Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Drrreairr Schulstraße 7. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinqerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Politische Aeberficht. Gießen, 4. October. Der Grenz-Conslict von Vexincourt harrt noch immer seiner Wang, da der Widerspruch zwischen der amtlichen deutschen und der franzSfi- schen Darstellung der entscheidenden Punkte, ob nämlich die französtschen Jäger dieffeitr oder jenseits der Grenze von den Schüffen de» Soldaten Raufmann getroffen worden seien und ob letzterer genau nach seiner Instruction gehandelt habe, noch fortbesteht. In der Pariser Preffe wird jetzt auch in solchen Organen, welche den beklageniwerthen Vorsall mit verhältnißmäßiger Ruhe und Objectivität besprachen, ein etwa» gereizter Ton gegen die deutsche Regierung angeschlagen, well stch dieselbe nicht sosort den gegnerischen Aursüh- tungen anbequemen will. So fordert die al» officiö» geltende „Räpubl. Fran?.", daß Deutschland für den jüngsten Vorgang an der Grenze eine vollständigere Genugthuung geben müsse, wie für den Zwischenfall von Pagny, wobei da» Statt ganz zu vergessen scheint, daß von einer deutscherseits in der Schnäbele- ilffaire zu gewährenden „Genugthuung" nicht im Entferntesten die Rede fein konnte. Nun, die deutsche Regierung wird stch auch durch noch so zornige Tiraden der Chauvinisten-Blätter an der Seine von einer durchau» objectloen Mersuchung des Thatbestande» und seiner Feststellung nicht abhalten lassen und wenn der Verlaus der Assaire stch peinlich hinziehen sollte, so kann man Deutschland wenigsten» nicht hierfür verantwortlich machen. Daß die deutsche Regierung zu dem größtmöglichsten Entgegenkommen bereit ist, bekundet deutlich die Meldung, ste habe in Pari« osficiell erklären taffen, sie wolle der Wittwe de» erschoffenen Brignon Unterstützung gewähren, ohne da» Ergebniß der Verhand- lungert abzuwarten; hoffentlich weiß man in den leitenden Pariser Kreisen diese- deutsche Entgegenkommen zu würdigen. Ueberhaupt ist man deutscherseits ge< sonnen, Alles zu thun, um die Consequenzen au» der jüngsten Grenz-Affaire nicht noch mehr zu verschärsen. So wurde der eben erst von der Metzer Strafkammer wegen feine» bekannten Plakat-Vergehen» verurtheilte junge Schnäbele atn Freitag in Freiheit gesetzt, allerdings auf ein an den Raifer eingereichte» Gnadengesuch hin; noch am Freitag Abend reiste Schnäbele nach Frankreich zurück. Da« socialpolitische Arbeitr-Programm für die nächste Reicht- tagt-Sesston ist um eine neue Nummer vermehrt worden. Dem Vernehmen nach steht die Einbringung eine» Arbetterschutz-Gesetze« Im Sinne bet in der letzten Reichstags-Session angenommenen Anträge in Aussicht und soll der bezügliche Entwurf sosort nach der Rückkehr de» Staatrsecretär» v. Bötticher nach Berlin in Angriff genommen werden. Mit dem i. October ist eine neue Maßregel zum Schutze de» Deutsch- thum» in den polnisch-preußischen Landertheilen in Rraft getreten, die laut königlicher Cabinetrordre verfügte vollständige Aushebung de» polnischen Sprachunterrichtes an den Volksschulen der Provinz Posen. In dieser Maßregel ist ein durchaus richtiger und pädagogischer Grundsatz zu erblicken, der schon viel früher gegen das vordringende Polenthum hätte angewandt werden müßen- Die Aushebung des polnischen Unterrichts richtet sich ketneswegs gegen das Polnische an und für stch, denn Niemand denkt daran, bic Polen ihrer Muttersprache zu berauben, aber die Volksschule in einem Staate kann unmöglich die Aufgabe haben, den Gebrauch einer fremden Sprache gerade zu fördern, wie es bislang durch den polnischen Sprachunterricht an den Elementarschulen in Posen geschah. Im Gegentheil, sie muß im eigenen Interesse der fremdsprachigen Bevölkerung letzterer eine möglichst gründliche Kenntniß derjenigen Sprache geben, welche die Staatssprache ist und so erweist stch auch die vun in Kraft getretene Maßregel nur als im Interesse der jungen polnischen Generation, der ohne die Kenntniß des Deutschen bei ihrem künftigen Eintritte in das praktische Leben nur sehr enge Grenzen gezogen sein würden. Aus jeden Fall kann man das neueste Vorgehen der preußischen Regierung aus dem Gebiete der Volksschule in den östlichen Provinzen zum Mindesten ebenso wirksam und wichtig zur innerlichen Verschmelzung der polnischen Gebietstheile mit deutschem Wesen halten, als die übrigen schon bestehenden germanisatorischen Maßregeln. Vor dem Reichsgerichte zu Leipzig hat am Montag ein neuer anarchistischer Proceß begonnen, der stch diesmal gegen John Neve, einen geborenen Schleswiger, richtet. Neve ist in eine ganze Anzahl anarchistischer Verbrechen verwickelt und erwartet man von den Verhandlungen gegen ihn neue wichtige Aufschlüsse über die Organisation und die Verbindungen der social-revolutionären Partei in Europa. Neve wohnte zumeist in London, von wo aus er aber weite Reisen auf dem Continente machte, wo er ba'd in Deutschland, bald in Frankreich, bald in Oesterreich, bald in Belgien und der Schweiz für die anarchistischen Lehren thätig war. Er wurde von den Behörden schon lange gesucht, doch erst in diesem Frühjahr gelang es, den gefährlichen Emissär in Lüttich zu verhaften und erfolgte schließlich seitens der belgischen Regierung die Auslieferung des Neve an Deutschland. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Correspondenz-Bureau. Baden-Baden, 3. October. Der Kaiser empfing heute Vormittag eine Anzahl türkischer Officiere, welche zur Dienstleistung in der deutschen Armee kommandirt waren und jetzt nach der Türkei zurückkehren. München, 3. .October. Der Prinzregent empfing heute Vormittag im Thronsaale, umgeben von den Oberfthofchargen und dem Ministerium, die Deputationen des Reichsraths und der Abgeordneten zur Ueberreichung der Adressen. Die Adresse des Retchsraths betont die Versicherung der Loyalität und sagt gewissenhafteste Prüfung des Budgets und der Gesetzentwürfe zu. Sie erblickt in der Förderung des Wohles des Arbeiterstandes eine hoch bedeutende Staatsaufgabe und schließt mit dem Wunsche der Wohlfahrt für den Prinzregenten und Bayern. Memel, 3. October. Die heutige Feier des 80jährigen Eintritts des Kaisers in die Front der Armee ist glänzend verlaufen. Die Stadt prangt im Fahnenschmuck. Der Mtlitär-Reoeille am Morgen folgte ein Festzug der Militärvereine und der Gewerke nach der Johanniskirche. Gottesdienst fand in allen Kirchen und in der Synagoge statt, dann ein Umzug durch die Stadt und um 2 Uhr ein Festessen. Oberbürgermeister König hielt die Festrede. Hamburg, 3. October. Der italienische Ministerpräsident Crispi ist mit vier Begleitern heute Morgen um 8 Uhr von Friedrichsruh abgereist. Er wurde vom Reichskanzler und dem Staatssecretär Bismarck bis zum Salonwagen geleitet. Wien, 3. October. Der König von Griechenland empfing heute Nachmittag Kalnoky in einstündiger Audienz. fVVXI±1, . P-fjh, 3. October. Der „Pesther Lloyd" führt aus, day die Mittheilungen der oppositionellen Blätter über das vorjährige Deficit grundlos seien und constatirt, daß die Vermögensbilanz des ungarischen Staates durch die Gebahrung von 1886 kerne Verschlechterung erfahren habe. ... . Rom, 3. October. Die „Riforma" schreibt: Die Begegnung Crispi s und Bismarck's gebe die beruhigendste und schmeichelhafteste Idee von der politischen Situation, welche Italien in Europa einnehme. Es sei übrigens in v^lge der die beiden Regierungen vereinigenden Beziehungen und bet den Sympathien, durch welche die ^zwei Staatsmänner verbunden sind, nur natürlich, daß man einen dtrecten Meinungsaustausch über die die beiden Staaten und den europäischen Frieden am meisten interessirenden Fragen angezeigt fühlte. Niemand vermöge zu jagen, welche Fragen speciell bei der Begegnung verhandelt wurden; doch könne man die Meinung der Blätter theilen, daß Crispi mitwirken werde zum Wohle des Vaterlandes auf der Basis des Völkerrechts und der Verträge. Wir haben, schließt die „Riforma , offen und loyal den Schluß gezogen, daß Crispi den Frieden sichern und nicht einen Krieg vorbereiten werde. . , t London, 3. October. Im Hydepark fand heute eine Arbeiterkundgebung statt, woran sich gegen 4000 Personen aus verfchiedenen Städten, größtentheils Arbeiter m Zuckerraffinerien beteiligten. Es wurden mehrere Resolutionen angenommen, weicye. sich gegen Zuckerprämien aussprachen und verlangen, daß auswärtige Maaren mit «nein Schutzzoll belegt würden. In den Reden wurde hervorgehoben, daß gegen 50,000 Arbeiter in Folge der Zuckerprämien beschäftigungslos seien. .rnnh London, 3. October. Nach hier eingetroffenen Nachrichten aus sich Maltetoa den Deutschen; er wurde an Bord des „Adler" gebracht, welcher altbann ab,e0eltRot,ttt6a6gten Staaten unterzeichnet. Darauf begaben sich die hoben Herrschaften ubn die Brücke, wo die Schlußsteinlegung erfolgte; die Urkunde wurde dngefujjt, der Großherzog nahm die Maurerkelle und legte den ersten Mörtel auf. Graf Eulenburg sprach das Schlußwort und brachte den Toast auf den deutschen Kaiser sang di-Bevölkerung di-National- Hymne, womit die offtcielle Feier ihr Ende erreichte. (Fr. I.) e u a J.r0 u. d. L., 1. October. Vorgestern wurde hier ein Mann aus einem esigen Landgerichts gefänglich eingebracht, der den Geliebten seiner Tochter ^at» Der Vater wollte von dem Verhältnisse zwischen dem jungen Manne Erb mkb fiAd& n\rnlbb 5 und verübte In bet Aufregung bi- unselig- That. warten habei? b Schwurgerichte Hierselbst wegen Lodtschlags zu verant- ie;rf,i»ba^r^.fafurt W^28. September. In der gestrigen Sitzung bes g-werbl«chen ri6lebln6 * * bi? %?atx-- e?flär/bofi (hi^bVxk*b efe 5dt. in der Hohe von pro Tag. StHagte SfentnlnPnfin,h,1*^ nur einen täglichen Lohn (ohne Kost) oon fünfzig Men fiinn, 9^", Klägerin den Einwand, daß sie mit 50 per Tag «abluna nnn ß bic Beklagte nach Äbzug von 3 M. zur TOSbrhen für iNcrichtshos fand es geradezu undenkbar, daß man einem .mbnebm? bn Z^e t wie sie auch immer gewesen sei, per Tag nur 50 zahle, ^1 20 n,r' Tn^A5ranff^r1tem,?ct6äItni,fen entsprechend, einen Minimallohn oon SMnnn IiSherin Minna K. war bei einer anderen Eonsecttoneuse Nabruna »an derselben leinen Lohn und kein Logis, sondern blos thro 00 I Pnhn®bn ?aabÄ -erlangt- nun für j-d-n Tag, an dcm es gearbeitet, N°H Klä^rin nnr L W:* und Kleidung bestreiten müsse. Beklagte will d-c 9 .dünnig Lohn per Tag zahlen. Nach langer Verhandlung erklärt stch Bek.agt- damit einverstanden, dem Mädchen per Tag 40 auszuzahlen, ^nphttinnß- nnh q Stober. Heute Abend gegen 8 Uhr brach in dem Berliner straß- ^uer m>b« ^r.b°us (A-ti-ngesellschast vormals Bartz u.Comp.) in der Kalser- straße F-ue aus, welches bisher noch nicht gelöscht ist. o Oct°6er* Der gestrige Brand auf dem Grundstücke der Berliner ' Gesellschaft wurde im Laufe der Nacht gelöscht. Ein gesammten Inhalte ist total, ein anstoßendes militärisches M^tmagazin theilweise zerstört. Der Schaden ist durch Versicherung gedeckt. Ein F u w ^lnann wurde durch den Rauch betäubt und in das Krankenhaus geschafft. Di- ?Jru£0e§ ^astmahl.) Man schreibt der „W. A. Z." aus Lissabon: " i Tempy, eine alternde Dame, sah sich aus der Bühne von qr?An «Ahm Künstlerinnen, den Fräulein Vincento und Farego, verdrängt. mi?nf*ÄaJLn?r c ?c ,^/^nzrolle nach der andern, um sie den beiden zu geben, die da- mtt schone Triumphe feierten. Die Gekränkte beschloß, sich zu rächen. Ende der letzten Ata ■c © x^x$ X^ X^ X^ X$ X & 90 8 50 25- 24 50 6- 75 7 25 7 50 3 23 14 25 15 50 20- 24- 25- 6 50 3- 2 75 Je V- KUogramm kostet: L E E C 8» I I I C/Äk /V^ t/M A A A 56 20 50 42- 15 20 64 107 - 63 -55 -43 -55 -59 20 Einladung zum Abonnement auf 7390 Wolfs. Bad-Nauheim. 3039 Preis pro Heft nur 30 Pfennig. E . 5 V Deutsches Familienbuch. 36. Jahrgang (1888). a iS) Alle 14 Tage erscheint ein Großfolio - Heft- § d Q B d a-t: öS a E -e-e £. ’a © E & N 5 Ed <*> Nutzholz- Bersteigeruug. Montag den 10. ßFtofrer, Vormittags 10 Uhr beginnend, sollen an der Bezirksstraße von Gladenbach nach Gießen 121 Stück Pappelbäume, mit 15 bis 56 cm Durchmesser, und 120 Stück Eschenbäume, mit 11 bis 34 cm Durchmesser öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Versteigerung beginnt bei Straßenstein Nr. 34,8 (unterhalb der Eis. Hand) und nimmt ihren Gang in der Richtung nach Rodheim a. B. Die Versteigerungsbedingungen werden im Termin bekannt gemacht. Dillenburg, den 3. Oktober 1887. Der Landesbauinspektor. i 7^30 Eine Scheune mit Stallung wird zu miethen gesucht. I M. Keßler, Metzger, Neuenweg. tDreiS vro Sekt nur 30 Pf., alfo wöchentlich eine Ausgabe von «««15 Pf.) täglich bei allen Buchhandlungen, Journal-Expeditionen und Post- anftalten. Mittwoch den 5. ds. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau verschiedene Möbel, ein Stoßkarren, zwei Pferde, eine Wanduhr und eine Taschenuhr gegen Baarzahlung versteigert. Die Versteigerung der beiden Uhren findet bestimmt statt. 7369 Geißler, Gerichtsvollzieher. Annahme von Abonnements auf den begonnenen neuen Jahrgang dieses schönen und billigen Familiev-Joarnals o ss Das feinste englische hohlgeschliffene Silberstahl * Rasirmesser verkaufe gegen Garantie. Dasselbe nimmt den stärksten Bart mit Leichtigkeit. Umtausch innerhalb 8 Tagen W Pr-is Mk. 2.50fa WtW ^^ühct^t.^2.50. ML •st Zk Allgemeiner Anzeiger. Regenmantel & Kleiderstoffe in großer Auswahl neu eingetroffen bei 6390 Je Pfeffer, Bahnhofstraße 8. von der Großherzogl. Saline Bad-Nauhelm aus gradirter Soole dargestellt, ausge- zeichnet durch seine Schärfe und Le'cbt- löslichkeit, Kochsalz, Viehsalz, Badesalz. tzissalz, Mutterlauge, letztere m Salinenkannen, alles bester Qualität,^ wie allgemein anerkannt, ist stets vorraikng und zu den billigsten Preisen zu benebeu bei Herrn Kaufmann <1. b. »• auf oem Markt in Gießen- Grossh. Salinen- und BerQar.it lud sie die Rivalinnen zu einem Dejeuner ein, bei welchem u. a. auch delikat Spreitete Schwämme servirt wurden. Die beiden Mädchen genossen davon in ziem- rotAIidier Weise, doch schon während der Abendvorstellung klagten sie über Krämpfe, ! der Nacht erkrankten die Künstlerinnen in lebensgefährlicher Weise und starben nach ^elltündigen qualvollen Leiden. Die Erhebungen ergaben, daß Signora Tempy ihre ^lleatnnen mit giftigen Schwämmen bewtrthet hatte. $ 0 _ lJägerlatein.) Der Mindener Zeitung wird folgende „schöne Geschichte' aus m.i^buraer Jägerkreisen berichtet: „Was willst Du in die Ferne schweifen, sieh, das rtLtp lieat so nah." In Ihrer werthen Zeitung vom Samstag befindet sich ein Artikel -inen zahmen Hirsch, der sich in der Dobroner Besitzung befindet. Dieses ist noch nickts gegen unsere wahre Geschichte. Vergangenen Herbst begab sich eine kleinere lAesellscbaft von Herren nach dem nahe gelegenen Jagdrevier Baum. Als dieselben ^twas tief in das Gehölz geschritten waren, kam auf einmal ein gewaltiger Hirsch auf L Geiellschaft zu, welche bereits anfing ängstlich zu werden, aber wie verwunderte man sich, als dieser Hirsch anfing zu sprechen: „Meine Herren, sind Sie aus Bückeburg?" c>a!" war die Antwort. Da trat der Hirsch mit seinem Vorderfuß gewaltig auf die kide und sagte dann: „Grüßt mir den Kitt". Damit drehte er sich um und ver- M.rocmb im Dickicht. Als man nun nach der Baumer Gastwirthschaft kam und nicht von dem Wunder sich erzählen konnte, trat auch zufällig der Präses des Vereins L Kunst und Wissenschaft", Herr Kitt, in die Gaststube. Diesem wurde sofort das Abenteuer mit dem Hirsch erzählt. Derselbe erklärte hierauf, daß dieses wohl der Hirsch lein müßte, welchen er nun wohl vor 30 Jahren, als er gelegentlich im Baumer Schloß gearbeitet, gefüttert und das Sprechen gelehrt habe. Man kann den Worten des Herrn Kitt sehr wohl Glauben schenken, da sich besagter Herr nicht erdreisten würde, einen derartigen Scherz zu machen. Repertorr der vereinigten Stadttheater zu Frankfurt a. Bi. Opernhaus. Mittwoch den 5.October: Vorstellung bei ermäßigten Preisen. Die Räuber. Außer Abonnement. Donnerstag den 6. October: Die Jüdin. Große Preise. Freitag den 7. October geschlossen. Samstag den 8. October: Aida. Große Preise. Sonntag den 9. October: Eid. Große Preise. Schaufpielhaus. Mittwoch den 5. October: Der Waffenschmied. Große Preise. 1 Donnerstag den 6. October: Vorstellung bet ermäßigten Preisen. Maria Stuart. Außer Abonnement. _ , , m !r Freitag den 7. October: Drei Paar Schuhe. Große Preise. Samstag den 8. October: Neu einstudtrt: Deborah. Große Preise. Sonntag den 9. Oct ober: Odette. Große Preise. Montag den 10. October: Flattersucht. Hierauf: Herrn Kandels Gardinenpredigten. Große Preise. ________________________________ Mittwoch den 5. d. M., Nachmittags 2 Uhr, in der Louis Flett'schen Hofrarthe dahier sollen gegen Baarzahlung öffentlich versteigert werden: r, 1 Kuh, 1 Kassen-, 1 Waarenschrank, 1 Ladeneinrichtung, 10 Bände Brehm's Thierleben, 1 Garnitur Polstermobel, 2 Betten, 2 Sopha's, Commoden, Kleider- u. 2 Küchenschränke, 1 Pia- nino, 1 Secretär, 1 goldene Taschenuhr rc. rc. Gießen, den 2. October 1887. _ Engel, 7360 Gr. Gerichtsvollzieher. "E -2 8- «£> X3) R s; a CQ XJ> -E X^ Dienstag den 15. November, Nachmittags 2 Uhr, soll auf dem hiesigen Ortsgericht das den Johannes Mahla'S Eheleute« gehörige Immobil Flur XXXX Nr. 277 — 475 Meter Acker auf dem Sand öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 4- October 18o7. Großh. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. 7410 1 Prima MMgel empfiehlt S. Katzenstein Ieilgeöotenes. I. A. Busch Erben beabsichtigen ihre beiden neben einander liegenden Häuser Kreuzplatz 1 und Sonnenstraße 32, unter günstigen Bedingungen zu verkaufen. Reflectanten wollen sich gefälligst an Fräulein Marie Busch, Kreuzplatz, oder Herrn Louis Schar- mann junior wenden.7055 Rockwolle per Pfund 93 Pfennig, sowie Strickwolle in allen Farben und Qualitäten, empfiehlt sehr billig 7406 Julius Schulze. Gartenlaube beginnt foeben ein neues Quartal mit: „Lisa s Tagebuch" von Klara Biller. 9u benetzen in Wochen-Nummern (Preis M. 1.60 vierteljährlich) oder in 14 Heften i 50 H oder 28 Halbheften ä 25 H durch alle Buchhandlungen. 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Stück X 0.40-0.75 Enten per Stück 1.30—1.60, Ganse per Pfund 40—06 H, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 64 Kuh- und Rindflessch 54-56 H, Schweinefleisch 54—60 Hammelfleisch 50 bis 62 Kalbfleisch 40-45 Kartoffeln per 100 Kilo X 3.50—6 00, Milch per Liter 12—18 Zwiebeln per Centner »H. 4.50—5.50. Gründers, 1. October. lFruchtpreiie.) Weizen X 16.80, Korn X 13.50, ®€rftc X 13.70, Hafer X 11.00, Erbsen X 00.00, Linsen Jt 00.00, Lein X 00.00, Hamen X 00.00, Kartoffeln X 0.00, Wicken 00.00. .Frankfurt, 3. Octbr. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer X 16,50-16,75, fremder X 16,50-18,75, Roggen eff. hies. X 18,00-00,00, ftemder x oo,00-,00,00 Gerste effektiv hiesige und Wetterauer X 15,00—17,00, fremde X 00,00-00,00, Hafer eff. hies. X 12,75—13,00, fremder X 00,00—00,00. E n || prakt. Arzt und Geburtshelfer, Special-Arzt für Ge- Hfi Ihinrlonh schlechts-, Haut- und Frauen - Krankheiten, Frank- JJI _ uVul Idulle snrt a. M., Stiftstraße 221. Sprechft. tägl. von 10—1 Ul • Viui IUUII) unb 3 5 u^r Nach ausw. w. a. brieflich. 6973 Derzeichniß der Mittelpreise der gewöhnlichsten Verbrauchsgegenstände in der Stadt Gießen vom Monat September 1887. ' । » —— >>' - ' ». ■'■■■.f... 1 .9 Je 50 Kilogramm kosten: 7403 Engroslager Sämmtliche Neuheiten in alte 100.80, neue 102.20 3V-o/o do. Redaction: A. Scheyda. .:-lh 97.30 103.00 102.00 97.40 10360 197.90 74V. 80.90 57.60 106.80 100.40 105 40 105.90 105.20 16.10-16.14 16.03-16.12 20.34-20.33 4.16-4.20 la. Schellfische, la. Cabliau, la. «Salm, , . Kieler Bücklinge, ger. Lachs heute Sendung bei 74U ~ C G Kleinhenn Aechte Franks. Würstel, » Wests. Pumpernickel. 7408^ Lebendfrische Schellfische, Seezungen, Hechte, Aale, Karpfen' Kieler Sprotten, Bücklinge, Spick! Flundern, Neunaugen, div. Delikatesten empfiehlt in frischen Sendungen k-L- ?x- •B» Ö hI 20 Francs-Stücke do. in Vi Engl. Souvereigns Dollars in Gold Donnerstag den 6. October laav Abends 9 Uhr, * Brdentl. 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