Nr. SS. Freitag den 4 März iss? Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. M E •V ID t „ ~ j rf, . ~ .. QT ,■ c a Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerlobu. Burcanr S ch u l st r a 8 c 7. Erscheint täglich mit Aufnahme d-S Montags. Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pf. Amtlicher Hheil. Betreffend: Die Voranschläge der Landgemeinden des Kreises Gießen für 1887/88. Gießen, den 1. März 1887. Das Großherzoglichc Kreisamt Gießen an die Großherzoglicheu Bürgermeistereien der Landgemeinden des Kreises. Nachdem wir Ihnen die rubricirten Voranschläge vor einigen Tagen zugesendet haben, beauftragen wir Sie, dem § 17 der Voranschlagsinstruction entsprechend sofort das in Ihren Händen befindliche Concept mit dem Originale des Voranschlags gleichzustellen und letzteres hiernach alsbald an den Gemeinde- Einnnehmer abzugeben, damit dieser seine Bucher pro 1887/88 darnach emrichten kann. Dr. Boekmann. Gießen, den 3. März 1887. Betreffend: Die Aufstellung der Jmpslisten für 1887. Das Großherzogliche Kreis-Gesundheitsamt Gießen an die Großherjvglicden Standesämter. Bürgermeistereien und Schulvorstände. Die Listen für die diesjährige Impfung werden demnächst von uns den Grobherzoglichen Bürgermeistereien übersendet werden und ersuchen wir dieselben die Wieder-Jmpfungslisten baldmöglichst den Herren Vorsitzenden der Schulvorstände zu übergeben. Bezüglich der Aufstellung der Listen bemerken wir Folgendes. gropfHrt8 werden von den Standesämtern unter B. alle Kinder eingetragen, welche in der betreffenden Gemeinde während des Jahres 1886 geboren sind und am Ende des Jahres noch am Leben waren, auch diejenigen, welche etwa mit ihren Eltern wegg^ogen oder an einen anderen Ort in Pflege gegeben sind. Kinder, die im Lauf- des Jahr«» 1886 bereits gestorben sind, werden nicht in die Liste ausgenommen. Nach vollendetem Eintrag wird sodann die Liste von dem Standesamt« mit Datum und Unterschrift versehen. Hierauf sind unter C. von der Bürgermeisterei die bis jetzt zugezogenen Jmpfpflichtigen einzutragen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden sind, dies mit dem Vermerk anzugeben: C. zugezogen: Niemand. Erst dann ist die Liste auch von der Bürgermeisterei mit ihrem Namen und dem Datum der Ausstellung zu unterzeichnen. „ „ , .. „ , , n . ,. . , Die Spalte 27 ist freizulaffen und sind alle etwa nöthig scheinenden Bemerkungen (also auch die Angabe der Orte, wohin einzelne Pflichtige verzogen sind, ober die Todestage der etwa in den ersten Monaten des Jahres ISST gestorbenen Kinder) nur mit Bleistift einzuschrewen. II. In die Listen für Wieder-Impfung sind unter L. die Namen derjenigen Schüleraufzunehmen, welche im Laufe dieses Jahres das 12. Lebensjahr erreichen, einerlei, welcher Klasse sie angehören, und haben diese Einträge nach dem Schülerverzeichntfse der einzelnen Klassen, aber nicnt nach dem Kirchenbuche in geschehen. Die Gestorbenen und Weggezogenen, sowie Kinder, welche nicht in ihrer Heimath, sondern an anderen Orten Schulen besuchen, sind nicht in die Listen ihrer Heimathsorle einzuschreiben. In größeren Schulen empfiehlt es sich, die Namen der Knaben und Mädchen in getrennter Die Unterzeichnung dieser Listen geschieht durch den Schulvorstand unter Beifügung des Datums der Ausfertigung. . , Unter C. hat dann durch die Bürgermeisterei Eintrag der Zugezogenen zu erfolgen, oder es ist, wenn solche nicht vorhanden, die Bescheinigung anzufügen: 0. Zugezogen: Niemand. . Die Spalte 28 ist frei zu lassen oder es sind Bemerkungen in dieselbe nur mit Bleistift einzutragen. . Sie werden ersucht, die Listen bis längstens 31. März einzusenden und zwar die Listen derMigen Orte, in denen die Impfung dem Großherzoglich^n Kreisa^sistenzarzte Dr. Drescher in Grünberg übertragen ist, an diesen, die Listen der übrigen Orte aber an uns. Dr. K ö hier. __ Das Großhcrzoglichc Steucr-Commissariat Gicßm an die Gtvßherzoglichcn Bürgermeistereien de» Bezirks. Wir ersuchen Sie, die Ihnen von uns alljährlich zukommenden Patente ohne Ausnahme auszufertigen und mit Markenl zu versehen, indem diejeniam Gewerbtreibende, welche inzwischen ihr Gewerbe abdeclarirt haben, innerhalb der ersten 2 Monate des neuen Steuerjahres, unter Vorlage des, ihnen zu vergütenden, Gewerbspatentes, gegen den Gewerbsteuer-Ansatz bei uns reclannren müssen. Etwa nöthige Zusätze in den Patenten wollen Sie uns mittheilen. Gießen, am 2. März 1887. "Uerl. Deutschland. Darmstadt, 2. März. (Militärdienstnachrichten.) Es wurden: Bi lau, Zeug-Premierlieutenant vom Artillerie-Depot in Mainz, zur Artillerie-Werkstatt in Spandau versetzt; Lot heiß en, Justizrath, bisher Divifions-Auditeur der Großh. Hess. (25 ) Division, zum Ober- und Corps-Auditeur des 14. Armee- Corps ernannt; Mülberger, Garnison-» Auditeur in Rastatt, als Divisions- Auditeur zur Großh. Hess. (25.) Division versetzt und zugleich mit Wahrnehmung der Geschäfte als Garnisons-Auditeur in Darmstadt beauftragt. Darmstadt, 26. Februar. Nachstehende Proposilion, betreffend die Bildung eines Fonds zur Unterstützung des nicht angestellten Personals im Ressort Großb. Ministeriums derFtnanzen, Abtheilung für Bauwesen, ist der zweiten Kammer der Stande zugegangen: , . In Folge der neuen Organisation des Straßen-UnterhaltungsPersonals sind an die Stelle der Bauaufseher, welche widerruftich angestelli und pensionsfähige Staatsdiener waren, die Straßenwärter getreten, welche aber nicht pensionsfäbig sind, sondern nur als Laglöhner betrachtet werden, deren Annahme und Entlassung- den Kreisbauämtern anheimgegeben ist. Da Die Straßenwärter verpflichtet sind, ihre ganze Zeit und Kraft ausschließlich der Unterhaltung und Ueberwachung der Staatsstraßen zu widmen und sie bei Wohlverhalten dem Staate als ständige Arbeiter eine längere Reihe von Jahren dienen werden, so erscheint es angemessen, für ihre Unterstützung in Notfällen, Krankheiten und bei dem Eintritt von Arbeitsunfähigkeit Fürsorge zu treffen.? Erläuterungen zu dem Kapitel 98 des Staatsbudgets für die Finanzperiode 1882—85 — Unterhaltung der Staatsstraßen — Pag. 443 bemerkt ist, erachtete man es schon damals für billig, an solche Straßemwärter, welche bei Ausübung ihres Dienstes sich Krankheiten oder Verletzungen zugeMen hatten, Unterstützungen zur Bestreitung der Kurkosten zu gewähren und wurde schon damals die Bildung eines Fonds zur Unterstützung der Straßenwärter in'S Auge gefaßt und vorbehalten, nach der Durchführung der neuen Organisation des Slraßerr - Unterhaltungs-Personals im aanzen Großherzogthum die Frage zu erwägen, ob etwa eine besondere Unterstutzungs- Lasse für die Straßenwärter zu bilden sei, aus welcher sie Unterstützungen in Fallen der Noth und bei eingetretener Arbeitsunfähigkeit empfangen könnten. Gleichzeitig möchte man hierbei berücksichtigen und an den Unterstützungen aus dem zu ttldenden Fonds theilnehmen lassen die nicht angestellten Brückenwärter, sowie die bei dem Brückendienst verwendeten Taglöbner. Auch bei diesen übrigens nicht zahlreiche Bediensteten, bezw. Arbeitern, besteht ein analoges Verhältniß, wie das in Betreff der Straßenwärter dargelegt, ohne daß ein Fonds für Gewährung von Unterstützungen vorhanden ist. Zur Bildung eines vorläufigen Fonds für den fraglichen Zweck werden mit Zustimmung der Stände seit 1882 die Drittheile von den auf Anzeigen des Straßen- Aufsichtspersonals hin erkannten Polizeistrafen und von den auf Anzeigen der Dammwärter hin verhängten Forst- und Feldstrafen verwendet. Diese Strafantheile wurden früher dem betreffenden Personal, insoweit dessen dienstliches Verhalten nicht zu beanstanden war, alljährlich überwiesen; da aber die auf die Einzelnen entfallenden Beträge nur gering waren, so wurden die eingehenden Strafantheile nicht mehr an das Pei sonal vertheilt, sondern zur Verabreichung von Unterstützungen an dasselbe reservii t. Der auf diese Weise angesammelte Fonds betrug zu Ende des Rechnungsjahres 1884- 85 — 4100 J4, welche verzinslich angelegt sind; aus dem jährlichen Zugänge und den Zinsen wurden Unterstützungen in dringenden Fällen verabreicht. Die neue Organisation des Straßen-Aufsichtspersonals ist nunmehr vollständig durchgeführt und sonach der Zeitpunkt gekommen, die Bildung einer Unterstützungskasse für das zahlreiche Personal — es sind ungefähr 324 Straßenwarte vorhanden, zu welchen dann noch die nicht angestellten Brückenwärter kommen würden — nahtr in's Auge zu fassen. , . ... or , Für die Dammwärter, welche als pensionsfahig bet Eintritt von Arbeitsunfähigkeit versorgt werden und wittwenkasseberechtigt sind, ist in dem Staatsbudget für Unterstützung in Krankheitsfällen ein Betrag vorgesehen; es kann daher das aus Strafdrittheilcn angesammelte Kapital von 4100 vK sammt Zinsen einer Unterstützung.- kasse der bezeichneten Art für Straßenwärter und nichl angestellte Brückenwarter uber- wlesen werden.nur bü§ angefflmmeite Kapital in dieser Weise verwendet werben da beabsichtigt ist. die Strafaiitheüe künftig wieder, wie früher, unter das betrenu *""nyuÄ;R.».»«»>.. ***«« kindlicher Betrag von 13,851 JL 71 H zur Verfügung, welcher aiu den für die -Um besorgung von Militär- und Reichs - Bauwesen seitens Großh. Baubeamten an uns seiner Zeit geleisteten Vergütung herftammt. „„„ io«r"gltchbiesesbe^ber Großh. Hauptstaatskassc noch aufbewahrten Restbetrags von 10,031 71 H lst Folgendes zu bemerken: Anfang des Jahres 1872 erfolgten Uebergange der bis dahin (Aroßh. Hess. Garntlons - Gebäude tn die Verwaltung der König!. Preuß. Militär- behorden wurde., uns der Wunsch ausgesprochen, die Großh. Baubeamten, in deren Bezirk me betreffenden Gebäude gelegen seien, mit der Unterhaltung der Gebäude mit etwa erforderlichen baulichen Reparaturen, größeren Herstellungen rc. zu beauftragen u..d wurde dagegen zugesagt, daß den Großh. Baubeamten für ihre Mühewaltungen werden^ sollten ^n entsprechende Remunerationen aus den Militärfonds gewährt i. 5®un^c be§ ^o^iglich Preuß. Kriegsministeriums ist zunächst willfahrt r.nd sodann wegen der von demselben zu leistenden Vergütungen verhandelt worden, davon kam eme Ueberemkunft mit der Militärverwaltung, zu Stande wo- nach für die Wahrnehmung der laufenden Garnisons - Baugeschäfte zu Darmstadt Bestungen, Babenhausen Ostenbach, Gießen, Friedberg und Butzbach feste jährliche Ver gumngen bestimmt rmd bezüglich größerer Um- und Neubauten Tarifsätze bei welchen die Bausummen zu Grunde gelegt werden sollten, verabredet wurden. rsr, k. o^"^r nahm die Militärverwaltung den Referenten der vorhinigen Großb ^berbaudrrection für die technische Superrevision der Voranschläge und Kostenrechnungen flütong tn^n/pruS flU ""b 9icubau bcr C-nfervefabrik zu Mainz gegen Ver- m Da übrigens die Großh. Bauämter durch die Mttbesorgung des Mililär- w / nCrÄ,e^eut55?e äeschäftsvermehrung erfuhren und die Tagegeldbezüge des .lu^hilfepersonals, wUches mrtoerwendet werden mußte, das Rechnungswesen com- ^clrten, wurde dem König! Preuß. Kriegsministerium mteber^olt unb S (Vrn&i? R^n?>-^chen, Einrichtungen dahin zu treffen, daß auf die Mitwirkung der oßh. Baubeamten bei dem Garnisons- und Militär-Bauwesen verrichtet werden ■,S*' »■« b« toi,,!,, k,SI? „"?!« ! Ä“SÄ °»'L',L ÄL7" „ä '■» bildenbm Tonbs'^"^"^st" “uS?en Zinscrträgnissen des in der bezeichneten Weise zu " L'Ä,L"L"l“ ssEWMZM WULSLSKSrsssGÄE sxeasssB? |rn9 mr d^ußen vereinbart, wonach letztere?nach E?wttb d?r BerlimDtts' -==B£Si====-= Schweden. ffTAfatte •** **» ~6'W«li»-.«?n Lokaler. fonb8®e?tet3na™iiaäer?)ema6'barüberraKt b des en. Kirchcnbau- Ein für die Passionszeit nässendes Thema die Wntths,,6« ^'"essanter zu werden, und Schütz" (beibe in Gießen schon öfter -,,r «t^n>."° uSpassionen von Bach bie Aufmerksamkeit weiter Kreise erregen. Die,erwirb'im'ch hiir*9? “qA °n [’* fd,cn tragenben erhöht. Herr Pfarrer ©nttfa AL i r no$ bu S blc Wun be§ $or= Harfe" als ein Sohn des oe storbenm D chters besonder?'DOn "P'°»er nnb erste Schütz-Forscher unserer Tage. S-ch-n B?müb>.noen -ss"?kommen) ist wohl der Schutz'ichen Passionen in ihrer eigenttichen Gestoit sitzt vielfgch?urA>"s?bg""^"'-b"^ bie Nun wird Herr Spitta, der eine äußerst fn t $ zur Auffahrung kommen. Ausführungen durch Gesangsvortr^äae an/^norstrmme besitzt, feii e Chöre von einem aus ausgezeichnete?! hiesiaen erläutern, wobei die wllllg ihre Mitwirkung zugesagt haben gebildeten Oi^rl^^O^kräften, die oereit- Wir empfehlen darum diesen $ortrag" ber morgen^reifL nm iuL®!t®berä®6e fomtnen. Ä KÄ Ä aus 1 M Normalsteuerkapital ® M berfclbei1 i°hl-n bie Ortseinwohner häusemÄphff^h'- ®^’bÄbÄXar, Nieder-Besstngen, Rutters- in W «. b. Ld-, wjÄo|^Ä; Langd, Lang-Göns, 8M). ,««ÄÄ Lollar, Münster, Masche,.heim, 0bb°ruh°fen, ®eUetn' D°ubrtnge7''Lmmoch, Ädheim, Treis a. d. Lda., T.ohe, in Allenborf a.d. Lahn $erier8I,nin ‘ W £auttx' " *** =*Ä 8ÄÄH ' in Lorf-Gill Rödgen nnb Climb"ch.^°" 45-50 ^^8- «ommmml-Abgab^'erboben. !0':rS1°t)' Staufenberg und Steinheim werden keine ® J bi t ( ($ t e ~ heute Sloenb hier noch Ä'gwßÄgbcr, diesmaligen Wahleampagne fanden die Wähler nochmals angespornt ^wurden °^>!"ber^!,' ftkatt' Zeichen beiderseitigen einberufenen, unter dem Borstk hps 'Rph ta ^er natlonalliberalen Partei mindestens 2000 $erfonenin L?Reinach, unter «nmefenbetK 6,n“ «■- «S-~ Telegraphische Depeschen. 2S»lff'S ttlear. Eorresponden, ° Bureau. ledes für sich große Herbstübungen(Parade Unb ^eite Armee- (vejnö, dreitägige Feldmanöver, Divisionen aefleneuianb^r^n^h1100 0Cflen markirten Ä?ft^e?blin0£n fämnitluU G(IDX^e ^^men?er ^gehalten, Jöutfte Jfcb■ ©ioirtonSoerbanbe Doranfle^en K blcfer Armee-Corps im tichtigte Einführung" ein"?^^BieM?n"ksteue?ist"sichL ^^riebt über beab- bö W-‘ft Äm-Hn &ngMSe±nn "nb-gründet. -nowski^ustb,ma»te Nachmittag "ei^Spaz'ierfahtt"^^ Qrbc'telc ^^mittags mit 23311= seftprkn. ®treC,°r beS botanischen Gartens, Professor vr. Eichler, ist 4ÄJT im fÜtif,tn: «Cumbach (5.) flLn,d^«^eüt9 9 b(L)• Cr^icIt 1^82'^ Stimmen.^^^^ ' 4ßeb6fp (Nl.) mit 10,980 St. ,c6n‘ tbtnfo dK 7rste"und°zweit7 L^u^ ‘‘"g ^HHonen lagen. Wafifte (Strang Freitag. Un0 31vette ße^un0 mehrerer kleiner Vor- 'Cultusministers undÄsOMinstterÄ -^ute unter Anwesenheit des k' ,?er diplomatische Schriftwechsel über Zanzibar ist heute ?RSrffm,hk?nlMn7n' Dom 15- October 18ti5 bis 24. Januar 1886 und enthalt huupssachlich die Derhandlungen mit dem Sultan und der deutschen Regierung über den Abschlutz eines Handelsvertrags und den Vorschlag der englischen Regierung hinsichtlich der Entwickelung des Kilimandjaro - Districtes. Tie deutsch «Ätn m'0iİ 6e?l£.toJa'%t ein in den von Lord Jddesleigh im letzten August in ponhnn d'e Grenzeommission von Zanzibar bie unbeenbeten Arbeiten Abschluß bringe unb entsandte am 3. October den Regierungsrath £^n,brßni. , Eine Depesche des Botschafters Hatzseld vom 29. October legt -ianstbor und'd^ bE "-ftS Regelung verschiedener Fragen binsichilich des Sultanaftz Zanzthar und des gegeiiuberliegenden Festlandes bar. Lorb Jddesleigh antwortete om 1. November zustimmend. Auch die französische Regierung erklärte sich mit dem Ve7 trage einverstanben. Der Sultan telegraphirte am 8. November seine Zustimwun beibe?Lä7ber°n1ttpuNrü" Deutschland, welcher vollständige Handelsfreiheit zwischen s.. . Handlungen hervorgerufen worden seien. 9 1 von Straßburg. Während der Letztere als Neichsländer in beredten Worten schilderte, mtt welcher Spannung man in Frankreich den Ausfall der Wahlen beobachtet und dorlcn nur den günstigen Moment abwarte, um über Deutschland herzufallen, sprachen die .Herren Dr. Bassermann und Director Eckhard von den Verdiensten, welche die nationalliberale Partei um das Deutsche Reich seit seiner Entstehung habe und wie es darum jetzt aller Deutschgesinnten Pflicht sei, für die Erhaltung und Fortentwickelung des von äußeren und inneren Feinden bedrohten Vaterlandes einzutreten. Besonders mahnte Herr Dr. Bassermann, dem glänzenden Beispiel der Pfalz zu folgen, das als freies Volk bei der Wahl am 21. Februar gezeigt habe, daß es aber auch ein warmes Herz für Deutschland besitze. Von hier sprachen die Herren Dr. Gürz und Dr. Reinach, die nochmals einen lebhaften Appell an die Wähler richteten. — In der ultramontanen Versammlung sprach Dr. Lieber. Worms, 28. Februar. sDrei Pfennige Profits Eine sehr drollige Schmuggel- geschichte spielte sich heute Vormittag an der Rheinbrücke ab. Von einer jenseits g.icgcnen Ortschaft kam ein Bauernfuhrwerk über den Rhein, dessen Führer sich eben zur Entrichtung des Brückengeldes für sich und sein Gefährt anschickte, als der Brückenwärter zu bemerken glaubte, daß der Deckel eines auf dem Wagen befindlichen Fasses sich bewegte. „Und was habt Ihr denn auf dem Wagen ba ?" frug der Beamte, waltete jedoch die Antwort des verblüfften Bauern gar nicht ab, sondern stieg auf die Radspeiche und lüftete den verdächtigen Faßdeckel. In diesem Augenblick mußte natürlich das Spiel von dem Bauern verloren gegeben werden, denn in der Höhlung des Fasses richtete sich die tödtlich geängstigte Bäuerin auf. Tableau! — Inder Schlösser'schen Lederfabrik zu Neuhaufen entstand heute Nacht im obersten Stockwerk der Lobgerberei Feuer, durch welches etwa 500 Kiddfelle vernichtet wurden. Nur durch ba* fräftiae Eingreifen der Fabrikfeuerwehr, der Worniser Freiwilligen Feuerwehr und der Heimsheimer Löschmannschaft wurde größerer Schaden verhütet. Gegen Morgen war der Brand gedämpft. Berlin, 28. Februar. Im Opernhause fand heute die erste Vorstellung der neuen Oper „Merlin" von Philipp Rufer (nicht zu verwechseln mit Goldmark's gleich- na'niger Oper) beifällige Aufnahme. Die Oper ist in Wagner'scher Manier componirt. Vor Beginn der Vorstellung wurde Hans von Bülow, als er seine Garderobe am Parket abgeben wollte, auf Befehl der Intendantur wegen seiner früheren Aeußerungen gegen Hülien's Theaterleitung aus dem Opernhause verwiesen. Die Maßregel scheint längst vorbereitet gewesen zu sein, da sämmtliche Bedienstete Photographien Bülow's behßen. (F. Z.) Eingesandt. Gieflen, 3. März. Wenn man täglich die Fahrpost vor den carambolirenden Privatfuhrwerken in der Mitte der Wetzsteingasse retiriren sieht, so würde wohl eine Einladung derjenigen Herren Stadtverordneten sehr geeignet sein, welche vor kurzer Zeit gegen die Entlastung der Wetzsteingasse und gegen Errichtung einer Verbindung zwischen Stadtkirche und Oswald's Garten gestimmt haben. — Kehlkopf und Lunge vor Erkrankung zu bewahren, ist in rauher Jahreszeit eine Pflicht aller Derer, die ihre Gesundheit zur Erfüllung der Beruss- ob regenheilen bedürfen. Durch Gebrauch der Sodener Mineral-Pastillen, die auch bet schon eiiigeiretenem Katarrh heilsam sind, wird dieser Schutz erzielt. (Erhältlich in allen Avothcken k 85 per Schachtel.) Herr Dr. med. Ka lkhoff in Anna berg schreibt über die Vorzüglichkeit dieser Pastillen: „Ich habe die Sodener Pastillen bei zwei Patienten mit chronischem Katarrh mit ganz außerordentlichem Erfolg angewandt. Senden Sie mir sofort per Nachnahme 6 Schachteln." 1506 Literarische». sTlnn Die Katholische Resormbewtgung und das vatikanische ffottdl. Von Prosesior Or. Friedrich Michelis. Nach der Ilischrist des verewigtenProienor üon Pr- Adolph Kohut. Gießen, Verlag von Emil Roth. 1887. Elegant ausgestattet. Preis 1 JL y. D-r berühmte Philosoph, Theolog und Führer des Altkatholicismus, Proseffor j i 1 Michelis, welcher bekanntlich im vorigen Jahre gestorben ist, bru-at in biejct von bem Schriftsteller unb Gelehrten Dr. Abolph Kohut nach ber Urichrm JJ’?: ?es Verewigten herausgegebenen geistvollen Schrift sehr interefiaute Enthüllungen über btc Entstehungsgeschichte bes vaticanischen Eoncils unb ber katholischen- Reformbewegung. .. . . Da Professor Dr. Friedrich Michelis im Mittelpunkt ber ganzen kirchlichen, so tief emfchneidenben Bewegung stanb, werben seine Klarlegungen unb Bekenntnisse für aUe Diejenigen von hohem Interesse sein, welche bie treibenben Ideen und Persönstch- ketten kennen lernen wollen, denen vor und auf dem vaticanischen Eoncil eine solch' Mächtige und ausschlaggebende Rolle zugefallen ist. Die ganze Eigenart, die charakteristische Ausdrucksweise und die ehrliche und treue Gesinnung dieses makelloser Eharakters und edlen Kämpfers für Gewissensfreiheit und Recht tritt uns in btcier sehr empsehlenswerthen Schrift mit überraschender Lebenswahrbeit entgegen. Handel und Verkehr. — Für den Gebrauch der Rundreisebillets wird demnächst in Deutschland eine wichtige Neuerung eingeführt. Bisher wurden diese Billets für den Fall, daß d.-r Reisende unterwegs seine Tour ändern wollte, für die weitere Reise ungültig. Irr Zukunft soll jedoch, wie die „Allg. Dr. Eisenbahn-Ztg." mittheilt, dem Reisenden hir solche Umstände Gelegenheit gegeben werden, sich neben dem Rundreisebillet eine Legitimationskarte für 1 JL ju erwerben. Dieselbe berechtigt ihn, falls er seine 5 nur unterwegs ändert, ein neu entnommenes Fahrbillet auf der Rückseite mit dem Stempel „Rabatt-Billet" versehen zu lassen, um dasselbe bei der Rückkehr nach der Stelle, wo das Rundreisebillet entnommen wurde, einzuliefern. Auf diese neu entnommenen Billets genießt der Reisende denselben Rabatt wie bei den Rundreisebillets unb erhält für die nicht „abgefahrenen" Coupons bcn entsprechenden Betrag zurück. Limburg, 2. März. Rother Weizen, JL 1480, weißer Weizen 14.60, Korn 10 30, Gerste AL 8.40, Hafer AL 5.75, Kartoffeln ä 100 Pfund AL 0.0-1 Erbsen ä 100 Pfund AL 00.00. Frankfurt, 2. März. Auf dem heutigen' Markt kosten: Kartoffeln oer Malter AL 5.00—5.50, das Gescheit) 6—8 <$, Eier das Hundert AL 5.00—8.00, daL St. 6—9 3. Butter im Großen AL 74.00—76.00, im Detail das Pfund AL 0.81 bis 1.20, Weißkraut per Stück 15-20 3>, Rothkraut per Stück 20—25 X Kohlrabi per Stück 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 X Kuh- u. Rindfleisch 45—60 X Kalbfleisch 40—65 X Schweinefleisch 65—75 X Hammelfleifch 50—70 3, 1 fmbn AL 0.80—1.80, 1 Huhn AL 1.00—2.50, 1 Ente AL 2.1X1—3.00, Gans Pfund 60—to X 1 Taube 50—70 H, Welsche AL 12.00—ßQ.OO. Temperatur in liegen« Februar 1887. Niederste — 10,0 eß. Mittlere 4- 0,40 „ Mittel früherer Jahre 4- 0,82 „ Höchste 4- 8,9 „ Niederschlag an G Tagen .... 0,42 Par. Zoll. „ im Mittel früherer Jahre an 14 Tagen 1,49 „ „ Ucbrrsicht der Todeefnlle in der Itadt Gießen vom Jahre 1886. ! Andere vorherrschende Krankheiten Gewaltsamer Tod durch Darunter Kinder O 3 16 12 14 8 2 84 33 8 419 95 60 155 264 5 CQ 5 B ■e C) CD e. s :=3 S S a H C5 CJ ’S <

^. d. Bl.. Araves, im Kochen erfahrend Dienstmädchen zu alsbaldigcnt Eintritt gesucht. Näheres Blockstraße '2. lte Freitag Slbeifb (Ififrtthrthlirn i Die Rechnung der von Rabenau'fchen Stiftung für die tMJtllUlUJlulh Jahre 1884/86 liegt vom 4. d. Mts. an acht Tage lang im Pfarrhaus an Mit dem 1. April d. I. kommt unter der Südanlage zur Einsicht offen. 1573 Aufhebung des Tarifs v. 1. Februar 1883 (55iß feen den 3 Märr 1887 u. der Nachträge I-X ein neuer deutscher Bietzen, oen s.. 2/carz iöög Eisenbahn-Gütertarif, Theil I, zur Ein- I ^N evang. Klrchenvorstand. , fuhrung, in welchem die von den Deutschen Dr. Naumann. I. Hanstern. Eisenbahn-Verwaltungen in der General- ----------------- -----—------------ --------—----------- ronferenz v. 16. Dezbr. v. I. gefaßten u. Vvr- perfekt gewordenen Beschlüsse Aufnahme I V gefunden haben. Außer unwesentlichen, zuglrche ä Pfd^ 60 und 70 lür eimelne bisher als sperrig b-hmd-lt- 1 b Wüter in Wagenladungen eintretende Er- I 1 Höhungen werden durch die beschlossenen ,, ,, \ II d!igeführt^^ Frachtermäßigungen her- zugltchej z Pft. 20, 28, 35 und 40 Mit gleichem Tage tritt auch der Gemischtes Obst von nur besten Qualitäten i Pfd. 50 1 Nachtrag zum diesseitigen Local-Vieh- I Getrocknete Apfelspalten, Apfelringe, Bohräpfel, Edel» hinten, Kirschen, Mirabellen, iral. u. frank. Brünellen für p°n ^V^ad-r^^SLn empfiehlt alles zu billigsten Preisen 1576 nicht rechtzeitig bewirkte Be- oder Ent- I ~ Erdung der Eisenbahnwagen, sowie hin- sichtlich der Art u- Weise der Abfertigung I Warktplah 21. vou Vlehsendungen mittelst Beforderungs- 1--- scheins oder Frachtbriefs neue bezw. ander- weite Bestimmungen zur Einführung gelangen Sowohl der neue Gütertarif, Theil I, rri.' der Nachtrag II zum Vieh- rc. Tarif fomirii demnächst von unserer Magazinsverwaltung käuflich bezogen werben, inzwischen ertheilt unser Tarisbureau jede gewünschte Auskunft. 1559 Meßen, den 27. Februar 1887. Großherzogliche Direction- flrbeitsversteigerunyen. Mittwoch den 9. und Donnerstag den 10. l. Mts., von Vormittags 9 Uhr an, sollen im alten Nathhause an laufenden Unterhaltungs- arbeiten für das Rechnungsjahr 1887/88 versteigert werden: Am ersten Tage: die städtischen Taglohnarbeiten, da» Kehren der öffentlichen Plätze und Straßentheile. das Kleinmachen des Brennholzes für die städtischen Gebäude, das Reinigen der Oefen, die Pflasterreparaturen, die Lieferung von Basaltsteinen und das Kleii schlagen derselben. * Am zweiten Tage: die gewöhnlichen Fuhrleistungen, das Wegfahren des sämmtlichen Kehrichts in der Stadt, das Aiifahren der Straßenunterhal- tungssteine, das Fördern von Lahnkies, Anfahren von Lahn- u Grubenkies und die Straßen-Handarbeiten. Gießen, den 3. März 1887. Großh. Bürgermeisterei Gießen. ____A. B ramm. 1579 4 Mär;, 8 Uhr. Aus». Corrs. i5.j2