8 5 s •t fät < 1 lüü L H iiü Dtf[ ili )ii H * « 8 :Ä ril r i i'1 L Drittes Blatt. KW *81 Sonntag den 7 August Sareaur S ch u l str a ß e 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Wochen - Ueberstcht. » LerWrlich 2 Mark20Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen viertchahrlich 2 Mark 50 Pf. Gießen, 6. August. sStadtverordnetensitzung vom 4. Augusts Anwesend: Herr Burgermeifier Bramm, Herr Beigeordneter Gnauth, Seitens der Stadtverordneten die H^ren Barst, Georgi, Hoch, Hornberger, Jughardt, Kauf, Ad. Noll, Aug. Noll Petrr, Dr. Ploch, Scheel, Schopbach, Simon, Bogt und ..Tie von den Herren Vogt und Plank gestellte und von Herrn Demuth geprüfte Jahresrechnung der Lober'schen Stiftung wies im vorigen Jabre an Kavital- vennogennsgesammt auf 49 340.82 Jt, in diesem Jahre nur 49189.39 JL, weniger al o 151.51 v*L Erklärt wird dieser Abgang durch Herabsetzung des Zinsfußes aus- gellehener Kaprlalren und wird, wre bemerkt wurde, demnächst zu erwägen sein, ob bei Vergebung einer neuen Pfründe diese erniedrigt oder eine zur Erledigung gelangende ausfallen solle. — Zur Eingabe des Kommandos der Gießener Freiwtll. Feuerwehr um An- ..^bter Schläuchen, je 1/2 Dutzend Steigerleinen, Signalpfeifen, Karadmerhaken, Beilen, 1 Verbandlasche, sowie um Bewilligung von 100 Jt jährlich zur Besoldung eines Jnventarführers (Zeugwarts), welchem die Ausgabe und Empfang nähme der Ausrustungsgegenstande an bestimmten Tagen, sowie die Eintragung der Ab- und Zugänge an denselben obliegen soll, ertheilt die Versammlung die Genehmigung. — lieber die Aufstellung von Pumpen im städtischen Schlachthause soll Beschluß gefaßt werden, wenn über die Belassung oder Entfernung der beiden am Friedhof befindlichen Pumpen, deren Verwendung im Schlachthausbau man im Auge hat, entschieden ist — Der von dem Herrn Stadlbaumeister über die Anlage eines Dampfkessels für das Schlachthaus angefertigte Bericht nebst Plänen, wie solche dem Kreisamte vorgelegt werden sollen, findet die Genehmigung der Versammlung. — Die Gesuche 1) der Ehefrau des Herrn Ed. Denker, 2) des Herrn Jakob Franz um Erlaubniß zum Betriebe emer Zapfwtrthschast in dem Hause „Zum Stern", bezw. in dem Hause des Herrn Krombach in der Kaplansgasse werden nach Kenntnißnahme der Berichte Großh. Polizeiamts und auf Antrag der Commission befürwortet und zwar auch hinsichtlich der Bedurnißsrage zum Ausschank von Branntwein re. — Das Gesuch des Herrn Otto Schaaf um Erlaubniß zum Verkauf von Spiritus soll ebenfalls befürwortet werden, nachdem die Commission unter Berücksichtigung der Qualität des Geschäfts des Gesuchstellers, dessen Handel mit Spiritus mehr gewerblichen Zwecken diene, einen dahingehenden Antrag gestellt hatte. — Unter „Ausbau der Oslanlage" theilt der Herr Vorsitzende der Versammlung mit, daß Herr Sattlermeisler Senner auf die von ihm wegen Abtretung von Gelände an die Stadt gestellten Bedingungen verzichtet habe und nunmehr die erforderlichen Verträge ausgetauscht werden könnten. — Die zur Herstellung der Wolfstraße erforderlichen Auffüllungsarbeiten werden Herrn Konrad Atzbach zum Satze von 40 Pfg. pr. Cbm.übertragen. — Mittelst Schreiben, unterzeichnet von den Herren Schwan, Heichelheim, Wortmann, Bergen, Silbereisen und Lotz erhält die Versammlung Kenntniß von der Ueberweisung des Betrages von 303 JL, welcher gelegentlich des diesjährigen Realschuljubtläums gesammelt wurde und der Stadt mit dem Anträge zur Verfügung gestellt wird, denselben in Verwaltung zu nehmen, um aus dessen Zinsen ärmeren Schülern der Realschule und des Real- gymnafiums die Theilnahme an der alljährlich stattfindenden Schulfeier zu ermöglichen. Die Versammlung geht auf das Ansuchen ein und beschließt 4procentige Verzinsung dieser Summe, für welche noch weitere Beiträge in Aussicht stehen, zu gewähren. — Zu Punkt 10 der Tagesordnung, Enteignungsoerfahren Seitens der Stadt gegen Herrn Lederhandler Fr. Zöller, beschließt die Versammlung, in die Commission als das zu entsendende Ortsvorstandsmitglied Herrn Hoch zu wählen, während sie sowohl als Herr Zöller bezüglich der von beiden Theilen zu bezeichnenden Sachverständigen es der Commission zu überlassen beschließt, die geeigneten Persönlichkeiten selbst zu ernennen. — Zu Punkt 12 der Tagesordnung: Gesuch der Firma Heyligenstaedt & Comp. um Erlaubniß zur Aufstellung eines Dampfkessels faßt die Versammlung Gießen, 6. August. Zwei Ereignisse sind es, welche diesmal aus den Wachen-Begebenheiten besonders hervorragen und gleichsam deren A und O bilden: Der Tod des Paifflavisten-Häuptlings Kalkow und die Kaiser-Zusammenkunft von Vastetn. Selbe Vorgänge ziehen die Blicke der politischen Welt auf sich, das Meben des berühmten Moskauer Journalisten wegen der eigenartigen Stellung, die er in seinem Vaterlands eingenommen, und der Kaisertag von Gastein, weil ,r immer aus's Neue die innige persönliche Freundschaft zwischen Kaiser Wilhelm Md Kaiser Franz Josef, nicht minder aber auch den unerschlltterten Fortbestand der europäischen Friedens-Bollwerkes, des deutsch-österreichischen Bündnisses bocumentirr. Der Händedruck, welchen die beiden kaiserlichen Freunde an diesem Smitog in Gastein wechseln, besagt gar viel und seine Bedeutung wird allechalben auch ohne eine besondere Commentirung verstanden. Es sind neben hin Bezeugungen persönlicher Freundschaft die erneuten Versicherungen gegen- sicher Bundestreue, welche die Herrscher Deutschlands und Oesterreich-Ungarns io diesen -oagen an den Ufern der schäumenden Ache wiederum austauschen und °>elche demnächst in der Kissinger Zusammenkunft der leitenden Minister der beiden verbündeten Reiche ihren Widerhall finden werden. Diese Verficherungen wer- ™ Herzlichkeit und Aufrichtigkeit gewiß nichts zu wünschen übrig lassen und M mag allen europäischen Friedensfreunde in Würdigung der Machtrwecke mb M-chtmitttel der zwei befreundeten Kaiserreiche nur zur Genuqthuunq ae- mo;,n Ein seltsames Geschick hat es nun gewollt, daß gerade angesichts des deooistehenden Kaiserlages von Gastein einer der grimmigsten und man kann mhl auch sagen, einflußreichsten Gegner der mitteleuropäischen Friedens-Allianz eben nut Katkow aus dem Leben geschieden ist. In seiner „Mosk. Ztg." zog der Berfiorbene alle Register des politischen Haffes gegen Deutschland wie gewn Orftnreich auf und die Töne, die er anschlug, sanden jenseits der Vogesen ein nur ju bezeichnendes Echo. Katkow war die Seele aller deutschfeindlichen Be- »r-duMn im Czarenreiche und es ist daher nur begreiflich, daß der Tod dieses ' Wm 'n bet Presse Frankreichs in einer allerdings hart an das Groteske strnimd-nWeife gefeiert wird. Gewiß, Kalkow war in Anbetracht seiner maß- fiaLfer Brander ein gefährlicher Feind des deutsch- !* Bündnisses und es wäre von uns Deutschen zu viel verlangt, daß ^^ g-o seines Ablebens eine besondere Bewegung an den Tag legen sollten. JMffen, auch ein Katkow hat nicht vermocht, das stolze Gebäude dieses Bünd- rtL5Let^Ük etn1 Unbt En heute die russischen und französischen Bläiter den berlihrnten Tobten in ihrer Weise feiern, so schauen die Völker Deutschlands fiter fi*n9a^äo* l"r rute Z^rsicht u°ch jenem Fleckchen österreichi- Her Erde, wo sich ptzt Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Joses abermals die L^m und sicherlich berechtigt auch die diesmalige Monarchen-Zusammen- äo s nnb Ä??» be-JlffnUm8-?a6 es bem sest-1 Zusammenhalten Deutsch, ie (LnmJ ? österreichischen Verbündeten noch immer gelingen werde, Europa k teä Friedens zu erhalten. In dieser frohen Zuversicht sei auch duimol die Begegnung der beiden Herrscher begrüßt! ° sie 5la*V Loses trifft an diesem Samstag nicht Nachmittags 3 Uhr, EÄS routle' Lonbern SotI Mittags in Gastein ein; im Laufe desselben SemiemaM n Wilhelm von Preußen von seinen Tyroler “ ®aRreet" Klangen. ES ist wahrscheinlich, daß Kaiser Wilhelm tommenbffl «n * ^fet$ b(e 6e,mre*fe antritt, die in den ersten Tagen der -'n vomeffliches ; b0$ Pnb£n be< SICifen Monarchen ist fort- be« fi^;nAU™eLbA ®etü(^te waren in den letzten Tagen über das Befinden $10*6 Mi011 6”11 * a n b verbreitet worden. Der 71jährige ernstlich erkrankt sein, welchem Gerüchte jetzt aber osficiöse Mel- versprechen; nur wird er wegen seines Nie- "'mm wieder eine Badekur in Wildungen gebrauchen -rbeit"ed*!«°"b Emet man jetzt der Frage Der Kinder- und Fabrik- Unter!* " ; 3.r e[' Aufmerksamkeit. Die von der Deputirtenkammer zur «eldier eh-P8» lnh8e,^ e^mmlifton 6ot einen provisorischen Bericht erstattet, ^-formen eufM ,e ä8nr k“" “1* "ichfigen Gebiete einzuführenden der Fabriken befürwortet die Commission Untersuchung Dettoerunn8 Sachverständige, Vorlegung eines Unfall- blc .^rbeller. Ernennung von Fabrik-Jnspeetoren rc. 'luerdü.^ erreich ische Unterrichts-Minister, v. Gautsch, paßt ^l'-ßano Ezechen^ etwas schärfer auf die Finger. So ist von ihm die Herbet mnf?roßte* czech'schen Mittelschulen angeordnet worden und wenngleich eoefen Rnb Vm'8m & ‘Ä DieIme(|r praktische Gründe maßgebend ge- kielen bas snn,t bl roe,lc6e ^utjutage die Czechen in Oesterreich Me nüSt iulr0efien bes JUlmißeiS immerhin bemerkenSwerth. Die czechische ^ ofS^enn über den „Ukas" des Herrn v. Gautsch und kündigt ’ Czechenkreil^.^' ber Minister dürste indessen fester stehen, als man sich es Mer „ßlos" r,fc,l^ul?cn m°8' U-brig-ns hat sich ein czechisch-klerikales Blatt, itnem ton Ä ^„recht nettes Stück geleistet, indem es Deutschland in lliigarns nannte "^llten Artikel den allergrößten Feind Oesterreich- '"g-sichis des Tage, bon Gaste?n?b^^ ° ° W Öfienel4i^eS 58(011 e-wnbal'ofa’'mipl in be" letzten Wochen durch verschiedene politische ”■ roic b,e noch unerledigten Duellaffairen Ferry-Boulanger-Laur- ?°^ooo und Laur-Delafoffe IN Anspruch genommen. Außerdem machte und T blLm h!1. französischen Regierung angeordnete Schließung der der deutschen Firma Weisbach gehörenden Pappenfabrik in Embermevil,^ De- partement Meurthe et Moselle, von sich reden. Die Maßregel erfolgte ganz plötzlich und anscheinend ohne nähere Begründung und eine solche wäre auch rt9eroe,en' denn die Gebrüder Weisbach, die Inhaber der Firmm hielten sich streng von allen politischen Dingen fern; man hat es demnach mit ®^tcone, 3“ thun. Selbstverständlich erwächst den Gebrüdern ou® b“ P1?»’ Schließung ihrer Fabrik ein großer Schaden, man hofft daher, daß sich bas Berliner auswärtige Amt der Sache annehmen uns den Inhabern der fraglichen Fabrik durch die deutsche Botschaft in Paris eine Entschädigung erwirken werde. Charakteristisch bleibt aber der Vorgang für die wachsende Erbitterung in Frankreich gegen die Deutschen, die zu solchen offenbaren Ungerechtigkeiten verleitet. , ?(°"°('bnifche Nation stand in dieser Woche noch vollständig unter dem Eindrücke der Trauernachricht von dem Hinscheiden des Ministerpräsidenten Depretis. Das am Donnerstag in Stradella, der Vaterstadt des Verstorbenen, vom Staate veranstaltete Leichenbegängniß Depretis' war geradezu großartig und die zahlreichen, hierzu aus allen Gegenden des Landes eingetroffenen Deputationen legten durch ihr Erscheinen Zeugnlß von der all- gemelnen Landestrauer ab. Auf König Humbert selbst hat das Ableben feines Ministerpräsidenten einen tiefen Eindruck gemacht und hat er einstweilen um bas Andenken Depretis' zu ehren, jede weitere Entschließung über Staats- angelegenheiten verschoben. — Die „Riforma" bementirt bie Nachricht es wurden D.svosltionen getroffen, um für September Verstärkungen für bas italienische ExpebitionSeorpS nach Maffauah zu entfenben. Die englische Volksvertretung hat nunmehr ihr irisches Arbeits- programm erlchöpft. In ber Mittwochssitzung nahm das Unterhaus sämmt- u.che noch restirenbe Artikel ber irischen Landbill an, nachdem bie Regierung Die Artikel, durcy welche die irischen Gutsbesitzer ermächtigt werden, die mit der Zahlung der Pachtgelder rückständigen Pächter zur Jnsolvenzerkläruna zu zwingen, fallen gelasien hatte; es ist dies offenbar ein Zugeständniß an die Unionisten. In derselben Sitzung lehnte auch das Unterhaus die von der Regierung selber verworfene Bill, betr. die weiteren Versuche zwecks Baues eines Tunnels unter dem Canal, ab. e 1887. Gießener Anzeiger und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. f I I 5 N PT Univerfitats-Chronik. 5e e‘ E ttl £ e G « CO K Ä SS U •x jl. -9, JLÄi X'4 CÄ^Ä 975pU 7 . I II |10| 3 50 3 7ö| 14 - 14 j' 2.p0 8 50 6 55 3,10 24- 25- 75 19 75 25- Ze Vi Kilogramm kostet: e 5® E 5? 3D Hs>I ^ ^U. v, JL 4|^| JL 41" H 55> j 080 - 63 - 55 20 15 -k?'19 80 40- 43 9—75 56 — 58 1 70 1712 20 a E -bd s Z w d Q L O at '4) ft * r Z E !s £ 's Ä- 5< ö 5 « 11 's. E-b gE <^t!± Ä >ilt dL 55 5- ML r. Thaer ersucht um Mittheilung, ob die Stadt gewillt sei, zwecks Bewässerung des hinter der Kaserne belegenen landwirthschaftlichen Versuchsfeldes einen Hydranten anzubrtngen. Die Versammlung spricht sich gegen Anbringung eines Hydranten aus. — Heber den Anschluß der sämmtlichen städtischen Gebäude hat die Commission ebenfalls berathen. Es sind in Betracht gezogen worden das alte und das neue Ratbhaus, Polizetgebäude, 6 Thorhäuser, Hospital, Realschule, Stadtmädchenschule, höhere Mädchen- schule, Schule in der Neustadt und am Oswaldsberg, Schule in der Schulstraße, Haus am Asterweg, sowie die Gasanstalt. Die Baudeputation hat indeß beantragt, von der Wassereinführung in die städt. Gebäude abzusehen. Motivirt wird dieser Antrag nächst der Mittheilung, daß alle städtischen Gebäude in eingehende Berücksichtigung gezogen worden seien, damit, daß man sich außer dem außerordentlich geringen Wasserbedarf in den öffentlichen Gebäuden, der zu den bedeutenden Kosten in keinem Verhältniß stehe, hauptsächlich auch in Rücksicht, auf die mannigfachen Gefahren und dann auf die zu befürchtende Wasserverschwendung habe bestimmen lassen, diesen Antrag nicht zu befürworten. Die Versammlung spricht sich hierauf gegen den Anschluß der genannten Gebäude aus. — In Consequenz des eben erwähnten Beschlusses wurde denn auch das Gewch des Herrn Dr. Molly, befürwortet von der Dtrection der höheren Mädchenschule, um Herstellung einer Wasserzuführung in das physikalische Kabinet genannter Schule und Herstellung von Wasch- und Trinkoorrichtungen in den Gänge", abgelehnt, trotzdem in dem betr. Schreiben betont worden, daß das zu den physika- ltschen Experimenten erforderliche Wasser durch die Schulkinder selbst mühsam herbeigetragen werde, konnte dieser Umstand die Baudeputation nicht bewegen, das Gesuch ^.befürworten; es gehöre zweifelsohne zu den Obliegenheiten des Schuldieners, das nothlge WMr herbeizuschaffen. - Großh. Administrations-Commission theilt mit, daß sie tn Rücksicht aus die am Brandplatze gelegenen Unioersitätsanstalten, namentlich aus den werthvollen Inhalt des Bibliothekgebäudes, den Anschluß des letzteren an die Wasserleitung für nothlg erachte, um eventueller Feuersgefahr zu begegnen. Die Ver- samm ung beschließt, die Rohrleitung bis an die Bibliothek auf städtische Kosten legen zu lassen wenn der Stadt daraus eine jährliche Minimaleinnahme von 100 Ji. gewähr- wird- Herr Ad Roll hatte 60 .M. bezw. 75 beantragt, der Antrag wurde aber in Rücksicht auf die Länge des Rohres abgelehnt. — Um den fortwährenden Klagen ubc5 &,e unzureichende Begießung der Straßen in etwa zu begegnen, wurde schließlich noch die Errichtung eines Fullhydranten für die Gießfässer beschlossen. - Das Ge.uch bes Herrn Glasermeister Scherff um käufliche Ueberlassung städtischen Geländes gab Anlaß zu einer längeren Debatte. Herr Scherfs beabsichtigt, von den neben dem Neubau des Schwesternhauses in der Lonystraße belegenen beiden Bauplätzen einen zu erwerben, wozu die Baudeputation beantragt hatte, beide Plätze einer öffentlichen Ver- stelgerung auszusetzen Herr Bürgermeister Bramm spricht sich gegen eine Veräußerung dieser Platze überhaupt aus; es sei nicht abzusehen, ob die Stadt nicht bals genöthigt bay/.n' cr halte schon aus diesem Grunde die Behaltung dieser Platze m städtischem Eigenthum für geboten umsomehr, als die für eine Knabenschule in Betracht zu ziehende Turnhalle sich in der Nähe befinde. Herr Gnauth bezeichnet den Platz zur Erbauung einer Schule für zu klein und die Gegend daselbst für zu geräuschvoll; man müsse auch Rücksicht darauf nehmen, daß das Raihhaus einer Erweiterung bedürftig werden könne, wodurch der Platz noch kleiner würde Dem hält Herr Bügermeister gegenüber, daß ein Theil des Hofes, sowie der zwischen dem Rathhaus und der Synagoge liegende Garten zur Vergrößrung des eo. Schulgrund- i stückes verwendet werden könne, was das Geräusch betreffe, so hccke man s 9 bei 1 dem Bau des Mädchenschulgebälldes an der Westanlage angesichts der dort vorüber- 1 führenden Eisenbahn auch keine Rücksicht nehmen können. Herr Kauf ist für V r äußerung der Bauplätze, man habe schon bei Acgabe des Bauplatzes zuaz Schw stern- hau-e darauf Rücksicht genommen, daß noch zwei Bauplätze üblig blieb.n, fiu größere Bauten eigneten diese Plätze sich nicht, während bet Abgabe zu Privalbauten sich — sWas uns das Ei erzählt.^ So beliebt und geschätzt das kleine auch ist, noch immer kennt man's nicht in seiner vollen Größe. Den ihm athfihr k Platz in Gastronomie und Küche nimmt es freilich längst schon ein aber boA ° * nickt hinreichend in Bezug auf die ihm innewohnende Kraft als Heilmittel Heben Herde. Wie wichtig ist z. B. dieses unscheinbare „Ein und Alles" wenn ä gilt, leicht verdauliche Nahrung mit guter Ernährung zu verbinden für gesund, rür kranke Menschen, für Schwache wie für Reconvalescenten, für welche friirf» Cier — rohe oder fließend-weich gekochte — oft die beste Stärkung und Nädr..n« bilden. Auch nahrhafte Getränke zu demselben Zweck liefert das hilfreiche Ci- nm!*! man das Gelb etlicher Eier mit frischer Sahne (süßem Rahm) quirlt etroas QuXr beifügt und es dann — beständig darin rührend - - aufkochen läßt. Aehnlick 2) u mit Rheinwein, indem einige Eidotter mit Zucker abgerieben, mit einem halben Lit,^ Wasser und darauf mit einem Glase Rheinwein und etwas Citroneniast nprmif** meiden. 3) aber bieten 4 Eigelb und 40Gramm Zucker, gut verrührt unb mit Wasserglas voll Rheinwein vermengt — theelöffelweise genommen — eine auto Stärkung. — Wie viele, unzählige große und kleine Hausmittel und Mittelcken nn™ Werth liefert das schlichte Hühnerei auch außerdem noch! — Wer an der gebet und» Gelbsucht leibet, thut wohl daran, täglich mehrmals frische rohe Eier — Weißes unb Gelbes miteinander — gerührt in Wasser — zu sich zu nehmen; gegen Gelbsucht empfiehlt sick's ferner, drei Eigelb mit einem Schoppen Rothwein zusammen zu quirlen und für 10 4 Rhabarber beizumischen. Gegen Husten dient Eidotter mit Hücker abgerieben und mehrmals täglich kaffeelöffelweise eingenommen. Nicht minder heilt ober lindert wenigstens das Ei äußerliche Schäden und Wunden. Streicht man Eiweiß in gleichen Theilen vermischt mit Oel und Milchrahm, auf Leinwandstückchen, so erhält man eine Salbe gegen wunde Haut und Verbrennungen derselben; auch ein frisches Eigelb, verrührt mit einem Eßlöffel frischer, guter Butter, täglich frisch bereitet unb auf Leinwand aestrichen, soll sehr wirksam gegen Brandwunden sich erweisen. Manches berühmte Kunst- und Gehetmmittel besteht in Wahrheit nur aus Ei und Glycerin z. B. Eiweiß und Glycerin — halb und halb — als Salbe für aufgesprungene Hände und sonstige Wunden, gegen Hautausschläge und Verbrennungen rc., ober vier Theile Eigelb, vermischt mit 5 Theilen Glycerin. — Auch in Ermangelung von Pflastern für kleine Wunden, wie sie das häusliche Leben mit sich bringt, kann man beim (H sich Rath erholen! Das dünne weiße Häutchen unter der Eierschale, das man zum Gebrauch sogar trocknen und aufbewahren kann, wird nämlich ganz einfach auf di« Wunde als Pflaster gelegt, und eventuell vor der Benutzung mit warmem Wasser an- gefeucktet. — Sa besitzen wir im Ei einen wahren Schatz, der außerdem bekanntlich alle Nähr- und Nährstoffe in sich vereinigt, deren der Mensch zu seiner Existenz bedarf, so daß unter Umständen man auf einer wüsten Insel ganz gut sein ßebai fristen könnte in der alleinigen Gesellschaft von — Hühnereiern. — Ein studentischer Trauerzug bewegte sich oieser Tage in Leipzig von bca pathologischen Institut aus nach dem dortigen Südfriedhofe, wo der Eandidat der Medicin, Otto Elterlich, beigesetzt wurde. Ein großer Kreis von Freunden und Collegen geleitete außer den tiefbetrübten Eltern den jungen Verstorbenen zur letzten Ruhestätte. Er hatte Versuche mit Betäubungsmitteln vorgenommen und um bereu Wü»ung zu erfahren, die Betäubung an sich selbst vorgenommen, die ihn, weil z« stark, in den ewigen Schlaf wiegte. — Auf der Chicago- und Alton-Eisenbahn stieß am 28. Juli unweit Bloo- mington ein Güterzug mit einem Arbeiterzuge zusammen. 22 Arbeiter wurden auf der Stelle getödtet und viele andere trugen Verletzungen davon. — (Strenge Vorschrift.^ Conducteur eines Pferdebahnwagens: „Mein Herr, das Rauchen ist nicht gestaltet." — „Aber ich bin ja der einzige Passagier im ’n." — Ganz gleich! Und wenn gar keiner brtn ist, geraucht werden darl nidjt!" Berieichniß der ? ükrlpreise der gewöhnlichsten ^erbranchsgegenstände in der Stadl Vieße« ________________vom Monat Auli _____ Ze 50 Kilogramm kosten: , E E *o Q > N X3) Die beiden Bremenser haben dazu 14, die beiden Pfälzer 8 Tage Karzeerhalten. Die Palatia ist ferner von der Theilnahme an den Jubiläumsfeierlichkeiteu der Universität ausgeschlossen worden. Außerdem hat noch der Rechtspflege-Ausschu! angeordnet, daß die Mitglieder der Palatia bei Strafe der sofortigen Auflösung ihre- r .tUnbuHtf künftig feine Farben tragen dürfen. E 76 1887. 5584 Z Beste weisse ,23^* Kmpfehlenswerth beseitigt u. einen blendend weissen leint 3995 Tapeten! 5371 Marktplatz 21. Bfrkenbalsam Seife Bergmann & C° in Dresden. 27 90 20 H H 150 676 521 779 6483 724 Mitesser Finnen, Käthe des Gesichts Hände an ft n zu tf n zige Seife, welche alle Hautun reinig- keilen. Mayer' s verbesserte Bleich-Soda, Bestes engl. Wascherystall, „Marke Sholl", Fettlaugenwehl- Verschiedene Sorten Waschblau in Pulver, Kugeln und Stangen, Azurblau empfiehlt in nur vesten Qualitäten rn den großartig schönsten neuen Mustern, nur schweren ^papieren und gutem Druck. Gebrüder Ziegler in Lüneburg. Jedermann kann sich von der außergewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzeugen, da Musterkarten franco auf Wunsch überallhin versenden. , 445 Mr Schnupfer. 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