Samstag den 30. October 1886. Nr. 2SS Erscheint täglich mit Ausnahme de« MoniagS. Bureau r Schulstraße?. Erzherzog Karl Ludwig, Bruder des österreichischen Kaisers, feierte am Dienstag sein 25jährigeS Jubiläum als Chef des ostpreußischen Ulanen* Regiments Nr. 8, aus welchem Anlasse der Erzherzog am Dienstag eine Deputation des genannten Regiments empfing. Die Nachricht von dem Ableben des früheren sächsischen Ministerpräsidenten und nachmaligen österreichischen Reichskanzlers, des Grafen Beust, frischt nochmals die Erinnerung an diesen Staatsmann auf, nachdem derselbe schon feit einer Reihe von Jahren vom politischen Schauplatze abge» treten war. Mit dem Grasen Beust ist ein Diplomat noch aus der alten Schule, die es als ihre Hauptausgabe betrachtete, mit allerhand Jntriguen und politischen Hausmittelchen zu arbeiten, heimgegangen und in dieser Kunst war Graf Beust unbestritten Meister. Dieses Jntriguenspiel tritt namentlich in seiner fast 17jährigen Thätigkeit als leitender Minister Sachsens hervor, deren Grundzug der Hoß gegen Preußen und das Bestreben bildete, durch eine Vereinigung der deutschen Mittelstaaten ein Gegengewicht zu dem Einfluffe Preußens, aber auch Oesterreichs herzustellen, die sog. Trias-Joee. Nach dem Kriege von 1866 trat bekanntlich Beust in österreichische Dienste, wo er den für die österreichischen Verhältnisse eigenartigen Posten eines Reichskanzlers bekleidete, der ihn in mehrfache Conflicte mit seinen Wiener Minister-Collegen brachte. Trotzdem gelang ihm das größte Werk seiner staatsmännischen Thätigkeit, die Ein- sührung des Dualismus im habsburgischen Kaiserstaate und hiermit zusammenhängend der Ausgleich zwischen Oesterreich und Ungarn; nach Außen hin erscheinen die Beseitigung des Concordats mit Rom und die Ausgabe der traditionellen Politik Oesterreichs als Anwalts der Pforte als bemerkenswerthe pofitive Leistung der ministeriellen Thätigkeit Beust's. Noch vor Ausbruch des deutsch-französtschen Krieges von 1870 arbeitete Graf Beust eifrig daran, die deutschen Südstaaten zum Lossagen von den geheimen Verträgen mit Preußen zu bewegen, wie er denn überhaupt fortgesetzt gegen Preußen intriguirte. Diese Haltung behielt Graf Beust auch bei, als er im November 1871, wohl hauptsächlich wegen der vielen inneren Conflicte, zu denen sein Regiment als Reichs- ka^ler geführt hatte, dieser Stellung plötzlich enthoben wurde und als Botschafter Oesterreichs zuerst nach London, dann nach Paris ging; sein stetes Jntriguiren gegen das deutsch - österreichische Bündniß führte schließlich zu seiner Pensionirung. Seitdem — es geschah dies im Mai 1882 — lebte Gras Beust auf seinem Gute Altenberg bei Wien, wo er am Sonntag im Alter von 77 Jahren einem Schlagflusse erlegen ist. DiePolemik zwischen derLondoner und Pariser osficiösen Presse über die egyptische Frage nimmt ihren ungestörten Fortgang. Gegenüber den jüngsten Ausfällen Der Pariser Blätter spricht jetzt die „Times" den Franzosen kurzer Hand jedes Recht ab, sich in die egyptischen Angelegenheiten zu mischen und hofft, gegebenen Falles werde Lord Jddesleigh dem Vertreter Frankreichs erklären, wann England den Zeitpunkt bestimmen werde, zu dem es seine Ausgabe in Egypten als gelöst erachte. — Da bis jetzt nichts bekannt geworden ist, daß der französische Botschafter, Herr Waddington, vom Londoner Cabinet bestimmte Erklärungen über die Zeitdauer der englischen Occupation Egyptens verlangt hat, so entbehrt die ganze Preßfehde zwffchen London und Paris noch einer sicheren Unterlage. Die diplomatischen Beziehungen zwischen Bulgarien und Serbien sind nunmehr durch die Entsendung des Dr. Stransky, als Vertreters Bulgariens bei der serbischen Regierung, in aller Form wieder ausgenommen woroen. In der gegenwärtig in Risch tagenden serbischen Skupschtina wurd die Mitthellung des Minister-Präsidenten von der Wiederherstellung der freundschaftlichen Beziehungen zu Serbien mit lautem Beifall ausgenommen. Drei- vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringei Durch die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark 60 Politische Ueberskcht. Gießen, 29. October. Kaiser Wilhelm ist am Dienstag Nachmittag im besten Wohlsein von seinem Jagdausfluge nach Blankenburg am Harz wieder nach Berlin zurück« gekehrt. Da dieser erste Ausflug der begonnenen Jagdzeit dem greisen Monarchen trotz der rauhen Witterung so vortrefflich bekommen ist, so steht zu hoffen, daß er auch den am nächsten Samstag in der Schorfhaide stattfindenden Hofjagden wird beiwohnen können. Als ein erfreulicher Beweis für die Rüstigkeit des Kaisers ist es zu betrachten, daß der hohe Herr am Sonntag Abend in Blan- renburg nach der Theater-Vorstellung mit dem Prinzen Heinrich, seinem Enkel, und dem Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt noch eine ganze Weile Billard spielte; der Prinz-Regent Albrecht hatte hierbei das Markiren übernommen. General-Feldmarschall Gras Moltke vollendete am vergangnen Dienstag sein 8 6. Lebensjahr in erfreulichster geistiger Frische und körperlicher Rüstigkeit. Wie immer, so hatte es der Chef unseres Heereswesens auch diesmal vorgezogen, seinen Geburtstag in der ländlichen Abgeschlossenheit seines Gutes R reif au in Schlesien zu feiern. Die Antritts-Audienz des neuen französischen Botschafters beim Kaiser beherrscht noch immer die diplomatischen und politischen Kreise der Reichshauptstadt. Die Ansprache des Herrn Herbette, in welcher derselbe auf die vielen, Deutschland und Frankreich gemeinsamen, Jntereffen hinwieS, soll auf den kaiserlichen Herrn einen äußerst günstigen Eindruck gemacht haben, der ja auch schon aus der besonders warmen und herzlichen Weise erhellt, in welcher das Reichsoberhaupt die Ansprache des neuen Vertreters der französischen Republik beantwortete. Allseitig ist man daher in der Berliner politischen Welt darüber einig, daß dem Empfange des Herrn Herbette eine besondere Bedeutung innewohne, die namentlich aus der Aeußerung des Botschafters hervor- klingt, es sei ihm die Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich als erreichenswerthes Ziel fest vorgezeichnet. Es darf angenommen werden, daß Herr Herbette die Meinung der leitenden Pariser Kreise wiedergegeben hat und somit nimmt die Sendung desselben unter den günstigsten Auspicien ihren Anfang; hoffentlich wird auch ihr Fortgang den zwischen dem Kaiser und dem Vertreter Frankreichs gewechselten Reden entsprechen. Ueber die Aufgaben der herannahenden Reichstags- Session verlautet außer dem Wenigen, was hierüber schon bekannt geworden ist, noch immer nichts Weiteres, so daß die Tagespreffe einstweilen mit der Erörterung anderer schwebender Fragen ihre Spalten ausfüllen muß. Hierbei nehmen fortgesetzt allerlei parteipolitische Betrachtungen die erste Stelle mit ein und namentlich die schon so oft erörterte Frage des Zusammenschlusses aller ge- mäßigten und wirklich national gesinnten Elemente wird gegenwärtig wieder eifrig besprochen. Die „Conservative Correspondenz", das osficielle Organ der conservativen Partei, ist neuerdings mit dem Vorschlag aus den Plan getreten, daß sich die conservativen und nationalliberalen Parteileitungen jedesmal bei Beginn eines neuen Abschnittes der parlamentarischen Thätigkeit mit der Regierung wie unter einander verständigen möchten, über welche Punkte des jeweiligen parlamentarischen Arbeitsprogrammes eine Vereinbarung zwischen den genannten Faktoren zu erzielen wäre. Als solche Punkte, die zunächst in Betracht kämen, bezeichnet die „Sonf. Corresp." die Sicherstellung unseres Heereswesens, die Herbeiführung eines festen Zusammenschlusses gegenüber der Socialdemokratie, als Vorbedingung die Inangriffnahme eines weiteren Stückes positiver Social- Reform genannt wird, und Steuerfragen, fpeciell die Regelung der Branntweinsteuer-Frage. Das genannte Blatt fetzt hierbei voraus, daß die Regierung zu diesen Fragen in ganz bestimmter Weife Stellung nehme und hier liegt der eigentliche Kern der Sache verborgen, denn bislang hat ja die Regierung immer erklären lassen, daß sie sich nicht von den Parteien regieren taffen könne. Jedenfalls wird man zunächst die Aeußerungen der osficiösen Blätter über das hier c'nservativerseits vorgeschlagene mittelpartelliche Actionsprogramm abzuwarten haben. , _ , , In Dänemark vollzieht sich gegenwärtig em engerer Zusammenschluß der Oppositionsparteien. Die beiden Fraktionen der Linken des Folkething (Abgeordnetenhauses) haben sich über die Bildung einer Gesammtpartei unter dem officiellen Titel: „Linke des Reichstages" geeinigt und erwartet man auch den Beitritt der Linken des Landsthing. Diese Verschmelzung der radikalen Elemente der dänischen Volksvertretung dürste den Kampf zwischen dem Radikalismus und der Regierung in Dänemark nur verschärfen. In Oesterreich ist die Frage, an welchem Orte die Delegationen zusammentreten werden, nachgerade zu einer brennenden geworden. Diesmal wäre die ungarische Hauptstaot an der Reihe, aber die österreichischen Delegationen wünschen, daß wegen der daselbst herrschenden Cholera-Epidemie vom Zusammentr'tte der Vertreter der beiderseitigen Parlamente in Buda-Pesth abgesehen werden und dafür die Einberufung derselben nach Wien erfolgen möge. In den ungarischen Regierungskreisen will man aber nichts von dieser Verlegung wissen, wobei man sich u. A. darauf beruft, daß die gemeinsamen Delegationen 1873 in Wien versammelt gewesen seien, obwohl damals die Cholera in Wien nicht unbedenklich geherrscht habe. In Folge deffen ist die Entscheidung in dieser mit der Cholera fo seltsam verquickten Angelegenheit an den Kaiser gelangt; über dessen Meinung verlautet allerdings noch nichts Näheres, aber der Umstand daß der kafferliche Hof am Donnerstag nach Ofen, resp. Gödöllö übergesiedelt ist, trotz der Cholera, beutet daraus hin, daß der Zusammentritt der Delegationen doch wohl in Pesth erfolgen wird. Telegraphische Depeschen. Wolffs telegr. Correspondenz-Brrreair* Berlin, 28. October. Se. Majestät der Kaiser empfing Nachmittags V/t Uhr den Vorstand der internationalen Erdmesstmgs-Conferenz, welchen der Cultusminifter vorstellte, und machte später eine Spazierfahrt. Morgen beabsichtigt der Kaiser nach Lmbertusstock zur Jagd zu reifen. 3 Wien, 28. October. Die „Presse" meldet: Die griechische Regierung richtete eine Note an die österreichische, worin sie erklärt, sie könne mit Rücksicht der Finanzlage Zollermäßigungen nicht gewähren, lehne daher den Tarifvertrag und die Vorschläge zur Meistbegünstigung ab. Paris, 28. October. Nach weiterest Nachrichten ist das ganze Gebiet der Durance überschwemmt. Das Negenwetter dauert fort. Die Umgegend von Tarascon und Arles ist ebenfalls überschwemmt. Die Lage in Avignon ist eine bedrohliche. Die Truppen unterstützen die Einwohner beim Schutze der Dämme. London, '28. October. Der Ches der City-Polizei, Fraser, richtete an den Secretär der socialdemokratischen Vereinigung ein Schreiben, worin derselben angezeigt wird, daß mit Ausnahme der Lordmayor - Procession keinem Zuge gestattet wird, am 9. November die Straßen der City zu passiren. Die socialdemokrattsche Verewigung soll beabsichtigen, in ihrem Antwortschreiben an Fraser nach den rechtlichen Gründen zu fragen, weßhalb er die von ihr beabsichtigte Kundgebung untcrsagt. Petersburg, 28. October. Das „Journal de St. Petersburg" steht darin, daß die bulgarischen Machthaber doch zögern, die Nationalversammlung zusammentreten zu lassen, sowie in der Zahl der Deputaten, welche sich nach Tirnowa begeben haben, die Anzeichen einer gewissen, wenn auch geringen Nachgiebigkeit und zugleich ein Symptom für den durchaus anormalen Zustand der Dinge in Bulgarien. Dieser Zustand werde noch verschlimmert durch die geringe Sorgfalt der Behörden, dem Völkerrechte Achtung zu verschaffen. Dies sei auch der Grund, welcher die kaiserliche Negierung bestimmt habe, zwei Kriegsschiffe nach Varna zu entsenden. Nisch, 28. October. Der König empfing gestern Mittag den diplomatischen. Agenten Bulgariens, Dr. Stransky, in feierlicher Audienz. reyener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. — In der serbisch-bulgarischen Vereinbarung wird festgestellt: Bulgarien -räumt Bregova, welches bis zur Lösuna der Frage durch die gemischte Commission neutral bleibt. Sollte die Commission das streitige Territorium Serbien zuerkennen, so gibt Serbien principiell seine Zustimmung, um dasselbe gegen entsprechendes anderweitiges Grenzgebiet an Bulgarien abzutreten. Längstens m zwei Monaten erfolgt die Entsendung einer gemischten Commlssion zur Prüfung der betdersetttgen Handelsbeziehungen und in sechs Monaten der Abschluß des Handelsvertrags. Auch sollen bis dahin die gegenseitigen Handelsinteressen nach Möglichkeit ge ordert werden. Bulgarien verbietet den serbischen Emigranten, Serbien den bulgarischen Emigranten, sich Innerhalb 60 Kilometern von der Grenze anzusiedeln. Beide verpflichten sich gegen- seiltg jede gegen das Nachbarland seitens der Emigranten gerichtete Action zu vereiteln Bulgarien baut die Eisenbahn Wockarel-Sofia-Zaribrod bis zum Zeitpunkte der Vollendung der serbischen Bahnstrecke aus. Die Vereinbarung tritt sofort 28. October. Gestern Abend fand eine Versammlung von Mitgliedern der Sobranje statt, wobei Stambulow die gegenwärtige Lage darlegte. Derselbe betonte, daß, da die Wiederwahl Alexanders unmöglich sei, die Sobranje einen Eandidaten wählen müsse, welcher Rußland genehm sei. _____ Die Cholera in Deutschland? ii. B. C. Mainz, 28. October. Richt ohne Grund haben wir gestern wie auch heute hinter obige Aufschrift ein großes Fragezeichen gesetzt! Aus früheren Anlässen war es uns bekannt, daß häufig Krankheitserscheinungen gleich zu großen gefährlichen Epidemien aufgebauscht und schien es uns darum angezeigt, sowohl mit Rücksicht auf die schweren geschäftlichen Schädigungen, welche die betreffenden Gemeinden erleiden, als auch um nicht unnöthiger Weife Beunruhigung hervorzurufen, unseren Zweifel an der Richtigkeit der Choleraerscheinung durch ein Fragezeichen auszudrücken und nur das weiter zu verbreiten, was uns von verbürgter Seite mitgetheilt wurde. Wie wohl wir mit dieser besonders von den Frankfurter Blättern, die sich in der Sache einer fürchterlichen Uebereilung schuldig gemacht haben, außer Acht gelassenen Vorsicht gethan haben, erhellt aus folgender von dem Provinzialdirector Küchler heute erlassenen Bekanntmachung: „Wir bringen hierdurch zur allgemeinen Kenntniß, daß Falle von obolera asistioa im Kreise Mainz nicht vorgekommen und namentlich in Finthen und Gonsenheim nicht constatirt worden sind. Insbesondere hat bei einem auf cholera asiatica verdächtigen Sterbefall in Finthen der Leichenbefund nach dem rltesultate der von der Medicinalbehörde vorgenommenen Section keinerlei Anhalt für diese Krankheit ergeben." In einer Nachschrift haben wir gestern schon mitgetheilt, daß der Sectionsbefund der zuletzt unter choleraartigen Erscheinungen in Finthen verstorbenen Person für das Vorhandensein der Cholera keinerlei Anhaltspunkte ergeben hat und daß sich als Todesursache ein acuter Magen- und Darmcatarrh gezeigt hat. Im klebrigen haben die behördlichen Untersuchungen, an denen neben den Medicinalräthen Dr. Hellwig und Hochgesandt von hier die beiden bekannten Bakteriologen und Choleraverständigen Dr. Pfeifer von Wiesbaden und Dr. Pfeiffer non Darmstadt theilnahmen, nur ergeben, was wir gestern bereits andeuteten, daß die unter choleraartigen Symptomen vorgekomiueuen Sterbefälle höchst wahrscheinlich nur auf Unterleibscatarrhe zurückzuführen und bei welchen Erscheinungen, wie gestern schon bemerkt, nur das gegen sonstige Jahre sehr Auffallende ist, daß die Verstorbenen zum größten Theile Erwachsene waren. In Gonsenheim, wo seit 14 Tagen überhaupt kein ähnlicher Krankheitsfall vor- gekommen, sind im Ganzen 10 Erkrankungsfälle verzeichnet, wovon 6 (5 Frauen und 1 Knabe) mit dem Tode endigten. In Finthen, wo man die ersten Symptome rm September wahrnahm, sind 4 Erwachsene und 2 Kinder gestorben. Für die von einigen Zeitungen gemachten Angaben, daß eine Einschleppung der Cholera aus dem Süden durch Häute und Geflügel stattgefunden, haben die sorgfältigsten Untersuchungen auch nicht den allergeringsten Anhaltspunkt ergeben mch, ist die Behauptung gerade so Erfindung wie die weitere verschiedener Blätter, daß Gonien- hcim und Finthen durch einen militärischen Cordon von der übrigen Menschheit abgeschlossen. Ungeachtet dieser negativen Ergebnisse der Untersuchung wird behördlicher Seite der Sache die größte Aufmerksamkeit geschenkt und nichts zu prüfen versäumt, was das Vorhandensein des gefährlichen Gastes andeuten könne. Durch oben wiedergegebene amtliche Bekanntmachung hat sich die hier und in der Umgegend geltend gemachte Aufregung wieder bedeutend gelegt, zumal der die Untersuchung leitende Medicinalrath Dr. Hellwig heute im ärztlichen Vereine erklärt hat, daß aber auch nicht der geringste Anhaltspunkt für ein Auftreten der Cholera vorhanden. Lokales. Gießen, 29. October. Heber Frau Amalie Joachim's jüngstes Concert schreiben die Berliner Zeitungen: Frau Amalie Joachim hat am 10. October im Kroll'schen Saale ein Concert gegeben. Daß die Dame, welche nun schon seit Jahrzehnten durch den schlackenfreien Klang ihres Alt-Organs, die vollendete Technik des Gesanges, den künstlerisch abgerundeten Vortrag, die unfehlbare Intonation und die vorzügliche Aussprache den ersten Rang als Oratorien- und Liedersängerin in Deutschland behauptet, auch jetzt noch große Anziehungskraft auf das musikliebende Publikum ausübt, bewies der gut besetzte Saal und das rege Interesse der Hörer. Das Programm war gut gewählt und gelangen vorzüglich diejenigen Lieder, die einer ernstlichen, beschaulichen und weihevollen Behandlung bedürfen. Gießen, 29. October. Nach einer Bekanntmachung des Herr» Amtsanwalts in heutiger Nummer d. Bl. wurde am 18. d. Mts. in Steinbach ein Mann verhaftet, welcher verschiedener Betrügereien, wie auch der Medicinalpfuschcrei dringend verdächtig ist. Sollte einer unserer Leser mit diesem Manne verkehrt haben, so wäre es im Interesse der Untersuchung gelegen, wenn hiervon dem Herrn Amtsanwalt Mittheilung gemacht würde. — Gestern Abend gegen 8 Uhr brach in der Scheune des Herrn H. H. Haas III. in Steinbach Feuer aus, welches jedoch bald gelöscht wurde. Ber«rifehtes. Lichten au, 25. October. Unsere Stadt ist in vergangener Nacht von einem fchweren Brandunglück heimgesucht worden. Auf der Ostseite der Stadt, in einem Hause am Wirthshaus „Zum grünen Baum", nicht weit odfc der Kirche, brach auf bis jetzt noch unerklärte Weise Fcuer aus, welches durch den über die Lichtenauer Hockebene streichenden Ostwind mächtig angefacht und weitergetragen wurde, ehe noch un Löschoersuche gedacht werden konnte. Ein Haus nach dem andern wurde von dem Feuer ergriffen und so stand die ganze Häuserreihe bis zum Rathhause auf der einen Seite der Leipziger Straße, welche durch die Stadt führt und hier die Hauptstraße bildet, in hellen Flammen. Hochauf schlug die feurige Lohe, weithin den dunklen Nacht- Himmel röthend unb die glühenden Funken flogen über die ganze Stadt hin. Bald waren auch das Dach und der Thurm unserer altehrwürdigen Kirche vom Feuer ergriffen und brannten lichterloh. Die Feuerwehr war rastlos an der Arbeit, um das wüthende Element zu bekämpfen. Noch im Laufe der Nacht oder am frühen Morgen trafen die Feuerwehren von Helsa, Fürstenhagen, Walburg, Eschenstruth und die Spritze Nr. 6 der Freiwilligen Turner-Feuerwehr aus Kassel hier ein und betheiligten sich an dem Rettungswerke. Gegen Morgen. stürzte das Gebälke des Kirchthurms krachend zusammen, eine feurige Garbe zum Himmel sendend. Die Bekämpfung des Feuers war wegen der furchtbaren Gluthhitze, welche das Herankommen erschwerte, eine äußerst schwierige und gefährliche. Erst gegen Morgen gelang es, dem wüthenden Element ein Halt zu setzen und die Stadt vor noch größerem Unglück zu bewahren. Abgebrannt sind ca. 16 Häuter mit Nebengebäuden, meist armen Leuten gehörig, und t)ie Kirche, von welcher nur noch die nackten Mauern stehen. Ein Verlust an Menschenleben ist glücklicher Weise nicht zu beklagen. Der Schaden hätte noch weit schlimmer werden können, wenn das Feuer noch weiter nach oben vorgedrungen wäre, wo rcich- gefüllte Scheunen standen. — Die Geschichte berichtet von drei großen Bränden, welche Lichtcnau betroffen: im Jahre 1521 brannte die Stadt zur Hälfte nieder, 1623 brannten 30 Häuser ab und am 11. April 1637 wurde von den Kroaten Feuer gelegt und die Stadt fast gänzlich zerstört. Die Kirche, ein schönes gothisches Bauwerk, ist fast 500 Jahre alt, sie wurde 1415 erbaut. — Aus Schlesien wird der „Voss. Ztg." geschrieben: „Den aus Ungarn kommenden Kesselflickern, Drahtbindern und Mäusefallenhändlern ist aus Besorgniß vor der Verschleppung der Cholera nach Schlesien der liebertritt über die Landesgrenze untersagt. Das Verbot ist erst ergangen, nachdem in den letzten Tagen eine ungewöhnlich starke Einwanderung von Slowaken stattgefunden^ hat, von denen mit manchen Zügen ein halbes Hundert auf einmal Tag für Tag über Oderberg eintraf. Da Anweisung ertheilt ist, daß die verbotenerweise eingedrungenen Slowaken sofort über die Grenze zurückgeschafft werden sollen, so werden die Polizeibeamten.in der nächsten Zeit wieder viel zu thun haben." — lieber den Versuchsmarsch von zwei Compagnien des Lehr - Infanterie- Bataillons nach dem Harz erfährt der „H. C." Folgendes: Die beiden Compagnien des Lehr-Jnfanterie-Bataillons rückten am 4. October in der Stärke von je 5 Offi- cieren und 170 Mann aus Potsdam ab, um bei einem vierwöchentlichen Marsche durch den Harz das neue Gepäck in Bezugnahme auf seine Zweckmäßigkeit zu erproben. Der Commandeur des Lehr-Jnfanterie-Bataillons mit feinem Adjutanten und einem Assistenzärzte begleiteten die Compagnien. Um vergleichende Beobachtung anzustellen, ist ein Theil der Leute noch mit dem alten Gepäck ausgerüstet. Die hauptsächlichsten Neuerungen der Ausrüstung sind folgende: An dem Helme fehlt mit Ausnahme des Adlers und der Spitze jeder Metallbeschlag, an der Stelle der Schuppenkette ist ein lederner Sturmriemen getreten, der Helm ist in Folge dessen bedeutend leichter; in der Spitze befinden sich zur Beförderung der Ventilation 5 Sturmlöcher. Das Tornistergestell ist aus Rohrgeflecht, die Paraderiemen fehlen; die Brust bleibt frei, der gerollte Mantel wird um den Tornister gelegt, das Band des Brotbeutels und der Riemen der Feldflasche sind nicht mehr zu sehen. Brotbeutel und Feldflasche hängen am Leibriemen. Die Feldflasche kann leicht ab- und eingehakt werden vermittelst einer Vorrichtung durch Karabinerhaken. An Stelle der Glasflasche ist die Blechflasche getreten, der Trinkbecher ist an letzterer zu befestigen. Das Schanzzeug wird gleichfalls nicht mehr an §inem über die Brust laufenden Riemen, sondern an der linken Seite neben dem Seitengewehr, Stiel nach unten, getragen. Zur Schonung der Montur ist ein Schutz aus Leder an dieser Körperseile angebracht. Die schweren Lederfutterale kommen in Fortfall. In den jetzt mitzunehmenden drei Patronentaschen befinden sich 100 Patronen, in den beiden vorderen je 30, in der unter dem Tornister zu tragenden 40; dadurch fallen die Seitentaschen im Tornister fort. An Schuhwerk werden außer den Marschstiefeln, die der Soldat trägt, noch ein Paar leichte gelbe Schnürschuhe mit; geführt, um eventuell im Quartier oder auf Befehl auch auf dem Marsche getragen zu werden. Ein Theil Der Mannschaft ist mit dem neuen Repeiirgewehr und dem dazu gehörigen kurzen Seitengewehr bewaffnet. Auf den Rendezvous werden den Leuten die Füße revidirt, auch von Seiten des Arztes die Temperatur der Leute gemessen und zwar unter dem Helm und Tornister. Auch Theile eines Zeltes tragen die Leute im Tornister, welche leicht zusammenzusetzen und aufeinander zu nehmen sind. Das Zelt wird von der jedesmaligen Kantonnementswacke aufgeschlagen und als Wachlocal benutzt. Dieses Mitführen von Zelten ist eine Einrichtung, welche bisher ebenfalls in der Armee unbekannt war. — Eine lustige Mystifikation wird aus Paris erzählt, welche in der Rue Bassano seit Sonntag Gegenstand unauslöschlichen Gelächters ist. An diesem Tage um 9 Uhr erschien am Thore des Hauses Nr. 37 Herr Boule, Entrepreneur des pompes funfcbres in Paris! Er war in aller Eile von der Gräfin Merle berufen worden, um das Leichenbegängniß einer in ihrem Hause verstorbenen Person zu besorgen. Kaum angelangt, stieß er auf einen feiner College», bann auf einen zweiten, dritten, bis die ganze Stiege voll war. Sie besprachen sich und es zeigte sich, daß sie die Opfer einer Mystifikation geworden sind und daß alle Unternehmer von Pompes funfebres zu dieser famosen Gräfin Merle berufen worden seien, die übrigens blos einfach „Frau Merle" und nicht Gräfin ist, und sich gegenwärtig auf dem Lande befindet. Während die Gefoppten nun im Fortgehen begriffen sind, fehen sie zu ihrem Erstaunen auf der Straße fünfzehn bis zwanzig reich angeschirrte Landauer mit Kutschern, die eine Orangeblüthe im Knopfloch und einen Krepp am Arme tragen. Alle diese Equipagen kommen von verschiedenen Miethern, bleiben vor Nr. 37 stehen und erwarten die Weisungen der „Gräfin Merle". Der Portier geräth außer sich; aber das Defiliren dauert fort. Die Wagen stehen noch da, als von allen Seiten Badewannen und Badediener änlangen. Ein Kleienbad für „Madame la Comtesse", ein Sitzbad für „Madame la Comtesse", ein Schwefelbad u. s. w. Aber es kommt noch schlimmer, als man — immer mit der Bestimmung für „Gräfin Merle" — etwa zwanzig junge Auverguaten, mit enormen Kohlensäcken oder Karren mit Holz anlangen sieht, die sich nicht abweisen lassen wollen. Zuletzt endlich kommen aus allen Winkeln von Paris Ladendiener, die seltsame Packete tragen. Allgemeines Gelächter, als man sieht, daß alle diese Packete — Klystirspritzen in allen Formen und nach allen Systemen enthalten, die alle für „Gräfin Merle" bestimmt waren. Es dauerte mehr als eine Stunde, bis sich die Menge verlief und die Straße ihr gewöhnliches Aussehen wieder annahm. Die Polizei sucht überall nach dem Urheber dieser Mystifikation. (Bekanntlich ist vor Jahr unb Tag eilte ähnliche Geschichte in München passirt, die ihrem Ur- heber aber theuer zu stehen kam.) GchiffSnuchrichten. Bremen, 28. October. sPer transatlantischen Telegraph.^ Der Postdampfer Amerika, Capt. H. Bödecker, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 13. October von Bremen abgegangen war, ist heute wohlbehalten in Baltimore an- gefommen.___________________________ Kirchliche Anzeigen der Gr«dL WietzeN» Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 19. Sonntag nach Trinitatis, 31. Oktober. Reformationsfest. Vormittags 9^2 Uhr: Pfarrer Dr. Nauman n. Beichte unb heiliges Abenbmahl im Vormittagsgottesdienft. Nachmittags 5 Uhr: Pfarrer Din gelb ey. Nach beiden Gottesdiensten Kollekte für die Gustav-Adolfs-Stiftung. Kinderkirche, Vormittags 11V* Uhr: Pfarrer Schlosser. Montag, den 1. November, Abends 8 Uhr, Bibelstunde in der Kleinkinder- schule, Markus Kap. 1, von Vers 21 an, Pfarrer Dr. Naumann. Die am Erntefest-Sonntag für unseren Kirchenbaufonds erhobene Kirchenkollekte betrug 62 JL 93 Die Pfarrgescbäfte in der Woche vom 31. Oktober bis 6. November besorgt Pfarrer Dr. Naumann- Ksthg lisch; Gemeinde. 20. Sonntag nach Pfingsten. Von 7 Uhr an Beichte. • Um 8 Uhr: Frühmesse unb Austheilung der h. Communion. „ i/slO Uhr: Hochamt und Predigt „ 2 Uhr: Andacht; nach derselben Beichte. Allerheiligen. Von 7 Uhr an Beichte. Um 8 Uhr: Frühmesse unb Austheilung der hl. Communion. „ y210 Uhr: Hochamt unb Feftpredigt. n 5 Uhr: Predigt und Jubiläums-Andacht. Allerseelen. Von 7 Uhr an Beichte Um 8 Uhr: Todtenamt für die Abgestorbenen der Gemeinde u- Predigt. „ 5 Uhr: Jubiläums-Andacht unb Predigt. GMrMenfl in der Snnngoge. Freitag Abenb 430 Uhr, Samstag Morgen 8d0 Uhr, Samstag Mittag 3 Uhr, Samstag Abend 525 Uhr. Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Am 18. d. Mts. wurde in Steinbach ein Mann verhaftet, der bei seiner Festnahme angab, Johannes Klein zu heißen und in Frankfurt a. M. geboren zu sein. Die angestellten Ermittelungen haben ergeben, daß dessen Angaben unwahr sind. Derselbe hat sich nachgewiesenermaßen verschiedener Betrügereien schuldig gemacht, indem er flüssige, fast werthlose Substanzen als Medikamente für hohen Preis an Andere abgab unter der falschen Vorspiegelung, daß der Gebrauch dieser Medikamente Krämpfe, Rheumatismus u. s. w. heile. Der Verhaftete stellt sich seit seiner Verhaftung völlig irrsinnig und will weder Geburtsort oder Geburtsjahr wissen, noch sonstige nähere Angaben über seine Familienverhältnisse machen können. Da die Annahme begründet ist, daß man es mit einem Simulanten zu thun hat, und es wahrscheinlich ist, daß der Thäter derartige Betrügereien schon seit längerer Zeit ausführt, so werden alle Diejenigen, welche über die Person des ThäterS Auskunft geben können oder unter den angegebenen Umständen Medikamente gekauft haben, ersucht, dem Unterzeichneten hiervon Nachricht zukommen zu lassen- Gießen, den 27. October 1886. Der Großherzogliche Amtsanwalt. % N • Brill. 7779 DienStag den 2 November, Vormittags 11 Uhr, werden auf dem Platze vor dem alten Rathhausgebäude circa 220 veredelte Wepfel- uud 300 Birnstämmchen versteigert. Die Großherzogl- Bürgermeistereien der umliegenden Orte wollen dies im Interesse ihrer Ortsangehörigen bekannt machen lassen. Gießen, den 26. Oktober 1886. Großh Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 7767 jitiüiitag den 1. November, Nachmittags 2Vr Uhr, werden in der Flett'schen Hofrathie versteigert : a. zwangsweise: 1 Taschenuhr, Tische, Spoha's u- sonstige Mobilien, ferner 1 Flinte und 8 Bände Jllustrirte Weltgeschichte; b. freiwillig: Getragene aber noch gut erhaltene Kleider, als: t Herren-Anzug, 1 Unisormsrock, 1 Damcn-Regen- mantel, 2 Damen - Wintermäntel, Herren- u. Damenbüte, Damenkleiver, Strümpfe, Tischtücher, Servietten, Hemden und Stiefel- , Die Versteigerung ad b sowie die der Flinte und der Taschenuhr findet bestimmt Gießen, den 29. October 1886. Bühner, 7781 Gerichtsvollzieher- Ieilgeöotenes. Eingemachte Erbsen J in 2 „ Spargel ( Sorten, „ Bohnen, TomateS, Champignons, Trüffeln, in besten Qualitäten zu billigsten Preisen bei 7775 Emil Fischbach- Mein wohlassortirtes GigarrenLager bringe ich in empfehlende Erinnerung. 7770 Reuen Bäue. Achtung. ao Ctr. gute blaßrothe Speise-Zwiebel sehr haltbar für den Winterbedarf, stehen von Samstag früh 8 Uhr -bei Herrn Gastwirth Luft im Löwen zum Verkauf pro Ctr. 4 Mk. 10 Liter Metze 60 7789 Friedrich Haupt. a Sächs. Tuchschuhe u. Cordschuhe m. holtgcnag. festen Tuchnohlen für p Frauen Dutz. 11'M. Bei prö«. Ab- fr- Jxelalhrt« fkei. nalune blU. UvL G. Engelhardt,ZClu- Kiclcr Sprotten, Bücklinge nnd Räucherlachs, Pommersche Gänsebrust frische Sendung bei 7783 ________C. G Kleinhenn. FlasclK'iihlcr. Verehrtem Publikum empfehle mein Flaschenbier aus der Aktien-Brauerei Gießen: per Flasche Exportbier 23 Pf. Lagerbier 13 „ Gütige Bestellungen werden frei in die Wohnung geliefert. 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Das Hfts- lein. Ein Schwank v. Baumbach. Der dritte und letzte Vortrag: „Shakespeare's Romeo und Julia“ findet am Mittwoch, 24. Novbr., statt. Eintrittskarten für beide Vorträge K 1,50 und für einen Vortrag ä JL 1,— sind in der Univ.-Buchh. des Herrn 6 W Ferber zu haben. I. Balser, Dreihäusergasse 13. Bestellungen können bei Herrn Kaufmann F. Seibel im Laden abgegeben werden. 7732 Es wird von einer ruhigen besseren Familie ein Herr gesucht, welcher Mittagstisch nehmen möchte. Näheres bittet man in der Exp d. Bl. zu erfragen. 7734 Ein Student (Philol.) ertbeilt Nachhilfestunden in den Gymnasialfächern, besonders Latein, Griechisch und Mathematik. Näheres Frankfurterstr. 63. Heute (Freitag) Abend: 7613] Möblirtes Zimmer vermicthet ________Fr. Koch, Nord-Anlage 28. 7730 Ein möbl. Zimmer, mit oder ohne Cabinet, in der Nähe der Klinik zu vermiethen. Näheres in der Exp. d. Bl. 7728 Ein freundliches, schon moblirtes Zimmer zu v'erm. 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