Nr. 284 Dienstag den 6. December 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gietzcn. Bnrcaur Schulstr-b- 7. Ersch.in. .»sich m«t AuSn-hm- b-s Amttich er HHeiL Nr. 46 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 30. November, enthält: (Nr. 1757.) Verordnung, betreffend das Verbot der Einfuhr von Schweinen, Schweinefleisch und Würsten dänischen, schwedischen oder norwegische« Ursprungs. Vom 29. November 1S87. Gießen, den 3. December 1887. Großherzogliche» Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ][ Darmstadt, 4. Decbr. Se. Königliche Hoheit der Großherzog begeben sich morgen Vormittag 11 Uhr, einer Einladung des erl. Grafen zu Stolberg folgend, zur Theilnahme an den mehrtägigen Jagden nach Roßla. In der Begleitung Sr. Königlichen Hoheit werden sich dem Vernehmen nach Generaladjutant und Hofmarschall von Westerweller, sowie Hofjägermeister von Werner befinden. — Wegen baulicher Veränderungen, insbesondere wegen der zur eventuellen Einführung elektrischer Beleuchtung nöthigen Vorkehrungen residierte der Großherzog bisher nicht im neuen Palais, sondern im Großherzoglichen Schlöffe. Nachdem die erwähnten Einrichtungen nunmehr vollendet worden, wird die Großherzogliche Famllie im Laufe des morgenden Tages wieder in das neue Palais übersiedeln und dort Wohnung nehmen. Berlin, 3. December. Se. Majestät der Kaiser arbeitete des Vormittags mit dem Chef des Militärcabtnets, v. Albedyll, empfing um 1 Uhr General v. Winterfeld und machte daraus eine Spazierfahrt. Morgen Vormittag findet im kaiserlichen Palais für die Majestäten und deren Gefolge Gottesdienst durch Oberhofpredizer Kögel statt. Berlin, 3. December. Dem Secretär der Akademie der Wissenschaften, Mommsen, ist die große goldene Medaille für Wissenschaft verliehen worden. Der „Reichsanzeiger" meldet, Commerzienrath Frentzel (Berlin), die Rittergutsbesitzer v. Langermann und Erlencamp (Lubin) von Tettenborn und Wolf (Reichenberg) sind zu Mitgliedern des Volkswirthschaftsraths ernannt worden. — Die Getreidezollcommissson ist aus folgenden Mitgliedern zusammengesetzt: Landsberg (Steinfurt), Vorsitzender, Hammacher, Stellvertreter, Lucius, Geibel, Hoffmann (sind Schriftführer), Windthorst, Retchensperger, Beckmann, Braubach, Mooren, Pfetten, Broemel, Rickert, Mager, Pfähler, Helldorf, Mirbach, Wedell (Malchow), Frege, Puttkammer-Plauth, DeliuS, Fischer, Leemann, Kardorff, Lohren, Ow, Hoffmann (Sachsen) und Diffenö. Die Budgetcommission genehmigte unverändert das Ordinarium und Extra- ordinarium des Marineetats. Das Hauptintereffe an den politischen Nachrichten concentrirt sich heute auf Frankreich, resp. Paris-Versailles, wo am Samstag Nachmittag der neue Präsident der Republik, Sadi Carnot, gewählt wurde. Wir stellen im Folgenden die darauf bezüglichen Nachrichten zusammen, während an anderer Stelle der Lebenslauf des nunmehr ersten Bürgers der französischen Republik zu finden ist: Versailles, 5. December. Der Congreß wurde heute Nachmittag 2 Uhr eröffnet. Der Präsident Leroyer erklärt die Nationalversammlung für constttuirt, um einen Präsidenten der französischen Republik zu wählen. Michelin (Intransigent) bittet um's Wort, um einen Antrag einzubringen. Der Präsident weist denselben zurück, indem er erklärt, die Nationalversammlung sei ausschließlich ein Wahl - Collegium. Cassagnac sagt, die Versammlung sei souverän. Gaulier bestreitet dem Präsidenten das Recht, die Rechte der Versammlung zu beschränken, worauf der Präsident entgegnet, daß er aus dem Boden der Verfassung stehe. Michelin erklärt, er wolle eine Revision der Verfassung beantragen. Der Präsident weist dies zurück. Michelin protestirt dagegen. Die Abstimmung begann darauf um 2 Uhr 15 Minuten. Versailles, 3. December. Sitzung des Congresses. In dem ersten Wahlgange des Präsidenten sind 852 Stimmen abgegeben. Hiervon fielen aus Sadi Carnot 303, auf Ferri) 212, auf Saussier 148, auf Freycinet 75, auf Appert 72, auf Brisson 26 Stimmen. Ferner wurden für Floquet 5, für Felix Pyat 2, für de la Forge 2, Pasteur 2 und Spuller 1 Stimme abgegeben. Es ist, da keine absolute Majorität erzielt ist, ein zweiter Wahlgang erforderlich. — Ferry und Freycinet traten zu Gunsten Sadi Carnot's zurück, die Wahl des Letzteren erscheint demnach sicher. — Der Congreß wählte im zweiten Wahlgange mit 616 von 833 abgegebenen. Stimmen Sadi Carnot zum Präsidenten der Republik. General Saussier erhielt 188, Jules Ferry 10, Freycinet 6, General Appert 5 Stimmen; auf Floquet und Felix Pyat fielen je 1 Stimme. — In dem dritten Wahlgange der allgemeinen Versammlung der republikanischen Deputirten und Senatoren sind insgesamml 505 Stimmen abgegeben worden, davon fielen aus Ferry 179, Sadi Carnot 162, Freycinet 109, Brisson 52 Stimmen. Hierauf wurde zum vierten Wahlgange geschritten. — Beim vierten Wahlgang der Versammlung der republikanischen Deputirten und Senatoren stimmten nur 253 Mitglieder; es erhielten Sadi Carnot 185, Ferry 35, Freycinet 23, Brisson 10 Stimmen. Die Rechte soll zwischen de» Generalen Saussier und Appert als Präsidentschafts-Candidaten getheilt sein. Versailles, 3. December. Gelegentlich der heutigen allgemeinen Versammlung der republikanischen Deputirten und Senatoren sprach Pelletan in der um ihn versammelten Gruppe sich für die Nothwendigkeit aus, die Stimmen für Sadi Carnot abzugeben damit alle republikanischen Stimmen auf einen Candidaten vereinigt wären. Eales und Granet erwiderten, damit würde der Majorität angesonnen, sich der Minorität unterzuordnen. Die politische Haltung Brisson's und Sadi Carnot's werde von den Republikanern gemißbtlligt; beide müßten zu Gunsten Freycinet's zurücktreten, der nach Ferry die meisten Stimmen auf sich vereinigte. Versailles, 3. December. Sofort nach Verlesung des Resultats des ersten Wehlganges erhob sich Ferry und erklärte laut, daß er zu Gunsten Sadi Carnot's auf die Wahl verzichte. So concentrirten sich im zweiten Wahlgange alle republikanischen , Stimmen auf Carnot. Das Resultat derselben ist: 610 Stimmen für Sadi Carnot, , 188 für General Saussier, 5 für Freycinet. Als der Präsident die Sttmmenzahl Carnot's verkündigte, erhob sich die gesammte Linke und applaudirte mit ausgestreckten , Händen der Rechten entgegen. Der Präsident verkündet Sadi Carnot als Präsidenten der Republik. Nochmaliger lauter Beifall. Unter stürmischen Rufen „Vive la rtpu- hligue“ wird die Sitzung geschloffen. — Nach der Sitzung des Congresses empfing Sadi Carnot die Präsidenten des Senats und die Minister, die ihre Glückwünsche darbrachlen. Der neue Präsident antwortete den Ministern: „Ich danke Ihnen für Ihre Glückwünsche und bin erfüllt von Dankbarkeit'gegen die republikanischen Mitglieder des Congresses, die, indem sie mir alle ihre Stimmen gaben, bewiesen, wie lief das Verlangen des Friedens und der Eintracht in Frankreich Wurzel geschlagen. Mein innigster Wunsch ist, daß dieser große Tag in allen Gemüthern gegenwärtig bleibe; er beweist, daß die Vertreter Frankreichs sich zu einigen wissen. Ihre gemeinsamen Bemühungen müssen die Verfassung befestigen und Frankreich eine Negierung geben, die der Nation mit der Freiheit im Innern und der Würde nach Außen alle Wohlthaten bescheert, die das Land von der Republik erwartet." Hierauf empfing Sadi Carnot die Repräsentanten der republikanischen Presse und forderte sie auf, zum Frieden beizutragen, den das Land wünsche. — Um 7Vt Uhr verließ der neue Präsident der sranzösischen Republik daS Palais in Versailles, begleitet von einer Ehrenwache und allen Ministern außer Flou- rens und Ferron. Eine Schwadron Cürassiere ritt dem Wagen des Präsidenten bis zur Bahn voraus. Um 8 Uhr 35 Minuten hielt Sadi Carnot seinen Einzug Ins Elysöe. Paris, 4. December. Der neu gewählte Präsident Sadi Carnot, der gestern Abend in's Elysöe geführt wurde, verblieb daselbst nur 10 Minuten, stattete alsdann Gröoy einen Besuch ab und begab sich schließlich in seine Prtvatwohnung nach Passy. Die Einwohner des Ortes bereiteten ihm eine Ovation und riefen: „Es lebe die Republik!" Sadi Carnot wird morgen im Elysöe Wohnung nehmen. General Brugere wird heute dem neuen Präsidenten die großen Insignien der Ehrenlegion überreichen. General Faidherbe wird bei der Ceremonie den Vorsitz führen. Die Minister werden Abends im Elys-e eine Sitzung abhalten. Die Stadt war gestern sehr belebt; den ganzen Abend wogte eine große Menge in den Straßen, die sich jedoch ruhig verhielt; die Ordnung wurde nirgends gestört. Die Morgenblätter nehmen die Wahl Sadi Carnot's sehr günstig auf und erblicken in derselben ein Anzeichen für die allgemeine Beruhigung. Sämmtliche Depeschen aus der Provinz constatiren gleichfalls eine allgemeine Befriedigung über die Präsidentenwahl. — Die Minister werden heute Abend dem neuen Präsidenten der Republik ihre Entlassungsgesuche überreichen. — Der Präsident der Republik, Sadi Carnot, welcher heute Nachmittag im Elysöe Wohnung genommen hat, empfing daselbst Grövy und mehrere politische Persönlichkeiten, darunter auch den Vorsitzenden der Budget-Commission, Peytral. Sadi Carnot sprach hierbei die Absicht aus, sofort nach der Bildung eines neuen Cabinets bei der Kammer die Votirung der provisorischen Budget-Zwölftel zu beantrage» und die Session am 15. ds. wegen der nahe bevorstehenden Wahlen zum Senat zu schließen. PakiS, 3. December. Paris war den ganzen Tag über vollkommen ruhig. Jetzt herrscht auf den Boulevards großes Leben. Die Bevölkerung betrachtet die Wahl Sadi Carnot's als Festigung der Republik und entnimmt aus der Vergangenheit Ear- not's die Bürgschaft für die Erhaltung des Friedens. Der neue Präsident war in der Kammer in der Gruppe der Unabhängigen eingeschrieben, hatte aber zahlreiche enge Freunde in der radikalen Partei, während er der Gesinnung nach den gemäßigten Republikanern zugehörte. Telegraphische Depesche«. Wolff'S telegr. Csxrefvondeirr-Briieearr. Rom, 4. December. In Fuscaldo und Bissignano wurden in der Nacht vom Freitag aus Sonnabend zwei heftige Erdstöße verspürt, die in Fuscaldo keinen Schaden anrichteten, in Bissignano jedoch 20 Personen das Leben kosteten. Auch der sonstig« Schaden ist in dem letzteren Orte beträchtlich. Einem Telegramm des „Popolo Romano" zufolge wurde Bissignano zerstört und die Ortschaft Roggiano stark beschädigt. Petersburg, 4. December. Der Kaiser empfing gestern den neu ernannten persischen Gesandten Mirza Mahmud-Khan in Audienz. Der neue Präsident der französischen Republik. Marie Francois Sadi Carnot ist der Enkel des Grafen Carnot, des berühmten Staatsmänner, Generals und Krigsministers der großen Revolution, des überzeugung-treuen Republikaners, der nach der Rückkehr der Bourbonen verbannt wurde, nach Magdeburg sich begab und dort im Jahre 1823 starb. Dessen Sohn Hippolyte Lazare, geboren 1801, lebte 7 Jahre mit dem Vater in Magdeburg, studirte daselbst deutsche Sprache und Literatur und kehrte 1823 nach dem Tode seine- Vaters in die Heimath zurück, wo er al- Advokat und Journalist wirkte und als Republikaner mit stark socialistischer Färbung in's politische Leben eintrat. Er war wiederholt Deputirter und wurde nach der Februar-Revolution Minister des öffentlichen Unterrichts und de- Cullus. verdarb es aber bald mit der Nationalversammlung. Nach dem Staatsstreich vom 2. December 1851 wurde er in den Gesetzgebenden Körper gewählt, aber nicht zugelaffen, weil er, wie Cavignac, den vorgeschriebenen Eid der Treue gegen den Kaiser verweigerte. Wiederholt gewählt, bequemte er sich erst 1864, m dem Eide, trat in den Gesetzgebenden Körper und gehörte dort der Opposition an, die den liberalen, parlamentarischen und republikanischen Gedankm lebendig erhielt. Nach dem Sturz des Kaiserreichs wurde er Mitglied Nationalvir- sammlung und 1876 Senator. Er lebt, ein 86jähriger Greis, jetzt noch, »er neue Präsident der französischen Republik ist sein Sohn, der also sozusagen au- altrepublikanischem Adel ist. Er wurde am 11. August 1837 zu Limoges geboren, ist also jetzt gerade 50 Jahre alt. Trotz dieser verhältnißmäßigeu Jugend hat Sadi Carnot schon eine beträchtliche Strecke politischer und staatsmännischer Laufbahn hinter sich. Er ist von Beruf ei« Ingenieur. Er trat 1857 tu die polytechnische Schule ein, besuchte später die „Ecole des ponts et chauss^es*, wardSecretär des »Conseil des ponts et chaussöes*' und wurde ipäter zum Staat-Ingenieur in Annecy ernannt. Nach dem Sturz de« Kaiserreichs stellte er sich der Nationalvertheidtgung zur Verfügung; Gambetta ernavnte ihn zum Präfekten bei Departements Seine-inferieure und übertrug ihm die Orgsuisatton der nationalen Vertheidtgung in der Normandie. Am 8. Februar 1871 wurde er vom Dopartement Cüte d'Or in die Nationalversammlung gewählt, in der er sich der republikanischen Linken anschloß. Nach Auflösung der Nationalversammlung wurde er in die Kammer gewählt, deren Mitglied er bisher gewesen ist; er gehörte dem Bureau der Kammer als Secretär an und war mehrere Male Mitglied und Berichterstatter der Budget'Commission. Al« Grevy am 30. Januar 1879 Präsident wurde und da- Ministerium Waddington bildete, wurde Sadi Carnet Untcrstaat-secretär des Ministers der öffentlichen Arbeiten, Freycinet, und behielt diese Stelle auch, als Freycinet im Decbr. 1879 Premierminister wurde und da- Ministerium der öffentlichen Arbeiten an Barroy abgab. Nach dem Sturz des ersten Ministeriums Freycinet im September 1880 übernahm Sadi Carnot tm ersten Ministerium Ferry da- Ministerium der öffentlichen Arbeiten und trat im November 1881, nach den allgemeinen Wahlen, mit seinen Collegen zurück, um dem sog. „Großen Ministerium" Gambetta'« Platz zu machen. Er machte sich als Arbeitsmintster namentlich um die Durchführung des großen Freycinet'lchrn Bautenplanc« verdient. Nach dem Sturze des zweiten Ministeriums Ferry trat Sadi Earnot wieder al- Arbeitsminister in da- am 6. April 1885 gebildete Ministerium Brisson-Freycinet, gab er aber bald an Dantrerme ab und übernahm an des unfähigen Ctomageran Stelle sie Finanzen. Auch unter dem folgenden Ministerium, dem dritten Freycinet'schen, war er Finanzmiuister. Als solcher war er nicht auf Rosen gebeitet; die fetten Jahre waren vorbei, die Anforderungen wuchsen, die Kammer becrctkte immer neue Ausgaben, und nun sollte der Finanzminister da- Kunststück machen, bei beschränkteren Einnahmen ohne Anleihe und ohne neue Steuern au-zukommen. Am 3. Decbr. war es gerade ein Jahr, daß das 3. Ministerium Freycinet abdankte und Sadi Carnot in Dauphin einen Nachfolger erhielt, der freilich nicht glücklicher war als er. Aber ein Verdienst Sadi Carnot's überlebte seinen Rücktritt vom Finanzministerium: Er hielt die Hand fest am Staatssäckel und zeigte sich den Beeinflussungen der Comgagnie Grevy-Wilson unzugänglich. Den Anspruch des Grevy'schen Klienten Dreifus auf Erstattung von 150,000 Francs Sporteln hat er abgewiesen. Als Rouvier diese Thatsache vor drei Wochen in der Kammer erwähnte, erhielt Sadi Carnot von der gejammten Kammer eine stürmische Ovation. Das lenkte die allgemeine Aufmerksamkeit auf ihn, und gegenüber dem schmählichen Handel, der überall mit Staatrgeldern und Staatseinfluß getrieben wurde, erschien er, der sparsame und unbeugsame Finanzminister , wie eine Zuflucht der beleidigten Moral, wie ein Retter aus der Noth des Skandals. Dieser Umstand, der ihn, und nicht mit Unrecht, zum Gegenbild des Wilson-Grevy'schen Paares machte, hat offenbar viel dazu beigetragen, ihn auf den höchsten Posten der Republik zu bringen. Sadi Carnot's Auftreten ist beinahe ein bescheidenes; sein voller schwarzer Bart umrahmt ein ernstes, fast trauriges Gesicht. In einem Artikel „Les fulurs bals de l’Elysöe* hat kürzlich der „Figaro" die Aussichten erörtert, welche die einzelnen Kandidaten den vergnügungslustigen Parisern bieten, und von Sadi Carnot Folgendes geschrieben: „Er ist ein Polytechniker wie Freycinet und auch ein Haushammel wie Freycinet; er ist fein Präsident für die große Welt, obgleich seine liebenswürdige Frau, die Tochter des Nationalökonomen Dupont- White, viele Familienbeziehungen zu der höheren Klaffe des Bürgerthums unterhält. Auf feinen Bällen, mitten unter den exotischen Zierpflanzen, wird er die Trauerweide repräfentiren. Ihr Pariser Kaufleute, freut euch nicht auf die Feste Sadi Carnots!" Das wird wohl nicht so arg sein, denn der „Figaro" hätte am liebsten einen König ober Kaiser im Elysöe. Die Hauptsache ist, daß Sadi Carnot als Mensch, als Politiker, als ehrenhafter und unbestechlicher Charakter die allgemeine Achtung genießt. Davon giebt seine Wahl ein sprechendes Zeugniß. Unter ihm werden Leute wie die Limousin und die Ratazzi keine Rolle in der Geschichte spielen. Wenn er kein Genie ist, so ist das kein Unglück, weder für ihn, noch für die Republik. Wenn es ihm nur gelingt, den Frieden zu erhalten, und die allgemeine Wohlfahrt zu fördern, so weit er dies als Präsident zu thun vermag, so ist dies schon genug. Sowohl Frankreich wie die Republik können ohne geniale Thaten leben und gedeihen, und auch das übrige Europa ist auf solche nicht sehr begierig________________________________________________ Franks. Ztg. Lokales. Gießen, 5. December. Samstag den 10. l. M., Vormittags 9 Uhr, findet im Rcgierungsgedäude hier eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses statt, in welcher folgende Gegenstände zur Verhandlung kommen: 1. Beanstandung der Bürgermeifterwahl zu Treis a. d. Lda. durch Großh. Kreisamt Gießen. 2. Recurs der Stadt Büdingen gegen die Erklärung einer Straßenstrecke als Ortsdurchfahrt durch den Kreisausschuß Büdingen. 3. Recurs des Franz Gärtner zu Gießen wegen verweigerter Erlaubniß zum Branntweinausschank. 4. Recurs des Johannes Hainbach in Gießen wegen verweigerter Erlaubniß zum Branntweinverkauf. Gießen, 5. December. sDas zweite Concert des Gießener Eoncert- vereins.s Die Palme des gestrigen Concertabends gebührt der vortrefflichen und liebenswürdigen Sängerin Fräulein Hermine Spies aus Wiesbaden, welche zu ihren ungezählten Triumphen einen neuen htnzugefügt hat. Die zahlreichen Vorzüge ihrer metallreichen Stimme sind ost gerühmt und allgemein bekannt, ihr tadelloser Ansatz, ihr wunderbares Piano, und die vollendete Weise, wie sie ihre Töne ausklingen läßt, haben auch gestern wieder ihren Zauber auf das zahlreich versammelte Publikum ausgeübt. Die Wiedergabe der gewählten Gesangescomposittonen war geradezu ausgezeichnet, „La emortina“, lombardisches Volkslied, wurde stürmisch da capo verlangt, und die kleine reizende Zugabe („Der Schmetterling" von d'Albert), mit welcher Fraulein Spies das dankbare Auditorium erfreute, wurde wie im vergangenen Jahre mit rauschendem Beifall ausgenommen. Herr Dr. K. Walther, der die Begleitung der Lieder übernommen hatte, verstand es in seiner feinsinnigen und wahrhaft künstlerischen Art auf die Intentionen der Sängerin und der Componisten einzugehen. Das Orchester, unter Leitung des Herrn Director Felchner, brachte als erste Nummer die v-äur-Symphonie von Beethoven, deren Larghetto sehr gut zum Vortrag gelangte, darauf in vortrefflicher Ausführung „Reigen seliger Geister und Furientanz" von Gluck, ferner Concert-Ouvertüre von Rietz, deren Wirkung durch die unreinen Tönender Bläser stark beeinträchtigt wurde, endlich die Ouvertüre zur Zauberflöte, deren Wiedergabe uns nicht befriedigen konnte. Dagegen war die Begleitung des Orchesters zur Arie aus „Simson und Delila" von St. Saöns durchaus correct und discret. Wir können nicht umhin, zu erwähnen, daß die Temperatur im Concertsaal angesichts einer gänzlich fehlenden Ventilation eine unerträglich hohe war, so daß manche« Concertbesucher der Genuß dadurch verkümmert worden ift; hoffentlich läßt sich diesem Uebelstande zukünftig in einer oder der anderen Weise abhelfen. Gießen, 5. December. Der große Erfolg, welchen die Gesangsposse „Ein gemachter Dlonn* gestern Abend errungen, hat die Dtrection veranlaßt, das lustige Stück am Dienstag Abend nochmals zur Aufführung zu bringen. Das Theater war am Sonntag Abend vollständig besetzt. Gießen, 5. December. Die heute zur Ausgabe gelangte Nr. 12 der Verwal- tungSblätter hat folgenden Inhalt: 1. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofes, betreffend das Ansinnen des Großh. Kreisamts Schotten an die Gemeinde Eichelsdorf wegen Aufräumung der Bäche. 2. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofes, betreuend den Nachlaß der Wittwe des Hauptmanns Schleuning, Elise geb. Schreger, zu Bessungen. 3. Oeffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen vom 19. November 1887. 4. Bäder in der Schule. Abonnements auf die Verwaltungsblätter nimmt die Expedition des Gießener Anzeiger entgegen und zwar für die Abonnenten letzteren Blattes zum ermäßigten Preise von 50 H pro Quartal. — In der Nacht vom Samstag zum Sonntag wurde ein junger Mann durch die Schutzmannschast abgefaßt, als er sich das Vergnügen machte, mit seinem Spazierstock einige Laternenscheiben in der Frankfurterstraße zu zertrümmern. WerrvischteS. △ Mainz, 4. December. Die Krisis unseres Theaters ist noch immer nicht beendigt, der für den Fall der Ablehnung Preymaier's von der städtischen Verwaltung ins Auge gefaßte Director Schirmer hat zwar auf die telegraphische Benachrichtigung der Bürgermeisterei bereits Antwort gegeben, jedoch nur in dem Sinne, daß er dieser Tage hierher kommen werde. Eine bindende Zusage hat Herr Schirmer noch nicht gegeben und erscheint es nach dem Vorhergegangenen auch sehr unwahrscheinlich, daß der genannte Theaterleiter sv ohne Weiteres die von der Stadt noch nachträglich gestellten Bedingungen accepttrt, weshalb eine nochmalige Ausschreibung unseres Theaters nicht zu den Dingen der Unmöglichkeit gehört. △ Aus Rheinhessen, 4. December. Der steckbrieflich verfolgte social- demokratische Agitator Töpfermeister Görz von Wörrstadt, der bei der letzten Assisen- session von der Anklage der Brandstiftung freigesprochen, aber nachträglich wieder in Untersuchung gezogen worden ist und deshalb ftüchtig gegangen war, hat sich gestern freiwillig dem Gerichte gestellt. Das durch die Flucht von Görz unterbrochene Verfahren gegen denselben ist dermalen in dem Stadium, daß dem Oberlandesgericht in Darmstavl die Beschwerde des Görz gegen den die Wiederaufnahme des Verfahrens verfügenden Beschluß des Landgerichts Mainz eben zur Entscheidung vorliegt. — Wegen der unter der Schuljugend herrschenden DiphlheritiS mußten in Wendelsheim die Volksschulen geschlossen werden. A Dom Rhein, 4. December. Durch den seit zwei Tagen auf dem Rhein liegenden Nebel ist nunmehr die Schifffahrt total eingestellt, indem es bet dem kleinen Wasserstand selbst die geübtesten Schtffsleute nicht wagen, Fahrten zu unternehmen. Mit Ausnahme der Trajectboote und kleiner Passagierfchiffe liegen alle Fahrzeuge still und bietet der Strom das Bild des vollständigen Winters. Wien, 3. December. Die „Neue Freie Presse" meldet aus Wiener-Neustadt bei Wien: Heute Vormittag fand in einer bet Wiener-Neustadt gelegenen Sprengstoff- Fabrik eine Explosion statt, in Folge welcher sechs Personen das Leben einge- bützl babcn.____________________ Handel und Verkehr. Grünberg, 3. December. (Fruchtpreise.) Weizen 16.90, Äorn X 13.40 Herste 13.40, Hafer JL 11.00, Erbsen JL 14.00, Linsen JL 22.00, Lein v* 00 00, Damen 00.00, Kartoffeln JL 0.00, Wicken 11.10. Frankfurt, 3. December. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter JC. 3 40—3.80, das Gescheid 10—12 H, Eier das Hundert Jt 0.00—0.00, das St. 6-8 H, Butter im Großen JL. 00.09—00 00, im Detail das Pfund JL 1.00 bis 1.30, Weißkraut per Stück 10—15 H, Rothkraut per Stück 20—25 Kohlrabi per Stück 3—4 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—60 Kalbfleisch 45—55 H, Schweinefleisch 65—75 Hammelfleisch 40—65 H, 1 Hahn Jt 0.70-1.80, 1 Huhn JL 100—2.20, 1 Ente 1.50—3.00, Gans Pfund 65—70 H, 1 Taube 35-60 H, Welsche JL 10.00—12.00.__ Literarische H. — Im Verlage der I. Ricker'schen Buchhandlung erschien soeben eine Flugschrift des hessischen Landesveretns des evangelischen Bundes, betitelt: »Die Glaubens- einheit der Evangelischen gegenüber Rom*. Referat bet der großh. hessischen Landesversammlung des evangel. Bundes in Frankfurt a. M. am 15. November 1887 von Dr. I. Gottschick, Professor der Theologie in Gießen. Temperatur in Gießen. November 1887. Niederste.......— 13,0 °R. Mittlere.......+ 2,59 „ Mittel früherer Jahre.....+ 2,71 „ Höchste........4- 11,0 Niederschlag an 16 Tagen .... 1,45 Par. Zoll. , im Mittel früherer Jahre an 16 Tagen 1,97 „ ____________ Nepertoir der vereinigten Stadttheater zu Jranksurt a. M. «*• Opernhaus. Dienstag den 6. December: Violetta. Gewöhnliche Preise. Mittwoch den 7. December: Zweites und letztes Gastspiel des Herrn' Emil Götze. Lohengrin. (Lohcngrin: Herr Emil Götze.) Außer Abonnement. Erhöhte Preise. Donnerstag den 8. December: Norma. Gewöhnliche Preise. Freitag den 9. December geschlossen. Samstag den 10. December: Die Meistersinger. Gewöhnliche Preise. Sonntag den 11. December: Die Jüdin. Gewöhnliche Preise. Schauspielhaus. Dienstag den 6. December: Die Welt in der man sich langweilt. Große Preise. Mittwoch den 7. December: Georgette. Große Preise. Donnerstag den 8. December: Der Ducatenprtnz, mit der Einlage Mizekado. Außer Abonnement. Große Preise. Freitag den 9. December: Der Ducatenprinz und Mizekado. Große Preise.» Samstag den 10. December: Zum ersten Male: Meeresleuchten. Lustspiel in 1 Akt von Philippi. Neu einstudirt: Der Vetter. Große Preise. Sonntag den 11. December: Die Welt in der man sich langweilt. Große Preise. Montag den 12. December: Georgette. Große Preise. Kirchliche Anzeigen der mangel Gemeinde. Heute, Montag, Abend 8 Uhr Bibelstunde in der Kleinkinderschule, Markus Kap. 12, von Vers 28 an, nicht fern vom Reiche Gottes; Davids Sohn und Davids Herr; Schein und Wesen; Pfarrer Dr. Naumann. Donnerstag, 8. December, Abends 8 Uhr, Adoentsandacht in der Kirche, Pfarrer Dingeldey. Konkursverfahren. I lieber das Vermögen des Fräuleins Bertha Zaun von Bad-Nauheim wird, da Otto Gödeckemeper in Hannover den Antrag auf Eröffnung des Konkursverfahrens gestellt und die Gemeinschuldnerin dem Antrag nicht widersprochen hat, heute am 2. De- cember 1887, Nachmittags 5 Uhr, das Konkursverfahren eröffnet. Der Kaufmann Richard Wörner in Bad-Nauheim wird zum Konkursverwalter ernannt. Konkursforderungen sind bis zum 29. December 1887 bei dem Gerichte anzumelden. Es wird zur Beschlußfaffung über die Wahl eines anderen Verwalters, sowie über die Bestellung eines Gläu- bigerausschuffes und eintretenden Falls über die in § 120 der Konkursordnung bezeichneten Gegenstände und zur Prüfung der angemeldeten Forderungen auf Freitag den 6. Januar 1888, Vormittags 9‘/4 Uhr, vor dem unterzeichneten Gerichte im Schöffensaale Termin anberaumt. Allen Personen, welche eine zur Konkursmasse gehörige Sache in Besitz haben oder zur Konkursmasse etwas schuldig sind, wird aufgegeben, nichts an den Gemeinschuldner zu verabfolgen oder zu leisten, auch die Verpflichtung auferlegt, von dem Besitze der Sache und von den Forderungen, für welche sie aus der Sache abgesonderte Befriedigung in Anspruch nehmen, dem Konkursverwalter bis zum 29. December 1887 Anzeige zu machen. Das Großherzogliche Amtsgericht Bad-Nauheim. Bauer. Veröffentlicht gemäß 103 C.-O. Schütz, ___________Gerichtsschreiber. 9033 Dienstag, den 3. Januar 1888, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Karl Stieber Eheleuten gehörigen Immobilien: Flur I Nr. 1189 — 69 Meter Hofraithe in der Kühgasse, Flur I Nr. 1161 — 31 Meter Hofraum unter der Bach in der Brauhausgasse öffentlich meistbietend »ersteigert werden- Gießen, den 21. November 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. I. A. d. V.: ______Vogt, Ortsgerichtsmann. [8688 Mittwoch, den 7. Drrbr. I. I., Nachm. 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung: verschiedene Möbel, 1 Ladeneinrichtung, 1 Consol, 1 großer Spiegel, 1 Kuh, 10 Kubikmeter rohe Sandsteine. Zusammenkunft in meiner Amtsstube. 9049_________________ Gerichtsvollzieher. Im Auftrag: werden Dienstag und Mittwoch, den 8. und 7. e., von Nachmittags 2 Uhr an, im Bramm'schen Locale, Neustadt 55, eine größere Parthte Waaren »ersteigert, als: Schürzen, Kaputzen, Hauben, Jacken, wollene Tücher, Eiswoll- tücher, Kinderkleidchen, gehäkelt und in Stoff, Pelzkappen für Knaben und Mädchen, woll. 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Flett Um stille Theilnahme bitten Die trauernden Kinder. Giessen, Marburg und Eichelsdorf, den 5. December 1887. Die Beerdigung findet statt: Dienstag den 6. d. M., Nachmittags Neues Theater in Giessen. 2 Uhr, yom Sterbehaus (Bahnhofstrasse 33) aus. 9052 Cafe Leib. 9037 Billets in den bekannten Verkaufsstellen. 8963 9043 Telegraphischer Coursbericht der Berliner Börse vom 5. December 1887. 0 0 in Gießen- Tendenz: fest. ^OöOOO-OOOOOOO O OOOOOOOOOQQ 0 6 0 0 0 454.00 361.00 79.60 75.00 19225 92.25 80.60 93.50 Oesterr. Creditactien Oesterr. Staatsbabn-Actten 1880 4% Russen Oblig. 4% unif. Egypter Ob^g. Disconto-Com-Antheile Lombarden-Actien 4% Ungar. Goldrente 5% Gemischte Obl. Max Hooffacker. Hugo Fischer. Ludwig Mantel. Heute Nacht kurz vor 12 Uhr entschlief nach längerem Leiden im beinahe 73. Lebensjahre unser guter unvergesslicher Vater Aerrnischte Anzeigen. Oberhessische Gesellschaft für Natur-u. Heilkunde. Gttzungr Mittwoch den 7. December 1887, Abends 6 Uhr, in der kleinen Aula der Universität. Bortrag des Herrn Prof Dr. Fromme: _ lieber die Bildung und fortschreitende Entwicklung der Weltkörper. Auch Nichtmitglieder der Gesellschaft sind eingeladen. 9u48 Wittwe .... Alma Hohlfeldt. Dörthe,Dienstmädchen Wanda Hagen. Wetterhahn, Gerichts« Vollzieher . . . William Langley. Lanzke, Feuerwehrmann .....Adolf Klein- Im 4. Akt: Ballet. Grande valee parleienne, getanzt von Anna Rudolph vom Kgl. Theater in Cassel. Anfang ganz prüciS 8 Uhr. Billets sind zu allen Plätzen vorher nur in der W. Ferber'schen Universitatsbuch- handlung zu haben. Statt jeder besonderer Anzeige diene hiermit zur Nachricht, daß es Gott gefallen hat, Frau PH. Simon Wwe. nach langem Leiden zu sich zu rufen. Gießen, den 3. Dezember 1887. Die Beerdigung findet Dienstag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause, Löwengaffe 21, aus statt. 9041 Wallberg I Randow ; Maler Ulfert I Laura Jungblut, Coursbericht der frankfurter Börse. Reichsbank-Disconto 3% 8. Secembec 1887.: Franks. Bank-Disconto 3% Vortrage zum Besten des evang Kirchbaufonds Mittwoch den 7. December 1887, Abend- 8 Uhr, in der großen Aula der Nniverjität: 2. Vortrag. Herr lic. theol. Dr. Krüger dshicr: Die Bedeutung des Athanasius Ifntcr den süßen WeihnachtS-Geschenken nehmen Q die von allersher so beliebten X Nürnberger Lebkuchen * __ — ö die erste Stelle ein; sie sind für Groß und Klein ein* stets gern gesehenes Geschenk und fehlen leiten unterm v Weibnacbtsbaum. Die Erzeugnisse der Lebkuchen-Fabrik u von F. Ad. Richter & Cie., k. k. Hoflieferanten X in Nürnberg genießen infolge ihrer ausgezeichneten V Qualität und hocheleganten Verpackung einen be* Q sonderS guten Ruf. Jedes Packet ist mit berX Marke „Anker" versehen und wolle man diese vor-V zuglichen Fabrikate in den Geschäften ausdrück-6 Uch alS [9046] X Nürnberger Anker-Lebkuchen Y verlangen und auf die Marke Anker achten. 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