen Johannes Kreiling IV., wohnhaft zu Wieseck, XXXXVII/160. 7) Gemarkung Lang-GönS: Vorm Namen Anton Artus und Frau Elisabeth, geb. Römer, XX/461. XXIX/24. Vorm Namen Anton Hartmann II. VI/97. 8) Gemarkung Leihgestern: Vorm Namen Johannes Weil, Schöff S. zu Lang-Göns. Vorm Namen Anton Schaum VI. Ehefrau, geb. Weil, zu Lang-GönS 0/551. Vorm Namen Joseph Meyer Wittwe XVII/86. Vorm Namen Sophie Grimmel 1/59. 1/60,3, 1/614. 615. 928. 11/335. VII/115. XI/196a. XV/280. XXI/363. 554. XIO/149. 9) Gemarkung Lollar: Vorm Namen Franz Schmidt und Frau Margarethe, geb. Klinkel, IV/43V2- 01/309. 1/405. 1/405,5. Vorm Namen Franz Schmidt IX/182. 10) Gemarkung Reiskirchen: Vorm Namen Ludwig Wagner und Frau, geb. Weimar, XXI/394. XXIII/292. Vorm Namen Dorothea Damm XX1I/95. Vorm Namen Kaspar Schmidt II. und Frau, geb. Damm, 01/268. VÜ/430. IX/115. XVO/238. XVOl/4O,5. XXI/411. Vorm Namen Kaspar Schmidt 0. X/145. 11) Gemarkung Steinbach: Vorm Namen Heinrich Debus und Ehefrau, geb. Leinweber, wohnhaft zu Gießen, 1/643,5 und 643,g. 12) Gemarkung Treis an der Lumda: Vorm Namen Adam Will III. und Ehefrau 1/1034. 13) Gemarkung Wieseck: Vorm Namen Franz Schmidt und Frau, geb. Klinkel zu Lollar, XII/31. XII/128. Gießen, den 1. Oktober 1887. 7453 Großherzogliches Amtsgericht. Langsdorfs. Stammler. Müller, vr. Schäfer. Montag den 10. Moder, Abends 7 Uhr, beginnt der Unterricht in -er hiesigen Fortbildungsschule. Nach Art. 23 des Volksschulgesetzes sind zum Besuche derselben alle Knaben verpflichtet, welche während der letzten drei Jahre aus der Volksschule entlasten worden sind und sich hier aufhalten. An oben genanntem Abend haben sich einzufinden: a. die im Jahre 1885 aus der Schule Entlaffenen im Schulhause aus Oswaldsberg, b. die im Jahre 1886 aus der Schule Entlaffenen im Schulhause in der Neustadt und c. die im Jahre 1887 aus der Schule Entlassenen im Schulhause in der Schulstraße. Etwaige Gesuche um Dispensation vom Unterrichte sind rechtzeitig bei Großherzoglicher Kreis-Schulcommission Gießen einzureichen. Nach Art. 25 genannten Gesetzes haben Lehrherren, Dienstherrschaften und Arbeitgeber ihren Lehrlingen, Dienern und Arbeitern die zum Besuche der Fortbildungsschule nöthige Zeit einzuräumen. Zuwiderhandlungen werden lnit einer Polizeistrafe von 2 bis 20 Mark geahndet. Für Schüler, die am Abend nicht abkommen können, wird Tagesunter- ucht und zwar von 3—5 Uhr Nachmittags eingerichtet. Gießen, den 5. Oktober 1887. Für den Schulvorstand Gießen: A. Bramm. Die Oberlehrer: _______________Fuhr. Hahn.____________________7447 Commtsbrod I Selbstgeftrtigte lackirte Möbel 7280 I ^er Art stets vorräthig zu billigen Preisen Schäfer, Grünbergerstratze. I bei Earl Steller, Schillerftr. 9. [2130 Vberhesßslhe Eisenbahnen. Die Lieferung von 6000 Schwellen aus Kiefernholz ist zu vergeben. Bedingungen können durch unsere Kanzlei gegen frankirte Einsendung von 20 H bezogen werden. Angebote, mit bezüglicher Aufschrift versehen, sind bis zum 22. Oktober d. I hier einzureichen. Gießen, den 5. October 1887. 7461 Großherzogliche Tirection. Aeikgeöotenes. Hamburger Msch- u. Delikatessen- Hanülung A. Koch. Nachf. empfiehlt heute und Freitag früh eintreffend : Lebendfrische Schellfische «. Eavliau, Hechte, Seezungen, Aale, leb. Flutzkarpsen, la. 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