Ar. 207 Mittwoch den 7 September 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzkigkblatt für den Kreis Gießen. Guttau: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montag». °>'^iährlich 2 Mark 20 Pi. mit Brinaerlobn. Amtlicher Hheiü Bekanntmachung. Gießen, den 5. September 1887. Er wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß der Großherzogliche Kreisarzt vr. Köhler zu Gießen am 1 Sevtember r -r Dienst wieder angetreten hat. , 8 B »epremver l. J. fernen Großherzogliches KreisamL Gießen. Dr. Boekmann. Politische Ueberficht. Gießen, 6. September. Die „Nordd. Allg. Zeitung" bringt folgenden Artikel: „In einem großen Theile der höheren Lehranstalten wird in Kurzem das Schuljahr oder doch das Semester beendet sein und die Schüler werden mit dem Zeugniß der Reife in's Leben entlasten. Hiermit tritt die Frage der Berufswahl wieder in den Vordergrund. Dabei ist zu erwägen, daß die akademischen Berufe bei uns an einer entschiedenen Ueberfülle des jungen Nachwuchses leiden. Der jährliche Zuwachs an jungen Juristen ist in allen Theilen des Reiches ein so erheblicher, die Zahl der Reserendarien und Aflefforen ist damit noch immer im Steigen begriffen, daß die Ausstchten dieser Aspiranten, im Staatsdienste Verwendung zu finden, als ungünstige bezeichnet werden müssen, wenn auch die immer mehr fich aus- breitende und intenstver gestaltende staatliche Thätigkeit im Laufe der Jahre den Bedarf an Juristen und volkswirthschaftlich gebildeten Beamten erhöhen mag. Die nothwendtge Folge dieses Zustandes ist, daß eine erheblich größere Zahl von Assessoren, als eigentlich erforderlich ist, sich der Advocatur zuwendet, und daß diese nicht den Erwerb finden können, welcher ihnen bei einer geringeren Zahl von Anwälten sicherlich zusallen würde. Wenn sich bis jetzt die ebenfalls bedenkliche Erscheinung eines Advocaten-Proletariats bei uns nur vereinzelt gezeigt hat, so ist doch nicht zu verkennen, daß auch die Niederlassung von Anwälten das Bedürfniß bereits zu übersteigen droht und daß die Einnahmen diefes Theil« der Juristen theilweise ziemlich recht schmale sind. Während in Frank- rech z. B. die Zahl der Aerzte im Abnehmen begriffen ist und jedenfalls mit der Zunahme der Bevölkerung nicht steigt, hat bei uns die Verbreitung der Aerzte zugenommen, wie auch der Vorstand des deutschen Aerztetages betonte, daß das Bedürfniß nach praktischen Aerzten reichlich befriedigt ist, so daß der großen Menge von jungen Aerzten, welche sich ntederlassen, eine ausreichende Thätigkeit und ein ausreichender Erwerb nicht in Aussicht stehe. Die Lage Derjenigen, welche sich dem Baufach gewidmet haben, ist ebenfalls keine glänzende, die Anstellung läßt bei der übergroßen Zahl von geprüften Baumeistern recht lange auf fich warten, und Viele müssen zufrieden fein, wenn fie wenigstens kommissarisch dauernde Beschäftigung finden. Es macht fich bet diesem Stande als ein Zeichen der schlechten Aussichten derselben bereits die Erscheinung in einem gewissen Umfange geltend, daß die Laufbahn nicht bis zur Absolvirung des zweiten Examens fortgesetzt wird, sondern einzelne Bauführer mit Freuden kleinere kommunale Stellungen annehmen, um damit sich gleichzeitig allerdings den Eintritt in die höhere Carriöre zu verschließen. Wir wollen nicht mit dem Auszählen aller jener Berufsarten, die ein akademisches Studium erfordern, ermüden, es möge genügen, zu erwähnen, daß es im Lehrfache und beim Forst- rvesen ähnlich bestellt ist. Die Lehre, welche aus diesen Verhältnissen zu ziehen wäre, dürste dahin gehen, daß man einen jungen Mann nur in dem Falle sich den sogenannten liberalen Berufen zuwenden lassen sollte, wenn er eine zweifellose Veranlagung für dieselben besitzt, daß es aber durchaus nicht rathsam ist, Om Abiturienten, weil er einmal das Examen gemacht hatte, nun auch zur uräverfität zu schicken, ohne daß er für einen bestimmten Beruf Anlage oder k'S.0 vnEH. Das Talent arbeitet sich auch durch mißliche Zustände durch und überwindet durch hervorragende Leistungen weniger gute Berufs Verhältnisse, oer Durchschnitt muß aber warten und verfällt in dieser nicht beneidenswerthen der Unzufriedenheit. Es unterliegt keinem Zweifel, daß hierdurch weder ^ Staate, noch dem Einzelnen gedient ist, und daß sogar eine gewisse Gefahr sltr die Zukunft nicht zu verkennen ist, wenn der übermäßige Andrang zu den n* et™ cn zur Folge haben sollte, daß sich durch die Unmöglichkeit der staat- uchen Verwendung aller Studtrten ein gelehrtes Proletariat ausblldete, welches wegen des Gefühls des Zurückgesetzseins unserer heutigen Gesellschaftsordnung J^n Krieg erklärt und in Verbindung mit anderen subversiven Elementen im Staate an seinem Untergange arbeitet. Deshalb wäre zu empfehlen, daß Eltern genau prüften, ob ihre Söhne wirklichen Berus zum Studium haben; die falsche Vornehmheit der Ansicht, daß das Studium ehrenvoller ist, als eine Thätigkeit m wirthfchaftlichen Erwerbsleben, muß überwunden werden. If).. Der Reichskanzler Fürst Bismarck beendigt in diesen Tagen seine St anger Badekur, um sich zunächst nach seinem lauenburgischen Tusculum Kriedrichsruhe zurückzuziehen. Wie man hört, hat Kissingen auch Heuer bet dem Kanzler in erwünschtester Weise „angeschlagen" und erfreut er sich gegenwärtig ®e6 b^en Wohlbefindens. In Friedrichsruhe dürste alsbald nach der Rückkehr Fürsten Bismarck der österreichisch-ungarische Minister des Auswärtigen, ^raf Kalnoky, zu dem schon längst angekündigten Besuche eintreffen. .. Die Spiritus-Coalition, welche seit Wochen das Leitmotiv für die urnerpolitischen Betrachtungen der Presse abgab, wird nunmehr aus dem Rahmen Deutschland. . Hessen, 4. (September. Dar Eigentham an den Staatrstraben in Hessen dürste wohl in Kürze Gegenstand der Berathung für die Landstände werden. Nach Lage der Gesetzgebung gehört der Grund und Boden dieser Straßen zum fiskalischen Besitz, während die Unterhaltung innerhalb der Städte und Landorte den bett. Gemeinden auf deren Kosten auferlegt ist. Er lieat darin nach Ansicht vieler Gemeinden eine Härte, welcher damit einigennofan abgeholfen werden könnte, wenn auch da» Eigenthum an den Staatsstraßen innerhalb der Gemeinden an diese überginge. Letzterer soll demnächst den qefefi. gebenden Behörden vorgeschlagen werden. — Der Bau der Kreirsiraße Erfelden. Leeheim wird am 8. d. zur Ausführung vergeben. (Fr. Journ.) Darmstadt, 5. September. Die „Nat.-Ztg." schreibt: Der Entschluß Sr M-j der Kaisers, die Reise nach Königsberg aufzugeben, wird zwAo. in den östlichen Provinzen eine schmerzliche Enttäuschung Hervorrufen, indessen wird man gegenüber den großen Anstrengungen einer solchen Reise die Ent« sagung, welche fich der Kaiser mit dem Verzicht auf diesen Lieblingswunf-b auf erlegte, nur mit Befriedigung begrüßen können. Die Eventualität der Kaiserzusammenkunst bleibt, rote glaubwürdig verlautet, durch die veränderten Dispositionen durchaus unberührt, wenn auch heule noch dar letzte Wort darüber nicht gesprochen scheint. Berlin, 5. September. Da die Folgen der neulichen Falles der Kaiser, als ziemlich beseitigt gelten dürsten, wird, rote ich von zuverlässiger Seite erfahre bie Reise der Kaiser, nach Stettin zum Zwecke einer Zusammenkunft mit dem Czaren in Hofkreisen al» seststehende Thalsache angesehen. (Fr. Ztg.) Berlin, 5. September. Bezüglich der, österreichischen und französischen Quellen entstammenden Nachricht von einer beabsichtigten Zusammenkunft de« deutschen und de» russischen Kaiser» in Stettin kann die „Nordd. Allg. Ztg " versichern, daß in unterrichteten Kreisen von einer solchen Zusammenkunft nichts bekannt sei. Die ganze Nachricht beruhe lediglich auf Muthmaßungen, e» liege nicht» vor, war zu der Annahme berechtigte, daß ein Besuch de« Czaren m Stettin beabsichtigt sei. E» sei ferner eine ganz müßige Conjunelur, wenn ein- zelne Blätter von der Erneuerung eine» im September ablaufenden deutsch, russischen Vertrage, sprechen; ein solcher Vertrag existire gar nicht. England. London, 5. September. Nach Meldungen au« Enni» (Irland) hat dar von der National-Liga einberufene und vom Vicekönig verbotene Meeting doch stattgefunden. Während der dafür ursprünglich bestimmte Platz von Polizei und Truppen'Abtheilungen besetzt war, tagte die Versammlung an einem in entgegengesetzter Richtung, jedoch in der Nähe von Enni» gelegenen Punkte. Dillon, Sullivan, O'Brien, Cox und der englische radikale Abgeordnete Philipp Stanhope hielten Ansprachen, bie die Ankunft von Polizei und Militär da» Aureinandergehen der Versammlung herbeisührte. Die Theilnehmer derselben suchten daraus in Ennir dar Meeting fortzusetzen, befolgten aber, als die Polizei die Straßen räumte, die Aufforderung der Deputirten und Geistlichen, keinen Widerstand zu leisten, und gingen ruhig aureinander. ^r Tagerdiscusfion wieder verschwinden. Die projectirte „Actien-Gesellschaft für Spirttu-.Verwerthung-' galt schon Ende voriger Woche al« gescheite rtnaA bem da, betr. Finanz.Consorlium beschlossen hatte, die Verhängungen mit tw Brennern, bie noch keine Beitritt»«Erklärungen abgegeben hatten abnihrprfi.n hl? »'T S9ör!'nn’Fn*Ti° in ben Spalten der Blätter aufgetaucht, die Nachricht, die Regierung beabsichtige, eine Börsensteuer auf ausländische ® m "JLL elnJuWre.n i selbstverständlich begegnet diese» Project in dm OH«# nber ,®e"i9er ,""°he stehenden Preßorganen einer sehr abfälli- Meldung vor DOt äuRa ”°$ 0Qr keine officiöse Bestätigung dieser m 3" hat>en in voriger Woche zum ersten Male die Kammer- aÄUnV£ä, n£uen Wahlgesetze, stattgesunden. Soweit bekannt, r^ h!-b b^h^.kkberale Kammermehrheit wiederzukehren und haben nament- lich die großen Städte, allen voran Amsterdam, wiederum liberaler gewählt. In Ostende ist die Ruhe und Ordnung völlig wieder deraesiellt Ar» lief ein englischer Fischerboot in den dortigen Hasen ein und konnte H“ Ladung löschen und verlausen, ohne daß sich ein Zwischenfall erefiet Me; freilich waren auch Polizisten und @eneb'atmen zahlreich zur Stelle/ Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Eorrefpondenr-Burea«. Berlin, 5. September. Seine Majestät der Kaiser hat gut geschlafen und ist Heitig aufgestanden. — Staatsmtnister v. Bötticher ist heute früh nach Karlsbad abgereist. Berlin, 5. September. Se. Majestät der Kaiser nahm heute den Vortrag Wilmowski's entgegen und empfing im Beisein des Gesandten Derenthall und des Leremonienmeisters Romberg die neuernannten Gesandten Griechenlands, Mexikos und Chile's, Angelos Vlachos, Don Jgnacio Vargas und Don Vincente Santacruz. Alsdann hörte der Kaiser den Vortrag des Vertreters des Auswärtigen Amtes. — Heute Nachmittag schotz die Schildwache der Gardepioniere bei den Schanzen am Kreuzberg auf einen Arbeiter, welcher den Posten trotz wiederholter Warnung pro- vocirte. Der Arbeiter soll der erhaltenen Verwundung erlegen sein. Berlin, 5. September. Dem Vernehmen nach sind die Aeußerungen der Bundesregierungen über die Grundzüge der Alters- und Invaliden - Versorgung nunmehr eingegangen. Sie werden gegenwärtig im Reichsamte des Innern geprüft; nach Verlauf eines Monats wird diese Arbeit voraussichtlich beendet sein. Die eventuell umzuarbeitenden Grundzüge sollen alsdann neben der Begutachtung durch einzelne besondere Sachverständige zur gutachtlichen Aeußerung dem Volkswirthschaftsrathe vorgelegt werden. Erst nach dieser Prüfung wird die Genehmigung des Kaisers zur Aus- urbeitung eines förmlichen Gesetzentwurfs erbeten werden. Königsberg, 5. September. Prinz Albrecht, welcher den Kaiser bei den Manöoern vertritt, ist heute Vormittag 9 Uhr auf dem festlich geschmückten Ostbahnhöfe etngetroffen und von dem Commandirenden, dem Oberpräsidenten, dem Oberbürgermeister und dem Polizeipräsidenten empfangen worden. Der Prinz schrill die Front der Ehrenwache ab, bestieg nach kurzem Verweilen im Kaiserzimmer den Wagen und fuhr unter brausenden Hochrufen der Menge durch die via triumphalis nach dem Schlosse. Gießen, 6. September. Am Sonntag den 4. September d * Kriegerverein Gießen, wie jedes Jahr, den Sedantag. Um 5 Ubr b*r $$ ein stattlicher Zug, voran die florumhüllte Fahne, vom Vereinslokale aus^durch^ie i P“ b *'(re4',September. sPostpersonalnachrichten.s Versetzt ist der Post- ! lecretar Graff von Mainz nach Darmstadt ! ffisIÄ S.ÄS’.Ä der KtÄm/Ä Lungsteinsockel und der alterilmmlichen Holzronstruction U».en Säl unseres Ortes; er enthalt im unteren Dock di- Sind- Obc,‘'a|,?n unserer künstig brrftoff-gen Schule und im zweiten mb X 9er‘ Wohnungen für die Beioen P.’Brer. Die Schönhct $au(ota beÄn 5^'°" ^u'nge n.ckt minder als die verhö'.sißmößig geringen e °^nc den -eLerth des Eich.nholsts) wachen eoeuso dem dieses Onfer ^r£läln^.ct!ieilr < "lle Ehre, wie auch der Gemeinde, welche dieses Opfer tm Interesse ihrer Kinder und Lehrer nicht gescheut ha'. Umaeaenb ab r oerIicf unter zahlreicher Beto.iligung der ganzen J R-d-u des Herrn Schvlrathes und des He..., P.arrns und befonberer Ah ^er ®JuI)U0enb IN würdiger, wahrhaft erhebender Weise; gan, Ä*ulfnmmf(n.bnr be/ Schulbehörde, welche - wie der Vetreter Grotzh. Gemeinde rl ^reube und Ueberraschung miitheilen konnte - Cer ©emeinbe i“”1 S^ulbau nachträglich noch einen Beitrag non 30C3\« verwilligt Hot. Taae ift ‘h\ » September. Tro« der meqrfachen Regengüsse der letzten Lage ist Der Wasserstand des Rheins eben für die Schifffahrt ein wenig günstiger und B“fteE6en n ^nmnnrnnbhaMC‘te besonders im Rheingau große Schwierigkeiten zu SEe di?Nenb- «»ne bett Kalkutta unterwegs war, 25 Meilen von hier gesunken Don h,r Ägeb"a™tnnfd,aft nUr 5S|3ct,onm 9«=ttet und von der Schmack, CygV GesternVnd BW'dL Ä Besucher konnten das Theater nicht rechtzeitig verlassen- bereits 130 r x23 elf ben Trümmern geschafft. Viele wurden st7^rößten Gedrüngelchwer verwund “U§ Stadt nach dem Friedhof an die Graber der im Jahre 1870/71 in Krieger. Eme große Menschenmenge erwartete hier bereits Ben gestorbenen: Nachdem der Verein an dem Denkmal der Deutschen Aufstelluna Snnm,mCtnflen Msident des Kriegeroereins, Herr Postsecretär Meyer eine ferniae lfek der Rede. In derselben gedachte er der großen Siege, gedachte er Mfelpn^h^V0™ Iotifäe Leben als Opfer auf dem Altar des Vaterlands gebracht Redner b'etan./b^^t oZ es jetzt an uns liege, die Jugend in der richtig^ Lilbe iÄetÄ M damit uns unser großes geliebtes Vaterland erhalten bleibe 8U ")irhen, D-nkmal für die Deutschen und dasjenige für die^ Franzosen weNdott ruben, mit Kränzen geschmückt. - Da die engagirte Regimentsmusik Stunde, in Folge dienstlicher Verhinderung, absagen mußte, markbirte i? elttr mit flatternder Fahne vom Friedhof nach dem Caf^ Leib, woselbst Abenb^N^^ All ?>?^i5?Effand Hier ergriff der Präsident nochmals das Wort wonack^"/^und Mazeftat den Kaiser und Seine Königliche Hoheit den Großberwa ein m^rinc Hurrah durch den Saal brauste. Nachdem wurde von „Heil Dir im Siegerkranz" stehend gesungen. Den 2lnrocfenbai ""sonstige Vergnügungen hielten die Kameraden mit ihren • ! bis zur frühen Morgenstunde zusammen. 9 Angehörigen Jeder Theilnehmer wird sich sagen müssen, der Kriegerverein Gießen W « • Sedantag in schöner und würdiger Weise gefeiert. - Bemerkt wirb s l61!01 Privatkapelle für den Abend gewonnen wurde. no^' daß eine 8 Gießen, 6. September. [41. Stiftungsfest des Turnvereins ^.:,Seplember.j In der Frühe schien es, als ob von einer programmmäfiiaei?D Q* Mhrung der Feier keine Rede sein könne, denn üi flrofeen etrömen^ %enfan\ben ^^^„^rab und Mancher mochte sich wohl die Frage vorgestat kw?^ Wie soll das werden?" Doch auf Regen folgt bekanntlich auch^ wifbe? Gegen 10 Uhr begannen die Wolken sich zu lichten und es konnte nun mit lUme."LbQ?rr3Ö0l’n0e begonnen werden, welches um Mittag beendig? mürbe Um «h Allgemeinen recht gut geturnt wurde, auch zum Theil schwerere^ Uebun?-? H Ausführung gelangten. - Bei der Mittags V/3 Uhr vorgenommenen lUT Anges traf die überraschende Meldung ein, daß die mit 50 Mann ennniL?Ua® h-rt * Hessischen Infanterie- (Leibgarde-) Regiments Nr. 115 dlÄlick^N^ Baltniffe halber nur in der Hälfte der vertragsmäßig zugesagten rZahl Musiker e’a lni$?en Voraussetzungen zu begegnen, sei dieses hier erwähnt) ^ebnrf?^" constatirt werden, daß letztere während des Zuges sowohl als auch roäbrenh pnneh0iafPnnb ^UX Zufriedenheit der Festtheilnehmer sich chres AuittllÄs . Den Zug eröffnete der Turnverein Wieseck, welcher in stattlicher d und mit feinem Trommler- und Pfeiferchor erschienen war; sodann folgten die und die ordentlichen Mitglieder des Turnvereins Gießen, weich' letztere^stdack in betracht der Große des Vereins (nahe an 909 Mitglieder) in recht bescheidener Ä auftraten. Der Zug bewegte sich von Oswald's Garten durch die Neustadt über^bÄ Marktplatz, Kreuz und Neuenweg nach Stein's Garten, woselbst nach AnkunffÄs-l^n der 1. Sprecher, Herr L. Lichtenberger, die Feier eröffnete mit e ner 6 n apLrfitp Cines Iäycrcn Ansprache, in welcher er der Gründer des Vereins r^r Turnerei.in ihren Anfängen, ihrem weiteren Verlause und in der Gegenwart beleuchtete und sodann seine mit Beifall aufaenommene «Rehe hn« ß^ih?AP@Us ‘für ?ie noch dem Vereine angebörenden Gründer, sowie auf ;n0eif ber schloß. — Hierauf begannen die Freiübungen sodann das Musterriegenturnen, Schaufechten, Stabübungen, Schau- und Kürturnen.' Die fämmt- b q ?JJrner ^uwhl, wie diejenigen der Fechter erfreuten sich stets einer $wr*nr «j01?c Zuschauern, von welchen auch einzelne der schwierigeren Uebunaen durch lauten Beifall ausgezeichnet wurden. Nach Beendigung dieses ^heiles des Nrn —§ kam die Gemüthlichkeit, das fröhliche, von echt turmrischem ÄeUÄ Üben ^ur Geltung, welches durch die erheiternden Klänge der Musik nock aebohen wurde. Das um 9 Uhr abgebrannte Feuerwerk, welches^^ausgezeichnet gttana mad£ bem Verfertiger alle Ehre und fand dasselbe die allgemeinste Anerkennuna 'Bei ber vorgenommenen Preisvertheilung an die Zöglinge, welche in Ausaabe von TOTf*rrip6mhbC?anb'3a T3 03 Th. Haubach. Bahnhofstraße 40. CD Alle Arten von Leinen u. Wergleinen in einfach u. doppeltbreit, Cretonne, Shirting. Damast u. Gebild. 'S s SS r- SS Bunte Hemdenstoffe Oxford. Regatta, bwl. Flanell. Ä © s Unterhosen und Jacken, Normalhemden, Damen- u. Mädchenhosen, Röcke und Schürzen. CÜ z ji] Ml