Nr. 172 Mittwoch den 28. Juli 1« renmer nzerger Amts- und Anzeißeblatt für den Kreis Gießen. Uoyd. •NMMt e<|eft,»gliche» Bürgermeistereien der L»»dg-mei»den des »reife«, „dgeete S«,‘ **” *“*" dl- «eiter.W, R<»UI,M,M. Si, -l« .» --------- ------------------------- vr. Boekmann. it itlerei. SS *2 Ä#* t . .KetWebene Slätter, auch bayerische, hatten letzthin gemeldet, daß die übliche militärische Besichtigungrreise des deutschen Kronprinzen nach Bayern in diesem Jahre unterbleiben würde. Diese Nachricht ist indessen gutem Vernehmen nach unbegründet, denn der Kronprinz wird sich auch heuer — und zwar in den ersten Tagen der September — in Ausübung seiner Pflichten als General-Jnspecteur der bayerischen Armee nach Bayern begeben. der Vogesen scheint man das kräftige Dementi, welches die russische Botschaft in Paris den französischen Blättern in Sachen der Chanzy- Feier ertheilt hat, noch nicht recht verdaut zu haben. Bekanntlich ist von der rususchen Botschaft der „Agevce Havar" mitgetheitt worden, daß die sranzöstsche MMMID Z-M-VLMZ Staatsstreich vonWopel"!inL Achen ' “ ^l-hme des Eschen Generals an der Cbanrv^r Physiognomie Europas ein anderes Aussehen gegeben haben, dann ist in neuerer Zett die Batum-Angelegenheit hinzugckommen und endlich läßt sich auch nicht verkennen, daß seit dem Sturze Ferry's, des einzigen französischen Staatsmannes, der eine aufrichtige Annäherung Frankreichs an Deutschland zu Stande zu bringen juchte, die leitenden Pariser Kreise sichtlich bemüht gewesen sind, sich Rußland zu nähern und hieraus ergab sich wiederum eine größere Unsicherheit m den Beziehungen zwischen Deutschland und Frankreich. Ueber all' diese Fragen wiro jedenfalls in Kissingen ernsthaft discutirt worden sein, aber welches auch die Beschlüsse der Kissinger Minister-Entrevue seien — Europa darf ver- sichert sein, daß sie nichts anderes bezwecken, als die Kräftigung des deutschösterreichischen Bündnisses und somit im Weiteren die Erhaltung des Weltfriedens, denn in dem engen Bündnisse zwischen Deutschland und Oesterreich-Ungarn liegt nach wre vor die einzig sichere Bürgschaft des Fortbestandes des europäischen Friedens. Uebrigens erhält die Zusammenkunft zwischen dem deutschen leitenden Staatsmanns und dem Minister der auswärtigen Angelegenheiten Oesterreich- Ungarns diesmal noch eine besonders bedeutsame Ergänzung durch die nunmehr ganz sicher auftretende Nachricht von der bevorstehenden Ankunft auch des Herrn v. Giers, des leitenden Staatsmannes Rußlands, in dem unterfränkischen Welt- | bade. Mit Recht kann die osficiöse Wiener ^Presse" darauf Hinweisen, wie der I besuch des russischen Ministers in Kissingen offen bekunde, daß das officielle Rußland gewillt sei — was man auch Gegentheiliges hierüber Seitens einer gewissen Presse vernehme - an dem Freundschafts-Verhältnisse mit Deutschlanv und Oesterreich-Ungarn sestzuhalten und wenn alsdann das Wiener Regierungs- . den Kissinger Minister-Begegnungen ein neues Anzeichen für die unge- Fortdauer des guten Einvernehmens zwischen den drei Kaisermächten erblickt, so dürste dies nur den wahren Verhältnissen entsprechen. Diese Anschauung erhält überdies noch eine schwerwiegende Bestätigung durch die Melvung von der unmittelbar bevorstehenden Reise des Erzherzogs Karl Ludwig von Oesterrerch und seiner Gemahlin nach Pelerhof, dem gegenwärtigen Sommer- Tu-kulum der rusfischen Kaiserfamilie. Dieser Besuch erfolgt aus Einladung oes Czarenpaares, doch eben diese Einladung beweist das gute Einvernehmen: Erzherzog Karl Ludwig — der älteste Bruder des Kaisers Franz Josef - war außerdem, wie bekannt, vor Kurzem incognito in Berlin und besuchte auch den deutschen Kronprinzen in Potsdam, von wo aus der österreichische Prinz birect »»4 Wien zurückkehrte. Die Annahme, daß der Erzherzog der Träger von Ver« Handlungen sei, welche an die Kaisertage von Skierniewize und Kremsier au- knüpsen, hat darum eine gewisse Berechtigung und aus all' diesen Einzelheiten ecgiebt sich ein Bild, welches in seiner Gesammtheit die politischen Beziehungen °!s allseitig freundschaftliche darstellt. — Da wir einmal beim Kapitel der fürst- lichen Sommer-Reisen sind, so sei noch erwähnt, daß poinische Blätter dabei beharren, das russische Kaiserpaar werde sich nach Rusfisch-Polen begeben, wo der Czar größere Jagden abzuhalten beabfichtige und daß dasselbe hierbei den Besuch des österreichischen kronprinzlichen Paares empfangen werde. - Heute Nachmittag fand unter dem Vorsitze Granville's die Jahresversammlung des liberalen Clubs der Stadt London statt. Granville sprach die lieber; zeuguna aus, das Princip der Gladstone'schen Vorschläge, durch welche die irische Frage nur gelöst werden könne, werde früher oder später vom Parlamente angenommen werden, und erwähnte die zufriedenstellende Art, in welcher „Rosebery auswärtige Schwierigkeiten, besonders die türkische und griechische Frage bezüglich Egyptens, gelost hczbe. Granville schloß: wenn auch die Sachen langsam gingen, so sei doch zweifellos eme Besserung eingetreten. t o r Amsterdam, 26. Juli. Am Sonntag Abend kam es m einigen Stadtvierteln anläßlich des Verbots des Volksfestes zu Streitigkeiten zwischen dem Pöbel und der Polizei und zu einigen Verwundungen. Die Ruhe war zwar gegen 9 Uhr wieder hergestellt, doch dauerte die Erregung am Montag fort, ohne daß zunächst die Ruhe -gestört wurde. Nm 5 Uhr Nachmittags wiederholten sich die Ruhestörungen, die Aufrührer erbauten Barrikaden, so daß die bereits consignirte Infanterie und Kavallerie erschien und die Menge aufforderte, auseinanderzugehen. Da dre Aufforderung mcht befolgt wurde, gab die Infanterie Feuer, wobei eine Person getödtet und mehrere verwundet wurden. Zur Aufrechterhaltung der Ordnung sind die abgesandten Truppen verstärkt worden. _ . 3 .... ~ ..... Kopenhagen, 26. Juli. Das Meeting zu Ehren des Folkething-.Prasidenten Berg fand gestern in Marienlyst statt. Dasselbe war von nahezu zehntausend Personen besucht und verlief sehr ruhig, obschon Berg eine heftige Rede gegen das Ministmum hiett. ^le Skupschtina amiullirte auf Antrag des Verifications- Ausschusses sämmtliche beanstandeten Wahlen, ausgenommen zwei, die für giltig erklärt wurden. Der Ministerpräsident verlas hierauf einen königlichen Ukas, wodurch die Session pro 1885 geschlossen wurde, die Skupschtina der Session pro 1886 auf den 15./27. Juli nach Nisch einberufen wurde. Lokale-. Gießen, 27. Juli. Tagesordnung für die Stadtverordneten-Sitzung am Donnerstag den SS. Juli 1886, Nachmittags 4 Uhr. 1. Umbau des Bahnhofs Gießen. 2. Reform der polizeilichen Milchcontrole. Z. Die Herrichtung eines Militärbadeplatzes. 4. Die Erbauung eines Schlachthauses. 5. Die vorläufige Unterbringung von Geisteskranken. 6. Kaufvertrag zwischen der Stadt Gießen und Anton Petri. Gießen, 27. Juli. Wir verfehlen nicht, die Leser unseres Blattes noch besonders rauf das Kirchenconcert aufmerksam zu machen, das am nächsten Freitag vom hiesigen evang. Kirchengesangverein ausgeführt wird. Es wird wohl selten ein Programm geboten, das so viele berühmte Kirchenmusiker aller Blüthenperioden der Kirchenmusik in den zur Aufführung kommenden Pidcen vereinigt. Chöre von Palestrma bis herauf zu Mendelssohn und Kiel, Sologesänge von I. S. Bach bis zu Schubert und Hiller, ebenso Orgelvorträge von I. S. Bach bis zu Schumann. Von den Chören möchten mir nur auf den östimmigen von H. Schütz, den Vorgänger I. S. Bach's „Selig sind die Todten" und auf die von Gesangverein und Chorschule gemeinsam zu singende Motette Michael Bach's: „Ich weiß, daß mein Erlöser lebt", als auf ganz wunderbar ergreifende Compositionen aufmerksam machen. Die Namen der Solisten bürgen auch für einen Kunstgenuß nach dieser Seite hin. Simon-Wetzlar, ein Meister des Orgelspiels, Müller-Frankfurt, bei Vielen noch als der Sänger des Baßsolos in der Schüh'schen Passionsmusik in dankbarem Andenken stehend, Fräulein Buff-Gießen, die geschätzte und in den besten Kreisen des kunstliebenden Publikums verehrte Sopransängerin, endlich Herr F. Bauer, dessen Technik im Violinspiel seine zahlreichen Schüler zu beobachten Gelegenheit haben — lauter Namen von bestem Klange. — Möge der Erfolg den Bemühungen des Kirchengesangvereins entsprechen. — (Berichtigung.) In der turnerischen Mittheilung in der gestrigen Nummer unseres Blattes muß es statt 15. Preis Dietz von Hungen heißen: 15. Preis Dietz von Gießen, was wir richtig zu stellen bitten. Verwischte-. Lich, 26. Juli. In hübscher Weise beging gestern der hiesige Turnverein die Feier seines 26jährigen Bestehens durch ein Wettturnen und Ballfest. Nachdem sich um 3 Uhr ein stattlicher Festzug durch die Straßen unserer Stadt nach der Turnhalle begeben hatte, überreichten daselbst die Jungfrauen von Lich durch Fräulein Heller dem Turnverein eine sehr schön gestickte schwarz-weiß-rothe seidene Fahnenschleife. Bei dieser Gelegenheit berührte der frühere erste Sprecher des hiesigen Turnvereins, Herr Heller, die Veranlassungen zur Gründung des Lahn-Wetter-Gaues und die dem hiesigen Vereine wegen seiner Betheiligung daran von verschiedenen Seiten gemachten Vorwürfe und wies es energisch als eine alberne Verleumdung zurück, wenn man dem neuen Gaue nachsage, er wolle die Geschäfte irgend welcher politischen Partei besorgen. Vielmehr mache es sich der Lahn-Wetter-Gau und ebenso die denselben bildenden Vereine einzig zur Aufgabe, dem Vaterlande kräftige Männer und gute Patrioten zu erziehen in unerschütterlicher Anhänglichkeit an Kaiser und Reich und Landesfürst und engeres Vaterland. Darin liege die Bürgschaft dafür, daß der Verein, der seit 26 Jahren schon so manchen Sturm erlebt, auch die jetzigen Anfeindungen zu Schanden machen werde. Diesen Gedanken führte Herr Raimund von hier noch weiter treffend aus und fügte eine Schilderung des Austrittes des Vereins aus dem Gaue Hessen bei. Nachdem der Verein gegen das Protokoll vom 48. Gauturntage, weil dasselbe in nicht wenigen Punkten erheblich vom wahren Sachverhalte abweiche, beim Gauausschusse Protest erhoben, sei ihm nachher weder die Tagesordnung des Alsfelder Turntages, -noch eine Einladung zum dortigen Gaufeste zugegangen, eine Begründung des Protestes also gänzlich ausgeschlossen gewesen; unter diesen llmständen habe der Verein dem Gaue Hessen seinen Austritt angezeigt. Nachdem Redner noch den Damen den Dank des Vereins für die schöne Schleife ausgesprochen, ließ der Obmann des Kampfgerichtes, Gaurechner Sch er ff von hier, zum Wettturueu antreten. Hieran nahmen 37 Turner der Turnvereine Gießen, Hungen, Lich und Wieseck Theil. Geturnt wurde an Barren, Pferd und Reck; die volksthümlichen Hebungen waren: Freihochspringen, Freiweitspringen und Stemmen. Die Leistungen waren recht befriedigend, besonders der erst kürzlich gegründete Hungener Turnverein zeichnete sich durch gute Leistungen und zahl- reich- B-th-iligung au8. Von den 18 Preisen, welche zur V-rthcilung gelangten, kam der erst- nach Wieseck, der zweite nach Gießen, der vierte nach Lich, der zwölfte nach Hungen. Abends 9 Uhr begann der Ball mit »er Polonaise, an die sich die Preis- vertheilung anschloß. Recht angenehm berührte ein „Gut Heil" welches aus dem Feuerwehrfest in Butzbach anwesend- Mitglieder des Turnvereins Gießen anf tde= graphischem Wege herübersandten. Gegen Morgen endete mit dem Balle das Fest aemuthlich wie es begonnen. - Unseren Gästen, welche leider schon ruh von uns scheiden mußten, rufen wir zu: „Auf fröhliches Wiedersehen beim Gießener Stiftungsfest^ Pionier-Bataillon Nr. 15 zu Straßburg ist die Genickstarre ausgebrochen. Ein Pionier ist gestorben, zehn Erkrankte, smd^m s Lazareth gebracht worden. Es ist beschlossen worden, das Bataillon in die linksrheinischen Forts zu 6 Schweinfurt, 23. Juli. Ein furchtbares Unwetter hat gestern Abend Schweinfurt und Umgegend heimgesucht. Nach einer erdrückenden Hitze zogen Abends gegen 8 Uhr von Würzburg her ein Gewitter heran, welches sich nach kurzer Zeit unter grauenhaftem Getöse, Blitz und Hagelschlag entlud. Em förmlicher Wolkenbruch verwandelte in kurzer ßeit die Straßen in Strome, die Felder m eeen. Ein Wirbelwind faßte die Dächer sämmtlicher höher gelegenen Häuser, stürzte die Schornsteine verschiedener Fabriken um und brachte mehrere Gebäude zum Einsturz. Am schlimmsten hauste der Sturm am Bahnhof Oberndorf > Schweinfurt. Die Emsteighalle wurde vollständig zerstört; die eisernen Träger derselben sind wie Halme zerknickt. Die Wagenremise mit den darin befindlichen Waggons wurde zusammengeworfen; die Aborte, die Dienstwohnungen wurden ihrer Dächer beraubt, welche auf eine weite Strecke weggeführt wurden. In der Stadt ist die Verwüstung nicht minder groß. Die hohen Dampfkamine der Färb- und Gewürzmühle von Carl Wilhelm Geyer, der Dampfgerberei von Gebrüder Bach, der Ziegeleien von Ad. Stütze! und Andreas Menke, des Dampfsögewerks von Göbel it. Mayer, der Maschinenfabrik von C. Joachim u. Sohn und der Brauerei Georg Hartmann, sind umgestürzt. Kein Haus in der ganzen Stadt blieb unbeschädigt. Eine große Halle am Marienbach wurde hingelegt wie ein Kartenhaus, das schwere Holzthor derselben fast 50 Meter weit über den Bach gegen einen Gartenzaun geschleudert und viele und schwere Holzstücke derselben wurden noch viel weiter getragen. Eine große Halle auf dem Belschner'schen Felsenkeller am Theilberge wurde total zertrümmert, von einer zweiten das Dach vollständig abgedeckt und vom Sturme fortgeführt. Die starke eiserne Helmstange mit Wetterhahn auf dem Haupt- thurme von St. Johann wurde krumm gebogen, die ganze Kuppel des Thurmes der Kirche St. Salvator ist abgerissen. Die gesammte Ernte unserer Gegend ist zerstört. Die umliegenden Gemarkungen haben furchtbar gelitten; besonders Sennseld, Markt- steinach, Schonungen, Waldsachsen und Abersfeld. Was der Hagel verschonte, entführten die Fluthen. Alle Obstbäume der Umgegend sind vernichtet; die stärksten Bäume wurden geknickt oder entwurzelt. Der Jammer und der Schrecken der Bevölkerung ist groß. Verluste an Menschenleben sind glücklicher Weise bis jetzt nicht bekannt geworden. München, 20. Juli. Die Polizeidirection versendet nachfolgendes Dementi: Die jüngst in der Presse aufgetauchte Nachricht, daß die Königin-Mutter die Erbauung einer Capelle an der Unglücksstätte bei Berg angeordnet wie gewünscht habe, entbehrt nach authentischen Mittheilungen jeder Begründung. — sVacante Stellen für Militäranwärter im Bezirke des 11. Armee-Corps.) Breitenau (Regierungsbezirk Cassel), Corrections- und Landarmenanstalt, Aufseher, 900 «AL Gehalt nebst freier Wohnung. — Brotterode, Communalförster in Klein- Schmalkalden, 800 «AL Gehalt, sowie Brennholz. — Kassel, Direction der Landes- Creditkasse, Hilfsarbeiter im Secretariate, 1200 vH. Gehalt. Daselbst, Polizeidirection, Schutzmann, 1200 «AL Gehalt und Wohnungsgeldzuschuß. — Coburg, Postamt, Stadtpostbote, 720 «AL Gehalt und 144 «AL Wohnungsgeldzuschuß. — Eisenach, Postamt, Postschaffner, 800 «AL Gehalt und 144 «AL Wohnungsgeldzuschuß. — Hilchenbach, Magistrat, Feldhüter^ 300 «AL Gehalt jährlich. — Marburg, Universität, Aufseher (Verwalter) und Speiselieferant bei der chirurgischen Klinik, '600 «AL Gehalt, freie Wohnung, Beleuchtung und Heizung. Daselbst, Portier, 750 «AL Gehalt und freie Wohnung, Heizung und Beleuchtung. — Wehlheiden, Königliche Strafanstalt, Aufseher, Gehalt 1100 vH. — Wetzlar , Eisenbahn -Jnspection , Bureau-Aspirant, 75 «AL Monatsgehalt, steigend bis zu 115 «AL. — Wiesbaden, Bürgermeisterei, Qbfts banmwärter und Hilfsfeldschütze. Handel und Verkehr. Gießen, 27. Juli. Auf dem heutigen Markt kostete: Butter per Pfund X 0.85—090, Hühnereier pr. St. 5—00 4, Enteneier ©t 5—6 4, Käse pt. St. 4—9 4, Käsematte 3—0 4, Erbsen pr. Liter 22 4, Linsen 32 4, Tauben per Paar 0,50 bis 0,80 4, Hühner per Stück «AL 0.80—1.10, Hahnen pr. Stück «AL 0.60-0.90, Enten per Stück «AL 1.50—2.00, Ochsenfleisch per Pfund 62—64 4, Kuh- und Rindfleisch 52-56 4, Schweinefleisch 54-60 4, Hammelfleisch 50-66 4, Kalbfleisch 46-50 4, Kartoffeln per 100 Kilo «AL 3.50—6.00, Milch per Liter 12—18 4, Zwiebeln per Centner AL 6.00-7.00, Kirschen per Pfund 12-16 4. Frankfurt, 26. Juli. (Getreide-Preise.) Weizen eff. hiesiger u. Wetterauer «AL 18,25—18,50, fremder «AL 17,50—19,25, Roggen eff. hies. «AL 14,25—14,50, fremder «AL 14,25-14,50, Gerste effectiv hiesige und Wetterauer «AL 13,50—14,50, fremde «AL 00,00—00,00, Hafer eff. hies. «AL 14,00—14,50, fremder «AL 00,00—00,00. Frankfurt. 26. Juli. Der heutige Viehmarkt war stark befahren. Angetrieben waren 352 Ochsen, ca. 32 Bullen, ca. 500 Kühe und Rinder, ca. 227 Kälber. Die Preise stellten sich: -Ochsen 1. Qual X 63—65, 2. Qual. AL 56—58, Kühe und Rinder 1. Qual. «AL 50—52, 2. Qual. «AL 40—45 per 100 Pfund Schlachtgewicht, Kälber 1. Qua!. 55—60 4, 2. Qual. 45—50 4 per 1 Pfund Schlachtgewicht. Temperatur der Lahn. Am 27. Juli, zwischen 11 und 12 Uhr: Wasser 16», Luft 13«/? R. im Schatten. L. Chr. Rübsamen. Zllgrmriner Anzeiger. Wegen vorgerückter Saison verkaufen von heute an: baumw. Strümpfe, Socken und Sommer-Handschuhe zu bedeutend herabgesetzten Preisen. A. Holterhoff Söhsie9 5405 Mäusburg von «AL 400 an, mit Panzer-Stimmstock 1,26 Mtr. hoch, äußerst kräftig gebaut, kreuzseitig, ganz in Metall-Rahmen per Gaffe zu AL 450 bis «AL 800. 4941 4 Qctao, 2 Register, in Comodform «AL 110. IllVlIllllllVf Gebrauchte gut hergerichtete Instrumente von AL 50 an jederzeit auf Lager. — Ausgedehnte Clavier-Berleih-Anftalt. Siegen. Hernmam ILoos. 2^.Ä?e(rl^?9',b i"l|tv 5287 Ein „cbranchtcs V-locip.d W* Heb, RLhÄ-'s -Brauerei. billig abzng-b-n bei Fr. Krogmann. Die besten und billigsten Schuhe und Stiefel kauft man nur direct in der 5416 Mech. Schuhfabrik von K. 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August, Nachmittags 2 Uhr, werden in dem Joh. Kraft Brühl'schen Hause, Sonnenstratze 9, Mobilien, als: 2 Secretäre (Meisterstücke), 5 Sophas, 8 Kleiderschränke, einthürig, 1 Eis- schränkchen, 4 Kommoden, wobei eine antike, Tische- Stühle, Pulte, 2 Standuhren, Bilder, 2 Pritschen mit Schubladen, 7 Bettladen, theilweise mit Sprungfedermatratze rc, sowie Bettzeug, Weißzeug u. dgl., versteigert werden. 5469 Im Auftrag _____Hoffmann, Ortsgerichtsmann. Mittwoch den 28. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, werden KaplanSgaffe 25 Möbel u. Hausgeräthe, 1 vollständiges Bett, Kommode, 1 Kleiderschrank, Tische, Stühle:c. gegen Baarzahlung versteigert. 5357 Keikgeöotenes. Prima neue holl. Vollhäringe per Stück 9 offerirt 5407 _________Elsoffer. 5402] Schöne junge Hunde billig abzugeben. Näheres Wallthor 5. Bekanntmachung. Der Plan über die von der Stadtverordneten-Versammlung beschlossene und von Großherzoglichem Kreisamt Gießen genehmigte Festsetzung der Baufluchtlinien für die große Mühlgaffe liegt 14 Tage auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen. Gießen, den 24. Juli 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. 5411 A. Bramm. Bekanntmachung. Der Plan über die von der Stadtverordneten-Versammlung festgestellten und von Grobherzoglichem Kreisamt Gießen genehmigten Baufluchtlinien für me Katharinen- und Löwengaffe liegt 14 Tage lang auf dem Bureau des Stadtbaumeisters zur Einsicht offen. Gießen, den 24. Juli 1886. Großherzogliche Bürgermeisterei Gießen. A. Bramm. 5412 Bauverdina. einen Unternehmer 20871.38 3527.68 19972.25 4000.00 677.60 1946.75 zu ii u 11 II e4L II 11 11 M II Zur Ausführung des Rohbaues zu einem neuen Badehause zu Bad» Nauheim sollen im Wege schriftlicher Unterbietung folgende Arbeiten, einschließlich Materiallieferungen in General-Entreprise an vergeben werden. 1. Erd- und Maurerarbeit, veranschlagt 2. Steinmetzarbeiten (Lungsteinlieferung), „ 3. Zimmerarbeit, „ 4. Dachdeckerarbeit, „ 5. Schmiedarbeit, „ 6. Spenglerarbeit, „ Zusammen JL 50995.66 Pläne, Voranschlag und Bedingungen liegen bei unterfertigter Stelle zur Einsicht offen und sind die Angebote, in Procenten obiger Schlußsumme ausgedrückt, versiegelt und portofrei bis zum Eröffnungstermin am 7. August, Vormittags 11 Uhr, ebendaselbst einzureichen. Angebote auf einzelne Gewerke sind unzulässig. In den Angeboten ist ausdrücklich anzufügen, daß von den Bedingungen Kenntniß genommen wurde. Zum Vollendungstermin der Arbeit ist der 10. November d. I. festgesetzt. Friedberg, den 26. Juli 1886. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. 5403 Kranz. Erlaube mir meine Kheinwelne ä i/a Liter von 40 bis 70 Pfg., über die Straße S Pfg. billiger, in empfehlende Erinnerung zu bringen; ebenso einen guten Joppen Apfelwein, sowie ein gutes Glas Öler aus der Aktien. Brauerei Gießen. 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Wahl eines Aufsichtsrathsmitgliedes an Stelle des ausscheidenden Herrn Friedrich Grebe vom Erbacher Hof, welcher in den Vorstand an Stelle des Herrn Wilhelm Weith eintritt. 5- Wahl der Revisions-Commission für das Geschäftsjahr 1886/87. Die Bilanz liegt zur Einsicht im Geschäftslocal der Fabrik offen. Einlaßkarten sind vom 27. bis 31. ds., 12 Uhr Mittags, gegen Vorzeigung der Actien im Bureau der Fabrik in Empfang zu nehmen. Stockheim, den 15. Juli 1886. Aufsichtsrath der Actien-ZuckerfabriK BUdingen in Stockheim. Der Vorsitzende: 5399 3Weber. 5395 Eine Nähmaschine, ein Petro- lenmheerd und Küchengerät!) aller Art billig abzugeben. Asterweg 9, 1 Treppe. Von 8-IIV2 Uhr Vormittags anzusehen. [eicht® Ufllerjadiea ond Husen für Damen, Herren u. Kinder, empfiehlt äußerst billig 4981 Julius Schulze. «K^iederlagen der harz- u. sanre- freien, unter Controlle der Land- wirthschaftlichen Versuchsstationen stehenden Maschinenöle, Wagenfette und Lederschmiere der Wittenberge Fettwaarenfabrik v. 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Zur würdigen Begehung des Festes und zur Deckung der entstehenden Kosten richten wir deshalb an die geehrten Eltern und Freunde der Jugend die ebenso freundliche wie ergebene Bitte, uns mit ihrer Beihülfe, besonders durch Beiträge an Geld oder solchen Gegenständen, die sich zu Preisen für die Jugend eignen, wohlwollend zu unterstützen. Junge Damen, die geneigt sind als Spielordnerinnen mitzu- wirken, werden gebeten, sich bei einem der unterzeichneten Comite- mitglieder zu melden, am besten bei Herrn Lehrer Spitz. Endlich werden Wirthe, die am 12. August auf dem Festplatz Wirthschaft betreiben wollen, ersucht, sich bei dem Comitemitglied Herrn Stadtverordneten Han stein bis längstens zum 4. August zu melden. Da nur 8 Wirthe Wirthschaft betreiben sollen, so findet Verloosung unter den Bewerbern statt. Das Festcomite. Altvater, Baist, Bramm, Büchner, Bautechniker. Stadtv. Bürgermeister. Kreisschulinspector. Enders, Franz, Hanstein, Georgi, Hornberger, Stadtrechner. Reallehrer. Stadtv. Stadtv. Stadtv. Lehr, Möser, Dr. Nodnagel, Schmuck, Spitz, Lehrer. Lehrer. Director. Reallehrer. Lehrer. 5415 Digelius, Director. Redaction A. Scheydc. - Druck und Verlag der Stein’s Garten. Mittwoch den 28. Juli: 6. und letztes Dbonnements-Concerl Bei ungünstiger Witterung im Saale. Anfasig 9 Uhr. Entree 50 Pfg. 3ME* Es wird gebeten, die Billete an der Kasse abzugeben. 5417 Krauste, Großh. Musikdirector. Aerrnietyungen. 5389 Ein schönes separate? Kneiplocal zu vermiethen. Restaurateur Hetz, RöÜrle's Brauerei. 5388 Ein möblirtes Zimmer zu ver- miethen. Bismarckstraße 14, II. Stocf. 2597] Eckladen mit Wohnung zu ver- miethen.________________Marktstraße 34. 5393 Südanlage 3 ein möbl. Zimmer mit Cabinet zu vermiethen._____________ Zu verrniethm: ein Haus in bester Lage der Stadt Grünberg, mit Ladeneinrichtung, passend für jedes offene Geschäft, unter günstigen Bedingungen. Näheres in der Exped. d. 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