Nr. s. Mittwoch den 5. Januar ISST icßcncr Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Dureaur Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. iiBiniMiimiwM —bb—w Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlohn. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Wahl der Schulvorstandsmitglicder. Gießen, am 28. December 1886. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Schulvorstände des Kreises. Diejenigen von Ihnen, welche noch im Rückstände sind, werden an Erledigung unserer Verfügung vom 11. December 1886 binnen 5 Tagen erinnert. __Dr. Boekmann.___________________________________________________ Bekanntmachung. Betreffend: Die Reinhaltung der Straßen, Plätze und Kanäle in der Provinzialhauptstadt Gießen. Bei dem letzten Thauwetter sowohl, als bei früheren ähnlichen Gelegenheiten ist die Wahrnehmung gemacht worden, daß das von den gepflasterten Trottoirs rc entfernte Eis bez«. Schnee auf die nicht gepflasterte Fahrbahn, oder auf andere nicht gepflasterte Theile der Straßen geworfen wird. Der & 5 Reglements vom 10. November 1879, die Reinhaltung und Wegsamkeit der Straßen rc. betreffend, setzt fest, daß bei eintretendem Thauwetter nach Aufforderung der Localpolizeibehörde ohne Verzug die Straßen, öffentlichen Plätze und insbesondere Floßrinnen aufeisen, kehren und Schnee und EiS alsbald von den Straßen rc. entfernen zu lassen find. Wir können diesen ordnungswidrigen Zustand nicht länger dulden und bringen deßhalb die gesetzlichen Bestimmungen vorstehend wiederholt mit dem Bemerken zur öffentlichen Kenntniß, daß das Aufsichtspersonal strengstens angewiesen ist, Zuwiderhandlungen zur Anzeige zu bringen. . Gießen, am 30. December 1886. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. ______Frese nius. Politische Ueberficht. Gießen, 4. Januar. Die große schwebende Tagesfrage der inneren Politik, die Militärfrage, ist aus dem alten Jahre in das neue mit hinüber ge- nommen worden, ohne daß sich über ihre Lösung etwas Endgiltige« sagen ließe. Indessen dürfte die Entscheidung im Parlamente nicht mehr lange auf sich warten lassen, denn der Reichstag hat diesmal nur kurze Weihnachtsferien gehalten und tritt das Plenum bekanntlich an diesem Dienstag, die Commission für die Vorberathung de» Septennatsgesetze» am folgenden Tage zusammen. Am Dienstag halten das Centrum wie die deutfchsreisinnige Partei Fraktion»« Sitzung'en ab und es steht zu erwarten, daß hierbei die Stimmung in den Wählerkreisen beider Parteien gegenüber der Militär-Vorlage ihre volle Berücksichtigung finden wird. Weder Herrn Windthorst noch Herrn Richter dürfte e» verborgen sein, daß auch in der Centrumrpartei und in der deutschsreifinnigen Partei sehr viel Leute den Geldpunkt als nicht ausschlaggebend in der Militär- frage betrachten und die genannten Partei-Chef» werden diese Stimmung wohl oder übel berücksichtigen müffen. Was die fernere geschäftliche Behandlung der Militär-Vorlage anbelangt, so erwartet man, daß die Commission noch am 5. Januar zur zweiten Abstimmung schreiten wird und soll der gedruckte Com- misfionsbericht etwa am 8. Januar vertheilt werden, so daß da» Plenum spätestens am 12. Januar zur zweiten Lesung schreiten kann. Die letztere könnte al« Specialdebatte über die verhältnißmäßig kurze Vorlage ganz gut an einem Tage erledigt werden — wenigsten« würde eine weitere Verschleppung dieser so hochwichtigen Angelegenheit in weiten Kreisen der Nation peinlich empfunden werden. t Die Schauermähr von der Erschießung des deutschen Militär- bevollmächtigten in Petersburg, der Herrn v. Villaume, oder wenigstens von seiner schweren Verwundung durch den Czaren kann noch immer nicht zur Ruhe kommen. Jetzt weiß wieder ein Potsdamer Blatt .ganz bestimmt" zu berichten, daß Herr v. Villaume schwer oder gar hoffnung«lo» darntederliegt. Und doch hat ja der militärische Vertreter Deutschland, in Petersburg seinen Verwandten in Deutschland die telegraphische Nachricht zukommen lassen, daß er sich äußerst wohl befinde und außerdem auch der „Neuen Fr. Preffe" gegenüber auf eine directe Anfrage das erwähnte Gerücht als eine böswillige Elfindung bezeichnet. Warum will man nur yctnt v. Villaume durchaus das Leben nicht gönnen? Es ist indessen eine alte Erfahrung, daß in bewegten Zeiten sensationelle Gerüchte, und wenn sie den Stempel der Erfindung an der Stirn tragen, sofort die weiteste Verbreitung finden und sich allen Dementis zum Trotz mit einer merkwürdige« Zähigkeit behaupten, und so ist ee auch dieses Mal. Hoffentlich wird der von dem bösen Czaren erschaffene Herr v. Villaume noch lange leben! Die Meldung, daß die Verhängung de» Kleinen Belagerung«. Zustande« über München beabsichtigt sei, wird jetzt osficiöserselt« &Cme®em Prinzen Ludwig von Bayern, dem ältesten Sohne de» Vrim-Regenten, ist vom deutschen Kronprinzen ein prächtiger Ehrensäbel zum Weibnachtigeschenk gemacht worden. Die freundschaftlichen Beziehungen, welche »wischen dem deutschen Kronprinzen und dem Erben der bayerischen Königs- tbrones bestehen und welche besonder» seit der Theilnahme de» Prinzen Ludwig an den vorjährigen Kaisermanövern im Elsaß und seinem bald daraus folgen- den Besuche am Berliner Hofe hervortraten, haben durch diese Widmung eine neue erfreuliche Illustration erhalten. V Der französische Handelrminister, Herr Lockroy, hat jüngst lne recht seltsame Rede , gehalten. In der Syndicatrkammer der Pariser Bau- Mlndwerker erklärte er u A. sehr gelaflen: .Für die französischen Jntereffen darf er auf dem Gebiete des Handel« keinen andern Feind geben, als da« Ausland." Ist es schon seltsam, daß Herr Lockroy in seiner Eigenschaft als General-Commiffar der Pariser internationalen Weltausstellung für dar Jahr 1889 sich eine derartige Aeußerung gestattet, welche für das die Ausstellung beschickende Ausland gerade nicht besonders schmeichelhaft lautet, so muß sein Aurspruch um so verwunderlicher erscheinen, als sich Lockroy demnächst mit der Erneuerung verschiedener Handelsverträge zu beschäftigen haben wird. Wenn der französische Handelrminister in einer solch' eigenthümlichen Weise für die Weltaurstellung in Pari» Propaganda macht, so dürste die schon jetzt sehr mäßige Bereitwilligkeit der Völker, die Ausstellung zu beschicken, sich wohl noch erheblich verringern! Die bulgarische Rundreise-Deputation ist am Mittwoch Nachmittag von dem Leiter der englischen auswärtigen Politik, Lord Jddesleigh, empfangen worden. Der osficiöse Telegraph weiß zu berichten, daß dieser Em« pfang sehr herzlich ausgefallen sei und daß Lord Jdderleigh hierbei die Sympathien England, für Bulgarien betont habe. Nun, Sympathien sind so billig zu haben wie Brombeeren, aber mit bloßen Sympathien wird der bulgarischen Deputation schwerlich gedient sein und wenn sie von dem edlen Lord hinterher eingeladen worden ist, sein Schloß bei Exeter zu besichtigen, so dürste mit dieser Jnspection den Jntereffen Bulgarien» wohl auch herzlich wenig gedient sein! Von London au» will sich übrigen» die Deputation doch noch nach Pari» begeben. General Kaulbars ist zur Versügung des Obercommandirenden ber russischen Gardetruppen und de, Petersburger Militärbezirk« gestellt worden. Es scheint die, die Belohnung de» Generals für die „schneidige" Ausführung seiner bulgarischen Mission zu sein und wäre hieraus zu schließen, daß dar ganz Europa mit Entrüstung ersüllende Auftreten de» Generals in Bulgarien an allerhöchster Stelle in Petersburg doch „befriedigt" hat. Nun, der Geschmack ist eben verschieden! Gleichzeitig wird gemeldet, daß der Vertreter der Pforte in Sofia, Gadban Effmdt, zur Berichterstattung nach Konstantinopel berufen worden ist. Gabbau Effendi hat stch, wie erinnerlich, berufen gefühlt, die Rolle de» G-nerals Kaulbars nach dessen Abreise von Sofia fortzuspielen, allerdings mit demselben Ungeschick, und wie alsdann sein Bericht über die Lage in Sofia aussallen wird, kann man sich ungefähr denken. In der Herzegowina soll das Räuber-Unwesen wieder in Blüthe stehen. Die Banden find aus Montenegro herübergekommen und werden fie wohl nach Verübung verschiedentlicher Raub- und Mordthaten wieder in den „schwarzen Bergen" verschwinden. Osficiell weiß man natürlich von solchen Vorgängen in Cettinje nichts, heimlich lacht man fich daselbst aber in'S Fäustchen , daß Montenegro dem österreichischen Nachbar durch dm Schutz oder auch nur die Duldung solcher Banden einen kleinen Schabernack spielen kann! ][ Darmstadt, 3. Januar. Die übliche Neujahrs-Galatasel, welche der Großherzog dem diplomatischen Corps, den Spitzen der Militär- und Civil- behörden sowie seinen Hofstaaten alljährlich zu geben pflegt, findet heute Abend 7 Uhr im Weißen Saale der Schlosse» statt. E» find ungefähr 80 Gedecke aufgelegt. Von aurwärts wohnenden, am hiefigen Hofe accreditirten Diplo- maten werden u. A. auch Graf Tauffkirchen und Baron Soden erwartet. In den nächsten Tagen wird hier die neuerbaute Mädchen-Mittelschule in dem Blumenthal-Stadtviertel feierlich eröffnet werden. Der stattliche Bau kostet mit Gelände und Einrichtung ca. 260,000 «M. Der Geheime Ober« schulrath Greim, Oberbürgermeister Ohly und Kreisschulinspeclor Müller wer« den bei dem Einweihung»-Acte al» Redner sungiren. Wie schon erwähnt, wird seitens der Primaner des hiesigen Gymnairum» eine Aufführung von Sophokles' Tragödie „Phil oct et" vorbereitet. Wie wir hören, ist auch eine die Chöre begleitende Musik eigene componirt worden. * Eomp. Menket k>er hungemUm Vögel ei Ermäßigte Ermäßigte »u bereu Ausführung etwa 30 Streichinstrumente, welche ebmfall, von Schülern der genannten Anstalt gespielt werden, sich zu einem Reinen Orchester vereinigt ?aben. Man hofft, mit dieser Jnscenirung dem griechischen Originale möglichst nahe zu kommen. Samstag den 8 Januar: Gräfin Moray. Grobe Preist Slnfana 7 itfir m 8. Januar, Nachmittags 3V, Uhr: Sneewitt^-n Preise Abends 7 Uhr: Junker Heinz? KleinePreiseSneewittchen- m -r S?J!nt?0 den 9. Januar, Nachmittags 3»/, Ubr- Sneewittfsi,» Preise. Abends 7 Uhr: Die Favoritin MittelpreiseSneewittchen. m,... s K ScharrspielharrS. . Mrttwoch den 5. Januar: Zum ersten Male wiederholt- Svlvester Vorher. Der Kernpunkt. Große Preise. Anfang 7 Ubr 9 Donnerstag den 6. Januar geschlossen. Ö 1 $ Anfan/7°Uhr. 7‘ 3. DcCr6o,cn und nur den Personenschiffen nach Maßgabe I ?e? ^rt. J11- b 30. $eccm&cr wieder Schneewetter gewesen, die neue Verkehrs- 29rfT^mh^nnnft''^ ^?en. So ist z B. die Strecke Lehesten-Ludwigstadt am ?na?bl0f "^geschneit gewesen und ist der Abendzug bei Lehesten im Schnee stecken geblieben, sodaß es sich nothig machte, die Postsachen, wie in dcn Taaen vom 20. bis 23. December v. I. nach LudLigstadt zu schaffen - Heute schnei " nrtrtnpn106^ UQb * in ^2? Argen der Schnee bereits wieder Vi bis 1 Fuß hoch mSrh^rä ^Crr5.U£anP 2nselsberg ist total unmöglich. Die Leiche eines Selbst beerbet3, boj! °*cn ?“{ bei? ^igi Thüringens erschossen, mußte bis heute un- beervigt bleiben, weil es mcht möglich war, sich den Weg zu dem Friedhöfe eines benachbarten Ortes zu bahnen. — In einer schrecklichen Lage hatte sich in Folge dcä Ob?dr7s .Schneeunwetters der Schornsteinfegerlehrling Friedemann Schmidt aus ^Tn^yLbC UIIkcn* fluchtete sich beim Herannahen des Schneesturmes auf sinb e Unr-5nl e lan0 ausharren, bis der Erretter sich nabte. Leider iekt ?na?er AilJ?ey ucb Zehen total erfroren. — Es stellt sich ^;*nhmmer ^raus, daß in Folge des Schneetreibens dem Wildstande großer Schaden zugefugt worden ist. Viele Hasen und Rehe sind verendet aufgefuL ^f»ibnnÄfat[^La^n^L^Cr ?d^ory 3n Krefeld fanden am Abend des zweiten ^^Vorübergehende denProcurist einer dortigen Handelsfirma zusammer^ 2, £crtna^ der Haustreppe vor der Wohnung seiner Braut fitten hm Infiw «n Sie Brust herabgesenkt. Nähertretend, mochte man bst schreckliche Entdeckung daß der junge Mamr sich mittelst eines dünnen St-stckes an dem Schellenzuge der Haustbüre erhängt hatte. Was den Unglücklichen, der bald Hochzeit machen wollte w hUfem grauenhaften Selbstmorde getrieben hat, ist nicht ermittelt worden ' * nicht w^niglkalsächi ftent1CetfIo»mer Wach- Telegraphische Depeschen. Wolffs tetcgr. Eorrefponde«) ■ Vrrrearr» Berlin, 3. Januar. Se. Majestät der Kaiser hörte Vormittags den Dorttag Wilmowski's, ^tachmtttags Vorträge des Ministers Puttkamer und des Staatssecretärs Bismarck. Um 5 Uhr ist ein großes Diner im runden Saale, woran außer dem Kronprinzen und dem Prinzen Wilhelm alle kommandirende Generale des deutschen Heeres, welche dem Kaiser zur Jubelfeier gratulirten, der Kriegsminister, Graf Moltke, Waldersee und alle Generaladjutanten und Flügeladjutanten theilnehmen. Hamburg, 3. Januar. Dem „Hamburger Eorrespondenten" zufolge fandm auf Requisition der Altonaer Gerichte hier an mehreren Stellen Haussuchungen statt. Es soll sich um neue Erhebungen wegen socialdemokratischer Umtriebe handeln. Leipzig, 3. Januar. ES verlautet, daß die Landtagseröffnung am 15. d. M. stattfinden soll. Pari», 3. Januar. Der „Temps" erklärt die Berichte englischer Blätter für unbegründet, wonach der Vertreter Frankreichs in Kairo, Annay, beim Neujahrs- empfange der französischen Eolonie erklärte, Frankreich wolle besondere Maßregeln ergreifen, seine Interessen in Egypten nicht gefährden zu lassen. Der „Temps" fügt hinzu, daß die Annay fälschlich zugeschrtebenen Aeußerungen ebensowenig dem diplomatischen Gebrauch wie den Intentionen der französischen Regierung entsprächen. Annay habe einfach erklärt, das gegenwärtige Eabinet werde energisch bei der von Freyctnet befolgten Politik beharren und die Vertreter Frankreichs würden sich dementsprechend verhalten. en , — , Dem e/TempS" zufolge hätten Freyctnet und Jules Ferry anläßlich einer kürzlich bei dem Präsidenten Grevy stattgehabten Begegnung die Nothwendigkeit einer Annäherung der verschiedenen Fraktionen der republikanischen Partei anerkannt um dem Eonseilpräsidenten Goblet seine Aufgabe zu erleichtern. Beide Staatsmänner sollen ihre Geneigtheit kundgegeben haben, ein bezügliches Einvernehmen unter den Fraktionen herzustellen. London, 3. Januar. Die „Times" erfährt, auf dringendes Anrathen Lord Harttngton S und Chamberlain's werde Goschen das Schatzkanzleramt wahrscheinlich doch annehmen, während die Führerschaft des Unterhauses einstweilen dem Kriegs- mtntster ^.mith obliegen würde. Goschen mache seinen Eintritt in das Eabinet »on i einigen Bedingungen abhängig, worüber heute mit Lord Salisbury eine Verständiauna «rzielt werden durfte. Falls Goschen eintritt, sollten auch für zwei liberale Peers Eabinetssitze gefunden werden. . ^adstone richtete an den Redacteur einer neuen liberalen Zeitung in Edin- burg eine Zuschrift, worin er die Motive des Rücktritts Lord R. Churchill's billigt und die Liberalen ermahnt an der bisherigen Politik festzuhalten, jedoch keine Gelegenheit zu versäumen, die Wiedervereinigung mit den abtrünnigen Liberalen am zubahnen. • —„.Tie „Pall Mall Gazette" iheilt mit, Chamberlain habe sich bereit erklärt an einer Gonferenj m t Gl-dstone, Morley und Harcourt über die irische Frage tbeil-' zunehmen. Durch dieselbe solle eine Grundlage für die Verständigung der liberalen Gruppen des Parlaments über die Homerule-Politik angestrebt weX ® welche sow hl die Billigung Chamberlain's wie Parnell's finden könne. 4 I , . 2o"»on, 3. Januar. Goschen nahm definitiv den Poften des Schatz- erklärte Gabne Salisbury an, womit Lord Hartington sich einverstanden I — Die bulgarische Deputation war heute beim Lordmayor im Mausion-House I zum Deieuner eingeladen. v 1 I .... . B-mbay, 3. Januar Seine Königliche Hoheit Prinz Friedrich Leopold ver- Allahabad unb degibt sich nach Nord-Ostindien und zwar zunächst nach I . m ^Rom, 3 Januar Dem Minister des Auswärtigen, Grafen Robilant, ist von dem Sultan der Osmanieorden verliehen worden. I Steindrucker i, Stellmacher l, Tischler 4, Weber 3, Zimmerleute l SLeerm. 2‘ Scbl™«‘»" 1, tjnurn», 1, «W.% 2S“S.,(4 VK ^*rJ^r0DAn) Anstalt ausgenommen 495 Eolonisten. Berpttegungstage wurden 3523 gezählt. , nie A^-tt^,»b^"^-.ELitterung der letzten Wochen brachte uns so großen Zuspruch Arbeitsuchender daß eine große Anzahl wegen Uebersüllung -bgewieien^weTden mutzte. Trotz dem ungunstlgen Wetter wurden die Arbeiten im Freien Drainirrn ftäattenngea?beitet6t; h“”'6"1 °""b' in b,n @*cuntn gehrofi^en und aus'allen 2Lerk- Repertoir der vereinigten Stadttheater zu Frankfutt a. M Opernhaus. P^is^.Mittwoch den 5. Januar, Nachmittags 3«/, Uhr: Sneewittchen. Ennäßigte Donnerstag den 6. Januar: Herodias. Große Preise. Ansana V 7 irr,, Preise.° 7’3anuar' Nachmittags Zi/. Uhr: Sneewittchen. Ermäßigte «ietzen, 4. Januar. In der gestrigen außerordentlichen Stadtverordneten- Sitzung wurden die neu gewählten Mitglieder der Versammlung, die Herren H. E Jugharht vr. Ploch und W. Wallenfels durch den Vorsitzenden als Stadtverordnete eidlich verpflichtet und in ihr Amt eingeführt. Sodann wurde in geheimer Sitzung die Bürgermeisterwahl vollzogen unb der seitherige Bürgermeister Herr August «ramm für weitere 12 Jahre einstimmig wiedergewählt. «ießen, ^-Januar. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sißuna am Donnerstag den 6. Jannar 1887, Nachmittags 4 Uhr. "^"eien^ttzung am 1. Wahl der ständigen Deputationen. 2‘ b/s Hkinrtch Jnderthal auf derGroßmühle bei Alten-Buseck und ten, Klager, g^en die Stadt Gießen, Beklagte, wegen Veränderuna „ ^ai''rI^ ^?nb Entstehung öffentlichen Wassers. 9 * Äai‘ Ät°mba<6 umCvncession 4' wirthschaltz 5rani ®*ra9 um Erlaubniß zum Betrieb einer Zapf- 5. Feststellung der Baufluchtlinien für den Neuenweg 6. Die Handwerkerschule. 7. Das Feuerlöschwesen. 8. Aufstellen einer Annonce-Uhr. i°: £"""“ «»«*■> J« Z^^urz ein Canals auf dem Brand. 12. Kostendecreturen. 4. 3anuar. Am Donnerstag den 6. Januar Abends 71/ iiRr b?C ^CcCitation bcr Julius Wolff'schen Aventture Rattenfänger von Hameln" durch die Hofschauspielerin Fräulein Alma Fleischer, eme Schülerin des bekannten Hofscbausvielers Rr e» n r t h «,!a ;lcln 'llma «“«•- DI- junge kaum 19jäbrige Zmerin errreut fi^ni«. "allem des sL"e°.n7r vorzüglichen Schauspielerin, sondern ist auch schon als Recitatorin weit imh bekannt und dürfen wir deshalb ihrer Wiedergabe der herrlichen Wolff'schen Dichtung I ^großem Interesse entgegensehen. Daß die Pausen genußreich ausaefüllt^mÄ"8 t._c J?enLStcnbalcr Intelligenz-Blatt entnehmen wir Folgendes. Gestern 9ih»„K I DWZW-WWSM lumal Allgemeiner Anzeiger 76 1887 n ii il u 8592 UNd 2 v4L 126 H. NESTLt'S KINDERBEHL 103 A. A. Nrsell, Attendorn. Zur bevorstehenden 56 7504 51 Geschw. Heerz, Neuenweg 7. Annahmestelle bei M. Kann, Lindenplatz 46 Hamburger Engros-Lager jggsgk 100 und den halten wir SatinS, empfohlen. Der Stadtrechner: H. Enders. Die äusser ordentliche Verbreitung dieses Hausmittels hat eine ebenso pro ii ft der ersten medicinischen Autoritäten. Bei Abnahme v. 50 Pfd. 5% Rabatt. Umtausch gestattet. Zahlreiche ZEUGNISSE Wilh. Mosler Schillerstraße 11. < m --'---””0*- UUV VMUf U. u. deren Briefträger an. Verlag v. p. J. Tonger. 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St. 5—8 4, Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 18 4, Linsen 32 H, Tauben per Paar 50 bis 70 4- Hühner per Stück JL 0.85—1.00, Hahnen vr- Stück «X 0.70—1.10, Enten per Stück JL 1-50—2-70, Gänse per Pfund 46—62 4, Ochsenfleisch per Pfund 62 bis 61 -H, Kuh- und Rindfleisch 54—56 4, Schweinefleisch 56—60^, Hammelfleisch 54 bis 66 Kalbfleisch 50—ÖO H, Kartoffeln per 100 Kilo 4.00—4.50, Milch per Liter 12—18 3), Zwiebeln per Eentner 5.00—0.00. Frankfurt, 3. Januar. Der heuttge Viebmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 400 Ochsen, ca. 18 Bullen, ca. 370 Kühe und Rinder, ca. 210 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 64—65, 2. QuaÜ vM. 57—59, Kühe und Rinder 1. Qual, 54—56, 2. Qual. JL 45—48 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 65—70 H, 2. Qual. 55—60 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Frankfurt, 3. Januar. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL 17,00—17,25, fremder JL 16,50—19,75, Roggen eff. hies. v4L 14,00—00,00, fremder 24 311 Personen mit . . . ^ 119 899 707 Vers.-Summe, . und „ 224 670 jährl. Rente, Garantie-Kapital Ende 1883 . „ 36 612 300. Berlin, den 31. December 1886. Direktion der Berlinischen Lebens-Uersicherungs-Gesellschaft. Weitere Auskunft wird gern ertheilt, auch werden Anträge auf Versicherungen entgegengenommen von Fabrik-M^rire Vollständiges Nahrungsmittel für kleine Kinder. Ersatz bei Mangel an Muttermilch, erleichtert das Entwöhnen, leicht und vollständig verdaulich, deeehalb auch ErwaehscHeB bei Nagenlelden als Nahrungsmittel bestens empfohlen. Zum Sohuta gegen die zahlreichen Nachahmungen führt jede Büchse die Unterschrift des Erfinders Henri Verkauf in allen Apotheken und Drogen-Handlungen. 109 --/bon jedem tüchtigen Buchhändler a.Bochdiodkr. E.F Wtutrr'scheu^'^. vuchdruckerri, Darmstadt. Arbeitsversteigerung. SamStag den 8. d. MtS., Vormittags 11 Uhr, soll auf dem Rathhaus zuVillingen 45 bis 50 lfd. Meter Rabenauer Deckplatten zu liefern öffentlich versteigert werden. Hungen, am 2. Januar 1887. 124 Im Auftrag: Heineck, Bezirksbauaufseher. Mittwoch d. 5. Januar 1887, Nachm. 2 Uhr, versteigere ich gegen Baarzahlung: Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Spiegel, Bilder, 1 Weckeruhr, 1 Taschenuhr, 2 große Ladenschränke m. Glasthüren, 1 Kassaschrank, 3 Schafe, 2 Wagen Heu, 2t Rmtr. Buchen- und Etchenbrennholz, 1 Stoßkarren u- a. Zusammenkunft auf meinem Bureau. 85 Gr. Gerichtsvollzieher. 97 Dienstag, 11. Januar, Nachm. 2 Uhr, werden Neustadt 87 aus dem Nachlaß des Brieftr- Hanauer versteigert: Guter Kleiderschrank, Eommode, Küchenschrank m. Glasaufsatz, oo. Tisch, Sopha u- Stühle, Bettstellen, Bettwerk, Weißzeug, Frauenkleider rc., Brennholz u- Kartoffeln rc. I. A.: Müller, Ortsgerichtsmann. Nicht rauch e n. [H5] Programme an der Kasse h 10 117 2 BOSe, geb. Kolb Gießen. Prof. Dr. Bose Die Beerdigung findet in Darmstadt statt. 121 105 104 Schulstraße 9. Der Vorstand. 119 ■4 Ein wahrer Schatz für die unglücklichen Opfer der Selbst- befteckung (Onanie) und geheimen Ausschweifungen ist das berühmte Merck: Dr. Retau’s Selbst- bewahrune. 80.Aufl. Mit27Abbild. Preis3^L Lese es Jeder, der an den schreck« licheu Folgen dieses Lasters leidet, seine aufrichtigen Belehrungen retten jährlich Tausende vom sichern Tode. Zu beziehendurch das Verlags-Magazin in Leipzig, Neumarkt 34, sowie durch jede Buchhandlung. joi 125 Ein Bäckerlehrling gesucht. _____Neuenweg 38. Heute, Dienstag Abend bei Scharmann 91 Ein Mädchen tagsüber gesucht. Süd-Anlage 3, H. Der geschästssührende Ausschuß: Dr. Gottschick. E. Kauffmann. Schlosser. Stamm Am 3. Januar verstarb nach kurzem Leiden meine geliebte Frau I Dci 3000 Mk. 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