Mr. 12» Freitag den 3. Juni 1887. Meßmer Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Bureaur Schulstr°ß- 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des Montags. W WÄ’KßfgjMft AmLticher HHeLl. Betreffend: Die Abgabe der Kapitalrentensteuererklärungen behufs der Veranlagung für das Steuerjahr 1888/89. Bekanntmachung. Nach Artikel 14 des Gesetzes, die Einführung einer Kapitalrentensteuer betreffend, vom 8. Juli 1884, erfolgt die Heranziehung zu dieser Steuer auf >Grund einer Erklärung, welche jeder nach den einschlägigen Bestimmungen Steuerpflichtige über den Jahresbetrag seiner Zinsen, sowie der etwa zum Abzug geeigneten Lasten bei der hierzu berufenen Einschätzungscommission schriftlich abzugeben hat. Zu diesen Erklärungen ist das von Großherzoglichem Ministerium der Finanzen festgesetzte Formular zu verwenden und sind dieselben, je nach der Wahl des Steuerpflichtigen offen oder verschloffen, jährlich spätestens bis zum 1. Juli, ohne daß der Pflichtige deßhalb eine besondere Aufforderung abzuwarten hat, bei der Bürgermeisterei des Wohnorts abzuliefern. Von der Verpflichtung zur Steuererklärung sind nach Art. 15 des Gesetzes, insofern nicht im einzelnen Fall besondere Aufforderung der Einschätzungscommission ergeht, diejenigen Steuerpflichtigen entbunden, welche im unmittelbar vorausgegangenen Steuerjahr bereits zur Kapitalrentensteuer zugezogen waren, auch inzwischen ihren Wohnsitz nicht gewechselt und keine den Betrag von 100 «X jährlich erreichende Einkommensverbesserung aus Kapitalzinsen erlangt haben. Inhaltlich des Artikel 16 des genannten Gesetzes haben die Kapitalrentensteuererklärung abzugeben: 1) für minderjährige, vermißte oder unter Vormundschaft gestellte Personen deren gesetzliche Vertreter; für moralische Personen (Gemeinden, Körperschaften, Stiftungen, Anstalten), ferner für Gesellschaften, Genoffenschasten, Gantmaffen, Erbmassen, soweit eine Steuerpflicht hier überhaupt in Betracht kommt, die bestellten Vorstände oder Verwalter; 3) in allen anderen Süllen der Steuerpflichtige selbst und zwar hinsichtlich des gesammten Zinsenbezugs, welcher, sei es aus eigenem Vermögen oder aus dem Vermögen seiner nicht selbstständig zur Kapitalrentensteuer gezogenen Angehörigen, ihm in Steueransatz zu kommen hat. Unter Bezugnahme auf die obigen Bestimmungen richten wir an die hiernach zur Einreichung von Kapitalrentensteuererklärungen verpflichteten Bewohner unserer Bezirke hiermit die Aufforderung, ihre Erklärungen unfehlbar bis zum genannten 1. Juli d. Js. an die betreffenden Bürgermeistereien gelangen zu lassen, von wo sie, und zwar insoweit verschloffen, uneröffnet, an die Vorsitzenden der betreffenden Einschätzungscommissionen übersendet werden. Das Formular zu ?den Kapitalrentensteuererklärungen, welchem ein Auszug aus dem Gesetz und eine bezügliche nähere Anweisung beigefügt ist, hat der Steuerpflichtige von der Bürgermeisterei des Wohnorts zu beziehen. Gießen, Grünberg, Hungen, Nidda, den 1. Juni 1887. Die Großherzoglichen Steuercommissariate. Süffert. Bähr. Snell. Pfannmüller. Politische Ueberficht. Gießen, 2. Juni. Kaiser Wilhelm wird, falls das Wetter einigermaßen günstig bleibt, sich nach Kiel begeben, um den Festlichkeiten, mit welchen der Beginn des Baues des Nordostsee-Kanals eingeweiht werden soll, beizuwohnen. Es ist der lebhafte Wunsch des Kaisers, diesen Feierlichkeiten beizuwohnen und könnte nur der Entschluß des Kaisers durch ein außergewöhnliches Hinderniß rückgängig gemacht werden. Der Kaiser dürfte fich also inzwischen nach Kiel begeben haben. Das Halsleiden des Kronprinzen hat leider noch keine entscheidende Besserung gezeigt, doch wirb versichert, daß der Zustand des Kronprinzen in keiner Weise besorgnißerregend sei. Fürst Bismarck hat sich zu Pfingsten in Folge seiner neuralgischen Beschwerden nicht nach Friedrichsruhe begeben. Seine ohnehin fraglich gewesene Theilnahme an den Festlichkeiten in Kiel kam daher in Fortfall. Auch die Bevollmächtigten des Bundes rat Hs und der Vorstand des Reichstags haben sich in Folge einer entsprechenden Einladung am 2. Juni nach Kiel begeben, um der Festlichkeit bei der Eröffnung der Arbeiten zum Nordostsee-Kanal beizuwohnen. Nach einer uns zugebenden Mittheilung hält die Regierung nicht nur daran fest, im Reichstage außer den Steuergesetzen namentlich die aus die Unfallversicherung bezüglichen Vorlagen, das Gesetz über die unter Ausschluß der Oeffentlichkeit stattfindenden Gerichts-Verhandlungen und die Entwürfe für Elsaß-Lothringen zum Abschluß zu bringen, sondern wäre dieselbe auch „mit Vorbereitungen zu einem, wie ohne nähere Angabe des Inhalts betont wird, äußerst wichtigen und dringenden Gesetze" beschäftigt, welches der Reichstag noch erledigen soll. Der Ar beits stoss für den Reichstag in dem letzten Abschnitt seiner Session ist übrigens noch recht erheblich. In erster Linie stehen die beiden Steuer-Vorlagen, von denen der Branntweinsteuer-Entwurs in der Commission durchberathen ist, während über die Zuckersteuer-Vorlage die Commissions- Berathungen erst beginnen werden. Die zweite Lesung des Branntweinsteuer- Gesetzes im Plenum wird also an einem der ersten Tage nach Wiedereröffnung der Session beginnen können. Sodann sind zwei Unfallversicherungs-Gesetzentwürfe, für Seeleute und Bauarbeiter, noch zu erledigen; beide sind in der Commission durchberathen, letzterer hat auch bereits die zweite Lesung im Plenum hinter sich. Die Innungs-Vorlage der Regierung ist ebenfalls in der Commission durchberathen, ebenso die auf demselben G biet sich bewegenden Anträge aus dem Hause (Befähigungs-Nachweis); die z eite Lesung im Plenum steht noch aus. Dasselbe ist mit den aus dem Hause heroorgegangenen Arbeiter- schutz-Anträgen der Fall. Auch der Gesetzentwurf über die Beschränkung der Oeffentlichkeit bei Gerichts-Verhandlungen ist in der Commission durchberathen und harrt noch der zweiten Lesung im Plenum. Der Gesetzentwurf über die Kunstbutter ist bereits bis zur dritten Lesung im Plenum gediehen. Die Novelle zur Rechtsanwalts-Gebührenordnung hat dagegen erst die erste Plenar-Berathung hinter sich und ist in der Commission noch nicht erledigt. Die erste Berathung der Novelle zum Postdampfergesetz wurde in der letzten Sitzung vor Pfingsten durch Beschlußunfähigkeit des Hauses unterbrochen. Noch gar nicht an den Reichstag gelangt sind die elsaß-lothringischen Gesetzentwürfe. Die gleichzeitige Anwesenheit von Consuln und Beamten aus sämmtllchen deutschen Kolonien in Berlin wird mit besonderen Reformen, welche bezüglich der Verwaltung der Schutzgebiete eingeleitet sein sollen, in Verbindung gebracht. Anwesend sind jetzt: der kaiserliche Commiffar vom Bismarck- Archipel, von Oertzen, der Commissar des Togolandes, Falkenthal, Dr. Schmidt aus Kairo, deutsches Mitglied der internationalen ostafrtkanischen Grenzreguli- rungs-Commission, bisher Consul in Kairo, und erwartet wird der Gouverneur von Kamerun, v. Soven. Auf dem Gebiete der auswärtigen Politik besteht das wichtigste Ereigniß der Gegenwart darin, daß in Frankreich die Opportunisten und gemäßigten Republikaner nach langwierigen inneren Kämpfen und Jntriguen die Zügel der Regierung an sich gerissen und Die radikalen Elemente sammt dem General Boulanger aus dem Ministerium verdrängt haben. Das „Journal officiel" veröffentlicht heute die bezüglichen Dekrete. Da das Cabinet keine geschloffene parlamentarische Mehrheit hinter sich hat und zum Theil auf die Unterstützung einiger Gruppen der Rechten angewiesen ist, kann man dem Cabinet Rouvier allerdings erst dann eine gute Zukunst versprechen, wenn durch neue Kammerwahlen die Opportunisten und gemäßigten Republikaner eine geschloffene Mehrheit unter den Deputaten erhielten. Das Königreich Italien hat mit anerkennenswerther Schnelligkeit das Beispiel seiner Verbündeten, Deutschland und Oesterreich nachgeahmt, und hat ebenfalls eine bedeutende Verstärkung seiner Streitkräfte beschlossen, um dadurch den europäischen Frieden zu sichern. Die italienische Deputirtenkammer genehmigte in geheimer Abstimmung mit großer Majorität die neuen Armee- Gesetzentwürfe und begann alsdann die Berathung über bie Marine-Entwürfe. Mancherlei Schmerzen verursacht den Italienern ihre Expedition nach der westlichen Küste des Rothen Meeres. So befürchtete der Deputirte Chiaves wegen der Blokade der Küste von Maffanah noch Differenzen mit auswärtigen Mächten, zumal mit England und Frankreich. Die Kundgebungen der panslavistischen Presse anläßlich der Bildung des neuen französischen Cabinets, in welchem General Boulanger nicht mehr Kriegsminister ist, find für uns sehr lehrreich. Der „Swet" und andere Panslavisten-Blätter bedauern, daß die Franzosen kein Verständniß für die politische Situation hätten, denn sonst würden sie den Mann, vor dem sich Deutschland fürchte (?), nicht aus dem Ministerium entfernt haben. — Aus diese Weise lernen wir doch wenigstens unsere guten Freunde an der Newa und Moskwa kennen! Innerhalb der bulgarischen Regierungskreise hegt man zur Zeit größere Hoffnungen als je für die günstige Lösung der nationalen Sache. Die nach Sofia zurückgekehrten Regenten haben bei dem Empfange der Minister erklärt, daß die Stimmung im Lande die beste sei und die Nation an dem bis« berigen Programm der Regierung sesthalte. Durch die neuesten Vorschläge d-r Pforte hoffe man auch endlich zu einer gedeihlichen Fürstenwahl zu gelangen Deutschland. Darmstadt, 1. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog habe» Allergnädigst^geruh^.^ ^tragenden Rath bei der «btheilung fär Sau- wesen im Ministerium der Finanzen, Geh. Öberfinanzrath Adolph Schulz, aus sein Nachsuchen unter Anerkennung seiner langjährigen treuen und ersprießlichen Dienste, mit Wirkung vom 1. Juni d. Js. an, in den Ruhestand zu versetzen, sowie den Kreisbauausseher-Aspiranten Georg Best aus Gießen zum Bahnmeister bei den Oberhesstschen Eisenbahnen zu ernennen. Darmstadt, 1. Juni. Se. König!. Hoheit der Großherzog haben Allergnädigst geruht: Am 1. Juni dem Gräflich Erbach-Erbach'schen Kammerrath Ernst Riedel zu Erbach das Ritterkreuz 1. Kliffe und dem Schullehrer Daniel Lorz zu Nidda das silberne Kreuz des Verdienst- Ordens Philipps des Großmüthigen zu verleihen. Berlin, 1. Juni. Der Kaiser nahm Vormittags militärische Meldungen und den Vortrag Wilmowski's entgegen, empfing Nachmittags den Gesandten aus Kopenhagen Dr. Stumm und machte alsdann eine Spazierfahrt. Um SVa Uhr erscheint Minister v. Puttkamer und um 4 Uhr der Staatssekretär Gras Bismarck zum Vortrage. Berlin, 1. Juni. Die „Nordd. Allg. Ztg." theilt osficiös mit, daß von den beiden in Straßburg wegen Landesverraths verhafteten Beamten Cabannes und Brückner der Erstere neue Geständnisse gemacht und insbesondere eingeräumt hat, zu dem bekannten Oberst Vincent, dem vormaligen Chef des französischen Nachrichten-Bureaus in Beziehung gestanden und demselben Berichte unter der Adresse: „Müller, Paris, Rue Varenne 26" geschickt zu haben. Noch ein dritter Beamter des Bezirkspräsidiums Straßburg, der Steindrucker August Klausinger, der nach einem sehlgeschlagenen Vergiftungsversuch verhaftet worden ist, gestand, von Cabannes zur Mittheilung sekreter Drucksachen verleitet worden zu fein. (Fr. Ztg.) München, 1. Juni. Der Kaiser wird auf der Durchreise nach Gastein dem Prinz-Regenten einen kurzen Besuch abstatten. (Fr. Ztg.) Hamburg, 1. Juni. Eine Feuersbrunst, wie sie seit dem Brande vom Jahre 1842 hier nicht erlebt worden ist, brach Abends 9% Uhr im Hafen aus. Sechs große Schuppen am Hübener- und Strandquai standen m Zeil einer halben Stunde nebst den zum Einlöschen davor liegenden großen Seeschiffen in Flammen. Der Dampfer „Gladiator", am 29. Mai von Oporto angekommen, und die „City of Dortmund", am 80. Mar von Swansea angekommen, sind ausgebrannt, an vielen Schiffen sind die Takelagen und Masten verbrannt. Ein mit Salpeter beladener Oberländer Kahn stand in vollen Flammen. Die zwischen beiden Ouais stehenden Eisenbahnwagen konnten gerettet werden. Kolossale Mengen von Baumwolle, Kaffee und sonstigen Kaufmanns- A?^^,^^^E>rannten. Der an der Spitze beider Quais weithin sichtbare monumentale N?A?au ist gleichfalls niedergebrannt. Das Feuer hatte eine Ausdehnung von über 460 Metern Lange. Soweit bisher bekannt, ist kein Menschenoerlust zu beklagen. Sammtlrche Spritzen Hamburgs waren in Thätigkeit. Um 2 Uhr Nachts war der Brand so weit gedampft, daß eine Weiterverbrettung nicht zu befürchten war. Der Schaden wird viele Millionen betragen. Hätte der Wind landwärts gestanden, so wäre das Unglück unabsehbar gewesen, da dann die in der Nähe befindliche große Gasanstalt und die übrigen Quais gefährdet gewesen wären. V Der Quaibrand ist jetzt gelöscht. Am meisten beschädigt ist der Dampfer „City of Dortmund , welcher Oel- und Erzladung an Bord hatte. Ter erste In- «emeur dieses Dampfers, Namens Maccoller, erlitt erhebliche Brandwunden und mutzte in s Krankenhaus verbracht werden. An Deck ist alles verbrannt, die Maschine ist nur theilweisc beschädigt Vom „Gladiator" waren 300 Kisten und 500 Fässer Wein fben gelöscht, die am Lande sammtlich verbrannt sind; ein Matrose erlitt Brandwunden xn\ Gcncht und an den Händen. Außerdem wurde der Dampfer „Progreß von Goole" erheblich durch das Feuer an Deck beschädigt; die Maschine und die Ladung erlitten nur Wasserschaden, Mus Kastenschuten mit Ladung und ein Oberländer Kahn mit Schwe el wurden gleichfalls durch das Feuer bedeutend beschädigt. Von einem der Muschi,ten wollte der Mann mit grau unb Äinb sich retlfn und sprangen in die §lbe; der Mann wurde gerettet, Frau und Kind sind ertrunken. Ein Feuerwehrmann fiel in die Elbe wurde aber gerettet. Das Feuer ist wahrscheinlich durch Selbst- -ntzundung von Baumwolle entstanden. Dicht davor standen fünf mit Stroh beladene Eisenbahnwagen; das Stroh sing Feuer und verbreitete es mit rasender Schnelle Da- h^nter standen M mit Gütern beladene Waggons, welche sämmtltch total verbrannten Der Schaden ist ganz unabsehbar. Die Abwickelung der Versicherungen ist äußerst schwierig, da m vielen Fallen nicht zu constatircn ist, ob die Seeversicherung noch ein- fi-ht, indem die verbrannten Waaren meistens gelöscht waren. Fünf Millionen Mark Schaden wird als kaum zu hoch taxirt angesehen. Auch die kolossalen eisernen Dampf- krahnen am Quai sind vielfach ausgeglüht und stark beschädigt. (F. 3.) Hesterreich. . . d«dap«st, 1. Juni. In Szeged!» sind 100 Joch bester Felder durch Schleußen- bruch unter Wasser gesetzt. Es wird ein Schaden von 10 Millionen befürchtet Schiffe gingen nach den Theißdammen ab, um die gefährdeten Menschen und das Vieh ,u bttgen. (g. Z.) Arankreich. Pari», 1. Juni Die Regierung erhielt beim ersten gestrigen Kammer- Votum eine republik. Mehrheit von 21 St. Das „Journal des Ddbatr" äußert fich befriedigt über den Sieg des Cabinets, tadelt jedoch, daß Rouvier io geflissentlich eine Verbindung mit der Rechten obgewiesen habe. — Bei dem gestrigen Militärball im Opernhaus wurde vor dem Hause vielfach „Es lebe Bau- ÄVL ®r6t”^ Sausen! doch trug diese Manifestation keinen ernsthaften Charakter an stch. Rach dem „Malin" will der Krtegrminister F-rron Boulanger auffordern, als Regierungs-Commiffar an der Discusston de« Militärgesetzes theilzunehmen „Justice" sagt, dar Cabinet Rouvier verdanke ferne Existenz einer Börsenspekulation. (gr> Telegraphische Depeschen. Wolss's telegr. Correspondenz-Bureau. Ä ÄS ÄS An in den ersten Anfängen befindlichen jpanbei® u schwer zu belasten" Deutschlands, bte Spirituosen höher zu belasten, wurden von ^rnnfrpt* r l aßC Paris, 1. Juni. Die radikalen Sölätte'r führen MÄ&rfSfÄr* Sprache wie gestern gegen das neue Cabinet. Die 0emäfci0tetreffeDerfiält'firft nserotrt und erwartet weitere Schritte von der Negieruna rnnfJrnLV constatircn mit Genugthuun0 den Bruch zwischen Radikalen und Blatter sie einen Nutzen für ihre Partei erhoffen " und Opportunisten, woraus Brüssel, 1. Juni. Gestern Abend durchzogen mehrere kaufen nnn die Stadt. Es entspann sich dabei ein Handgemenge mit be Mhri H ^hrere Personen verhaftet wurden. Der nunmehr beschlossen, die Verfügung, wonach die Ansammlung von mehr als 5 Personen, verboten ist, mit Nachdruck zu handhaben. -Pionen. 1’räuni. Dex Strike im Bassin von Ssraing und an beiden Ufern der Maas erscheint beendigt. In allen Kohlengruben ist die Arbeit wieder auf- genommen. ' dem am gestrigen Tage in Kraft getretenen Sommerfahrplan ^verkehren auf Station Gießen täglich 80 Personenzüge incl. Schnell- unk Counerzuge; es gehen ab 40 und kommen an ebenfalls 40. Von den hier verkehrenden (ankommenden und abgehenden) Zugen kommen auf die Main-Weser-Bahn allein 42 ™ m C£Cner un? Berlm-Coblenzer Bahn 22 und auf die beiden Linien d^ Oberhessischen Bahnen je 8 Züge. E Univerfftüts-Chronik. ba§ Bett mrlaffen^ SUIrot^ in fann wieder als genesen gelten. Er hat schon Vermischte-. ,r. . r ~ Jur den 13. hessischen Feuerwehrtag in Butzbach am 18. und 19. Juni O Programm festgestellt: 18 Juni: Nachmittags 4 Uhr im Gartensaale des HbN- Hofes Abgeordnetenversammlung Hess. Feuerwehren mit folgender Tagesordnung- “\er b«re p?iäLißfclt Landesausschusses. 2) Verwaltungsbertcht des geschaftsfuhrenden Ausschusses der Landesunterstützungskasse. 3) I. Antrag der Freiw ^ue'wehr Ortenberg: Die Hessische Abgeordnetmverfammlung wolle beschließen und den Landesausschuß beauftragen: Bet höchster Staatsbehörde vorstellig zu werden einstweilen bis zum Eintreffen oder Inkrafttreten des neuen Löschgesetzes eine vorläufige ^Erordnung zu erlassen, wonach die freiwilligen Feuerwehren regierungsseitig mehr unterstützt werden als dies seither geschehen ist. II. Deßgleichen wolle die Abgeord netenverfammlung beschließen, den Landesausschuß zu beauftragen: Bei höchster ^-taatsoehorde dahin vorstellig zu werden, daß die Regierung die Verwaltungsbehörden ^?welse, m der Provinz Oberhessen Kreis-Feuerwehr-Jnspectoren zu ernennen, gleichwie i)te§ in Rheinhessen und Starkenburg durch die Verwaltungsbehörden schon vielfach h \ Vortheile haben Abprotzspritzen gegen diejenigen anders Constructtonen und welche find bei Neuanschaffungen zu empfehlen? (Freiwillige ^UErwehr Bodenhelm.) 5) I. Was hat sich in der Praxis am besten bewährt, die Rohrfuhrer und Sapeure den Spritzenzügen zuzutheilen oder solche bei den Steiger- abtheilungen^zu fuhren^ II. Welches ist die praktischste Art der Allarmirmia? (Freiwillige Feuerwehr Offenbach.) 6) I. Bieten die neueingeführten Balanceleitern Vortheile gegenüber denjenigen anderer Constructionen? II. Woran liegt es haft gummirte Hanfschlauche in neuerer Zeit, verglichen mit den in früheren Jahren nn- mwler schlechter werden? (Freiw. Feuerwehr Darmstadt.) 7) I. Worin besteht die Zweckmäßigkeit kleiner Handspritzen ? II. Wie bringt der Steiger gefährdete Menfchen am leichtesten in Sicherheit? (Freiw. Feuerwehr Butzbach.) 8) Wahl der- femgen Feuerwehr m der Provinz Starkenburg, welche den im Jahre 1889 ftatt- 1« ^ssischen Feuerwehrtag übernimmt. - Das Festprogramm ist folgendes: J?’ ,pullt (Samstag), 9tachmtttags 4 Uhr: Abgeordnetentag der Hess. Feuerwehren im i i nL"^^ chen Hofes". Abends 8 Uhr: Concert in der Festhalle (Vom obiLmpfang der Abgeordneten.) 19. Juni (Sonntag) Morgens 6 Uhr. Weckruf, ausgesiihrt von der Festmusik. Vormittags 8-9 Uhr: Allarmtrung er ^reiwilllgm Feuerwehr. Angriff auf den Thurm der Stadlkircbe. Vormittags b-l? Uhr: Früh choppen auf der Wilhelmshöhe. (Nabe bei der Stadt gelegener Ausstchtspunkt mit prachtvoller Fernsicht.) Mittags 12V. Uhr: Gemeinschafttiches Mittagessen im „Hess. Hofe .- Das^Gedeck JL. 2,50 mit Wein. Nachmittags 2^2 Uhr 9e?Au® ^adt. Aufstellung desselben auf der Niederweiseler Chaussee um 2\ Nachmittags 3Vz Uhr, nach Ankunft des Festzuges auf dem Festplatze: a) Schulubungen, d) Angriff auf die Festhalle (Butzbacher Freiw. Feuerwehr.) Nach ^/s^st^^^^^bbungen: Concert Tanzvergnügen. Abends: Brillantbeleuchtung des Festplatzes. Des Vormittags und Nachmittags bis 2Vr Uhr findet Empfang der cinruckenden Feuerwehren statt. Im Festzuge spielen nur die Musikcorps der Feuer- r^'ftunb Trommler marschiren mit umgehängtem Jn- ftrument. Die Festmusik stellt die Kapelle des 2. Großh. Infanterie-Regiments Nr. 116^. in vyteßen. Wai l^7Ul5UImt?n?nei i1" ^uni* . Monats - Bericht der Arbeiter - Colonie pro insgcsamntt' 48 ^ai waren ln ber Colonie arbcits-, resp. stellenlos F.tnhpr ^iCT^KCnQ Ia5bro* ^biter rc. 9, Bäcker 2, Bergleute 2, Brauer 1, Bucb- ötnljer Dachdecker 3, Former 1, Gartner 1, Gerber 1, Kaufleute 2, Maurer 5, 1?-, ^chloffer 2, Schmiede 1, Schneider 3, Schuhmacher 2, Scheeren- 9 ^retbcr Schirmmacher 1, Weber 1, Ztmmerleutg 2, Portefeuille- XllUvUvi Ue Tfiürtn^eni 1^^ kommen auN Großherzogthum Hessen 12, Nassau 5, Thüringen 1, Baden 1, Bayern 1, machten 1. Von Preußen die Provinzen' ffieftfaLnnUl8 Mfe>'(ßafW) 5 ««lefien 4, Sachsen 4, Rheinlanb 6^ Westfalen 1, Elsaß-Lothrtngen 1, Lübeck 1, Oesterreich 1, Transvaal-Rep. 1. Abgegangen sind im Laufe des Monats Mai 44 o31- durch bie Colonie in Stellung 9, butch eigenes Bemühen rc. 1, durch Entlassung 3. 3"* Z?"ien würben seit Eröffnung der Anstalt ausgenommen 623 Kolonisten. erZrh.n blc lausenben lanbwirthschastlichcn Arbeiten besorgt. Zahlung gearbeitet. V-rpfl-gungstag- geleistet unb 192 Tage gegen ftembe B-- Der Gesundheitszustand ist ein sehr guter. S A ^Un^‘ Nachdem gestern die Delegirtenversammlung und am i ? Ubn"dip^Commers stattgefunden hatte, versammelten sich heute Mittag um 11 Uhr ^.Mitglieder des hessischen Landeslehrer-Vereins in außerordentlich arober städtischen Akademiesaale zu der 18. Generalversammlung. Neben den zahl- 8@?Ierrtnneft h?"en sich aus Interesse für die Volksschule die Mit- Lebr-r unb * SBrotofomt* h^r01^beS' «Ertretcr ber staatlichen unb stäbflschcn Behörde», teurer und Professoren der höheren Lehranstalten, einiac Landtaasabaeordnete unb ©tabtoerorbnete, sowie sonstige zahlreiche Freunde des Schulwesensin der Geuerasi Versammlung ^llelunden. "Namens des Vorstandes des Lehrervereins erfolgte die Begrüßung durch Lehrer Backes von Darmstadt, der gleichzeitig in großen Wm als ^em^;Cre kte nothlvendige Solidarität des Lehrerstandes schilderte. 9 Ober- ®teim beroiUtommnete die Versammlung im Auftrag der obersten Schul- flefmibei^Sinn ulib au§’ tcm ^''i’d’cn Lehrerstande einen fo gefunoen ötnn und frischen Geist zu finden. Bürgermeister Dr. Oechsner der unter ®i*ta faaUteb'^*°Mn’Otte'f.fi?r Lehr-rstanb Seitens seiner Vorredner mit d-m S’i Q fei, gewahrt mir die Bitte, in Eurem Bunde der Dritte' bieß die Therlnehmer Namens der Lladt Mainz in deren Mauern auf das Herzlichste will- dem^Vrotokoll der ^n^^üßungen wurde zunächst der Jahresbericht erstattet und von worauf a/sdavn 9?^rausgegangenen Delegirten-Versammlung Kenntniß gegeben, Ä ©d?u£inad)er oon Worms zuvörderst einen sehr durchdachten Vortrag über das Thema: „Wie find die Menschen auf den jetzigen Standpunkt der Humamtat gekommen und welchen Antheil hat die Volksschule daran", hielt^ welchen ri*UUnnUAÖhn Vortrag Über „die Methode des naturgeschichtlichen Umer- CAedimnm Bestrebungen" von Lehrer Jndith-Bürstadt anreihte. L.'ach Erledigung dieser ernsten Fragen versammelten sich um 2 Uhr die Theilnehmer zu mand)e§Tnrenpnhp11 ? blr "Stadthalle", wo zwischen heiteren Musikweisen h-r ÄprÄ ^^r^Hrochen und zwischen den einzelnen Theilnehmern das Band der Berufsgenossenschaft inniger geknüpft wurde. A Mainz, 1. Juni. Während der weitaus größte Theil der von derBürger- ^ ^) /"6angenen Einladungen zu den Hafenfeierlichkeiten angenommen worden sind, vr. Miquel in Frankfurt a. M. mit Rücksicht auf seine durch tÄ^.^^ff^nssitzungen sehr in Anspruch genommene Zeit, die Bürgermeisterei benachrichtigt, daß er leider an der Feier nicht theilnehmen "könne. Aus Anlaß der zwtfchen Frankfurt und Mainz in Handelssachen herrschenden fast komisch zu nennenden Rivalität hatte die hiesige städtische Verwaltung großes Gewicht auf das Kommen des Dr. Miquel gelegt. △ Mainz, 1. Juni. Unter großem Andrang des Publikums hatte sich heute die Strafkammer vom Morgen bis zum Abend mit den Verhandlungen über die jüngst erwähnten Eisenbahndiebstähle zu befassen. Die 9 Angeklagten sind sämmtlich frühere Eisenbahnbeamte, die beschuldigt sind, in der Zeit vom Jahre 1885 bis jüngster Tage auf den Strecken Mainz-Worms und Mannheim-Goldstein die Plomben an den Wagen gelöst und darin befindliche Waarenballen und Kisten erbrochen und beraubt zu haben. Nach geschehenem Diebstahl wurden größtentheils die beraubten Kolli wieder sorgfältig zugepackt und auch die Plombe derart an den Wagen befestigt, daß sich von der Beraubung nicht leicht etwas von Außen wahrnehmen ließ. Die Anträge der Staatsanwaltschaft, die in allen Fällen schweren Diebstahl annimmt, lauten gegen den An- geschuldtgien Gefiert auf 2*/r, Klein 1%, Friedrich 21/«, Diehl und Hitter l1/« und Seitheimer 1 Jahr Zuchthaus, gegen Weyll und Nickel je 6 Monat Gefängniß. Das Urtheil wird in 8 Tagen publicirt. Zabern, 28. Mai. In der Anklagesache gegen die Musterungspflichtigen, welche am Tage der letzten Musterung in Zabern die deutsche Fahne zerstört und beschimpft hatten, hat die Strafkammer des hiesigen Landgerichts heute das Urtheil verkündigt. 16 der Angeklagten wurden zu Strafen von 10 Monaten Gefängniß bis 6 Wochen Haft verurtheilt. 3 Angeklagte wurden freigesprochen. Aus der Pfalz, 31. Mai. Das König!. Landgericht Landau verurtheilte, der „N. B. L.-Z." zufolge, heute den Weinsteinfabrikanten Emanuel Kern von Edenkoben wegen Betrugs in 7 Fällen und Betrugsversuchs in 6 Fällen, zu einer Gesammt- gefängnißstrafe von 6 Monaten, sowie zu 1000 X Geldstrafe (event. 100 Tage Gefängniß). Kern hatte nämlich verschiedene Firmen unter der Vorspiegelung, ihnen reinen kaufmännischen Weinstein geliefert zu haben, solchen mit Alaun verseht resp. gemischt, geliefert. Ein Herr Pfähler, der vor 3 Jahren von Amerika nach Mannheim übersiedelte, entdeckte den schwindel. Stuttgart, 1. Juni. Heute Morgen wurde ein 16jähriger Bursche, der Kleidung nach ein Maurerlehrling, in einer Laube auf der Bovferhöhe, halb entkleidet, ermordet ausgefunden. Die Stellung, in welcher der Todte aufgefunden ward, deutet auf ein an ihm begangenes Sittlichkeitsoerbrechen. (F. Z.) Barmen, 1. Juni. Die „Barmer Zeitung" kann nach genauer Information berichten, daß seit dem Wohnungswechsel am 1. Mai ds. Js. noch über 30 Familien mit weit über 100 Kindern ohne Wohnung sind. Es find dies meist anständige Leute, darunter sogar Geschäftsleute, welche immer pünktlich die Miethe bezahlt haben. Die meisten wurden nur aus dem Grunde, weil sie eine Anzahl Kinder hoben, von den Vermtethern zurückgewiesen. Eine ganze Anzahl dieser Familien bezeichnet das Blatt des Näheren, zugleich auch die zum Theil recht menschenunwürdigen Localitäten (wie Schuppen, Pferdeställe zc. zc.) angebend, in welchen die Wohnungslosen haben Unterkunft suchen müssen. Außer den aufgeführten sind noch verschiedene Familien in umliegende Ortschaften verzogen und vier Familien mit fünfzehn Kindern sind noch immer im Kantons - Gefängniß untergebracht. Das sind doch sehr bedauerliche Zustände. Bern, 30. Mai. Gegenüber Spiringen im Schächenthal, Eanton Uri, hat gestern Nachmittag halb 4 Uhr ein Bergsturz stattgefunden. Eine circa 250 Meter breite Felsmasse stürzte vorder halben Berghohe herunter; zwei Hütten mit 5Personen sind verschüttet, einzelne Stürze dauern fort. — sUngalant.j „Ich möchte wissen, warum die Vögel nicht mehr in unfein Garten kommen. Ich habe ihnen doch erst gestern wieder eine ganze Menge Bröckchen von nach meinem eigenen Recept selbstgemachtem Kuchen vorgestreut!" Der Gatte (bei sich): „Darüber wundert sie sich!" OJ- r« — Das immer häufiger werdende Auftreten heftiger Gewitter schreibt Professor Jxecldm m Leipzig dem vermehrten Eisenbahnbau zu. Wenn die Oberfläche der Erde stch von Jahr zu Jahr mit vielen Tausend Kilometern Eisenbahnschienen bedeckt, so konnte wohl, muthmaßt jener Gelehrte, dies auf die in der Luft befindliche Electricität etnwirken. Ob diese Voraussetzung richtig ist, mag dahingestellt bleiben; eine Abhülfe dagegen wurde sich schwer schaffen lassen. 0 v ' cv t 28. SJUt. Man findet bei den Tobten der Komischen Oper viele Juwelen, Uhren, Geld und andere Werthsachen. Bei dem Banquier Dessauer aus N miVclner Srau umkam, sollen sich mehrere Tausend Frcs. befunden haben. Die . r m i gefunden worden. Viele Engländer, u. A. vier Schwestern, und viele Provinzgaste sind unter den Tobten. Die Vorstellung war überhaupt auch von Pariser freunden der Oper „Mignon" sehr besucht. Die Aufräumungsarbeiten werden sortgesetzt. Man findet noch immer viele Todte. Sieben Arbeiter, welche Juwelen gestohlen hatten, wurden verhaftet. Es werden viele Wohlthätigkeitsvorstellungen in den LHeatern veranstaltet werden. Lamoureux gibt am Montag ein Concert im Eden- theater. Die erste Liste des „Figaro" weist 7265 Franken aus. Alle in den Trümmern gefundenen Uhren sind 9 Uhr 15 Min. ober 9 Uhr 20 Min. stehen geblieben. 17 Künstler und Angestellte des Theaters wurden Montag auf Staatskosten begraben. In der Notre-Dame-Kirche fand ein Trauergottesdienst statt. (K. Z.) — Ein Beamter des Wiener Postamtes hat 20 Geldbriefe mit einem Geldbeträge von ungefähr 150 000 Gulden unterschlagen und ist flüchtig geworden. Es waren zumeist Briefe Wiener Banken an Clienten in der Provinz. Der flüchtige Beamte heißt Zalewski. Sein Bruder, der mit ihm einverstanden gewesen sein soll, wurde verhaftet. — Jeder deutsche Soldat, der künftig in's Feld zieht, bekommt ein Verbandpäckchen, damit er bei Verwundungen den ersten Verband sich selbst anlegen kann. Das wird zur Folge haben, daß nicht mehr so viel Soldaten den Verletzungen erliegen wie bisher, wo die Wunde ost nicht an sich, sondern weil sie stundenlang unverbunden blieb, sich entzündete und gefährlich wurde. Das Berliner Geschäft, dem die Anfertigung übertragen ist, fertigt täglich 15,000 Stück. Handel und Verkehr. Limburg, 1. Juni. Rother Weizen X 17.70, weißer Weizen X 00.00, Korn X 10 95, Gerste X 8.90, Hafer X 5.59, Kartoffeln ä 100 Pfund X 0.00, Erbsen ä 100 Pfund X 00.00. Frankfurt, 1. Juni. Auf dem heutigen Markt kosteten: Kartoffeln per Malter X 4.80—5.50, das Gescheid 6—10 Eier das Hundert X 3.80—5.50, das St. 5—6 Butter im Großen X 00.00—00 00, im Detail das Pfund X 1.20 bis 1.40, Weißkraut per Stück 20—25 H, Rothkraut per Stück 30—40 H, Kohlrabi per Stück 00—00 H, Ochsenfleisch per Pfund 45—70 H, Kuh- u. Rindfleisch 45—70 H, Kalbfleisch 40—60 H, Schweinefleisch 65—75 Hammelfleisch 50—70 H, 1 Hahn X 0.70—1.80, 1 Huhn X 1.00—2.50, 1 Ente X 2.00—3.50, Gans Pfund 00—00 1 Taube 35-60 Welsche X 12.00—00.00. Wärmegrade der Lahn und der Luft nach Reaumur gemessen am 2. Juni, Mittags zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 12 Grad, Luft 18 Grad. L. Ehr. Rübsamen. Gottesdienst der israelitischen ReligionsgeseUschsst. Freitag Abend 720 Uhr, Samstag Vormittag 8 Uhr, Samstag Nachmittag 4 Uhr, Samstag Abend 9 Uhr. Bekanntmachung. Dem Familienältesten unter den Nachkommen des Pfarrers Johann Peter Riegelmann und des Amtsschultheißen Johann Leonhard Follenius zu Oberohmen kommt stiftungsgemäß das Recht zu, die Präsentation zu dem von G l o e ck - ner'schen Famllien-Stipendium auszuüben. Der bisherige Inhaber dieses Seniorats, Herr General-Lieutenant und General-Adjutant Adolf von Grol- man in Darmstadt ist gestorben. Wer nunmehr auf das Seniorat Anspruch zu haben glaubt, wolle sich binnen 6 Wochen unter Vorlegung der Ver- wandtschaftsnachweise bei der unterzeichneten Großherzoglichen Landes- Universität melden, indem dieselbe das älteste sich bis dahin meldende und beziehungsweise legitimirende Familienmitglied als den zeitigen Senior anerkennen wird. Gießen, 17. Mai 1887. Großherzogliche Landes-Universität. Dr. Katt enbusch. 4025 Versteigerung. Montag den 6. d. MtS., von Vormittags 9 Uhr an, sollen auf hiesiger Bürgermeisterei die für 1887/88 vorgesehenen Weißbinderund Pflasterarbeiten, veranschlagt zu 650 «X., sowie die Planir- und Chaussirarbeit eines Feldwegs und die Herstellung eines Canals, veranschlagt zu 1767 . I., Nachmittags 3 Uhr, sollen auf dem hiesigen Ortsgericht die den Philipp Pfeiffer Eheleuten gehörigen Immobilien Flur I Nr. 364 — 75 Meter Hofraithe im kalten Loch, ,, I Nr. 366 - 38 Meter Hofraithe daselbst, „ I Nr. 451 — 44 Meter Hofraithe in der Kühgasse, öffentlich meistbietend versteigert werden. Gießen, den 2. Juni 1887. Großh. Ortsgericht Gießen. Lüdeking. 4239 Ieisgröotenes. 4236] Lebendfrifche Schellfische tu Seezungen (Eispackung), Hechte, leb. Karpfen, ächten Rheinfalm, Suppen- und Tafelkrebfe, Geflügel empfiehlt heute und die nächsten Tage eintreffend A Koch Nachf.. Hamb. Fisch- u. Delicatessenhandlung. Sdjiicllltcr ®rfolii ßimmtiif innerhalb weniger Worben b. Gebrauch von Prof. Gerdes Haar- u.vLrtelixir, vorzüglich. Mittel zur Beförderung d.WachSthumS von Schnurr- u. Backenbart, sow. Haupthaar. PrS. p. Flay. nebst Gebr.-Anw. in 3 Sprachen 2Mk. Absolut unschädl. Gegen Nach», od. Einsdg deö Betrages allem echt dircct zu beziehen durch die Parfümcricfabrik von G. Seifert, Dresden -Trachenberg. ____________4215___________ "Ein Sud Traber Amtlich G-ÄRohU-. 2)ie Liste circulirt und liegt außerdem noch an der Kasse zum Abonniren offen. 4228 Gießen, im Juni 1887. 4234 4144 J. Haan Jtin., Kreurvlatz 10. 3153 Die Kapelle des II. Großh. Hess. Snf.-Rgts. Ur. 116 (Großherzog). E. Krauße, Großh. Musikdirector. B./6. 8 Uhr. Obl. Conf. Manch. Baufrage. 4217 la. Schellfische, ger. Lachs, Kieler Bücklinge, neue Matjes-Häringe, Wests. Pumpernickel, frisch eingetroffen bei Lina Moeser, gepr. Arbeitslehrerin, kl. Gartenstraße. ...jL170. ®n.e kleine ruhige Famili?M lchöncr Lage eine Don 5, Btmmern nebst siubi> ^or:r Offerten mit Angabe des Mieth» pmfe§ nimmt die Exped. d. Bl. eniaeaen. Mectten. «l. «che,»«. — »ruck und Bert«, der »rützlachen Druckrrri (yr. «|f. Putsch) in »itlta. Jl? Eine Monatsfrau auf sofort gefugt.__Btsmarckstraße 10 II. f Äin Bildchen, welch^Mst^ ftanbtg kochen kann und sich jeder üaus- arbeit unterzieht, wird zu Johanni ge= von Frau 0r. Dietz, Alicestraße 17. ,wuchtiger Maurerparlttt konnte auch Arbeiten in gutem Accord übernehmen. Meldungen m^Lohnanspr. bei der Exp. d. BI. abzug. 4216 Einen Pferdeknecht sucht -----------------E.Katzen stein. 4219 Ein Pferdeknecht kann eintreten C. Spies, Neuenwegs n G.in Kaufmann, der bereits einem hiesigen Ln-xi-08-Ge- fr!5 e^uchhaltcr und Reisender thatig ist, sucht, gestützt auf gute Heug- IU^hfr^rIDCIi!fde§fc?ndagemcnt* Näheres in der Exped. d. Bl. Abonnements-Concerte. Hierdurch erlaubt sich die Kapelle des II. Großh. Hess. Jnf.- Regts. Nr. 116 (Großherzog) zu den bisher üblichen Sommer-fiboiinsments-Concerien ganz ergebenst emzuladen. Die ConcMe finden in Stein's Garten statt und wird der Anfang derselben durch den „Gießener Anzeiger" bekannt gemacht. Der Preis für die 6 Abonnements» Eoncerte beträgt: a) FamilienbilletS bis zu 4 Personen Mk. 7.— b) „ „ „ 3 „ „ 6.— c) PersonenbilletS.....„ 2.20 d) 4§afferrpreiS ä Person ,, —.50. 4189 Ein älterer Mann, welcher die Oeconomie versteht, wird gegen guten Lohn gesucht. Karl Euler, Hammstraße 5, 4201 Ein angehender Kellner gesucht. _______Zum kühlen Grund. 4204 Ein junger Mann, der mit Buch- vertraut ist und allen in meinem Gejchaft vorkommenden Arbeiten sich unter- ziehen will, kann dauernde Stellung finden, o u werden verlangt. Louis Rothenberger, Neuenweg 22. Lebensversicherungs- & Ersparniss-Bank in Stuttgart. Mark. ÄÄ2 Versicherungssummen 36 Million^, gnart. Wrc§:@inn*e 1886: 12-/3 Millionen Mark. Bankfonds «3 Millionen Mark. Extra-Reserve 12 Millionen A T Dividende aus die einfache Todesfall-Prämie pro 1887: raa§t/ „ n n bCl lebenslänglichen Versicherungen 35%,^ bei abgekürzten Versicherungen 40-60%, <209 " " werden die" Erbschaftsgewinne bei längerer Periode die"Versicherungs-Summ?überffria-n^^^^ • • ÖÜmJÄS ”1SÄ ", “* ”W*" '**>**'» S0|ll,l„ ©te vor Schlup Juni Beitretenden baden Antheil an dem diesjährigen Ueb-rscbuffe Zu weiterer Auskunft sind erbötig die Agenturen von H. Flieh, Westanlage 28, E. Flathhaeh, Seltersweg ' Dem hochverehrten Publikum die ergebene Anzeige, daß meine lli* iiiiiI SdminiiiiiiiKiiili 4235 Gartenstraße 27: bei /-tage sechs Zimmer, 21: sieben Zimmer zu vermiethen. 4220 Ein kleines Familienlogis zu Der? miethen. L. Friedel, Sand^gasse.^ 4224 Eine unmöblirte Stube an eine Näherin oder dgl. zu vermiethen. _____________I» Retter, Neustadt 27. 4227] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________________Wallthorstraße 22. 3846] Familien-Logis zu vermiethen. _______________________Steinstraße 43 4050 Mein Nebenhaus ist zum 1. Ok- tober an eine ruhige Familie zu ver- miethen.__Dr. Ploch. 4103 Der 2. Stock zu vermiethen! Chr. Wallenfels, Marktplatz 17. 4205] Familienlogis, 5 Zimmer 'mit Zubehör, per 1. September oder October zu vermiethen._______Bahnhofstraße 57. 3455 Der 2. Stock meines Hauses (5Zim- mer rc.) zu verm. Dr. Dornseiff, Schulstr. 3909 Der 2. u. 3. Stock zu vermiethen. Ostanlage 9, neben dem Justizgebäude. Jermietssungen. 4210 In meinem Hause Grünbergerstraße 15, nahe am Ludwigsplatz, ist der zweite Stock zu vermiethen. ___Emil Loos. 4218 Eine Wohnung auf Anfang Juli zu vermiethen._____Chaussee-Haus^ 4237] Einfach möblirtes Zimmer zu vermiethen.Bleichstraße 5 II. 4200] Möbl. Zimmer zu vermiethen. _______________Asterweg 1. 4193 Von Juni an ein gr. gut möbll Zimmer zu vermiethen. Westanlage 10 . 839'i .Die von HeH Dr. Klein feitfa nnegehabte Stallung für 3 Pferde, foiote 2 verschließbare Ehaisenremisen Stroh- u. Heuböden, sind per 1. Juni b I' anderweitig zu vermiethen. Chr. Lony^ mit Cltronen-, Erdbeer-, Himbeer-, Johannlsbeer-, Kirschen* und Orangen • Geschmack, sowie einer Sorte, geeignet durch Aufgiessen von Wasser und Wem zur Herstellung eines Glases Champagner-Imitation. Die Brause-Limonade-Bonbons (patent in d. meist Staaten) bewähren sich vorzüglich bei allen Erfrischungsbedürfnisseo, und sind daher sowol im Sommer als im Winter, ganz besonders auf Reisen, Landpartien, Jagden, Manöver, sowie Bällen, C «werten, Theater etc. zu empfehlen. Auf die bequemste und schnellste Art — iu einem Glas Wasser — geben sie ein höchst angenehmes und kühlendes, dabei sanitäres Getränk. Schachteln ä 10 Bonbons 1 Mk. — Pfg. do. a 5 „ 0 „ 55 / Kistchen mit 96 „ 9 „ 60 „ liu obigen Frucht-Aromen assortirt). Für Export äusser deutschen mit engl., span., holländ-, italienisch., schwed., russ., arab., indisch., ebines., französ. etc. Etiketten. Ferner Brause-Bonbons mit medicamentösem Inhalte nach ärztlicher Vorschrift mit genauer Angabe der im Bonbbn enthaltenen Dosis des Arzneimittels. (Eisen, Chinin, Pepsin, Magnesium sulphnricum, Kalium bromatum, Lithium car- bonicunj. Natrium salicylicum, Coffeinum) nur in Apotheken erhältlich. Gebr. Stollwerck, Köln. w Die Brause-Limonade-Bonbons sind in fast allen Niederlagen Stollwerck’scher Chocoladeo und Bonbons vorräthig, oder werden auf Verlangen von denselben verschrieben. 4225 Die mit 22 goldenen Medaillen und Ehren-Diplomen prämiirten Choeolade» und lösliche Cacaopulver, ebenso Baron Liebigs Malto-Leguwinofen-Nähr- und Gesundheitspräparate aus der altrenommirten Fabrik von Starker & Pobuda, König!. Hoflieferanten in Stuttgart, bringe hiermit nach ärztlichen Kundgebungen als anerkannt beste und reellste Fabrikate der Gegenwart in empfehlende Erinnerung. 3890 Omrl Selawaah __Delieateffenhandlurrg. Sphwpi7Pr ^finLoroion Ausführung, ohne Apprst, Handarbeit ÜUIIWgIZBI ulluKBI BIBll vollständig ersetzend, habe ich von einem der - 1tr <. f . leistungsfähigsten Fabrikanten in Commission und verkaufe dieselben in Stücken von 4,20 Meter zu Fabrikpreisen. m,t dem Heutigen eröffnet ist, und ist dieselbe in allen Theilen auf's Beste und Bequemste eingerichtet. Die Liste zum Einzeichnen liegt in der Anstalt offen und bitte das verehrte Publikum um freundliches Wohlwollen. Achtungsvoll _____________Georg Franz. Iteslaiiralion C. Iliäliin» Bahnhof Dollar fmh -- ^teS Adener Actien-Exportbier, Röhrle'S Bier wnrintjino^taite Speisen zu jeher Tageszeit. 3206 C. G. lileinhenn. Zu jeder Tageszeit: Warmer Braten, ä Portion 13 Pfg. Restauration Hessler, 4231________Neuenweg.___________ 4232 Ein Haufen guter Mist zu oer- taufen. M. Kehler, Pferdemetzger. Hotel Kessel, Wetzlar, vis-ä-vis dem Bahnhof, durch Neubau bedeutend vergrößert, empfiehlt, besonders den Herren Geschäftsreisenden, seine aus's Beste ausgestatteten Zimmer, sowie vorzügliche Küche, reine Weine und gute Biere. Gesellschaften empfehle separate Zimmer, sowie meine schönen Garten- anlagen._________________________________________ 4212 Der Unterricht in meiner Schnle beginnt Montag den 6. Juni Anmeldungen nehme jederzeit entgegen. vermischte Anzeigen. 4208] Scheuer mit Stallung als Lagerraum zu miethen gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl. 42 ll Für mein Colonial- und Manu- facturwaaren -Geschäft suche ich einen fluten Schulkenntnissen Kost und Logis frei im Hause. Wetzlar. A. Lö§r, 4213 Gesucht sogleich oder in nächster Zeit eine freund- L 3, Zimmern, Küche uebft Zubehör womöglich mit Abschluß, in der Nahe des Bahnhofes. Gest. Off m. Preisang. in der Exp. d- Bl. niederzul.' 4229 Ein Dienstmädchen gesucht von Frau Th. Brück, Schloßgasse 16, 4123 Ein Mädchen mit guten Zeugnissen wird für Johanni gesucht. 8 Frankfurterstraße 36, Mittelstock. 4240 Ein junges Mädchen des Tags über zur Hausarbeit gesucht. 8 ___________Schillerstraße 23 II. 4221 Ein im Kleidermachen durchaus erfahrenes Mädchen empfiehlt sich m und außer dem Hause. Seltersweg 81, im Nebenhnn^ schriftliche Arbeit wird bestens und billigst besorgt von ^^Louis^Magen, Marktstraße 19. Ich ^che einen tüchtigen fo". liben Kutscher. Anmeldungen bei Herrn Zimmermeister Alker. y Rodheim v- d. Höhe. Dr. Alker. la. neue MatjeShäringe, neue mehlige Maltakartoffel empfiehlt billigst 4196 A. Koch Nachfolger Hamburger Fisch- u. Delicateffenhandl. Khein-W^in empfehlen: Weißwein pr- Flasche 60, 70, 90, 100 Rothwein , , 100 und 110 H, 3708 E.