-rr. 26. Drittes Blatt Sonntag den 31. Januar 1886 Gießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. ewtwtt Schulkraße 7. tLalich mit Ausnahme brt Montag». die^Post^bqo^en Rerteljührllch Amtlicher Hheil. Bekanntmachung. Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat genehmigt, daß mit dem diesjährigen Friedberger Frühjahrs- und Herbst-Pferdemarkt je eine Berloosung von Pferden und sonstigen Gegenständen verbunden wird. Bei dem Krühjahrsmarkte dürfen höchstens 8.000 Loose ä 1 jt 50 H ausgegeben und müssen 7320 «X zum Ankäufe von Gewinngegenständen verwendet werden; bei dem HerbÜmarkte darf die Zahl von 12.000 Loosen (ä 1 JL 50 nicht überschritten werden und sind 11.000 «X für den Ankauf von Gewinngegenständen zu verausgaben. Der Verkauf der Loose ist im Großherzogthum gestattet worden. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß insoweit die Loose nicht vollständig abgesetzt werden sollten, eine verhält- nißmäßige Verminderung der Ausgaben für Gewinngegenstände eintreten kann. Gießen, am 29. Januar 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. ________ __________ Gesunken: 1 Halstuch, 1 Perlenkettchen, 1 Kinder-Boa, 1 Eiszeichen, 1 Messer, 1 Brille. Gießen, am 30. Januar 1886. Grobherzogliches Polizeiamt Gießen. Fr e senius. Bekanntmachung. Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntniß gebracht, daß Großh Ministerium des Innern und der Justiz dem Stadtvorstande zu Lauterbach die Erlaubniß ertheilt hat, mit dem am 20. Mai l. I. daselbst abzuhaltenden Prämien - Viehmarkte eine Verloosung von Vieh, landwirthschaftlichen und Hauö- Geräthen zu veranstalten Höchstens 8000 Loose ä 60 Pf. dürfen abgegeben werden und mindestens 65% des Bruttoerlöses aus denselben sind zum Ankäufen von Gewinngegenständen zu verwenden. Der Verkauf der Loose in der Provinz Oberhessen ist gestattet worden. Gießen, den 29. Januar 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. und Landwehueute einzustellen. Die Kommission hat beschlossen, die verbündeten Regierungen baldmöglichsten Vorlegung eines Gesetzentwurfs, der diese Materie regeln soll,'aufzufordern Die Abstimmung hierüber findet in der dritten Lesung statt. Ueber die nächste Sitzung entspinnt sich eine lange Geschäftsordnungsdebatte, als deren Resultat die Festsetzung derselben für morgen 12 Uhr heroorgeht. (Antrag Ackermann und Genossen.) Telegraphische Depeschen. telegr. Eorrefpondenz - Burearr. Berlin, 29. Januar. Abgeordnetenhaus. Fortsetzung der Berathung des Antrages Achenbach und Genossen. Nachdem Stablewsky als unbewiesen und unbeweisbar bezeichnet hatte, daß die Polen gewaltsam die Grenzen Preußens verrücken wollten, aber auf die Hoffnung der Wiederherstellung des polnischen Reiches nicht verzichteten, erklärte Staatsminister v. Put tkame r, wenn preußische Polen die Wiederherstellung des polnischen Reiches anstrebten, so heiße das Abtrennung preußischer Landestheile von dem Königreich Preußen; dies sei ein landesoerrätherisches Unternehmen. Man wolle weder der Sprache noch der Religion der Polen zu nahe treten, wolle vielmehr lediglich eine gefährliche Agitation beseitigen, sich gegen die enormen Fortschritte der Polonisiruvg in Posen, Oberschlesien und Ostpreußen wahren. — Fürst Bismarck widerlegte die gestrigen Ausführungen Windthorst's und betont namentlich, daß die Herstellung eines polnischen Reiches auf gesetzlichem Wege unmöglich ist. Der Abg. Richter solle gestern im Reichstage gesagt haben, der Kanzler drohe einen Staatsstreich an, wenn der Reichstag das Branntweinmonopol ablehne. Wenn das gesagt worden, so sei es eine Unwahrheit. Wenn der Reichstag das Monopol ablehne, werde die Regierung die Branntweinsteuer durch die Landesgesetzgebung einträglich zu machen haben; bezüglich des Monopols denke er nicht einwal an eine Auflösung des Reichstags. Der Präsident des Hauses verlas sodann den soeben eingegangenen Antrag der deutsch-freisinnigen Partei, der die sorgfältigste Prüfung aller die Pflege und Erhaltung der deutschen Bevölkerung an den Ostgrenzen betreffenden Vorlagen verlangt. — Hierauf wurde die weitere Debatte auf morgen vertagt. Berlin, 29. Januar. Der Subicriptionsball im Opernhause verlief glanzend. Demselben wohnten der Kaiser, die Kaiserin, der Kronprinz, die Kronprinzessin, Prinz und Prinzessin Wilhelm, die Prinzen Heinrich und Albrecht, der Erbprinz und die Erbprinzessin von Meiningen bei. Der Hof machte einen zweimaligen Rundgang durch den Saal, wobei der Kaiser die Kronprinzessin, der Kronprinz die Prinzessin Wilhelm führte. Die Kaiserin blieb während des Rundganges in ihrer Loge. Der Kaiser war äußerst frisch und munter und zeichnete viele Anwesende durch seine Begrüßung aus. Rach dem Rundgang suchte er die in den Logen sitzenden Botschafterinnen und andere distinguirte Damen auf und pflog mit denselben eine lebhafte Konversation. , . r , . «X Breslau, 29. Januar. Die hiesige Universität überreichte heute unter Be- tbeiligung sämmtlicher Facultäten dem Senior des Professoren-Collegiums, Geheimen Negierungsrath Dr. Elvenich, anläßlich dessen 90. Geburtstages eine Adresse. Breslau, 29. Januar. In dem Diätenproceß gegen Kräcker beschloß das Oberlandesgericht Beweiserhebung durch Vernehmung mehrerer Zeugen. Paris, 29. Januar. Die Abendblätter melden die Ernennung des General- Eonsuls Dillon in Tientsin zum Residenten in Huö und des Fregatten - Capitans Pauli» V^ zu^Residenten ^^Abendblätter melden die Annahme des Demissions- aesuchs des Eabinets Salisbury durch die Königin. Bis Nachmittags 3 Uhr war rn- deß die Berufung Gladstone's zur Königin noch nicht erfolgt. London, 29. Januar. Lord Salisbury kehrt heute nach London äuruck und gleichzeitig dürfte derjenige Staatsmann nach OSborne berufen werden we cher em neues Cabinet bilden soll. Der „Times" zufolge kann diesGladstone sem -die Berufung Salisbury's nach Osborne scheine anzudeuten, daß die Demission nicht ohne einro'nÄ Journal d- St P-t-rsbourg" sagt anläßlich der Mittheilungen v»n Wiener und Berliner Zeitungen über angeb,ch ,n ^tmäburg stattgehabtc Verhaftungen, es sei kein Komplott entdeckt, weder R-volper noch Bomben seien saisirt worden und die geheime Druckerei sei ein Product der Phantastc der Correspondenten, also auch die nusrührer,scheu ProklamatiAicn, welche daraus herior- gegangen wären. Reichstag. E. R. Berlin, 28. Januar 1886. Das Haus war heute wegen der Polendebatte im preußischen Abgeordnetenhause sehr spärlich besucht. Auf der Tagesordnung steht der Antrag Junggreen, die Gleichberechtigung der dänischen und der deutschen Sprache als Gerichtssprache in gewissen Districten des Herzogthums Schleswig betreffend. Abg. Junggreen bezieht sich in ausführlicher Erörterung auf seine im vorigen Jahre und auch früher vorgeführten Motive; er erwartet von der Gerechtigkeit des Hauses, daß sein Antrag diesmal eine freundlichere Beachtung finden möge als früher. Abg. Dr. Hartmann (cons.) erklärt sich für seine Partei bereit, für Nordschleswig die nämlichen Concessionen zu gewähren, die in der Eommission für den polnischen Sprachantrag gemacht worden seien. Abg. Guerber (Elsässer) weiß aus den im Elsaß gesammelten Erfahrungen, wie schwierig und unangenehm die Gerichtsverhandlungen seien, wenn die Parteien mit dem Richter sich nicht direct zu verständigen vermögen und bittet, den Antrag anzunehmen. . . Abg. Francke (natlib.) ersucht, den Antrag abzulehnen; derselbe fei nicht dringend und entspreche keineswegs den wahren Interessen der Bevölkerung Nord- fchleswigs. „ ,. Abg. Dr. v. Graeve (Pole) ergeht sich in längeren Erörterungen über die Zustände in seiner Heimath und beklagte sich darüber, daß den Polen die feierlich versprochenen Garantien nicht gehalten worden seien, seine Partei werde für den Antrag stimmen. Abg. Richter (zur Geschäftsordnung): Da der Herr Reichskanzler soeben im Abgeordnelenhause ziemlich deutlich mit einem Staatsstreich gegen den Reichstag gedroht hat, sofern derselbe Obstructionspolitik treibt und das Branntweinmonopol ablehnen würde, so beantrage ich im Hinblick auf die wichtige Verhandlung des anderen Hauses die Vertagung der Sitzung. (Bewegung.) Nachdem der Präsident die Unterstühungsfrage der Vertagung gestellt, zeigt Abg. Richter, um den geringen Besuch des Hauses zu conftatiren, die Beschlußunfähigkeit desselben an. . Der Namensaufruf ergiebt darauf die Anwesenheit von nur 179 Mitgliedern, die Verhandlung mußte daher abgebrochen werden. Berlin, 29. Januar. Die erste Berathung über den Antrag Junggreen betreffend die Gleichberechtigung der dänischen und der deutschen Sprache wird fortgesetzt. Abg. v. Helldorf Uso-' protestirt gegen die gestrigen heftigen Ausfälle des Abg. v. Graeve bezüglich der Behandlung der Polen durch die preußische Regierung. Abg. v. Graeve (Pole) erwidert, lediglich seiner Pflicht entsprochen zu haben. Die Debatte wird geschlossen, auf Wunsch des Antragstellers wird die zweite Berathung im Plenum stattfinden. c ar, , . Zur Geschäftsordnung bemerkt Abg. v. »Helldorf: Der Abg. Richter hat gestern, von dem Rechte der Geschäftsordnung Gebrauch machend, die Auszahlung des Hauses herbeigesührt; er müsse dagegen protestiren, daß ohne Grund die schwierige Geschäftslage, in der das Haus sich befinde, noch verstärkt werde. Abg. Dr. Baumbach konstatirt, daß Herr v. Helldorf den Abg. Richter angegriffen habe, wo dieser verhindert sei, hier im Hause anwesend zu sein. Sicher werde Herr Richter zu passender Zeit die Antwort geben. Abg. Dr. Bamberger. Der Abg. Richter hat lediglich von dem Rechte der Geschäftsordnung Gebrauch gemacht und Herr v. Helldorf ist zu keiner Kritik in dieser Hinsicht berechtigt. Wer sich für unsere Geschäfte interessirt, weiß, daß es uns bald an Beschäftigung sür's Plenum fehlen wird und daß in den nächsten Wochen an einigen Tagen die Sitzungen sicherlich ausfallen werden. Es ist also eine ganz unbegründete Behauptung, daß die gestrige Vertagung eine vermehrte Geschäftsbelastung herbeigeführt habe^. Berathung des Etats wird fortgesetzt. Das Kapitel des Etats der Reichsjustiz-Verwaltung, der Reichsschuld und des Reichsschatzamts, welche der Budget-Kommission überwiesen waren, werden nach dem Anträge derselben debattelos bewilligt. . , , Beim Etat des Reichsheeres hatte die socialdemokratische Fraktion beantragt, 2 150 000 X zur Unterstützung der Familien der zu Uebungen einberufenen Reservisten ooo 0 Th< Aach i 601 ver Allei Herrn neue un gebrauch Sebrauj Metzger. Fri Athen, 29. Januar. Der hiesige englische Gesandte verlangte von Delyannis ein Dementi der Darstellung, welche ein hiesiges Journal über den Vorgang bei Lieber; reichung deS Telegramms gebracht hat, worin Lord Salisbury die Regierung zur Abrüstung aufforderte. Delyannis antwortete, er könne diesem Verlangen nicht ohne Darlegung des thatsächlichcn Herganges von seiner Seite entsprechen. Der englische Gesandte wiederholte sein Verlangen mit dem Bemerken, daß er anderen Falles dem auswärtigen Amte in London Anzeige machen werde. Washington, 29. Januar. Im Senat brachte Sherman einen Gesetzentwurf ein, nach welchem mit der Silber-Ausprägung eingehalten und die Regierung ermächtigt werden soll, monatlich mindestens zwei Millionen, höchstens vier Millionen Unzen Silberbarren mittelst Ccrtification anzukaufen. Die Barren sollen in dem Staatsschätze bleiben und zur Deckung der Certificate dienen, welche für Zölle, Steuern und andere öffentliche Abgaben in Zahlung zu nehmen sind. Newyork, 29. Januar. Bei dem Zusammenstoß der amerikanischen und mexikanischen Truppen auf mexikanischem Gebiete sind auch ein mexikanischer Capitän und vier mexikanische Soldaten getödtet worden. moblliarbesttz doch die alleinige feste Grundlage bildet. Und so wird nicht allein der noth gedrungen billig versteigernde Schuldner schwer geschädigt, sondern auch jeder Grundbesitzer, und in weiterer Folge wirkt dann die verminderte Kaufkraft des Bauern aus dem Lande ungünstig auf die allgemeine Geschäftslage. Der gegen diese Ausführung vielleicht zu erhebende Einwand, daß ja durch das Einziehen der Ausstände den ungesunden Ereditverhältnissen ein Ende bereitet werde, kann hier nicht Platz greifen- denn wenn auch ein derartiger Erfolg wünschensw-rth wäre, so dürfte er doch nicht mit Mitteln herbeigeführt werden, welche so plötzlich und darum so schädlich, wie in Vorstehendem geschildert, wirken würden. Daß wir mit dem Hinweis auf die Eredit- verha Misse uns nicht etwa einer Uebertreibung schuldig machen, möge aus folgenden Angaben ersehen werden. Rach approximativer, aber unter keinen Umständen zu hoch gegriffener Schatzung von sachverständiger Seite haben die 10 größeren Liqueur- und Branntwemgeschafte der Stadt Gießen nahezu 1 Million Mark Ausstände, und zwar vorzugsweise auf dem Lande. Die Wirkung der plötzlichen Einziehung dieser Ausstände, welche sich doch nur auf einen ganz geringen Theil aller im ganzen Lande bestehenden Geschäfte beziehen, ist kaum abzusehen. Es darf ferner der Ausfall an Steuern und Ab- gaben, der Verlust an Einkommen-, Gebäude-, Grund- und Gewerbesteuern nicht unterschätzt werden, der auch die Communen treffen wird, die schon so hoch belastet sind. 2ll^c‘1}c 'Ulttelbare Wirkung des Wegfalls der privaten Branntweingeschäfte ist schließlich uoch.,ore Schädigung der Hülfsindustrieen dieser Branche zu erwähnen, welche nach Omfuhrung des Monopols nicht mehr in dem Maße in Anspruch genommen würden, wre zur Zelt der freien Coneurrenz. Nicht nur der Geschäftsmann, dessen Geschäft in Folge des Monopols an den Staat übergehen würde, wird schwer geschädigt werden, auch der Produeent wird Nach- lhellc durch das Monopol haben, wobei mir jedoch nicht versäumen wollen, auf den wohl allbekannten Unterschied zwischen der Lage der norddeutschen und süddeutschen Brennereien hinzuweisen. Für den süddeutschen Brenner läßt sich Nachweisen, daß der regierungsseitig vorgeschlagene Preis von 30-40 pro Heetoliter reinen Alkohol den Durchschnittspreis der letzten 10 Jahre nicht erreicht. Haben wir in Vorstehendem die Nachtheile des Monopols in Kürze geschildert, so wird es sich nun fragen, ob nicht bedeutende Vortheile auf der anderen Seite ein Aequivalent für die nachtheiligen Wirkungen bieten können. Auch diese Frage müssen wir entschieden verneinen. In erster Linie handelt es sich hier um eine möglichst genaue u^ffstellung der aus dem Monopol erwarteten Einnahmen, welche den Betrag von 300 Millionen Mark erreichen sollen. Zu diesem Zweck wird von dem annähernd festgestellten Consum und dem festgestellten Preise auf die Bruttoeinnahme geschloffen und die muthmaßlichen Ausgaben davon in Abzug gebracht. Von diesen drei Faetoren erzn < rcc^n^n^ c niohl nur einer, nämlich der angenommene Verkaufspreis, feststehen. Da durch die Vertheuerung des Branntweins der Consum sich mindern wird, kann man den bis jetzt festgestellten Verbrauch nicht mehr einer Berechnung zu Grunde legen, für den Umfang der Verminderung des Verbrauchs aber hat man keine sicheren Anhaltspunkte. Fast ganz unbekannt sind auch die Ausgaben, abgesehen von dem festgestellten Preise des vom Producenten gelieferten Alkohols. Insbesondere scheint uns eine Schätzung der Kosten für Entschädigung der Betriebe und Personen fast unmöglich; jedenfalls ist dabei zu befürchten, daß man die hier in Betracht kommenden Zahlen unterschätzt, da die Zahl der Betriebe nicht blos sehr groß ist. sondern die Betriebe auch ein kaum anzugebendes Kapital repräsentiren. Ferner sind cs die Kosten der zukünftigen Einrichtungen, Fabriken, Magazine, Verschleiße, Agenturen und des zur Verwaltung nothwendigen Beamtenpersonals, welche sich im Voraus kaum werden berechnen lassen. Bei der, wie erwähnt, voraussichtlich unter dem Monopol eintretenden Verminderung des Consums wird der Staat, da die Production dieselbe bleibt, in die Lage kommen, mit größeren Mengen Alkohol, als dies bisher bei dem Privatverkaufe der Fall war, in die Coneurrenz des Weltmarktes eintreten zu müssen, und sind dann leicht Repressalien von anderer Seite zu befürchten, welche wieder ungünstig auf unsere Industrie und unsere Geschäftslage zurückwirken würden. Schließlich müssen wir, was die finanzielle Seite des Monopols anlangt, darauf noch Hinweisen, daß uns die gebotenen Entschädigungen viel zu gering angesetzt zu sein scheinen. Abgesehen von den schon oben näher berührten Verlusten der Inhaber der Privatgeschäfte, für die ein Ersatz in keiner Weise geboten wird, ist selbst der im günstigsten Falle zu 'zahlende fünffache Betrag des durchschnittlichen Einkommens der im Entwurf angenommenen 5jährigen Periode in den meisten Fällen entfernt Feine werthentsprechendc Entschädigung. Ist doch manchmal die Arbeit von Generationen nothwendig, um ein Geschäft auf die schließlich erreichte Höhe emporzuheben. Die Opfer an Kapital und Arbeit, welche im Verlaufe langer Jahre zur Erwerbung der Kundschaft, zur Ueberflügelung der Coneurrenz und Vervollkommnung des Betriebes ausgenommen wurden, und welche dem Geschäfte erst seinen inneren Werth verliehen haben, sind in keiner Weise berücksichtigt.! Auch läßt uns der Entwurf über die Voraussetzungen der Entschädigungen in einer Hinsicht im Unklaren. Es erscheint mindestens zweifelhaft, welche Auslegung man der Bedingung be§ $ 81 Absatz 2 geben soll, wonach ein Geschäft die Bedeutung einer selbstständigen Rahrungsquelle gehabt haben soll, damit ein Entschädigungsanspruch geltend gemacht werden kann. Die meisten und auch die größten Ligueurgeschäste haben den einen Betrieb nicht ausschließlich, sondern haben, wie dies hier beispielsweise der Fall ist, fast durchweg noch andere Geschäfte damit verbunden, welche an sich nicht unbedeutend sind. Darüber ob die Inhaber dieser Geschäfte leer ausgehen sollen und nur aus die in § 82 angegebene Gnadenunterstützung angewiesen sind, oder nicht, gibt der Entwurf keine Auskunft. Wird nun auch diese Bestimmung wohl zu Gunsten der angeführten Geschäfte ausgelegt werden, so läßt sie doch hinsichtlich der Fixirung einer festen Grenze einen sehr weiten Spielraum und gibt hierdurch zur größten Beunruhigung der Betheiligten Veranlassung, die befurchten müssen, mit wohl berechtigten Ansprüchen nicht gehört zu werden. Endlich wird in den Motiven von dem Monopol ein günstiger moralischer Einfluß auf die vorzugsweise Branntwein consumirenden Volksklassen erwartet. Bezüglich dieses Punktes scheint uns der erwartete Erfolg mit dem Zwecke des Monopols im Widerspruch zu stehen. Denn wenn der Branntweingenuß eine Einschränkung erfährt, fo wird weniger Branntwein abgesetzt, und die Einnahmen werden um so viel geringer ausfallen. Wir bestreiten aber auch, daß jener angedeutete verderbliche Zustand thatsächlich herrscht, den man mit dem Ausdruck „Branntweinpest" zu bezeichnen pflegt. Wollte man jedoch eine günstige Wirkung auf die moralische Existenz der Gewohnheitstrinker ansüben, dann müßte man auch in gleicher Weise diejenigen zur Besserung nöthigen, welche dem nicht minder verderblichen Genüsse anderer geistiger Getränke im lieber; maße huldigen, um zu einem radikalen Erfolg zu gelangen. Die Vertheuerung des Branntweins trifft aber nicht nur den Gewohnheitstrinker, sondern auch den Arbeiter, der bei angestrengter körperlicher Tätigkeit des Stimulationsmittels eines mäßigen Branntweingenusses nicht entbehren kann Es ist anzunehmen, daß der solide Arbeiter zur Anregung und Förderung seiner Thätigkeit täglich für 10 H das ist V< Liter Branntwein confumirt. Nach Einführung des Monopols wird er für ein gleiches Quantum nach genauer Berechnung 25 4 also 15 H mehr bezahlen müssen. Dies würde für den Monat ein Mehr von 3 JL 75 H ausmachen, wenn man den Monat ZU 2o Arbeitstagen rechnet, und für das ganze Jahr ein Mehr von 45 JL Vor kurzem hat man erst das geringe Einkommen des Arbeiters in unserem Staate von der directen Steuer entlastet. Durch Einführung des Monopols würde der Arbeiter aber wiederum mit einer inbirectcn Steuer, die das sechs- bis siebenfache der früher gezahlten directen Steuer beträgt, belastet werden, wodurch man sich in den offenbarsten Widerspruch mit den Intentionen unserer Steuergesetzgebung setzen würde. Sollte es jedoch eine unabweisbare Nothwendigkeit sein, dem Reiche durch Besteuerung des Branntweins neue Einnahmequellen zu verschaffen, so könnte dies unserer Ansicht nach durch Einführung einer Fabrikatsteuer geschehen, bei welcher einerseits die vorhandenen Branntwein- geschäste erhallen blieben der Arbeiter auch lange nicht in dem bedeutenden Maße, wie durch das Monopol, belastet würde und andererseits die oben angedeutete Ungleichheit zwischen den nord- und süddeutschen Brennereien in billiger Weise beseitigt wurde- Mit Rücksicht auf die in Vorstehendem enthaltenen Ausführungen, wiederholen wir bei hohem Ministerium die im Eingänge der Eingabe vorgetrag-'ne Bitte- Der am Schluffe der Eingabe sich findende Hinweis auf etwaige Einführung einer Fabrikatsteuer wurde gegen die Ansicht einer in der Kammer sich bezüglich dieses Punktes bildenden Minorität ausgenommen. soM \ s* Lokale-. Gießen, 30. Januar. [1. Sitzung Großh. Handelskammer vom 12. Januar 1886]. Gegenwärtig waren die Herren Silbereisen, Heichelheim, Katz, Kling- spor, Schirmer und Zinßer. Die Wahlbestätigungsurkunde Großh. Ministeriums des Innern und der Justiz über die letzte Ergänzungswahl wurde verlesen. Hierauf schritt man zur Neuwahl des Vorsitzenden der Kammer und dessen Stellvertreters, und wurden Herr Silbereisen als Vorsitzender und Herr Koch als dessen Stellvertreter einstimmig wiedergewählt. Der Kammer wird eine Mittheilung über in Konstantinopel bestehende Schwindel- firmen gemacht, und sollen Anfragen, ob sich gegen bestimmte Firmen Bedenken ergäben, zunächst an die Kammer gerichtet werden. Rach einer längeren Berathung, welche die Stellungnahme der Kammer zu dem neuen Gesetzentwurf betreffend Einführung des Branntweinmonopols zum Gegenstand hatte, wurde der einstimmige Beschluß gefaßt, eine Eingabe an Großh. Ministerium des Innern und der Justiz zu richten mit der Bitte, darauf hinwirken zu wollen, „daß der Einführung des Branntweinmonopols von Seiten unserer Staatsregierung die Zustimmung versagt, und der Vertreter im Bundesrathe demgemäß instruirr werde." Ein Entwurf der einzureichenden Eingabe soll in der nächsten Sitzung der Kammer vorgelegt werden, nachdem derselbe vorher in einer Commission, bestehend aus Herrn Silbereisen und Katz berathen worden ist. Sämmtliche übrigen Handelskammern Hessens sollen unter Mittheilung der Eingabe zu gleichem Vorgehen aufgefordert werden. [2. Sitzung Großh. Handelskammer vom 19. Januar 1886.] Gegenwärtig waren die Herren Silbereisen, Heichelheim, Katz, Klingspor, Koch, Kraatz Schirmer. z Die Großh. Handelskammer Darmstadt stellt bei der Kammer die Anfrage, ob dieselbe bereit fei, gemeinsam mit ihr gegen den von gewissen Seiten gemachten Vorschlag eines Wollzolls vorzugehen, welcher zweifellos der Textilindustrie zum Nachtheil gereichen würde. Es wurde beschlossen der Handelskammer Darmstadt eine zusagende Antwort zu ertheilen. Hierauf wurde der Entwurf einer Eingabe an Großh. Ministerium betreffend die projectirte Einführung eines Branntweinmonopols verlesen, und hatte die am nächsten Tage abzuschickende Eingabe folgenden Inhalt: Während bis vor Kurzem über das Project der Einführung eines Branntweinmonopols bestimmte Anhaltspunkte noch nicht gegeben waren, und nur Vermuthungen ausgesprochen wurden, liegt nunmehr der Entwurf eines Gesetzes vor, der ersehen läßt, auf welchem Wege man dem zu erstrebenden Ziele der Vermehrung der Staatseinnahmen durch Monopolisirung eines Handelsgewerbes näher zu kommem sucht. Wenn wir auch von hohem Ministerium noch nicht zur Mittheilung unserer Anschauungen über den vorgelegten Entwurf aufgefordert wurden, wie dies bei der s. geplanten Einführung des Tabaksmonopols der Fall gewesen ist, so glaubten wir mit Rücksicht auf die Dringlichkeit der Sache dennoch nicht zögern zu dürfen, an hohes Ministerium die int Nachfolgenden motivirte Bitte zu richten, darauf hinwirken zu wollen: „daß der Einführung des Branntweinmonopols von Seiten unserer Staatsregierung die Zustimmung versagt, und der Vertreter im Bundesrathe demgemäß inftruirt werde." In der Einleitung zu den Motiven des neuen Gesetzentwurfs wird der Monopolgedanke als eine Fortsetzung der von den verbündeten Regierungen vor 8 Jahren begonnenen Reichssteuerreform dargestellt. Diesem Gedanken können wir auch nicht die geringste Sympathie entgegenbringen. Wir halten vielmehr eine jede Monopoli- sirung für eine wirthschaftlich, finanziell und moralisch verderbliche Maßregel. Auf eine Motivirung unserer Stellungnahme zur Monopolfrage überhaupt glauben wir hier nicht näher eingehen zu müssen, da wir schon früher Gelegenheit batten, hoher Behörde unsere Anschauungen in dieser Frage zu unterbreiten. Was sveciell der vorliegende Gesetzentwurf anlangt, so ist die Kammer der Ansicht, daß man die Nachtheile des Branntweinmonopols in ihren weitgehenden Wirkungen unterschätzt, und daß man sich über die erhofften Vortheilc Illusionen macht. Das Branntweinmonopol ist wirthschaftlich verderblich. Denn mit dem Augenblicke, wo der Staat die Weiterverarbeitung und den Verkauf des in den Brennereien gewonnenen Rohproducts übernimmt, werden sämmtliche bis jetzt damit befaßten Privaten ihrer Geschäfte expropriirt; Hunderte von Millionen an Capital, Hunderttaufende von Menschen werden dadurch frei und werfen sich auf andere Geschäfte. Dem allgemeinen geschäftlichen Nicdeigang wird hierdurch Vorschub geleistet, und der lleberflnß an Arbeitskräften in bedenklicher Weise vermehrt. Dem jetzt schon schwierigen Problem, diesem Uebersluß einen heilsamen Ausweg zu verschaffen, ohne zugleich baburd) bem Nationalvermögen Verluste zu bereiten, werben nur noch neue Schwierigkeiten hinzu- gefügk. Aber bie ziffermäßige Vermehrung ber Geschäfte aller anderen Branchen ift' es mcht allem, welche auf die Geschäftslage ungünstige Wirkungen ausübt. Jedes einzelne m Folge des Freiwerdens von Capital und Arbeit neu gegründete Geschäft wird versuchen, den bestehenden erfolgreich Coneurrenz zu inachen. Dieses Bestreben wird nur Aussicht auf Erfolg haben, wenn bedeutende Opfer an Capital unb Zeit aufgewendet rocrben, welche wiederum das Vermögen des neu Anfangenden naturgemäß vermindern. Alle diese unvermeidlichen Einbußen wird vielleicht der Großhändler, der bedeutendes Capital besitzt und größere Entschädigungssummen erlangt, ertragen können, ohne gerade Mne Existenz zu gefährden. Wie aber steht es mit dem kleinen Manne, der aus seinem Geschäfte nur so viel Gewinn zieht, daß er eben noch davon leben kann und nun mit nur Wenigem oder gar nicht entschädigt roirb? Ihm wird thatsächlich die ganze Grundlage seiner Existenz entzogen und für ihn liegt die Gefahr nahe, daß er sich jenen unzufriedenen Elementen beigesellt, aus denen der sozialistische Agitator sein Hülfspersonal refrutirt. Denn daß der Staat doch nur einen geringen Theil der erwerblos Gewordenen in leinen Dienst hernbernehmen kann, wird schon durch eine sparsame und vortheilhast eingerichtete Verwaltung des Monopols bedingt. Besonders schwer aber trifft denjenigen die Wegnahme fernes Geschäfts, ber, in vorgerücktem Alter stehend, nicht mehr die jugendliche Spannkraft besitzt, um wieder von Neuern anfangen zu können ober sich in neue, ganz ungewohnte Verhältnisse zu fügen, auf der anderen Seite aber auch nicht in der Lage ist, von den Zinsen seines Kapitals leben zu können. Sind schon diese unmittelbaren Folgen ber Aufhebung von Privatgeschäften un- heilooll genug, ]o dürfen auch einige mittelbare Wirkungen nicht außer Betracht gelassen werden. Der Private, welcher genöthigt ist, sein Kapital in anderer Weise nutzbringend anzulegen, wird zugleich dadurch in die Nothwendigkeit versetzt, alle seine Kapitalausstände plötzlich und schnell cinzutreiben, die Wirthc auf bem Lande — unb diese bilden ja im vorliegenden Falle bei Weitem den größten Theil der Schuldner — sind gezwungen, baldigst baares Geld zu schaffen, und werden dies in der Mehrzahl der Fülle nur durch Aufstecknng eines Theiles ihrer Immobilien erreichen können. Mit der Zunahme der Jmmobiliarverkäufe werden aber die Bodenpreise im Allgemeinen sinken, da das Angebot die Nachfrage weit übersteigen wird. Der an sich schon geringe Kapitalwerth des Immobiliarbesitzes auf dem Lande wird noch verringert werden und bamit auch die Vermögensfähigkeit des kleinen Bauern, für dessen Existenz der Jm- gröM2 und d r i'tini'nt tu u treten- nöthigen außuneh stehe". ringelt", unsere ivird, li"d l,O au« zutreffende bringnnß' jaja unte' §9 d j- W 1 i Gießen, 29. Januar. [Herberge zur Heimath.j Die Zeichnungen für die Herberge haben bisher einen guten Fortgang genommen. In den letzten Tagen sind mehrfach Beträge von auswärts angemeldet worden, so allein vor Lich (außer der namhaften Zeichnung des fürstlichen Hauses) 2000 JL. Von hiesigen Firmen sind einzelne ansehnliche Summen gezeichnet worden, so außer den früher erwähnten 5000 JL neuerdings von einer Firma 1000 JL. Aus Handwerkskrcisen ist als besonders erfreulich die Betheiligung der Bäckerinnuug hervorzuhebcn. Die verhältnißmäßig größten Zeichnungen sind aus solchen Kreisen der hiesigen Bewohnerschaft erfolgt, die damit ein wirkliches Opfer brachten. Im Ganzen sind bis jetzt ca. 30,000 eingekommen und der Vorstand hat daraus den Muth geschöpft, die Errichtung eines Neubaues bestimmt in's Äuge zu fassen und wegen Erwerbung eines Bauplatzes in Unterhandlung zu treten. Aber immerhin fehlt noch eine ganz erhebliche Summe an dem zum Bau nöthigen Kapital. Es würde ja nicht schwer werden, das noch fehlende auf Hypothek aufzunehmen. Der Vorstand könnte sich dazu aber nur im äußersten Nothfall verstehen, weil dadurch die Sicherheit, welche er seinen übrigen Gläubigern bietet, verringert würde. Es darf ja wohl auch an der Hoffnung festgehalten werden, daß unsere Bürgerschaft das Werk nicht halb thun und die Herberge nicht stecken lassen wird, und daß die, welche bisher noch mit ihren Beiträgen zurückgehalten, und vielleicht auch die, welche sich bisher ablehnend verhalten haben, zum Theil aus ganz unzutreffender Auffassung der Sache, sich nun bereit finden lassen werden, zur Aufbringung des noch fehlenden Betrags behilflich zu sein. Der Vorstand beabsichtigt, dazu unter Darlegung der Sachlage nochmals Gelegenheit zu geben. — Herr Professor A. Epstein, Kaiser!, russischer Hof-Prestidigitateur, einer der renommirlestcn Virtuosen seines Faches, wird am nächsten Donnerstag und Freitag im CafL Leib zwei Vorstellungen veranstalten, lieber den Künstler schreibt die „Barmer Zeitung" gelegentlich einer von demselben in der Gesellschaft „Concordia", der vornehmsten der Stadt, veranstalteten Soiree: „Die Zauber-Spiritisten-Dorstcllunge» des Herrn Epstein sind wegen der vielen Ueberraschungen, welche der Künstler ohne Apparate und oft mitten unter dem Publikum bietet, wirklich deS Besuches werth. Sie unterscheiden sich von allen bis jetzt gesehenen Leistungen durch reichhaltige Abwechslung, Neuheit, Sicherheit, Eleganz und eine ganz andere Methode. Mögen nun die Pro- ductionen auf physischen, chemischen Processen oder auf optischen Täuschungen beruhen, sie unterhalten und amüsiren das Publikum außerordentlich. Professor Epstein vereinigt mit den unübertroffenen Eigenschaften des gewiegtesten Eskamoteurs einen geläufigen Vortrag und schlagfertigen Witz, der ihn nie langweilig werden läßt. Das Publikum läuft feine Gefahr, veraltete Experimente unter irgend einem neuen Namen wieder vorgeführt zu sehen; es zeichnen sich ganz im Gegentheil die Productionen des Herrn Epstein dadurch aus, daß dieselben durchweg Novitäten und viele derselben Original-Experimente sind, davon Erfindungen, welche der Künstler sich selbst zuschreiben darf. Es vereinigen sich bei diesen Schaustellungen, welche auf magischen, chemischen, physikalischen, optischen, spiritistischen und anderen Darstellungen beruhen, alle interessanten Details ä la Bosco auf jene Pieren, welchen ernsthafter zu nehmende Experimente auf dem Felde der Physik und Chemie zu Grunde liegen. ES würde zu weit führen, wenn wir die einzelnen Pieren besprechen wollten, genug, ein recht spannender, durch seine wechselvolle Reichhaltigkeit unterhaltender Abend wird durch diese Vorstellung geboten." Allgemeiner Anzeiger. OOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOIOIOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Bedeutende Ersparniss 149 E. Cohen MM MM Verkaufsstellen r Herrn S. Elsoffer. uen Ausführung. 305 I Kaan jr., Kreuz. 323 A Fangmann» 661 1.30 1.40 1.50 1.50 2 — 2.— 2.— 2.50 2.50 2.50 Madeira u. Pajarete Sherry u. Montilla . „ Malaga u. Madeira, alten „ Moskatel u. Alicante „ Lacrima-Chrisli . . „ C. G Kleinhenn, Kreuzplatz 1. Conditor H. Kinkel, Marktstr. 32. g* Von einer tieraer Fabrik ersten Banges wurde mir der Verkauf ihrer schwarzen O CÄChemirs übertragen und gebe ich solche auch in kleineren Quantitäten zu Fabrikpreisen ab. Carl Loos, am Kirchenplatz. C. W, Dietz Nachfolger. Von Bremen nach Newyork in ■■ 9 Tagen — mittel- neu eingerichteten Dampfern des JVorflB deutschen Lloyd. Darmstadt Srnstludwigstraße Kr. 9 Gehn. Adami, Mäusburg 14. | Ferd. Drehes, Marktplatz 21. Griessan Zelterswkg u. KlockstraßeiEcke Frische Samen- u. Leinkuchen, Kornkleie, Weizenschalen Futtermehl, ganzen und geschrotenen Mais billigst zu haben bei 83 I M Schulhof. Herren-Hemden nach Maaß unter Garantie bester Friedrich Leo, Seltersweg 71. 281 Auf Burg Gleiberg sind die Weine im Glas zu haben. Zu Maskenbällen geeignet empfehle Seiden - u. Baumwollen - Sammet in großer Auswahl zu sehr billigen Preisen. Schöne Qualitäten Atlas in allen Farben von 1 50 an. Bolantfpitzen, sowie alle anderen breiten in großer Auswahl. Priorato, roth, herb JL Priorato, roth, süss . „ Valdepennas, roth . „ Malaga-Xerez (Sherry) „ Malaga u. Oporto . „ Zur Beförderung von Auswanderern nach allen Häfen Amerika’s und Australiens zu gleichen Preisen wie an Rasenplätzen hält sich unter Zw sicherung reeller Bedienung bestens empfohlen W holländ caeäo jst überalLvQrräth Fabrik Amsterdam Grosser Maskenball des Viele goldene-Medail[en Blooke r’s Ohr. Oaudtp Wolfstrasse 13, empfiehlt unter Garantie der Reinheit sein Lager von direct importirten Spanischen Sanitäts- und Bessert - Weinen. 601 Ein gebrauchter Kassenschrank billig abzugeben bei Fried. Krogmann. Kapaunen zu verkaufen. 513 Fr. Textor, Hardt. (W ohlthätigkeits verein) Samstag den 6. Februar 1886 Abends 7 Uhr 61,5 Minuten, 1 m Saale de8 Cafe Leib. (Ende des Balles 5 Uhr 11,3 Minuten.) Karten a Mk. 1.20 sind von heute ab bei Herrn Gustav Gerhardt und (Abends an der Casse) zu haben. _ Geheimkarten werden bei Herrn G. Mook, £ $ Photograph, Neuen Bäue, ausgegeben. Den Mitgliedern ist freier Antritt nur gegen Borzeigen der Mitgliedskarten gestattet. Der Vorstand. NB. Gesellschaften, welche Gruppen bilden oder sonstige Aufführungen veranstalten wollen, werden ersucht, solches bei Herrn G- Mook anzumelden. Ferner machen wir darauf aufmerksam, daß Costüme bei unserem Mitgliede Herrn G- GerHardt in großer Auswahl zu haben sind.______________________550 Thüringer tast Färberei Königssee. Ak Kunstfärberei und chemische Wäscherei UZ für getragene Garderobe jeder Art, Möbelstoffe, Federn, Sammete rc. rc. Musterkarten der neuesten hochmodernen Farben der Saison und Annahmestelle bei 689 Geschw. Heerz, Neuenweg 7. Damen-Mäntel-Fabrik. g CXlOQOOOOOOOOÖOTOOOOÖOOOOOaOIOOQOOOOOOOOOOOOOOOOOOO Neue elegante Schlitten, neue und gebrauchte Landauer, neue und gebrauchte Breaks, Halboerdeck, Mylords, gebrauchte gute Glaswagen, Bäcker- und Metzger-Wagen billig zu verkaufen. [414 Friedberg. Romeifer. Königsberger Thee - Compagnie Berlin. 376 Russische Mischungen. Alleinige Niederlage in Gießen bei Susanne Hilgardt, geh. Ueriibeck heute früh nach langem Leiden durch einen sanften Tod erlöst wurde. 696 Giessen, den 30. Januar 1886. Die trauernden Hinterbliebenen. Die Beerdigung findet statt: Sonntag Nachmittag 3 Uhr vom Sterbehause Schlossgasse 10. Herrn. Äug. Müller 638 256 66 zu jeder Tageszeit. s s AK« 359 im früher Heichelheim sehen Laden. xxxxxNXxxxxxxxRrsxxxxUURRUWMMmmURUWmxxxxxxxxxxxxxxxx Redaction: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühlfschen Druckerei (Fr. Chr. Pietsch) in Gießen. Verwandten, Freunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mittheilung, dass unsere innigst geliebte Gattin, Mutter und Grossmutter, Frau Möbeltransport Ton J. Kessler, f A Canzleiberg 9. Restauration C. Dräbing ßahnhof JLoßar empfiehlt feinstes Gießener Exportbier und Münchener Hackerbräu, auch englische Biere, sowie beste warme und kalte Speisen Carl Stückrath Wallthorstrasse 21. Inventur-Ausverkauf. Bis zum 20. Februar gebe sämmtliche Lagermaare zum Einkaufspreise ab. Besonders mache auf mein reichhaltiges Lager in Leinen-, Bett und Baurnwolltvaaren, Tisch- und Handtücberzeugen, fertiger Wäsche, Tricotagen, Rormalhemden, ^kla- nellhemden, schwarzen Eachemirs rc. und Gardinen irr reicher Auswahl aufmerksam und lade zu zahlreichem Besuche ergebens! ein. Grosse Auswahl elegant. Masken-Costume Dominos, Masken etc. etc. Anfertigung neuer Cos turne nach Angabe und Maass. Auf Wunsch nach Gebrauch zurückgenommen Bibergasse 6 Entresol (Frankfurter Journal) 344 Frankfurt a. M. ©äT Damen-Degen-Dante als^ Havelocks, Holmans, Paletots, Jaq nettes. Mache ganz besonders auf eine außergewöhnlich große Auswahl aufmerksam und gebe sämmtliche Piece« zu außer- iS» otbcHtlidj billigen Preisen ab. HcrmaHIM KatZ, M Agenten Haupt - Agenten sowie Inspektoren werden überall, auch am kleinsten Orte unter günstigen Bedingungen gesucht. Vorzug erhalten Agenten anderer Branchen. Adresse: General-Direction der Sächsischen Vieh - Versicherungs - Bank in Dresden. Größte deutsche Gesellschaft. Feste Prämien ohne jeden Nach- oder Zuschuß. ES3!MIIUNIIAII, Preis pro Quartal M. 4.—, in Berlin M. 3.50, durch jede Buchhandlung und jedes Postamt. Probe-Quartal M. 3.—, in Berlin M. 2.50. Probenummern durch jede Buchhandlung gratis. - k Zöpfe!!! Perrücken und Scheitel werden an- qefertigt, Perrücken und Bärte verliehen bei 397 Georg Petri Wwe, Friseur-Geschäft, Seltersweg 43. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXIXXIWXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXX M £ s Empfehle als außerordentlich billig einen großen Posten <*1=8 Den Restbestand meiner vorräthigen Zimmer-Teppiche in allen Qualitäten sowie Läufer, Tisch-, Bett- und Schreibtisch-Vorlagen, ebenso Linoleum- und ^Stereos-Teppiche und Läufer, verkaufe ich, wegen Aufgabe dieser Artikel, zu Fabrikpreisen. nur die neuesten, modernsten und feinsten Stoffe in nur den besten Qualitäten in reiner Wolle, Loden unL Loden mit Bordlire, Cheviots, Schleifengarn, Foul6 etc. etc; Ebenso einen großen Posten Neuheiten in Sämmtliche Stoffe 30 pCt. unter Preis. Ferner empfehle den geehrten Damen zur Ansicht mein Lager in Neuheiten von Damen- Vorzügliches Export-Vier aus der Brauerei von Leschhorn's Nachfolger, Frankfurt a. M. per ganze Flasche 23 halbe Flasche 12 empfiehlt 52 Heinrich Kiesselbach, .Zur Stadt Kassel". Theater- und. Maskengard.erob e von Tobias Bytinski. Umzüge werden besorgt mit und ohne Umladung und unter Garantie bei billigster Berechnung. 426 645] Lausdienst übernimmt Frau S. Debus, Gr. Mühlgasse LI H. I34T Stellensuchende jeden Berufs vlacirt schnell Reuter'S Bureau in Dresden, Reitbahnstr. 25. 343