m,, a«9 Erstes Blatt. Sonntag den s. Oktober 1887. Aießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. frei* vierteljährlich 2 Mark 2V Pf. »tt «ttuGiißlch» >ureb die Post be-oaen vierteljübrlicb 2 Mark KV Pf. ch«r Hheil. Gießen, am 27. September 1887. Erscheint —rtirr- Betreffend^ Die Ausführung des Branntweinsteuergesetzes, hier insbesondere die Erhebung der Nachsteuer. Das Großherzogliche Kreisamt Gießen an die Grotzherzogllchen Bürgermeistereien des Kreises. Nachstehend theilen wir Ihnen einenAbdruck der zur Erhebungen er Sffeuer Ton^'ranntidn betreff enb“, mit. Punscheffenzen und sonstige mit J"Sr°^e«r'en irgend welche^ ArtFlüssigkeiten) in nachsteuerpflichtigen Mengen besitzt, verpflichtet, seinen ÄMr—»..»»«. , ,b. Es liegt deßhalb rm Interesse aller Betheiligten, daß |u rechtzeitig -'l ( c> ortsübliche Weise zur öffentlichen Kenntniß bringen »- WmShSR b-d S sSU- iSU SM e* *f>- WM M N. MM T®S-* »« eu Md--« »di- r dm ««Uw few mil per Post mit der Aufschrift: „Portopflichtige Dienstsache" abzuliefern. Weise bekannt machen zu lassen, daß Declarationsformular- für nach- Ett&O zAWK AWn. % Dr. Boekmann. einer Nachsteuer von Branntwein. Die Entscheidung hierüber steht dem Haupt-Amte des betreffenden Bezirks ru und ist mit den vorgedachten Beweismitteln (Zollquittungen, beglaubigten Auszügen aus den Handelsbüchern, den Handelscorrespondenzen oder beglaubigten Auszügen aus denselben rc.) zu belegen. § 4. Die Anmeldung des am 1. October 1887 im freien Verkehr befindlichen nachsteuerpflichtigen Branntweins resp. die Entrichtung der Nachsteuer liegt dem Inhaber des Branntweins ob. , . x Ein «eber welcher am 1. October 1887 ,m freien Verkehr befindlichen undenaturirten Branntwein (Spiritus, Liqueure, Punschessenzen und sonstige mit Ingredienzen irgend welcher Art vermischte geistige Getränke, Obst- branntwein, parfümirten Spiritus, ferner sogen. Branntweineffenzen, Arrac, Rum und Cognac, sowie Mischungen von Branntwein mit anderen Flüssigkeiten) besitzt, hat diesen Vorrath - gleichviel, ob er ihn in seinen eigenen oder in fremden Räumen aufbewahrt — spätestens bis zum 3. Ottober1887 bei der Steuerhebestelle seines Bezirks schriftlich nach Menge, wahrer Alkoholstärke und Ausbewahrungsort mittelst Declaration in doppelter Ausfertigung anzumelden und sich hierzu eines von der Bezirkshebestelle zu liefernden Formulars nach anliegendem Muster zu bedienen, wobei gleichzeitig m Spalte 9 die etwaigen besonderen Anträge zu stellen sind. Bei den mit Zucker versetzten geistigen Getränken braucht die Starke nicht declarirt zu werden; vielmehr ist der Alkoholgehalt derselben durch- aänaia aus 30% anzunehmen. . Einer Anmeldung bedarf es nicht, sofern der gesammte Vorrath bet Gewerbtreibenden, welche die Erlaubniß zum Ausschänken von Branntwein oder zum Kleinhandel mit Branntwein haben, 40 Liter remen Alkohols, der anderen Haushaltungsvorständen 10 Liter reinen Alkohols mcht übersteigt. In allen anderen Fällen ist der gesammte Vorrath einschließlich der steuerfrei bleibenden Mengen anzumelden. , c m Parfümerien in kleinen Umschließungen sind von der Verpflichtung zur Anmeldung frei. , A Sollte sich anmeldungspflichtiger Branntwem wahrend der ersten Tage des Monats Oktober 1887 auf dem Transporte befinden, ohne datz derselbe bereits der Nachsteuer unterlegen hat oder anderweit angemeldet worden ist, so liegt die Anmeldung und bezw. Entrichtung der Nachsteuer dem Waarenemp anger ob, welcher die Anmeldung sofort nach erfolgter Ankunft des Branntweins Die Deklarationen sind von der Steuerhebestelle sogleich nach ihr r Uebergabe in ein zu führendes „AnmelbungL-Register über die zur Nachsteuer deklarirten Branntweinmengen" einzutra^gen. Nach Eintragung der Deklarationen , welche seitens der H-bestell- unverzüglich den mit der Nachsteuerrevision betrauten Kontrolb amten,zu b liefern sind, ist von letzteren die Revision der nehmen. Die Inhaber von nachsteuer-, resp. Anmeldung pfl g bi • n{ wein sind verpflichtet, den Kontrol-Beamten bei diese . > um bje amt, Hülfsdienste zu leisten oder leisten zu lassen, we[d)e nnfliieben lichen Feststellungen in den erforderlichen Grenzen zu voll, . Bestimmungen, betr. die Erhebung Der Nachversteuerung unterliegt mit den unten näher angegebenen Ausnahmen aller im freien Verkehr befindlicher Branntwein, gleichviel, ob derselbe im Gebiete der deutschen Branntweinsteuer-Gemeinschaft erzeugt ist, oder aus anderen dieser Gemeinschaft bisher nicht angehörigen deutschen Staaten oder aus dem Zollvereins-Auslande herstammt. Der Nachsteuer unterliegen auch Arrac, Rum, Cognac, Obstbranntwem, Punschessenzen, Liqueure und sonstige versetzte Branntweine. § 2- Aon der Nachsteuer bleibt befreit: . ,r., . 1. Branntwein, welcher zu gewerblichen Zwecken, erschließ ch der Essigbereitung, zu Heil-, zu wissenschaftlichen oder zu Putz-, Heizungs-, Koch- oder Beleuchtungszwecken verwendet wird. „ , . 2. Branntwein im Besitze von Gewerbetreibenden, welche die Erlaubmß zum Ausschänken von Branntwein oder zum Kleinhandel mit Branntwein haben, in Mengen von nicht mehr als 40 Liter , ,m Besitz von anderen Haushaltungsvorständen rc. nicht mehr als 10 xa reinen Alkohols. Diese Mengen bleiben auch dann nachsteuerfrei, wenn größere Vorrathe vorhanden sind. 3. Branntwein, welcher nachweislich gegen Erlegung des Zollbetrage von 125 bezw. 180 Mk. für 100 kg vom Auslande eingefuhrl 4. Branntwein, welcher zur Ausfuhr aus dem Gebiete der deutschen Branntweinsteuer-Gemeinschaft gelangt. 5. Bereits amtlich denaturirter Branntwein. § 3. Der am 1. October er. im freien Verkehr befindliche Branntwem, welcher zu gewerblichen rc. Zwecken verwendet oder ausgeführt werden soll, ist behuss Erlangung der Nachsteuerbesreiung nach stattgehabter amtlicher Fest- stellung bis zur amtlichen Denaturirung oder Ausfuhr mederzulegen bezw. unter Steuer-Kontrole zu stellen. Hierbei finden die Vorschriften des Branntwein- Niederlage-Regulativs entsprechende Anwendung. Der Branntwein muß jedoch abgemeldet und gegen Entrichtung der Nachsteuer in den freien Verkehr gebracht werden, falls er nicht binnen einer Frist von 3 Monaten zur amtlichen Denaturirung oder zur Ausfuhr aus dem Gebiet der Branntweinsteuer-Gemeinschaft gelangt ist. Mit derselbe,! Maßgabe kann derjenige Branntwein, welcher am 1. October er. " Branntwein- Reinigungs-Anstalten vorhanden ist. unter Steuer-Kontrole gestellt und sodann nach den Bestimmungen des „Regulativs für Gewerbs-Anstalten m denen unter steuerlicher Kontrole stehender Branntwem geremigt werden darf , be- handelt werden. Soll die Befreiung von der Nachsteuer auf Grund der Vor- schrist unter 8 2 Nr. 3 erfolgen, fo muß von den Betheckgten durch Vorlage und Uebergabe der bezüglichen Zollquittungen und nach Erfordern durch Borlage der Handelsbücher, Handelscorrespondenzen ober m sonst glaub' würbiger Weise ber Nachweis geliefert werben, baß der fragliche Branntwem seiner Zeit ber Eingangsüerzollung zum Satze von 12j bezw. 180 t 100 kg unterlegen- hat. § 6. Der von der Hebeflelle zu berechnende Betrag der Nachsteuer ist den Betheiligten unverweilt schriftlich bekannt zu geben, welche, sofern nicht Stundung eintritt, den festgestellten Steuerbetrag innerhalb 8 Tagen nach der Bekanntgabe bei der Steuerhebestelle gegen Quittung einzuzahlen haben. Die Vereinnahmung der Nachsteuer wird seitens der Hebestelle in einem zu führenden Nachsteuer-Heberegister für Branntwein gebucht. Dieses Register ist mit dem Anmeldungs-Register und allen Belegen bis zum 20. Februar 1888 an das vorgesetzte Haupt-Amt einzusenden, welches demnächst die gesammelten Nachsteuer - Register nebst Belegen bis spätestens den 1. April 1888 der Direktivbehorde zur Revision einzureichen hat. § 7. Auf Antrag der Zahlungspflichtigen können Nachsteuerbeträge: a. falls nicht Gründe vorliegen, welche den Eingang gefährdet erscheinen lassen ohne Sicherheitsbestellung für eine Frist bis zu drei Monaten, b. gegen Sicherheitsbestellung für einen Zeitraum bis gx- Monaten 5 ’ec95 gestundet werden. r - Es finden hierauf > für die Stundung der Verbrauchsabgabe erlaßenen Bestimmungen entsprechende Anwendung. ° lr' § 8- Hinterziehungen der Nachsteuer und sonstige Verletzungen der toen,„ Erhebung derselben gegebenen Vorschriften werden nach Maßgabe der bin sichtlich der Verbrauchsabgabe getroffenen Strafbestimmungen geahndet. Gin Hinterziehung der Nachsteuer liegt auch dann vor, wenn die Menae b7e Branntweines oder der Liqueure u. s. ro., oder der Stärkegrad des Brann? meines absichtlich zu gering angegeben wird. nn ‘ Liegt eine solche Absicht nicht vor, so können Differenzen bis rn ino/ außer Betracht bleiben. 3 !™o Bekanntmachung. Werner zu Gießen hat die Concesston als Dienstmann mit der Dienstnummer 11 erhalten. Greß en, am 30. September 1887. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. __________________________________________Fresenius. _______________ \ Taschmmch^l Uhrkette, 1 Taschentuch 1 Armband, 1 Lesebuch, an Geld 1 JL. unb 3 H, mehrere Schlüssel und Hundeblechmärken' G,eßen, am 1. October 1887. Großherzogliches Polizeiamt Gießen. ‘«nwqjmarten. ___________Fresenius. Aeutschland. Berlin, 28. September. Der deutsche Kronprinz ist heule Mittag mit Gefolge in Venedig eingetroffen und im „Hütel de l'Europe" abgestiegen, lieber dar Befinden der Kronprinzen bringt dar „Dtsch. Tagbl." folgende hocherfreu, liche Nachricht t Herr Professor Leyden, welcher von St. Moritz kam und in Toblach Station machte, hatte die Ehre, von dem Kronprinzen empfangen zu werden. In einer befreundeten Familie hat der Arzt nun seiner großen Freude über das frische, gesunde Aussehen des hohen Herrn Ausdruck gegeben, welchem man eine überstandene Krankheit absolut nicht mehr anmerke. Herr Pros. L. berichtete, daß für denjenigen, welcher von dem Kehlkopfleiden der Kronprinzen nicht« weiß, eine Heiserkeit nicht wahrnehmbar ist. Der hohe Herr ließ den Wunsch durchblicken, daß seine lieben Berliner von seiner völligen Genesung Kunde erhalten sollten. Telegraphische Depeschen. Wolff'S telegr. Corresponscnz»Bureau. Baden-Baden, 30. September. Die Kaiserin nahm anläßlich ihres Geburlstager zuerst die Glückwünsche des Kaiser« entgegen, sodann die de« kai- semchen Hosstaater, der Großh. Familie, des Prinzen Heinrich von Preußen de« Großherzogs von Weimar, der Fürsten von Hohenzollern, der Herzogin von Hamilton und der König« von Belgien. Die Kaiserin erhielt vom Kaiser reiche Geschenke, darunter zwei kostbare Vasen und ein Renaissance-Schrein. Der König von Belgien überreichte ein Riesenbouquet. Sämmtliche fürstliche Gäste waren bet der Kaiserin zum Diner geladen. Zugleich war große Marschall«, täfel für den Hofstaat. Die Stavt ist geflaggt. nn„ ~ dem Diner bei Ihrer Mas. der Kaiserin nahmen auch der Kaiser m semen Familienangehörigen, sowie der Großherzog und die Prinzessin Irene von Hessen Theil. Letztere trafen Nachmittags 4 Uhr hier m?n6UhnbsH?hre£ ’m! f?r‘ fiötnigL dem Prinzen Heinrich und von den Großh^Bad. Herrschaften auf dem Bahnhofe empfangen worden. !0, 6nDtbr' 3" Folge eine« an den Kaiser gerichteten Gnaden- ä 20e®x,,c9e,flet(ncöeturt6el[lm Schnäbele ging heute Abend der telegr. ' J(?näbete i°f°rt '» Freiheit zu setzen. Schnäbele ist Abend« um September. Die „Post" sagt in einer Besprechung der ? xÄ dreßangrtffe aus die von Italien vollzogene Annäherung an die Centralmächte: „Wenn Deutschland Einfluß aus seine Freunde übt, übt es tbn “ “ Sinne der Erhaltung de« Frieden». Nur dahin zielen alle seine Rach" StoHtif eb™ " Ö" Ö?C Versicherung, daß der amtlichen russischen lr* Wenfalls die Bewahrung des Friedens am Herzen liegt und daß fic aus ^en Stelen zu gelangen bestrebt ist. Wenn dies stch so verhält, sehen wir nicht ein, welchen Anlaß die russtsche Politik baden eine ^Eerung Italiens an Deutschland mit scheelen Blicken zu verfolgen. ' »ns l * 30e September. In Podwoloczyska wurde die gegen Einfuhr wieder "aufgehoben^ ^obucten angeordnete Grenzsperre ^0- September. Oberst Ridgeway, früher Mitglied der asghanischen Grenzreguirung«.Commission, ist an Stelle von Sir Redoer« Buller zum Unterstaat-secretär für Irland ernannt worden. UniverfitfltS-Chronik. der UnterrichISminister’'habc^m Antrag''d!-?phllo?ophis^en Fakuttäst9°10 9cmcIi,et- träge über Anatomie und Physiologie an Vor- ttehmtgt. Die Vortrage über Anatomie sollen sofort beahinm* flc: 'rage über Physiologie sei ein in Vorschlag gebrachtes Stipendium vön i An ^°r- zwecks Ausbildung einer Lehrkraft bewilligt worden. Der^ aenetoiate ®ulbckn SS r $OrIäUfCr ber Ernch'ung einer medizinischen Ntät "in Lmberg Schröder M SÄt^ W 2(mUtfan.n’Orbm U"b 4“‘ be" 9tuf an9enommen- Er ttitt zu Ostern^sein hiesiges Handel und BerkeH M 1.1^0.00 nr »“(LJt’S Markt kostete: Butter per Pfund per Swck" ToK.toX?-n W VÄufen'p?^®« 6^und'Rindfleisches M Jfun'b^O^O O^stnflüschOper Pfund 62^618 62 4 Kalbfleisch 40-45$ Schweinefleisch 54-60 Hammelfleisch 50 bis 12-^8 Zwiebeln per 40C^7'00' ”er &ttt Schiffs nachrichten Vermischte «. „ , ®tic!en- October. In Nr. 228, Beilage des Anzeigers, ist von dem Gesangfcst in Beuern die Rede, das als ein wohlgelungenes bezeichnet wich, hn^ veranlaßl uns, auch des Misstonsfestes in Garbenteich zu gedenken, dessen Mer als Dekanatsmisstonssest am namtichen Sonntag schon lange festgesetzt war. Man Wrchte.e °°rber, die Feste wurden einander schaden. Wirklich wurden in Garbentüch die Misstonsfreunde aus dem Busecker Thal und der Nähe, wo deren manche °° banden sind, oermißl; doch hatten sich p°n anderer Seite so viele e.ngesunden, daß man ba^ erkannte, die Kirche werde unmöglich für die Festbesucher Platz bieten. Man (ab rotz der kälteren Temperatur genöthigt, den Gottesdienst im Freien zu halten wö chon Vorbereitungen hierzu getroffen waren, lieber 2 Stunden hielten die Anwesenden n° tx ? aUv untl horten den beiden Predigern, Herrn Pfarrer Friedmann ?as lnf(d)s6$etJn FiJ?Onar Thumm aus Frankfurt andächtig zu Man .3. babbcrde Redner die Zuhörer zu fesseln verstanden. Vorher ging eine aus suhrltche Liturgie wobei der Kinderchor von Garbenleich respondirtc. Auch die Gesana- verelne von Lechgestern und Holzheim trugen zur Erhebung der Feststimmuna btt sowie auch einige Mädchen aus der Rettungsanstalt zu Arnsburg den Beweis lieferten daß in derselben der religiöse Gesang gepflegt wurde. Zum Schluß dankte Pfarrer ^holph von Watzenborn den Predigern und Gesangvereinen, sowie allen Personen ®roltnsen^bcJ8 H'?aeni®ePc3 beigetragen hatten und sprach den Wunsch' aus, daß der Eindruck ein bleibender sein möge. Die Collecle betrug über 55 je $ ~ . △ Mainz, 30. September. In aller Stille fand gestern ein über ein halbes Jahrhunbert zwischen der Militär- und Civilverwaltung hier schwebender Constict seinen friedlichen Abschluß, nämlich die llebergabe der Jesuitenkaserne, des kurfürstlichen Universitatsgebaudes, an die Stadt. Lange, lange sträubte sich der Militärfiscus die mA?1'«, 6 ? M’rk'?“ ° ^beil des der Stadt aus kurfürstlichem Besitz überkommenen Eigenthums bildet, zu raumen, und alle Versuche, die die Stadt, um zu ihrem Eiaen- nnrmnirf1tfo^n»lcn'i u?b in J>armftabt machte, blieben erfolglos, bis endlich vor nicht allzu langer Zeit ein beiderseits befriedigender Vergleich zu Stande kam D e Uebergabe erfolgte von dem Militärfiscus durch den Garnisonsdirector• SuS ta j ®uter- ber die Schlüssel der Kaserne unter Aufnahme eines Actes an Reaierunas- rath - Zangen übergab. Letzterer übermittelte alsdann die Schlüssel ber Ä= meisterer mit ber Erklärung, daß die Kaserne nunmehr wieber Besitz der Stabt fei? ... △ Ma inj, M. September. Mil Rücksicht barauf, baß bas bürgerliche Jn- valibenhaus hier, nach seiner Strstung unb ber gegenwärtigen Organisation bei, Israeliten mH* fffc S°wahrl, beschäftigt man sich eben in ber israelitischen Religionsgemeinbe A^a-cken, eine Versorgungsanstalt für altersschwache' gebrechliche und unselbstständige Personen ,n's Leben zu rufen. Die Id e hat Mgeme^n Anklang verwirklichm^zu^können""' durch Zufluß von M8en Brägen Lgs? „ . , △,,auä Rheinhessen, 30. September. Anläßlich des Ausschreibens der der ° M°bA ""d/rän"dak ben oerftorbenen Freiherrn von Wambold erinnert bet „Ui. 31. baran, baß Rhelnheffen für die Wahl nur 4 Wahlberechtigte austuweisen »ÄÄÄÄS” “ * w" Brvdprcisc vom 2. bis 16. Oktober 1887. 1 2 1 2 1 2 3 der Bäcker 54 . . 27 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod . « (1 Pfd.) Weißbrod . 04 w Schwarzbrod 1. (Borte 24 " >9 $ N Zchwarzbrod 1. Sorte 48 " Zchwarzbrod 2. Sorte 21 " $ ZZwarzbrod 2. Sorte 42 Psd.) Schwarzbrod 2 Sortk- bel L Keil, K. Haas, I. Lein, F. W. Hartmann . . . . . . . . gz Gießen, den 1. Oktober 1887. der Brodverkäufer H 1 Kgr. (2 Pfd.) Weißbrod .... 27 7 „ (4 „ ) „ .....54 1 „ (2 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 24 2 w (4 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte 48 3 „ (6 „ ) Schwarzbrod 1. Sorte — 1 « (2 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 21 2 „ (4 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 42 3 * (6 „ ) Schwarzbrod 2. Sorte 63 Großherzogliches Polizeiamt Gießen. Fresenius. 7294 Schwarzseid. Mantelstoffe, Pelzbezüge re. v. Mk. 3.65 bis 31.60 (ca. 60 versch. genres) — Damaste, Moscovite, Perle, Veloutine, Sicilienne etc. — vers. meterweise zollfrei in's Haus das Seidenfabrik - D^ptzt <2. Henneberg (K. u. K- Hoflief.) Zürich. Muster umgehend- Briefe kosten 20 Pf. Porto- 7294 Amtliche Prüfung der Lichtstärke des Leuchtgases. September 1887: 19 vorschriftsmäßige Kerzen. Buchner. Auszug aus den Standesamtsregistern des Standesamts Gießen- , (Nachdruck nur mit vollständiger Quellenangabe gestattet.) UnfidoU* September: 24. Johann Emil Justus Körber, Schlosser zu Gießen, mit Elisabeth Mohr von Annerod, wohnhaft Hierselbst. 27. Wilhelm Wallenfels, Fabrikant dahier, mit Sophie Dorothea Margarethe Vogt, geb. Wortmann, Wittwe von Rentner Earl Vogt dahier. 27. Kaspar Schott von Groß-Felda, Fuhrmann dahier, mit Anna Maria Thomas von Ober-Seibertenrod, wohnhaft dahier. 27. Ludwig Emil Textor, Gastwlrth dahier, mit Antonie Warth, geb. Jacobi, Wittwe von Kellermeister Marcel Warth dahier. 27. Heinrich Schneider von Einartshauseo, Hautboist dahier, mit Katharine Rumpf von Greifenstein, wohnhaft dahier. 28. Johannes Schäfer von Reinhardshain, Schneider dahier, mit Margarethe Thomas Hierselbst. Eheschließungen. September: 24. Theodor Philipp Kullmann, Küfermeister zu Vilbel, mit Philippine Euler von hier. 28. August Hermann Ferdinand Kaak von Eckartsberga, Licefelbwebel dahier, mit Katharine Gräf Hierselbst. 30. Wilhelm August Hartmann von Erfurt, Eisendreher dahier, mit Johanna Kreuter Hierselbst. 30. Georg Hofmann von Guntersblum, Glaser Hierselbst, mit Marte Mathilde Karoline Wilhelmine Elise Haubach von hier. Geborene. September: 17. Dem Schlossermeister Carl Wigandt eine Tochter. 18. Dem Realgymnasiallehrer Dr. Clemens Theisen eine Tochter, Margarethe Irma. 21. Dem Stadtpostbolen Adam Paul eine Tochter. 22. Dem Specerethändler und Wirth Johannes Arnold ein Sohn, Otto Heinrich Ludwig. 23. Dem Kreisamtsgehülfen ! Ernst Heinrich Schäfer ein Sohn. 23. Dem Maschinisten Wilhelm Balser ein Sohn. ' 26. Dem Photographen Heinrich Sauer ein Sohn. 26. Von der Wittwe des anr r f 1887 verstorbenen Taglöhners Heinrich Jacob Winnecker ein Sohn. 28. Dem Holzbildhauer Karl Schmidt ein Sohn. _ Gestorbene. September: 23. Friedrich Christian Schuler, 56 Jahre alt, von Marienberg im Westerwald. 26. Karoline Wagner, geb. Müller, 38 Jahre alt, Ehefrau von Gewerbebank-Nechner Heinrich Wagner dahier. Illi................ Auszug aus den Kirchenbüchern der Stadt Gießen. Evangelische Gemeinde. _ Getraute. m,.,. Ten 24. September. Theodor Philipp Kullmann, Küfer in Vilbel, und PhiUppiue Euler, ledige Tochter des verstorbenen Schnetdmüllers Balthasar Euler in Gießen. ... Den 28. September. August Hermann Ferdinand Kaak, Vicefcldwebel in Gießen, und Katharine Gräf, ledige Tochter des Vorarbeiters Georg Gräf in Gießen. Getaufte. Den 25. September. Dem Metalldreher Georg Krailing eine Tochter, Marie Katharine, geboren den 15. August. 91 AugustDem Schreiner Georg Beck ein Sohn, Emil Heinrich, geboren den ™ . Denselben. Dem Realgymnasiallehrer Heinrich Müller eine Tochter, Emilie Marie Elisabeth, geboren den 22. Juli. Denselben. Dem Fabrikanten Heinrich Emil August Schirmer eine Tochter. Johannette Caroline Theodore, geboren den 2. April. Den 27. September. Dem Locomolioführer Ludwig Schmehl eine Tochter. Charlotte Margarethe Lulu Marie, geboren den 10. August. Beerdigte. Den 28. September. Karoline Wagner, geb. Müller, Ehefrau des Gewerbe- bankrechners Heinrich Wagner, alt 38 Jahre, gestorben den 26. September. ..... Gottesdienst der israelitischen Retigionsgrsetlschast. Laubhüttenfeft. o„n „Sonntag Abend 5so Uhr, Montag Vormittag 8 Uhr, Montag Nachmittag o"n „Montag Abend 6 Uhr, Dienstag Vormittag 8 Uhr, Dienstag Nachmittag 33° uhr, Dienstag Abend 6" Uhr. B Johannes Heßler, 31 Jahre alt, Schuhmacher, von Flensungen, vorher in Paris und in Gießen, blond, blaß, mittelgroß, ist als Außenarbeiter des Gefängnisses zu Darmstadt aus der Strashast entwichen. Es wird um Fahndung und Wiedereinlieferung ersucht. Gießen, den 1. October 1887. Großherzogl. Staatsanwaltschaft. Seeger. 7340 Erdlieferung. Das Liefern und Anfahren von 440 cbm Erde und 60 cbin Mutterboden für das Einfüllen des Waffer- Reservoirs auf der Schönen Aussicht soll an den Wenigstnehmenden vergeben werden. Voranschlag und Bedingung liegen auf unserem Bureau zur Einsicht offen, woselbst auch die Angebote bis zum 8. October, Vormittags 10 Uhr, einzureichen sind. Gießen, 1. October 1887. Großerzogliches Kreisbauamt Gießen. Walter. 7339 Arbeitsbersteigerung. Mittwoch den 8. Oetober, Nachmittags 2 Uhr, sollen auf hiesigem Rathhause folgende Arbeiten Pflasterarbeit, veranschl. zu JL 204,— Maurerarbeit, „ „ „ 88,95 wenigstnehmend in Akkord gegeben werden. Hausen, am 1. October 1887. Großh. Bürgermeisterei Hausen. ___Dern.7323 Montag den 3. Oktober, Nachmittags 2 Uhr, Arden in meinem Bureau verschiedene ™fanbaeßenftänbe öffentlich versteigert. G'-ß-n, den 1. October 1887. Bühner, "29 Gerichtsvollzieher. Zieitgeöotenes. Wollene und wasserdichte , Pferdedecken Mast- Louis Wittich II., Sattler, Neustadt 11. Neue Malier-Säcke, (schmal, zu Frucht und Kartoffeln rc. gc- elgnet, 40 und 50 H das Stück. [7327 Mühlhausen, Westanlage 15. Allgemeiner Anzeiger. Fnililinrgnoiler Traubenmost empfiehlt die Restauration W. Rinn 7338 __Klein-Linden.________________ eilte und Morgen Schluß Da Mendelsohn s-lM Ausverkaufs Seltersweg 9. Bukskins & Paletotstoffe neu eingetroffen. 6389 Anfertigung nach Maaß unter Garantie für gutes Paffen bei Jo Pfeffere Ich beabsichtige das von meinem verstorbenen Manne betriebene Uhrengeschäft mdfl Haus Kirchenplatz IM unter günstigen Bedingungen zu verkaufen event. zu verpachten. 7303 Ahrmacher Carl Mette Wwe. Die allerneuesten photogr. 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Telegraphischer Coursbericht vom 1. October 1887. Oesterr. Creditactien miethen. Körner's Garten. 4% Ungar- Goldrente 7325 Zwei unmöbl. Zimmer zu ver- 74.60 3% Portugiesen Oblig. miethen. Ludwigstraße 56. Tendenz: matter. »x, Nedaction: A. Scheyda. 97.30 103.00 102.00 97.40 103.50 Anker - Cichorien ist mild bitter Anker-Cichorien ist trocken 196.00 74% 80.60 57.60 95.10 103.70 91.30 66.40 94.60 95.10 137.90 Montag Abend Metzelsuppe. Morgens 8 Uhr Wellfleisch, wozu einlabet H. Jentzen. 106.50 100.30 102.50 105 30 105.00 105.30 7342 Auf ein kaufmännisches Bureau wird ein durchaus zuverlässiger, junger Mann, hauptsächlich zur Ausführung korrekter schriftlicher Arbeiten gesucht. Nur solche mit besonder- schöner Handschrift wollen sich melden. 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