M. 205 Blatt. Sonntag den 4. September 1887. Weßewr Allzeiger Amts- und Anzcigeblatt für den Kreis Gießen. Erscheint täglich mit Ausnahme des MontagS. 2 2n>t ungerechnet der Officiere auf 389 Mann festgesetzt. 2. September. Die königliche Nacht „Victoria und Albert", welche -n Folge stürmischer Witterung bei der Insel Wight zurückgehalten worden war, kam ^7 feuern Abend mit der deutschen Kronprinzessin nebst Töchtern in Sheerneß an und S na$ Port Victoria, um den Kronprinzen aufzunehmen, worauf die Abreise ™a(9 Vlissingen erfolgt. — Lord Salisbury hat sich gestern nach seiner Besitzung bei Dieppe begeben, 00 ct örs zum Ende des Herbstes verbleibt. , ~~ dem Reuter'schen Bureau aus Sofia telegraphirt wird, wäre der bul- Regierung die officielle Mittheilung der Pforte zugegangen, wonach letztere "üion des Generals Ernroth acceptirt hätte. Unter dem Vorsitze des Prinzen Mvc gestern ein Ministerrath sich hiermit beschäftigt. » ““ .Einer Meldung aus Ennis in Irland zufolge, rief die angeschlagene Pro- c x des Vicekönigs, welche das auf den nächsten Sonntag einberufene Meeting SIt6, .lebhafte Erregung hervor. Die Iren bereiteten alsbald gleichfalls durch Meetings ^auffordert DOr' ^cr bic Bevölkerung zum Massenbesuche des verbotenen Wa« 2. September. Das Ergebniß der Neuwahlen ist bis auf 9 Wahlen iinf£nnt l ^cju{lat erst morgen feststellbar ist. Gewählt Nnd 39 Liberale, 19 Katho- 16 orthodoxe Protestanten. Das Endergebnis ist voraussichtlich dies, daß m!s>l^rale Partei ohne Einbuße 47 Sitze behält und den Antiltberalen bei den Stich- mühlen ein bis zwei Sitze streitig macht. ß-nf Gestern Abend fand auf der Schelde zwischen dem n' ber Tahrt nach Shields begriffenen Dampfer „John Adams" und dem mit einer Getreideladung von Philadelphia kommenden Dampfer „Salisbury" ein Zusammenstoß statt. „Salisbury" mußte an den Strand laufen, um das Sinken zu verhindern: „John Adams" wurde auf die Werft Austtuwied gebracht. Ostende, 2. September. Ein englisches Fischerboot lief heute in den hiesigen Hafen ein und unter dem Schutze von Gensdarmen und Polizei wurden die Fische ausgeladen und verkauft, ohne daß ein Zwischenfall vorkam. OueenStown, 2. September. Der Cunarddampfer „Samarta", welcher gestern Abend von hier nach Boston abging und 665 Passagiere an Bord führt, ist heule früh wegen eines kleinen der Maschine zugestoßenen Unfalles zurückgekommen. Er wird voraussichrlich schon gegen Mitternacht wieder in See gehen. Sofia, 2. September. Das Ministerium, durch den Eintritt Schivkow's, der das Unterrichtsministerium übernimmt, vervollständigt, hielt heute eine Sitzung ab. Bombay, 2. September. Dem Bureau Reuter zufolge wird aus Badakshan gemeldet, daß die russische Garnison von Kerki (am Oxus) in der Richtung auf Herat abgezogen ist und daß neue russische Truppen nach Kerki zum Ersätze der bisherigen Garnison gesandt worden sind. L o k « l e 4. Gieße«, 3. Septbr. sStadtverordnetensitzung vom 1. Septbr.^ Anwesend: Herr Bürgermeister Bramm, Herr Beigeordneter Gnauth, von Seiten der Stadtverordneten die Herren Batst, Grüneberg, Hanstein, Hoch, Homberge Jughardt, Kauf, Aug. Noll, Scheel, Schopbach, Simon, Vogt und Wallenfels. Vor Eintritt in die Tagesordnung werden verschiedene Eingänge, u. A. Einladung des Turnvereins Gießen zu dessen Stiftungsfeste am 4. September, und das Lokal-Reglement in Betreff des Betretens des Exercierplatzes, zur Kenntnitz der Versammlung gebracht. — Herr Gerhard Bötz, welcher als Nachfolger des Herrn Ehr. Ludw. Thomas im Hause des Herrn Schneidermeister Loth in der Brandgasse Ausschank von Bier und Branntwein weiterbetreiben will, findet nächst der von Großh. Polizeiamt und der hierfür eingesetzten Commission ausgesprochenen Befürwortung seines Concessionsgesuches dieselbe auch in der Stadtverordnetenversammlung, desgl. Herr Friedrich Sorger, welcher als Pächter der „Schönen Aussicht" ein diesbezügliches Gesuch eingereicht hatte. Herr Baist erwähnt nach Befürwortung dieses Gesuches eine durch bk Blätter gegangene statistische Ausstellung, nach welcher in Gießen 238 Wirtschaften sich befinden sollen, demnach auf 80 Personen eine Wirtschaft komme. Herr Bürgermeister Bramm hält diese Statistik nicht für richtig, diese Ziffer sei zu hoch, jedenfalls seien in dieselbe auch die Verkaufsstellen von Getränken ausgenommen worden; er stellt in Aussicht, demnächst eine Erhebung über die Zahl der Wirthschaften anzustellen. — Zur Klageerhebung gegen den Ortsarmenverdand Oberkleen wegen verweigerter Kostenerstattung für den im akademischen Hospital verpflegten Taglöhner Christens wird Genehmigung erthetlt. — Mit Festsetzung der Schlachthaus-Ordnung wurde die Feststellung der Höhe der zu erhebenden Schlachtgebühren so vorgeschlagen, daß an solchen entrichtet weroen sollen für einen Ochsen oder eine Kuh 1.60 JL, für ein Rind ober Stier 1 JL, für ein Schwein 70^ und für ein Kalb ober Schaf 30 H Diese Sätze würben aufgestellt unter Berücksichtigung der anfänglich auf 120 000 JL veranschlagten Baukosten des Schlachthauses. Nachdem nun diese Kosten auf 200000 JL annähernd sich berechnen, mußte, um die Zinsen des Baukapitals und die in Betracht zu ziehende Amortisation, Abschreibung an Maschinen u. s. w. aufzubringen, zu einer Erhöhung der Schlachtgebühren geschritten werden und hat demnach die Finanzdeputation beantragt, die Gebührensätze des Marburger Schlachthaustarifs, nach welchem die Schlachtgebühren betragen für einen Ochsen 4.50 JL, eine Kuh, Rind ober Stier 3 JL, ein Schwein incl. Untersuchung auf Trichinen 2 und ein Kalb, Hammel ober Ziege 40 H, für bas hiesige Schlachthaus zu acceptiren, außerdem aber an Schlachtgebühr für ein Pferd 3 JL ju erheben. Herr Gnauth wünscht Erhebungen darüber, wie sich in diesem Falle die Einnahmen zu den Ausgaben verhalten; er sei gleich weit entfernt von dem Bestreben, aus der Einnahme von Schlachtgebühren der Stadt möglichst großen Nutzen zu sichern, wie davon, das Schlachthaus zu einem Etablissement zu machen, welches städtischen Zuschuß bedürfe. Herr Scheel theilt mit, daß nach der von ihm angestellten Berechnung, wenn die Marburger Sätze angenommen würden, jährlich 23 685 JL etnkommen; diese Summe sei nicht nöthig, er schlage vor, die Schlachtgebührm wie folgt sestzusetzen: Ochsen und Kühe 3.50 JL, Rinder und Stiere 2 JL, Schafe und Kälber 40 H, Schweine 1.50 diese Sätze entsprächen einer Einnahme von über 18 000 v4L, 16400 JL seien nötbig, das Mehr sei für Gasbeleuchtung und sonstige Betriebskosten zu veranschlagen. Herr Homberger spricht sich für Beibehaltung der Marburger Sätze aus, das Schlachthaus sei eine neue Anlage, für welche immer noch unvorhergesehene Ausgaben erwachsen könnten, stelle es sich mit der Zeit heraus, daß die Gebühren zu hoch angesetzt, so könne man dieselben ermäßigen. Herr Vogt theilt mit, daß nach seiner Berechnung man dieselbe Summe (ca. 18 500 JL) erziele, wenn die Schlachtgebühr nach dem Gewichte des Fleisches berechnet würde; % H pro Pfund käme obiger Summe gleich. Den Ansatz von 2pCt. für Amortisation des Baukapitals halte er für zu hoch, 1, höchstens 1^/rpCt. sei hinreichend. Herr Gnauth ist für den Antrag des Herrn Scheel bezügl. Herabsetzung der Schlachtgebühren. Eine Preiserhöhung des Fleisches sei jedenfalls nicht zu umgehen, nicht nur wegen der Schlachtgebühren, sondern auch infolge der Kosten, welche den Metzgern aus der Theilung ihres Betriebs entstehen. Die Metzger würden bteie Mehrkosten nicht aus der Tasche bezahlen, sondern auf die Fleischpreise schlagen, er beabsichtige auch nicht, die 5000 ^M, welche bei einer Herabsetzung der Schlachtgebühren weniger erhoben würden, den Metzgern zu Gute kommen zu lassen; für ihn handle es sich darum, die nöthigen 19 000 X zusammen zu bringen, wie dies zu geschehen habe, darüber mögen die Metzger selbst entscheiden und empfiehlt deshalb Herr Gnauth Zuziehung einiger Mehgermetfter, diese möchten ihre Vorschläge der Commission unterbreiten, da sie am besten wissen müßten, welche Fleischsorten die höchsten Gebühren vertragen. Herr Hanstein stellt den Antrag, die Gebührensätze für die einzelnen Thiere der Finanzcommission unter Zuziehung einiger Metzger nochmals zu unterbreiten. Herr Bürgermeister Bramm spricht sich^gegen diesen Antrag aus, das Reglement, sowie die vorliegenden Tarife aus anderen Städten böten Anhalt genug, um die Sätze für Gießen feststellen zu können. Herr Grüneberg spricht ebenfalls für nochmalige Verweisung an die Commission, desgl. Herr Gnau tb welcher Lie angeführten Gebührensätze von Marburg. Stuttgart und München-Gladbach nicht als Maßstab für Gießen betrachten könne, das Marburger Schlachthaus z B sei in Verwaltung der Metzger, dasjenige in Stuttgart sogar eine Art Actienuntern'ehmen Ueber die Amortisation durften wohl noch Erhebungen anzuftellen sein darüber' wieviel Procent auf die Gebäude und wieviel auf die Maschinen rc kommen' Herr Baist warnt namentlich davor, die Amortisation hinsichtlich der'Maschinen zu niedrig zu bemessen, mit 5 pCt. komme man nicht aus, gewöhnlich betrage die Abschreibung auf Maschinen 10 vCt. Herr Vogt stellt den Antrag auf Herabsetzung der Amortisation von 2 auf l'/z pCt. und wünscht diese Frage in heutiger Sitzung erledigt ru sehen. Der Antrag wird abgelehnt, worauf die ganze Vorlage nochmals an die Fmanzcommtssion zurückverwiesen wird, an deren Berathungen Herr Vogt sowie einige Mitglieder der Metzger-Innung und ein Nichtinnungsmitglted thellnehmen sollen desgleichen soll durch Anfrage in Cassel, Frankfurt und Wiesbaden weiteres Material für die Festsetzung der Gebühren beschafft werden. — Im weiteren Verlaufe der Tagesordnung wird noch die Anschaffung diverser Geräthe für das Schlachthaus, u. A. Cal- daunenwagen, Schrägen, Schlachtböcke rc. beschlossen und die hierzu nöthigen 1600 bewilligt. — Unter „Vergebung der Holzhauer- und Waldkulturlöhne" werden die Lohnsätze über Waldarbeit und Fuhren genehmigt, dieselben betragen im Sommer (1 April bis 1. October) für einen Arbeiter 2 JL, im Winter (1. October bis 1. April) 1 60 H für eine Arbeiterin 1 bis 1 20 H pro Tag für das ganze Jahr, für einspänniges Fuhrwerk 6 X, für zweispänniges 10 JL pro Tag. — Die Holzversteigerung vom 14. Februar, deren Erlös 15 je hinter dem 6929 JL betragenden Tarifpreis zurückgeblieben, wird genehmigt. — Behufs Behebung des schlechten Zustandes des Weges nach dem Hardtberge, über welchen Seitens der Großh. Bürgermeisterei Heuchelheim bei Großh. Kreisamt Beschwerde geführt wurde, wird der Baudeputation die Ermächtigung ertheilt, die bis zum Herbst d. I. verschobenen Verhandlungen über Geländeerwerb rc. wieder aufzunehmen und zwar auch hinsichtlich des oberen Theiles dieses Weges. Dieselbe Ermächtigung wird der Baudeputation ertheilt bezüglich Geländeerwerbs zum Zwecke der Legung des Fluthgrabens an den Hardthöten in eine Steinsohle, zu deren Anlage Herr Textor mit entsprechendem Beitrage sich ebenfalls bereit erklärt hat. — Zum Ausbau der Wodestraße hat die Baudeputation die Aufstellung eines Voranschlags nach dem vorgelegten Plan beantragt, die Versammlung stimmt dem Anträge zu. — Unter „Quellwasserleitung" wird beschlossen, das Wasser auch in das alte Rathhaus am Markt einzuführen, nachdem Rathsdiener Moll erklärt hat, für die übliche Abgabe aufzukommen. Ferner soll anläßlich eines Gesuches der zwischen der Ludwigstraße und der Wieseck liegende Thetl der Göthestraße angeschlossen werden. Der früher gefaßte Beschluß betr. den Anschluß des Burggrabens, der Lowengasse und der Weidengasse wird dahin abgeändert, daß nicht die Anzahl der Anschluß beantragenden Hausbesitzer zur Ausführung des Anschlusses dieser Straßen maßgebend sein soll, sondern der aus diesem sich ergebende Mindeftbetrag. Dieser wurde auf 10 pCt. des betr. Baukapitals festgesetzt und werden sonach die genannten Straßen Wasserleitung erhalten, wenn sich aus derselben für die Burggrabengasse 70 «^L, für die Löwengasse 80 JL und für die Weidengasse 40 JL Wassererlös jährlich ölehen laßt. Der für den Brandplatz vorgesehene Röhrenbrunnen soll seinen Standort in der Mitte des zwischen der Ecke der Schloßgasse und dem Eingang zum Hoch- statter schen Garten gelegenen Straßentheils erhalten. Herr Gnauth theilt schließlich mit, daß er sich in voriger Sitzung in seinem Referat über die Höhenlage der frankfurter Straße insofern versprochen habe, als nicht der höchste Punkt der Frank- furter Straße 6 Meter über dem Spiegel des Reservoirs am Lutherberg, sondern letzterer 6 Meter über dem höchsten Punkte der Frankfurter Straße liege. — Gegen das Gesuch der Firma Heiligenstädt u. Comp. um Erlaubniß zur Aufstellung eines Dampfkessels hat die Baudeputatton nichts zu erinnern gefunden, es wird dasselbe demnach befürwortet. -Ueber die eingegangene Beschwerde, daß durch die Main- Weser-Bahn der Wetzlarer Weg versperrt werde, soll Herr Geometer Euler um Abgabe eines Gutachtens über das Sachverhältriiß und darüber, inwieweit hierbei die Stadt bezüglich ihrer Eigenthumsverhältnisse interessirt sei, ersucht werden — Ru dem Gesuche des Herrn Bauaufseher Schmitt um Bauerlaubniß wird die behufs Er- langung des Dispenses von dem § 18 der Lokaldauordnung an Großh. Ministerium gerichtete Eingabe nicht befürwortet. vermischte-. Buseck, 2. September. Gestern wurde unserem Orte eine seltene lrhre zu Theil. Seine Königliche Hoheit unser allverehrter Großherzog kamen hierher um sich in dem Schlosse des Herrn Oberstallmeisters v. Rabenau auf kurze Reit aufzuhalten. Leider zu spät wurde den Bürgern diese Nachricht bekannt. Dieselben wollten sich aber trotzdem die Ehre nicht nehmen lassen, ihren hochverehrten Landes- sursten festlich zu empfangen. So schnell wie möglich wurden die nöthigen Vorbereitungen getroffen. Am Eingänge des Ortes wurde eine stattliche Ehrenpforte mit dem verschlungenen Namenszeichen des Landesherrn errichtet, die Straßen festlich deko- £rt ^"0 Alt und Jung eilten herbei, um unseren Landesfürsten huldvollst zu begrüßen An der Ehrenpforte hatten der gesammte Ortsvorstand, der Schul- und Kirchenvorstand der Vorstand der israelitischen Gemeinde, der Krieger, und Gesangverein mit ihren Fahnen, sowie sammtltche Schulklassen unter Führung ihrer Lehrer, Aufstellung ge- nommen. Die Schulkinder bildeten vom Beginn der Ehrenpforte bis zum Eingang in den Schloßgarten Spalier. Gegen 2 Uhr Nachmittags kamen Se. Königl. Hoheit an- aefahren und wurden an der Ehrenpforte unter brausenden Hurrahrufen der zahlreich Versammelten empfangen. Der Großh. Wagen machte nun Halt, worauf der Großh. Bürgermeister im Namen der ganzen Gemeinde Se. Königliche Hoheit freundlich willkommen hieß und den loyalen Gefühlen der Einwohnerschaft durch eine kurze Ansprache Ausdruck verlieh. Seine Königl. Hoheit waren sichtlich erfreut über den ihm unerwartet bereiteten herzlichen Empfang, unterhielten sich aufs Freundlichste mit dem t5r,a^0ID Lm 1 Pet Arabern des eisernen Kreuzes, Mitgliedern des hiesigen Kriegervereins. Hinauf ertönte ein lebhaftes Hoch auf Se. Königl. Hoheit. Unter allgemeinem Hurrahrufen fuhren Se. Königl. Hoheit durch die Spalter bildende Schuliugend, sichtlich erfreut und nach allen Seiten freundlichst grüßend. Bei dieser stÄm zu b-z'ugm d’£n nid)t' il?rc Huldigung durch Znw-rs-n von Blumen- trcutc m?? sich über das gesunde Aussehen unseres vielgeliebten Landesfürsten forote ganz besonders über sein freundliches, liebevolles Wesen und wir dürfen wohl hoffen daß unser allverehrter Großherzog die Überzeugung bekam daß auch im hiesigen Orte die Herzen der Bevölkerung ihm dankbar entgegenschlagen ' .Von allen Vögeln, welche den großen Rüg gen Süden m tmadjen, sind die (Staate die etlferitgfien. Noch glauben wir uns in des Sommers Glanzepoche, noch reiften nicht einmal die Früchte und das Kürzerwerden der Taae ^cr glückseligen Nonchalance, zu welcher uns die Unmerklichkeit jener rrthiiU?*^Ct On,«I?lrYCtTnc^cn berechtigt, da gemahnt uns mit rauher Auffälligkeit der Uetne schwarze Geselle dem wir im März fürsorglich die Dtefte bauten unb hpffpn ÄÄ" S Ä ÄS ’Ä'SÄÄÄ LL Mr«® ä'& des September um Maria Geburt „ziehen", so heißt es im drittel n,crbcn meift mc6r beachtet, ihr Abschied" wird in „Wenn die Rosen nicht mehr blühn Und die Schwalben heimwärts ziehn" — „ Dennoch sind sie nicht die ersten Mahnerinnen zu H-rbststimmuna sondern dieses Amtes walten die Staate. Es ist sehr inieressant und lehrreich °die Re se rustungen zu beobachten Nicht nur unsere Sportswelt, sondern auch das Thiem ch „tratnirt". In gewaltigen Dauerflugen üben sich ganze Vogelvölker die Schwingen zur großen Krastleistung ein und die dtesiahrigen Hiergeborenen, denen der Mmssina Zum ersten Male beoorsteht müssen sich der straffen Dtseipltn gewöhnen, welche während der Reffe herrscht und an der em Milizheer mindestens noch lernen könnte Ktn Etlicher Wille „beflügelt" Alle, die kundige Ersahrung eines Wegeweisenden leitet den •00, Milch 04 Kalbfleisch 40—45 Kartoffeln per 100 12—18 Zwiebeln per Centner X 6 00—7.00. Zug und eben jetzt sind die Herbstmanöver der Ruavöael t munteren Gesellen und srohe Wiederkehr üb-r's Jahr wenn die Saalen svrÄ? bo die Knospen schwellen! cu 'preßen um *anBcl «l» -jss Gießen, 3. September. Auf dem heutigen Markt X 0-85—0.90, Hühnereier 2 St. 11-0^, Enteneier St. V-O ^ KLs^r^?. Käsematte 3-0 Erbsen pr. Liter 16 Linsen W Vlauben per 60 4», Hühner per Stück JL 0.80-1.00, Hahnen pr. Stück ^ 050 im bis per Stück JL 1.20-1.80, Gänse per Pfund 00-00 Ochsenflttsch Lntm 64 Kuh- und Rindfleisch 54-56 Schweinefleisch 54-60 62 big Temperatur in G i HH August 1887. Niederste am Thermometer . 4- 2 7 oß*\ Mittlere . . . ... 4. 12' 63 1 Mittel früherer Jahre.....4- 13'05 " Höchste........4- 23,7 * Niederschlag an 7 Tagen . . . . ' 1,43 Par „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 2,32 „ vom Januar bis August . . 11,62 " m 11 „ „ „ im Mittel früherer Jahre .... 16,08 *) Reif im Freien am 13. Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Odaufte. Marie,geboren dm 24. Julll' 58ä‘fer 3afoB Klingelhöffer eine Tochter, ßulfe mat6Ubt Emlli-İ«7d-n^ Karl Wehn -in- Tochter, Matgarllh. . „Denselben. Dem Maschinenschlosser Wilhelm Rau ein Sohn, Theodor, gebotm Den 14. Juli. Auszug aus den Standesamtsregistern des «Standesamts (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet l „ Aufgebote. *' August: 27. Karl Weller, Hülfsplockwärter an der Main M-t^« Gießen mit Auguste Karoline Christine Volp von Alten-Buseck. 29 ßehiru ju Fabrikarbeiter zu Gießen, ein Wittwer, mit Katharine Molsberge'r 31. Max Friedrich Adolf Hofmeier Professor zu Gießen, XfefÄ Emma Schroder zu Pankow. September: 1. Jacob Verlach Gundermann zu Frankfurt a. M., mit Katharina Barbara Schäfer daselbst. 1 ?4nctbci Schneider zu Gießen, mit Marie Weller zu Wieseck. ' 9 lm ^onnann, r «hefchlietzunge«. August: 31. Johann Becht von Breidenbach, Schneider dahier, mit Ena ßnut. iL Schwab von Unter-Schönmattenwag, wohnhaft dahier. '-oa Eüsabetha r Geborene. August: 20. Dem Landwirlh Rudolf Burg eine Tochter. 25 Dem mw, . Lackirer Ernst Aßmann eine Tochter, Helene Julie. 26. Dem Fruchtbä-chle^ä^s- Rosenbaum ein Sohn, Isidor. 26. Dem Barbier und Friseur ^altbafar Tochter 27. Dem Taglöhner Friedrich Bechthold eine Tochter, Mathilde Gerbereibcsitzer Wilhelm Plank II. -in Sohn. 28. Dem Schr inermeist-' M ein Sohn. 29. Dem Kaufmann Wilhelm Fritsch eine Tochter 29 Philipp Fischer ein Sohn. 29. Dem Kaufmann Christoph Bicker^ein S^bn Teflorbene. August: 26. Marie Zimmermann, 63 Jahre alt, ledig, dabier 27 W J°hrc alt, ledig, Kaufmann dahier. 28. Heinrich Konrad Ernst Älb^Heilmann alt'rt@ c??* ur- PtuQer' ,63 .Jahre alt, Stationsvorsteher dahier. 1. Louis Katz 12 Jahre alt, Sohn von Handelsmann Benzian Katz von Steinbach. ilMlirjrTMIiTWlLMillllUIH f i>1 lilMIWliiIiümi Denselben. Dem Scribent Georg Eidmann eine Tochter, Henriette Matte Antonie, geboren den 14. August. Denselben. Dem Schaffner Heinrich Keller eine Tochter, Frieda Johamietle, geboren den 9. August. ' u e Denselben. Dem Telegraphen-Vorarbeiier Eduard Bruns -in Sohn, August Wilhelm, geboren den 28. Jult. q k i ^ln^Cr?cn\ ®ei? ^nj^^emfer Johannes George ein Sohn, Karl HttnriÄ Ludwig Ernst, geboren den 24. Juli. Denselben. Dem Postschaffner Andreas Emll Keßler -in Sohn, Otto Christian, geboren den 5. August. Denselben. Dem Möbelfabrik-nt-n Georg Reiber ein- Tochter, Lina M-ff-, geboren den 12. Juli. Beerdigte. OA ^9uft. Luise Bötz, des Postschaffners Philipp Bötz ledige Tochter., alt 24 Jahre, gestorben den 25. August. Den 28. August. Marie Zimmermann, des verstorbenen Professors Dr. Fttedttcho Zimmermann in Gießen ledige Tochter, alt 63 Jahre, gestorben den 26. August, den 96 21 uguft U9URoloff, Kaufmann, unverheirathet, alt 38 Jahre, gestorbm: , Den 31. August. Anna Katharine Häuser, geb. Wahl, Wittwe des zu Garbenteich verstorbenen Landwtrths Jakob Häuser, alt 75 Jahre, gestorben den Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 3. September, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 15 Grad, Luft im Schatten 18 Grad. _________ L. Cbr. Rüb sanier __ Bvodpreise vom 4. bis 18. September 1887. 1 2 1 2 1 2 3 der Bäcker * der Brodverkäufer Kgr. (2 Pfd. '4 Pfd/ n '4 Pfd/ .2 Pfd.' 1 2 1 2 3 1 2 Weißbrod .... 27 >- Weißbrod .... 54 2 Md.) Schwarzbrod 1. Sorte 24 Schwarzbrod 1. Sorte 48 .. >, -m. < Schwarzbrod 2. Sorte 21 w zV W-) Schwarzbrod 2. Sorte 42 ,(v Pfd.) Schwarzbrod 2. Sorte bet K- Haas, L-Keil, J.Lein ... 63 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. Pfd.) Weißbrod . - - - ” ] Schwarzbrod 1. Sötte m ) Schwarzbrod L Sötte 486 ) Schwarzbrod 1. Sorte „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 2U r ) Schwarzbrod 2. ©orte 4^ , ) Schwarzbrod 2. Sorte 6$ Kgr. (2 „ (4 ; g w (6 * l2 „ (4 r (6 - T -....., ... 63 3 Gießen, den 3. September 1887. Die Grummetgras- verfleigerung vom 1. und 2. September von den Domanialwiefen ist genehmigt und rönnen die Abfuhrscheine vom 6. d. M. an bei Gr. Rentamt Gießen abgeholt Werden. Gießen, den 3. September 1887. Gr. Oberförsterei Gießen. Block. 6593 Grummetgras- Versteigerung. Das diesjährige Grummetgras von den Wiesen der Gemeinde W i e s e ck W nächsten Dienstag den 6. d. Mts. versteigert werden. Der Anfang ist zu denjenigen bei Wieseck des Vormittags 10 Uhr, in dem Dorfeld'- schen Garten, und zu denjenigen bei der Badenburg des Nachmittags um 5 Uhr aus der Badenburg. Wieseck, am 2. September 1887. Großh. Bürgermeisterei Wieseck. Sommerlad. 6560 Vergebung von Bauarbeiten. Die Ausführung nachstehender im Orte Holzheim vorkommenden Bauarbeiten soll im Submissionswege vergeben werden und zwar: veranschlagt: A. Maurerarbeit 5.50 Jt B. Weißbinderarbeit 500.— „ C. Pflasterarbeit 37.52 „ Summa 543.02 JL Kostenvoranschläge und Bedingungen sind auf Großherzogl. Bürgermeisterei Holzheim einzusehen, wohin auch die Offerten bis zum 9. Septbr., Mittag- 1 Uhr, einzureiche« sind. Gießen, 2. Septbr. 1887. Rohrer, 6568 Bezirks-Bauausseher. Versteigerung. Die Wittwe des verstorbenen Schreiners Heinrich Dörr in Wismar läßt Montag den 5. September, Mittags 2 Uhr, in töm SBotang folgende Gegenstände: 4 Eichenstamme, 2 u. 3 zöllig geschnitten, o u. 6 Mir. lang, 1 Tannenftamm, 9x L“- 1/2 zöllig geschnitten, 7 Mtr. lang, v Schreinerwerkzeug, noch neu, durch das unterzeichnete Feldgericht öffent- Uch meistbietend versteigern. »Wismar, den 2. September 1887. b555 Schultheiß Pansch. Jeilgeöotenes. -İLLch-U^b° d-s Geschäfts Thonwaaren, Steingut-, tu £tT,$eJ*a,,s “* Glaswaaren 3U Fabrikpreisen. -^^Wagner, Wallthorstr. 22. , Zwiebeln ! bera ®QcF ä 4-75 ab Fried- Vll hct unter Nachnahme 6565 Oppenheimer, Frankfurt a. M. Jampssägcwerk. mit schöner Wohnung, mit^>^Emßhalber sofort sehr billig Bll™ l000 ^hlung zu verkaufen Übernahme nach Belieben. r s1 mr^n^a9ett befördert die V^d. d. Bl. 6557 _____Rehberg, Nordanlage 6. -.0548 Eine Kaute Kuhmist billia «bzugeben. Wattthorstratze 3V. Ittgemeiner Anzeiger. Paßend für Geschenke. Eine große Anzahl decorirter Kaffee-Service empfiehlt zu Fabrikpreisen Carl Punge 6564 Bahnhofstraße. 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