Ar 229 Zweites Blatt. Sonntag dm 2. Oktober 1887. Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. Vrrreaur Schulstraße 7. allmälrg bre ^orverenungen zu uei i Doaali und Saati ausgewetzt werden soll, die hm. Bereits ist der Führer des italienischen I tebucirt Der Schwerpunkt de« politischen Leben« im Donauretche liegt gegenwärtig wieder einmal j-nseit« der Leitha. Schon die nun> beendigte Reise Kaiser Franz Josef« durch Siebenbürgen, welche sich am die großen Truppenmanöver bei Deva knüpfte, war reich an bedeutsamen Momenten und speciell trugen die Ansprachen de« Kaisers an die ihn begrünenden Deputationen tu Klausenburg einen unverkennbar politischen Zug. Dann begannen am Montag in Pesth die gemeinsamen Minister.Conserenzen, bet denen neben dem gemem- fernen Voranschlags die Frage der Repetirgewehre eine - Hauptgegenstand der Berathungen bUbete. Unmittelbar hieran schloß stch am Mrttwoch der formelle Zusammentritt der ungarischen Reichstage« dem amvächittn Tage d^ fei rlrche Eröffnung durch den Kaiser folgte. Die Thronrede, deren Wortlaut schon längst bekannt war, brachte keine besonderen Ueberraschungen und ging auch hinsichtlich der internationalen Lage über allgemeine Sätze nicht hinan». Erzherzog Johann Salvator, Commandeur der 3. Drvrston in Linz, wurde zur Disposition gestellt. Es heißt, Differenzen militärisch, politischer Natur de« Erzherzog« mit den leitenden Wiener Kreisen wie nut dem Hose selbst hätten zu diesem Schritt geführt. ,... In Italien beginnen allmälig die Vorbereitungen zu der Expedltwn, durch welche die Scharte von . . Aufmerksamkeit aus sich zu ziehen. Woche« * Ueberficht. , Gieße«, 1. October. Kaiser Wilhelm erfreut sich in Baden-Baden, wo er seit Anfang« ter Woche an der Seite seiner erlauchten Gemahlin residtrt, de» allerbesten Wohlbefinden« und gedenkt der hohe Herr bi« Anfang« November in diesem von ter Natur so begünstigten Badeorte, deffen milde« Klima dem Kaiser immer in besonderem Maße zusagt, zu verweilen. Um die kaiserlichen Majestäten hat sich in Baden-Baden ein kleiner fürstlicher Sittel gebildet, welcher zunächst au« der badischen Herrfcherfamilie, dann dem brasilianischen Katserpaare, dem GroMerzog van Weimar und dem König der Belgier besteht. In diesem hochsürstlichen Kreise feierte die Kaiser in Augusta am Freitag ihren>76 Geb ur «tag Md konnte die hohe Frau in erfreulicher geistiger und körperlicher Frische in -a- neue Lebensjahr htnübertreten. lieber den augenblicklichen Aufenthalt de, deutschen Kronprinzen waren feit feinem Aufbruche von Toblach mehrfach ungenaue und sich theilweise widersprechende Nachrichten eingelaufen. Nunmehr meldet eine Depesche au« Pmedtg, daß der Kronortn, nebst Gefolge am Mittwoch Nachmittag daselbst getroffen und im „Hütet de l'Europe" abgestiegen ist- Der Aufenthalt de« hohen Reisenden in dem südtyrolischen Kurorte Arco ist demnach nur ein sehr kurzer gewesen. In Venedig trifft die Frau Kronprinzessin, welche mi den Briniesfinnm-Töchtern von Toblach au« eine andere Reiseroute nach Italien gewählt hatte, al« ihr erlauchter Gemahl, mit letzterem wieder zusammen und gedenken die kronprinzlichen Herrschaften der Besichtigung der altberühmten Lagunenstadt eine Woche zu widmen. Von Venedig au« werden dieselben dem König Humbert auf Schloß Monza bei Mailand wahrscheinlich einen Besuch ad. Hatten und sich alsdann nach Baveno am Lagomagglore begeben, woselbst ein breimonatlicher Winterausenthalt de« Kronprinzen geplant ist; von dem Besuche « italienischen Riviera scheint demnach Abstand genommen morde» zu fein- Karlsruhe wurde am Dienstag die internationale Conse- renz der Vereine zum Rothen Kreuz nach mehrtägiger Dauer geschloffen, nachdem auf ihr eine Reihe wichtiger Beschlüffe über die Hilfeleistung dieser Vereine im Kriege gefaßt worden sind. Der bedauerliche Zwischenfall an der deutsch-französischen Grenze bildet erklärlicher Weife ein stechende« Thema In der deutschen wie in bet sranMschen Presse. Anerkannt muß hierbei werden, daß sich die letztere mit Mäßigung und Obj-ctlvität über den Vorfall aurspricht, abgesehen notür- lich von den berufsmäßigen Hetzblättern und auch die in den maßgebenden Ber« liner und Pariser Kreisen obwaltenden Dispositionen deuten darauf hin, daß man beiderseitig bemüht ist, dem peinlichen Vorkommnisse jede beunruhigende Spitze zu nehmen. Man darf nunmehr wohl einer erschöpfenden amtlichen Darstellung der Affaire von Verlncourt, der leider ein Menschenleben zum Opfer siel, entgegensehen, da da« Pariser auswärtige Amt die bezüglichen Selen am Mittwoch nach Berlin übersandt hat. Inzwischen ist aber deutscherseits bereit« die wichtige Thatsache festgestellt worden, daß der Soldat Kauffmann die ver- hängnißvollen Schüsse auf deutschem Gebiet abgegeben hat und daß dieselben ihr Ziel noch aus deutschem Boden trafen; wenn die beiden unglücklichen Opfer de« Mißverständnisses nun auf französischer Seite aufgefunben wurden, so würde dies nur die gleich zuerst ausgetauchte Vermuthung bestätigm, daß stch die beiden Franzosen nach ihrer Verwundung über die Grenze zurückschleppten. Inwieweit nun das nach Berlin gesandte sranzöstsche Actenmaterial diesem wichtigen Thal- bestand Rechnung tragen wird, bleibt abzuwarten. Unterdessen ist die neuerliche Schnäbele-Affaire ganz in den Hintergrund getreten, doch wird man stch ihrer wieder erinnern müssen, da am Donnerstag in Metz die gerichtliche Verhandlung Mn den jungen Schnäbele begonnen hat. Der Metzer Gerichtshof verurtheilte Schnäbele jun. zu dreiwöchentlichem Gesängniß und 20 ^^bldstras^ geklagte erklärte er bedauere sehr, was er gethan habe. Das Gericht b^Migte alsdann mildernde Umstände und rechnete die Untersuchungshaft auf die- Gefäng- nißftrase an, so daß stch die eigentliche Strafe aus die erwähnte Geldbuße — Von den gewaltigen Arbeiten, welche an der westlichen Mündung des Nord-Ostsee-Canals erforderlich sind, kann man jetzt erst eine klare Vorstellung gewinnen, nachdem das kaiserliche Canalbauamt I. in Brunn^uttel die Plane öffentlich ausgelegt hat. Der Canal wird in einem Winkel von 45 Grad in die Elbe münden, oder richtiger, 200 Meter von der Elbe entfernt, in den neu anzulegenden Binnenhafen, der 500 Meter lang und 200 Meter breit sein wird. Zwei mächtige schleusen von je 200 Meter Länge und 25 Meter Brette stellen die Verbindung rwffchA dem Btnnen- hafen und dem Vorhafen her. Dieser, welcher eine Länge. von 400 Meter und eine Breite von 100 Meter erhält, wird durch mächtige, bogenförmig in die Elbe hinein- zubauende Molen von über 200 Meter Länge geschützt. Um den Raum für den Vorhafen, die Schleusen und den Binnenhafen nebst Betriebshasen zu gewinnen, müssen 1,870,000 Cubikmeter Erde ausgeschachtet werden. Die Canalsohle an der Mündung ist 9 50 Wcttr mit Steigung nach den Schleusen und Steigung nach der Elbe. Die je zwei Paar Fluth- und zwei Paar Edbethore, die selbst gegen die höchsten Sturmfluthen sicheren Abschluß gewahren. Zur«Ebbe- reit sollen die Schleusenthore von dem Zeitpunkte an, da die beiderseitigen SEcHlcr' stände rum Eintritt der Fluth in der Regel offengehalten meri,tn2Iua3burfl 28 September. sD-r Deserteur in Trikots.j Am 12 December v. I. d-s-rtirlc der Tambour I. Dahier der 6 Compagnie des 3. Regiments, ein geborener Augsburger Anfangs glaubteman da s- ne MontirungS stück- am User des Lech gefunden wurden, er habe sich ertrankt Rech rchen bU-o-n ersolglos, so daß di- Abschreibung in den Listen des Regiments als „°-Ellcn^ genommen wurde. Gelegentlich des gegenwärtig in Friedberg ßeraeai t des hier - abgehaltenen landwirthschaftlichen Bezirksfestes unternahm ein S sea. 3. Jnfant-WegimentS einen Ausflug nach dort und besucht--uch^lwirbttüde Vor einer Seiltänzer-Gesellschaft angekommen, fiel ihm ^ncVt^ 'ÄIie Späße mit dcr- Maid" in Trikot und Flatterrockchen besonders auf, er mach e lejie b lüngft Ä-«Ä— 3«5‘; S-SÄS K” Maid im Flatterrockchen »n das Regiment nach W (»• . Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Ps. mit Bringerlohn. Erscheint täglich mit Ausnahme de« Montags. - Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 50 Pi. ErpedUionicorp« designirt und zwar in der Person des Divisionär« von Alessandria, MaMno, welcher General sich in den leitenden römischen Kreisen besonderen Vertrauen« zu erfreuen scheint. Anfang« November soll sich das Corp« in Neapel nach Mafsauah einschiffen, womöglich noch ftüher, und wird dasselbe mit der erdenklichsten Sorgfalt für den schwierigen Feldzug gegen die Abeffynier ausgerüstet. Ob indessen die Italiener auf demselben besondere Lorbeeren pflücken werden, muß freilich noch dahingestellt bleiben. I« Messina soll die Cholera noch immer furchtbar wüthen und das Verhalten der Behörden, welche keine Bulletin« herausgeben, ist gerade nicht geeignet, die Bevölkerung zu beruhigen. „n vmr Von Emir Pascha find au« seiner Residenz Wadelat am blauen Ntl jetzt Nachrichten eingegangen, welche den Zweck der Stanley-Expeditivn als verfehlt erscheinen lassen. Emir Pascha will nämlich unter keinen Umständen bas von ihm seit zwölf Jahren verwaltete Gebiet aufgeben, er ist vielmehr entschlossen, da« von Gordon begonnene Werk der Civilisation am oberen Nil fortzusetzen und will er daher nicht mit Stanley zurückkehren. Wenn das Stanley vorher gewußt hätte, würde er seinen Zug nach Wadelai vermuthlich gar nicht unternommen haben. Au« Zanzibar kommt die sensationelle Kunde, daß Sultan Bargasch den Said da« gesammte, ihm durch den deutsch - englischen Vertrag vom 1. November v. Js. zugesprochene Küstengebiet zum Theil an die Deutschen, mm Theil an die Engländer gegen einen Jahresgehalt aufgegeben hat. Indessen bleiben bei der Bedeutung des von dem Sultan abgetretenen Gebietes noch immer bestätigende Nachrichten abzuwarten. Hebet die Vorgänge, welche bei der Feier des 90. Geburtstags Kaiser Wilhelm'« aus Samoa stattfanden, sind jetzt nähere Mtthellungen emgelaufen. Denselben zufolge wurden die bei der Feier verfammelten Deutschen von den Leuten König Malietoa's angegriffen und mißhandelt, ohne daß der König trotz der energischen Aufforderung de« deutschen Consuls etne Bestrafung der Angreifer hätte eintreten lassen; ein eingeleiteter Proceß verlief vn Sande. Aus diesem Grunde allein ist denn auch das bekannte Einschreiten der Deutschen gegen König Malietoa erfolgt, das glücklicher Weise nicht die befürchteten tnter« nationalen Verwickelungen gezeitigt hat. Universität« - Sdronik. R-rUn -26 September. Die 21 Universitäten des Deutschen Reiches (die Nkab-mi-in Münster eingefchloffen) zählten im vergangenen Sommersemester 28.716 Studenten aeaen das vergangene Wintersemester rund 700 mehr. Die meisten Stu- »rendm, nämlich 8595 (29,87 pCl. der Gesammtzahl) zählte die medictnifche F-kuttat. Di- ^unabme derselben gegen das Wintersemester betrug jedoch nur 34 Die nächst- arLktc Fakultät ist di- philosophische, der 7310 (28,88 pCt.) Studtrende angehort-n, 145^mehr als iin letzten Semester. Alsdann folgt di- jur.fiische Fakultät mit 5819 2022 pEt Stubir-nd-, 231 mehr als im Winter 1886-87; dieser die evangelich- h-ologisch- mit 4837 (16,81 pEt.) und endlich die kaiholi ch-th-°l°gisch- (an sieben Inin-rsttät-nl mit 1215 (4,22 pCt.). Erstere hat um 252, letztere um 51 Studtrende MS Was di- H-imathsv-rhältniss- der Studtrenden angeh. so bilden die Meußenan den Universitäten ihres Landes die überwiegende Mehrzahl. Anders stellt stch das V-rhältnitz in anderen Staaten. In München und Erlangen sind nur wen,g über die Halste der Studtrenden Bayern, in Würzburg studircn sogar mehr Preußen als Bavern. Auch in Heidelberg und Freiburg waren die Angehörigen des betreffenden Staates in dtr Minderzahl. Di-Zahl der Ausländer betrug 1500; °m stärksten waren ste in Heidelberg vertreten. Die Mehrzahl warm Oesterreicher, Russen, Schweizer, Amerikaner und Japaner. . — Die französische Mobilmachung hat auch die Zerstörung eines jungen Eheglückes auf dem Gewissen und das kam so: Der Vicomte Henri de . . der Name rhut nichts zur Sache, wies seiner theuren Ehehälfte seine Einderufungskarte vor. Der Vicomte gehört nämlich, wie er seiner bestürzten jungen Gattin mittheilte, der Terrt- torialmilü als Soldat an und mußte zum 17. Corps stoßen. Der Abschied war rührend, die kleine junge Frau weinte bittere Thränen und beschwor ihren Henry, sich ja recht zu schonen und sich nicht unnöthigen Strapazen auszusetzen. „Und schreibe mir recht oft", war die letzte Bitte der jungen Frau an ihren Gatten. „Gewiß, jeden Tag", und thatsächlich kamen tagein, tagaus hastig mit Bleistift gekritzelte Postkarten und Briefe, in denen der junge Landsturmmann in aller Eil» tausend glühende Küsse sendete. Die Briefe kamen bald aus Toulouse, bald aus Montaubau, bald aus Castel- naudary und mit begreiflichem Interesse folgte die Vicomtesse auch in den Zeitungen allen Marschbewegungen ihres Mannes. Ach, und was sie da las, schnürte ihr das Herz zusammen. Welche Strapazen ! Und wie mußte der Aermste unter den Unbilden des Wetters leiden. Dieser Wolkenbruch, dieser unaufhörliche Regen! Es war entsetzlich! Dem mußte abgeholfen werden. Wie leicht zieht man sich eine Lungenentzündung zu. Nichts Besseres, um das zu verhüten, als ein Wollhemd. Das packte die sorgsame Gattin denn auch ein und da sie einmal beim Packen war, packte sie auch gleich das Nothwendtgste für sich selber in ein Dutzend Koffer, Schachteln und Körbe und fort ging es nach Toulouse, um ihren wackeren Gatten und Krieger mit Wollhemd und Küssen zu überraschen. Wie wurde aber der jungen Frau, als sie in Toulouse an competentester militärischer Stelle vernahm, daß ein Vicomte Henri de . . . niemals die Ehre gehabt, dem 17. Corps zugethetlt zu sein. Geknickt reiste sie nach Paris zurück, wo sie abermals eine Menge „in aller Eile im Bivouak auf den Knien geschriebener Briefe" des Treulosen oorfand. Empört spürte sie ihrem Gatten nach und bald hatte sie ihn -- was bleibt einer Frau auf die Dauer verborgen? — gefunden. Gain in der Nähe von Paris lebte er auf einer reizenden Villa in Gesellschaft einer blonden Operettendiva sehr mobil und von den Strapazen war er durchaus nicht sonderlich mitgenommen. Ein Abschluß dieser „Mobilmachung" ist noch nicht erfolgt Literarische-. — Eine eigenthümliche Erscheinung unserer Zeit ist es, daß, während die Nahrungsmittel und alle sonst den materiellen Bedürfnissen dienenden Dinge immer t-eurer werden, die geistige Nahrung unseres Volkes, unsere Literatur, in ganz auffälliger Weise von Jahr zu Jahr wohlfeiler wird. Viele Leute behaupten, bas sei ein schlimmes Zeichen und ein Beweis für den Umstand, daß in Folge des schlechten Absatzes der Bücher diese dem Publikum zu Spottpreisen aufgedrängt würden. Das mag für manch ein schlechtes Machwerk wohl zutreffend sein, aber im Uebrigen können wir uns nur darüber freuen, daß viele Verleger in neuester Zeit dem Volke die geistigen Schätze unserer Nation zu einem möglichst wohlfeilen Preis zugänglich machen Die Verleger sind freilich nur dann in der Lage, so billige Bücher herzustellen wenn sie vom Publikum durch fleißiges Kaufen derselben unterstützt werden in ihrem lobens- werthen Bestreben. — Ein recht erfreuliches Beispiel für das Zusammenwirken von Verleger und Leser gibt die rühmlichst bekannte Zeischrift „Schorer's ftamilien- » r?« 5 Salon-Ausgabe. Es ist geradezu staunenswerth, was diese vorzüglich geleitete Zeitschrift für einen billigen Preis alles darbietet. Auf 140 Seiten in Lerikon- format bringt sie allmonatlich eine derartige Fülle von Unterhaltung und Belehrung tn reichhaltiger Abwechselung, einen solchen Schatz von prachtvollen Holzschnitten, alles für 75 daß man sich über den erstaunten Ausruf: „Wie ist das möglich!" durch- wundert. Das Familienblatt hat freilich in den letzten Jahren solche Fort- fchritte in der Sympathie der Leierwelt gemacht, daß der Verleger in Folge der kolossalen Auflage in den Stand gesetzt werden konnte, für wenig Geld so Vorzügliches zu Dielen. Es ist unverkennbar: Die Salon-Ausgabe von „Schorer's Familienblatt" t heute obne Zweifel die beste und billigste illustrirte Monatsschrift der Welt. Telegraphischer SchiffSbericht der „Red Star Line" Antwerpen. „ Philadelphia, 27. Septbr. Der Postdampfer „Nederland" der Sine , welcher am 14. Sept, von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hitV™ gekommen. v vuucn 9‘cr am „ Newyork, 28. September. Der Postdampfer „Belgenland" der Red Star angekommen^ 1?‘ September von Antwerpen abging, ist heute wohlbehalten hier Schiffs - Bewegung der Post-Dampfschiffe der>Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellsch „Rhaetia", von Hamburg nach New-York, am 21 Sevtembor * weitergegangen. „Taorminas am 21. September von Hamburg ^nack N-m m gegangen. „Bavaria", von Hamburg nach Vera Cruz an? 21 ab* St. Thomas angekommen. „Bohemia", von New-York nach Hamburg am 99P^CT J® in Lissabon angekommen. „Gellert", von New-York, am 22 SeMemblr angekommem „Hammonia", am 22. September von New-York nach gangen. „Suevia", von New-York, am 23. September in öambur^ Qb0c „Slavonia", am 24. September von New-York nach (Stettin'abocannaen 8 am 24. September von New-York nach Hamburg abgegangen8 9 Rbenan'i?"0 ° ' 24 eeptem&er von Hamburg nach Colon abgegangen. „Thuringia"" von nach St. Thomas, am 25. September von Havre wei ergeganaen ' Mfi£«mBur0 New-York nach Hamburg, am 25. September Dover passirt Don 25. September von Hamburg nach New-York abgegangen. „Rugia" " von XrA ant am 20. September in New-York angekommen. „Marsala", von Hamburg am 22 tember m New-York angekommen. „Wieland", von Hamburg, am 23.8Se?temb^ New-York angekommen. ^rpiemoer in- Landwirthfchaftliche Nachrichten. —„ Das Koppen der Pferde, bekanntlich ein Fehler, der, zumal er al? mangel gilt, den Werth des Thieres sehr h-rabdrückt, ist durchaus nicht entsteht immer erst bei älteren Pferden. Er besteht bekanntlich darin dah da^ 'bi» indem cs die Vorder,ähne aufsetzt, Luft verschluck!. Manche benutzen zum Auiiedm die Krippe und dergleichen, andere ihr eigenes Knie und noch andere Koppen ohne Aufsetzen durch eine schnappende Bewegung des Kopses und Hals Abgesehen von der Unart an sich leiden kappende Pferde leicht an Blähungen die m!r- dauung wird durch das Fullen des Magens mit Lust gestört und es tritt’»« * Krasiversall em. Der Grund für die verderbliche Anaewabnb ir Z meist die Langeweile. Wenn Pferde wenig beschäftigt werden, lange im Stalle bm müssen, kommen sie ,um Zeitvertreib aus das Koppen, das leicht so zur Leidenschasi wird, daß es ihnen nicht wieder abzugewöhnen ist. Das.einzige Mittet hierzu ergibt sich aus der Entstehung der Gewohnheit, man muß, um die Angewöhnung zu ntrbü m obc.r um die Abgewöhnung zu versuchen, die Thtere viel beschäftigen. Pferde di- ost! k-in- Z-U und Lust zum Koppen. Medikamente h-ism nichts, es kann daher von beten Anwenbung nur abgeralhen werben. Or. Overlach, praft Arzt und Geburtshelfer, Special.Arzt für Geschlechts-, Haut- und Frauen'Krankheiten, Frank- fw* «♦ M - Stiffftraße 22 I. Sprechst. tägl. von 10-1 und 3—5 Uhr. Nach ausw. w. a. brieflich. 6973 Aeilgeöoienes. cd Sächs. Tuchschuhe u. Cordschuhe QP m. holegenag. festen Tuchsohlen für S Tranen Duta. 1TM. Bel gröaa. Ab- Prcuustc frei, nahm« bin. lief. Q. Engelhardt, Zeitz- OreischöneZucht-Eberr 9 Monat alt, Karfenrace, zu verkaufen bei 7071 H Dingel zu Sichertshausen. Loose! 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