<1 Uhr, >66 I >rches ter f ^8kh^r. (furt a. M,, rn$t Hungar ns und des isters. JL2,- , 1,50 » 1>~ ier Musikalien- i Uhr. xxxxx x :apelle X '»«• X unb aller- 4 m)» h MKX m! rtfjtn ii MIME [ditfltffl tm ,prt »M Nr. 14S. Mittwoch den 30. Juni 1886 ießener Anzeiger Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. **”**•' »• ®T,4eint “•"* ■* w IÄ'sÄ'U2 iIXT Amtlicher Hheil. Nr. 19 des Reichs-Gesetzblatts, ausgegeben den 25. Juni d. I., enthält: (Nr. 1671.) Verordnung wegen Ergänzung der Verordnung vom 23. December 1875, betreffend die Pensionen und Cautionen der Reichsbankbeamten, und der Verordnung, betreffend die Fürsorge für die Wittwen und Waistn der Reichsbankbeamten, vom 8. Juni 1881. Vom 20. Juni 1886. (Nr. 1672.) Bekanntmachung, betreffend eine Abänderung des Verzeichnisses der gewerblichen Anlagen, welche einer besonderen Genehmigung bedürfen. Vom 16. Juni 1886. Gießen, den 28. Juni 1886. Großherzogliches Kreisamt Gießen. Dr. Boekmann. Der Musketier Ludwig Keßler aus Lollar, Kreis Gießen, vom 5. Badischen Infanterie-Regiment Nr. 113 wird hiermit zu dem auf DienStag den 26. Oktober d. Js., Vormittags 10 Uhr, in's hiesige Militärgerichtslokal anberaumten Schlußtermin unter der Verwarnung vorgeladen, daß er im Falle Ausbleibens in contumaciam für fahnenflüchtig erklärt und zu einer Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden würde. Freiburg i. B., den 26. Juni 1886. • Königliches Gericht der 29. Division. Politische Ueberficht. Gießen, 29. Juni. Seit einer Woche weilt nun unser Kaiser in Ems und alle umlaufenden Berichte über sein Befinden constatiren, daß auch diesmal der. Aufenthalt in dem lieblichen Lahnthal-Bade dem greisen Monarchen auf das Beste bekommt. Die Lebensweise der hohen Herrn ist auch in Ems eine streng geregelte; nach der Trinkkur folgt eine Promenade, dann erledigt der Kaiser Regierungsgeschäfte, welche überhaupt den größten Theil des Tages auSfüllen. Nachmittags um 4 Uhr findet das Diner statt, zu welchem regelmäßig angesehene Persönlichkeiten, die sich gerade zur Kur in Ems aufhalten oder in de.r Umgegend seßhaft sind, hinzugezogen werden. Uebrigens ist es nun das achtzehnte Mal, daß der erlauchte Kurgast in Ems weilt:. Wie verlautet, wird der . Aufenthalt des Kaisers daselbst bis zum 11. Juli währen, doch dürste dieser Termin noch nicht als ganz feststehend zu betrachten sein- Es ist bekannt, wie tiesschmerzlich Kaiser Wilhelm durch das Hinscheiden König Ludwigs II. bewegt morden ist und hiervon giebt der überaus warme Nachruf, welchen Staatssecretär v. Bötticher in voriger Woche im BundeSrathe dem Andenken des verblichenen Herrschers im Auftrage des Kaisers widmete, einen neuen Beweis. Sicherlich wird diese pietätvolle Kundgebung des greisen Oberhauptes des Reiches beim bayerischen Königshause wie im bayerischen Volke aus das Wohlthuendste berühren. Außerdem hat Kaiser Wilhelm dem Prinz- Regenten Luitpold in einem eigenhändigen Condolenz-Schreiben die Versicherung ausgesprochen, daß er dieselben freundschaftlichen Gefühle, die ihn für den verewigten König beseelt und welche die beiderseitigen königlichen Häuser nach deren Traditionen und naher Verwandtschaft verbänden, auch dem Prinz-Regenten entgegenbringe. Das Schreiben enthält den bedeutungsvollen Schlußsatz, daß der Kaiser die vertrauensvollen gegenseitigen Beziehungen der beiden regierenden Häuser als eine unentbehrliche Grundlage der inneren wie äußeren Sicherheit Deutschlands betrachte. Nach beinahe sünswächentlicher Pause hat der Reichstag am vorigen Freitag seine Arbeiten wieder ausgenommen und am Samstag auch beschlossen. Die Sitzung am erstgenannten Tage selbst war von kaum einstündiger Dauer; vor Eintritt in die Tagesordnung gab Präsident v. Wedell- Piesdorf den Gefühlen schmerzlichster Theilnahme des Reichstages an dem erschütternden Ende König Ludwigs II. bewegten Ausdruck. Die Gegenstände der Tagesordnung: Petitionen, zweite Berathung der allgemeinen Rechnung über den Reichshaushalt für das Etatsjahr 1882/83, erste und zweite Lesung der Literar-Convention mit England und die Vorlage über Errichtung eines orientalischen Sprachen-Seminars an der Berliner Universität, wurden — unter Ueberwersung letztgenannter Vorlage an die Budget-Commission — nach belangloser Discussion erledigt. Am Samstag hat der Rechenschaftsbericht der preußischen Regierung über die auf Grund des Socialistengesetzes getroffenen Maßnahmen zu lebhaften und eingehenden Verhandlungen geführt, außerdem lehnte in zweiter Berathung der Branntweinsteuer-Vorlage der Reichstag solche einstimmig ab. In der Freitagssitzung des preußischen Abgeordnetenhauses sührte nach vorausgegangener definitiver Genehmigung der Nothstands- Vorlage der Gesetzentwurf, bett. Abänderung der Kirchen- und Synodal-Ordnung für die östlichen Provinzen, zu einer lebhaften und die ganze Sitzung ausfüllenden Debatte. Dieselbe bezog sich zum Theil auch auf den bekannten, nicht zur Erledigung gelangten Hammerstein'schen Antrag, betr. Gewährung größerer Selbstständigkeit der evangelischen Kirche. Die Discussion trug zumeist den Charakter einer ungemein gereizten persönlichen Auseinandersetzung zwischen den conservativen Rednern, den Abgg. v. Rauchhaupt und v. Hammerstein einerseits und dem nationalliberalen Abg. v. Synern, sowie dem deutschfreisinnigen Abg. Dr. Langerhans anderseits. In dieses recht unerquickliche Wortgefecht griffen dann noch die Abgg. v. Zedtlitz-Neukirch, v. Benda und Dr. Windthorst ein, worauf der betr. Entwurf schließlich in zweiter Lesung genehmigt wurde. Zur Stunde dürfte wohl auch die bayerische Abgeordnetenkammer der Einsetzung der Regentschaft unter Prinz Luitpold.ihren äußerlichen Abschluß gefunden haben. Wie sich nun die Dinge in Bayern weiter entwickeln werden, bleibt vorerst abzuwarten, da indessen aus München I gemeldet wird, daß der Prinz-Regent die angebotene Entlassung des Ministeriums • Lutz nicht angenommen habe, so stehen für die nächste Zeit wohl keine wesentlichen Aenderungen im Gange der bayerischen Politik in Aussicht und das vielgenannte 'Zukunfts-Ministerium Franckenstein dürste demnach wieder von der , Bildfläche verschwinden. Uebrigens sollen in München authentische Belege vor- <-liegen, daß die leitenden Kreise des Vatikans in Uebereinstimmung mit denjeni- . gen der besonnenen bayerischen Politiker der Ueberzeugung seien, daß unter den gegenwärtigen kritischen Zeitverhältnissen in Bayern kein Raum für parteiliche Sonderbestrebungen, sondern das einmüthige Zusammenwirken' aller Fraktionen zur Beruhigung und zur Unterstützung der Gemüther nothwendig sei. Prinz Friedrich August von Sachsen traf Ende voriger Woche in Belgrad zu einem Besuche der serbischen Königsfamilie ein. Dem Verneh- - men nach gedenkt der Prinz von Belgrad aus Südungarn und Siebenbürgen zu besuchen. Die im Haag tagende internationale Conferenz zur Bekämpfung'des Spirituosenhandels in der Norvsee hat nunmehr ihre Arbeiten beendigt. Es ist zwischen den Delegirten eine vollständige Einigung erzielt worden und soll Die zu Stande gekommene Convention unverzüglich den betr. Regierungen zur Prüfung unterbreitet werden. Die schweren Mißstände, welche sich aus dem. von kecken und gewinnsüchtigen Unternehmern in's Werk gesetzten Handel mit Spirituosen auf hoher See nach mehr als einer Richtung ergaben, werden jetzt hoffentlich am längsten gedauert haben. Kaum fühlt sich Der Graf von Paris aus dem gastlichen Boden Alt-Englands sicher, so hat er auch schon einen fulminanten Protest gegen seine Ausweisung aus Frankreich erlassen. Das betr. Manifest protestirt nicht nur gegen die Ausweisungs-Maßregeln, sondern erklärt auch, daß das Haupt der Orleans an dem Principe der traditionellen Monarchie festhalte und bereit sein werde, in entscheidender Stunde seine Ausgabe zu erfüllen. Die Kundgebung des orleanistischen Prätendenten dürfte indessen in Frankreich schwerlich großen Eindruck machen. Die Pariser Blätter republikanischer Färbung begnügen sich meist, zu sagen, das Manifest des Prätendenten rechtfertige die Ausweisung, während die monarchistischen Organe es loben, daß der Gras als König gesprochen habe. Uebereinstimmend bekunden aber die Blätter aller Parteischatti- rungen, daß das Manifest des Grafen von Paris sehr geschickt abgefaßt sei und namentlich vermieden habe, irgendwelche chauvinistische Anspielungen zu machen. Die russische Politik schürt auf der Balkan-Halbinsel immer wieder gegen den Fürsten von Bulgarien. Der russische Botschafter in Konstantinopel hat der Pforte von einer ihm aus Petersburg zugegangenen Note Mittheilung gemacht, in welcher die Aufmerksamkeit der Pforte aus verschiedene, vom Fürsten Alexander hervorgerufene Verletzungen des organischen Statuts gelenkt werde. Offenbar wird da eine neue russische Jntrigue gegen den tapferen Bulgaren- Fürsten gesponnen, welcher derselbe aber mit um so größerer Ruhe entgegensehen kann, als ihm soeben die bulgarische Nationalversammlung in ihrer Antwort-Adresse auf die Thronrede abermals das unbedingte Vertrauen Der bulgarischen Nation ausgedrückt hat. Deutschland. Darmstadt, 27. Juni. Am Samstag tagte unter dem Vorsitze des Provinzial-Directors v. Marquardt der Provinzial-Ausschuß für Starkenburg mit folgender Tagesordnung: 1) Vorlage des Verwaltungsberichtes des Jahres 1884/85. 2) Prüfung der Rechnung der Provinzial-Kasse 1884/85. 3) Feststellung des Voranschlags pro 1885/86, insbesondere a. Vorlage und Kosten - Voranschläge für den Neubau von Kreisstraßen. b. Vorlage der Unterhaltungs-Voranschläge für die Kreisstraßen. 4) Mittheilung über die beabsichtigte Errichtung eines Siechenhauses für die Provinz unb über die v. Stockhausen-Moter'sche Stiftung. Die fast endlosen Debatten drehten sich hauptsächlich um die Beiträge der einzelnen Kreise zu den Kosten der Kreisstraßen. Im Voranschlag sind für 1886/87 vorgesehen 178,000 «M. gegen 152,000 JL in 1885/86, mithin eine Mehrforderung von 26,000 Jb. Diese angeforderte Summe wurde genehmigt, womit die Anträge Kayser-Offenbach, zwei Drittel der Mehrsorderung zu London, 28. Juni. X Nt.; J b. < > 4767 Siechenhauses statt hätten und Bewilligung der Mittel zugehen hin a. der Pos ,IH Hamburg, 21. Juni ii in Hambur 22. Juni i Hamburg, fliigefomme: 21. Juni „Hungaria' St. Thom 25. Juni r worin er die Schwäche der von Lord Hartington gegen seine irische Politik vorgebrachten Argumente hervorhob und betonte, er sehe dem Wahlkamps ohne Zagen entgegen und was dm Vorwurf Lord Hartington's angehe, daß er 1881 die Nationalisten bekämpft habe, während er sie jetzt unterstütze, so glaubte er 1881, die Nationalisten hätten unrecht, jetzt glaube er aber, sie hätten recht. dem nächsten Provinzialtag eine Vorlage wegen würde. England. Gladstone hielt heute Nachmittag eine Rede, 3 in Bezug auf die Inanspruchnahme der Staatshilfe zu . , Negierung sich nicht berechtigt, Staatsmittel zur Ausgleichung des Schadens zu verwenden. — Hierauf wurden noch einige Wahlprüfungen und Petitionen erledigt. — Die nächste Sitzung findet Mittwoch statt; für dieselbe ist die wegen der Ueberschweinmungen in Schlesien eingebrachte Interpellation auf die Tagesordnung gestellt. '■ Siet Ai, Telegraphische Depesche». Wolff'S UUfct» Tsrresporrderrz - WursrsA. Ems, 28. Juni. Seine Majestät der Kaiser besuchte gestern Mittag den Fürsten und die Fürstin von Solms-Braunfels im Englischen Hofe. An dem Diner nahmen Theil der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hohenlohe, und der Com- mandeur des 8. Armeecorps, Generaüieutenant Freiherr von Loö. Abends wohnten Seine Majestät der Theatervorstellung bei. Heute machte Allerhöchstderselbe eine Kurpromenade und hörte später den Vortrag des Wirkt. Geh. Raths v. Wilmowski. An dem heutigen Diner werden theilnehmen: Der Statthalter von Elsaß-Lothringen, Fürst Hohenlohe, und der Erzbischof Cardinal v. Haynald aus Kalocsa. Berlin, 28. Juni. Das Abgeordnetenhaus nahm in seiner heutigen Sitzung die Vorlage, betreffend die Kreisordnung und Provinzialordnung für die Provinz Westfalen, in der von dem Herrenhause beschlossenen Fassung an. — In der Beant- Die Lii 1886/87 erfordert materialiei 1590 490 1035 210 soll im werden ui Togen Bureau q Lieferung- werden tij Gießen, 1895 Mit Tchi streichen, sowie Weber-Offenbach aus die Hälfte, und Heidenreich-Affolterbach auf ein Dritte! Streichung abgelehnt sind. Am Schluß der Sitzung theilte der Vorsitzende mit, daß gegenwärtig Erhebungen wegen Erbauung eines München, 28. Juni. Die Eidesleistung des Prinz - Regenten Luitpold fand heute im Thronsaale des Residenzschlosses statt. Prinz Luitpold bestieg die Stufen des Thrones, worauf der Justizminister den in der Verfassungsurkünde enthaltenen Eid verlas und Prinz Luitpold, indem er die drei ersten Finger der rechten Hand zum Schwur erhob, die Worte: „Ich schwöre!" sprach. Hierauf hielt der Präsident der Kammer der Reichsräthe, v. Franckenstein, eine Ansprache an den Prinz-Regenten, in welcher er wiederbolt des schmerzlichen Verlustes gedachte, den das königliche Haus und das bayerische Volk erlitten habe, und gleichzeitig dem Vertrauen und der Zuversicht auf die Regentschaft Ausdruck gab, sowie das unveränderte Festhalten an den seit sechszehn Jahren bestehenden Verträgen betonte. Die Ansprache schloß mit einem dreifachen Hoch auf den Prinz-Regenten, in welches die Anwesenden enthusiastisch einstimmten. Prinz Luitpold sprach seinen Dank aus und hob hervor, daß die Vorsehung ihm am späten Lebensabende die schwere Pflicht auferlegt habe, die Zügel der Regierung zu ergreifen. „Möge' es mir vergönnt sein, zum Wohle des treuen Volkes wirken zu können, das ist mein sehnlichster Wunsch. Das walte Gott!" Der Prinz- Regent verneigte sich hierauf gegen die Versammlung, reichte dein Präsidenten v. Franckenstein die Hand und verließ den Saal. — Der Prinz-Regent ernannte heute Nachmittag seinen Militärhofstaat: Den bisherigen persönlichen Adjutanten Freyschlag zum Generalmajor und Generaladjutanten, der bisherige persönliche Adjutant des Königs Ludwig ist in die Front zurückgetreten. Der Regent verfügte, daß die Creditive der bayerischen Gesandten zu erneuern und dem Bundesrathe die Regentschaftsübernahme zu notificiren sei. Bern, 28. Juni. Der Natiönalrath nahm einstinimig die Vorlage über die Organisation des Landsturms an. Paris, 28. Juni. General Prinz Murat und Sohn sind, da sie einer ehemaligen Herrscherfamilie angehören, aus den Armeelisten gestrichen. — Der Herzog von Nemours hat die Präsidentschaft der Gesellschaft zur Hilfeleistung Verwundeter niedergelegt. — Das „Journal des Debats" meldet aus Shanghai, die Verhandlungen Englands und Chinas in Betreff Birmas seien abgebrochen. Rom, 28. Juni. Cholera - Bericht. Vom 27. bis 28. Juni, Mittags, kamen in Brindisi 19 Erkrankungen und 8 Todesfälle vor, in Latiano 50 Erkrankungen und 9 Todesfälle, in Sanvito 11 Erkrankungen und 3 Todesfälle, in Francavilla 8 Erkrankungen und 4 Todesfälle und in Erchie 4 Erkrankungen und 1 Todesfall Belgrad, 28. Juni. Auswärts verbreitete Nachrichten über eine angeblich zunehmende Unsicherheit in Serbien durch Ueberfälle räuberischer Banden sind übertrieben; nur in den südlichen Kreisen sind solche oorgekommen. Die Behörden ergriffen energische Maßregeln, welche erfolgreich waren. — Die von mehreren Blättern gemeldete Ernennung des Dr. Giorgieoic zum Polizeidirector von Belgrad ist unrichtig. Valparaiso, 28. Juni. Der Minister des Innern, Balmaceda, ist zum Präsidenten der Republik Chile gewählt. Die & fa die 3, in z Mtill und «P J?’ Mr? so benierkl Kinde, » de-nKw dielen M vereitelt Fr« wohnender andere- J gestreichelt! Liebkosung riß ihm e' Seitens d Pfingsttage anstaltet w bei dieie/n. knüpft, dag Sinne, io in dein gestimmt n müßte. S verlausen, ein stolzer verließen c Chor schlie Vaterland, versammlu Stürmens für den F- stellte. D lausig; der abmarschirt „Deutsche l gerufen. Wi< vom Opero Jmpsunger Amerika g hervorbolte Vermischte». 4. •f?ör2l4Lfl-V; » Juni- Der Empfangsausschuß für die Jubelfeier derGroßh. technischen Hochschule therlt uns zur Veröffentlichung mit, daß die Pfalzbahnen, die Rerchsbahnen rn Elsaß-Lothrrngen und die Main-Neckar-Bahn eine Verlängerung der Retourbillett rn der Weise eintreten lassen, daß Billete, in der Zeit vom 29 30 Juni und I.Jutt gelöst, bis einschließlich den 6. Juli zur Rückfahrt berechtigen, sofern dreselben aus der Station Darmstadt der Main-Neckar-Bahn mit Tecturen und entsprechendem Stempel versehen worden sind. Ebenso haben die Oberhessischen Eisen- bahnen und dre Ludwigs-Eisenbahn-Gesellschaft die vom 1. Juli ab gelösten Retour- brllets rn rhrer Gültigkeit bis einschließlich den 5. Juli verlängert. Als Legitimation dient die Einladungskarte zur Jubelfeier. Darmstadt, 27. Ium. l. 10. Mainthal-Sängerfest.j Auf dem gestrigen Dele- girtentag wurden folgende Beschlüsse gefaßt: Das nächste Mainthal-Sängerfest findet rn ^rredberg 1888 statt. Die Wahl des Vorsitzenden, sowie der übrigen Herren des Vorstandes fand perAcclamation statt. Wahl-Friedberg ist somit wieder als Bundes- Präsident gewählt. Die Kosten für das Fest belaufen sich auf 4000 Jt. Heute Morgen schon früh zogen von allen Seiten die Sänger in die reich geschmückte Feststadt ein. Um 10 Uhr fand der Empfang und Vortrag des Festgrußes Seitens der Darmstädter Vereine im Saalbau statt. Hierauf Generalprobe für die von sammtlichen Vereinen gesungenen drei Lieder, welche als wohlgelungen und von ergreifender Wirkung zu bezeichnen ist. An dem Mittags stattgefundenen Festzuge nahmen etwa 30 Vereine Theil und mögen es wohl an 1500 Sänger gewesen sein, welche im Zuge gingen. Beim Eintreffen des Zuges auf dem Festplatze begrüßte der Oberbürgermeister Nomens der Feststadt die Sanger und brachte einen Toast auf Kaiser Wilhelin und unseren Großherzog aus. Leider trat auch heute wieder der übliche Festregen ein und veranlaßte, daß der Rest des Festes im großen Saale des Saalbaues zu Ende ae- bracht wurde. b r , Abends fand Feuerwerk und Beleuchtung des Gartens statt. Se. Königliche Hoheit der Großherzog sandten am Abend ein Glückwunschtelegramm an die Sänger das mrt großem Jubel ausgenommen wurde. ' „Montag findet noch Frühschoppen und Concert auf dem Heilig Kreuzberg statt — Wie es scheint, find schon viele Sänger am Festabend in Folge des Regens nach Hause zuruckgekehrt. .XXX Weimar. Die unter dem Protectorate Seiner Königlichen Hoheit des Großherzogs von Sachsen stehende Ständige Ausstellung für Kunst und Kunstgewerbe hierfelbst tritt m diesem Jahre mit einem ganz neuen, ebenso groß wie vorzüglich angelegten Lotterie-Unternehmen an die Oeffentlichkeit. — Es kommen in drei Klassen deren Ziehungen im Juli, September und December dieses Jahres stattfinden' loOOO Gewinne im Gesammtwerthe voii 750,000 Mark zur Verloosung, der Einzel- werth derselben steigert sich von denr niedrigsten von 10 Mark an bis zu 30,000; 40,000 und 60,000 Mark. Dagegen beträgt der Preis der Loose nur eine Mark für die erste und runf Mark für alle drei Klassen. Da die Anstalt in neuerer Beit mit den Rechten einer juristischen Person ausgestattet ist und als solche unter der^Aufsicht de? Großherzoglich Sächsischen Staats-Ministeriums steht, ist dem spielenden Publikum Sicherheit geboten, daß die Gewinne, welche unter der besonderen Aufsicht eines Großherzoglichen Commissars angeschafft werden, gut und den angesetzten Werthen entsprechend sind; dieselben werden übrigens den Gewinnern kostenlos und portofrei durch die Ausstellung übersandt. Die Ausführung der Lotterie ist keinem Unternehmer übertragen, sondern wird von der ständigen Ausstellung selbst bewirkt, sodaß der Reingewinn nur den Spielern und der Anstalt, durch letztere aber wiederum dem Kunstgewerbe zu Gute kommt Unter diesen Umständen ist der Ankauf der „Weimarischen Ausstellungs-Loose" ebenso zu empfehlen, rote dem emporstrebenden Kunstinstitut ein recht guter Erfolg zu rounschen. ° ö , Mainz, 26. Juni. Im alten Winterhafen versuchte sich heute Vormittag ein Mädchen, das em Kind auf dem Arme trug, durch Ertränken das Leben zu nehmen; gebracht ”0$ mit dem Kinde herausgezogen und vorläufig in's Hospital _ lieber diesen Fall wird uns noch folgendes Nähere mitgetheilt: Plötzlich, ohne daß es Jemand verhindern konnte, sprang das Mädchen, das Kind fest an sich drückend, u; den Hafen und verschwand sofort unter dem Wasser, während das Kind auf der Oberfläche dahertrieb. Sofort stießen einige Nachen am Ufer ab und ein Schiffsmann mar auch so glücklich, das Kind noch lebend aus den Fluthen zu retten, während das Mädchen, das ebenfalls nochmals aus der Tiefe aufgetaucht war, vollständig bewußtlos an das Ufer verbracht wurde. Sofort angestellte Wiederbelebungsversuche hatten 3uHrv„0‘Öe* daß auch das Mädchen nach Verlauf einer Viertelstunde wieder die Augen ausschlug. Nun wurde eine Droschke geholt und das Mädchen mit dem Kinde nach dem Hospital gefahren. Aus den Vernehmungen, die alsbald in demselben mit dem Mädchen angestellt wurden, ergab sich, daß man es in der That mit einer Wahn- unmgen zu thun hat. Die jugendliche Selbstmörderin ist 16 Jahre alt, heißt Jansorr wortung der Interpellation von Strombeck, betreffend die Ueberschweinmungen in Duderstedt, Einbeck rc., erklärte der Minister von Puttkamer, um ein für^das Staatsinteresse bedenkliches Präzedenz ~ vermeiden, halte die Negierung Lokale-. Gießen, 29. Juni. Der hiesige Turnverein hielt gestern Abend in Stein's Saalbau seine zweite diesjährige Hauptversammlung ab, welche sich eines zahlreichen Besuches, besonders seitens der älteren Mitglieder zu erfreuen hatte. Die Verhandlungen betrafen die Gründung des Lahn-Wetter-Gaues, geschäftliche Vereinsangelegenheiten und eine zeitgemäße Umgestaltung der Satzungen. An letztere Frage knüpfte sich eine längere, hoffentlich für die Sacke recht fruchtbringende Debatte, welche in einem Beschlüsse gipfelte, wonach die Versammlung die vom Vorstände empfohlene Aenderung der Satzungen für ein Bedürfniß erklärt, über dessen Realisirung man sich auf Grund des § 17 der Satzungen in der nächsten (August-) Hauptversammlung im Einzelnen schlüssig machen will. Wie aus dem Berichte des Vorsitzenden erhellte, zählt der Verein jetzt circa 850 Mitglieder. Gießen, 29. Juni. Zu einer Volksbelustigung im wahren Sinne des Wortes gestaltete sich das vorgestern von der Generalfechtschule Lahr, Verband Gießen, auf der „Schönen Aussicht" abgehaltene Sommerfest. Der Garten nebst Lokal waren überfüllt und hat der Verband ein schönes Sümmchen gutzuschreiben. Wer das Raritätencabinet besuchte, hat seine Lachmuskeln sehr anstrengen müssen. Das Feuerwerk wurde sehr gut ausgeführt und waren die Besucher im Allgemeinen sehr befriedigt. Was zu wünschen übrig blieb, war die Bedienung und der Mangel an Sitzen. Es wird dies dem Wirth wohl auch eingeleuchtet haben und für ihn eine Lehre bilden. —r. V Gießen, 28. Juni. Der Zitherverein „Alpenröschen" gab am letzten Samstag Abend im Cafä Leib eine musikalische Abendunterhaltung und legte dabei viel Rühmenswerthes an den Tag. Es bedarf keiner besonderen Reclame, um dem Vereine ein Ansehen zu geben. Das am höchsten zu Schätzende ist hier einfaches Auftreten und Bescheidenheit, mit welcher ansprechende Zithercompositionen zur Ausführung gelangen. Die Zither, eigentlich für den Concertsaal nicht geschaffen, als Instrument der in ihrer herrlichen Zurückgezogenheit lebenden Alpenbewohner erfunden, muß als solches auch behandelt werden und darum eignen sich sangbare, das Ohr schmeichelnde Weisen am besten für dasselbe. Die Virtuosität liegt nicht immer in den sogenannten Mätzchen mit dem obligaten Saitengerassel, welches wir schon manchmal anderswo recht unangenehm empfunden haben, sondern gerade in der zum Herzen sprechenden Wiedergabe sehnsüchtiger Melodien. Wenn wir nun das eben Gesagte zu Gunsten des Zithervereins „Alpenröschen" zusammenfassen, so stellen wir demselben damit ein Zeugniß aus, wie er eS für sein Streben und seinen Fleiß verdient. Namentlich gebührt dem Herrn Dirigent Fisch elr m erster Linie der Dank der Zitherfreunde, da er stets bemüht ist, mit einem geschmackvoll vorbereiteten Programm vor dieselben hinzutreten. Der Beifall am Samstag bekundete das regste Interesse, welches die Zuhörer an dem Concert nahnien und besonders ausgezeichnet wurden mit Recht „Alma Lied" von Merz und „Am Abend" von Scheßl, für 2 Zithern, vorgetragen von Fräulein Seibel und Herrn Fischer. ^ie junge Dame erfreute durch ihr inniges, weiches Spiel und saubere Vortragsweise! , 3r Es wurde zu weit führen, wollten wir das Programm aufzählen, wir wollen deshalb nur noch erwähnen, daß Herr Fischer neben seiner trefflichen Behandlung der Ztther auch als Lylophon-Virtuose wirkte und von Herrn Elsner dabei auf's Lobens- wertheste unterstützt wurde. _a_ o-, "..Erkauft wmde die seitherige Herberge zur Heimath an Herrn Wirth Thoma fui 39,000 JL Der Abschluß geschah durch Herrn Commissionär I. Blitz. Universität- - Chronik. - , Das Stiftungsfest unserer Hochschule wird am 1. Juli in folgender Weise gefeiert werden. Vormittags 11 Uhr findet in der großen Aula des Universitatsgebaudes nn Festact statt; das Programm enthält: 1) Kaisermarsch mit Schlußchor von R. Wagner, 2) Festrede des Rectors, 3) Preisoertheilung, 4) Chor aus der „Schöpfung" von Haydn. Abends wird die Angehörigen der Ludoviciana ein solenner Commers in Stein's Saal vereinigen, welchem am 2. Juli ein Frühschoppen ebendort folgen soll. - Gießen. Dem Licent. tbeol. Dr. phil. Gustav Krüger aus Bremen ist die venia legendi für das Lehrfach der Kirchcngeschichte ertheilt worden. — Mrengabe für die Universität Heidelberg.! In seiner Sitzung vom Centralausschuß beschlossen, die bei O. Petters in Heidelberg unter Redaction von Geh. Hofrath Bartsch in zwölf Nummern erscheinende „Ruperto- Carola, Osstcielle illustrirte Fcstchronik der V. Säkularfeier der Universität Heidelberg" als Organ sur seine Veröffentlichungen zu benutzen. Ferner wurde mit Rücksicht darauf, daß bereits eine namhafte Summe gezeichnet worden ist, der Beschluß gefaßt, den Unterzeichnern des Aufrufs vom 4. April d I die Errichtung einer zur Förderung wissenschaftlicher Bestrebungen von Docenten'dn Ruperto-Carola dienenden Stiftung vorzuschlagen. Eine der ersten Nummern der Festchronik wird einen Bericht über den bisherigen Fortgang des Unternehmens bringen, in welchem zur Bildung von LokalcomitS's auf- gefordert werden wird. 1 Interessant dürfte es für viele sein zu erfahren, daß die Durchschnittssumme der bisher gespendeten Beitrage sich auf etwa zehn Mark beläuft, daß aber neben einzelnen sehr ansehnlichen Beiträgen auch kleinere bis zu einer Mark herab beigesteuert raur?eil-~ Da Viele glauben, nur große Summen spenden zu können, so scheint es M/'uaßig, von Neuem an die Stelle des Aufrufs zu erinnern, daß es nicht auf die Hohe der gezelchneten Summe ankommt, sondern nur darauf, den Beweis zu liefern daß die ehemaligen akademischen Bürger der Ruperto-Carola dieser Hochschule an ihrem Jubelfeste dankbar gedacht haben. und ist aus Ockenheim gebürtig, das anderthalbjährige Kind ist das Töchterchen hiesiger Bürgersleute, bei welchen das Mädchen mit Nähen beschäftigt ist. Es sei, so bemerkt das Mädchen, seines Lebens überdrüssig, es habe sich aber von dem Kinde, welches es so gern habe, nicht trennen können und deshalb wollte es mit dem Kinde den Tod in den Wellen suchen. Zum Glücke für die Eltern, die über diesen Vorfall ganz entsetzt waren, wurde die Absicht dieser wahnsinnigen Person vereitelt. Frankfurt a. M., 26. Juni. Gestern ging ein in der Neuen Mainzerstraße wohnender Bankier in seinen Pferdestall und tätschelte das eine Pferd mehr als das andere. Das schien dem zweiten Pferde nicht zu gefallen, denn es bemühte sich, das gestreichelte zu stoßen. Der Herr, welchem diese Eifersucht Spaß machte, setzte seine Liebkosungen fort. Plötzlich biß ihm das vernachlässigte Pferd in die linke Wange und riß ihm einen Theil derselben herunter. — Das deutsche Lied bleibt in Oesterreich geächtet. Man berichtet aus Linz: Seitens des allgemeinen österreichischen Buchdruckertages, welcher an den beiden Pfingsttagen hier abgehalten wurde, war ein Gutenberg-Fest im Volksgartensaale veranstaltet worden. Die Capelle des Infanterie-Regiments Großherzog von Hessen wirkte bei diesem Feste mit, doch war diese Mitwirkung ausdrücklich an die Bedingung geknüpft, daß das Fest ohne Demonstrationen oder Kundgebung im deutsch-nationalen Sinne, so insbesondere auch ohne die Absingung des „Deutschen Liedes" verlaufe, da in dem Falle, wenn das „Deutsche Lied" oder ein anderes mit ähnlicher Tendenz angestimmt werden sollte, die Regimentscapelle unbedingt sofort das Festlokal verlassen müßte. Der erste Theil des Festes war in der fröhlichsten und animirtesten Weise verlaufen. Als aber der Gesangverein „Gutenberg-Bund" den Männerchor „Es rauscht ein stolzer Strom zum Meer — durch's schönste deutsche Land" intoniren sollte, da verließen die Mitglieder der Kapelle wie auf Commando den Saal. (Der betreffende Chor schließt mit den Worten: „Dies Lied ist deutsch und deutsch das Reich — mein Vaterland, mein Oesterreich!") Das „Deutsche Lied", welches alsdann von der Fest- versammlung stürmisch begehrt wurde, durfte trotz des allgemeinen minutenlangen Stürmens und Drängens nicht angestimmt werden, da Kapellmeister Rezek dem Comits für den Fall, daß dieses Lied intonirt werden sollte, den Abzug der Kapelle in Aussicht stellte. Die Absingung des „Deutschen Liedes" unterblieb darum — aber nur vorläufig; denn nachdem nach Erledigung des officiellen Theiles des Festes die Kapelle abmarschirt war, ertönte im Saale unter andauerndem Jubel und Beifallssturm das „Deutsche Lied". Begreiflicherweise haben diese Episoden peinlichen Eindruck hervorgerufen. Wien, 28. Juni. Heute wurden auf der hiesigen Klinik des Professors Albert vom Operateur Ullmann an 14 von wuthkranken Thieren gebissenen Personen Präventiv- Jmpfungen (nach Pasteur's Methode) vorgenommen. — sWo Bartel den Most holt.j Diese alte schwierige Frage wurde kürzlich in Amerika gelöst, als der Polizei-Agent Bartel den Anarchisten Most unter dem Bette hervorholte. Schiffs- Bewegung der Postdampfschiffe der Hamburg-Amerikanischen Packetfahrt-Actien-Gesellschaft. „Rhaetia", 17. Juni von New-Aork nach Hamburg. „Gellert", 6. Juni von Hamburg, 19. Juui in New-Bork angekommen. „Bavaria", 30. Mai von St. Thomas, 21. Juni in Hamburg angekommen. „Westphalia", 10. Juni von New-Aork, 22. Juni in Hamburg angekommen. „Hammonia", 20. Juni von Hamburg nach New-Hork, 22. Juni von Havre weitergegangen. „Silesia", 23. Juni von St. Thomas nach Hamburg. „Nhenania", 24. Mai von Hamburg nach Westindien, 24. Juni in Colon angekommen. „Gellert", 24. Juni von New-Aork nach Hamburg. „Allemannia", •21. Juni von Hamburg nach Westindien, 24. Juni von Havre weitergegangen. „Hungaria", 24. Juni von Hamburg nach Westindien. „Teutonia", 6. Juni von St. Thomas nach Hamburg, 25. Juni von Havre weitergegangen. „Thuringia", 25. Juni von St. Thomas nach Hamburg. „Bohemia", 13. Juni von New-Aork, 26. Juni in Hamburg angekommen. „Lessing", 13. Juni von Hamburg, 25. Juni in New-2)ork angekommen. Schiffs nachrLcht en. Bremen, 26. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer America, Capt. G. Meyer, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 9. Juni von Bremen abgegangen war, ist am 24. Juni wohlbehalten in Baltimore angckommen. Bremen, 26. Juni. sPer transatlantischen Telegraph.! Der Postdampfer Werra, Capt. R. Bussius, vom Norddeutschen Lloyd in Bremen, welcher am 16. Juni von Bremen und am 17. Juni von Southampton abgegangen war, ist gestern 2 Uhr Nachmittags wohlbehalten in Newnork angekommen. Handel «nd Wer-ehr» Gießen, 29. Juni. Auf dem heutigen Markt kostete. Butter per Psrws 0.75-0.85, Hühnereier pr. St. 5—00 H, Enteneier St. 5-6 Käse pr. St. 5-8 4L Käsematte 3—0 H, Erbsen pr. Liter 20 4, Linsen 32 H, Tauben per Paar 0,60 bis 0,80 ,H, Hühner per Stück M 0 90—1.20, Hahnen pr. Stück JL. 1.00—1.50, Enten per Stück JC. 1.40—1.80, Ochsenfletsch per Pfund 62—64 Kuh- und Rindfleisch 52—56 Schweinefleisch 54—60 H, Hamrnelfleiich 50- 66 X Kalbfleisch 40—48 X Kartoffeln ver 100 .Kilo 3.50—4.50, Milch ver Liter 12—18 H, Zwiebeln per Zentner M 10.00—0.00, Kirschen per Pfund 15—20 Frankfurt, 28. Juni. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer JL 17,50—17,75, fremder JL. 17,50—19,25, Roggen eff. hies. «4L 14,50—14,75, fremder JL 14,25—14,50, Gerste effectio hiesige und Wetterauer JL. 13,50—14,50, fremde 00,00—00,00, Hafer eff. hies. JL. 14,00—14,50, fremder JL. 00,00—00,00. Frankfurt, 28. Juni. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Ange» trieben waren 412 Ochsen, ca. 35 Bullen, ca. 417 Kühe und Rinder, ca. 254 Kälber. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. JL 62—63, 2. Qual. 50—56, Kühe und Rinder 1. Qual. JL 52-54, 2. Qual. 40—45 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qual. 54—58 H, 2. Qual. 45—50 H per 1 Pfund Schlachtgewicht. Herborn (an der Köln-Gießener Eisenbahn), 28. Juni. Auf den heutigen hiesigen Markt wurden gebracht: 563 Stück Rindvieh und 622 Stück Schweine. Dec nächste Markt ist am Donnerstag den 28. Juli d. I. Frische Alpenmilch für Kinder! Aus frischer Alpenmilch und Waizen - Extract wird bei Harbatzhofen im bayr. Allgäu ein neues, leichtoerdauliches Nährmittel, ^Loefluud's Kinderrrrilch", hev- gestellt, welches durch einfache Beimischung von warmem Wasser die gesündeste und kräftigste Nahrung gibt, bei der die Kinder von der Geburt an sehr gut gedeihen. Preis per Büchsen 1.20 in den Apotheken. Bei directem Versandt an Private 8 Büchsen per Post franco gegen X 9.20 (2 Probebüchsen franko JL 2.80). Wriefe an Ed. Loc stund in Stuttgart. 2162 Wichtige Bekanntmachung! Durch Beschluß des Tribunals in Hannover vom 5. Juni 1885 ist der Kaufmann Wilhelm Nieheneke zu Hameln zu einer Geldstrafe von 150 X eoent. 50 Tage Gefängniß und Tragung der Prozeßkosten wegen Fälschung der Marken der Soci4t<5-. Anonym de la Distillerie de la Liqueur Benedictine de l’Abbaye zu Fäcamp verurtheilt. worden. _________________________________________________________________ Temperatur der Lahn. Am 29. Juni, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 14°, Luft 17° R. im Schatte«. L. Chr. Rübsamen. rnmrroiMMRreRHeÄeeesHHeeeeMEHHeeHHHeeMeHHHeeMeeeBBaeseHÄeHaeDeHeseHaeHeeeBHe Allgemeiner Anzeiger. Bekanntmachung. Die Lieferung des für den Winter 1886/87 für die städtischen Anstalten erforderlichen Bedarfs an Brennmaterialien, bestehend in 1590 Centner Steinkohlen, 490 „ Nußkohlen, 1035 „ Braunkohlen, 210 „ Antracitkohlen, soll im Submissionswege vergeben werden und sind Offerten innerhalb 14 Tagen auf dem Bürgermeisterei- Bureau abzugeben, woselbst auch die Lieferungs - Bedingungen eingesehen werden können. Gießen, den 26. Juni 1886. Großh. Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 4790 Betr.: Verpachtung der Güter der I. und II. evangel. Pfarrei Gießen. Die Verpachtung rubricirter Güter für die Zeit von gerbst 1886 bis da- chin 1895 findet statt: a. Montag den 8. Juli l. I., Mittags 12 Uhr, im Schützenhofe dahier bezüglich der Grundstücke in der Gemarkung Gießen, b. Dienstag d. 6. Juli l. J„ Mittags 12V2 Uhr, in der Kaus'fchen Wirtschaft in Wiese ck bezüglich der in dortiger Gemarkung gelegenen Grundstücke, wozu Pachtliebhaber eingeladen werden. Gießen, am 28. Juni 1886. Der Kirchenrechner: 4767 Doering. Grüne Nüsse -um Einmachen empfiehlt 1780 I. Weisel, Seltersthor. Bekanntmachung. Am 1. Juli werden die Orte Büßfeld und Bleidenrod vom Landbestellbezirke des Postamts in Homberg (Oberhessen) abgezweigt und dem Bestellbezirke der Postagentur in Niedergemünden zugetheilt. Vom gleichen Zeitpunkte ab treten in den zum Landbestellbezirke von Homberg gehörigen Orten Höingen und Schadenbach Posthülfstellen in Wirksamkeit. Ferner kommt am 1. Juli zwischen Niedergemünden Bhf., Burggemünden, Bleidenrod, Büßfeld, Schadenbach und Deckenbach eine wochentäglich einmal verkehrende Landpost zur Einrichtung, welche zugleich zur Personenbeförderung für Rechnung und Gefahr des Landbriesträgers Scholl in Deckenbach zu dienen hat und folgende Kurszeiten erhält: 515 Norm. Deckenbach 8jo Nachm. Z Schadenbach i 4 8- » 65 „ 1 [ Büßfeld | 6'5 „ fl j Bleidenrod L 725 „ 630 r Burggemünden r- 3 7L ,, 645 Niedergemünden Bhf. 6“ „ Darmstadt, 25. Juni 1886. Der Kaiserliche «Ober-Postdirector: Hagemann. Englisch© Oel-Lackfarbe zum Selbst-Lackiren von Fußböden in bekannter vorzüglicher Qualität. Alleinverkauf bei [3454 __________________________Fr. Seibel. Bingen a. WL. Hotel zum deutschen Haus. Vollständig neu hergerichtet. Bei mässigen Preisen gute u. reelle Bedienung. — Reine Weine. 4019_______________Weber. Wkinhandlung. Mein Geschäft befindet sich von heute am während der Bauveränderung in meinem Hinterhause in der Wagengasse, gegenüber der Stadtpost. Giefien, den 20. Juni 1886. 4588__________. Wilhelm Orbig. Wir suchen zum sofortigen Antritt (1 1 einen Jungen von 15—17 Jahren als ä Pfd. 75 H bei Abnahme von 10 Pfd. bei Laufbursche. 4745 4030 Julius Wallach. Brüder Schmidt, Eisengeschäft. SröeitsoergeöimQ Die zur Herstellung einer Ortsstraße, in der Gemeinde Treis a/Lumda erforderlichen Arbeiten sollen Donnerstag den 8. Juli, Mittags 1 Uhr, auf der dortigen Großh. Bürgermeisterei öffentlich an den Wenigstnehmenden vergeben werden: veranschl. zu Steinfahren 216,— Jk Steinsetzen 30,— „ Chaussirarbeiten 418,50 „ Uebergründung 31,— „ Pflastererarbeiten 620,— „ Maurerarbeiten 91,— „ Gießen, am 29. Juni 1886. Senßfelder, 4775 Bezirks-Bauauss eher. Mittwoch dm 30. Juni, Nachmittags 2 Uhr, werden in meinem Bureau gegen Baarzahlung versteigert: Sopha's, Kommoden, Kleiderschränke, Glasschränke, Tische, Bilder, Spiegel, 1 Kessel, 1 Stoßkarren, 1 großer neuer Porzellanofen, 1 vollständiges Bett, 1 Klavier und 2 Pferde. Geißler, 4747 Gerichtsvollzieher. KeilgeSotenes. 4776 Den «llerfeinsten wirklich echten Emmeuthaler Schweizerkase, Edamer-, Rahm-, Tilsiter- u. Neuchateler-Käse bei O* (m* Kleiuhenn« la. Frische BlMrr bei Abnahme von mindestens 10 Psd- das Pfund 75 H. F. 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