Nr. @99 Samstag den 28. August PI llclitsllr L JljLII4V1ilvT Amts- und Anzeigeblatt für den Kreis Gießen. thttMttt Schulstraße 7. Erscheint täglich mit Ausnahme des MoutagS Preis vierteljährlich 2 Mark 20 Pf. mit Bringerkch, Dur^ die Post bezogen vierteljährlich 2 Mark bO Pf.' Politische Ueberficht. Gießen, 27. August. Der König von Portugal nebst Gefolge ist am Donnerstag Nachmittag, von Travemünde kommend, in Berlin eingetroffen und wurde bereits aus dem Lehrter Bahnhose vom Kaiser, den königlichen Prinzen u. s. w. begrüßt. Im königlichen Schlöffe sand alsdann die Begrüßung zwischen dex Kaiserin und dem hohen Gaste statt. Zum Ehrendienst für König Ludwig stnd der General der Kavallerie, v. Rauch, und der Oberstlieutenant von und zu Schachten befohlen. Marquis Tseng, welcher sich sowohl aus der Hinreise nach Petersburg, wie auch auf der Rückreise von der nordischen Hauptstadt nach seiner fernen Heimath in Berlin Seitens der höchsten Kreise — in erster Linie der kaiserlichen Majestäten selbst — der größten Aufmerksamkeit zu erfreuen hatte, ist am Montag definitiv von Berlin abgereist. An diesem Tag- stattete Marquis Tseng noch verschiedene Abschiedsbesuche ab, u. A. dem Unterstaatssecretär im auswärtigen Amte, Grafen Berchem, woselbst der chinesische Staatsmann über eine Stunde weilte und nahm derselbe hierbei Gelegenheit, dem Vertreter unseres auswärtigen Amtes seinen lebhaften Dank für die auszeichnende Aufnahme, die ihm, dem Marquis, in Deutschland zu Theil geworden, auszusprechen. Marquis Tseng hat sich zunächst nach Chemnitz zur Besichtigung der Hartmann'- schen Maschinen'Fabrik und von da am Mittwoch nach Buckau bei Magdeburg Hur Besichtigung der Gruson'schen Werke begeben. Am Donnerstag beabsichtigte der chinesische Diplomat, welcher das lebhafteste Jntereffe für die deutsche Jndustrie-Thätigkeit bekundet, in Effen einzutceffen, um die Kruppschen Fabrikanlagen zu besichtigen und auch noch einigen anderen rheinisch-westfälischen Etablissements einen Besuch abzustatten, worauf die Weiterreise nach England erfolgt. Der künftige Erbe des sächsischen Königsthrones, Prinz Friedrich August, welcher sich unter dem Namen eines Grafen v. Weesen- stein schon seit längerer Zeit aus einer Rundreise durch Europa befindet, traf am Mittwoch in WilhelmShasen ein, um die dortigen Marine-Etablissements in Augenschein zu nehmen. Der Prinz hat beim Chef der Marinestation der Nordsee, Viceadmrral Grafen v. Monts, Absteigequartier genommen. Die Reichstagswahlen in Lauenburg und Bromberg haben kein definitives Resultat ergeben, da sich dort wie hier eine Stichwahl noth- wendig macht. Da in Lauenburg die ca. 660 socialdemokratischen Stimmen den Ausschlag geben, so erscheint im zweiten Wahlgange die Wahl des sreistnni- gen Cand-.daten, Kammerraths Berling, gegenüber seinem conservatioen Mitbewerber, Grasen Bernstorff, säst als gewiß. In Bromberg hat die Stichwahl dagegen zwischen dem conservativen Candidaten Hahn und dem Candidaten der Polen, v. Komierowski, stattgefunden; hoffentlich machen hierbei die deutschen Wähler gemeinsam gegen den Polen Front. Nach den neuesten Nachrichten aus Bulgarien und Ost- Rumelten ist der Revolution, welche zur Vertreibung des Fürsten Alexander führte, eine Gegenrevolution gefolgt, welche den Fürsten wieder einsetzen will. Die ostrumelische Miliz unter Oberst Mutkuroff sei bereit, nach Sofia zu ziehen und den Fürsten wieder zurückzubringen, und in ähnlicher Weise hatten sich auch die Garnisonen von Tirnowa, Widdin, Schumla und Gurgiew ausgesprochen. Trotz dieser Kundgebungen, welche beweisen, daß der tapfere und hochgesinnte Fürst sich doch auch Freunde und Anhänger in Bulgarien und Ost-Rumelien erworben hat, darf man aber dergleichen militärischen Aufrufen und Putschen keine große Bedeutung beimessen, denn dieselben würden doch nur zu einem bas Land zerfleischenden Bürgerkriege führen und dürsten auch in Hinblick aus die nun einmal an'8 Oberwasser gelangte russische Politik an dem Schicksale Bul- Hariens auch wenig ändern. Es fragt sich auch sehr, ob Fürst Alexander Neigung haben wird, die ihm etwa Seitens der Bulgaren nochmals angeborene Dornenkrone anzunehmen, zumal es Thatsache ist, daß trotz des ruhmreichen Feldzuges des Fürsten gegen Serbien die Schwierigkeiten für seine Regierung unüberwindlich geworden waren. Er hatte bezüglich der Vereinigung Ost-Rume- liens mit Bulgarien weder eine Verständigung mit Rußland, noch mit der Türkei erzielt, England hatte ihn im Stiche gelassen und Deutschland und Oesterreich find nicht in der Lage, sich viel um Bulgarien zu kümmern. Rechnet man dazu, daß dem Fürsten sogar im eigenen Volke eine mächtige Gegenpartei erwuchs, so mußte eben seine Lage unhaltbar erscheinen. Eine Depesche, welche aus Sofia nach Wien gelangt ist, will nun zwar wissen, daß die Gegenrevolution in Bulgarien bereits so mächtig geworden sei, daß sie die provisorische Regierung unter Zankoff wieder gestürzt habe und unter Karaweloff ein Ministerium zu Gunsten des Fürsten wieder eine Regierung gebildet sei. Aber wer möchte aus einem solchen Wirrwarr Hoffnungen für die Zukunft schöpfen und einem Manne wie Karaweloff, der nun binnen einem Jahre an drei Revolutionen betheiligt war, Vertrauen schenken!? Ein Trost gegenüber diesen fatalen Ereignissen bleibt die hohe Wahrscheinlichkeit, daß das Einvernehmen der Großmächte, resp. der Kaisermächte Deutschland, Oesterreich und Rußland, durch die bulgarischen Händel nicht gestört werden wird, denn alle ossiciösen Stimmen sprechen sich in dieser Hinsicht beruhigend aus. Wahrscheinlich wird Fürst Bismarck auch in Franzensbad mit dem russischen Staatskanzler Herrn v. Giers eine Conserenz haben, welche Entschieden in dem Sinne zu beurtheilen sein wird, daß Rußland im Etnver- fiändniffe mit den übrigen Großmächten die bulgarische Frage gelöst wissen will und danach dürste der Prinz Alexander von Oldenburg oder der Prinz Nikolaus von Leuchtenberg, die beide Vettern des Kaisers von Rußland sind, bald den bulgarischen Thron besteigen. Die von der Schweizer Regierung getroffenen Vorbeugungsmaß- regeln gegen die Verschleppung der Cholera von Ober-Italien nach dem schweizerischen Gebiete sind von Erwägungen dictirt worden, welche dem Charakter der Situation durchaus entsprechen. Ihnen liegt in erster Linie die Wahrnehmung zu Grunde, daß die Cholera stetig von der italienischen Provinz Venetien und westwärts durch die Lombardei gegen die Grenze der Eidgenoffenschast vorrückt und zunächst den Kanton Tessin bedroht. Den directen Anstoß zu dem Erlasse der schon vor einigen Tagen signaltsirten Maßregeln des Bundesrathes scheint das Austreten mehrerer aus Verona eingeschleppten Cholerafälle in dem italte- mschen Grenzdorf Porlezza am östlichen Ende des Luganer Sees gegeben zu haben. Da die Schweiz nicht nur als eigenes Staatsganzes, sondern auch als em Hauptanziehungs- und Mittelpunkt des europäischen, ja des universellen * Touristenverkehres in Betracht kommt, so liegt auf der Hand, wie ungemein viel von der sanitären Politik der Schweizer Bundesregierung gegenüber der von Italien her drohenden Choleragefahr abhängt. Das englische Unterhaus hat sich mit der dem britischen Charakter auch in parlamentarischen Dingen eigenen Zähigkeit in die Avreß-Debatte vertieft, deren Abschluß sich vorläufig noch gar nicht absehen läßt. Aus ihr ist bis jetzt für das Ausland gerade nicht viel Interessantes hervorzuheben, es fei denn die Entschiedenheit, mit welcher die Anhänger Parnell's dem Ministerium Salisbury gegenübertreten; es geht hieraus hervor, daß sie die Rolle der „Unversöhnlichen" sortspielen wollen, gleichviel, ob das Cabtnet Salisbury in Irland eine energische oder eine milde Politik zu befolgen gedenkt. Hesteneich. Wien, 26. August. Die „Polit. Corr." meldet: Die an dem Complott gegen den Fürsten Alexander betheiligten Militärs sind flüchtig; sie werden auf Befehl der neuen Regierung - verfolgt. Mit Ausnahme von Sofia, wo in den Straßen Kämpfe stattfanden, vollzog sich die Gegenrevolution unblutig. Die Anerkennung der neuen Regierung im Lande scheint vollständig. Ueberall herrscht Ruhe. Frankreich. Pari-, 26. August. Der heute unter dem Vorsitze Freycinet's abgehaltene Ministerrath berieth nur über Gegenstände von untergeordneter Bedu- tung. Am nächsten Samstag findet ein Ministerrath unter dem Vorsitze Grevy's statt, welcher morgen hier erwartet wird. England. London, 26. August. (Unterhaus.) Ferguffon erklärt, weitere Depeschen aus Sofia bestätigten, daß Karaweloff seine Teilnahme an Der revolutionären Bewegung verweigert habe und an der Spitze einer neuen Regierung stehe, sowie daß die Verschwörer verhaftet seien. Der Fürst habe nach seiner Landung in Reni fich in vollständiger Freiheit befunden und beabsichtigte nach Darmstadt zu geben. Die Ereignisse nach seiner Abreise aus Bulgarien seien dem Fürsten in Reni noch unbekannt gewesen. Der Vater des Fürsten, Prinz Alexander von Hessen, sei telegraphisch aufgesordert worden, den Fürsten zur Rückkehr nach Rumelien zu veranlassen. (Beifall.) Was die Batumsrage anlange, so beabsichtige die Regierung nicht, die Angelegenheit über die Position hinauszuführen, die durch die Depesche Roseberrys hergestellt sei. — Ferguffon theilte ferner als die wesentlichsten Bestimmungen des am 24. Juli in Peking wegen Birmas unterzeichneten Vertrags mit, daß England hinsichtlich aller Angelegenheiten, die die von England in Birma ausgeübte Autorität und Herrschaft beträfen, freie Hand behalte, daß China den Handel schütze und begünstige, daß eine Grenz-Commission die Grenze zwischen China und Birma abstecke und eine zweite Commission den Grenzhandel regele, daß England von der beabsichtigten Entsendung einer Mission nach Thibet absehe, und dazu China endlich sich verpflichtete, den Handel zwischen Birma und Indien zu fördern. Telegraphische Depesche«. Worff'S telegr. «orresvon-enr - Bwrsa«. Darmstadt, 26. August. Prinz Ludwig von Battenberg, der ältere Bruder des Bulgarenfürsten, ist gestern von hier abgereist; wie es heißt, hätte er sich nach Breslau begeben. Berlin, 26. August. Der König von Portugal ist Nachmittags 1 Uhr hier eingetroffen. Er wurde von dem Kaiser, dem Kronprinzen und den Prinzen des Königshauses auf dem Bahnhose festlich empfangen und vom Kaiser in vierspännigem Galawagen in das königliche Schloß geleitet, wo die Kaiserin den König begrüßte. Der Kaiser und der König wurden von den Volksmassen auf dem Bahnhofe und in den Straßen mit lebhaften Hochrufen begrüßt. — Der „Neichsanzeiger" veröffentlicht ein deutsch-englisches Uebereinkommen vom 27. Juli und 2. August 1886 wegen weiterer Abgrenzung der westafrikanischen Schutzgebiete am Guineagolf und Gewährung gegenseitiger Handels- und Verkehrsfreiheit daselbst. Regensburg, 26. August. Fürst Bismarck ist Vormittags 10y2 U§r mit dem Schnellzuge nach Eger und Franzensbad weitergereist. FranzenSbad, 26. August. Fürst Bismarck ist heute Nachmittag um 21/* Uhr hier eingetroffen. Am Bahnhofe wurde er von Giers und dessen Familie begrüßt. Bismarck fuhr mit GierS, die Fürstin mit Frau Giers nach dem mit den öfter- -reichischen und deutschen Flaggen und mit Blumen geschmückten Hotel Hübner, wo für Bismarck und dessen Gefolge der erste und zweite Stock rcservirt ist. Das Diner findet um 5 Uhr Nachmittags bei Giers statt. Nutzer Staat ist auch der Botschafter Mohrenheim eingetroffen, ebenso die rusischen Gesandten in Kopenhagen und Washington. — Fürst Bismarck, welchem Herr v. Giers bis Eger entgegenrerste, hatte gleich nad) seiner Ankunft eine längere Besprechung mit Giers. Um 5 Uhr begaben sich Fürst und Fürstin Bismarck im offenen Wagen zu Giers zum Diner. Sie verweilten nach dem Diner noch längere Zeit mit der Familie Giers auf dem Balkon und kehrten erst nach 7 Uhr in ihre Wohnung zurück. Wien, 26. August. Das „Fremdenblatt" weist auf das Entschiedenste in einem Kommunique die Insinuation einzelner Blätter zurück, datz die Eabinete, welche, wie das „Fremdenblatt" hervorhebt, vor Allem in ihrer äußeren Politik monarchische und conservative Principien vertreten, Mitwisser der Verschwörung gegen den Fürsten Alexander hätten gewesen sein können. Haag, 26. August. Die erste Kammer nahm den Gesetzentwurf, betreffend die Erhöhung der Verbrauchssteuer auf fremden Zucker, Sorte b, sowie die Herabsetzung der Steuer auf Colonialzuckerabfall an. Brüssel, 26. August. Gladstone ist auf der Reise nach Bayern gestern Abend hier angekommen. London, 26. August. Die Morgenblätter betonen, eine militärische Besetzung Bulgariens, wo wie in Ostrumelien vollkommene Ruhe herrsche, sei nicht geboten. Die „Times" bemerkt, unter solchen Umständen wäre eine fremde Intervention ohne Vorwand beispiellos. Die Haltung des bulgarischen Volkes, seine Anhänglichkeit an den Fürsten und die Energie, womit es den Versuch, das Land fremden Einflüssen zu überliefern, vereitelte, müsse ihm die Achtung Europas sichern. Petersburg, 26. August. Gutem Vernehmen nach hat bei Eintreffen der Nachricht von der bevorstehenden Ankunft des Bulgarensürsten auf russischem Boden, der Czar selbst sofort befohlen, dem Fürsten die Landung und beliebige Fortsetzung feiner Reise zu gestatten. Bukarest, 26. August. Der Hofmarschall des Fürsten Alexander, Oberstlieutenant v. Riedesel, reist von hier dem Fürsten, dessen Abreise von Reni nach einem noch unbekannten Bestimmungsorte gemeldet wird, entgegen. Derselbe soll den Auftrag haben, den Fürsten aufzufordern, unverweilt über Rumänien, wo eine Deputation ihn einholen würde, nach Bulgarien zurückzukehren. Sofia, 25. August. Stoilow richtete an die Vertreter der Mächte ein Rundschreiben, worin er die Bildung der neuen provisorischen Regierung mittheilt. Er Littet die Mächte, diese Regierung anzuerkennen und spricht gleichzeitig die Hoffnung aus, daß die Mächte derselben Unterstützung und Vertrauen gewähren werden. S t i nt i f $ t t I. Gießen, 27. August. sV o r s i ch t!) Der Radsahrverein übt bis zum 3. Septbr- I. I. Abends auf Oswald's Garten. Groß en-Buseck, 26. August. Ein bedauerlicher Unfall ereignete sich gestern auf hiesigem Felde. Der Müller Huber von der Leppermühle war mit Ausladen von Frucht beschäftigt und geriet!) auf bis jetzt unerklärliche Weise sein 6Vzjähriges Töchterchen unter die Räder des Wagens, was den sofortigen Tod des Kindes zur Folge hatte. Aus Oberhessen, 23. August. Die Wittwe des beim Würzburger Eisenbahnunglück verunglückten Kaufmanns H. von Butzbach hat von einer Unfallversicherungsgesellschaft 30,000 J4, von einer Lebensversicherungsgesellschaft 10,000 JL Versicherungssumme erhalten. Bei der Eisenbahnoerwaltung soll eine Entschädigungssumme von bedeutend höherem Betrage angemeldet sein. X Darmstadt, 26. August. Mit unserer Dampfstraßenbahn, von der man sicher hoffte, daß sie am 25. d. M. eröffnet würde, steht es abermals schlecht, da durch eine gestern in der Neckarstraße stattgehabte Entgleisung die Schienen nochmals aufgerissen und anders gelegt werden müssen. Ebenso werden Verkürzungen dcr^. Verbindungen der beiden Schienengeleise vorgenommen, damit die Bahn bei Uebersckreftur^g der Kreuzungen nicht mehr aus dem Geleise fnrinoen kann. Ob hiermit geholfen ist, bleibt abjuroavten. Unserer Ansicht nach ist die Curoe an der Neckarstraße, welche 10 Meter Radius haben soll, viel zu kurz, um Wagen wie die unserer Dampfstraßenbahn, welche fast für Hauptbahnen verwendbar wären, nicht aus den Geleisen zu bringen. Auch das gewählte Locomotivsystem kann uns in keiner Weise für die Bahn erwärmen. x Darmstadt, 25. August. Ein interessantes Schauspiel bot sich heute Mittag den Besuchern des „Großen Woogs" dar, indem das Infanterie-Regiment Nr. 115 ein Ab- und Wettschwimmen seiner Schwimmschüler abhielt. Zu diesem Behufe hatte sich Prinz Heinrich von Hessen und das ganze Offiziercorps des Regiments in der Schwimmschule eingefunden. Es fand zunächst ein Wettschwimmen und Wetttauchen statt, bei welchen die Sieger je eine silberne Nemontoiruhr erhielten. Hierauf fand ein Wettschwimmen unter Wasser (sogen. Hechtschwimmen) und ein Gepäckschwimmen statt, welches als besonders interessant hervorgehoben zu werden verdient, wegen der hierbei w bewältigenden Schwierigkeiten, hauptsächlich beim Schwimmen mit voller Ausrüstung. Auch hier erhielten die Sieger werthvolle Preise. Ausgebildet wurden in der Schwimmanstalt 143 Mann sämmtlicher in Darmstadt garnisontrenden Truppen, davon wurden 15 mit dem Prädikat „gut" als Schwimmlehrer ausgebildet. Privatschüler hatte die Anstalt 176. Während des Abschwimmens spielte die Capelle des 115. Regiments. Später würben die Mannschaften mit Essen und Trinken regalirt. xx Offenbach, 25. August. Unter dem Vorsitz des Präsidenten Großh. Eentralstelle tagte heute die General-Versammlung der Mitglieder des Landesgewerbevereins in Offenbach a. M. Vor Beginn der Versammlung fand eine Begrüßung der erschienenen Vertreter des Handwerks durch Herrn Bürgermeister Brink im Turnsaale der 1. Stadtknabenschule statt, nach welcher er aufforderte, den vom Gewerbeverein Offenbach dargebrachten Frühschoppen nebst Frühstück sich wohl munden zu lassen. Und wirklich es war ein vorzüglicher Stoff und ein reichhaltiges Frühstück, das hier gratis geboten wurde. Sodann fand eine eingehende Besichtigung der Schülerarbeiten aus den Handwerkerschulen des Großherzogthums, bereit es 72 sind, statt unb man mußte sich sagen, baß bie Leistungen einzelner Schulen, hauptsächlich von Mainz, Offenbach unb Darmstabt, wohl bas Beste ist, was je auf bem Gebiete bes Freihand- zeichnens, sowte ber sonstigen graphischen Fächer geleistet würbe. Mit gerabezu be- wunbernswerther Fertigkeit haben bie Schüler bie Aufgaben erfaßt unb durchgeführt, so daß man manchesmal versucht ist, die Hand des Lehrers dabei zu vermuthen. Nach der Besichtigung der Zeichnungen fand sodann die General-Versammlung statt. Folgende wesentliche Punkte sind aus derselben hervorzuheben: Nach Begrüßung durch den Präsident der Großh. Centralstelle, Geh. Rath Fink, hielt Herr Handelskammersecretär Schloßmacher einen Vortrag über die industrielle Entwickelung der Stadt Offenbach, welcher mit vielem Beifall hingenommen wurde. Sodann gab die Prüfungs-Commission ihr Gutachten ab, welches unser abgegebenes Urtheil vollauf bestätigte. Ferner wurde Darmstadt als Ort für die nächste General-Versammlung bestimmt, da dort im Jahre 1887 die Feier des 50jährigen Bestehens des Landesgewerboereins stattfinden wird. Hiermit soll eine Ausstellung von Lehrlingsarbeiten verbunden werden und zwar so, daß jeder Lehrling, welcher sich betheiligt, zwei Arbeiten fertigt, eine welche er sich selbst wählen kann, die folgende Arbeit aber von einer Commission bestimmt erhält. Die Arbeiten selbst sollen unter Aufsicht der Meister gefertigt werden. Die besten Arbeiten sollen prämiirt werden und zwar so, daß die Schüler wertb- volle Werke erhalten. i "Wegen Revision des Patentgesetzes schließt sich die Versammlung der Ansicht des Mittelrheinischen Fabrikanten-Vereins, sowie noch anderer Vereinigungen dahin an, datz auch sie eine Revision für nöthig hält und beauftragt Grotzh. Centralstelle für Gewerbe, Schritte in dieser Richtung zu thun. Wegen vorgerückter Zeit müssen 2 Punkte von der Tagesordnung abgesetzt werden und schließt der Präsident die Versammlung mit einem fröhlichen Wiedersehen m Darmstadt für nächstes Jahr. Nach der Versammlung fand ein ftaiE besuchtes Mittagmahl in Schloffer's Garten statt, wobei Herr Geh. Rath Fink ein Hoch auf Seine Majestät unseren erhabenen Kaiser, dem Förderer des Arbeitsstandes, sowie auf Seine König!. Hoheit den Grotzherzog, welcher mit Interesse die Leistungen unserer Industrie fördern helfe, ausbrachte. ‘ Mit dem Bewußtsein, daß es um unsere Handwerkerschulen des Landes, sowie um den Landesgewerbeverein gut bestellt ist zur Hebung unserer Industrie, trennten sich erst spät die Theilnehrner der Versammlung. Offenbach, 24. August. ^Blitzschlag.) Heute Nachmittag gegen 4 Uhr schlug der Blitz in das Haus Biebererstraße 87 und richtete daselbst trotz Blitzableiter nicht unbedeutende Zerstörungen an. Im oberen Stock sind in einer Wand 2 Sprünge zu bemerken, im mittleren wurde an der Decke in der Küche der Mörtel, in einem Zimmer die Tapete theilweise abgerissen. Außen ist neben der Dachrinne ein etwa tellergroßes Loch zu sehen, wo der Verputz und theilweise bie Mauersteine herausgerissen würben. Menschen sind glücklicherweise nicht verletzt worben. — Eine schreckliche religiöse Sekte ist, wie aus Obessa geschrieben wird, in der letzten Zeit in Rußland aufgetaucht. Diese Sekte hat nämlich das Pnncip, alle Menschen, welche erkranken und zu denen eines der Anhänger der Sekte Zutritt bekommt, gewaltsam zu erwürgen, „da es eine Sünde sei, bie Menschen sich in körperlichen Schmerzen martern zu lassen". Die Existenz bieser Sekte würbe vor Kurzem durch einen jungen Bauer im Gouvernement Saratow verrathen, besten kranke Frau währenb seiner Abwesenheit in bie Wohnung ihrer Mutter überführt würbe unb daselbst gewaltsam getöbtet werden sollte. Die Mutter der kranken jungen Frau und eine Tante derselben gehörten nämlich der schrecklichen Sekte ber Würger an unb dieselben benützten bie Gelegenheit ber Abwesenheit bes Gatten ber kranken Frau, um biete zu sich zu nehmen unb bafelbft bem „rothen Tobe" — so nennen sie ben gewaltsamen Tob in ihrer Sekte — zu weihen. Der Gatte kehrte aber noch rechtzeitig heim unb erfuhr zum Glück ben Aufenthalt feiner Frau. Er eilte hin — bas Dorf, in welchem seine Schwiegermutter lebte unb wo sich nun seine Gattin befanb, war brei Stunben weit von bem {einigen entfernt — unb fanb seine Frau noch am Leben. Dieselbe lag ganz rein gewaschen und in weiße Leinwand gehüllt auf einem — Katafalk. Als der Mann in das Zimmer trat, war in demselben außer seiner Frau auf dem Katafalk keine lebende Seele da. Er trat auf den Katafalk zu, schob ein wenig die Leinwand weg und erblickte unter derselben das schrecklich bleiche, abgemagertc Gesicht seiner Frau, welche zu schlummern schien. „Aksinscha!" rief der junge Mann halblaut. Die Kranke öffnete verwundert die Augen unb sprach: „Ist bas ein Traum? Merkwürbig! Wie bist Du hierher gelangt, Semen?" — „Wo ist die Mutter unb bie Tante?" fragte ber Bauer. — „Die haben mich reingewaschen, weißgekleidet unb hier niebergelegt; bann finb sie in bas anbere Zimmer gegangen, inbem sie sagten, baß sie für mein Seelenheil beten gehen. SDlir ist aber so schlecht, daß ich biete Nacht gewiß sterben werbe." Dem Manne kam bie ganze Geschichte höchst verbächtig vor und er beschloß, bei seiner kranken Frau zu bleiben und die Dinge abzuwarten, die da kommen sollten. Er tröstete seine Frau, dann versteckte er sich hinter ben breiten Ofen und blieb da mäuschenstill sitzen. Eine Weile daraus hörte er Jemanden in das Zimmer eintreten und bie Thür mit einem Schlüssel hinter sich versperren. Er blickte hin unb gewahrte bei bem schwachen Scheine bes Oellämpchens auf bem Katafalk einen blutroth gekleideten Mann mit einem ebensolchen Polster in den Händen auf den Katafalk zuschreiten. In demselben Momente hörte er auch ein schreckliches Stöhnen seiner Frau. Rasch sprang er hinter dem Ofen hervor, stürzte auf die rothe Gestalt und warf sie zu Boden. Dann kam er seiner Frau zu Hilfe. Diesen Moment benützte der Eingedrungene, um zu flüchten. Auf den Lärm eilten die beiden Weiber herbei unb waren nicht wenig erstaunt, bei ber Kranken anstatt bes „rothen Todes" — so wirb bei bieser Sekte ber bei berselben als Würger angestellte rothgekleibete Mann genannt — ben Gatten berselben zu finben. Was ba weiter folgte, bas kann man sich leicht vorstellen. Der Bauer nahm bie Frau heim unb erstattete über ben Vorfall bie Anzeige. Die Polizei verhaftete bann nicht nur bie beiben Megären, sonbern auch mehr als vierzig Anhänger bieser schrecklichen Sekte und übergab sie bem Strafgericht. Die junge Frau würbe inbeffen gesunb. — sEin sibeles Gefängniß.) Es gibt wohl auf ber ganzen Welt fein fideleres Gefängniß als bas Staatsgefängniß von Saint-Gilles in Brüssel. Abgesehen von ber vornehmen Gesellschaft, bie sich bort zusammensinbet, ba finb Grasen, Abgeordnete^ Abvokaten rc., ist bas Leben bort überaus angenehm. Keiner aber hat sich Seitens ber Verwaltung einer so ausgesuchten Höflichkeit unb einer so ausgezeichneten Behandlung zu erfreuen wie ber Abgcorbnete Van ber Smissen. Drei Tage vor ber Kassierung des Urtheils, welches ihn wegen der bekannten Ermordung seiner Gattin zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurtheilte, verließ Van der Smissen sogar das Gefängniß und begab sich in einem zweispännigen Wagen in feine Wohnung. Zum größten Erstaunen feiner Nachbarn zog er einen Schlüssel aus der Tasche, öffnete die Thür unb betrat feine Wohnräume. Hier machte sich's ber Mörber so bequem als möglich unb halb öffneten sich bie Thore bes Hauses zu einem großen Empfang. Alle feine politischen Freunde erschienen, versammelten sich im Salon unb besprachen bie Ereignisse bes Tages. Gegen 4 Uhr Nachmittags bot Van ber Smissen seinen Gästen ein Diner mit Champagner, empfing sobann noch einige Besuche unb begab sich zur Ruhe. Die gleiche Geschichte Tags barauf unb bann erst kehrte er in's Gefängniß zurück.. Man kann sich denken, welches Aufsehen die Nachricht von diesem Urlaub eines zu 15jähriger Zwangsarbeit verurtheilten Mörders in ganz Belgien hervorrief. — sVorsicht beim Obstgenuß.) Die jetzige Zeit des Obstes bringt mancherlei Gefahren mit sich. . So hat neulich in Charlottenburg ein Knabe durch einen eigentümlichen Zufall fein Leben verloren. Derselbe vergnügte sich in dem zur elterlichen Wohnung gehörenden Obstgarten und fand eine vom Baum herabgefallene reife Birne. Ohne dieselbe erst zu untersuchen, steckte er sie in den Mund — kaum hatte er hinein- gebissen, so stieß er einen furchtbar gellenden Schrei aus, worauf er jammernd zu den Eltern eilte. Eine sofort angestellte Untersuchung ergab, daß eine Wespe in der Birne gesessen, im Munde des Knaben ausgekrochen war und ihn in den Gaumen gestochen hatte. Das Thier wurde zwar entfernt, allein der Gaumen schwoll trotz aller ärztlicher Bemühungen infolge des Stiches sehr bald an, daß keine Rettung möglich war. Der Kleine starb den entsetzlichen Tod der Erstickung. Kirchliche Arrzei^e« der Stadt Gieße«. Evangelische Gemeinde. Gottesdienst. 10. Sonntag nach Trinitatis, 29. August. Vormittags 9Vz Uhr: Pfarrer Dr. Naumann. Nachmittags 3 Uhr: Pfarrer Dingeldey. Die Kinderkirche fällt aus. Am Donnerstag den 2. September, Vormittags 9Va Uhr, findet zur Feier des Sedan festes ein Gottesdienst statt. Die in demselben zu erhebende Kollekte ist für die Kaiser-Wilhelms-Stittung für deutsche Invaliden bestimmt. Am Sonntag, den 5. September, wird in dem Vormittagsaottesdienst das herlige Abendmahl gefeiert werden; die Beichte findet am Samstag zuvor, Nachmittags 2 Uhr, statt. Die Pfarrgef chäfte in der Woche vom 29. August bis 4. September besorgt Pfarrer Dr. Naumann. Katholische Gemeinde. 11. Sonntag nach Pfingsten. Von 6 Uhr an Buchte. Um 7 Uhr: Frü:. messe und Austheilung der h. Kommunion. , i/»10 Uhr: Hochamt und Predigt. v 2 Uhr: Andacht. Gottesdienst in der Synagoge. Freitag Abend 6” Uhk, Samstag Morgen 8 Uhr, Samstag Mittag 4 Uhr» Samstag Abend 7" Uhr. Zum 2. September! Wie in den vorderen Jahren, kommen wir auch in diesem Jahre zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. September mit der Bitte um Gabe« für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten des Krieges 1870/71. Ueberall, wo man an jenem Tag, in Gotteshäusern oder bei sonstigen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor sechszehn Jahren geschah, möge man auch jener Opfer des Krieges dankend gedenken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beitragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbeffert werde. Wir bitten insbesondere, wie ftüher, die evangelischen Pfarrämter nnd Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober-Consistorium ertheilten Erlaubniß, bei den betr. Festgottesdiensten Collecten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweigvereine ersuchen rpir, wie seither möglichst für Verbreitung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammelbüchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Erträgnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatzmeister, HerrnBrandversicherungs-Secretär Hechler dahier, einzusenden. Darmstadt, am 11. August 1886. Der Borstand des Hilssvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Soldaten im Felde, als Landesverein der Kaiser-Wilhelms-Stiftung für deutsche Invaliden. A. Weber, Ministerialpräsident, Vorsitzender. Dtls nunmehr 18 Jahre so beliebte, trotz aller Nachahmungen «nüber- , . 5;UP troffene Haarwasser von Retter, München (staatlich geprüft und begutachtet), welch, statt Oel ob. Pomade tägl. gebraucht bestens tu emvteblen ist verkauft zu 40 u. 1,10 I. H. Fuhr, Sonnenstraße 25, Gießen. 775 Alexander WH.« E« WM Briefkasten. Neugierige Leserin. Sie möchten gerne wissen, wie Fürst Alexander von Bulgarien aussieht? Hier haben Sie ihn. Fürst von Bulgarien. Temperatur der Lahn. Am 27. August, zwischen 11 und 12 Uhr: Master 17°. Luft 20° R. tot Schalter. L. Cbr. Rübs am en. Allgemeiner Anzeiger. Grummetgras- Versteigerung bei der Stadt Gießen. Montag den 30. August und Dienstag den 31. August, jedesmal von Vormittags 9 Uhr an, soll das Grummetgras von den städtischen Wiesen versteigert werden, und zwar: Montag den SO. Augnst von den W esen vor der Neustadt, am Neuenwegerthor, am Fürstenbrunnen, im Wieseckthal und im Heegstrauch. Dierrstag den 31. August von den Ochfenmiesen, den Wiesen im vorderen und Hinteren Stolzenmorgen und am Altentisch. Die Zusammenkunft ist Montag den 30. August am Neustädterthor und Dienstag den 31. August an den Ochsenwiesen. Die Großh. Bürgermeistereien der umliegenden Orte werden ersucht, vorstehendes im Interesse der Orlsangehörigen bekannt machen zu lassen. Gießen, den 24. August 1886. Großh Bürgermeisterei Gießen. A- Bramm. 6036 Grummctgms- Verstcigermig. Mittwoch den 1. September, Vormittags 10 Uhr anfangend, soll das diesjährige Grummetgras hiesiger Gemeindewiesen an Ort und Stelle versteigert werden. Inheiden, den 25. August 1886. Großh. Bürgermeisterei Inheiden. Reitz. 6078 Grummetgrus versteigerung. Donnerstag den 2. September, Morgens 9 Ubr, soll das Grummetgras von den Wiesen der Herren I. H. Busch Erben, Wilhelm Spruck, Medicinalrath Dn Kehrer, Dr. Melchior, Ehr. Jughard, Dr. Vogt, Daniel Ebel Erben, L. Labroisse Erben, Fritz Schwan in Wetzlar, von den Meinigen und noch verschiedenen anderen meistbietend versteigert werden. Der Anfang ist Morgens, 9 Uhr am Neuenwegerthor und Nachmittags 2 Uhr auf der Stefansmark. Gießen, den 27. August 1886. 6096 Mütter. in Gießen in Allendorf (Lahn) Nächste Ziehung am 7., 8. und 9. September d. J. (BSOOOO Mark in drei Klassen. Altcn-Buscck Annerod Garbenteich Grüningen Hausen Heuchelheim Kinzenbach Klein-Linden Lützellinden Rödgen Steinberg Trohe Watzenborn Gießen, im August 1886. Kaiserliches Postamt. Ritsert. „ „ Kaufmann Dreyfuß. amtlichen Verkäufer verpflichtet, stets einen angemessenen Julius Wallach, C. Fr. Conrad, Friseur, Emil Orbig, Louis Scharmann jun., Carl Lehrmund:, Neuenweg 36. 5776 AJus:Tng,'|Lollerie .Weimar 1886 13000 1 kommen noch zur Verloosung, darunter Hauptgewinne i. W. v. 60000. 40 000, 20000, 3 a 10000, 3 ä 5000, 6 ä 3000, 6 ä 20 00, 25 ä 1000, 60 ä 500 Mark u. 8. w. Hrml-Koosk ä, 2x/2 Uurd, Vokl-Koose, gültig für alle Ziehungen ä 5 Mark, versendet nnd stellt noch Verkäufer unter günstigen Bedingungen an Der Vorstand der Ständigen Ausstellung in Weimar, yy Loose sind auch zu haben bei: Vertragsmäßig sind die whuuiu vufiuu^u, i«.*» vi»u> Vorrath an Postwerthzcichen zu führen und die einzelnen Marken zu keinem höheren, als dem Bettage ihres Werthes an das Publikum nbzulassen. Im Allgemeinen hat der Verkauf während der ganzen Zeit, in welcher das Geschäftslokal des Verkäufers geöffnet ist, stattzufinden, jedenfalls aber innerhalb der für den Verkehr mit dem Publikum festgesetzten Dienslstunden des Postamts. bei Frau M. I. R ü h l, Seltersweg. „ Herrn I. W. Kurz, Neustadt. „ „ Johann Seibel ^Bahnhofstraße. „ den Herren Tri b ns & Sund heim, Seltersweg. „ Herrn Christoph Bieker, Neue Bäue. „ „ Heinrich Schmidt II., Wolfstraße. „ Herrn Rudolph Schlabach's Nachf., Ludwigspl. „ Herrn Conrad Roth, Wallthorstraße. „ „ Philipp Stier, Schulstraße. „ „ Fero. Drebes, Marktplatz. „ „ Gastwirth Wagner. „ „ Anton Dillmann. „ „ Wirth Wiesner. „ „ Wirth Schmidt. „ „ Moses Engel. „ „ Kaufmann Fink. „ „ Simon Stein. „ „ Vorsteher Pfaff. „ „ Philipp Lenz. „ „ Johannes Viehmann. „ „ Wilhelm Balser. „ Frau Heuser Wittwc. „ Herrn Ludwig Schwarz. Bekanntmachung. Amtliche Verkaufsstellen für Postwerthzeichen bestehen: I» 8 8 £ 1 CQ $ 6 3 N HLin schöner AuS" rllZhUlß Wahl U jeder Art empfiehlt billigst 5465 Jul. Buche Mein wohlassortirtes Cigarrenlager bringe ich in empfehlende Erinnerung. Rudolf Göbels 405 Neuen Bäue. 5940 Ein gut erhaltenes HauS mit Ladeneinrichtung in guter Lage der Stadt zu verkaufen. Näheres bei der Exped. d. Bl._________ 6094 Zwei gut erhaltene Bettstellen, mit Stroh- und Seegrasmatratze, sind veränderungshalber billig zu verkaufen- Wo? sagt die Exped. o. Bl- Grummetgras- Versteigerung. Montag den 30. August, des Vormittags um 9 Uhr, foll das Grummetgras von den Gemeinde-Wiesen zu Trohe an Ort und Stelle versteigert werden. Trohe, am 26. August 1886. Großh. Bürgermeisterei Trohe. __________Schwarz.______6089 Versteigerung. Montag den 30. August, von Vormittags 9 Uhr ab, lasse ich sämmtliche Oeeono- mie - Geräthe, WirthschaftS- Geräthe, bestehend in großen Tischen und Bänken, verschiedene HauS- geräthe, Sopha's, gut erhaltene Gesindebetten und anderes Bettzeug, mehrere Kommoden, ein Schreibtisch mit Kommode und Schrankaufsatz (in alter Facon), ein noch sehr gutes Tafelklavier, Kleiderschrank, Slühle, Sessel, zwei Uhren, Tische und noch vieles andere; in Kupfer: gut erhaltene größere und kleinere Kochge- schirre, sowie Blechgeschirre, bestehend in Eimer, ganz neuem Milchständer mit Seiher u. s. w, Küchentisch und Schränkchen, sowie einiges gutes Porzellan; zwei kräftige Bäumchen in eichenen Kübeln, 1,75 Mtr. hoch, für Orangerie passend, sowie verschiedene pere- nirende Teppichbeetpflanzen; sämmtliche Bäckerei - Geräthe: zwei große neue Backtröge, 10 Backbretter, Teigwaage, 4 Backkörbe, 6 Kuchenbleche u. s. w.; Kartoffeln, Dickwurz und Gras, sowie Bohnen, Gurken, einige Bäume Aepfel und Reineclauden, Stroh rc. gegen gleich baare Zahlung versteigern. Kloster Arnsburg bei Lich. 6011 F Jutzi Ieikgeöotenes. Die Obstbaumschule von Ernst Lüttich in Oberursel am Taunus, empfiehlt in großer Auswahl kräftige gut bewurzelte Obst-Hochstämme u. Zwerg, obstbäume in allen Formen. Verschiedene erste Preise in Frankfurt a/M. 1884 und Berlin 1885. 6081 _______Catalog gratis und franco._______ 6082 Ein leichter Zweifpärrner-WaHeir zu verkaufen- Näh. bei der Exp. d. Bl. W MM WIM SW WWW MckL WKW WKW MMW Redaktion: A. Scheyda. — Druck und Verlag der Brühl'schm Dructerei (Fr. Chr. Pietsch) in A. Kröll. 6095 Andr. Vulee. empfiehlt 5622 Glanztapeten Goldtapeten 35 25 Carl Scliwaab’s Delicateffenhandlung. Ein Rollwagen noch fast neu, zu verkaufen. Näheres in dev-Exped. d. Bl.6083 Incarnat-Klee neue Sendung eingetroffen. in den großartig schönsten neuen Mustern, nur schweren Papieren und gutem Druck. G-ebrüder Ziegler in Lüneburg. Jedermann kann sich von der außergewöhnlichen Billigkeit der Tapeten leicht überzen gen, da Musterkarten franco auf Wunsch überall hin versenden. 1773 Weintrester Branntwein in garantirt reiner Waare, per Schoppen 30 Pfg., Anthracitlwhlen welche ganz rein aufbrennen und nicht schlacken, dadurch das öftere Reinigen der Oefen ersparen, empfiehlt von 25 Ctr. an frei in's Haus 5451 Gg. Unverzagt, Kaplansgasse. Tapeten! “ Zu noch nie dagewesenen Preisen versenden: Naturelltapeten von 12 an, Das Neueste in Unterröcken, Trieottaitten, Schürzen u. f Corsetten empfiehlt zu billigsten Preisen 5883 cr. QU. irsttsr. Brennholz in Spalten und auch klein gemacht empfiehlt in trockener Waare Wermiethungen. 6091 Der zweite Stock und die Mansarde meines Hauses, für zwei freundliche Familien-.Logis eingerichtet, sind zu ver- mtethen. Gärtner Schneider, _________________Schiffenbergerweg 61. 6087 Umständehalber zu October, auch spater, eine Wohnung mit 4—5 Räumen zu vermiethen. Näh, in der Exp. d. Bl. 6088 Eine geräumige Familien-Woh- nung in gesunder Lage, außerhalb der Stadt, per 1. September zu vermiethen. Zu erfragen in der Exped. d. Bl. 6092 Ein Familien-Logis, auf den 1. October beziehbar, zu vermiethen. Heinrich Mühlich, Flügelsgasse. 6093] Schöner Eckladen (Seltersweg- Plockstraße) mit Logis zu vermiethen pro 1. Januar 1887. ____________Labroisse, Rechtsanwalt. 5741 Ein Logis, 4 Zimmer mit Zubehör, Bahnhofstraße 31, zu vermiethen. _________________Chr. Hanbach I. 4699 Der seither von Herrn vr. Fuhr bewohnte mittlere Stock meines Hauses ist anderweit zu vermiethen und vom 1. October ab zu beziehen. A. Katz, Südanlage 15. 6098 Ein gebrauchter großer Kochherd (von Gebr. Röder) ist billig abau» geben bei Fr. Textur, Hardt bei Gießen. Frische Butter k Psd. 70 H bei Abnahme von 10 Pfd- bei 4030____________JulinS Wallach. Eine neue Obstkelter nebst Mühle billig zn verkaufen. 5789 Restauration Germania. Allee-Schule für Frauenbildung und Erwerb veranstaltet DienStag den 31. August und Mittwoch den 1. September, Morgens von 10—12 Uhr, Nachmittags von 2—5 Uhr, in dem Vereinslokale auf dem Asterweg eine Ausstellung der Arbeiten der Schülerinnen wozu Eltern und Freunde der Anstalt freundlichst eingeladen werden. Die Curse im Wintersemester beginnen am 11. Oktober. Anmeldungen nimmt entgegen 6084 Gießen, im August 1886. Der Borstand. größter Auswahl und in 5986 Die besten und billigsten Schuhwaaren in allen Sorten empfiehlt Julius Buell, Ecke Mäusburg-Wettergasse. Der Darmstädter Pferdemarkt-Uerein 6085 Darmstädter Dcrbst-Pscrde- und Iohlen-Markt am 27., 28. und 29. September 1886 mit Verloosung und Prämiirung aus dem Viehmarktplatz nächst den Bahnhöfen, zu welchem der Verein die geehrten Herren Züchter, Verkäufer und Käufer freundlichst einlade^ Musterung und Prämiirung von Pferden und Fohlen am 27. September 1886, Vormittags 9 Uhr, Prämienvertheilung Nachmittags 3 Uhr, wozu namhafte Geldpreise und Diplome vorgesehen sind. Die Verloosung stndet statt am 29. September, Nachmittags 4 Uhr, im Ausstellungsgebäude. Zur Ausgabe kommen 20,000 Loose, per Stück 2 Mark. Gewinne: 1 eleganter Wagen, Zweispänner, mit zwei Pserden und completem Geschirr im Werthe von ca. 6000 Mk., 1 Reitpferd mit Sattel und Zaum im Werthe von ca. 2000 Mk., 1 Stuhlwagen mit einem Pferde und Geschirr im Werthe von ca. 1700 Mk., 16 Pferde oder Fohlen im Gesammtwerthe von 10,000 Mk., 315 andere Gewinne im Gesammtwerthe von 4,300 Mk. Den Vertrieb der Loose haben wir dem Herrn U. F- Obnacker in Darmstadt und Frankfurt a. M. im alleinigen General-Debit übergeben. Tüchtige Erdarbeiter sucht 6072 Hch. Winn, Leihgesternerweg 24. 6090] Aelterer Hansbursche gesucht. Pelikan-Apotheke. 6015] Anständiger Laufbursche sofort gesucht. Näheres in der Exped. d. Bl- 6014 Meinen verehrten Kunden sowie dem hiefigen Publikum die ergebene Anzeige, daß fich da- Waarenlager von meinem Abzahlungsgeschäft von jetzt Ziaplansgasse 18 (Hotel Rothenberger) befindet. ____W. Köhler, Sonntag den 29. und Montag den 30. August wozu ergebenst einladen die Wirthe Go?? Ph. Rinn. Weissbrot!. Sonntag den 29. und Montag den 30. August Kirchweihfest zu Rödgen, wozu ergebenst einladen die Wirthe Wilh. Batsser und Üch. Wagner. Für gute Speisen und ein vorzügliches GlaS Gießener Aetien-Brer ist bestens gesorat.6079 6099 Exped- d- Bl. kostenlos und franco, beziehen. 227 Gießen. »t Sie« m uns einfenb 6019 Ein zuverlässiges Dienstmäd- chen auf sofort gesucht: nur solche mit guten Zeugnissen werden berücksichtigt. Näheres Alicenstraße 19, II. Stock. 6080 Ein braver Junge als Kellnerlehrling auf sofort gesucht. PH. Kreiling, Restaurat- z. Gambrinus. Sw 29-/8. 12 Uhr. Zoh. Fest u. Sllb. 6097 Mähmaschinen gegen Baar oder in Raten. Eigene Reparaiur-Werkstätte. Feinstes Maschinenöl. t Da ich die Reparaturen selbst ausführe und zum Verkauf keinen Laden halte, kann ich die weitgehendste Garantie leisten und die billigsten Preise stellen. M. Kraft, Mechaniker, 5391 Nebenweg 46. Lommisgefuch. Ein jüngerer Commis wird für ein Baumaterialien-, Eisen- und (Kolo» nialwaarengeschäft in einem Landstädtchen Oberhessens per sofort gesucht. Offenen unter Nr. 10994 befördert die Wennischle Anzeigen. 6086] Mädchen können das Weiß» -engnähen erlernen. Neuenweg 11. N Ä?" Danvf tzi Nr. ?3)i 1. Oeffei Se. ftita Mmbach in 3 ufib EnGloff' Mädchm im 1 Bmie zu btt 2. Dtfi St. Ri Mornbach in und Entichlo i. WpS da Ertrinke! 9. HA für das Zahl israMjtztn' 4. M AAitzn Ui betreffend. 5. Uel für das Eta wunal-M Ließen. 6. Veh Winter-Sem^ Men Hochfc 7. Orde 8. Am 8. Dien ü