Bureau r Sch ul ft raße 7. Politische Ueberfkcht. gere Berichte eingehen, recht bald wieder ! Diese» Verlangen des greisen Monarchen Zte- ven Vkupfcynna-Abgeor nd ! führt. Der Ministerrath trat it ra Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Lorrclvondenz - ®urc»u. _n„ « 6r b . Qn8* Complott gegen den Fürsten Ferdinand von Bulgarien tauchen noch immer neue sensationelle Meldungen aus. Die dementirte Behauptung, er sei in Varna ein verdächtige« Individuum verhaftet worden, wird von privater Seite aufrecht erhalten und soll hiernach ber Ser. Saftete dn Montenegnner sein, der gestanden habe, ein Sendling der slavlschen Comttä, in Odessa zu sein, um gegen 5000 Napoleonrd'or „Entschädigung- und S«^tnCIBn0» w8 Amte» in Rußland ein Attentat gegen dar Leben de» Fürsten! Ferdinand» Natchewitsch'r und Stambuloff'r zu organistren und am Lage der Sobranie-Erüffnung zur Ausführung zu bringen. Um jene Reit ein paar Tage vor Eröffnung der Sobranje, hatte auch der Vertreter Oesterreich« in Sofia, Burian, dem Ministerpräsidenten Stambuloff Mittheilung von dieser Verschwörung gemacht, auf Grund einer chiffrirten Depesche, welche Herrn Burian von einem österreichischen Consul in Rumänien zugegangen sein soll. daselbst irgendwie behelligt zu werden. In Anbetracht dieser Lage der Dinge fthen die Dominikaner wie die Ursulinerinnen mit Bestimmtheit der baldigen ®ua»nn 8U:T R«^hr nach Berlin entgegen und e» ist nicht erfindlich, warum mit Berlin eine Ausnahme gemacht werden sollte. Dar Deutschthum kann in Straßburg einen neuen Erfolg per. Bürgermeister Lack wurde einstimmig zum Mitglied der unterelsässi- Ük Straßburg-West gewählt. Er stimmten ungefähr die Hälfte der Wähler und von diesen wiederum waren drei Fünftel Elsässer, wa, ein h r*1 a,rxe ä für bie sortschreitende Verständigung zwischen den eingewan- oerren Altdeutschen und den gemäßigten einheimischen Elementen Straßburgs ist. Von protestlerischer Seite war gar kein Candidat aufgestellt worden. (SnrifÄ m '.putsche Regierungs-Dekret gegen die Einfuhr Hamburger SV** ®ieb« aufgehoben worden. Nur soll dieselbe erst dann gestattet sein, Aufsuchung von Mitteln zur Denaturirung des Spiritus elnge« k-n Kommission ihre Arbeiten erledigt hat — eine etwas seltsame Klausel, oenn m Spanien wird man doch wohl ebenso gut wie anderwärts die Mittel zur Denaturirung des Spiritus kennen. w. Rückzug des Czechen-Clubs des österreichischen Reichs- fAL*«r Mittelschulsrage hat in den Kreisen der czechischen Wählerschaft lhens Ni^ergeschlagenheit, theils aber auch hochgradige Erbitterung hervorge- rusen. Dre letztere äußert sich namentlich in dem radikaleren Flügel der ^zeqmpartei, bet den Jungczechen, in drastischer Weise, und deren Organs führen eme Sprache, daß man meinen sollte, es wäre den Ezechen da« größte Unrecht ?n m n‘ ^ser Unmuth wird noch gesteigert durch die Ergebnisse der jüngst vollzogenen Stadtoerordnetenwahlen, bei denen die Deutschen m Ezechen in vielen Bezirken fast ebenbürtig an Wählerzahl gegenüberstanden. Auervtngs unterlagen die deutschen Candidaten in den meisten Bezirken und nur n einigen gelangen sie zur Stichwahl, aber selbst hierüber äußern sich wenig- uens die Mgezechischen Organe sehr erregt. Nun, die Deutschen Prags können R i- l m relativen Erfolg bei den Stadtverordnetenwahlen zufrieden sein, denn Huben gezeigt, daß sie noch immer ein lebenskräftiges und gewichtiges lnmillen der überwiegend czechischen Bevölkerung der böhmischen Haupt- «aor bilden und das Mährlein von dem rein slavischen Prag hat wieder einmal -lne schlagende Widerlegung gesunden. .ai8 ein Nachklang zu Der bis Januar vertagten Session des ö st er r ei- 5yrd?,e_n Reichsrathes ist die seitens des Herrenhauses debattelos in der Schlußsitzung vom Montag erfolgte Annahme, betr. die provisorische Verlängerung der Handelsverträge mit Deutschland und Italien zu betrachten. In der Schweiz haben am Sonntag die Neuwahlen zum Natio- ^alrathe, der eidgenössischen Volksvertretung, stattgesunden. Die bis Montag gerannt gewordenen 144 Wahlen zeigen wiederum das Vorherrschen eines ^^..^oemokrattschen Zuges in der schweizerischen Bevölkerung aus, denn dieser Mtttichen Richtung gehören 98 der neugewählten Nationalräthe an, 41 der- >rnd Vertreter der conservativ-ultramontanen Partei und nur 5 National- ^^ntiren die gemäßigte liberal - conseroative Mitte. Der Nationalrath ins A 1O,I ^^bschon bislang, in seiner großen Mehrheit entschieden liberal sein S uuch im Ständerathe, der Vertretung der Cantone, ist eine liberale Mehr- M gesichert. November. Seine Majestät der Kaiser hat in der vergangenen Wilhelm ^'chlafen. Er empfing gestern Abend um 5»/, Uhr den Besuch des Prinzen Der Kaiser soll den lebhaften Wunsch geäußett ^abe^^s^/n Sobn über dessen Bünden jetzt immer günstigere Berichte etngehen, recht bald wieder tn der Heimath begrüßen zu können. c s)?Arh?er?» Vogesen wird man von der Kritik, welche der russich-osficiöse ^.^TurinerProgramm-RediCri-pi'S üb, nur i x 0t^utn0 äct nehmen. Der „Nord" liest au» den Aeußerunaen bei Ul en « ^ntsache heraus, daß eine deutsch,österreichisch. Spitze gegen Rußland bestehe. Als Gegengewicht ffi» e e}irropälf,5^cJPrCl,SaiQn8 betrachteten die maßgebenden russtsche-1 Kreise ein gemeinsames Handeln mit Frankreich in allen europäischen Kranen Nard^d^^ Fall, ohne ein förmliches Bündniß. Offen erklärt ^der hL' M?CrcC in 41 fc} benn Frankreich gewähre keine Garantie . ? e Stetigkeit seiner Regierungsform. — Die frauzöstschen Republikaner Bemsrkunn ®el^2,^ncn baS russische Regierungsblatt mit letzterer Bemerkung reicht, wohl oder übel hinunterschlucken müssen! ^.ord Lytton, der frühere Vicekönig von Indien, ist an Stelle Lord worden"'"""^ offidel1 ?um Botschafter Englanb» in Pari» ernar it Darmstadt, 2. November. (Militärdienst-Nachrichten.) E» wurden- Haup'manu und Compagnie-Chef vom 3. Großh. Hess. Jns.-Regt. (Leib-Regt.) Nr 117, dem Regiment unter Beförderung zum überzähl. Major aggregirt; Wei», Kasernen-Jnspector in Mainz, nach Gießen versetzt: Lutz, Zahlmeifier vom 2. Bat. 3. Großh. Hess. Jnf.-Regt». (Leib-Regts.) Nr. 117, iUak^efT',=$ On'aa ' ^r' L1 r”erfe6t; Zahlmeister Freimuth und Emich cÄw.TCT17*»,?S» b""' 2- ®‘1' ’■ ®'* m .Darmstadt, 2. November. Se. König!. Hoheit Prinz Heinrich von Preußen trifft, von Baveno zurückkehrend, Nachmittag» zum Besuch der Großh Familie hier ein. w r.,n*^rt,k“' 21 92o”e”b®1- Da» heutige Reichsgesetzblatt enthält eine kai- 6er ein6®rufeinroirbÜOm 31‘ °C °Ber' bui<5 roeI^e ber Reichstag zum 24. Novem« cm 31. October. Ein aus London, 26. October, datirter Brief Sir M. Mackinzie s an Professor Dr. Oertel in München spricht sich nach sa?aen'd^b! Bemerkungen über das Befinden des deutschen Kronprinzen wörtlich nnAm.kminfioltIit6 3?rer Anfrage in Betreff des deutschen Kronprinzen bin ich in der ff“ Ihnen mittbeilen zu können, daß seine Gesundheit, als ich ihn in k-J 6.’: n gutem Fortschritt begriffen war. Es hat niemals das Charakteristikum RrfLl 6°rt 8i" Kruukheit cxisttrt, soweit als es die mit dem freien Auge sichtbaren erkennen ließen, so daß meine Behandlung durchaus aus die Erfahrungen Ihres berühmten Pathologen sich stützte. So werthooll auch Professor Virchow'" Mn a8kel!(.8ett,elcn ftnb’ fo Huben sie natürlich nur eine negative Beweiskraft und ich bin deshalb noch nicht vollständig sicher, bis nicht sechs Monate nach der An° Wendung der elektrischen Cauterisatton verflossen sind. Ich brauche wohl kaum tu «flären, daß ich niemals nur im Mindesten abgeneigt gewesen war mit meinen deutschen Kollegen zusammenzutreten, und sollte unglücklicherweise sich irgend ein «‘81 Symptom zeigen, wäre ich der Erste, die Mithilsi eines Ih^r Landsleute ^6ra MnndltiUhn66M-mfi di- Veröffentlichung von Bulletins 6elrifft, bin ich gau, ÄS ' ? ? hüuffge officietle Mitthellungen wünschenswertb seien, da durch lie iVh,6 M.u ® 1 ^I,c6cr fruchte entgegengetreten wird. Bet Privatpersonen bleibt hn sVo lmmer bem Patienten überlassen und es erscheint nicht billig, daß, werden soll/Wftem SRan0e ift' ,clnc {i8enetI Gefühle hierin nicht berücksichtigt ist ein ganz natürliche» und erklärliche» und e» steht zu erwarten daß von ä»t. sicher Seile kein Veto eingelegt werden wird, wenn der Kronprinz seinen Winteraufenthalt in Italien etwa» abzukürzen gesenkt. Nach dem Kleinen Journal" würde die Rückkehr de« hohen Herrn nach Deutschland erfolgen, wenn ihm der Aufenthalt in L-an Remo zu der erhofften beschleunigten Wiederherstellung seiner Gesundheit verhalfen haben sollte. Die lieberRebelung de» Kronprinzen und !Er Familie von Baveno nach dem milderen San Remo geht voran» sichtlich in diesen Tagen vor stch, nur heißt e», König Humbert, welcher bereite in notiger Wache die Frau Kronprtnzesfin und die Prinzeß Victoria aus seinem Schlaffe zu Monza empfangen hatte, gedenke dem Kronprinzen noch in Baveno einen Besuch abzustatten. D>e ^4 °uf Grund de. Friedensschlusses zwischen der preußischen Regie, rung und dem Vatikan vollziehende Rückkehr der katholischen Orden nno ^ ^/rlassungen nach Preußen regt auch die Frage an, ob nicht auch die früher in Berlin ansässig gewesenen Orden dahin zurückkehren werden Es handelt sich h-erbe um die Domimkaner, die das Kloster in Moabit inne halten und um b e Urfulinerinnen, welche in der Lindenstraße ein Pensionat und eine Schale besaßen. Zwei der Dominikaner, die Patres Czeslan» und Vetru» dt° ReArhauptstabt überhaupt nicht verlassen, sondern übten als Welt- geist iche d e Seelsorge in der Moabiter Kapelle und im Knaben-Waisenhause ebenfalls diese» Amt au,. Dem zeitweiligen Aufenthalte von katholischen Orden«- Angehörigen, selbst die Jesuiten nicht ausgenommen, find in Berlin niemals Schwierigkeiten gemacht worden und ebenso verfuhr man gegen die Ursuline- rinnen äußerst nachsichtig. Zwei von ihnen, die bei der Abreise ihrer Orden«, schwestern van Berlin wegen Krankheit zurückbleiben mußten, errichteten in Ruaow bet Berlin ein Pensionat mit durchaus klösterlichem Anstrich, ohne daselbst iraenbroie bebelltat m werben 5>n kZJ cml.. »3" ®llflrQb bie Angelegenheit der 52 von ber Krone zu ernennen» fnhr®f™ 0rbneUn 0an’ °ugenscheinlich zu einer Krisis ge» am Dienstag zu einer außerordentlichen Siduna hb°ffinißn' "^^bflnttive Beschlüsse über bie Einberufung der Skupschtina und miren^i» br: fafFcn- S8on diesen 52 Deputirten rekla» miren bie Liberalen wie die Radikalen in der Skupschtina die größere Hälfte für sich und da da« Cabinet Risticr auf beide politische Richtungen Rücksichten nehmen muß, so gestaltet sich seine bevorstehende Entscheidung zu einer ziemlich h-'k-ln Sache. Doch ist die Möglichkeit natürlich nicht ausgeschloffen daß e« zwischen den beiden serbischen Regierungs-Parteien zu einer Verständi» gung kommt. Rr. 287 Sreitag bm 4. November 1387 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigkblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Brinaerlobm Durch dre Poft bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. UniversttätS-Ghronik. — Der preußische Cultusmtnister hat von den Universitäten eingehende Aeußerungen darüber etngefordert, welche Ausdehnung das studentische Duellwesen tn der letzten Zeit genommen hat und welche Erfahrungen überhaupt auf den einzelnen Universitäten gemacht worden sind. — Die „Strals. Zeitung" theilt mit: „Von einer zuverlässigen maßgebenden Persönlichkeit erhalten wir die Nachricht, daß demnächst, d. h. von Ostern 1888 ab, die Abiturienten Prüfung an sämmtlichen Realgymnasien des preußischen Staates auch zum Studium der Medicin berechtigen soll." — Ofsicielle Meldung. Seine Majestät der Kaiser hörte heute den Dortrag Wilmowskt's Die Störungen im Befinden des Kaisers, die nach einer gut verbrachten Nacht bereits' gestern gemlldert waren, machten nach der ebenfalls ohne Unterbrechung verlaufenen letzten Nacht weitere Fortschritte zur Besserung. Der .Kreuzschmerz tritt noch auf, namentlich bei Bewegungen, was manchmal recht empfindlich; er gestattet ein Verweilen außer dem Bett noch nicht. Berlin, 2. November. Staatssekretär Graf Bismarck begibt sich heute Abend nach b^rtch^ruh- $ November. Heute Nachmittag ist der Eircus Renz bis auf den großen «stall und das Vorderhaus vollständig niedergebrannt. Das Feuer brach im Feuerungsraume des Castellons aus, welcher das Feuer zu löschen versuchte, dabei aber zusammenbrach und soäter besinnungslos von den Feuerwehrleuten aufgefunden wurde. Zwei der letzteren sind verletzt. „ _ t London, 2. November. Zufolge einem Telegramm auS Durban von gestern entsprachen der Zulukönig Dtnizulu und Undabuko der Aufforderung des Gouverneurs Havelock, mit ihm tn Ekowe zusammenzutreffen und ihre Unbotmäßigkeit zu rechtfertigen, nicht. Britische Truppen gingen daher von Ekowe nach dem Zufluchtsorte Dinizulus ab. London, 2. November. Frau Goldschmidt, geborene Jenny Lind, ist heute Vormittag gestorben. , „ _ c . Washington, 2. November. Der oberste Gerichtshof der Unionstaaten verwarf das Cassaitonsgesuch der Chicagoer Anarchisten. Dieselben werden also hin- gerichtet, wofern nicht der Gouverneur von Illinois von dem ihm zustehenden Rechte der Begnadigung Gebrauch macht. Lokale-. Gießen, 3. November. Die heute zur Ausgabe gelangte Nr. 11 der Verwaltungsblätter hat folgenden Inhalt: 1. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofes, betreffend Die Anzeige gegen den Feldschützen Andreas Sauer zu Griedel wegen Uebertretung des Bahnpolizeireglements. 2. Entscheidung Großh. Verwaltungsgerichtshofes, betreffend die Anzeige gegen den Schullehrer Zinßer zu Lindenfels wegen Körperverletzung. 3. Entscheidung Großh. Mcnisteriums des Innern und der Justiz betr. den Recurs des Wilhelm Schomber und August Friedrich Albold wegen Verweigerung der Wtrthschaftsconcession. 4. Oeffentliche Sitzung des Prootnzialausschusses der Provinz Oberhessen vom 15. October 1887. 5. Zum Neubau der Kreisstraßen. Abonnements auf die Verwaltungsblätter nimmt die Expedition des Gießener Anzeiger entgegen und zwar für die Abonnenten letzteren Blattes zum ermäßigten Preise von 50 H pro Quartal. Gießen, 3. November. Wir wollen nicht versäumen, das kunstliebende Publikum auf eine hrer zur Zeit weilende Gemälde - Ausstellung (Seltersweg 71) des Malers F. Küpper aus Düsseldorf besonders aufmerksam zu machen. Genannter Herr^hat eine interessante Sammlung hervorragender Meister, u. A. Rasmussen, Volkers, Sell, Kierberg, Beinke, Heydendahl, Hempe, Jungblut, v. Poorten, Forstmann, v. Wille rc., zusammengestellt und beabsichtigt, sämmtliche Gemälde zu billigen Preisen käuflich abzugeben. * Gießen, 3. November. Nächsten Samsiag beabsichtigt der hiesige Turnverein, wie schon durch ein betreffendes Inserat mitgetheilt, die Eröffnung des Winterhalbjahrs durch eine solenne Kneipe, verbunden mit Musik, in dem Vereinslokale (Caf4 Schnell) zu begehen. Wie bekannt sein dürfte, hält der Verein jeden Samstag gesellige Zusammenkünfte in dem Vereinslokale ab und ist der hierbei in's Auge genommene Zweck, das gesellschaftliche Leben im Turnverein, welches allerdings bisher Manches zu wünschen übrig ließ, mehr zu pflegen und zu heben und dadurch auch das Interesse für das Turnen unter seinen Mitgliedern immer mehr zu fördern, gewiß anzuerkennen und dürfte demselben der beste Erfolg zu wünschen sein. XI t l « i f d t H Neu-Ulrichstein, 1. November. sMonats-Bericht der Arbeiter - Colonie pro October 1887.] Ultimo October sind in der Colonie arbeits-, resp. stellenlos ins- gesammt 65. Hiervon waren landw. Arbeiter rc. 19, Böttcher 1, Brauer 1, Buchbinder 4, Gigarrenmacher 1, Former 1, Kaufleute 3, Kellner 2, Bureaugehtlfen 2, Bronceur 1, Glasschleifer 2, Korbmacher 1, Anstreicher und Weißbinder 3, Maurer 2, Müller 1, Schlosser 4, Schmiede 1, Schneider 5, Schuhmacher 3, Stellmacher 1, Weber 2, Zimmerleute 1, Tuchmacher 1, Metallgießer 1, Landwirth 1, Schreiber 1. Den Staaten nach kommen auf: Großherzogthum Hessen 24, Nassau 2, Thüringen 3, Bayern 3, Württemberg 1. Von Preußen die Provinzen: Brandenburg (Berliner) 2, Hannover 1, Hessen (Cassel) 13, Pommern 1, Rheinland 10, Schlesien 2, Schleswig 1, Hamburger 1. Frankreich: 1. Abgegangen sind im Laufe des Monats October 11. Davon gingen auf eigenen Wunsch 7, durch die Colonie in Stellung 2, durch Entlaufen 1; arretirt 1. Im Ganzen wurden seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 719 Colonisten. Verpflegungstage 1399, Arbeitstage 1185, darunter sind 316 für fremde Rechnung. Darmstadt, 1. November. Im Jahre 1886 wurden im Großherzogthum Hessen zusammen 156 284 Maaße und Gewichte amtlich geaicht und geprüft. Die Einnahmen hierfür beliefen sich auf 52 288 JL 71Geaicht wurden u. A. 96 827 Fässer, 2481 Flüssigkeitsmaße, 52 471 Handelsgewichte, 1504 Gasmesser. — Nach einer in der jüngsten Nummer der „Mitthetlungen der Centralstelle für die Landesstattstik" gegebenen Uebersicht der Ergebnisse der Beitreibung der dtrecten Steuern im Jahre 1885/86 betrug die Zahl der Posten im Großherzogthum 2 368 730 mit einem Betrage von 8 006 282.41 jl, wovon 2 130 018 Posten mit einem Betrag von 6 957 808 JL ohne Mahnung bezahlt würben, während sich die Rückstandsposten nach den Mahnltsten auf 238 712 mit einem Betrag von 1048 473 beliefen. Zur wirklichen Pfändung kamen jedoch nur 89 580 Posten mit einem Betrage von 400122 JL Eine freilich immer noch recht beträchtliche Zahl. Durch Verkauf von 1723 Pfändern gingen ein 5 845 JL Uneinbringlich blieben 89 369 Posten mit 397 711 JL — Der Ertrag der Weinsteuer belief sich im Großherzogthum für das Etatsjahr 1885/86 auf 285 513 Jt, dagegen im Jahre 1886/87 auf 286 524 — Der Betrag der erhobenen Salzsteuer im Großherzogthum betrug im Etatsjahr 1886/87 die Summe von 962 814 während im vorhergehenden Jahre der Erlös 1012 710 JL betrug. Der Ertrag war also um nahezu 50000 je zurückgegangen. Zu Bädern für Heilzwecke wurden im Jahre 1886/87 zusammen 405 199 Hecto- liter Soole und Mutterlauge abgabefrei abgegeben, 39 402 Hectoltter mehr wie im Vorjahre. Es ist diese Steigerung insbesondere auf die Erhöhung der Frequenz in Bad-Nauheim zurückzuführen. (N. H. V.) A Mainz, 1. November. Neben den empfindlichen Freiheitsstrafen erwachsen einigen der in den jüngsten Socialistenproceß verwickelten Personen jetzt auch nachträglich noch beträchtliche materielle Nachtbeile. Einer der Verurteilten, ein Leder- Händler, hatte bisher ziemlich nennenswerthe Lieferungen für die Artillerie. Alsbald nach dem Prozeß wurde durch Regimentsbefehl den Truppen verboten, bei der betreffenden Person noch etwas zu kaufen. Schiffs nachrichte». Bremen, 1. November. (Per transatlantischen Telegraph.] Der $oftbamnf,r Werra, Capitän R. Bussius, vom ^Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 22. October von Bremen und am 23. October von Southampton abgegangen war ist gestern 7 Uhr Abends wohlbehalten in Newyork angekommen. A Mainz, 2. November. In einer am SamStag stattgehabten Bcrtammr,.»» der hiesigen Schreiner entschied man sich auch einstimmig wiederholt bet K? verordneten um Einführung eines gewerblichen Schiedsgerichts vorstellia in - I» Folge der heftigen Niederschläge der letzten Tage beg»nt Le! Wafier des Rheins für die Schifffabrt etwas günstiger zu werden. Zählerstand — Die jüngst erfolgte Umtaufe des „Boulevard" in eine „Kaiserftraße" hi«- roirb mit allerlei Liebenswürdigkeiten gegen die Stadtoerordnetenmajorität in der Presse lebhaft glossirt. Wnfcr — Hier lebt ein Beamter, der das gleiche Alter wie der Deutsche Kaiser bat imS von dem als Curiosum erzählt wird, daß er bis jetzt 50 Centner Schnuvltatmf seinen eigenen Gebrauch consumirt hat. Dac tUr A Mainz, 2.November. In Folge Beschlusses der Gmeralversammluna nnn den Acnonären der Hessischen Ludwtgsbahn wegen Verthetlung von 400,000.* mekh aus dem vorletzten und letzten Betriebsjahre gemäß dem Gesetze vom Jahre 1884 nor läufig als Reservefonds zurückgestellt worden waren, gegen dey Berwaltunasratb Gesellschaft anaeftrengten Proceß haben die nach dem obsiegend«ä Urtheil der AcltonSr nunmehr von Ler Gesellschaft zu zahlenden Proceßgebühren daß nette Sümmchen nn 1500 JL betragen. Diele hohe Gebühren waren für den Verwaltungsrath mitbcsttmmmd gegen das ergangene Urtheil keine höhere Instanz anzurufen. — Gestern haben zum ersten Male wieder Alumen des bischöflichen Seminar« an dem Pontificalamte im Dorne hier theilgenommen. ar9 △ Aus Rheinhessen, 1. November. Die Angelegenheit der Erbauuna ein«- festen Rheinbrücke bei Worms ist jetzt um einen Schritt weiter gerückt, indem die Vorarbeiten in ein Stadium getreten sind, daß die Platzfrage bereits in den Vordernrun»! tritt. Hierüber liegen zwei Projecte vor; das eine will die Brücke oberhalb Worms an das sogenannte Wäldchen gelegt haben, während nach dem zweiten Projecl die * Mündung der Brücke auf dem linken Rheinufcr unfern der Liebffauenkirche »u liea?n käme. Die SUdtverordneten von Worms dürften in Kürze die Fraae m L- scheiden haben. ö JU cnt' Nordhausen, 2. November. Bei Uthleben im Landkreis Nordhausen ist eiN-großer-Waldbrand entstanden. (»V 3) •anhl »»> Merks-r« —e. Gießen, 3. November. Wie verlautet, beabsichtigt die Preuß. Staatsbahn-Verwaltung, auf den preußischen Bahnen Retourbillets für die vierte Wagenklasse einzuführen. Dieselben sollen jedoch nur versuchsweise und zunächst für kurze Strecken ausgegeben werden. Wenn dieser Neuerung sonstige den Bahnbetrieb nicht erschwerende Gründe entgegenstehen, so kann man es nur als recht und billig bezeichnen, daß die Ermäßigung, welche seither die Reisenden höherer Wagen- klassen genossen, nunmehr auch den weniger bemittelten Reisenden zu Gute kommt. Limburg, 2. November. Rother Weizen pro Malter JL 14 60, weißer Weizen ** 14.35, Korn JL 10.10, Gerste ** 9.00, Hafer JL 5.80, Erbsen 00.00, Kartoffeln 0.00. 81/3°/o Fürstlich Isenburg und Büdingen-Birstetn'sche Anleihe. Wir veröffentlichen im Jnseratentheile unseres Blattes den Prospect über die von der Bergisch-Märkischen Bank in Elberfeld, der Deutschen Vereinsbank in Frankfurt a. M. und der Württembergischen Veretnsbank in Stuttgart s. Z. übernommene 3Vr o/o Fürstlich Isenburg und Büdingcn-Birstein'sche Anleihe. Wie daraus hervorgeht, hat Se. Durchlaucht der Fürst Carl zu Isenburg und Büdingen-Birstein unter Consens der sämmtlichen Agnaten des Fürstlichen und Gräflich Jsenburg'fchen Gesammthauses ein zu 3Vi°/o verzinsliches Anlehen im Betrage von 61/» Millionen Mark ausgenommen. Der Erlös dieser Anleihe dient zur Melioration des Grundbesitzes Sr. Durchlaucht sowie zur Consilidirung seiner Verbindlichkeiten und insbesondere zur Tilgung der älteren 4°/0 Anlehen vom Jahre 1865 und 1881, welche bereits auf den 10. October d. I. bezw. 10. Januar 1888 gekündigt worden sind. Den Inhabern dieser Obligationen ist kürzlich durch Bekanntmachung der Fürstlich Jsenburgischen Rentkammer die Conversion auf Basis des Emissionscurses angeboten worden. Die neue 3‘/g% Anleihe ist eingetheilt in Stücke von 2000, 1000, 500 und 100 X und mit Coupons per 2. Januar und 1. Juli versehen. Vom Jahre 1897 an wird die Anleihe jährlich mit 1 Procent unter Zuwachs der durch die successive Einlösung ersparten Zinsen arnortisirt. Dem Fürsten steht indessen das Recht zu, vom 1. Juli 1897 ab verstärkte Aus- loosungen vorzunehmen oder das Anlehen nach vorheriger dreimonatlicher Austündigung ganz zu tilgen. Unter Zustimmung des gelammten Fürstlichen und Gräflichen Hauses sind zu, Sicherung der Verzinsung und Rückzahlung der Anleihe eine Reihe zum Fideicommch - vermögen des Fürstlichen Hauses gehörige Objecte an erster Stelle verpfändet worben. Diese zum Thetl in Preußen unb zum Theil in Hessen gelegenen Pfandobjecte bestehew aus werthvollen Domänen unb Walbungen. Dieselben repräsentiren nach sorgfältig vorgenommenen Werthbemeffungen Seiten- bekannter Autoritäten auf bem Gebiete ber Lanbwirthschaft einen Taxwerth in nahezu breifacher Höhe bes Anleihebetrags, runb 19 Millionen. Die Einlösung ber Coupon« unb verloosten Obligationen erfolgt bet ben Eingangs genannten Banken. Die Anleth.« wirb, wie wir bereits früher erwähnt, in Frankfurt a. M. zur osficiellen Notirung kommen. Die Bergisch-Märkische Bank in Elberfelb, bie Deutsche Vereinsbank in Frank-- furt a. M. unb bie Württembergische Vereinsbank in Stuttgart nehmen bis zumi 8. November Zeichnungen zum Cours von 93% zuzüglich 3%% Rückzinsen vonU.^mu entgegen. Den Inhabern ber pr. 10. Januar 1888 gekünbigten 4% Anleihe Donn Jahre 1881 ist ein Vorzugsrecht eingeräumt, inbem ben Convertirendck unter Eer^ gütung einer Bonification von Vi% die volle 3utheilung bes entfallenden Betrag« 3Ve% Titres zugesichert wirb. Aus ben Subscripttons-Bebingungen heben wir bas folgenbe hervor: Die Zutheilung erfolgt nach bem Ermessen jeher einzelnen Anmeldestelle finb von ben zugetheilten Stücken zwei Fünftel bis spätestens 22. November iw" zwei Fünftel bis spätestens 13. December 1887, ein Fünftel bis spatesten 8. Januar 1888 abzunehmen. Beträge unter 10000 JL finb ungetheilt ms jum 22. November zu regultren. , Die Convertirenben, welche 4% Zinsen bis 10. Januar erhalten, öQb.e.nrJ^ Titres mit in daplo auszufertigenben Nummernverzeichnissen, für welche btc CmM stellen Formulare ausgeben, einzuliefern. . Zunächst werben Jnterimsscheine ausgegeben, welche nach Ferttgstellung Obligationen kostenfrei in befinitiue Stücke umgetauscht werben. „„.-.ckru- Auf ben übrigen Inhalt bes Prospects behalten wir uns vor zuruu-» kommen. — Liebende Fürsorge für werthe Angehörige, welche an Lunaenkatarrh ober Halsletben erkrankt, bestimmt deren treue Pflege, ihnen bie Sodener Mineral- Pastillen (erhältlich in allen Apotheken zu 85 \ per Schachtel) zugänglich zu machen. Die Wirkung dieser, in lauwarmem Wasser aufzulösenden Pastillen ist eine wahrhaft vorzügliche. Attest: Bromberg, den 2. März 1887. Es gereicht mir zum Vergnügen Ihnen mitzutheilen, daß Ihre Sodener Mineral-Pastillen ein ganz vortreffliches Heil! mittel für alle Affectionen ber Länge unb bes Halses finb. Da sie ebenfalls ein Präservativ gegen Erkältung finb, so versäume ich bei rauhem Wetter nicht, täglich einige davon zu nehmen; aber auch bei Magenleiben (schlechter Verbaulichkeit) haben sie ihre Wirksamkeit nach kurzem Gebrauch bestens bewiesen. Achtungsvoll gez. Gg. Thies, Schauspieler am Stavttheater. Gottesdienst der israelitischen Retigionsgesellschsst. Freitag Abend Uhr, Samstag Vormittag 8-° Uhr, Samstag Nachm. 3” W Samstag Abenb 5" Uhr. PROSPEKT. MM IsMbnrg und Büdlnguu-OWs* M InMen von Nominal B,500,000 Mark D. R.-W. t«m St. Durchlaucht der Mrst Carl ;u Isenburg und Mdingen-Birstcin hat bei den nachbenannten drei Bank-Instituten, nämlich- Ser Bergisch-Märkischen Bank su «iderset-, der deulschen Vereinsbank fii Frankfurt a. M., Ser Wurttembergischen Dereinsbank zu Stuttgart ttoj“ ?y,,/o p* a; verzinsliches Anlehen 'im Betrage von Mark 6,500,000 deutscher Rerchswahrung ausgenommen. sind durch den Anleihevertrag bezw. den Text der Haupt- schuldoerschretbung, welche Original - Documente bei der Bergisch-Märkischen Bank zu Elberfeld HUrterlegt sind, im Wesentlichen die folgenden Bestimmungen getroffen worden. ,. ~ Swetf des Anlehens ist die Melioration des Grundbesitzes Sr. Durchlaucht und die Consolidirung seiner Verbindlichkeiten, insbesondere auch die Tilgung zweier älterer Amehen, namuch: 1. eines Anlehens von ursprünglich einer Million Gulden vom 27. März 1865 des Bankhauses M A. von Rothschild & Söhne, dessen noch mrsstehender Betrag bereits auf den 10. October 1887 Seitens Sr. Durchlaucht gekündigt worden ist; 21 Es Anlehens von ursprünglich Mark 1,400,000 vom 1. April 1881 zu Gunsten des Bankhauses von Erlanger & Söhne, dessen noch ausstehender Betrag Seitens Sr. Durchlaucht auf den 10. Januar 1888 gekündigt worden ist. , , Auf Grund der Hauptschuldoerschreibung werden 8000 auf den Namen lautende, durch Blanco-Cesston übertragbare Partialobligationen ausgegeben, nämlich: 1500 Stück Lit. A. ä Mk. 2000,— 2000 Stück Lit. B. ä Mk. 1000.— 2000 Stück Lit. C. ä Mk. 500.— 2500 Stück Lit. D. ä Mk. 200.— Diese Partialobligationen werden mit Coupons und Talons versehen; die Zinsen zahlbar "0^ $uli lb87 unb ^inb jeweilig am 2. Januar und 1. Juli fällig und o J?01? ^^£ 1897 an werden die Obligationen mit jährlich 1 Prozent unter bcr Je. Kellerei Wenings: 1. Domänen und Gebäude 2. Waldungen . . . . E. Weingut Hochheim . . . . Mk. 24,708.02 „ 159,549.09 Mk. 184,257.11 . Mk. 63,245.87 5,310,83 „ 68,556.70 . Mk. 31,905.62 „ 122,797.— „ 154,702.62 . Mk. 16,434.37 „ 17,500.— „ 33,934.37 ....... „ 8,194.— . SttMMa . . . Mk. 449,644.80 v nach dem neuesten System in Birstein eingerichtete Damvfsäae- Un^?aä ®citel'6 Sr. Durchlaucht gepachtete Sägewerk IN Wächtersbach lasten wehere Steigerung der Er.rägniste aus den fürstlichen Waldungen erwarten. .... ‘ay Hkctar 33 Ar 96 Q.-M. der snb B III und IV verzeichneten Reali- iäbrn* bcf Asenburg und Büdingen-Philippseich ^^e"de Paragiats-Rente von circa fl. 10,000.- vorberechtigt. ->m Uebrigen ist die Anleihe aut sämmtliche vorerwähnten Immobilien als erste zrvvo?bek be'iden°Ellma?os der verpfändeten Immobilien, welcher noch'für die Wnrf ß wrnno i nCfe"wähnten alteren Anleheu haftet, ist die Hypothek von Mark 8,a00,000 einstivetlcn hinter jener alteren Hypothek eingetragen, rückt jedoch nach berfcIbcn f0f0rt und von selbst auf den betreffenden Ob- d.a mC.ThDD?m^ef?mmt6nufc Anlehens-Vertrage ist vorgesehen, daß macht^w/rden^ kann^ ^' roenn auä) Fideicommiß, erforderlichen Falles geltend gc- Engelbert König hat, nachdem er von seinen diesbezüg- Uchen Dienstpflichten gegen Se. Durchlaucht den Fürsten Carl zu Isenburg und Budmgen-Birstein von Letzterem entbunden worden ist, die eidesstattliche Versicherung abgegeben, daß er die Einkünfte aus den verpfändeten Liegenschaften vorzugsweise zur ^Ä"?0 kcr Fürsten auf Grund der Darlehensbedingungen obliegenden Verbindlichkeiten verwenden werde. Sollte der Genannte vor der gänzlichen Tilgung des Anlehens gedachte Functionen nicht mehr ausüben können, so soll an seine Stelle eine andere, den drei Banken genehme Persönlichkeit mit den gleichen Verpflichtungen treten n • Vordem hat Se. Durchlaucht der Fürst Carl zu Isenburg und Büdingen- Birstein die gesammte Verwaltung seiner Güter Sr. Erlaucht dem Grafen Georg zu Ysenburg und Büdingen-Philippseich übertragen, und derselbe hat den obengenannten drer Banken wie den Inhabern der Partial-Obligationen gegenüber die Verpflichtung übernommen, für die pünktliche Erfüllung der Sr. Durchlaucht aus dem Anlehens- vertrage obliegenden Verbindlichkeiten Sorge zu tragen und bei dem Amtsgerichte zu Birstein eine desfallfige eidliche Angelobung geleistet. 6 $)ie Einlösung der Coupons und verloosten Stücke erfolgt nach Wahl des Inhabers bei der Bergisch-Märkischen Bank in Elberfeld, " " . — >>. " „ Düsseldorf, „ „ Deutschen Vereensbank in Frankfurt a. M. „ „ Wurttembergischen BereinSbank in Stuttgart. o, r <. aae Bekanntmachungen an die Inhaber von Partial-Obligationen, welche dieses Anlehen und msbesonderc auch die Zinszahlung, die Ausloosung und die Rückzahlung betreffe^ sind m den Deutschen Reichsanzeiger und auherdem mindestens in je eine Rheinische, eine Frankfurter und eine Stuttgarter Zeitung einzurückm. Subfeription auf Mark 6,500,000 31/2procentige Mrstlich Isenburg und BUdingen-Birstein'sche Obligationen, beziehungsweise Converfion des Restbetrages der Anleihe vom 1. April 1881, im ursprünglichen Betrage von Mk. 1,400,000, _. _ gekündigt per 10. Januar 1888 werden ? ^ubscription gegen Baarzahlung und die Anmeldungen zur Conversion bis zum 8. November dieses Jahre- bei der Bergisch-Märkischen Bank in Elberfeld und Düsseldorf, der der deutschen Dereinsbank in Frankfurt a. M., bei der ^vürttembergischen Dereinsbank in Stuttgart, genommen^ “6Iid?Cn ^eschäftsstunden unter den nachstehenden Bedingungen entgegen- Die Anmeldungen, welche gegen Umtausch von 4°/oiflett gekündigte» erfolgen, werden in erster Linie und zwar im vollen Betrage veruanchttgi. . ,.2- Der Subscriptionspreis ist auf 93% zuzüglich »'/,% Siückzinsen vom 1. Juli a. c. bis zum Tage der Abnahme festgesetzt. , Der Zeichner erhält die zugetheilten Beträge in Jnterimsscheinen, welche von den unterzeichneten drei Banken ausgestellt und mit dem deutschen Reichsstempel versehen find. Der Umtausch der Jnterimsscheine in definitive Stücke erfolgt seiner Zeit kostenfrei. 4. Für die Subscription gegen Baarzahlung gelten folgende weitere Bestimmungen: a) der Zeichner hat eine Caution von 5% des gezeichneten Nominalbetrages zu hinterlegen. Dieselbe ist entweder in Baar, oder in solchen nach dem Tagescours zu veranschlagenden Effecten zu leisten, welche die betreffende Subscriptionsstelle als zulässig erachten wird. 2 /0 cont Nominalbetir! -r? * *• C oter» Jo#. H-Hter 5185 Wetzsteingasse 48, im Hause des Herrn Dr. Weber. E. K. G. V 827€ 8267 8286 8275 8277 Ein Junge als Hausbursche ge- sucht von Wilh. Lange, Bäcker । 4/11. 8 Uhr Tons- ©bl alte 100.80, neue 102.20 3V-°/o do- Tendenz. unentschieden; nur Oesterr. Bahn-Actien verkehrten in ausgesprochen matter > Redaction: A. Scheyda. Haltung. 97.30 103.00 102.00 97.40 103.90 Disconto-Com.-Antheile Lombarden-Actien 91.50 103.90 91.10 66.80 94 00 9600 138-00 195.40 683/t 80.70 57.40 4% Ungar- Goldrente 3% Portugiesen Oblig. 8072 Ein Collegztmmer für 8 bis 10 Herren zu vergeben. Restauration zum Bergbräu, Sonnenstraße 14. Engel, Gr. Gerichtsvollzieher. „ 1000 „ „ „ „ 2009 „ „ „ an Zahlung genommen. Freitag Abend: Metzelsuppe im 8272 J 204.20 -^ark 510.50 Mark 1021. — Mark 2042 — ? 8 S £ D »<1r n Aleilgeöotenes. Ballblumen ä- Fächer in reichhaltiger Auswahl zu billigen Preisen emvsehlen Köhler & Wenzel, 0^00 77 Seltersweg 77. Im 2. Theil des Programms: »Coluin husu Melodramatische Dichtung von Julius Becker, für gemischten Chor, Männerchor und Orchester unter gefälliger Mitwirkung des Herrn L. Zack Anfang präcis 8 Uhrl Der Vorstand e s 3 2*« ass ? Die Bestellungen für ------- Braunkohlen (i-W Briquets der Grube und Fabrik Friedrich auszugeben, da der Bedarf eben der Art ist daß dieselben sonst verspätet ausgeführt werden muffen. ' ” Gießen. Fritz Hast. ----------------Vertreter der Fabrik. Elberfeld, Frankfurt a. M. und Stuttgart den 2. November 18»T. Bergisch-Märkische Bank. Deutsche Derein-dank WLrllembergjsche Dcreinsdand. Neuheiten in Besatzartikein. Plüsch, Krimmer, Pelz-, Feder- ^ Ht 8273] Stube mit Kabinet, Küche und allem Zubehör zu vermiethen. - G. Unverzagt, Kaplansgasse 5, 8274 Ein Logis zu vermiethen Bahnhofstraße 32. 16.11—16.15 16.10-16.14 20.29-20.34 4.16-4.20 20 Francs-Stücke do. in i!i Engl. Souvereians Dollars in Gold d) Die Converttrenden erhalten eine Bonification von 10«', der ihnen zugetheilten Stücke. «oursdericht 6er frankfurter Börsk. Relchsbank-Disconto 3% 2. November 1887. Franks. Bank-Disconto 3c/i- KermtetyultLev. 826£ Das seitber von Herrn Rechtsanwalt Baist bewohnte Logis (mit Garten), im M-y-rfeld'schen Hause Wall- tborstraße 71 tft per 1. April 1888, auf Wunsch auch früher zu vermiethen. Näh bei Max Friedberger, Wallthorstr. 4£.‘ 8264 Zwei möbl. Zimmer zu vermiethen ... Grünbergerftraße 42 Faschenstierhaiigsulig öon H. SCHMALZ. (Hess. Hof) &ßer vorzüglichster Flaschenbiere nur aus den besten und bewährtesten Brauereien. Aus der Brauerei von I. G. Henrich dor. und Bürgerliches Brauhaus, München (eben die beüebtesten). 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Creditbk - Oblig. ^0 Hamb. Hypothbk.-Pfandbr. d72u/0 d0. 5o/o Buderus Oblig. 106.80 100.70 105.50 104 SO 105.30 Telegraphischer Coursbericht vom 3. November 1887. Oefterr. Creditactien 2263/ß foo^cl/o/ ^aatsbabn-Acticn 179^/g 4% Russen Oblig. «0 00 4 /o unif. Egypter Oblig. 75.10 welche nach dem Ermessen der einzelnen Zeichnungsstelle t errol0t, wird sobald als möglich nach Schluß der Subscrlplion erfolgen und ! die eventuell uberschleßende Eaution unverzüglich zurückgegeben. c) Ü verpflichtet gegen Zoblung des Eegenwerthes zwei Fünftel des Nominalbetrags der Stücke bis spätestens ’ er- et r I = m , 22. November 1887, zwei Fünftel des Nomrnalbetrags der Stücke bis spätestens . {. . . B m , 13. December 1887, cm Fünftel des Nominalbetrags der Stücke bis spätestens refluliren^11' ®cträße untcr 1O/OOO sind bis zum 22. Novenibn ^87 zu . c, 51 öle Anmeldungen zur Convertirung ff. No. 1 der Subscriptions- Dom ör111 RRTn\htngab* Januar 1888 gekündigten Titres der Anleche vom ^abre 1881 gelten noch insbesondere die nachfolgenden Bestimmungen: a) Lutheilung der gegen Einlieferung gekündigter Obligationen zu em- prangenben 3i/a%tflen Titres wird auf Den nach der Stückerintheilung der neuen Anleihe nächstliegenden Betrag abgelundet. 9 9 I b) Die zum Umtausch gelangenden Titres sind mit in duplo ausrufertigenden i -^^ummernverzeichnissen, für welche Formulare bei den Zeichnungsstellen aus- gegeben werden, cinzureichen; die betreffenden Titr»a per 1. Januar 1888 und folgenden, fowie mit Talent öTr^n“ ?il $ou^ c) Gegen die zu beziehenden Jnterimsscheine über die nen-n -we Cln‘ mrt Coupon per 1. Januar 1888, auf welche 31/ 0/ Wn 1. Juli a. c. bis 10. Januar 1888 zur AEecknnn?Stuckzmfen per 10. Januar 1888 gekündigteu Lbligalionen Vonr' ""den Mark 200 zuzüglich 4% Zinsen bis 10. Januar 1888 mit Matt „ OvU „ „ ,, .. .. .»V» 8279 :5iutcXnb täglich eintreffenb: ße&enb frische Schellfische, frische grüne £>ar» Zander, fff. Hechte, Seezungen, ^'Alegelkarpfen, leb. Schleien, Sprotten Bücklinge, Flunder, Spickaal, Makrelen rc'. -Für Samstag früh: frischgeschossene .Fasanen, dm. Maftgeflügel. Billigst. 8266] 3 junge Hunde zu verkaufen - Neuenweg 38. Frische Schellfische treffen heute ein. 8271 Kalkhof. Zöpfe, Tuffen, Dreher, PupNen»Derrü«fFn Uhrretten und Brachen in sLfstr Aus- .f“[’r.un0 bei Fr. Lchrmund, Friseur, ___Sonnenftraße 7. Auskunft im Wiener Hof. I ~ Heuchelhiim; — ! Cr^CtC^netc ”e^men hiermit die Be- ! leldigung gegen Kath. Gilbert zurück. ! 8278 Schimmel. ^12 __K- Geißler. 1 Gemäldeausstellung ! SUtersweg 71 zu Girßen a/L. Freie Bestchtigung und Verkauf von Vormittags 9 bis Abends 7 Uhr 8260 FjKüpper. y Hamburger Fisch- u. Delik. Handlung A Koch Nacht