isi Donnerstag bat 7. Juli 1887. Hichener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ' ” r - ze .. ar » c k a Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Vf. mit Bringerlohn. Britta«: Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2Mark50 Pf. Amtlicher Hheil. Nr. 22 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 1. d. Mts., enthält: (Nr. 1728.) Gesetz, betreffend den Verkehr mit blei- und zinkhaltigen Gegenständen. Vom 25. Juli 1887. (Nr. 1729.) Gesetz zur Ergänzung des Gesetzes, betreffend Postdampfschiffverbindungen mit überseeischen Ländern vom 6. April 1885. Vom 2L Juni 1887. " (Nr. 1730.) Gesetz, betreffend die Abänderung des Gesetzes über den Verkehr mit Nahrungsmitteln, Genußmitteln und Gebrauchsgegenständen vom 14. Mai 1879 (Reichs-Gesetzbl. S. 145.) Vom 29. Juni 1887. Gießen, den 5. Juli 1887. Grobherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. __________ Politische Ueberflcht. Gießen, 6. Juli. Mit der herannahenden hochsommerlichen Zeit tauchen auch wieder allerlei S rächte über Mintsterbegegnungen auf, unter denen namentlich eine Lieblich im August bevorstehende Zusammenkunft unter den Leitern der aus- Bärtigen Angelegenheiten der drei Kaisermächte eine Hauptrolle spielt. Es mag ja nun zugegeben werden, daß die sich wiederum verwickelnde Lage auf der Manhaldinsel in Berlin wie in Wien und Petersburg den Gedanken an eine zusammenkunst der drei leitenden Staatsmänner behufs eines persönlichen Mei- mgs-Austausches über die politische Situation hat auskeimen laffen. Die be* pichen Meldungen dürsten aber vorerst nur den Charakter diplomatischer Mer haben und ist jedenfalls die ganze Sache noch so unreif, daß man das ßritere abzuwarten hat. Eber hat da das anderweitige Gerücht über eine Begebung nur zwischen v m Fürsten Bismarck und dem Grafen Kalnoky Wahr- j^nlichkeit für sich, wenngleich über Zeit und Ort derselben durchaus noch vihl» feststeht. Vorläufig scheint unser Reichskanzler überhaupt noch keine Lust |u haben, so bald aus seine Villeggiatur in Friedrichsruhe zu verzichten, dessen Gliche Stille nach privaten Meldungen auf das Befinden des Fürsten einen außerordentlich günstigen Einfluß ausüben soll; ei müssen daher alle Mitthei- kragen über die bevorstehende Abreise des Fürsten Bismarck nach Kisfingen als verrühr betrachtet werden. Unter den vom Bundesrathe aus die lange Bank geschobenen, vom Reichstage bereits genehmigten Vorlagen befindet sich auch die Kunstbutter- Liorlage. Dieselbe ist bekanntlich in einer von dem ursprünglichen RegierungS- foitrourfe nicht unerheblichen abweichenden Fassung vom Reichstage genehmigt Derben, namentlich was das Verbot der Mischbutter anbelangt. Staatssecretär v. Bötticher wandte sich wiederholt in entschiedener Weise gegen diese agrarische ftorrberung und nur mit Mühe und Roth vermochten es die Gegner der Agrarier burchzusetzen, daß schließlich ein lOproceutiger Zusatz von Buttersett zu dem Mschproduct gestattet, resp. der Vertrieb der Milchbutter unter dieser Bell» gung genehmigt wurde. Aber auch selbst mit dieser Milderung ist die Vor- lase in ihrer vom Reichstage beschlossenen Fassung noch nicht geeignet, die Jn- tewssen der Confumenten voll zu wahren und vernimmt man, daß die Amchrregierung noch immer gegen die von der agrarischen Reichstags-Mehrheit beliebten Abänderungen der Kunstbutter-Vorlage ist. Wenn trotzdem schließlich t dir preußischen Vertreter im Bundesrathe für den Entwurf in seiner gegen» Bärtigen Gestalt stimmen werden, so geschieht dies nur, wie osficiös versichert ffrb, um den Consumenten so bald als möglich den von der Vorlage verheißenen Schutz angedeihen zu lassen. Die Praxis dürfte um so eher darthun, wie dir: beschlossenen Abänderungen in Wahrheit keine Verbesserung der Vorlage bedeuten und an der Hand der Erfahrungen ihre Correctur in Gemäßheit der lnlprünglichen Fassung finden werden. Die nächste Zeit wird uns mit den Nachwahlen in Sagan-Sprot- i®u und Merseburg-Quersurt ein Nachspiel zu der heißen Reichstags- v»chl-Campagne dieses Jahres bringen. Dort macht der Tod des freiconferoatioen Vertreters, Abg. Schmidt, hier die Ungültigkeits-Erklärung des Mandats des ebenfalls freieonservativen Vertreters, Abg. Neubarth, für den schließlich das v006 entschied, eine Neuwahl nöthig. Die freisinnige Partei, welche bis zu den letzten Wahlen beide Wahlkreise besaß, macht große Anstrengungen, dieselben letzt wieder zu erobern. Für Sagan-Sprottau wie für Merseburg-Quersurt find mstnuigerseits die früheren Vertreter als Candidaten wieder aufgestellt worden md candidirt demnach in ersterem Wahlkreise von dieser Seite Herr v. Forcken- deck, in letzterem Gutsbesitzer Panse. Auch die Freieonservativen haben hier 9urrn Neubarth wieder ausgestellt, außerdem gehen auch die Nationalliberalen m!) die Socialdemokraten mit eigenen Candidaten vor, so daß im Merseburger Wahlkreise höchst wahrscheinlich eine abermalige Stichwahl nöthig werden wird. Am Sonntag ist in Frankfurt a. M. das IX. deutsche Bundes» 'Hießen unter großer Betheiligung von Schützen nicht nur aus allen Gauen lls Reiches, sondern auch aus Oesterreich und der Schweiz eröffnet worden. Me wurden beim Einzuge von der Bevölkerung auf das Wärmste begrüßt; die: alte Kaiserstadt selbst trägt ein prächtiges Festgewand bis in die entferntesten bvaßen. Der Festzug vom Sonntag fiel ungemein glänzend aus; an dem sich schließenden Festbanket nahmen ca. 4000 Personen Theil. Oberbürgermeister Miquel brachte den mit Begeisterung ausgenommenen ersten Toast aus den Mer aus und theilte er hierbei mit, daß der Kaiser ein Trinkhorn als Ehren- vrms gestiftet habe. Vom Herzog von Coburg, dem alten Gönner der deutschen Wtzen, lief ein Begrüßungs-Telegramm ein, welche» daraus hinwies, wie alle bei dem ersten Bundesschieben des Jahres 1862 gehegten nationalen Hoffnungen in so glorreicher Weise in Erfüllung gegangen seien. Nachdem in Rußland das Verbot der Pferdeaussuhr wieder aufgehoben worden ist, erwägt man auch österreichischerseits die Opportunität der Aufhebung dieses für Oesterreich-Ungarn gleichfalls bislang bestandenen Verbotes. Die am Sonntag in dieser Frage in Wien stattgefundene Berathung des gemeinsamen Ministeriums hat zu dem Beschlüsse geführt, eine Commission aus Vertretern der beteiligten Centralstellen beider Reichshälsten niederzusetzen, welche demnächst im auswärtigen Amte zusammentreten und über Erleichterungen bei der Handhabung des Ausfuhrverbots beraten soll. Es steht demnach auch in Oesterreich-Ungarn wenigstens eine teilweise Aushebung des Pferdeaussuhr^ Verbots bevor und hieraus wie aus der unmittelbar vorangegangenen Sistirung des russischen Pferdeaussuhrverbots darf vielleicht auch ein günstiger Schluß auf die allgemeine Lage gezogen werden. Kronprinz Rudolf ist am Samstag Abend in Lemberg, der politi» tischen Hauptstadt Galiziens, eingetroffen unö mit derselben Begeisterung bewillkommnet worden, wie in Krakau. In Lemberg trat neben dem polnischen auch das ruthenische Bevölkerungs-Element hervor und der Enthusiasmus, mit welchem die Ruthenen den Kronprinzen begrüßten, widerlegt am besten die polnischerseits ausgestreuten Verdächtigungen bezüglich der Loyalität der österreichischen Ruthenen. Ueber die Heimreise König Milan's von Wien nach Belgrad lagen am Montag noch keine Meldungen vor, so daß der serbische Monarch seinen Aufenthalt in der österreichischen Hauptstadt verlängert zu haben scheint. Die vom Anfang an unglaubhaften Gerüchte über die Berufung Milan s zum Regenten Bulgariens werden von Belgrad aus dementirt. Deutschland. Berlin, 3. Juli. Eine amtliche Warnung ergeht gegen die Verleitung zur Auswanderung nach Brasilien durch einen Advocaten da Costa Pinta in Rio, der sich gegen die dortige Regierung verpflichtet habe, 5000 nordeuropäische Auswanderer einzuführen. Nach den gleich in Markwährung abgeschlossenen Zahlungs-Bedingungen des Vertrags scheint es vorzugsweise aus Anlockung Deutscher abgesehen zu sein. Karlsruhe, 5. Juli. Die erste Kammer stimmte gleichfalls der Brannt- weinsteuer-Vorlage zu. Der Landtag wurde darauf geschlossen. Arankreich. Paris, 5. Juli. Das „Journal des Däbats" verzeichnet ein Gerücht, wonach Italien den Durchzug seiner Truppen durch den Suezkanal dazu benützen wolle, um an der Besetzung Egyptens theilzunehmen. Ein solches Vorgehen, meint das Blatt, dürfte Verwicklungen, vielleicht sogar Gefahren im Gefolge haben; Italien biete keine Garantie für Unparteilichkeit. Die einzige Macht, deren beständige Anwesenheit im Suezkanale einstimmig gutgeheißen werden könnte, sei Spanien, welches durch seinen eigenen Willen und seine geographische Lage in Wahrheit neutral sei und niemals die geringste Absicht gezeigt habe, sich in die europäischen Händel zu mischen. — Der Director der Genie-Truppen, General Richard, ist gestorben. Paris, 5. Juli. Deputirtenkammer. Das vom Ministerpräsidenten Rouvier soeben eingebrachte Budget schlägt weder eine Anleihe, noch eine neue Steuer vor, ebenso hat das Cabinet bei Ausstellung desselben sowohl von einer Zuschlags-Taxe auf Alkohol, wie von einer Besteuerung der beweglichen Werthe abgesehen, wie sie von dem früheren Cabinet vorgeschlagen waren. Das Gleichgewicht zwischen Einnahme und Ausgabe wird lediglich durch Ersparnisse hergestellt, von welchen 89 Millionen auf das ordentliche und 60 Millionen aus das außerordentliche Budget entfallen. — Bei der fortgesetzten Berathung des Mili- tärgesetzes wurde der Artikel desselben, welcher für die Zukunst eine dreijährige Dienstzeit an Stelle der bisherigen fünfjährigen einführt, mit 467 gegen 41 öt. angenommen. Kugkaud. London. 5. Juli. Oberhaus. Salisbury -rklätt. -m-Raiincatwn der englisch - türkischen Convention sei nicht erfolgt, aber °°rw g Droumond Wolff fei angewiesen, Konstantinopel im Laufe dieser W w z laffen. Diese Weisung sei nicht abgeändert worden. Außkaud. Petersburg, 5. Juli. Es ist ein Gesetz veröffentlicht worden, wodurch der Einfuhrzoll aus Metall und Mineralerze, ausgenommen Kupfererze, Zinkerze, Graphit in Stücken oder puloeristrt, sowie Eisen auf 7 Goldkopeken, aus Eisen- und Slahlfabrikate ohne weitere Bearbeitung, al» Anker, Nägel, Haken, Glocken, Mörser und Eis-nbahnzubehör aus 120 Goldkopeken festgesetzt wird. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Corrcspondcnz»Bureau. @mS, 5. Jul>. Sc. Majestät der Kaiser ist mit Gefolge um II Uhr per Extra- zug hier emgetroften und am Bahnhofe von dem Bade - Commissär Kammerherrn v. tepd und Frau o. Lepel begrüßt worden. Der Kaiser fuhr im offenen Wagen mit dem General Lehndorft durch die prächtig dekorirte Bahnhofstraße über die Bogen- uach dem Kurhaus. Die Schulen bildeten auf dem Wege Spalier. Von der zahlreich zusammengestromten Menschenmenge wurde Se. Maj. der Kaiser mit begeisterten jUvanonen begrüßt. ° 1 s die Kaiserin und Seine Königl. Hoheit der Prinz Wilhelm Koblenz hier e?n"etr°ffen^ 8rUBun8 6r' beS Kaisers mittelst Exirazuges aus Suli. In der vorgegangenen Nacht hat ein großer Brand das unh bser Wassergasse zum größten Theile zerstört, in dem sich die Lager und Z^beitsräume der Hamburg-Berliner Jalousiefabrik und die Laboratorien der chemischen Fabrik von Bubizinsky befanden. oer ^andesoerrathsproceß. Bei der heute erfolgten Fortsetzung beschuldigte Zeuge Lauffenburger, der frühere Compagnon Gre- berl s, den letzteren, dem Angeklagten Klein wenigstens bei den Zeichnungen von einem F™« bU«9 0he$olfen öuhaben. Frühere, weitergehende Beschuldigungen gegen Greberi nahm Lauffenburger zuruck, derselbe gab aber zu, von Klein eine Seite .ranzosischen Grenzcommtssar Fleuriel überbracht und von diesem Geld afi" brüten zu haben. Ter Zeuge Lteszfeld hat von Lauffenburgei" erfahren ?flnB ? Ctn Uob Jpre?ert Deutschland gegenüber Verrätherdienste leisten. ^Auf die an scknldi^^Ä^berger gerichtete Frage, weßhalb er keine Anzeige erstattet habe, ent- hamit, daß ihn die Familien der Angeklagten gedauert hätten. Der q be^att0tc.' @rebcrt eine eiserne Kasette beseitigt habe. b .ba& sie aus Rachsucht handelten. Bezüglich des Zeugen verdächtig erscheint, einen Helfershelfer Grebert's zur Flucht und^zu h^TOpfÄ? h9l rllIxte- 3lU Vben' traf während der gerichtlichen Verhandlung die Meldung ein, daß sich derselbe heute früh in einem hiesigen Gasthause das Leben genommm habe. Für die Vernehmung der militärischen Sachverständigen wurde vom Gerickts^?^sii^^ssendorf der Antrag ausiAusschluß der Oeffentltchkeit gestellt. Der (.erlchtshos -og sich zuruck, um über diesen Antrag zu berathen. 5’Är/°nl8 Milan reiste nach Belgrad über Pesth ab. polje ftatt; ' 5‘ 3UU* ^CUtC fanb ble Eröffnung der Bahnstrecke Triest - Her- <" . desth, 5. Juli. Nach einer Meldung aus Jasz-Berenu ist wäbrend hpa hpn «plUtrt*2B eenuer"«uterti“emärenlOh'^‘(ln .Ur‘terrid,t§ eine Dynamilpatrone „ verlautet, waren dadurch 4 Ofsiciere und 16 Mann getödtet und «Änuu errmmeU. Die Gesarnrntzahl aller Verunglückten sei jedoch noch s««s XÄ'äw”"6”' «■•»«*”»« m «•« Kabel welch^'am l“b* TOiT' imTOi“ m™1' 6?"ferQc,n3 ’um Schutze der unterseeischen »» BSSBESs KSÄ* w"‘ gSSsSSSS* Heeresv^ganl"tton"a'n^ Stortbin9 «ahm -itistimmig die Vorlage über die MiSSNM Lokale-. nad,rfeSe^efer5Umii8e“^t:bfl§ ^i's«°nsfest auf dem Gleiberg wirb ms fanben’i? W E^b^r denkbar erwünschtesten Weise verlausen. Zuerst kbr «ee andeu tonmnen V°n Ubt B-grühung und Ansprachen in dem da,, UmaeäaSftStmÄu ’ume Jm »«len an die Festtheilnehmer aus Gießen und Sirdie8 ® rbhftn'-°AC 1 b?fprad> »uerst das Bedürsniß der eoangelischku bie her römlto rnfhnrH^Ibf,flanltgfe*t un£ Unabhängigkeit vom Staate tm Hinblick aus für bie XnaeÄÄ eingeranmte viel größere Freiheit und die baraui allein eine ?nve!löM»5lÄ-'< alle Staaten, nach dem Zeugniß der Geschichte, nein eine zuverlässige Stutze hatten, drohenden Gefahren bin rweiter Redner wies ständiakest^hin^während der evangelischen Kirche auf größere Selbst- der Versammllinn SL? dritter die von den Vorrednern ausgesprochenen und non Sfe faIfrh0 S Beifall aufgenommenen Wünsche durch Hinweisung aus das^Recktund di- Ä0ln ?^orte und Praxis ergänzte und ein vierter Redner Art un? Mgenthüm?ichkeit^he^rvorhob^"^^" &ben§ in b" Emilie als eoangeiische Sch^n das* ^rn,nC" ^"ktagsmahle folgte der Ausbruch nach dem Gleiberg, lieb einT i ‘r auf den förmlich belebten Wegen oon allen Seiten dk Kapelle n^cht S ™ "" cnpa'te1}' °ber die Erwartung wurde übertroffen. D- ber @artenumaehima S ß s °f'Je Jpra‘ben bie Festredner zu der im Burghöfe. siSe im dreien8 fl>brf.sn ben Abhängen harrenden Menge von den Balkons ® auf die R Nachdem zuerst Pfarrer Or. Naumann in gewohnter W-s- binaetDiefei? mb fn Ehnftenthums für alles menschliche Leben und dessen Ordnms-a nabmfiohÄJ» b e Sebeutung ber inneren wie äußeren Mission begründet M anlaüuna bef nnher? nnfv «n?er geistlichen Noth der Evangelischen m Berlin!«- tbätiaen »rifmrfJn o!C r,®eb,e„uLu..nS1 der inneren Mission, als der »"st irn Bereicke^hJ^m "'s Hulse für die leibliche und geisti«-N°tb Beispiele als Erfahrungen" erläuterte/ Derldl Fortsch^'itt^gesagO^ f°Uc man nichts Böses sagen. Nur so viel wurde über dm IX. Deutsches Bundes- und JubilSumsschießen in Frankfurt a. M (Von unserem Specialberichterstatter.) * ® O. K. Frankfurt a. M., 5. Juli. Dunte Bilder vom Festplatz. Eorresponbetst"stn"Co^m>nbenzstmmer" b^s°P« °schuüei"^ t ^'während Ihr dringt in einem schweren Gewirr Das Rausch n lte ' aui'^^^^ WtI niederfallenden, gewichtigen Reaentromen und dr,«"?? /Ä Dach der Halle mit dem Krachen der Schüsse aus hinderten Bücblen "bkm ^ner§ ".-rdindet sich Testhalle und den überdachten Restaurattouen St'mmgcwirr aus der Vogelwiese herüberdringt zu einem eigenlhümlichen Töne Ebaö8s con ber sallt, die Gedanken auf einen bestimmten ffieaenftnnh ,,, e<<\ schwer Wirrung die naturgemäß^ Tiefer ®«s iMuTut ^«ömeL^ÄeL Son feinem Luftzug beweg, Ringln’ bie® verdmrten BlStter"an'°ben°Rb-b“ k6sten Tage, unlerer prächtigen Anlagen war in dieser astikanikwe,. Äi° ? Daumen, das Gras von den Flchtenguirlairben fiel ein Nadelreaen auf bie ^t,8n&J rothbraun geworden, Wie letzt Alles ausathmet- ®ie$ruft nuf h®,r hi, ^Caßenpanaiiten hernieder d - Wolken Staubes absorbier mußten weiten fi± b>° Lungen, Atmosphäre. Und schon beginnt über den' Tm/p™ ^sichen, abgekühlten Himmel zu blauen, ein frischer Luitrua fm^hip b Hohen des Taunus wieder der der Mainebene. Bis heute Abend hofft man ^mied?^n?/^^6?wölken hinüber nach Natürlich hat der Platzregen einzelne^Thette^^des^"»ste Schützenwetter, heute Abend, wenn sich nach Schlich ber *©efrbäfk ftreg wirb hi-rher ergießt, gar schmutzige Slie ei geben Mb r bn8 ^f^nflro^ au§ der Stabt l°une, in ble sich unsere guten Frankfurter und uni,?, bic e»(e F-st- iaben. Das mindert wohl auch nicht den immensen ^ub™™" ntnmai hiucingelebt wahrend der Abendstunden, hier herrscht. Von diesem Lpöpn^^i ^Cr Jc^t# besonders würde schwer halten. Der Zei.ungs-Corre pondent der . 8s.'rIcueä ®ilb «u Schattenseiten seines ruhelosen Berufes bis auf bie 9ieige burdUnfnfl b ClCn. 3'a0en bic barauf beschranken, einzelne, besonders lebensvolle und chärmter.M!» b^' mu6 fid> bjefem stets beweglichen, stets sich verschiebendeir und neue 6cenerim‘ ?CeiJe? auS Gesammtbilde mit raschem Blicke zu erfassen War bo?^,r^ ^den sestlichen Leben ! Ich glaube nicht, daß bie ^quen^eS Sef™ a6eS geg^n b e^enin^ a^£ber rin 'umstand. Durch die beiden Eingangsboge-, zogen von S UHr ^ uLe1bf°chen°die Masten. The«? waren sie zu Fuß aus der Stadt herauSgewanbert tMra t b,e zahllosen Droschken, die - eine dicht hinter der anbere” - .um V1?1™ fe unb dann auf der anderen Straßenseite zur Stadt zurückrollen" fabrau herbeizubefordern. In einzelnen engen Straßen, durch w che dLe um^ Massim werke ihren Weg nehmen, ist das Passtren für gufegänger Xbe.u bS’F ?ubt= 6ort man trotz dieses immensen Verkehrs auch jetzt nickns b?Ech und doch, Stockung ober von schlimmeren Unfällen. 18 " 4,8 eon eilw °rh-bllch„,7 Der altchrwürdige Eschenheimer Thurm, zu bcm in biefen . &'«*' “■?. einem Wahrzeichen längst in's Meer der Zeit ge untrer - a mandler gat Fcstgewand um seinen langen Leib gekleiät An ber blibc *,e e* ..om ®rm -hocs Gatten herausgewagt hat, entrüstet die hßren .uhsin mrtbeLe^?^" S* Verehrteste, ober lieb« ganz wegblL'T ÄuÄrt"<,fl unser Schützenfestplatz am Abend nicht gerade zu enwfeblen am Tis», h m Aundgang wieder bei der Festhalle angelangt, einige » am Preßausschuffes sind frei geworden, schnell hinein auf ein (SM an,;,; kÄ 'S" M«-'ch-n" wieder aufzuhelfen 'unb ben Wnben Säumen >?£ cbarmirti stw?» \ b? n.eben “n§ der schmucke Tiroler mit ber kleinen Frankfnrtestn hrtm’n1' h^6 s b^V^2b"N Deanbi" so freubig zutrinkt. Gib' acht, kleine ss-an" ferne^Helum^th^^B?aÄendb/^TO^s ®ü^e?'S ®ci" ®er»e nicht mitnimmt in f,ü« rekendin Stillleben äb b u^^Enge ziehen unsere Aufmerksamkeit oon diesem milbe§ Umd6e^ rSubk^fSe®lffam-ft 0iie6c" bic, »"hlreichen electrischei, Campen iir $auknben fefteg^nhinL8 4 ^n rmposanter, herzerhebender Anblit, diese Menfchenstrom b!i n« m! uusgciassener aber nie ausschreitender Menschen! Ter TOS wieder hinausgetragen aus der Halle, schon beginnt sich lang, 12 Ubr ro^rb [aßa,r&--iU ■entlee”,';; Cs ist gegen halb 12 Uhr Nachts und um fließenden Quellen m » unwillkommenes Zeichen für die Wirihe, nun die stets ^eü für ben müh,n 3“ st°pf°n. Und es ist auch wirklich an der Dienstaa Abend sinA Berlchterstatter vorweg, den Nachhauseweg anzutreten. Heute, Dreine 8morBaen Ä t, ? desthalle großes Conzert zahlreicher Frankfurter ®efang ftatt lieber 8heihesn,^nfteuUn8 bcr Turnerschaft, „die Glorifizierung der fflermania", Itatt. ueber beide Veranstaltungen erzähle ich Ihnen im nächsten Briefe 2uli. sPostpcrsonalnachrichten.^ Versetzt sind der Ober-Post- fmliirprnfn Cr^ arümel von Darmstadt nach Glatz, behufs Uebernahme einer Post- v P°V«retär Filtzinger vonLangenschwalbach nach Darmstadt behufs e n. Burcaubeamlenstelle erster Klasse, die Ober-Telegraphenassistenten .jcrJ!" ?nÜIt Emgen nach Mainz, Mischke von Main, nach Breslau, die Post- (4 n -oflubcr von St. Aoold nach Offenbach (Main), Wendel von Mainz nach p>en, echterer behufs Uebernahme einer PostoerwalterneUe. rnai?^ s^nd der Ober - Postdtrectionssecretär Frey 1 ag in Darmstadt zum * r nAreVer Postsecretär Krüger in Gießen zum Ober-Postsecretär. a äRaing, 4. Juli. Vorgestern Abend waren die hiesigen Buchhändler und hr er "^sammelt, um sich darüber schlüssig zu machen, ob eine Jubiläumsfeier vas am 14. August 1837 enthüllte Gutenbergsdenkmal hier stattfinden soll. All- ™ar Jpan sich darüber einig, daß die denkwürdige Feier in den Augusttagen . * *! & 4?ret$cn”c§ Zeichen der Erinnerung in diesein Jahre verdiene und wurde H m rx i Festsetzung des Programms einstimmig beschlossen, am kommenden '-^^6ust eine der Bedeutung der Erfindung der Buchdruckerkunst sowohl als auch .liprechend der vor 50 Jahren anläßlich der Enthüllung des Meisterwerks Thorwaldsens «> e ^"^ige Jubiläumsfeier zu veranstalten. Soweit man sich bis jetzt t ° ztl °®Tamm ^er Feier verständigt hat, soll dieselbe einen mehr ernsten wie ’> iren Charakter tragen und eine Ausstellung der in hiesiger Stadt befindlichen auenbergra damit verbunden werden. ,, Rheinhessen, 4. Juli. In der Nähe des Mainzer Friedhofs, auf - ^kmarrungsgrenze zwischen Zahlbach und Bretzenheim wurde am verflossenen aag em 8jähnges Mädchen von einem lüderlichen Subject angelockt und an den merttetnen von dem Unhold in schmählichster Weise mißbraucht. Durch einen glück- *£u l der Unmensch, ein herumziehender Meßgaukler, noch am Abend Welt und festgenommen. Der dritte Gegner, viel bedeutender, find nun die Socialdemokraten. Aber sie nad nur arme verführte christliche Bruder, die allmählich begreifen, daß man sie nur ^brauche, daß gerade das Christenthum (und die christlich-sociale Partei), wie für 5, leibliche und geistige Noth der Armen überhaupt, so auch für sie, und ganz besonders für die Arbeiter sorgen wolle, und wie er und sein Freund Wagner rmch ihr Wirken von den 1200 000 Berlinern wenigstens bereits V3, also 400000 Seelen dem gläubigen evangelischen Christenthum und einem christlichen Leben wieder- .. sonnen hätten, so daß bei den letzten Wahlen 97 000 Stimmen für die Conservativen haeaeben wären, ein Erfolg, der zur Hoffnung des Sieges des wirklich evangelischen Lbnstenihums in Berlin, wie überall, berechtige. Kein Mißklang hat das Ganze gestört. D. K.“ S Gieße«, 6. Juli. sTurnerisches.^ Das am 2. und 3. Juli in Wieseck ^gefundene 1. Turnfest des Lahn-Wetter-Gaues verlief in schönster Weise und unter a'roßer Betheiligung Seitens des Publikums. Das Fest begann am Samstag mit i,.m vorgesehenen Gauturntag, an welchen sich ein gemüthliches Zusammensein in der Mhalle bei den Klängen der Gießener Regimentsmusik und einem vortrefflichen Stoffe" anschloß. Sonntag früh 8 Uhr trat das Preisgericht zusammen, worauf um fcl Uhr das Turnen der Musterriegen, welches von 3 Riegen ausgeführt wurde, seinen Anfang nahm und gegen 12 Uhr beendigt wurde. Die Resultate desselben sind folgende: Gießen erhielt die Rote I mit dem Prädikat: sehr gut, Wieseck „ „ „ II „ , „ „ „ Gießen (Zöglinge) „ „ „ III „ „ „ ziemlich gut. Iiat V:2 Ubr marschrrte der Festzug unter der in diesem Blatte schon mitgethellten Be- 1:,eiligung der einzelnen Körperschaften und Vereine durch den festlich geschmückten Ort r-ch dem Festplatze, woselbst nach Aufmarsch des Zuges die Begrüßung der Festtheil- rrbmer und anschließend hieran eine allgemein beifällig aufgenommene Festrede des 5:miwarts Bierau-Wieseck stattfand. Redner wies an der Hand der Geschichte nach, rite schon in frühester Zeit die Kräftigung des Körpers durch Leibesübungen nach ülen Seiten hin als von großer Bedeutung erkannt und gepflegt wurde und wie diese Mrebungen im Laufe der Zeit besonders hervortraten oder wieder verschwinden aulßten, bis es denn unserem Jahrhundert vergönnt gewesen sei, durch den Turnvater Zlibn die Turnerei in ein bestimmtes Ziel und einheitliche Bahnen eingelenkt zu scheu, Mdurch derselbe der Gründer des jetzigen Turnsystems geworden sei. Im Weiteren be mchtete Redner, wie die Turneret sich immer mehr entwickelt, bis sie auf der jetzigen £nfc der Vervollkommnung angekommen sei, wie dieselbe ferner es nur allein ermögliche, btn menschlichen Körper nach allen weiten hin gleichmäßig auszubilden, ihn zu kräftigen uiid zu stärken und ihn dadurch gegen alle Einflüsse, welche von Außen auf ihn ein- Mingen versuchten, widerstandsfähig zu machen. Fern von allen politischen Partei-. betrebungen verfolge die Turnerei deshalb nur das eine Ziel: die Ausbildung des Il-nschm in körperlicher und moralischer Beziehung, und daß diese edlen Bestrebungen ss^ie der Werth des Turnens überhaupt immer mehr in alle Schichten der Bevölkerung äißebrungen, bewiesen die Sympathien für dasselbe von den höchsten Spitzen des Ewatslebens herab bis zur Volksschule, was nur zum Wohle des Einzelnen wie unseres ganzen Vaterlandes sein könne. Die Rede gipfelte in einem be- Mert aufgenommenen „Gut Heil!" auf die weitere Entwickelung der Turnerei, cif das Andenken des Altvaters Jahn, sowie auf das Gelingen des Festes. — Nach einer kurzen Rast begannen die Freiübungen, welche von Turnwart Koffer-Gießen commandirt und flott von Statten gingen. Daß das Commando jck^ch, sowie das Vorturnen derselben auf ebenem Boden und nicht, wie üblich, von einer erhöhten stelle (Podium) aus geschehen, sowie daß der Festredner vom Musik- tenpel aus sprechen mußte, befremdete sehr, dürfte jedoch mit den in letzter Stunde sich Wvehauften nothwendigsten Herrichtungen zu entschuldigen sein. - Das sich hieran omeihende Wett turn en, bei welchem im Allgemeinen recht gut geturnt wurde und dos sich auch stets eines großen Zuschauerkreises erfreute, ergab folgende Resultate: l.'Preis Christ, Carl (Wieseck), mn 67 Punkten, 2. Pr. Daupert, Ludw. (Wieseck), M 64 P., 3. Pr. Rodenhausen, Conr. (Wieseck), mit 63P., 4. Pr. Rodenhausen, V.'il., (Wieseck) mit 62 P., 5. Pr. Lindenberg, Ernst, und Loos, Rud., (Gießen) mÄ ie 60 P., 6. Pr. Luft, Wilhelm (Lich), mit 59Vr P-, 7. Pr. Vaubel, Phil. tEießm), und Rohrbach, Phil. (Wieleck), mit je 56Vr P-, 8. Pr. Bender. Ad. n ft'h Um ^"Ä1’ ,bl‘ mit Anklagen aus geheim- Verbindung im ÄÄ w Nach stattgchabter Vernehmung wurde den Betreffenden eröffnet, daß die Voruntersuchung gegen sie nunmehr geschlossen sei. Der Diehwucher. In einzelnen Gegenden unseres Vaterlandes, namentlich in Süddeutschland und f-Ut C!!IC ueue, äußerst gefährliche Art des Wuchers in der Form der soa Viehleihe auf. JBet diesem Handel ist es dem Bauern und kleinen Landbesitzer nicht mogUch, sich nachzurechnen, welchen Gewinn Derjenige macht, der ihm Vieh leiht, und die Gewinne des Viehleihers sind dadurch sehr hohe. Das trägt wesentlich zur Verbreitung des Vrehwuchers bei und eö ist zu erwarten, daß auch bald den Landleuten m anderen Gegenden Deutschlands Vieh zur Lethe anneboten wird. Zu Nutz und Frommen der kleinen ländlichen Besitzer unserer Gegend, denen vielleicht ein solches Angebot gemacht werden könnte, wollen wir heute an einem Beispiel zeigen, wie wenig ihnen durch geliehenes Vieh eingebracht wird und wie großen Schaden sie haben können, wenn ihnen das geliehene Vieh fällt. Das Geschäft der Viehleihe wird meist dadurch eingeleitet, daß ein Viehhändler ju dem Besitzer eines kleinen Giundstücks kommt, von dem er weiß, daß er gern eine ftub ober irgend ein anderes Stück Vieh einstellen möchte. Der Händler schlägt nun J-pHk öor' daß er ihm eine Kuh oder ein weibliches Kalb so lange leihen wolle, bis das Thier zwei Kälber geworfen habe. Der Händler bedingt sich aus, die Thiere dann wieder zuruckzunehmen oder zu verkaufen. Der Werth des geliehenen Thieres wird dem Landmanne einstweilen als Schuld angerechnet und später beim Verkaufe wird diese schuld zunächst von dem Erlöse abgezogen und von dem Händler in die Tasche gesteckt. Der verbleibende Gewinn wird sodann getheilt zwischen dem Landmanne, der das Vieh zwei bis drei Jahre genährt hat, und dem Händler, der während oaa8en ^Clt nid)l5 sethan hat. Ist beispielsweise eine magere Kuh beim Einstellen mit 200 ^ berechnet worden und beträgt nach drei Jahren der Erlös für die fette Kuh, das erflgeroorfene hochtragende Rind und das zweite Kalb 500 Jt, so bleiben nadj Slbjug ter Kosten von 200 JL als gemeinschaftlicher Gewinn 300 JL. Davon erhalt der Landmann für seine Mühe und seine Kosten 150 JL und die übrigen 150 JL steckt der Händler ein. Dieser hat also auf die von ihm ausgelegten 200 JL für die Kuh einen Gewinn von jährlich 25 pCt. und er riSkirt nichts. Denn fällt das Vieh, während es eingestallt ist, so wird der ausgemachte Werth auf dem Grundstücke bes Landmannes als Hypothek eingetragen und er muß immerfort Zinsen zahlen. Das Einzige, was der Landrn-nn sonst noch von dem geliehenen Vieh hat, ist der Mtlch- ertrag. Derselbe würde in drei Jahren ungefähr 3000 Liter ä 15 = 450 JL ein- bringen. Dagegen belaufen sich die Futterkosten und die anderen Auslagen für die drei Thiere auf ungefähr 380 JL, so daß der Ueberschuß für Milch während der drei Jahre nur 70 JL beträgt. Rechnet man nun auch noch den kleinen Gewinn für den Mist hinzu, so zeigt sich doch immer noch, daß der Landmann ein sehr schlechtes Geschäft gemacht hat, er hat sich drei Jahre für den Viehleiher gequält, der sich in's Fäustchen lacht. Darum leiht Euch fein Vieh! Sp. ITotiz! Man kann bei den sich massenhaft mehrenden zweifelhaften Mitteln gegen Haar- leiden nicht genug auf das bereits 19 Jahre sich bewährende, von Autoritäten empfohlene, sich durch Güte und Billigkeit auszeichnende Haarwasser v. Netter, München aufmerksam machen, welches wirklich leistet, was es verspricht: Conservirung und Kräftigung der vorhandenen Haare, Reinigung von Schuppen, weich und glänzend machen der Haare nebst Festhalten des Scheitels. 1305 Zu haben um 40 Pfg. und Mk. 1.10 bei I. H. Fuhr, Sonnenstraße. Möchentliche Neberficht der TodesMe in der Stadt Gießen. 26. Woche. Vom 26. Juni bis 2. Juli 1887. Einwohnerzahl: 19 001 (incl. 1600 Mann Militär). Sterblichkettsziffer: 30,1 •/«. Es starben an: Zusammen: Organischer Herzkrankheit 1 Lungenschwindsucht 2 Lungenbrand 1 (1) Krebs 1 Erweiterung der Bronchien 1 Tödtliche Verletzung 1 Keuchhusten 1 Akute Miliartuberkulose 1 (1) Rachenbräune 1 (1) Tuberkulose des Gehirns________1 (1) Summa: 11 Kinder Erwachsene: im vom 1. Lebensjahr: 2 —15. Jahr: 2 — — 1 (1) 1 — — 1 — — 1 — — 7 1 3 21 nm. Die in Klammern gesetzten Ziffern geben an, wie viele der Todesfälle in der betreffenden Krankheit auf von Auswärts nach Gießen gebrachte Kranke kommen. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 6. Juli, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 17^2 Grab, Luft im Schatten 14 Grad. L. Chr. Rübs amen. An unsere geehrten Abonnenten. Wiederholte Beschwerden, welche in den letzten Tagen uns kund wurden, veranlassen uns, die geehrten Abonnenten unseres Blattes zu bitten, jede Unregelmäßigkeit der Austräger uns mit kurzer Notiz gefl. bittet pt melden. Nur dadurch sind wir in Stand gesetzt, Abhilfe zu schafsi'u- Die Austräger sind angewiesen, den Anzeiger in die Wohnung der Abonnenten zu bringen und nicht, wie vielfach zu geschehen scheint, aus ^reppen una. Fluren abzulegen. „ , „ „Die Exped. d-S Gießener Ani-iger". Allgemeiner Anzeiger. Beste weisse zu l 10 5114 M Con, 5133 IMectim: L. «cheyds. — * t 3 b i 3 Ü > ii -5 Mermifchle Anzeigen. 5130] 22500 Mark zu 41/«—41/2o/0 Iw rCr leiL. acu^ cjnc in bester Lage Gießens stehende Hofraithe bei pünktlicher Zu^Zahlung auf den 1. October oder 1. Januar gesucht. 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Juli, von Morgens 9 Uhr ab, ca. 4000 Sfücft Dielen sowie alles übrige zum Festhallenbau verwendet gewesene Bau-, Werk und Nutzbol,. 5125 Vermietungen. 5119 Der zweite Stock zu vermiethen. ___________ Grünbergerstraße 44. 5118 Die Wohnung der Frau Steuerrath Schuster, Westanlage 1, ist vom 1. August l. I. ab ander- weitig zu vermiethen. Näh, durch Herrn Agent Klees. 5124 Wolfstraße 13 ist der I. Stock per 1- Octbr. event. auch früher zu ver- mrethen. Näheres bei Carl Haas, Leih- gesternerweg^24. Der erste und zweite^Stöck^mit Wasserlertuny. Gartenantheil und aller Bequemlichkeit zu vermiethen. H. Werner, Bismarckstraße 6.^ cschöner großer Weinkeller auf 1. October l. I. oder früher zu ver- mlethen. W. Ferber, Buchhändler. 5132 Ein Familienlogis per 1. Juli zu vermiethen. — Wwe., Brandgasse 4. 5121 Ein kleines Logis zu vermietherü ______Sandgasse 34 5120] Schillerftraße Mansardenlogis: 6 Zimmer, abgeschl. Corr, rc., auf 1. Oct. ZU oerm. Näh. 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Nachmittags 2 Uhr, in der Flett'schen Hofraithe dahier sollen gegen Baarzahlung versteigert werden: 1 Kuh, 1 Parthie Bauhölzer, 1 Posten Wein, 1 Pianino, 2 Secretäre, I 1 Herren- und 1 Damenschreibtisch, • 2 Sopha's, Commoden, 2 Kleider-, 2 Küchenschränke, Spiegel, Bilder, 1 Wand-, 1 Taschenuhr rc. Voraussichtlich findet die Versteigerung theilweife bestimmt statt. Gießen, den 4. Juli 1887. Wer zweckmässig annonciren will, d. h. seine Anzeigen in effectvollor Form durch die für den jeweiligen Zweck erfolgreichsten Blätter zu verbreiten beabsichtigt, wende sich an die allgemein bekannt«. Jeistnngsfähigste Annoncen- Expedition von -------— Frankfurt a/M.. Rosemarkt 3. Dieses l •«. . . . Institut steht mit allen Zeitungen und Fach- fätzm m 2 ln„,n.hmeni Geschäftsverkehr und ist vermöge seiner grossen Um- zu gewähren Ze,t~gc" m der Lage die günstigsten Conditionen gratu h — ZcitnnSs C«taloge, sowie Kosten-Anschläge Vertreter in Giessen: Julins Wallach. Mobiliar-Versteigerung. Donnerstag den 7. Juli, Nachmittags 2 Uhr, Eden die Mobilien der verstorb. Frau Pfarrer Bichmann, Frankfurterstr. 36, im Hause des Herrn Ackermann versteigert, und zwar: Möb.l, eleganter Herrenschreivtisch, Sopha's, Stühle, Schranke, dabei 1 antiquer Kleider- lchrank, Waschtische, Tische, vollst, mit Sprungfedermatratzen, ©i^er, 1 Regulator, alter- ! ein schön eingerichteter Kuchenschrank, Küchen- unb Haushaltungs-Geräthe, sowie eine Wasch- u. Wringmaschine. Im Auftrag des Vormunds: Louis Rothenberger, Taxator. Ä^39] Diverse frische Fische, biv. ?/'/-^rachto. Schweizerkase im Schnitt), Ausschnitt feiner Wurst- u. Fleisch- waaren, neue Häringe und neue Kartoffeln empfiehlt C. G. Kleinhenn. tSem. Obstmarmelade wied. eingetr HiSS Verehrtem Publikum empfehle mein Flaschenbier aus der Aktien-Brauerei Gießen: per Flasche Exportbier 23 Pf. Lagerbier 18 „ Gütige Bestellungen werden frei in die Wohnung geliefert. Daniel Heil, _____Lindenplatz.. Neue holl. 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